viertel- Nr. 217 Erstes Blatt 16V. Jahrgang Freitag 16. September IS 1V Der Gießener Anzeiger __ _ _ erscheint täglich, außer ® O WGWeM Ammer Fernsprech - Anschlüsse: K W Mtz M Chefredakteur: A. Goetz, für die Redaktion 112, IwF Verantwortlich für den ML General-Anzeiger für Kberheffen Egg H8 =öerm$ütaggni” Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Line türkisch-französische Spannung. Während neuerdings wieder gemeldet wird, daß die türkische Anleihe in Frankreich nicht ohne politische und wirtschaftliche Zugeständnisse abgeschlossen werden soll, sind zu den zwischen beiden Staaten ohnehin bestehenden Spannungen neue hinKugetreten. Es kommt vor, daß die in der Türkei lebenden mohammedanischen Algerier und Dunesier sich als türkische Staatsangehörige betrachten und sich den französischen Konsularbehörden entziehen. Wenn es sich um Tunesier handelt, wird das Problem sehr verwickelt, da die Türkei das französische Protektorat in Tunesien noch nicht formell anerkannt hat. In Smyrna ist ein solcher Zwischenfall eingetreten, und ein mit einem französischen Paß versehener tunesischer Flüchtling aus Aegypten, der durch die Vermittlung des französischen Konsuls verhaftet worden war, wird durch türkische Polizeiorgane festgehÄten. Es wird von Interesse sein, ob durch diesen Zwffchenfall die Mißstimmung Frankreichs verschärft und ob seine Regierung nachdrücklich gegen das türkische Verhalten vorgehen wird. Wir erhielten folgende Meldungen.- Paris, 15. Sept. Dem „Temps" wird aus Smyrna gemeldet, daß der dortige französische Konsul infolge einer ihm von seinem Minister erteilten Ermächtigung einen aus Aegypten wegen Verurteilung geflüchteten Tunesier, namens Kitani, durch zwei Kcmnrssen an Bord eines abgehenden Schiffes fest nehmen ließ. Als Kitani dw- aegen «Einspruch erhob und ausrief, daß er Ottomane sei, habe ihn die Smyrnaer Polizei den Händen der M- wassen entrissen und auf das Polizeikommissariat geführt, wo man einen f r a n z ö s i s ch e n P a ß bei ihm fand. Nichtsdestoweniger habe der türkische Polizeikommissar trotz wiederholter Reklamationen des sianzösischen Konsuls sich geweigert, den Tunesier den Konsulats-Kawassen zu übergeben. Der „Temps" hebt hervor, daß der französische Minister des Auswärtigen die Ermächtigung zur Verhaftung auf Grund eines Ansuchens der algerischen Regierung erteilt habe und fügt hilM, daß dieser Vorfall derselben Art sei, wie die vor einiger Zeit ohne Ermächtigung des siar^ösischen Konsuls in Syrien erfolgte Verhaftung mehrerer Tunesier und die Weigerung des Mussetarifs von Jerusalem, ein vom französischen Generalkonsul überreichtes Ansuchen eines Algeriers entgegenzunehmen. .Alle diese tunesi Vorkommnisse zeigen, daß die türkische Regierung fest entschlossen sei, algerische und tunesische Mvhamedaner als ottomanische Untertanen .anzusehen und die diesen französischen Bürgern und Schützlingen gemäß den. Kapitulationen zustehenden Rechte zu verletzen. truppen aufmerksam gemacht. Diese Angelegenheit beweise, ibajs die türkischen Behörden auch in Afrika eine systematische Politik befolgen. Ferner wird offiziös gemeldet, Minister Pichon habe heute den Generalgouverncur von Algerien, sowie die hier weilenden Tuareg-Häuptlinge mit den diesem beiaegebenen französischen Offizieren empfangen. Die Häuptlinge und die Offiziere hätten den Minister auf das Vorgehen der tunesischen Behörden im algerisch-tunesischen Hinterlande und ganz besonders auf die Bes etzung der als fran- zösi ch geltenden Oase Djanet durch türkische Wie die „Agence Havas" in Konstantinopel an amtlicher Stelle erfährt, hat der französische Botschafter» ' ob alb er von den Vorgängen in Smyrna bei der Einschis- ung tunesischer Untertanen Kenntnis erhielt, dieserhalb । ich an die Pforte gewendet. Gegenüber den Meldungen, die besagen, daß zwischen der französischen und der türkischen Regierung ein Einvernehmen bezüglich der geplanten ottomanischen Anleihe zustandegekömmen sei, hält die Agence Havas in einer Note die früheren Angaben aufrecht. Nach diesen ist ein Einvernehmen zwischen den Regierungen in Paris und Konstantinopel nicht erzielt und wird nur auf der Grundlage wirtschaftlicherundpolitischer Garantien erzielt werden können, welche die französische Regierung beanspruchen muß, um die Interessen der Franzosen in der Türkei und ihre dort angelegten Kapitalien zu schützen. Die Reichsersatzwahl in Frankfurt (Oder). Frankfurt (Oder), 15. Sept. Wie die „Frankfurter-, Oderzeitung" meldet, erhielten nach den vorläufigen Feststellungen Dr. Winter (Vereinigte Liberale) 7745 Stimmen, Dunkel (Kons, und Bd. d. Ldw.) 6589 Stimmen, Faber (Soz.) 14 318 Stimmen. 128 Stimmen sind zersplittert. Es ist Stichwahl zwischen Winter und Faber erforderlich. Im Jahre 1907 erhielten in der Hauptwahl: Dr. Braun (Soz.) 12 388, Detto (natlib.) 10 070, Rohde (Deutsche Reichspartei) 7722 und Erzberger (Ztr.) als Zählkandidat 228 Stimmen. In der Stichwahl siegte Detto mit 17 805 Stimmen gegen Dr. Braun, auf den 12196 Stimmen entfielen. politische Tagcsscharr. Die Zusammensetzung der krouprinzlichen Reisegesellschaft. Die „Mtl. Korr." bringt aus „parlamentarischen Kreisen" folgende Ausführungen: * „Vor längerer Zeit ging die ersieuliche Mitteilung durch die Presse, daß der Kronprinz des Deutschen Reiches die Absicht habe, eine Reise nach dem Orient zu unternehmen, um sich dort zu informieren. Weite Kreise der deutschen Bevölkerung haben diese Mitteilung mit großer Genugtuung entgegengenommen, zumal es für unsere Nation nur von fgrotzem Werte sein kann, wenn auch der künftige Träger der deutschen Krone sich im fernen Osten über .die vielerlei Beziehungen Deutschlands zum Orient an Ort und Stelle informiert. Mit großem Befremden aber wird man allseitig die Liste derjenigen Herren betrachtet haben, welche als Reisebegleiter für unseren künftigen Kaisi:. ausersehen wurden. Von den sämtlichen Herren ist keiner aus denjenigen Kreisen genommen, welche Verbindungen mit dem Orient unterhalten. Kein Kaufmann, kein Industrieller, kein Gewerbetreibender befindet sich unter jenen Männern und lediglich Offiziere sind berufen, die Umgebung des jungen Fürsten zu bilden. Eine militärische Inspektionsreise kommt nicht in Frage und es ist darum verwunderlich, daß aus unseren erwerbstätigen Kreisen und aus dem Bürgertum — außer einem Arzte und dem Hofrate sind überdies wieder alle Herren dem Adel entnommen — niemand berufen ist, an Ort und Stelle dem Kronprinzen diejenigen Informationen zu geben, die auch ein Fürst, und sei er noch so vielseitig vorgebildet, haben muß, um mit vollem Verständnis und auch mit dem nötigen Erfolge diese wichtige Fahrt unternehmen und zu Ende führen zu können. Es ist sehr bedauerlich, daß unsere maßgeblichen Kreise diesem wichtigen Gedanken so wenig Rechnung tragen; die Zusammensetzung der Reisegesellschaft beweist, daß die Regierung des an Bedeutung zweitgrößten Wirtschaftsstaates Europas den wichtigsten Ständen der Nation trotz der von allen Seiten an sie herantretenden Aufforderungen, diese zur Mitarbeit stärker als bisher heranzuziehen, nicht Rechnung tragen kann." An Lhrlich-hatas „606“ werden in Frankreich noch immer recht böswillige Kritiken geübt, die sich häufig gegen die Person des deutschen Gelehrten selbst richten. Allerdings muß gleich hinzugefügt werden, daß die große Mehrheit der Presse diesem Treiben fernsteht. Unpersönlich wenigstens ließ sich Professor Bouchard in der Akademie der Wissenschaften vernehmen, indem er zu einer Note Herrn Mouneyrats über die mikrobentötende Wirkung der Arsenik- Zusammensetzung, die rein wissenschaftlich gehalten war, hinzu- 5 fügte: „Niemand kann bis jetzt in dieser aktuellen, so viel erörterten Frage sich des Wissens rühmen, weshalb und wie die Arsenik-Zusammenfetzungen wirken und besonders ist alle WÄt darüber im Unklaren, auf Grund welcher Regel diese Zusammensetzungen gleichzeitig für die Parasüen schädlich und für die Kranken ungefährlich sind." Zum Schlüsse bemerkte Professor Bouchard dann noch, daß man über diese Frage die größte Zurückhaltung wahren müsse. .Hingegen sind die Ausführungen, die mit Dr. Zweifel in der sozialistischen „Hurnanits" gezeichnet sind, einfach gemein und perfide. Es wird da erzählt, daß Professor Ehrlich, von Ehrgeiz geplagt, sich mit den Höchster Farbwerken verständigte, um Kapital und Lärm zu schlagen. So sei die Chimiotherapie entstanden, die selbst in das Institut Pasteur gedrungen ist, da alle Welt für sic schwärmt. Das Wort habe die Menge verblendet, obgleich an der ganzen Geschichte nichts neues sei. Man habe sich dann an die Behandlung der Syphilis gemacht, weil diese das beste pekuniäre Ergebnis versprach. Die Arsenik-Behandlung gegen diese Krankheit sei aber schon uralt, da Dr. Ricord sie bereits 1850 anwandte. Da habe man dann glücklich das Dioxydiamidoarsenobenzol entdeckt. Diese arsenische Zusammensetzung, die schließlich dem Atoxyl und dem Hektin nahe verwandt sei, habe unter der geheimnisvollen Zeichnung „606" die Neugier des Publikums erweckt. Ließ dieser Name nicht eine ungeheure Studienarbeit von 605 früheren Produkten ahnen, als ob man nicht wüßte, daß die Buchausgaben mit der fünfzigsten beginnen und die Serien von Lokomotwen mit 8,001 ansetzen. Jedenfalls wurde das „606", nachdem es zuerst bei Tieren erprobt worden war und dann /befriedigende" Ergebnisse Bei Menschen geliefert hatte, en gros durch die große Presse in das große Publikum geschleudert. Das ist ein Bündnis des ,Laboratoriums und der Fabrik", das einen Huret in .Entzücken versetzen muß. Aber was noch annehmbar ist, wenn es sich um elektrische Dynamos handelt, wird gefährlich, wenn die öffentliche Gesundheü in Frage steht. Dann alsl Postskriptum: „Man meldet das bevorstehende Erscheinen eines „bedeutenden" Werkes des Professors Ehrlich über die Chimio- therapie: die Setzer arbeiten Tag und Nacht; denn man muß das Eisen schmieden, so lange es heiß ist." — Daß gerade ein Blatt der internationalen Sozialdemokratie sich zu solchen Gehässigkeiten hergibt, tn denen unverkennbar ein kleinliches Chauvinismus hervortritt, ist überaus bezeichnend. b. Neues Theater Mainz-. In dem umgestalteten Kötherhof-Theater fand gestern abend die erste Aufführung statt; Ernst Dindrings „Hohes Spiel". Ein endloses Aneinander von Bühnenbildern zieht vorbei und vermag höchstens im dritten Akte etwas zu interessieren. Das Theater selbst ist hübsch verändert, alles was das Auge stören könnte, ist beseitigt und in mildem Licht erstrahlt der neue Musentempel. Die Bühne ist etwas erweitert, der Zuschauerraum mit Klappftühlen versehen. Alles in der Einrichtung gut und nett, und hoffentlich werden auch späterhin Stücke gewählt, die Lesser geeignet sind, um die Zuschauer zu fesseln. — Weimar als Stätte nationaler Jugenderziehung. Unter dieser Überschrift veröffentlicht Direktor Dr. B. Maydorn in Thorn in der „Zeitschrift für lateinlose höhere Schulen" einen Auffatz über oie ersten vom Deutschen Schillerbund veranstalteten Weimarer Nationalfestspiele für die deutsche Jugend, der folgendermaßen schließt: „Das war es überhaupt, was dem Zusammensein in jenen Tagen das eigene Gepräge gab: die unverdrossene Kraft, die auch durch die unvermeidlichen Anstrei:gungen nicht zu überwältigen war, und das einmütige Zusammen- stimnien der Teilnehmer, das in der ganzen Zeit keinen Mißklang aufkommen ließ. Damit erst war der Boden richtig bereitet zur ertragreichen Aufnahme aller der vielseitigen Eindrücke und Anregungen. Was der Schillerbund erwartet hatte, als er die Einladungen ausgehen ließ, daß die deutsche Jugend der gebotenen Genüsse sich würdig erweisen würde, es ist in unserer kleinen Schar, rote in der ganzen großen Wenge der Zuscuumengeströmten bewiesen worden, und so Englischer Geschäftschauvinismus. Im „Konfektionär" findet man folgende, fast wie eine Schnurre anmutende Meldung: Wie rückständige Ansichten manche großen englischen Firmen haben, geht aus dem Briefe der großen englischen Aktiengesellschaft The Uganda Land and Building Co., Ltd., in London hervor, den wir erhalten haben: Es heißt in dem Briefe, der geradezu ein Dokument für die ungeheuere Deutschenfurcht der Engländer ist: „Wir bestätigen Ihnen hiermit den Empfang der letzten' Nummern der „Export-Rundschau", er Hären Ihnen aber gleichzeitig ein für alle Mal folgendes: Das englische Volk bewunderv den Geschäftsgeist der Deutschen, aber solange Ihre Nation f o r t - fährt, Riesenschiffe zu bauen, nur zu dem Zweck, um Großbritannien anzugreifen und zu zerstören (!) und solange Sie uns zu enormen Ausgaben zwinge::, um die nötigen Schiffe zur Abwehr zu bauen, wird jeder Patriot sich weigern, mit Deutschland in geschäftliche Verbindung zu treten. Was die Deutschen auch zu ihrer Entschuldigung anführen mögen, sie roerbeit das englische Volk niemals überzeugen können, daß alle diese Rüstungen irgend einen anderen Zweck haben, als die Zerstörung Englands und die Annexion seiner Kolonien. Die Tatsache, daß sich alle deutschen Schiffe in der Nordsee befinden, ist der beste Beweis für diese Absicht. Sie haben eine riesige Armee^' aber das englische Volk wird keine Kosten und Opfer scheuen, um zu verhindern, daß diese jemals den englischen Boden Betritt Und jeder englische Patriot sollte sich weigern, Geschäfte mit Deutschen zu machen, um womöglich noch ihren Gewinn unb ihr Kapital zu kräftigen." Wo ist da die Wirkung der vielen Besuchs- und Freuird- schaftsreisen, die deutsche und englische Gesellschaften sich, gegenseitig abgestattet haben? Die Ronkurrenzklausel. h. Darmstadt, 15. September. Das Gr. Hess. Ministerium des Innern hat die Hessischen Handelskammern um eine Aeußerung zu der Ver-- öffentlichung des preußischen Ministers für Handel und Gewerbe bezüglich der geplanten teilweise recht weitgehenden Abänderungen der Bestimmungen über die Konkurrenzklausel ersucht. Nachdem im Ausschuß für Gesetz-, Steuer- und Zollwesen der Handelskammer diese Angelegenheit vorberaten worden war, hat eine gemein- sameBesprechungderhessischenHandelskam- mern stattgefunden. Die gelegentlich dieser Konferenz gefaßten Beschlüsse wurden von der hiesigen Handelskammer nochmals durchgesvrochen und gut geheißen. Neben der Stellungnahme zu oen einzelnen Vorschlägen des preußischen' Ministers wurde beschlossen, die geltenden Bestimmungen möchten dahin ergänzt werden, daß als Regel die Geltung der Konkurrenzllausel auf ein Fahr beschränkt werde, jedoch möchte eine vertragsmäßige Ausdehnung ihrer Gellung über diese Zeit hinaus gestattet werden unter der Voraussetzung, daß der Unternehmer dem Angestellten für die Dauer der Geltung eine Entschädigung zu zahlen habe. Es würde" hier in Betracht kommen int ersten Jahr i/4, im zweiten Jahr 1/3 und im dritten Jahre der volle Betrag der letzten Gehaltsbezüge. Durch eine solche Regelung würde einerseits den Interessen der Unternehmer, sowohl Industriellen, wie Groß- und Äeinhändlern, Rechnung getragen, andererseits den Wünschen der Angestellten, die aus eine generelle Beschränkung der Klausel ausgehen, in weitgehendem Maße entgegengekommen werden. Die Anwendung der Klausel auf längere Zeit würde sich nur auf Fälle beschränken, in denen dtese absolut notwendig ist. Hauptsächlich wurde noch betont, die Bestimmungen der Konkurrenzklausel möchten auf solche kaufmännische Angestellten Anwendung finden, welche einen Jahresgehalt von 1500 bis 6000 Mk. beziehen. In einem Schreiben an den Deutschen Handelstag soll noch dem Wunsche Ausdruck verliehen werden, er möchte darf es auch als ein sicherer Erfolg dieser ersten Festspiel- veranstaltunA ^angesehen werden, daß sich Weimar während' jener drei Sommerwochen in der Tat bewährt hat als eine Stätte nationaler Jugenderziehung." Im Anschluß hieran machen wir darauf aufmerksam, daß die Hauptversammlung des Deutschen Schillerbundes, auf der über die finanziell bereits gesicherten zweiten Festspiele im Jahre 1911 beraten werden soll, am 2. Oktober b. I. in Weimar stattfindet. Bei dieser Gelegenheit wird der Bundesvorsitzende und Direktor des Goethe-Nationalmuseums in Weimar, Geheimrat Prof. Dr. v. Oettingen, einen Vortrag über „Das Goethe-Haus in Weimar^" hallen. Es können außer den Mitgliedern des Bundes auch deutsche Lehrer, die sich vorher bei der Geschäftsstelle des Deutschen Schillerbundes in Weimar anmelden, teilnehmen. — Stiftung. Dem Nationalökonomen Geheimen Rc- gierungsrat Prof. Dr. Johannes Conrad in Halle a. S. haben seine Schüler und Freunde zur Feier seines 70. Geburtstages den Betrag von 15 660 Mk. überreicht zur Begründung einer Johannes-Conrad-Stiftung an der Universität Halle. Nachdem die Satzungen der Stiftung mit Genehmigung des akademischen Senates festgestellt waren, ist nunmehr tuid) die landesherrliche Genehmigung zur Annahme der Schensiing erteilt worden. Die Zinsen sind für Stipe^>ien für Nattonal^ ökonomen, die Schüler des staatswissenschastlichen Seminars der Halleschen Universität sind oder gewesen sind, behufs Msftihrung wissenschaftlicher Reisen bestimmt. — Kurze Nachri chtenausKun st u. Wissenschaft. Anläßlick) der diesjährigen Großen Berliner Kunstausstellung wurde die große goldene Medaille für. Kunst den: Direktor der ungarischen Meisterschule für Nialerei in Budapest Prof. Gyula v. Benozur, die goldene Medaille für Kunst dem Graphiker M. A. I. B au er in Amsterdam, dem Maler Paul v. Szinyei-Merse in Budapest, dem Bildhauer Reinhold Felderhoff in Charlotteiwurg, dem Architekten Julius H a - b ich t in Halensee und dem Maler Professor Julius Bergmann in Karlsruhe verliehen. — Das Befinden von Kainz ist imd) einer gut verbrachten Nacht unverändert. Der Kttanke iftir frisch und konnte plaudern. Er scheint sich, da keine Besuche, zugelassen werden, zu erholetu der Türkei sind verständigt worden. Da der Kutscher Erfolg zu verzeichnen. Die Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei von Heyligenstaedt LComp., Gießen war Aus Santiago de .Chllle wird gemeldet: Auf einer Zusammenkunft der liberalen Parteien wurde RamonBarros Luco zum Kandidaten für die Präsidentschaft der Republik erwählt. Ta hinter diesen Parteien der größte Teil des Volkes steht, so glaubt man an einen Erfolg der Kandidatur bei den allgemeinen Wahlen am 26. Oktober. ** Unsere einheimische Industrie hat auf der Weltausstellung in Brüssel einen höchst anerkennenswerten t diplomatische Intervention stattftndet. Es wird den Lastträgern ' nicht mehr gestaltet sein, .Waren, welche mit griechischen Schiffen ankommen, auszuladen oder zu transportieren. Sämtliche Häfen mit einer stattlichen Auswahl ihrer Erzeugnisse vertreten, welche einen bemerkenswerten Bestandteil der Ausstellung in der deutschen Maschinenhalle bildete. Die im In- und Aus- neben den bereits von ihm beratenen Maßnahmen seine I „Heimat* von Fischer und *Die wilden Rosen blühn* von Aufmerksamkeit noch der Frage AMverrden, ob es nicht mög- Mahre. Mit einem Lied von Krafinskn und der Arie aus Der Uinematograph in der llirche. en London, 14. Sept. Run endlich ist die große Entscheidung gefallen. Der Kine- matograph ist religiösen Zwecken dienstbar gemacht worden, aber vorerst nickst in England, sondern in dem gelobten Lande der Neuen Welt, m Nordamerika, und natürlich in dessen tonangebender Metropole: in New York! Die „Grace Methodist Episeopel-Kirche" wird sich diese Neuerung zu "Nutze machen. Diese Kirche, die von jeher Versuche gemaiüt hat, wie man am besten große^Nenjchenmassen zum Kirchenbesuch veranlaßt, .und chre Versuche vielfach mit Erfolg gefrönt geschew lich sei, Deutschland mit bebtofcnb 61H ig«;re-nt Zucht-, Rigoletto- zeigte Herr Münch, welcher em,n schönen, syM' vreh ofö dies gegenwärtig der Fall sei zu versorgen. , ------} • 1 — Bahn scheute, gegen die Lokomotive, wobei das erregte Tier stürzte. Glücklicherweise gelang es dem Maschinen- 'ührer, den Zug zum Stehen zu bringen. Da der Kutscher des Wagens abgesprungen war, wurde ein ernsterer Unfall verniieden. Das Pserd hat einige blutende Wunden am Kopfe erlitten. lande schon längst rühmlichst bekannten Erzeugnisse der Fabrik wurden von deni Preisgericht durch die Verleihung des Diplome d’honne ur entsprechend gewürdigt. "Tas Münch'sche Solo-Quartett aus Wetzlar gab geilcrn abend ein gut besuchtes Konzert in Steins Saal- bau. Tie Herren verfügen über gutes Stimmenmaterial und, was besonders lobenswert ist, über eine gute, deutliche Aus- ipcache, so daß man ;edeS Wort verstehen konnte. Das Pro- T> i e Ata ul- und Klauenseuche ist ausgebrochen m Irxleben, Kreis Wolmirstedt, Regierungsbezirk Magdeburg; Przelaika, Kreis Kattoioitz, Regierungsbezirk Oppeln: Nieder-Thomaswaldau, Kreis Bunzlau, Regierungsbezirk Liegnitz; Mieste und Weihenstadt, Kreis Gardelegen, Regierungsbezirk Magdeburg (bei Händlcrvieh). /^ Klein-Linden, 15.Sept. Wiedergewählt wurden heute die drei bewährten langjährigen GemeindcratLmitglieder Philipp Hahn, Joh. Theiß und Kaspar Weller. m icmnö aus ernsten und heiteren Quartetten, Duetten r.ololiedern; von den ersten wurden vortrefflich gesungen: ** Frankfurt a. M, 16. Sept. Neues aus dem Zoologischen Garten: In der Anlage für tropische Fische sind wieder viele Zuchterfolgc zu verzeichnen. Die Sch wert floss en und andere Lebendiggebärende" haben für schier unzählige Nachkommenschaft ge- orgt. Besonders Aussehen erregen die großen Zuchtpaare der imponierenden Chanchitos und der in herrlichsten Farben erstrahlenden Acaras, da diese z. Zt. ihre zu vielen Hunderten zählenden winzigen Jungen in ihren geräumigen Aquarien ausführen und die muntere Schar sorgsam und mutig gegen vermeintliche Feinde verteidigen. Im Jn- etten Hause fallen die merkwürdigen Gottesanbeterinnen auf, höchst interessante räuberische Heuschrecken des südlichen Europa. Im Hause für deutsche Vögel befindet sich seit lurzem eine g es ch eckt e, also Ijalb albi- n o tische Am s e l m i t s a st r e i n w e i ß e m Kops — Reiskirchen, 15. Sept. Gestern abend fand hier eine recht zahlreich besuchte Bürgerversammlung statt, in der die bevorstehende Gemeinderatswahl besprochen wurde. Von der Arbeiterschaft wurde sehr bed'auert, daß die Wahlstunden nur nachmittags von 2 —5 Uhr stattfinden sollen, es wurde hier speziell dem Gemeinderat die Schuld gegeben, was jedoch von den anwesenden GemeinderatS- mitgliedern bestritten wurde; ferner wurde gerügt, daß die Namen und die Zahl der ausscheidenden Gemeinderatsmitglieder nicht bekannt gegeben wurden. n. Schotten, 15. Sept. Die diesjährige Hauptversammlung des Vereins »Lehrerheim Vogelsberg" findet Mittwoch den 5. Oktober auf dem Lehrerheim bei Schotten statt. Der Besuch des vor 15 Jahren in der Nähe des Altenburgkopfes errichteten Luftkurortes war im letzten Sommer sehr gut. Außer der regulären Amortisation dec Hypothekenschuld wurden über 1OOO Mark davon abgetragen. Dazu kommt noch die Stiftung »Lehrerfrauendank an Vater Backes" im Betrage von 1050 Mk., die dem Verein als Vermögen gutgeschrieben werden soll, so daß die finanzielle Entwicklung des Lehrerheims im letzten Vereinsjahre einen sehr erfreulichen Aufschwung genommen hat. Die Mitgliederzahl ist seit dem 1. Oktober 1909 um 29 0 gestiegen, ein Zuwachs, wie er noch in keinem der vorangegangenen Jahre erreicht worden ist. Außerdem ist wohl auch ein Zusammenhang unverkennbar in dem Besuch und dem Wachstuln des Lehrerheims einerseits und dem steigenden Fremdenverkehr im Vogelsberg. /X Butzbach, 15. Sept. Die heutige Zuchtvieh- Versteigerung hatte ziemlich viele Landwirte hierher gebracht, und die Preise für die edlen Zuchttiere waren hoch. Zur Versteigerung gelangten 32 Ziegenböcke, 26 Edelschweine und 32 Eber. Gemeinden und Zuchtvereine machten von dec Einrichtung der Landwirtschaftskammer wiederum Gebrauch. Zugleich hatte die Landwirtschastskammer einen Saat gutmarkt veranstaltet. X Bad-Nauheim, 15. Sept. Eine Sitzung der Stadtverordneten wurde heute nachmittag unter dem' Vorsitz von Bürgermeister Dr. Kayser abgehalten. Auf der "Tagesordnung standen 19 Punkte, die aber zumeist nur lokales Interesse hatten. Für die Vertilgung der Feldmäuse, die aus Kosten der Stadt zum erstenmal in Bad-Nauheim mit dem in ben letzten Jahren eingeführten Typhus-Bacillus erfolgen soll, wurde eine größere Summe bewilligt. Ebenso für die W a l d t e i ch e, die in ordnungsmäßigen Zustand gehalten werden sollen. Im Zuge der Küchlerstraße wird ein Weg über die Usa geleitet; in die Kosten von 5300 Mr. teilen sich Staat und Stadt gemeinsam. An der neuen Trink kur an läge ist eine Aende- rung der Baufluchtlinie notwendig geworden. — Der hiesige Garten- und O b st b a u v e r e 131 veranstaltet Ende dieses Monats eine größere Obstausstellung. D. Friedberg, 15. Sept. Heute nachmittag 3 Uhr machten die russischen und hessischen Herrschaften ihren ersten Besuch im Schlöffe zu Lich. — Nach einer Meldung aus Kiel ist die Prinzessin Heinrich v-on Preußen nach Friedberg ab gereist. + Münz en berg, 15. Sept. Zum Beigeordneten unseres Städtchens wurde der 1. Sprecher des Turnvereins, O. Enders L, gewählt. = Mainz, 15. Sept. Ein neues Bild vom Groß- Herzog hat der Maler Oskar Meyer-Elbing in Wiesbaden angefertigt und hier in der Buch- und Kunsthandlung v. Zabern ausgestellt. Es zeigt den Großherzog im Frack mit dem Ludewigs- und dem Philipps-Orden und wirtt überaus lebensfrisch auf den Beschauer. ! Mainz, 15. Sept. Dem unselig übertriebenen Sporb des Nollschu h laufe ns auf der Straße fiel gestern in der Steingasse der 11jährige Johann Groß zum Opfer; ec geriet unter einen Wagen, dessen eines Rad dem Jungen über die Brust ging und ihn schwer verletzte. Er wurde ru§ Rochusspital gebracht und sofort operiert. I. Mainz, 15. Sept. Abermals ein schwerer B r i l l a n t e n d i e b st a h l ist in der Eisenbahn auf dey Strecke Brüssel—Köln—Mainz verübt worden, wo bekanntlich eine hiesige Dame vor kurzem um Schmuckgegenstände im WuL von mehreren tausend Mark bestohlen wurde. Diesmal betrifft es einen Reisenden, der von Brüssel über Köln hierher fuhr, nur1 nach Bad-Nauheim weiterzureisen. Wie im ersten Falle wurde dem Manne während der Fahrt der Reisekoffer erbrochen und dem Dieb fielen neben einer Summe baren Geldes Schmucksachen aus Gold und tellwcise mit Brillanten besetzt in die Hände. — Rod heim a. d. B., 16. Sept. Der Lehrer W. Stöcker, der seit 21/, Jahren an der hiesigen Schule tätig ist, wurde aus seine Bewerbung hin zum 1. Oktober nach Clafeld-Geisweid, Kr. Siegen, gewählt und von Königl. Reg. in Arnsberg bestätigt. = Rodheim a. d. B., 16. Sept. Heute früh rannte ein hiesiger Bäckerwagen, dessen Pferd vor der Biebertal-^ pathischen Tenor besitzt, tüchtiges Können und musikalisches DcittfcbCS W'H'b IVerständnis. Ebenso in dem Duett aus „Martha* für Tenor r q . „ L"nd Baryton, mit ^welchem sich beide Herren einen schönen Ä 'Sun a3°n ^ikre° SiCbC« be° VeiL mllgeteill wrrd, sind e-inig eDEscfte v e-haftet ^dere Erwähnung: ,Die Historm vom Kuß- und ,®m worden, die mit den dingfest gemachten Engländern in stän-! Sonntag auf der Alm von Koschat. Santtliche Darbietungen diaer Beziehung gestanden'haben'sollen. Demnach würde?! wurden sauber und mit guter Intonation gesungen. Reicher sich die Spionagenngelegerrheit Fn einer vElrechten Landes--! Beifall begleiteten alle Gesänge und veranlaßte die Herren Verratssache answachsen. Nähere EmFelpetten bekannt zu zu mehreren Zugaben. geben, verbietet sich im Interesse einer gründlichen und ** Die Budapester Orpheum-Gesellschaft ver- untfaffenbm llnteEfu^uiig. Sebenfate ober ber gan5£ anjlaUet nm SnmStng im Festsanle (früher Kolosseum) em 'werden. Ferner sind nach unseren Informationen die lieber- Zapfenstreich und „Die Braut- wachungsvarschriften bedeutend verschärft worden." ichau ausgeftchrt. In der Vollsitzung der Taarmg des Beritt des!,. " S t e n o g rap h e uv er e in Stolze-Schrey be- mittlerer Post^eamt^n lvurde dem V CinCU Unterrichtskursus bandsvorstauD zunächst EntLasttOHg erteilt, sodann wurde ** Zweiter 1 r n n die Endes- mrd Be^rfs- ^on.t oinhaberb ei de n Po st sch eck ä m t er n km Re i ch s- frage der mittleren Pchtbeamten eiajrtert Die Hauptfrage. Postgebiet. Zu dem amtlich herausgegebeneir Verzeichnis der die den Verbarrdstag beschäftigte, „Die Oberassistenten- und KoMomhaber für 1910 erscheint in diesen Tagen der 2. Nachtrag. i>te DMtaranwärterfragen^ verdichteten sich zu folgender Er eMhält die Adressen der seit dem 1. Mai dem Postscheckverkehr Entschließung: ~ beigetretenen 3990 Kontoinhaber. Soweit es von den KoMo- Der 200. Berbandstag erQärt, daß die Personal reform von gewünscht wurde, sind nähere 9üig ab en über Beruf, 1900 die Hoffnungen und Wünsche der mittleren Postbeamtenschaft Ee^chastszwerg usw. mit ausgenommen worden. Der Bezugspreis nicht erfüllt hat, und halt eine durchgreifende Aenderung L. Nachtrags beträgt 40 Pfg. Bestellungen werden an den der bestehenden Personalverhältnisse in Anlehnung an hie Grund- ^chllltern aller Postanstalten entgegengenommen, wo auch das züge der Vorschläge des Verbandes für erfmÄerlich uach dem Staiwe vom 1. Januar 1910 bearbeitete Hauptver- Der B eg runder der ,Lieler Zeitung", ®r. W1!. uni>.-ber. Nachtrag bezogen werden können. Dem Ah Im a nn, ist am Donnerstag vormittag im Aller von 93 •* r§8ufr ÖCT ncuerSt Verfügungen über /ipünrhpn - den Postlcheckverkeyr, sowett sie allgememes JMereffe bieten, vor- >- " gedruckt, ^-o sind die näheren Bedingungen angeführt, unter ä I ^nen Postschecks zu Zahlungen an Postkassen für Femsprech- I gebühren,_ Postanweisungsbeträge, Wertzeichen usw. verwendet Der österreichische Ministerr-ott beschloß, sofort mtt ^^rden können. Ferner ist darauf hingewiesen, daß jetzt den der ungarischen Regierung wegen provisorischer BeWilli- Kontoinhabern auch über die durch Postscheck erteilten Aufträge gnng der Einfuhr argentinischen Fleisches in Ver-! ^f Wunsch von den Postscheckämtern Einlieferungsbescheinigungeir 'Handlung zu treten. Hierbei ist vorläufig für die probeweise Ein- nach Art der sonst bei Geldeinzahlungen an den Postschaltern fuhr ein Kontingent von 10 000 Tonnen in Aussicht genommen, gebräuchlichen Einlieferungsbescheinigungen erteilt werden. Auch Der Verkauf würde nur unter ausdrücllicher Herkunftsbezeichnung ttnd die Beftimmungen über die vom 1. Oktober ab zur Einführung zu gestatten sein. gelangenden Nachnahmekarten und Nachnahmepaketadressen mit Die Generaldirektion der Südbnhn stellt nach' einer Wiener anhängender Zählkarte aufgenommen. Meldung fest, daß die Resistenzbewegung während des ** Wie kann man Gas sparen? Das städtische Gas- Donnerstag nur in geringem Maße fühlbar war und daß bisher m D ar ntstadt teilt mit: Das „Journal für Gasbeleuch- ratr ein Teil des Personals sich ihr angeschlossen hat. Umg und Wasserversorgung" bringt in seiner Nummer 13 vom Der deutsche Leutnant'Helm, der beschuldigt wird, sich Ncärz l. Js. Mitteilung über Gas-Spar-Apparate, die von auf gesetzwidrige Weise Auskünfte über ein englisches Fort ver- E^emernem Interesse sein dürften für das gasverbrauchende schafft zu 'haben, wurde Doilnerstag nachmittag dem Polizeü- hiernach hat kürzlich die Handelskammer Karlsruhe gericht in Farcham vorgeführt Bei bex Eröffnung der Ver- wlgercde Warnung in den Tageszeitungen bekannt gegeben: „An Handlung erklärte der Vertreter her Anklage, obwohl es Heb Hlic^9c Gaskonsumenten des West-Stadtviertels läßt zurzeit die ’ tatsächlich um das Verbrechen des Verrates handle, solle doch nicht 'Mrma „Süddeutsche Gasglühlicht-Zentrale", Sitz Frankfurt a. M., gesagt sein, daß Leutnant Helm Skizzen ausgenommen habe, um ^^W.ekte vettecken, worin sie durch Monteure an Lampen, Gassi« änar Macht zu verschaffen, zu der England in fremrdschafd- 'ocher ufw., Gas-Sparapvarate probeweise für drei Monate an- lichster Bezietzmg stehe. Die Angelegenheit wurde auf Dienstag sich bereit ertlärt und damit eine Gasersparnis von vertagt. 30—40 Prozent verbricht. Die Handelskammer warnt hiermit Das b«.lgisch.e Königspaar, die Königin Wilhel- Obermann vor Abschluß des eigenartigen Vertrages mit der ge- nrina und Prinz Heinrich der Niederlande sind in Amster- nannten Gesellfchaft, daher kleine Apparat und bic vertraglichen öam eingetroffen; sie wurden von der Volksmenge bcaeiftert ~eiJtungen nad) sachverständigen Gutachten viel zu teuer sind begrüßt. und von der angeblich „enormen" Geldersparnis keine Rede Aus K-o njta nt i nL>p-el''wird gemeldet: Die Polizei hat! .u.^uu. Wer mit seiner Beleuchtung oder seinem Gaskocher nicht noch fünf andere Delegierte der Nationalversamm- fft, wende sich an ein als zuverlässig bekanntes Jn- lung v erhaftet. Es heißt, daß gegen alle Delegierten Haft- stallationsgeichäft. Andauernd gutes Licht und gleichmäßiges befehle erlassen seien. Tas Patriarchat richtete eine Note der Lampen erreicht man nur, wenn alljährlich die an die Pfwte, nach der sich das Patriarchat angesichts der an- Beleuchtungskörper von einem Fachmann gründlich instand gesetzt gewendeten Gew alt maßregeln gezwungen sieht, die Arbeften der ?^dem' Ferner ist ein Bericht des „Hamburger Fremden- Versammlung zu unterbrechen, um ein Einvernehmen mit. der Blattes über eure Sitzung des Hamburger Schöffengerichts II Regierung herbetzuführen. In den Kreisen des Patriarchats ^m l. Marz^d. Js. gegeben, welcher wie folgt lautet: ,^Jm wird diese Unterbrechung als eine Vertagung auf unbesttmmte 5 . ste vor. ^s. besuchte der Reisende C. Ladeninhaber und Zett betrachtet. Man hofft jchoch auf eine Beilegung des ÜonJ £nüatc' un.1 Wen Gasspar-Apparate zu verkaufen. Um seine flittes^ Apparate, die sofort auf jede Gaslampe aufgesetzt werden konnten, 1 e n u lowre die würde. Wenn die Leute trotzdem noch Zweifel an^der Güte Aufhebung aller Milderungen auch in den Fallen, in denen eine her Ware hatten, befeitigte C. sie meistens durch die unwahre ■ — .....- Erzählung, daß die Firma Auer u. Co. die Herstellerin der Gassparer sei. In vielen Fällen hat C. die Leute durch seine unwahren Versprechungen zum Ankauf von Apparaten überredet' aber die Käufer merkten bald, daß die Apparate völlig zwecklos seien. Der Amtsanwalt beantragte, C. zu drei Monaten Ge- sangms zu verurteilen. Das Gericht ernannte jedoch auf vier Monate Gefängnis." — Aus Obigem geht hervor, daß das Publikum gegenüber Anpreisungen von Gassparapparaten vorsichtig sein muß, wenn es sich vor Schaden bewahren will. Es kann nur davor gewarnt werden, von Unbekannten derartige, Sachen zu kaufen. Man wende sich, wenn man mit seiner Gas- ___Ä- zufrieden ist, an ein gutes Jnstallatioiisgeschäft. 2111S Staöt unH *ie Wirkung teurer sogenannter Gassparapparate kann man meist /n • r 1C ganz einfach dadurch erzielen, daß man den Hahn der Gießen, 16. Sept. 1910. Lampe etwas Hemer stellt. Ein Gasglühlicht, das zu viel Gas ** Empfänge. Der Großherzog empfing u. o \ ^Vnnt ^cht nur verschwerrderisch, sondern auch weniger ntm4u?bPeicembeC bCn SPr°feffCC ®ri 2tHe5' WWtot ^(d)er ber“ Wryer6 etoÄ glü®“9' ** Wass er w erk Inheiden. Auf Ernladmra der K e ß ler^oon° Hattersh^m° de?Suchstfolgenden hble M'tglreder des Dref bau- kräftigen Erlaß veröffentlichte „Tie Klagen wegen Belcidi- b T'efbauausschufses der Stadt- gungen und Verleumdungen nehmen in letzter Zeit unter verordnetenversarnmlung zu Fr a n kfur t a. ÜJt. und einige einem gewissen Teile der Einwohnerschaft einen bedenklichen Pr°tnd°c°us,chukmitgLder das rm Bau befrndliche Was- Umfang an!' Die Folgen sind bittere Feindfthaften schwere fr*1™ tn Hungen von Opfer an Kostenzahlungen, Verdienstverluste usw. Die Ur- l-roornzraldirektor Tr. Usi.ng er empfange^ worauf Ober- fachen sind in der Regel stets dieselben. Wahrend die ingenreur tltuller-Greßen und Baurat Scheel Hase- Männer tagsüber auswärts schwer arbeiten, verschwenden 011 '^ltken ausgestellten Pläne über die von die Frauen die Zeit zum Klatschen und zu Zänkereien • die ber und der Ltadt Frankfurt in Ausführung be- Kinderzucht ist eine durchaus verkehrtem die Haushaltung grrfsenen Anlagen erläuternde Vortrage hrelten. Hierauf aber leidet Not. Dem müde heimkehrcnden Manne wird das wurden bte ^nheidener Anlagen beslchtrgt. Die Frankfurter Tageserlebnrs falsch dargestetlt und nun muß der Mann die Herren ,prachen ,rch über das bis i-tzt^ Geschaffene in der verärgerte Frau schützen, indem er zur Polizei, zum Schieds- , anerkennensten :28ei|e aus. Großes Interesse erregte gcrrcht oder zum Rechtsanwalt läuft. Das ist des Mannes r die gewaltige, m Gestalt eines Sprud els dem Boden Familienleben, in welchem er vergeblich wahre Häuslich- entströmende und für dre Versorgung Franlsurts m Betracht tert suchte. Alle Belehrungen: die Frau möge in ihrem v fhh7C,n9A' 9tnA s°dann die Haushalt bleiben, dorr tätig sein und die Klatschweiber aM t r t Edberg, .wo Mn gemeinsames dem tzau,e jagen, dem Manne aber und den Kindern ein Abendesien rm „Hotel Trapp" das rn harmom cher Wei c gemütliches Heim verschaffen find bet solchen Leuten ver . verlaufene Zusammensein abschloß, > gebens VArmntsattest^Len^^deshalb'in sotche^^^ befcyworenen Klagesachen in Zukunft nur in ganz besonderen galten noch erteilt. Die Poli^eibeamten sind angewiesen solche Prozeß- und streitsüchtigen Personen hier namhaft zu machen, um solche in eruer Liste zu vermerken und Hausbesitzer und Mieter vor solchen Leuten zu waruen. ° Die öon öen Streitstiftern gewöhnlich noch verlangt werdenden „Führungszeugnisse" werden daun demgemäß eingerichtet werden." — Ob ein solcher Erlaß auch an andereli Orten sich empfehlen würde? I h h p h Inl h gi 3 141 | tn V V 6( 3 ! m hi w r ir ei m h ö Id. hf bi | L Eit | di ei ei Ql w kc d, d Rat, fteht mit ihren „A-nzichUngsmittcln" inttner auf der Höhe der Heit, und hat demnach die ganze logische, man könnte fast sagen: selbstverständliche Entscheidung getroffen, sich die Dienste des Kme- ^vtatographen zu Nutze zu machen! . Da aber in den, Vereinigten Staaten ein Vorschlag fast fannier mit einer halb ausgeführten Tat identisch ist, so darf es eben niemand in Verwunderung setzen, daß kinematographische Schaustellungen in der Kirche bereits stattgefunden haben. Der Pastor der Kirche, Dr. Rai sm er, berichtet, daß das Gotteshaus einen Fassungsraum für 1600 Personen aufweise und daß die Kirche letzten abend überfüllt gewesen sei. Der ,Grund hierfür sei aber auch ein vollkommen hinreichender. Sind doch kinematographische Schaustellungen der Oberammergauer Passionsspiele vorgeführt worden! Um aber der religiösen Verdauung der Newporter nicht aUzu viel zuzumuten, wurden die religiösen Darstellungen hier und da von aktuelleren Bildern unterbrochen, nämlich Darstellungen von Jagden im äußersten Norden des amerikanischen Kontineitts. „Lebende Bilder machen das Volk glücklich, unterhalten es zumindest und dienen dabei auch den Zwecken der Erziehung und Bildung. Warum soll die Kirche an Wochentagen leerstehen? Wir werden allabendlich kinemato- graphischen „Religionsdienst" abhalten." Der Vorleser, der die Oberammergauer Passionsspiele lauf dem Kinematograph. durch seinen Text erläuterte, meinte unter anderem auch zu der atemlos lauscheirden „andächtigen" Menge, daß alle Welt mit der Zeit fortschreite. So hätte er vor Jahren dem Darsteller des Christus in den Oberanrmergauer Spielen 3 Mark für Pension täglich bezahlt, aber dieses Jahr hätte er bereits 24 Mark für den Tag bezahlen müssen. PcrmiMUes. • Das „sterilisierte Ki n d" als Sch e id>u n'g s- gründ. Ein seltsamer Scheidnnasprozeß ist nun in Los Angeles in Kalifornien zum Abschluß gekommen: Mr. Tanner und seine Frau Eleanor, die Eltern des „sterilisierten Kindes", werden fortan getrennt ihren Lebensweg wandeln. Frau Tanner hatte dre Scheidung wegen böswilliger Verfassung beantragt. Er aber erschien überhaupt nicht an Gerichtsstäle, ließ sich durch Freunde vertreten und erklären, daß seine Frau ihn durch ihre Bazillenfurcht aus dem Hause „heraussterilisiert" habe. Frau Tanner ist vielfache Millionärin und ihre kleine Tochter Betty, die dereinst ein Vermögen von 100 Millionen Mark erben wird, ist in ganz Kalifornien als „die menschliche Orchidee" berühmt. Denn mehr Vorsichtsmaßregeln gegen die Gefahren der bazillengetränkten Welt sind wohl kaum für ein Kind getroffen worden. Unmittelbar nach Bettys Geburt siedelte das Ehepaar nach Ios Angeles über, damit der kleine Spräßling ein Leben in frischer, keimfreier Luft führen könne. Mit der Zeit aber wuchs die Angst der Mutter vor den bösen Bazillen immer mehr. Nach den Angaben von Mrs. Tanner wurde ein besonderes Haus errichtet, das eine seltsame Sehenswürdigkeit von Los Angeles ist. Das Bauwerk wurde buchstäbliche um das Baby herumgebaut. Zuerst wurde das Grundstück „sterilisiert", dann jeder Stein, jeder Tropfen Wasser, alles, was nur zum Bau verwendet wurde, unterlag einer peinlichen Behandlung, die alle Krankheits- teinte vernichten sollte. Selbst die Luft, die die kleine Betty einatmet, wird sterilisiert; ebenso ihre Kleider, ihr Spielgerät, kurz, das kleine Wesen kann nichts tun, nichts ai^ fassen, nichts berühren, was nicht vorher desinfiziert worden wäre. Der Vater durfte seine kleine Tochter nicht anfassen, nicht auf den iSchöß nehmen, die Mutter fürchtete die Möglichkeit von Bazillenübertragung, ja sie selbst verzichtete darauf, ihren kleinen Liebling zu umarmen oder zu küssen, um sein Leben nicht in Gefahr zu bringen. Die Atmosphäre int Hause wurde schließlich so „k e i m f r e i", daß Mr. Tanner die Flucht ergriff. Nur wenn seine Frau und sein Kind abwesend waren, besuchte er sein Heim. Nun hat das Gericht auf Scheidung der Ehe erkannt, und Betty ist endgültig von der Gefahr befreit, durch Berührung mit ihrem Vater ein Opfer der Bazillen zu werden. Vüchertisch. — Der Illustrierte Deutsche Armee-Kalen- d e r (I. C. C. Bruns' Verlag in Minden i. Wests.), der mit seinem Jahrgang 1911 zum 32. Male erschienen ist, stellt sich die Aufgabe, das deutsche Haus in enger Verbindung mit unseren großen nationalen Institutionen zu erhalten, die Liebe zu Kaiser und Reich zu pflegen und die Freude an dem zu wecken, was mit der Geschichte unseres Vaterlandes zusammenhängt. Auch .der neue Jahrgang legt hiervon wieder ein beredtes Zeugnis ab. Er enthält: Erzählungen, Humoresken, Plaudereien, Geschichten, Aufsätze aus verschiedenen Gebieten des Wissens, Kriegsgeschichten, Anekdoten, Witze, Rezepte für Küche und Haus, gemeinnützige Ratschläge, Marinebilder und Marinehumoreskcn, statistische Mitteilungen und praktische Hinweise fürs Leben, Tabellen und Tarife mannigfacher Art, eine vollständige Einteilung der Armee und Marine, ein Garnison-Verzeichnis, Messen und Märkte,,Steuertarife usw., und bildlichen Schmuck. Amtlicher Wetterbericht. Verlauf der Witterung seit gestern früh: Unter der Einwirkung des nördlichen Hochdruckgebietes datiert das heitere und tuoefene Wetter an; nur Süddeutschland und der äußerste Westen haben Nebel. Gestern stiegen die Nachmttlagstemperaturen bis 20 Grad und etwas bariiber. Da der Kern des tiördlicheii Hochs über England jetzt mehr nördliche Luftströmung bringt, wird es bei zeitweise geringer Bewölkung auch nm Tage etwas kühler. Wetteraussichten in Hessen am Sainstag dein 18. Seplbr. 1910: Zeitweise wolkig und nebelig; nachts kalt, auch am Tage etwas kühler. Bekanntmachung BarisÄr NÜtl Gießen in V n n H n 4843 1 47&9J Seltcrsweg39 1L, E.Goethe Zwiebel 2 Zimmer Frau Herrn Kreuzplatz 12. und Logis. (01270 Ministerium. Moses Engel. 4 Zimmer Butler u. Eier" Vergessen Sie nicht 3 Zimmer (Offene Stellen Zu vermieten Eine schöne 2-Zim-Wobnung mit Küche per 15. Oktober oder 1. November gesucht. Schriftl. 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Infolgedessen riß der Damm von Mons nach Conds und die Kanä le ergossen ihr Wasser über die Felder. Die Senkung soll durch übermäßigen Abbau in den dortigen Bergwerken entstanden sein. Paris, 16. Sept. Die Fleischhauer beschlossen auf dem Viehmarkt von Vilette keine Kälber zu kaufen, weil die Händler den Preis um einen Franken erhöht haben. Choisy-le-roi,.16. Sept. Ein Dutzend Arbeiter wurde von 200 Ausständigen überfallen und durchgeprügelt. Ein Polizeiuitterossizier, der mit 20 Schutzleuten herbei- eilte, wurde ebenfalls mißhandelt. Erft als Gendarmerie an- rückte, .zogen sich die Ausständigen zurück. Vier konnten ver- h.astet werden. Madrid, 16. Sept. In einer Rede, die der Justizminifter bei einer diensllichen Veranlassung hielt, erklärte er unter anderem, daß die Regierung sich mit der Frage der Abschaffung der Todesstrafe befasse. Madrid, 16. Sept. Der König ist wieder nach San Sebastian abgereift. Athen, 16. Sept. Poligeorgis ließ die Konsuln der Kretaschutzmächte wissen, daß er seine kretischen Aemter niederlege,; unt an der griechischen Nationalversammlung tellzunehmen: fid) aber Vorbehalte, beim Ablauf seines Mandats für die Nationalversammlung seine Stelle in Kreta wieder einzunehmen. Johannesburg, 16. Sept. Bei den Wahlen zum südafrikanischen Parlament wurden u. a. gewählt: Minenbesitzer Sir Percy Fitzpatrick-Pretoria Ost gegen Premierminister Botha-Pretoria-West und Minister Smuts, in Georg- town Minenbesitzer Farrar (Unionist) gegen Finanzminifter Hüll,! in Jcoville Minenbesitzer Philipps (Unionist) gegen Sir William van Hulstehn. Johannesburg, 16. Sept. Bei den Wahlen zum' südafrikanischen Parlament wurden im ganzen Lande gewählt: 34 Nationalisten, 33 Unionisten, 2 Mitglieder der Arbeiterpartei und 6 Unabhängige. Ottawa, 16. Sept. ^Kardinal Vannutelli ist zum Besuch des Premierministers Sir Wilsrid Laurier hier eingetroffen. Weltausstellung Brüfsel 1910. Einen großen Erfolg errang wiederum die Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen PH. Maysarth & Eo., Frankfurt a. M. Ihr wurde im Wettbewerb ■ aller Industriestaaten der Welt der große Preis (Grand Prix) zu-' erkannt für die ausgestellte Kollektion, insbesondere für die hydraulische Wein- und Obstwein-Kelter mit Oberdruck und 2 ausfahrbaren Preßbieten aus Eichenholz. (50;5 076461 Laub. jung. Hausbursche zum 25. September gesucht. Zentral Automat, Seltersw.31. Junger, sauberer Hausbursche zum Austragen gesucht. (5008 ______Seltersweg 23, Laden. taflniitt MLnstrin für Oktober bis Weihnachten ges. Schriftl. Meldungen unter 5023 an den Gießener Anzeiger erb. 076501 Gewandte Verkäuferin in hiesiges besf. Geschäft gesucht. Offerten unt. B. K. 12 stadt- postlagernd erbeten.____________ süchtiges, fleißiges MWen, das gut bürgerlich kocht u. einen Haushalt selbständig führen kann, für 1. Oktober gesucht. Müller i. H. Dörritein Löffert, Frank furt a. M., Eschcuh. Tor 1,2. 1**° 07652] Saub. ged. 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M Higer wie »t IO1« Von Samstag den 17. ds. Mts. bis zum I. Oktober gewähre ich, trotz meiner bekannt billigen Preise, auf sämtliche Artikel (Scnicinbcrßtswo^l £oÖ(ir. in I olloii . ®en ®nfent>ent beS tonfufen Slrtifetä t>on seftera rooBen mir | If|H11111MF/Sä/|111 ||| I J|äMr äää ,o,8cnunb 6aiten bo6cr "HöullwililwluluWuHl 111 hullüli —7 Sonntag, 18. Scptbr., U/ nachm. 5 Uhr ^KWilieuzitsaMkukuust im Cafs Ebel (unterer Saal). Um zahlreiche Beteiligung bittet v16/»)Der Vorstand. Warum dre alten bewährten ausscheidenden Gemeinderäte Hernrrch Schön III. u. Philipp Schmidt V., beide Landwirte, zu Gunsten einiger längerer ehrgeiziger Männer nicht Wiederwahlen? Allerdings mutz von einem Gemeinderatsmitglied verlangt werden, dah es grade als Mitglied genannter Körperschaft keine besonderen Vorteile für fick erstrebt, sei es durch LeisMngen irgend welcher Art £n' ö^„oder durch die Gemeinde. Dies ist leider mitunter noch der Fall und mutz anders werden. Denn wie kann jemand un- , Gemeinde-Angelegenheiten sein, wenn er interessiert ist? Das aber ist und war bet den oben genannten nie derFall und deshalb schlagen wir vor und empfehlen zur allgemeinen Wahl die Herren 07649 Heinrich Schön III., Landwirt Philipp Schmidt V„ Landwirt Ingenieur Algeyer. Die meisten Wähler, wellte cs mit der Ermüde nut meiueu. Gemeinderatswahl Lollar Zur bevorstehenden Wahl bitten wir alle Wähler, ihre Stimme dem Schlosser Fr. Deibel V. Holzwolle ab Lager und frei ins Haus liefern prompt und billigst Gebr. Kahl, Baumaterialienhandlung. Telephon Nr. 87 5044 Telephon Nr. 87. Der Klavierunterricht beginnt wieder Montag den 19. Sept. 5026 Emma Sander, Ost.Anla->e 40. Zur GenHwaN Lollar. Bezüglich der Annonce von gestern, in der der Artikelschreiber von goldenen Bergen, von konservativer Gottesgnaden-Polittk, vom Strebertum, vom Ehrgeiz und schliehlich nicht umsonst von Recht und Gerechtigkeit spricht, wäre zur Klarstellung mancher Dinge, soweit sie der Tatsache entsprechen, folgendes zu erwidern: Wenn wtr auch 3 neue Mitglieder in den Gemeinderat wählen, so wird es sich für diese iveniger darum handeln, für Lollar nun gleich goldene Berge zu bauen, sondern es würde vielmehr von denselben als ihre Aufgabe zu betrachten fein, mit einem möglichst gesunden und gerechten Geist in dem Gemeinderat Platz zu greifen Die Unstimmigkeiten, welche wir gestern abend in der öffentlichen Wählerversammlung über die Steuerveranlagungen wahrgenommen haben, lassen darauf schlietzen, datz es unbedingt nötig ist, der Steuerkommission unparteiische, fachkundige und befähigte Männer zuzuführen. Die Aussagen des Herrn E. über sein befieitzigteS Zudrehen der Steuerschraube und sogar um 2-3 Stufen bei seinen Arbeitsfreunden, geben den Beweis, datz eine Umwandlung dieser Kommission nötig ist. Der Artikelschreiber tut nicht schlau, wenn er andere wirklich liberale Männer mit einer konservativen Gottes gnaden-Politik einsegnen will. Er bekennt am besten Farbe und hängt anderen Leuten den Namen seiner antisemitischen Heerscharen nicht auf und bleibt dabei in den Futztapfen des Bundes der Landwirte. Man darf andere nicht richten, wenn man sich selbst nicht richten und einschätzen kann. Auffallend ist, datz der Artikelschreiber versucht seine Bauersleute mit Fremdwörtern selig zu machen, die doch sonst gar nichts von Fremdkörpern vertragen können. Er tut wohl am besten, wenn er die landwirtschaftlichen Geräte mit den Fremdwörterbüchern nicht so sehr vereinigt, denn solche Werkzeuge sind nicht gut in Einklang zu bringen. Etn jeder gutdenkender Ortsbürger muh danach streben, Männer in den Gemeinderat zu bringen, die befähigt sind, ihres Amtes treu, gewissenhaft und gerecht zu walten. Wir schlagen nochmals vor die Herren: Ludwig Pfaff, goto. n. LWmhemßr., GeorgFriedr.RnhI,$ititamftnittotr, Wilhelm Vogel, LM«, unb bitten dringend, sämtliche Stimmen auf diese zu vereinigen, «m Viele Wähler. Giessener Festsaal Telephon 645. (früher Kolosseum) Dir.: Tb. Rösch. Ab Samstag den 17. September 1910 Gastspiel der Orig. Budapester Orpheum-Gesellschaft (12 Personen) bekannt aus dem Avollotheaier und Kaiserhallen Frankfurt. W* 2 SeniationK-Poffen "W Nach dem Zapfenstreich Militärhumoreske von Satyr. In Berlin, Wien, Budapest über 3000 mal mit ungeh. Erfolg aufgeführt. Die Brautschau Ferner der glänz, bunte Teil, Solls, Duette ufro. u. a. Max Teilhelm und Theo Angell. — Anfang 8'/« Uhr Eintritt: Logenplatz Mk. 1.60, 1. Platz Mk. 1.05, 2. 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