160. Jahrgang Zweites Blatt Nr. 110 Giehener Anzeiger Lrfchetm tSgN» mtt Ausnahme deS Sonntags. General-Anzeiger für Oberhefjen Die «Gtetzener KmntliendläNer" werden dem .Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, daS „KreUbloti für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „LandwiNfchaftltchen Seit- fragen4' erscheinen monatlich zweimal. Freitag 13. Mai 1910 RolaiwnSdruck und Verlag der Brühl'ichen UnwerütätS»Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Erpedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion:^^ 112. Teü-Adru Anzeiger Güßen. N ürtjdjait ’£S»6 Anträgen unter Giehener Anzeiger ert "tine ÄUtzW 4,n. * E®»* Mkklj .h°er bittet Ter Sorftflnb. rt 2* ttlit nachm. , B. L. T. ektion Giessen. imstag ben 14. M< s »h Übr, Hotel S""' Aus dem H^Mwen ^manzauzfcyutz. e Meinungsverschiedenheiten. Nachdem schließlich der Ge- meinderat mit Mehrheit beschlossen hatte, das Schulhaus in die sogen. „Pfanne" zu stellen, wandte sich die Minderheit des Gemeinderals beschwerdesührend an den Kreis- ausschuß, indem sie darzulegen versuchte, ixifj der gewählte Platz hygienisch absolut ungeeignet sei. Der Kcei.saussck)uß des K'reises Gießen verwarf die Beschwerde, als unzulässig. Auch die Rekursinstanz kam zu keinem anderen Urteil, weil auch sie die Beschrverdeführer für nicht zur Beschwerdeführung berufen ansäh. 5. L. Orth IV. von Nidda ist auf Kosten der Kreiskasse Büdingen in der Irrenanstalt untergebracht, weshalb das Kreisamt Ueberweisung der dem Lrlh zustehenden Invalidenrente begehrte. Der Pfleger des Orth weigerte sich mit Rücksicht auf die schlechten Bermögensverhältnifse der Familie. Der Provinzial-Ausschuß mußte jedoch der erhobenen Klage gesetzlicher Bestimmung gemäß stattgeben. 6. Der Ortsarmenverband Frankfurt a. M. klagt gegen den Ortsarmenverband Hi tz ki r ch e n auf Eritattung von Pflegkosten für das Kind der E. Bolz. Er behauptete, die Volz habe zwar in Frankfurt gedient, habe sich aber immer wieder längere Zeit in Hitzkirchen in der Absicht aufgehalten, dort wohnen zu bleiben. Ties wurde von .Hch.i chen bestritten In der heut gen Verhandlung wurde d.irch eidliche Vernehmung von Zeugen festgesteltt, daß die Volz sich nur besuchsweise in Hitztirchen aufgehalten hat, ihr Domizil jedenfalls nicht mehr .Hitzkirchen gewesen sei. Die Klage mußte sonach kostenpf.ichtig angewiesen werden. Nochmals „Sparsamkeil". Wir erhalten zu den früheren Ausführungen folgende Zuschrift: In Nr. 107 des „Gießener Anzeigers" findet sich unter der Spitzmarke „Svarfcunleit" ein als „bemerkenswerte Zuschrift" bezeichneter Artikel, der zur Erwiderung Veranlassung gibt. Der Verfasser läßt sich hier über die Zustellungsgebühren der Ge- richtsdiener aus und gibt eine Darstellung, die bei den Lesern den Glauben erwecken muß, es handle sich hier um eine nur am hiesigen Gericht bestehende und von diesem willkürlich getroffene „Einrichtung". Dem ist nicht so. Das Gebührenwesen der Gerichtsdiener ist geregelt durch die Verordnung vom 16. Dezember 1899 und Bekanntmachung vom 20. Ium 1900, gilt also für alle Gerichte des Großher ogrums. Darnach hat der Gerichtsdiener, unter gc wissen Voraussetzungen und in gewissen Rechtsangelegenheiten, für eine Zustellung 20 Vfg. zu beziehen. Ausgenommen sind Zu- ste.llunoen von Strafbefehlen oder °-Einigen in Forst- und Feldrügesachen, wo ür di: Zuft llungsgebühr nur 15 "Pf. beträgt, wobei bestimmt ift, daß die gleichzeitige ^....eUung mehrere Strasbeiehle oder Strafanträge an einen Beschuldigten oder Haftverbindlichen rtur als eine Zustellung gilt. Die gleiche Vergünstigung greift noch weiter Platz, wenn mehrere Zustellungen und Behändigungen in der nämlichen Rechtsangelegenheit gleichzeitig an eine Person zu bewirken sind und wenn in der nämlichen Rechtsangelegenheit eine oder. mehrere Zustellungen oder Behändigungen an Eheleute bewirkt werden. Hatte nun der Artikelschreiber das Pech, an Zustellungsgebühren auf einmal 2 Mark bezahlen zu müssen, so handelte es sich um zehn Zustellungen, die nicht die nämliche Rechtsangelegenheit betrafen. Dafür hatte der Gerichtsdiener die Verpflichtung, in 10 verschiedenen Aktenstücken sowohl als auch auf den W zugestellten R. B. Darmstadt, 12. Mai Vom Finanzausschuß der Zweiten Kammer wurden h u e e ne Anzahl Anträge und Vorstellungen er.c.igt Zuerst ge.angien verschiedene Berichte zur Verlesung und G n hmr ung so bic des Abg. Brauer über die Anträge Ulrich, betreffend die Volksschule, die Vollsschulleh.er und die befäh gten Schulender. Ueber die Bor eilung d r Z n ho'z abrtLn cn von Pfungstadt, betr. die Stundung der Z n hüzsleuer, berichtete Abg. Dr. Osann. Die Bittsteller weizen auf die Bestimmung des § 6 über die Besteuerung von Zündwaren hin, nach welcher die Steuer ohne Sicherheitsleistung aus 3 Monate und gegen Sicherheitsleistung auf 6 Monate gestundet werden lönne. Die he,fischen Behörden lütten dagegen durchgängig angeordnet, daß die Steuer ohne Sichcr- hertsleistung gar nicht gestundet werden dürfe Tas Ansinnen einer Sicherheitslristung bedeute aber eine außerordentliche Erschwerung, be,anders da priva.e Sicherhe ts- leistung als nicht genügend erachtet werde und die Beschaffung des beträchtlichen Kapitals die Geschäfte ganz außerordentlich b laste In anderen Banbesstaalen würden die bezüglichen Bestimmungen viel lo al er gehandhabt Wie mitgeteiit wurde, seien auch die Brauereien mit einer ähnlichen Vorstellung hervorgetreten. Abg. Dr. Osann beantragte, die Regierung um Auskunft darüber zu ersuchen, welche Grundsätze die Regierungen anderer Bundesstaaten für die Kreditierung der Steuer befolgten, man solle die Eingaben mit Wohlwollen behandeln. Der Ausschuß beschloß demgemäß. In betreff des Antrags Pennrich über die Errichtung einer Rheinbrücke zwischen Bingen und Rüdes heim berichtete Abg Molthan. Der Ausschuß beschloß, die Regierung zu ersuchen, bei den in Betracht kommenden Kreisen, Gemeinden und sonstigen Interessenten Ermittelungen darüber anzustellen, inwieweit sich diese zu Beitragsleistungen bei der eß ent. Erbauung der Brücke verpflichten würden: im übrigen soll der Antrag für erledigt erklärt werden. Zu der Vorstellung des Dr. Weißmann wegen Erbauung einer BahnlinieBensheim-Lindenfels wurde berichtet, daß die bezüglichen Angebote der Firma Lenz u. (So. m Berlin vom Kreisausschuß abgelehnt worden seien und dieser sich entschlossen habe, mit anderen Unternehmern äut Errichtung günstigerer Angebote in Verbindung zu treten. Eine Anzahl Vorstellungen und Anträge von Beamten verschiedener Kategorien, Lehrern usw. über Gehaltsaufbesserungen wurde nach dem Bericht des Abg. Dr. Osann der Regierung zur Berücksichtigung bei der Revision der Gehaltsordnung überwiesen, lieber die Vorstellungen der Vureaubeamten bei Rechtsanwälten und des Verbandes der Bureauangestellten, betr. deren Verwendung im Staatsdienst, berichtete Abg. Dr. Gut fleisch. Die Bittsteller bitten, daß diejenigen Angestellten, die infolge der neuen Novelle zur Gebührenordnung jür Rechtsanwälte entlassen werden sollten, im Staatsdienst angestellt werden möchten. Ter Berichterstatter erklärte, ihm sei von solchen Entlassungen nichts bekannt geworden und es werde auch im übrigen schwer festzustellen sein, ob Angestellte gerade in» infolge der Novelle zur Zivilprozeßordnung und der Gebührenordnung brotlos würden. Es wurde beschlossen, den Vorstellungen zunächst keine Genehmigung zu erteilen. Nächste Sitzung morgen früh 10 Uhr. Ans Staöt und Land. Gieße n, 13. Mai 1910. ** Ges chworenenlistc. Behufs Bildung der Spruchliste für die am 6. Juni 1910, norm. 9 V» Uhr, beginnenden Sitzungen des Schwurgerichts 2. Quartals wurden die Namen nachstehender Geschworenen aus der Iab-res- liste 1910 ausgelost: Landwirt Hch. Adam in Busenbvrn, Landwirt Karl Wagner in Allenoorf a. d. Lumda, Landwirt Hch. Ganß II. in Crainfeld, Kaufmann Hch. Bücking I. in Alsfeld, Bauunternehmer Hch. Bücking II. in Alsfeld, Handelsmann Salomon Löwenthal in Nieder-Wöllstadt, Kaufmann Artur Schuster in Güßen. Rentner Heinrich Schmidt VII in Romrod, Gemeindeeinnehmer Ludw. Friedr. Nagel in Büches, Müller Ernst Karl Friedrich Katz in Nieder- Ohmen, Pachter Rich. Westernacher in Lindheim, Pachter Schriftstücken selbst, die erfolgte Zustellung zu^bescheinigen und eben diese Tätigkeit wird mit der Gebühr pro Stück abgegolten. Der Artikelschreiber spricht sodann die Meinung aus, daß mit Postsendung alle diese 10 Zustellungen für fünf Pfennige hätten bewirkt werden können. Dies kann nicht ohne weiteres zugegeben werden, denn zunächst wäre es notwendig zu wissen, welcher Art die zuzustellenden Schriftstücke waren. Vorausgesetzt, daß cs sich um Zustellungen handelt, die nach den bestehenden Bestimmungen auch durch die Post hätten bewirkt werden können, so ist zu beachten, daß auch in diesem Falle zu jedem Aktenstücke eine besondere Zustellunasbescheinigung erforderlich gewesen wäre, daß also auch die Post 10 Zustellungen zu bewirken gehabt hätte. Dafür wären aber pro Zustellung 25 Pfg., im ganzen also 2,50 Mark Kosten entstanden. Die einfache Zusendung durch die Post ist nicht immer angängig, insbesondere wenn es sich um wichtige Schriftstücke handelt, über deren Verbleib ein Nachweis zu den Gerichtsakten gegeben werden muß. Es kann zugegeben w erden, daß die Einrichtung des Gebührenwesens dem jetzigen Verkehrsleben nicht mehr entspricht, von dem Publikum unliebsam empfunden wird, und daß es angebracht wäre, im Staatsbetrieb jegliche Sporteln a b z u schaffen und dafür denjenigen Beamten, die heute noch Nebengebühreit beziehen, einen fixen Ge- halr zu geben, der ihnen ein amtändiges und auskömmliches Leben sichert. Gerade auf diesen Punkt haben schon gar lange alle in dieser Richtung interessierten Beamten ihr Augenmerk gerichtet und haben an den maßgebenden Stellen dahingehende Wünsche geäußert. Bis jetzt sind diese gescheitert an „der ungünstigen Sage der hessischen Finanzen". L. Provinzial-Ausschuß der Provinz Lberhessen. L. Gießen, 11. Mai. Anwesend: Der Vorsitzende und 6 ordentliche Mitglieder. 1. Aus der Wahl eines Bürgermeisters für Butzbach am 14. September 1909 ging ber Kaufmann und Landtagsäbgeordnete Will). I o u tz als gewählt hervor. Infolge Beanstandung durch ben Kceisrai hatte der Krcrs- ausschuß des Kreises Friedberg in der Sache zu entscheiden. Er ver aglc der W.hl die Bestätigung und begründete diese Entscheidung damit, daß der Gewählte 1. in seiner Eigen- cha,t als Landtagsabgeordneter bei Unterbringung der Schuldv erschreibungen der Bahn Butzbach-Lich nicht einwanb- Tci gehandelt habe, indem er afe Vertrauensmann der Gemetnden für die Unterbringung der Papiere von der Firma Lenz eine erhebliche Vergütung für sich erwirkt habe, ohne sich vorher des Einverständnisses der Gemeinden zu versichern, 2. während seiner früheren Amtszeit als Bürgermeister von Butzbach nicht frei ton dienstlichen Verfehlungen gewesen )ei und 3. infolge seiner ungünstigen Vermögenslage nicht die nötige persönliche Unabhängigkeit be- itze, wie sie von einem Bürgermeister verlang! werden müsse. Ioutz hat nun zwar gegen das Urteil des Kreisaus- schusses Rekurs angezeigt, jedoch versäumt, ihn innerhalb der 14tägigen Frist zu rechtfertigen. Er suchte nach Ablauf der Frist bei dem Vorsitzenden des Provinzial- statt des Kreis ausschusses um Fristerstreckung nach. Ehe auf dieses Gesuch entschieden wurde, langte die Rechtfertiguugsschrift ein. Darin wird nachzuweisen versucht, daß der Rekurrent als K a u f m a n n eine Vergütung für Unterbringung der -Obliga.ionen habe annehmen können, daß seine frühere Dienstführung nicht in Betracht komme, weil er hiernach wiedergewähtt und bestätigt worden sei ld. h. 1899), und daß schließlich seine finanziellen Verhältnisse nicht als schlecht zu bezeichnen wären. Der Provinzial-Ausschuß ent- 'chied dahin, daß der Rekurs als formell und materiell unbegründet kostenfällig zu verwerfen sei. 2. Der Gemeinderat zu ?). beschloß, den männlichen Nachkommen des Z., der bts zu seinem Tode die Gemeindenutzungen bezogen hatte, den Anspruch auf diese Nutzungen zu versagen, weil Z. unehelicher Geburt gewesen sei und deshalb nur durch Zahlung eines Einzugsgeldes, nicht aber vermöge G-burk, das Ortsbürgerrecht hätte erwerben können. Gegen diesen Beschluß verfolgte der Sohn des Z. Beschwerde unter dem Bemerken, daß sein Vater 30 Jahre lang als Ortsbürger den Nutzen bezogen habe, und auch er selbst bereits 2 Jahre in dessen Genuß sei. Ter Kreisausschuß entschied, daß dem Beschwerdeführer der Nutzen zuzubilligen wäre, da er das Ortsbürgerrecht durch Geburt als ehelich geborener Sohn seines Vaters, der es besessen und als Ortsbürger gestorben sei, erworben habe. Tic Gemeinde D. rekurrierte an den Provinzial-Ausschuß, aber ohne Erfolg, denn dieser trat dem erstinstanzlichen Urteil bet. 3. Iohs. Schott zu Berns feld hat um die Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft nachgesucht. Das Gesuch wurde vom Gemeinderat befürwortet, vom Kreis- ausschuß des K'reises Alsfeld aber abgelehnt. Nachdem vordem Provinzial-Ausschuß, dem die Aache durch den eingelegten Rekurs zur Entscheidung erwuchs, festgestellt worden war, daß für das reisende Publikum ein Bedürfnis nach einer solchen Wirtschaft als vorhanden angenommen werden könne, wurde dem Rekurs ftattgegeben und dahin entschieden, daß die nachgesuchte Erlaubnis zu erteilen sei. 4. Die Notwendigkeit eines Schulhausbaues zu Hungen ist schon seit längerer Zeit von alten Beteiligten anerkannt. Nur über den Platz bestanden von Anfang an Neue Sdimierigkiten in Marokko? Bekanntlich betraf das Ende Februar ds. Js. zwischen Marokko und Frankreich abgeschlossene Abkommen die Ausnahme einer Anleihe in Höhe von 150 Millionen Fcks. in Frankreich, mit bereit Hilfe Marokko einmal Frankreick für die von ihm aufgewendeten Expeditionskosten (70 Mü lionen- Ersatz leisten und zweitens mit den übrigen 80 Millionen die Ansprüche der fremden Privatgläubiger befriedigen sollte Eine solche Anleihe wäre natürlich den Marokkanern höchst angenehm gewesen, roenn, Frankreich an ihre Gewährung nicht die Bedingung geknüpft hätte, daß Marokko die ersten 70 Millionen in 7d Jahresraten zuzüglich der auflaufenden Zinsen tilgen und für die zweiten 80 Millionen die noch ntcht verpfändeten marokkanischen Zölle und sonstigen Einkünfte unter französische Aufsicht stellen mußte, Bedingungen, für deren Erfüllung dadurch gesorgt w daß Frankreich so lange bic Schauja im Westen und llbfdja im Osten Marokkos besetzt l-alten durfte. Wie man sich erinnert, hat der Sultan von Marokko. Muley Haftd, nur nach langem Zögern in diese Bedingungen eingewilligt, weil er, für den nur eine relativ geringe Zivtlliste aus ben Zolleinnahmen reserviert blieb, sich damit nicht nur eines großen Teils seiner Hoheitsrechte beraubte, sondern auch bei dieser Umklammerung durch Frankreich für die Selbständigkeit Marokkos trotz aller Algeeiras-Verträge zittern mußte. Daneben aber tauchte für ihn persönlich noch die Gefahr auf, daß die Marokkaner, deren Haß gegen die Fremden ja bekannt ist, ihn, den Sultan, der diesen Vertrag abgeschlossen hatte, entthronen und einen der zahlreichen Prätendenten auf den scherisischen Thron setzen würden, was umso leichter geschehen konnte, als der Sultan durch die Bezahlung der Anleihe nicht mehr so wie früher in den Stand gesetzt war, Truppen gegen seine marokkanischen Gegner auszurüsten. Vielleicht war es letzten Endes die Einsicht, daß seine Tage als Sultan gezählt sein könnten, die Mulep .Hafid jetzt veranlaßt, die Ausführung der Anleiheoertragsbestim- mungen nicht nur nicht mehr nach Art orientalischer Herrscher auf die lange Bank zu schieben, sondern sich ihnen direkt zu widersetzen. Wird doch jetzt, wenn man natürlich auch ben Nachrichten aus Marokko stets mit einer gewissen Reserve gegenübertreten muß, übereinstim- menb sowohl vom „Temps", als auch von der „Times" gemeldet, daß sich Muleh Hafid der Durchführung der Vertragsbedingungen mit Gewalt widersetzen wolle und darin mit feiner ganzen Umgebung einig sei. Ja, bic offiziöse „Agence Havas" weiß sogar zu berichten, daß der Machsen ben neueingesetzten Zollinspektor Driß ben Djellon in Fez zurückhalte, um ber Kontrolle ber für ben Dienst ber Anleihe bestimmten Einnahmen Schwierigkeiten zu machen. Es liegt auf ber Hanb, baß Muley Haftb bamit vorläufig seinen wackelnden Thron aufs neue stützen wirb: eine andere Frage aber ift es, wie Frankreich, nachdem fein Ultimatum in Fez wirkungslos verhallt ist, diese neue Wendung der Marokka-Affäre aufnehmen wird. In Marokko stehen augenblicklich ca. 12 000 Mann französischer Truppen, und zwar ca. 6000 Mann in Casablanca und ber Schauja- eEene, also im Norbwesten Marokkos, und ebenfalls 6000 Mann im Norbosten und Sübosten. nrnnnten. Von allgemeiner politischer Bedeutung war ein Antrag des Zentrums, der gewissermaßen eine 1 er Simplieissi- mus in die Strafprozeßordnung einfügen wollte. Danach sollte in ben § 70 folgende Bestimmung als erster Absatz ausgenommen werden: „Der Richter kann in Fragen, welche eine über die allgemeine Lebenserfahrung und Bildung hinausgehendebcsondereSachkunde erfordern, Gutachten Sachverständiger einforbem. Ob und inwieweit solche Gutachten erforderlich sind, entscheidet das Gericht. In den Fallen der §§ 184 und 184 a des Strafgesetzbuches ist die Notwendigkeit der Zuziehung von Sachverständigen zu begründen." Dieser Antrag richtet sich gegen die Heranziehung künstle- rischer Gutachten bei U n s i 111 i ch k ei t s p r oz e s se n. Ter Ausschuß beließ es ab^r bei ber Fassung ber Regierungsvorlage. Ter Ausschuß beendete in seiner heutigen letzten Sitzung vor Pfingsten bie Beratung ches Abschnitts „S a ch v e r st ä n b i g e unbAugenschei n", bis einschließlich § 86. Jrgenb wesentliche Äenderungen am Regierungsentwurf würben nicht weiter beschlossen. Die einzige Aenderung bet den §§ 73 bis 86 betraf den § 77, wo durch Streichung ber Worte „vor Schluß der Beweisaufnahme" es für zulässig erklärt wurde, baß_ die Ver- I eibigung eines Sachverstänbigen auch noch nach Schluß der Be- Bestimmung des § 69, wonach bie Landesherren und bi Mitglieder der landesherrlichen Familien und ber ihnen hierin gleichgestellten Fürstenhäuser in ihrer Wohnung zu vernehmen iinb, auf bie Landesherren zu beschränken, verdichtete sich nicht zu einem formellen Antrag. In § 71 wurde ber zweite Absatz gestrichen, der bestimmte, daß, wenn für gewisse Arten von Gutachten Sachverständige öffentlid) bestellt sind, andere Personen nur gewählt werden sollten, wenn bestimmte Umstände es erforderten. Diese Streichung erfolgte mit Rücksicht auf die Verhältnisse an kleinen Landgerichten. Bei § 72 wurde eine Bestimmung eingefügt, wonach bie vom Richter bestellten Sachverständigen den Prozeßbevollmächtigten namhaft zu machen sind. Ties entspricht ber bisher geltenben Vorschrift- bie Regierungsvorlage hatte sie aber nicht aufge- Aus dem Sttafprozeh-Ausschutz. Berlin, 12. Mai. Der Sirafprozeßaus schuß erledigte heute bis zur Pause die Restbestimmungen bes Abschnitts über die Zeugen, owic zwei Paragraphen des Abschnitts betr. Sachverständige und Augenschein, bis einschließlich § 72. Tie §§ 63 bis 66 wurden sticht geändert. . § 67 des Entwurfs sieht vor, daß im Verfahren auf Privatklage und in Sachen, die in erster Instanz vor den Amtsgerichten ohne Schöffen zu verhandeln sind, Zwangshaft nicht angeordnet werden darf. Hier wurde auf Antrag Sturz (Vp.) mit 14 gegen 13 Stimmen das Privatklageoerfahren gestrichen. Begründet wurde dieser Beschluß damit, daß es anderenfalls reichen Leuten, die in eine unangenehme Privatklagc verwickelt sind, leicht sei, Zeugen dazu zu bestimmen, zum Termin nicht zu erscheinen; bas werde jedenfalls erschwert, wenn an Stelle einer Geldbuße Freiheitsstrafe trete. Die §§ 68 bis 70 wurden unverändert angenommen. Eine Anregung, die I meisaufnabme beantragt werben kann. Bet A 81 wurde cnl Zentrumsantrag abgelehnt, ber sich gegen bic Zulastigkeit oer körperlichen Untersuchung des Verdächtigen wandte, auch Zvo stc zur Feststellung von Tatsachen erfolgt, die für bie Untersuchung von Bebeutung sind. Weiterberatung ben 23. Mai. Mb. Beuermaün in Udenhausen, Kaufmann Kart ^xhtosser in Grünberg, Fabrikant Karl Repp in Grünberg, -and- iocrt Wilh. Roth I. in Bettenhausen, Landwirt Rud Kaiser m Unter-Schmitten, Weißbindcrmeister Friedr. Wilh. Ltamm in Bad-Rauheim, Rentner Karl Konr. Müller in Friedberg, Landwirt Joh. Hch. Müller II. in Ober-Hörgern, Landwirt und Gemeinderechncr Johs. Tränker in -Queck, Fabrikant Ludw. Mtaab in Alsfeld, Landwirt Theodor Albus in Bellmuth, Kaufmann Hch. Bogt II. in Butzbach, Landwirt Konr. Müller II. in Gambach, Bürgermeister Andr. Hemr. Peppet in Mittelseemen, Landwirt start Jmmelt I. in Freienseen, Müller Johs. Lißbcrger in Groß-Felda, Metzger und Wirt Aug. Lein in Büdingen, Ziegclcibesitzer Wilh. Sauerbier I. in Butzbach, Bürgermeister Joh. Weiß I. in Borsdorf. ** Bauarbeiter-Entlassung. Rach anfänglichem Sträuben werden die Bauunternehmer von Gießen und Umgegend dem Trängen des Mitteldeutschen Arbeitgeber-Verbandes, dem sic angeschlosscn sind, nachgeben und morgen abend il)ie sämtlichen Arbeiter — auch dienicht organisierten — entlassen. Die Zahl der beschäftigten Maurer und Bauhilfsarbeiter in Gießen wird auf rund 250 angegeben, von denen die Hälfte in der Organisation sind. Unter den nicht organisierten Maurern befinden sich solche, die schon 10—20 Jahre bei einem Meister arbeiten, die aber ebenfalls weggeschükt werden, Obgleich sie mit ihrem Arbeitgeber nie eine Differenz hatten. Die Baumaterialienhändler haben sich verpflichtet, Materiallieferungen nach Gießen währeno der Dauer der Sperre einzustellen. Wie man hört, wird die Stadt ihre angefangenen Bauten (Schlachthofs- und Verwaltungsgebäude für das Elektrizitätswerk), soweit Maurerarbeiten erforderlich sind, in eigener.Regie ausführen und der Staat wird es wohl ebenso.machen. Bei einzelnen Privatenbauten hat man sich auf die Aussperrung bereits vorbereitet und sich auf längere Zeit hinaus mit Vorräten von Baumaterial versorgt. Die Bauherrn werden sich Parliere annehmen und ihre angefangenen Bauten fortsetzen lassen. ** Fußstcigc frei! Wir verweisen auf die heutige Bekanntmachung des Großh. Polizeiamts, die einige Bestimmungen über den Straßenverkehr ins Gedächtnis zurückruft, gegen die oft gefehlt wird. Es ist nämlich im Interesse der Ernw. chung des ungehinderten Fußgängerverkehrs auf den Fußsteig.. das Befahren der Fußsteige mit Fuhrwerken jeder Art (auch Handwagen und Fahrräder) verboten. Ausgenommen hiervon ist, soweit hierdurch der Fußgängerverkehr nicht gehindert wird, die Beförderung von Kindern und Kranken in Kinder- und Krankenwagen. Außerdem ist das Stehenbleiben, wodurch der freie Verkehr gehemmt wird, untersagt, sowie das.Tragen von Gegenständen, welche geeignet sind, andere zu belästigen (z. B. Metzger- bollen, Marltkörbe usw.). i Gerade diese Rücksichtslosigkeiten sollten ebenso wie das lästige Ausschütteln von Teppichen usw. auf die Straße nicht erst durch Strafanzeigen verhindert zu werden brauchen. O Krofdorf, 12. Mai. Für den 1. Juli steht die Errichtung der 5. Schulklass e bevor, da die Unterklasse 91 Schüler zählt. Es werden zurzeit 300 Schüler in vier Klassen unterrichtet imd ihre Zahl wäre noch weit größer, wenn nicht so viele Linder die höheren Schulen in Gießen besuchten. Der Raubmord in Dorndiei. rm. Darmstadt, 12. Mai. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt erließ heute folgendes zweite Ausschreiben' „Zu unserem Ausschreiben vom 11. d. M., betr. Einbruch und Mord z. R. des Wilhelm Backunann II. in Dorndiel tragen wir nach, daß als Täter möglicherweise ein Handwerksbursche in Betracht kommt, der wie folgt beschrieben wird: Etwa 30—35 Jahre alt, gesetzte Gestalt, etwa 1,70 bis 1,72 Meter groß, dunkelblondes Aussehen mit möglicherweise kleinem dunkelblondem Schnurrbart. Ter Betreffende trug Bartstoppeln und war anscheinend 8 bis 14 Tage nicht rasiert. Bekleidet war er mit dunklem, noch gut erhaltenem Anzug und schwarzem weichem Filzhut mit Talle. Tie Schuhe in den oberen Teilen von dunklem Tuch (Plüsch oder Filz) waren rundum mit schwarzem Leder besetzt, ziemlich alt durchgelaufenen Sohlen und schiefen Absätzen. In der Hand trug er ein kleines in Zeitungspapier gewickeltes Paketchcn. Ter Betreffende hat sich dadurch verdächtig gemacht, daß er am 10. Mai morgens gegen 6 Uhr etwa eine Stunde vom Tatort auf der Straße zwischen Mömmlingen und Neustadt den ihnen begegnenden Personen in scheuer Weise auswich und eiligst davonliei. Unter Bezugnahme auf unser gestriges Ausschreiben, ersuchen wir nach dem Betreffenden zu fahnden, ihn nach den betreffenden Gegenständen zu durchsuchen und im Falle er sich über seinen Aufenthalt in der Nacht vom 9. auf 10. Mai nicht einwandsfrei nachzuweisen vermag, festzunehmen, und dem nächsten Gericht vorzuführen und telegraphische Nachricht hierhergelangen zu lassen. Ferner wurden am 10. Mai abends zwischen 5 und 7 Uhr zwei Handwerksburschen beobachtet, welche aus der Richtung Höchst kamen und nach Mömmlingen zu gingen. Jene Leute haben unterwegs gebettelt und werden wie folgt beschrieben: 1. Große schlanke Gestalt, Ende der 30 er oder Anfangs der 40 er Jahre, bekleidet mit schwarzem weichem Hut, schwarzer Joppe und dunkler Gesichtsfarbe. Dieser Mann trug die eine (jedoch unbekannt welche) Hand mit einem schmutzigen Tuche verbunden. 2. Sein Begleiter etwa zwischen 20—30 Jahren, war ebenfalls groß und schlank, trug schwarzen weichen Hut und schwarzen länglichen Rock. Auch bezüglich dieser Beiden ersuchen wir um eingehende Fahndung, Durchsuchung usw., auch nach Schnitt- und Rißwunden und bei geeigneten Anhaltspunkten um Festnahme und Nachricht hierher. kirchliche Nachrichten 6vangcii|üie Gememoe. Am 1. Pfingstleiertag, dem lö. Mai: Kollekte uir die hessische Lulhersttftung. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Beichte und Herl. Abendmahl für Matthäus» und Markus- gemeinde gemeinsam. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags 11'/. Uhr: Kinderkirche für Matthäus- und Markusgememde gemetiijam. Pfarrer D. Schlosser. In der Zohanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer A u s f e l d. Vormittags 9'^ Uhr: Piarrafststent H a n st e i n. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheim er. Am 2. P-s ingstfeiertag, dem 16. Mai: In der Stadtkirche. Vorniittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 91/. Uhr: Pfarrer Schwabe. In der Zohannerkirchc. Vormittags 8 Uhr: Siehe Stadtkirche. Vormittags 9'/, Uhr : Pfarrer A u s f e l d. Beichte unb heil. Abendmahl für Lukas- und Johannes- gemeinde. Anmeldting vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vormittags U1/* Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. katholische Gemeinde. Gottesdienst. z Samstag den 14. Mai: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht. Sonntag den 15. Mai, Pfing st-Sonntag: Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beichü , um 7 Uhr: Die erste heil. Messe. „ um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. w um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. „ um 11 Uhr: Hell. Messe mit Prangt. Nachmittags um 2 Uhr: Feierl. Vesper mit Segen. Montag den 16. Mai, Pfi n g st - M o n ta g : Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur hell. Beicht. , um 7 Uhr: Die erste hetl. Meße. „ um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. u um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. „ um 11 Uhr: Heil. Blesse mit Predigt. Nachmittags um 2 Uhr: Fest-Andacht mit Segen. Dienstag und Freitag abend um 6'/. Uhr ist Mai-Andacht. Spielplan öes Uurhau^Lheaters vad Nauheim. Direktion: Hermann Steingoetter. Montag, 16. Mai: „Wie die Alten jungen." Mittwoch, 18. Mai: »Das Konzert." Freitag, 20. Mat: „Narrenglanz." Sonntag, 22. Mai: „Gebildete Menschen." Briefkasten der Redaktion. X N Z. Fürst Bismarck erhielt aus der franzöttichen Kriegs« kosten-Enlichädlgung nichts, dagegen am 21. März 1871, dem Tage der Eröffnung des 1. deutschen Reichstages, als Dotation eine Domäne im Amt Schwarzenbek (Friedrichsruh). Moltke erhielt aus der Kriegskosten-Entschadigung eine Dotation von 3QOOOO Talern. Sänger und Redner. Das Gute bricht sich Bahn. Dieses alte Wort bewährte sich in den letzten Wochen ganz besonders bei den Anstrengungen, welche die Fabrikanten von Wybert- Tabletten gemacht haben, um für ihre seit60 Jahren hochgeschätzten Produkte neue Freunde zu erwerben. Die Nachfrage nach Wybert-Tabletten ist so groß, dass die Fabrikanten Mühe haben, in diesen Wochen, in welchen Tausende von Gratisproben die glänzendsten Beweise ihres Wertes erbracht haben, genug Tabletten zu produzieren. Die Stimme wird durch regelmäßigen Gebrauch von Wybert-Tabletten so wohlklingend und ausdauernd, daß Sänger und Redner nur noch Wybert-Tabletten verwenden, die in allen Apotheken in Schachteln ä Mk. 1.— erhältlich sind. Depot in Gießen: Pelikan - Apotheke, Kreuz 2. (ss28/^, 5. Ziehung 5. Kl. 222. KeL Preuss. Lotterie. Ziehung vom 12. Mai, vormittags. Nur die Gewinne Uber 240 Mark sind den betreffenden Nummern In Klammern beigefUgt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 294 391 5<6 775 [500] 82 1101 279 300 24. 492 517 [1000] 2110 [ 500] 254 865 473 87 714 944 3210 314 425 53 629 66 780 4156 [500] 207 384 656 920 5315 95 588 671 909 6149 [1000] 253 63 303 434 [500] 571 [500] 679 [500] 820 7015 48 534 [3000] 632 8 214 98 347 7 4 475 570 665 713 85 870 9102 30 270 359 574 814 [500] 66 10002 82 341 679 759 [500] 922 11068 175 404 36 777 882 [ 500] 961 94 12095 [500] 450 881 938 41 13299 320 48 436 66 (1000) 89 511 18 38 633 47 703 14164 351 547 763 844 15506 61 [500] 672 16040 100 253 73 604 710 81 17151- 56 564 697 833 61 73 18367 [500] 454 809 19 85 19083 122 [3000] 323 47 452 777 317 20098 208 41 97 387 2 1 015 105 [3000] 500 33 705 22046 107 52 [3000] 54 749 [1000] 61 812 2 3009 123 69 376 461 615 780 2 4019 33 361 99 186 524 706 912 72 (3000] 25120 876 445 602 36 2 6029 [500] 61 355 457 CO 73 (1000] 563 821 [500] 90 [500] 27030 340 89 [3000] 772 826 2 8022 233 89 329 465 633 7QS 29032 [3000] 52 405 717 58 817 912 47 63 30070 167 [1000] 911 49 3 1 063 105 78 245 319 48 452 577 735 3 2056 73 137 104 545 [500] 765 3 3083 168 357 68 432 97 627 783 841 3 4690 716 804 18 [3000] 23 116 3 5298 410 15 547 812 963 3 6586 667 827 951 66 37109 271 600 968 [1000] 38144 224 343 518 743 87 841 53 3 9007 107 225 332 83 489 514 878 86 933 83 40184 263 335 88 760 41163 92 294 321 496 589 933 35 4 2062 114 69 276 337 60 456 70 751 94 4 3259 [500] 70 71 501 980 44082 06 152 429 44 546 939 [ 3000] 45195 203 418 60 597 680 798 912 25 4 6129 275 384 488 649 737 [1000] 88 4 7509 53 644 57 73 800 4 8052 136 [ 3000 ] 262 354 [3000] 65 [500] 431 51 [3000] 84 586 606 [5000] 94 720 70 811 [3000] 15 946 60 49163 270 381 626 912 50265 626 719 910 5 1076 185 226 48 440 535 894 [3000] 52012 66 69 255 834 950 79 5 3094 154 311 54003 54 234 407 588 915 5 5160 ( 500] 71 373 506 607 68 785 622 75 56146 215 45 53 447 633 732 5 7130 439 645 58086 [300] 100 [500] 274 591 606 22 59117 26 4 4 223 305 18 493 761 909 [1000] 34 [3000] 67 60054 71 495 841 927 6 1 031 157 272 307 [500] 16 89 94 484 802 35 6 2022 [500] 98 [1000] 306 496 [500] 98 552 814 48 63170 [ 500 ] 278 568 688 904 40 71 64000 48 73 53Q 623 718 870 6 5051 517 76 994 66100 98 217 575 713 6 7076 278 (3000] 651 601 753 878 6 8280 93 301 620 618 866 69 60014 466 756 65 933 70017 265 423 703 77 82 940 7 1 586 97 605 906 7 2073 [500] 178 497 594 155 885 92 [500] 7 3 006 12 149 78 470 553 683 706 980 7 4299 332 439 4 7 49 7 5142 67 994 76194 221 62 1500] 311 705 76 863 963 77174 585 652 [8000] 877 7 8255 [1000 ] 420 587 650 755 [1000] 803 22 98 79235 331 8O068 125 359 469 503 8 1 053 266 639 41 067 90 82202 302 3 558 610 63 792 [1000] 83032 303 13 480 858 84037 a9 199 [500] 27b 319 618 870 925 [500] 85126 302 75 494 601 15 76 703 8 6068 323 456 66 539 631 87105 34 352 8 8099 284 546 [1000] 93 95 653 799 847 63 8 9001 33 148 50 466 631 747 511 48 82 90076 123 381 447 615 [8000] 26 794 823 57 9 1 273 360 438 92310 .32 62 [1000 ] 75 417 854 9 3000 33 59 [1000] 188 237 [3000] 318 51 85 [1000] 441 50 598 925 714 840 66 [500] 980 94116 272 353 434 [3000] 639 890 95199 [50 000] 223 [5001 94 419 703 96273 74 87 518 829 985 9 7296 672 [1000 ] 82 [1000] 748 886 929 87 9 8033 117 91 333 62 4 91 629 36 919 [1000] 99197 213 60 455 602 756 71 [500] 919 [3000] 100002 20 107 27 206 63 [1000] 438 731 10 1 023 [3000] 182 446 47 631 64 782 102029 111 202 523 722 47 865 1O3100 315 531 695 704 947 71 104076 87 401 885 105005 29 136 476 [3000] 5:0 621 76 816 913 1 06354 435 72 715 64 1 07120 384 W, 74 650 722 [500] 829 955 108003 791 109076 89 108 [5u0] 85 709 812 110465 810 25 [500] 935 [5001 69 111101 209 01 383 [500] 52« [1000] 734 865 994 112047 102 35 525 113154 Ml 10 906 114056 275 [500] 393 647 729 851 59 81 1 15263 848 403 4 9 854 1160-10 668 746 852 117073 114 40 [5001 84 88 255 337 675 887 118065 88 111 [.500 1 249 398 560 604 712 119073 127 722 41 91 614 33 [1000] 948 120053 152 209 907 1 21131 79 253 70 399 427 [ 500] 677 719 874 75 1 22199 530 641 963 1 23144 344 5! 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322 43 639 9G2 Im Gewinnrade verblieben: i Prämie au 800 000 M. 1 Gewinn zu 500 000, 1 zu 200 000, 1 zu 150 000. 1 zu 120 000 , 2 zu 100 000. 1 zu 80 000, 2 zu 70 000, 2 zu 00 000, 2 ZU 50 000, 3 zu 40 000, 12 zu 30 000 , 22 tu 15 000. 63 zu 10 000, 186 zu 5000, 1984 ZU 8000, 2986 zu 1000, 4727 zu 500 5. Ziehung 5. KL 222. Kcl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 12. Mal, nachmittags. Nur die Gewinne Uber 240 Mark sind den betreffenden Nummern In Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 21 185 317 550 605 61 029 [SOO] 30 1 271 348 63 [500] 516 747 2170 343 434 [1000] 58 746 [500] 3149 332 43 798 983 4254 57 64 [1000] 459 [1000] 5263 310 487 98 519 8711 0’9 6115 .31.-. 503 817 r <3 15 7094 [ 3000] 148 [500] 248 355 (30001 84 [500] 418 550 |500] tfl 657 96 350 8 371 413 514 640 48 855 9000 [ 500] 82 [1000] 489 517 [1000| 93 10123 [500] 250 [1000] 354 603 [3000] 984 1 1216 84 .306 [500] 438 89 654 997 1 2083 138 355 476 548 [500] 774 99 801 [500] 13103 208 316 19 58 1 4223 486 [500] $58 [500] 663 1 5118 406 6tt 88 718 922 16284 317 487 503 685 92 776 843 [3000] 17122 218 386 494 673 [500] 716 1 8030 [500] 58 96 121 600 42 57 712 94 952 19027 114 256 372 505 818 949 [500] 85 20199 63$ 89 709 53 855 2 1076 161 69 376 98 440 88 069 852 22146 569 [500 ] 00 97 654 705 58 828 915 [500 ] 23155 454 76 [500] 537 758 71 956 82 83 24109 26 287 396 669 25198 255 77 806 563 633 843 2Y043 155 95 294 401 540 67 727 27176 212 818 75 918 28026 [1000] 93 281 382 [500] 496 753 824 902 [3000] 29120 210 566 89 867 009 30025 72 250 486 651 97 832 947 95 31159 232 342 416 86 593 642 68 [500] 95 792 864 3 2 213 34 386 429 35 [1000] 49 [500] 512 46 739 [1000] 915 33025 88 164 483 614 90 [ 3000 ] 712 985 3 4095 627 759 80 986 3 5017 94 [500] 160 409 517 787 36617 231 45 63 393 578 694 761 318 [500] 913 14 79 37189 263 303 72 3 8054 948 39039 40 [500] 161 375 452 5 49 9 9 624 757 828 981 40030 45 [500] 58 [5000] 819 831 41221 444 6M [1000] 42019 109 299 378 439 841 82 4 3052 [1000] 178 87 [500] 392 [3000] 473 44120 231 76 530 676 771 687 969 4 5232 (1000) 362 443 566 73 84 [500] 625 [500) 58 [500] 746 983 91 46198 463 510 82 705 840 962 4 7557 641 721 [1000] 64 890 943 4 8012 175 240 300 474 76 [5001 716 [ 500] 904 80 4 9034 793 877 50049 214 [500] 303 [1000] 86 97 635 [3000] 924 96 51081 203 57 819 43 616 38 52117 439 569 [3000] 984 53129 [500] 9- 538 [3000] 608 734 939 54175 379 405 24 [3000] 605 97 08 [3000] 850 89 [500] 918 55142 317 [1000] 51t 713 97 311 019 38 5 6009 30 153 332 655 95 737 5 7010 [5001 70 539 48 772 821 051 5 8059 676 59215 [500] 73 661 743 894 6O028 [ 500] 174 427 41 663 749 976 61198 278 [500] 804 67 459 737 837 6 2051 443 90 6 3080 243 313 422 91 619 27 835 60 [1000] 932 6 4044 159 99 320 982 [1000] 6 5 036 348 585 90 775 6 6031 73 170 366 [1000] 430 697 756 75 [1000] 852 89 6 7329 56 [1000] 546 708 25 868 72 68188 [1000] 460 724 57 685 910 20 [500] 64 69116 17 89 277 542 665 787 49 [10000] 79 852 70063 89 229 364 535 [500] 58 90 617 728 [1000] 38 71169 245 54 72 741 48 805 7 2016 932 73122 24 288 97 385 425 513 846 64 7 4005 172 672 7 5013 171 212 89 648 810 7 6174 368 557 725 831 77222 723 929 7 8156 263 587 606 82 [3000] 914 79018 [500] 289 (1000) 471 576 89 649 80024 254 458 590 [3000] 671 756 904 4 4 8 1 070 133 93 340 [1000] 415 «96 719 [500] 95 607 8 2102 15 42 96 212 470 709 8 3240 487 652 905 62 [1000] 84071 137 393 541 84 721 846 8 5021 28 249 348 [3000] 87 482 758 55 66 8 6247 [500] 3 iS 756 870 87167 432 514 747 88147 276 [1000] 450 636 [ 3000] 724 869 89106 56 572 90173 382 468 80 556 66 837 971 91042 86 289 472 «23 24 714 9 2032 58 124 579 902 9 3054 264 834 409 538 [500] 669 9 4412 51 62 511 25 50 [500] 94 626 46 87 840 905 9 5245 328 50 [1000] 617 44 [30001 59 79 636 [1000] 40 732 79 9 6300 110001 92 611 97157 302 484 539 50 627 749 92 9 8000 [1000] 88 292 318 407 59» 657 762 910 15 [1009] 65 9 9029 86 330 475 662 657 766 93 1OO250 71 94 450 84 664 758 861 101364 92 595 846 92 966 102506 624 66 1O3102 26 365 432 617 85 727 29 94 838 1 04012 929 1 05020 221 45 483 751 878 106324 107339 [1000] 454 729 63 821 108010 124 202 424 764 [1000] 992 1 09166 363 485 [1000] 742 [500] 817 928 [500] 40 86 110109 23 616 81 827 [1000] 67 85 [3000] 111204 99 389 401 513 711 855 112073 153 [500] 84 [ 500] 390 483 508 38 622 [1000] 833 [3000] 73 113 026 380 467 506 636 56 69 98 722 39 82 [3000] 801 999 114120 29 204 51 304 74 604 [3000] 34 789 871 115233 76 1500] 335 462 [500] 748 116322 86 432 33 687 743 62 117061 354 437 84 [500] 701 [3000] 947 83 118117 77 [1000 ] 84 [500] 838 45 81 119096 390 131 43 673 748 86 801 53 120187 248 [ 3000] 779 [1000] 121067 242 320 462 550 678 705 1 2 2 098 539 86 725 45 836 43 [500] 81 123190 406 [500] 505 6 958 75 1 24120 27 323 564 905 12 5061 106 75 224 76 41.3 584 [1000] 99 652 998 1 26.390 948 1 2 7587 706 980 1 28188 579 699 743 807 13 041 1290 [500] 168 220 329 896 900 28 [500[ 13O000 26 77 175 338 941 57 [1000] 13 1 006 [500] 104 30 5.3 629 778 224 1 32034 102 10 392 483 758 822 49 911 133108 [1000] 21 367 602 793 134422 87.3 912 48 51 86 13513S 641 92 770 1 36119 353 [1000] 488 1 3 7017 126 214 37 431 507 613 732 1 38183 [500] 241 97 306 15 403 97 747 78 872 82 922 139160 275 KL5 [3000] 795 [500] 804 16 140069 442 501 [1000] 720 851 966 1 41089 147 .302 57 527 922 50 1 4 2 064 188 98 265 [500] 562 758 77 [1009] 143106 70 225 199 489 896 962 84 144853 472 703 21 145096 190 279 [500] 358 b? 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Einteilung und Einrichtung einer Hausgartens; 2. ftreunbe und Feinde des gesamten Gartenbaues: 3. Gemüsebau: 4. Blumenzucht tAnzuckt, Blumenpflege und Dekoration«^ 5. Bcerenobstkultur:6. Verbesserung unserer Garten^ böden nebst zweckmäßiger Düngung. Vormittags finden von 9—12 Uhr Borträge statt, während der ganze Nachmittag zu praktischen Unterweisungen vorgesehen ist. Zugelassen werden Männer, grauen und Mädchen, letztere nicht unter 16 Jahren. Das.Honorar beträgt 5 Mk. pro Person. Eröffnung des Kursus Montag den 23. Mat, vormittags 0 11br, im Anstallsgcbäudc. Friedberg, den 3. Mai 1910. Großh. Direktion der Qbstbau- und landw. Winterschulc: Oekonomierat Spich. Kursus für Obstweinproduzenten und Apfelweinwirle findet Kege«. Qbc. e. ld. ■ b’ cs ^t’nb hi/ 4"*** redigt. ^ege«. S'l'Aonta.. Warum ist Moskopff’s Trauben-Senf mit der Traube als bester rheinischer Tafel-Leus bekannt? |dv", Weil der beste Senfsamen den dreifachen Preis des geringsten kostet, Moskopf s Trauben-Scus mit der Traube aber ausschließlich aus den besten und besseren Sorten Senfsamen mit den feinsten Zutaten und dem üblichen Jarbzufatze heryenellt wird, die geringeren Qualitäten dagegen ohne diese gesckmtztc Lignat. i.b. vanbcl kommen. Daher bietet diese geschützte Marke unbed. Gewäbr f.Erhalterstklaif.Qualität.-Knallenmarktgängig. Vcr packungsart. zu bez. durch d. meist.einfchlägig.beff.Engrosu. Detail- Gefchäflc. Lieferung seitens der Sabril nur an Wiederverkäuscr. Rbelnische Senf- und Weinesslg-Fabrlk Th. Mowkopf. Fahr (Rheinland 4 505 148171 *49 3*1 [W 9049 105 *23 306 470 534 s 755 151073 [3000] 209 4! 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Der Betrieb der vier Bierwirtschaftcn, der Bäuerischen Bicr- ballc, dem (§as6 aus dem Fcstvlatz, sowie der Wirtschaft auf dem Juxvlatz soll an leistungsfähige Wirte vergeben werden. Bewerber wollen ihre Angebote bis svätestens Donnerstag den 19. Mai cr.. nachm. 3 Ubr, bei dem unterzeichneten Borsitzenden 165 Wirtschafts-Ausschusses einreichen, bei dem auch die Bedingungen Angebotssormulare rc. erhältlich sind. Ter Wirtschafts-Ausschutz. Max JaSkowsky, Vorsitzender. Gummi-Mäntel 0: Sehr. Stamm, Gi»n Tel. 384. Tel. 3 -32 in modern. Fassons u. Farben von M. 19 — ab. I2357 3 2 0 3 v. c £4 er: 2