Nr. «16 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Die „Siebener ZamillenblStter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für k« Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^ä>51. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Maßnahmen gegen die Zleischteuerung. Die „Nordd. Mg. Ztg." enthält ausführliche Mitteilungen über die Unterredung, die der preußische Landwirt- schaftsrninister am 13. September mit der Abordnung des Deutschen Fleischerverbandes gehabt hat. Wir haben bereits kurz das Ergebnis dieser Unterredung mitgeteilt, aber die nachfolgenden Einzelheiten werden für jedermann vom größten Interesse sein. In der über zwei Stunden währenden Unterredung wurden hauptsächlich die Vorschläge besprochen, die der Vorstand des Verbandes in einer von ihm überreichten Denkschrift zur Beseitigung der augenblicklichen Fleisch teuerung gemacht hat. 30. Deutscher Iuristentag. :4 Danzig, 14. Sicht. Am heutigen dritten Beratungstage fand der Deutsche Juristentag mit einer Vollversammlung, in der die Beschlüsse der drei Abteilungen vorgelegt wurden, seinen Abschluß. Bors Justizrat Brunner: Sämtliche Abteilungen wollen ihre Beschlüsse nur zur Kenntnisnahme einreichen. Es ist aber ein von 27 Herren unterschriebener Antrag Liepmann-Friedmann ein- gegangen, über den Beschluß der dritten Abteilungen tetr. die Todesstrafe * eine Erörterung und Entscheidung in der Vollversammlung statt- finden zu lassen. Es gibt nur eine Berichterstattung über die Strafmittel im allgemeinen, nicht über die Todesstrafe allein^ Geh. Iustizrat Kahl (Berlin): Trotz der Auffassung des Herrn Aaiserjagti. ___ _ _ Kr. Budapest, im September.» Schloß und Herrschaft Bellye, wo Kaiser Wilhelm in diesen ^agen als East des Erzherzogs Friedrich zu einem Jagdbesuch 'Aufenthalt nimmt, ist mit seinem bunten Wechsel von Wäldern, äuen und stehenden und fließenden Gewässern ein Paradies für Jager, wie es innerhalb der Grenzen von Europa, selbst Rußland acht ausgenommen, kein zweites gibt. Der ungeheure Besitz, der m dem von Donau und Drau gebildeten Winkel liegt imd am aeguemsten Don Eszek oder Monostor auf vorzüglichen Chausseen erreicht wird, nimmt ein Gebiet von 800 Quadratkilometern ein and wurde von Kaiser Leopold I. im Jahre 1699 nach Abschluß ^s Karlowitzer Friedens an seinen siegreichen Feld Herrn, Prinz rügen von Savoyen, als Dotation zur Belohnung für die von lhm bei Mohäcs und Zeuta über die Türken erfochtenen Siege verliehen. Das von Eugen 1707 erbaute feste Kastell, das noch heute besteht, legt mit seinen gewaltig dicken Mauern ein Zeugnis dafür ab, tote wenig sicher man sich damals noch in dem den Lurken abgerungenen Besitze fühlte. Zum Bewohnen ladet der oon einem breiten Wallgraben umgebene Bau nicht ein und der heutige Eigentümer empfängt seine Gäste in dem Dort ihm vor nnem Jahrzehnte neuerbauten Jagdschloß Körö-Erdö. Ms die oerrschaft nach dem Tode des kinderlosen Prinzen an die Krone lurückfiel, kam sie durch Kauf für einen Spottpreis an die mit dem Herzog Wert von Sachsen-Teschen vermahlte Erzherzogin Marie Christine, später an Erzherzog Karl, den Sieger von Aspern, dann an Erzherzog Albrecht, den Sieger von Novara and Custozza, und endlich nach dessen Tode an den derzeitigen- Ägentümer, der als langjähriger Kommandeur des Preßburger urmeetorps unter allen habsburgischen Prinzen am innigsten mit Ungarn verwachsen ist. Der landschaftliche Reiz des Jagdrevieres liegt in der mmdervollen Zusammenstimmung von Wasser und Land. Von ^lutzkorrektionen noch nicht merklich eingeengt, rollt der Donau- ttrom seine Wässer in träger Majestät durch die pannonische ^bene und hat sich im Lause der Jahrtausende bei den alljähr- ' - Aederkehrenden Frühjahrsüberschwemmungen neben dem öOO Jw 800 Meter breiten, von der Schiffahrt benutzten Hauptbette Olometerweit ins Vorland reichende Nebenläufe mit stagnierendem ürassep gegraben, zwischen denen, Has sumpfige Riedland! von gewesen sein, ein Künstler kann nie König fein, und wenn er ein König ist, wird er nie regieren können. Ich erinnere mich deutlich aller Momente unseres Beisammenseins. Spielten wir für ihn, dann saß er allein in der Loge, ganz ohne Begleitung. Wir wußten, daß wir für ihn allein spielten, aber da er meist nur das Drama verlangte, gelang es uns, ohne die äußeren Reflexe auszukommen. Beim Lustspiel wäre das weniger gut gegangen. Der Geschmack des Königs harmonierte nicht immer mit dem meinen. Er liebte Victor Hugo, wollte indes von Shakespeare nichts wissen. Auch Goethe galt ihm minder, nur der große, göttliche Schiller füllte sein Herz aus. Und nun denken Sie die Situation : der Vierwaldstätter See und die Tellsplatte, und all der Zauber der Schweiz. Und die große Einsamkeit, der herrliche Tag, die Bergesriesen, die im Wasser spiegeln. „Wollen Sie hier loslegen, Kainz V Und ich wollte, ich sprach eine Szene aus dem Dell, und ich sand in der Situation nicht das Extravagante, das man späterhin in ihr finden wollte. Aber so war der König immer, naiv und warm empfänglich; den Irren sah ich nie in ihm. Ihm war ich auch nie Kainz, sondern immer der Melchthal ober der, den ich eben darstellie. Er verwechselte die Rolle mit dem Künstler. So sagte er mir von einer Dame, die er nie persönlich kennen gelernt, sie könne gewiß keinen schlechten Charakter haben, und zwar deshalb, weil sie immer edle Rollen darstelle. Aehnlicheö sagte er mir auch von mir. Er war sehr reizbar und im allgemeinen durfte man in ihm nicht den König mit einem unzarten Wort verletzen. So sagte er mir eines» $age£ von Richard Wagner: „Ich kann nicht mit ihm verkehren, es ist zii schwer. Denken Sie, wenn er von seinen Feinden spricht, dann schlägt er mit der Faust aus den Tisch." Das sah nun Richard Wagner ähnlich. Aber dem König durfte man das nicht antun, da wurde er empfindlich, es schien ihm, daß man feinen hohen Stand, vergesse. Mir selbst roiberhtbr es, daß ich — allerdings auf zarte' Weise — daran erinnert wurde, daß ich das Allerhöchste Mißfallerr erregt hatte. Ich war eben einmal nervös gewesen, ich habe vielleicht seinen Ansichten widersprochen, denn am nächsten Tage las ick ein Schreiben des Königs an seinen Sekretär über mich das den Passus enthielt: „Man muß Rücksicht mit ihm haben und iha so behandeln wie einen teuren Kranken." In späteren Jahren fiel mir der Brief wieder ein und meine Antwort, die ich damals leider prophetisch dem Sekretär gab: „Ich weiß nicht, wer von uns beiden der teure Kranke ist, der König oder ich!" einer an die indischen Dschungel gemahnenden Vegetation bedeckt ist. Nur ein Fünftel des ganzen Areals ist durch feind natürliche, hohe Lage überschwemmungsfrei, 30 Prozent sind durch den vier Meilen langen Mbrechtsdamm der Ueberflutung entzogen, der Rest aber, also beinahe die Hälfte des Garden, steht vom Beginn des Eisganges im Frühjahr lange Wochen unter Wasser. Aus diesem Grunde steht unter dem Wilde hinsichtlich seiner Häufigkeit das Wasserwilö an erster Stelle. Zahlreiche Arten von Möwen, Tauchern, Sturmvögeln, Jbffsen, Seeschwalben, Kormoranen, Höckerschwan, Graugans, Polargans uub Singschwan und tausende von Vertretern der artenreichen Entensippe bevölkern das Schilf und die Wasserflächen, wächrend die Raubgesellen unter dem Flugwild, Störche, Reiher, Rohrdommeln, Strandläufer, Adler, Weihe und Milane in starken Kolonien horsten und nisten. Als Paradestück des Reviers, das dem Kaiser vorgeführt wird, gilt mit Recht der großartige Bestand an Edelhirschen, die kaum tausend Schritt vom Schloß in Rudeln von 50 und mehr Stück äsen und int Feist ein Gewicht von 300 Kilogramm erreichen. Die Brunstzeit der Hirsche, die meist schon im Februar abwerfen und bis Mitte Juli ausgefegt haben, beginnt hier schon im August, erreicht ihren Höhepunkt in der Zett vom 5. bis 22. September, findet ihr Ende aber zuweilen erst im November. Die Wildschweine, die erst 1785 zur Akklimatisation ausgesetzt wurden, haben sich mit den überall aus den Dörfern auf Eichelmast im Walde umherschweifenden zahmen Schweinen zu einer höchst eigenartigen Bastardrasse vermischt, die an Wildheit den Schwarzkitteln mit reinem Stammbaum nichts nachgibt. Wölfe und Luchse sind selten geworden, auch der emst hier heimische Goldschakal soll nur noch ausnahmsweise aiu zutreffen fein; dagegen tritt der Fischotter noch so zahlreich auf tote kaum anderswo in Europa. Der Fischreichtum, der die Märkte von Wien und Budapest.versorgt, ist fast unerschöpflich. Allein in dem freilich auch sehr großen Kopacser Teiche werden gelegentlich der bei Niedrigwasser periodisch vorgenommenen ^Abfischungen an einem Tage 900 bis 1100 Zentner Fische in den Netzen gefangen. ♦ — Kainz und Ludwig II. Einern Wiener Schriftsteller gegenüber äußerte sich einmal Kainz über den Bauernkönig in folgender Weste: „Er war ein prunkliebender, künstlerisch angelegter Fürst, selbst ein Künstler. DaL aber mag fein Unglück In seiner Erwiderung verwies der Minister darauf, daß schon durch Erlaß an die preußischen Landwirtschafts- kammeru vom 27. Juli unter Bezugnahme auf die Ergebnisse der Viehzählung vom 1. Dezember 1909 eingehend die Maßnahmen empfohlen wurden, die die weitere Hebung der inländischen Vieherzeugung und eine größere Stetigkeit in der Beschickung der Viehmärkte herbeizuführen bezweckten; es wurde dabei besonders die Notwendigkeit betont, die Fleischversorgung auch fernerhin nach Möglichkeit unabhängig vom Auslande zu gestalten und deshalb unter allen Umständen auf solche Maßregeln zu verzichten, welche der gegenwärtigen Fleischteuerung voraussichtlich nicht wesentlich abhelfen, wohl aber die inländische Vieherzeugung gefährden und herabmindern würden. Aus diesem Grunde glaubte der Minister die weitere Erleichterung derEinfuhr von Nutz- und Schlachtvieh auch deshalb nicht in Aussicht stellen zu können, weil der Viehstand sowohl, wie die Höhe der Biehprerss in den für die Einfuhr in Betracht kommenden Länder eine erhebliche Vermehrung der Einfuhr nicht erhoffen lassen. Von der zollfreien Einfuhr von Futtermitteln, die zudem mit Rücksicht aus die Reichssinanzen kaum ausführbar erscheine, sei eine Besserung um so weniger zu erhoffen, weil Futtermangel gegenwärtig nicht vorhanden sei, im Gegenteil, der reichliche Futtervorrat zum Teil eine schwächere Beschickung der Rindviehmärkte herbeigeführt habe. Die Herabsetzung der Viehtarife auf die Hälfte der geltenden Sätze, bei welcher die Bahnen ohne erhebliche Zubuße nicht mehr befördern könnten, würden den Preis für ein Kilogramm Fleisch nur um etwa einen Pfennig verbilligen. _ Die Prüfung der Frage, ob eine Herabsetzung der Schlachthofsgebühren zu erreichen und eine Verbilligung der Fleischbeschau zu ermöglichen sei, wurde seitens des Ministers bereitwilligst zugesagt, dabei aber der Befürchtung Ausdruck gegeben, daß auch diese Maßnahmen, wie die Aufhebung der Schlachtsteuer in verschiedenen Städten beweise, eine Mnderung der Fleischpreise kaum zur Folge haben werde. Im Laufe der Unterredung wurde verschiedentlich hervorgehoben, daß der reichliche Vorrat an schlachtfähig ew Schweinen und auch die Zunahme der Zufuhr von Ochsen und Rindern aus den meisten Märkten schon für? die nächste Zeit einen Rückgang der Vieh preise erwarten lasse. Wenn auch die greife für Kälber; und Rinder toten Höchststand von 1906 an manchen Orten überschritten hätten, so sei doch ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem Jahre 1906 darin zu erblicken, daß Mangel anSchweineu nicht vorhanden und der Preis für diese auch in mäßigen Grenzen geblieben sei. lieber 50 Prozent der Fleischbedarfs in Deutschland, und zwar gerade der Konsum der ärmeren Bevölkerung, werde durch Schweinefleisch gedeckt; es sei deshalb auch nicht gerecht- ferttgt, von einer Fleischnot und davon zu reden, daß die Fleischversorgung der arbeitenden Bevölkerung zurzeit in Frage gestellt sei. Das ergebe sich auch aus der Tatsache, daß der Fleischkonsum auf den Kopf der Bevölkerung nicht zurückgegangen ist, sondern gegen die Vorjahre noch eine Steigerung erfahren hat. Der Minister erklärte schließlich, daß er eventuell weitere Maßnahmen ins Auge fassen werde; er könne aber auch für diesen Fall in erster Linie nur eine Erleichterung der Fleisch ein fuhr, die übrigens schon jetzt keineswegs unbedeutend sei, in Aussicht stellen. Apolitische Tcrgesscharr. Die Abschiedsrede des Fürsten Radolin. Es ist aufgefallen, daß der scheidende deutsche Botschafter in Paris, Fürst Radolin, bei dem ihm zu Ehren veranstalteten Abschiedsbankett der dortigen deutschen Kolonie in seinem Trinkspruch Worte gebrauchte, die das bei solchen Anlässen gewohnte Herkommen zu überschretten schienen. Die Ansprache hatte nach dem ,Fok.-Anz." folgenden Wortlaut: „Im Innersten bewegt durch Ihre so überaus gütige Würdigung meiner Wirksamkeit gebe ich Ihnen die Versicherung, daß td) bis zum letzten Atemzuge der kostbaren Sympathicbeweist, die ich von der deutschen Kolonie vom ersten Tage an bis zu diesem heutigen Abend erhielt, dankbar eingedenk fein werte. Ich kann und will tS Ihnen nicht verhehlen, daß das Scheiden aus diesem mir so überaus lieb gewordenen, Wirkungskreife mir außerordentlich schwer fällt, daß ich gern noch eine Zeitlang dazu beigetragen hätte, die mir durch die französische Regierung so sehr erleichterte Ausgabe zu fördern, nämlich die, die deutsch-französischen Beziehungen immer . soeunteicher zu gestalten. Was ich während der Ministerzeit Rouviers und dessen Nachfolgers, Herrn Pichon, nach bestem Wissen und Können im Interesse unseres Vaterlandes geleistet bäte, wissen Sie alle. Es sollte mir nicht vergönnt, sein, jene wertvollen Beziehungen im persönlichen Verkehr fort» zusetzen, da meine Ersetzung auf dem Pariser Posten in einem Augenblick erfolgte, da ich ihn noch nicht erwartete. Mit ungebrochener Kraft verlasse ich das schöne Paris, und ohne Neid und Eifersucht wünsche ich meinem Nachfolger die allerbesten Erfolge, weil mir das Interesse Deutschlands über alles geht. (Großer Beifall.) Ich aber hoffe und, wünsche, daß es mir noch vergönnt fein möge, für Kaiser und 'Ueüb meine ungebrochene Kraft einzusetzen, wo ‘immer es meinem allergnädigsten Kaiser und Herrn gefallen könnte, nrir hierzu Gelegenheit zu geben." Von großen Verdiensten des Fürsten Radolin, die er sich :n Paris für das Deutsche Reich erworben habe, kam: kaum )ie Rede sein, wenn er auch an dem schwankenden Verhalten )er deutschen Polittk Frankreich gegenüber nur zum Teil chuld gewesen fern mag. Leider tritt an seine Stelle kein Rann, von dem man mehr und Besseres erwarten könnte, inb man hat von Neuem den Eindruck erhalten, als habe ' ediglich Hofgunst den seit langer Zeit durchsichtigen Wunsch des Herrn von Schoen erfüllt. * Sine Denkschrift der Palästiuadeutschen an das Auswärtige Amt. Im Namen der deutschen Kolonien 5Mfa, Karmelheim, stceu-Hardhof, Bethlehem und Waldheim hack der erwetterte Gemeind erat von Haifa am 20. August eine Denkschrift über ne gegenwärtige Lage der Palästinadeutschen an den Staats* ekretär des Aeußeren, Herrn von Kiderlen-Waechter, in 5ertin gesandt: Die Denkschrift bespricht zunächst das geschichttiche Entstehen )er deutschen Kolonien, die, sich aus Heinen Anfängen heraus mtwickelnd, jetzt etwa 3000 Seelen zählen, deren Besitz an Grund xnb Boten und Betriebskapital mit etwa 40 Mill. Fr zu be- oerten sein dürste. Ihren Wohlstand verdanken diese Palästina- )emschen einzig und allein ihrer eigenen mühevollen Arbeit, yurd) die sie zum Vorbilde für die Bewohner Pa- äftinas geworden sind, sich aber auch deren Neid zu- ;ezogen haben, der sich durch lieberfälle, Grenzverletzungen, Flur- chäten und unaufhörliche Diebstähle bemerkbar macht Trotz wer energischen UMerstützungen der Klagen seitens der deutschen Eochul ar Vertretung bei den türkischen Lokalbehörden werten die Nissetäter in den meisten Fällen nicht bestraft, häufig dagegen )ie deutschen Kläger von den türkischen Gerichten auf Grund al schon Zeugnisses verfolgt. Die vor vier Jahren mgefauften Ländereien in Bethlehem und Waldheim sind bis ,-eute noch mcht grundbuchlich auf die Ansiedler überschrieben, ne infolgedessen ewigen Gr en z str e iti g kei ten und Rä u- i er ei en ausgesetzt sind. Die Denkschrift gibt bann eine genaue _ Darstellung von ter Ermordung Fritz Ungers und der oorgänge seit diesem Vorfall. Sie beschwert sich über den Wali, *r zwar dem Vizekonsul strengste Untersuchung versprochen hat, nrgegen untätig geblieben ist. Dagegen ließ ter Strafrichter Man Bei in ter arabischen Zeitung „Karmel" einen längeren schmäh- und Hetzartikel gegen die Deutschen und die Konsular- ^ertretung veröffentlichen, was der Beginn einer ganzen Reihe jerartiger Aufsätze in der arabischen Presse war. Obgleich der Nord vor den Augen des Staatsanwaltes und Untersuchungs- ckchters, in Gegenwart des teutfdjen Konsuls und feiner Beamten ^folgte, wird türkischerfeits versucht, die Untat als Totschlag Rnzustellen, der erst durch Zeugen bewiesen werden muß! So Zweites Blatt 160. Jahrgang Donnerstag IS. September 1910 aa Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchea S Ol ir WOW O r WW UU Z UniversÜäts.Buch. und Stemdruckereu General-Anzeiger str Gberheßen droht der Mord ungesühnt zu bleiben, und die Kolonisten kommen ui Gefahr, ter Willkür der Lokalbehörden und einer räuberischen Landbevölkerung wehrlos preisgegeben zu werben. Als Folge ter Haltung von Regierung und Gericht find bereits nach dem Morte in ter Kolonie Bethlehem ein bewaffneter Einbruch und zwei ähnliche Ueberfälle auf die Kolonie Waldheim vorgekommen. — -Am Schlüsse der Denkschrift wird die deutsche Regierung gebeten: „in Erwägung ziehen zu wollen, ob es nicht angebracht wäre, bei ter türkischen Regierung dahin zu wirken: 1. daß die Mörder des Fritz Unger zur Todesstrafe und die an dem Mord Beteiligten zu einer ihrer bestialischen Tat Angemessenen strengen Strafe verurteilt werden; 2. daß ter ihres Ernährers beraubten Witwe des Fritz Unger eine angemessene Geldentschädigung gezahlt werde, aus teren Rente sie standesgemäß leben und für ihr zu erwartendes Kind bis zur Volljährigkeit sorgen kann; 3. daß diese Entschädigung womöglich den Einwohnern des Ottes Tire auferlegt wird als Sühne für den von ihnen» allen geplanten und gutgeheißenen Mord an Fritz Unger." Unter Herrn v. Kiderlen-Waechter darf man ja die Hoffnung hegen, daß solche Notrufe deutscher Landsleute im Auslande nicht ungehört verschallen. Die Sortierung ties Zremtienvettehrs in Zrankreich. O Paris, 14. September. Die Förderung des Fremdenverkehrs nach österreichischem Muster ist nunmehr auf Grund eines Dekrets des Präsidenten der Republik, das im „Journal Ofsiciel" vom 13. September erscheint, durch die Schaffung des Office National du Tourisme endgültig organisiert. Bautenminister Millerand hatte im Laufe des vorigen Jahres eine Idee seines Vorgängers, des jetzigen Justi^- rninisters Ba r t h o u, wieder aufgegriffen und einen hohen Beamten feines Ministeriums zum Studium der amtlichen Förderung des Fremdenverkehrs in Oesterreich nach Wien geschickt und auf Grund der dort gesammelten Jnforma- ttonen vom Parlamente im Laufe der Budgetaussprache die Ermächttgung verlangt und erhalten, eine ähnliche Einrichtung auch in Frankreich zu schaffen. Dieses ist nunmehr geschehen. Nach dem Dekret hat das Office National du Tourisme die Aufgabe, „Auskünfte aller Art betreffend den Tourismus in allen seinen Formen zu sammeln und dem Publikum zur Verfügung zu stellen, sowie alle Mittel zu erforschen, die geeignet sind, den Tourismus zu entwickeln, alle Maßregeln zu veranlassen oder notwendigenfalls zu treffen, um die Bedingungen der Beförderung des Verkehrs und des Aufenthalts von Touristen zu verbessern". Mit der Verwaltung des Office ist-ein Ratvonneun Mitgliedern unter dem Vorsitze des Bautenministers betraut, von denen 3 Mitglieder, der Mrektor der Straßen und der Schiffahrt im Bautenministerium, der Direktor der Departemental-Verwaltung im Ministerium des Innern und der Direktor der Eisenbahnen im Bautenministerium dieser Körperschaft von Rechts wegen angehören, die sechs anderen Mitglieder werden von dem Bautenminister unter den besonders qualifizierten Persönlichkeiten gewählt. Es sind dieses: Staatsrat Häbrard de Villeneuve, Berge, Präsident des französischen Mpeii-Klub, Max Vincent und Auschor vom Touring Club, Chaix vom Automobile Club und Mauris, Direktor der Paris—Lyon—Mittelmeer-Bahn. Als beratende Körperschaft steht dem fOfice Nackional du Tourisme ein Ob errat für Fremdenverkehr, bestehend aus 50 Mitgliedern, zur Seite, dem auch die ge- nannten sechs Mitglieder des Verwaltungsrats angehören. Zum Direktor des neuen Amtes ist ein Chefingenieur des Bautenministeriums bestellt worden. Präsidenten bitte ich doch, die Meiirung der Versanunlung über diese Frage hier zu Worte kommen zu lassen, da ich die (5nU>’ ftndmtg habe, wenn über eine so wichtige Frage der Wunsch Inari) nori)maliger Erörterung besteht, man nicht mit Gründen der Geschäftsordnung diese Frage erledigen soll. Ich« bin ein Gegner der Todesstrafe und habe also kein sachliches Interesse an Inner noriimaligen Aussprache, aber ich meine, daß eine Abstimmung nötig ist. Professor Enneccerus (Marburg): ES handelt siri) um eine hochwichtige Frage unserer Gesri-äftSord- iiiiatfl, von der in vieler Beziehung die Nichtigkeit der Beschlüsse des Deutschen IuristenlageS abhängt. Ririüig ist, daß eine Anzahl Nebensragen gewissermaßen mit der Hauptfrage zur Bc> sprechung stehen. Es ist aber zweifelhaft, ob die einzelnen Fragen Inur im Zusam mau Haug berührt werden tonnen, oder ob sie einzeln zum Gegenstand einer ausführlichen Darlegung gemacht werden sollen. Iustizrat Hein ist (Berlin): Ich glaube, die Frage der Geschäftsordnung läßt siri) ririRig allgemein nicht erledigen. Nach meiner Ansicht ist die Frage der Todesstrafe, eine Frage für sich, und es wäre wohl möglich, sic allein und selbständig vor daS Plenum zu bringen. Geh. Iustizrat Brunner riristet hierauf an die Versamm- lung die Frage, ob sie es für zuläs,sig batte, die Frage der Todes- >ftrafe allein vor das Plenu)N zu bringen: die Versammlung spricht siri) dagegen aus. Im Auftrage der ersten Abteilung berichtet hierauf Professor ,Dr. Litten (Königsberg) über die Beschlüsse seiner Abteilung zu der Frage: „Empfehlen sich gesetzgeberische Maßnahmen, durch welche die Haftung b'c5 persönlichen Schuldners für den Hhpotl-ekenaussall beschränkt wird, meim der Gläubiger seine Hypothek nicht ausgeboten und das Oftrnndstück weit unter dem Werte erstanden hat?" Die Abteilung hatte nach längerer Erörterung beschlosst, die Angelegenheit bis zum nächsten Deutschen Iuristentage zu vertagen. Der Berichterstatter Prof. Litten führte hierzu aus: Der Beschluß bedeute eine Entsagung. Man meinte sogar, die Beratungen seien ausgelaufen wie das Hornberger Schießen. Aber ,hie wachsamen Leute in Hornberg hatten das Pulver vergessen, -bei uns war Munition reichlich vorlwnden, nur war das yi^t nicht nahe genug, um hoffen zu Töinien, daß nrir ins Schwarze! treffen würden. Auf dem nächsten Iuristentage hoffen wir dem ital)e zu sein. Exzellenz Klein (Wien) berichtete über die Frage: „Emp^ stehlt cs sich, s 0 z i al s S chu tz v o r s chrifte n in der Art der für die Handlungsgehilfen bestehenden für Private airgestellte überhaupt zu treffen?" Der Beschluß der Abteilung hierzu Inutel: „Die für Handlungsgehilfen bestehenden sozialen Schuh- Vorschriften sind als zwi)lgendes Neclst auf alle Privatangeste! lten auözudelmen, die höhere Dienste zu leisten haben Hierbei empfiehlt es sich, betreffs der Fürsorge für d-en Fall une verschuldeten Unglücks oder Erkrankung nn der Nichtanrechnung der Beträge festzuhalten, die dem Dienstnehmer für die Zeit seiner ^Verhinderung aus einer Kranken- oder Unfallversiche rung zrikommeu. Die Ausdehnimg der Vorsristiften des Han, delsgesehbuclws über die KonkurrcIrzklausel lvird mit dem Stör- behalte empfohlen, daß etlvaige Verbesserungen dieser Vorschriften sich auf alle int ersten Absatz bezeichneten Angestellten zu erstrecken haben. Die ständige Deputation wird ersucht, auf die Tagesordnung des nächsterr Jnristentages die Frage zu fetzen, nnlcbe sonstigen sozialen Schutzvorschriften gleichmäßig Ifür alle im erstell Absatz bezeiri)neten Privatangestellten zu treffen mären." Der Bericliterstatter Exzellenz Klein betont, der Beschluß be- Mite allerdings nur eine Etappe auf dem Wege zum Ziel einer einheitlichen Gesetzgebung für alle Privat an gestellten. lieber das folgende Thema: „Empfehlen siri) gesetzliche Vor- srin'isteu über i e d) l 1 i rt: e Stellung d e -> 7uuimelver- anögens" svracl) Professor Dr. Knoke (Königsberg). Der Beschluß der Abteilung erging befanntlid) dahin, daß sich solche kVorschriften für Deutschland nicht empfehlen, wohl aber ange>- jichts der besonderen Verhältnisse für Oesterreich. Damit war die Berichterstattung über die Arbeiten der ersten Abteilung erledigt. Für bi*e zweite Abteilung berichtete zunächst Landgerichtschirektor Degen (Leipzig) über die Beschlüffe zu dem Thema: Sondergerichte für Streitigkeiten auf dem Gelnete des gewerb- 2liri)en Neristes. Die Abteilung bat die Errichtung der Sonder- Igcririyte in einer kurzen Entschließung strikte abcielehnt. Geh. -Oberjustizrat Dr. Vier Haus (Breslau) berichtete Älber die Verhandlungen der Abteilung betreffend die Errichtung .eines deutschen Reichsverwaltnngsgerichts. Die Abteilung bnt die Frage durcl) Annahme folgenden Antrages von Professor Gierke und Iustizrat Wildhagen erledigt: „Es besteht ein Bedürfnis nach Schaffung einer reichs- rechtlich geordneten höchsten richterlichen Instanz für Ver- waltungSbt'anite, um die EinheiUichkeit der Anwendung des Reichsversiclycrungsrechits zu sicheni." * Hierauf nahm die Versammlung die Beschlüsse der wichtigsten dritten Abteilung entgegen, die siri) mit den Strafmitteln nach dem Vorenlnmrse zum deutschen Strafgesetzbuche beschäftigt batte. Hierzu lag ein Antrag vor, die gesamten Beschlüsse der Abteiluim nt der- Vollversammlung zu erörtern. Professor Liep mann (ÄFie-l) br'gri'lndete den Antrag wie folgt: Dio Mitglieder des Deutscl)en Juri strick ag es haben eine reiche Arbeit hinter sich und das berechtigte Bedürfnis, nacl) getanes Arbeit auszurulnrn. 9hm kommen wir als Störenfriede mit -unserem Antrag, her behauptet, daß eine ganze Rnhe von .Fragen hi der i'lbteilung nicht so behandelt worden ist, daß sich der Deutsche Iurisbentag bamit zufrieden geben könnte. Es sind fdtiocre innere Stnnmungen, die mich und die .ta bim eben Unter-*' zeichner des Antrages dazu bestimnit bähen. Die Abteilung halte dre Frage zu erörtern, die gegenwärtig im Mittelpunkte dcö iuristischen, politisriien und allgemeinen Interesses steht: In- wieiveit der Vorentwurf zum deutschen Strafgesetzbuch mit seiner Belyandlung und Durchführung der Straf art en Auerkeniuing findet. DaS Problem der Todesstrafe bat uns den. Anlaß gegeben, die Frage hier ausznrolleu. Die beiden ereilten haben reiche und glückliche Arbeit geleistet. Aber in einem Punkte wußten wir erkennen: Die Frage her Todesstrafe ist nicht so vorder ei td worden, mie sic es verdient hätte. In den Gutachten ist die Frage, ob die Todesstrafe prinzipiell in das neua Strafgesetzbuch ausgenommen werden soll, als eine Frage behandelt worden, über die man nicht mehr das Recht habe, zu diskutieren. Und von dem Referenten ist ebenso die Frage als eine fotebe bezeichnet worden, über deren prinzipielle Berechtigung man nicht mehr zu streiten habe. Es wurde als ein aussichtsloser Kampf bezeichnet, wetrn man diesen liegensinud uir Be>el>luß fassung bringe, weil es ausgeschlossen sei, daß die deutschen gierungen einem Entwürfe ihre Zustimmung geben würden, in dein trilunp, wie der andere Referent, HrnT 'Gel-eimrat Kahl, und .^""lssrfretär des Reiri-slustizamtes Dr. L i s e o sind einer l in la düng des Geheimen Oberregierungsrats th-obne gefolat, um öon der Beschäftigung von :iuchthaussträffingen im Freien Kennt- J ? *“ nFhnicn. Dieser Ausflug erschien den Herren von großer ^.ichligleit. Er ist also lediglich geschet-cn in dem Wunsche, in, Hela sich durch den Augenschein zu ilhmeigen, wie die Strafgefangenen im Freien beschäftigt werden. Den Antrag Liepmann bitte ich abz-ulehnen. Es ist der Abteilung keine Frage vorgelegt, sondern das Thema der Strafmittel. Vorsitzender Geheimrat Brunner: Wenn wir den Antrag Liepmann annehmen, müssen wir über alle Beschlüffe der Abteilung eine Entscheidung herbeiftthrcn. Ich frage, ob diese Beschlüsse der Versammlung vorgelegt werden sollen. Bei der A b st i m m u n g wird der Antrag LieMann mit 80 gegen 70 Stimmen abgelehnt. Hierauf berichtete Senatspräsident OlshaUsen über die Beschlüsse hinsichtlich der Todesstrafe. Der Vortragende erklärt himzu, der Vorentwurf schlage eine Ausdehnung bet Todesstrafe über das geltende Recht vor. Er habe dein zustimmen wollen, sei aber in her Abteilung unterlegen. Es folgen hie Wahlen in hie ständige Deputation. Gewählt werden: Geheimer Iustizrat Brunner (Berlin), Oberlandesgerichtspräsident v. Call (Innsbruck), Oberlandesgerichts- präsident Dr. Dörner (Karlsruhe), Professor Dr. Gierke (Berlin), Professor Dr. Hanausek (Graz), Geheimer Iustizrat Dr. Kahl (Berlin), Staatsminister Exzellenz Klein (Wien), Justizrat Dr. Neumami (Berlin), Senatspräsident Dr. Olshausen (Leipzig), Geheimrat Dr. Pappenheim (Kiel), Bankdireltor Frhr. v. Pech- manu (München), Staatsminister Sri;midtlin (Stuttgart), Land- gerichtäpräsident v. Staff (Breslau), Professor Dr. Thomsen (Münster), Oberlanhesgerichtspräsident Professor Dr. Bierhaus (Breslau), Justizrat Dr. Wildhagen (Leipzig). Sodann erstattete Geheimrat Dr. R i e ß e r (Berlin) den Kassenbericht. Im Auftrage her ständigen Deputation bringt Siaatsministerl Exzellenz Klein (Wien) das Wohnungsproblem zur Sprache. Das Problem berühre Hauptsäc1)lich die Verwaltung, Volkswirte und Techniker. Der Jurist sei ziemlicl) in den Hintergrund getreten. Dennori) müsse auch der Jurist siri) mit der Frage, beschäftigen, denn auch das Rerist komme hier in Betrariiit. Es sei deshalb Pflicht des Juristentages, auch der Wohnnngsfrage feilt Augenmerk zuzuwenden. Die ständige Deputation hat daher beschlossen, sicl) an die Meistinteressierten, die Kreditinstitute und Kommunalverwaltungen zu wenden und sie um Ueberlassung des von ihnen gesammelten Materials zu bitten. Es ist damit noch niri)t gesagt, daß der eine oder andere Punkt schon auf das Programm des nächsten Juristentages gesetzt wird, aber man muß die Frage im Ange behalten. Der Vorsitzende Geheimrat Brünner dankt zum Schluß her Stadt Danzig, bereit gastfreundliche Aufnalnne allen Teilnehmern der Tagung in unvergeßlicher Erinnerung bleiben werde. Für den Nachmittag war eine Fahrt nach her Marienburg in Aussicht genommen, sie unterblieb aber wegen der Choleragcjahir. Dafür fand eine Fahrt nach Hela statt. Aus Stadt und Land. Gießen, 15. Sept. 1910. Bom Manöver. Sehr intcreffant gestaltete siri) gestern der fotoeite Tcig des preußischen Diviswnsmanövers. Namentlich gilt dies von der aus Grünberg anrürienden und bei Merlot: an- areifenden roten Armee. Sie fyatte heute östlich von Grünberg in Biwak gelegen; es war naiß und kalt. Bei Nacht und Nebel marscifterten die Regimenter über Lehnheim gegen Station Mücke vor. .Hier war der blaue Gegner gemeldet, ber seine Biwaks bei Ober-Ohmen und Ruppertenrod ver- assen und sich im Burgwald, östlich Mücke, eiugeuistet hotte. Gegen 11 111)r war der Aufmarsch beendet und von beiden Seiten erfolgten die Angriffe. Die Roten überschritten riftießlicl; die oberhessisriw Bahn und den Seemenbach und vertrieben den Gegner (80er und 81er) in den Bnrgwald. Um IV» Uhr wurde der Kampf abgebrochen und die Truppen rückten in die Quartiere um Grünb'.n:g, Ettingshausen, Rup- lertenrod, Mücke, Reiskirchen und Lumda. Nur einige Kompagnien blieben bis 6 llhr auf Vorposteir. Donnerstag ist Ruhetag, und Freitag geht cs gegen .Hungen und Ber tadt in die Wcttcrau. Der Div'isi'onsstab kommt noch Hungen. In den Proviantämtern und den Korpsbäcke- reien zu Grünberg imb Lauterbach herrscht rege Tätigkeit. In Grünberg iverben täglich 2600 Dreipfünder gebacken. Donnerstag tritt in Grünberg auch die Feldschlärifterei in Tätigkeit. — Vorzüglicl) aufgehoben sind die heffischen Soldaten im Fulder Land tmd der Rhön, die jo als be- onders gastfreundlich gilt. Es gibt hier Orte, die sri>on ange keiire Soldaten gesehen hoben. Mittwoch begann hier der ,,^-rieg" innerhalb der Division. Führer der 49. Brigade (rote Partei) war Oberst v. Eßel. Sie rückte gus Fulda westivärts. Die 50. Brigade (blaue Partei) 117. und 118er, verließ unter dem Oberbefehl des Generalmajors Grumbkow .Herbstein, und an der Kreisgrenze Lauter- bach-^Fulda erfolgte der Zusammenstoß. Wends bezogen )ie 115er nnd 1. und 3. Bataillon 116er bei Weidenau— Hauswurz Biwal, die 168er kamen ins Quartier in Freien- teinqu—Obermvos. Von der 50. Bngade bezog das Regiment 117 bei Altenschlirf, Mösberts Biwak, die 118er kamen ins Quartier nach Jlbeshaitsen—Herbstein, die Fußartillerie kam nach Rixfeld. Donnerstag und Freitag ist wieder Biwak; die berittenen Truppen kommen in enge Quartiere. Im diesjährigen Manöver erregen besondere Aufmerk- ämkeit die Beob a ch t u n gs wag en. Es sind dies vier- pännige Wagen, von denen je einer in zeder Batterie mitgeführt wird. Aeußerlich den Protzen ähnlich, enthalten diese Wasjen eine Beobachtungsleiter, die etum zwei Meter und herüber hoch gestellt werden kann. Wie die 0)eschütze, so trägt auri) diese Leiter einen schrapnellsicheren Schild, der den auf einem Fahrradsottel sitzenden Beobachter chützt. Der Wagen enthält ferner ein Scherenfernrohr, das an die Leiter angeschraubt wird. So bietet diese Leiter einen trefflichen Beobachtungsstand der Geschoßlvirkung. •• Veränderungen im 18. Armeekorps. Hupe, Oberlt. im 5. Großh. Hess. Jns.-Regt. Nr. 168, vom 22. Sep- ember bis 30. Oktober 1910 zur Dienstleistung bei ber Inf.- Schießschule kommandiert. Paschen, Rittm. und Komp.- Ches im Großh. Hess. Train-Bat. Nr. 18, zum Stabe beS Garbe-Train-BatS., Hoegner, Rittm. unb Adjutant her 4. Train-Direktion, als Komp.-Ches in daS Großh. Hess. Train- Bat. Nr. 18 — versetzt. ** Signaleinrichtungen der preußische hessischen Staatsbahnen. Demnächst werden im> Tveüßischen Eiserchahnministerium Beratungen über die Signalcänrichtungen der prenßisri)-hessischen 'Staatsbahnen tcittfinbcH. Der Verband Koni gl. preußischer und Groß-- Herzogs, hessischer Lokonrotivführer in Köln hat auf er-i gcmgene Aufforderung dem preußisri)en Minister der öffent-" iri>en Arbeiten Vertrauensmänner her Lokomotivführer namhaft gemacht, die an diesen Beratungen teilnehmen ollen. Kürzlich ist vom Eisenbahnminister angeordnet tvorbeit, daß zur Prüfung der Zweckmäßigkeit und guten Erkennbarkeit der Signale'in jedem Jahre eine Signal^ chau vorzunehmen sei, zu der ebenfalls Lokomotivführer herangezogen werden. Durch diese Maßnahmen sollen die im praktischen Dienste gewonnenen Erfahrungetl nutzbar gemacht und den Lokomotivführern hierdurch in erhöhtem Maße Gelegenheit gegeben werden, ihre bisher auf dem D.ieusllvege bckauutgeLebenen Wünsche crmi achtes- * Der schnell st edeutsche Amerikadampfer dürfte das Schiff „Kronprinzessin Cecilie" sein. Nach einer uns zugegangenen Depesche aus Bremen traf der Schnelldampfer am Montag um Mitternacht nach einer glänzenden Reise in New- pork ein. Der Dampfer legte die 3049 Seemeilen lange Strecke von Cherbourg bis Ambrose Channel Feuerschiff in fünf Tagen, zehn Stunden, 23 Minuten mit 23,39 Seemeilen Durchschnitts- geschwindigkcit zurück. Das ist die beste bisher von einem deutschen Dampfer erreichte Leistung in Zeit u. Geschwindigkeit. Am 12. Sept, erreichte der Dampfer eine bislang von deutschen Schiffen unübertroffene Tagesleistung von 610 Seemeilen. Das bislang beste Resultat erzielte der Schnelldampfer „Kaiser Wilhelm II." des Lloyd mit 605 Seemeilen im Mai ds. Js. * Enfant terrible! Es gibt große Tischgesellschaft, und Marianne wird vorher ost und eindringlich ermahnt, sich manierlich und bescheiden zu benehmen. Bis zum Schluß der Tafel geht auch alles gut, Marianne spricht wenig und ißt viel, und schließlich verschwindet sic. 9?ad) fünf Minuten erscheint sie bedeutend fröhlicher wieder und sagt zur staunenden Tischgesellschaft: „Alle Knöpfe hab' ick) offen." Handel. •• Konkurse in Hessen. Ueber den Nachlaß der am 13. Juni l. I. zu Mainz- 9)! ombach verlebten und allda wohnhaft gewesenen Anna Maria geb. Petry, Witwe erster Ehe von Veith Reitz III. und Witwe zweiter Ebe voll Georg Hertz er II. von da, wurde am 9. Sept, das Konkursverfahren eröffnet. Anwaltsbureauvorsteher S ch ll in in in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen sind bis zum 30. September bei denr Amtsgericht Mainz anzumelben. — Ueber das Vermögen des Kolonialwarenhäildlers Gustav Firch, Rheinisches Konsumhaus in Mainz, wurde am 10. Sept, das Konkursverfahren eröffnet. Anwaltsbureauvorsteher Nikolai in Mainz wurde zuln Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen sind bis zmll 1. Okt. bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — Ueber das Vermögen des Landwirts Johann Georg Doll in Schwabe n- h e i m an der Selz wurde ain 7. Sept, das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Reidel in Ober-Ingelheim wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen sind bis zum 5. Oktober bei dem Amtsgericht Ober-Ingelheim anzumelden. — Ueber ben Nachlaß des am 10. Januar zu Elmshausen ver- slorbenen Müllers Adam Eck III., wohnhaft gewesen zu Heppenheim a. d. B., wurde am 9. Sept, das Konkursverfahren eröffnet, da der Nachlaß überschuldet ist und die Konkurseröffllung von dem Pfleger der minderjährigeil Abkömmlinge des Jakob Eck IIL als Miterben beantragt luorbeit ist. Rechtsanwalt und Notar Dr. Metz iil Hevvenbeim imirbe zum Konkursverwalter ernannt. Konkurssorderungen sind bis zum 31. Okt. bei dem Amtsgericht Lorsch anzumelden. Markte. Gießen, 15. Sept. Marktbericht. Auf heutigem Wocben- markte kostete: Butter pr. Psd. 1.20—1.30 Alk., Hühnereier 1 St. 8—9 Pfg., Enteneier 1 Stück 0 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käsematte pr. St. 5—6 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Mk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk., Hahnen vr. Stück 0,80—1,80 Akk., Enten vr. Stück 1,80—2,20 Mk., Ochsenfleisch pr. Psd. 84—92 Pfg., Rindsieisch pr. Pfund 80—84 Pfg?, Kubfleisch 70 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—96 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 86—88 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfb. 60—84 Pfg. Kartoffeln (neue) pr. 100 Kg. 7.00 bis 8.00 Alk., Zwiebeln per Ztr. 6,00—8,00 Alk., Milch ver Liter 20 Pfg., Birnen per Psd. 8 bis 12 Pfg., Aepsel per Psd. 6 bis 12 Pfg., Zwetschen per Psd. 15 Pfg., Nüsse 100 Stück 50 bis 00 Pfg., per Ztr. 0—00 Alk., Bohnen per Psd. 14—00 Pfg., Weißkraut das Stück 20-30 Pfg. Marktzeit von 8—2 Uhr. th. Gießen, 14. Sept. Der heutige Schweine markt hatte einen Vorrat von etwa 300 Stück Ferkeln und Läufern. Ter Handel' war unbedeutend. Die Händler konnten ihre Ware nicht absetzen, weil es an Kundschaft fehlte. Die Züchter, die mehr wie ’/3 des Vorrats an den Markt gebracht hatten, verkauften die Tiere zu sehr billigen Preisen, um sie nicht wieder mit nach Haus nehmen zu müssen. Eine Norm für die Preisbildung der Ware war nicht zu sinden. — Fette Schweine, an denen zurzeit in der Gegend kein Akangel ist, werden mit 66—68 Mk. der Zentner Schlachtgewicht bezahlt. Limburg a. d. Lahn, 14. Sept. Fruch tmarkt. Durchschnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 17,00 Mk., weißer Weizen (angebaute Fremdsorte) 16,50 Alk., Korn 10,65 Mk., Gerste: Futtergerste 0,00 Akk., Braugerste 00,00 Mk.. Haier, alter, 7,50 Akk., neuer 7,00 Mk., Erbsen 0,00 Alk., Kartoffeln 5,00-6,00 Akk. fc. Frankfurt a.M. Vieh Hof-Marktbericht vom 15.Sept. Auftrieb: 124 Rinder, darunter 12 Ochsen, 3 Bullen, 109 Kühe, 780 Kälber, 181 Schafe, 756 Schweine, 0 Ziegen. Tendenz: Kälber, Schafe und Schweine ruhig, ausverkaust. Preis pro 100Pfd. Lebend- Schlachtgewicht Kälber. Mk. Mk. Feinste Mast-(Vollmilchmast) u. beste Saugkälber 60—64 100—107 Mittlere Mast- und gute Saugkälber .... 55—59 93—100 Geringere Saugkälber......... 50—54 85—92 Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . 37—00 77—78 Aeltere Masthammel und gut genährte Schafe 30—00 63—00 Schweine. Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht ........ 55.50—57.00 69.00—71.00 Vollfleischige Schweine über 2'/, Zentner Lebendgewicht........ 55.00—57.50 69.00—71.00 Fettschweine über 3 Ztr.Lebendgew. . 55.00—57.50 72.00—74.00 Fleischige Schweine....... 55.50—57.00 71.00—73.00 Meteorologische veobachtungen der Station Gießen. •ol ’S Sept. Wetter 1910 Bed. Himmel Sonnenschein Niederschlag: — 0,6 mm. 10 10 0 bis 14. „ 14. Septbr. = -s- 15,1 e0. , = 4- 10,3 °G. Höchste Temperatur am Niedrigste „ , 13. 13. ~ .5 2 £ 12J i 8 14. 2" 748,4 14,4 11.1 92 W 2 14. 9“ 748,7 15,1 12,4 97 NE 2 15. "I 749,1 11,7 9,4 93 NE 2 Kirchliche Nachrichten» 3sraeütiid)e ReligionsgemeinOe. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlages Samstag den 17. September 1910: Vorabend: 6.15 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Nachmittags: 4.00 Uhr. Schrifterkläruug. Sabbatausgang: 7.25 Uhr. Israelitische Neligionsgesellschast. Gottesdienst. Sabdatteter am 17. September 1910: Freitag abend 6.10 Uhr. Samstag vormittag 8.00 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. Sabbat-Ausgang 7.25 Uhr. Wochengottesdienst: Morgens 6.30 Uhr, abends 6.00 Uhr. <*. Ilenneberg, Zürich Direkte Bezugsquelle von Seidenstoffen jeder Arl Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! (D6/j Gibt es für Kinder im LVntHsrnrn wohl etwas besseres als Wondamin.MirchPuddmg mit gedämpften Früchten? Frisches Obst gedämpft oder geschmort ist sehr zuträglich, der Mondamin- Pudding gibt den Nährwert dazu und macht daraus eine delikate Mahlzeit. Auch Erwachsene werden die erfrischenden Speisen nicht verschmähen. BENZ \ AUTOMOBILE Tourenwagen - Stadtwagen - Kleine Wagen Lastwagen - Omnibusse - Geschäftswagen Bootsmotoren - Luftschiff- und Flugmotoren. BENZ & Cie* Rheinische Gasmotoren - Fabrik Aktiengesellschaft • Mannheim R. Spitzner L Cie., Frankfurt a. M., Opernplatz 2. ssa/5] Auch ohne jeden Zusatz von Bohnenkaffee ist Kardinal-Mnlzkaflee ein vorzügliches, würziges und wohlschmeckendes Getränk. Er ist überall zu haben. 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ZllderPmlltklllgesche des Peter Kronenberg, Gießen, Privatklägers, gegen den Johannes Cüsters, Gießen, Angeklagten» wegen Beleidigung hat das Großherzogl. Schöffen-» gericht in Gießen am 14. Juni 1910 für Recht erkannt: Der Angeklagte Johannes Güsters, Gießen, geboren zu Münster in Westfalen am 6. Februar 1866, katholisch, verheiratet, ist schuldig der Beleidigung im Sinne der §§ 185, 186, 200 Str. G. B. und wird deshalb in eine Geldstrafe von 60 Mk., die im Falle der Uneinbringlichkeit mit zwölf Tagen Gefängnis zu verbüßen ist, und in die Kosten des Verfahrens, einschließlich der dem Privatkläger erwachsenen notwendigen Auslagen, verurteilt. Zugleich wird dem Privatkläger die Befugnis zugespro- chen, die Verurteilung des Angeklagten auf dessen Kosten durch einmaliges Einrücken des UrteilStenorS in den Gießener Anzeiger innerhalb 8 Tagen von Zustellung eines Urteilsauszugs öffentlich bekannt zu machen. Die Richtigkeit der Abschrift der Urteilsformel wird beglaubigt und die Vollstreckbarkeit des Urteils bescheinigt. Gießen, den 6. Sept. 1910. gez.: Bühner, Gerichts|hreiber des Großhzgl. Amtsgerichts. Für die Abschrift: PeterS, Rechtsanwalt. (D‘% gebildete KlMnlehrem erteilt gründlichen Unterricht. Schriftl. Angebote unter 07617 an den Gietzener Anzeiger erb. Anton Albert | MmlemejtWniss Juna. Hausbursche per 1, Ätober gesucht. [4985 Fakob MaternuS, Ecke Klinik- und Franks. Straße. Junger, sauberer Hausbursche zum Austragen gesucht. (5008 Seltersweg 23, Laden. .Legen sofortige 'VVSJIIUIIJ Vergütung mr em Engros- u. Detailgeschäft gesucht. Schr. Meldungen nebst Lebenslauf unt 07569 an den Gietzener Anzeiger erb. At. Wchen welch, bürgert kochen kann, für Küche u. Hausarbeit bei hohem Lohn gesucht Ausstugsort Liebigsyöye, 4992] ~ Gießen.____________ Fräulein, die in Buchführung und Maschinennähen bewand, ist, wird für dauernd gesucht. Schriftl. 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Badische Anleihe v. 1901 unk. 1909 . do. do. von 1892 u. 94 . . do. do. v. 1902 unk. b. 1910 . do. do. v. 1896 Bayr. E.-B.-Anl. unk. b. 1906 . . . do. E.-B. u. Mg. Anl do. Landeskultur-Rente do E.-B.-Anl Bremer St.-Anl. v. 1888, 92, 99 . . do. do. v. 1896 unk. 1912 do. do. v. 1902 unk. b. 1912 Hamburger St.-Anl. amrt. 1900 u. 1909 . do do. bo. 0.1887,91,93,99 do' do. do. v.1886,97,1902 Hcsiische St.-Anl. v. 1899 do. o. 1906 ..... do. Anl. abgest do. do do. do Sächsische Rente Württembg. v. 1907 do. v. 1875—80 abgest. . do. v. 1900 do. v. 1903 do. v. 1896 92.25 83.10 92.30 83.20 100.80 92.20 91.60 85.50 101.20 91.30 82*50 101’10 100.75 100.60 90.80 90.80 80.10 83— 101.75 92.60 91.40 91.60 83.40 b. Ausländische. I. Europäische. 4 4 öfl.G. M. 57* 3 ' Kr. M. Fr. Lire ö.fl. öfl'G Kr. 4% Bosnien u. Hercegov.v. 1902 unk. 1913 4 do. do. 5 Bulgar. Tab. Anl. v. 1902 i. 0». . 1-/ Griech. E.-B. v. 1890 steuerfr. . do. Monopol-Anl. v. 1887 . . 4 Jtaüenische Rente . . . . - • 27 do. do i. G..... 47 Oest. Silber-Rente...... 47 do. Papier-Rente - do. Gold-Rente ...... do. einheitl. Rente (conv.) . . . 4 do. Staats-Rente . . . . . 4 Oest E.-B. §t. Sch.-Versch. (conv. Elisab. Obl.) L G. steuerfr. . . Ri/ Oeli E-B. St. Sch.-Versch. (conv. Franz-Josef) i. Silb. steuerfr. . ö.fl. q Oesterr. Lokalb. (verstaatl.) . Kr. do E.-B. St. Sch.-Versch. (abgest. Elisab.-A.) L steuerfr. Pp. . Portua. unifiz. v. 1902 Ser. I unifiz.v.l902Ser.III . M. do. Lstr. v. 1897 steuerfr. do. M. (Eisern Tor) Gold stfr. . 4 5 4 4 4 47, 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 37, 3 do. do. do. Spez. . i. amort. do. do. amort. amort. Rente Rente do. Rente Rente 1881/88,92,93 t. G. v. 1903 i. G. v. 1891 v. 1894 . . v. 1898 . do. Rumän. do. do. do. M. Kr. 37.o d°. 4 do. 37, do. do. do. do. do. Fr- M. Pes. Lstr. M. Nuss'. StaatSanl. v. 1905 .. . • „ Consolid.-Anl. v. 1880 . . „ Gold-Anl. v. 1889 .... „ Tons. E. B. Ser. I n. II 89 , Gold-Anl. Em. III v. 1890 . „ StaatS-Rente v. 1894 . alt.Kr.Rbl. do. v. 1902 steuerfr. M. do. Bagdad-Bahn . . Ungarische Gold-Rente 2025r StaatS-Rente . , Gold-Anl. v. 1894 steuerfr. do. v. 1896 steuerfr. 37, Schwedische v. 1880 abgest. . . . Zii do. v. isyu .... 37, Schweiz. Ei'dg. (A.-G.) unk b. 1*91'1 4 Serb. amort. . 1895 (405) 4 Span. ausl. Rente v. 1882 abgest. 37, Türk.-Egypt. Tribut Türken v. 1890 do. v. 1903 steuerfr. . . . do. conv. v. 1903 101.40 47.60 47.30 97.25 97.40 98.80 93.30 94.40 116.50 66.70 69.25 11.70 91.60 101.90 92.10 90.90 90.60 100.20 92.— 93*50 92.60 93*25 85— 98— 87.40 93.80 86.40 94.10 91.90 80.80 76.50 IL Außereuropäische. 5 Argent. inn. G.-Anl. v. 1887 . . 5 do. do. abgest. . . 5 do. äuß. E.-B. i. G. v. 1890 . 47 do. innere v. 1888 47 do. äußere Gold-Anl. v. 1888 . t11 do. do. do. v. 1897 . p/ Chile Gold-Anl. v. 1889 .... 6 Chinesische StaatS-Anl. v. 1895. . 5 do. do. v. 1896. . 41/ do. do. v. 1898. . 4 ’ EgYPtische unifizierte. .... 37 do. privil 3 do. garantierte 47, Japaner Ser. II v. 1905 . . . 4 do. v. 1905 . ... 5 Mexik. amort. innere Ser. I—IV . 5 do. conf. äußere v. 1899 steuerfr. 3 do. cons. innere ..... P.-Bk. Ser. Wiesbaden v. 1900 kündb. ab 1905 M. Nf. i. ®, Lire Bk. S. 18 kündb.ab. 190 S. 19 500 4 v. 1891 4 Rhein. HhP. Mannheim kündb. ab 1902 3 do. do. M. -. gar. dv. Jnvest-Anl. do. Südd. Boden Kr. S. 1888 i. G. v. do. bis incl. Ser. 52 v. 1909 t. G. M. 4 do. v. 1889 I. Rg. 76.40 37, Prince Henri . . 27.50 Prag-Dux St. Akt.! 146.50 Raab-Odenb. . Stan desherrliche Anleihen. 99. M. r. 102 37, do. v. 1886 . do. 37, Gräfl. Solms-Laubach abgest. s.fl. 37, Frankfurt M. 4 do. 4 DM4w