Mr. 240 Zweites Blatt Donnerstag 13. Oktober IN 10 160. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen te Rotationsdruck und Vertag der Brüht'schnn UniversuätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- strage 7. Expeditton und Vertag: 61. Redakttoru^Elir. Tel.-Adru AnzeigerGießen. Erscheint tügltch mit Ausnahme des Sonntags. Die „iiebriier LamttiendlStter" werden dem „Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Xreirdlatt für den Kreis Glehen" zweimal wöchentlich. Die „Landvirtschafttichen Sett- fragen" erscheinen monaUich zweimal. Zur Vereinfachung der Staatsverwaltung b isl d( il. el isi ir le eil .»lebertraguna des Revisionswesens auf die Kreisämter sehr Angebracht, da ja durch diese bereits die Visitationen der , gemeindekassen vollzogen werden und da alsdann, Revi- ‘ ton und Visitation in dieselbe Hand gelegt, Gewähr für Vl achgernaße Beaufsichtigung geboten wäre. Mein dieses Vorhaben des Staatsministeriums stieß auf energischen A widerstand der Beamten der Oberrechnungskammer, welche aj ürchten, durch diese Organisationsveränderung aus der Residenz versetzt zu werden. Es wurde geltend gemacht, >aß nur die Oberrechnungskammer eine Gefahr für die mSgiebige und unabhängige Kontrolle des staatlichen, Kreis- md Gem eind e-Re chrrun gs wes en s bieten könne, eine Behaup- ung, die durchaus nicht durch Beweise unterstützt zu werden i >ermaa und auch durch die Revisionseinrichtungen in an- gieren Bundesstaaten widerlegt wird. iiu hreibt man uns aus Darm stadt: - Der Dereinfachungsgedanke wurde bis jetzt am ein- hneidendsten in dem Ministerium selbst verwirklicht. Stelle des Vorsitzenden in der Eisenbahnabteilungt, dl atme die Aemter von vortragenden Räten in den Ministeriab- bteilungen für Land wir tscl>aft und für Forstwirtschaft tourten nicht wieder besetzt; ein recht guter Anfang. Man hat 2 ber bis jetzt bei dem Heere der mittleren Beamten 'Halt J emacht. Jede Ministerialabteilung hat noch immer ihre besondere Buchhaltung, ihre Registratur und ihre Kanzlei. ^>ie Angliederung dieser Dienststellen an die entsprechender! Illnrter des Mnisteriums selbst könnte dem Lande eine Ij an&e Reihe kostspieliger Beamten ersparen; es würden ierdurch jedenfalls mehr Ersparnisse erhielt werden als nrch die Anordnung, z,u Ausfertigungen nur einen halben i. togen §u benutzen. II Noch völlig unberührt von der Verwaltungstwreinfach- ng sind bisher die Ständekammern geblieben, ob- A »hl gerade hier der Ausschuß mit leicht zu verwirklichen- ni en Sparvorschlägen kommen Tonnte. Jede Borstel- ung, jeder Antrag und jede Anfrage wird | edruckt, und sie gewinnen dadurch in den Augen des Zur nachhaltigen Gesundung unserer Finanzen wurde inmutig die Verbilligung der Staatsverwaltung gefordert, V durch Vereinfachung und Herbeiführung von Ersparnissen rreicht werden sollte. Der Antrag der Abgg. Haas, Dr. >sann und Gen., der dies forderte, sand die einmütige Billigung beider Kammern, und der Ausschuß, der aus Wirmer-Mitgliedern zur Verein ftrcl)ung der Staatsverwal- ima gewählt wurde, tagte zum ersten Mal am 31. Mai . 5- unter dem Vorsitz des Staatsministers Dr. Ewald rit den beiden anderen Ministern. Schon in dieser Sitzung Imrden verschiedene geplante Organisationsveränderungen ntgeteilt. Nachdem nun aber seitdem wieder vier Monate 15 Land gegangen sind und die Vorlegung des neuen Ztaatsbudgets für 1911 in nicht ferner Zeit bevorsteht, rscheint es angebracht, zu untersuchen, was bis jetzt in et Richtung der Vereinfachung unserer Staatsverwaltung nternommen wurde und was Aweckmäßigerweise wohl zu nternehmen wäre. ' utors an Bedeutung, wenn auch von vornherein klar zu 1 cfeljen ist, daß die vorgetragenen Wünsche unberechtigt der nicht zu verwirklichen sind. Hierzu gehören auch die rogrammatischen Anträge der Parteien, die zu Beginn M ckres Landtags eingebracht werden und außer den jedes- a raligen Drucktasten auch dem Ministerium cüle drei Jahre . neder dieselbe Arbeit der Beantwortung verursachen. Es -st)llte zum mindesten die Wiederholung solcher Anträge und ie damit verbundene Drucklegung, Beantwortung usw. nterbleiben. Zur Verhinderung von unberechtigten, zweck- >fen Bittschriften sollte, wie schon häufiger verlangt wurde, g -ne Instanz ähnlich wie im Reichstag geschaffen werden, Ij Le solche Vorstellungen a limine als ungeeignet Kur Verhandlung zu erklären hätte. Auch die schon des öfteren Angeregte Ablösung der Diäten bet Abgeord- eten wäre ein Mittel zur heilsamen Beschränkung des Redeschwalls so mancher Abgeordneten, wodurch der Umfang _ er Protokolle und damit der Sitzungen und der Losten dafür Erheblich eingeschränkt werden könnte. I Im Bereich des St a ats m inist eriums trug man ch im vorigen Jahr mit dem Gedanken einer Reform der )berrechnungskammer, insbesondere durch Uefcertra* ung der Prüfung der nichtstaatlichen Rechnungen von der )berrechnungskammer auf die Lokalverwaltungsbehörden, . i. Kreisämter. Jeder, der einen Einblick in das hessische ötaatsleben und besonders in seinen vielgestaltigen Bent tenorganismus zu tun in -der Lage ist, war erfreut L ber die beabsichtigte Reform dieses mit Beamten sehr U eich ausgestatteten Staatsinstituts; vor allem schien diese d Bei der In st izv e r wa l tung sind bereits eine Reihe nm Veränderungen zur Vereinfachung der Staatsverwal- nng vorgenommen worden. So die Aufhebung der Derber-Strafanstalt in Mainz und der bisher dem A ^tovinzialarresthaus zu Darmstadt angegliederten Jugend- - icben-Abteilung. Es ist noch manche andere Organisatcons- - rnoerung geplant, wenn auch bei den Gerichten selbst wohl eine Ersparuna von Personal schwerlich Au denken ist. ^böchstens konnte Hier bei kleineren Amtsgerichten an die 1 Zuteilung von Orten aus anderen Gerichtsbezirken gedacht " verden, wodurch eine Entlastung stärker belasteter Aemter fr Hntteten könnte. Auch die Aufhebung kleiner Aemter, wie ^Mmpsen, müßte bei dieser Geleaenheit in Erwägung gezogen werden. Dieser Ort mit seinen ca. 3000 Gerrchts- . eingesessenen fanrt die für ein Gericht notwendigen Beiam- ! tpi gar nicht beschäftigen. Ein zwei- bis dreimal monat- ! lich dort abgehaltener Gerichtstag dürfte für die Bedürf- rciffe dieser Enklave vollständig genügen. An die schon im Frühjahr in der Press/ angeregte eC Reform des Notariats scheint man in den maßgebenden Kreisen nicht herantreten zu wollen. Zur Volkszählung am Dezember MO. Nach fünfjähriger Pause findet am 1. Dezember im Deutschen Reiche wieder eine Volkszählung statt, deren Lei- ahmg für Hessen wie bei den früheren Zählungen der Großh. cl Zentralstelle fiir die Landesstatistik übertragen worden ist. Durch die VolTszählung soll die o r t s a n w e s e N d e B e - v öl kerun g, festgestellt werden, b. h. die Gesamtzahl der innerhalb der Grenzen Tes Großherzogkums in dec Nacht vom 30. November auf 1. Dezember anwesenden Personen, gleichgültig, ob ihre Anwesenheit ständig oder nur vorübergehend ist. Me vorübergehend abwesenden Personen werden nur zu 'Kontrollzwecken ausgenommen. Gleichzeitig ist damit die Feststellung der bewohnten und unbewohnten Wohngebäude und der anderen zurzeit der Zählung zu Wohnzwecken benutzten festen oder beweglichen Baulichreiten (Schiffe, Wagen, Zelte usw.) verbunden. Jeder Haushaltungsvorstand hat die Pflicht, alle über die Personen seiner Haushaltung verlangten Nachweise zu liefern urfb die Zählpapiere tunlichst selbst aus^uTullen. Als Zählpapiere kommen die Zählkarte und die Haushaltungsliste in Betracht. Erstere ist für jede einzelne Person, letztere jeweils für eine Haushaltung oder einer Haushaltung gleichzuachtende Gemeinscl>aft auszustellen. In der zur Verwendung kommenden Zählkarte wird erfragt: Vor- und Familienname, Verwandtschaft oder sonstige Stellung zunr Haushaltungsvorstand, Geschlecht, Alter, Familienstand, Hauptberuf, R.llgionsbelenntrris, Staatsangehörigkeit, endlich, ob aktive Militärperson. Die Fragen sind im Vergleich mit früheren Zählungen sehr eingeschränkt. In die Haus- haltungsliste, die einen Einblick verschaffen soll, wie die einzelnen Personen haushaltungsweise zusammengehören, sind nur wenige Fragen aus der Zählkarte übernommen, nämlich Vor- und Familienname, Geschlecht, Religionsbekenntnis und Verwandtschaft oder sonstige Stellung zum Haushaltungsvorstand. Auch die vorübergehend ab^wesen- den Personen sind in diese Liste em^utragen, während eine Zählkarte für diese nicht au'szufüllen ist. Die Zusaminenfassung der Personen nach Hausl-altnn- gen im Sinne dieser Zählung ist in manchen Fällen nicht aanz leicht. Die Erläuterungen, die der Haushaltungsliste beigedruckt sind, sagen darüber folgendes: Für jede Haushaltuna ist eine Haushaltungsliste mit einliegenden Zählkarten bestimmt. Eine „Haushaltung" bUden die zu einer wohn- und Hauswirtsichrftlichen Gemeinschaft vereinigten Personen einschl. der Zimmerabmieter, Logisherren, Schlafgänger usw. Einzeln lebende Personen mit besonderer Wohnung und eigener Hauswirtschaft gelten als selbständige Haushaltuna. Gasthäuser, Anstalten (Kasernen, Lazarette, Kranken-, Versorgungs-, Erziehungs-, Strafanstalten, Gefängnisse, Klöster, Pensionate usw.), Massenquartiere, Schiffe 8erfaßen gewöhnlich in mehrere Haushaltungen: a) Es sind einmal soviel Haushaltungslisten auszufüllen, als Familienhaushaltungen vorhanden sind, also je eine Haushaltungsliste für die Familie des Gastwirts, für die des Anstaltsvorstehers, Direktors, Verwalters, Aufsehers, Wärters, für die Familien der verheirateten Unteroffiziere usw. b) Ferner sind in einer besonderen Haushaltungsliste zusammenAusassen die Logiergäste mit dem gewerblichen Gasthauspersonal, die Anstaltsinsassen mit dem in der Anstalt untergebrachten und beköstigten unverheirateten Personal, die Fahrgäste mit der Bemannung eines Schiffes. Das gewerbliche Personal (Kellner, Zimmermädchen, Krankenwärter, Pflegerin, Matrose usw.) ist als solches in der letzten Spalte der Haushaltungsliste besonders kenntlich zu machen. Wo sich bei Ausfüßung der Zählpapiere Schwierigkeiten ergeben, ist es Sache der Zähler, behilflicb zu sein. Die Volkszählung ist ein außerordentlich beoeutsames und zugleich sehr interessantes Geschäft. Ihr Zweck ist, über wichtigste nationale Fragen bestimmte und klare Auskunft zu schaffen. Diesen Zweck kann sie aber ohne die freiwillige Mitwirkung vieler nicht erreichen. Leider hat man nun bei den letzten Zählungen die Erfahrung machen müssen, daß die Bereitwilligkeit hierzu keineswegs so lebhaft und so allgemein war, wie man hätte wünschen und erwarten sotten. Besonders in den größeren Städten hat es sich als immer schwieriger erwiesen, freiwillige Zähler in genügender Anzahl zu gewinnen. Es handelt sich um ein Ehrenamt, das freilich keineswegs von jedem be- tteidet werden kann; denn es setzt ein nicht geringes Maß von Intelligenz und Gewandtheit voraus. Aber gerade deshalb sottten es sich namentlich die Beamten und die Lehrer, als hierzu vorzugsweise geeignet, nicht verdrießen lassen, durch seine Uebernahme der Mgemeinheit einen wichtigen Dienst zu leisten. Die Staats- und Gemeindebehörden werden darauf bedacht sein, ihren Beamten und AngesteNten, die sich zur Mitwirkung an dem Zählgeschäft bereit erklären, so weit ttgend möglich, für die Dauer dieses Geschäftes von ihren fonftigen Dienstarbeiten frei zu geben. __________________ Die Verftarbeiter-vewegung. Hamburg, 12. Okb Die Werftarbetter v erharren im Ausstand; eine Einigung wurde bisher nicht erzielt. Flensburg, 12. Okt. Auf der hiesigen Werft setzte heute der Aus stand wieder in vollem Umfange ein, da die Werst sich weigerte, die Arbetter sämtlich heute morgen wieder einzuftetten. Hamburg,. 12. Ott. Die Wörmannlinie verhandelte heute mit den Vertretern der Arbetter ihrer Reparaturwerkstätten und erkannte die mit den Werften getroffenen Abmachungen an. Die Wiedereinstellung der Llr- t>eiter soll nach Bedarf vorgenommen werden. Die beantragte Verkürzung der Arbettszett tvurde genehmigt, welche für die Arbeiter bereits erngefthrt ist, die sich dem Ausstande nicht angejchlossen haben. Heute nachmtttag fanden Verhandlungen zwischen den Verttetern der Werftarbeiter und des Gejamtverbandes deutscher Metallindustriellen statt, die morgen vomrittag fortgesetzt werden sotten. * 23 erlitt , 12. Ott. Die Haupt st elle deutscher Arbeitgeberverbände hält am 28. d. M. eine Vorstands- und Ausschußsitzung ab. Neben der Erledigung der regelmäßigen geschäftlichen Angelegenheiten sott sich die Erörterung insbesondere auf die umfangreichen Arbeiterbewegungen des laufenden Jahres uud hie daraus zu ziehenden Folgerungen ersttecken. Kabinettswedifel in Griechenland. Athen, 12. Ott. Das Kabinett ist zurück- getreten. Der König hatte mtt dem Ministerpräsi^ deuten eine längere Unterredung über die Demission des Ministeriums. Der König behielt sich vor, zunächst die Parteiführer zu befragen. Die Reichsversichernngsordnnng. :: Berlin, 12. Oktober. Der Reichsversicherunqs'Ausschuß führte heute die Verhandlungen über die Leistungen der Invalidenversicherung weiter. D»e Sozialdemokraten haben weitgehende Anträge zur Erhöhung der Leistungen gestellt. Ties würde eine Steigerung auch der Beiträge der Arbeitnehmer um mehr als das Doppelte bedingen, von jetzt 218 Millionen aus 450 Millionen. Ter Ausschuß hält es für unmöglich, der Arbeiterschaft solche Lasten aufzuerlegen und lehnt die sozialdemokratischen Anträge ab. Die §§ 1282—1284 der Vorlage wollen eine verschiedene Be- haiidlung der freiwilligen und der Pstichtbeiträge bei der Berechnung der Hinterbliebenenrente einiühren, weil angenommen wird, daß sonst die Belastung durch die Hinterbliebenei, - Versicherung zu groß sein würde. Gegen diese Tifferenziertmg sprechen sich aber alle Parteien aus: öie.Durchführung würde die größten Schwierigkeiten machern Diese Paragraphen werden daher gesttichen. Bei § 1290 wirbt ein Anttag angenommen, wonach, wenn beim Tode des Empfängers die fällige Rente noch nicht abgehoben ist, nach dem Ehegatten, den Kindern und den Eltern auch die Geschwister be-ugs-- beredttigt sind, wenn sie mit ihm in häuslicher Gemeinschaft gelebt haben. Nach § 1292 wird die Rente entzogen, wenn der Emp- tätiger infolge einer Aenderung in seinen Verhältnissen nichts mehr invalide im Sinne der in Frage kommenden Bestimmungen: ist; auf Anttag der Sozialdemokraten wird statt dessen gesagt: infolge einer „wesentlichen" Aenderung in seinen Verhältnissen. Nach § 1294 kann die Rente ganz oder teilweise auf Zeck entzogen werden, wenn sich ein Rentenempfänger ohne gesetzt lieben ober sonst triftigen Grund dem Heilverfahren entzieht unä dadurch die Beseitigung der Invalidität verhindert. Das Gleiche gilt nach einem Anträge der Konservativen, der angenommen wurde, wenn er sich ohne Grund einer Nachuntersuchung oder Beobachtung in einem Krankenhanse entzieht. Uebet die örtliche Zuständigkeit der Versicherungsanstalten besagt §1315: Tie Versicherungsanstalt umfaßt alle in ihrem Bezirke Besck)äf- tigten, die nicht in Sonder an statt en ihrer Verftchermigs pflicht genügen Werden Personen in einem Betriebe beschäftigt, dessen Sitz in dem Bezirk einer anderen Versicherunosanstatt liegt, sq können sie mit Zustimmung der beteiligten Versrcherungsanstatten auch bei der des Betriebssitzes versichett werden. Der Zusatz^ den § 1315 enthielt, wonach Mitglieder einer Bettiebsttanken^ taffe auf Anttag des Arbeitgebers bort versichett werden müssenwird gestrichen. Nach § 1342 muß die Versicherungsanstatt mindestens ein Viertel ihres Vermögens in Anleihen des Reichs oder der Bundesstaaten anlegen. Die Sozialdemokraten beantragen einet Bestimmung, die eine Förderung des Arbetterwohnungsioesenä durch das Vermögen der Versicherungsanstalten bezweckt. Reichs«» schatzsettetär Wermut begründet die Forderung der Vorlage mck dem Stande der Kurse unserer Reichs- und Staatspapiere. Es handele sich hier nur um ein kleines Mittel, immerhin aber um ein Mittel. Opfer werden den B er sicherungs an statten in keiner Weise zugemntet, sondern nur eine kleine Mitwirkung. Die Verhandlung hierüber wird Donnerstag vormittag sottgesetzt. An» Stadt unö Land. Gießen, 13. Oktober 1910. **ZurStadtverordttetenVahl. Der zur VoD^ bereitung der Stadtverordnetenwahl gebildete Bürgerschafts- ausschuß besteht, wie uns zur Ergänzung unserer gestrigere Meldung nritgcteüt wird, aus je zwei Verttetern deS Bürgervereins und der Handwerkerverevrigung, vier tot tret em der Bezirks vereine und je einem Vertreter den Beamtenschaft, des nationalliberalen Vereins und der po-- littsch rechtsstehenden Gruppen (Deutschlsozialen, Christliche sozialen und Mittelstandsvereinigung), zusammen also auÄ elf Verttetern. Die Erklärung der Vertreter des frei* finnigen Vereins lautete dahin, daß dieser Verein gründe sätzlich auf dem Standpuntte stehe, die Sozialde mo trat en her den Verhandlungen über die Stadtverordnetenwahl zu- zuziehen unb auch soz>ialdemokr. Kandidaten auf die gemeinsame Kandidatenliste zu setzen. Diese beiden Ford^Tungerri waren aber mit großer Mehrheit von der Vertteter-iBei> scrmmlung abgelehrtt worden. Daraufhin verließen Idie beiden Vertreter der Freisinnigen den Saal. Wie hoch die Zahk der den Sozialdemottaten zuzubilligenden Sitze sein solle, ist in den beiden vorbereitenden Versammlungen von de« frei)tintigen Verttetern nicht gesagt worden. ** Museum des Obert)eff. GeschichtSvereinS. In dieser Woche haben Ausgrabungen auf dem Reihen- friedhof der fränkischen Zeit am WeftauSgang von Leihgestern stattgefunden, die von außerordentlichem wiffenschaftlichen Werte waren. Die mächtigen Elchensärge enthielten außer dem Skelett zahlreiche seltene Beigaben. ES seien besonder« erwähnt: Bronze- und Perlenschmuck, GlaS- und Tongefüße, sowie schön bearbeitete flache Holzteller. ES waren Frauengräber, davon zellgten die Spinnwirtel und Teile vom Flachs- stock. In einem Sarge lag ein zierlicher unversehtter Schuhleisten und als besonderes Schmuckstück ein durchbohrtttk Reißzahn des Bären, der als Anhänger gedient hat. Kämme und beinerne Zierplatten mit Zeichnungen vervollständigten das Grabinventar. Die interessanten Funde auß dem 5. nachchristlichen Jahrhundert werden der W. Gail-Sttftung ein- verleibt werden und sind in der nächsten Zeit im Museum besichtigen. X Großen-Linden, 12. Okt. (Volksschulwesen.)! Bis zum Jahre 1848 war hier nur eine Schulklasse^ damals wurde die zweite, 1888 die dritte, 1894 die vierte und heute die fünfte Klasse eingerichtet. § Aus dem Kreis Alsfeld, 12. Ott. Mit einer sehr zeitgemäßen Arbett hat unsere Kreisschulbehörde bifl Lehrerschaft des Kreises betraut, nämlich mit der Ab<^ fassung einer Ortschronik. An einer solchen mangelte es seither mit wenigen Ausnahmen in allen Orten des Kreises. Die Ortschroniken bilden aber eine wichtige Grundlage eines Geschichtsunterrichts, der auf ber Heimat^ künde fußt. In unserem Kreise gibt es manche One, wig z. B. Merlau, wo früher ein wichtiges Schloß gestanden hat, Surggentihiben, wv eine Schlacht siebenjährigen kraft aö', so nimmt er aus der Zuleitung etwa 0,9 Kilowatt . o _ _ r -V v* . . __ v — » * _ _ . ' < f.'.A *») f V 2 - F-__ CTÖ -i__1 i— k« 1 -. m« «Uma«« Q »2 Fi____ _ K-schichtlsthe Vergangcnh^it »on stv^m Interesse ist. ^ktrischen Strom, in 5 State also — = 41/, Kilowatt 10 50 2,4 Leistung von: PS PS PS 1,6 1,4 jFeuers verhindert werden. Da von den Eheleuten Back- chcrus keinerlei Auskunft über die Täter gegeben werden Mnu, ist zu ihrer Ermittelung ein Polizeihund von Gießen jdene Wertpapiere, deren Höhe noch nicht genau angegeben äverden kann, da die Eheleute Backhaus durch die erhaltenen Verletzungen sehr angegriffen sind. Sodann wurden chon den Tätern die in dem Schreibtisch aufbewahrten Palpiere angezündet und nur durch den aus der Betäubung ^erwachten Ehemann, der durch den Hellen Feuerschein auf- frechen in große Auftegung versetzt. Bei dem in der Bahnhofstraße wohnenden Oekononrierat Backhaus tonrbe erngebrochen, die hochbetagten Eheleute in ihrem Bett im Dchlafe überfallen und durch Schläge auf den Kops schwer ca. 200 M?. „ 300 „ „ 400 „ „ 500 „ 650 „ Krieges geschlagen wurde —. an der dortigen Kirche sind heute noch die Kugelspuren sichtbar —, und andere, deren Sollen aber diese Orrschroniken der historischen Unterlage nicht entbehren, so gilt es, Einsicht von den alten Urkuu- .fber von Schutzmann Klös, Redl) zur Hilfe gerufen worden. siWie uns von Lauterbach noch drahtlich berichtet wird. verletzt. Alsdami raubten der oder die Täter verschie- auf. Arbeitet dieser Motor 1 Stunde lang mit einer Leistung von 1 Pferdekraft, so verbraucht er 0,9 „Kilowattstunde" an 5.9 .. 25 10 16 hierher schaffen. Hier angekommen, vermißte die Frau des l den zu nehmen, die in den verschiedenen Archiven lagern. Die em ein 5e alten sind meist arm an solchen Urkunden. Diese aber aus den Archiven zu erhalten, stößt auf große Schwierigkeiten. Das Großherzogl. Haus- und Staatsarcksiv zu Darmstadt ist durchaus entgegenkommenb und gibt be- reitwillig Aufschluß. Die Abfassung der Ortschroniken erfordert deshalb in manchen Fällen viel Zeil und Mühe. Die Kreisschulbehörde hat deshalb den Zeitpunkt der Fertig- stellung der Chroniken verlängert. Ruppertenrod, 12. Okt. Wie gefährlich das beliebte Anhängen an Chaisen und Wagen ist, erfuhr zu seinem Leide ein hiesiger Junge. Er hatte sich an eine Chaise gehängt, auf der sich schwere Koffer befanden. Als der Wagen über eine Goffe fuhr, fielen die Koffer herunter und dem Jungen direkt auf den Kopf. Mit einer Wunde. an der Schläfe blieb der Bube auf der Straße liegen. Größere Geschäfts-Anzeigen für die Samstagsausgabe beliebe man schon am Freitag vormittag zu bestellen. Nur dann ist e8 möglich, der Satz« ausstattung der Anzeigen diejenige Sorgfalt angedeihen z« lasten, die zu einer guten Wirkung erforderlich ist. stunde. 1 Kilogramm = 1000 Gramm, so ist 1 Kilowatt = 1000 Watt, 1 Kilowattstunde — 1000 Wattstunden, der Stromverbrauch elektrischer Lampen wird nach Watt gerechnet. Verbraucht z. B. eine 25-kerzige Metallfadenlampe 30 Watt, w erfordert sie in einer Brenn stunde 30 Wattstunden, also 30 3 1000 = üöö" Kilowattstunden. Man kann demnach mit 1 Kilowatt- stunde (abgekürzt 1 KW St) eine 25-kerzige Metallfadenlampe == o3 Stunden lang brennen. _. „ -—.— — u- 1525 Mk. im Jahr. r J << Kosten der Straßenbeleuchtungsanlage Jamt allenJnepu,erforderlichen Leitungen) und Beleuchtungskörpern tragt das Elektrizitätswerk. Dieses läßt auf feine Kosten auch alle an her Sttatzenbeleuchttingsanlage erforderlich werdenden Reparaturen ans führen. DielGemttnde hat lediglich die Kosten des Strom- verbrauches, des Lampenersatzes, sowie die Kosten des Ein- und Ausschaltens zu tragen. Ter Sttomverbrauch wird entweder nach einem Pauschalsatz berechnet oder nach Zählermessung festgestellt. Im allgemeinen soll nach einem Pauschalsystem für Lampe und ^?hr, gerechnet werden, und zwar sollen kosten: eine halb nächtige Metalsiadenlampe (Osramlampe) von 50 Kerzen 30 Mk. eine 4^j£f$rt9e Metallfadenlampe (Osramlampe) von 50 Kerzen pnerksam tour 5 e, konnte ein wett eres Umsichgreifen des Atvche itnö Schule. Gießen, 12. Okt. Mit seinem heutigen Borttag begab stt. Herr Erzberg er-Basel auf das Gebiet des Spiritismus In etwa zweiMndigen Ausführungen beantwortete er die trugen: Was ist Spiritismus? Wie stellen sich die Gelehtten boAu- Was sagt die Bibel? Ist er von Gott? Er fühtte dazu aus: Sei etwa 50 oder 60 Jahren hat eine von den Vereinigten Staaten Nordamerikas ausgehende Bewegung eingesetzt, der Spiritismus, der unter allen Ständen und religiösen Bekenntnissen seine nat freien Millionen zählende Anhänger hat. Die Ansicht der Spin, ttsten geht dahin, daß es möglich sei, durch sogenannte Medien odch Mittelspersonen mit den Geistern Verstorbener in Beziehung fr- ten ru können. Obwohl hinter diesen Geisterbeschwörungen schon frelfach grober Schwindel und Taschenspielerkünste aufgedeckt w den, so haben doch namhafte Gelehtte auf Grund ernster, objet ttoer Untersuchung manche Erscheinungen und Tatsachen auf btr Gebitt des Spitttismus nicht entkräften und auf natürliche Weii fru. ttfiären vermocht und so das „Herübergreifen" unbekaunler gesittger Kräfte zugeben müssen. Wer aber die Grundsätze und Lehren, also das System des Spitttismus, genauer prüft, wüt inäen, daß hierin eine große Gefahr für unser moralisches Em» rnden hegt, da die Sünde als etwas Natürliches erlaubt wfr der Mensch feinen anderen Maßstab für seine Beurteilung als sich selbst. Der Redner kommt zu dem Schluß, die im Spin- tismus tätigen Geister sind nicht von Gott, sie stimmen in ihm Wirkungen nicht überein mit den Lehren des Christentums, wie re Chttstus und die Apostel gelehrt und vorgelebt haben, sie smd das, was die Bibel, den Antichttst oder Satan nennt Der Spin- tismus ist eine Wiederholung der alten heidnischen Wahrsager«, legen die im alten .Testament schon angekämpft wird und w der sich der Einzelne nur schützen Tarnt, indem er sich an die unvergleichlichen, echten Lehren Chttsti hält. . ~hessische Oberlehrerverein irnb das Ministerium. Auf der am 25. September in Frankfutt ab- gehaltenen Hauptversammlung des Hessischen OberlehrerverwS war bekanntlich eine Entschließung gefaßt worden, die in bezug aus dre Neubesetzung der Stelle des Vorsitzenden in der Schil- abtetjung die einmütige Dluffassung der Oberlehrerschaft w» Ausdruck sKracht hatte, daß nur eine fachmännische Leitung cm gedethlrche Entwicklung des Schulwesens verbürgen könne. Dich Entschließimg war dem Ministerium des Innern, von dem bie Schulabterlung reffortiert, zugesandt worden. Beretts unten» 29. September ist tum, wie die „Franks. Ztg." erfährt, dem Vorsitzenden des Oberlehrervereins Prof. Dr. Beck-Mainz em Antwort zugegangen. Und diese lautet: ^L.L^.brlehrerverttn kann angesichts der Bestimmung der Allerhöchsten Verordnungen vom 27. September 1899 über bk Bähung der Mnnstettalabteilung für Schulangelegenheiten nick darüber im Zweifel gewesen sttn, daß sich die Großherzoglick Regierung bei der Neubesetzung der Stelle des Vorsitzende der genannten Abtttlung auf dem Boden des geltenden Rechts befunden hat und für die von ihr getroffene Wahl allein der Krone verantwortlich ist. - Lrotzdem hat der Oberlehrerverein geglaubt, m einer W einberufenen Vettammlung zu jenem Regierungsakt StellMl nebnren und feiner Unzufriedenheit mit der getroffenen Eni' m ,^?er uns förmlich unterbreiteten „Resolution" Ausdruck verleihen zu sollen. Vorgehen als mit der dienstlickn -9rrhmt Beamten gegenüber der Regierung unnereinbd mtfebilltgen unb daher auch die Entgegennahme der hJ °\eWir bedauern hierbei, d-8 das Verhalten des Vereins m dieser Angelegenhttt die bislaua bestandenen guten Beziehungen der Schulverwab tung zu hem LereVi gestört l>at. gez. v. Hombergk. Ter Strompreis für Lichtzwecke soll 40 Pfg. für bie Kilowattstunde betragen. Für Kraftzwecke ist je nach dem Verbrauch ein Strompreis von 25—12 Pfg. vorgesehen. Für die Elektrizitätsmesser werden die Abnehmer je nach der Größe der Zähler eine monatliche Miete von 40 bis 60 Pfg. zu zahlen haben. Bei dem Lichttarif von 40 Pfg. für die Kilowattstunde foftet bie Brenn stunde: § Ober-Ohmen, 12. Okt. In unserer Gemeinde be- 1 Metallfadenlampe (Osramlampe) von 25 Kerzenftärk. 1,2 Pfg. steht noch die Schäferei. Dieser Tage zog der seitherige | f •• »eg u”b ein anbewt, non auswärts, zag ein SBon j sX&mpe der Bahnstatlon Mucke ließ er ferne Model auf einem Wagen 1 Gallurmarkt und Geflügelausstellung. Zs Gründers, 12. Okt^ Ter GallNÄnarkt zttgte auch heute wieder feine Anziehuügt. kraft. Leider traf den Markt ein harter Schlag, da laut Verfügu^ des Ministeriums der Viehmarkt verboten wurde. Viele Züchl^ und Händler, die schon unterwegs waren, mußten umkehnn, Andere waren bereits in Grünberg angekommen und begann^ mit dem schwack) beschickten Martt. Wie auf sttthettgen Märkten, waren besonders die Preise für Ferkel und Emlegschweine niedrig^ als im Frühjahr und Sommer. Ferkel kosteten das Paar 3x bis 45 Mark, Einlegschweine das Stück 40 bis 60 Matt. Um die Mittagszeit brachten die Züge eine große Zahl her Fe st g äste, so daß die Kaufleute, Gastwitte ufto. auf ihre Rechnung tarnen. Auf dem Marktplatz und dem Juxplatz reihte sich an Bude. Erst gegen Abend kehrten die Besucki-er zur Stadt, mehrfach Tanzmusik statt fand, zurück. Ter Vogelsberger Geflügelzuchtverein vei. anstaltete gleichzeitig in der Turnhalle eine rttchbefchickte Ausstellung, die gut besucht war. Sehr schön nahm sich ei^ Gruppe von ausgestopften Vögeln und Tieren aus. Uhrmachy Jöckel, hier, erhielt hierfür einen ersten Preis. Man hatte eiir Verlosung von hervorragenden Rassetieren angeschlossen, die M der Ausstellung angefaurt wurden. Die Preis Verteilung ergab: Ehrenpreis für Gäus? und Enten Merte-Strebendorf, 1. und 2. Preis für Truten QÜf Zimm er-Bingmühle, für Rouenenten erhielt den 2. Prtts L. ChriL Neumühle, 2. und 3. Preis Jul. Zimmer-Bingmühle, 3. Prei; Meißmger-Keffelbach, Indische Laufenten 2. Preis und lobend' Anerkennung H. Scknnidt-Grünberg, 3. Prtts und Anerkennww Beck er-Laub aÄ, lobende Anerkennung Mette-Strebendott, ftb- Pekingeiiten 2. Prtts Lehrer Dörr-Lehn heim, für Orpingta, 2. Prtts A. Wagner-Grünberg, 3. Preis Merte-Strebendop lobende Anettennung Zimmer-Zttlbach, für Plymouth-Rocks b, benbe Anerkennung A. Wagner-Grünberg, für Wyanbottes Ehry>^ preis Söbler-Nieber-Gemünden und H. Stttn-Ermenrob, 1. unl> drei 3. Prttse Lehrer Kemmer-Nieder-Gemünden, 3. Prtts 9 Chttst-Neumühle, 3. Prtts Lehrer Schmidt-Kesfelbach, Söb> lobende Anerkennung, für schwarze Minorka 2. Prtts L. Chriis. Neumühle und Fttedr. Becker-Gießen, für rebhuhnfarbige Jk> hener 1. Prtts Behle-Nieder-Gemünden, 2. imb 3. Prtts 9 Christ-Neumühle, 3. Seim-Ermenrod, Jul. Zimmer-Bingmühle lobende Anerkennung H. Zimmer-Zeilbach und Södler-Nieder Gemünden, wttße Italiener 3. Prtts Lehrer Pettte-Beltersha«. lobende Anettennung Lehrer Dörr-Lehnheim und H. Maus-Rup' pertenrod, für gelbe Italiener Ehrenpreis Lehrer Stoll-LehrbcL Wr ^ilbersprenktt 1. und 3. Preis Lehrer Törr-Lehnheim, lobv§ Anerkennung Theiß-Stockhausen, für Goldsprenkel 2. Preis Leh» Petrie-Beltershain, für Silberlack lobende Anerkennung Lchrv Kemmer-dtteber-Gemünden, für Goldlack 3. Preis H. Burg-Rup pertenrod, für blaue Andalusier Ehrenpreis, zwei 3. Prttse um lobende Anettennung Dr. Ftttz-Grünberg, für schwarze Bantaw 1. Preis Rud. Ritter, 3. Preis Uhrmacher Jöckel, für schwa» Hamburger s. Preis Lehrer Dörr-Lehnhttm,' für Mille Flouns 1. Preis Uhrmacher Jöckel, für Goldfasan 1. Preis Uhrmacher für Tauben zwei 3. Prttse Thttß-Stockhaufen, für Srieftaub® 3. Preis und lobende Anettennung Jöckel-Grünberg. AllgememLN Bttfall fand die Geräteausstellung btt Firifa Jak. und Jul. von Eisi-Grünberg. Die gesamte Ausstellung gab Zeugnis vvn der rühttgen Tätio- kttt ru dem Zuchtverttn. Morgen geht der Markt zu Ende. 2,2 „ .. . w . । _. ” „25 „ 3,4 „ Schäfers ihr Portemonnaie mit 170 M k. Inhalt.. Die Kohlenfabenlampen haben also den größten Stromver- Sie hatte es — nach ihrer Angabe — auf dem Wege vcr- höchsten Srennfoften. Am billigstm im Bctrnebe Trotz sofortiger Bekanntmachung des Verlustes Ist das ?Ls^en^^E?Ä^ein?Lr^kmv: Ä ‘ÄÄ ®elb noch nicht gefunden worden. stärken etwa 2,50 Mk. pro Stück, eine Tantallampe etwa eben» f. Lauterbach, 12. Okt. Nachdem erst in der Nacht Kohlenfadenlampe dagegen nur 60—70 Pfg. In dem „..s < ... . r, t-r e ... ? Projekt des Elektrizitätswerkes ist damit gerechnet, daß auf bie -auf leomrtag ein Ernbruchsdiebstahl vorgekommen rst, wurde in Privathäusern und den Nebengebäuden installierte Lamvr ein Atnser Städtchen heute morgen wieder durch ein Ver- durchschnittlicher Jahresverbrauch von 10 KWSt unb eine burch- ickmittliche Jahreseinnahme von 4 Mk. entfällt. Sind also in einem Anwesen 6 Lampen installiert, so ist ein jährlicher Stromverbrauch von etwa 60 Kilowattstunden zu 40 Pfg. = 24 Mk. ju erwarten. Hat ein mittelgroßes Anwesen im Wohngebäude, dein Hof, den Ställen unb ber Scheune 12 Lampen, so beläuft । Llc?l der lährliche Stromverbrauch auf etwa 120 KWSt — 48 Mk. Hierzu kommen für Zähl er miete jährlich 6 Mk. und für den Ersatz ber verbrauchten Glühlampen im ersten Bttspiel etwa 3,7 Mk. unb im zweitoii Beispiel etwa 7,50 Mk. Bei btefen Ausgaben rst vorausgesetzt, baß für bie Lichtstellen mit langer Brenndauer Metallfabenlampen, für bie Lichtstellen tfiit kurzer Brenndauer dagegen Kohlenfabenlampen verwendet roerben. In ber Regel werben rein landwirtschaftliche Anwesen mit geringeren Strom- tosten als sie in ben vorstehenden Bttspielen ermittelt wurden, auskommen. Dagegen werden Wirtschafteii, Kaufläden ufto. mit einem Stromverbrauch zu rechnen haben, der ttwas höher ist als die angegebenen Durchschnittswerte. Tie Hansa nschlüsse von ber Straßenleitung bis zur Hauptlichermig innerhalb bes Gebänbes werden während der Bauzeit des Elektrizitätswerkes auf dessen 5t o ft en ausgeführt. Btt später angemelbeten Installationen wird der Hauptanschluß vom Abnehmer bezahlt werden müssen, -tie ^nstallationskosten der Sicherungen, Schalter unb Leitungen OTurbc geifern abend ein Verdächtiger verhaftet, aber nrie» I Krp^-le?”"gm «PaSÄl her sreigelassen, da sich seine Schuldlosigkeit alsbald heraus- mstalliette Lampe. Die Jnstallationskosten für ttn Amoesen mit .ftellte. Der Polizeihund verfolgte eine Spur bis zum sich also auf 80—90 Mk., für ein Anwesen von S^nfjcf. üertor fieber dort, was bei dem starken S?er. S bie“ ÄÄ 2ehr erklärlich ist. Er wurde wieder nach Gießen zurück- Die Gesamtkosten ber fertigen Beleuchtungsanlage betragen dem- aebracht. Das Befinden des Ehepaares Backhaus war heute lÄrEJi P- mit 6 Rampen etwa 110—125 Mk., für Morgen befriedigend. Red.) . Em Elektronwtor (Trehstrom) kosttt samt Riemenschttbe, An. -r. e l l n r o b, 12. Oft. Gelegentlich de§ Kirchweih- laßVorrichtung, Fundamentschienen, Fundament, Zuleitung, be- festes wurde in der Horstschen Wirtschaft hier einem Gaste ^b^'ertig aufgestellt, mit einer ' ein funkelnagelneues Fahrrad gestohlen. Nun- 2 ' " ’ ’ ‘ mehr gelang e8 einem ber Ulrichsteiner Gendarmen, den 3 Dieb in der Person eines jungen Burschen aus WeickartS- 5 Hain zu ermitteln. Der Bursche hatte baS Fahrrad au§- 10^ PS ' - einandergenommen und die einzelnen Teile in seinem Wohn- Titte Preise hie sich .7 m h^h oer^t ^ch anfänglichem Leugnen santt allem Zubehör beziehen, sind so gegriffen,^bafe sie später l)at ber Dieb die Tat eingestanden. I keinesfalls höhar, wahrscheullich aber niedriger fein werden X Schotten, 12. Okt. Hier wurde eine OrtS- dfechekraft (1 PS) zu erzeugen, braucht ein Motor gruppe des Bundes der Handwerker aearündet ^owatt (0,9 X^V); für 1 Pferdekraft-Stunde (1 PfKrSt) ^nrfihenher iff gegrunoei. verbraucht er 0,9 Kilowattstunden (0,9 L^VSt). rT? 9* 10 ori r A Beispiel: Motor von 2 PS zum Futtersthnttden, Hafer- AuS dem Vogelsberg, 12. Okt. In unserem quetschen und bergt. Tuichschnittliche Benützungszttt täglich ^Lergland ist jetzt Herbststimmung eingekehrt. Ein Gang * mit einer durchschnittlichen Beanspruchung von 1 PS. durch die in allen Farben schillernden Wälder und namentlich ?te ^ahreslttstung des Motors beträgt demnach 360 PfKrSt, -wch ein Bstck °°m TauMnturm wird jebe“n ^tofreunt ^4.0,2536° " °'8 = 324 KWSt' einen hohen Genuß bereiten, so daß man eS begreifen kann, 2. Beispitt- Größere Metzaerei Mntni- hn« q pq bafe immer noch Wanderer unseren Oberwald aufsuchen. Da- Betrieb an 100 Tagen mit durchschnittlich 3 Betriebsstunden imS gegen haben sich, entgegen einer kürzlich erschienenen Notiz, durchschnittlichen Beanspruchung von 4 PS. Kraftverbrauch die ständigen Sommergäste verzogen. Sie waren diesmal trotz • r- T 600 ?,fKr%o A^?^auch 600.0,9= 540 KWSt. des schlechten Wetters recht zahlreich. Htttfiir si^ m zaUm 133,80 Mk. L ariphBern V9 verspiel: Größere Schreinerei. Motor von 10 P8. Im ä.. rZ-ri eo v er g, 12. ptt. PrinF H ernrrch von Betrieb an 300 Tagen, durchschnittlich 8 Stunden täalick mit abend rm Automobil zu längerem einer durchschnittlichen Beanspruchung von 4 PS. .KraMvettrauch Aufentt)alt ^schloß hier ein. — In unserer 10000 300.8 - 4 — 9600 PfKrSt. Stromverbrauch 9600.0,9 = rund Einwohner zahlenden L»tadt haben wir vier Männer bie 86°0 KWSt. Hierfür sind zu zahlen: 1525 Mk. im Jahr «n ^ahre 1910 fthren 90. Geburtstag begehen, htoei r. ., . ..... - - haöon gehen nicht mehr aus, einer noch täglich am Arni der Tochter, der vierte schreitet rüstig und geistig frisch /der Sriaße entlang und arbeitet in seinem Garten. Er kürzlich bei der 75jährigen Jubelfeier des Vereins Litt) er kränz bis gegen 11 llhr nachts im Hotel Trapp anwesend und erinnert sich noch ganz gut, als konfirmierter ^unge von der Gründung eines Gesangvereins gehört zu haben. Zwei Frauen haben den 89. Geburtstag hinter sich «. — Wetzlar, 12. Okt. Nach der neuen Ferienordnung -gehen heute für sämtliche Landschulen des Kreises die vier- wöchentlichen Herbstferien zu Ende. Schule und Eltern-, .hauß haben sich mit dieser Einrichtung befreundet und wünschen nicht mehr die frühere Ordnung zurück, wonach jede Ge meinde ihre besonderen Ferien hatte. Wird d<^ Stromverbrauch ber Straßenbeleuchtung nach An- 0*1 q^m^bk^^smessern bezahlt, so wirb die Kilowatt- -1 S? dfg. kosten. In dittem Falle hat,die Gemeinde für jede I StraßeulampeZeinen lährlichen Mindeswerbrauch von 25 Mk zu W d iq DH /erof x - garantieren -Pas Zählermessungsshstem wird nur bei Gemeinden ... . yomof^g d. o. y., 13. Utt (Tel.) Der Kaiser mit mehr als 1500 Einwohnern in Frage kommen S ridjtete an den Sohn des kürzlich verstorbenen Geh. Baurats Fällen muß bie Straßenbeleuchtung mindestens so emgerichtet Jakobi em Telegramm, daß er die Marmorbüste Ja ko bis mr^ben, daß auf je 100 Einwohner etwa 2 Lampen entfallen in der Saalburg aufstellen lassen werde. ^^inbe, ba6 für bie Beleuchtung von Nebenstraßen ____ ^P^erjigen Lampe 2 Lampen mit je 25 Kerzen- ftarfen treten, |o hat sie für jebe dieser Lampen 20 Mk. im Jahr , oertevtsfaal. bei Halbnachtigen Lampen und 30 Mk. im Jahr btt ganznächria^ , ^?Eubur g i. Schl., 12. Okt. Der Prokurist des Nie- Lampen zu bezahlen. * 3 't?r^ch l aau n a e^u^wtt' ' lk o r i u s, imirbe wegen Und Eine Gemeinde von 600 Einwohnern hat für ftnri t? e H iu fahren Gefängnis verurteilt. Pi- bie Straßenbeleuchtung 12 Lampen von je 50 Kerzenstär^n Sä ä ääää ä- -ft ä L was muß der zukünftige Strom-Abnehmer des Schntzglcher jächlich elwa^^5^Mk.^fo^baß^die^GestuEÄ^dtt (Ekttrijitatsmerfes Litzberg wiffen? ^^1^^ 550 Mk. betragen. -Ä ÜSSÄ SUSSr Ä SÄ1B8 Märkte. 89-90 50 89 88-89 47 88 82—86 43 84 84-89 48 86 77-84 43 80 63—73 36 70 96-108 Bewährt seit Jahrzehnten 40 80 56-58 72—74 57 73 56-58 Achtung Hausfrauen! Sollten in Keinem Haushalt fehlen. T odes-Anzeige B “/, Seitdem ich weiss lss*/a in Lincole (England) im 50. Lebensjahre. 3ulius Schulze Dr. Gengnagel und Fran. Kreuzplafz Telephon 774 Grossen-Buseck, den 12. Oktober 1910. 10 5709 TU RIOPABSTs Meteorologische Beobachtungen der Station Sieben. + 17,5 °CL + 10,2 6C. 57 55 102 91 83 61 55 50 73 71 1 Höchste Temperatur am Niedrigste , , Liiederschlag: — 0,2 mm. Jakob 3882 72—74 70—72 ’-m'i" »Z F RAN KFU RT ± M. 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Amtsgericht. und als vortrefflich anerkannt von den Aerzten aller Herren Länder" — gewiß deutliche Beweise für die offenkundige Wirkung von Scotts Emulsion. Nach allen zehrenden Krankheiten, die mit einer Gewichtsabnahme und Abmagerung verbunden sind, gebraucht man Scotts Emulsion als überaus leicht verdauliches, wohl« bekömmliches und die Eßlust anregendes Kräitigungsmittel. Scott» Emulsion toirb von unS auStchltetzlich nn großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht ober Mag, sondern nur in versiegelten Originalflaschen tn Karton mit unserer Schutzmarke (Fischer mit dem Dorsch). Scott & Bowne, Qi. m b. H., Frankfurt a. M- Bestandteile: Feinster Medizinal-Ledertran i500. prtma Glyzerin 50,0, unterphoSvhorlgsaurer Kalk 4,3, unterphosphorigsaureS Natron 2,0, vuiv. Tragant 3,0 feinster arad. Gummi pulv. 2,0, Wasser 129A Alkohol 11,0. Hierzu aromatische Emulsion mit Zimt«, Mandel« uno GaultheriaSl le 2 Troosen. Küte werd, garniert u. umgearb. 08299 Kaiser-Allee 21. St. rechts. 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Anwaltsbureau- vorsteheP a g e in Mainz wurde zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 20. Oktober bei dem Amtsgericht Mvinz anzumelden. — lieber das Vermögen des Weinwirts Nikolaus K o r n e l y von Mainz, zurzeit unbekannten Aufenthalts, wurde am 17. September das Konkursverfahren eröffnet. Rechtsanwalt Dr. Winter in Alain- wurde zum Konursverwalter ernannt Konkursforderungen sind bis zum 20. Okt. bei dem Amtsgericht Mainz anzumelden. — Heber den Nachlaß des Julius K u n II., Zigarrenhändler und Kgl. preuß. Lotterie-Einnehmer in Worms wurde am 23. Sept, das Konkursverfahr eneröffne. Rechtsanwalt Dr. Hein in Worms wurde zum Konkursverwalter Dameiblllüfzen • Blusen-Sdioner ro Reformhosen - Unterröcke ro Durch- schllittspieis pro 100 Pfund rzebenb» Stüla.yk- aeivich: ■ Nt ersMeßeU. Darauf ging der Drogist mit einem' geladenen Revolver auf den Beamten los und es gelang Kefe» mit Hülse deS Kriminalbeamten nur schwer, den Drogisten « Haft zu nehmen. Die Durchsuchung der Lagerräume soll eine große Menge verbotener Sachen zutage gefördert haben. *GroßerUnterschied. ,Hch möchte nur wissen, warum mi dir auf deinen Vegetarismus mehr einbildest als ich?" — „Sehr einfach! Ich bin Vegetarier aus Ueberzeugrmg r— du aber nur, weil dir kein Fleischer mehr pumpt!" * Boshaft. Kokette:. „O, ich bin jetzt mit einem heimlich verlobt!" — Freundin: „Ja . ,. warum geniert sich denn der?" P.0. Wiesbaden. Diehbof-Marktbericht vom 12. Okt. Auftrieb: Rinder 46, Kälber 267, Schafe 58, Schweine 405. Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine mittelmäßig. Ueberftanb: Rinder nahezu geräumt, Kälber geräumt, Schafe geräumt, Schweine Ueberftanb. Preis ~ ältere ausgemästete 46—48 Mäßig genährte junge und gut genährte ältere.........41—45 Färsen, Hübe. Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtivertes........46—51 Vollflelfchige ausgemästete Kühe höchst. Schlachtwertes bis zu 7 Jahren. . 40—46 Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngereKühe u. Färsen 34—38 Halber. Feinste Mast- (Dollmilchmast) und beste Saugkälber.........58—65 11. bis 12. Oktober 11. „ 12. Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde bezüglich der Firma Peter Kronenberg, Inh. Karl Buß Ehefrau in Gießen eingetragen: Das Geschäft ist auf den Kaufmann Ludwig Lang in Gießen übergegangen, der dasselbe unter der Firma Ludwig Lang, vormals „Peter Kronenberg, Inh. Karl Buß Ehefrau" weiterführt. Der Uebergang der m dem Betrieb des Geschäfts begründeten Verbindlichkeiten ist bei dem Erwerb des Geschäfts durch Ludwig Lang ausgeschlossen worden. 6olf-3acketts für Damen und Hldddien Sdineesternwolle in allen Farben für Hacfceffs, Sweater, motzen etc. Maternus, Kaffee-KöstereL r Feinste Mayonnaise =» VAnchovy-Paste&Sardellen-Butter LLvwsssirubsn Luftschiffahrt. Berliner Flugwoche. Flugplatz Johannisthal, 12. Okt. Der heutige Flugtag war rote der gestrige vom Wetter begünstigt. Die größte Höhe erreichte mit 770 Metern Jeannin, der wegen mangelhafter Oelzufuhr aus einer Wiese bei Rudow landen mußte, dort aber wieder aufftieg und nach dem Flugplatz zurückkehrte. Lindpaintner, der dem Juft- schifs „P. 6" bis Rudow entgegengeflogen war und mit ihm nach dem Flugplätze zurückkehrte, war, ohne zu landen, 1 Stunde 37 Minuten in der Lust und erreichte eine Höhe von 415 Metern. Wincziers flog 1 Stunde 5 Min. und erreichte eine Höhe von 345 Metern. Den kürzesten Anlauf nut 37 Meter 5 Zentimeter machte Oberleutnant Meute auf einem Wrightflugzeug. Fernfahrt des P. 6. Bitterfeld, 12. Okt. Das Luftschiff „P. 6" ist um 11.52 Uhr hier abgefahren und dürfte um 3 Uhr in Johannisthal eintreffen. Flugplatz Johannisthal, 12. Okt. Das Luft- schiss „P- 6" ist um 41/2 Uhr nachmittags vor der hier er» richteten Halle glatt gelandet. Sergwerkunglück in Barsinghausen. Auf den königlichen Kohlenbergwerken Barsinghausen wurden 23 Bergleute durch Bruch der Gesteine von ber Ausfahrt abgeschnitten. Die Rettungsarbeiten wurden sofort eingeleitet. Hierzu wird aus Hannover noch gemeldet: Bis 11 Uh? vormittags hatten sich die Rettungsmannschaften den eingeschlossenen Bergleuten, die ihren Rettern entgegenarbeiten, bis auf 10 Meter genähert, doch vor Abend war an einen Erfolg der Arbeiten nicht zu denken. Die Eingeschlossenen waren mit Proviant für einen Tao und mit frischem Wasser versorgt. Nach der Befreiung der 23 Bergleute war d-er Jubel unbeschreiblich Rührende Szenen spielten sich vor dem Schachte ab. Hunderte begleiteten die Geretteten nach den Wohnungen in den nahe gelegenen Dörfern. Hannover, 12. Okt. Zu dem Bergwerksunglück in Barsinghausen wird weiter gern eitet: Gestern nachmittag 2 Uhr fuhr die 23 Mann starke Belegschaft in den 60 Meter tiefen Bullerbachschacht des Königlichen Kohlenbergwerks ein. Als um 10 Uhr abends, nach Beendigung der Schicht, die Leute nicht heimkehrten, eilten die Angehörigen voller Sorge nach dem etwa dreiviertel Stunden von Barsinghausen entfernten, im Deister gelegenen Schacht, und erfuhren dort, daß um 3 Uhr nachmittags ter 15 Meter lange, 6 Meter breite und 9 Meter hohe Füllort ern- gestürzt sei. Durch die Gesteinmassen ist die Fährte verschüttet aewesen. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich aber sehr schnnerig, da das hängende Gebirge stets uachstürzte. Fleischige Schweine 54—56 Limburg a. d. Lahn, 12. Okt. Fruchtmarkt. Durch- schnittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassauischer) 16,70 Mk., weißer Weizen (anqebaute Fremdsorte) 16,20 Mk., Korn 10,70 Mk., Gerste: Juttergerste 0,00 Tlt. Braugerste 00,00 Mk.. Hafer, alter, 0,00 Mk., neuer 7,00 Mk., Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln 6,00-6,40 Mk. Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert — । ■ ■ । die ßrühl'sche Univ.-Druckerei. 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Ornau, jetzt in Amerika, zugeschriebenen, nachstehend ver» zeichneten Parzellen versteigert: : 13/50,3 = 150 qm Grabgarien am Sandkauterweg, links hint. den Gärten. 13/50,4 = 213 qm Hofreite daselbst. 13/50,a — 1080 qm Acker daselbst. 13/55 = 1174 qm Wiese am Heeg» j strauch, vor Stande Garten. Giehen, den 28. Septbr. 1910. Grobherzogliches Ortsgericht. 1 Gros.