Nr. 135 Zweites Blatt 160. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. latik 1909 Mk. a.I M. Summa 25B6 Mk. Summa 1395 Plk. Erforderlicher Staatszufchuß: Täglich 1200 100 1245 150 336 960 2490 Mk. 150 Die Ausgaben ab..... bleiben zu Nutzen der Staatskasse Die „Giehener Zamilienblätter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisbhtft für den Kreis Siehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. foseht mit Idiwai umGietzen , der Stabt. B. Jährtichc Eiuuahincu a) bei 500 Welterkartenüeziehern 1. 500 Wetterkarten-Abonnements 2. Gebühren von Zeitungen rc. A. Jährliche Ausgaben: 1. Wettertelegrcunmc......... 2. Hillskrülte............ 3. Wetterdienst-Leiter (Gehalt im Nebenamt) .............. 4. Inventar, Porto, Schreibmaterialien rc. . b) bei 1000 Abonnements: 1. 1000 Wetterkarten-Abormements . 2. Gebühren von Zeitungen zirka Montag 13. Jnni 1910 Rotationsdruck und Verlag der Vrühlfchen UniversttätS • Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Vie Wetterdienststelle zu Siehen. Der Abg. Köhler-Langsdorf hat folgenden Antrag bei der Zweiten Kammer der Landstände emgebracht: Die Wetterdienststelle bei dem landm. Institut der Lmwes- ■ Universität zu Gießen hat seit ihrer Begründung durch den Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion:bEH2. TeU-Adr^AnzeigerGießen. e guf dem Gebiet der wissenschastlichen und praktischen Wetterkunde und Witterungsforschung hochverdienten Albert Veppler, und im Lauf ihrer Weiterführung durch dessen Bruder Wilhelm Veppler unausgesetzt mit den stärksten Wider- tänden im Staate zu kämpfen gehabt. Trotz der großen, in reiner Liebe zu ihrer Wissenschaft geleisteten persönlichen und materiellen Opfer der Brüder Veppler, und trotzdem fast der gesamte Landtag und die Landwirtschaftskammer stützend unb ordernd zu ihren Bestrebungen sich verhielten, ist cs noch immer nicht gelungen, die Wetterdienststelle zu Gießen in ihrem Bestand zu sichern und sie als ein anerkanntes Ctaatsinstitut zu bestätigen. Man kann, wenn man mit ehrlichen Worten es heraussagen will, .nicht anders sagen, als daß die Einflüsse von Darmstädter Seite diesem Institut vielfach als gegnerische sich erwiesen haben. 'Datum ist es als eine wenig erauickliche Tatsache zu verzeichnen, daß mit jedem mngen Jahr als ein ständiger Posten in den Budgetverhandlungen des Landtags und der Landwirtschasts- fammer die Frage nach der Sicherstellung und dem Ausba u der Wetterdienststelle bei dem laudwirt- s cha s t l i chcn Institut der Landesuniversität zu Gießen immer und immer wieder aufs neue aufgeworfen wird und aufgeworfen nxrbcn muß. Diesem unleidlichen hinüber und Herüber gegenüber sollte endlich einmal Schluß gemacht unb das genannte Institut als budgetmäßiges Staatsinstitut anerkannt und bestätigt werden. Dazu äußert sich eine Zuschrift desselben Abgeordneten folgendermaßen: , __ Wird der Wetterdienst eine offizielle amtliche Stelle, dann wird sicher doch auch amtlicherseits ganz anders als seither aus den Bezug der Wetterkarten hingewirkt werden, besonders für Bürgermeistereien und Schulen. Seither fehlte diese amtliche Empfehlung gänzlich. Die Aufschrift aber an den Tafeln der Postanstalten „Frankfurter Wetterdienst" wirkte dem Gießener (also hessischen und auch älteren) Wetterdienste nach Kräften entgegen, und als eine Reklame für den Frankfurter (also außer- hessischen, aber mit hessischem Gelde unterstützten, jedoch jüngeren) Wetterdienst. Es würde nicht schwer fallen, allein im Großherzogtum Hessen 500 oder gar 1000 Wetterkartenbezieher zu erhalten. Dadurch schon würde der Staatsbeitrag in ganz bedeutendem Maße ermäßigt, oder bei gleichbleibendem Staatszuschuß in den nächsten Jahren ein ganz wesentlicher Ausbau des Dienstes herbeigeführt werden können. Der Etat der hessischen Wetterdienststelle beim landw. Institut der Landesuniversität zu Gießen dürfte folgende Gestaltung annehmen: 25jährige Jubelfeier öes Männerturnvereins. Gießen, 13. Juni. Tie silberne Jubelfeier des Männerturnvereins, die in diesen! Tagen hier stattfand, nahm bis jetzt in allen Teilen einen schönen Verlaus, besonders auch die Festfeier am Samstag. Um 71/2 Uhr abends versammelten sich die Mitglieder des! Männer turn Vereins, um im Festzuge von Oswalds» garten aus zum Festplatz zu marschieren. Nack der Ankunft des Festzuges entwickelte sich auf dem Festplatze ein fröhliches Treiben. Am Nachmittag hatte man zuvor der verstorbenen Mitglreder des Vereins durch Schmückung der Gräber gedacht. Den Festkommers eröffnete der 1. Vorsitzende Rechts- anwalt Kaufmann mit einer kurzen Ansprache, in der er den Vertretern der Regierung, des Gerichts, der Stadt, des Turnkreises, des Gaues Hessen, den Vertretern der Vereine füv ihre mühevolle Arbeit in den Festausschüssen, sowie allen Erschienenen für ihre Anwesenheit herzlichen Tank aussprach. Weiter wieS er auf die Bedeutung des Turnens in der Pflege für Körper und Geist, in der Stärkung der Wehrmacht und Vaters landsliebe; er schloß seine Ansprache mit einem dreifachen Gut Heil auf Kaiser und Großherzog. Ter 2. Vorsitzende, Lehrer Kling, wies in seiner Festrede zuerst darauf bin, wie allmählich stach dem 30 jährigen Kriege das deutsche VolksbewuUsein erloschen war. Erft in den Zeiten tiefster Erniedrigung enoachte wieder der deutsche BolkSgeift und mit ihm erstanden Männer zum Führen und Lenken des deutschen Volkswillens. Keiner aber hatte tiefer hineingeschaut in das Elend des deutschen Volkstums damaliger Zeit als Friedr. Ludwig Jahn, der das deutsckie Turnen als VolSerziehungsmittel erkannt halte. Redner erinnert daran, wie sich dieses Turnen rasch ausbreitete und wie auch schon 1846 in Gießen ein Turnverein ins Leben trat, dem bann 1885 bet iOränncr-Tumverein folgte. Er gedachte kurz der Gründung dieses Vereins, dessen turnerischer Tätigkeit und Erfolge und gab dem Wunsche Ausdruck, daß der Jubelverein sich weiter entwickeln möge zu einem immer kräftigeren Zweige der deutschen Turnerschaft. Dann wies Redner noch auf den Zweck des heutigen Turnens hin und forderte auf, das beutfdx' Turnen zu fordern und zu unterstützen zum .Wohle des eigenen Gedeihens und zum Schutze des Vaterlandes. Mit einem jubelnd angenommenen Gut Heil auf das deutsche Vaterland schloß der Redner unter großem Beifall. Nach dem gemeinsamen Lied „Deutschland, Deutschland über alles" zeigten 16 Turnerinnen hübsche Stabübungen nach Musik. Nach einem Prolog, gesprochen durch ^Fräulein Haas, weihte der 1. Kreisvertreter Landesturninspektor Schulrat Schmuck die neue Fahne und dankte für die Einladung der Kreisvertretung, wobei er hervorhob, daß der Männerturnverein jederzeit seine Schuldigkeit getan habe und sich der größten Wertschätzung im Kreis erfreue. Vor 25 Jahren habe er beim Männerturnverein die Ehre gehabt, ebenfalls den Weihspruck) zu sprechen. Sein Weihe- spruch zu der neuen Fahne laute: „Tem Vaterlande unsere Kraft." Die Turnkunst, die früher verlacht, verhöhnt und verspottet war, um ne sei jetzt ein Wettlauf. Das Turnen ist Gemeingut des deutschen Volkes, ohne Unterschied des Staiides. Er bebaute deshalb die Kluft im Turnen, die durch die konfessionellen unb politischen Turnvereine geschaffen fei. Seine Weiherede schloß mrt einem dreifachen Gut Heil auf den Männerturnverein. Ter Vorsitzende übernahm die geweihte Fahne als ein Geschenk ter Frauen und Jungfrauen des Männerturnvereins zur Pflege edlen Gemeinsinns, echten deutschen Geistes und echter Vaterlandsliebe. 'Ter Fahnenträger übernahm die Fahne, Treue gelobend, mit einem Gut Heil auf die Spenderinnen. Gauvertreter Helm dankte für die Einladung des Gauausschusses unb schloß sich den Worten des Kreisvertreters Schmuck an, indem er dem Männerturnverein wünschte, daß er das sich vorgetzeckte Zstl Wähler zu versenden. Bon den anwesenden Bündlern wurden die Ausführungen Wit außerordentlichem Beifall ausgenommen. — Rach einer kurzen Pause sprach, ebenfalls unter lebhaftem Beifall des Bundes per Landwirte, Landtagsabgeorbneter S ch rem v s-S t u t t g a r t für die Kandidatur von Helmolt. Der Redner unterstrich nochmals vieles von dem, was der Vorredner bereits gesagt hatte. Er bedauerte auch die Trennung des Bundes und der Nationalliberalen aufs tiefste. Wer das Wort geprägt habe: ,,Vcm Ballermann bi-s Bebel", habe ein böses .Kuckucksei ins politische Rest gelegt. Er habe stets die hohe Bedeutung anerkannt, die gemäßigter Nationalliberalismus, eut Nationalliberalismus im Sinne der Freiheitskriege, gehabt -habe und auch behalten solle. Schars wendet sich der Redner gegen den neuen hannoverschen Baue r n - bund, dessen Agitatoren hier im Wahlkreis für die National- liberalen eintreten. Es sei ein Zersplitterungsbund, der leine großen Sprünge machen könne und nur der Sozialdemokratie iw Wahlkreise vorarbeite. Wenn der Bund der Landwirte die Landwirtschaft habe, so müsse das günstig wirken auf alle anderen Berufsstände. Der Redner wendet sich scharf gegen den Vorwurf beS Brot- und Fleischwuchers unb kommt auch nochmals ausführlich auf die Reichsfinanzreform zu sprechen. Der Bunb ber Landwirte fei auch deshalb gegen die Erbanfallsteuer geweien, weil sie sicherlich in nächster Zeit weiter nach abwärts aus- gebaut worben Iroärc. Für die Sozialdemokratie sei bas sogar aus taktischen Grünben ein sehnlicher Wunsch. Wenn schon währenb der Schrempfschen Rede ab unb zu Tumultszenen den ruhigen Verlauf der Versammlung Nörten, so kam es erst in der Aussprache zu noch stürmischeren Austritten und leiber aufbeibenSeitennochzueinigenschweren persönlichen Beleidigungen. Es war nur der Umsicht unb ber Ruhe des Versammlungsleiters, Landwirts Hensel- Dortelweil, zu verdanken, daß es beiderseits zu bedauerlicheren Ausschreitungen nicht weiter gekommen ist. Für die Kandidatur van (Satter sprach zunächst unter demonstrativem Beifall der Anhänger van Calkers und unter lautem Protest der Bünbler, Generalsekretär Dr. Hugo, ber von seinem Standpunkt aus das Verhalten der nationalliberalen Partei in ber Reichsfüianzreform rechtfertigte unb den beinahe demagogischen Inhalt eines Flugblattes des Bundes der Landwirte als An- .gehöriger einer bürgerlichen Partei tief bedauert. . Für die fortschrittliche Volkspartei sprach ^emmarlehrer Leuchtgens, zunächst persönliche, ihm von bündlerischer Seite 'durch Prosessor Gebhardt und Landtagsabgeordneten Breidenbach gewordene Beleidigungen energisch zurückweisend. Der letzterer hatte gerufen: „Da kommt die freisinnige Leuchte! 'Der Redner bedauert es, daß int Wahlkampf und besonders von der „Neuen Tageszeitung" so zahlreiche Angriffe gegen den Lehrer- stand erhoben worden wären, da dadurch die Autorität der Lehrer auf dem Lande untergraben würde. . Das Schlußwort hatte Abg. Schrenips, der die Kandidatur Dr. von Helmolt empfahl. Angesichts dieser für die Staatsla-sse so günstigen Aussichten beantrage ich: Die verehrliche Zweite Kammer wolle beschließen, die Groß- herzvguche Regierung zu ersuchen, die Wetterdienst stelle bet dem landw. Institut der Landesuniversität zuGießenalseinStaatsinstitutanzuerkennen, ihren Bestand zu sichern, ihren Ausbau zu fördern und ihren Etat endgültig in den Haupt - voranschlag des Grobherzogtums einzureihen. Aus dem Wahlkampf in zriedberg-vüdingen. x Firiedberg, 12. Juni. Heute war der Wahlkampf noch einmal auf der ganzen Linie entbrannt; alle Parteien haben noch einmal die gesamten zur Verfügung stehenben Kräfte zur Agitation entsandt, besonbers die n.ativnalliberale Partei, bie nicht weniger als 14 Versammlungen abhielt. Professor van Calker besuchte mit einigen politischen Freunben mit Automobil allein sechs Ortschaften (Wisselsheim, Steinfurth, Münzenberg, Fauerbach v. b. H., Langenhain-Ziegenberg, Ober-Roßbach, Robheim v. b. fe.'i unb stellte sich in kurzer 20minutiger Ansprache nochmals ben Wählern vor, babei, wie immer, vornehm-sachlich unb ohne Gehässigkeit gegen ben Gegner. Die beiden anderen Parteien ton» zentrierten ihre Tätigkeit am Nvchmittag mehr auf Friedberg, wo zwei. größere politische Kundgebungen stattfanden, eine sozialdemokratische im Saalbau und eine bündlerische Versammlung im Hotel Trapp. Die heißeste unb erbittertste Schlacht im ganzen Wahlkampfe würbe heute nachmittag von 4—8 Uhr im Hotel Trapp geschlagen, wolftn ber Bunb ber Lanbwirte zu einer öffentlichen Wählerversammlung cingdabcit hatte. Runb 8 00 Menschen füllten ben Saal unb bie anliegenbcn Räumlichkeiten bis zum letzten Platz, vor ben Türen unb im Treppenbau «mußten iwch viele Zuhörer stehen bleiben. Zwei Drittel ber Anwesenben, bie ben Derberen Teil bes Saales belegt hatten, waren Bünbler, bie sich aus allen Bezirken bes Wahlkreises eingefunben hatten. Die Nationalliberalen unb Freisinnigen nahmen bas hintere Drittel bes Raumes ein. Zunächst entwickelte Dr. von H e l m o 11, oft von stürmischen Beifallskundgebungen ber Bünbler ober von Zwischenrufen ber Anhänger ber Kanbibatur van Ealker unterbrochen, bas Programm bes Bunbes ber Lanbwirte. Der noch jugenbliche Kanbibat sprach begeistert, babei aber sachlich blcibcnb unb jegliche Polemik öermeibenb; seine Ausführungen waren vom Ernst ber Ueberzcugung für feine Sache getragen Der Rebner führte aus, baß es zum erstenmal nicht möglich sei, seit Grünbung bes Bunbes ber Lanbwirte in Frieb- berg-Bübingen mit ben Nationalliberalen zusammcnrugehcn. Die Schuld träfe die nationalliberale Partei, der Bund der Landwirte hätte sich gerne mit ihr auf die Kanbibatur bes Dr. Becker- Sprenblingen geeinigt. Eingehenb erörterte Dr. von Helmolt bie Stellungnahme des Bundes zur Reichsfinanzreform, insbesondere zur Erbanfallsteuer, die ihrem Wesen nach gleich der Nachlaßsteuer sei, gegen die doch die Nationalliberalen selbst auch noch gewesen luären. Der Redner bebauert es, baß in biejer Frage, bie nach bem Heibelberger Programm boch wirtschaftlicher Art sei, bie Nationalliberalen Fraktionszwang ausgeübt unb so ben Austritt verdienter Männer aus ber Partei veranlaßt haben. Der Bund ber Lanbwirte habe einen solchen Zwang nicht aus- gjciibt, mehrere seiner Mitglieber hätten so für bie Erbanfall- struer stimmen können. Der Rcbner erklärt sich nach wie vor als Wegner ber Erbanfallsteuer, bie auf Ehegatten unb Kinder ausgedehnt würde, da sie überhaupt keine allgemeine Besitzsteuer sei; weite Teile des Besitzes würden von ihr überhaupt gar nicht betroffen, wie der Fiskus, bie Gemeinden und die Aktiengesellschaften. Gegen die Erbanfallsteuer sprächen auch noch eine ganze Reihe von Gesichtspunkten, die ber Redner in längeren Ausführungen von seinem Standpunkt aus zu begründen suchte. Die Klause/, daß Schenkungen von einer Besteuerung ausgc- schlosjen wären, ermögliche es, die Erbanfallsteuer zu umgehen. Beim Grundbesitz seien Schenkungen aber nicht in dem Maße möglich wie beim mobilen Kapital, es wäre da immer erst eine umständliche Ueberschreibung nötig, deren Kosten an sich schon Steuer genug seien. Der Redner wendet sich noch gegen den Vorwurf, der Bund der Landwirte würde einseitig die Interessen ber Ostelbier vertreten, er persönlich sei nicht konservativ, er würbe sich im Falle seiner Wahl überhaupt fernen Partei verschreiben, bas Vaterland stünde ihm über der Partei. Er sei im Wahlkreis überall als Mann, der für die Interessen des Landwirts unb bes kleinen Hanbwerkcrs eintrete, schon ge- nügcilb bekannt unb habe es beStzilb nicht nötig, rote Professor van Ealker in einem Ausruf ferne Photographie an btc einzelnen eryalten soll. Vom Wasserschloß aus werben 2 Druckrohre — schmiedeeiserne Rohre — von je 350 m Länge und 800 mm Durchmesser sur Turbinenanlaae des Krasuverles Ms Bauplatz für bas .Krafthaus ist eine Stelle am Orts» ausgange von Lißberg in der Richtung uach Hirzcuhcmi in Aussicht genommen Dais Gebäude selbst ist breiteuig vorgesehen/ In bem Mittelbau sollen die Wasser- und Dampfturbinen mit ihren ötencratoren Aufstellung finden. Der Raum ist so bemessen, baß darin 2300 PS "istalliert werben können unb zwar 2 x 640 -V 320 --- 1600 PSTlßaffa:* iurbinen und eine Dampfturbine von rb. 700 PS Leistung. Den östlichen Flügel nehmen bie Schalteiurichtungen, die Transformatoren unb Attumulatoren unb bie Nebenräume ein unb in bem Westflügcl ist ber Kessel samt Zubelför für bie Dampfturbine untergebracht, lieber dem Turbinenraium1 tonnen 2 Wohnungen für das Betriebspersonal hcrgestellt werden. . .. . . Von dem Kraftwerk, dem Sitz der Energie aus, findet die Stromverteilung statt. In dem Projekt sind alle Leitungen und Zubehörteile vorgesehen, die zur Zufülirimg' der Elektrizität bis zu den Zählern in den anzuschließenden Gebäuden unb zur Straßenbeleuchtung notlvenbig sind. Die Leitungsanlage zerfällt in bie Hochspannungsleitungen Mrd in bie Orts- und Anschlußleitungen. Tie vorgesehenen 5 Hoche spannungsleitungen sind für 15 000 Bolt Betriebsspannung vorgesehen unb burchwcg als Freileitungen projektiert. Der Verlauf berselben ist so gedacht, baß bie Linie I im Niddertal über Hirzenhain unb Merkenfritz bis Gedern und Ober- Seemen geht. Die Linie II führt im Hillersbachtal nach Schotten und Ulfa. Die Linie III führt über Mdda nach Hungen unb verzweigt dort einerseits nach Lich, anderseits nach Laubach und Grünberg. Die Linie IV dient zur Versorgung der Wetterau. An sie sind unter anderem die Gemeinden Ranstadt, Stammheim, Nieder-Florstadt, Echzell, Wettenay, Dorheim, Friedberg usw. angeschlossen. Die Linie V geht über Ortenberg nach Helters und verzweigt sich nach Altenstadt und Düdelsheim. Damit die elektrische Beleuchtung Aussicht^auf allgemeine Anwendung besitzt, will man mit dem Strompreis für Lichtzwecke bis au) 40 Pfg. pro Kilowattstunde her- untergehen. Diesen Grundpreis haben auch eine Reihe anderer Ueberland-Zentralen eingeführt oder vorgesehen. Für das RI)einhessische Elektrizitätswerk ist z. B. ebenfalls- ein Lichttarif von 40 Pfg. vorgesel)en. Für die Stromabgabe zu KraftMecken wird mit einem’ Durchschnittspreis von 20 Pfg. pro Kilowattstunde gerechnet. Dies bedeutet einen Grundpreis von 25 Pfg., auf den angemessene Rabatte gegeben werden. Sv muß die elektrische Energie für Dreschzwecke billig geliefert werden, damit der Uebergang vom Dampfbetrieb zum elektromotorischen Betrieb herbeigeführt wird. Das Gleiche gilt für Pflugzwecke. Auch den regelmäßig mit Maschinen arbeitenden mittleren und kleineren geiverbtichen Betrieben soll der Kraftstrom zu einem billigen Preis geliefert werden, bamit auch für sie der elektromotorische Betrieb finanziell vorteilhaft ist. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesien Llektrtzitäkwerr Lihberg. Zur Nutzbarmachung der Wasserschätze Oberhessens durch die Organe der Selbstverwaltung, d. s. Provinz, Kreise und Gemeinden, sind in erster Linie zwei Unternehmungen in Aussicht genommen: DaS Wasserwerk Inheiden unb das Elektrizitätswerk Lißberg. Inheiden soll 1911 in Betrieb gesetzt werden, Lißberg kann noch in diesem Jahre begonnen werden. Ungefähr gleichzeitig mit den Bestrebungen, einen großen Teil der Provinz Oberhessen durch ein Gruppenwafserwerk mit Trinkwasser ^u versorgen, entstand der Gedanke, eine elektrische Zentrale in der Provinz zu errichten, um zahlreichen Gemeinden elektrisches Licht und elektrische .Kraft zu verschaffen. Durch Vereinigutm der Wasserkräfte der Nidder unb des bei Lißberg in die Nidder münbeuben Hillers» bachs gedachte man die erforderliche Menge von Elektrizität zu gewinnen. Es fand im Jahre 1906 eine generelle Vorprüfung statt, die seststellle, daß das Projekt einer elektrischen Zentrale bei Lißberg ausführbar sei. Das inzwischen ausgestellte und ben in der nächsten Woche stattfindenben Provinzialtag beschäfligenbe Projekt sieht einen Abnehmerkreis von 63 Orten mit 50000 Ein- lvohnern vor. Zu einer Ueberlanb^entralen in dem gedachten Umfange gehört ein Kraftloerk, das in den ersten Jahren ca. 1,1 Millionen .Kilowattstunden erzeugen kann unb dessen Leistungsfähigkeit sich nach einigen Jahren aus das Doppelte, also auf etwa 2 Millionen Kilowattstunden pro Jahr steigern läßt. Für dieses Kraftwerk steht die Wasserkraft der Nidder und des Hlllersback)s bei Lißberg mit 63 m Gefalle und eine Reservedampfkraft zur Verfügung. Der Ausbau der Wasserkraft der Nidder und bes Hillersbachs ist so ge- dachr, baß am Sägewerke Margarethental in ber SHbber ein Wehr unb ein Srauweiher angelegt werden, von benen aus eine schmiebeeiserne Rohrleitung von etwa 3,3 Kilometer Länge und 1200 mm Durchmesser zu einem Wasserschloß führen, das in einer Höhe von 63 m über der Turbinenanlage liegt. In das Wasserschloß mündet auch der Hillersbach, unb zwar ebenfalls geführt in einer schmiedeeisernen Rohrleitung, deren Länge sich auf 2,9 Kilometer und deren Durchmesser sich auf 700 mm beläuft. Tie Rohrleitung beginnt in einem Stauweiher im Hillersbachtal, der ebenso w-re Iber Mdder-Skruwecher einen Aasserinhalt arm 50OCX) cbm öfters Union, werte im Saale M UM) . Mert Navvmaiw. rt in jeder gewünschte iiatlung stilrein u.preis*er, triihl'sche Univ.-Drucktre der A ** Eintritt freL 1 Summa 2640 Mk. . . . nichts Summa 2640 . . . 2596 „ . . . . 44 Mk. C,SaL>'611" Alt* $UC 5,9^0? V i der«" ilig- Erforderlicher Staatsznschnß: 1201 Wie oben: 2596 'Mk. erreichen möge. Fahnenckägel überreichten der hiesige Turnverem 1846 durch Turner GrC c, der Kavallerieverein durch Herrn W e i ß e und der Schützenverein durch Herrn K i l b i n g e r. Einen Becher stiftete die Freiwillige Gail'sche Feuerweln, den Herr Münch überreichte. Ferner beglückwünschten der Vorsitzende des Turnvereins Marburg, der Vorsitzende des Turnvereins Kirchhain, der.Vorsitzende des Turnvereins Nidda und der Vorsitzende des hiesigen Lokomotivbeamtenvereins den Jubelverein. Ter 1. Vorsitzende Kaufmann dankte für die Geschenke und Glückwünsche Die.Aufführungen der aktiven Turner am Pferd, das Kürsechteu der Fechterriege, die Stützl-antelübungen und das Turnen am Reck ernteten allgemeinen Beifall. Bei Ehrung der Gründer des Vereins wurden als Ehrenmitglieder ernaimt Karl Brück, Georg Toepfer, Emil, Franz und Karl Gersch-Frank- furt a. M., Hricdr Helm, L. Hepligenstaedt, Karl Jann. Ph. Kramer-Friedberg, Adalbert Bindewald, Karl Loth, Karl Muller, Dr H Pitz-Alsseld, Adam Reinig, E. Scknnuck-Tarmstadt, Konr. Steinhäuser, Karl Wenzel und Karl Wigandt. Namens der nen- ernannten Ehrenmitglieder dankte in humorvoller Weise Dir. Pitz für die Auszeichnung. Ter offizielle Teil des Festkommerscs erreichte seinen Schluß gegen 1 Uhr. Der Festsonntag erfreute sich eines günstigen Wetters und infolgedessen eines sehr zahlreichen Besuchs. Um 10 Uhr begann die Kampfrichtersitzung für das Sckmlerwetturnen am Montag. Um 111/? Uhr war Festfrühstück in der Festhalle. Festpräsidcnt Rechtsanwalt Kaufmann brachte das Gut Heil auf Kaiser und Großherzog aus. Universitätsrektor Pros. Dr. Strahl toastete auf die deutsche Turnerschaft, Provinzialdirektor Dr. Usingcr, der selbst ein eifriger Turner war, auf den Männerturnverein, Kommerzienrat Hehl igenstacdt auf den Vorstand des Männcr- Turnvcreins und Kreisvertreter S ch m n Lauf die deutschcEinigkeit. Der Fcstzug stellte sich um l’; Uhr nachmittags in 3 Abtei- Initgcn aus: Die 1. Mtcilung bestand aus Herolden, Ehrcn- Ausschuß, Fest-Ausschuß, Musik, Einzelausschüssc, Radsahrerverein 1885, Spielmannschaft des Mittclrhein. Spielverbandes, Turnverein Heuchelheim und Hermannstein, Schlacktcrverein Brüderschaft, Turnverein Gießen und Grünberg, Bauerscher Gesangverein, Turnverein Berghausen. . 2. Abteilung: Musik, Radklub Germania, Turnverein Gru- ningen, Ak. Turnverein Marburg, Turnverein Lützellinden, Stemm - und Ringklub, Bäckcrverein Frühauf, Turnverein Watzenborn, Turnverein Dutenhofen, Kutscher-Verein, Turnverein Klein- Linden und Leihgestern, M.-T.-V. Marburg, Turnverein Gambach und Steinberg, Poft-Unterbcamten-Verein, Turnverein Treis, Gesangverein Gemütlichkeit, Turngemeinde Marburg, Turnverein Krofdorf und Wetter. 3. Abteilung: Musik, Feuerwehr, Militärverein, Turnverein Hochelheim, Münzenberg, Holzheim, Langgöns, Bad-Nauheim, Lauterbach,,Hörnsheim, Gießener Lok.-Führcr-Verein, Turnverein Wetzlar und Großen Linden, Musik, M.-T.-V. Gießen. Einzelne Vereine hatten schöne Gruppen durch Wagen oder Radfahrer zusammengestellt. Von Turnvereinen außerhalb des Gaues Hessen waren vertreten: Frankfurt, Bockenheim, Sachsenhausen, Turngemeindc und Turngesellschast Bornheim. Diese Vereine boten mit den Marburger und Gießener Spielriegen. Ein vielhundertkbpfiges Publikum füllte die Straßen der Stadt uitb besetzte den Festplatz. Hier entstand nach Ankunft des Fest- zuges ein reges turnerisches Treiben, lieber 250 Turner traten zu hen Froiübungen an, Musterriegcn wurden vorgeführt und dann schlossen sich Turnspiele an, wie Faustball, Tamburinball, Schlagball, Fußball und Neckspiele. In Scharen belagerte das Publikum den Turnplatz. Besonders interessant war der Wett kämpf zwischen den Gießenern und Frankfurtern, der nach hartnäckigem Spiel mit dem Sieg der Frankfurter endete. Inzwischen herrschte auch in der Festhalle, auf den Tanzböden und dem Juxplatz lebhaftes Treiben. Den Hauptanziehungspunkt bildete dann abends das Inhalt reiche Festspiel „Jahn im O l hmp" von Gustav Heim. Later Jahn sieht vom Olhmp die wackere Turnerschar in Gießen und freut sich, daß das herrliche Ziel seines Lebens, Deutschlands Einheit, errungen ist. Ein Grieche rühmt sein Volk als das beste, da cs in Kunst und Wissenschaft das höchste geleistet wu*. In hvohlgclungenen lebenden Bildern zeigt er die Werke der Bud- Hauerkunst. Der Romer hält sein Volk für das erste, da es das stärkste sei. Ein Schwertkampf der Gladiatoren wird auf der Bühne vcrgeführt. Der Cheruskerfürst zeigt in dem Bilde „xu Schlacht im Tcutoburgerlvald", wie Roms Stärke dem Anprall der Germanen unterlag. Seinem Volk gehöre die Krone. Vater Jahn zeigt dann in mehreren Bildern, Reigen und turnerischen Hebungen, daß das deutsche Volk weiter arbeite an der Bildung des Körpers und Geistes. Es waren schöne Gruppen, die sich entwickelten: Stabreigen der Knaben, Keulenschwingen der ?!>rauen- abteilungen, Kürübungen tun Reck. Da gestehen Grieche und Römer, daß dem deutschen Volke der höchste Preis gebühre, xen Schluß deS Festspiels bildet die Huldigung an Germania. Laug- anhaltender Beifall folgte dem Festspiel, der zugleich ein Lohn für die mühevolle Arbeit der Leiter des Spiels und für die Mitwirkenden war. Auch Leiterpyramiden wurden noch ausgeführt. Den übrigen Teil des Abends füllte das Konzert der Kapelle des Kaiser Wilhelm-Regiments unter Leitung des Ober- muslkmeisters Löber aus. Besonders erwähnt sei noch die „Bayrische Bierholle", in der es fortgesetzt sehr lebhaft ^uging. Gute Geschäfte haben auch die Berg- und Talbahn, Krnematograph, „Das verzauberte Schloß", die Waffelbäckerei und die übrigen Schaubuden und Stände gemacht. Die Elektrische hatte wiederum viel zu tun, um die Festgäste in die Stadt zurückzubringen. Gerichtssaal. * Gießen, 11. Juni. Das Standgericht des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm verhandelte in seiner heutigen Sitzung gegen 2 Musketiere der 12. Kompagnie. Sie hatten sich wegen unerlaubter Entfernung und Uebertretungl zu verantworten. Die Angeklagten waren am 24. April, als das Regiment auf dem Truppenübungsplatz Darmstadt war, ohne Urlaub nach Griesheim gegangen. Nachdem sic dort verschiedene Wirtschaften besucht hatten, begaben sie sich singend aus den Heimweg. Die Angeklagten und noch einige Soldaten vom Regiment wurden wegen des lauten Singens vom Gendarm angehalten und nach dem Namen gefragt. Während die übrigen Leute ihre richtigen Namen nannten, gaben beide Angeklagte einen falsckum Namen an. Am anderen Tage wurden dann mit Hilfe der übrigen angehaltenen Leute die richtigen Namen ermittelt und gegen sämtliche Leute Anzeige wegen ruhestörenden Lärms erstattet. Die Angeklagten, die bis zum letzten Augenblick ihr Vergehen leugneten, gaben nachher zu, daß sie dabei gewesen sein könnten,wollen sich jedoch dessen nicht mehr genau erinnern. Durch die eidlichen Aussagen der Zeugen wurde erwiesen, daß die Angeklagten die beiden Leute der 12. Kompagnie waren, die in Griesheim vom Gendarm an- gehalten worden waren. Der Vertreter der Anklage, Leutnant Moeller, beantragte, jeden Angeklagten wegen unerlaubter Entfernung zu 5 Tagen strengen Arrest und wegen der Übertretung nach § 360 Ziff. 8 und 11 R. St. G. B. zu je 3 Mark Geldstrafe, eventuell je 2 Tagen Haft zu verurteilen. Das Gericht, das die Angeklagten von der Anklage der unerlaubten Entfernung frei- sprach, da den genannten nicht bekannt gegeben war, daß es verboten ‘mar, ohne Urlaub nach Griesheim zu gehen, erkannte wegen der Uebertrctung nach § 360 Ziff. 8 und 11 R. St. G. B. auf eine Geldstrafe von zwanzig Mark, eventuell 14 Tage Hast gegen jeben 'Sngeflagten. Das Urteil wurde sofort angenommen. rnt. Darmstadt, 12. Juni. Das Schwurgericht verhandelte gestern gegen den 32 Jahre alten Landbrieftr ä g er Martin Born aus Dudenhofen wegen Verbrechens im Amt. Er ist bisher unbestraft, verheiratet und lebt in geordneten Verhältnissen, wenn er durch den Neubau eines Hauses auch etwas in Geldnot war. Er ist beschuldigt, einen Geldbetrag von etwa 40 Mark, der ihm zur Einzahlung auf der Post anvertraut war, erst auf wiederholte Mahnung abgeliefert zu haben und soll weiter 2 Postnachnahmen, die er einkassiert hatte, nicht rechtzeitig dem Postverwalter ausgehändigt haben. Den einen Betrag bestreitet er von dem Schuldner empfangen zu haben. Weiter unterschlug er einen Mahnbrief <£a den Schuldner, während er in dem zwecken Falle die Nachmahmequittung fälschte. Bis auf den von ihm bestrittenen Fall sind die Beträge ersetzt. Born toirb mit 7 Monaten Gefängnis bestraft. Handel. ss Marburg, 12. Juni, lieber das Vermöge»: der Firma M. A. Strauß ist das K o n k n r s v e r s a h r e n eröffnet worden. Die Verschuldung soll 810 000 Pik. betragen. Dem Vernehmen nach werde»: verschiedene Geschäftsleute arg in Mitleidenschaft gezogen. Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Gvernhaur. Montag, abends 77, Uhr: „Der Graf von Luxemburg." Dienstag, abends 7 Uhr: „Undine." Schauspielhaus. Montag: „Brand." Tie»:stag: „Die Räuber." Anfang jedes^ mal abends 7 Uhr. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Geheinrrat Pros. Dr. S ch »v e»: i»: g e r, der ehemalige Leibarzt des Fürsten Bisnrarck, begeht an: 15. Juni seinen 60. Geburtstag. Müller sche baoenintait. Wasserrvarme der Lahn 1 7 °R. Meteorologische Beobachtungen der Statton Gießen. Juni 1910 Barometer aus 0° reduziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Wind- rtchtuug Windstärke Grad her Bewölkung In gehn»! der lichlb. ßimmebfl. Wetter 12. 2*6 | 742,9 20,4 13,1 74 SSE 2 7 12. 9" 742.2 189 13,7 85 S 2 10 13. 7»i 742,3 16,2 12,4 90 SSE 2 10 H 91 ochste 2 iebvigft Kemper e , ckur a m 11 , 11 biS 12 , 12 . Juni --- „ — + 21,8 ° 0. 4- 15,4 °C. st Königsberger Ml-Meilis m ML Gesamtkündigung bis I. April 1920 ausgeschlossen. Unsere Bank legt in Gemeinschaft mit anderen Banken 13 Millionen Mark dieser Anleihe zum Kurse von 100.40% zur Zeichnung auf und erbitten wir gefl. Anmeldungen. Gießen, 13. Juni 1910. ai»/6 Niederlassung Giessen Müller. Dietz. Von Donnerstag, dem 9. Juni, ab bewillige ich auf Wollene Jacken-Kostüme Wollene Prinzess-Kleider Farbige u. schwarze Paletots Farbige u. schwarze Kimonos Wollene Kostümröcke Wollene Blusen 20% Skonto Ich bemerke ausdrücklich, dass äusser einigen ganz minimalen Restbeständen nur Ware aus der Saison 8980 zum Verkauf gelangt Modewarenhaus Carl Nowack ■ 'M -f. CS1 Gehr. Weil Neustadt 10 GIESSEN Fernspr. 506 Eier Deckbett mit 7 Pfund doppelt gereinigten neuen Federn gefüllt Mk. 9.50 12.— 14.70 16.50 22.— rc. kiQQPn mit 2 Pfund Federn gefüllt INIOdCM Mk. 3.- 3.60 1.40 6.20 oc. Vollständige Betten Telegramm. Verkaufe morgen auf den: Brandplatz eine Waggon- ladung frisch gepflückter Erdbeeren extra billig. Mache darauf aufmerksam, daß nur frische Ware zum Verkauf konunt. 3275 Klees aus Elberfeld. MWWWM! jeder Art, 3093 = sowie alle Gummiwaren. = C. Pattberg, Seilersweg U $ Gelepteilti Ein grosser Posten einfache bis hochelegante Damenwäsche (Reisemuster) aussergewöhnlich billig. 3201 J.Kaanjr Kreuzplatz 10