lang Die heutige Nummer umfa&t 12 Seiten. aus Dänemark sie ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ tm pro Woche Giessen Plockstr. U|16 Pro!«, kelt garantiert, ingetretenen Rcchtsvorgängc auch bann nach beit alten Ziehen bcr Zu wachs steuer iinterliegen, wenn das Ver- chren zur Feststellung ber Steuer erst nach bent Jnkraftr- teten des Reichsgesetzes zum Mschlusse kommt. ein Mißtrauensvotum von kaum zu üfrerbietcnbec Schärfe. Tie nur mit Hilfe ber polnischen Reichstagsfraktion möglich gewesene Zertrümmerung bes Blocks hat auf die polnische Wählerschaft offenbar burchaus nicht den Eindruck gemacht, ben bie Fraktion selbst und bas Zentrum sich bavon versprachen. Im Gegenteil scheint bie Mitwirkung an ber Reichsfinanzreform ber polnischen Fraktion von der Polnischen Wählerschaft so übel (genommen zn sein, daß ein Teil bavon selbst mit bem bemokratischen Polenkandidaten nicht zuftieden war, sondern unmittelbar ins sozialdemo-i kratische Lager abschwenkte. IANN 14/|6 ju mieten gesucht. et Nr. 2187 an die GW erbeten. Kälber...... Zune.vieh. ... Kühe, Bullen, Ochsen Rindfleisch . . . Schweinefleisch . . Schinken .... Hammelfleisch . . Der Wert dieser Einfuhr stellte sich 1908 auf ungefähr 97 und 1909 auf 98 Millionen Mark. Der Kaifer in Homburg. Aus Hamburg v. b. Höhe urirb gemelbet: Ter smiser begab sich am Dienstag vormittag zu Fuß mit sesolge nach dem hiesigen Bahnhofe, um eine Supraporte besichtigen, welche über dem Eingang zum Kaiser- pawillon vom Bahnsteig aus angebracht werden soll. Zu- gegeit waren aus Frankfurt a. M.: Eisenbahn-Tirertions- 'Hr»äsident Rouleaux und Regierungs- und Baurat Wegner; ferner Geheimrat Jacobi und der Künstler Maler Nebel. ?ic von der Landesregierung hierzu bestimmten Stellen, leb er steuerpflichtige Rechtsvorgänge int Sinne dieses (Neetzes haben ben Steuerbehörden Mitteilung zu machen )ie Grunbbuchämter, die Registerbehörden, die Staats- und ommunafbebörben unb die Notare. Der zur Steuer Ber- slichtete muß ber Steuerbehörde eine Steuererklärung ein- eichcn, die die Behörde mit einem Steuerbescheide öeant- h'ortet. Beschwerde ist zulässig. lieber die Art ber Steuereinziehung enthält der Entwurf eine Reihe von Bestimmungen. Von dem Ertrage der Steuer erhält das Reich 50iProz., b.e Bundesstaaten 10 Proz., die .Kommunen 40 Proz. Tie Gemeinben können zu den vom Reich erhobenen Lteuersätzen für ihre Rechnung noch Zuschläge erheben, krreicht der Anteil ber Gemeinben, in denen eine Zuwachssteuer am 1. April 1909 in Geltung war, nicht ben bis m diesem Zeitpunkt erzielten jährlichen Durchschnittsercrag, io ist ihnen für eilten Zeitraum von 5 Zähren nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes der Unterschied aus dem auf das Reich entfallenden Anteil am Ertrage zuzuweisen. Mit dem Tage des Inkrafttretens (ber Termin ist offen elassen) treten die kommunalen Zuwachsgesetze mit bcr Maßgabe außer straft, daß bie vor bem 1. April 1910 Die Zlotteneifcrsucht (Englands. Die Engländer werden neuerdings, infolge der auch von uns mitgeteilten Nachrichten über Schiffsbauten in Oesterreich, auch auf die Oesterreicher eifersüchtig. Schon hat der bekannte Lord Beresford im Unterhaus eine Anfrage eingebracht, deren Behandlung allerdings eine beinahe nur heitere Seite hatte: London, 12. April. Im Unterhaus befragte Lord Beresford Mac Kenna erstens, ob die Admiralität irgend welche Mitteilung von offiziellen oder nicht offiziellen Quellen erhalten habe, daß O e st e r r e i ch sich tatsächlich auf d e n B a u von Schlachtschiffen des Dreadnought-Typs eingelassen habe; zweitens, wenn dies der Fall sei, wie viele Schiße der Dreadnoughtklasse nach den eingegangenen Berichten auf Stapel gelegt worden seien und schließlich, ob bie Admiralität gehens hegend bei Gie., Schulstr. I • Liadl ®.lcRe1n1n sowie die H M Wkttiz't-'tAZ ^öiondsZeoOn Malier»!, wie des eg der •«Äs SS? tief als" 'S s» Die Jerusalemer Festtage. Jerusalem, 12. April. Bei dem gestrigen Festmahl im Hospiz der Oelbergstistnng brachte Prinz Eitel Friedrich zunächst einen Trinkspruch „aus den erhabenen Herrscher dieses Landes" aus, „dessen Gastfreundschaft wir hier genießen. Se. Majestät der Sultan Hurra!" Der Prinz fuhr, mit einem Toast auf ben Kaiser, ben Protektor dieser Stiftung fort: „Dem Unterstützer und Förderer aller deutschen Vereine im Heiligen Lande, Sr. Majestät dem Kaiser Hurra!" , Der Präsident deö Oberkirchenrats Voigt wies auf dte reichen, unvergänglichen Früchte der Kaisertage des Jahres 1898 hin. Die Schenkung der Dormition und die Zusage der Förderung ber Oelbergsüftung, hätten jetzt eine herrliche Vollendung gefunden. Der Redner sprach dem Kuratorium seinen Dank aus, msbesondere dem hingebungsvollen Kurator, Frhr. v. Mirbach, ferner dem Spender ber großen erforderlichen Mittel und dem Schöpfer unb Ausführer bes Bauplans bes kirchlichen Denkmals beutscher Baukunst. Er wünschte der Arbeit bcr Stiftung unb der Dormition Gottes ^>egen in friedl ichem Wettbewerb beider K o n f e s s i o n e u. Er gedenke insbesondere der Forderung dieses Werkes durch die Kaiserin, auf deren Wohl er bat, die Gläser zu leeren. Fürst Salm dankte im Namen des 'Vereins vom Heiligen Lande für die Teilnahme des Prinzen und ber Prinzessin an der Dormitionsfeier und betonte ben frieblichen Charakter ber deutschen Bestrebungen int Heiligen Lande, mit welchen eine Dankesschuld an die Heimat des Heilanderlösers entrichtet werde und die eben so friedlich seien gegenüber anderen christlichen Konfessionen mit ben gleichen Bestrebungen. Alle Deutschen hätten hier gemeinsame Arbeit zur Verbreitung ber deutschen Kultur unb Wissenschaft zu leisten durch die Befruchtung eines sterilen Landes unb durch die Hebung der verwehten Schätze alter Kultur unb Kunst. Der Kaiser sicherte beiben Konfessionen ben unbestrittenen Besitz hochheiliger Stätten und gewann seinem Namen bis in bas fernste Beduinenzelt Begeisterung. Schließlich sprach Oberhofmeister Frhr. v. Mirbach über die religionsgeschichtliche Bebeutung bes Oelbergs. Der Redner erinnerte an die Beziehungen Karl des Großen unb Gregors bes Großen zu Palästina. Die gleichen Worte wie ber große Papst habe bcr Kaiser 1200 Jahre später an die hiesigen Gläubigen gerichtet unb sie als Bibelwidmung eingetragen: „'Einen aitbcrcn Grund kann Niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus". Der Oberhofmeister warf einen kurzen Rückblick auf die Entstehung unb Entwickelung bes Johanniter- Ordens. Besonders in ber jetzigen Zeit sollten bie Christen einträchtlich zusammenstehen. Gestern unb vorgestern hätten ber Kaiser unb die Kaiserin aus Homburg Segensgrüße gesandt. Freiherr v. Mirbach schloß mit einem Hoch auf bie Königlichen Hoheiten unb bie beutschen Fürsten. Die Krifts im Baugewerbe Berlin, 13. April. Die gestern zwischen den Vertretern der Arbeitgeber und den Beauftragten der Maurer und Bauhilfsarbeiter erneut begonnenen Verhandlungen dauerten saft sechs Stunden und wurden erst gegen 10 Uhr abends beendigt. Ein endgültiges Ergeb- n is wurde e i n st w e i l e n nicht erzielt. Inzwischen sind Aussperrungen weiter verfügt worden in: Danzig, Dresden, Halle, Königsberg, Lübeck, Magdeburg, München und Mauen. In Bonn scheint es nicht zu einer großen Aussperrung zu kommen. Stuttgart, 13. April. Tie Vereinigung der Bauunternehmer beschloß, die Aussperrung der organisierten Arbeiter am 15. April abends 6 Uhr vorzunehmen. Jacobi legte dem Kaiser hier auch Entwürfe vor für den auf dem .Herzberg vom Tauirusklub geplanten Aussichtsturm, gezeichnet von Architekt Feeller. Ter Turm, der eine Höhe von über 20 Metern erhalten wird, ist im Anklang an die römischen Formell der Saalburg gedacht. Der Kaiser genehmigte bie Entwürfe. Ein Fonds von 25000 Mk. ist für den Turm bereits gesammelt. Zm königlichen Schlosse hörte der Kaiser dann oen Vortrag des Chefs des Zivillabinetts v. Valentini. Tie Kaiserin und die Prinzessin unternahmen einen Ausritt zu Pferde. Der Hof unternahm gesterit nachmittag einen Ausflug in Automobilen über Eich und Idstein nach Zuckmantel. Homburg, 12. April. Auf Allerhöchsten Befehl findet im hiesigen Kurtheater am Donnerstag abend 7 Uhr eine Wohltätigkeitsvorstellung statt. Es wird gegeben: Hessische Bauernhochzeit, Tänze und Gesänge hessischer Volkslieder, ausgeführt von Damen, Herren und Kindern .Homburgs, unb ferner: Das Genrebild „Militärfromm" von Moser und Trotha, ebenfalls von hiesigen Tarnen und Herren bargestellt. Die Regie hat Tirektor Steffter. Tie Tänze sind einstudiert von der Großh. Ballettmeisterin Thiele-Leonhard aus Darmstadt. Der Kartenverkauf fin.be t im Kurbureau statt. Dänische Bieheinfuhr nach Deutschland. Von welcher Bedeutung für die Flrischversorgung! Deutschlands die plötzlichen sanitätspolizeilichen Erschwerungen der Vieheinfuhr aus Dänemark sind, geht aus fob» aenben amtlichen Zahlen hervor. In den letzten zwei Jahren hat die Einfuhr von lebeitdem Rindvieh, und von Fleisch nach Deutschland betragen: politische Lagesschau. Die Reichstagserfatzwah' 'n Posen hat dem Deutschtum einen moralischen Erfolg erfreulichster Art, bem Polen tum eine moralische Niederlage von nicht geringer Bedeutung eingetragen. Ter gemeinsame deutsche .Kandidat, Oberbürgermeister Dr. Wilms, hat mit 12 579 Stimmen noch 514 Stimmen mehr als bei der Wahl von 1907 erhalten und damit die höchste Stimmenzahl auf sich vereinigt, die jeinals für einen deutschen Kandidaten im Posener Wahlkreise abgegeben wurde. Dagegen büßte das Polentum int Vergleich mit der letzten Wahl beinahe volle 3000 Stimmer ein. Das ist, so schreibt bie „Tägl. Rundsch.", ein so beträchtlicher Rückgang, daß er bei dem nationalen Eifer der Polen auf eine ungemein tiefgreisende Verstimmung der polni- scheit Wählerschaft schließen läßt. Diese Verstimiitung äußert sich des weiteren in der Verdrängung der offiziellen polnischen Kandidaten aus der Stichwahl. Wenn der polnische Temokrat 4500 Stimmen mehr erhielt als der offizielle polnische Kandidat, so liegt darin für bie Parteileitung Nr. 85 Erstes Blatt 160. Jahrgang Mittwoch 13. April 1910 ViMCllvllvl 441livluvIr wirtschaftliche Seitsragen ▼ fl M W V ▼ Ä ” ES Che,redakteur: A Goetz, ßernwrech-Anschlüsse: N M Verantwortlich für den sir die Redaktion 112, < v < politischen Teil: August B» General-Anzeiger für Oberhessen MM Annahme von Anzeigen । $ fjcü* für ben mr Hotationsbrnd unb Verlag ber vrühl'schen Uniu.-Vuch- unb Steinbruderei kl. Lange. Rebaltion, Lxpebition unb Druckerei: Schulftratze 7. 'H. B-s. Der Ausstand in Marseille. Paris, 12. April. Die heute nachmittag aus Marseille eingetroffenen Nachrichten lauten ziemlich e r n st. Der Präfekt hat, um etwaigen schweren Ruhestörungen vorzubc::gen, verlangt, daß unverzüglich ein Kürassier- unb ein Dragoner- Regiment -sowie 500 Gendarmen, unter ihnen 200 berittene, nach Marseille abgesandt werden. Im Hofe des Präfelturgcbäudes halten sich zwei Schwadronen Husaren, ein Bataillon Infanterie, sowie mehrere hundert Gendarmen und Schutzleute bereit. — Nach einer anderweitig unbestätigten Meldung des „Jntransigeant" haben die an Bord des Postdampfers „Moise" verwendeten Matrosen der Kriegsmarine die Weiterarbeit mit der Begründung, daß der Heizerdienst für sie zu schwer sei, verweigert. Marseille, 12. April. Die ausständigen Stra-- ßenbahnangestellten beschlossen, morgen die Arbeit wieder aufzunehmen. Nach einer heute abgehaltenen Streikversammlung veranstalteten die Teilnehmer eine Straßenkundgebung, während bereit sie versuchten, zwei Straßenbahnwagen an ber Weiterfahrt zu hinbern. Einer der beiden Wagen wurde durch Steinwürfe beschädigt. Schutzleute und Husaren zerstreuten die Manifestanten, von denen einige verwundet wurden. Die Arbeiter hielten heute zahlreiche Versammlungen ab, worauf der Beschstluß gefaßt wurde, den A u s st a n d fortan setzen, bis die Seeleute Genugtuung erhalten. Die Handlungsgehilfen und die Straßenbahnangestellten sind in den Ausstand getreten: auch in mehreren Werkstätten wurde i)i_e Arbeit völlig eingestellt. Der Verkehr ber Straßenbahnen ist vollstänbig eingestellt. Militärlustschiffe in Besterreich und England. Der „Neuen Freien Presse" zufolge werden gegenwärtig in Oesterreich aus privaten Mitteln zwei Lenkballons gebaut. Der Entwurf des einen Motor- luftschifses stammt von Oberleutnant Mannsbarth, bent Kommandeurstellvertreter des österreich-ungarischen Motorballons „Parseval". Es handelt sich um einen Lenkballon nach dem unstarren System mit einer Länge von 90 Meter und dem größten Durchmesser von 12,7 Meter. Das Luftschiff hat sechs Propeller, die von zwei Benzinmotoren, von je 120 bis 150 Pferdekräften getrieben werden. Der Ballon soll sowohl für militärische als auch für Passagierzwecke vorzüglich geeignet fein. Der Aufstieg soll noch im Laufe des Monats Juli erfolgen. Der zweite Lcnkballon, vom Generalstabshauptmann Boemches entworfen, nähert sich seiner Vollendung; dieser Ballon wird in der Zägdausstellung ausgestellt. Neber das Luftschiff, das die englische Admiralität erbauen läßt, wird mitgeteilt, daß es im allgemeinen dem letzten Zeppelintyp ähnlich, etwas Heiner, aber schneller sein werde. Die Versuche vom englischen Luftschiffahrtsamt ergaben, daß es eine bessere Konstruktion gebe, als gegen-i wärtig die vom Zeppelin, dessen Gestalt hinten ivegen seiner großen Breite ein Bremsen zur Folge hat. Die Konstruktion, die die beste Gestalt ergebe, ähnele im Umriß dem Deck eines Kreuzers. Das Admiralitätslu'ftschifs werde in der Tat bie Form einer Makrele haben, bas heißt, seine größte Breite werbe vor dem Mittelschiff liegen, wie es bei alten; modernen .Kriegsschifftypen der Fall ist. Die Maschinen sollen von der Firma Vickers u. Sons gebaut werden. Das Luftschiff wird mit einer Anlage zur Erzeugung von Elektrizität ausgeftattet, die für drahtlose Telegraphie Anwendung finden soll. 1909 1908 1909 1908 Stück Stück Stück Stück . . . 6 382 7 785 — — . . . 74 043 79 570 51 247 52 575 . . . 129 11b 130 115 70 761 63 360 dz dz dz dz 123 511 63 317 54 372 . . . 130 041 69 468 32 498 22 741 . . . 6 186 6 360 926 570 ... 2 647 1907 1289 863 GericLnsdcral. Karl May als Kläger. C h ar l o 11 e n bur g, 12. April. Der Reiseschriftstelleu Karl May stand heute vor dem Schöffengericht feinem alten Gegner, dein Führer der „Gelben Gewerkschaften" LebiuL- als Privatkläger gegenüber. Mit Lebius war sein Rechtsbeistand Rechreaiuoalt Kiel, 12. Avril. Tas Schöffengericht verurteilte bcn. Vorsitzenden de? Gewerkfchafts - Kartells wegen Deranstalluna eines polizeilich nicht genehmigten Auszuges uni einer öffentlichen Versammlung unter freiem pimmci ui einer Geldstrafe von 60 Mk. — In A l t o u a wurde der Leiter eines nicht genehmigten Auszuges zu 100 Mk. Geldstrafe verurteilt. Ausland. Der russische Unterrichtsminister brachte bei der Duma eine Gesetzesvorlage ein, durch die Frauen, die in Rußland oder im Ausland H o ch s ch u l e n ab s o 1 v rer t haben, das Recht erteilt wird, ein Universitätsexamen ab- zulegcn, Las ihnen die gleichen Rechte für eine gelehrte unterrichtliche Tätigkeit einrüumt wie den männlichen Kandidaten. Der russische Minister der öffentlichen Arbeiten brachte eine Gesetzesvorlage ein, für den Bau einer Eisenbahn aus dem linken Newaufer zum Anschluß der finnischen Bahnen an das Reichsnetz einen Kredit von 1 717 200 Rubeln zu gewähren. Zwischen Täbris und D s ch u l f a — eine Strecke von 125 Werst — wurde der Autoomnibu sverkehr er- öffnet. ______________ Vcrfimjduc». * Eine schreckliche Nacht muß eine junge Dame durch' geniacht haben, die halbtot zwischen den Klippen am strande des Meeres in der Nähe von St. D o na t gefunden wurde, neben der Leiche eines jungen Herrn, mit dem sie am Abend einen Spaziergang unternahm und der, soweit bisher festgestellt weroen konnte, ihr Verlobter ,var. Die beiden benutzten einen Fußweg, der ab lehr gefährlich bekannt ist und der in der Dunkelheit niemals betreten werden sollte. Man kam so zu dicht nn den Rand dc> Klippen heran und plötzlich rutschte der junge Mann aus. G" Kallen hielt er sich unglücklicherweise nn dem langen Mädchen „nd riß cs mit sich in die Tiese. Beide stürzte>l über 60 Fuv hinunter. Der junge Mann hatte furchtbare Verletzungen erlitten und starb nach ungefähr einer Stunde. TaS junge Mädchen hat schwere innere Verletzungen davongetragen; es hatte unter andeiei mehrere Rippen, beide Beine und einen Arm gebrochen, wq sie hilflos in einiger Entfernung von ihren^Begleiter ohne M rühren zu können; sie mußte das schreckliche Stöhnen und Rocheil des Schwerverletzten anhören, bis er seinen Geist an'gab. Als geflindei'. ivnrde, lebte sie noch und man hat sie sofort "l oao nächste Krankelihaus gebracht, aber es wirb befurchtet, daß sie zu retten ist. Deutsches Reich. Die sächsische zweite Kammer verhandelte am Dienstag über die sozialdemokratische Anfrage betreffend die plötzliche Entlassung von 13 Eisenbahn-Werkstättenar- beitem in Chemnitz wegen Teilnahme an einer öffentlichen Versammlung. Staatsminister Dr. v. Rueger führte in der Beantwortung etwa folgendes aus: Die Eisenbahnverwaltung könne den Beitritt der Cisenbahnarbeiter zum deutschen Trans- vortarbeiterverband keinesfalls dulden. Die Regierung erließ eine Verordming, wonach die einzelnen 'Dienststellen angewiesen wurden, Reden und Agitation unter den Eisenbahnarbeitern für den deutschen Transportarbeiter-Derband zu verhindern. Das Endziel des Verbandes gehe darauf hinaus, auf dem Wege der Streiks weitgehende Forderungen von der Eisenbahnverwaltung zu erzwingen. Vor dem Unheil eines Eisenbahnarbeiterstreiks müsse das Volk unbedingt bewahrt bleiben. Die Eisenbahnarbeiter ständen nicht unter der Gewerbeordnung. Es stehe ihnen ein unbeschränktes Koalitionsrecht nicht zu. Die Entlassung sei auf Grund des Dis- ziplinargesetzes erfolgt. Das Msziplinargesetz werde von dem Reichsvereinsgesetz nicht aufgehoben. Die betreffenden Arbeiter hätten sich ihre Entlassung selbst zuzuschreiben. Auch die Veranstalter solcher Versammlungen lüden eine schwere Verantwortung auf sich, wenn sie wüßten, daß die Arbeiter, die ihrem Rate folgten, sich schweren wirtschaftlichen Nachteilen aussetzten. Im elsässischen Landesausschuß wurde am Drens- ,-tag zunächst die Militäranwärterfrage behandelt. Sodann erhielt Dr. Pfleger (Zentrum) das Wort und erhob siun zweiten Male den Borwurf, daß im Prozeß Gneiße-Wetterle ein Tendenzurteil gefällt worden sei. Wenn der Unterstaatssekretär 'Dr. Petri diese Behauptung als eine unerhörte Beleidigung der Colmarer Strafkammer aus Grund der im Dis- ziplinar-Untersuckwngsverfahren abgegebenen Zeugenaussagen zu- rückgewiesen habe, so könne er, Dr. Pfleger, nur sagen, der Unterstaatssekretär habe nur die günstigen Stellen der Zeugen- oussagen zusammengestellt, bagegen die beleidigenden ausgelanen. Er beantrage die Verlesung einer weiteren Reihe von Zeugenaussagen oder die Untersuchung durch einen Ausschuß, xer Unterstaatssekretär wies diese unerhörten Verdächtigungen zurück und erklärte, daß durch den Antrag eine völlige Verlesung der Untersuchungsatten notwendig iverde. , Liefe L e r - I e ) u n g wurde dann über zwei Stunden lang bei s a st leerem .Hause und unter vollständiger Unaufmerksamkeit vor- genommen, konnte aber noch nicht zu Ende geführt und wird Mittwoch fortgesetzt werden. Ans Grund dieser Verlesung follen dann die Abgeordneten ein Urteil über die Parteilichkeit oder die Unparteilichkeit der Colmarer Richter fällen. Ans StaSt uiifc CanO. Gießen, 13. April 1910. ** 3um Kaiser b esuch. Wie uns ein Privattele- grainm aus Homburg v. d. H. berichtet, werden voraus- sichtlicki im Gefolge des Kaisers bei der Fahrt nach Gießen sein: Die Generaladjutanten General Oberst v. P l e s s e n, Gcneralkapitän v. Scholl, General Frhr. v. Lynker, Generalmajor L la suite v. Lauen st ein, Flügeladjutant Graf v. W e d e 1 und der Leibarzt Dr. N i e s n e r. — Das Gr. Polizeiamt veröffentlicht in oec yeurigen Nummer 2 Bekanntmachungen, in denen die näheren Anordnungen über die Absperrung des Trieb und die Regelung des Verkehrs getroffen sind. Wir empfehlen dem Publikum im allgemeinen Interesse die genaueste Beachtung dieser Bestimmungen — Die Has sinder eine Gießens erlassen heute eine Aufforderung an ihre Mitglieder, sich der Ausstellung der Vereine auf dem Trieb zur Begrüßung des Kaisers anzuschließen. " Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde am 8. April d. I. dem Lehrer P. Huth zu Leidhecken eine Lehrerstelle an der Geineindeschule zu Berstadt; dem Lehrer G. H. Seibert zu Eick)enrod eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hain-Gründ-au; dem Schulamtsaspiranten Hch. Dern aus Rockenberg eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Ohmen; dem Schulamtsaspirantinnen Kath. Fischer aus Gernsheim und Anna Weil aus Finthen je eine Lehrerinstelle an der kath. Schule .zu Gernsheim. Erledigt sind: Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemerndeschule zu Jügesheim, die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gerneindeschule zu Reichelsheim im Odenwald (dem Grafen zu Erbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu), die mit einem evang. Lehrer zu be- fetzeirde Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Dirlammen (mit der Stelle ist Organisten- und Lektordtenst eines hiesigen Buchhalters trank in einem Anfall von Schwermut Lysol und verschied nach kurzer Zeit. Sie lebte mit ihrem IDianne in glücklicher Ehe und hinterläßt zwei Kinder, von denen das jüngste erst einige Wlonate alt ist. Wetzlar, 12. April. Die Aufnahmearbeiten der Geologischen Landesanstalt rrn Kreise Wetzlar und den angrenzenden Teilen der Provinz Hessen-Nassau haben sich un letzten Sommer in der Hauptsache in dem Gebiete nördlich und südlich der Lahn z w i s chen W e tzl a r nnd We i l b ur a bewegt. Von den hierbei inbetracht kommenden Blättern i|t das Meßtischblatt Braunfels fertiggestellt, während die Blätter Merenberg und Weilburg im Laufe des nächsten Sommers druckbereit vorliegen werden. Damit wird dieser tocaen seines Eisenerzreichtums wichtige Teil des Lahngebietes geologisch fertig ausgenommen sem. [j Marburg, 12. April. Der Kurhesfischc Verein für Luftschiffahrt wird Ende dieses Monats mit seinen Ballonfahrten beginnen. Der Preis für die Fahrt beträgt bei drei Passagieren für jeden 100 Mk. F r a n t f u r t a. M., 12. April. Zur Deckung eines etwaigen Fehlbetrags bei der am 5. Mai beginnenden Schlacht- und Mastviehausstellung genehmigte die heutige Stadt- verordnetenversarnrnlung die Bewilligung von 10000 Mark. Ern- stimmig angenommen wurde ferner ein Antrag, den Magistrat zu ersuchen, dahin zu wirken, daß die Stadt F-ranljurt mit Rücksicht auf die seit 1871 verfünffachte Einwohnerzahl eine stärkere Vertretung im Abgeordnetenhause erhält. — In der Idsteiner Straße wurde heute nachmittag der fünfjährige ftnabe Willy Volk von dem Automobil einer hiesigen Samenhandlung überfahren: den Knaben, dem sämtliche Rippen eingedrückt wurden, brachte man sterbend in das städtische Krankenhaus. . w. Wiesbaden, 13.April. Tie Gräfin Kaiserlingk, geborene Gräfin Haeseler, eine Tante des Generalintendanten Grafen Hülsen-Haeseler, feiert heute ihren 101. Geburtstag. Dr. Bredereck erschienen. Kai l May, ein mittelgroßer Herr mit angegrautem schwarzem Haar und sehr lebhaften Ma- nieten, war ohne Rechtsbeistand. Er fühlt sich beleidigt durch einen Brief des Privatbeklagten an die Kammersängerin Fräulein vom Scheidt in Weimar, in dem Lebius von May behauptet, dieser sei ein geborener Verbrecher. Der Brief tvird von dem Privat beklag ter: als echt anerkannt. Rechtsanwalt Bredereck stellt it a. unter Beweis, daß .Karl May megen schweren Einbruchs- ) iebstachls in einen Uhrenladen mit vier Jahren Kerker bestraft worden sei und daß er nad) seiner Entlassung aus dem Zuchthause eine regelrechte Räuberbande gebildet ijabe, die die erzge dir gisch en Wälder unsick)er machte. Weiter oll May seinerzeit den ihn suchenden Ncilitärpatrouillen nur dadurch entschlüpft sein, daß er in der Kleidung eines Gefangenenaufsehers seinen Spießgesellen Krieget durch die Postenkette ttansportierte,. daß dieser Krieget vier Jahre Festung und später 22v2 Jähre Zuchthaus abgesessen habe. May habe toegen dieser Räubereien vier Jahre Zuchthaus bekommen und abgebüßt. Andere Beweisanträge über die Dättgkeit Mays als literarischer Verbrecher behält sich Rechtsanwalt Bredereck vor, der schließlich beantragt, als^ Beweismaterial die Personalakten der Amtshauptmannschaft Dresden-Neustadt heranzuziehen. — Vors. (zu May): Wollen Sie zugeben, daß Sie mehrfach besttaft sind? — Karl May: Wenn das alles wahr wäre, würde ich nicht mehr leben, dann wäre noch der Revolver da. Der Privatläger überreicht dem Vorsitzenden ein umfangreiches Schriftstück. — Bors.: Darauf können wir uns unmöglich einlassen. Erkennen Sie an, daß, Sie (Strafen verbüßt! haben? — May: Jä, aber nick)t die, die mir hier vor- c eworfen werden. Ich bin nie Räuberhauptmann gewesen rnd habe nie eine Tabakspfeife gestohlen. — Bors.: Was ur ©trafen haben Sie verbüßt? — May: Ich habe darüber richts zu sagen, ich würde mir dadurch für einen späteren Prozeß Schaden zusügen. — R.-A. Bredereck: May ist eine Persönlichkeit, von tiefgehendem Einfluß aus die deutsche Jugend, und da liegt ein öffentliches Interesse vor, daß die Vorwürfe des Beklagten nachgeprüst werden. Die ganze Oeffentlichkeit ist sich darüber klar, daß die Schundliteratur auf May zurückzuführen ist. — May: Ich habe nur sechs Bücher für die Jugend geschrieben, sonst wende ick) mich nur an geistig rüstige Leute. Wenn ich einen Einfluß habe, .so ist er gut. Ich bin christus- und gottc§gläubig und erziehe meine Leser zum Glauben und zu einer idealen Lebens-, ührung. Eben weil ich besttaft worden bin, aber nicht wegen schlechter Handlungen. Jedock) kann ich darüber erst päter sprechen. R.-A. Brederek: Der Privattläger hat sich zuerst nicht auf Glauben und Gottesfurcht geworfen und unsittliche Schriften geschrieben. Erst als er sah, daß mit der Tugend ein größeres Geschäft zu machen sei, hat er sie betätigt. Es ist bezeichnend, daß er katholischen Tendenzen huldigt, daß er sich von katholischen Zeitungen feiern läßt. Dabei ist er nie Katholik gewesen. — Lebius bittet den Gerichtshof bringenb, in der ganzen Sache Klarheit zu schaffen. May habe chn in Dresden bankerott gemacht. Jetzt sei May nach Berlin gekommen und bemühe sich, mit Hilfe des „Vorwärts" und der Sozialdemokratie ihn finanziell zu ruinieren. Er sei an dem Streit zwischen May und seiner ersten Frau insofern interessiert, als er, gewissermaßen moralisch gezwungen, um der Frau in ihrer Not beizustehen, ihr ein Jahr lang eine monatliche Rente von 100 Mark gezahlt habe. — ?M a y: Nicht einen Pfennig Rente hat er gezahlt, nur einmal 100 Mark. Dafür miß er jetzt 300 Mark heraus haben. — Der Gerichtshof zieht sich hierauf zur Beratung zurück. Nach Wieder er scheinen des Gerichtshofes verkündet der- Vorsitzende, daß der Gerichtshof den Beklagten zu 15 Mark Geldstrafe verurteilt habe. Rechtsanwalt Brederek stellt fest, daß eine Beschlußfassung über seine Beweisanträge nicht erfolgt ei und daß er vor allen Dingen iwch nicht plädiert habe. Der Vorsitzende bemerft hierauf, daß das Urteil irrtümlich ergangen sei und gibt Rechtsanwalt Brederek das Wort zum Plädoyer. In diesnn bespttcht er noch einmal die Vorstrafen Karl Mays und erklätt, daß sich dieser, nachdem er aus dem Zuchthause eittlassen lvar, der literarischen Tätigkeit zugcwandt habe. Aber auch hier sei er seiner Neigung zum Drebstahl und Ver- bredjen treu geblieben. Eine bekannte Zeitschrift (lieber den Wassern) bringe einen Artikel mit der Ueberschrift „Ein literarischer Dieb", dessen Verfasser zum Sckstuß sage: Ich nenne Karl May ohrtc weiteres einen literarischen Dieb. Er ist in der Tat ein Abenteurer und Freibeuter auf schriststellerisd)em Gebiete. Eine Ueberschreitung des § 193 liege nicht vor, daher bitte er den Privatbeklagten freizusprechen. Privatbeklagter Lebius: Auf eine Anfrage hat der Dresdener Polizeipräsident der Redattion des Dresdener Adreßbuchs gegenüber Karl" May als Hochstapler und literarischen Ver- brecher charatterisiert. — Vors. (zu May): Haben Sie itoch etwas zu sagen? — Karl May: Id) könnte hier noch,em oder zwei Stunden sprechen, was mir zur Last gelegt wird, ist alles Lüge. Der Gettchtshof zieht sich wieder zur Beratung zurück. 9tad) kurzer Zeit verkündet der Vorsitzende das Urteil dahin, daß der Privatbeklagte f r e i z u s v r e ch e n ser Dre Kosten des Verfahrens fallen dem Privatkläger zur Last. 'Dem Beklagten ilt der Schutz des § 193 zugebilligt worden. Eine lieberfcfncitung desselben hat das Gericht nicht als vorliegend angesehen, zumal der Kläger selbst zugegeben habe, daß er verschiedentllch vorbestraft fei. verbunden), die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu ©ungenau (mit >er Stelle ist Organisten-, Lettor- und Kmrtordienst verbunden, ihrem Inhaber kann eine Gehaltszulage bewilligt werden), die mit einem evang. Lehrjer zu besetzende Lehrertelle an der Gemeindeschule zu Schlechten wegen (mit der Stelle ist ^Organisten- und Lettordienst verbmiden, ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werden. •* Städtisch er Landwirtschafts betrieb. Die Stadt hat an der Kläranlage im Herbst etwa 100 Bäume edler Obstsorten pflanzen lassen, die mit der Zeit gewiß reiche Erträge liefern werden. Ebenso ist das bisher brach liegende Gelände zwischen dem alten Wetzlarer Weg entlang der Lahn und der Eisenbahn in einen Kleeacker umgewandelt. ** Amtlicher Wetterdienst. Wie in früheren Jähren werden auch tvieder in diesem Sommer ab 1. Mai an sämtlichen Telegraphenanstalten Hessens täg- ich vormittags 11 Uhr Wettervoraussagen ange- chlagen. Auf Grund eines mit Preußen abgeschlossenen Vertrags übernimmt die Frankfurter Dienststelle wieder riese telegraphische Verbreitung, wobei täglich der Text der Voraussage tu Uebereinstimmung mit dem der Pro- nose des hessischen W e 11 e r d i e nst e s am landw. Jn- titut in Gießen gebracht wird. Nach wie vor aber legt der öffentliche Wetterdienst das Schwergewicht auf die Herausgabe von Wetterkarten, die beim nächsten Postamt oder direkt bei der Wetterdienststelle in Gießen abonniert werden können. Die Wetterkarten sind Landwirten, überhaupt allen Berufsarten, die von der Witterung abIjängen, owie Touristen zu empsehlen. Sie geben in Form einer Landkarte von Europa einen Ueberblick über die morgens 8 Uhr herrschende Witterung und enthalten nähere Nachrichten aus Deutschland und Hessen. Jedem, der eine ver- tändnisvolle Beurteilung der Witterung wünscht und notwendig hat, sind die Karten von höchstem Interesse. Auch als Anschauungsmittel in Schulen beginnt man sie zu verwenden. Der Aushang der Wetterkarten an Bürgermeistereien, in Schulen, Hotels, Lesehallen u. a. Anstalten ist anzustreben. •• Die städtischen Hochbauten, das Verwaltungsgebäude für das Elektrizitätswerk und die Bauten für den neuen Schlachthof, sind im Rohbau fertig und werden jetzt im Innern ausgebaut. Die Maschmen für die Kühlanlage re. werden Anfang Mai hier anlangen und es soll bann sofort mit ihrer Montage begonnen werden. "Vom Baugewerbe. Die 2lrbeiter und Unternehmer un Baugewerbe von Gießen und Umgegend halten heute hier Versammlungen ab, um zu dem bevorstehenden ftämpf im deutschen Baugewerbe Stellung zu nehmen. Die Arbeltnehmer tagen um 4 Uhr und die Arbeitgeber um !/26 Uhr. Hoffentlich führen die Verhandlungen 51t dem Ergebnis, daß Gießen und Uingegend von dem schweren wirtschaftlichen 51'ampf verschont bleibt. ** Die Betriebseinna.hme der Straßenbahn bettug bis zum 1. April 43116.67 Mk., davon entfallen auf dre ersten drei Monate dieses Jahres 27116.67 und auf den V/3 Monat des Vorjahres 16 000 Mk. ** Ein mer kwurdig es Kraftfahrzeug, das gestern nachmittag vom Güterbahnhof über die Hamm- sttaße, Nord-Anlage, Steinstraße und Marburger Straße ich nad) Wieseck hin bewegte, .erregte bei den Passanten Aussehen. Auch die Pferde vor den Fuhrwerken wunderten sich über das Fahrzeug und scheuten vor ihm. Es handelte ich bei dem rasselnden Wagen um eine transportable Holzschneidern ckschine, die ein Dreschmaschmen- besitzer in Wieseck gekauft hat, um damit gegen Lohn einzelnen Besitzern auf ihren Höfen Holz klein zu machen. ? Ettingshausen, 12. April. Als heute vormittag 10 Uhr der Landwirt und Schmied H. Schon: der mit seinem auf dem letzten Pferdemarkt zu Gießen gekauften jungen Pferde Mist fuhr, scheute das Pferd auf ebener Chaussee zwischen der Kolbenmühle und dem Dorfe. Es lief Galopp und der Fuhrmann, der das feurige Tier nicht halten fonnic, aber auch nicht losließ, wurde ein Stuck rnitgeschielst. Er erlitt einen Schädelbruch. [] AuS d er Schwalm, 12. April. In Willingshausen, der bekannten Malerkolonie, wurde zu Ehren des Kunstmalers Ludwig Knaus in Berlin, der im vorigen Jahre den Kindern der ihm lieb gewordenen Gemeinde anläßlich seines 80. Geburtstages 500 Mk. spendete, eine Gedächtnis linde gepflanzt und ein Schwälmer Fest damit verbunden. w. Darmstadt, 12. April. Ti- 26jährige Frau firgendwelche offizielle'Mitteilung'erhalten habe, derznfolge sie glauben könne, daß wertere Fahrzeuge vom Dreadnought-Typ in naher Zukunft von Oesterreich aus Stapel gelegt werden sollten. Mae Kenna erwiderte: Er habe bereits erklärt, datz wir keine offizielle Mitteilung über den Bau österreichisch-ungarffcher Schlachtschiffe besitzen. Es würde nickt opportun fern, ans gründ nicht offizieller Mitteilungen eine Erklärung zur offiziellen Beantwortung einer Anfrage im Unterhaus abzugeben. Lord Beresford fragte hierauf, ob Mae Kenna wisse, da« diese Schiffe aus Stapel gelegt worden seien. _ Mae Kenna erwiderte: Wenn ,ch es wüsste, so wurde ich es nur durd) inoffizielle Mitteilungen wissen und es würde höchst inopportun sein, eine solche Mitteilung in einer offiziellen Antwort auf eine Anfrage weiterzugeben, denn dies würde höchst wahrscheinlich die Quelle andeuten, aus der ich sie empfangen (Beifall bei den Ministeriellen). „ In Beantwortung einer Ansrage erklärte Sir G>ward Grey: Wir haben die Mitteilung erhalten, daß eine Konzession für ine Finanzierung und den Bau einer BahnI>on Kin tschau nach A i g u n amerikanischen und englischen Firmen erteilt worden ist. Die Unterdrückung der albanestschen Ausstander. Konstantinopel, 12. April. 9Lach Depeschen des Kommandanten des 3. Korps unterwarfen sich neun Rcbellench ess bedingungslos; die übrigen werden sich heute unterwerfen. Dre Rebellen lieferten eine erbeutete Kanone und sieben gefangene Soldaten aus. Der Oberkommandant Schefket Pascha reiste nach Adrianopel ab, von wo er mit vier Bataillonen und zwei Maschinen- gewehrkompagnien sich nach Nordalbanien begibt. Den Blättern zufolge sprach die bulgarische Regierung ihr Bedauern über die letzten Zwischenfälle aus und versprach, die nötigen Maßnahmen zu treffen. snas . non w Lc- rM hoffen OG täSss SkIfll4?J »Jen *fiagt4wr SW l2 eiidBM t rt KkS« 5 viele anl^n ulltcl TeÄen der Mn tron trennt «nur • • • geieiicn!" — Beitho Telephon 820 Bodenheiw bestes Kai, des ( erneim W pro F A.Äust< T Deiitsi 0'6568 dien Pal üsa bu di I ss chlachtgtzwicht 68 Geschäft gedrückt und langsam, bleibt Ter Vorstand im (Safe Ebel statt. (D1?0 Gegr. 1880. Berthold Kühne Seltersweg 26 Telephon 820 1878 Lchiffcnbcrgcr Weg 10III [2069 (2127 Telephon 365. Roth in Giessen. 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Rack) einer zwischen Oberbürgermeister Fieser und Direktor Colsmann-Friedrick)s- hafen getroffenen Vereinbarung wird das neuerbante für Pas ja- gicrfnbrten eirrgerichlete Luftschiff „Z. IV" zum ersten Male in der yneiten Hälfte des Mvnats Mai Baden-Baden lxiuclien. Profeffor Wamser'S NeueKartedesKreisesGietzen In Höhenschichten-Darstellung und Relief-Manier. Maßstab: 1:100000. — Mit den wichtigsten Wegemarkierungen. In fünf Farben gedruckt und in Umschlag kartoniert. Milch-Separatoren neuester, solidester Ausführung einfachster Konstruktion leichtestem, ruhigen Gauge bcguemster Reinigung schärfster (Entrahmung XH0~" Probelieferung auf 14 Tage “W1 empfiehlt zu billigsten Preisen — Prospekte und glänzende Zeugnisse über gelieferte Maschinen gratis und franko — CVi Iff. Rosenthal und die sich daran anschließenden Telle der Rhön. 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Marseille, 13. April. Da man befürchtet, daß sich die Bäcker an dem Ausstand beteiligen,,werden Militärbäcker beran- gezogen. Weitere Truppen tressen fortgesetzt cm. Homburgv. d. £»., 13. April. Bei dem Besuch der Kaftcll- überrcftc Z u ck m a n t c l war auch der Leiter der Arbeiten, Bau rat Jakobi, zugezogen. Der Tee wurde auf dem Pfahlgrabcn eingenommen. — Gestern abend folgte der Kaiser einer Einladung zu Tr. Ritter von Marx. Tie Malierin stattete ihrer Schwester, der Prinzessin Feodora zu Schleswig-Holstein, Sonderburg- Augustenburg in Frankfurt einen Besuch ab. Paris. 13. April. Aus Toulon s. m. wird gemeldet, daß ein Soldat des 8. Infanterieregiments seinem Hauptmann gemeldet habe, daß er mit gefälschten Papieren für einen Freund diene. In Wirklichkeit heiße er Jakob Boleslaw und stamme aus Posen. Tie Untersuchung ergab die Richtigkeit seiner 9(nqnben. _____ iui »öw 'M«- fianöd. th. Gießen, 12. April. Ter den- und Strohhandel auf LswaldS Gauen verlief in den letzten 8 Togen wieder reckst gut. Beionders fehlte es nickst an '.'Ingeboten von gutem Yen, wofür sich willige Abnehmer leicht fanden. Bezahlt wurde für Öen der Zentner 5 — 5,25 Mk., Stroh 3,20 Mk., Handdrusch 3.50 Mk. iRdrtte. fc. Frankfurt a. M. SchivciilcMarktbericht vom 13. April. Au'gelrteben waren 1"63 Schiveinc. Vollfleischige Schweine bi-3 $11 2 3entner L'ebenbgeiu. 00.00 — 00 Mk., Schlachtgewicht 00 — 00 Alk. VollsU'ischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 00-00 Mk., Schlachtgewicht 00 - 00 Alk. Volltleisckuge Schweine über 2l/2 Zentner Lebendgewicht 54.00—56.00 Alk., Schlachtgewicht 68—70 Alk. Fctt- ichtucinc über 3 Ztr. Lebendgewicht 54.00-55.50 Alk., Schtachigew. 68-71 Alk. 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Man befand tete, sie habe die Morde bcgang.n, um fick die Lebensversicherungssummen onzuctgncn. Es erregte Verdacht, daß kurz hintereinander uchen, und überall zeigten sich Spuren r-on Arsenik. Als man das Schlafzimmer, wo alle gestorben noicn, bürd'iud:tf, trennte man auch die Matratze auf: in dem Nrß7,aar sand man größere Mengen von Arsenik. Rach dem bttcil der Sachverständigen mußten alle, die die Matratze benutzten, im Schlafe winzige Teile be5 Giftes eingeatmet haben. > Betrachtung. Stromer lätt der Wettersaule): „Fünf tirod unter Null ... da hab' ich andere Jahre immer schon gesessen!" Kinderwagen und Sportwagen sind eingetroffen Ich führe nur die de st. und modernsten Qualitäten und bitte bei Bedarf um güt. Besichtigung meines Lagers. feiÄ'H i,tc '«Mb» ! **w »rJS®* .ct Ul der S«en & Die General-Versammlung mit darauffolgender Vorstands-Sitzung des Berschönerungs - Vereins findet am Donnerstag den 14. d. Mts., abends 8 Uhr, " Verbrecherdi. ^^eßlich r.n ^hltlt jif L - mehrfach beL§u. Aat> ahr iSpbJ P !^nd? J ^olver'^^ühni^ ^nen Sz uKsreiche- N Sie gtrltU"nU91ic 4t bie Äe” dadurch ickÄKW gottcsgläubtg und erzict .SU einer idealen Le^. st iDorbcit bin, aber nick >eöod) Bonn ich Darüber er ! eine ^lippel E. Ls Haushaltungs^äsche reinigt und trocknet nach Gewicht bei billigster Berechnung Waschanstalt Schwan Liebigstraße 63. 02905-, tff Auf Wunsch wird Kochstärkwäsche gestärkt. *60 Eignit-Flamm-jtoMleii. Von 30 Ztr. an frei vors Haus geliefert pro Ztr. 70 Pfg, Einzelne Zentner „ „ , „ „ „ 90 „ Einz. Ztr. (Proben) „ „ „ „ „ M 75 „ Ferner empfehlen zu billigsten Tagespreisen: Ruhranthrazitkohlen, Nußkohlen, Bestmelierte (gemischte Kohlen), -Inthrazit-Eiformbritetts und Braunkohlenbriketts, sowie alle Sorten Gaskoks und Zechen (Hütten)-Äoks, Brennholz. Gebrüder Kahl Gefundheitsbier, ärztlich empfohlen, Malzkraftbier, empfiehlt die Flasche zu 15 Pfg. 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Ä Sunden, bic \vt. i ZÄV ZW mtt die Znteresstn der 3 L einem Artikel der F 9sl mcbt notier.-Hiktci. irrten, die Lm« beiz twnotiibtralen an paar toitalüterakn lagen einst Weit aufrecht ju etija der Landtag und die ehe bestimnite Partei zu den Soi) Ich folge. mS fraten. P (Zuruf: Zentrum i|t .rru nicht Trumpf, aber die i werden. Noch in letzter tzohr Zaus und die and nctionalfiberalen ätanbp: DMecht! iBcisall im ; 'Jlbg. Schiffer $a Nnparteiischen Ziandpunk Ziveä von dem Äbg. Be gestellt sein lassen. Im den Grundsatz: Mr rech behält auch recht/ -Heitert das beite Wittel, ben oh zu beicitiqcit, fei bic Sri ' : riätig. an der Statist i . | gelegt, daß bic Sattelung 1 ) geringe Verschiebung der zi I falt Aber auf diesen Teil ’ sa gern sonst immer die 2: miderlegm Sie die Regien d«fe Statistik'. Uebrigens Tritielimg der Umahibezi trmn - ich kann ei nich "v Mir feine antivlutokr« nrnestc Führer des Zentru . >venigilen^ Führer in Mgt, mir hotten mir ei fiöoteii. Ja, warum h^be nmm.u? 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