Donnerstag 12. Mai 1910 Drittes Blatt Nr. 109 Erscheint tS-lich mit Ausnahme des Sonntags. und Mk 27/30 en Q5o 2-24 ihl Roth in Giessen. D6/J Borsserin tont des Generals ^hutanar« Boulanger Georges Laguerre, der jetzt als Radikaler jich bezeichnet, worin er sich allerdings von anderen ehe- 1905 bis 1909 hat unsere Einfuhr und Ausfuhr von nach dem Vereinigten Königreich an Wert betragen: Tie „rietzener ZamilienblStter" werden dem .Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeit- fragen" erscheinen monatlich zweimal. 160. Jahrgang Obrer Nr. 3. r durch den Wetterau eßenden Telle der »en 03 RotaNonsdruck und Verlag der Brühl'schen UrrwersilätS - Buch- und Stemdruckerei. R. Lange, Gießen. Schon verzollt! — Verlangen Sie Muster! — G. Henneberg. Zürich. l'der Pfeiler) beißt und in Blankversen abgekaßl ist, ist kürzlich von der Stzakefpeare Memorial Society m Stratiord ein Breis oon _ _____ .. ... ----, ------------ . . 6000 Mk. zuerkanut worden, die zugleich beschlossen hat, das Werk, Eingeborenen wenigstens die Grabstätte Overwegs zu Beim nächsijätzrigen .Shakespeare' Festival' in Stratiord aui» ermitteln und die aüfgefundenen Ueberreste nach Maiduguri, zzulühren. Miß Peabody, die bereits durch ihr Versdrama .Mar-1 der jetzigen Hauptstadt Bornus, bringen zu lassen, wo sie Ende Vermochte». * Erntemonate. Die früheste Getreideernte in Europa! findet int Juni statt und zwar in Spanien, Portugal, Italien, Griechenland und einem Teile von Frankreich, die späteste im Oktober, nämlich in den Finnmarken. In außereuropäischen Län- dern wird aber auch schon im Jänner geerntet; dies in Australien, Neuseeland, Chile und Argentinien. Von da ab tonnten wir uns in icdem Monate in einem anderen Lande an der Ernte beteiligen bis zum November. November und Tezcmber sind bic einzigen Monate des Jahres, wo nirgends auf der Erde Getreide geerntet wird. *DasgrößteGebäudeberWelt. Das größte Bureau-- gebäudc der Welt wird sich demnächst zwischen der West- nnb- Washington-Straße, anschließend an das Battor» Bark-Gebäude, in Ne w Y o r k crljcbcn. Ter Riesenbau, zu dem die Gxundnraueru bereits auSgegraben toerben, lvird 31 Stockwerke hoch sein und daher in feiner Höhe mit anderen Wolkenkratzern nicht wetteifern, dagegen ist die bebaute Fläche größer als bei den beiben bischerigen größten Bauten, dem Haus der Singergesellsckmft und dem der Metrovolitan^Lebensversicherung. Der Bau soll eine Verdichtung des Geschäftslebens in dem ganzen umliegenden Gebiet herbeiführen; er wird eins der ersten Architekturwerke sein, das den Antommenden von Eltis-Jsland in die Augen fällt. Für die denkbar größte Bequemlichkeit, der Anlage lvird bei dem neuen Bureauhaus des Battery-Stadttcils gesorgt sein. । den: englischen Residenten ht Bornu die Nachricht zugegangcn, ! daß es ihm gelungen ist, durch nochmalige Auskundschaftung der Redaktion, Exveditton und Druckerei: Schul- straße 7. Exveditron und Verlag: e^5L Sieb aftion-.e^ 112. Tel.-Abru AnzeigerGießen. Unser handel mit England ist in den letzten Jahren nicht in dem Maße gestiegen, wie' unser Handel mit dem übrigen Ausland. In den fünf Jahren Braut-Seide ,.«k. 1.35 loroe" vor zwei Jahren die allgemeine Ausmerksamkeit auf sich gelenkt hat, ist in diesen Tagen .in England eingelroffen, um den Preis in Stratiord in Empfang zu nehmen. — Das Ende der .Gestrengen Herren". Man hat bisher steif und fest an die drei .gestrengen Herren' Mamertus, Pankratius und Servatius geglaubt, und die Wissenschaft hat bie feinsten Theorien ersonnen, um den Kcillerücllall, der an den Tagen der drei .Eisheiligen', am 11., 12. nnb 13. Mai, eintreten sollte, zu erklären. Nun aber hat ihnen >vohl eine interessante Arbeit oon Alfred Hecker vom Institut für Bodenlehre und Pflanzenbau in Bonn-Poppelsdorf ein Ende gemacht. Ter Verfasser stützte sich auf eine Beobachtungsreihe von 60 Jahren, die Observationen waren sowohl an der Unioersttät Bonn auf der Sternwarte, als auch in Poppelsdorf gemacht worden. Tie hier gemachten Beobachtungen ergaben, daß die Temperatur durchweg? bei Tage höher, bei Nacht tiefer gewesen war, als an der Sternwarte, obgleich beide Institute gar nicht weit anSeinanderliegen. Es zeigte Heb, daß Mamertus nicht selten kalt ist, während Pankratius und Servatius sehr mild sind. Ferner stehen sie gerade am Anfang einer Periode, die gegenüber der vorhergehenden erheblich weniger kalte Tage auf- welst. Kälterückfälle sind fast in jedem Mai zu verzeichnen, aber nicht gerade m den Tagen vom 11. bis 13. Wahrscheinlich schreibt sich der schlechte Ruf dieser Tage davon her, daß einmal zufällig mehrere Jahre hindurch an ihnen Kälte herrschte, wie beispielsweise 1879 bis 1824, doch das ist eben eine Ausnahme. Tie Wetterregel von den Eisheiligen hält vor den Untersuchungen der Wissenschaft nicht stand. — Adolf Overwegs Grab. Am 27. September 1852 erlag der erst 30 jährige Afrikareisende Adolf Over weg aus Hamburg in Maduari am Tsadsee einem Fieberanfall. Er hatte sich 1849 mit feinem gleichaltrigen Landsmann Heinrich Barth der Expedition des Engländers James Richardson ins Innere dtordasrikas angeschlossen und bann, als Richardson auf der Reise im März 1851 gestorben war, mit Barth allein mehrere Reisen tut Erforschung des Tsadsees unternommen, als auch ihn der frühe Tod ereilte. Die Gräber der beiden Forscher waren seither verschollen — zumal auch Heinrich Barth nicht lange danach schon in jungen Jahren aus dem Leben schied, und schon 1902 bei der Besetzung Bornus durch die 'Engländer hatte man vergebliche Nachforschungen angestellt. Wie jetzt das „Geographica! Journal" mitteilt, ist der Londoner Geographischen Gesellschaft von vorigen Jahres auf dem dortigen Europäer kirchhos neu bestattet wurden. Das Grab Richardsons ist auch jetzt noch nicht ermittelt. — Kommt der 1 u b i s ch e S ch a l iv i e b e r 1 u M 0 b e? Am 2. April 1858 schrieb Bismarck, damals preußischer Gesandter beim Deutschen Bunde, von Frankfurt am Alain aus an den Grafen Max Hatzfeld, den preußischen Gesandten in Paris: ,/-ßer-' echtester Freund und Kollege, ich komme mit einer Bitte, welche gänzlich außerhalb des gefandtschaftlichen Geschästskreises liegt und sich im Grunde mehr an die Frau Gräfin als an Cie adressiert: ich wage sie mir nicht direkt und ohne ihre kollegialische Besür- rooriung zu stellen. Am 11. April ist der Geburtstag meiner Frau, und ich will leichtsinnig genug sein, ihr einen Kaschmir zu' schenken. Im vorigen Jahre habe ich recht schöne bei den Gom- pagnies Lyonnaises, am Boulevard, nicht weit von der Madeleine; gesehen: wenn mein Gedächtnis mich nicht täuscht, so waren achtbar aussehende Tücher dieser Gattung für 12- bis 1500 Franken zu haben . . . / Es war ihr 34. Geburtstag, zu dem Frau, v. Bismarck-Schönhausen diesen Kaschmir-Schal von ihrem Gattern als Geschenk erhielt: denn wir bilden annehmen, baß bie Gräfin' Hatzfeldt bic von Bismarck gewünschte Besorgung ausgesührt hat.' Können wir uns nun heutigen Tages eine junge Frau von 34 Jahren mit einem Kaschmir-Schal benfen? Ich glaube, wir vermögen uns nur alte, würdige Matronen mit einem solchen;' Schal um bie schon leicht von der Last der Jahre gebeugten' Schultern vorzustellen. So schnell ändern sich mit den Gesetzen der Atobe auch die Anschauungen. Indessen scheint bie Mode des indiichen Schals, rote schon so manche andere vor ihr, jetzt neu belebt werden zu sollen. In Paris sieht man ihn schon in den Schaufenstern der feinen Putzgeschäflc. In Westeuropa wurde der erste indische Schal, dessen Alter auf 4000 Jahre geschätzt wird, der Gräfin Dubarry, der Geliebten des Königs Ludwig XV. von Frankreich, überreicht und von den Damen des Versailler Hoses aufs höchste bestaunt und bewundert. Aber einzubürgern vermochte sich der indische Schal damals doch noch nicht. Erst Josephine Beauharnais, die Gemahlin Napoleons, brachte ihn. wieder auf. Als sie Kaiserin geworden war, wurde der indische Schal für jede vornehme Frau unentbehrlich. Aber da er teuer war — man bezahlte für besonders schöne Tücher bis zu 10 000- Franken — so versuchten sranzösische Fabrikanten, ihn nachzumachen. Freilich vergeblich, es gelang ihnen nicht, obwohl sie sogar die berühmten tibetanischen Ziegen, aus deren Wolle die indischen Schals angefertigt werden, in Frankreich einführten. Die Wolle der Tiere verlor den zarten, seidenweichen Glanz, den sie- in deren Heimat besitzt. Zur Krinolinenzeit erlebte der indische. Schal bann bie zweite Periode seines Glanzes. Wirb ihm jetzt eine, dritte beschieden jein? gjßSSS" Seif« eküimA , and völlig® Einfuhr Ausfuhr _ -us. Im Jahre 1905 hatten Einfuhr und Ausfuhr zusammen einen Wert von 1760, im Jahre 1909 nur einen solchen von 1736 Millionen Mark. Dabei ist unser gesamter Außenhandel in der gleichen Zelt von 12 860 auf 15 112 Millionen Mark gestiegen, und zwar die Einfuhr von 7129 auf 8520 Millionen Mark, die Ausfuhr von 5732 auf 6592 Mill. Mark. Bemerkenswert ist der starke Rückgang unserer Einfuhr aus England, der sich von 1907 auf 1908 vollzogen hat. Er betrifft in erster Linie Steinkohlen, außerdem aber auch Baumwollgarn, Wollgarn, Kammzug, Roheisen, Eisenblech, Heringe, Felle usw. Unsere Ausfuhr nach England war im letzten Jahre zwar etwas größer als im Jahre vorher, aber geringer als in den Jahren 1905 bis 1907. Im Jahre 1906 scheint die Ausfuhr nach England ihren Höhe- punkt erreicht zu haben. Damals war auch der Absatz von deutschem Zucker nach England dem Werte nach am größten. Trotz des Rückganges unserer Ausfuhr nach England ift aber dieses Land immer noch unser bedeutendstes Absatzgebiet. Im letzten Jahre sind nach England 15,4 Proz. unserer gesamten Warenausfuhr gegangen. Rechnen wir auch bie Ausfuhr nach den englischen Kolonien hinzu, so ergibt sich, daß rund 20 Proz. unseres ganzen Exportes Aufnahme im britischen Reiche finden. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Reichsgerichtsbrief. Nachdr. verboten. js. Leipzig, Mai 1910. D ie Abtretung einer Forderung kann ohne Beurkundung erfolgen. In einer jüngst ergangenen Entscheidung, die allgemein von großer Bedeutung ist, spricht das Reichsgericht aus, daß Abtretungen auch ohne Beurkundungen Rechtsgültigkeit erlangen können, wenn sie aus Briefen und deren dahin zielendem Willen sich ergäben. Vorliegend handelt es sich um einen Rechtsstreit der Niederdeutschen Bank inDortmund und der M a g d e b u r g e r Bau- und Kreditbank in Magdeburg. Die Firma Heinrich Schulte in Dortmund hatte aus Tiefbauarbcilen auf dem Schachte Recklinghausen eine Forderung gegen die Magdeburger Bau- und Kreditbank. Durch Schreiben vom 16. Juli 1908 verlangte bie Niederdeutsche Bank von der Magdeburger Bau- nnb Kreditbank die Auszahlung dieser Forderung in Höhe von 7605,62 Mark. Dieses Verlangen gründet sich auf zwei Schreiben der Firma Heinrich Schutte, die an die Magdeburger Bau- und Kreditbank gerichtet worden sind und dieser Auftrag geben, die genannte Summe baldigst der Niederdeutschen Bank zu überweisen. Die Magdeburger Bau-und Kreditbank erklärte darauf der Nieder- deutschen Bank ihr Einverständnis mit der Ueberweisung, die nach der Feststellung der Restforderung erfolgen sollte. Trotzdem gab im August 1908 die Magdeburger Bau- und Kreditbank der Firma Schulte auf deren Bitten 5500 Mark in Zahlung. Ende Oktober 1908 geriet die Firma Schulte in Konkurs. Nunmehr klagte ton des LoaelSbn: kleinen Ueberjichtskan len. ehern des S. H. C. in rwitz. den M. 2.- •it 4. Dieser auch b: ? i3ü6rcr tonn ben T. or allem butd) feine betten Bogclsbciü befutben . Das mit zahlreichen . aasaeWteic Mhleir 1 bie her Tounft brauch übern mromett ibn au: Leise über alle Historik schuft bÄ^dMu XVI. Jahrg.,Nr.15.M- tidiIs unter Witta • chenklubS hcrausgegikr Sorgfalt .lufammuigcitüi nheii des Dones vemi-ü voll und lebendig, SC I ne Karten, diverse fa tragen zur Anschaulich er erleichtert die BenM ouriiiildje Neuling weck c Hand nehmen. 3u •• Preis von '112-, der. liMaltung steht. 1 MW ilusnabmcdiefeSFübtttt bic Niederdeutsche Bank gegen die Magdeburger Bau- unb Kreditbank auf Auszahlung der 7605,62 Mark, indem sie behauptet, daß eine Abtretung dieser Forderung an sie Vorgelegen habe und daß die beklagte Magdeburger Bau- unb Kreditbank die im August 1908 an die oirma -schulte überwiesenen 5500 Mark nochmals an iic (bic Klägerini zahlen müsse Die Beklagte bestreitet bic RechtS- giiltigfcit der Abtretung, wie überhaupt das Vorliegcn einer Abtretung. Während das Landgericht Magdeburg die Klägerin abwies, verurteilte daS OberlanoeSgericht Naumburg a. S. die beklagte Magdeburger Bau- unb Kreditbank zur Zahlung. Dieses Urteil des Oberlandesgerichts Naumburg ist nunmehr vom Reichsgericht bestätigt worden. Der höchste Gerichtshof führt hierzu aus: „Zur Ucbertragung der Forderung war aber eine Beurkundung der Abtretung und sogar irgend eine wenn auch nur mündlich erfolgte ausdrückliche Erklärung der Abtretung nicht erforderlich. Der Abtretungsvertrag kann formlos abgeschlossen werden. ES genügt zum Abschluß, daß das gesamte Verhalten der beiden Beteiligten, des allen und des neuen Gläubigers, den übereinstimmenden Willen ergibt, daß die Forderung übertragen werden solle (Urteil des Reichsgerichts in der Badischen Rechtspraxis 1906, Seite 244). Soweit für die Feststellung dieses Willens schriftliche Erklärungen der Beteiligten in Betracht kommen, ist als darin erklärt nicht nur der ausdrücklich ausgesprochene Wille anzusehen, sondern auch dasjenige, was sich als selbstverständliche Folge ans dem Zusammenhänge der Erklärungen ergibt (Urteil des erkennenden Senats vom 29. Oktober 1909 VII. 24. 09'. Entsprechend diesen Grundsätzen schließt im vorliegenden Fall der Berufungsrichter aus dem Zusammenhänge der beigebrachten urhinblidicn Erklärungen der Firma Schulte und der Klägerin sowie aus ihrem gesamten Verhalten, das beide ihren übereinstimmenden Willen, zu übertragen unb die Ucbertragung anzunehmen, erklärt haben." Ktttift Wiifenidiaft und Leben. — Bei der Einschreibung des 4000. Studenten tn Bonn, die dieser Tage stattfand, wies der Rektor der Universität Bonn, Geheimrat Loeschckc, auf die Entwicklung der Rheinischen Friedrich-Wilhelm^-Universität hin. Bei ihrer Groh" nun g 18^8 hätten sich 47 Studenten zusammengefunden, nach 60 Jahren, 1878, sei endgültig das erste Tausend erreicht worden, 1901 das zweite, 1905 das dritte und jetzt das Vierte. Mit seiner Freude über diese Entwicklung sei eine bange Sorge vermischt, bic Sorge, daß sich ein gelehrtes Proletariat bilden könne, daS viel härter mit dem Leben zu ringen haben werde als ein Handarbeiter, und auch die Sorge um die Universitäten. Lehrer und Einrichtungen der Institute reichten nicht mehr aus, um jene Massen wirklich zu erziehen. Dazu kämen die verschiedenarttge Vorbildung und die Zulassung der seminarisch gebübeitm. Lehrerinnen zur Einschreibung und zur ersten Prüfung. Tie Erfüllung der wickftigsten akademischen Aufgabe, der Pflege der Wissenschaft, werde immer mehr erschwert. Um das 2rängen immer weiterer sozialer Schichten zu wissen- schaftlichcr Erkenntnis in Segen umzuwandeln, müsse immer gewissenhafter darauf Bedacht genommen ioerben, nicht bloß das Dissen, sondern aiub die Festigkeit des Eharattcrs, Urteilsfähigkeit und größere philosophische unb historische Bildung zu fördern. Tann könne man cs freudig begrüßen, daß die Zahl der zum Licht und zur Wahrheit Drängenden immer mehr wächst. Interessante Feststellungen bei dem 8) allehschcn Kometen hat der Astronom Jsidoro B a r 0 n i tont Observatorium Brera in Mailand gemacht. Danach beträgt bic Schwciflängc des Kometen mindestens 20 Grade gleich 24i 2 Millionen Kilometer, sein Kovfdurchmesser 15 Sekunden gleich 5340 Kilometer, der Durchmesser der Kvpfhulle 8—9 Mi- ruten gleich 200 000 Kilometer, der Schweifdurchmesser am Sußersten Ende ein Grad gleich eine Million Kilometer. Ter Grbburdjgong durch den Schweif des Kometen würde danach etwa drei Stunden dauern. — Ein preisgekröntes Rattenfänger-Drama. Der Ratteusängcr von Hameln, den Goethe im Gedicht, Julins Wolff im Epos, der jelige Rebler in seiner gleichnamigen Oper verewigt haben, ist nun auch der Held eines englischen Tramas aeiDorben, bas eine begabte junge Amerikanerin, Josephine Pie ab ob i), zur Verfasserin bat. Dem Stück, bas „The Piper“ Das «Ergebnis der französischen Wahle». O Paris, 9. Mai. Personenwechsel, aber keinen Systemwechsel, so läßt sich das Gesamtergebnis der Abgeordne.enwahlen mnim hc sammenfassen. Innerhalb des republikanischen Blocks ist eine Verschiebung nach rechts unverkennbar, während anderseits bic Unifizierten einen bedeutenden Stärkez.llvachs erhalten, über dessen tuahre Gründe weiterhin Licht verbreitet werden wird. Das Hauptmertmal aber der Wahlen bildet der Personenwechsel. Nicht weniger als 20 7 neue Volksvertreter ziehen in das Palais Bourbon ein, während die vorausgegangene Kammer nur 156 Mitglieder zählte, die nicht im Palais Bourbon seßhaft gewesen waren. .Hervorragende Politiker, die man ftunt eisernen Bestände der Voltsvertretung rechnen zu müssen glaubte, sind ausgeschieden, so, um nur die bekanntesten zu nennen, Doumer, der dem Nationalisten Eastelin in Laon das Feld räumen mußte, Dubief, der stets als einer der Führer der Radikalen anerkannt worden war, der im Kampfe gegen den Klerikalismus so oft hervorgetretene Guieyße, der Advokat Laaasse und der allerdings mehr wegen seiner Lebemanns-Abenteuer und Familiengeschichten als wegen feiner staatsmännischen Vorzüge vielgenannte Nationalist Boni de Eastellane. Von anderen Opfern des allgemeinen Stimmrechts verdienen noch die sozialistischen Krakehler Allemane, der Wortführer der „schwieligen Hände", und Eonstans, die Radilalen Ehautard, Arago und Eosnard genannt zu werden. Dagegen treten wieder früher als Volksvertreter bekannte Persönlichkeiten in die Kammer ein, so Ernest Roche, der treue Knappe Rocheforts in allen seinen Wandlungen, Pourquery de maligen Boulangisten nicht unter] efjeibet. Daß Janrös wieder seinen Sitz einnehmen werde, war schon nach dem ersten Wahlgange recht sicher, aber man fürchtete für den Kammerpräsidenten Brisson und für den Dautenminister Millerand, ferner für Joseph Reinach und nicht zum wenigsten für den Abb6 Lemire. Diese sind nun sämtlich mit viel größeren Mehrheiten im zweiten Wahlgange durchgedrungen, als man nach dem ersten annehmen zu dürfen glaubte. Wie weit die rein wirtschaftlichen. Zoll- usw. Fragen auf die Wähler am 8. Mai einen Einfluß ausgeübt haben, läßt sich nicht so rasch überfeinen, aber hervorgetreten sind solch Eindrücke sicherlich. Dagegen blieb, wie am 24. 'JIprÜ, die Nation allen Erlvägungen äußerer Politik durchaus fremd oder bekundete sie doch nur neaativ dadurch, daß die nationalistischen Kandidaten, die dergleichen Erörte rungen aufzurühren juchten, kurzweg abgeschüttelt wurden. Herr Briand, ocr eigentliche Schöpfer der Trennung der Kirche vom Staate, hat bekanntlich wiederholt und mit großem Nachdrucke erklärt, daß jetzt nach der Verwirklichung dieser großen Reform die Aera des Kampfes zu Ende ist und die der friedlichen und toleranten Verständigung auf dem Boden der Laienrepublik beginnt. Als Oberhaupt der Regierung und als Leiter des Ministeriums des Innern hat er sich davon überzeugen können, daß die meisten notwendigen politischen und w.rtscha tli heu Re 01 men zunächst von denen der Wahlgesetze und namentlich der Verwaltung äbhängen. Er lvird deshalb diesen letzteren seine Hauplaus merksamleit widmen und kann dessen sicher sein, hierfür auch die Unterstützung der überwiegeirüen Mehrheit der neuen Kammer zu erhalten. Nach ihren Laufbahnen und Berufen sind die neuen Abgeordneten folgendermaßen einzuteilen: 1. alle gegenwärtigen Minister und Unrerstaatssetretäre, die der alten Kammer angehörten, 2. 10 ehemalige Minister, 3. 8 Akademiker, 4. 7 ehemalige Präsekten oder Unterpräfekten, 5. 6 hohe Staatsbeamte, 6. 44 Journalisten und Schrift steiler, 7. 11 Ingenieure, 8. 15 Anwälte, 9. 3 Drucker, 10. 13 Apotheker, 11. 2 Tierärzte, 12. 49 Aerzte, 13. 17 efycmaliae Militärs, 14. 35 Prosessroen, 15. 120 Advokaten und 16. 100 Grundbesitzer. Von den unifizierten Sozialisten sind nur IG Arbeiter, die übrigen verteilen sich auf alle möglichen Berufe, wie Journalrsten unb Schriftsteller, aber auch Handeltreibende und Industrielle, Advokaten, Apotheker, Winzer, selbst Landwirte. Die neue Kammer tritt am 1. Juni zusammen, an welchem Tage das Mandat der alten Kümmer abgelaufen ift. SCHIRME Ä Gebr. Waag «sts- 1905 1906 1907 1908 1909 Mill ionen Mark 718 824 977 697 721 1042 1067 1060 998 1015 1760 1891 2037 1695 1736 Neue XonserVett Sgner-NilWoH 17 Pfg. 3 Pfund 40 Pfg. mit 10 % Rabatt. Grosse frische Eier Nfillß ÜI|JP1. Zwißllßlfl Mehl, in Säckchen, Pfd. Mehl, Blütenmehl, 3 Pfund 25 Pfg. 10 Stück 60 Pfg. Prima Backpulver if mica Margarine la. Himbecrsirup, lose do. Vi Fl. 135, V- Fl. 75, V« Fl' S Mk. stets frisch, Pfund nur Gute Margarine ohne Salz in Tafeln Pfund 60 Pfg., lose Pfund e- Pfd. 20 Pfg. Stück 4 n v 5 4 3 Reichhaltiges Weinlager zu billigen Freisen Rotweine Rotwein Fl. 70 Pfg. Prima Apfelwein per Flasche 30 Pfg., bei 10 Flaschen 25 Pfg. Rheinisches Kaufhaus Sfllmwj N — tasprscta 186 für Lebensmittel Bahnhofstrasse 26, Neuen Baue 17 Durch, einen Versuch 2738 Am Bahnhof Friedrichstr. 3 Mitglied der Kabatt- Spar-Vereinigung. 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Paket 10 Pakete 3 Dosen Schachteln Haarhandfcgcr Kokosbesen Aufnehmer Seife la, weiße Kern Seife la., gelbe Kern Schmierseife, gelbe Schmierseife, weiße Henkels Blcichsoda la. Seifenpulver Schuhcreme Nr. 20 Wichse Schuhfett Kaiserbläue Schmirgelleinen Putzpommade Petroleum la. amerik. Chlorkalk Stärke, großstückig Teigselfe, GiothS Ofenpolitur Weizenmehl, la. hochbackend Kaisermehl, feinstes ffst. Wiener Blütenmehl la. GrieSmehl Gerste, grob Rangoon-ReiS, guter Suppcnreis Bruchreis la. Hafcrflocken Perlsago Grünkern, ganz und gemahlen Kartoffelmehl Malzgcrste Malzkaffee, lose VolkS-Biskuit Kandis, weiß, gelb und schwarz Neue fmkische Wmcn Neue Bordeaux-Pflaumen ffst. Mischobst Sinfhirneit, io Ps». la. neue Apfelringe la. kalifornische Birnen la. kalifornische Aprikosen ffste. Messina-Zitronen la. Suppennudeln la. Bandnudeln HauSmachernudcln Figurennudeln Makkaroni Mittellinsen Hellcrlinsen Größte Hellerlinsen Prima Riesenerbsen la. geschälte Erbsen la geschälte Spalterbsen la. 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