und X (Beitrag zu den Dekanaisvibiiotheken: 1345 Mark), Zur letztgenannten Position machte Syn.-Abg. D. Herr- mann-Darmslaht Vorschläge zur Reform der Dekanats^ bibliotheken; desgleichen Syn.-Abg. Lü h l-Niedereschbach zur Beseitigung des Zwangs zur Teilnahme an den Dekanatslesezirleln und zur Haltung des Regierungsblattes. Superintendent Euler möchte an beiden festgehalten haben. Schluß der Sitzung 3/<2 Uhr. •ßccr und Flotte. — Die „Nordd. Allgem. Ztg." schreibt: Die englische Presse bringt wieder einmal detaillierre Angaben über den großen Kreuzer „H", der bei Blohm u. Boß in Ham- bürg auf Stapel steht, dessen erste Rate 1909 bewilligt^wurde. 9tam diesen Mitteilungen soll das Schiff 21500 Tonnen Wasserverdrängung besitzen und Maschinen von 70000 Pserdeträften haben, die ihm eine Geschwindigkeit von 27,5 Seemeile.! geben sollen: ebenso werden detaillierte Angaben über die Armierung gemacht. Durch Erkundigung an maßgebender Stelle stellten wir fest, daß die englischen Daten Zahl für Zahl falsch sind; sie richtig,zu stellen, liegt kein Grund vor, da entsprechend den Gepflogenheiten anderer Nationen an dem Grundsatz, positive Angaben über unsere Schiffsbauten während des Baustadiums nicht zu veröffentlichen, int Interesse der Landesverteidigung nach wie vor festgehalten werden muß. 2ht» Stadt und (and« Gießen, 11. März 1910. * * Tageskalender für Freitag, 11. März. Stadt» theater: „Ter dunkle Punkt". Anfang 8 Uhr. — Auszeichnung. An Emilie Wehn aus Biedenkopf, die ununterbrochen 25 Jahre in der Familie dcS Rechtsanwalts Paul Hornberger gedient hat, wurde aus diesem "Anlaß von der Großherzogin das Eleonoren-Kreuz verliehen. Das Mädchen, dem diese Auszeichnung überraschend kam, hat sich über sie sehr gefreut. ** Lehrerpersonalien Uebwiragen ttmrbc dem Lehrer Jak. Lengfelder zu Nieöer-Beerbach eine Lehrer- stelle an der Gemeindeschule zu Ober-Eschbach, dem Lehrer Alb. Reuß zu Mühlheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu K'lein-Steinheim. In den Ruhestand wurden versetzt der Lehrer Ferd. Dickel zu Darmstadt auf sein Nachsuchen, die Lehrerin Elisabeth Neßling zu Darmstadt auf ihr Nachsuchen unter Anerkennung ihrer langjährigen treuen Dienste. Erledigt ist eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Groß-Gerau. * • Erledigt sind zwei mit evang. Lehrern zu besetzende Lehr erst eilen an der Gemeindeschule zu Pfungstadt. ** Eins Sitzung des Provinzial-Aus-i schuss es findet am Mittwoch, 23. März, vorm. 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Rekurs des PH. Pfeffer III. zu Bad Nauheim gegen einen Potizeibefehl Großh. Kreisamts Friedberg. 2. Klage der Ortskrankenkasse Gießen gegen die Ortskrankenkasse Butzbach wegen Unterstützung des Wilh. Becker XV. 3. Klage der Betriebskrankenkasse der Domäne Marienburg gegen die Gemeindekrankenkasse Laub ach wegen Unterstützung des St. Scimata. 4. Baumpflanzung zwischen Bahnhof und Ort Ran st ad t. 5. Polizeibefehl gegen Fr. Heil I. Wtw. zu Schlitz. • • Beglaubigung von Unterschriften unter Postvollmachten. In einem Bescheid an eine Handelskammer vom 17. Febr. 1910 wird, wie im letzten „Postamtsblatt" mitgeteilt wird, ausgesührt, daß die Beglaubigung von Unterschriften unter Postvollmachten und Abholungserklärungen durch den von einer Handelskammer als Stellvertreter des Vorsitzenden in dieser Beziehung bezeichneten geschäftsführenden Beamten (Handelskammersekretär) keinem Bedenken unterliegt, sofern dem Beglaubigungsvermerk ein Abdruck des Dienstsiegels der Handelskammer zugefügt ist. • * Mitteldeutscher Sängervecband. Ein Freund des Männergei'anges hat dem Mitteldeutschen Sängeroerband, dessen Gründer und erster Vorsitzender unser scheidender Provinzialdirektor Geheimerat Dr. Breidert war, in hochherziger 'Weise eine Spende von 2000 Mk. überwiesen. Dem edlen Spender, der nicht genannt sein will, werden sich nicht nur alle im Bunde vereinigten Sänger zu großem Danke verbunden fühlen, sondern auch alle die, die in der Pflege des deutschen Liedes und insbesondere des Männergesanges eines der besten Mittel sehen, dem Volke seinen idealen Sinn für alles Schöne und Gute zu erhalten unb zu stärken. * * Stadtth eat er. Dienstag, 15. März, gelangt als Benefizvorstellung für den Charatrerspieler und Regtsseur Kurt G ü h n e Brachvogels „N arziß" zur Aufführung. -Die Titelrolle gibt dem Benefizianten Getegenheit^Ml^WM^ Können zu entfalten. Die Vorstellung finbe/Mrn Abonnement statt, doch wird „Narziß" im Freitag-Abonnement bestimme nicht wiederholt. * * Religionswissenschaftlicher Vortrag. Einer Einladung des Gießener Lehrervereins folgend, hält: der Direktor des Friedberger Predigerseminars, Herr Prof. D. Eger, morgen, nachmittags 3V» Uhr, im Hotel Groß-- herzog von Hessen einen Vortrag über: „D i e b i b l i s ch e n Wunder berichte und der Religionsunter- r i ch t". Hierzu sind Interessenten, besonders Geistliche und Lehrer, aus Gießen und Umgebung eingeladen: auch Damen sind willkommen. An den Vortrag schließt sich eine freie Aussprache an. * * Vortrag über de n Mädchenhandel. Auf Veranlassung der hiesigen Ortsgruppe des "Allgemeinen Deutschen Frauenvereins wird Majora.T. Wagoner aus Berlin in öffentlichem Vortrag über den jetzigen Stand in der Bekämpfung des Mädchenhandels sprechen. Es steht von ihm eine ganz besonders sachkundige Orientterung in Aussicht, da Herr Wagener als Schriftführer des deutschen Nationalkomitees der internationalen Bekämpfung des V F.C. len, tl" 1 Hitze« v*. ceM ft ll, eitw. Sensatj»E Men. ötmaie tn. \\ v JMrS k Öefdjaiif rers meito t mit totihf -n Pfoten" '•Sette uM ünstd.Riilky [enttx.37p.Qb, öwauuschaft ittel um um. »8 aller Rech, meibung vsi- lchfung. I.: du. r.H.C. 1*6 ött ameiag den März 1910, Ihr, auf der shöhe s- und mugsfesl nfere Slitfllieit- hörige um iti!1 >et Vorstand. •ssen- 11. Matt lfl' ikiePM' ,18. Marr1811 ole Bob . ii c dr'Axzte "K-E ;=HbcDbtfl qjlflri1916 rt « ilLu.' tl^Kleia»pi*' .it.EsA Rif s w ;!-i Leo yjwß 10,1 We^° b rV. il6i' n 13. Mar;: MndeM 4,0 111* 160. Jahrgang Nr. 59 Zweites Blatt Gießener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger für Gberhejjen Die „Gietzener Lamilienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die „Landwittschaftlichen Seit« fragen" erscheinen monatlich zweimal. Freitag l l. März 1910 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Unwersitäts - Buch- und Slcmdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: e^öl. Redaktion: 112. Tel.-Adru Anzeig erGreßen. 5effifd)e Zweite Kammer. (Fortsetzung aus dem 3. Blatt.) Nachmittags-Sitzung. In der vom zweiten Vizepräsidenten Dr. Schmitt um .31/4 Uhr eröffneten Sitzung sind zu Beginn der Sitzung nur 13 Mitglieder anwesend. Das Haus setzt die Hauptaussprache über den Haushalt des Jvstizministeriume fort. Abg. Dr. Fulda (Svz.) spricht zur Eingabe be$’ Hessischen Richtervereins an die Regierung, die eine Beschwerde enthält, daß in der Kammer allgemein die hessische Rechtspflege schlecht gemacht worden sei. Dies treffe nicht zu und von einem Mißbrauch des Rechts der Volksvertretung könne -keine Rede fein. Die schärfste Kritik sei übrigens von Dr. Osann geübt worden. Auch die Kölnische Zeitung habe die Eingabe mißbilligt. Der Redner verliest einen entsprechenden Zeitungsausschnitt. Das Ministerium sei den Richtern gegenüber schwach. Zu Verhaltungsmaßregeln sei das Justizministerium berechtigt. Der Anregung, den jüngeren Anwälten mehr Konkursverwaltungen zu übertragen, hätte stattgegeben werden müssen. Der Redner rügt dann das Verhalten eines gewissen Richters, der in den Verhandlungen dem Publikum gegenüber nicht das richtige Verhalten zeige. Unzulässig sei auch gewesen, daß bei einem russischen Geheimbündeleiprozeß ein Schutzmann Sperling, der russischer Polizeispitzel sei, als Dolmetscher verwendet wurde. Ta er gerade bei den Schutzleuten sei, wolle er, der Redner, nicht unerwähnt lassen, daß viele Schutzleute in f a h r l ä s s i g e r W e i >' e mit dem Erde umgingen wie verschiedene Fälle bewiesen. Es wäre zweckmäßig, wenn einer unserer Professoren in Gießen sich beschäftigen würde mit der PsychologiederSchutzmannsaussagen: dann würde mehr Vorsicht bei den Aussagen vor Gericht geübt. Unter den Geschworenen befänden sich fc/,L mur Landwirte, einige Offiziere und Fabrikanten. Das müsse anders werden. Die Befürchtung betreffs Heranziehung der Laien zu den Gerichten teile er nicht. Die Ueberweisung der Berufungen des Gewerbegerichts an das Landgericht sei ein unglücklicher Griff. Zur Erleichterung des Publikums diene es, wenn ein Amtstag für die Gemeinde Isenburg eingerichtet würde. Den Arbeitersekretären aller Parteien solle es ermöglicht werden, zur mündlichen Verhandlung vor Gericht zugelassen zu werden. Den betr. Paragraphen der Zivilprozeßordnung könne man ändern. Auf Fragen ber„ Rechtspflege solle man schon in der Schale eingehen. Hier könne die Realschule zu Gernsheim zum Beispiel dienen. Der Redner verliest einige Aufsaßtbemata dieser Anstalt, u. a.: Die Arbeiter- Versicherung, Unsere Steuern usw. Den Wünschen der Angestellten bei Gerichtsvollzieher solle man nachkommen, am 1. April würden viele Angestellte brotlos, für diese solle man sorgen. Die kleinen Beamten bezögen Gehälter, die zum Notwendigsten kaum ausreichten. Man solle mit Taten kommen und die Leute nicht mit Versprechungen vertrösten. Abg. Wolf (Bbd.) spricht zum Feldbereinigungsgesetz und zum Weingesey. Ein neues Weingesetz sei nicht nötig gewesen, das alte war gut genug. Die Rechtsunsicherheit auf diesem Gebiete sei so groß, daß die Weinhändler sich, wie die Zeitungen, teilweise Sitzredakteure hielten. In der Praxis könne niemand dem Weingesetz nachkommen. Unter der „Herkunft" möge man die Gemarkungen verstehen, vorausgesetzt, daß in dieser keine weltbekannten Lagen sind. Das neue Weingesetz gereiche den Detai- listen nicht zum Segen. So könne z. B. ein Verschnitt mit spanischem, 12—14 Proz. Alkohol enthaltenden Wein, der ungefähr lOprozentig werde, von einem unkundigen Richter beanstandet werden. Bei der Buchführung der Weinbauern solle man keine zu rigorosen Anforderungen stellen. Die Lage der niederen Beamten sei ihm wohlbekannt: sobald es die Finanzlage gestatte, solle man ihnen, aber auch nur ihnen, helfen. Das Ministerium solle nicht in alles feine Nase stecken: man solle hier mehr dezentralisieren. Abg. Schönberger (natlj (auf der Tribüne schwer verständlich) spricht zu beit Taxationen bei den Ortsgerichten und zum Grundbuch. Abg. v. Brentano (Zentr.) konstatiert einleitend den Ausführungen Des Abg. Dr. Fulda gegenüber, daß in bei Kammer bei ben alljährlichen Etatsberatungen von bem hessischen Rich ter stand stets mit voller Achtung gesprochen worden und ihm auch volle Gerechttgkeit wiederfahren sei. Wenn dabei in einzelnen Fällen _ eine scharfe Stellung eingenommen wurde, so sei das berechtigt. Dem Redner habe man vorgeworfen, daß er zu richter- freundlich gewesen fei; er habe sich aber ausdrücklich nur der größten Objektivität befleißigt und er sei deshalb umsomehr erstaunt gerne,en, als er aus dem Protokoll der Richterversammlung am 22. März v. I. entnommen habe, daß er wegen seiner Darlegungen in der Kammer angegriffen worden sei. Es sei doch bekannt, daß es tatsächlich Richter gibt, die absolut keine Kritik vertragen könnten: das habe auch die „Köln. Ztg." kürzlich zum Ausdru ckgebracht. Er ,ber Redner, werde sich durch die Angriffe pegen seine Person nicht beirren lassen, sondern stets bestrebt sein, seine Pflicht und Schuldigkeit zu tun; eine berechtigte Kritik werde er auch in Zukunft ausüben. Abg. Dr. Winkler (natl.) wendet sich gegen verschiedene Aussührun 1 des Abg. Dr. Zuckmeyer. Abg. kiridj (Soz.) bemerkt, daß er sich durch die Angriffe in Richterversammlungen nicht davon abhalten lassen werde, sein Recht der Kritik auszuüben. Daß ein Abgeordneter in böswillige'' Weise unwahre Behauptungen vorbringe, sei ausgeschlossen, wohl aber könne es Vorkommen, daß ein Volksvertreter nicht zutreffend informiert werde. Der Redner geht dann auf die bekannte Angeles enh it mit Herrn Amtsrichter Maier-Of'enbach näher ein und bemerkt, es gebe eine ganze Anzahl von Richtern, die sehr wenig zu tun haben. Dagegen komme es auch vor, daß manche Richter außerordentlich fleißig sind, was er auch bei Herrn Maier anerkennen müsse. Desto mehr aber müsse es getadelt werden, wenn sich andere Richter von der Arbeit zu drücken versuchten. Er empfehle dem Juftizminster, einmal als ein Harun al Raschid aufzutreten und sich über die Tätigkeit der Richter näher zu informieren: er würde dann viele finben, die besser auf einen anderen Platz gestellt würden. Bei den Kammern für Handelssachen würden vielfach Personen mit zwei Beisitzern herangezogen; die dem Kaufmannsstande recht fern stehen; auch bei den Amtsgerichten sei die Arbeitseinteilung häufig sehr unzweckmäßig. Abg. v. Brentano (Ztt.) wirft dem Vorredner vor, daß er vereinzelte Vorgänge mit Vorliebe verallgemeinere und z. B. von her geringen Beschäftigung einzelner auf alle schließe. In Offenbach seien alle Richter vollauf beschäftigt. Man dürfe die Kammer für Handelssachen picht mit einer Zivilkammer verwechseln. Staats- und Justizminister Dr. Ewald hebt mit Befriedigung hervor, daß außer Herrn Ulrich alle fllebner dem Richterstand 'hre Anerkennung ausgedrückt haben. Er sage den Herren auch Mr die Anerkennung seiner Bemühungen im Interesse der hessischen Justizpflege seinen Dank. Zu den hier vorgebrachten Einzelfällen mmerkt der Minister, daß er ausdrücklich gebeten habe, ihm Beschwerdefälle mitzuteilen, damit er sich darüber näher informieren könne. Zu der Angelegenheit des Herrn Amtsrichter Maier wolle er konstatieren, daß er das Strafverfahren nicht ge- mlllgt, sondern vielmehr dessen Einleitung abgelebt habe: er habe damit ausdrücklich Dargetan, daß er die Briese des betreffenden Richters keineswegs gutheiße. Tas Strafverfahren fei vom Amtsanwalt eingeleitet worden. Die Einleitung des Verfahrens gegen den Redakteur des „Offenbacher Abendblattes" sei auch nicht wegen Veröffentlichung der Briefe, sondern deswegen erfolgt, weil sich der Redakteur die Aeußerungen des Herrn Ulrich zu eigen machte, err HUlrich führe dann Beschwerde darüber, daß er als Zeuge vorgeladen wurde; er habe sich aber die Schuld daran selber zuzuschreiben, denn er habe gelegentlich der früheren Kammerdebatte über diese Sache selber verlangt, vorgeladen, zu werden, um Gelegenheit zu haben, die „Korruptton" der Offenbacher Richter näher zu beleuchten. 'Der Minister widerlegt dann verschiedene Ansck/uldigungen des Abg. Fulda, und widerspricht der Behauptung, daß den Mainzer Juristen so häufig Gelegenheit gegeben werde, in ihrer schönen Vaterstadt angestellt zu werden. Es tarnen vielmehr Mainzer auch notzDern in Mamz zur Anstellung« Ten Vorwurf des "Abg. Fulda, daß S cb u R ( e u t e mit ihrem Eide fahrlässig umgingen, weise er entschieden z u r ü ck. Es sei bisher kein solcher Fall vom Richter konstatiert worden, und es bandle sich hier nm eine völlig subjektive strilik des Herrn Fulda. Ter Munster geht alsdann noch auf ver schiedene EmzeNälle näher em. Abg. Ulrich wiederholt nochmals seinen Standpunkt zur Richter'raae in Offenbach und betont, daß durch Beleidigungsklagen keine Aufklärung geschaffen iverde, Dagegen wolle er dem Justiz- Minister Rede und Antwort stehen. Im übrigen roerbe er fort- fahren, hier im Hause Kritik zu üben, und wenn die Richter glaubten, „den Ulrich runlerzukriegeu", so sind sie auf einem Holzwege, Der recht faul ist. Ministerialrat Vorbacher stellt ebenfalls einige Ausführungen der Vorredner richtig, worauf Abg. Fulda gegenüber Dem Justiz- mimster behieltet, Die Schutzleute der Fahrlässigkeit bei Der Eidesleistung beschuldigt zu haben. Als Der Redner dann sich in persönlichen Verunglimpfungen liegen einen Darmstädter Amtsgerichtsrat erging, wurde er vom Präsidenten auf das Ungehörige feines Verhaltens hnigewiefen und z u r O r d n u n g gerufen. Nach einem Schlußwort des Ausfchußberichterstatters Dr. Guts l eis eh wirb Darauf die Aussprache geschloffen und Kap. 88, M i n i ft e r t u m , Ausgabe 68 294 Mk, a u g e n 0 in m e n. ~ Es ist inzwischen 7 Uhr abends geworden, weshalb Die Sitzung abgebrochen wird Nächste Schmig: Freitag früh 9 Uhr. 8. ordentliche evangelische Landerjqnode. R. B. Darmstadt, 10. März. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Präsidenten der Synode, D. Stamm-Gießen, spricht Syn.-Abg. Beyer- Groß-Gecau das Gebet. Es folgt eine Ansprache des Präsidenten, ferner die Verkündigung neuer Einläufe, Berichtsanzeigen und die Verpflichtung der neu eingetretenen Mitglieder, Lie. Schettler-Darmstadt, Sachs-Erbach und Diefenbach -Darmstadt. Hierauf wird zur Beratung und Beschlußfassung über die Vorlage Großh. Oberkonsistoriums, den Voranschlag der Einnahmen und Ausgaben des evangelischen Zenttalk.rchen- fonds für die Jahre 1910—1914 betreffend, übergegangen. Der Präsident des Oberkonsistoriums D. Nebel erläutert im allgemeinen den Voranschlag, her mit 2 768985 Mark in Einnahme und Ausgabe abschließt; desgleichen als Berichterstatter des Ersten Ausschusses Syn.-Abg. Keil- Spachbrücken, der für Umwandlung der fünfjährigen in eine dreijährige Budaetperiode und für den Antrag des Ausschusses einttitt, die Synode wolle über den vom Oberkonsistorium vorgelegten Voranschlag hinaus 30 000 Mk. für die Erhöhung der Pfarrwitwenpensivnen einstellen. Ueber diesen Posten entspinnt sich eine lebhafte Aussprache, an der sich in ablehnendem Sinne der Syn.-Erg. Dreisel, in zustimmendem Sinne Syn.-Abg. Lucius beteiligen. Dieser befürwortet die Abkürzung der Budgetperiode, die im Zusammenhang mit der geplanten und notwendigen Revision der Kirchenverfassung vorzunehmen sei, und empfiehlt diese Revision aufs angelegentlichste. Syn.-Abg. Wimmenauer-Gießen beanstanoet die in dem Voranschlag geplante Erhöhung der Kirchensteuer und wünscht, wie sein Vorredner, Lie. Schettler-Darmstadt, über die prozentuale Höhe des Steuerzuschlags Auskunft. Diese erteilen in längeren Ausführungen Präsident D. Nebel, sowie die Syn.-Mg. Lucius, Jaudt und D. Schl0 sser, die sämtlich darauf Hinweisen, daß. die Steuererhöhung notwendig sei, aber prozentualiter über den bisherigen Zuschlag zur Staatssteuer (12% Prozent) nicht hinausgehen werde. Zu den Einzelposten der Aus gab en gibt der Berichterstatter Dekan W a g n e r - Grünbera die Erläuterungen. Ohne Erörterung angenommen werden die Positionen I (Kosten der Landessynode: 6800 Mk.), II (Kosten des Ober- konsistoriums: 81134 Mk. 50 Pfg.), III (Bureaukosten der Superintendenten: 936 Mk.). Zu Position IV (Tagegelder und Reisekosten der Superintendenten und Dekane) bittet Syn.-Abg. Dingeldey- Darmstadt im Hinblick auf einen Artikel im „Vottsfreund" um Auskunft über die tatsächliche Höhe der Diäten. Es wird von Präsident D. Nebel im einzelnen daraelegt, daß die Diäten sich ganz in den Grenzen der Diäten halten, die im staatlichen Betriebe herkömmlich sind. Hierauf wird die Position (8500 Mark) genehmigt. Desgleichen Position V (Anwalts- und Gerichtswsten: 500 Mk.). Bei Position VI (Kosten des Predigerseminars), die mit 24 706 Mk. genehmigt wird, entspinnt sich eine Erörterung über die Seminarbibliothek, an der sich die Synodal- Abgeordneten Wahl, D. Flörin 0, D. Eger und v. Eck beteiligen. Es wird dem Großh. Ooerkonsiftoriam anheim- gegeben, der Veröffentlichung des Kataloges der Bücher und der jeweiligen Zugänge näher zu treten. Desgleichen wird eingehend die Frage erwogen, wie die Kandidaien mit den Gruiidlagen der Verwaltungstättgkeit im 51irchendienst Dertrairter gemacht werden können, damit allerlei Anstände, die sich namentlich in den letzten Wochen heraus gestellt haben, in Wegfall kommeii. Bei Besprechung von Position VII (Besondere Belohnungen und Tagegelder: 3200 Mark) gibt Prälat D. Flö- ring Auskunft über geplante Maßnahmen zur Ausbildung junger Geistlicher in der Gefangenen seel sorge, und Superintendeni Euler über die Ergebnisse der eingerichteten Taubstummengottesdienste, die an verschiedenen Orten des Landes abgehalten werden. Die Position wird genehmigt. Desgleichen Positton VIII (Druck- und Verkündigunggskosten: 1700 Mark, IX (Vergütung der den Dekanen dienstlich obliegenden Aufwendungen: 9300 Mark) j des 65.30 7 181.60 Türkenlose . . 4% Griech. Monopol-Anl... 49.00 113.20 I’ Prince^ Henri • Eisenbahn ' -Berliner Börse, 10. März. Altai *5’cm. der letztere hinausgeivorien wurde, griff er zum Revolver und 4 Schüsse ab, die zum Glück nicht trafen. Sonucm, mit dem Hille eines Dolmetschers verhandelt werden mußte, gab an, eifersüchtiger Landsmann habe ihn erdolchen wollen. Er 91.75 69.45 100.00 108.6r. Adickes, L>berbltrgermeisler fhv"".. 9380 84.60 93.75 84.55 TeQefoniscSie Kursberichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für. Hande" und IndustrieV'GiesserL Frankfarter Börse, 10. März, 1.15 Uhr. Antrages eine Eingabe an den Reichstag gerichtet und in dem Schlußsatz der Eingabe auf die Belästigung der Teilnehmer durch die Zählung jedes einzelnen Gespräches und die daraus sich ergebenden Streitigkeiten hingewiesen habe. Auch die Ausführungen des Direktors Hagemann hätten ihn nicht von seiner Ansicht abgebrackst. Stadtv. Dr. B i e r m e r führt aus, er habe durch die ihm gemachten Mitteilungen pes Direktors Hagemann doch Bedenken gehabt, ob es richtig sei, daß eine Mittelstadt wie Gießen sich gegen die geplante Neuregelung aussprechc, da doch die größere Anzahl der .angeschlossenen Teilnehmer Vorteile von der Neueinrichtung hätten. Er sei an der Teilnahme an der Sitzung des Finanzausschusses, in der die Eingabe beschlossen wurde, verhindert gewesen, wolle aber nicht unerwähnt lassen, daß eine Solidarität von Handel und Verkehr nicht ohne weiteres vorhanden sei. Großhandel und '«Großindustrie hätten die führende Rolle in gemeinsamen Standesfragen, 'aber ihre Interessen kollidierten erheblich mit denen des Kleinhandels und des Handwerks, sowie der privaten Teilnehmer am Telephon. Stadtv. Krumm 'unterstützt die Ausführungen des Stadtv. Eichenauer. Damit 'ködere ihn die Neichsregierung nicht, daß er vielleicht für sich einige Mark am Telephon spare. Ihn bestimme die fortwährende Belastung des Handels stand es zu seiner Stellungnahme. Wenn auch einzelne ein paar Mark Vorteile von der Neuerung hätten, 'so sei es doch Tatsache, daß wieder Millionen damit aus dem Handelsstand gezogen werden sollten. Handel und Industrie sollten sich solidarftch gegen diese fiskalischen Tendenzen wehren.' Stadtv. Heichelheim ist derselben Ansicht und gibt seiner Freude Ausdruck, daß die Stadtverordneten sich in dieser Frage mit dem Handelsstand solidarisch erklärt hätten. Auch die Handelskammer habe eine Eingabe gegen die geplante Gebührenordnung schon vor längerer Zeit an den Reichstag gerichtet. Die Ermäßigung der Gesprächsgebühr mache für die, die das Telephon nicht viel benutzen, doch nicht viel aus, deshalb sei es am besten, wenn es bei der seitherigen Weise der Gebührenberechnung bleibe. Stadtv. Dr. Biermer macht darauf ausmertsam, daß die Stadtverordneten-Versammlung nicht nur den Handel und Verkehr, sondern auch die Konsumenten zu vertreten habe. Wenn die neue Gebührenordnung auch aus fiskalischen Gestchtspunkten heraus entstanden sei, so sei doch nicht zu verkennen, daß mit ihr mehr Gerechtigkeit in die Gebührenerhebung komme. Jedenfalls werde Gießen nichts zu den erhofften Mehreinnahmen beitragen. Stadtv. L ö b e r ist durch die Ausführungen des Direktors Hagemann davon überzeugt worden, daß durch die neue Gebührenordnung die kleineren Teilnehmer und namentlich der Mittelstaird Vorteile hätten. Bauaesuchc. Hermann Bender braucht für seinen Neubau Bleichstraße 3 Dispens von § 18 des Ortsbaustatuts, der befürwortet wird. Jakob Heilbronner will auf dem Grundstück Nittergasse7 einen Neubau errichten, bei dem der Hof fehlt. Da das Haus auf zwei Seiten an Straßen steht, befürwortet die Versammlung den Drspens von § 16 des Ortsbaustatuts. P. Christophers en hat an seinem Hause Friedrichstraße 7 einen Erker anbringen lassen, der — angeblich durch ein Ver- ehen des Zimmermanns — statt der genehmigten 95 Cm. 1,10 Meter in die Straßenflucht hervorragt. Aus prinzipiellen Gründen erklärt sich die Versammlung gegen die nachgesuchte nachträgliche T-isvensbesürwortung. Der Eisvereiu beabsichtigt, auf der Eisbahn einen Musiktempel und ein Eisvereinshaus zu errichten. Die Stadt, die Eigentümerin des Bodens ist, auf den das Haus zu stehen kommt, erklärt, sich auf Widerruf mit dessen Errichtung einverstanden und befürwortet die erforderliche Befteiung von den Bestimmungen der §§ 15 und 18 des Ortsbaustatuts. Stadw. Huhn regt an, daß das Gebäude etwa 30 Meter von der Straße weg errichtet werden möge, damit einer späteren Verwertung der Bauplätze an der Straße fein Hindernis bereitet werde. Der Vorsitzende meint, die Stadt werde mit Rücksicht auf den schönen Blick in das Busecker Tal dort keine Bauplätze verkaufen. Ludwig Huhn will Ecke der Bleichstraße und Stephanftraße drei Wohnhäuser errichten, die sämtlich Erker mit 40 cm Ausladung erhalten sollen. 'Die Versammlung ist hiermit eiiroer- standen unb befürwortet weiter, daß die eine Einfahrt mir die Hälfte der vorgeschriebenen Breite erhalten soll. Heinrich Weber will im Altenfeld, also außerhalb des Srts- bauplans, eine Halle errichten. Die Versammlung ist damit einverstanden, wenn der Bauherr den üblick>en Revers unterschreibt. Wiederherstellung von Straßen 1910. Wie der Vorsitzende mitteilt, werden für die infolge der Kanalisation in sehr schlechtem Zustand befindlichen Straßen noch 1410 000 Mk. erforderlich sein. Im vergangenen Jahr wurden für 400 000 Mk. Straßenberftellungen ausgeführt, wodurch der Voranschlag stark belastet und das Tiefbauamt so sehr in Anspruch genommen wurde, daß es nur mit sehr anstrengender Arbeit damit fertig werden konnte. Deshalb sollen in Zukunft jedes Jahr nur 200 000 bis 250 000 Mk. für die Wiederherstellung von Straßen verwendet werden. In diesem Jahr sind folgende Arbeiten vorgesehen: Bürgersteigbesestigung in der Ebelstraße zwischen Riegelpfad und Wilhelmswaße 6600 Mk., Neubefestigung der Wetzsteingasse vom Lindenplatz bis zum Gäßchen „Auf der Bach" mit Asphalt humoristischer. * Vielsagend. „ . . . Der .Herr Rat scheint unter seiner verstorbenen Frau viel ausgestanden zu haben." — „Weshalb glauben Sie das?" — „Weil er seine Villa „Amalienheim" jetzt „Wilhelmsruhe" getauft hat." * Abgeführü Köchin: „Nachdem ich meinePlwtogravlste der Herrschaft eingeschickt hatte, bekam ich sofort die Stellung!" — Freundin: „Tie Frau ist wahrscheinlich sehr eifersüchtig!" Hatzfeld ein Tanz ftattianb, fiel Benchardini mit seiner Frau in Saal, weil ihm Sounati angeblich ein Bein gestellt hätte. unter dem Vorsitz von Schulrat Süß-Friedberg abgehalten. Lemer H. Wagner- Bad Nauheim iura ob über „Sprachlehre u n d Rechtschreiben auf der Unterstufe*. Ter Redner wußte das Thema dadurch besonders anregend zu gestalten, daß er die Konierenz hauptsächlich mit den Erfahrungen aus der eignen Praxis bekannt machte. Ter zweite Punkt der Tagesordnung war ein Thema von mehr unterhaltender Art. Lehrer W e st p i a h l - Wöliersheim hielt einen anschaulichen, mit Humor gewürzten Vortrag über eine vom deutschen Flöt enverein veranstaltete Setter fahrt an die Wasserkante, an der er sich beteiligt hat. Tie Ausführungen der beiden Redner wurden mit Beifall ausgenommen. — Dieselben Themen standen auch auf der Tagesordnung auf den Frühjahrskonferenzen der übrigen Bs» zirke des Kreises (Butzbach, Vilbel und Friedberg). . ........ Aktien: Bochum Guss . ar: -45.o0 Buderus E. W.11L70 Tendenz: fest. GeriehtssaaL. B. B. Darmstadt, 11. März. Tas Kriegsgericht der 25. Division verhandelte beute gegen den Ersatzreservisten Iah. Adam Berg aus Friedberg. Der lUngeflagte kam seiner Meldepflicht "bei dem Bezirkskommando nicht nach, weil er tu Nauheim einen schweren Rück'allödiebstahl verübt hatte und sich dadurch der Verfolgung der Staatsanwaltschaft in Gießen entziehen wollte. Vor kurzem ist er ergriffen worden und befindet sich zurzeit in Untersuchungshaft. Für das militärische Vergehen erhielt er die M indest sträfe von 43 Tagen G e f ä n g u i s. ss Marburg, 10. März. Ein Sieb eä ft reit zwischen zwei Italienern, nämlid) den Bahnarbeitern Umberto Sounati aus Seansano und seinem Landsmann Bernhardini bc- chäftlgte heute das Schwurgericht. Dec letztere hatte sich im Sauerland eine junge Frau angeschast't und diese war die Ursache, daß er sich nut seinem Freunde überwarf. Als am 7. Februar in r-16 90 1-13.90 203.20 176.80 108.10 108.50 181.20 136.40 258.70 154.50 lo7.0u 166 00 214.25 3l/2"|0 Oberhessen « . =r. 4°/0 Oesterr. Goldrente.T. 4'/z°/„ Oesterr. Silbenente. 4°/0 Ungar. Goldrente .^ . 4°,0 Italien. Rente .'«.•«.i 3°/0 Portugiesen Serie I 3% Portugiesen „ III . 4*/,°/o russ. Staatsaul. 1905 4*/iOi'o japan. Staatsanleihe 4% Conv.Tiirken von 1903 Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 10. März. Anwesend sind: Oberbürgermeister Mecum, die Beigeordneten Keller, Georgi; die Stadtverordneten: Dr. Biermer, Brück, Dr. Ebel, Eichenauer, Emmelius, Gabriel, Habenicht, Haubach, Heichel- hc m, Helfrich, Helm, Huhn, Iann,'Jughardt, Krumm, Leib, Lover, Loos, Orbig, Petri, Plank, Schaffstaedt, Simon, Troß, Wallenfels und Winn. Die Fernsprechgebühren. Stadtv. Eichenauer, der seinerzeit den Antrag gestellt hat, die Stadt möge eine Eingabe an den Reichstag gegen die geplante Aendcrung der Fcrniprechgebührenordnung machen, wendet sich in längeren Ausführungen gegen den Artikel des Telegraphendirektors Hagemann zu diesem Gegenstand in Nr. 56 des G- A. Der Artikel versuche nackzuweifen, daß die Fernsprechteilnehmer in Gießen und überhaupt kleineren Städten Nutzen von der beabfichtigten Aen- yhsL&m. Er (Redner) bestreite eine vorübergehend eintretende Ernmßigung der Gebühren für einen Teil der ange- fchlossenen Leuie^nicht Er vermifie aber in dem Artikel ein Eingehen auf die Tatsache, daß die Benutzung des Telephons beständig zunchmc. Erfahrungsgenräß wachse die Zahl der An- schlüssc in Gießen alljährlich um 70 bis 80, so daß in etwa drei Jahren die Zahl luOO erreicht sein werde. Dann werde eine bedeutende Erhöhung der Grundgebühr auf 65 Mk. eintreten. Außerdem wachse die Benutzung des Telephons täglich und bei Einführung der Gesprächszählung würde bei durchichnittlich 10 Ge- ivrächen täglich die Gevühr 185 Mk. betragen, bei 20 Gesprächen 305 Mk., bei 30 425 Mk. und bei 33 Vs 435 Mk. Mit der Erreichung der letzterwähnten Durchschnfttszahl trete dann das Erfordernis eines zweiten Anschlusses ein. Es sei aber nicht allein bi- finanzielle Belastung, gegen die er wie die gesamte Handlls- rodt sei, sondern der Geist der Fiskalität sei zu bekämpfen, der Handel und Wandel Hemmschuhe anlege, nolch dazu in einer Zeit wirtschaftlicher Depression. Wenn Direktor Hagemann darauf Hinweise, daß der angeschlossene Teilnehmer von dem Benutzer des Telephons 10 Psg. erheben könne, so sei zu erwidern, daß dies im wirtschaftlichen Leben zumeilt ein Ding der Unmöglichkeit sein werde. Der Konkurrenzkampf werde dies nicht zulaisen und wenn es wirklich, z. B. in Hotels, burciigeiuljrt werden könne, bedeute es eine erneute Belastung des Reiseverkehrs. Er fei dankbar dafür, daß d.er .Finanzausschuß ganz im, Sinne feines. Cauada E.B......183.70 Darmstädter Bank . . . 136.60 Deutsche Bank . . . • 258.50 Dortmunder-Union C. a* . . 95.10 Dresdner Bank . . 165.70 Tendenz: behauptet. in jeder beliebigen Schriftart und Karton' ? 1*1 forte, sowie mit Zirkeln aller studentischen V Vereinigungen, liefert zu mäßigen preisen tzrühl'sche UniveksMs-druckerei, Schulstrahe Z wurde wegen T o t s ch l a g S v e r s u ch S zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. kW. München, 10. März. Bor der Iugenbstras - :ammer wurde heute nachmittag gegen den 18jährigen Monteurgehilsen Kellner verhandeu, der im Oktober v. I. einen Sprengstoff entwendet und einen Teil in der Nähe des Rathauses zur Explosion gebracht und einen Teil nahe beim Justizpalast niedergelegt hatte. Gleichzeitig wurde gegen drei weitere Angeklagte verhandelt, die Kellner zur Flucht verhalfen. Das Urteil lautete für Kellner auf 15 Monate Gefängnis, wovon vier Monate Untersuchungshast angerechnet wurden. Tie klebrigen wurden zu Gefängnis trafen von einer bis vier Wochen verurteilt. 3'/,°/0 Konsols ? do. MM Hessen . te. . ■» 4500 Mk., Neubefestiguna der Süd-Anlage zwischen Bismarckstraße und Selters kor 31500 Mk., Herstellung non gepflasterten Fußgänger wegen in der Süd-Anlage 2800 Mk., Befestigung der Auffahrtrampe zum Stadttheater non der Iohamiesstrahe bis zur Theaterkasse 2000 Mk., Neubefestigung der Steinstraße zwischen Schiller- und Dammstraße 10 200 Mk., Desgleichen der Straße Ost-Anlage von der Wiesenstraße bis zum Walltor 30 500 Mk., Desgleichen der Senckenbergstraße 15 000 Mk., Desgleichen des Eichw-egs 4900 Mk., Neubefestigung der Straße Nord-Anlage vom Neustädtertor bis zur Steinstratze 15 800 Nik., Nord-Llnlage, Fußweg von Steinstraße bis Brauerei Denninghoft 5000 Mk., Herstellung eines betieften Bürgersteigs und einer gepflasterten Gosse an der Kaiser-Allee vor den Kasernen 1700 Mk., Befestigung des Fußwegs am Treppenaufgang der Fußwegübersul)rung am Oberhessischen Bahnhof 460 Ml., Neubefestigung der Gvethestraße zwischen Seltersweg und Süd-Anlage 6000 Mk., Desgleichen der Löwengasse 10 600 Mk., Desgleichen der BrAugasse 10500 Mk., Desgleichen der Mettcrgasse 3000 Mk., Desgleichen der Brand- gasse 8000 Mk., Desgleichen der Schloßgasse 6200 Mk., Desgleichen der Licher Straße 36 000 Mk. Bürgersteigbcfestigung in der Stephanstraße zwischen Goethe- und Bleichstraße 3500 Mk., Befestigung der Hammstraße zwischen den Unterführungen an der Wesd-Anlage und der Neustadt 22 000 Mk„ Beseitigung des Zu- gangswegs zum Volksbad von der West-Anlage aus 3450 Mk., Neupflasterung der Fahrbahn der Liebigstraße zwischen Frankfurter Straße und Oberhess. Eisenbahn 3200 Mk., Neubefestigung des Großen Steinwegs 13500 Mk., Gesamtbetrag 237 210 Mk. Stadtv. Troß erinnert daran, daß schon früher die Herstellung der Rodheimer Straße versprochen worden sei. Wenigstens die Bürgersteige solle man anlegen, da die Zustände sehr schlecht seien. Den Stadtteil rechts der Lahn lasse man leider immer links liegen (Heiterkeit). Der Vorsitzende macht darauf aufmerksam, daß man mit Rücksicht auf die noch ausstehende Kanalisation des Stadtteils rechts der Lahn iwch mit der Herstellung der Rodheimer Straße warten müsse. Im nächsten Jahr werde das Schlachthaus an Den Kanal angeschlossen, so daß die Einführung der Kanalisation rechts der Lahn in den nächsten Jahren erfolgen könne. Stadw. Krumm möchte den Zustand der Rodheimer Straße trotzdem jetzt schon verbessert haben. Weiter spricht er für die alsbaldige Neupftasterung der Wollengasse, die stark begangen sei und bei Regeiiwetter nur mit Stelzen zu passieren sei. Ieden> falls sei ihre Herstellung nötiger, als die des Großen Steiinvegs. Der Vorsitzende erwidert, bezüglich des Großen Stcüu Weges liege ein früherer Beschluß der Stadtverordneten vor. Die Wolkengaife sei für nächstes Jahr vorgesehen. Stadtv. L ö b c r tritt für die Neiibefestigung des Asterwegs zwischen Mrd-Anlage und .Steinsttaße ein, feer durch feie Ka- Mädchenhandels aus eigener umfassender Wirksamkeit berichten raun. Der Vortrag findet am nächsten Montag im Hotel Schütz bei freiem Eintritt statt. ** Verkauf v on Pflafter steinen nach Gewicht. Die Stadt hat einen größeren Posten Pflastersteine, die bei her Neupflasterung der Straßen ausgeschossen ist, zum Verkauf gestelli. Die Leute von jenseits der Lahn machen starten Gebrauch von der Gelegenheit, für ihre Hofreiten billige Pflastersteine zu erstehen. Da das Aufsetzen des minderwertigen Materials um den kubischen Inhalt zu ermitteln) zu kostspielig ist, hat das Tiesbauamt auf der Wage seststellen lassen, w-e viel Zentner die Steine wiegen und hiernach wird der Breis der Steine berechnet. = Lich, 10. März. Die hiesigen Aufführungen des daterländischen Festspiels „Barbarcs^as Erwachen —Deutschlands Erhebung und Einigung", das bereits einen wahren Siegeslauf hinter sich bat, beginnen morgen abend. Die Besucher werden ihre Freude an dem Glanz der so über alles eindrucksvollen Szenerien haben, die Direktor Berning zu einem großen, glanz-vollen Ganzen meisterhaft zu verbinden verstanden hat, und in bereit Mittelpunkt opferfreudige Licher als Darstellerinnen und Darsteller tätig sind. Es ist viel und treu gearbeitet worden, aber der Zweck ist auch gut, und wenn sich am Schluß der Aufführungen ein hübscher UeberschuB für die ergibt, denen die Veranstaltung zu gute tommen soll, so ist bas für alle „Lohn, bar boppelt lohnt". -r. Angersbach, 9. März. Unser Nachbarort Landenhausen nimmt die Feldbereinigung vor unb !An g er s b ach ist bamit vor bie Notwendigkeit gestellt, eine Grenzregulierung vorzunehmen. Ties ist für unseren Ort ein Anstoß, der wichtigen Frage der Feldbereinigung auch für unsere ausgedehnten Fluren näher zu treten. Um bie hiesigen Landwirte mehr für die Sache zu interessieren, hatte der lanbw. Verein Lauterbach heute abend hier eine Versa m inlung einberufen, in der Lanbwirtschaftslehrer Heck- Alsfeld über das Thema: „Die Vorteile unb bie Notwendigkeit der Ausführung der .Feldbereinigung" sprach. Die zahlreich) erschienenen Zuhörer verfolgten mit Interesse den Vortrag, in dem ausgeführt wurde, daß bie Felbbereini- gung für bie neuzeitliche Landwirtschaft, bie sich den gegen früher gänzlich veränderten Verhältnissen gewachsen zeigen muß, eine dringende Notwendigkeit darstellt. Namentlich ,in Oberhessen fände sich noch vielfach bie sog. Dreifelderwirtschaft, die aus der Zeit Karls des Großen stammt und dann jahrhundertelang ausgeübt wurde, als man überwiegend nur Körnerfrüchte anbaute. Diese Methode paßt nicht mehr in unsere Zeit; die Feldbereinigung in chrer mannigfachen Wechselwirtnng stellt aber ein Mittel dar, der Landwirtschaft -ganz andere Wege zu weisen, damit erhöht sich der Boden- Vertrag ganz bedeutend, neben allgemeiner Wertsteigerung der Grundstücke. Schon bie Rücksicht auf ihre Nachkommen sollte die Landwirte anspornen, die Feldbereinigung möglichst bald vorzunehmeU. Der Redner wies auch die Aufsicht als irrtlunlich zurück, als- sei die Feldbereinigung in der Hauptsache nur eine Art von Zusammenlegung der iGrundstitcke. Das letztere ist aber mchr nebensächlich unb durchaus bem freien Entschließen der Gemeinben anheim- igestellt. k. Harbach, 10. März. Gestern abend machte der 'Schreinermeister unb Totenbeschauer Heinrich Küpper, Witwer, hier in seiner Wohnung feinem Leben durch Erhängen ein Ende. Er war ein tüchtiger, fleißiger Mann, feit vorigen Herbst war er kraul und dies scheint der Grund zu dem 'Selbstmord gewesen zu fein. bm. Heuchelheim i. d. W., 10. März. Im Faist- ischen Saale fand gestern ein von Lehrer Maurer, dem Vor- :filjenben des hiesigen Zweigvereins des Evangelischen Bundes, geleiteter Familieuabend statt. Pfarrer Vogel von Reichelsheim zeigte in prächtigen Lichtbildern eine „Reise um die Welt^ und verstand es, durch seine anschaulichen, oft mit Humor gewürzten Erläuterungen die Versammelten bis zum Schlüsse der etwa zweistündigen Vorführung zu 'fesseln. Vorträge des Gesangvereins und allgemeine Lieder verschönten den Abend. 4- Albshausen, 9. März. Hier hat sich ein ^Turnverein gebildet, dem sofort 30 Mitglieder beigetreten sind. — Unser Gesangverein, gegründet 1885, kommt jetzt in den Besitz einer Fahne, die am ersten Julisonntag eingeweiht werden soll. * Aus Kurh essen, 10. März. Im Jahre 1909 brachte der Verkauf des Gerneindeobstes in Kur- hessen insgesamt 191918,57 Mk. ein gegen 242 560,43 Mk. im Jahre 1908. Am besten schnitt wieder der Kreis Hofgeismar ab, der für 32 121,30 Mk. Gemeindeobst verkaufte. Das schlechteste Geschäft machte mit 603 Mk. der Kreis Hanau. Ki Hl! Tie -eMschlai !! Iiciicu auf Geil Kro M Es die zur U Weikbir der Gebi ülüfilflai bc.usi. - iitt,t vife zu oena vachüW mßbeionbi ’Mwu 1_____3uir . .„M jlc iiiuitüd j.' ÄÄ1 i Wntüjf j?ie' ■I. r>. Mi ; «Wiviin ||! W'bute fl 2om kW. i'oQ ’wiidlmii . r’us für i j : wnnnben, „.. Tic b Miiern fü , Tic E Wen. Ä, S find ««lleemjn Steuer fir ^*9C!öOti( ■' ^tfenti S'tnnet - j Alien t ®ießen Ä. Khnu N"> ZMi, «djiiu Ml Aller A>der ■ ’onnen 2'Mei Ä ’m. 1 "A J***» KL mit. 5 ® 4!,’; ^veun *« Sollen, :0; W Oll* ' LL ' '"'t Hmu: "verein D-, andere v"er wurde oeir auch o'j übrigen & PALMONA KUHBUTTER Schweinefett [n ; gerich,^. ervisien ■ kam feinet - weil er tu Halle uub sitz Sießeu em- ■ und befiubet IcheHiergehen ■c'n iig nie. eit zwijcheu eni Umberic imljarbiiu be. hakle sich im v die Uijadjc, 7- Februar in aiier tzrau jn fleiteUi ballt. Revolver und naii, mit dm iußle, gab au, wollen, tri len (Sefängiui ;enbjtraj- i 18 jährigen Oktober b. J. in der MH.' en Teil nahe zellig nmrb. : Kellner zur i auf 15 Uo :fuchungsha!l u Gesängick !aletc mit ). bis ein Ber usgenvMe' tonnen vd> i Pakete, m ,nt unter M - „Aesheld „Ainalienhem ic Pbotograo^ die Stellung chte nlt für. Hnndt. Uht. srt - 108.1» 185.* 2H» ivcrk 'k " Ü16* lW Z erk'"" ' w i-inittstrie lk h ’ ' OgtLh’ •1^' llaak ■ 4, uj-jj andic • j• jgjin - ‘ 211^ laliu- jgi.fi iseubabu ■ •Avi'‘ K* rekK ■ '. ‘ j76.* alten «»dir* KM! KZ Zuerft kommt Palmona, denn fie ift reine Pflanzen-Butter-Margarine, erseht die unerfcbwinglicb teure Kubbutter vollkommen und übertrifft alle anderen Fette an Reinheit und Woblgefcbmadc H. Scblinck & Cie. H.-G. Alleinige Produzenten von « Palmin» und «Palmona» Tie Gemeinde Cbcnbau cn hat den Bau einer Lcichcnballc, veranschlagt au 820 Mk., au vergeben. Plan und Kostenanschlag licacit auf meinem Bureau offen. Gefl. Lfferien sind mir bis einschl. 21. März cr. einzurcrchen. Krofdorf, 10. Mürz 1910. Der Bürgermeister: Braun. [Bnl3 Amtliche BekMlMchuMll Der Stabt Gicßen. ES sollen vergeben werden: Mittwoch den 16. März, vormittags 10 Hbr, die zur Unterhaltung des Gebäudes Seilersweg Nr. 9 erforderlichen Weiffbinderarbcitcn: Tyrcitnn den 18. März, vormittags 10 Hbr, der Geböudeabbrurb der vofreiten Diefenweg 9tr. 9 und 13, Kleine Müblgassc Nr 3- Grosze Miihlgasse s)iv. 10,12, 13,15 und 21 iVorder- brusl- — Die Unterlagen liegen auf unserem Hvchbauaint zur Ein iiu.t offen. Angebote nur Bordruck, der daselbst erhältlich, sind bis .'^nannten Terminrn dort einzureichen.___________________iB“/s Geländeverpachtung. Montag. 14. März, vormittags ' 9 Hbr, wird die Ber Pachtung von Grundstücken der Stadt und des städtischen Hospitals, insvesondere aus dein Seltersberg, hinter den Minuten, bei der Margaretenbülte und an der Erednerstraffe »ortgesetzt. -'.usnmmentnnrr auf der Läiönen 2i ns acht.______________IB“/3 In der Zeit vom 14. bis einschlieszim) 26. März 1910 werden d c sämtlichen städt. Straszcukanälc gr'vnlt. Während dieser Men sind die : ii tikauverschlüffe an Grund- stiicksciitwäneriingen verschlossen zu Hanen. lB"Z Tie Pnasrer- und Ehanssierarbeiten für den Ausbau der Ber- bindnngsstraffe zwisdien Hamm n. Lahnstiaffe sollen Montag den 2i. d. Mts., vormittags 11 Ubr, vergeben werden. Die Ber- diugungc-imterlagen liegen ans unserem Tiefbauamt offen und sind Angeboie ans Bordrnck dalnn einzureichen.tB'V.i Sonntag den 13. März, von vormittags 11 bis nachmittags 2 Uhr. soll m dem Zimmer Nr. 3 der Stadlknabcnschule eine Ausstellung der von den Schulern im diesjährigen Unterrichts- knrms für erziehliche Knaben Landarbeit gefertigten Gegenstände sialtsinden, zu deren Besichtigung wir hiernnt freundlichst einladen. _______________________________________IBf/sl_______________________________________ Arbeitsvergebung. Tic Herstellung von SInbclgräben und die Stellung von Hilfsarbeitern für das Betrieb: fahr 1910 soll öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen sind während der Dienilstunden in dem Amtszimmer der unterzeichneten Berwaltung, Weft-Anlage öl, euv Zusehen. Llngebote, unter Benutzung der dortselbst erhältlichen Bor- dructe, sind bis zum Dienstag den 15. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, verschlossen und mit enisprechender Aufschrift versehen, an genannter Stelle einzureichen. Gießen, den S. März 1910. . B8/3 Elektrizitätswerk und Straffenbahn der Stadt Glegen. Verdingung. Die für die Kabelverlegungen erforderlichen Lieferungen an durchgeworfenem Lahnkies and hartgebrannten Ringofensreinen sollen öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen find während der Dienssttundcn in dem Amtsziimner der nnierzeichneten Berwaltung, Weil-Anlage 51, ein- Zusehen. — Angebote unter Benutzung der daselbst erhältlichen Vordrucke sind Ins zuul Dienstag den 15. d. Mts., nachmittags 3 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, an genannter Stelle einzureichen. Gießen, den 8. März 1910. B’/a _ ______Elektrizitätswerk und Straffenbahn der Stadt Gieffen. Stadt. Wohnungsnachweis Gießen, Afterweg S. Es find zu vermieten: 4 Wohnungen von 7 Zimmern. 1 Wohnung von 6—7 Zimmern, 1 Wohnung von 6 Zimmern, 1 Wohnung von 5—6 Zimmern, 3 Wohnungen von 5 Zimmern, 3 Wohnungen von 4—5 Zimmern. 3 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3—4 Zimmern, 3 Wohnungen von 3 Zimmern, 2 Wohnungen von 2 Zmimern, 1 Wohnung von 1 Zimmer u. Kabinett, 7 möblierte Zimmer, 1 unmöbl. Zimmer. 2 Zimmer für Bureauzwecke. 1 Werkstatt, 1 Scheuer mit Stallung, 1 dreistöck. Lagerhaus mit Pferdestall u. Heuboden. Zu mieten gesucht: 20 Wohnungen von 1—/ Zimmern.______ Städt. Arbeitsnachweis Gießen, Afterweg 9. Es können eingestellt werden: Bn/s a. bei hiesigen Arbeitgebern: 2 Schreiner, 1 Tapezierer. 1 Schlosser. 4 Haus- und Kuchenmad- chen. 1 Laufmädchen, 1 jung. Hauskmrsche. Lehrlinge u. Lclirulädchcn: 2 Buchbinder, 2 Schlosser, zwei Bäcker, 1 Glaser, 1 Kaufmann, 2 Schreiner, 1 Stukkateur, ein Tapezierer n. Polsterer, 1 Gärtner, 1 Schneider, 1 Lehrmädchen. b. bei auswärtigen Arbeitgebern. 1 Schmied, 1 Schreiner, 1 Wagner, 1 Nahmenglaser, 2 Schneider. 1 jung, laiidw. Knecht, 1 landw. Dienitmädchen. Lehrlinge: 2 Schmiede, 1 Sattler und Polsterer. Es suchen 2lfbcit: 1B ankglaser, 1 Nahmenglaser, 2 Bäcker. 1 Metzger, 1 Mafchincn- schloss.r, 1 Bauschlosfer, 1 Zagd ober Waldaufseher, 1 GutL- msver.or, 3 Handlungsgehilfen, 2 Schreiber, 1 Elektromonteur, 4 ^oengler, 1 Sattlet und Polsterer, 2 Küfer, 1 Schmied, zwei Maurer, 2 Lackierer u. Anstreicher, 3 Weiffbinder, 2 Schuhmacher, 1 Ausläufer, 4 Hausburscheu, 6 Arbeiter, 2 Schreiner, 3 Fuhr- knechte, 4 Lauffrauen. 2 Waschfrauen, 1 Strickerin, 1 Flickfrau. Lehrlinge: 1 Mechaniker. taiiriMita Marktplatz Aparte Neuheiten für die Oster - Saison ! Mitglied der Rabatt-Sparvereinigung. in grosser Auswahl! [1441 Fritz Rumpf Zozelsga^fte 9. 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Glänbigerausschusies — der Schlußtermin auf Donnerstag den 7. April 1910, vormittags 9 Uhr, vor dem Großherzoglichen Amtsgericht hier- selbst, Zimmer Nr. 18, bestimmt. Gießen, den 8. März 1910. Kranz (Bu/3 als Gericküsschreiber des Großh. Amtsgerichts. Bekanntmachung. Znm Zwecke der Auseinandersetzung zwischen den Beteiligten soll Montag den 14. März d. I., nachm. 2 Ubr, auf dem Hofe des Maichmensabrikanten Herrn Ostheim zu Atarburg eine selbstfahrbare Motorbandsäae (8 Pserdekrästej öffentlich meistbietend gegen sofortige Barzahlung versteigert werden. (1473 Marburg, den 10. März 1910. Röhre, Königl. Gerichtsvollzieher.________________ Molkerei - Neubau ist sofort an Wcnigstfordernden zu vergeben. Tüchtige, leistungsfähige Maurer, Zimmerer und Schreiner wollen schriftliche Offerten einreichen. Bei Maurer und Zimmerer liefert Bauherr das Material. 1472 H. Claußen, Molkerei, Bobenhausen 2 (Oberhesfen). Darmstädter Pädagogium Darmstadt, Herdweg 58. Realschule mit Gymnasialabteilungen Sexta bis Oberprima. ss3*/. Sorgfältige und gewissenhafte Vorbereitung zum Einjährigen-, Primaner- und Abiturienten-Examen. auch für Damen. Im Jahre 1909 bestanden 16, im Frühjahr 1910 11 Einjährige. Näheres durch den Leiter M. Elias. Freiwillige Gail’sche Feuerwehr. Ordentliche Hauptversammlung Samstag den 12. März, abends 9 Uhr, un Saale des 2. Hauptmanns Sauer. Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Kassenbericht. 3. Verleihung von Dienslabzeichen. 4. Etwaige Anträge. 5. Vorstandswahl. 6. Verschiedenes. vu/3 Uniform: Dienstanzug, volle Ausrüstung. Der Vorftand. Münchener Bürgerbräu „Triumphator“ in Flaschen, Svvhons und Gebiudcn empfiehlt 1476 Emil Schmall, Vittgrotzhiiiidliiiig, Iclerhon 83. S7/I£f d/eltesfen ’ Mehr als 225 000 Stück geliefert in allen Konstruktionen erhältlich f Verkaufs- 1 stellen-Nachweia durch I C. Koch k ^.Berleburg Pianos Flügel Harmoniums Ph. 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Herr Pfarrer Bogt aus Ober-Breidenbach: Das Programm der fortschrittlichen Boltöpartei. 3. Herr Justiz rat Metz: v”/e Bericht über den Parteitag in Berlin. Gäile willkommen. Der Vorstand. Das Gemüse schmeckt köstlich bei Verwendung der belebten Delikatess - Margarine - Marken Siegerin oder Hohra die In Geschmack, Rroma und Verdaulich* keit feinster Molkereibutter gleichkommen. Ueberall erhältlich! Alleinige Fabrikanten. A. L. MOHR G. rn.b.H. RLTONR - BftHRENEELD. pjberdll^^^©>^^zu haben Dr. Drall es /IDalattine*: • Schönheits-Mittel ersten Ranges.® Malattine-Hautcreme Glycerin und Honig-Gelee Von wunderbarer Wirkung gegen spröde und aufgesprungene Haut. Hilft sofort und macht die Haut sammetweich. Unentbehrlich auf Geblrgs- und Seereisen, In Veilchen: Tube 60 Pf. u. I Mk. Malattine-Seife mit Glycerin und Honig Die mildeste Tolletteselfe i: Malattine-Puder mit Glyoerin und Honig Unübertroffen für den täglichen Gebrauch. :: Unsichtbar! 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