Rr 18S Gpftvs Blatt L6V. Jahrgang Montag 1^. August ISIS Der -ietzener Anzeiaer ä vezugSpretZ: erscheint täglich, außer M /Sfr Wk Wl WF monatlich 75 Pf., viertel- «ä*V*■ ■ Mk I |lr vtIVjVIhV▼ ££S Ferufprech-Anschlüsse: N Kl WM / Verantwortlich für den ,ür die Redaktion US, IVtHT WLF politilchcn Teil: Auqust MU Selieral-Anzelger für SKrhchm WM 8k DomHha^n9miu” «otattoiksdrmk unöVerlag -ervrühl'schen Unw.-Such- nnö Steiudnickerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstrahe 7. ^°zeig°ni-n°?'H.'"Beck. Vie Brüsseler Weltausstellung verbrannt! Ein furchtbares Unglück hat die Brüsseler Weltausstellung heirngesucht und zum großen Teil durch Feuer vernichtet! „Denn die Elemente hassen das Gebild tion Menschenhand", selten fit das Wort in so erschütternder Weise wahr geworden. Eine bunte, malerische Stadt, mit Fahnen und Wahrzeichen ans aller Herren Länder ist dort innerhalb wenigem Stimden abgebrannt, das etwa 85 Hektar große, wellige G-elände Solbosch, das die neue Zauberstadt mit ihren vielen Gärten, Blumenbeeten, Skulpturwcrken, Fontänen, trug, ^st jetzt nur niM) ein Trümmerhaufen Wenn auch in letzter Stunde gemeldet wird, die ersten Meldungen enthielten Uebertreibungen, so lassen die Einzelheiten die Größe des Unglücks doch ganz ermessen. Kurzschluß in einem Postamte soll die Ursache gewesen sein. Man fragt sich erstaunt, wie es kam, daß der Brand eine so große Ausdehnung finden konnte, ob die Belgier, in deren Abteilung er ausbrach, so gänzlich unzureichende Sicherungsmaßregeln vorbereitet hatten oder ob ihre Feuer- wehr überhaupt nicht zur jGtekle war. Die deutsche Ausstellung ist unversehrt geblieben. Wie innig werden die Aussteller und Leiter unter der deutschen Flagge ihrem Schöpfer danken, daß sie die belgischen Hallen verschmäht und sich ein eigenes, gesondertes Heim geschaffen hatten! Die englische Abteilung, unmittelbar neben dem belgischen Herd gelegen, soll vollständig verbrannt sein, ebenso die benachbarte französische. Italien, das mit Frankreich sich in eine große Halle teilte, soll nicht über gänzliche Vernichtung zu klagen haben. Die Meldungen gehen bisher in Einzelheiten noch auseinander. Die mit viel Liebe kunstvoll aufgebauten Häuser»und Niederlassungen der Vergnügungsabteilung Alt-Brüssel sind ebenfalls schonungslos verbrannt worden. Dieses zierliche Städtchen, das an die belgische und englische Abteilung grenzte, war nach den Berichten mit viel harmlosem Volk, in den Trachten von 1830, bewohnt, das allabendlich einen lustigen Umzug veranstaltete. Wie hat dieses fröhliche Bild sich verwandelt, wie angstvoll werden die Blumenmädchen, Bänkelsänger und die Bürger von 1830 mit ihren grauen Zylinderhüten aus ihrer Niederlassung geflüchtet sein! Wir erhielten folgende Meldungen: Nach dem Ausbruch des Feuers. Berlin, 14. Aug. 1.50 Uhr vorm. In Brüssel steht seit 9 Uhr abends die Belgische Abteilung der Ausstellung in Flammen. Die englische Abteilung ist bedroht. Brüssel, 14. Aug. Seit 9 Uhr steht die belgische Sektion in Flammen. Es ist unmöglich, im Augenblick zu sehen, wie weit der Brand um sich gegriffen hat. Man glaubt, daß die große Halle am Eingang links vollständig zerstört ist. Es ist nicht möglich, an Die Brandstätte heranzukommen. Ein greller Feuerschein breitet sich über die Stadt aus. Die ganze Stadt ist in fieberhafter Erregung. Der Windwechsel, und die Weiterverbreitung des Feuers. Brüssel, 14. Aug. Mitternacht. Um llVa Uhr wechselte der Wind Plötzlich die Richtung und sofort war alles, was von Stadtviertel Altbrüssel noch übrig geblieblen war, ein Raub der Flammen geworden. In wenigen Minuten war alles vernichtet. Das Feuer griff auch auf die Avenue des Nations über, das ist die Hauptstraße, die vom Haupteingang nach der belgischen Llbteilung führt. Alle Pavillons dieser Avenue sollen zerstört sein. Jedenfalls ist die französische Ausstellung vollständig vernichtet. Man glaubt auch, daß zwei Menschen umgekommen sind; außerdem wird gemeldet, daß 30Personen verletzt seien. Die Nachrichten sind aber int Augenblick nicht zu kontrollieren. Auf dem Gelände herrscht eine derartige Erregung und ein derartiges Gewirr von Tausenden von Menschen, daß es unmöglich ist, an jemand heranzukommen, der zuverlässige Auskunft geben könnte. Extrablätter melden, daß die gesamte Brüsseler Garnison sich am Rettungswerk beteiligt. Außerdem ist zu bemerken, daß das gesamte Bureau der Weltausstellung vernichtet ist. Sämtliche Akten und Papiere, die in der Haupthalle untergebracht waren, sind vernichtet. Brüssel, 15. Aug. Die linke Seite der Ausstellung bis zu der Treppe, die nach der deutschen Abteilung führt, ist verloren. Die Ausstellungen von Belgien,England, Frankreich sind his auf einen kleinen Teil außerordentlich stark beschädigt. Auch die P a v i l l o n s der kleineren Nationen sollen ein Raub der Flammen geworden sein. Das Feuer wütet weiter. Berlin, 15. Aug. 3.30 Uhr vorm. Bis Mitternacht zerstörte die Feuersbrunst in Brüssel ferner das Stadtviertel Altbrüssel, angeblich sämtlichePavillons der Avenue Nations, jedenfalls auch die französische Abteilung. Nur die deutsche und holländische Ausstellung ist unversehrt. Nach den seitherigen Feststellungen ist niemand in denFlammenumgekommen, aber zwanzig Leute wurden verletzt, davon zwei schwer. Tie deutsche, holländische und spanische Abteilung gerettet! Wenn lief) die Nachrichten, die bis jetzt eingegangen sind, bestätigen, so kann man daraus schließen, daß die Weltausstellung in Brüssel im Jahre 1910 ihr Ende erreicht hat. Die deutsche unb d i e holländische Abteilung, die vollständig getrennt von den übrige^ liegen, sind unversehrt geblieben. Um r/^Uhr nachts sprengten Pioniere aus Antwerpen die Brücke, welche die beiden Teile der Ausstellung verbindet. In der Umgebung der Brücke brennen etwa 40 Häuser. Die spanische Abteilung ist gerettet, dagegen sind die d ä n i s ch e, die norwegische, die österreichische, die japa- n ische und die chinesische vernichtet. Kurzschluß die Ursache. Der Brand in der Weltausstellung hat die große, am Eingang gelegene Hauptindustriehalle, in der die belgische Ausstellung zum großen Teile untergebracht ist, vollständig zerstört. Es ist von der Halle nichts als ein eiserner Trümmerhaufen übrig geblieben. Man glaubt, daß auch die englische Abteilung, die sich direkt an die belgische anschließt, vollständig vernichtetest und daß die .talienisch e und österreichische Sektion, wenn nicht zerstört, so doch stark beschädigt sind. Der Brand soll in dem in der Halle untergebrachten Postamt durch Kurzschluß entstanden sein. Das Feuer griff gegen 10 Uhr auf das Stadtviertel Alt-Brüssel, das links von dem Eingänge gelegen ist, über und zwar dermaßen, daß derselbe fast vollständig vernichtet ist. Nur das Hauptrestaurant zum „Grünen Hund" ist unbeschädigt geblieben. Die Feuerwehr scheint vollständig machtlos zu sein. Bis jetzt ist nichts bekannt, daß Menschen verbrannt sind. Die Gärten der Ausstellung sind von einer unüberschätzbaren Menschenmenge besetzt. Man erzählt, es sei heute der beste Tag der Ausstellung gewesen, und es sollen sich etwa 200000 Menschen dort befunden haben. Im Augenblick, als der Brand ausbrach, soll das Stadtviertel Alt-Brüssel buchstäblich vollgepfropft gewesen sein. Bleibt die Ausstellung dennoch geöffnet? :/: Köln, 15. Aug. (Privattelegramm.) Wie die Leitung der Brüsseler Ausstellung bekannt gibt, bleibt die Ausstellung bis zu dem seither vor- vorgeschenen Schluß geöffnet, doch ist es fraglich, ob die zerstörten Pavillons wieder aufgebaut werden. Ein Kellner kam in den F l a m m e n u m'. In den zerstörten Gebäuden konnte nur ein Teil der Archive gerettet werden. Durch Aufwersen von Dämmen gelang es, den Brand gegen 2 Uhrzulöschen. Seit heute vormittag werden die Aufräumungsarbeiten sehr eifrig betrieben. Die Züge bringen fortgesetzt große Scharen Fremd er, namentlich aus den Seebädern. Brüssel, 15. Aug. Die belgische Abteilung, in der der Brand ausbrach, ist vollständig zerstört, ebenso 17 Häuser der angrenzenden Ausstellungsstraße. Von der französischen Abteilung sind die Lebensmittelhalle, der Pavillon der Stadt Paris und ein paar kleinere Pavillons abgebrannt. Die internationale Maschinenhalle scheint gerettet zu sein. Nach einigen Meldungen ist der Brand durch Kurzschluß entstanden, was aber wohl kaum anzunehmen ist, da das elektrische Licht noch eine Zeitlang brannte. In der Aufregung vergaß man die Tiere, so daß sämtliche Tiere einer Menagerie erstickt sind. Im übrigen aber ist die Leitung gesonnen, die Ausstellung weiter zu führen, und die Beratungen über einen Ersatz der zerstörten Werke sind bereits int Gange. Der Darmstädter Veteranen-Appell. R. B. Darmstadt, 14. Aug. Es war ein glücklicher Gedanke, aus Anlaß der 40 jährigen Wiederkehr der ruhmreichen Kriegstage der hessischen Truppen einen allgemeinen Veteranen-Appell in Darmstadt zu veranstalten. Wohl 6000 Veteranen aus allen Teilen des Landes und aus den übrigen Bundesstaaten' waren herbeigekommen, um nach 40 Jahren noch einmal mit den fiüheren Kriegskameraden zusammenzukommen und in geselligem Beisammensein die Erinnerung an jene großen Tage wieder wachzurufen. Zwar sind inzwischen gar viele längst schon zur großen Armee abberufen worden, von der es keine Wiederkehr gibt, aber geradezu überraschend groß ist doch die Zahl derer, die, mit Orden und Erinnerungszeichen geschmückt dem Generalappell Folge geleistet haben. Nicht nur Kriegsteilnehmer von 1870/71 und 1866, sondern auch noch eine stattliche Anzahl von Teilnehmern der Kämpfe von 1848/49 und etwa ein Dutzend weibliche Veteranen mit ordengeschmückter Brust konnte man erblicken. Die Stadt hat zu Ehren der Gäste das schönste Festkleid angelegt. Alle öffentlichen Gebäude tragen Fahnen- und zumeist auch Girlanden- und dekorativen Schmuck und auch von allen Privathäusern wel>en die Fahnen den Tausenden von Festgästen ein freundliches Willkommen entgegen. Am Eingang zur Rheinstraße sind Ehrenpforten er- richtet, das Reiterdenkmal Ludwig IV., des Führers der hessischen Truppen, und das Landeskriegerdenkmal zeigen neben üppigem Palmen- und Lorbeerschmuck auch schöne Blumenzierde in den hessischen Landesfarben, ebenso das Bismarckdenkmal, der Markt- brunncn usw. Zur Vorfeier im städtischen Saalbau waren sämtliche Räume schon lange vor Beginn dicht mit Festteilnehmern besetzt. Im reichen Pflanzen- itnb Fahnenschmuck erblickte man auch die Büsten der früheren Truppenführer sowie die des Kaisers und des Großherzogs. An der Ehrentafel hatten u. a. General der Artillerie Kehrer, Generalleutnant v. Bernhardt, Stadtkommandant Oberst v. Rairdow, General v. Eckenbrecher, Oberbürgermeister Dr. Glässing u. a. Platz genommen. Nach Festfanfaren und Jubel-Orwerture der Regimentskapelle des Leibg.-Jnf.-Rgts. und einigen Chören der Darmstädter Liedertafel hieß Hauptmann a. D Waldecker namens der vereinigten Darinstädter Kriegervereine die Festgäste herzlich willkommen und brachte zum Schluß ern begeistert aulgenommenes' dreimaliges Hoch auf den Kaiser als den obersten Kriegsherrn aus. Namens der Stadt begrüßte Oberbürgermeister Dr. Glässing die Versammlung; er wies dann auf das innige Verhältnis zwischen Fürst und Volk hin und! schloß mit einem dreifachen Hoch auf Großherzog Ernst Ludwig, worauf „Heil Dir im Siegerkranz" gesungen wurde. Die eigentliche Festrede, die mit einem Trinkspruch auf die ruhmreiche deutsche Armee ausklang, hielt Prof. Trümpert und eine weitere Festrede des Herrn Bruchhäuser schloß mit einem dreifachen Hoch auf das deutsche Vaterland. Tas Festprogramm des Abends brachte neben mehreren Liedern des Kammersängers Weber und der von der Liedertafel unter Leitung des Kammermusikers A. Kugler mit Orchesterbegleitung vortrefflich vorgetragenen „Hymne" vow Herzog Ernst zu Sachsen-Coburg-Gotha. noch eine Anzahl wohlgelungener lebender Bilder, die nach einer Dichtung von H. Enders von dessen Gattin, Frau Enders- Kuhlmann, vorbereitet worden waren. Die Vorfeier verlief in bester Weise und fand erst nach Mitternacht ihren Abschluß. Der Sonntag-Morgen führte bei hellem Sonnenschein in Sonderzügen aus Mainz, Worms, Offenbach, Gießen und. Frankfurt das Gros der Festteilnehmer herber die sich mtift unter Vorantritt ihrer Musikkapelle zuerst zum Landeskriegerdenkmafi und dem Denkmal Ludwigs IV. begaben und unter patriotischen' Ansprachen Kränze niedcrlegten. Um 8 Uhr fanden iMilitärgottes- dicnste in der evangelischen Stadtkirche. und für die katholischen Teilnehmer im Exerzierhause auf dem Exerzierplatz statt. Schow in früher Stunde zogen auch Tausende nach dem Exerzierplatz an der Griesheimer Chaussee, wo der Veteranen-Appell stattfand. Während sich hier die Veteranen in Paradeaufstellung ordneten, umsäumten viele Tausende von Zuschauern die nicht reservierten Teile des großen Platzes. Die Parade stand unter dem Kommando des zweiten Vorsitzenden der „Hassia", des Majors- B e ck. Die Grobherzoglichen Herrschaften trafen infolge eines kleinen Automobilunfalles, den das Auto der Prinzessin Ludwig von Battenberg erlitt, erst kurz vor V2I2 Uhr ans Wolfsgarten auf, dem Paradefelde ein. Der Großherzog stieg am Käsernentor des Leibdragoner-Regiments zu Pferde, während die Großherzogin mit den beiden weiß gekleideten Prinzen im ersten und Prinzessin: Ludwig von Battenberg, Prinzessin Andreas von Griechenland mit Prinz Ludwig und Prinzessin Luise von Battenberg im zweiren Galawagen mit Spitzenreitern und Hoflakaien erschienen. Der, Großherzog ritt mit Gefolge zunächst die Front der im 'werten \ Rechteck aufgestellten Veteranen ab, bei jeder Abteilung freundlich grüßend. Alsdann nahm der Großhcrzog und dicht hinter ihm" Generalleutnant, Exz. von Strantz, Generaladjutant Hahn^ und Hofmarschall von Ungarn-Sternberg neben den beidenj Galawagen Aufstellmig und ließ die weiblicher! Veteranen heran-' treten, die er dann auch der Großherzogin und den Prinzessinnen vorstellte; die Fürstlichkeiten unterhielten sich leutselig eingel>end mit den alten Veteraninnen und erkundigten sich nach deren stäherenj Verhältnissen. Danach ritt der Großherzog b i s zur Mitte des Platzes vor und hielt an die Veteranen; folgende Ansprache: Kameraden.' In großer Zeit habt Ihr Mle mitgehvlfen,- unser großes Deutsches Reich, unser deutsches Volk auf feine jetzige Höhe zu bringen. Eure in dem glorreichen Kriege in zahlreichen Schlachten bewiesene echt deutsche Treue und Tapferkeit werden uns unb allen kommenden Generationen ein ewig leuchtendes Beispiel bleiben. In diesem Zeichen deutscher Treue fordere ich Euch auf, dem Lenker des deutschen Volkes ein dreifaches Hurra auszubringen. Se. Maj. der Kaiser, unser aller- oberster Kriegsherr! Hurra, hurra, hurra! Nach dem vieltausendstimmigen Hurra spielten sämtliche Regimentskapellen die Nationalhymne. Dann trat Major Beck vor und rief: „Unser allergnädigster Kriegsherr, der erlauchte. Sohn unseres glorreichen Führers im Kampfe, Sc. königl. Hoheit Großherzog Ernst Ludwig! Hurra, hurra, hurra!" 9(inf) diesem, mächtig über das weite Feld brausenden Rufe folgte die Nationalhymne. Der Großherzog ritt dann wieder zu seiner Suite unb den beiden Wagen zurück, und darauf erfolgte der Vorbeimarsch sämtlicher Veteranen in nachstehender Reihenfolge: Großh. hessisches' 1. Jnfanterie-Regt. (Leibgardc-Regt.), Großh. Hess. 2. Jnfanterie- Regt. (Großherzog), Großh. Hess. 3. Jnfanterie-Regt. (Leid-Regt.), Großh. Hess. 4. Jnfanterie-Regt. (Prinz Karl), .dann weiter: Hess. 1. Jägerbataillon (Garde-Jäger-Bat.), Hess. 2. Jöger-Bat. (Leib- Jäger), Hess. 1. Reiter-Regt. (Gardc-Chevauleger-Regt.), 'Ml. 2. Reiter-Regt. (Leib-Chevauleger-Regt.) unb zum Schluß Feld- Artillerie- und Proviant-Kolonnen, sowie die nichthessischen Truppen. Den einzelnen Veteranen-Abteilungen hatten sich auch die früheren Ofsizieren angereiht, darunter bei der Infanterie eine größere Anzahl Generäle, wie Exz. Hannesse nrit feinet früheren Kompagnie des 118. Jnf.-Regts., ferner General Keim, Oberststallmeister Frhr. v. Riedesel u. a.; bei der Artillerie? marschierte der General der Artillerie Exz. Kehrer, bei beit Dragonern General Frhr. v. H e y l zu Herrnsheim. Als die frühere 8. Kompagnie des 4. (Wormser) Jnfanterie-Regts. (die unter Führung des Hauptmanns Kathrein den berühmteit Sturm? auf Schloß Chambord unternahm), vorbeimarschierte, entstand allgemeine Bewegung. Der Vorbeimarsch der Veteranen, bei welchem sechs Regimentskapellen die Parademusik stellten, dauerte eine volle Stunde. Nach Beendigung brach beim Verlassen bes> Paradefeldes das Publikum in stürmische Hurrarufe auf das! Großherzogspaar aus. Die Veteranenzüge begaben sich nach erfolgten Vorbeimarsch unter dem klingenden Spiel ihrer Kapellen nach den Denkmälern auf dem Schloß- bezw. Paradeplatz, wo noch viele Kränze niedergelegt und Ansprachen gehalten wurden^ Um 1 Uhr fand in 29 großen Lokalen der Stadt gemeinsames Festessen der einzelnen Veteranengruppen statt, und am Nach- nkittag war noch Festckonzer't im Garten des städtischen Saalbäus, Veteranentage in Kaffe! und Metz. Kassel, 14. Aug. Zum heutigen Veteranen-Appell, sind aus dem Regierungsbezirk Kassel und weiterher eine große Zahl Kriegsveteranen ein getroffen. Auf Allerhöchsten Befehl wurde gestern nachmittag im Kgl. Theater als Sondervorstellung für die alten Grieger Paul Heyses „Co lberg" mit den besten Kräften des Königlichen Schauspiels gegeben. Parkettränge und, Logen waren mit Veteranen dicht besetzt. Alle schmückte die Krieger- denkmünze, viele das Eiserne Kreuz. Vielfach bemerkte man alt- hessische und Schwelmer Bauernttacht. In der Hostoge erschien, vom Jndentanten Grasen Byland geleitet, der Kaiser, die Prinzessin Viktoria Luise und Prinz Oskar mit dem gesamten: Gefolge: auch der Kriegsminister v. Heeringen war anlvesend. Den Kaiser empfing ein dreifaches Hurra der alten Soldaten. Zur feierlichen Nagelung und Weihung einer Anzahl Fahnen versammelten sich heute vormittag im Thron- saal des Nesidenzpalais Kassel der Kaiser, die Kaiserin, die Prinzessin Viktoria Luise, Prinz Oskar und ein großes militärisches Gefolge. Vor dem Palais war ein Feldaltar errichtet. Den Friedrichplatz umgaben in einem großen Viereck die hier mi- wesenden Truppen der Garnison und daran anschließend die Veteranen, von denen sich über 5000 einfanden. Der evangelische politische Tagesschau Märkte. gewicht Mk. 44-49 43-48 warm, 46—49 42-45 73—78 56-70 53-56 38-42 28—35 23-25 56—60 50-55 46-49 94—ICO 84-93 78-83 50—55 45—49 40-44 37-39 33—00 68.00-71.00 71.00—73.00 72.00—74.00 70.00—72.00 Mk. 90-95 81-89 74-80 76—82 70-75 55.50-57.00 55.00-57.00 56.00-57.50 55.50—56.00 78-82 69-00 78—87 79—85 Er blieb eine Viertelstunde in der Lust und landete wieder im MEug. Lochner hatte sich kaum auf den Boden niedergelassen, als C: u I e r k a m. Am südwestlichen Himmel erblickte man eine ---------— yt.m.iu.jcn ivuuch. -oei oer i ~ •& , , .... Rhönbergturnfest. Beini gestrigen Rhönberg- ^^^^^tung belief sich die höchste Forderung auf 3360 Mk.,I Mastlämnier und jüngere Masthammel turnsest auf ber ffiah'ertuppe (Kierfampf: Stemmen, Stab» ... -------------- ' 1 boch, Kugelstoßen, Freiweit) errangen unter außerordentlich starker Gegnerschaft vom Gau Hessen folgende Turner Preise: Karl Müller, Gießen MTV., den 3. mit 73 Punkten; Heinrich Möller, Gießen MTV., den 15. mit 61; Heinr. Grölz, Daubringen, den 18. mit 58; Jäger Herm. Barth, Marburg, den 20. mit 56; Karl Höhl, Gedern, den 23. mit 53; Heinrich Limpert, Gedern, den 25. mit 51 Punkten. Ten ersten Preis erhielt I. Lindner, Frankfurt, der dies- lährige erste Feldbergsieger; den 2. Hans Mogk, Frankfurt- Bornheim. Das Fest litt, hauptsächlich am Morgen, sehr durch die Ungunst der Witterung. ceschule in Gießen, eine Schöpfung des Alicewaiienvereins für Fratienbildung und -erwerb, hat! im Vorjahre ihre Einrichtungen gewissermaßen gekrönt, indem ste eine Koch- u n d Ha uS halt ungsschule und ein Seminar ziic A iiS b ildung von H a ushaltungs- lehrerinnen hmzufügte. Um dies zu ermöglichen, mußte Feldprobft der Armee W ö l s i n a hielt eine Ansprache und vollzog dann in Gegenwart des talholischen FeldprobsteS Dr. Vollmar die Weihe. Eine Batterie des Feldartillerieregiments Nr. 11 gab einen Salut von 101 Schüssen ab. Der Kaiser ritt die Front der Truppen und Veteranen ab. Es folgte der Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie mit den neuen Feldzeichen und der übrigen Truppen in Kompagniefront, sowie der Vorbeimarsch per Veteranen. Die Musik spielte die „Wacht am Rhein" und den Pariser Einzugsmarsch. Metz, 14. Aug. Mehr als 12000 Kriegs v'eteranen haben ihre Teilnahme zugesagt zu den heute beginnenden und bis zum 18. August währenden Gedenkfeierlich leiten aus Anlaß der 4Ö. Wiederkehr des Jahrestages der Schlachten um Metz. Als Vertreter des Kaisers wird auch hier Generalfeldmarschall Graf Hasel er teilnehmen, der schon seit einigen Tagen hier weilt. Auch der preußisck>e Kriegsminister v. Heeringcn gedenkt hier einzutreffen. Mehrere Sonderzüge sind eingelegt worden. Annähernd 400 Kränze sind von deutschen Gemeinden, Vereinen und Regimentern zur Niederlegung an den Grübern der in den ruhmreichen Schlachten gefallenen deutschen Krieger gestiftet worden. Der heutige Tag begann mit der Schmückung der Kriegergräber und Denkmäler auf den Friedhöfen von Metz und auf den östlich von Metz gelegenen Schlachtfeldern bei Colombey und Noisseville, wo vormittags bezw. naehmittags Gedenkfeiern stattfinden. Den in Lothringen anläßlich der Ge- .denktage eintreffenden Franzosen ist das Tragen aller ihrer Ehrenzeichen, Orden und Medaillen gestattet worden. Die Zeitung „Le Lorrain" hebt dies als einen Akt der Toleranz hervor und regt an, daß auch den deutschen Veteranen, die in diesen Tagen die französische Grenze zum Besuch der dortigen Schlachtfelder überschreiten, dasselbe von der französischen Regierung zu- geltanden werde. sich die 6 Schülerinnen des Seminars für Haushaltungs- lehrerinnen der staatlich anerkannten Schlußprüfung unterzogen. Das Ergebnis war durchiveg sehr erfreulich. Man bekam von allem Gehörten und Gesehenen den Eindruck, daß ernstes und doch frohes Arbeitsleben in der Anstalt heimisch i>t, daß die Schülerinnen vor allem aber auch von warmer Begeisterung für ihren künftigen Beruf erfüllt sind. Sie verfügten über ein reiches, wohl verstandenes Wissen, sprachen klar und gut, fragten sehr gewandt und entledigten sich ihrer Aufgaben bei den Lehrproben mit Kindern in der Küche ruhig und sicher. So werden sie ihrer Aufgabe im praktischen Lehrdienst sicher gewachsen sein. Zunächst soll ein rein privates Unternehmen ins Leben treten: einFröbel- Seminar. Es ist zur Ausbildung von Kindergärtnerinnen bestimmt. Die Begründung ist von der Oberlehrerin an der Aliceschule, Frl. Möser, auf eigene Kosten im Interesse ihrer Schülerinnen in die Hand genommen. Je vielseitiger diese ausgebildet werden, desto GriginaL-Vrahtinelöttttgen. Stuttgart, 15. Aug. Als der seit längerer Zeit mit einer F lp g m a s ch i n e manöverierende Vollmoeller heute nach- Die Teuerung der Lebensmittel in Frankreich bessere Aussichten haben sie aus günstiges Unterkommen, beschäftigt, wie uns aus Paris geschrieben wird, die So- Gelingt es Frl. Möser, eine geeignete Vorsteherin zu ge- zialisteu außerordentlich und der Vorstand ihrer Kammer- wumen, so wird sich auch das Fröbel-Seminar sicher gesund gruppe trat deshalb am Freitag zusammen, um die daraus I entwickeln. Zu wünschen wäre dann nur noch, daß die bezüglichen Fragen eingehend zu prüfen. Vorläufig wurde künftigen Handarbeitslehrerinnen auch als Turnlehrerinnen beschlofsen, den Unterausschuß der Gruppe den 18. einzu- ausgebildet würden, was mit Aufwendung aerinaer Kosten berufen, die dann weiteres Vorschlägen soll. Eine Abord- möglich wäre. nung wird sich zum Ministerpräsidenten begeben, um ihnL. Sab-«Rau6etmf 14. Aua In dieser Woche acht zu fragen, welche Maßregeln die Regierung zu ergreifen 1inrprpm o 9‘ ^ocye geyl gedenke, um so genau als möglich alle Gründe der Teue- • J J.., Kurtheater die Operetten-Sp ielzeit mit rnng der Lebensmittel in Erfahrung zu bringen und um Aufführung der listigen Witwe zu Ende. — Die Züge der Teuerung Einhalt zu gebieten. Außerdem will die Bad erb ahn Wiesbaden—Homburg—Bad-Nauheim ver- Gruppe eine Anfrage cinbringen, um die Ergebnisse der kehren nach neuerer Bestimmung auch in diesem Winter und Untersuchung zu erfahren. Jaures erklärt seinerseits, 'verden noch um einen Schnellzug (?) vermehrt. er werde einen Antrag aus Aushebung der Getreide- -w. A ssen he i m, 14.Aug. BeiLegiing einer Telephon- und anderer LebenSmittel-Zölle einbringen, leitung stürzte der Arbeiter Groth von Berstadt ab. Er er- ---------- . . e , einstimmig beschlossen, wegen des Zarenbesuches die Be- D^nt^ches leii chtung für den Schloßplatz bedeutend zu vergrößern, Ter Kaiser hörte am Samstag vormittag in Wil- Kosten zu errichten. Helms höhe die Vorträge des Äriegsministers von öeed $ie l?nre5£ ®tnn^tun9 des Schlosses, die heute beginnt, soll ringen und des Ehefs des Zivilkabinetts. Zur Frühstücks- 9eftQltet werden, wie ste m der Jugendzeit der Zarin war. täfel waren geladen: der Oberpräsident, Staatsminister 2003 die Mitteilung anbetrifft, daß die hessische Staatskasse von Rheinbaben mit Gemahlin und der Kriegsminister durch die großen Aufwendungen schwer belastet werde, ist, mit Tochter. . wie wiederholt festgestellt sei, vollständig erfunden. Samt» ~eL’ „^eichsanzelger" veröffentlicht das Abkommen liche Einrichtungen, sowie das Aufgebot von Polizei und tuX bC™e" sC\^e dem Großhcrzog- Militär-Wachen (?) gehen auf Kosten der russischen Hoskasse. wär;nft°uer-^mZ7nschaf?^b'^ (Hierzu erfahren wir von anderer Seite noch, daß we°gen des Von der Germania-Werft in Kiel wurden am ^'£"fte§, den in der Hauptsache die Gendarmerie Samstag fast 2000, von den Howaldtswerken 1200 unb Gu5ubcn wurste, noch Verhandlungen schweben. Die Red.), von der Firma Stocks und Kolbe 100 Arbeiter ausgesperrt Waldgirmes, 14. Aug. Die zwischen Wetzlar Von der Gcrmaniawerft legten 600 Nichtausgesperrte bic l,nb Waldgirmes verkehrende Landpostfahrt wird von Arbeit nieder. I Ntontag (15.) ab auf Garbenheim ausgedehnt. Dorlar, Waldgirmes und Naunheim werden daher sü/ die Folge nur st---------- ----------- ----------auuu noch auf dem Heimwege, nachmittags dagegen in der bis- bis 30.25, 2. Qualität Alk. 23.75—00.00, 3. Qualität Mk. 22 25 werden. SHtiÄM^'oÄräfoo ss Marburg, 14. Aug. Auf dem Bahnhof in Göl bc 3«. OMO-OoX'^oMenflcie 9*50 °10.00,®ffit*ime benutzte am Freitag ein Gefangener einen günstigen Augen- Mk. 00.00—00. >0, Raps Mk. 23.00-00.00, Biertreber 12.25—12.60. blick und ging seinem Führer durch, wurde aber bald wieder -lkles per 100 Kg. ab hier. de1°eine?Mord"aut? jährlichen Burschen, Anzeige-?"" K a"r's° Ne^7a!kt.^.. nL-: BhkaLff.ln^ c einen Mord auf dem Kerbholz haben soll. Waggons Mk. 5.50—0.00, im Kleinhandel Mk. 6.50—0.00 für je X. Jo e r 5 f e 15 14. Aug. In unseren Mauern hat der 100 Kg. Verein für hessische Geschichte und Landeskunde ke. Frankfurt a.M. V i e h h ok-M a r kt b e r i ch t vom 15 Ana leme (b. Mitgliederversammlung abgehalten. Von besonderem Austrieb: Rinder 1598, Ochsen 476, darunter 84 aus Oesterreiw' ^nterefse sind die Darlegungen des Jahresberichtes durch den Bullen 59, Kühe 863„ Kälber 156, Schake 380, Schweine 190b' Schriftführer Rechnungsdirektor Woringer-Kassel. Der Be-!Ziegen 0. 1 * richt führt u. a aus: Die Ausgrabungen auf der Alten- Tendenz: Rinder lcbhaü, beste Lchsen gesucht, Kälber rubig bürg bei Rieden stei n find von dem Ausschuß für die Er- Schafe ruhig, geräumt, Schweine langiain, Ueberftanö. forfchung der vor- und frühgeschichtlichen Befestigungen in Hessen I fortgewtzt worden. Sie führten zu neuen wertvollen Entdeckungen. I Der Erhaltung der hessischen Burgen und Denkmäler hat der > Verem auch im ^gelaufenen Vereinsjahre feine Aufmerksam- Ochsen. leit gewidmet Der Stadt Marburg zahlte er wieder einen Vopflerschige, ausgemästete, höchsten Schlacht- ^Beitrag zur Erhaltung der Frauenburg. Einer Anregung des wertes, höchstens 6 Jahre alt ..... ! Rittergutsbesitzers Frhrn. v. Gilsa folgend, hat der Verein Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere versucht, eine bepere Sicherung der Reste der Burg Schvnstein, ausgemästete Ole als die kleinste der hessischen Burgen besonderes Interesse Mäßig genährte junge und gut genährle ältere verdient, herbeiznfnhren. Da aber der Landeskonservator dazu Bullen. keine amtlichen Mittel in Aussicht stellen konnte, mußte auf die Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. Ausführung des Planes verzichtet werden. Oberförster Borchers vollfleischige, jüngere zu Schönstem hat sich aber gern bereit erklärt, auch ferner den Färsen, Kühe. Resten leinen Schutz angedeihen zu lassen. Durch das Entgegen- Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. ko mm em des Staates, des Bezirksverbandes, der Stadt Kassel, Vollfleischige ausgeniästeteKühe höchstenSchlacht- des Kalieler Handels- und Gewerbevereins, sowie durch private wertes bis zu 7 Jahren Unterstützung ist es gelungen, den Bau des hessischen L a n d e s -1 Aeltere ausgemästete Kühe und wenig aut ent- ntuleums in Kassel zu sichern. Die erste Rate ist bereits! wickelte jüngere Kühe und Färsen ... m den Staatshaushalt eingestellt. Nach Fertigstellung des Baues Mäßig genährte Kühe unb Färsen . . . . . wird em 9 ratz er Teil ber Vereinssammlungen dem Museum unter Gering genährte Kübe und Färsen . . . Wahrung des Eigentumsrechtes überlassen. Ein beträchtlicher Teil Kälber. der Sammlung wirb aber auch in Marburg zurückbleiben. Feinste Mast-(Vollmilchmast) u. bestejSangkälber Ch. Bingerbrück, 14. Aug. Die Eisenbahn- M^st- und gute Saugkälber .... brücke über die Nahe sollte neu gestrichen werden. Bei der ®a'iug^re ©augfälber Ver einmal In 7lf % und 74 Paketen überall erhältlich. hv1 Petersburg, 14. Aua. Auf der Hafenzweiglime der Nikolaibahn in der Nahe von Petersburg fand infolge falscher Weichen st cllung ein Z u s a m rn c n st o ß zweier Güter- 3 ü g c mit einem rangierenden Zuge statt. Die zwei Züge fuhren sich auf para'.*-leu Gleisen einander entgegen. Ein dritter kreuzte ihren Weg. 35^Wagen und zwei Lokomotiven stürzten den Bahn- dan/. hinab. Sieben Schaffner wurden verwundet. Konstantinopel, 15. Aug. Die von Deutschland an- gekauften zwei Panzerschiffe erhielten die Namen „Äaircddi n" und „Barbarossa". Spokane (Washington), 14. Aug. Der Waldbrand in Nord-Idaho nimmt immer größere Ausdehnungen an. Zur mittag üuü einer Höhe von etwa 60 Meter mcbcrging, kam sein Apparat mit zu großer Schnelligkeit zur Erde. Dabei wurde ein 12 jähriger Knabe so schwer verletzt, daß er während seiner Ueberführung ins Cannftätter Krankenhaus in Vollmoellers Automobil seinen Verletzungen erlag. Wien, 15. Aug. Vor dem tschechischen Vereinshaus, in dem 300 zu in Besuch der Jagdausstellung hier eingetronenc1 Tschechen, darunter viele Frauen, sich befanden, kam es heute zu t sch ech enf e indl i ch en K uudgebnn g cn. Die Polizei verhaftete mehrere Deutsche, die den zum Schutze des Vcreinshauses gezogenen Polizeikordon zu durchbrechen versuchten. Bekämpfung des Feuers wurden in aller Eile Truppenverstärkungei abgeschickt. Die Ortschaft Taft mir 20 0 Läufern iss den Flammen preisgegeben. Ein Lebensmittelzug mit 35 Menschen wird vermißt. Eine Anzahl Personen, darunter Frauen und Kinder, befinden sich von Flammen umgeben, in Squaworeck. Man befürchtet, das; es den Rettungsmannschaften nicht gelingen wird, rechtzeitig Öilse zu bringen. 'Trr wid hubiche Kinder mit frischer varettt vMlirc Gesichtsfarbe. Eltern sollten für die Kindersttlbe nur die altbewährte Mprrholin seife ucriucnbcn, welche dem Gefichtchen des Kindes die frische und rasige Farbe erhält und Unreinlichkeiten der Haut nicht auikammen labt. den echten Ethe! - Malzkaffee probcert hatg der nimmt keinen | andern mehr, weil sein Wohlgeschmack von keinem andern Fabrikat erreicht wird. werden in erster Linie durch wirklich neuzeitliche Kraftmaschinen von höchster Wirtschaftlichkeit bedingt. WOLF'sche Patent-Heissdampf-Lokomobiien von 10—800 PS haben sich häufig binnen kurzer Zeit durch die ganz überraschenden Brennmaterialersparnisse bezahlt gemacht. Kostenaufstellungen und Angebote kostenlos. A/ 1 C Magdeburg - Buckau / V Les r Filiale: Frankfurt a.M.,Kals7e5rslr- A Fritz Rosenbaum Löwengasse 20. Telephon 692. Achtung! Morgen trifft eine größere Sendung (00747 Hiimch- unö enliiifiHitcii ein. Verkauf zu billigsten Preisen Dicncttag a. d. Brandplatz, Eing. ,v Botan. Garten. Frau Ferber. Garbenbänder empfiehlt billigst (C27/? 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(Nachdruck verboten.) 214 3G9 445 üll [390] 45 65 SOL 1U73 129 434 657 63 70 2174 348 507 37 3.-,’4 362 [300] 401 83 785 985 4148 [300] 299 637 99 18 70 989 5319 59 667 795 893 6067 134 76 307 450 758 7007 50 366 440 604 48 742 8102 29 [300] 83 411 925 9190 352 95 444 535 49 623 827 28 947 1G110 618 316 995 98 1 1115 314 574 654 [200] 56 704 33 [300] 51 99 877 928 39 12171 205 [300] 732 35 887 992 1 3 066 235 436 580 84 1 87 1 4113 35 85 259 685 7 64 15061 [200] 461 95 593 700 [200] 16093 518 34 3 5 620 58 667 17256 90 592 671 85 804 27 18001 21 45 602 74 928 79 19081 295 354 417 558 610 49 68 [200] 895 941 2Oos3 268 [200] .146 «50 706 849 21097 223 420 21 60 556 668 2 2 223 11 4 0 300 545 870 2 3 025 35 149 304 [200] 22 72 631 748 24294 95 451 584 99 611 768 25096 120 77 93 474 521 70 [200] 74 683 [200] 981 2 6 468 85 [200] 697 764 84 850 27357 CH 755 881 934 2 8164 202 316 591 29.354 77 493 847 3 0004 130 56 [200] 532 68 697 788 872 900 3 1 007 114 275 366 477 602 857 32192 576 658 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[300] 132 269 365 613 41 709 987 133201 889 444 775 800 36 1 3 4 210 37 391 560 65 730 807 1 3 5096 419 51 562 706 89 99 814 967 1 3 6 237 50 331 511 18 657 13 7 026 235 83 648 999 1 3 8025 [2tT] 68 91 167 541 84 631 40 1 3 9 064 411 64 [2001 623 50 140566 71 623 84 [200] 94 772 141047 [200] 193 673 712 872 93 940 142055 81 273 87 447 533 774 80 917 143008 57 90 161 428 93 582 600 740 936 144014 116 506 7 8 634 756 1 4 5 095 249 78 444 513 50 706 IG 60 823 146121 [200] 577 628 65 [200] 147294 [200] 331 669 1 4 8 009 103 62 76 416 590 600 97 896 149144 222 315 61 811 985 150009 105 354 515 903 1 51170 96 621 [300] 747 842 975 152001 190 247 312 39 500 608 826 153071 [200] 185 331 46 415 529 98 801 60 1 5 4001 68 98 256 747 950 155012 251 310 68 419 872 156030 310 407 26 610 31 81 15 7 021 27 52 447 95 727 1 5 8 084 165 328 496 780 82 816 42 1 5 906 8 272 510 814 160054 26.3 [200] 64 1 61164 780 933 1 6 2 015 23 125 32 217 16309» 228 316 [200] 59 405 563 827 89 061 164006 60 886 990 1 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Dienstag den 16. d. Mts., mittags 12 Uhr, wird ein bei Gr. Poli.'.ct- amt eingeliesertcr reinrassiger, junger Kriegshund versteigert. Giegen, den 15. August 1910. 4426) Kimmel, Polizei - Wachtmeister. Mer u. TeiMer mit 4422 Mk. 10000 bis MW suchen Kauf oder Beteiligung durch A. Müller, Cassel, Gr. Nosen- strahe 11. Besuche und Rück- sprache kostenfrei.__________________ Mtiiiii Eiiliu Direktor: Grogh. Baurat Kliichcr. Maschinenbau-, Hoch- u. Tiefbau. Spezialkurie zur Verkürzung des Studiums. — Prospekt frei BekauuLmachNNg. Die von dein Grotzh. Finanzamt Gießen ausgestellten Hebrcgistcr für die Beiträge zu den Kosten der Handelskammer für 1910 E. I. liegen 10 Tage lang vom 16. bis einschl. 25. August, vormittags von 10—12 und nachmittags von 3—5 Uhr, im Bureau der Handelskammer, Nord-Anlage 15 (Kausm. Vcreinshaus) zur Einsichtnahme offen. Einwendungen gegen den Inhalt dec Hebregistcr sind innerhalb dieser zehntägigen Frist bei der Handelskammer schriftlich vorzubringen. Nach Ablauf dieser Frist wird die Handelskammer über die vorgebrachten Einwendungen entscheiden und die Heb- rcgister nach Maßgabe dieser Entscheidungen, soweit nötig, berichtigen lassen. Gegen diese Entscheidung ist innerhalb zweier Wochen Beschwerde an das Großh. Ministerium des Innern zulässig. Gießen, den 13. August 1910. Die Großherzogliche Handelskammer. S. Heichelheim. per Pfund M. 1.24 1.64 ®e@eeeee@@ee®®®®eeeeeeeseeeeeee Holländische Mischung Wiener Mischung Karlsbader Mischung n n n n n n Ganz besonderer Beachtung empfehlen wir unsere bewährten Spezial - Mischungen gerösteter Kaffees : Eimmericher Waaren-Ezspedition. Giessen, Kreuzplatz c17/, ■ ■-= Darmstadt — Frankfurt a. M. — Wiesbaden — Marburg. ■ 2. Ziehung 2. KL 223. Kgl- Preuss. Lotterie. Ziehung vom 13. August nachmittags. Nur die Gewinne über 96 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) . (Nachdruck verboten.) 2 31 [200] 111 459 94 571 630 32 745 910 64 1003 159 244 510 602 2192 364 416 684 915 66 3189 393 468 925 4055 26 1 317 9 7 592 795 893 988 5 389 57 3 897 972 6 145 47 67 211 366 720 85 7025 219 82 442 61 86 544 653 61 814 8152 65 249 533 652 847 9 005 101 31 [200] 64 447 504 628 867 949 10151 75 84 325 479 522 676 76’ 932 1 1252 724 1204D 62 72 77 403 69 614 69 829 [200] 970 1 3456 595 683 707 827 14177 720 34 826 62 15604 747 54 96 99 839 91 910 16409 539 740 906 25 [200] 48 1 7236 307 72 602 785 878 922 18283 450 512 68 80 633 758 817 19076 244 622 20163 82 239 387 551 87 94 680 764 94 909 62 2 1 076 98 617 751 22140 41 82 299 324 503 677 23426 58 610 42 82 804 9 79 909 24114 [200] 212 25186 501 04 991 26403 504 [300] 27191 243 534 714 58 282’1 390 429 61 90 622 732 40 59 [400] 70 952 2 0096 70 157 367 498 561 95 881 980 3 0 018 24 236 386 626 715 58 991 3 1 009 [200] 28 71 12 1 22 5 3 2 65 95 356 83 1 940 5 5 3 2 042 84 102 302 772 833 33074 94 103 610 853 926 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