Nr. 36 Zweites Blatt 160. Jahrgang Samstag 12. Februar 1910 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. alos Dentbckes Ikicb hr 59 M - .stwiriHW -7 de..k°Ä SV Bekanntgabe des Ergebnisses dieser und zwar in einer Weise, daß cs ohne Schwierigkeiten zur Kenntnis arte 18 • Vorstani iert gen. Ken tor, «tu lette iettn 2. eine tunlichst schnelle Erhebungen zu bewirken allen beteiligten Kreisen kommt." ein. unsres Le i ininftl. 8‘/: tonroii sorichl übet: gestio Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversilätS - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. reite- 2Ö Prozent, im Regierungsbezirk Merseburg 15 P r o - zent der Bevölkerung Polen. Wenn das so weiter geht, dann werden wir einfach expropriiert. Wir müssen untere f" öO» y. . ) Tas Verjähren ist nüht überall geübt wvrden. In Aegypten 'e-IVnlsweise rilcte man sich nach einzelnen Sternen. . *) Tee 21. der Monat- März, Juni, September und Dezember nur i!t ^r Mehrzahl der Jahr.- der Tag, mt dem! bestimmte ^'-mdernngen im Stande der Sonne vor sich gehen. Die große deutsche randwirtschaslswoche. 4 33 erlitt, 10. Febr. Ter heutige zweite Verhandlungstag nahm die Jahresberichte dcr Landwirtschaftskamutern für 1908 entgegen. Dazwischen lag ein Vortrag des Rittergutsbesitzers Graf von der Schulenburg- Hrünthal über die Frage: Wie hat sich die jetzige landwirtschaftliche Statistik bewährt und welche Vorschläge sind ui ihrer Verbesserung zu machen. Das Kollegium nahm folgende Vorschläge an: „Die jetzige amtliche landwirtschaftliche Statistik lägt eine genügende praktische Ausnutzung des umfangreichen Materials 2he$lmtfc. Aus Maztt gan wird gemeldet: J'm Schaujagebiet begingen zwei Azemurleute und ein Angehöriger des Sch tu ) a stamm es einen Mord; ihre Auslieferung an die französischen Behörden wurde von dem Pascha Azemurs verweigert. Daraufhin überschritt eine Tirailleurab- teilung den Fluß Rebia und besetzte die Tore von Azernur. Der Pasck-a lieferte sodann die Schuldigen gleich aus. In der Sitzung des norwegischen Storting mn Freitag verlas Staatsminister Konow im Namen der Regierung eine Erklärung, worin eS u. a. heißt: Die neue Regierung werde die Arbeit der früheren Regierungen i ort leben und darauf Hinwirten, das gute freundschaftliche Verhältnis Norwegens zu den fremden Mächten zu befestigen Redaktion, Expedition und Druckerei: Sckml- straße 7. Expedition und Verlag: ^Sbl. Redaktion: 112. Tel.-Adr.: AnzeigerGießen. Die „Giehener §amilienblätter" werden dem .Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Giehen" zweiina' wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zwetntal. ppe Eaiariö. ussjtellen w izert deS 71/, Uhr. t NW all ir. b 7. Mär;. 1 ren:@eidjahm. dort RavvmM 4 Mr na onzert. 1 haben. . !ftt. Hamill« idmölaiiten i$lLfur :te l.-F Klett gegen das Duell, welches vom religiösen und' ebenso auch vom ethischen Standpunkte aus zu verwerfen sei. Wenn auch der Zweikampf iit der bayerischen Armee stark zurückgegangen sei, so sollte die.Heeresverwaltung doch keine Zweifel darüber lassen, daß sie das Duell als verwerflich be> trachte. Der Kri e g sm i n i ste r erwiderte: Die Duellsitte bestehe nicht nur im Offizierkorps, sondern sie entspreche den Ansichten weiterer Kreise. Beim Offizierkorps werde durch die Ehrengerichte dem Duell entgegengewirkt; das Duell gehöre zu den größten Seltenheiten, es komme nur bei den allerschwersten Konflikten vor. Reichsrat Prinz Georg erklärte: Kein Reichsrat, der die Uniform trage, stehe auf dem Standpunkt Cramer-Kletts; das Duell gehöre nicht der Vergangenheit an. Da es nur in den schwersten Fällen vorkomme, sei eine größere Einschränkung kaum möglich. Vom H a u p t a u s s ch u ß s ü r d i e ft a a t l i ch e P e n s i o n s - Versicheruu g der Privatangestellten wird uns mit dcr Bitte um. Aufnahme geschrieben: Bersch ebene Zeitungen bringen die litt» verständliche und irreführende Mitteilung: „Der für den 20. Febr. in Berlin cm beraumte Privaibhamlentag wird nicht abgchalten. Voraussichtlich wird er zum Herbst einberusen." Dazu ist zu bemerken, dast ein Privatbeamtentag noch gar nicht anberaumt war, sondern dast ein solcher in Aussicht genommen ist. Wann er statt find, n wird, ob bald oder später, das wird durch die nächsten Er eignisse auf dem Miete der Bewegung bestimmt werden. Die Einberufung kann jeden Tag notwendig werden. einkunft zum Schutze von Werken der Literatur und der Kunst vom 13. November 1908. Der Bundes rat genehmigte den am 10. Februar zwi 1 über die Entwickelung der Marktlage und der Preise für die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse vermissen. Eine möglichst genaue und schnelle Erkennung aller wichtigeren Vorgänge auf diesen Gebieten liegt gleichmäßig im Interesse der Produzenten, des Handels und der Konsumenten, die aber zurzeit hierfür zumeist auf private Informationen angewiesen sind. Es ist Aufgabe der amtlichen Statistik, in erster Linie der Einzelstaaten, 1. für ausreichende amtliche Erhebungen über die Preise int Großhandel und im Kleinhandel, sowie, soweit möglich, über die für den Verbrauch zur Verfügung stehenden Mengen und den Umfang ihres Angebotes bei den für die Volksernährung wichtigsten Lebensmitteln Sorge zu tragen; Verfasser des Plagiates beschuldigt. Stets sind es minder glückliche und auch an irdischen Schätzen nicht allzu reiche Dichter»--- linge, die den Anspruch auf die Originalidee erheben, doch bei Rostands „Chantecler" ist es ganz, anders — da meldet sich ein nirklich-er Millionär. Wie aus Ncwhork berichtet wird, hat der Chicagoer Millionär Samuel Eberlep Groß an eine Anzahl Zei-- nmgsn dal timten einen Brief verschickt, in dem er Roß and, benf Schöpfer ins Chantecler, des Plagiates beschuldigt. Groß behauptet, daß die ganze Anlage Chanteclers, die Charakterzeichnung Der Hauptrollen, ja sogar einige Szenen des Stückes fast wörtlich seinem „The Merchant Prince of Cornville" — „Ter Kaufmannsprinz von Cornville" - entnommen sei. Groß geht sogar so weit, daß er erklärt, die ständige Verschiebung der Generalprobe! von Chantecler habe deshalb stattgesunden, 'weil Rostand fürchtet^ daß er, Groß, ihm Schwierigkeiten bereiten könne, da stio stand- sein Autorenrecht verletzt habe. Tie Beschuldigung des Millionärs Groß, daß Rostand ein Plagiator sei, ist übrigens nicht neu. Schon vor Jahren, als Coquelin in Paris und Mansfield iit Newyork im Cmano de Bergerac Triumphe feierten, belxiuytrtä Groß, das; einzelne Szenen dieses Stückes, das Rostand Weltruhm einbrachte, seinem „The Merchant Prince of Cornville" entnommen! seien. Groß richtete damals gegen Rostand und die Direktoren, die diesen Cyrano de Bergerac in Amerika aufführteu, gerichtliche Klage. Aus kurze Zeit wurde .auch die Aufführung dcs Stückes wirklich gerichtlich untersagt, doch mußte dieser Gerichtsbeschluß wieder rückgängig gemacht werden. Der Anterikaner ist der Ansicht, daß Rostand „mit seinen Ideen gesättigt war", als er seine Werke schuf. Man beabsichtigt jetzt in Newhort', das Drama des Stenn Groß noch vor Chantecler- aufzujühren, um zu seheir, ob du- Belmuptungeu dcs Millionärs zu Recht bestehen. * Der Parlamentarier in der Kirche. Ein etwas peinliches Erlebnis hatte jüngst, mit der „Daily News" beridytet wird, ein angesehener englischer Politiker. Bei einem Besuche iit seinem Wahlireis ging er eines Sonntags auch zur Kirch7, nx> er in einem Armftuyle Platz nahm und - alsbald süß ein* schlummerte. Wahrscheinlich träumte er von einer Debatte int Unter Hause, das für ihn mehr Interesse, bieten mochte als sein tatsächlicher Aufenthalt int gegebenen Augenblicke, und >0 fuhr er denn plötzlich stock) und rief mit Stentorstimme in die andächtig den Worten ihres Seelenhirten lauschende Gemeinde: „Ich bezweifle die Beschlußfähigkeit und beantrage Feststellung der Zahl- der Anwesenden." Wahrscheinlich wurde indes diesem Antrag nickck stattgegeben. — Kleine Chronik aus Kunst und Wilsen schaff Dem Direklor der Sternwarte in Bonn, Professor F. K ü ft n e r, wurde geleaentlich der Fahresversammlnng der Königlichen ai'tro- noinischen Gesellschaft in London, die goldene Medaille der Gejellfchast verliehen. ,1 Wertd AM ibenbSllh 4 Berlin, 11. Febr. Der heutige dritte Sitzungstag wurde wieder vom Grasen Schwerin-Löwiy eröffnet. — An erster Stelle referierte Professor Dr. S e r i n g (Berlin) über Grundbesitzverteilung und Abwanderung vom Lande. Der Referent legte folgende Entschließung vor: „In Anerkennung der hohen Bedeutung, welche die Grund- besitzvertcilung für die Schaffung und Erhaltung einer dichten Bevölkerung aus dem Lande erheischt, halte es das Landes- Oekonomie Kollegium für geboten, daß wenigstens dort, wo sich die Bevölkerungszisfer auf dem Lande im Stillstand oder in der Abnahme befindet, eine energische Initiative zur Vermehrung des kleinen und mittleren Besitzes ergriffen wird, und bittet die Königliche Staatsregierung, das Notwendige zu veranlassen." Gebiete, in denen sich die Bevölkerung vermindere, seien der Hunsrück, die Eifel, der Westerwald und zwei Bergische Kreise. In der Eifel geht aber mit Hilfe von Gefangenen ein interessanter Kolonisationsprozeß vor sich. Ein zweites Abwandernngsgebiet umfaßt das Quellgebiet der Weser und ferner einige Kreise im Thüringer Walde und im Harz, aber nur mit geringer Abnahme der Bevölkerung. In der Marsch sind zwei Kreise, in denen die Bevölkerung abnimmt. Dort kann man Huirderte von verlassenen Bauerngchöften finden. Da bringt die Fcttweide- wirtschaft vor, ein Unglück für das Land. Die Abwanderungen im Westen sind also durch natürliche Abwanderungen bedingt. Anders liegen die allgemeinen Verhältnisse im Osten. In Ostpreußen hat das masurische Land eine kräftige Zunahme. Nördlich daran liegt ein Gebiet des Großgrundbesitzes. Der Redner geht weiter die Abwanderungsverhältnisse in den übrigen östlichen, Provinzen du'.ch und konstatiert, daß hier die größte Bevölkerungsbewegung, die es überhaupt gibt, in beit polnischen Sprachgebieten herrscht. 75 000 Hektar Laub sind mehr aus deutscher Sjanb in polnische übergegangen, als umgekehrt. Dcr Gewinn für das Deutschtum besteht nur in der Umwandlung der Gutsb.ezirke in deutsche Dörfer. Das Ergebnisder Unter suchung h a t etwas direkt erschreckendes. Im all gemeinen kann man .sagen, dichtbesiedelt und in kräftiger Zu nähme begriffen sind nur die Bezirke, wo die Familienwirtschaft überwiegend herrscht. Im Regierungsbezirk Magdeburg sind be* — DerLaufdes Haileyschen Kometen ist jetzt aufs genaueste Tag für Tag bestimmt wurden. Dadurch ist es noch gewisser geworden, daß die Annäherung des Kometen an die Erde am 18. Mai so groß sein, wird, daß die Erde wahrscheinlich m i t de m Kometen s ch weis in Berührung kommen wird. Es ist aber wohl überflüssig, immer aufs neue zu wiederholen,, daß alle Fabeln vom Weltuntergang, die daran geknüpft worden sind, keine tatsächliche Unterlage haben. Ter Komet wird an dem genannten Tage fast genau, zwischen der Erde und der Sonne stehen. Der Astronom C-owell bezeichnet in der Nature die zu erwartenden Umstände als außerordentlich günstig für die Beobachtung, und spricht daher die ff innig aus, daß sich die Menschheit auf ein herrliches N a t u r s cha u s p i c l gefaßt' machen kann. Tie Länge dcs Kometenschweifs wird freilich 20 oder 30 Grad nickst überschreiten. Die beste Sickstbarleit wird voraussichtlich Ende Mai eintreten, freilich für Mittel-Europa geringer sein als für südliche Breiten. Ein Astronom lyat die Hoffnung ausgesproclMi, es werde möglich sein, bei der Antt näberung des Kvnieten an die Erde, ihn zu „wägen"; aber von anderer fachmännischer Seite wird dagegen hervvrgeliobett, daß diese Masse noch ums Tausendfache zu gering sein wird, um die Ausführung eines solchen Unternehmens zu gestatten. — Plagiat. Es ist schon fast historisch, daß bei jedem er- svlgreichen dramatischen Werke irgend lemand auftritt urid den In der Sitzung-der bayerischen Kammer der Hand-le; auf der anderen Seite aber um Millionen, die ver> = c■ .r r k cchr.'szcit rein. Lebensgeivohnl)eiten ändert und seine Tätigkeit denn jährlichen Temperaturwechsel anpaßt. Tiefe und aubcrc_llnt- vänbe lassen es m. C. .nnpfehlenswert erscheinen, an die Stelle tej, astronomiscken Jahr es ein teilung die meteorologische treten zu lMen, da diese auf den Wärmeverhältnissen basiert. Den Me- iroroloqen gelten Dezember, Januar und Februar als Wittter- ij 'muatc, weil in ihnen die Temperaturen im Mittel vieler Jahre H "wbriget sind wie vorher und nackstwr. Juni, Juli und Augujt ^Mtden nrtterlundlich als Sommermonate angesehen, weil sie, Me langjährige Beobachtungen gezeigt haben, mehr Wärme bringen esse« = : M ibenb 8 Ult irstell .INgewandelt werden. Staatssekretär v. Tirpitz gibt Erklöß ungen über die Gliederung des Konstruktionsdepartements. Tie r, . - , ■ -x,.-,. . k k -7- r. • ~ I Schaimng dieser Stelle sei erforderlich, um eine bestimmte Persöw-- ^eitT ^eu^c‘)en ^otch, stallen unb bet ©^^£13 gc mit großen Erfahrungen halten zu können. - Ter Wort- ichlossenen Vertrag betre,fend btc Gottharbbahn vom stch^r des Zentrums kann bas Bedürfnis nicht anerkennen. Ter 13. Oktober 1909. I StaaiSfekretär betont, daß es sich nur um 580 Mark Differenzen! als die früheren und späteren Zeiten im Jahre. Gelegentlich wird man auch ohne exakte Untersuckmngscesultate darauf aufmerksam, daß es richtiger ist, die Jahreszeiten am 1. »als am 21. der Monate März, Juni, September und Tezeniber beginnen zu lassen, weim nämlich die Witterung sich früh in ausgesprochener Weise den Jahreszeiten entsprechend gestaltet, wie z. B. im Frühjahr 1906. In diesem nah.n das Wetter schon im ersten Drittel dos März einen porgesckrittenen frühlings.nüßigen Charakter an. In Bonn wurden vom 5. bis einschließlich 8. März nach Öen Aufzeichnungen der Wetterwarte der Landwirtschaftlichen Akademie 16 bis 190 beobachtet. Im Dezember kommen in den beiden ersten Dritteln, die der Astwnom noch zum Herbste rechnet, nickt selten schon Fvostperioden mit strenger Kälte vor. 1899 und 1902 fielen nach den Beobachttmgsergebnissen in Bonn die niedrigsten Temperattiren dcs ganzen Jahres (—13.6 °) in die beiden ersten Dezemberdekaden. Es wäre erwünscht, die Einführung der meteorologischen Jahreszeiten und ihre Uebemahme in die Kalender, besonders die landwirtfcha ft lickten, einmal an geeigneter Stelle, in Vorschlag zu bringen. Vielleicht nimmt sich die Deutsche Meteorologische Gesellschaft der Sache an. Ein Interesse an ihr ist wohl auch von dem Sonderausschuß für Wetterkundö und Klimalehre der Teutsck>en Landwirtsck-afls-Gesellsck-aft zu er- ivarten. Der Lniwnrs eines Ztellenverinittlungsgesetzes. Berlin, 11. F-ebr. Ter CnNvurf eines Stellenvermiltlergesctzes ist dem Reichstage zugegangen. Der Entwurf erklärt als gewerbsmäßigeir Stelle nVermittler den, der die Vermittlung eines Vertrages über eine 6t.Tie betreibt oder Gelegenl-cit zur Erlangung einer Stelle nad^ »reift und sich zu diesem Zwecke mit Arbeitgebern und Arbeit- >.ttnncrn in besondere Beziehungen setzt. Ter Stcllenveniiittlcr I-ctarf zur Ausübung seines Gewerbes einer Erlaubnis der Behörde. Tie Erlaubnis ist zu Uerfagen, wenn Tatsachen vorliegen, --.eiche die Unzuverlässigkeit des Nachsuchenden inbezug aus den teabiid. tigten Geiverbebetrieb dar tun, oder ein Bedürchs »rach Stttiettvermittlem nicht vorliegt. Ein-Bedürfnis ist insbesondere iickt anzuerkennen, soweit für den Ort oder den ivirtschaftlicien Bezirk ein öfsentlichcr gemeinnütziger AAvitsnackMeis in ausreichendem Umfang besteht. Eilt Stellenvermittler darf weder 1 iastwirtschast, Schonkivirtschaft, noch gewerbsmäßige Vermietung von 'Kein und Schlafstellen, Handel mit Klcidungs, Gebrauchs- aher Verzehrungsgegenständen oder mit Lotterielosen, das Geschäft eines Geldwechselcrs, Pfandleil)crs oder Pfandvermittlers be- - reiben oder mit derartigen Geirvrbetreibenden so in Verbindung treten, daß er sich für die Ausübung seiner Tätigkeit von ihnen Vergütungen gewähren läßt. Für die den Stellerttrermittlciii ! u f ■_> IN M ende n G e b ü h r e n stellen die Behörden nach Aii höruug der Interessenten Taxen aus. Tie Gebühr ist im Zweifel oon dem Arbeitgeber und bem Arbeitnehmer je zur Hälfte zu - Men, wenn der Vertrag infolge der Vermittlung zustande Bemnit; eine enigegenstehende Vereinbarung zu Ungunsten des Arbeitnehmers ist nichtig. Ter Anspruch ans die vom Arbeitgeber ui-zahlende -Hälfte erlischt, wenn der Arbeinsihmer seinen Dienst nicht zur -festgesetzten Zeit antritt; die bereits gezahlte Gebühr tarnt zurückgezordert werden. Tie Taxen sind öffentlich auszu Mg n oder vor dem Gescl.äftsabschluß bekannt zu geben. Tie Er leubu s zum GrwLrl-.chietrieve des Stellenvermittlers ist znrückzitt- t Ijmcn, wenn 11 . ans Handlungen -oder Unterlassungen des Mcklenvermittlers dessen Unzuverlässigkeit inbezug auf feen Gck- ! o:rbebcttieb ergibt. Unter der gleichen Voraussetzung ist der Ättverbohetricb Stellenvermittlern zu untersagen,-die ibn vor bem •1. -Oktober 1900 begonnen ha ■ u Die Unzuverlässigkeic ist stets crtzunchmcn, wenn der Stetlcnvermittler wiederholt bestraft ist, v'.tl er die Gebührentaxe überschritten oder Vergütungen son f'ger Art angenommen ober e'vert der verbotenen Betriebe ge- l?itet hat. Ter Entwurf fetzt zum Schluß eine Reiho von Geld- scafen für Uebertretungen des Gesetzes fest. Sie be=- ttusen sich auf 600 Mark für den, der ohne Konzession Stellen vermittelt, verbotene Nebenbetriebe leitet oder die Taxen über» fofreitet, auf 150 Mark bei Hebertretungen der übrigen Gesetzes Vorschriften. Das Gesetz soll am 1. Oktober 1910 in Kraft treten. In der Begründung wird audgefüljrt, daß lebhafte Klagen über den Gewerbebetrieb der Stellenvermittler und feie damit ^rknüpften Mißstände ttotz früherer gesetzgeberischer Maßnahmen Sf Einbringung des Entwurfs notwendig gemacht haben. Der baute, die Stellenvermittlung gegen Entschädigung der bis k eigen Stelleuvennittler in staatliche oder kommunale Regie 511 Ler ne hm eit, ist ventiliert worden, ihm Ü anbei 1 unülcnvindliel v Mchernisse nicht im Wege. Ter gemeinnützige öffentliche ArbcilS ■ Wh>r:is ist aber gegenwärtig noch nicht derart entwickelt, daß c. jWände wäre, die gewerbs uäs-igou Stellenvermittler ganz zu Mtzen. Auck^ die obligaborische Errichtuirg öffentlicher gemein ttitziger Arbeitsnack weise erfdpeint zurzeit nicht notwendig und niß-t zweckmäs q. Für die Fördenmg dieser Arbeitsnachweise wer. ten aber erhebliche Reichsmittel in Aussicht genommen werden. lonisation mit aller Energie treiben. Die Entschließung Gering wird hierauf genommen. und zu entwickeln, sowie das schiedsgerichtliche Verfahren in größlntöglicher Ausdehnung auzuwendcn. Ta die Stellung 9torwegens als sellistänbiger Staat leine loohlgeordnete Verteidigung zu Wasser und zu Lande verlange, so werbe oic Ausgabe ber Regierung sein, im Zusammenarbeiten mit dem Storting bie von letzterem angenommene Heeresorgani- v falion planmäßig bursl)zuführen, sowie die Marine auf die j Höhe der Forderungen zu bringen, die an sie mit Rücksicht Q n aus eine genügende Verteidigung gestellt werden müssen. Ter BudgctauSschuß verhandelte am Freitag über den Ma Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht den Gesetzentwurf r ine Haus h a 11. Auch von ihm sind nur einzelne Ktrpitel und zur Aussühr/tng ber revidierten Berner Heber Titel feem Budgetausschuß überwiesen worden. Im Kapitel der ■ “ ■ ~™ ■ ' höheren Beamten soll eine Stelle in die eines Vortragenden Rates- wit 13- ( W frrifintiiy. Kzour r ^rttnt i?ic 3fvHwfg der fconfttufleure Vrrtr einem technisch-n <1 fjtf iür wlmschcns Et • bert Bau- (eitern klage man iü-r ^irtwährende Aerm-rmul c?r Pläne. lieber < ui 3f"i i i/jrt .v.mftrnftwnsicageTi usw. werden btt» trm/liche AuEnfte gegcl n. iE o n e i it e m sutrumSredner wird gefragt,wa r- iim Rn ßlan n nicht in ■ b r ri u n ' bou<*? Ein na> innlfiL mfrr Nidtt r meint: das Rußland Kine Schiffe in DeutsM/mi' l au-, li.n- uttiit antnrst lretäre und vier Hilchkrüilc eine Erhöhuiv, , , Arbeits^'t r-। langt wird, gestrick-en. Weiter- Leratumi am 7 ieustag. 3xr WahlprüfungSauSschuß > iltschicd bei der Beratung über die lHültigt - it dei ^!'ahl d "■■ VIl a Wehl sNatl.- durch ZusallK. Tie A bst nn in uns, übr-c bi o'ui.ltiHkit der Wal)l selbst erfolgte noch nidft. - - ..... ■ 1 1 ......... Gießener Strafkammer. >( Gießen, 11. Frbr. Steuerhinterziehung. Dem Tirettor b/c Hofbierbrmierei Hanau L. G. von Bamberg ß. elb zu, >r; i( . c IN bi’.i ,V;fjrcii 190ß biS 1909 in hart- mannSha > n sine g-im'rblich Nieberlassung unterhielt, ohne im B< iitz ; >m u,’tb'idritt# zu sein Er lestcitt die Pflicht zur 5'öii'HM • m- ' rb-ifi um und trug gerichtliche Entschsiliung an, ha^ Schöffengericht Ich lt ihn der Uebertrrtnnn iür schuldig uni crüotmif iiir r-i ,*a/)r aui '> Rark, zusammen 20 Mark Strass n und । -- Staat anwalt schäft nun/'. Fjcn, > ' >'. rr.-1 mnuahme ergab, das' die Brauerei das Bie> mii bei Vlahn iwch haiimannÄhain bringen läßt; ein dortig-r Jjitrmnnn bringt bnz3 Bier an die Wirte in der Umgebung um । ■! /liest wird in i rr hosreit- b ' Fnhrmaiiuc oui bewahrt, wo i i< 1 ran r i ein '>, -Hain- auf ihre Kosten errichtet hat. Tie Wirte nind./n il>- e M-iiNlinifleit H dem Fuhrmann, brr jr brr Brauer i miin ili T i 'Ilechimngen tirrrcn von .Hanau verschick! und hie Zahlungi ii Hub eorthin ;,n leisten, l-ezw durch eimu Reisen den zu erl, .'b> n. Tn Fuhrmann b Fehl für den Waggon B er 50 Mk für baff An »ähren. weiter hat er mit b Pu.l. i,ige» i,rr Bert« ioigung in einer früheren Verhandlung, das' der Aue "klagt nicht verantwortlich sei, war hinfällig, r>a iiftfhnib, bnv n nicht bloß Dir llor der Brauerei, frnibmt auch mjitglied i" . Borslcind.'S der Vlitiengesellschnst ist. ?,.n einer < -rljiihiine, c i cfror lag sein Grund Bor, wickhalb die beiderseitig«' Berufting verworfen wurde Ihne hohe Strafe weg «'n «in n'iingc.n > । schul, erhielt d: Frau des Händlers L Sr. aus Elten in Belgi.- ii. Sie war mit ihrem Wohnwagen in A'l feld angesommen und da < ihr au Vftenumaterial fehlte, nahm Hr einem Bä et r einige ciürfr Holz im Werte von etwa am " ■ I. Februar geg/ n rin Kaution von 100 Mark mit lassen. Dtw Jcwl* wm*. nein >! 'if jßf -h -h wi n i zurlitlgegeb n Ter Staats mttwXt er Ihn ir, er i i (Hr. i nidii in der Lag-,, wenige als dri i Manat- Gesängnis zu leanlr.igeu, da die Vlngch'lagte rlickfällig ist. Er erklärte ji'l bereit, oafür zu f >rgeir, daß. b! r Rest der Strafe nicht zur Bol'lstr, cknug komm' M würbe auf die Minimalstrai'' von hi n Monat en l^ - iängnis unter Anrechnung von 10 Tagen llnterjuslgingshast erkannt. (ßcrictyfcfaal. ch Fr ivdberg, 11. ^ebr. 'Wegen Wider st andeS gegen 1> i c c I a n I -J (i e u> a I t wurden zwei S ch ü I er der G eivcrbc- | d) u l c vom eftwfsengericht zu l‘)<) Ulf., beziv. 200 yjlf O'-eldstrasc und in die .Uosten bc - tlcrial-reii - verurteilt. Tie beiden hatten sich oni bei Promenade mit zwei -'hutcheuton übcrivorfcn und cs fnm schlichlirh zu Handgreiflichkeiten. ft. Ri aiiiz, II Fe bi Nach zweitägiger Berhandlung vor her c I r n i i u in m i* r in nn Meineibsanilag'' gegen den 05 jähr. Sani I. ä l «. r n l 7 i .11 o l l u - stlwfeu, nnirbr l)eute ngchlNiittag bo« Urteil ör rlünbri llioll» erhielt I 1 ■ 3al)r u ch t Haus unb 5 jährigen 5 hn>> । tust ■ r Prinatdeli'ltiv M'arl Grohkortsnhgus nii> Sii'ln n. neu B „ünstigimg r>r- Bersuel^ zur Berl.itung zum Meineid I Fahr O'ich'iugnis. .Kolli) hotte versucht, in clneni Weinfolschniiluchi '>e>-, un gegen ihn anhängig nxir, erneu Bau- Und rnelnm > au t'armi ii zu unii ihriw Aussage zu verstit. n. Rolly befindet Inf1 seit (-.ud September v. F. in Hast. ---------—————— 2hait)crfitäts*2lad?vid)teit. Bonn, H. f.ebr. F»i Fusaininenhange mit dem Falle Veit h sind die '.'JnbciUen Xoberl bc u u r i, ans itobnrg und Hans Rudolf Wil>> v a n H o h <• n b o r n am. Stuttgart mit Entlassung von bei ll n i v e r s i t ä t b c ft t n f t tvoroen. -------------------------- ------—»■ Vcvmifddcs. r H i l f«' i in 11a n z ö s i s ch c n 11 c bers ch w e in m li ngs- gebiet. ' em ,.Tempo" zufolge bärste die von der Regierung Geplante ilnteestlilzung der hurdi hie Nebers ch m e m in n n n g e sh ä bißt e n kleine n V' ausIeute n n b W e werbe 5 rei b e n h r n darin bestehen, das; die Ban! von Frankreich Dar lehr n bi', ,n einem t^esamtbetrage non h n n b c r l M illionen Fran, . entweder Vvllftäudig zilisenfrei oder doch zu einem übernnv geringen Finch uh gewähren mürbe Ter Staat, die Pariser Handel'dämmer und die M'rrbilhlftltnle mürben nach späterhin näher beslimmenden Vllileilen die Bürgschaft für die R Ii et z a I) l n n n dieser Tarlehen an die Bank von Frankreich übernehmen. * Eine '•( 'niii* al'. R ä I! I. e r f ü h r e r. Fn F e ka kc rin»', In 'm mnrbi'ii w siern bi k iibr de > mit Brillanten reich gefechnüdleu L,.-,tn,. nlnü * - u m o - n st o ch a u entdeckt, die von der Polizei seit '•)>.,unten neim'blid gesucht ivurden. Tie Nonne Wer b o N> a , hii äiis'ersi'l'. in heilige.. Lesen zu fÜlften schien, staub nn be> .|>i>',e , in n >ht >rg niiiiertdi Tiel-es'mnde, die sich 'Mit K lv ft e I d I e b st ä h l e II b' ichitftigle. Tie Wohnung der Nonne Witt ein i'.ftlstäiik i>i .i»gerichtete T »cheshöhle, in brr die Polizei den gräs,ten ! eil o'i I Hin? udeten Vb'sll ar keil eil w'rsa.nd. Bei hem Tichstalil in C* z. n st o chau hatte die Nonne einen Hilkfen, bep gleichfäll' oerhafl > t wurde. " Vs egi iss e u ' .'n । alafeni" nr« Mnifei Vll.'.ranker'- (vIIH, । iv, 1-uadii । Ji-'UM' hi ■ m 0 ।im finlx। sich »II m 11 hieb » n Skellin i-nft Man )gramm „A. -I." Ten Relrillen wird zu Wiebe, 17>Ilen 'N al n m 'M) . ,n.slrnfti,0NSituiide erklärt, baii. der bujilb mihi di ei es 'Rvniogra.ui nw sich ansläst in "nie beiden Warte „Al.eran.dci Amveniloi". » । ,tzer» Maj.u inspiziert die Muktivn ''sus । ii Frage narfji bei Bedeutung i lies rätselhosleii ,,A. -J " anktiWrtet der Rekrut >irawutichle aus li>ol)eiii.ilza prompt: „A -I. das "hi'il’i VFCwinber Ani.pctnlur." „Unb Iveitzt bn •intn and;.," sähet bei Majoi ii'.Hilm.-llenh fort, „was Alexander 'Ampcrohn bedeutet,, in Befell, $)rrr Majur," mimdmie M’rn nmtfM' nach kurzem Bedenken, „das iflj nie nclr Surte Ariel) inbrSlarlnsfeln" Börsen Wochenbericht. Arnulf n r I n. M., II Febr Die Hauplaufmerksanikeit der Börse bleibt auf Amerika gerichtet ^Während man in bet Vvrlooche fast ganz im Schlepp Inn hei Newrnnkei sBörf« unb war rückläufige Betvegu.ua bei fohle, haIte e. in oieter V'Jodie den Anschein, als ob die curo» pät|rl)i)i Miirll' mit Eisviii beftrebl feien, |idi von den Ünfltilini der Börse in Wallstreet zu emanzipieren Ungeachtet her benniteni lineii V'iu gänge In Nemimi l zeigten die loiilinen*- loten Würfle gröbere W i e b e r st a n b <ö kr a f l und die flurfe tonnten sich zum Teil wuaubetmgcu Monnle mau sich dabei aurf), uni Momente stichen, hie eine Festigung ber Grundlagen unserer Börsen zu garantieren scheinen, so war es in der Hauptsache di«- optimistischere Beurteilung der Newporter Vorgänge, die ber Oesamttendenz zur Stütze gereichte. Man erachtete die Erschütterungen in Wallstreet mehr als Abrechnung über die spekulativen Ausschreitungen, die seit zwei Fahren begangen wor den sind und verwies auf die innere Besserung in den Ver hältnissen der grohen amerikanischen Unternehmungen, wie namentlich des Stahlttuste und di* Steigerung seiner Rentabilität. Man nimmt an, bnf; mit dem Rückgang an den amerikanischen Effektenbörsen ein Rückgang im gesamten Wirtschaftsleben in der Union nicht parallel gehen wird. Ter döei'chättsgang in den Ver einigten Staaten ist nicht mehr so lebhaft wie noch vor einiger T it; auch ist die Teuerung drüben kein günstiges Symptom, dock) glaubt man eine Zuspitzung der wirtschaftlichen Verhältnisse nicht befürchten zu müssen. Tie Zuversicht Der deutschen Börsen wurde bestärkt durch die Hute Haltung der Londoner Börse und namentlich durch die günitige Entwicklung der lyeldverhältnisfe. Ten Erwartungen > ntsprechend, haben jetzt die Bank von England und die Deutsche Reichsbank Diskont ermähigungen borgenammen, erstere von 3V? Prozent aiti? 3 Prozent und letztere von 41/2 Prozent auf 4 Prozent. Damit iit die im Herbst infolge der scharfen von Amerika bczw. London ausgegangenen Verknappung des cheldmarktes erfolgte Hinauffchnellung der Diskont- sätze beseitigt, denn beide Institute haben wieder ihre Diskontraten wie zur nämlichen Zeit des Vorjahres, einer Periode großer Geldflüssigkeit. Dem Geldmarkt lommt die Tiskontermäßigumg sehr erwünscht, denn sie schafft für Handel und Industrie weitere Erleichterung und wird die Durchführung der Emission von Reich Sanleihe und Ä. 0 ns 0 ls fördern helfen, für die m der nächsten Woche die ersten Einzahlungen erfolgen. Dadurch dürfte ber Zinsfuß an ziehen und zumal jetzt verschiedene zurückgehaltene Emissionen erickmnen und sonstiger .ftapitalsbedars gedeckt werden soll Das Resultat der neuen deutschen Anleihen, blieb ohne besonderen Eindruck auf die Börse. Befriedigend wirkte, der große Betrag bet direkt von dem Anlagekapital aufgenommenen Beträge, aber man war im Zweifel, wie die Unterbringung sich gestalten wird, .heimische Fonds blieben gut behauptet und konnten sich teilweise befestigen. Frcm8e Renten sind wenig verändert. Einige Belebung zeigte in dieser Woche der Banken- markt auf günstige Abschlußgerüchte. Für SchifsahrtS- 0 ktien wirkte der günstige Abschluß der Hamburg-Amerika- Linie stimulierend. Von Bahnen lagen österreichische Werte fest, amerikanische schwächer. Größere Rückkäufe fanden in Mon- tanwertcn statt, wobei neben stimulierenden Meldungen vom Kohlenmarkl die Befestigung der Schienen- unb .Halbzeugpreise in Belgien, sowie andauernd günstige Nachrichten aus der heimischen Industrie den Anlaß gaben Andere Industriepapiere stellten sich vielfach wieder höher. Privatdiskont 27/» Prozent. Elngesctndt. Lollar. Heber das bereits kritisierte rohe Fastnachtstreliien am Dienstag in Lollckr sind alle, recht Denkenden dahin einig, daß diesem Abscheu erregenden Unfug ein Tamm entgegengesetzt werden muß. Ein einmütiger Ruf der Entrüstung geht von allen friedlich gesinnten Einwohnern durch unfern Ort. Den Beleidigimgen müßte eine gerechte und wohlverdiente Strafe aus dem Fuße folgen. Traurig ist es, daß es noch Menschen gibt, die sich über solche Roheiten ergötzen und dafür Geld anbieten. Möchten sich alle, die andere zu verspotten suchen, ihren eigenen Lebenslauf vor Augen ftatten und vor ihrer eigenen Türe kehren. titärkte. Gießen, 12. Febr. Marktbericht. Aut heutigem Wockien» iiilnlte folictc: Butter pr. PW. 1.00—1.10 Alk., hlihuereier 1 St. 9—10 Big., Enteneier 1 St. 0 Psg., .«äse pr. St. 6—8 Ps., Erbsen v. Pid. OO—OO PW., Linsen v. Pfd. 00—00 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Rlk., Hühner pr. St. 1,00—1,60 'Lik., Hähne vr. Slüct 0,80—1,80Pik., Gänse ur. PW. 60—70 Pf., Enten vr. Stück 1,80 bi'.. 2,20 Ölt., Ochsenslelsch pr. Pid. 76—84 Ptg., .ft uh fleisch pr. PW. m> P'g., Rindfleisch pr. Pfund 70—7-1 Psg., Schweinefleisch vr. Pfund 80—96 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfd. 96 I ffl., ftalbfletsch vr. Pid. 72—76 Psg., Hammelfleisch ur. Pid. 60 80 Psg. .ftariosseln pr. 100 .ftg. 5,50—6.00 Alk., Zwiebeln per ,'jir. 5,00- 6,00 'JJIL, Milch per Liter 20 Psg., Weißkraut »er - tiuT 10- 15 Big., per Zentner Alk. 0.00—0.00., s2lepfel per Ztr. j0— ih Alk., Birnen per Ztr. 10—15 Alk. Nüsse 100 Stück 40—50 Psg., per Flr. 0—00 All Marktzcil von 8—2 Uhr. I .<; Wiesbaden. Vtehhol-Al arttble richt vom 11. Febr. Auftrieb: üiinbcc 96, .ftälber 113, Schake 48, Schweine 211. c-udeuz: Rinder mittelinäßig, Halber schleppend, Schale und Schweine mittelmäßig. Preis Durch- pto 100 Pfd. schnittspreis Vtbenb, schlacht/ pro lOO Psund aciuldit i-cbcnb.Ccdjladib £) tl) f C n. voN-blS voN'blS vc.vtcht PoNfleifchtge, anogemästetc, höchsten 2et)lachtwerte-2, höchstens 6 Jahre alt 42—45 75—81 43 7V Fmige, fleifchige, nicht ausgemäfielc unb ältere aiiogcinäflele...... 88—4.1 72—74 39 73 Bullen. Votlsleifchige, auSgewachfcne, höchsten Bollfleifchige, jüngere ..... 84—86 60—64 85 62 Färfen, ft ü l) c. Bollfleifchige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtiverieü . 40—43 78—75 41 75 Bollsleifehige ansgemästeie ftiihe höchst. SehlachlwerteS bis zn 7 Fahren . . 84—39 66—70 36 67 Aelle re ansgeinästele ftiihe unb wenig nut cntividclic jüngere.fts'ihe 11. Färsen 80—88 69—65 31 62 Alägig genährte Hübe unb Färsen . . 26-29 54 - 59 27 56 Gering genährte ftiihe unb Färsen . . 22—25 85—42 28 88 .ft ä l b e r. Feinste Mast- (Bolliiitlchmast) unb beste Saugkälber.........50-54 84-90 52 87 Mittlere Mast- unb flute Saugkälber . 42—46 70 — 76 44 73 Geringere Sanglälber 34—40 60—70 87 65 S tb (i s c, Masllämmer und jüngere Alasthammel 88-40 76-80 39 78 S ch w c l 11 c. VoÜfletschifle Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 57—69 73—75 58 <4 Bollfleifchige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 57 - 59 73—76 58 74 Fleifchige Schweine . - - - • • 55- 59 70 -75 67 72 ttw nach- Anpiylp «lnr. Klein, Ost-Anlugo 87. Sixnit.lltHrnt, I6r. ZiiiKxer, (iootbostraoso 10. Auszug a. i>. StanOesamtsregiftcrn bet Stabt Sieben, riusgcbote. -^ebr. 7. Leo Wolff, Hnuhmmii in Wichen, mit Martha Leyfer in Düsseldorf. — 8. Friedrich Wilhelm Trost, Taglölmer in Leim, mH ftaibarine Ranft in (fttefien — 9. Karl Dicrlamm, Schntz- ntnnii 'n Ohcficn, mit Etifabctbe Rein in Aliendors n. Lba. - FobanneS toöh, Sergeant, mit Elilabctbc Bott, beide in Mienen. 1 10 Friedrich Meister, Alcßgermeister, mit ftaroline ftlinkel, beihr in (tttcüen. '.'Indrcaö Fuchs, Postbote, mit Alinna Ticterich, beide in Mießeu. Eheschließungen. ftebr. 5. Ludwig Edel, Bnutcchniker, mit Luise Nather, beide in Gießen. Geborene. mn 81. Dem Kanftnann .'iiifliiu Folmnn Lessers eine Tochter, Armn - Dem '.'Irchilcktcn Philipp RtcolanS eine Tochter. - Nein I. Dem Schrciiierineislcr 6 mit Schön eine Tochter, Wit- belmhie Alargarete Regine. 4. Dem vit'S-Wcichcnstcller Philipp ninriiii ftlinkel em olm, Wwlter Theodor. — 6. Dem Fuhrmann jvilhelm - etp cm Sohn, Wilhelm Wcovn Heinrich — Dem Kauf- mann Otto Wenzel ein Sohu. - Dem Bankdirektor Johann BernMeteorologische Beobachtungen der Station Siehrn. Febr. Wetter 1910 A Hard Arthur Andreae ein Sohn, Arthur Bernhard Hör 1. — Kutscher Peter Schöneweiß ein Sohn, Karl. Gestorbene. Febr. 4. Ferdinand Eckert, 1 Tag alt, Lrebigm, 63. — garctc Reh, 61 Fabre alt, Seltersweg 79a. — Heinrich crfmeic» Fiisiallateur, 43 Fahre alt, Großer Sleiinvc:! 14. — Foha, i Margarete Dinges, 9 Mte. alt, Asterwcq 10. — Oelenc Kröck, a- Pkaff, 62 Fahre alt, Neustadt 47. — 7. ftarolinc Honflaöt, at Bogi, W Fahre alt, ftaifer-Allec 33. — 10. Henriette Cmm», 2 Jahre all, 42 Äctzsteinstr. — Jakob ftaan, ftau'inaim, 59 Fa - - olt, ftreuzplatz 10. Ze«-- I -3 e?. 5 tx- II I I I I II | Höchste Temperatur am 10. bis 11. Februar + 2Z eC. Oliedriflste , , 10. , 11. „ --- — 0,2 eC. Niederschlag: — 0,0 mm. 11. 2” 750,4 -1 h 1,9 4,7 90 SSW 2 10 Schneefall 11. 9Mi| 748 5 - -17 4.9 94 SSW 2 10 12. 7" 745,9 - 13 4,8 96 s 2 V) । II Teleionische Kursberichte les Giesseoer Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel nnd Jndnfltrlel*,G»,>'i'«5er. Börte, 11. Februar, 1.15 Uhr. Frankfurter 3'///n Reichsanleihe.. .. 0415 30/n do. .. ^5.25 3'/,"/« Konsols ;. 2.. . . b4.20 3n/„ do, ■&:f. . . 85.30 3*liefen 93.00 3'4“L Oberhessen ■. .93.00 4 in Ocsterr. Goldrente 100 25 4 Vi°/n Ocsterr. Silberrente. 99.10 4'7» I ngar. Goldrente 95.70 4°, Italien. Rente . . .. 104.90 3e,e Portugiesen Serie 1 . 64.55 36/, Porta diesen r UI . 65.95 41/,0/,, rass. Staatsanl. 1905 99.85 4'/,*/„ japan. Staatsanleihe 98.35 4°/6 Conv.TUrken von 1903 94.40 Türkcnlose '. 179.00 4'7O Griech. Monopol-Anl. . 47.10 4e/o äassere Argentinier 91P10 3°/„ Mexikaner 69.00 4'/,% Chinesen . . ■.100.10 Aktien: Bochum Guss . *r. 245.20 Buderas E. W.—. . . ^. 114^)0 Tendenz fest Elektriz. Labmeyer . . . 107.1G Elektriz- Sfhnckert . 136.00 Elchweiler Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergxverk ^16 7u Haiabnrg- Amerik. Paketi. 136.IU Harpcner Bergwerk . -O..50 Laarahütte .... - - - Nordd. Lloyd . 102.41 Oberschics. Eisen-Indnstrie 110.00 Berliner Handelsges. . . lb3.d0 Darmstadter Bank . . . 137^) Deutsche bank .... 258.10 Deutsch-Asiat. Bank . s. 157.70 Diskonto-Kommandit .„.1^7.20 Dresdner Bank . . . 16680 Kreditaktien . . . . 21L80 Baltimore- and Ohio-' Eisenhahn .. 1 114A0 Gotthardbabn . Lombard. Eisenbahn 22.80 Oesterr. Staatsbahu . '.7». 16L30 Princc-Henri-Eisenbahn f. 134.7.1 Iterliner Börse, 11. Februar. Aafau Nordd. Lloyd .. .t.l.T. 102.60 Türkeulube . 179.80 r Etwas was Sie inleressieit! 1 i COiriaiw In Deutschland nach orientalischem System von garantiert naturell aromatischen Tabaken hergestellt, kann diese Cigarette trotz der hervorragend guten Qualität schon mit das Stück verkauft werden. Beschien Sie den Namen Miriam'-Yenidze Zu haben in den einschlägigen durch Plakate kenntlich gemachten Geschähen. d*A Kasseler Hafer-Kakao wird bei Blutarmut und Bleichsucht als KrlLfUgnngfimitte) Iausendfach ärztlich empfohlen. Nur echt in blauen Kartons für 1 Mk., niemals lose. Wenn Sie Ihr Kind gesund, munter unb geistig fnfdi «

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Sitzung am Mittwoch, 16. Februar, abendö 8l/2 Uhr im unteren Saale des (irtfe Ebel. Vortrag de-5 Herrn Pros. L>r. Roloff über: Napoleon I. Gäste willkommen. Gäste willkommen. Ziegen-Zuchlverein Giessen. gfF~ Sonnlag den 20. Februar, nachmittags präzis 3','» Uhr, “WZ nn Hotel Einborn Generalversammlung. Tagesordnung: Punkt 1 Jahresbericht, 2 Kassebericht, 3 Bor slandslvahl, 4 Beschwerde eines Mitglieds über unser Versicherungswesen, 5 Verschiedenes. Gleichzeitig findet grober Vortrag, gehalten von der Laudwirtfchaftskammcr, über Ziegenzucht ufw. statt. Indem der Vortrag, fowie Punkt 4, für jedes Mitglied gewist grostes Interesse hat, wird uni vollzähliges Erscheinen dringend gebeten, auch wäre zmwünschen, wenn sich auch die Frauen beteiligen würden. 1943] Der Vorstand. Giessener Omnibus - Gesellschaft (£•. G. m. b. H. in Lian, zu Gießen. Vermögensbilanz, ausgestellt am 30. November 1009. Aktiva. Mk. Passiva. Mk. Pferde-Bcstand . . . 8500,-- ' Schulden für rückstän- Mobilicn...... 2 990,60 ! dige Rechnungen. . 1 455,75 Immobilien .... 100,— Bankschulden .... 2975,85 Futter....... 138,— Vermögen der Genossen 14154/59 Kasse....... 138,58 Ausstehende Forder- । trugen...... 832,51 Bank - Guthaben [Re- servesonds) . . . 5886,50 _ _____ Die Zahl der Genossen betrug zu Anfang des Jahres 1909. . 116 BugaUg 1909 [Stadt Gießen)........... ■ ■ 1 117 Es schieden aus durch Tod............- - •___2 mithin Zahl der Genossen am 30. November 1909 ...... 115 mit zusammen 318 Anteilen. D*-/? Friedberger. Helfrich. T ü. Schmiede r. Vreyil- mii) Mch-VefftetzerW. Im Lieber Stadtwald, Distrikt Mönchkövse, Gänsweide, Reh tränksberg, Rindköpfe und Vlattenwald, werden Donnerstag den 17. Februar l. I., vormittags 10 Uhr anfangend, nach Zusammen tunri in Mönchköpie an der Suhlsameise an den Bohnenstangen versteigert: Sckeitcr Rm.: Buche 185, Eiche 1,4, I-ich len 14, Kiefern 5,5. Knnvvel Rm.: Buche 100, Eiche 14, sichten7,4, Kiefern5,2, Vinöe2,5. Reista-Wellen: Buche 4400, Eiche 2600, Birken 375, Kiefern 50. Kicfcrnaslknnvpcl 4Nm., sowie 11 schlage Jichtenrcisig. Stöcke Rm.: Bucke62. Fichtennuhreisia Rm.: IM leignen sich zu Bohnenstangen). Gegen 11 Uhr in Gänsweide am Jichtenabtrieb. Sodann Freitag beit 18. Februar l. I. in den Distrikten Eichwald, Eisenkame, Langenbuchen, Gänsweide und Ettingshänser- kovs vormittags 10 Uhr anfangend nach Zusammenktlnsk am Waldeingang an der Hatlenröder Straße: Eicken-Stämme: 1. Kl. [von 60 und mehr cm Durch.) 2 St. 4—7 m lang mit 3,51 Fstm. 2. „ „ 50—59 cm Durchm. 14 St. 3—6,8 m lang mit 15,61 Fstm. 3. ,, „ 40—49 ,, „ 6v >- 3—14 ,, „ „ 63/43 „ Stämme Bllchen: 1. Kl. cm 3. 4. 6 17 7,02 23,00 2,37 3-6 3-7 7-8 (von 40—49 „ 30-39 50-59 40-49 30-39 Stämme Linde: Durchm.) 2 Stück 5—8 m 3. Kl. 4- „ [von 60 u. mehr ein Durchm.) 1 Stück 8,6 m lang mit 2,51 Fstm. lang mit 2,23 Fstm. „ „ 0,95 „ Stäntmc Weißtannen: 4. Kl. [von 25—29 cm Durchm.) 2 Stück 13—14 m lang mit 1,33 Fstm. Stämme Kiefern: 2. Kl. [von 40—49 cm Durchm.) 2 Stück 2—8 m lang mit 1,31 Fstm. 3. „ „ 30-39 „ „ 22 „ 5-14 „ „ „ 16,00 „ Lick, den 11. Februar 1910. Großherzogliche Bürgermeisterei. D ö r n e r. (B13, HoZzverfteigerung. Donnerst a g b c n 17. F e b r u a r L Z. kommt in dem Robheimer Gemeinbewalb in ben Distrikten 13 Düns- berg, 12 Hain Dernburgswalb und Launscheib solgenbes Holz znr Versteigerung: 19 Stück Eichen-Stämme mit 16,12 Fstm. von 3—8 Mtr. Länge und 36—59 Estin. Durchmesser, 4 Stück Nabelholz-Stämme mit 2,05 F]stm., 13 Stück Stangen 1. Klasse, 70 Stück Stangen 2. Klasse, 190 Stück Stangen 3. Klasse, 6 ^m. Cichen-Schichtnutzholz, 32 Rstn. Nabelh-SchichtnutzholK, 60 Rm. Eichen-Scheit, _8 Rin. Eichen-Küüppcl, 373 Rm. Eichen-Reiser, 26 Rin. Eichen-Stockholz, 27 Rm. Buchen-Scheitholz, 92 Rnr. Buchen Knüppel, 123 Rin. Buchen-Reifer, 22 Rm. Nabelh.--Knüppel, 75 Rm. Rabe-lh-Reiscr 2. Klasse, 126 Rm. Nabeth.-Reiser 3. Klasse. Die Versteigerung beginnt um 9 Uhr vormittags im Distrikt 13 Dünsberg. 942___________________________Bechtolb, Bürgermeister. Bürgermeisterei Krofdorf. Holzverfteigerung aus hem Gemeinoewalb .Wißmar, Freitag ben 18. Februar, von vormittags 9lA Uhr ab, bei Wirt Wolf, Wist mar. Distrikt 27 Kattenbach, '37 Kreuzheck, 40 Wolfgraben unb Totalität. Eichen: 1 Stamm mit 0,45 Festmeter; 2 Raummeter Nutzrollen, 2 Meter lang; 30 Raummeter Scheit und Knüppel,' 58 Raummeter Reiser. Buchen: etwa 450 Raummeter Scheit unb Knüppel und 1600 Raummeter Reiser. Fichten: Stangen 43 Stück 1. .Klasse, 140 Stück 2. Klasse, 536 Stück 3. Klasse, 350 Stück 4 Klasse unb 192 Stück 5. Klasse. IV2 Raummeter Stockholz und 510 Raummeter Reiser. Das Holz aus ber Kattenbach wirb zuerst verkauft. Krofdorf, ben 12. Februar 1910. B12/» Der Bürgermeister Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert die Brühl'sche Univ.-Druckerei. 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