Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. Em weiterer nationalliberafer Redner bemerkt, man Tas Auswärtige Amt Labe bie Urkunde nicht als echt zu bilden. Es und gar ??! SM Für das Verhältnis der Mächte untereinander sei es da kaum zu umgehen: aber für die Konzessionsfrage habe es keine Bedeutung. 'Das sei eine marokkanische Angelegenheit. Das Auswärtige Amt freilich sei in einer bösen Lage. Stotit 12,00 1>*. * W.___ — Eine Entschließung, ob günstig oder ungünstig, werde nach seiner Meinung die Verhandlungen der Zukunft erschweren. Tic Absicht, die Stellung der Gebrüder Mannesmann zu stärken, werde, fürchte Vertreter von Tr. Rosen nicht genügend unterrichtet. Hätte er gewußt, daß Abdul Asis erledigt war, so würde er auf das Abkommen nicht hingearbeitet haben. Ties Abkommen habe aber der Sultan nicht annehmen können, es sei also für Marokko ungültig. ,.a2,r- ' j, 1,0 l- er, dadurch nicht erreicht werden. Er habe b e st i m m t e Nachrichten, daß bei an deren Gruppen keine Neigung' zu weiteren Verhandlungen sei, besonders nicht unter Druck. Er fürchte, daß auch ein schlechter Eindruck bei anderen Regierungen gemacht werde. Kommt kein künftiges Berggesetz zustande, so tritt der Zustand des gesetzliche Wirrwarrs in Marokko ein, den die Algeciras-Akte verbessern sollt-» aller gegen alle tritt ein. Es sei nicht ausgeMossen, daß bte mächtigen Regierungen dann eingriifen. rE erkläre noch einmal, daß alles geschehen solle für die deutsche Inte- esse n. Nach dieser Erklärung des Staatssekretärs zieht der freisinnige Antragsteller seine Entschließung zurück. Ter Vorsitzende stellt es als Auflassung des Ausschusses hin, daß tr wünsche, daß im Sinne der Erklärung gehandelt werde. Ter Antragsteller der Wirtsch aftlichcnVereiNiguug erküirt, er wolle mit seiner Entschließung nicht die Gebrüder Mannesmann stärken, sondern die Karre müsse aus dem Su m p f, in dem sie stecke. In Frankreich sei man der Meinung, daß die Regierung die Gebrüder Mannesmann habe fallen lass n. Teshalb werde man nicht an einer Entschließung vorbtikommen. xenn es handle sich um deutsche Interessen. Tie Erklärung, man wolle wie bisher die deutschen Interessen vertreten, genüge nicht, denn bisher seien bie Resultate ungenügend. Tie deutschen Interessen sollte man nicht hinter verschlossenen Türen mbmibchi Umere Meinung müssen wir auss'rechen, gleichviel was. Er' ziehe seine Entschließung noch nicht zurück. Ein Zentrumsabgeordneter verlangte, daß die Aussprache heute beendet würde. Tas wird aber abgelehnr Ein konservativer sein, in dem von ihm angegebenen Sinne. Eine Erklärung des Auswärtigen Amtes wäre das Mittel, um die durck das Weißbuch erschütterte Stellung wieder zu bessern. Unterstaatssekretär S t e m r i d. erklärt, den Eindruck einet Fälschung hervorzurufen, habe ihm serngelegen, gänzlich ferngelegen. Er habe nie an eine Fälschung gedacht. Ter zweite freisinnige Redner bittet um eine Erklärung in Sachen des Mannesmannschen Entschließungsvorschlages. $crmtgen er Firma Karl Gbeirau Floro knkursvcnalM ; sind und bic rl Dechen bi Murüoröei- chi Tarmsladl 1 aufmanns Hari tzebr. das Ron- :be Rechlsanwal eirisi läuft bt rlottc Lprech- mu in Mainz, jclbft, wurde an aevisor Neid- nennt Ronlurs- ierid)t i'iainj an- sJakob Lvüll gev m Rodau vordem Rechts- itinemmüet er in 20. März bei Existenzfrage. Um jeden Preis müsse hier festgehalten werden. Sodann sprach der Vertreter der Fortschrittlichen Volkspartei. Tic Unterstützung eines Deutschen im Auslände müsse ihre Grenzen haben: wenn schwere Zwistigkeiten entstehen könnten — er denke luxh nicht einmal an KrieZ — könne man nicht weiter gehen. Dabei sei die Lage der Gebrüder Mannesmann nicht unanfechtbar. Den alle d:ngs sehr bedeutenden Gutachtern ständen andere gegenüber. Also die Rechtsansprüche seien nicht unzweifelhaft. Es komme ihm vor, als ob der Budgetausschuß sich als Gerichtshof betätigen solle: das könne er nicht. Er wolle das Auswärtige Amt nicht verteidigen, es habe ost genug zu Tadel Anlaß gegeben. Keiner der Vorredner aber sei auf das eingegangen, was das Auswärtige Amt nun tun solle. Seine politischen Freunde, auch der Vertreter des Remscheider Wahlkreises, seien Freunde der Schiedsgerichte. Teshalb begrüße er den in Aussicht genommenen Ge- richtshoi'unter der Leitung eines der höchsten Beamten der Schweiz. Ter Wortführer der Sozialdemokraten erllärt, bestreiten zu müssen, daß die Gebrüder Mannesmann mit der „Hetze in der Presse" nichts zu tun batten. Es sei einfach der wirt- schastspolitstchc Stairdpunkt im Vordergründe, die Gebrüder Mannesmann müssen Recht bekommen, weil wir Erz brauchen. In der Sache selbst bleibe nur ein Schiedsgericht übrig. Staatssekretär von Schoen. Der erste freisinnige Redner habe in entgegenkommendem Tone gesprochen, aber gesagt, das Weißbuch habe die ^Gebrüder Mannesmann geschädigt. Er könne das nicht zugeben. Tas Auswärtige Amt müßte die Gründe seines Verhaltens darlegen. Es sei weniger auf eine Widerlegung der Gebrüder Mannesmann an- gekommeit als darauf, nachzuweisen, daß man mit Erfolg tätig gewesen sei, Tie Gegengründe seien ja längst bekannt gewesen. ,ntie'if®£ j MM« Heio. 911"" wu emö vorher ? to® di, b CtlüQr, Qul bete ftijtafl Kristalle ver Mat. Hebet Ini> nicht aus E ein über den Kristall e- '.denen Lstösi sttglases oer e» blaue uni. 11 .Wen und el durch eim ändig ruhiger ng sichen ge- steit abgicßcr. chemisch unii lerliebstcr che> i im. !ßie! nüsche Vachs- Tie fremden Regierungen wüßten iroch viel mehr, als im Werß- buch mitgeteilt sei: in Marokko sickere ja alles durch. Ter Ver-. tretet von Remscheid hatte vom Botschafter in Paris getagt, daß dieser die Spmpathien der beut'dien Regierung als aus feiten der Union des Mincs Marocaines stehend bezeichnet habe. Er ertlärc aus das Bestimmteste das als falsch. Es ftimme auch nicht, daß der Konsul in Fez die Berichte zu ungünstig für die Gebrüder Mannesmann gegeben habe. Er habe sehr anerkennende Worte über sic geschrieben. Daß in ihrer Angelegenheit auch Zweifel- haftes wäre, habe der Konsul berichten müssen, das sei einfach seine Pflicht gewesen. Sonst wäre vielleicht ein Einwand anderer Regierungen entstanden, man verteidige ein Gesetz, dessen Entstehung nnt> Mängel man nicht kenne und dann würde man der; deutschen Diplomatie im Reichstage schwere Vorwürfe haben machen können und mit Recht. Ter Konsul sei allerdings zeitweise schwer krank gewesen. Aber die Berichte stammten aus anderer Zett, in der ev gesund war. Herr v. Wangcnhcim habe sich vor Antritt des Postens wochenlang hier in den Akten orientiert, er habe alles gekannt. Es sei ein Verdienst, aus die Gefahr der Proklamierung eines franzosenfreundlichen Gesetzes aufmerksam gemacht zu haben. Einen Truck auf Frankreich habe man wohl ausüben können, aber nicht mit Erfolg. Was das Moresckic Gutachten anbelangt, so stehe im Weißbuch: Gr solle seine Meinung geändert haben. Man hätte nod) viel positiver sprechen können. Tic spanische Regierung habe bürd', Herrn Morct ihr Einverstänb- nis mit der Auffassung der deutschen Regierung offiziell ausgesprochen. Tast das Auswärtige Amt wenn möglich noch mehr für die Gebrüder Mannesmann eintreten werde, könne er zusagen, auch daß man diese vertraulich zu den internen Verhandlungen heranziehen wolle, sobald sie ihre Stellung modifiziert hätten^ Hierauf nimmt ein weiterer Vertreter der fortschrittlichen Volks Partei das Wort. Man sei hier, Um über das auswärtige Amt zu verhandeln und zu entschriden, ob das Auswärtige Amt in einer entscheidenden Frage glücklich gearbeitet habe. Ein großer Teil seiner politischen Freunde stehe auf dem! Standpunkt, den der zweite Redner der fortschrittlichen Volkspartei habe, also auf feiten des Auswärtigen Amtes, eilt kleiner Teil seiner -Fr-eunde nicht. Tie persönlichen Angriffe auf das Auswärtige Amt könne sich keiner zu eigen machen. Tie Entgleisungen ieien zu bedauern. Gutachten von Herren wie Zorn, v. Bar, Kohler mit einem Honorar in irgend einer Weise In Zusammenhang zu bringen, dagegen müsse er aufs allerschärfste Verwahrung entlegen. Gutachten solcher Leute müßten als cinwandsfrei gelten. Inzwischen ist eine Entschließung der wi r t s ch a i t l i chenl Vereinigung eingegangen, in dem Antrag des,ersten freisinnigen Redners den dritten Satz: „in Anbetracht" usw. zu streichen und dafür zu setzen: „Nacksdem aber die Brüder Mannesmann sich bereit erklärt haben, die bindende Verpflichtung zu übernehmen, daß das Marokko-MinewShndikat unter deutlicher Führung bleibt und feine Lieferungen sowie seine Aufträge der deutschen Industrie zukommen läßt, spricht der Budgetausschuß die Erwartung aus, daß die Regierung auf das k r ä f t i g st e die Bestrebungen unterstützen wird, die Bergwerkskonzessivnew der Brüder Mannesmann zu sichern." Ter nächste Redner ist ein Vertreter der Re ich spar tei. Ten Gebrüdern Mannesmann, für die er Hochachtung habe, sei es gelungen, die Presse zu gewannen. Ter größte Teil der ^rheinisch- westfälischen Industrie stehe hinter ihnen und sehe ihre Sache als eine nationale an. Er sei inkompetent für bie Entscheidung der Rechtmäßigkeit. Mit Recht se igemgt: es gebe eine Grenze: die liege auch im allgemeinen Interesse unserer Politik. Tie Entschließung der Wirtschaftlichen Vereinigung sei noch weitergehend, als ddic von freisinniger Seite gestellte Höchstens könnte man, eine solche für die „deutschen" Interessen allgemein, annehmen. mit der Visitenkarte zum Objekt eines Leitartikels zu machen. Aber die Gebrüder Mannesmann ständen diesen Angriffen persönlich fern, ihnen seien allerbings vielleicht die Zügel entglitten. Taß nach dem Erscheinen des Weißbiwes eine unerfreuliche Wendung eingetreten 'sei, habe der Staatssekretär selber zugegeben. In der französischen Deputiertenkammer habe ein Abgeordneter erklärt, bnj die deutsche Regierung die Gebrüder Mannesmann im Stiche lassen werde, und Pichon habe dazu genickt. Die Deduktionen des Unterstaatssckretärs stützen sich auf das Kampfmeyersche Gutachten und die Ausführungen machten den Eindruck, als ob man eine Fälschung annehme. Das stehe aber im Widerspruch mit einer brieflichen Aeußerung des Auswärtigen Amtes an die Gebrüder Mannesmann. Die Urkunde sei also danach emt: und sie habe die Kraft eines Gesetzes. Das Auswärtige Amt sei ja jetzt schwer in der Lage, seinen Standpunkt zu ändern: es müsse deshalb ein Weg gefunden werden, der zu einem guten Ende führt. Der Redner fchlägt folgende Entschließung vor: „Der Reichstag nimmt von den Darlegungen des Vertreters des Auswärtigen Amtes gebührend Kenntnis. Er verkennt nicht die großen 'Schwierigkeiten, die der Reichsregierung durch b:e Verhandlungen über‘bie deutschen Marokko-Interessen erwach:en sind. In Änbetracht der hohen Bedeutung der in Frage stehenden wirtschaftlichen »Interessen spricht , der Reichstag gleichwohl die Erwartung 'raus, daß bei den weiteren 'Verhandlungen die deutschen I n t e r c s s?n , änsbesondere die Mannesmannschen Bergwerkskonzessionen 'mit allem Nachdr uck gewahrt werden. Auch die 'Gegner der Gebrüder Mannesmann in Deutschland, z. B. Thyssen, haben den Wunsch ausgesprochen, daß die Mannesmannschen Interessen iunterstützt werden sollen. Sodann nahm der Vertretender N a t i o n a l liberalen das Wort: Der Staatssekretär habe gestern das Weißbuch als die Verteidigung des Auswärtigen Amts gegen Angriffe bezeichnet. Der Staatssekretär nehme doch wohl nicht an, daß die Gebrüder Mannesmann Angriffe gegen das Auswärtige Amt gerichtet hätten. Daß zum Teil gewagte Aeußerungen ihren Weg in die Presse gefunden haben, gehe aus dem in weiten Kreisen des Volkes vorhandenen Gefühl hervor, daß nicht nur in der .Mannesmann-Angelegenheit etwas nicht in Ordnung sei. Er müsse die Frage stellen, ob bei dem Weißbuch mit tauglichen Mitteln gearbeitet sei. Wenn es den Zweck hatte, Angriffe abzuwehren, fo sei dieser Zweck jedenfalls nicht erreicht, denn die Angriffe seien nachher noch stärker geworden: genützt habe das Weißbuch also dem Auswärtigen Amt nicht. Tcr Redner erklärt, er habe sich selbst früher mit Arabisch beschäftigt (er ist ein alter Ostafrikaner> und er wisse aus seinen Gesprächen mit Arabern über religiöse Themata, daß das Wort „Kanun" das Zwingendste bedeute, was es überhaupt gäbe. Auch Professor Fischer, der allererste Kenner des Arabischen teile diese Ansicht und sic stehe doch zum mindesten der des Herrn Stemrich gegenüber. Er habe das Gefühl gehabt, daß bei den Darlegungen des Unterstaatssekretärs die Frage gefteUt werden müßte: „bann halten Sie das wohl für eine Fälschung?" Die Gebrüder Mannesmann hatten etwa ein Dutzend der besten Namen für sich, und diese haben nach Erscheinen des Weißbuches ihre Gutachten erst recht bestätigt. Auf der Gegenseite stehen drei, und dazu Herr Geheimrat Kahl mit einer „ethischen" Bewertung. Daß die Publikation des Berggesetzes erforderlich gewesemsei, müsse bestritten werden. Die Vertreter des Auswärtigen Mutes haben behauptet: zwischen dem Tage des Zustandekommens der Algecirasakte und dem 20. Aug. 1908 hätte keine Konzession erteilt werden dürfen. Davon stehe in der Algecirasakte gar nichts. Tie Gebrüder Mannesmann hätten bas Vertrauen bes Sultan Abdul Asis natürlich benutzt, um etwas herauszuholen. Unsere Regierung habe ja ein Berggesetz ausarbeiten lassen, bas fast wörtlich mit dem ber Gcbrüber Mannesmann Die neueste französische Sensation. Frankreich hat wieder einmal mit einer ungeheuerlichen Betrugs geschichtc sich zu unterhalten, die noch mancherlei Nachspiele haben wirb. Ter ?!otar Duez, einer bet Haupt- liquidcitorcn der gesetzlich aufgelösten Kongregationen, hat, offen bar unter ber Aufsicht unbefähigter Gerichtsorgane, Riesensummen unterschlagen. Wir erhalten barüber von unserem Pariser Mitarbeiter folgenbc Mitteilungen: O P ar is, 10. März. Der Ducz-Skandal ist in allen seinen Folgen und Verzweigungen noch gar nicht abzusehen. Halten wir uns also nur an die hauptsächlichsten und sichersten Tatsachen. Zunächst hat Senator Perrier, wie bereits vorausgesehen wurde, sofort seine Ergebnisse aus dem Studium der Akten Duez bem Senats- ausfchussc mitgeteilt. Er enthält sich jeder Schlußfolgerung, weist aber nach, daß die Passiva sich nicht auf fünf, sondern sogar auf zehn Millionen belaufen. Er bemerkt fast ironisch, daß das Zivilgericht des Seine-Departements Herrn Duez nicht für einen Schuldigen, sondern für einen Unfähigen hielt. An dieser Auffassung kann nun niemand mehr sesthalten, nachdem bie unglaublichsten Verschwenbungen unb Gefälligkeiten fürBekannte, Freunde u n d M a i - treffen seitens dieses betrügerischen Liquidators konstatiert worben sind. Es muß babei bemerkt werben, daß Duez überhaupt nur durch fast unglaubliche Protektion diese sehr einträgliche Vertrauensstellung eines gerichtlichen Liquidators erhielt, nachdem er zuvor einfacher Angestellter in einem Warenhause gewesen war. Seine Kollegen suchen auch Entschulbigungs- grünbe Tür ihn, indem sie von Ueberlastungen sprechen, die die Liquidationen der Kongregationen im Gefolge haben und bie bie klarsten Köpfe verwirren könnten. Der Enqueteausschnß b?5 Senats hat aber verlangt, die Umstände zu erfahren, unter denen bie Ernennung unb Beibehaltung Duez' als Liquidator der Kongregationen erfolgt ist, und ferner die Protektionen, die bei dieser Ernennung sich geltend gemacht haben könnten. Das zielt augenscheinlich auf gewisse Mitglieder des Pariser Zivilgerichts ab, die man, wenn auch nicht der Mitschuld, so dock) der allzu großen und vielleicht nicht uninteressierten Nachsicht dem ungetreuen Liquidator gegenüber bezichtigt Indessen muß mit solchen Verdächtigungen möglichst vorsichtig zu Werke gegangen werden, da vielleicht. wenn man den Dingen auf ben _6kunb geht, die begangenen Mißgriffe nicht _SS'- V-, f-ttt-e auf böswillige Absichten, sondern auf Unkenntnis mit den einschlägigen Fragen zurückzuführen sind. Alle die Fragen unb Punkte werden inderKammerzur Sprache gebracht werden da eine umfassende Erörterung trotz der bereits getroffenen sehr energischen Abstellungs- Maßregeln unumgänglich erscheint. Was nun schließlich Duez' Ausflüchte betrifft, er habe in unglücklichen Spekulationen an der Börse die veruntreuten Summen verloren, so glaubt fast niemand daran. Er hat nicht nur unsinnig vergeudet und Freunde und Bekannte schamlos von den „Gelegenheiten" bei ben Liquidationen profilieren lassen, sondern auch sicherlich große Summen beiseite ge- schafft. Sie entschiedene Haltung der Gürtet Tie Verhandlungen über die türkisch-bulgarischen Grenz- konflikte sind trotz der schönen Petersburger Feststellungen noch im Gange, und die Türkei scheint fest darauf zu bestehen, daß die bulgarischen Soldaten an den Vorfällen die Schuld trügen unb zu bestrafen seien. Taß das Ansehen der türkischen Regierung bei den Balkanstaaten wächst, geht auch daraus hervor, daß auch die Könige von Serbien und Bulgarien in Konstantinopel demnächst Besuche abstatien sollen, obgleich der neue Sultan im Auslande noch keine Antrittsvisiten geplant hat. Wir erhalten aus Köln folgendes Privaktelcgramm über Meldungen, die in der Freitag-Nummer der „Köln. Ztg." erscheinen: :: KöIn, 11. März. 9Lach Depeschen aus Konstantinopel soll die Lage keineswegs so harmlos s e i n , als sie von der russischen Regierung dargestellt wurde. Die Stimmung sei gegen Bulgarien; die Rüstungen wurden fortgesetzt. In Wilajet Adrianopel seien 3000 Mann zusammenge-ogen. Rumänien weigere sich, dem Balkanbund beizÄreten. Ui9en . 1,1 Mo 1 1eWd/i: ■?eu bM UllItc Ihne! '-^ndweisrr versuch« T1 hdi nu 9tr. 59 Erstes Blatt 16V. Jahrgang Freitag 11. März 1910 ==sB(niPKPiipr /IHwlfln (Tienoh'gutic K HD ■ BI ■ lotallo'Bf., zweimal monatl. Land htz. < iS M Km LL Äffi ygj auswärts 20 Pienmq. wirtschaftliche Zeitfragen V g M V ▼ X nI ~ Ehefrebakleur:A Goetz. Fernfprech-Anichlüffe: UM Verantwortlich für den für die Redaktion 112, IVJF Ä < politischen Teil: August S» General-ÄMger für Gberhe sen MZM Annahme von Anzeige« w iaal"- E Heß- für den bä DonmnagTsTih^ Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Zteindruckerei H. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Lchulftratze 7. Anzeigenteil: H. Beck. fchaflen irr ,e-3 Kaiseclimit inachungcn dcr * 1909 1<9 ipital von 230^ nüber 151 5re 190>- Tu >5. ist fomit er «Jon den l"^ :ben 73 Gejest lital unter Gin- ciinöct; für d« Nark in 'Kthei ung bestellende! wie die gesamt! waren im Segt Millionen Äaü to- SempelM GinleilE^ Öft-Ä’S c Äusgabc laj vjebc und Leb^bi d M übereinftimme. Nun zum Abkommen vom 20. August 1908. Lui iwutwi nuiiun.un.iuciut^.i. ovcuuki utmuu, muu Ta liege ber Hase im Pfeffer. Herr von Wangenheim war als wolle nicht Schiedsgericht sein, sei aber gezwungen, jich ein Urteil Ferner meldet das Wolffsche Bureau: Sofia, 10. März. Der Gesandte der Türkei, Ass im Bei, hatte gestern zwei Unterredungen mit dem Minister des Aeußcrn, Paprilow. Wie in amtlichen Kreisen verlautet, forderte der Gesandte die Bestrafung der bulgarischen Offiziere und Mannschaften, die "nach Feststellung der türkischen Kommissionen den letzten Grenzkonflikt bei Tamrasch provoziert hätten. Paprilow soll ausweichend geantwortet haben. Konstantinopel, 10. März. Nach authentischen Nachrichten wird der Besuch des Königs von Serbien während der Anwesenheit des Ministers des Aenßern Dr. Milanowitsch in Konstantinopel erfolgen. Ter K n g wird .sich direkt von Rußland nach Kvnstantinopel begeben. Tie türkische Regierung stellt dem König ein Schiff zur Verfügung. Es ist bereits ein Jrade zur Vorbereitung des Empfanges des Königs erlassen. — Wie auf der Pforte verlautet, gewinne ein B esuch d es Königs von Bulgarien in Konstantinopel an Wahrscheinlichkeit. — Von serbischer Seite wird erklärt, daß der im nächsten Jahre ablaufende Handelsvertrag zwischen der Türkei und Ser- bienum ein" Jahr verlängert werde. _________________ Die Mannermann-Angelegenheit im Sudgeiaurschuh. :: Berlin, 10. März. Auf bie gestrigen Darlegungen des Staatssekretärs v. Schoen hnb des Unterstaatssekretärs Stcmrich antwortetc heute als enter Redner von den Parteien ein Mitglied ber f o , tsch ritt! iche n Dolkspartei, der Vertreter dcs 23a.'iL .cifes Remscheid, erklärte aber, daß er für seine Person spreche i i_ber Fraktion stchc man nicht ganz auf demselben Boden. Te Staatssekretär habe fich über'die Angriffe auf seine Person besch.v . Er, ber Rebner, habe nie 'einen Zweifel baran gelassen, daß er diese Art ber Angriffe mißbillige; ' es sei auch nicht richtig gewesen, die Geschichte anerkannt. Für seine Freunde sei die Hauptsache, ob bie Urkunde echt sei. Tas sei zugegeben worden. Was feile nun der Reichstag tun? Er habe eine ichwere Verantwortung. Solle er sich mit einer Erklärung des Auswärtigen Amtes begnügen, so müsse sie genauer sein. Eine solche würde ihm lieber sein als eine Ent- ich'ließung. Wenn aber -eine solche, dann müsse sie spezialisiert habe Fehler gemacht und müsse sehen, wie es sich aus dieser für deutsche Interessen mißlichen Lage herausziehe. Und um deutsche Interessen handle es sich, wie bei der Wahl des Herrn Mannesmann zunr Vorsitzenden einer Großindustrie-Vereinigung und der sehr scharfen Aeußerung des Herrn Kirdorf zugunsten der Webrüder Mr hervoigche. D°s tetoättige Amt müsse Stoat^sektetär ». Sch-en: Er lönim nur versönlich, über bie Sache Hinwegkommen. Es handle stch um ungeheure I nicht für ben Reichskanzler sprechen. Er erkenne an, daß man m IWertc. Wichtige Interessen unserer Eisenindustrie stehen auf i ben Entschließungen b:e Stellung des Auswärtigen Amtes stärken dem Spiel. Es handle sich um Millionen von Arbeitern, um eine \ ^lc, daß man einen Ausweg zwischen Scylla unb Eharibbis suche. 21 us 5taOt und Lund. abgehaltene Stadtverordneten versa »nmlung hatte sich mit der Beratung des HaushalttzvordnschlagS zu beschäftigen. Nach dem Bericht des Finanzausschusses beträgt Einnahme und Ausgabe 7 669,610 Mk. Auch Darmstadt ist von der allgemeinen Finanzkrisis nicht erspart geblieben, denn der Gcsarnifehlbetrag stellt sich auf 1 032,750 Mk., also fast ein Siebentel des ganzen Voranschlags. Zur Deckung Iollen ca. 430 000 Mk. auf dem Wege der Gebührenerhöhung, die gröbere Hälfte von ca. 600 000 Mk. aber durch Steuer- e r h'ö hung aufgebracht werden. Die Großh. Bürgermeisterei hatte eine Steuecerhöhung von 22°/0 in Vorschlag gebracht. Der Finanzausschuß hat aber unter Streichung einer Anzahl Ausgaben den auch von der Stadtverordnetenversammlung angenommenen Antrag gestellt, nur 18,2 Proz. auszuschlagen, so bay sich ür 1910 die Gemeindesteuer auf 128,4 Proz. der Staatsteuer belaufen wird. Der erste Bürgermeister Dr. G1 äsfing betonte, bay leider für daS nächste Jahr keine besondere Einnahmesteigerung zu erwarten sei, doch hätten die neuen Steuerlasten ein Mehr von 90 000 Wik. für direkte Steuern ergeben. Mit 128,4 Proz. komme Darmstadt gleich hinter Offenbach und das sei gerade fein Ruhm. Die Stener- erhühung müsse damit unter allen Umständen ein Ende haben. -th. Krofdorf, 10. März. Die Erklärungen, die auf Grund der Umfragezettel wegen des Bedarfes an Licht und elektrischer Kraft von unseren Einwohnern abgegeben sind, lassen erkennen, baü der Bedarf an Strom so groß ist, daß ein Anschluß unseres Ortes an das städtische Elektrizitätswerk in Gießen auch für Gießen lohnend ist. Vielfach ist die Erklärung zwar unterzeichnet mit dem Bemerken, wenn auch die Straßenbahn gebaut wird; aber diese Einwohner werden schließlich auch Licht und Kraft ohne die Elektrische abnel)men, wenn der Anschluß erst einmal hergestellt ist. (.) Fellingshausen, 10. März. Es ist bis jetzt noch nicht aujgeclärt, wodurch das Feuer entstanden, das am Dienstag abend hier zwei Scheuern einäscherte. Die Wahlschlacht zur (^cmcinvcbCTtremng wurde gerade aus gesochlcn, als am Abend in der Scheuer von Ludwig Wagner Feirer ausbrach, das auch die Nachbar,cheuncn in Mitleidenschaft zog. Sämtliche Fenerwehren der benachbar tcu Gemeinden waren rasch zur Stelle, sonst wäre der Scha | diese- geholt. - bcrtachtet. ,a jetzt« er mrde 5-ngang I Ml bd kitz die > Ti.; , lut ge^lt mMviii' r Sruger Scugc btc I fing bann Ar Tas - harte Tel E Wäsch- zi l die Ähn * das ftinb | jeugin bi | ihrer Mu | jic bann i; ijctommen | Mutter m gesehen. 'Mts sc ? dem Bett m Bette „bei -Seb Knall m W - gelegen. Aiage, n etwas si E de flau " Lei MI l^t Ä, irff. 'CA*X M kchrins Ter btt w ? der Onk M, «’n ft hie 1 ’M-Y Sie W den unberechenbar geworden. n. Frankfurt a. M., 10. März. Der Zweigbereii. Frantsurt des Vogelsberger HöhenMlbs veranstaltet am 15. März in der Loge „Einigkeit" ein Wohltätigl'cits tonzert, dessen Neiilerlrag den unverschuldet in 9ä)f geratenen Landsleuten in O b e r m o ct >i a d t zugute kom men ,oll. Der Frankfurter Verein versagt über eine statt' liche Zahl sehr guter Kräfte. Schwurgericht. th. ießen, 11. März. Gestern vcrljmibeltc das Schwurgericht gegen den am 18. Sep^ teniber 1885 geborenen, sechsmal tvegen Gewalttätigkeiten vorbestraften Maurer Friedrich Engel und den am 22. Dczeiilbcr 1891 geborenen Zimmermann Franz Bender, beide von Vilbel, wegen Straßenraubs. Tic Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Brill; Engel wurde von Justizrat Grünewald, Bender von Rechtsanwatt Arnold verteidigt. Es wurden 6 Zeugen gehört. Der Vorfall, um den es sich dreht, hat sich in der Rächt vom 22. zum 23. Januar d I. ans offener Straße in Vilbel abgespielt. Der DicnsttneäN Seidl, der dort bebicnltct t|t, füll überfallen und zu Boden gerissen, sowie seiner Barschaft beraubt worden sein. Die Angeklagten beitreiten nicht, mit Seidl in der fraglichen Nacht einen Znsammenstoß gehabt zu haben: sie wollen aber von einem Raub nichts wissen. In ihrer Bei- nehmnng schildern sie den Vorsal^lwie fplgt:__sie «eien, nachdem jeder für sich an dem Tage der Tat, einem Sonntag, eine Bierreise gemacht hat, abends ohne Verabredung zwammeugekroffen. Seidl sei mit ihnen nicht bekannt. Als sie ihm begegneten, will Friedr. Engel in der Annahme, er habe einen ihm bekmmten Knecht vor sich, ihn nusgefordert haben, ihm 12,Pfg. für einen schnaps zu geben. Seidl sei daraus sofort aus sic cingcbrungen und habe den ersten Schlag geführt. Man habe sich gewehrt unb babci soll es zn einer Rauferei gekommen sein. Nachdem der Gegner den Kampfplatz verlassen hatte, will Bender dort 19 Pfg. aus gclcfcu haben, die, wie er annimmt, int Saufe des Gefechts dem Seidl aus der Tasche gefallen sein iiüiyteii V. will den Betrag zwar an jid) genommen, ihn aber später an Enget gegeben haben Der als Zeuge Vernommene Dienstknecht Seidl schildert ben Vorfall ganz anders. Er bekundet, baß er an dem Dago 8—12 Schoppen Bier getrunkeii haben kann und recht vergnügt heim wärts gezogen sei, ba seien in unmittelbarer Nähe die Ange Nagten an ihn heraiigetrctcrt und hätten Geld verlangt, um zum Maskenball zu gehen. Er habe zuerst die ganze -sadtc spatzig gesunden und habe gesagt, er habe kein Geld. Die ztrnn hätten ihn daraus angepackt, zu Boden gerissen, ihm einen iumhiigen Sd)lag aus den Kopf, anfd)eincnb mit einem harten Gegenstand, versetzt, ihn aud) mit den Absätzen getreten, ^eibl will deutlich gefühlt haben, Ivie jemand an der Billett-Tasche seines^ Jackettes gezogen hat, in der er 1,50 bis 2 Mark gehabt hätte, .lls Seidl, der 3 Kopfwunden erhielt, sich vom Boden erheben konnte, waren die Angreifer fort, mit ihnen aber auch das Geld. Aul Befragen erklärt Seidl, daß er mehrfach, darunter wegen einer Messcrafsäre, bestraft worden ist. . . Der Wahrsprucl, der Geschworenen, den ^ngcmenr Koch Gießen verkündet, lautet: schuldig des Straßenraubes unter Zubilligung mildernder llmstände. — Engel wurde unter Einbeziehung einer noch zu verbüßenden viermonatlichen Gesängnlsstrase zu 2 Jahren Gesängnis und Bender zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt. 6 Wochen llntersuchungöhaft werden auf die Strafe ungerechnet. Von br< Aberkennung der Ehrenrechte glaubte der Gerichtshof absehen zn sollen._________________ Die Wormser Moröassäre vor Gericht. - Fortsetzung.) Mainz, 10. Marz. Die Vernehmung des Angeklagten, der ben Tatl»esta>id wi. in dem während der Voruntersuchung abgelegten Geständnis nngiÖt, Evang. Arbeitervereins hier macht darauf aufmerksam, daß die anläßlich eines Preisausschreibens eingereichten Entwürfe auch noch am nächsten Sonntag von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 1 Uhr in dem oberen Saale der neuen Gewerbe- chule (Kirchstraße 16) ausgestellt bleiben und somit aud) den Interessenten Gelegenheit zur Besichtigung gegeben ist, die an einem Werktag verhindert sind. L. Frie dberg, 10. März. Die Vaterländischen Festspiele wurden insgesamt von 8400 Personen besucht. — Das Stadttheatec schließt in nächster Woche für diesen Winter seine Pforten. rm. Darmstadt, 10. März. Der Zweigbund Mittcl- lentschland der Bäcker- un o KonditorgeHilfen hält am zweiten Osterfeiertag hier seinen Bundestag ab, bei dem Berichte über den Ausbau des Stellennachweises, iber die neutralen Vereine, über die Ruhezeit an den drei Festtagen, über die Kampseswei,e der Gegner bei Lohnbewegungen usw, über bi: H?ra sgab: von Ehrendiplomen und die Stellung zum Hansabund durch Redner aus Offen- rach, Mainz und Frant,urk erstattet werden. RB. Darmstadt, 10. März. Die heute Nachmittag «Webner auf rt die H.ismung, oay man morgen zum Schluss Eorrtmxn IFrankreichsnach D en t schland si ch v e r m eh r t habe, aber bre Zunahme laste jetzt nach. Die Deutschen Tjung der Regierungsvorlage an Rur subventionierten Kartellbildung begünstigten, um die Preise rourrwit C.u Gcialiccu ihr L^beu ober (Gesundheit, die sich aus ,erhöhen und zu regeln. Frankreich habe ohne Protest Ä ÄÄÄSnft H ßch -°r der Tarife andrer: ffltata ßebeußt .Mähren uh bi* Sittlichkeit gleichgestellt. Eine Reihe Abände Beratung auf Freitag vertagt. , uim^.nit'.igc er S.> mo traten uno des ^jentrums wurde abge-1 Im englischen Untertans fragte bei der Be-- h'hni 11 wurde iiiif.r Ablehmmg sozialdemokratischcr Anträge Provisoriums von acht Millionen Pfund ©ter- '''''*Är^u^t'i*Eu*s*i d> u st des Reichstags führte (yciitc seine ling für ben Zivilbienst vorn 1. April ab Austen Eham- r.ciatungcn iihci Bud i, Abschnitt I, der Atrasprozestnovellc, g^rlain, warum das Provisorium in diesem Jahre einen anSommä" !° geringen SBettaß aufweife unb für eilte fo kurze Zeit tVv x; l(i, li, 12, or den Kvmpctcnzlouflikt regeln, wurde die von sechs Wochen bestimmt sei; der von der Regierung Bähung der Bicgimmgdvorlagc durch Abänderungsanträge klar- emgeschlagene Weg werde später in der Session ein anderes ___Lprnhifnrbtm nötig machen. Lloyd George führte aus, Bürgermeister (ueger daß die Regierung zu der Praxis zurückkehre, die vor dem W-r wir gestern schon kurz melbeLen, ist der Bürger- Jahre 189G geherrscht habe; die finanzielle Lage sei sehr meister von Wien, Dr. Lueger, nach langem Leiden ge- ungewöhnlich. Er glaube, daß das Haus eine andere Gestorben. . legenheit haben werde, besonders nach Ablauf der sechs Einem hübschen Artikel der „Rhein.-Westf. Ztg." ent-1 Wachen, seine Ansicht über das Ministerium auszusprechen, MCb,^8CTr N/"armen Schuldieners Sohn. Mit welcher Partei es auch angehören möge. @8 Supenbien, Freitischen und kärglichen Hauslehrers.i.ttünf sei sehr wichtig, daß das Haus eine volle Kontrolle über Len tonnte er sein juristisches Studium vollenden. Einige die Exekutive habe, besonders über jene Zeit. (Beifall.) Jahre als Advokat wirkend, wandte er sich früh dem poliK »Ghamberlain entgegnete, dos einzige Ziel, das die sthen Treiben zu, um im Tienste einer einflußreichen Plirtti ^mennm beharrlich verfolgt habe, sei, daß sie die finan- P^rtNuiVtzk, «ciSAuungen, U-b«,7uguLg und«-' Lielkn Verhältnis^ ihren Nachfolgern in der größten Ver- ।Innung beschwerten ihn babci nur wenig. So war er ur- wirrung hmterlasien habe. ipriinglich Parteigänger der Liberalen, sattelte zu fchärserl Ms Peking wird gemeldet: Tie Vortag des Komi- demokratischen Anschauungen über, betätigte sich mit Zlei-1 zur Ausarbeitung konstitutioneller Gesetze über die A b- cheni Eifer m der ,iog. r tJ cf) a f 10p a i: i e i, Jiajmamin । a । f u n g der Sklaverei wurde von der Regierung selbst Parteigründer, indem er sich dem Problem des „kleinen genehmigt. Von nun an ist der Berkaus wie der Kans von Mannes" zuwandte, in dessen Führung er fast über Nacht j Menschen bei strengster Strafe verboten. 'emporschnellte in die Höhen politischen Ruhmes. In gleicher Weise wie Stöcker in Berlin, wurde Lueger in Wien der Messias der klein Hand werter unb I Gießen, 11. Marz 1910. ßcr unteren unb mittleren Beamten, der Vorkämpfer und Aus der Sitzung der Stadtverordneten, t.egeistemde Vollsredner einer gegen den Liberalismus ged Man muß es unseren Stadtvätern ta^en, daß sie recht richteten, in Oesterreichs Hauptstadt aus naeürticheii Grün^ fleißig find. Tenn es gelang ihnen in ihrer gestrigen ben besonders starken antisemitischen Bewegung. Seit 18.5«Sitzung, über ein halben Hundert Gegenstände der verschie- int Geineindcrak der Stadt Wien, seit 1885 Reichstagsabge bensten Art zu erledigen, darunter manche von recht großer ardneter und feit 1890 auch Mitglied des uicderösterreichi Wichtigkeit. Dabei war stellenweise der Redefluß recht scheu Landtags, tonnten ihn seine an Zahl immer stärker reichlich, so daß — in der Versammlung ein recht seltener anschwelleuden Gesinnungsfreunde vor nunmehr 15 Iihren I $all — sogar einmal ein Schlußantrag gestellt und auch zum ersten Male als Bürgermeister erwählen. Die Re- angenommen wurde. Am meisten wurde natürlich über die giecung, damals noch nicht so klerikal durchseucht )vie heute, Wiederherstellung von Straß en gesprochen. Gut vielmcbr ihre Stärke durchaus in der liberalen Versaisungs-l die Hälfte der Stadtvater ergriff dazu das Mort, um partei suchend unb dem bedenkenlosen Demagogen miß- einzelne Straßen als besonders vernachlässigt hinzustellen, trauend, verweigerte die Bestätigung der Wacht und löste and Oberbürgermeister Mecum beleuchtete dieses allgemeine ben opponierenden Wahl-Gemeindcrat aus. Es entbrannte Wettrennen sehr treffend mit dem Wort, daß die Aussprache ein .^wmpf voll erbitterter Leidenschaftlichkeit zwischen Re- sehr an die Verhandlungen des hessischen Landtags erinnere, giernng und Bürgerschaft. Fünfmal wurde Lueger auf wenn die Abgeordneten sich bemühten, ihrem Wahlkreis eine Iben Schild erhoben, dreimal der unbotmäßige Gemeinde- Nebenbahn heimzubringeu. Immerhin gelang es den An- rat aufgelöst und die Verwaltullg der Stcrdt Regierungs^ tragstetlern, für einige Straßen eine Abhilfe der schlechten lonimissareu übertragen, 'lach der fünften Wah? bekannte Zustände noch in diesem Jahr zu erreichen, so für die Rod- sich die Regierung als geschlagen unb ließ ihren Widerstand stcaße, die Woltengasse und die Lonhstraße, wofür die Her- lallen. Die Bürgerschasi behielt den Kampfplatz. stellung der Fahrbahn in der Süd^Anlage noch einmal zu> In bc»u' runden Dutzend Jahren, die Lueger auf dem rückgestellt wurde. Im ganzen sollen runb 240 000 Mk. für Bürgermeisterstuhl von Wien thronte, hat er bewiesen, daß Wiederherstellung von Straßen verwendet werden (gegen e>x ihm neben dem Willen zur Macht nicht an der Herrsch 400000 Mk. in btefem Jahr), während insgesamt für d-teseu -besah iguug und nicht an der für fein Amt notwendigen Zweck noch 141.0 000 Mk. aufzuwenden sind. Der^ Er- fruchtbaren Initiative, und schöpserischen^lestaltungskraft ge- h ö hun g des Schu 1 g e 1 d e s für die hö h er en Schu- brach. Wer Wien tannte, wie es vor etwa 20, 30 Jahren len auf die Höhe der staaklichien Sätze wurde, soweit btc mar — versumpft durch kommunalpolitische Unfähigkeit, in Stadt Einfluß darans hat, zugestiiumt. Bei der höheren feder Hinsicht zurückgeblieben - und wer damit bas Wien Mädchenschule soll von einer Erhöhung abgesehen werden, von heute vergleicht, mit seiner Eleganz der Straßenzüge, Die fortwährende Erhöhung der Schülerzahl in ben ftdbti mit den ansgedehiilen "RaturParks und wohlgepslegteu scheu Volksschulen macht die ErrHl)tung ,z »v e ier u e n en bssenllichen Gärten, mit seinem tadellos funktionierenden Schulklassen erforderlich. Tie Versammlung stimmt Siraßenbahnsystnu, mit bim vorbildlich wirkenden schmucken dem zn, wie auch der Erhöhung der Zahl der katholischen öffentlichen Gebäuden, mit ben vielgestaltigen und fegens- Lehrkräfte von drei auf vier unb bet Bestimmung, daß in reich wirkenden tommunalen Einrichtungen (Gemeinde Bier- Zukunft stets eine Lehrerstetle nut einem israelitischen 'branerei Gemeinde'Großschlächterei, Gemeinde-Lebens und Lehrer besetzt kverden^ soll. Vor Eintritt in die Tages Rentenversicherungsanstall, Bürgerversorgiingshaus, Städ- orduung erwiderte Stadtv. Eichenauer in sachlicher lische >traukenhansanlagen usw.): der wird ermessen köiinen, Weise auf die Ausführungen des Telegraphendirektors welche '.liefenträflr Lueger aufgewendet hat, um diese .Hagemann in der Dienstag-Nummer des „Gieß. Auz." zauberhafte Umgestaltnng zn ermöglichen. über die Aenderung der T eA e p H onge b ü h r e n W ien, 10. März. Im Abgeoronetenhaus wiomete Prä- o r d n n n g. Herr Eichenauer Hieb dabei, bay, bie bcab sident Dr 'liatiai dem verstsorbenen Bürgermeister Lueger sichtigte Aenberuna den Handels und Gewerbestaub schädige, einen Nachruf, worin er Hervorhob, Dr. Lueger sei /im wenn sie auch vielleicht zunächst manchem Teilnehmer lleine Parlament ans einsamer Stellung zn einem auch von Geg- Vorteile bringe, uub lediglich ans sistatischen Beweggrunbeii uern geachteten Parteiführer und Volksmanu von beifpiel geplant werde. Er fand babci die Unter,tützung^der stadtv. loser Popularität unb zu Wiens erstem Bürgermeister krumm und Heichelheim, während ihm die Stadtv. Dr. emporgestiegen. Der Nachruf wurde stehend angehörl und Biermcr unb Löber widersprachen, mit Rückjrcht auf die Er- die Sitzung zum Zeichen ber Trauer alsdanii geschlossen, leichternngen für die Teilnehmer mit geringen Gesprachs- Das L e i ch enbegäng n i s Dr. Luegers wird auf k o st e u zahlen. An ber Eingabe der Stadl gegen die geplante Er der Gemeiude Wiens veranstaltet unb am Montag, Höhung änberte indessen die Aussprache nichts mehr, da । jo uhr vormittags, ftattfinben. Wie es in ber „Neuen der Einspruch bereits vor Wochen schon an den Reichstag Freien Presse" heißt, wird k ais er Fr anz I o s e s an dem abgegangen ist. Leichenbegängnis teilnehmen. Dr. Lueger hinterließ ein * , . . politisches Testament, worin er btc Wahl bes ** Neue Straße. Eine Angelegenheit, bre unsere Prinzen Lichtenstein für die Leitung der Partei und des Stadtverwaltung seit etwa 10 Jahren beschäftigt, ist in Dr Weißkirchner ol-^ Bürgermeitter der Stadt Wien e>np- der gestrigen nichtösseutlichen Sitzung Der ^tadtverord- yich(t neten zu einem befriedigenden Abschluß gekommen. Man „ .i ■ K. . — ________ __________1 1 beschloß nämlich die Anlage einer Vert) iuduNgs st r a ß e zwischen ber Neustabt unb ber Kirchstraße, die 1 1 1 am Mootzscheu Hause beginnt und zwischen bem evang. Ge-^ Der Kaiser verließ, wie aus B r e i»i e r h a v e n ge „^Uidehaus und dar Restauratiou Zum Gambriiius endigt, meldet ivirb, am Donnerstag kurz vor 10 Uhr das Linien- frcr Neustadt handelt es sich um die Verbreiterung ber schiff „Deutschland" und begab sich an Bord deS Schnell- Sandgajse, bie das Mootzsche Haus etwa in ber Mitte campfers „Kai sw Wilhelm II." Gleich darauf trat dieser, durch Ich neidet, während vom Gänschen Tabailager ab bis zur *-s bealciit-f- von bem xrenzer „Königsberg" unb ben I^irc£)ftrafic ein vollständiger Durchbruch zu erfolgen hat. peschenbooke?^ „V. 150" und „V. 161" bie Fahrt in ®ec I ^it dieser Straßenanlage wirb einem Stadtteil Luft unb (bie Nordlandsreise) an. Licht zugesührk, ber betten wohl mehr als jeder andere Der B u n d c r a t erteilte bem Entwürfe bes Gesetzes I g^darf'. zur Ausführung der revidierten Berner llebereintunft zum Uebcr Venedig unb seine Kunstschätze sprach Schutze von Werken der Literatur und Kunst seine I flC^ern obend auf Veranlassung des Kaufmännischen Vereins |iimmuuir 9iifrph «nennen in der Aula der Universität vor einem großen ZiihÜrcrkreis. Der Vortragende führte nnS an Hand ,, ., c. «a _ von sehr schönen, jiiNN größten Teil farbigcii Lichtbildern bie -üd^i^n'nnbÄK g«be®mn^.Äaa abenb LÄ* S-h-nawü-digkni-n do. fch-n... Saguncn- in Wien ein Tiner, tu welchem unter anderen erschienen Nabt vor Augen unb unterließ eu auch ntcljl, einen kurzen ivaren: bei apostolische Nuntius Pelmonts, sowie anbcrc llebcrbliet über die Entwicklung ber Stabt zu geben. Vom Diplomaten, ferner Ministerpräsideilt Freiherr v. Bienerth. 0a.vkil6 granckv erzählte er, vom Dogenpalast, von bem ^I-b unter den „anderen Diplomaten" anch Graf Aehren MarkuSplat; mit seinen prächtigen Bauten, von denen ber 11) n l gewesen ift?) Dom einen großartigen Einbruck macht, wie denn ber Vorhin französischen Senat führte bei ber allgemeinen I jVOqen^c cmc Reihe ber prächtigsten Ansichten znsammen- Beratung der o l (t a r i f re V i f i o n ScuIJort au«, bie hotte. Starker Beifall lohnte den Vortragcnben für vor geschlagene Revision sei eine Folge der Erhöhung ber interessanten Vorführungen Tarife, dir man iu 'verschiedenen ^n^ni vollzogenhabe.I"''»e mte^ssante^^rfuhrungm.^«r Entwürfe. 5ie\u^äkCbifd?"H'lÄttC’ünb^“utltcw'bäu bick'luWuvlOTan schreibt uns: Der B-rstand ber Baugenossenschaft des Ijabc sie gelegt, schlafen, geruch ins Äc Aassei ivieber tragen | im 'iltyi H ÖW> fiel U es zweiMt ■ aus durch ■ äu e Mutt I As es fr 11 Dichensrn I cgüeii Ä a I Tu t 1 Sihüt 5d I dkg jtrugi 1 bimmclbt-i '2113: [1 wnwnunci VA ^mitteluii Q Wx E>'u I 2ä;cr uni I itme Borh I imduhar । I !ki nun er I M einem I «Ijer [,ab n näm I Sklührt un I rötüdt ha |6r” ber ‘06 W. unb IM hab 11 ™c >>e öa Mt, baj S« wi, ?l c ausjü | rsiMdeü | ^mtc -i(t h^dieib S, üctoej J*Miola IW unb a« chs die £ ™urb ^er, dj° 18 Hin' ■»W oen in * °ndij^. ^kN [jq^ e für bi* und Nittel, gehilje ^bestat ^nachivrile, un den die 'bei Lohr, ^ndiplonie« c ans Ljsev. . ^fynitloc ung hatte ® Zu beschas, ^trägt E,a- -ariniladt ist blieben, denn » M.,alja jut Deckung '«nerhöhung, cch Steuer» ürgermeisterei gebracht. Der i°hl Ausgaben ngenomincnen so dag sich . dec Ltaats- ^.Gläsjing besondere Ein- 'n die neuen rekte Steuern gleich hinter Sie Steuer« n Ende haben, ingen, die aus es an Licht lern abgegeben in so groß ist, ic EleltrijilätS. Lieisach ist die ii, wenn auch vohnec werden jche abnehmen, s ist bis jetzt ntstanden, das n einä|'diertc. de gerade ans iMgÄagner nen in Nit« ix o'arc der Lcha 1 r Aveigverein cran|taltct m tätigkeit^ blühet in 'M t zugute _font! über eine statt»! ii, 11. Wrz. ben ain 18- lttatigl-iten vop . 22. Dezeiiidei beide von Lilbeli Mtsanivaii rr »nber von fM|t§ Bs > »* “m,™ ;kk«S ss^s acaegneten, 11 “Sten üncdji «6eK Schnob iut cliU.lt1s bÄ AZA r^/unuu? ipaBti i. c ’ njuStigv l»Ä » •* Bi- KL- 10. *. :ZS" qeft Ter Zeuge Kaufmann Joh. H ech-Worms, der in dem betr. .'raufe wohnt, wurde früh mo. g :ns v a der 9 layriijeii Toctuer der Scheid gerufen und ihr mitgeteilt, die Mutter liege in der Küche und der Onkel «Kruger) int Bette, es sei etwas passiert, der Onkel habe Krämpfe. Ter Zeuge ging sofort in die Woh- -urng, öffnete wegen dcs Gasgeruches Türen und Fenster, woraus er die Polizei benachrichtigte. Zeuge Polizcffekrel fr Büchner bekundete über den Befund in der Wohnung am 9JLrgcu nach der Tat. Ter Zeuge bemerkte sofort, daß hier kein Selbstmord, sondern ein Verbrechen vorliege. Tie Scheid und ihre Kinder kamen ins Krankenhaus, weiter setzte der Zeuge seine vorgesetzte Behörde und die Staatsanwaltschaft von der Sache in Kenntnis. Ter Zeuge hatte auch den Setzer, als dieser am 14. November in cidHelberg verhaftet wurde, ab- gehvlt. Man habe damals den Setzer noch als Zeugen der Tat bertachtet. nUterwegs habe ihm der Setzer dann erklärt, es sei ja jetzt doch nichts mehr zu machen, wenn es auch den Kops koste, er werde jetzt alles erzählen. Ter Angeklagte habe ihm nun den Vorgang mit dem .Kauf des Rasiermefiers erzählt und weiter den Zweck des Messers erklärt. Ter Angeklagte haue weiter erzählt, daß die Scheid Kruger hätte umbringen wollen. Dr. Ziegler- Worms wurde kiirz nach Entdeckung der Bluttat geholt. Er sand die Scheid mit dem jüng-sten Kind auf einem improvisierten Lette in der mit Gas angefüllten Küchle. Lehrer Kruger fand er schon tot int Bette im Schlafzimmer vor. Der Zeuge brachte die Scheid und das Kind wieder zu sich. Tie Scheid fing dann an, in wirrer Weise zu reden um> zu phantasieren. Aussagen der 10jährigen Loni Scheid. Tas Ädadchen machte einen auf; er ft geweckten Eindruck. Es hatte Selzer schon in Pfeddersheim kennen gelernt, wo.elbst er Wäsche zu seiner Mutter gebracht hatte. Er sei spater öfters in die Wohnung nach Worms mit Wäfche gekommen. Kruger hat das Kind sehr gut gcEannt. Am Morgen vor der Tat hatte d.e Zeugin den Angetlagten gesehen, wie er im „guten Zimmer" bei ihrer Mutter stand und diese mit ihm sprach. Ihre Mutter habe sie dann fortgeschickt, um etwas zu holen. Als |ie wieder zurück- gedommen, habe ihre Mutter etwas verborgen. Abends, als ihre Mutter mit Kruger ausgegangen, habe iie im guten Z.mmer Selzer gesehen. Sie sei dann ins Bett gegangen,unb eingeschlaien. 'Nachts sei sie plötzlich wach geworden und habe eine Gestatt vor dem Bette stehen sehen. Sie habe ihre Mutter, die neben ihr im Bette lag, gefragt, wer die Geftalt sei und die Antwort erhalten, „der -Selzer". Nach einiger Zeit seit sie wieder durch e.nen scharfen Knall und einen Blitz wach geworden und habe K. gerufen: „Marie hilf!" Tie Mutter habe wahrend die,er Zeit neoen ihr im Lette gelegen. Ter Onkel habe dann schwer geatmet und auf ihre Frage, was ihm denn fehle, habe die Mutter geantwortet, er hatte etwas schlechtes gegessen und habe jetzt Krämpfe. Ihre Mutter habe sie dann in die Küche getragen und dort ins Himmelbett gelegt. Das sei um 5 Uhr morgens gewesen. Sie habe dann geschlafen, sei bald wieder ausgewacht und habe den starken Gasgeruch bemertt. Als sic dies ihrer Mutter gesagt, habe diese sie tns Wohnzimmer getragen. Vorher sei ihre Mutter öfters mit Wasser ins Schlafzimmer gegangen und habe das Wasser später wieder in der Ablauf geschüttet. Bevor sie ins Wohnzimmer getragen worden, will die Zengin gehört haben, wie ihre Mutter im Wohnzimmer an den Vertiiaw ging und Geld hevausnahm. Tas Geld habe sie jemand gegeben. Tas Kind erzählte weiter, daß es zweimal aus dem Wohnzimmer herausgeklettert und vom Hofe aus durch das Küchenfenster in die Küche gesehen habe. Tort habe ihre Mutter mit dem Bruder aus dem improvisierten Lager gelegen. Als es später geworden, sei es in die Küche gegangen, habe das Kuchenfensler geöffnet und den Gashahnen gesperrt. Tann habe es den Kaufmann tiedjt geholt, worauf es zur Schule gegangen sei. Ter Angeklagte besttitt die Aussagen des Kindes. Die Witwe Scheid habe, als sie den Schuß abgegeben, vor dem Bette des Kruger geiiauocn l£r, Der xuiyeuagic, have geholfen, das Himmelbett in die Küche zu bringen. A l s n ä ch st e r Zeuge wurde Landgerichtsrat Dr. Jungk vernommen, der als Untersuchungsrichter tätig war. Nach den Ermittelungen sei die Behauptung der Scheid, Kruger habe mit seiner Ef.twilligung sich mit ihr und den Kindern durch den Selzer umbringen lassen wo.len, vollftändig unrichtig. Erst auf feilte Vorhaltungen über die Vernehmung der Tochter sei Selzer furchtbar erschrocken, bleich geworden und habe gezittert. Er sei mm energisch in Selzer eingedrungen und daraus habe er, nach einem tiefen Atemzug, erklärt, er wolle alles eingescehen. Selzer habe dasselbe behauptet, was er bei seiner Vernehmung sagte, nämlich, das; die Scheid den Schuß und Schnitt aus- gesührt und er Kruger, als dieser aufgciprungen wäre, zurück- gedrückt habe. Selzer habe ihm noch gesagt, daß er 320 Mark von der Scheid bekommen hat, die er in einigen Tagen in Mannheim und Heidelberg verpulvert habe, a^te Vernehmung der Scheid habe sich sehr schwierig gestaltet, lange Zeit hinourch habe sie gar keine Antwort gegeben. Eines Tages habe sie dann erzählt, daß Kruger mit ihr und den Kindern in den Tod habe gehen wollen und daß mit ihrem Einverständnis Setzer die Tat hätte ausführen sollen. Kruger hätte darüber mit dem Setzer verhandelt und sei einverstanden gewesen. Er habe die bestimmte Ansicht, daß die Aus/agen der Scheid umvahr seien. Tie Scheid sei später bis zu ihrem Tode nicht mehr vernehmungsfähig gewesen, da sie sich infolge der veralteten Verhältnisie im Provinzialarresthaus mit einer brennenden Lampe in Brand gesetzt und an den Folgen gestorben sei. Als die Mutter des Angeklagten als Zeugin aufgerufen wurde, begann der Angeklagte heftig zu weinen. Tie Mutter, die ebenfalls sehr erregt war, verweigerte ihre Aussage, uttb entfernte sich auf den Rat des Vorsitzenden, nm nach Hause zu fahren. Krimmackschutzmvnn Schmitt-Worms hatte den Angeklagten an den Wunsterbach geführt, um die toeggeroorfenen Kleider zu suchen. Tie Kleider hätten sie auch gefunden, Blutspuren konnten nicht daran festgestellt werden. Unterwegs habe Selzer gesagt: „Ach, wenn nur die Tat nicht geschehen wäre, was habe,ich meiner alten Mutter angetan. Tas kostet noch den Kopf oder lebens-- länglich. Wenn er hiugerichtet werde, sollten seine Kleider seinem Bruder gegeben werden. Tie Verhandlung wird morgen fortgesetzt. Aus der Iouriialistenlribüne. Im achten Heft der „Arena", Oktavausgabe von „lieber Land und Meer", Deutsche Vcrlagsansba.lt, Stuttgart, gibt K. Knatz folgendes Bild von der Iournalistentribüne des Reichstags: .... Langes, anhaltendes, scharfes Klingeln in allen Gängen, in allen Räumen. Man weiß nicht recht, wo es heriommt, aber es verfolgt uns schrill und beharrlich: der Präsident hat die Sitzung des Reichstags eröffnet. Und nun füllt sich auch das Reich der. Journalisten. Zuerst die rote Portiere, dann die schwere Klapptür schlägt geräuschlos hinter uns zu. Wir sind auf der Trrbüne. Tun schon die Abgeordneten im Hause vorläufig jo, als ob die Sitzung und ihre Tagesordnung, die der alte Graf Stolberg mehr wie ein Selbstgespräch zum besten gibt, sie gar nichts anginge, so tun das die Herren von der Presse erst recht. „Zwanglose Gruppen" oben und unten. Da werden Zeitungen gelesen und Bleifedern gespitzt; da wird der (wieder mal sehr ausgedehnte) Umtrunk am vorhergehenden Abend unter ziemlich lautem Gelächter erörtert. Von der Zuschauertribüne suchen fragende Blicke herüber nach dem Grund dieser ehrfurchtslo,en Heiterkeit. Tas Publikum muß mucksmäuschcnstttle sein, die Journalisten aber können sich schon etwas erlauben. Und das mit Recht. Denn was wäre der Reichstag ohne sie? Ein Körper ohne Mund, ein Grammophon ohne Schallrohr. Wenn die Diskus, ion dort unten in vollem Gange ist, werden Sie sehen, daß hier gearbeitet wird nach Noten. Glauben Sie getrost die Ammenmärchen nicht mehr, daß Journalist jeder werden könne, daß dieser Beruf sich zum größten Teil aus „gescheiterten Existenzen" zusammensetze. Auch das Gefühl für eine berechtigte Standesehre und das sehr nötige Zu,ammengehörigkeitsgefühl ist bei den „Zci- Mngsmenschen" siegreia) im Wachsen. Und der Abgeordnete, der einmal ein flegelhaftes Wort zur Tribüne der Presse hinausschrie, wird jich die Lehre, die ihm die Solidarität der „Schornalisten" erteilte, wohl gemerkt haben. Die Iournalistentribüne und die hinter ihr liegenden parlamentarischen Bureaus (auch den „Entenpsuhl" darf man hinzurechnen) sind ein Mikrokosmus un,eres politischen und öffentlichen Lebens. Nur: denen, die hier sitzen, ist die Poliert, ist die „öffentliche Meinung" Beruf. .Untereinander ist man „Kollege". Und wie im „Entenpsuhl" die blauen und die roten, die schwarzen und die rosafarbenen Journalisten friedlich nebeneinander sitzen, so reicht auch auf der Tribüne der Herr vom Zentrum freundlich dem Vertreter eines nationalliberaten Blattes seinen Bericht zur ergiebigen Benutzung hinüber, wenn jener nicht recht hat verstehen können. Man ist überhaupt alles andere als „gesinnungstüchtig" und „prinzipienfest". Wenn man fajrcibt — wohl; nicht aber, wenn man mit den Kollegen plaudert. Die Herren hier oben fühlen sich ein wenig als die Auguren, die da milde lächein über Rechts und Lmks, über den parlamentarischen Routinier und über den übereifrigen Anfänger. Das ist verständlich. Viele find hier im Dienste der Presse grau geworden, haben jahraus jahrein ben unendlichen Srrom der sich widerstrebenden Meinungen de omnibus et quibusdam attis rebus über sich ergehen lassen. Von Session zu Session ist das Getön tluger und unbedeutender, leidenschaftlicher und kühl-besonnener Worte, hinaufrollend zum Glasverdcck des Reichstagssaales, wie ein nie endender Regen auf ihre Schädel, in ihr Gebirn gefallen. Sie kennen das Metier und haben im Lauf der Zeiten für jedes Dutzend Gründe der einen Seite auch ein volles Dutzend Gegcngründe der anbei-en Seite gehört unb verdaut. Solch ewiges Abwägen unb Kritisieren ist nur wenigen Temperamenten förberiiaj, schafft leicht aus Sanguiuitern Choleriker unb Pessimisten. Man hat naruum.) seine Ueberzeugung — obgleich auch lioch ber Schmocks genug herumlaufen, es aber zum Glück heutzutage selten meijr zu ettvas Bedeuten!)em bringen —, man weiß auch, daß man für die Ueberzeugung des Publikums zu sorgen hat, aber untereinander lebt man unb läßt leben. Deshalb nimmt auch ber Liberale nichts übel, bem ber Agrarier eben eine kritische Bemerkung über ben neuen Kanzler folgendermaßen „ostelbtsch" verweist: „Das verstehen Sie eben nicht. Deshalb sind Sie ja auch frei, innig." Ich bin überzeugt, die beiden Kämpen knobeln nachher im „Entenpfuhl" in schönster Harmonie einen besseren Kognak aus. Da ist kaum einer, ber unbescheiden von seiner Arbeit dächte. Unten im Saal wird das Korn.ausgedroschen. Nicht selten auch leeres Stroh. Und hier oben wird es „verarztet". Hier wird der Gedanke, die Phrase des Moments tonbeu,iert, frisiert, geglättet, gekürzt unb verwitzigt und für alt die Hunderttansende in Stadt und Land zum Lesen angenehm gemacht. Und alle, der amüsante, sttllünstlerische Verfasser des „Stimmungsbildes", der Beherrscher der Primavista und die respektierten Chefs der „Bureaus", fühlen sich — wieder vielleicht mit dem Lächeln des tunbigeit ThebanerH auf ben Lippen — lebiglich als Interpreten, die hier tätig sind, „auf baß bic Mühle klappere". Kleine Tageschronik. ----In -Le-i-pzi g starb gestern der älteste beulsck-c Musiker Karl B e i n i ck c int 86. Lebensjahre. ' Ter in Jena ansässige Geologe Emil Philippi, ber besonbers auch durch seine Beteiligung an ber Süd polarexpeditton der „Gauß" bekannt wurde, starb nach schwerer Krankheit im Alter von 38 Jahren in Assuan in Lberaegypten. In Berlin hat sich gestern ein 36jährige Schlosser geselle wegen unheilbarer Krankheit bas Leben genommen und seine 55jährige Mutter, bereu einziges Kind und Stütze er war, ist mit ihm in den Tob gegangen. Sic hatten ben Gashahn geöffnet. In der ^chwellenimprägnieranstalt bcrPariS-Li)on?Mi!telmcce bahn in SH rainas bei Marseille brach vorgestern eine Jene v b r u n ft aus, die sich auf eine Strecke von bOO Meiern ausbchule und den Bahndainni erreichte. märtte. Gießen, 10. März. Viehmarkt. Bei dem aut 8. und 9. März ab.qehaltenen 'Markte ivoren aufgetrieben 1684 etuef Rindvieh, 426 Schweine. — Ter nächste Markt fuibti am 22.'und 23. März statt, am letzteren Tage auch Krämermarkt. tc. Frankfurt a. M., 11. März. Heu- und Strohmarkt. Angeiahren waren 7 Wagen Heu unb 4 Wagen Stroh. Bezahlt lviirde für Heu Mk. 4.50—5.00, Stroh (KormLangstroh) Mk. 3.20 bis 8.40, Wirrslroh 9)if. O.uO.. Alles je 50 Kg. Tie Zufuhren ivaren aus Oberhesfen und dem Streife Dieburg. Amtlicher Wetterbericht. Oefsentliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit Donnerstag früh: Tie europäische Druckverteiluug ist in starker Aenderung begriffen; über Nordwesteuropa bringt hoher Druck vor, der Tiefdruckgebiete vor sich Ijci - schiebt und kühle Nordweslwinbe im Gefolge hat. Vorderhand herrscht noch trockenes Welter; die Nachmittagstemperatureu ei - reichten gestern 16, im NheimcU (Worms) 17 Gr. Auch die 9ladit war mild. Die Regensälle sind heute morgen bereits zur wcst- deiitschen Grenze vorgedrungen. Wetteraiissichten ui Helfen am Lamstag dem 12. März 1910: Meist wollig und tu vielen Gegenden Wegen; fpätcr kühler und Wmdbrehung nach 9lori)iueft. Gi e ßeu höchste Temperatur am 10. März 16,2 Gr., niederste heilte nacht 4,7 Gr. GrsginaL-Vrahtineldungen. Aus der Zweiten Hessischen Kammer. EB. Darm stabt, 11. Marz. Die 2. Ka mm eil beschäftigte sich beute nut bcin Fonds bcs Ministeriums dcS Innern für öffentliche unb gemeinnützige Zwecke unb genehmigte nach kurzer Darlegung bes Abgeordneten Rein- Ha rt die Einnahineu und Ausgaben mit 158 490 Mk., sowie einen dazu gestellten Atisschußantrag, auS diesem Fonds je 2 0 000 Mk. für die beiden Siechcnanstalten in Rhern- unb Oberhessen zu bewilligen. Dann wurde in der Beratung bcs JuslizhanShaltes fortgesahren unb einzelne Kapitel genehmigt. Bet „Gericht" gelangt mit nur wenigen Stimmen Äiehrheit ein Eintrag Lutz, 8 L a n b -> u n b 25 Amtsrichter nur auf ben Inhaber zu beiö 11igcn, zur An - nahm e. Für ben Antrag stimmten bic Sozialdemokraten unb bte Baucrnbünblcr. ES wirb bann über Finanzininlsteriu >n beraten, wobei Freiherr von Biegelcben auf eine Anfrage beS Abg. Osann erklärte, baß wettere Entlassungen im Baufach voraussichtlich iinmöglich sein würden. — Man hofft mit bem Rest ber Beratungen heute zu Enbe zu tommen. E. B. Darmslabt, 11. März. Die Erste Kammer ber Stände wird am Mittwoch ben 16. d. M. zu einer Plenarsitzung zusammentreten. * Bochum, 11. März. Am Sonntag findet eine Anzahl von Lirbciterversamnilungen statt, in denen ber foimuenbe Kamps besprochen werben soll. Äluch zur neuen Wahlrechtsreform soll Stellung genommen werben. Umfassende Vorkehrungen sind getroffen. München, 11. März. Paul Heyse erhielt das Groß- komturkreuz des VcrbleustordenS der bayerischen Krone. San Francisco, 11. Riärz. Hier wurde nm 11.30 Uhr ein längeres Erdbeben wahrgenonuitcn, bas bic Bevölkc- rung in großen Schrecken versetzte. w. Ehalellerault, 11. März. Hier wurde ein Wertführer verhaftet, der seit Jahren große Diebstähle auS- geführt hatte. 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