Erstes Blatt 160. Jahrgang Mittwoch 12. Oktober 1910 mona t lieft 75 viertel jährlich TIL 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mt. 3.— viertel- jährl. auSschl. Bestellg. ZeilenpreiL: lokal 15Pf^ au-wärlS 20 Pfennig. Lhesredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton" und.Vermischtes* St Neurath; für „Stadt u. Sanft* und „Gerichts- Nr. 239 Der Siebener Lnzelaer erscheint täglich, außer Sonntags. — Beilagen: viermal wöchentlich SiebenerLamilienblätter; iweunalwöchentl.Ureiz, b!et1 fürden Xreir Gießen (Ttcnetag und Freitag); ;ivennal monatl. Land wirtfchafttiche Seltfrageu ^ernsprech - Anschlüsse: ■[ H ~ wS ^F ^F für ftte Redaktion 118^ fWF 0MF MU General-Anzeiger für Gberhessen b» vormittag« s lihr. «otanomsrnck Mio Verlag der vrüheschen Univ.-Vuch- und Steindruckerei H. tauge. Redaktion, Expedition und vruckerel: SchliMraste 7 ®- v-bi für den —____ _______ ____________________ 1 ' u Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfatzt 10 Selten. >ie ugung ae st e n dieser Stelle teil* Bei dem heutigen Festmahl, an dem Prinz Rupprecht von Bayern und Prinz August Wilhelm von Preußen nahmen, leitete ,r e u ft i sch-deutschen Charakter bewahren! Wohl ist ie Wissenschaft Gemeingut der ganzen kulturellen Welt, und ihre -rrungenschaften machen heute vor fernem Grenzpfahl mehr Halt, ind dennoch: Wie jede Nation ihre Eigenart wahren muß, toeiin ■e ihre selbständige Existenz und ihren Wert für das Ganze be- aupten will, so bleibe sich die Alma mater bevolinensis stets benutzt, daß sie eine deutsche Universität ist. Wie bisher, so sei e auch in alle Zukunft ein Sih deutscher Sitte und deutscher Art, nd jeder, der die Ehre genießt, an ihr zu forschen, zu lehren ,ild zu lernen, lebe seiner Pflicht, erfüllt von Wahrheitssinn und ^ründlickstell mit dem Ernst und der Liebe bei jeglicher Arbeit, ie @oetlK als den Sck-muck unseres Volkes pries. Möge so die niversität auch weiterhin des schönen Vorrechtes walten, die echte Wissenschaft zu pflegen, die — wie Humboldt so trefflich sagt — uv ftem Innern stanunt und in das Innere gepflanzt wird, die m Charakter nmbildet und Charaktere schafft. Sie tut es mit er edlen Freiheit, die sich selbst Gesetze gibt, und in dem Hoch- esuhl, Verwalter eines Schatzes zu (ein, der der ganzen Mensch- eit geschenkt ist." „Comnumis hominum thesaurus situs est in [ttgiLiö veritatibns." — Alld Wahrheit aber ist Gottes, und sein teist ruht auf jeglichem Werk, das aus. der Wahrheit stammt und zu chr strebt! Dieser Geist der Wahrheit möge auch Euch, Kommri , Ikonen, erfüllen, er möge meine teure Hochschule in ihrem ganzen Wesen durck>dringen! Dann wird ihr Alter sein wie ihre Jugend, und sie wird bleiben eine Stadt aus dem Berge, zu der die Völker wallen, und eine Zierde und ein Hort des Vaterland." Der Rektor Erich Schmidt hielt eine Ansprache, in der er ausführte: . Das 19. Jahrhundert hat Unvergängliche- fortgepflanzt und liefen Wandel gebracht, feit es die Erbsä-aften der Aufklärung und Gegenströmungen der klassischen und rornanisck-en Blldungs- mächte verarbeitete. Die Wissenschaft konnte nicht reiner aufge- - faßt werden als in den Taten Humboldts, Fichtes mll> Schl ei er m ach ers. Philologie und Theologie standen hier sogleich auf der Höhe der Zeit. Geschichtliches Erkennen drang ‘ siegreich vor. Die historische Schule gedieh auch in der durch ^>avig ny emporgeführten Jurisprudenz und die Philosophie, der später in Berlin Hegel seine machtvolle systematische Ausprägung verlieh, stieß allmählich das naturphilosophische Zwiri terkind von sich, den Taumelgeist, der erfahrungs- und beobach- tungslos auch in die Medizin hineinorakelte und langhin Miß- trauen gegen weitere Flüge wachrief. Wir führen keinenRang- Itr eit der Disziplinen, mußten aber die Proklamation desnaturwissenschaftlich en ZeitalterstrotzDa r- ivin und der ande ren Bahnbrecher als einseitig ab l ebnen. So groß die Eroberungen in diesen Reihen sind, und N eiche Umschwünge sich auch bis ins tägliche Leben dabei vollzogen haben, unser Erd- und Weltbild ist ungeheuer erweitert. Tie Kunde der gesamten Natur wie aller mensckstick-en Kultur in Religion, Recht, Politik, Wirtschaft, Kunst und Sprache ist erstaunlich gewachsen. Die Medizin ist zu anderen Grnnd- ansickten und Methoden gelangt, die moderne Gesetzgebung hat auf die juristische Fakultät tief gewirkt. Der Rektor erwähnte, daß sich der Lehrkörper Berlins seit der Gründung der Universität mehr als verzehnfacht hat, betonte aber, daß man den gesunden akademischen Konservatismus erhalten, die Universitas der vier Fakultäten nach Kräften wahren und den ordo philosophorum nicht zerreißen wolle. Nachdem er sodann ehrfurchtsvoll auf die Anwesenhell der Majestäten und der anderen fürstlichen Gäste, insbesondere auch den Prinzen Rupprecht von Bayern, der seine Berliner Matrikel nicht vergessen hatte, sowie die übrigen Ehrengäste hingewiesen und sein Bedauern darüber ausgesprochen hatte, daß man den alten Studenten kaum habe Einlaß gewähren und die jungen Kommilitonen bloß zu jugendlicher Umrahmung dieser Runde habe auffordern können, schloß er: Möge hier allezeit treu und frei fortgepflanzt und fortgebildet, von den Auserwählten auch in den bisher unbetretenen Bahnen bereichert meinen, was Sterbliche Unsterbliches geleistet. Salus intrantibus! I" ) einem Dank für die Botsck)aft des Kaisers erinnerte der Rektor an die ernste, schwere Zeit der Gründung der Universität und an die düsteren Wolken, die auch nach 50 Jahren über dem Batcr- lande lagen. Heute, da der Kaiser der Säkularfeier die edelste Weihe zu geben und der ersten, aus allen Weltteilen glanzvoll verstärkten Korona dieses Festsaales eine große Botschaft "przutragengeruhe, dürfe jede Sorge schweigen und die reine Luft des wissenschaftlichen Besitzes und Strebens herrschen, vereint mit der Freude am Staate, die 1810 auch den besten Männern noch nicht völlig ausgegangen war. Die Universität wurde geschaffen aller Einbuße zum Trotz in großartigstem Vertrauen auf sittliche und geistige Gewalten. Indem er sodann auf den Inhalt der kaiserlichen Botschaft einging, führte der Rektor aus: Se. Majestät sind nicht bloß aus fürstlichem Pflichtgefühl dem Gut von Kunst und Wissenschaft ergeben, sondern auch — ohne jeden Verdacht von Byzantinismus darf und muß es dank- barft betont werden — in eigenster vielseitiger Anteilnahme ein Wahrer und Mehrer dieser Reiche, die nicht durch Universitäten, ihre Schwefterhochschulen, Akademien und Museen abgezirkt werden. Der Rektor schloß: wie den Studenten die Ehre wurde, von Se. Majestät als Kommilitonen begrüßt zu werden, so müßten allen die Kaiserworte von den nationalen Mächten und der edlen, nicht willkürlichen Freiheit unvergeßlich sein. Im Götz von Ber- lechingen erschallen zwei Vivat: Es lebe die Freiheit. Es lebe der Kaiser! Wir alle vereinen uns in dem aus tiefer Seele huldigenden Ruf: „Der Kaiser und König hoch! l)och! l-och!" In das Kaiserhoch des Redners stimmte die tausend- köpfige Versammlung begeistert ein. Der Kultusminister gab als Festgabe deS Staats- Ministeriums und der Landsvertretung die gebaute Frideri- cianische Bibliothek in der neuen Aula und den neuen Hörsaal. Der Rektor dankte mit einer dritten Ansprache. Oberbürgermeister Kirschner sprach für die Stadt Berlin und überreichte eine Stiftung von Mark 200 000 zu Reisestipen- Ibicn. Der Rektor dankte. Die Rektoren aller preußischen und vieler deutschen und ausländischen Universitäten über- , brachten Glückwünsche. Rektor Schmidt sprach das Schlußwort. Musik endete die Feier. Das Festmahl. Meiner gsstreucn Friedrich-Wllhelm-Universität entbiete ich -u ihrer hundert!ahrigen Jubelfeier Gruß unb Glückwunsch- Seit .em Tage ihrer Begründung ist ihr Schicksal mit ftem unseres rccutzcick^ftallschen Vaterlandes auf das innigste verknüpft Als mein in Gott ruhender Vorfahre König Friedrich Willwlm III ,ie vor nunmchr hundert Jahren ins Leben rief, da gefdxib es' ■:at durch geistige Kräfte ftem Staate zu ersetzen, was er an ^milchen verloren hatte. So wurde die Universität Berlin ge- Lwren und aus dem gleichen schöpferischen Geister heraus, dem Preußens Wiedergeburt entsprang. Und dieser Geist, der Preußen^ Deutschland emporhob und in Fichte, Schleiermacher, Savigny und ihren Freunden lebendig war, machte die Universität schon nach wenigen Jahren zu. einem Mittelpunkte des geistigen und wlNenfchaftlicheu Lebens im Vaterlande. Freilich war die Uni- versüät Berlin zunächst noch well davon entfernt, eine Unri leriitüt litt darum im Sinne Wilhelm von Humboldts zu fein, aier sie ist diesem Ideal immer näher und näher gekommen.' Lis eine Hoächurg der Wissenschaften, hat sie heute well über Grenzen Preußens und Deutschlands hinaus internationale Zefteutung gewonnen. Im Austausch von Lehrern und Hörem sind )ic>e Beziehunaen auch äußerlich in Erscheinung getreten. Im Iernenn amen Wirken mit den übrigen Hochschulen des Landes .üdet sie ;etzt die „Allgemeine Lehranstalt", die mcm bei ihrer siründung ins Auge gefaßt batte. Indessen, ft er Plan )umbolots, der über die Universität hinaus die Gesamtheit wissenschaftlicher Veranstaltungen lmtaßte, ist noch nicht voll zur Wirklichkeit geworden, und diese weihevolle Stunde erfdjeint mir vorzugs- oeise dazu berufen, die Vollendung dessen anzubahnen, was ihm ’to Endziel vorgeschwebt hat. Sein großer Wissenschaftsplan 'erlangt neben ft er Akademie der Wissenschaften und der llnri leriitat selbständige Forschungsinstitute als llrte- merenfte Telle des wissenschaftlichen Grsamtorganismus. Tic Gründung solcher Institute hat in Preußen mit ft er Entwickelung er Universitäten nicht Schritt gehalten und diese Lücke, lamenilich in unserer naturwissenschaftlichen Ausrüstung oirft infolge des gewaltigen Aufschwunges der Wissenschaften mmer empfindlicher. Wir bedürfen Anstalten, die über den stahmen der Hochschulen hinausgehen und undeelllträchtigt durch lnterrickstszwecke, aber in enger Fühlung mit Akademie und Imversität, lediglich her Forschung dienen. Solche Forschungstätten tunlichst bald ins Leben zu rufen, erscheint mir als eine fertige Aufgabe der Gegenwart und ich halte es für meine landes- iäterlicoe Pflicht, das allgemeine Interesse für dieses Unternehmen u erbitten. Auszeichnungen. Aus Anlaß ft er Jubelfeier ft er Universität wurde ftem der-* iieitigen Rektor, Geheimen Regierungsrat Dr. Er i ch S ch m ift t, Kreuz und Stern der Komture des Könige lichen Hausordens von Hohenzollern verliehen; ferner wurde verliehen: Der Charakter als Wirklicher Geheimer Rat ‘t o e m Pr äft if aL Erzellenz ftem Generaldirektor der Königlichen Biblwthek, Professor Dr. Harnack, ftem orftent* Uchm Professor der juristischen Fakultät, Dr. Brunner, und den ordenlltchen Professoren der philosophischen Fakultät: Dr Fischer, Dr. von S ch m o l l e r und Dr. von M i l a m o - Witz-Möllendorf. . Feriwr wurde verliehen: Der Charakter als Wirklicher Geheimer Oberregierungsrat mit ftem Range eines Rates erster Klasse dem Vortragenden Rat im Knltuöuiinislerium Dr. Elfter; der Rang eines Rates drllter Klasse ftem Universitätsrichter Gehei men Rcaierungsrat Dr. Daube, ftcr harakter als Geheimer Konsistorialrat Professor I). Seeberg der Charakter als Geheimer Justizrat Professor Dr. An schütz, ft er Charakter als Geheimer Medizinalrat ft en Professoren Dr. Greef und Dr. H o r st m a n n, der Charakter als Geheimer Negierungsrat den Professoren der phllosophischen Fakultät, Dr. Delbrück, Dr Norden, Dr. Schiemann, Dr. Wilhelm Schulze, Dr' Wölffl in; den außerordentlichen Professoreti Dr. Barth Nation Temen Bestand. Dem Kaiser ist das Vermächtnis ü6er- kommen. Mehrer zu sein der Güter und Gaben des Friedens auf dem Gebiete nationaler Wohlfahrt, Freiheit Hilft Gesittung. Er dient diesem VermächMis, wenn er die Forschung der Wissenschaft im „freien humanen Geiste" fördert, zu ftem sich einst Wilhelm v. Humboldt bekannte. Tiefgründige geistige Arbeit ist der Todseinft aller Phrase, nicht der Name, sondern die Leistung, nicht Nachbeterei, sondern selbständige Forschung haben der Berliner Universität einen Ehrenplatz in aller Welt erworben. Sie sollen nach dem kaiserlichen Wunsche auch die Losung her Forschungsinstitute fein, die der heutige Tag neu ins Leben rufen will. Aber weit über die Greiizen Preußens und Deutschlands weist unsere Feier hinaus. Universal gerichtet, schlingt die Wissenschaft ein versöhnendes Band um d i e Völker des Erdballs. Zeugnis dafür legt die großartige Teilnahme ab, mit der die Universitäten und Institute ftcr Ausländer durch glänzende Vertreter die Festtage begleiten. Zeugnis dafür ist auch der besondere Schutz, den ftcr Kaiser aller internationalen Pflege der Wissenschaften gerade an der Berliner Universität bietet. So geleitet er, getreu dem Geist, ftcr sie schuf, diese Universllät in ihr zweites Säkulum. Möge ihr es beschieden fein, ftcr Zeiten Lauf zu überdauern, sich in ftcr Kraft ftcr Jugend stets erneuernd, wie das heranwachseilfte Gesckftecht, das ihre Hörsäle füllt, möge sie weiter blühen und gedeihen unter dem Schutz und Schirm unseres Kaisers und Königs, dieses stets hilfsbereiten Freundes aller Träger wissenschaftlicher Arbeit, möge sie sein und bleiben ein Fels, auf dem die Hoffnung und Zuversicht deS Vaterlandes eine bleibende Statt haben. Das ist der Wunsch, dem ich Aus-, druck gebe in dem Rufe: Seine Majestät der Kaiser hoch, hoch, hoch! Stiftungen. AuS Anlaß der Jubiläumsfeier der Universllät find ihr eine Reihe von Stiftungen zugewenftet lvordeu: Frau Maria v. Wildenbruch sehte der Universllät die ihr bis zu ihrem Toda amfallenden Einkünfte aus den hinterlassenen Werken Ernst Wildenbruck)s bis zum Mindestdetrair von 100 000 Mark als Vermächtnis aus. Ministerialdirektor Naumann gründete eine Vereinigung der Freunde der Universität Berlin, die in erster Linie zum Betrieb eines Studentenheims in der Nähe der Universität Mlltel bereit stellen soll. Die Doktoren der Berliner Universität meldeten eine Stiftung an mit der Bestimmung, begabten aber unbemittelten Studierenden die Promotion zu erleid)tern. Der Forschungsreisende Dr. Hans Meyer-Leipzig stiftete für einen Lehrstuhl für koloniale Geographie 15000 Mark. Neben diesen wissenschafllichen Stiftungen wurden fteri Universität eine Steche von Kunstwerken zugewendet. Die Philosophische Gesellschaft Berlin stiftete den Betrag! ihrer Sammlung für ein Fichtedenkmal der Universität. Die juristtsche Gesell>chast im Verein mll dem deutschen Juristen^ stände ein Savigny-Denkrnal, die technischen Hochschulerp des deutschen Reichs ein kostbares Kunstwerk für den Vor- raum des Festsaales der Universillit, alte Schweizer Dozenten und Studenten eine monumentale Uhr, die Akademie der Künste eine Wahlurne aus Edelmetall, eine Schöpfung Hugo Lederers, Frau Wentzel-checkmann, Ehrenmitalied der Akademie der Wissenschaften, ein Gemälde von Saltzmann, die Kaiser-Wilhelms-Akademie eine monumentale Plakette in Bronze, die Aeltesten der Kauftnannschaft einen goldenen Ehrenpokal. An literarischen Gaben sind eingegangen: Von Ambrosius Barth-Leipzig eine Barsumme von 10 000 Mark und alle medizinischen Werke seines Verlages, und von B. G Teubner wissenschaftlid>e Werke im Werte von 10 000 MarL Eme Reche anderer Persönlillfkeiten und Llorporationen Hw ben ebenfalls Geschenke gewidmet. D Eduard Sllnon legte durch eine Zuwendung den Grundstein zu einem Archiv und einem Museum der Berliner Universität. Dr. Frev, ftem Privatdozenten Professor Dr. Marckwald und ftem Lehrer am Seminar für orientalische Sprachen, Pro^ fessor Dr. Lange. Es erhielten ferner: ften Roten Aftlcrvrften zweiter Klasse mit Eichenlaub der ordentliche Professor au der medizinischen Fakultät, Geheimer Medizinalrat Dr. Flügge ften roten Adlewrden zweller Klasse ftem Dekan her ineftizduschen Fakultät Dr. Bumm, die Krone -nm roten Werorfteu dritter rtasse mit der Sd)leife ft er Dekan fter theologischen Fakultät D. Kaptan, der Stern zum Kronenorden zweller Klasse der Wirk- liche Geheime Ober-Regierungsrat Dr. Schmidt im Kultusministerium, der Professor und Geheime Medizinalrat Dr. Wal- ft euer und der Professor, Geheime Regierungsrat Franz Eil- Hard Schulze, ften Kronenorften zweller Klasse, fter Prorektor fter Universität, Geheimer Justizrat Dr. Kahl, ften Professoren Dr- Fritsch und Dr. Nernst; das Bildnis des Kaisers mit eigenhändiger Unterschrift im Rahmen wurde verliehen: ftem Ministerialdirektor Dr. Naumann, die „Allerhöchste Porträt- medallle" den Vortragenden Rat Dr. Thuer und die große goldenen Medaille für Wissenschaft den Professoren der phllo- wphischen Fakultät Dr. Diels. Dr. Eduard Meyer mid Dr V a n t h o f s. Das hohe Ziel erfordert große Mittel und kann mir er» eicht werden, wenn alle an ftem Fortschritt fter Wissenschaft und •er Wohlfahrt des Vaterlandes üttereffierten Kreise bereit sind, n der bedeutungsvollen Aufgabe mitzuarbellen und für sie Opfer u bringen. Jedermann möchte ich daher heute das neue Ziel rit der eindringlichen Mahnung „tua res agitur" vor Augen teilen und ans verz legen. Ich hoffe und vertraue fest, daß oas rtert gelingen wird. Sind mir doch auf eine nur im engen ''reise erfolgte Bekanntgabe des Planes hin schon jetzt aus den ersänedenen Teilen des Landes mit begeisterten Zustim- lungsäußerungen sehr ansehnliche Mittel — wischen neun und zehn Millionen — zur Ver- ügung gestellt w orden. Den opferwllligen Gebern auch n dieser Stelle meinen wärmsten Dank auszusprechen, ist mir erzliches Bedürfnis. Um dem Unternehmen aber eine dauernde förberung zu sichern, ist es mein Wunsch, unter meinem Protek- orat und Namen eine Gesellschaft ju begründen, die ich die Errichtung und Erhaltung von Forschungs- nstltuten -ur Ausgabe stellt. Dieser Gesellschaft werde ich ern die mir dargebotenen Mittel überweisen. Daß den zu lünftenften Instituten, soweit erforderlich, auch die staatliche Hilfe icht fehlt, wird |5orge meiner* Regierung fein. Möge so der heutige ag nicht nur ein Jublläumsdatum bet Berliner Universllät, son- rrn zugleich eine weitere Stufe in fter Entwicklung des deutschen Geisteslebens bedeuten. Und noch einen Wunsch gebe ick; fter ! niversität mit auf ihren Weg in ein neues Jahrhuiiftert: Möge ■e in treuer Erinnerung an die Zeit ihres Entstehens ihren Die §eicr der Universität Berlin. Berlin. 11. Okt. tzeutc vormittag um 10 Uhr begmm die große Feier dcr Universität in der neuen Aula. Kor dem baude ftanb eine Ehrenkompagnie. Im Vestibül bUdeten tihargierte der Stndentenschast im Wichö Spalier Im Kcftsaal hatten sich die Ehrengäste versammelt, die fremden gicttoren, fremden Gelehrten. Minister, die Spitzen der Be. !liiri>en, die Präsidenten der Parlamente ufnx Gegen 10 Uhr wn die Prvsessoren ein. Bald daraus nahte der Hof. Vom Settor geführt und empfangen erschienen der Kaiser in' Husarenuniform, die Kaiserin, der Kronprinz, die Prinzen Äugust Wilhelm, Oskar und Joachim, Prinzessin Piltoria £ut|e, Prinz Üiupprecht von Bayern, Herzog Jonann Mrecht, Regent von Braunschweig, mit Gemahlin, der Ä c i ch s k a n »l e r und der Kultusminister. Der Rektor Erich Schmidt betrat nunmechr das Podium und hielt eine Ansprache, worauf der Kaiser folgende Rede hielt: Die Rede des Kaisers. der Reichskanzler die Reihe der Trink spräche mit folgender Rede ein: ,^Zn Zeiten tiefster Not des nationalen Daseins, aber auch in Zeiten mutigster nationaler Verjüngung führen uns die Er- innerungsseiern zurück, mit denen wir ftcr Staatsakte gedenken, die vor einem Jahrhundert Preußen auf eine neue Grundlage teilten. Am Vaterlande nicht verzweisell fein, hatte Fried- drich der Große dem Großen Kurfürsten als hohes Verdienst nachgerühmt. Am Vaterlande nickst verzweifeln, war auch der Grunds auf ftem sich die Berliner Universität ausbaute, als das alte Preußen -usammengebrochen war. Der Sammelpunkt aller geistigen und moralischen Kräfte, die in dem zu Boden geworfenen Staat nach Befteiung riefen, stellte den bisher so unpolitischen deutschen Idealismus in die vorderste Reihe der Kämpfer um des Vaterlandes Wiedergeburt. Der innere Zusammenhang -wischen bem wissenschaftlichen und dem nationalen Leben des Volks trat greifbar ans Licht, und wie hat sich inzwischen die Be> beutung dieses Zusammenhangs vertieft! Keine Leistung der Universitas litterarum, die nicht eine Leistung wäre, für die Universitas populi, materiell und geistig. Wer immer und auf welchem Gebiete es fei, um den geistigen Fortschritt ringt, schafft Politisch mit an fter Größe der Nation. (Bravo!) Geeint, stark und arbeitsroh steht Deutschland da. Aber ohne einen freischaffenden Geist, ohne Idealismus, der sich in Zeiten nationaler Prüfungen als eine reale Macht erweist, haben auch die materiellen Werke einer Zur Zchweineeinsuhr aus Gesterreich-Ungarn. m ili den n Angelegenheiten nicht beschäftigen dürfen und durch die Ausscheidung der sozialdemokrratischen Partei die parteipolitische Neutralität durchbrochen werde. — Es ist bedauerlich, dcch bei einer im Grunde genommen unpolitischen Angelegenheit, wie es dle Stadtverordnetenwahlen sind, eine Einigung der bürgerlichen Parteien nicht zustande gekommen ist. Aus Anlaß des augenblicklichen Hochstandes der Fleischpreise wird nun natürlich behauptet, die Gründe dieser geringen Einfuhr aus Oesterreich-Ungarn seien in den schwe- Deuthches IMd?» aus Metz gemeldet wird, wurde in Mo n tLg n y der Mechaniker Schlick mit seinen zwei Brüdern und ein ge- wisser Koch wegen Spio n a g e v er h a ft et. Sie sollen in letzter Zeit im Feuerwerkslaboratorium Patronen, Granaten urrd andere Munition gestohlen und angeblich an Frankreich verkauft haben. n b< 5 Am nH lltärlschorganisicrt werden, ins- wäre werde die Einberufung der .Eisenhahner^ Wege gewiesen. Das Warenhaus Wertheim in Berlin un) das Landesmuseum in Darmstadt sind seine hervorragendster Werke. Dreizehn Jahre hat Messel an dein Mujeumsbar und von seinem ausgezeichneten Werke, in dem sich iw Stufen fernes künstlerischen Werdeganges widerspiegeln, selbst geäußert: „Wenn ich mir den Bau betrachte, dann lebe ich merne ganze künstlerische Entwicklung nochmals durch." Es tft daher beabsichtigt, das Denkmal in Gestalt erncw Büste, die von einem ersten deutschen Künstler geschaffen werden soll, in dem Museum in Darmstadl ^^öustellen. Dem Ausschüsse gehören der Direktor der Kgl. Museen Geheimrat Dr Bode-Berlin, Geh BaurL Hoffmann-Berlin, .Professor Gabriel von Seidl-München, Geh. Kommerzienrat Dr. .Simon-Berlin, Herr A. Wertheür.- Berlin, Professor Dr. Back-Darmstadt u. a. au. Aus Athen wird gemeldet: Das Kabinett Draau- -urücktreten; man glaubt allgemein, daß Benrzelos die dieubildung übernehmen werde. Aus Saloniki wird gemeldet: Bewaffnete ^^w^^6rrn er griffen abermals türkische Blockhäuser rn Matkowatz und Erzernitza an. Hierbei wurden zwei 0 n £ e t e 1 iund neun Mohamedauer aus den benachbarten Dörfern schwer verwundet, sowie einer aetöte Die Montenegrmer wurden durch die Soldaten und die B.evMerung ui die Flucht geschlagen. w Homburg v.d.H., ll.Okü Zur Erinnerung an du heute vor zehn Zähren erfolgte Grundsteinlegung der Saal* bürg legte heute Landrat Dr. Ritter von Marr ün tof' teage des Kaisers cmcu Kranz am Nruudstem ds Saalburg nreüer. <ßcrid?tsfaaL Lokomotiven-Depots der Nordbahn in der Dorstadt ' sEhapellc und der Plaine Saint-Debis bleibt stationär, ohne daß der Verkehr dadurch irgendwie beeinträchtigt würde. Seitens der Direktion sind von der Militär-Verwaltung Abteilungen Geniesoldaten verlangt worden, die den Dienst der Aus ständigen halbwegs versehen foimten. Die Ausständigen verzeichnen mit besonderer Genugtuung die Tat-^ lache, daß einige Soldaten durch das ungeschickte Hantieren jnit Schaufeln sich selbst oder Kameraden verletzt haben, und Liehen daraus, etwas verfrüht, den Schluß, daß die Genie- goldaten sich überhaupt nicht für den Eisenbahndienst eignen. Die Nordbahn-Gesellschaft erklärt [in einer Mitteilung an feie Presse, daß die Ausständigen Löhne zwischen 5,75 und 18,50 Francs täglich, irrt Durchschnitte also 6,75 Francs rerhielten, sich also wesentlich besser ständen als die Arbeiter der anderen Gesellschaften. Im übrigen habe die Gesellschaft trotz des von den Ausständigen organisierten /Ueberwachungsdienstes alle Vorkehrungen getroffen, um den «Verkehr auf der Strecke zu sichern, der in der Tat bisher! völlig rrormal geblieben ist. Bautenminister Millerand hat seinem in der Kammer tatb den Eisenbahnern der Staatsbahn-Verwaltung gegebenen Versprechen gemäß die Verfügung getroffen, daß die in Paris angestellten -Eisenbahnangestellten aller Kategorien einen Tagelohn von mindestens fünf Francs erhalten sollen. Gleichzeitig ordnete der .Minister aber auch an, daß im Falle einer -kollektiven Arbeitainstellung die Vorschriften äußer Kraft treten, nach denen die Staatseisenbahner in einem Disziplinarverfahren ihre Verteidigung mündlich oder schriftlich vorbringen können. Sowohl im Falle der kollektiven Arbeitseinstellung, als in dem der Enthaltung der Arbeiter-Delegierten im Disziplinarrate ist der Direktor jder Staatseisenbahnen ermächtigt, alle Disziplin ar-Maß- wegeln ohne vorheriges Gutachten des Enqueterates zu tref- sfen. Wie logisch auch diese neuen Verfügungen des Bauten- jministers sein mögen, so werden sie doch von einem Teile /der Eisenbahnangeftelllen als eine neue Beeinträchtigung sihrer Rechte angesehen und für chre revolutionäre Propa- Zanda ergiebigst ^ausgebeutet werden. ^,daris, 11. Okt. Die Eisenbahnangestellten aller Linien beschloßen heute nacht den Gesamtaus- stand. Der Streikausschuß des nationalen Eisenbahnangestell- ten-Syndikates beschloß, an die Eisenbahner aller Linien zu appel- Lieren, damit der Ges am taus stand unverzüglich verwirklicht werde. V Zahlreiche Angestellte der .Nordbahn hielten Dienstag Nachmittag in der Arbeüsbörse eine Versammlung ab, die beschloß, pen Ausstand bis zur vollen Erfüllung der Forderung fortzusetzen. Ms werd Wiedereinstellung der Ausständigen gefordert und schlicß- üich wird mit Rücksicht auf die dem Publikum durch den Ausstand verursachten Belästigungen der Ausschuß der Nordbahnangestellten peaurrragt, den Verwaltungsvat der Gesellschaft um eine Bespcech- strng zu ersuchen. L D? bie Züge der Nordbabn bei Tergnier liegen bleiben,., - -- tft zwischen Erquelrunes und Lüttich ein b e l g i s ch e r Hilfs- Wandergewerbes geschrieben bienst organisiert worden. Reisende von Brüssel nach Paris -----r""3 *“ ‘ ' ^halten Fxchrkarten nur bis St. Quentin. Pams-Koln verkehrte bis nachmittags noch fahrplanmäßig i Da auch der Verkehr auf der Gürtelbahn eingestellt ist, so )tnb dre im nördlichen Weichbild der Stadt wohn- Laften Arbetterund Angestellten genötigt, fast ausschließ- tlrch die Straßenbahn zu benutzen. Dabei kam es wiederholl tzu sehr erregten Auftritten und Streitigkellen. Parts, IL Okt. Heute nachmlltag traf aus dem See- dade Berck Plage mit zrveieinhalbstündiger Verspätung -ern Zug ein, der kranke Kinder nach Paris zurück- Drachte. Der Zug war in der Nähe der Station Crell ^ Pcwis von Streikenden angehalten worden doch lreßen fte denselben die Fahrt fortsetzen, nachdem der Lokomollvsuhrer an ihre Menschlichkell appelliert Halle. Brücken in der Umgebung von Paris, auf denen sAusjtandtge sich gezeigt chabe^ die aus dem Hinterhalte auf die Lokornotivsichrer schießen wollten, sind mllllärllch besetzt worden. I (fine durch Ausständige hervorgerufeue Verkehrsstörung. < Paris, 11. Oll. Der Ausstand auf der Nordbahn Leeinslußte das Geschäft an der heutigen Produktenbörse erheblich. Bei Eröffnung zog Zucker um einen Frank ta, Spuntus um 2 bis 3 Franken, Mehl um i/8 Frank pie Angestellten der Depots in Amiens, St. Quentin, Laon wnd Hrrson schlossen sich dem Ausstand an. In T e r g n i e r wurde eine Lokomotive mit Volldampf auf eine andere rangierende Maschine losgelassen. Beide ent- ßlelften. In der Umgegend von Tergnier verkehrt kein BUS/ öa die Drähte der Signalanlagen zerschnitten sind per Zug Calais-^Sasel wurde über Soifsons und Eompiegne! krmgelellet. SDie Lage in Lille ist normal. In Laon stst das Ostbahnnetz noch im Betrieb. Die Nordbahngesell- Schaft ließ milleilen, daß sie beschlossen habe, den Maschi- wtsten Toffin, der den Ausbruch des .Ausstandes verblaßte, zu entlassen. Eine Anzahl Beamten erhielten iBe^cheid, fte würden entlassen, wenn sie sich nicht baldigst dum Dienst zurückmelüeren. 2luslaiiö. toirb gemeldet: Das Abschieds- gesuch des Mtnrsters für V o l ks a u f kl ä r u n a ^trpHnarrworden. An seine Stelle wurde der ru < Nrkolar-Lyceums in Moskau, Kasso, berufen. Der Gesandte rn Kopenhagen Fürst Kud ach e w geht rn gleicher Mstcht nach Brüssel. B y V Okt. Graf v. C i v r y und Kinder hatten gegen den Herzog Ernst August von Cumberland Wti ote verstorbene Kontgtn Carola von Sachsen, jetzt vertreten durcb bb" ^uig von Sachsen Klage auf Feststellung angestrengt ba& die verstorbene Gräfin Civry eine natürliche Tochter des Herzogs Karl von Braunschweig sei. Das Landgericht und Ober- landesgertcht m Braunschweig haben ditz'e Klage wegen der Un- zustandigkeit des Gerichts gegen den Herzog von Cumberlani vorzugehen, da derselbe nicht in Braunschweig wohnt und ioegen Deriahrung abgewieseti. Gegen das Oberlandesgerrchts-lllletl hatten die Erben des Graferi Civry Revision eingelegt. Dieic wurde vom Reichsgericht als unbegründet lurüdgc- I e Slleitgegenstandes wurde uisgesM Die Ltreikbewegung unter den frcmzMchen TbIe te1F^v’hinrf6'rn^r sronTrvne ittven xnfrv Aur und Land. i?ikt>nkmbnanaeitellt§n ltor?n8cl(l Tage gestattet. Dre Regierung werde even- * tuen auf den Lokomotiven als Führer und Heizer die Mann- Gießen, 12. Oktober 1910. Der Aus stand der Kohleulläger und Hilfsarbeiter der p^ten der Flotte verwenden können. 9lnch seien Maßnahmen ♦♦ Tageskalender für Mittwoch 12 Okt - ‘ : ' Versorgung von I theater.: Der Kaufmann von “ff K? Uhr^^ L. 11 • Okt. Heute naäMlittag verbrellete sich das Erlediate L ebrer stelle-n- (Fiti? \^t ba% die Ostbahnbediensteten dm Aus- stelle M Eppertshausen,eineevana ^Schulst stand erklall hätten, doch verkehren die Züge auf den Ostbahn- KTpArinneir 9’ ^ul'teIIe M hnien in bisher ganz normaler Weise. WÄeJ o*1 s i , r ■--l1 - Zur ntadtverordnetenwahl. Der auf @in, Die Arbeiterbewegung in der Metallindustrie. Iabuns bc§ Bürgervereins gebildete vorläufige Ausschuß D a m Burg, 11. Ctt. Morgen wird zwischen je zwei Der- Vorbereitung der Stadtoerordnetenwahl tagte am Monta, tretern des Gesamtverbandes der deutschen Metallindustriel- ^end. Es wurde von den Vellretern deL Burgeroereins len mrd der Arb eiterorganisativn eine Besprechung der Bezirksvereine, der Haiwwerkervereinigung, des national stattftnden zur Beilegung der noch schwebenden Differenzen. liberalen und des christlichsozialen Vereins und der Mittel- 'sra-1’ Mutigen stark besuchten Der- standsvereinigung ein Bürgerausschuß von 12 Mit spräche für die Wiederaufnahme der Arbell 521 Stimmt 9^ bildet, der die Wahlvorbereitungen weste, die Wiederaufnahme 1177 Sttmmen abgegchen. Da für die Weller- betreiben soll. Die Vertreter des freisinnigen Vereins führung des Streiks die Dreiviertelmajoritat erforderlich ist, dies und der Bodenreformer hatten sich von der Bildung wdoch nicht ganz erreicht wurde, werden Verhanbluiigen mit den des Bürgerausschusses zurückqezoaen, weil arun< hieilgen Werften angeknüpst, um Garantien für dre Auszahlung hpi*Tnf{pn tmtrX»5 x;» y« f * u . ’ der aufgelaufenen Akkordlöhne zu erhalten. Von dem Ausgang v r beschlossen wurde, die Sozialde,nokraten bei ber der Verhandlungen hängt es ab, ob die Arbell in den nächsten gemeinsamen Kandidatenaufstellung nicht zu berück- Tagen wieder aufgenammen werden wird. ’ | sichtigen. Die Vertreter begründeten ihre Stellungnahme damit, daß es nicht angängig sei, bei einer allgemeinen Einigung eine Partei unberücksichtigt zu lasten, die nach ihr^ Durch das Viehseuchen-Uebereinkommen mit Oesterreich-1 ^^rke auf 7 Sitze Anspruch habe. Die Bodenreformer zöger Ungarn vom 25. Januar 1905 ist für die Zeit vom 1. März sich zurück, weil nach ihren Satzungen sie sich mit politischen 1906 ab die Einfuhr von jährlich 80 000 Stück Schlwei- r":i' neu zur Schlachtung in deutschen Schlachthäusern gestattet worden, lvährend vorher vom Jahre 1895 ab die Schweine- leinfuhr aus Oesterreich-Ungarn aus veterinären Gründen verboten war. Trotz dieses Kontingents war aber bisher die Einfuhr aus Oesterreich-Ungarn nur ganz gering; sie hat in den 3 Jahren 1907 bis 1909 nur 478, 1424 und 2033 Stück und in den ersten 8 Monaten des laufenden Jahres 368 Stück (gegen 887 Stück gleichzeitig 1909) betragen. , In La Plaine und St. Denis arbeiten von 300 Wahnarbeitern 15, von 600 Lokomotivführern nur 50, in ü-a Chap elle 10 Lokomotivführer von 100. Von 1500 Wahndeamten feiern mehr als die Hälfte. Der Güterverkehr hat f(?st Aanz aufgehvrt. Zwischen 6 und 8 Uhr -E^lags sind etwa 10 Eisenbahnzüge eingetroffen, Me ffmt Redenden voll besetzt waren. Einige Züge sind ab- tiegaiißen, wie der Expreßzug nach Calais; zwei Plonier- vfltaillone sind aus Versailles eurgetroffen. Truppeumobilifierung. . 11. Ott Der Kriegsminister telegraphielle! dem P.atzkommandanteu von Lille, sämtliche Truppen des ersten 5U m 0 U e r e n z ba diese dazu bestimmt seien, die Bahngelene zwpchen Paris und Dünkirchen zu Überwachen. -tie Präfekten erhielten den Auftrag, sich mit den Norpskommandeurm m Verbindung zu setzen, um die Bahn- Itrecken und Bahnhöfe zu befchützen. Durch eine Bekanntmachung im Amtsblatt werden 1369 Ober- Unterbeamte vom Personal der Nordbahw- Genlllchaft für 21 <,age zu den Fahnen einberufen. I 3m Ministerrat igaben der Ministerpräsident und der Minister MUlerond Erklärungen über den Ausstand bei der Nordbahn ab, der uner- wartet .usgebrochen lei, nachdem die Eisenbahnangestellten die Vermittlung der Regierung zwuä>en ihnen und den Eisenbabn- geieluchaften angenommen Hütten, der letzt niehr einen poli- rncyen und revolutionären als einen berufsmäßigen .Cl^raklee annehme. Die Mehrheit des Personals sei gegen den Ausstand, mc Führer der Bewegung wallten aber durch 1 ng ihre Genosserr mitfor:reißen. Briand sagte ferner o f l 1 U) e M a n a b m e ii seien bercsts gelroisen und wür- ■ fO.'irit, um volluändige.Freiheit in der Arbeit zu ' ' ‘ der Sabotage würden gerichttich verfolgt 'rde morgen ein Dekret veröffentlichen, wo- ** Hessischer Blumenverkaufstag. Die Groß. Herzogin beabsichtigt, am zweiten Sonntag vor Weihnachten einen allgemeinen hessischen B lumenverkaufsta^ zum Besten der Großh. Zentrale für Mutter- und Säuglings. . - - . , - __ . O" - .fürsorge in Hessen abzuhalten. Es werden voraussichtlich IN ren Bedingungen, an welche die Einfuhr geknüpft ist, und allen Städten und auch auf dem Lande Komitees gebildet in dem hohen Cängangszoll zu suchen. 9^ach den Bestim- die den Propagandatag im einzelnen vorbereiten. An dem ’bTsriSJMüssen nämlich genaunten Tage werden Heine, künstlich hergestellte Blum-,, Neberwachung durchgemacht haben. ^Drese^^lleb^Vachung Mr"k^^ t""? 10 ^9‘ ®ec ®^tta9 P’e&t bn laßt sich, indessen in der Praxis sehr leicht durchführen, ^"trale zu. Bei dem grasten Interesie, das fuc bi, sonst wäre ja auch die österreichisch^ungarische Regierung Mutter- und Sauglmgsfursorge belleht, hofft man, daß die auf die Bestimmung gar nicht eingegangen. Der Eingangs- aul einen guten Boden fallen wird. Die Tatsache, daß zoll bellägt 9 Jt> für den Doppelzentner Lebendgewicht. Daß oon dem einzelnen nur ein kleiner Beitrag verlangt wird und dieser Satz die Einfuhr nicht unmöglich macht, geht u. a. daß sich alle an der schönen Aufgabe beteiligen können, roirb ?? ihervor, daß aus Rußland jährlich 100 000 die Einrichtung in weilen Kreisen beliebt machen ^5-^0000 Stuck Schwerne nach Oberschlesien eingeführt Der Historische Verein für das Groß, ÄÄS* ~ b” »•"!”„“”*“•> “ «—-° °l \ . einen Ausflug nach Ortendera. ^ouyre Grund, warum Oesterreich-Ungarn das ihm •• Vortroos'n kln« . n. dewrlligte Ernfuhrkontingent von 80 000 Stück nicht ausnutzt J^reibt un§» . ®lnc wird nur dann gesucht werden können, daß die Schweinehal- "Somm(!:c* unb Winterstudie nennt Hauptmann Härtel tung rn .Oesterreich-Ungarn so geringe Fortschritte gemachtP^n ,dirnenglan $ des Oder-Engadm", der morgen hat, daß sie heute nicht einmal den eigenen Bedarf des in bec s^uIa vorgesührt wird. Künstlerische Photographie Landes zu decken vermag. Der Schweinebestand Oesterreich- und Malerei, sowie textliche Begleitung sind in überein- Ungarns ist rn der Tat viel geringer als der des Deutschen stimmende Harmonie gebracht und verhelfen dem Ganzen zu Reichs. Bei uns kommen im Durchschnitt 0,4 Stück Schweine einer respektablen Kunstleistung. Als solche ist der Vottraa arfn Oesterreich-Ungarn nur bereits m der Berliner Urania eingehend gewürdigt worden, “'S; ~ T 3T" gennge Schweineeinfuhr aus unserer Nachbarmonarchie \ r °0II gesamten Berliner Presse vorzuguch krllisie^ haben. wurde. Hauptmann Härtel, der hier durch seinen Vortrag " über Aeronautik in bester Erinnerung steht, hat auf diese politische Tcrgesschan. Arbeit viel Zeit und Mühe verwendet. Die meisten Bkdkl Bekämpfung der BuckelshopS finb Don ii,m fclbrt ausgenommen. Das Kolorit stammt oon »äs »sttÄes -erbes geschrieben: I vlpparate und Bedienung mit. Es empfiehlt sich, Opern« v Paris I unseres an viel ednttsche Zeitungen versandten Be- 'ec_Jn1 ‘n* Der Eilzua ub^r die zur Bekämpfung der Bucketshops von uns getrof- ~~ 4nneroö, 11. Okt. Der Turnverein hielt am ..ö lenen Maßnahmen rst uns eine Fülle von Zuschriften zugegan- Sonntag fern Abturnen ab. Den 1. Preis in der 1. Riege "bwersen, daß bereits die Veröffentlichung dieses erhielt Karl Schäfer, 2. Hch. Mohr I., 3. Hch Webrum gebung bedenklicher Geschäfts Verbindung er: abgehalten worden in ^aa8, 3‘ P^i^r, 4. Wilh. Schäfer, 5. Hch. Mohr II. nicht mmder hMisigen Fällen konnten solche Verbindmrgen 'vor Zöglmgsriege: 1. Preis Hch. Krämer, 2. Friedr. Schäfer, erheblichen Schadens abgebrochen werden. Das 3. Karl Schäfer II., 4. Hch. Mulch, 5 Karl Schäfer III 'bn uns eingegangene Beschwerdematerial, welches unter anderem — ©Irmftnht ii Geschäfte betrifft, die mit den in der Presse bereits mehrfach! K ~7r ^)arnEI 1 a bt' 1L ^kt. Ter Dauerntt der genannten Berliner Firmen Martin Farago, Funk & Strig PaDöUerieofil2iece des 18. Armeekorps um den vom K- Granitz u. Co., A. Neckel u. Co., A v. Lbrause u. Co. sowie der Kaiser gestifteten Ehrenpreis findet am 13. Oktober statt. Er abgeschlossen worden sind, ist beginnt in Darmstadt nnd endigt in Hanau. m unserem Archiv medergelegt; nur erteilen auf Grund dessen ** Darmstadt n rw? ru ■ k , bm ^Meresienten Auskünfte, soweit sich dies mit unserer Ver- rr» ÄU^hÄ hat sich rn der schwregenheitspflicht gegenüber den Einftndern Deveinharai läßt um von Der Vorstand unseres Verbandes trat dem preußischen Sier™ /r r • Efted M e s s e l durch ern Denkmal zu ehren. Minister für Handel und Gewerbe über die bisher getroffenen ?^.bssel, ern geborener Hesse, hat durch ferne Villen wie drmd Maßnahmen ausführlich berichtet und ihm beftimmte Vorschläge [?ne Monumentalbauten der modernen Architektur neue über em Zusammenarbeiten der Behörden mit der vom Zentral- 9RfV,<> **""*”' an—*—* — üeTbanbe zur Bekämpsung der Bucketshops begründeten Zenttal- ftelle unterbrellet. Alle für diese Zentralstelle beftimmtieii Mit- cu Ul«9en bitten wir, wie bisher, unter der Ueberschrift „Bucket- ^&^29e^e9e^etc, Shndikus, Rechtsanwalt Otto Bernftein zu Berlin 7, Torotheensttaße 3, II, zu richten." Lndwigftraße 22. mieten. Sandnasse 19. mieten. Jung. Hausbursche gesucht. Ebcrb. Metzger Nachf., 0688)Seltersweg 70. 3 Zimmer 08444] Möbl. Zimmer sof. zu ver- mteten. Dammstraße 421. 2 Zimmer Mainz. LAden etc. Dortmund. ss8/10) 6 Zimmer ?u verkauM Offene StdlaiL MWWWW 3u vermieten Mietgel uche 56821 Russischer Hof 3 = Zimmer- Wohnung alsbald zu vermieten. G. 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Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. ar Erlaus bet Bitterung feit gestern früh: Demi Anrucken des westlichen Tiefdruckgebietes hat über Nacht die Bewölkung wieder zugenommen und es sind geringe Regen strichweise gefallen. In ganz Deutschland herrscht bei südlicher bis südöstlicher Luftströmung ungewöhnlich mildes Wetter Die Zyklone über der Nordsee «zieht ostwärts weiter und bringt eine Winddrehung nach Nordwest und damit Abkühlung, die sich heute morgen bereits über die britischen Inseln und das nordwestliche Meer ausgebreitet hat. Welteralissichten m Hessen nm Donnerstag dem 13. Oktober 1910: Neqemälle, Wmddrehung nach West, Abkühlung, windig. ®rig8iiai»Dratytmel&uti£ett* S. Offenbach, 12. Okt. Gegen Bürgermeister Dr. Dullo haben nationalliberale und Zentrums-Stadtverordnete eine Beschwerde beim Kreisamt wegen N i ch t e i n - Haltung der Bureau stunden eingereicht. Hannover, 12. Okt. Die Direktion des Kohlenberg-. Werts Dahlbruchhausen gibt bekannt, daß gestern nachmittag 3 Uhr im Schacht Bullerbach 2 3Bergleutedurch den Abbruch von Felsen ein g e sch lo ss en wurden. Man hofft, sie sämtlich Unversehrt retten zu können. Für Semesteranfang ein ger aut möbL Zimmer in ruhigem Hause gesucht. Wenn möglich Alleinmieter. Sckriftl. Angebote unt. 5695 an den Gießener Anzeiger erb. Leere Misten nf£Äctt, Marktplatz 2. (08577 Prima süßen Trauben-Most 5703 Weinstube Schott. Sandkaute Liebigshöhe kann wieder Sand abgefahren werden. Bei Jahresabschluß Preisermäßigung. 5478 Näheres in der Grube. 5537] Schone 6-Zimmer-Wohnunq mit Zubehör, Bleichplatz zu ver- flUbpiZ Damen evang. Schwesterniiaus, €Uee»eaf Manwestr, I. Fräulein sucht für ein. Wochen bescheidenes Zimmer, Nähe des Seltersweg. Offerten uni. T. H. Seltersweg 9. (08578 fertigt Särge in allen Größen aus Tannen und Eichenholz m großer Auswahl empfiehlt 8r.Bcnjler,Lchreincriucistcr, Asterweg 16. 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Es aeht zunächst in A u s b e s s - r u n a denn alle ©l as- und Steingu,teile der Ausrllstuna so! rote ein grosier Teil der Kabinenmöbel müssen ,r t, h t u -> d ° U Z gebe,, e r t werden. Tie Abs-u-rung einet Brei seüe b--der die zelm machngen Zwalszollgeschutze ihre Eisen- „nd Stahl- masten sortschleuderten, hat eine so heilige Erschütleruna .m ß» salge gehabt, dah alle zerbrechlichen Gegenstände an Bo?d zerstört wttrdett, obgleich mit Vorsichtsmaßregel» nicht gekargt worden "or' Ofl^r we .^"e man vorher in Sicherheit gebracht. Der Rump- hat übrigens den gewaltigen Stoß vortrefflich überstanden- Das neue ed)iff wird der Heimatsflotte zuaeteilt ui d Flaggschiff des Hochstkommandierenden. 5 3 " ö ' Straußenfedern für die englische Krönunas. hier. Die eng tschen Federhändler rüsten sich beretls eisi g" um der gewaltigen Nach,rage !ur strauben,edern genügen zu könne die die K r 0 n u n g s, e 1 e r l i ch k e i, e u mir sich dringen werd ' Die Emiuhr zeigt em gewaltiges Bnwachsen; allein bei cinerVer- stelgerunq wurden nicht weniger als Ilö MY Psund die,er kokt, baren ijebern angeboten und landen reißende» Absah. Im kou,inende» Jrutiiahr, so Prophezeien die Eingeweihteii, iv,rd die Slranü-n- eder wieder ,m Mittelpunkt der Hutmode stehen/ Tie Borliebe Sn*.6lC J 1 turb°nayti9en $üle, die den mächtigen Lustigen Dntwe-Hulen solgte, hat de» L-trausiensederha»del schiller qeschädial denn nur kleine Schioai,z,eder„ wurden getragen. Mj de» Kronunasseierltchkeiten im kommenden Frühjahr aber ivird d,e grohe, lange, kostbare Flügel,eder wieder aus den Hilten der schoiien Damen schweben und den Händlern Geld >i»d Geiviun bringen. ♦ Wieviel Republiken gibt es? Diese durch hie T0 Proklamierung der Republik in Portugal aktuell gewordene Frage beantwortet der Gaulois mit einer Hei- nCt Statrstrk. ^^opa zählt nun im ganzen fünf Republiken, 5?^ ber rungsten, Portugal, noch Frankreich, die Schweiz, Andora und San Marino, die älteste der heutigen Republiken, da fie )eit den ersten Zecken der christlichen Aera besteht. Zn Afrika gibt es nur einen einzigen Staat als Republik, Liberia, dessen Be- or KPW9 a^s Negern zusammensetzt. Weder Asien noch Australien weisen Lander auf, die republikanische Staatsformen haben. Dagegen smd Nord- und Südamerika das gelobte Land Maillzer Pserdemrkt. Verloiun«, am 29. Oktbr. d. I. Nur25000^ose-12500Mk.Gewinne 1 Hauptgew.: 1 eleg. Wagen mit 2Pserden u.Geschirren Mk. 3500, 1 Hauptgewinn:2Pferde „ 1800, ,2 Gewinne: je 1 Pferd oder Fohlen „ 4000, 16 Gewinne: Pserdegesch. und landw. Maschinen „ 1200, 375 Sill ergewinue „ 2000. 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Es würde -u weit führen, diese alle aufzu- . zahlen; von der größten, den '-Bereinigten Staaten, bis zur " kleinsten, Costa Rica mit seinen, nur 320 000 Einwohnern, sind , g ün ganzen 17. AlLs in allem gibt es also auf ber Erde 23 ■ d. h. nur ein verholtruLmästig geringer Teil ber 10UO Mülwnen Erdbewohner lebt m Ländern dieser Staats- [0I3TL k-C Die Weltansstellnng in Brüssel geht ihrem Ende entgegen und da ruckt das Interesse für die nächst- lahrrge große Internationale Industrie- und Gewerbe- Ausstellung in EuTinjnrmcr mehr in den Vordergrund, «re uns von unkerrichteter Seite mitgeMt wird, beteiligt fid> erfreulicherweise die deutsche Industrie an der Turiner Ausstellung m so reichem Maße, daß für die bisl>er noch unschlüssigen Interessenten baldigste Entick-eidung dringend erwünscht ist Das dlslierige Ergebnis der Anmeldungen ist um so bemerkenswerter, als die auf beiden Setten des Po in dem schonen Turiner Stadt- park errichteten Gebäude der Änternationalen Industrie- und Gewerbe-Ausstellung eine Flache von 250 000 Quadratmeter bedecken, während die gesamten Baulichkeiten der Brüsseler Ausstellung nur 190 000 Quadratmeter umfaßten . . - Das Grabmal des Nostradamus. Aus Varis wird berichtet: In Salon hat man soeben das Grabmal des berühmten Astrologen Nostradamus, des Verfassers der Ceittniies" entdeckt. Es hat den Anschem, als ob Nostradamus die Arbeiten an feinem Grabmal selbst uberwachle, das er in ber Mauer des ftranziskanerklosters errichten liefe. Am 2. Juli 1563 war er in enlon gestorben und seine Gebeine rnhlen sriedlich über 300 Jahre b's man jetzt bei Erdarbetten die Klostermauer in Angriff nehmen mußte iind dabei ans das Grabmal stieß. , . — Der Verkauf eines k 0 st b n r e n mittelalter- Aschen Rel 1 Qu 1 e nsch r e i ns, ber seit 37 Jahren eine Haupl- flierbe des Viktoiia- und Albeit-Nlnsenms bildete, erregt in Londoner Kimstkreiseii lebhaftes Aufsehen und tiefe Verstunmung. Der praast- volle Schrein, eine wundervolle Emastarbeit aus Limoges ist im 12. Jahrchimdert entstanden und nach der lleberliciernnq für den betligen Ludwig von Frankreich hergeskellt worden, unt die Reliquien aufzunehmen, die Ludwig aus dem heiligen Lande mitgebracht batte. Bis zur Zeit der französtschen Neoolution blieb das Kunst-- iverk m et. ^eni§; dann, als die königlichen Schätze zerstreut wurden kam es in den Besitz des englischen Sanimleis William Beck'ord. Als dessen Kollektion im Jahre 1823 versteigert ivurde, raufte es die Gräfin Anna von Newburgh für den Spottpreis von 26 Gninceli. 1852 schenkte die Gräfin den Schrein dem Hon. Aobert Curzon. Das Kunstlverk mar seit 37 Jahren dem Diuseum leihweise überlassen. Als vor kurzem ber Besitzer starb, versandte das Erbschastsgericht an alle großen Kunsthändler und -Sammler em Rundschreiben und bat um Angebote für den Kauf des Schreins Tie Mnsenmsbehorde erfuhr davon nichts, sie erhielt auch feine Aufforderung, und man war daher auch nicht lueniq erstaunt, als in diesen ^agen die Aiitteilung eintraf, daß Charles Worlheiiner die eifersüchtig behütete Zierde des Aiuseuins gekauft habe. Ter genaue Preis, ber gezahlt worben ist, wird nicht bekannt gegeben, aber nach den hohen Summen, die in den letzten Jahren Email- arbeiten aus dem 12. und 13. Jahrhundert erzielt Haden, muß an» Genommen werden, daß für den Religmenschrem des heiligen Ludwig ein Vermögen bezahlt worden ist. , * sonderbare Weise verunglückt ist ein Vor- au.§ Bickenbach auf der Main-Neckar- bahnstrecke Mischen Ebcrstadt und Bickenbach,. Ein vorüberfahren^ Vertreter gesucht von leistungsf. Spczialfabrik für Ccivürz-, kxtr.-, rtonönnh Effenjen, Kunst- u. 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