en lofat bei r- ? Nau» Kr,«L LK ^Weiten ',, x^ kt “? bestritt ; b>e '5nLc Vtffl ' abec ein!? (?9en :r an W ^9tn. UuterÄ*t| iE“.»*? 11. ®uL S ,m Anschluß toten: SUT !drDL > stq;,. . «irt au1 "Wsiunmer 6b " ixm M&S tutet, daß JT™ JOen konnte, da 7 'berechtigt zn { tldjet war. - % ’9Aauä einem 7 m* e ffS lcblTöcn ’i: i ite Nd fflnnit L^rck Staate 'itvbb^nrmilflbt, bu niiS'cr9abc'1 bi? M d-l tut Laute, da et Vs- ;w IMb demnächst (r uNpuren, die btt - unterlassen und bit " photographisch mif e Anhattsvunkte nick ' miininalschutzmami: u>ch ist, daß seit 'bti rundes schon zahlieick r dem geringen W tlocrne iRcmontoirub :Bt, die in dem gich. ^befand sich bei btr stück von der silbern:: ldert den Täter elt cu Anzug mit totiditr ;i mit raschen Schnür n sestzuhalten, in V; rtaatsamvalt Dr. Kn- ger Personen at die VerdachtsmonV. rnf (jeuligent Podien- )lt., Hühnereier 1 Lt. |e pv. tzt. 6-8 Pi., . 00-00 Pitz-, tauben L)—1,60 slitM Hähne pr. Li., ünten puSiüd 1,80 Pig.,RuhsleW pr.$iJ. : tzig-, cdjroemefleik sch, gesalzen, pr. K Lannnelsleiich pr. Pb. •b.00 Alk., Zwiebeln ps 0 Psg., Ächlraut pc: -O.W., Aepiel per ij:. Nnste 100 Ltücl 40-3 1888. , «.ft* m 7-1 Nhr. . i vom 9. Mm 191 lieft Hl# $# 'S-« •SS»»* ZW ZZM je 2.00—2.25. Son’ ievc rote Sorten M iDciöe runde 2.0M* -0.00, weiße 0.00-0.1 ).00, andere rote Low weiße runde 2.00-01' -O.ijU, weiße 0.N0-VK ;e rote Sorten 2.90-0.1'. e 0.00-0.00, Olclbfleiljjr )-0,00. Krcield:^ <0—2.50, weiße nm« - -2.50, weiße 2.30-^ nun bonnm 2.10-- " MH»,« .»nie Lader o.uv—1 25. um**- . 0.00-0.00, q)0[e Laber 0.00-0. «ÄÄ-Ä?« bürg: 2 *.}80-0.00. D lißcrotel.ö Nr. 109 Erstes Blatt 160. Jahrgang Donnerstag 12. Mai 1910 Untpiripr (Dienstag und Freuag): W M ■ 1K ■ O JÄ ■ ■ WB ■ Ä, ■ ISk . M ZeilenprerS: lokal 15Pf„ rweunal monail. 4'an- W ML M H B W Br* W auswärts 20 Pfennig, wittschastliche Zeitfraze« W 30 ™ B Chefredakteur: A. Goetz, ^entsprech'Anschlritze: M ® «S M Verantwortlich für den für die Redaktion 112, < politischen Teil: Auflust MU General-Anzeiger für Oberhessen MM d^T°^numm-r Hotati*ns»niöhenfteuer — w i e es leider nicht geschah — die Wirksamkeit der Verankerung zu unterstützen und durch stetiges Wachen in den Gondeln ein führerloses Abtreiben, das allein eine Katastrophe bringen mußte, zu vermeiden. Line Kluft zwischen der Kolonialverwaltung und dem Landesrat in Windhuk. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Nach einer überseeifchen Korrespondenz hat der L a n d e s r a t in Windhuk mit einer Resolution geschlossen, worin er erklärte,, außerstande z u sein, der Politik des Reichs-' kolonialamts mit Zuversicht 3 u folgen, roetl Staatssekretär Dernburg es abgelehnt habe, bezüglich de? Vertrages mit der Kolonialgesellschast den Landesrat anzuhören. Hierzu fuhrt die „Norddeutsche Allg. Ztg." aus: „Die Begutachtung von Verträgen der Zentralverwaltung gehört nicht zu den Funktionen des Landesrats. Die Notwendigkeit der unter dem Namen „Sperre" bekannten Maßnahme ist sowohl im Schutzgebiet als auch in der Heimat allseitig anerkannt. Ter jetzt bestehende Streit gipfelt in der Frage, ob jene Sperre zu Gunsten der deutschen Kolonialgesellschast hätte ausgesprochen werden dürfen, oder ob die Möglichkeit bestand, sie für den Fiskus des südwestafrikanischen Schutzgebietes vorzunehmen. Diese Frage ist eine reine Rechtsfrage. Sie kann weder aus opportunistischen, lolalpolitischen, noch aus ifiskalischen Gesichtspunkien entschieden werden. Da die Entscheidung von Rechtslagen nirgends zur Kompetenz Don Körperschaften der Selbstverwaltung gehört, gehört sie auch nicht vor das Forum des Landesrates. Derartige Fragen sind im Streitfälle vor Sie Gerichte zu bringen. "Die Kolonialverwaltung hat eTn Gutachten des Reichsjustizamts eingeholt, welches dahin ging, daß nach Lage der zur Prüfung stehenden Rechtsverhältnisse zugunsten des Fiskus des südwestasrikanischen Sckiutzgebietes eine Sperre nicht zulässig wäre. Diese Sachlage nötigte die Kolonialverwaltung, den Weg des Vertrages zu beschreiten. Es erhebt sich schließlich die Frage, ob dem Schutzgebiete durch die Resolution des Landesräts gedient ist. Eine solche Resolutton gehört zweifellos nicht zu seiner Kompetenz: auch läßt sie 'die unentbehrliche Objektivität vermisse n. Der Landesrat ist ein beratendes Organ der Verwaltung. Setzt er sich durch eine solche Resolution in offenen Gegensatz zur Veraltung, so wird er schwerlicki verlangen können, datz die Verwaltung ihm mit Vertrauen entgegenkommt." Das Lob des Königs Lduard im englischen Parlament. London, 11. Mai. ■ Das Unterhaus ist voll besetzt alle Mitglieder sind in Trauer kl eidnng erschienen und rnaren ent blökten Hauptes. Premierminister Asquith gab zunächft eine B 01 s ch a f t d e s >1 ö n i g s G e 0 r g über den Tod König Eduards, bekannt. Daraus brachte der Finanzminister zwei Entschließungeir ein, die eine betr. eine Beileids- und Glückwunfckkundgebung für Köittg Georg, die andere detressend eine Beileidstundgebung für die Königin-Mutter. Premierminister Asguith führte dabei aus: Die Regierungsjahre des iverewigten Königs wiesen eine Fülle, großer Ereignisse, sowohl im Mutterlande, wie außerhalb desselbeir im brittsckxm Reiche auf. In unseren, Beziehungen zum Aus-- lande sind diejenigen wachsender Freundschaften feste Bürgschaften' für den Frieden der Menschheit gewesen. Innerhalb des Reiches hat sich aber der Sinn für big Abhängigkeit der einzelnen Reichsteile voneinander, das Bewußtsein gemeinsamer Interessen und Gefahren, die immer fester werdenden Bande korporattver Einheit in einer Weise entwickelt, wie dies nie zuvor der Fall gewesetr ist. In allen diesen vielgestaltigen Ereignissen im Lande und im Reiche wird die Geschichte dem König, den wir verloren, den Einfluß besonderer Würde und besonderen Ansehens zuerlennen. In den äußeren Angelegenheiten war f c i n m ä d) t i g c r persönlicher Einfluß f c ft und unaufhörlich darauf gerichtet, nicht bloß jeden Anlaß, sondern auch jeden. Vorwand zum Kriege aus der Welt zu schaffen. Wir besaßen in ihm einen Schiedsrichter von reifer Erfahrung! und scharfem Urteil, einen ergebenen Verehrer unserer Traditionen, einen wachsamen Hüter unserer lonstüutionellen Freiheiten. Asquith pries bann des verewigten Königs starkes Gefühl für öffentliche Pflichten, ffeinen unvergleichlichen -taft im Verkehr mit den Menschen, feinen Scharfsinn, um aus verwickelten Situationen beit heften Ausweg zu finben, seine Menschenliebe, Lopalität und Güte gegenüber seinen Ratgebern und Dienern. In feinem Volke habe er die Erinnerung an große und günstige Gelegetcheiten, die in großartiger Weise verwertet tourten, hinterlassen, u Mit offensichtlicher Bewegung stprach der Premierminister bann von der Königin-Mutter wnd brachte ihr bas aufrichtigste: Mitgefühl des Hauses bar. Dann w a n d t e sich Asguith zu dem neuen Souverän und führte aus: Er nimmt zu einer heitlen und schwierigen Zeit eine Bürde auf sich, so schwer, wie sie einem Manne nur beschieten sein kann. San eit Sie uns ihm die Versicherung geben, daß es nicht nur unsere feste Hoffnung ist, sondern unsere vertrauensvolle Ueberzeugung, daß er sich als ter würdige Nachfolger des großen Königs, den. wir betrauern, zeigen wird. Balfour zollte den ipersönlichen königlichen Eigeitschaften des verewigten Königs gleichfalls warme Anerkennung und nannte ihn einen der gelidbtesten Monarchen, die je das britische Reich» beherrscht. Die Entschließungen wurden darauf mit sympathischem Schwein gen angenommen. Loudon, 11. Mai. Im Ob er häufe wurden den iin- Unterhause beantragten gleichartige Entschließungen eingebracksts und angenommen und im Tone ähnliche Reden gehalten wie im1 Unterhause. Beide Häuser des Parlamentes werden sich am 17. Mai versammeln, um die Leiche des Königs zu empfangen, wenn sie nach der Westminsterhall übergeführt wird. Aus dem Strasprozetz-Ausschuh. :: Berlin, 11. Mai. Der S t r a fp r 0 4 c ß a u s s chu ß des Reichstages setzte die 'Beratung des Abschnitts über ten, Zeugeneid fort. Der Schlußsatz des 8 57 erhielt folgende. Fassung: „Alle Personen, die das Zeugnis ober die Auskunft über einzelne Fragen verweigern können, sind hierüber zu belehren." Bisher ist dies nur in gewissen Fällen erforderlich. § 59 handelt von den Personen, die nach richterlichem Ermessen unvereidigt bleiben können. Nach Ziffer 2 des Entwurfs sollten darunter im Privatklageverfahren Angehörige des Privatklägers' fallen. Dies wurde gestrichen und an Stelle dieser Ziffer bc- Aunft, Wissenschaft und Leben. — D r. Georg Ludwig f. Geheimer Medizinalrat Dr. Ludwig ist wie schon gemeldet wurde, am 3. Mai als Vierund- achtzigjähriger in H e p p e n h e im a. d. B. g eft 0 rb e n. Nachdem (u von 1855—1865 die Landesirrenanstalt in Hofheim geleitet hatte, erbaute er die für die damalige Zeit mustergültige und heute noch in Blüte stehende Landesirrenanstalt .Heppenheim und siedelte als deren Direktor dahin über. Als hervorragendes, organisatorisches Talent war Ludwig auch die Haupttriehieder zur Gründung des Vereins südwestdeut- f ff> e r Psychiater, dessen Tagungen er lange Jahre leitete. Erst kürzlich noch ehrte der Verein Deutscher Psychiater seine Verdienste, intern er ihn zum Ehrenmitglied ernannte. Was heute die moderne Seelenheilkunte will, durch den persönlichen Einfluß des Arztes auf das kranke Gemüt helfend und lindernd l mzuwirken, die Seiten des Seelenlebens der Kranken zu pflegen, die dessen noch fähig sind, erkannte er schon damals als das Richtige. Von diesem Gesichtspunkte aus gründete er als die Krone seines Schaffens, die ihn ehrend überdauert, den Hilfs- v e r e i n f ü r d i e G e i st e s k r a n k e n im Großherzogtum Hessen, dem er, wie die „Darmst. Ztg." mitteilt, noch bis kurz vor seinem Tode seine ganze Arbeitskraft widmete. — Ein allmächtiger Wettermacher. Schon vor ein paar Wochen hat ein Herr R. Rodrian in Berlin als Wetterprophet von sich reden gemackst. Der Mann legte sich ten Namen „Meteorologisches physikalisches Jnstttut" bei und verschickte Bestellscheinformulare an Wirte, die sich verpflichten sollten, für jede richtige Voraussage guten Wetters 2 Mk. zu zahlen. Das heißt, er redete sich ein ober anbern vor, daß er das Wetter nicht nur prophezeien, sondern auch machen könne. Die Zahl derer, die nicht alle werden, scheint aber sehr gering gewesen, zu fein, beim Herr Rodrian hat jetzt ein zweites Rund- s breiten in Umlauf gesetzt, worin er, ter Boss. Ztg. zufolge, s'igt: „Wir haben etwa 800 Offerten an Gartenlokalinhaber Berlins und Groß-Umgebmig versandt, einladend zum Abonnement amf eine Wettervoraussage für jeden Sonntag, die beim Besteller am vorhergehenden Freitag eintreffen soll. Wir stellen den Preis amf 50 Pf cf, 1 und 2 Mk. pro Ansage, je nach der Kulanz der Wirte und derGröße ihrer Lokale. Wir wandten uns vor allem darum am die Gastwirte, die ein Gartenlokal besitzen, well diese ein tzoheZ geschäftliches Interesse daran haben, daß an Sonntagen trockenes, eventuell heiteres Wetter ohne Regen herrscht. Wenn wir nun sagen: Wir vermögen für den Sonntag^drohendes trübes o"ter regnerisches Wetter für die Dauer des Sonntags a b z u - wenden, so müßten doch gerate diese Kreise, die so intensiv wie nur möglich interessiert sind, etwas Interesse zeigen . . . Unser Schreiben aber ist unbeachtet gelassen worden. Auf etwa 800 Offerten gingen insgesamt nur 11 Bestellungen ein . . . Aus Grund der uns in so geringer. Menge gewordenen Abonnements können wir unsere Sache nicht wefterführen und erklären wir hiermit, daß wir die Beeinflussung des Wetters dahingehend, daß an allen Sonntagen schönes heiteres Wetter ohne Regen sein soll, bis auf weiteres vollständig einst eilen. S3id die Wetterlage ist, wird es voraussichtlich am Sonntag, 8. Mai, bei Gewittererscheinungen Regen geben, auch kann dies Pfingsten der Fall sein! Was aber ein verregnetes Pfingstfest an Verlust und Gewinneinbuße bedeutet, weiß jeder Wirt. Wir sagen darum nochmals: Wir vermögen das Wetter zu beeinflussen, brauchen jedoch zu jeder Beeinflussung vier volle Tage. Will man uns Vertrauen entgegenbringen, so, abonniere man sofort, aber in Masse. Vertrautman uns rechtzeitig, so schaff'enwireinschönesPfing st wette r,wirsagen dann ausdrücklich an, roic bic Wetterlage am Feste sein wird, damit man nicht von Zufall reden kann. Um allem vorziHeugen, sagen wir schon heute, daß wir, wenn genügend Abonnements einlaufen, das jetzt auf dem Atlantischen Ozean zwischen Madeira und ten Azoren befindliche „Hoch" nach Mfttel- und Nordeuropa schaffen, was untebingt längeres schönes sonniges Wetter «zur Folge hat." Diese Geschichte brauchte man nur von der heiteren Seite zu nehmen, wenn der Prophet nicht Geld verlangte. „Für nichts ist nichts," sagt er, und in demselben Augenblick, wo er versichert, seine lobesame Tätigkeit bis aus weiteres vollständig einzustellen, fordert er zum Mafsen- atemnement auf. Nach tem Bestellzettel soll auf 25 Voraussagen abonniert werden. Pro Stück 2 Mk. Zu bezahlen braucht ter Abonnent nur die falschen Prophezeiungen nicht. Treffen also zufällig einige ganz willkürliche Voraussagen ein, so bleibt immer bei „Massen-Abonnement" ein hübsch Stück Geld verdient. Ater es wird kaum dazu kommen, denn man merkt die Absicht, und der Prophet gilt sicherlich nichts im Vaterland. — Pfingsten auf bet Bühne. Daß das Pfingstfest auch schon Gegenstand eines ganzen Bühnenstücks gewesen ist. wird nicht allzuvielen bekannt sein. Im Jahre 1816 erschien in Straßburg ein Lustspiel „Der Pfingstmontag", bas baburd)' ein literarisches Interesse beansprucht, daß Goethe es besprochen und anerkannt hat. Ter Verfasser war ein Jurist, Professor an der Universität, Namens Arnold, ter in dem Stücke sich die Aufgabe stellt, alte deutsche Sitte zu schildern. Das Stück spielte im Jahre 1789, wv, wie Goethe in seiner Besprechung lagt,1 „das althergebrachte Straßburger Bürgerwesen sich gegen neuern- ben Einfluß noch einigermaßen derb und zäh bewahren konnte: und so wirb uns bas Werk boppelt wichtig, weil es das Andenken eines Zustandes erhält, welcher später, wo nicht zerrüttet, doch gewaltsam durcheinander gerüttelt wurde." Leider roar das Stück auch im elsässischen Dialekt geschrieben, so daß es über seine engere Heimat kaum von der Bühne herab bekannt werten konnte. Goethe lobt das Werk ungemein, doch erscheint es offenbar, baßi seine Vorliebe für das Werk durch seine Erinnerung an die in \ Straßburg verlebten Jünglingsjahre hervorgerufen wurde. Die Handlung des in Alexandrinern geschriebenen Stückes beginnt am Pfingstsonntag nach Tisch, die vier erste Akte dauern bis tief in die Nacht hinein, die Entwickelung und der Schluß bilden ben am Pfingstmontag spielenben fünften Aufzug. Tie Schilderung des für Pfingsten typischen festlichen Lebens ist übrigens nur gering und etwas lose in bic Handlung verwoben, die eine harmlose Liebesgeschichte schildert. — Ein neueres Gegenstück zu Arnolds „Pfingstmontag" hat dann im Jahre 1899 der jetzt in Bonn wirkende Universttätsprofefsor Heinrich S ch n c e g a n 5 mit seinem Tialektlnstfpiel „D'r Psingschlmondaa üun hitt zu doa" lvon heutzutage) gegeben, das hie elsässischen Bolkssttten von heute denen jener „guten alten Zeit" gegen überstellt. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Im Alter von 40 Jahren ist der Kunsthistoriker Walther' Gensel in Berlin gestorben. Er war Tirektorialassistent am Kupferstichkabinett, seine Bücher behandelten mit Vorliebe Paris und die französischen Maler. Außerdem schrieb er Kritiken über das deutsche Kunstleben, in denen er, seiner eigenen Art gemäß, das Feine und Stille bevorzugte. — In Jena ist der bekannte Goetheforscher, Geheimer Hofrat und Direktor des grohherzoglich- sächsischen Staatsarchivs a. D. Burkhardt im Alter von 80 Jahren g e ft 0 r bc n. i 1 ^schlossen, daß auch der Verletzte und seine Angehörigen nach rrchtcr- lichem Ermessen inwercihigt Weihen tonnen. Sei § 60 fand eure ausgiebige Erörterung darüber statt, ob das Gerrcht die -tx» '.fugnis erhalten sollte, Zeugen dann unvereidet zu lallen, wenn inc Apssage nach der Ueberzeugung des Gerichts offenbar unwahr ist. Das Reichsjustizamt bekämpfte dielen Gedanken. Schließlich wurden im zweiten Absatz des 8,60 die Worte „die Aussage" ersetzt durch „ben Inhalt der Aussage . danach kann die Vereidigung eines Zeugen unterbleiben, wenn alle Mitglieder Des Gerichts und die anwesenden Prozeßbeterligten die vom Zeugen bekundete Tatsache für unerheblich halten, nicht aber ichon dann, trenn sie die Zeugenaussage für unglaubhaft halten Der Ausschuß erledigte weiter die beiden weiteren Eides- varagraphcn 61 und 62. Eine eingehende Erörterung veranlaßten die Anträge der Sozialdemokraten und der Volkspartei auf völlige bezw. teilweise Beseitigung des religiösen Eha- r a kters des Eides. Die Sozialdemokraten verlangten überhaupt die Streichung der Worte „bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden" und „So wahr mir Gott helfe!" während die Freisinnigen diese Stteichung auf den Eid der Dissidenten beschränken wollten. Die Anträge wurden mit großer Mehrheit abgelehnt. Desgleichen ein Antrag des Zentrums, das im Gesetz ausdrücklich ausgesprochen wissen will, daß der Schwörende der gesetzlichen Eidesformel noch wettere Beteuerungsworte hinzufügen darf. Es wurde aber festgestellt, daß dies schon nach dem bestehenden Gesetze und auch nach dem Worttaut des § 62 des Entwurfs zulässig ist. Weiterberatung: Donnerstag. Roosevelt in Berlin. Vom Truppenübungsplätze Döberitz wird gemeldet: Aus Anlaß der Anwesenheit von Roosevelt wurde Mittwoch vormittag eine große Truppenübung abgehallen. Die Anmärsche der Parteien, denen die Truppen aller drei Waffengattungen zugeteilt waren, begannen schon um 8 Uhr. Tas Gefecht wurde mit einem langen Artillerie kam Pf eröffnet, wonach sich die Infanterie und die Kavallerie entwickelte. Der Kaiser und die Prinzen des königlichen Hauses soweit sie nicht, wie der Kronprinz, cingetreten waren — hatten in dem ehemaligen Dorfe Döberitz die Automobile verlassen und waren zu Pferde gestiegen; sie verfolgten den Verlauf des Gefechtes meistens vom Mühlenberge aus, von dem man bei dem schönen Wetter nach Norden und nach Süden einen gleich schönen .Ausblick hatte. Um 1273 Uhr wurde Kritik abgehalten. Nach der Kritik fand ein Vorbeimarsch aller beteiligten Truppenteile statt. Die Infanterie ging in Regimentskolonnen vorüber. Der Vorbeimarsch endete gegen Mei Uhr. Hierauf begaben sich der Kaiser nach dem Neuen Palais, Roosevelt nach Berlin zurück. Nach dein Manöver auf dem Toberitzer Uebungsplatze versammelte der Kaifer, während Roosevelt zu seiner Linken hielt, die Stabsoffiziere um sich und sprach abwechselnd englisch und deutsch seine Freude aus, daß Roosevelt einen Teil der Arniee gesehen habe. Es sei der erste Privatmann, der über deutsche Truppen eine Revue abhielt. Wir haben heute die Ehre gehabt, den ausgezeichneten Obersten der amerikanischen Rauhreiter bei uns zu haben. Roosevelt grüßte die Feldzeichen durch Abnehmen des Hutes. Berlin, 11. Mai. Der amerikanische Botschafter und Mrs. Hill gaben heute abend in der amerikanischen Botschaft ein Tiner zu Ehren von Mr. und Mrs. Roosevelt, Mr. Kermtt Roosevelt und Miß Ethel Roosevelt. Unter den Anwesenden befanden sich der Reichskanzler, der Staatssekretär des Aeu- ßeren und Freifrau von Schön, der Rektor der Universität Berlin und Frau Schmidt. Neue Kämpfe im albanischen Ausstand. Konstantinopel, 12. Mai. Eine amtliche Depesche TorgutPaschas meldet: Nach dreitägigen Kämpfen säuberten die Truppen vollständig den Paß von Crnoljeva und brannten das Dorf Budakova, wo der Führer der Aufständigen, Hassan Hussim wohnte, nieder. Die Ausständigen hatten große Verluste und flohen in der Richtung auf Tjakova. Auf türkischer Seite sind acht Soldaten tot, zwei Offiziere und achtzehn Soldaten wurden verletzt. Die telegraphischen Verbindungen mit Prizrend und Verisowitsch werden heute wieder hergestellt. Salonik, 11. Mai. Durch die Kämpfe, die gestern bei Bvelestrin und Debrenitza im Bezirk Prizrend stattfanden und mit dem Siege der türkischen Truppen endeten, scheint Prizrend von weiterer Bedrohung befreit zu sein. Die Truppen gingen überall mit großer Tapferkeit vor, teilweise mit dem Bajonett. Mahmud Schefket Pascha begibt sich nach Verisowitsch, um den Operationen näher zu sein. Er beschloß, V e r i s o w i t s ch mit einer ständigen Garnison von acht Bataillonen und weitere sechs albanesische Ortschaften mit einer solchen von je vier Bataillonen zu belegen. Der Bau der hierzu erforderlichen Kasernen soll unverzüglich in Angriff genommen werden. Von dem ersten Korps bleiben 20 Bataillone in Albanien dislociert, weil das dritte Korps nur eine beschränkte Truppen- niacht für Albanien zur Verfügung stellen Tann, * Konstantinopel, 11. Mai. In der Deputierten- k a m m e r erklärte auf Befragen derMinisterdesAeußern, daß die, Eidesleistung der kretischen Kammer die türkischen R e ch t e v e r l e tz e. Er teilte mit, daß die Schutzmächte in ihrer soeben eingegangenen Antwortnote erklärten, daß die Eidesleistung eines Teiles der kretischen Deputierten auf, den Namen des Königs der Hellenen an dem status quo der Insel nichts, ändere. Der Minister finde die Note unzureichend, doch werde sie von der Pforte als Zusicherung der Beibehaltung der Souveränitätsrechte der Türkei. ausgelegt. Der Ministerrat teile die Auffassung. Die Eidesleistung könne keineswegs etwas an dem Regime der Insel ändern. Was die Kreter auch täten, die Insel werde stets ein Teil der Türkei bleiben. Der Großwesir erkannte die Haltung der Kretamächte an und sprach die Hoffnung aus, daß bei der definitiven Lösung der Kretafrage die Souveränitätsrechte der Türkei aufrecht erhalten bleiben würden, was auch für die Kreter vorteilhafter fei als der Anschluß an Griechenland. Die Kammer erachtete die Erklärungen der Regierung für ausreichend. politifd>e Tagesschau. Zur preußischen Wahlreform. Aus parlamentarischen Kreisen wird uns geschrieben: In den Pfingstferien werden die Verhandlungen zwischen den Konservativen und dem Zentrum über die Gestaltung der Wahlrechtsvorlage zum 'Abschlüsse gebracht werden. Die Konservativen halten vorläufig noch an den alten Einigungsbeschlüssen fest und versuchen einen Mittelweg zu bauen, der eine Einigung zwischen den Herrenhausbeschlüssen und den Beschlüssen der Mehrheit des Abgeordnetenhauses bilden soll. Das Zentrum will auf keinen Fall die Herrenhausbeschlüffe annehmen, auch im konservativen Lager ist die Zahl der Gegner jetzt eine größere, vor allem wünscht man kein Zu- ammengehen mit den Nationalliberalen, deren Taktik bei der zweiten Lesung der Vorlage bei den Konservativen noch immer nachwirkt. Die Nationalliberalen beobachten eine abwartende Haltung, da über die Pläne ihrer Gegner bisher nichts Positives verlautet. Allgemein wird angenommen, daß auf der Grundlage der Herrenhausbeschlüsse unter Abänderung dec Drittelungsbcstimmungen Konservative und Zentrum eine neue Abmachung schließen werden. Ungewiß ist nur, wie Regierung und Herrenhaus sich dazu stellen werden. Die Herrenhausbeschlüffe können auf eine erhebliche Mehrheit nicht rechnen, wahrscheinlich auf keine Mehrheit. — Da? Herrenhaus selbst kann seine Beschlüsse am 21. d. M. überhaupt nicht mehr ändern, denn nach der Geschäftsordnung ist nur eine reine Abstimmung ohne Anträge und ohne Diskussion für den 21. Mai zulässig. Aus Hessen. R. B. Darmstadt, 11. Mai. Die Nationallibe- rale Fraktion der zweiten Kammer trat heute vormittag unter dem Vorsitz des Abg. Reinhart zu einer Sitzung zusammen, um über den dritten Gesetzentwurf der WahlrechtSvorlage, die Wahlkreiseinteilung, zu beraten und geeignete Vorschläge zur Abänderung der Regierungsvorlage zu machen, die in der vorliegenden Form von keiner Partei Zustimmung findet, liebet die neue Abgrenzung der Wahlkreise in den Provinzen Starkenburg und Oberheffen wurde eine allgemeine Verständigung erzielt, über die ander- weite Einteilung der Landtagswahlkreise in der Provinz Rheinhessen sollen in einer nächste Woche stattfindenden Sitzung nähere Vorschläge festgelegt werden. R. B. Darmstadt, 11. Mai. Das Großh. Staats- ministerium hat soeben an die von der ersten und zweiten Kammer gewählten Mitglieder und die Ersatzmänner für den gemeinsam mit Regierungsoertretern zu bildenden Ausschuß zur Reorganisatiion der Staatsverwaltung die Einladung zu einer Beratung ergehen lassen, die am Dienstag, 31. SDiai, im Sitzungssaal der ersten Kammer stattfinden soll. Deutsches Reich. In der Sitzung des Bundesrats am Mittwoch wurde dem Entwurf des Gesetzes für den Absatz von Kalisalzen in der vom Reichstag beschlossenen Fassung zugestimmt. Die R o h s o l l e i n n a h m e des Reichs an Zöllen betrug im April 1910 531/» Millionen Mark, mithin hat sie gegen den April 1909, in welchem sie sich auf 58*/? Millionen belief, um 5 Millionen abgenommen. Austcruv. Die Wiener „Polit. Porr." schreibt: „In den letzten Tagen haben einige Blätter wieder die Nachricht aufgettjcht, daß beim Besuche des Königs Eduard in Ischl im Jahre 1908 dieser bei Kaiser Franz Josef ohne Ergebnis den Versuch unternommen habe, den Kaiser fürdie Abrüstungsfragezu interessieren. Demgegenüber ist die „Polit. Korr." in der Lage zu erklären, daß ein solcher Versuch niemals unternommen wurde, und daß, mögen auch die traditionellen guten Beziehungen zwischen Oesterreich-Ungarn und England in den letzten Jahren zeitweise getrübt gewesen sein, das ausgezeichnete persönliche Verhältnis zivischen den beiden Herrschern hiervon in keiner We.se berührt wurde." — Früher hat man ähnliche Berichte nicht so scharf abgeleugnet. Nach Meldungen aus Peking sind in Fuen sich au Unruhen aus gebrochen. Das Gebäude der China-Jnlandmission wurde zerstört. Einzelheiten fehlen, da die Telegraphendrähte zcrschnttten sind. Hierzu bemerkt das Reutersche Bureau, daß die China-Jn- landmission aus Schanghai ein Telegramm erhalten hat, daß sich der Ausbruch der Unruhen bestätigt. Die Missionsstation Fuenschau steht unter Leitung der w ü r t t e m b e r g i- schen Liebenzeller Mission und wird von Herrn und Frau Heinrich Witt, Frau Witte, Fräulein Trojahn und Fräulein Leppin verwaltet. 21 us Stadt und Land. Gießen, 12. Mai 1910. ** Ordensverleihungen. Der Gro ßh erzog hat verliehen das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen: dem Hauptmann v. Oppermann vom Stabe des Ostfriesischen Feldartillerie-Regiments Nr. 62, seither Batteriechef im 2. Hess. Feldartillerie- Regiment Nr. 61, und dem Ober^Stabsveterinär Schneider vom Ulanen-Regiment Graf Häseler (2. BrandenbI Nr. 11, seither beim 2. Hess. Feldartillerie-Regiment Nr. 61. Ferner das Silberne .Kreitz desselben Ordens: dem Bize- tvachtmeister a. D. Phil. Mohr, früher im Leib-Dragoner- Regiment (2. Hess.) Nr. 24. ** Pfarrpersonalien. Der Großherzog hat dem Pfarrer Adolf Allwohn zu Marienschloß die evang. Pfarrstelle zu Nauheim, dem Pfarrer und Dekan Gg. B a y e r zu Groß-Gerau die evang. Pfarrstelle zu Raunheim, dem Pfarrer Dr. Rich. Dr e s ch e r zu Steinbach die evang. Pfarrstelle zu Eschollbrücken, dem Pfarrer Adolf Herrm ann zu Hitzkirchen die evang. Pfarrstelle zu Leeheim, dem Pfarrer Wilh. Krämer zu Groß-Bieberau die evang. Pfarrstelle zu Hahn (Dek. Pfungstadt) und dem Pfarrer Friedrich Matthäus zu Bensheim die 6. evang. Pfarrstelle an der unierten Gemeinde Offenbach übertragen. ** Empfang. DieGroßherzogin empfing gestern mittag 12 Uhr im Neuen Palais zu Darmstadt Frau Geh. Kommerzienrat Gail aus Gießen. "Aus dem Stadttheater wird un§ geschrieben: Es scheint noch nicht genügend bekannt zu sein, welche Vorteile in jeder Beziehung das A b o n ne m e n t auf die Operetten- Vorstellungen bietet Da TeilabonnementS und Gutscheine eingeführt sind, ist ein ziemlich weiter Spielraum zur Benutzung gegeben. Auch sei bemerkt, daß Abonnements bis zum Abend des ersten Spieltages ausgegeben werden und daß die Herren Studierenden an der Abendkasse Ermäßigung genießen. ** Heber Kometen /hielt gestern abend in der ober- hes fischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde Prof. Dr. M a r f e r t einen Lichtbilder-Vortrag, der sehr gut besucht war und lebhaften Beifall fand. Wir werden nod) näher auf den Gegenstand des Vortrags zurückkommen. '"Vermißt. Der 62 Jahre alte Taglöhnec Konrad Ballmann hier hat sich am 9. l. M. aus seiner Wohnung entfernt; über seinen Verbleib ist bis jetzt nichts ermittelt worden. Da der alte Mann sehr leidend ist und sich auch schon mit Selbstmordgedanken trug, wird angenommen, daß er in die Lahn gegangen ist. ** Eine Kornähre von 1.10 Meter Länge, die aus einem Acker in der Nähe der Lahn am Wißmarer Weg gewachsen ist, wurde uns gestern überbracht. Wie uns versichert wird, handelt es sich dabei nicht um ein ausgesuchtes Gxemxlsr, sondern per ganze After ist so kqtaniÄ LÄt Beweis dafür, daß trotz des schlechten Wetters ein günstiger Saatenständ zu erzielen ist, wenn zur rechten Zeit gesät und die Saat dann richtig behandelt wird. R. Bo den Hausen II, 11. Mai. Heute wurde der frühere Rechner unserer Gemeinde, der älleste und reichste Bürger unseres Dorfes, Rudolf Weitzel, zu Grabe getragen. Der Kciegecverein, dessen Mitglied er war, erwies ihm die letzte Ehre. Der Verstorbene, der Junggeselle war, lebte in den letzten Jahren mit einem aus HöckerSdorf stammenden Sonderling in seiner Wohnung zusammen und ernährte sich ganz spärlich. Für etwa 120 000 Mark Staatspapiere wurden bei ihm vorgefunden, die nun lachenden Erben in die Hände fallen werden. ? Büdingen, 10. Mai. Einen „Parteischuster" sucht die „rote Pareti" eines benachbarten Dorfes, in dem lange ein Wahlkampf um das Oberhaupt der Gemeinde tobte und die Gemüter sich heute rwch nicht beruhigt haben. Sämtliche 38 Wähler schwören dem kommenden chrsanren Jünger des „Hans Sachs" treue Kundschaft. ! Ulrichstein, 11. Mai. Ein Kind aus dem benachbarten Ort S. bekam von dem Markte'zu G. eine Mundharmonika mitgebracht. Das Kind spielte mit Begier und Freuden auf dem kleinen Spielding, obgleich der Mund des Kindes eine unscheinbare Wunde aufwies. Die Wunde schwoll an, und das Kind erlag einer Blutvergiftung. R.B. Darmstadt, 11. Mai. In der heutigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde ein Antrag der Bürgermeisterei angenommen, den städtischen Bediensteten und Arbeitern eine Teuerungszulage zu bewilligen. Diese Zulage soll in einer Erhöhung des Stundenlohnes um einen Pfennig bestehen: sie bedingt für die Stadt eine Mehrausgabe von rund 22 000 Mk. Weiter wurde noch ein Antrag der Bürgermeisterei angenommen, den städtischen Beamten und an den städtischen Schulen angestellten Lehrern neben der Gemeindesteuer auch das an die Stadtverwaltung zu zahlende Schulgeld bei der Ge- Hallszahlung anzurechnen. ODutenhofen, 11. Mai. In der letzten Kreistags- sitzung wurde den Gemeinden Dutenhofen und Münchholzhausen zu den Kosten des Ausbaues des Gemeindeverbindungsweges von Dutenhofen nach Münchholzhausen ein Kreiszuschuß von 1350 Mk. bezw. 920 Mk. bewilligt. Erst mit Vollendung der neuen Straße kann an beiden Orten der regen Bäulust so recht entsprochen werden. Hier toie dort sind neue Schul Häuser vorgesehen. w. Wetzlar, 10. Mai. Die Kreislehrerkonferenz wird Donnerstag, 14. Juli, im „Schützengarten" tagen. Die Regierung zu Eoblenz hat für sie folgende Aufgabe gestellt: „Wie erreicht der Lehrer bei feinen Schülern Selbständigkeit und Gewandtheit im mündlichen Ausdruck'?" Das Referat ist von der Inspektion Dutenhofen (Wetzlar) zu bearbeiten. Ten Vortrag haben die Herren Balz-Wetzlar und Watz-Dornholzhausen übernommen. [] Marburg, 11. Mai. Am Dienstag abend wurde der hier stationierte 65jährige Bahnpostschaffner Jakob Vom ho ff aus Laasphe auf dem Bahnhof in Kreuz thal vom Zuge überfahren und schwer verletzt. 11. a. wurde ihm ein Arm glatt abgerissen. — In die hiesige Klinik wurde eine Frau aus Wunderthausen eingeliefert, die bei der Explosion einer Petroleumlampe am ganzen Körper verbrannt worden war. Der HaubmoröinDornMeL rrn. Darmstadt, 11. Mai. Zu dem Einbruch und Mord in Dorndicl hat die Staatsanwaltschaft folgendes Ausschreiben erlassen: In der Nacht vom 9. auf 10. Mai 1910 wurde bei dem Spezereihändler Wilhelm Bachmann II. in Torndiel bei Groß-Umstadt eingcbrochen; Bachmann, dcr hinzu- kam, wurde von dem Einbrecher erschossen: der Einbrecher entkam unerkannt. Bezüglich seiner Personalbeschreibung kann nur angegeben werden, daß er einen dunklen Schlapphut und dunkle Kleider getragen haben soll und von mittlerer Größe war. Der Einbrecher hat sich beim Oeffnen der Fensterscheiben, durch die er einstieg, verletzt, wahrscheinlich trägt er eine äßunbe am Daumen oder Zeigefinger der rechten Hand. Dem Einbrecher fielen in die Hände: cme graue Düte mit Nickelgeld im Betrage von 8—10 Mk, außerdem noch ein Betrag Nickel- und Kupfergeld im Betrage von 7—8 Mk. Außer Nickel- und Kupfergeld kam ein Jubiläums-- zweimarkstück abhanden (angeblich mit dem Kopfe des Kaisers und der Kaiserin; wahrscheinlich die zum 200 jährigen Jubiläum, Preußens geprägte Münze.) Vermißt wird ferner eine Uhr (silberne Zylinderremonwiruhr mit zisiliertem Goldrand und ächt Steinen, vorne Glasdeckel, sie trägt die Fabriknummer 3219 Fabrik ©teinteitner u. Schott, Würzburg, sowie VerkansSnummcr 398 und Ernst Grimm, Groß-Umstadt auf dem zweiten Deckel eingraviert, auf dem oberen Deckel innen die Reparaturntrmmer 6428, sowie eine vergoldete und eine Nickelkette. Die Kugel, die im Herz des Getöteten gefunden wurde, hat 7 mm Kaliber, schwachen Hohlboden, stammt wahrscheinlich aus der Fabrik Ulm börfer u. Utendorfer, Nürnberg (R. S. W. 320). Um eifrige Nachforschungen, eventuell 'Durchsuchung und Festnahme Verdächtiger wird gebeten. Die Staatsanwaltschaft setzte heute ihre Ermittlungen fort. Kriminalkommissar Repp vernahm den Schmied Wilhelm Heckler aus Hainstadt, der auf feinem Rade heute früh um 6 Uhr einen Mann an sich dorbeieilen sah, der anscheinend nach Mömmlingen wollte. Auch^eine Anzahl Maurer aus Neustadt begegneten einem in raschen Schritten vorbeieilenden Mann in der sog. „Rechenbach". Nach ihrer Beschreibung ist der Mann 30—33 Jahre alt, dunkelblond und anscheinend seit einigen Tagen nicht rasiert. Er trägt dunkle Kleidung, schwarzen, weichen Filzhut, der oben eine Delle hat. Die Schuhe sind wahrscheinlich aus Filz oder Tuch, rundum mit Leder besetzt, die Sohlen durchgelausen, die Absätze schief. Er trug weder Schirm noch Swck, sondern ein kleines Paketchen in Zeitungspapier unter dem Arm. Sein ganzes Aussehen fiel den Leuten auf. Staatsanwalt .Dr. Krug setzte nachmittags die Vernehmung fort. Kriminalschutzmann Stein von Offenbach war am Nachmittag freiwillig mit seinem Polizeihund gekommen, um sich dem Staatsanwalt zur Verfügung zu stellen. Der Hund nahm die Spur auf, ging aber nur in das Nachbarhaus, die Wirtschaft Daniel. Trotz aller Mühe nahm er keine wettere Witterung. Auch ixr_ als sehr brauchbar befannte Polizeihund „Pia" des Wachtmeisters Heidt aus Weinheim war auf telegraphische Beorderung der Staatsanwaltschaft eingetroffen, um seine Kirnst zu versuchen. Auch er nahm wiederholt die Spur auf, verfolgte sie aber nur bis in die Wirtschaft von Daniel. Da her Wirt Daniel nach Lage der Verhältnisse nicht in Bettacht kommen kann, ist die an sich auffallende Tatsache, daß beide Huirde die Spuren bis zu dem Wirt verfolgten, wohl darauf zurückzusühren, daß Daniel als einer der ersten nach der Tat an der Mordstelle war und in dem auf dem Boden sickernden Blutt des Ermordeten herumgetreten war.__ Sturm und Regen in Gberhessen. •• Gießen, 12, Mai. lieber das heftige Unwetter, das gestern über unsere Gegend dahinzog, schreibt un§ unser meteorologischer Mitarbeiter: Die heftigen Ostgewitter am gestrigen Abend sind durch ein Tiefdruckgebiet, das am Morgen über Italien lag und im Wahrer! | Continental Mobiliett-Verkaits 1 Neu! Neu! Gr. Stetmveg 5. O4OO7J 2749 Gießen, den 12. Mai 1910. Continental-Caoutchouc- und Gutta-Percha-Co., Hannover noi 2 I 2 I Versuchen Sie Dirken mancher in seinem Dlütcnschmuck umgeknickt am Boden. ES stand eine überaus reiche Obsternte in Aussicht, die aber nunmehr in Frage gestellt ist, denn die Blüten sind meist zerzaust oder liegen zerschlagen am Boden. In der übrigen Umgebung hat der Sturm in ähnlicher Weise gehaust. .. erfolg ÜBERRASCHEND Prima Seit zwei Jahrzehnten die führende Marke. A llerbeste Qualität. Längste Haltbarkeit. Ammqer weneroenchl. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit gestern früh: Ein gestern früh über Italien gelegener Tiesdruckwirbel hat sich im Lause des Tages ganz wesentlich verstärkt unter rascher Westbewegung nach Frankreich. Anfangs trat am seiner Nordseite Aufheiterung ein und Nordostwinde brachten rasche Erwärmung. Nach dem Vorüberzug des Wirbels setzten starke Gewitter mit Sturm und Regen ein. Da jetzt ein großes Hochdruckgebiet über Westeuropa unsere Witterung beherrscht, wird die jetzt eingetretene warme und heitere Witterung andauern. , Wetteraussichten in Hessen am Freitag dem 13, Mm 1910: Heiter, trocken, Ostwind, sehr warni. Vermischtes. • Eine verheerende Feuersbrunst hat in Galizien einen großen Teil der Stadt Przcmyslany zerstört, ohne daß man seither die Gefahr wirksam bekämpfen konnte. Es gingen uns folgende Drahtiiachrlchtcn zu: Lemberg, 11. Mai. Blättermeldungen zufolge steht die Ortschaft P r z e m y s l a n y seit heute früh in F l a in m e n. Ein Stadtteil ist g ä ii z l i ch abgebrannt. Durch den herrschenden Slurtn breitet sich das Feuer rasch aus und gefährde! den höher gelevenen Stadtteil. Lemberg, 11. Mai. In der Ortschaft Przemylany waren bis Mitternacht 200 Häuser abgebrannt. Tie ösfentlichen Gebäude blieben unversehrt. 2000 Personen wurden bisher obdachlos. Sport. Kiel, 11. Mai. Der Kaiser stiftete für die nächstes Jahr in Atlssicht genommene deutsch - amerikanische Rega11e wiederum emen Preis. Die Wettiahrtailsschüssc beider Nationen sind dahin übereingekommen, daß die Regatte in Kiel uub zwar ,m Wesentlichen unter denselben Bedingungen slattsinden soll wie bisher. 03961 > Elcg. gut erh. Kinderwagen ZU verk. Babnbosstr. 401. Gerichtssaat. ke. Darmstadt, 11. Mai. Gegen einen Mieter, der beim Abschluß des Mietvertrags über die Anzahl feiner Kinder während der Unterhaltung unrichtige 'Angaben gemacht — er hatte von vier gesprochen, während er nut elf und einem iinehelichen Enkelchen angezogen kam — erhob der Hausbesitzer Räumungsklage. Das hiesige Apitsgericht gab der Klage statt. Das Landgericht als Berufungsinitenz bestätigte das Urteil. * "3 n dem Wcttbcwc rb um den RatbauZneubaa in Heidelberg bat das Preisgericht von 110 ei »gereichten Entwürfen an drei Entwürfe einen ersten und zwei zweite Preise verteilt. Den ersten Preis in Höhe von 4.'>00 Mark erhieUr Architekt Will,. E af-Stuttgart; zwei zweite Preise in Höhe von je 3000 Mark erhielten Militarbanlnspcktor Rud. Perig- n o n > Würzburg und Baumeister Ad. S) erb er g er Aschaffenburg, sowie die Architekten Rummel u. Förster-Stuttgart. Außerdem wuroen iw3i drei Enttvürfc zu k 1000 Mark angekausi: unb zwar die von Architekt L. Sjcnbcder Llcbcrlingcn, Professor Paul M c i ß n e r - T a r nt stad: und Architekten .Schuster u. Holtz-Freiburg i. Br. ...... * Tas Erdbeben von Costa Rrca r>t, lute sich jetzt herausstellt, auch von den Erdbebenwarten in .Hamburg uni) Laibach ausgezeichnet worden, doch waren die Aufzeichnungen so schwach, daß sie nicht auf ein so verheerendes Beben gedeutet werden tonnten. Am 5. Mai gegen 1 Uhr 45 Mm. wurden in Laibach schwache Fernbebemun- zeichnungen verzeichnet. Lange Wellen traten gegen 2 Uhr 15 Mitt., das Ende um 3 Uhr früh ein. Der .-HerdabstaiU» lag bei 10 000 Kilometer. Tiefe Aufzeichnung wurde mir der Hamburger Warre mitgeteili, wo gleichartige Auszeichnungen erfolgten. Ihr Zusammenhang mit Eariago ist zwciscllos. Tre Berechnung ergibt als Eintrittszeit 4. Mai, 6 Uhr 56 Min. abends, welche Zeit mit den Zeitungsmel- bungen gut übereinftünmt Tie Bobenperiodo von Costa 'Jtica begann am 12. April. Tas Beben vom 4. d. M. war ein Nachbeben, dessen Sperb jedoch seicht und unmittelbar unter der Stadt Cartago gelegen war. Aehnliche Beobachtungen wurden auch bei der Ktugsrou-Katastrophe 190 i gemacht. Unter diesen Voraussetzungen iönnen auch schwachen Fernbebenauszeichnungen zerstörende Erobebenlatastrophen zugrunde liegen. Kleine Tageschronik. Ter Schaffner Schmidt aus Tortmilnd der bei dem Eisenbahn u n g l ück i n Al ü l h e i m verletzt wurde, ist am Mittwoch Morgen in Köln leinen Verletzungen erlegen. Im Ganzen hat der Unfall jetzt 23 Opfer gefordert. Pearh ist mit seiner Familie vom Anhalter Bahnhote in Berlin abgereift; er wird in Halle Verwandte besuchen unb dann nach Rom fahren. . . In Berlin stieg das Thermometer gestern au, 2o Grad int Schatten. Abends und in der Nacht gingen verschiedene kurze Gewitterschauer nieder, ohne daß eine merkliche Abkühlung eintrat. Zn der vorletzten Nacht herrschte in Westpreußen Sturmwetter. Zn einem Orte wurde das Tach eines .Hau,es 500 Meter weit geschleudert. Auch in Mitteldeutschland gingen gestern mehrfach Gewitter nieder. , , Zn München vergiftete sich der 15 Jahre alte «ohn cine5 Münchener Weinhändlers mit Sublimat und jagte sich außerdem eine Kugel in den Kops, weil ihm der .Vater nicht genug Taschengeld geben wollte. In ganz Ztalienist ein starker 2B c 11 c r ft u r j emgetreten. Aus den norditalienischen .Voralpen werden starke Schneefälle gemeldet. e r . . „ , _. , , Tas englische Unterseeboot „8" sank bei einer Uebungssahrt vor P 1 hmuth über 200 Fuß tief; erst nach einer stunde gelang cs, das Boot wieder hoch zu bringen. In Franzisko Pußta bei Fünskirchen stahlen slowakische Arbeiter einen Sack, in dem sic Salz vermuteten, der icbodi Chlorkalk enthielt. Tie Arbeiter aßen davon. Einer starb soiort, 27 liegen im Sterben._ Lincrustaletie leichte, geprägte Lincrusta, fertig gemalt u. lackiert ä Mtr. 30 Pfg. ss18/« Ringfreie Tapetenindustrie C. Kupsch, Frankfurt a. DL, Aitegasse 27/29 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste, sowie für die zahlreichen Bin menspenden sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank- Ganz besonderen Dank den eoangel. Schwestern für die aufopfernde Pflege. Zm Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Zipp. Aus dem Nachlaß der Carl Heil II. 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Da derartige Wetterlagen äußerst feiten auftreten, haben die meisten ausübenden Meteorologen keine Erfahrung, die eine Voraussage dieser Erscheinungen ermöglichte. Die Gewitter waren äußerst heftig und haben vielfach besonders in Wäldern großen Schaden an gerichtet. Tadel sind starke Regen gefallen: Gießen 13, Darmstadt 15, Metz 15, Karlsruhe 16 nun. Ihre Verbreitung hat sich aus Mittel- und Südwestdeutschland beschränkt, während das ganze Norden und Osten des Reiches geroitterfrci war und bereits gestern bei Ostwind warmes Wetter hatte. Die Zyklone über Italien, die die Gewitter brachte, hat aber auch nun endlich durch Ansaugen warmer Ostwtnde aü§ Rußland das seitherige kühle Maiwetter beendet. Ein Opfer des Sturmes, wenn auch kein direktes, war auch unsere elektrische Straßenbahn, die etwas über eine Stunde, etwa von V29 bis l/810 Uhr, stillstehen mußte. Ein herabfallender Ast war nämlich auf die Blitzableiteranlage an der Wieseckbrücke gefallen, wodurch Kurzschluß entstand, weshalb der Betrieb eingestellt werden mußte: Zm Rangierbahn Hof wurde eine als Unter - ruiiii5raiun für Arbeiter dienende Halle abgedeckt. Tas stürzende Dach brad)tc dir elektrische Leitung in Unordnung, so daß der entstehende Kurzschluß verursachte, daß der Rangierbahnhof eine octllang im Dunkeln lag. Auch von außerhalb sind uns zahlreiche Nachrichten zugegangen, die von außerordentlichen Sturmschäden zu melden wissen. So wird uns vom Schiffen berg berichtet, daß der Sturm dort an den Obstbäumen und im Walde große Verheerungen anrichtete. Ueber 100 Obstbäume sind dem Unwetter zum Opfer gefallen. Die Telephonleitung dorthin ist unterbrochen. Zn Klein Linden entstanden Sturmschäden, durch die u. a. ein Dach abgedeckt wurde. JnGroßen-Linden entführte Der Sturm eine yalle, so daß die darin verwahrte Maschine plötzlich im Freien stand. Zn Lützellinden schlug der Blitz in einen Birnbaum, der völlig zerstört wurde. In H euch eine im entstand ebenfalls großer Schaden. Eine Mauer wurde umgerissen und viele Obstbäume wurden entwurzelt. Auch von Garbenteich werden schwere Sturmschäden gemeldet. Große Baume wurden aus der Erde gerissen und auch die Dächer haben sehr Not gelitten. Einige Telegraphenstangen stürzten auf das Bahngeleise und ein Güterzug, der längere Zeit hier sestgehalten wurde und dem erst durch einen aus Gießen gekommenen Hilfszug die Weiterfahrt ermöglicht ivurde. Bon Hungen wird berichtet: Ueberall sind Fensterscheiben zertrümmert, Dächer abgedeckt, am Bahnhof sind die meisten Scheiben der Laternen entzwei und das Wellblechdach einer Treppe zur Unterführung wurde abgehoben und weithin geschleudert. Schornsteine wurden heruntergerissen, Scheunentore eingedrückt, große Pappel- und Obst-- bäume umgeweht und auch sonst überall großer Schaden verursacht. Die in der Blüte stehenden Obstbäume haben sehr gelitten, denn Blüten und Blätter liegen wie gesäet umher. Auch im Wald ist der Schaden groß. Auch Kinzenbach wurde von dem furchtbaren Unwetter hart mitgenommen. In ganzen Straßenzügen wurden die Ziegel abgcdeckt, und mächtige Hoftore umgeworfen. Sehr groß ist der Schaden für unsere Obstbäumc, liegt doch gar Säule, . , 1 Rohrsessel mit Kissenbezug, (-i)arbittcn, Rouleaus, 1 Oclaemäldc, diverse Silber usw. usw. >2698 Bernhardiner, ^alu^ers'cklassige, schön gezeichnete Tiere, hat abzugeben „ >03938 Jean Faber, Großen-Linden. E. Steinhauer, Giessen Wetzlarer Weg 77 [D*75] Wetzlarer Weg 77 WSchü h-Hwa 'Ernst ärthrrnhw neue, eritklassige, mit flllljrrwr, Garantie, sowie Ersatzteile kaufen Sie äußerst billig Wolkengasse 16 v. (03166 - Kleineres Haus mit Werkstatt und Stallungen zu verkousen. öriw. 'm tiinbrudj uub $ou laltschajl folgende t vom 9, auf 10. 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Newy 0 rk, 12. Mai. Ballonführer Fordes stieg Montag nacht mit einem Begleiter in Quino n (Illinois) mit dem Ballon /■Utting" auf, um den Wettsieg der Ltfianziahrt zu brechen. Sie wurden nachts in der Nähe von Glasgow (Kentucky), wo der Ballon niedergegangen ist, besinnungslos im Korbe auf- gefunden. Tas Befinden beider ist e r n st. Forves nahm bekannllich 1908 an dem Gordon-Bennei- Wettrennen in Berlin teil. Sein Ballon platzte damals über Friedenau und siel auf ein Haus. * Budapest, 11. Mai. Für die in der Zeit vom 5. bis 16. Juni hier abzuhaltende Flugwoche haben zahlreiche deutsche Flieger ihre Beteiligung angeineldet; unter diesen befinbeii sich Behreiid mit einer eigen besonders gebauten Maschine. Außer Panlhan, L a 11) a m‘, garman und Rougier haben u. a. Esfim 0 ff und Baronin de la Roche ihre Betelligung angemeldet. Auf den ungarischen Staatsbahnen werden von der Landesgrenze ab F a h r k a r t e n, die mit Eintrittskarten zur Flugwoche erbiniden sind, zu ermäßigten Preisen auSgegcben. Beginn der paffioirrspiele in (Oberammergau. Ober-Ammergau, 11. Mai. Zur Hauptprobe der Passionsspiele, die heute vormittag um 8 Uhr begann, war das große Schauspielhaus bis auf den letzten Platz gefüllt. Mit dem Sonderzug waren auch Mitglieder des bayerischen Landtages ein- getroffen. Während der Nacht hat es stark geschneit. Es machte einen eigenartigen Eindruck, daß a uf den Räumen, auf den Brüstungen und auf der offenen Bühne während der Vorstellungen noch Schnee lag. Ter Tarsteller des Christus, Anton Sang, ist noch derselbe, der schon bei der letzten Ausführung vor zehn Zähren den Christus darstellte, ebenso liegen auch mehrere andere Rollen noch in denselben Händen. Eine besondere Durchbildung hat, inzwischen der Chor erfahren. Schon das erste Auftreten des großen, aus 400 Personen bestehenden Chors, ebenso das erste lebende Bild, die Vertreibung aus dem Paradies, sowie die erste große Voltsszene, der Einzug in Jerusalem, machten großen Eindruck. Alle Zuschauer folgten dem Gang der Handlung mit steigender Teilnahme. Ober-Ammergau ist trotz des kalten Wetters überfüllt. Für die Hauptaufführungen ist nach den Bestellungen ein überaus starker Besuch erwartbar. 03!)U6i Gebr. Mädchensahrrah bill. z. verk. Schiffcnbergcr Weg 54II. 3 Zimmer "| WWW L/vXVJvxXa DE§ Goldenen Medaille 2 Zimmer 4 Lr Fernsprecher Xr. 435. all/s ouvSJ^ Konzert zu tasto te Saalbaufonds Sonntag den 29. Mai 1910, nachm. 5 Uhr, in der Turnhalle Dirigent: Univ.-Musikdirektor Prof. G. Trautmann D1 Biograph einen an Private ober für Plockstratze 12 Plockstraße 12 04003 Nur heute und morgen abends von 1|2S Uhr ab M Die Extra-Einlage „Magdalene“ (2036 vermieten. stein & Vogler A.-G., Gießen. 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