h- E. Ph, nzerge. er Anzeige. en hierdurch die ttaurige chtige unser innigstgeliebtrö cich gerufen hat. trauernden Eltern: bwarz u. Frau geb. $ol!. U. April 1910. (21% 'ienstag d.!2.Zlvril, nachm. ) neuen Friedshoses aus. gung. ijt herzlicher Ztilnafynt 'eben WatetS, SchwÜger- Tommer YX. I tt Hinterbliebenen. lpril 1910. 216? 5. er lieber guter Gatte, * iw6rem Krankenlager den Hinterbliebenen: Walther. 910. DU, von der Kl,ille21^ eluniber Bereulnng werben, und in welchem Grade der 'Buchi-JUustration durch diese technische Vereinfachung neue Wege erschlossen werden, läßt sich vorläufig noch gar nicht übersehen. Dr. MertenS hat, wie wir einer Mitteilung der „Graphischen Well" entnehmen, als simgiähriger 2weiter eines bedeutenden graphischen Unternehmens Gelegeirheit gehabt, alle graphischen Vier fahren cingefcnb zu studieren und fick, zur Aufgabe gemacht, das schönste aller Bilbdruckverfahren, den Kupfer druck, für die Allgemeinheit brauchbar zu machen, insbesondere für den ZeitungSvruck. Ein mehr als zehniahriges Studium führte den Erfinder im Jahre 1903 zuerst zur Ausbildung der Textilwalzen- Phategravüve. Um diese zu erproben, verlegte Dr. Rtertens seine BersnchSanstatt von Berlin nach dem Elsaß, der Wiege der deutschen Texttlindustrie. Aus dem Wege vieler Versuche kam er fo zu be Atertens- Wseltschaft" in Freiburg i. B. gebildet. Aehnliche Tiesdruck- o^rfcchven kannte man wohl schon feit einiger Zeit unter anderem Kamen wie „Mezzotint" (Bruckmann, Münch-en), „Heltetint" fentlid) ist in dieser Beziehung der Buiidesrat und der .hciutftng klüger als die Sßcrtrctcr der Stadt Berlin sind, und gleichzeitig weniger — zartfühlend gegen die Spekulanten. Nicht nut Unrecht i‘t häufig hervorqehoben worden, daß man die Wertzuwachsstener den Gemeinden überlaßen sollte, die den besonderen Verhältnissen mehr Berücksichttgnng em- räumen könnten. Nr. 84 Erstes Blatt 160. Jahrgang Dienstag 12. AprU 1910 _ Vezug»pretS: Der Giehener Anzeiger jwöögy FM monatlich75Pf„viertel- crscheint täglich, außer H A . , ▼ - . AA jährlich Alk. 2.20; durch HD WWZUflvnVIlVl vlUlVUlVlLKK MW General-Anzeiger für Oberheffen MW stlr Äe Tagesnummer Rofdfionsbnid und Verlag der Vrühl'schen Unrv.-Vuch- und Zteindruckerei H. Lange. Redaktion, Erpedition und Druckerei: zchttlstrahe 7. Aiizeigenleil: H. Beck. dir Dormütagd 9 Uhr. Line Niederlage der Engländer und Nüssen in Persien. Wie die Engländer und die Russen Persien ganz unter ihren Machtbereich nehmen wollen, beweisen btc Bedingungen, die sie für die Geivährung der Anleihe auf- teilen. Da die persische Regierung diese Bedingungen rund - veg ablehnt, darf man aus das weitere Vorgehen der beiden Mächte gespannt sein: London, 11. April. Reuter zufolge, wurde unter die, von England und Rußland für die geplante perstsche Anleihe gestellten Bedingungen die Vercinbamtng ausgenommen, daß das Programm der Ausg ab en der englischen und russischen Gesandtschaft unterbreitet werden muß. Tie Ausgaben sollen von einem Ausschuß, der aus dem Finanzminister als Vorsitzenden und vier Persern und zwei Fran^)sen tn persischen Diensten, Bizet und Mornard, besteht, kontrolliert werden. England und Rußland sollen, jedes Land in fernem Interessengebiete, zunächst das Recht habcn Ersen- bahnkonzessionenabzulebnen. Rußland soll das Schissahrtsmonopol aus dem Jrmrasee erhalten. Als Unterpsand für die zu leistenden Vorschüsse sollen die Zölle dienen. Der Zinsfuß sott sieben Prozent betragen. Teheran, 11. April. Die p e r si s ch e Re gi e ruu g teilte der englischen und der russischen Gesandtschaft mit, daß sie nicht in der Lage sei, bei der auswärtigen Anleihe irgendwelche Bedingungen anzunehmen, außer solchen, die sich auf die Verzinsung, Amortisation und hie Sicherstellung bezögen. Die Erklürimg ift gleichbedeutend mit der Ablehnung der vorgeschlagenen gemeinsamen Hergabe einer Anleihe von 400 000 Pfund Sterling seitens Rußlands und En glands. Die Festtage in Jerusalem. Jerusalem, 11. April. Prinz Eitel Friedrich reitet morgen nach Jericho, wahrend die Prinzessin in Beglettung des Botschafters Frhrn. Marschall von Biebersleiil verschobene Wohl- tätigkeiisanftaltcn besuchen wird. Frhr. Marschall von Biebersttin reist übermorgen nach Maifa zum Besuch der württembergnchen Templertolonie, dann nach Beirut und voir Beirut immer an Bord der „Lorelev" über Smirna nach Konstantinopel. Bei dem gestrigen, von der Stadt gegebenen F ruh st ü ck brachte der Gouverneur einen langen, begeisterten Trink sprnch auf den Kaiser, die Kaiserin und den Prinzen und die Prinzessin Eitel Friedrich aus; er gedachte der Reise des Kaisers nach Jerusalem und hob die Freundschaft Deutfchlands zur Türkei hervor, als deren Aufdruck die Bevötterung die Reife des prmz- lichen Paares betrachte. . . Der Prinz antwortete nut einem Trink,pruch auf den Sultan. Geladen waren sämtliche hohe Feftgäfte, die türkischen Behörden, Konsuln, Patriarchen und der Erzabt von Beuron. Währeno des Frühstückes erhob sich ein heftiger Sturm und Gewitterregen, so daß der Prinz und die PrinzefsiN auf die Teilnahme an der Festfeier des katholischen Paulushospiz, die unter einem großen Zelt stattfand, verzichten mußten. Zu dem am Abend auf dem Oelverghofpiz stattsindenden Elfen waren 150 Einladungen ergangen. Am Vormittag fand die G r u n d st e i n l e g u n g für das dem 9lcgierungyuaunici|ier Leibuitz in Austrag gegebene^ obanuiter- Hospiz aus dem Muristan statt. Frau Oellerman kündigte hier- für besondere Zuwendungen an. Zur gleichen Zeit erschienen in der Oelbcrgstistung etwa 80 deutsche katholische Pilger, von der Geistlichkeit geführt, besichtigten bad Gebäude und begaben sich dann in die Himmelfahrtskirchc, wo sic von Orgelspiel begrüßt wurden. Alsdann versammelten sie sich auf dem großen Hof, wo Freiherr von Mirbach eine kurze Ansprache an sie richtete, die sic mit brausenden Hochrufen auf den Kaiser, die .Kaiserin und die prinzlichen Herrschaften erwiderten. Sodann wurden „Heil dir im Sieger krau ;" und „Deutschland, Deutschland über Alles" angcstimnit. Nachdem die Lieber verklungen waren, ertönte das herrliche Geläute der Stiftungsglocken, was erneute begeisterte Kundgebungen hcrvorrief. Die Pilger dankten sodann ihren Gastgebern für die ihnen bereitete liebenswürdige Aufnahme. Der Ausland in Albanien. Der Ausstand der Albanier ist noch immer nicht unterdrückt. Auch die Kammer in Konstantinopel hat sich jetzt mit der Lage und den Ursachen des Aufstandes beschäftigt und den guten Eigenschaften der Albanier Gerechtigkeit widerfahren lassen. Der Großwesir hielt eine persönliche Rede, in der er auf die soldatische Tüchtigkeit der Albanier anspielte. Konstantinopel, 11. April. Das Ministerium des Innern erhielt heute nacht eine Depesche aus Prischtina, in der gemeldet wird, daß sich die Rebellen infolge der ihnen von den Behörden erteilten Ratschläge z c r st r e u t hätten; bie Führer würden sich heute unterwerfen. Die Entsendung von Truppen gegen Prischtina dauert fort. Die türkische Flotte trat in einer Stärke von drei Kreuzern und neun Torpedobootszerstörern eine Uebungsfahrt an, welche, Blattermeldungen zufolge, bis zu den albanischen Häfen ausgedehnt wird. Salonit, 11. April. Schcfkct Pascha berichtet, daß er bisher über 2 4 Bataillone verfüge, die eine teilweise Blockade der Arnantcn durchführten. Weitere drei,Bataillone würden zur See von Konstantinopel erwartet, die zusammen mit einer Kompagnie Genietruppen und einigen Schnellseuer- batterien gleichfalls nach Nordalbanien abgehcn sollen. Die türkischen Deansportdampfcr brachten eine Ladung Munition. Bevor nicht alle Truppen Äerisowitsch passiert hatten, dürfe kein Angriff auf die Arnauten ersolgen, die ihre Stellungen noch immer behaupten. Zwei Panzcrautomobile sind wegen Defektes in Sa- lonik zurückgeblieben. Konstantinopel, 11. April. In der Kammer kamen die Ereignisse in Albanien zur Sprache, die von den albanischen Abgeordneten als eine Folge der icplccpten Verwaltung und des willkürlichen Vorgehens der Beamtenschaft bezeichnet wurden. Der Albanese Musid tadelte auf das Heftigste die vorjährige Expedition Dsuiawid Paschas, den er ein blutiges Raubtier nannte. Tie Minister des Innern und des Krieges widersprachen scharf der Beleidigung des Generals, worauf ein u n b e s ch r c i b - licher Lärm eutnand. Ter Großwesir rühmte hieraus die guten Eigenschaften der Albanier, welche die sa)önste Zierde der ottomansichen >ironc seien und rechtfertigte unbedingt die notwendigen Maßnahmen der Regierung. Er crllärte, die Regierung müsse die Ruhe in Albanien sichern, weil davon die Sicherung der Lage der europäischen Türkei und das Wohlergehen der albanischen Bevölkerung abhange. Taraus wurde die Ausiprache geschlossen. Die Rede des Großwesirs machte einen vorzüglichen Eindruck. Aus Heyen. Unter dem Vorsitz von C. L. Schäfer tagte am Sonntag zu Frankfurt a. M. eine Versammlung der hessischen P r i v a t a n g e st e l l t e n. Anwesend waren etwa 450 Personen. Karl Fisck-er-Öffenbach berichtete über die Ergebnisse der Beratungen im Reichsamt des Innern, bei denen Vertreter der Regierung mit ben Abgesandten der Privatangestelltenvereine über die Frage der Priv atbeamtcnvcr i ichcrung berieten. Aus diesen Verhandlungen ist zu bemerken, das; in der ersten Sitzung nad) der Erklärung der Regierung ein Gesetzentwurf über die Pensionsversicherung der Privatangestellten dem Reichstag noch in diesem Herbst zugehe. Der Enttvurf werde die Versicherung aus Grund der Vorschläge der 2. Denkschrift, also durch Errichtung einer besonderen Zuschußkasse, zu lösen suchen. Am 0. April sand im Reichstagsgebäude eine abermalige Sitzung statt, in der auch den Vertretern der Minderheit Gelegenheit gegeben lourbe, ihre Forderung über den Ausbau der bestehenden Reichsinvaliden- versicberung zu begründen. Eine Einigung hat die Konferenz nicht gezeigt. Obwohl die Regierungsvertreter erklärten, datz die Forderung aus versicherungstechnischcn und finanziellen Gründen nicht durchführbar sei, beharrte die Minderheit auf ihren Beschlüssen. Die Versammlung nahm nach sehr lebhafter Aus!prack>e die folgende Entschließung mit großer Mehrheit an: „Die am 10. April in Frankfurt a. M. zahlreich versammelten Privatangestellten von H e s s e n u n d H e s s c n - N a s s a u geben ihrer Befriedigung darüber Ausdruck, daß nach Erklärungen der Regieriing ein Gesetzentwurf über die Pcnsionsver>icherung zurzeit ausgearbeitet und wahrscheinlich noch m die, em Herb st zur Vorlage an den Reichstag kommen werde/ Deut-ches Neieh. Aus Wiesbaden wird gemeldet: Der Kaiser traf am Montag mit Gefolge um 12 Uhr 40 Min. hier ein und begab sich zunächst ins Schloß. Abends erfolgte die Rückkehr nach Homburg b. d. H. Ter Kaiser mit Gefolge ist über Königstein tommenb, dort .um 7*A Uhr wieder cin- getrofsen. Am heutigen Dienstag beginnen in Berlin die neuen Verhandlungen zwischen den Vertretern des Arbeitgeberverbandes und denen der Arbeitnehmer i m B a u g c w e r b e. Von dem Ergebnis dieser Verhandlungen hängt es ab, ob Berlin in den großen Kampf, der im Baugewerbe ausgebrochcn ist, mit hineingezogen wird, oder ob hier noch eine Einigung zustande kommen.wird. Aus Erfurt liegt die Meldung vor, daß eine Vertretcrversammlung des Bezirksverbandes Thüringen des Deutschen Vauarbettgeberverbandes beschloß, am Frcttag abend sämtliche Maurer, Zimmerer und Bauarbeiter zu entlassen und die dem Bczirksvcrbande angehörenden 1450 Geschäfte zu schließen. Bon der Aussperrung werden etwa 16000 Arbeiter betroffen. Der Bauarbettgeberverband in Leipzig beschloß ebenfalls die Aussperrung sämtlicher organisierter Bauarbeiter für den 15. April. Es kommen ca. 7—800 Arbeiter in betracht. Am Montag wurde in der Sitzung des B u n d e s r a t s dem Entwurf des Zuwachs steuergcsctzes Zustimmung er- Aus Posen tvird gemeldet: Der Landesökonomierat Hermann Kennemann, der bekannte Mitbegründer des Deutschen Ostmarkenvercins und frühere sreilon,ervative Landtagsabgeordnete, ist an den Folgen einer Erkältung in Klenka im Alter von 95 Jahren gestorben. Anslcriiö. Die Zentralbank der deutschen Sparkassen in Prag, die Zweiganstalten, in Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Wien unterhält, hat eine gleiche Zweiganstatt in diesen Tagen in Triest errichtet. Die Verhandlungen wegen der Verlegung einer Zweigstelle einer deutschen Bank nach Triest haben Jahre gedauert. Taß sie jetzt zu einem gedeihlichen Abschlüsse gelangt sind, bedeutet einen nicht zu unterschätzenden Erfolg des Deutschtums am Mittelmeere. Wird doch hierdurch das in der alten österreichiscl^n Hasenstadt ansässige Deutschtum nunmehr wirt- schafttich unabhängig von den italienischen und slawischen Banken, bie es dem einzelnen Deutschen burch Entziehung des Kredites, Aufkündigung der Darlehne usw. sofort haben fühlen lassen, wenn er sich national, deutsch betätigte. Dringend ru wünicktcn i|t, daß nunmehr auch die reichsdeutschen Kreise, soweit sie GeschäftS- bezichungen nach Triest und darüber hinaus haben, ihren Verkehr mit den italienischen und slawischen gegen das Deutschtum arbeitenden Banken abbrechen und sich der Vermittlung der nunmehr errichteten deutschen Bank in Triest bedienen. Der schweizerische Nationalrat beschloß nach fünftägiger Aussprache mit 100 Stimmen gegen 45 Stimmen, das Iuiiiativbegehren auf Einführung der Verhältniswahl für den Nationalrat dem Schweizervolk zur Verwerfung zu empfehlen. Das gleiche Jnitiativbegehren wurde schon vor zehn Jahren von den Räten und dem Volke verworfen. Aus Marseille meldet man: Trotz des von der Vereinigung dcr Syndikatskammern der Arbeiter verbreiteten Appells zugunsten des Generalausstandes arbeiten sämtliche Kaiarbeiter weiter. 'Die Torpedojäger, die hier eingetroffen sind, um den Dienst der Postdampfer zu sichern, sind nach Toulon zurückgefahren. Der russischen Reichsduma ist ein geheimer Gesetzentwurf zugegangen, der für die nächsten zehn Jahre einmalige Ausgaben für Bedürfnisse der Landesverteidigung fordert und die Frage der 'Deckung der Ausgaben regelt. >Dcr Gesetzentwurf wurde, soweit er sich auf die Landesverteidigung bezieht, dem Landesverteidigungsausschuß und, soweit er die finanzielle Seite dcr Frage betrifft, dem Finanzausschuß überwiesen. Tic Pforte ließ in Sofia eine Note überreichen, in welcher sie die Aufmerksamkeit der bulgarischen Negierung auf die letzten Grenzzwischenfälle lenkt, und die Bestrafung der Schuldigen, sowie Maßnahmen zur Verhinderung solcher Zwischenfälle verlangt. Die „däowojc Wremja" erfährt, daß die serbische Regierung die Errichtung einer modernen staatlichen Gc - schützfabrik in Serbien beschlossen habe. Gegenwärtig werden bereits Baupläne im Kriegsministerium ausgearbeitet. Tie Beschaffung der erforderlichen Maschinen für die Herstellung von Geschützen werde auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung erfolgen. Die Fabrik soll in Guprija errichtet werden. Ans Stadt und Land. Gießen, 12. April 1910. Das Großherzogspaar in OberheFen. 9(uS Bad - Nau h elin wird uns berichtet, daß der Großherzog und die Großherzogin am Montag mittag dem Bade einen Besuch abstatteten, der fünf Stunden dauerte. Unter Führung von Kurdirektor Freiherr von Starck und einigen Herren der Neubaubehörde wurden die neuen Badehäuser, die nahezu fertig gestellten neuen Kolonnaden und der dahinter liegende Tennisplatz, sowie der Platz für die geplanten neuen Trinkkuranlagen besichtigt. Gegen 3 Uh: erfolgte mit Automobil die Weiterfahrt nach Lich, woselbst das Großherzogspaar einige Tage verweilen tvird. * ** Ordensverleihungen. Der Großherzog hat dem Preußischen Hauptmann z. D. Max Dreger, Mltglied des Direktoriums der Firma Friedrich Krupp A.--G. zu Essen, das Ehrenkreuz und dem Oberaktuar Ludw. Kohlheyer zu Lich die Krone zum Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Ordensangelegenheiten. Ter König von Preußen hat den nachbenannten Offizieren usw. die Erlaubnis zur Anlegung der ihnen verliehenen nichtpreußischen Orden erteilt, und zwar: des Russischen St. Annenordens zweiter K.a,se: dein Obersten von Jlsemann, Komman- oeur des Leibdragoner-Regiments (2. Hessischen) Nr. 24; der dritten Klasse desselben Ordens: dem Rittmeister An- dreae und dem Oberleutnaut v. Plat en, beide in demselben Regiment; des Kaiserlich Russischen St. Stanislaus- ordens z-weiter Klasse: dem MajorFreihcrrn v. S ch au r o t h beim Stabo des Gardedragoner-Regiments (1. Hessischen) Nr. 23 und dem Major Ritter und Go len v. Loeßl im Leibdragoner-Regiment (2. Hessischen) Nr. 21; der dritten Klasse desselben Ordens: dem Oberleutnant Grasen v. Lim b u r g- S t i r u m, dem Oberleutnant v. K a u l l a, dem Zahlmeister Saxe, sämtlich im Leibdragoner-Regiment (2. Hessischen) Nr. 24; der Russischen goldenen Medaille für Eifer am Bande des St. Stanisiausordens: dein Wachtmeister Schmidt und den Vizewachtmeistern Lauge und Reuter in demselben Regiment: der Russischen silbernen Medaille für Eifer am Banoe des et Annenordens: dem Wachtmeister B ö h n i s ch und den Vizewachtmeistern Ger ft er und Uh l in demselben Regiment; des Komturtreuzes zweiter Klasse des Verdienst- Ordens Philipps des Großmütigen: dem diensttuenden FlügetadjUtanten, Obersten mit dem Range als Brigade- Kommandeur v. L a u e n ft e i n. ** Pfarrpersonalien. Ter Großherzog hat dem Pfarramtskandidaten Gust. Glock zu Darmstadt, Vereinsgeistlicher des Hessischen Landesvereins für Innere Mission und Assistent der Epllcptrschen-Auslalt zu Nieder-Ramstadt, den Charakter als Pfarrer erteilt. ** In den Ruhestand versetzt mürbe der Reallehrer Hch. V ö l s i n g zu Darmstadt auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung feiner langjährigen treuen Dienste, und unter Verleihung der Krone zum Ritterkreuz 2. Klasie des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. ** Dic Iagdzcit im Großhcrzogtnm Hesscn ist in folgender Weise geregelt: Schtvarzwild, männliches Edel- und Damwild, alles Raubzeug, wilde Kaninchen, wilde Tauben, alles Wild, das im Großherzogtum oder in dessen nächster Nähe nicht hegt und nistet, rann das aanze Jahr geschossen werden. Männliches Rehwild hat im März und April Hegezeit, weibliches Rehwild nur vom 15. Oktober bis 15. Dezember Jagdzeit, der Dachs hat vom 15. Februar bis 15. Mai Hegezeit, Auer-, Birk-, Fasanen- und Truthähne haben Juni, Juli und August Hegezeit, Enten von März bis Juni, Trappen, Schnep.enar.en, Brachvögel und Kibitze Mai und Juni, Rebhühner dürfen nur von September bis November geschoben werden, alles übrige Wild, mit Ausnahme der Stare, deren Schonzeit mit dem 31. Juli endigt, hat vom Februar bis August Hegezeit. ** Finanz Minister a D. Gnauth. Der Aufsichtsrat der Fetten-, Guilleaume - u. Lahmeyer- Werke A.--G. hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, den früheren hessischen Finanzminister Tr. Dr.-Jng. Gnauth Exz zum Generaldirektor der Gesellscynsi zu ernennen. Der neue Generaldirektor wird seine Tätigkeit am 15. Mai beginnen und seinen Wohnsitz in Mülheim a. Rh. nehmen, woselbst in Zucunft die Verwaltung des Gesamtunternehmens vereinigt sein wird. "Zu Geht bien gesprochen wurden gestern abend durch den Obermeister der hiesigen Friseur- und Perrückenmacher-Innung Wießner die Lehrlinge Heinrich Tichy jr. und Max Jakoby, beide von Gießen. In festlicher Weise iviirde den beiden jungen Männern der Gehilfenbrief mit Glückwünschen für ihr ferneres Wohlergehen ausgehandigt. " Verhaftet. Auf Veranlassung der Kriminalpolizei m Frankfiirt a. M. wurde gestern abend hier ein Schuhmacher verhaftet, der des Verbrechens der Notziicht beschuldigt ivird. X Lollar, 11. April. Festge.wmme.r wurde heute hier der 22 Jahre alte, vielfach vorbestrafte Taglöhner Karl Kraus- köpf aus Gießen wegen eines an einem 4 Jahre alten Kinde verübten Sittlichkeitsverbreck)ens. Krauskvpf war bei einer hier weilenden Schauspielertruppe bedienstet. ? Hungen, 11. April. Der Gern Hardts che Zither- und Mandolinen chor aus Gießen konzertierte gestern abend im Saale dcr „Traube" vor zahlreichen- Zuhörern. Tas reichhaltige Programm, bestehend in musikalischen und gesanglicben Vorträgen, sand eine flotte Abwickelung und die Darbietungen des Chors gaben Zeugnis von seiner vorzüglichen Schulung und Tüchtigkeit. Der reiche Beifall, dcr den Spielern gespendet wurde, war ein Beweis dafür, wie sehr man von dem Gebotenen befriedigt war. Besonders gut gefiel die Idylle „Im Schloßpark" und das Sieb für Mändolinenchor „Dein gedenk ich, goldner Frühlingsmorgen". ? Steinheim, 11. April. Der seit etwa 8 Jahren hier amtierende, allseitig beliebte Lehrer Ohly wurde nach Arheilgen versetzt. Aus diesem Anlasse brachte ihm gestern abend der Gesangverein „Frohsinn" zum Abschied ein Ständchen dar, wobei der scheidende Lehrer eine Ansprache hielt und für die ihm erwiesene Ehre dankte. — Butzach, 11. April. Der Firma Oberhessische Kalk- unb Steininbustrie, G. m. b. H. in Blitzbach, wurde bie jederzeit widerrufliche Erlaubnis zur Anlage eines Anschlußgelcises mit Lokomotivbetueb nach der Nebenbahn Grünbcrg—Lich in der Gemarkung Münster erteilt. Der Betrieb wird von der Butzbach—Licher Eisenbahn ausgeübt iverden. x Bad-Nauheim, 10. April. Ein Schachverein wurde hier ins Leben gerufen. Ter Vorsitzende des neuen Vereins, der sich dem deutschen Schachbund angliebetn wird, ist Schriftsteller Wichmann. Im Jnteresic des Bades liegt eS natürlich, daß auch die Kurdirektion einem Schachklub die größten Sympathien zeigen muß. So ivird dem Verein im neuen staatlichen Cafe in den Kolonnaden ein besonderer Platz reserviert, auch hat der Kurdirektor für Arrangierung von Schachturnieren Unterstützung zugefagt. § Marburg, 11. April. Trotzdcnt das Sommcrscmcstcr erst am nächsten Freitag beginnt, hat der Zuzug dcr Studenten schon begonnen. Die Einschreibungen an der Universität müssen bis zum 5. Mai erfolgt sein. Als Termin für die endgültige Immatrikulation ist der 7. Mai festgesetzt. W. Frankfurt, 11. April. Die Kaiserin traf heute nachmittag um 2V2 Uhr im Automobil von Homburg hier ein und stattete zunächst dem Prinzen und der Prinzessin Albert zu Schleswig-Holstein einen einstündigen Besuch ab. Kürz nach 4 Uhr ,uhr sie zum Dr. L a m p 6' s ch e n Sanatorium in Sachsenhausen, um dort ihre Schwester, die Prinzessin Feodora zu Schleswig-Holstein, zu besuchen. Nach einstündigem Aufenthalt lehrte die Kaiserin nach 5 Uhr nach Homburg zurück. le. Vom Taunus, 11. April. Das im Schlosse zu Idstein befindliche Genesungsheim für Unteroffiziere und deren Angehörige wurde mit 30 Frauen und 21 Kindern eröffnet. Der Kuraufenthalt wurde für dieses Jahr von sechs auf fünf Wochen herabgesetzt. W. Wiesbaden, 11. MpriL In dem Hause Sedan- ftraße 5 wurde heute nachmittag der 42 Jahre alte Schreiner Bonllion tot aufgesunden: er war heute früh bei Reparaturen von der Leiter gestürzt und hatte schwere Kopfverletzungen davongetragen, versuchte aber am Nachmittag die Arbeit fortzusetzen. Ter Verunglückte hinterlaßt Fra« und fünf Kinder. — Tie vor einigen Wochen aus. Hannover hier zugereiste, in der sScharnhorststraße 10 wohnhafte, 31jährige Frau eines Kaufmanns Kaden, die mit ihrem Manne in Scheidung lebte, hat sich gestern mittag nach einem kurzen Wortwechsel mit ihrem Liebhaber an einem Fenster des Treppenhauses erhängt. In einem Briese gibt sie verfchmählc Liebe als Selbstmordursache an. — Der 35 Jahre, alte Bahnassistent H a r s y hat sich heute früh in seiner Wohnung, Walramstraße 27, erschossen. Die Setbstmordursache ist in einem unheilbaren Krebsleioen zu suchen. Sport. ** D c r R it d c r Hub „H a f f i a" eröffnete am Sonntag durch ein Anrudern auf dcr Lahn feilte diesjährige Ruder- saisou. Eine größere Anzahl Sportsreundc hatte sich zur l'ttn- fahrt der Boote eingefainben, die in schönster Weise ihren Verlauf nahm. Eine Feier mit Konzert vereinigte darauf die Mitglieder nebst Angehörigen im schön geschmückten Bootshaus. '2er Vorsitzende wies daraus hin, daß es nun ein Bestreben der Mannschaften sein müsse, ernste, eifrige Ruderarbeit zu leisten, damit auch Erfolge erzielt würden. Die erste diesjährige Regatta des Süddeutschen Rnderverbandes findet am 12. und 13. Juni in Offenbach unter Leitung des Ruderklubs „Germania" Offenbach statt, an der sich der Ruderklub „Hassia" in mehreren Rennen! beteiligen will. Der Verein verfügt gegenwärtig über zwei be=t währte Senior-Mannsck)afteu, sowie eine gut geschulte LÜrsänger- Mannschaft. Durch Neuanmeldungen hat der Verein einen größeren Zuwachs junger Leute erhalten, die sich dem Rudersport widmen wollen. 'v GcrichesHnaL. Karl May vor Gericht. Aus Berlin wird uns berichtet: Dienstag, 12. April, wird am Sck-ösfcngericht zu Eharlotten- bürg eine interessante Privatbeleidignngs klage verhandelt, die der Rciseschriftstellcr .Karl M a n gegen den Redakteur Lcbius angestrengt hat. Es handelt sich dabei ynt mehrere schwere Beleidigungen des Redakteurs Lcbins gegen Karl Map. Besonders steht ein Vorwurf zur Klage: Lcbius soll an die Kammersängerin Fräulein v. Scheidt in Weimar einen Brief geschrieben haben, in dem er vehauptttc, Karl Map sei ein geborener Verbrecher. Lebius tvill nach seiner Rechtsertigungsschrijt diesen Ausdruck mir in dem Sinne des Prosessors Lombrose gebraucht haben. Er will aber auch den Beweis für feine Behauptung antreten. In der Schrift, die Lebius dem Gericht eilt' gereicht hat, behauptet er von Karl Mal) eine derartige Unmasse von Verbrechen, daß es unmöglich erscheint, alle diese Straftaten, die Karl May begangen haben soll, wicderzugebcn. Diebstahl uni) Raul' sind verhältnismäßig harmlose Dinge. Es werden auch für die Behauptungen sehr viele Zeugen genannt, unter denen der Rektor dcr Technischen Hochschule zu Dresden, Geh. Hofrat Prof. Dr. Cornelius Gurlitt, zu erwähnen wäre. Er soll bezeugen, daß Karl Mat) zu Unrecht den Dvktortttcl geführt habe. Ms weiterer Zeuge von Bedeutung wird Professor Tr. Schimiann, Redatteur des Dresdener Anzeigers, angeführt, der die Behauptung erhärten soll, daß Karl May außer seiner Mittersprachc nur einige Anfangsgründe des Französischen beherrsche. Tie Behauptung Karl Mays, daß er Chinesisch, Arabisch und Indianisch sprechen könn.', soll unwahr fein. Die erste Fran Karl Mays, Fran Emma Pollmer in Weimar, soll bezeugen können, daß Karl May zmn ersten Male im Jahre 1900 aus Deutschland hecansgekommen K«, d. h., lange, nachdem er seine großen Reisewerkc geschrieben hatte. Karl May soll demgemäß alle seine Reisegeschichten glatt erfun^n haben. Heber die Ehescheidung Mays iverden ungeheuerliche w' Häuptlingen ausgestellt, und als Beweis wird eine Abschrift des Ehescheidungsurteils angeführt. Kurz und gut, nach den Behauptungen des Herrn Lebius ist Karl Aiay der unglaublichste Menj^ ^ie Hebungen SpÄSK ,7 Mer dr- g-p'S iit u II" mit neun Pe |Äen $onn,ll- upni- die Stadt in der M win, wurde das Noblen.', 11- y in Koblenz eingetroffer öcr Stadt und über E die Rückfahrt in der w um 12 Uhr 45 M u Köln, 11. Hm. 10 Min. vor der M Bonn, 11 April. „M. II" zu einem Pro irieder vor der haste. Berlin, 11. Ap heute vormittag Dom,, fahrt nach Zuterb kehrte um 6 Uhr 10 M nach dem Schießplatz; 40 Mn., so daß es j ist. Die Laiidung feil» Ä, p gang v.[[c ei'1* n 4-’?3 « 5 M v,4- ii. Ä UOZ si£Ä«e" dcüin beganscnc^^ < Bes für und c°ntine und G< Achttij — ('sine Soiom fier neueren Lokomonv Santa Fe-Eisenbahn" gc ionischen Ingenieure ein gewaltige Maschine ist h ohne Tender 4620 Fen sogar 1000 Femner. Te: Petroleum für die Fcui siir den kessel miizuneh aus -.8 Rädern. Ader i betrieb liegt nicht nur Lokomotive fähig ist. $ durch den Schornstein au-gestoßen werden. ' so gebaut, daß die Sei genutzt wird: die Abzu entweichende glaube Kessels beiträgt. >■ Irucntbac gemacht wert an »eiwm weniger als 50 d. J c Mobiiim, ;ua i'jiiL- Lchmerialn, «L>, »^*>8 «tr- 'Hilft».... Cbntinenfal Pneumatic Beste Bereifung für Fahrräder und Automobile Continental-Caoutchouc' . undGutta-Percha-Co. ■k Hannover. j Dürkopp ■ • < .MMW Butzbach erbeten. 189 Allgemeine Wetterlage seit gestern früh: DaS Hochdruckgebiet über Tcutichland ist ostwärts weiter gezogen, während die West- ;nr(onc nach den brunchen Inseln und Nordeiwopa vorgedrungeir ist. Tober- bot in Deutschland der Wind nach Süden gedreht. TaS Wetter ist heiter und troden, vielfach kam wieder Nachtfrost vor: Gießen 3 Grad, WorinS 1 Grad Kalte: dagegen war Darmstadt frostfrei. — Tic Westzyklone bringt und jetzt Trübung und Eintritt von Regen bei südwestlichem Winde. WetterauLsichten in dessen am Mittwoch dem 13. April 1910: Meist wolkig und in vielen Gegenden geringer Regen, nachts milder, am Tage etwas kühler als beute, Südwest. Nr 762 1 Gros M 2.50 1 Auswahl Nr 36 = t5 verseh. Federn 25 Pf Uebenül erhältlich . ( Kein kratzen • Sehr dauerhaft 3 Griginal-Dral-tinelSungen. Die Reichswcrtjuwachssteuer. * Berlin, 12. April Ter En t lu u r f ei n c s R c i cfrs - wertzu wachs st euergesetzes ist in der Ausarbeitung des Reichsschatzamtes vom Bundesrat gestern angenommen worden und geht heule dem Reichstage zu. Regierungsseitig wird gcivünurt, daß der Entwurf, der gewissermaßen ein Teil der Reichsunan.,- resorm darstellt, vom Reichstage noch vor der Vertagung verabschiedet wird. Ter Entwurf lieht nur eine Besteuerung des Wertzuwachses von Immobilien vor, während von der Besteuerung des Wcrlzuwachics bei Wertp a P i c r c n abgesehen ist Im großen und ganzen sind die int vsmu und Juli 1909 im Reichstage geäußerten Wünsche und l)lnregungen oerüctiichtigt worden. Ter Entwurf wird als Rcincr tr ag T ür das Reich dte Summe von 3 0 M i l l i o n e n M a r k abwerfen. Ter Umstand, daß von einer Besteuerung der Mobilien abgesehen wird, lägt die .hossnung zu, dag die Beratung des Entwunes zu viel Zeit nicht erfordern wird, denn in der ImmobiUarbestcue- cungsfrage wareil im Boriahre alle Parteien einig, xie Wert - zuwachsitcuer soll von den Kommunen beim Verkauf der Grundstücke erhoben werden, die 6 Prozent der steuer an das R cic.) abführcn. Für gcroufc e>dllc ist Steucnrcihcit vorgesehen, so z. B., wenn Immobiliarbesitz aus Deszendenten übergeht zur Fortführung des Gewerbes. Tic Steuersätze lind nach der Besitzzelt abgestust. Was die Grundzüge des Rcgicrungsentwurscs anbclangt, |o werden die glcich'en Ziele verfolgt wie bei den jetzt in Geltung bciindlichcn kommunalen Zuwachsgesetzen. Versteuert soll der unverdiente Gewinn werden, der Gewinn alw, der nicht aus der Arbeit eines einzelnen, fonbent aus Einrichtungen der Äiunmuncn und des Staates erzielt wird. Aus diesem Grunde sollen auch beibc Faktoren am Gewinn teilnchmen. Ein gewisser Prozcntiatz der Wertsteigerung soll iltdcs von der Besteuerung frciblnben. Tie Interessen der Gcmeindcit werden in dem Entwürfe voll gc^ wahrt. Während im allgemeinen das Recht der Steuererhebung der Kommunen Vorbehalten bleibt, sind für dos platte Zand Souder bestimm ungen vorgesehen und hier als Erhebungs- stellc der Kreis gedacht, der sckwn heute nach dem Kommunal- abgabcngesetz berechtigt ist, die Werizuwachssteiter als Krers- kommunalabgabe einzuführen. * R. B. Darmstadt, 12. April. Ter Tirektor Josef Seidenspinner von den Heppenheimer Tontverken Hal sich der Staatsanwaltschaft g eft eII t mit ber Angabe, daß er umfangreiche Wechselfälschungen acn habe, um frühere Veruntreuungen zu decken. Es : sich uni etwa 20000 Mk., von denen 1000 der Firma entgehen, während der übrige Betrag von verschiedenen Van len zu tragen ist. Königsberg, 11. April. Gestern abend erfolgte an Bord des Motorbootes „Concordia" eine Kesselexplosion, die einen Brand verursachte. Die an Bord befindlichen acht Personen sprangen mit brennenden Kleidern in den Pregcl, konnten aber sämtlich von einem vorüberfahrenden Dampfer gerettet werden. Paris, 12. April. In Foit (Dep. ArriegeS) wurde der frühere Minister Delcassöc in einer Wählervcrsammlung, in der eine Rauferei entstand, leicht verletzt. Paris, 12. April. Die Fuhrleute der Kchrichtwagen nahmen ihre Arbeit wieder auf, ohne etwas von ihren Foi> dcrungen durchgcsetzt zu haben. In Marseille steht für morgen ein Generalausstand der Kaufleute unb Straßen bah nange st eilten in Aussicht. Paris, 12. April. Durch den neuen französischen Zolltarif wird die Einfuhr Deutschlands mit -1 Millionen und die Belgiens mit IV' Millionen Franken frei affet. ' Paris, 12. April. In Mourrnelan le .Grand stürzte der Gras Verrnil mit seinem Eindecker ab und verletzte sich schwer. Rewy or t, 12. April. 9lad) einer Meldung des Rew> 9) ort § er alb sind auf Gacadalouge mehrere Personen, darunter ein Bürgermeister, sowie. der Gegeniandidat des soz. Deputierten Gerault Richard wegen Aufreizung ^11111 Aufstand verhaftet worden. Tie Bevölteruug ist in großer Erregung, und in einem entstandenen Handgemenge wurden mehrere Personen verletzt. Wr Soennecken’s^ rKugelfedem für schnelles schreiben und rauhes Papier Meli 6 Mer Pürhprpi Größter Betrieb ■amanaa 'lies. Branche im asässtssfiö Grossb. Hessen. Geg. chem. Wasch-Anstalt. Seltersweg 79 a Telephon 627. Neuenweg 4 Telephon 553. 15 eigene Läden. Färberei-Versandgeschäft Post- und Bahn-Sendungen werden nach der Zentrale in srciroiliiüc AcUizeiMg. Freitag beu 15. Avril 1910, uachm. 3': Ulir, oeriteigere ich im Auftrage des Bäckermci'tcrs Qtlo vaas in Rieder - Lesiingcn wegen Aufgabe des Geschäfts wl- genoe Sachen gegen Barzahlung: Einen Brotwagen lachlsitziges Break', eine oer^imue Bach mulde, eine Teigteilmaschine, eine Mchlnebmafchine, 1 leichten Lelonomiewagen, eiwa 30 Mtr. gcri'senes Tannenscheitholz, fünf Pferdegeschirre, darnnler zwei filbcrplnttiertc, sowie sonstige Bäckereigerälschaften u. o. in. Tic Versteigerung findet ganz bestimmt statt. '2177 Lich, am 11. April 1910. Al ort. Gerichtsvollzieher. Prima naturreiner Apfelwein sowie sau'.Uickie Beerenweine, auf derTbstausstcllung 1909 zu Gießen mit dem 1. Preis prämiiert, emof. fttltttci von tag Lchäser, sicher Striche 9. igyg Chauffeurschule Bingen a. Rh. [hv7 Staatsaufsicht. Prosp. frei. Lechttische Nachrichten. — Eine Lokomotive mit 28 Rade r n. Mit /bei neuesten Lokomotive, die uun für die „Atchison and Santa Fe-Eisenbahn" gebaut worden ist, haben die ameri- lanischen Ingenieure ein Meisterstück vollbraait. Denn diese gewaltige Maschine ist wohl die größte der Welt; sie wiegt ol) ne Tender 4620 Zentner, zusammen mit dem Tender so^ar 7000 Zentner. Ter Tender ist imstande, 4000 Gallonen Petroleum für die Feuerung und 12 000 Gallonen Wasser für den Kessel mitzunehmen. Diese Riesenlolomotive läuft auf 28 Rädern. Aber ihre Bedeutung für den Eisenbahnbetrieb liegt nicht nur in der Kraftentfaltung, deren diese Lokomotive fähig ist. Bei den alten Lokomotiven entweichen durch den Schornstein gewaltige Hitzmengen, die nutzlos ntsgestoßcn werden. Tie neue amerikanische Maschine ist so gebaut, daß die Heizkraft der entweichenden O)ase ausgenutzt wird: die Ab.'.ugsröhren sind so angelegt, daß die entweichende glühende Luft zugleich wieder zur Heizung de > Kessels beiträgt Welche gewaltigen Hitzmengen damit fruchtbar gemacht werden, zeigt sich darin, daß der Verbrauch an .Heizungsmaterial eine Ersparnis von nicht weniger als 50 v. >7. erfährt. Tie Maschine ist imstande, einen schwer beladenen, eine englische Meile langen Güterzug ohne Schwierigkeit zu ziehen. ber augenblicklich auf Deutschlands Fluren wandelt. Da May durch tri ne Schriften sehr viele Freunde und Verehrer gewonnen hat, ? d e in ihm einen sehr bedeutenden Menschen sehen, so ist der Aus- I gang des Prozesses von großem Interesse. Tas Urteil wird in I st dem Falle eine Aufklärung über den Charakter des bekannten Schriftstellers bringen. id Frankfurt a. M., 11. April. Ter 35 Jahre alte j> cihier Georg Konrad L 0 csch , der am 20. Dezember aus Gräm I darüber, daß ihm seine Frau entlausen war, den Versuch gemacht Tattc s i ch und sein sechsMonatealtcsKind durch Oesfnen r % Gashlihnes zu töten — welchen Versuch bas Kind mit dem ‘ eben büßen mußte, während Loesch wieder hergestellt werden tonnte — hatte sich heute vor dem Schwurgericht wegen Todschlages gn verantworten, wurde aber srcige sprachen. t Saarbrücken, 12. April. (Tel5 Das Schwurgericht verurteilte gestern abend den Arbeiter Girardi wegen eines am 25. Mai v. 3. begangenen Raubmordes zum Tode. w. Leipzig, 11. April. Das Reichsgericht hob das Urteil des Landgerichts München auf, durch das Fabrikant Dr. Hermann Scholl zu einem Monat Gefängnis und dreitausend Mark Geldstrafe verurteilt worden war wegen Betruges, begangen durch oen Verkauf des von ihm fabrizierten Fleischsaftes „P u r 0". lf Tie Sache wurde au das Landgericht zurückvcrwicsen, weil eine 1 Permöaensschädiguug nicht einwandsfrei sestgcstellt worden sei. Wien, 11. April. Das Landgericht verurteilte nach mehr- * tägigen Verhandlungen einen gewissen Joses Jsczes wegen vcr- u(fiter und vollbrachter Spionage und wegen mehrerer in Berlin begonnener Tiebstähie • von Ucbcrröden zu vier Jahren schweren H c r l e r 5. Ter Angeklagte hatte während ber Anc- 'lonslrise im Dienste zweier frember Mächte die Auskundschaftung ‘ iisterreichisch ungarischer Ti uvrcnbewcgungen unb bic Besorgung i (itiiriju .r Toiumciilr uLcrnommcn. rt. lssia" eröffnete aut <5* Vflbn seine lnesiahrige 'M lortfrcunbc hatte l.id) $ur 1» 11 schönster Äcist ihren rt vmmigte daraus d e n geidjmüaten Äo^shaus. l Zrein Seftreben ber 9km ^ale ber fl;1 säS?;; MM r-c ieil " b«"ebt! 8e?a8Nrti H-rE, »hl“ abend k/lc*cm An -bjchi-d > ®e|«n. srrrrr n*Q9c eines 9in(Aii ■ ^ec‘ •ssSs übt w.rd7 * °°" "Ä1; 7 'vird dein Verein im Waben ein bt|onbtut™ J 5,N 8lm"9i=n™9... ® M der Universität nuissv bic Kaiserin tra; 11 Automobil von yombur Ernzen und der cm einen einjtündiaen 5k, •c M Tt. Sampe'fißer en, um dort ihre Schtvestn ^ivigcholstein, zu besuchet hvic die Kaiserin nach 5 Uhl lpril. 2aö im Schlosse y agsheim für Unter, :ige wurde mit 30 graue; urausenthalt wurde für dich 1 herabgesetzt. ril. Cm dem Hause Sedan der 42 Cahre alte Schreinci er mar heute früh hei Sie ■r unb hatte ftfuvete achte aber am ÄachiniEa iinglückie hinterlM F' inigen Wochen cms v. chciiiü>orsfiirche 10 wch stmanns staden, bien tc, Hal sich gesteni mitte mit ihrem Liebhaber r es erhängl. In einte > als Selbstmordursache ot ftent Harsh hat sich hm amstraße ‘27, er schossen cm unheilbaren ArebslM Lustschlssahrt. Tic Uebungcn unserer beuischen Luftkreuzer haben mit dem Eintritt der günftigeren Witterung wieder begonnen, und die gelben Kriegsvögel werden bei ihren Flügen nun wohl dauernd von lebhaftem Interesse begleitet sein, lieber die gestrigen Fahrten liegen folgende Draht- meldungcn vor: Köln, 11. Llpril. .heute vormittag kurz nach 9 Uhr ist „P. ii" mit neun Personen in der Gondel zu einer mehrstündigen Fahrt aufgestiegen. Bonn , 11. April. „P. II" überflog um 10 Uhr 15 Min. bic Stadt in der Richtung auf Godesberg. Um 11 Uhr Min. wurde das Luftschiff über Andernach gesichtet. Koblenz, 11. April. „P. II" ist um 12 Uhr 20 Min. in .Koblenz eingetroffen. Nach einer Schleifensahrt über der Stadt und über Ehrenbreitenstein trat das Luftschiff bic Rückfahrt in der Richtung auf Andernach an und traf um 12 Uhr 45 Min. über Neuwied ein. Köln, 11. Zlpril. „P. II" ist nachmittags 2 Uhr 10 Min. vor der Luftschiffhalle gelandet. B 0 nn, 11. April. Um 10 Uhr vormittags stieg auch „DL II" zu einem Probeflug auf und landete um 11 Uhr wieder vor der Halle. Berlin, 11. April. Das Luftschiff „M. III", das heute vormittag vom Tegeler Schießplatz aus eine Fern- fLhrt nach Jüterbog zu einer Ziclübung unternahm, lehrte um G Uhr 10 Min. in bedeutender Höhe über Berlin nid) dem Schießplatz zurück, unb übte dort noch bis 6 Uhr 40 Min., so daß. es sieben Stunden in der Luft gewesen ist. Die Landung war glatt. AndreasEuler.Sleinstr.ll empfiehlt fein reichhaltig. Lager in Kohlen jeher Art, Stiletto, Koto unb Pminhslz 2176 5U den billigsten Tagespreisen. ijafll» jor Gericht. elc.)iSUNgS»" r :r Karl sich dcki A hat. gtsett 4 Stbatteu * foO» »uxi Ä « Ti'nar em«t * Lckerdt qM 1° Ä na-h,eProielsors Sr&’Sß i&Wt SKSS i» ""Varl Wl $*1{ aß-» Lchönelt blau-weißen Silberkies lieiient billigst frei ans HauS Fean Der» & Co., ö West-Anlage 81. Vermisster. * Zu dem Eisenbahnunglück bei Mülheim wird heute gemeldet: Ter schwer verletzte Zugführer des Militär zuges, der sich noch im .Krankenhaus bciinbet, erzählt, daß er beim Erwack^m aus seiner ^hnrnackst alle Kräfte zusamrnennahm und einem Schnellzuge entgegen gelaufen sei, ber von Opiaten kam. Es sei ihm gelungen, diesen Zug kur; vorüber Unfallstätte zunr Halten zu bringen. Ta die Gleise voller Soldaten standen, bic beit eben verunglückten Zug verlassen hätten, wäre iwch mehr Unglück herbeigeführt worden. v Tic Fruchtbarkeit der Krokodile. Fai Gebiete des Grmii- und Khamiftusses in Siwafrila bilden die Kriokobile, trotz der vielen Versuche, die zn ihrer Ausrottung gemacht werben, noch immer eine schivere Plage unb Gefahr für den Former'. Tie Tiere verschlingen Wlber, Sck?afe, Ziegen und selbst Schweine in großer Anzahl. Lbwahl in der genannten Gegend im vergangenen ^alnc zehn Stück der gefräßigen Echsen erlegt würben, erscheinen sie jetzt so zahlreich wie nur je, ja, man glaubt sogar schvn acht mehr in diesem Jahre gezählt zu bnben. Kürzlich nun wurde ein großes weibliches Krokodil erschossen, und bald darauf sand man orn Ufer des Flusses sein Rest, bas nicht weniger als 62 Eier enthielt. Damit ist bic größte Anzahl, die man bisher gesunden hatte — 42 Eier — um beinahe ein Drittel übertroffen. Zm TrnchschniU finden sich etwa 35—40 Eier. Kleine Tnstcochronik. Der Kölner Männer-Gesangverein ist gestern nachmittag mit Sonderzug aus Italien in München eingetrofsen unb am Bahnhof von dem Vertreter ber preußischen Gesandtschaft begrüßt worben. Ter Verein wirb heute (Dienstags mittag bem Prinzregenten seine tzulbigung barbrmgen. Ungefähr 30 junge Leute aus Tautrh (Bukowina) vergnügten sich in der Nähe eines Steinbreches, als plötzlich mehrere schwere Stcinblöcke abstürzten. Sieben Personen wurden getötet, neunsehrschwerverletzt, während acht leichte Verletzungen erlitten. Gestern früh 4l/s Uhr wurde der Äalleh sche Komet von der Wiener Sternwarte aus beobachtet. Bei Ostende ist ein Lotsenfahrzeug mit einem von Antwerpen nach Dover gehenden Dampfer zusammengestoßen und gesunken; die neun Mann der Besatzung sind ertrunken. . . Bei der Besteigung des Roten felsens bei Münster am Stein stürzte ein Mann ab. Er wurde gräßlich verstümmelt. Es ist der 22 jährige Friseur Pryzibulla. Gestern abend v27 Uhr landete in der Nähe von Münchweiler an ber Alsenz der mit drei Herren besetzte Ballon „Bochum", der um 9 Uhr in Gelsenkirchen aufgestiegen war. Bei N 0 vite (Tcxas^ wurden 14 Erdarbeiter durch die vorzeitige Ezplosion einer Sprengladung bei den Ausschachtungsarbeiten für den Bahnbau zerschmettert. Beim Futzballipiel rourpe in Bocholt emem zwölfjährigen Knaben ein Ball so heftig gegen den. Leib geschleudert, daß er an schweren inneren Verletzungen in kurzer Zeit verstarb. In dem Dorfe Wischawe bei Trepiütz versuchten ans der königlichen Domäne galizische Arbeiter, in der Nacht zum Sonntag in die Mägdezimmer einzudringen. Der Aufseher Bereu ter und ber ihm zu Hilfe cilenbe Knecht Schönfelb, bie sich den Eindringlingen entgegenstellten, wurden von den Galiziern mit Messern unb Beilen furchtbar zugerichtet. Ter Aufseher brach tot zusammen, an bem Auttommen des schwer verletzten Knechtes wird gezweifelt. Drei Galizier würben verhaftet. Ter allrussischen Fischerei-Ausstellung in Riga wirb mit Genehmigung des Zaren eine ausländische Abteilung ungegliedert. Tie Vertreter Dänemarks, Schwedens unb Deutschlands werden zu einer Versammlung eingeladen, die während der Ausstellung vom 25. bis 28. Juli in Riga tagen wird. ________________________________ Aqimieii, Termien, VogcWgt. Auswahl leb. 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(Für Form unb Inhalt aller unter bieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt uic Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Am Sonntag abenb warf ich um 9,05 Uhr in den Bahn- hofsbriefkasten einen Brief, ber um 9,13 oder 9,21 Uhr in ber Richtung nach Frankfurt beförbert werben sollte. Ich wartete bis 9,35 Uhr, aber ber Kasten wurde in dieser Zeit nicht geleert, trotzdem eine Tafel besagt: „Wird 5 Minuten vor Abgang einer jeden Post geleert." In der Halden Stunde sind eine Anzahl Züge mit tiricfbcfürbcrung abgegangen. — foat bie Bahnpost Sonntags auch verminderten Dienst? Tann müßte es dem Publikum bekannt gegeben werden, damit niemand vergeblich von der Kaiser-Allee aus einen eiligen Brief nach dem Bahnhof bringt. * —r— Auch in diesem Jahre macht sich auf dem alten Fried- Hofe wieder das Verbrennen der allen Kränze, von Reisig unb sonstigen Abfällen in der unangenehmsten Weise bemerkbar. Vorigen Freitag häusten die Arbeiter einen mannshohen -los; on, der m Brand gesetzt wurde und stundenlang mit zimmer- hoher Flamme und großem Qualm brannte — dazu noch auf einem Grabe! Ter erstickende Rauch machte nicht nur für mehrere Besucher den Aufenthalt in diesem Teile des Friedhofs völlig unmöglich, sondern schwärzte auch die nahe gelegenen teilweise sehr wertvollen Marmordentmäler. Dieses ungehörige Treiben muß unbedingt und baldigst untersagt werden._________________ (Eicht Giessen Telephon 680 I__J I I und Vertreter: Peter Kronenberg, Süd-Anlage 7 aM/3 - - Reparatur-Werkstätte mit elektrischem Betrieb. w Plockstraßc 12 03075 Plockstraße 12 Heute Extra-Einlage Letzte Neuheit Soeben erschienen Ole Rettung les Cowboys Aeußerst spannendes, hochsensalionelles Drama mit groffartr gen Effekte».Länge 386 Meter. Die General-Versammlung 'mit darauffolgender Vorstands-Sitzung des Verschöuernngs - Vereins 'findet am Donnerstag den 14. d. MtS., abends 8 Uhr, im Eass Ebel statt. 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