Nr. 36 Der Gießener Anzeiger ericfirmt täglich außer Sonntags- - Beilagen: ».ei mal wöchentlich HittzcnerZamilienbläller ; irt)cimalii.iäfbcntl.Kreisi »lall für den «reis Siehen «Tienstag undFreirag); npeinml "monatl. Land wirtschaftliche Seitfragen ^erniprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Aerlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen Anzeiger Gießen. Ännatzme von Anzeigen für die Tagesnunnner bis vormittags 9 Uhr. Erstes Blatt 160. Jahrgang Samstag 12. Februar 1010 General-Anzeiger für Gberhessen Hofotiotts&rtKf und Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und ZteindruSerei R. Lange. Hcöattion, Expedition und Druckerei: Zchulstratze 7. Bezugspreis: monatlich75Ps.,vierteljährlich Alk. 2.20. durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6a Pf.; durch die Post Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal löPfa ausivärts 20 Pienniq. Ehesredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuilleton" und „Vermischtes" K. Neurath; für „Stadt u.Land" und „Gerichtssaal": E. Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. Die heutige Nummer umfafjt 16 Seiten. Apolitische wochenschLtzu. Gießen, 12. Februar. Bei der Betrachtung der Beredsamkeit des Reichstags im Militärhaushalt wird man unwilliürlich an die unbehag^ liche Lage erinnert, in der die Presse recht häufig ihre s-arlamentsstimmutt^sbilder zu schreiben genötigt ist. Gewiß, ei» kommen oft unwürdige Plattheiten dabei heraus, aber — und das war ja wohl auch der Gedanke des Herrn v.Beth- mattn — die Presse trifft nicht in erster Linie die Schuld, wir müssen uns im hohen Sinne fassen, und was geschieht, getrost geschehen lassen." Die bittere Kritik des heutigen Parlamentarismus ist. ohne Zweifel berechtigt. Die sechs Zczialdemokraten im preußischen Abgeordnetenhaus haben tun Donnerstag den auf das demokratisierte Parlament -zielenden Bemerkungen des Ministerpräsidenten eine wirk jane Folie geschaffen. Aber wir dürfen uns bei der Kritik drö Beamtentums neben den vom Kanzler gerühmten Vor- zigm auch etlicher Zöpfe und Schnörkel erinnern, die Mt gerade ein Ruhm unserer Kultur genannt werden Men. Das amtlich für die Oejfentlichkeit Geschriebene im Beispiel war oft nicht nur schwerfällig und humorlos, Emdern noch schlimmer: wo es um große Gesichtspunkte K sollte, seicht und phrasenhaft. Die „glänzenden" Hoste, die gespreizten, trostvollen amtlichen Umrahmun- bm deutscher auswärtiger Beziehungen und Interessen wird Herr v. Bethmann-Hollweg hoffentlich nicht als ruhmwürdiL int) politisch bildend bezeichnen wollen. Gerade im betrieb der Reichspolitik, wo mit einem Beamtenschema wenig er reicht werden kann, sind zum größten Teil die von Herrn ö. Bethrnann-Hollweg bemängelten Zustände verschulde! morden. „Der staatliche nationale Organismus Preußens, ben wir erhalten wollen, kann nur erhalten werden, ivenn er oon einem freien und vorurteilslosen Geiste erfüllt ist," io heißt es ill der vielbesprochenen Rede. Aber widerspricht dies nicht gar zu sehr dem vorgeschlagenen Wahlsystem? 'Xiiben die Beamten, die trotz des Ministers v. Moltke sanftem Widerspruch besonders an die Wählerfront rücken sollen, vorzugsweise den freien und vorurteilslosen Geist gepachtet? 2ozu kommt eine weitere widerspruchsvolle Behauptung: netr v. Bethmann-Hollweg meint, wir befanden uns lirlturell in einer Periode der Stagnation, wir wüßten nicht, ob wir hlif der t vH er en wissenschaftlichen Erziehung und Bildung wjerer Jugend noch auf dem richtigen Wege seien, und tz« tonnten uns der Lösung dieses Erziehungsproblems auj üe Dauer nicht entziehen. Und dann gibt er nach dem Prinzip der bevorzugten höheren Bildung dem vor Stolz schwellenden „Einjährigen" den Ehrenplatz an der Wahl- mie. . . Wir erwarten von der zunehmenden Demokratisierung her Wahlrechte gleichfalls keine Verfeinerung.der politischen Sitten. Aber wir hätten von den langen statistischen Vorbereitungen für ein neues preußisches Wahlrecht doch etwas besseres als die jetzige Vorlage erwartet. Sie wird in der ichigen Fassung sicherlich niemals Gesetz werden; daß die rorgeschriebenen „Bildungsmerlmale" bei der bisherigen Aeratung im Abgeordnetenhause auch nicht einen einzigen wohlwollenden Befürworter gefunden haben, ist den emsigen md geduldigen Verfassern und Bearbeitern der Vorlage sicherlich keine gute Vorbedeutung. Der Sturmlauf gegen die Beibehaltung des öffentlichen Wahlrechts sieht gleichfalls recht bedrohlich aus. Wenn in ^Preußen ein neues Wahlrecht überhaupt zustande kommt, wird es sicher ein ganz mderes Gesicht haben als die Regierungsvorlage. Zur die Angehörigen der übrigen Bundesstaaten wird poc allem die Frage sich erheben: washaben wir jan dem neuen Kanzler? Die Antwort ist noch nicht in ganzem Umfang zu erteilen. Aber loie verschieden ist die Wesensart des neuen Cannes von dem vielgerühmten Fürsten Bülow! bin Popularitätshascher ist Herr v. Bethmann-Hollweg nicht; n sagt es ausdrücklich: „Sucht nach Popularität wird keinen schritt der Regierung bestimmen." Ebenso erfreulich berührt es, daß in seinen Reden doch wohl ein ernsteres Renten sich geltend macht als bei dem äußerlich glänzenden md bestechenden, sich allzu sehr den Bedürfnissen der Masse toEcqucmenben Auftreten seines Vorgängers. Dieser scheint ieilich die freie Beweglichkeit des Weltmannes, die den Diplomaten auSmacht, voraus zu haben. Es würde seinem toten Geschmack widerstrebt haben, die königlich preußische Bildung „zu reduzieren und gehörig zu klassifizieren". Die oberste Forderung aber, die an den Leiter der Reichspolitik zu hUen ist, ist ernster, fester und zielbewußter Wille. Den eint Herr v. Bethmann-Hollweg zu besitzen. Wenn es ihm wist darum ist- als Weiser zu einer tiefgründigeren Kultur Üm Volke voranzuleuchten, so kann mau gute Hoffnungen tos ihn setzen und nur dabei wünschen, daß er nicht engherzig to alten Zöpfen — unnützem Memorierstoff für die Jugend, Überschätzung der sogenannten „Klassischen" Schulbildung - hängen mag. Man wird mit hohem Interesse abzuwarten kten, wie er in diesen Dingen seine Aeußerungen in der ^«hlrechtsrede demnächst ergänzen wird! Vielleicht erhält das deutsche Volk über die Persönlichkeit des Führers rascher Torheit, als man in den ersten Wochen geglaubt hat. Da- ^ails wurde er der Schläfer und Schweiger genannt, heute yurnt ihn die „Vossische Zeitung" den Philosophen des ckiillstandes. Man wird ihn weiter „philosophieren" lassen Msen, bis man ein endgültiges Urteil fällt. Mit beson- dwer Spannung wartet man auf die Beratung der aus- Airtigeu Politik im Reichstag. . . . Auf diesem wichtigen Gebiete befinden wir uno schon W länger als in unserer inneren Kulturlage in einem toerträglichen Zustande der Stagnation. Draußen geht 1. lebhafter zu als je, und 3 n Deutschen Reiche fehlt Mnbar der Mann, der in'Ruhe und mit sicherem Ziel und Een bei den internationalen Ereignissen Deutschlands ^s-!ge überblickt. Jetzt ist wieder ein Diplomat der Bismarck'schen Schule, der Madrider Botschafter, Graf von Tattenbach, ins Grab gesunken, und es erhebt sich die Frage: welche diplomatischen Verschiebungen werden eintreten? Der Reichstag hat früher recht häufig schon die Forderung aufgestellt, nur tüchtige und starke Geschäftsmänner, aber keine glatten Hofmäuner, möchten an die wichtigen Stellen im Auslande gestellt werden. Es war die Ausgabe des Reichskanzlers, dem Kaiser die entsprechenden Vorschläge zu machen. Die offenbare Tatsache, daß zwischen Wien und Petersburg neue Verhandlungen im Gange sind, wurde erst gestern und heute wieder bestätigt. Gestern war es die Wiener politische Korrespondenz, die verkündete, die Welt werde, wenn die Sache abgemacht sei, schon alles erfahren, und heute lesen wir eine Petersburger Meldung, daß die „Verhandlungen erst veröffentlicht werden könnten, wenn sie beendigt sein werden." Also eine rührende Ueberein- stimmung. Deutschland ist bei den neuen Abmachungen indirekt natürlich am meisten interessiert. Ob in der Berliner Wilhelm strafte durch die Geschicklichkeit unserer Wiener und Petersburger Vertretungen ein stiller Mitwisser sich danach einrichtet, wissen wir nicht. „Richt wahrsagen will mein Mund, aber sehr mißfällt mir dies Geheime . . ." Was aus Berlin gn Auffassungen über die Wien-Pesersburger Beziehungen verlautet ist, war bekanntlich eine philosophische Selbstberuhigung. Frankreich baut Luftschiffe und vergrößert seine Marine; der „Temps" hat gestern mit Befriedigung berichtet, des Grafen Tattenbach entschiedenes und stolzes Auftreten sei vbn der heute in Berlin vorherrschenden Neigung nicht als zeitgemäß betrachtet worben. So wird unsere Politik auswärts beurteilt. Wir schließen seniimentale Freundschaften ab, und ein großer Teil der deutschen Zeitungen liefert dazu die Musik. Gut, daß nicht alle Blätter darin ihre Aufgabe sehen, daß nicht alle den Eindruck erwecken, als sei ein Ministerwechsel in Spanien für uns wichtiger und interessanter als die Vorgänge in unserer Nachbarschaft. Das erlösende Wort müßte auch hier der neue Kanzler finden. Die Arbeit des hessischen ManMisschusses. R. B. Darmstadt, 11. Febr. Die Haushaltsberatnng im Finanzausschuß der zweiten Kammer hat durch Erledigung der Abstimmung über die einzelnen Kapitel ihren vorläufigen Abschluß gefunden, aber einen Abschluß, der nicht recht befriedigen kann. Es ist zwar im Siaatsoo-anschlag eine ganze Reihe von Abstrichen erfolgt, aber das alte Sprichwort, oaß viel Wenig auch ein Viel machen, hat sich hier nicht bewahrheitet. Wir haben uns die Mühe genommen, die Streichungen zusamrnenzu stell en; es sind rund 143,000 Mark, die da aus den vielen kleinen Pöstchen zusammenkommen. Aber was ist das für ein bescheidenes Sümmchen bei einem Ver- waltnngshaushalt von 65,788,038 Mark 58 Pfg. und einem Gesamthaushalt von 78,066,562 Mark 19 Pfg., der mit einem Fehlbetrag von nahezu fünf Millionen abschließt? Es muß anerkannt werden, daß sich der Finanzausschuß während seiner fünfwöchigen Haushaltsberatuna e feig bemüht hat, Ersparnisse im Staatshaushalt herbeizuführen und zu streichen, wo es nur irgend angängig erschien. Er hat auch verschiedentlich den Versuch gemacht, manchen der vielen in der Presse taut gewordenen Anregungen und Er- sparnisvorschlägen nachzugehen, wie der Vereinfachung des Staats kassemvesens und Beseitigung der Untererhebstellen, der Ersparnisse beim Forst- und Bauhaushalt, Bad-Nauheim usw., aber er hat sich doch nicht dazu verstehen können, in eine genauere Prüfung dieser Anregungen einzutreten, sondern sich meist mit der Ber,icherung der Regierungsvertreter begnügt, daß der Vorschlag aus diesen oder jenen Gründen zurzeit praktisch nicht durchführbar sei. Hier liegt nach unserem Dafürhalten überhaupt ein wunder Punkt der ganzen Haushaltsberatung: Das Material, das die Ausschußmitglieder in verhältnismäßig kurzer Zeit zu bewältigen haben, ist zu groß und zu umfangreich, um es kritisch genau zu überschauen. Die Regierung erschien bei den gemeinschaftlichen Sitzungen zumeist mit den drei Ministern an der Spitze in einer Starke von sieben Köpfen, und wenn bann der betreffende Berichterstatter mit seinen Vorschlägen zu Abänderungen hervortrat, so wurde er von der Wucht des schön registrierten Aktenmaterials der Regierungsvertreter einfach erdrückt. So kam es wohl, daß der Ausschuß bald einen Er,parnisvorschtag nach dem anderen fallen ließ und sich schließlich damit begnügte, hier ein paar tausend Mark für eine neue Schreibhilfe, dort für einen Wingertwart oder einen Gärtner zu streichen und grundsätzlich auch alle Mehransorderungen gegen das Vorjahr zu verweigern. Aber daß es damit nicht getan ist, beweist das vorerwähnte Ergebnis dieser Streichungen. Es steht fest, daß für je ein Prozent der angeforderten Einkommensteuererhöhung ca. 110 000 Mark neue Einnahmen oder Ersparnisse notwendig sind und der Ausschuß hat ja auch bekanntlich einmütig vorgeschlagen, den Restbetrag des Ausgleichsfonds mit 1059 000 Mark anstatt zur Schuldentilgung entweder ganz oder zur Hälfte für Die Herabsetzung der 30 prozentigen Steuermehrsorderung zu verwenden. Aber das würde im günstigsten Falle und eingerechnet der vorbezeichneten Ersparnisse immer noch eine ca. 20 pro- zentige Erhöhung der Staatseinkommens- und 46 prozentige Erhöhung der Vermögenssteuer notwendig machen, die nach dem Urteil einsichtsvoller Männer bei der ganzen augenblicklichen Wirtschaftslage nur schwer ertragen werden könnte. Wir möchten deshalb Hoffen, daß die jetzige Gestaltung des neuen Staatsvoranschlags noch keine endgültige sein, sondern soviel weitere Verbesserungen ersahren möge, daß neben der Befriedigung berechtigter Wünsche der Beamten und Lehrer auch die ja nun einmal nicht zu umgehende Steuererhöhung auf einen einigermaßen erträglichen Prozentsatz herabgesetzt werden kann! Darmstadt, 11. Febr. Der Finanzausschuß der ersten Kammer trat heute vormittag unter dem Vorsitz des Grafen Erbach-Fürstenau zu einer vertraulichen! Beratung über die allgemeine hessische Finanzlage zusammen, wobei auch die näheren Ersparnisvorschläge festgestellt worden sein dürften, die der Ausschuß der ersten Kammer: in der gemeinsamen Sitzung beider Finanzausschüsse atro nächsten Dienstag zur Aussprache stellen wird. Darmstadt, 11. Febr. Der Gesetzgebung s-> a u s s ch u ß der zweiten Kammer, der auf Einladung seines Vorsitzenden, Abg. v. Brentano, am nächsten Montag! seine Beratungen wieder aufnimmt, wird sich neben verschiedenen kleinen Vorlagen hauptsächlich mit dem drittem Gesetzentwurf der Wahlrechtsvorlage, der Wahlkreis-» einteilung und mit bem Antrag Noack u. Gen. auf. Einführung der zweijährigen Budg e tp er io- den zu beschäftigen haben. Aus dem preuhischeu Abgeordnetenhause. :: Berlin, 11. Febr. Es ging friedlicher zu am zweiten Tage der Wahlrechtsaus- sprach?, als alle Welt erwartet halte. Nur zwei Orbnungsrufd hämste Herr Stroebel, der Vorwürtsredakteur und Vorsechter Der Sozialdemokraten, ein, und diese beiden Monita vermochte der ziemlich temperamentlose und in falschem Pathos schwelgende .Herr auch rmr mit einiger Gewaltsamkeit zu erzielen. Herr Herold, Gr Sprecher der Zentrumspartei, zeigte sich der diplonlatischen Ausgabe, der Regierung den Pelz zu waschen, ohne ihn naß zu machen, vollkommen gewachsen. Die dieueimeilun^ der Wahlkreise lehnte die Partei ab. Der Redner fang' ein Löblich auf das Reichstagswahlrecht, aber das Ende von diesem Siebe war, daß er incie taktlsäre Zentrumssorderung ohne große Skrupel preisgab. Tie Red.' klang in die Schlußworte aus: Tas hindert uns aber nicht, an dem vorliegenden Gesetzentwurf im einzelnen Abänderungen vorzunehmen, damit uber^ hallpt eine Verbesserung gegen den jetzigen Zustand zustande kommt. Wir werden rrach besten Kräften benrüht sein, solche Verbesserungen hineinzubringen, damit ein Werk zustande kämmt, das wenigstens die schlimmsten Härten des gegenwärtigen Wah-l- reü)!s meidet. lLebhaster Beifall im Zentrum.) Minister v. Moltke, der als Vertreter des zunächst ab- wesendeil Ministerpräsidenten sich bernehmen ließ, hielt eine lange! imb vornehmlich an die Adresse der beiden rechts stehenden Parteien gerichtete Rede, deren Leitmotiv war: „Mir können auch anders." Wir geben die Hauptstellen wieder: Tie Vorlage soll dem Beamtentum eine zu große Berücksichtigung geben. Ja, sind denn die aufgeführten Akademiker: und die,,die das Freiwilligenexamen bestanden haben, ferner die,, die sich im Besitz des Zivitversorgungsscheincs befinden, wirklich alle Beamte? Es wurde von den Zivilversorgungsberech:- tigten gesagt, es wären Seme, die erst etwas werden wollten. Cs sind aber in Wirklicht'eit Leute, die. durch eine lange Reihe, von Jahren bereits etwas geleistet haben. Es mag sich ja, gegen unsere Vo rschla ge manches und Vie les' einwenden lassen. Aber es ist doch zu berücksichtigen, daß es nicht wünschenswert war, aus den unteres Abteilungen, besonders aus der dritten alle Elemente heraus-, zunehmen, die irgendwie besondere Merkmale beizubringen hatten/ Auch aus anderen praktischen" Gründen warne ich vor dem Be-> streben, bei der Bestimmung der Merkmale für das Aufsteigen! in eine andere Abteilung zu weit zu gehen, nach wie vor soll die mat.'rielle Leistung für das Staatswesen unter besonderer Be-> rüclsichtigung dcs Reälbesitzes die Grundlage für die Abteilungsbildung bleiben. In der Kommission werden wir uns weiter über Einzelheiten verständigen. Freiherr v. Zedlitz folgte mit einem längeren Diskurs, der mancl)« Hoffnungen zerstörte, die von liberaler Seite auf die- Haltung der Freilonservativen in der Wahlrechtsfrage gesetzt worden: waren. Tie ©egner _ber geheimen Wahl haben in der freikonservativen Partei schließliche bod). Oberwasser gewonnen, und Herr d. Zedlitz, selbst kein prinzipieller Widersacher des geheimen’ Wahl- verjährens, legte seine Partei auf die Oeffentlichkeit der Wahl ein für allemal fest. Im übrigen war der freifanservative Redner^ bei aller Reserve in .Einzelheiten doch keineswegs abgeneigt, zu. einer liberalen Anschauung wenigstens einigermaßen Rechnung!! trage nbeir Wählte farm die Hand zu bieten. Er sagte u. a.: Tie Privilegierung der Bildung ist ein vernünftiger Gedanke. Bildung und Besitz sind meistens nicht mehr, wie früher, miteinander vereint. Ta ist eine besondere Berücksichtigung der Gebildeten gerechtfertigt. Aber man darf nicht einjeitig die Studierten privilegieren, auch die Männer der Praxis müssen solche Privilegien erhalten. Unanehmbar ist für uns die Bevorzugung der Militäranwärter, weil sie die anderen Beamten, vor allem aber den erwerbstätigen Mittelstand, benachteiligt. Tie geheime Stimmabgabe ist h:ule der Sozial.emolraüe weniger vort.ilhast als die ösjentliche. Aber wie bent auch sei, etwas Positives wird bei dieser Vorlage nur heraus kommen auf der Grundlage der öffentlichen Wahl! HcrrStroebel betrat die Tribüne. Er war herzlich schwach. Hatte Herr Herold seiner Partei ungebührlich viel Weihrauch gestreut, so besorgte Herr Strvebel dieses Geschäft ad maiorem gloriami der Sozialdemokratie mit noch mehr Eifer, aber auch mit noch mehr Ungeschick. Er erging sich in lächerlichen Tiraden über die Kulturmission und den „nationalen Charakter" der Svzial- Lemolratie rmd mitten in diesen pathetischen Ueberschwang fügte er Grobheiten gegen Krone und Iiegierung, die ihm zweimal den Ordnungsruf eintrugen. Herr Korsanty vergriff sich, wie gewöhnlich, gründlich im Ton, und da das hohe Haus die etwas anmaßlick;e Manier dieses jungen Polen nickst sonderlich begrüßt, so hatte er als erster unter den Wahlrechtsrednern das Vergnügen, vor beinahe leeren Bänken zu sprechen. Am Regierungstische schenkte man ihm auch wenig Beachtung, und nur ein junger Hilfsarbeiter aus dem Ministerium des Innern, der sich schon während Herrn Stroebels Rede die Langeweile mit der Anfertigung eines kunstvollen Konterfeis des Genossen vertrieben hatte, nahm von .Herrn StorfanttjS Aus treten interessiert Notiz, indem er auch dieses Parlamentariers sugendliche Züge zum Gaudium der Tribünenjournalistrn säuerlich und ^liebevoll auf preußischem Attenpapier verewigte. Am S-amstag wird Herr Pachnicke bat Rednerchorus eröffnen. Line Rede Dernburgs. Herr Dernburg hat in einer Festrede in Bremen beit Kaiser gefeiert und über die Haltung der Deutschen in der Fremde Worte gesprochen, die, wenn sie ganz mit den Tatsachen über einstimmten, nur freudig begrüßt werden könnten. Herr Dernburg war aber wohl mit Absicht ein eifriger Optimist: Bremen, 11. Febr. Zu der heute nachmittag int Hause Seefahrt wie alljährlich im Febrauar veranstalteten ^Schaff er m ah 1 z eit" waren u. a. bcr lKnladung gefolgt: Staatssekretär Dernburg, iMnister v. Podbielski, Admiral Graf Baudissin, Chef der Marinestation der Nordsee, sowie zahlreiche andere auswärtige Gaste und die Spitzen der hiesigen Behörden. Nach den vorgeschriebenen zahlreichen Trinlsprüchen ergriff Staatssekretär Derneburg das Wort: und führte aus, das Dichterwort „Der Rhein Deutschlands nicht Deutschlands Grenze" — ver stehe bcr Kaufmann und der Reeder jetzt in dem Sinne, das Meer Deutschlands nicht Deutschlands Grenze. Diesen Gedanken der Nation eingeprägt zu haben, sei das unvergängliche Verdienst unseres Kaisers. Der gegen den Deutschen erhobene Vorwurf, daß er unter fremden Völkern sogleich sein Volkstum verleugne, treffe nicht zu. Der Deutsche müsse sich zur Aufgabe machen, Dom fremden Wesen nur das sich zu eigen zu machen, was ihm Passe, im übrigen «aber das Deutschtum zu wahren. Der Staatssekretär schloß mit einem Hoch auf die freie Hansastadt Bremen. Der Ches der Marincstation der Nordsee, Admiral Graf Baudissin, drückte seine Freude aus über die zwischen Bremens Handel und Schisfahrt und der Kaiserlichen Marine bestehenden guten Beziehungen und schloß mit einem Hoch auf Bremen und den Norddeutschen Lloyd. Staatsminister v. Pod'bielski toastete auf die Kapitäne, die vor altem Männer der Tat seien; — damit schloß der ofsizietle Teil der Feier. Heue Gesetze in Ztaiien. Ein interessantes und sehr umfassendes Regierungsprogramm har der italienische Ministerpräsident am Freitag in der italienischen Kammer entwickelt. Cs wird darüber gemeldet: Rom, 11. Febr. Ministerpräsident Sonnino entwickelte in der Kammer unter lebhafter Aufmerksamkeit des Hauses sein R e g i e r u n g s p r o g r a in m. Der Ministerpräsident kündigte vor allem eine Vorlage betreffend die Schifsahrtssubventionen an: die nationalen Werften sollen unterstützt und die freie Schifffahrt gefördert werden durch Frachtvcrgütungen einerseits für die Einfuhr von Rohstoffen in italienische Häfen, wofern diese Stoffe in Italien verarbeitet werden, andererseits für die Ausfuhr von Erzeugnissen des Ackerbaus und der Industrie. Der Ministerpräsident brachte weiter ein Gesetz ein über die Errichtung eines C i s e n b a h n in i n i sl e r i u m s , ferner einen Gesetzentwurf betr. die Trennung des Ministeriums für Ackerbau und Forsten von dem für Arbeit, Industrie und Handel; diesem soll auch das Bureau für Behandlung von Zollangelegenheiten ungegliedert werden, das bisher vom Finanzministerium abhing. Eine umfassende Vorlage beschäftigt sich mit der Beseitigung der E r d b e b e n s lh ä d e n von 1908. Der Ministerpräsident ging sodann zur Frage der Zollgesetzgebung über und betonte, die billige Bemessung der italienischen Zölle trete immer mehr in die Erscheinung angesichts her wachsenden Härte der Zollsätze anderer, viel reicherer Länder. Daher sei der Zeitpunkt gekommen, wo Italien bei aller Geneigtheit, mit allen Ländern in wirtschaftlichem Frieden zu leben, zur Verteidigung seiner großen und berechtigten Interessen sich rüsten müsse für den Fall, das; seine friedliche Haltung keine Erwiderung finden sollte: die Regierung werde daher eine Enquete pci allen Interessenten veranstalten, um sich für den Fall, daß sie zollpoliiische Sperrmaßregeln anderer Länder dazu zwingen sollten, die Aufstellung eines Maximal- und Minimaltarifs mit Vermehrung der spezifischen Zölle vorzubereiten. Des weiteren verkündigte Sonnino die Veranstaltung einer Volkszählung und erstmaligen Betriebszählung und die Organisation eines statistischen Dienstes an, ferner ein Gesetz über das Staatsbürgerrecht, das die Interessen der Italiener im Auslände, die schon den fünften Teil des italienischen Volkes ausmachen, schützen soll, sowie Gesetze über die Feststellung der Vaterschaft, über Handelsgesellschaften, kleine Konkurse und Versicherungsgesellschaften Der K r i e g s m i n i st c r wird Gesetze einbringen, die u. a. die Ausbildung bei allen Waffengattungen auf zwei Jahre fest- setzen, jedoch den Anforderungen des Dienstes der berittenen Waffen, sowie der Notwendigkeit der körperlichen Ausbildung der Jugend und der Hebung int schießen Rechnung tragen. Auf dem Gebiet der Kriegsflotte will der Minister das vom Parlament bereits genehmigte Flotten-Programm bis 1913 ober 1914 zur Durchführung bringen; die Entwicklung der Werften lasse auf rasche Durchführung der Arbeiten hoffen. Die zur Hebung des Elementarunterrichtes getroffenen Maßnahmen werden das Budget im nächsten Rechnungsjahre mit einer Mehrausgabe von 7 Millionen belasten, 1911 und 1912 20 Millionen erfordern und im Verlaufe von sieben Jahren allmählich eine Mehrausgabe von 40 Millionen herbeiführen. Um diese Ausgaben decken zu können, wird eine leichte Erhöhung der Zigarettensteuer und eine leichte und allmählich wachsende Vermehrung der Steuer auf den im Jnlande produzierten Zucker vorgeschlagen. Sonnino schloß seine Rede unter lebhaftem Beifall. Nach den Erklärungen des Ministerpräsidenten wurde die Sitzung geschlossen. Aus Statt und Laut. Gießen, 12. Februar 1910. *• Tageskalender, ©tabttbcater. Sonntag nachmittag 31/., Uhr: „Ter fidele Bauer." Abends 7l/2 Uhr: „Romeo und Julia." K ro n b a u e r' s ch e r Q u a r t e 11 v e r e i n : Wohltätig- k e i ts °K o n z e r t am Sonntag nachmittag 5 Uhr im Saale des Gesetlschastsverems. Evang. Bund: F a m i l i e n a b e n d mit Vortrag von Vsarrer Mahle r-Ostrowo: Tic Arbeit an den deutschen evang. Rückwanderern aus Rußland und ihre Ansiedelung in den O,i° marken. Sonntag abend 8'/« Uhr in Steins Garten. Al ä d ch e n v e r e i n : Volksvorstellung. Sonntag nachmittag >% Uhr in Steins Garten. Kolof.seum: Täglich Vorstellung. K i n e m a t o g r a v h : Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. An lagemufit am Sonntag vormittag lll/3 Uhr in der Süd-Anlage. Spielplan: Zum Todeslage Richard Wagners (18. Februar 1883): Große Phantasie ans „Siegfried", bearbeitet von Seidel; Svanische Tänze Nr. 2 und o von M. Moszkowstl Ouvertüre zur Operette: „Orpheus in der Unterwelt" von Offenbach. ♦ " Dernburgs Orden. Der Großherzog hat dem Staatssekretär des Rcichs-Kolonialamts, Wirkl. Ge- heimerat D e r n b irr g r in Berlin die ^Erlaubnis zur Annahme nnd zum Tragen des ihm vom König von Preußen verliehenen Roten Adler-Ordens 1. Klasse, des ihm vom König von Württemberg verliehenen Großkreuzes des Friedrichs-Ordens, sowie des ihm vom Großherzog von Mecklenburg-Schwerin verliehenen Gro^'kreuzes des Greifen- Ordens erteilt. L c hr c r p e r s o u a l i e n. Uebertragen imirbc bem 'Schulamtsaspirnutcn Will). Kirsch aus Wiesbaden eine Lehrcrfkelle au bcr evang. Schule zu Westhofen, bem Schul- amtsafpiranten Ltlbw. Laug aus Pfungstadt eine Lehrerstelle an bcr Gemeinbeschulc zu Schlierbach, bem Schulamtsaspiranten Otto Maleton aus Dalsheim eine Lehrerstellc an her Gemeindeschule zu Hamm, bem Schulamtsaspirankcn Will). Ra t h g eb e r aus DiukcSheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober Flörsheim, dein Lehrer Hch. Gör-- lach zu "Nieder-Ofleiden eine LehrersteUe an der Gemeinbeschulc zu Ostheim. Bestätigt würbe der von bem Grafeu zu Erbuch-Erbach ans die erste LehrersteUe an ber Gemeinbeschulc zu Brensbach präsentierte Lehrer Pet. Barth zu Würzbcrg. Entlassen würbe der Lehrer an ber Gemeinbeschule zu Flomborn Jak. Iacguemar auf sein Nachsuchen. Erledigt sind: Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Eberstabt (.Kr. Darmstadt), mit bcr Organistenbienst verbunden ist. Erne mit einem evang. Lehrer zu bcsetzenbe LehrersteUe an bcr Gemeinbeschule zu Münzenberg. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzen.be SchulsteUe zu Lauterbach. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzenbe SchulsteUe zu Hain-Gründau. *• Der Laubw rutsch. Verein Gießen hielt gestern eine Versammlung ad. Pcivatdozent Dr. Kleeberger sprach über „Anwendung und Erfolge der Verwendung von neuzeitlichen Stickstoffdüngeinitteln unter verschiedenen Verhältnissen der einzelnen Kulturpflanzen, sowie der verschiedenen Bodenarten". Der Redner gab die Erfahrungen kund, die er bei seinen Düngungsversuchen auf den Feldern der Herren Hch. Allcs-Rieber-Florstadt und Rud. Brenne- mann-Ober-Erlenbach gemacht hatte. Zum Unterpflügen von Gründüngungspflanzen ist die beste Zeit nach dem ersten Frost im Herbst; das Frühjahr ist zum Unterpflügen weniger gut geeignet. Den Ausführungen des Redners folgte lebhafter Beifall. Am 24. Februar findet eine weitere Versammlung statt, bei der ein Vortrag über „Ländliches Bauwesen" gehalten wird. '* Kunstverein. Die erst seit einigen Tagen ausgestellten Bilder von Aßmussen, Eckenfelder, Ehrenberg. Rienäcker, Thuillier, G. Grefe-Lindau u. a. bleiben nur noch morgen Sonntag und die Kollektion Bergsma, die von hier aus in einem der ersten Kunstsalons Hamburgs zur "Ausstellung gelangt, nur noch einige Tage ausgestellt. "Nächste Woche gelangen drei interessante Kollektionen der bekannten Künstler Albin Egger-Lienz, R. Hirt du Irenes und Karl Alt neu zur Ausstellung. ** Stadttheater. Sudermanns Schauspiel „Strand- kinder", das am Dienstag hier erstmalig in Szene geht, ist nun auf einer Reihe von Bühnen in Vorbereitung. Der Grund, weshalb der Berliner Uraufführung andere Bühnen verhältnismäßig spät folgen, dürfte wohl überall in der notwendigen Renbefchaffung ganz eigenartiger Dekorationen zu suchen sein. Das Stück spielt nämlich in der Danziger Gegend aus der Halbinsel Heia zur Zeit der Herrschaft des deutschen Ordens in Preußen. Das Werk beherrscht fortgesetzt den Spielplan des Königl. Schauspielhauses in Berlin nnd der Kaiser hat bereits dreimal einer Aufführung des Stückes beigewohnt. * * Jubiläum des Männerturnvereins. Am Donnerstag abend sand im Hotel Schütz eine größere Versammlung von Mitgliedern des Männerturnvereins und Vertretern der hiesigen Vereine statt, die sich mit den Vorbereitungen ber für ben Juni b. I. geplanten Feier bes 25jährigen Stiftungsfestes bes Männerkurnvereins beschäftigte. Nach einem einleitenbcn Ueberblick bes Vorsitzenben Rechtsanwalt Kaufmann über ben Umfang und die Einrichtung des Festes schritt man zur Bildung bes Fest-, bes geschäftsführenden unb ber etwa 10 Einzelausschü se, bie bei ber allseitigen Bereitwilligkeit zur Mitarbeit rasch von statten ging. **DerEvauael. Bund schreibt uns: Die Mitglieber unb Freunde bes Evang. Bunbes seien noch einmal auf ben morgigen Familien-Abenb in Steins Gurten hinge- wicsen. Pastor Mahler aus Ostrowo wirb einen Vortrag halten über ein „evang. Liebeswerk an beutsch-russischen Rückwanberungen in ber Ostmark" unb über deren Ansiebeluna im Osten unseres Vaterlonbes.berichten. Da barüber noch verhältnismäßig wenig bekannt ist, so bürste bie Gelegenheit benützt werben, um ein Liebeswerk kennen zu lernen, das auf manchen Erfolg blicken kann. Weiter kverden musikalische Darbietungen ben Abenb verschönern. Neben einem Damen-Quartett von Mitgliebern bes evang. Kirchengesangvereins werben zwei Stubierenbe mit Jnstrumental- solis ihre Kunst in ben Dienst der Bunbessache stellen. * * Urlaub erhielten gestern nachmittag zahlreiche Solbaten unseres Regiments, darunter besonders die Rekruten. Die Rekrutenbesichtigung und das Vergleichsschießen waren gut ausgefallen, was durch den Urlaub seine Anerkennung sand. * * Der Evang. Arbeiterverein hält heute im Vereinslokal seine Hauptversammlung ab. Dem am 20. 1. Mts. in Aussicht genommenen Volksuntcrhaltnngs- abend bringt man allseitig reges Interesse entgegen. Die Eintrittskarten sind nahezu ausverkauft, so daß ein volles Haus zu erwarten ist. * * Vom Alldeutschen Verband wird uns geschrieben: Die Kretafrage hat die Gefahr eines türkisch-griechischen Wafsenganges neuerdings heraufbeschworen. Wenn auch gegenwärtig wieder Beruhigung eingetreten ist, so lassen sich doch die Rüstungen der Pforte und ihr Entschluß, in der nächsten Zeit eine bestimmte Feststellung dos Verhältnisses Kretas zur Türkei durchzusetzen, die drohende Gefahr noch nicht als völlig beseitigt erscheinen. Nach wie vor bildet die dortige Lage eine Sorge für ganz Europa: besonders werden die deutschen Sorgen auch durch eine russisch-österreichische Verständigung nicht viel verminbcrl werden. Die hiesige Ortsgruppe des Alldeutschen Verbandes veranstaltet am nächsten Freitag, 18. Februar, in Steins Garten eine Versammlung, in der Universitäts-Professor Dr. S ch w al l Y , ein Kenner der türkischen Verhältnisse, über die inneren Zustände in der Türkei unb die jnngtürkische Bewegung vortragen wird. *• Schwindel. Von einer Firma mit dem hoch- klingenden Rainen „Internationales Abreffen-Bureau in Luxemburg" gingen hiesigen Einwohnern Schreiben 511, worin ihnen für bas Schreiben von 1000 Adressen 8—14 Mk. zu- gesichert wurden. Allerdings war das dicke Ende der Bedingung, daß zunächst 2 Mk. für Schema unb Adressen- tafel re. einzusenden seien. Ein Herr, der bie 2 Mk. ein» sandte, erhielt feine Antwort und es konnte nicht einmal ein Namen der angeblichen Firmeninhaber ermittelt werden, die Sache war eben Schwindel. Leiber gibt es trotz ben häufigen Warnungen immer wieber Leute, bie auf solchen unb ähnlichen Schwindel hereinfallen. -- Wies eck, 12. Febr. Vom Kreisziegenzuchtverein Gießen finbet heute abenb im Gasthaus „Zum kühlen Grund" ein Vortrag bes Technikers Kreutz über Pflege unb Zucht ber Ziegen statt. — Großen-Linden, 11. Febr. Der Delegierten- tag für ben Gesangs-Wett st reit, den bcr Gesangverein „Harmonie" in diesem Jahre veranstaltet, ist von dem 13. ans den 27. Februar verlegt worden. x Ettingshausen, 11. Febr. Bei ber vorgestern erfolgten Vergebung bcr Drainagearbeiten zur Feld Vereinigung hat bie Gcmeinbe gut abgeschlossen. Die zu ca. 16 000 Mk. veranschlagten Arbeiten tmirben infolge bcr starken Abgebote zu etwa 13 500 Mk. vergeben. Die Arbeiten werben int Laufe bes Jahres je nach bem Freiwerben ber Felber misgeführt. X Laubach, 11. Fcbr. Unter bem Vorsitz bes Geh. Oberschulrat Nvdnagel aus Tarrnftabt fand am heutigen die mündliche Maturitätsprüfung am Gymnasium statt. Von zwölf Examinanden wurde einer zurnckgewieien, drei waren infam; schriftlichen Leistungen von der Prüfung dispensiert, währ» acht bas Examen bestauben. = Friedberg, 11. Febr. Die 1860 von bem Lcl rerseminar in Friedberg abgegangenen Schulamtskai0, baten beabsichtigen, ben 50. Jahrestag ihrer Entlassung 1 ■ 3. Osterfeiertag (29. März) durch eine Zusammenkunft i Hotel Trapp hier gemeinsam zu begehen. — Assenheim, 10. Fevr. Auf die Mutung oinj 27. Juli 1908 wurde bem Grafen Franz zu Solms^ Rödelheim in Assenheim bas Eigentum des Bergwa; „Jenny" in den Gemarkungen Ossenheim, Affenheim ir) Rieder-Florstadt, Kreis Friedberg, mit einem Felde ucii 1 956 211 Quadratmetern zur Gewinnung der in biete q Felde Docfommenben Eisenerze verliehen. • Friedberg, 11. Febr. Der Bürgermeisterder«1, unseres Kreises tagte heute nachmittag hier. Ten wichtigsten Pui ki bildete das neue Gemeindeverwaltungsgesetz.' Der Kd. sitzende, Bürgermeister M n h l s ch we i n - Vilbel, verlas die Land. svereins-Vor stand entworfenen Abändernngsanträge zu Ut Gesetzesvorlage, die die Zustimmung der Versammlung fanbei Mir-geringe Abänderungen wurden gewünscht. Tsrägermegäi. Schäfer- Tortelweil legte die Jahresrechnnng vor, die genehm qi wurde. Der seitherige Vorstand wurde wiedergewählt: VorsitzOi^ Mühlschwein-Vilbel, Stellvertreter Kliem-Klopvenheim. Rechne! Schäfer-Dortelweil, Beisitzer Renl-Garnbach, Fritzel-Ober-Eschbiö> und Geibel-Nieder-Mörlen. Der Kreisrerein zählt jetzt 60 Ar glich er. R.B. Darmstadt, 11. Febr. Von den neuen Anlage des Darmstädter H au p t ba hn ho fs war von Proses'si Pützer ein großes, sorgfältiges Modell angefertigt und nach Berlin gesandt worden. Dieses Modell, bei bem die vom Areß- Herzog gewünschten Aenderungen des früheren Entwurfes BerrL lid/tigung gefunden haben, ist vom König von Preußen gtn.h migt worden, so daß nunmehr mit der spezielleren Ausführunq da Baulichkeiten begonnen werden kann. Der in Darmstadt allgeiroin gehegte Wunsch^ das Modell zur öffentlichen Besichtigung aA. gestellt zu sehen, wird nicht erfüllt werden können, da der Ham- teil des Modells beim Rücktransport auf einem Güterwagen h Trümmer gegangen ist und die Wiederherstellung viel Zeit urb Geldaufwand erfordern würde. w. Mainz, 11. Febr. Der Unteroffizier Heckmann, ü Jahre alt, von der 7. Kompagnie des 117. Jnf.-Regts., hat >,ch heute nachmittag eine Platzpatrone in die linke Brustscin gejagt und war sofort 10 t. Die Ursache liegt darin, daß er um Morgen einen dreitägigen Arrest erhielt. .7 ©crtdnsiaaL F. E. Frankfurt, 11. Febr. Während des Manövers u vorigen Jahre wurden auf einer Unterofsiziersstube des „Kam. Wilhelm"-Regiments in Gießen vier Spinde erbrochen und Klä dungsftücke u. bergt baraus entwenbet. Der Verbacht lenkte iilt auf den Musketier der 5. Kompagnie Lndw. Stahl. DaS Bericht der Hessischen Division verurteilte ihn wegen schweren Dieb" stahls zu sechs Monaten Gefängnis und zur Versetzung in die zwcit Klasse des Soldatenstandes. Stahl, der seine Unschuld beteuerte, verfolgte Berufung an das bOerkriegsgericht des 18. Armeekorps Nach zehnstndüiger Verhandlung, in, der 40 Zeugen vernommen wurden, fprach das Gericht den Musketier wegen mangels gc- nügender Beweise frei. Stahl hat fünf Monate in Unterfuchungs- haft zugebracht. Untergang eines Dampfers. Der Dampfer „General Chanzy" ist mit etwa 150 Meufchev bei Menorka aufgefahren und gesunken. Marseille, 11. Febr. Der Tampfev „General Ehanzyl der heute nachmittag 1 Uhr von Maileille nach Algier ab- gegangen, veriehlte infolge heftigen Sturmes die Einfahrt in bie Straße zwischen Mallorca und Menorca und wurde gegen bi Felsen geschleudert. Der Dampfer hatte 87 Passagiere und eine Besatzung « 47 Mann an Bord. Zwei Personen sollen gerettet worden sK Ter Untergang erfolgte an ber Nordkuste von Menorca in bi Nähe von ® t u b a b e l a. Nach neueren Melbungen wurde nut ein Zollbeamter gerettet. Der „General Chanzy" war eines bet größten Schiffe bet Algier-Marseille-Lüne der Compagnie Transatlanlique. Algier, 12. Febr. Tie Nachricht von dem Untergänge dc4 Danipfers „General Chanzy" hat hier große Bestürzung hervor« gerufen. Der Kapitän des DampserS, Eayol, ivar als ein Maim von äußerster Vorsicht bekannt. Ein junges Mädchen crivanc.e mit dem Dampser seinen Bräutigam; die Hochzeit sollte haue stattfinden. Paris, 12. Febr. Der Untergang des Dampfers „®encicl Chanzy" erfolgte nach einer Meldung aus Las Palmas an Donnerstag abend um 9 Uhr. Tie Z^ahl der Grtrunfenen beläuft sich auf 153; unter den in der Lchiffsliste verzeichneten bt* finden sich auch einige deutsch klingende Namen. Amtliche 1 U)ciieruciia)L O öffentliche Wcttcrdien st stelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit Freitag früh: Die novbrocftlct! Zyklone Hal gestern noch wiederholt strichweise mt Gebiet letfin Sd)nec- unb Regeickälle gebracht, ohne daß die Temperatur rottet gestiegen ist. In ben Niederungen herrschen 1 - 2 Grad Wära: im Gebirge überall Frost unb Schncesall. Ta sich int Westen ir< dein Ozean ein Hochdruckaebiet bildet, das Europa wieher fdli Luit zuiührt, sind tveiteve Schneefälle und Akühlung zu erwarten Wetteraussichten in Hessen am Sonntag bem 13. Februar 19.C Schnee, besonders mt Gebirge; kälter und auch in den Ebeie leichter Frost, Westiviitd. S ch n e e b e r i ch t: Vogelsberg : Hohcrodskopf "0 r Schnee, harunler 20 cm Neuschnee, — 4 Grad. — Schiffend ech Rodelbawi gut. — Taunus: Feldberg du cm, Neuschnee, leickl« Frost; Schibalm gut. L Originat-DrahtineLdungen. Pnnt 0 Arenas, 12. Febr. Der Sübpolarforsch Chariot ist hier eingetroffcn. Er hat zwar den ä-r! nicht erreicht, ist aber mit dem Ergebnis seiner Expedit^ii sehr zufrieden. Der GesundheitSKuskanb ber Teilnchv^ ist gut. __ k Solche Kinder Kinder ni ehl geregelt ist. Probe kostenfrei durch Nefr« ss3/g Gesellschaft, Berlin 8. 42. LS von unerreichter Feinheit des Geschmacks Xnr Original-PackiifiR , vu “ käuflich in besseren Lebensmittelgeschäften. Kuverts mit Firma ES'ES M ■ 697,91 > 83 80,< 00 - toergmlltiiaff Berlin 0.17 In allen Klokln eiiäiawerk*u und In»tal!etl..n«-Ge«ch*ft*n 'rhli'Hcb. -—'Man acht» auf den xeaetelich feaehUtMen EKS3 Mitteldeutsche Creditbank Filiale Giessen Andreac Heichelheim Passiva Aktiva. fax b< 8.407.500; 449,0001- Vraun. Gewinn- nnd Verlast-Conto iiliimo Dezember 1909. Debet. Per Ueberschuss . . 24,072,473175 Die Uebereinstimmun? mit den Büchern der Hypothekenbank [ss “/, (a”/s schienene Carl Seibel. -eritcigert werben. ul 160 zu wollen. empfiehlt (81 KUDZEJTE ZFUDlEnDAUED (a % AlexSalomon&Cie (938 in Gießen. F. Schott [220 Bahnhofstraße, tiefe Wolkengasse lanfender Rechnung bei der Dent- und anderen ersten Bankhäusern . Guthaben in ■ sehen Bank PchseLConto fffokten-Conto 9,788,30 ) 04 178,765,53 General ch 31/grer t 1 (rmiatiri in 1 (-«gegen M Johannesstrasse 17 gegenüber der Johanneskirche. Pfandbrief-Zinsen . . . Unkosten-Conto: Saldo des Contos .... Vor trag auf neue Rechnung Talonsteuer-Conto . . ® ton Bilanz-Conto . . . . Hypotheken-Zinseu Zinsen-Conto . . . . Provisions-Conto . . Pfandbrief-Agio-Conto lassa und Guthaben bei Banken Kassenbestand Giroguthaben bei der Reichsbank und bei der Vereinsbank in Hamburg........ des NiM-7: itobe der L Wochen ukI'8 Pyatzutty, i tet worben i Aenorca tr MN wurde! ÖBtcn Tchifk1 iniique. m UnierM» Seslürzong Ig ar als tu w lidbdjen ercö ichzei! M « rs. ems 150 M Mittweida U Direktor: Prof esset Holst. Höhere technische Lehraostae? für Elektro- u. Maschinentechnik., ßonderabteilungen für Ingenieure, Techniker u. Werkmeister. Elektrot. u. Masch.-Laboratorien. Gießen 12. Febrttar 1909. Ceivel, Gerichtsvollzieher Beichs- und bundesstaatliche Anleihen, eingesetzt mit 75 %............... davon ins Pfandbriefdeckunsrsregister eingetragen Jt 6,250,000.—) Darlehen auf Hypotheken Hi potheken davon ins Deckungsregister eingetragen 516,019,290.73) fillige Hypothek en-Darlohnszinsen (rückständig <31 72,740.78) . ilrnndstück-Conto............ Binkgebämle-Conto Hamburg ttankgebäude-C’onto Berlin Debitoren in laufender Rechnung Versteifter nng. Montag den 14. ds. Mts., nethm. 2 . Uhr, sollen dahier, itzalltorstr. <> (Darmft. Saus), mehrere Pferde und Wagen, 1 itüßc Partie Schuh' unb Sattler Daren, 1 Schreibtisch. 1 Laden- öelc, 1 Munkautomat, 1 ’Jinlp naschine, 1 Fahrrad, 1 Äassen 'fluanf, 1 Gestell zur Auslage ur Fleifchwarem 1 Hackklotz, 2 Nille Zigarren, Haus- u. Slücbeiv träte aller Art und verschiedenes Inbere, zwangsweise gegen bar Bettnässen. Besreiutlg sos. durch uns. tausendfach bewährt. Apparate. Aerztlich empsohl-,glänzende Dankschreiben. Alter u. Geschlecht angeben. Aus- kunft umsonst) Institut „Sanitas", Velburg Xr. 222 lBanern). hv-'' i„ Wir nehmen von heute ab bis Donnerstag den 17. Februar 6910 Zeichnungen auf obige Aktien zum Kurse von 138 % zuzüglich 4% laufender Stückzinsen vom 1. Juli 1909 an unserer Effektenkasse entgegen. Zeichnungen mit Sperr Verpflichtung werden in erster Linie berücksichtigt. Die Bank für Thüringen, deren Geschäftsjahr vom 1. Juli bis 30. Juni läuft, zahlte in den letzten 4 Jahren je 71/->°/o Dividende. Die Aktien sind an der Berliner Börse zur Notiz zugelassen worden. Giessen, 12. Februar 1910. Kartoffeln vr. Speise n Salatkartoffeln, Sie husten nicht mehr bei Anwendung der echten EucalNvtus Menthol- Bonbons, p. Pak. 30 Psg-, aus der Germania-Drogerie Vorbereitung zur 1. jurist. Prüfung wird ut Darmstadt erteilt. Geil- Off- u. F.D. 104 7 an Rud. Mosse, Darmstadt. ssu/j ch^.l empfiehlt in prima Ware Dampszicgelei 867 Albert Bepier, Wetzlar. ahnstunden nördl Berlin J. Weisel. Telephon 235. Sonnenffraße 6. Heiserkeit, Verschleimung, Katarrh .Slrampp u. Keuchhusten am besten beseitigen. Paket 25 Psg., Do>e 50 Psg. Dafür Angebotenes weise zurück. Zu haben in Gießen bet Georg Wallenfels, Marktplatz 21; Aug. Wallenfels, Marktplatz 17; ti. Dort, Walltorstr. 45; ü. Steinhäuser, Bahnhofstr. 26, Neuen Baue 17, Seltersw.27; J.Bevpler, in Langgöns; Aug. Seibert und Hch. Kümmel in Wieseck; Apotheke in Mroiborf. [D3/i Zum Vertrieb einer 948 erstklassig, deutschen Schreibmaschine suchen wir eine geeignete Firma, welche den Verkauf auf eigene Rechnung über nimmt. Allempertretung kann übertragen werden. Off. bef. die Nachrichten- Zentrale, G. m. b. H., Frankfurt a.M. u.A 197. Hamburg, den 31. Dezember 1909. Hypothekenbank in Hamburg. Die Direktion: Dr. Karl. Dr. Gelpcke. De. Bendixen. Dr. Henneberg. Der Geschäftsbericht kann kostenfrei direkt von der Bank oder Wir beabsichtigen den Min-Mrieb unser, mehrfach patentierten, stoß- und schlagfesten Bmo-MtzkiMr für Gießen und Umgebung zu nergeben u. ersuchen hösl. seriöse Herren resp. Firmen, sich dieser halb niil uns ins Benehmen setzen MI-Hen-lta» Preis 60 Pfg. Zu haben bei A. Salomon & Cie M I A 19,136,670|75 5500 not. begl. Zeugnisse uon Aerzlen u.Prioaten beweisen, daß fiaijcrS Lruji-^camclle» mit den drei Tannen in Hamburg bescheinigen wir hiermit. Hamburg, den 12. Jaunar 1910. Otto Kramer. Rudolph Peltzer. durch die Pfandlriefverkaufsstellen bezogen werden. Montag dcu Li. Februar, abends 9 Uhr, Zusammenkunft bei Kamerad Triukaus. Uniform: Arbeitsrock u. Mütze. Vollzähliges Erscheinen dringend erwünscht. V2 Das Kommando. WM^VliIiW. ^n Alsfeld ist eine gut gelegene Wirtschaft mit Stallung per alsbald oder t. April billig zu verpachten. Ein guter Metzger würde bevorzugt. Mäher, zu ersr. i. der Geschästsst. des Gießener Anzeigers. 1643 Für Händler An Markttagen in Gießen kann Vien Marburg. Str. 66, früher Plantsche Besitzung, ein» gestellt werden. ni^... . -mal ' It fctiier^s , Öft Ebenfhetcnjhonl itrukticn um) $gg«mkJngenieure ;r:>2leckmiken j Laboratorien] Das neue W-hta-ltai für Frühjahr 1910 ist soeben erschienen. Preis 60 Pf«. Preis 60 Pfg. Alleinverkauf der Albums und der Schnittmuster ! tanf)= unö Krüiil-s-Husten ^.Heiserkeit, Katarrh, Vcr '^Icimunß, beweisen zahlreiche ^erkennungen die vorzüglichst von iNNieib « berühmten ! ' '>tI»ma-irvnk«rn»«12"'Allium- 'X?: ~ 88°/o Raffinade, schachtel ^l.,Beut.30Pf. ti.F'schbach,Drog. 1»-»/,.,) Rortof i. H. 25*. Paul & Schmid Frankfurt a. M. (ticitcrol Vertreter der Bruno Gesellichaft in. b. H., Berlin. t 6ieK Cie notw e $m Tempers 1-2 sich inSg uropa ung ;u,£"r;. iri in Aktienkapital-Conto Ordentlicher Reservefonds Reserve-Conto II (erhöht sich durch die diesjährige Zuwendungausdem Reingewinn auf <^4,290,579.74) Hypothekenplandbriefe. 40/0>ge Pfandbriefe.......... 373°/oige „ .......... Fällige Hypothekenpfandbriefe Pfandbrief-Zinsen (davon <3t 3,251,038.25 fällige Zinsscheine) ............. Dividenden-Conto (Restanten) Pfandbrief-Agio-Conto (§26 des Reichsbypotbeken- bankgesetzes) Vn-träge auf Provi«ions-Conto Vortrige auf Hypotbekenzinsen-Conto . . . . > ui.. äge auf Unkosten-Conto....... Talonsteuer-Conto Beamten-Untersttitzungafonds . . . ... . (Jreditoren in laufender Rechnung..... Gewinn- nnd Veflnst-Conto........ W * '* Wa -OettoiB ^Wröot tondiuu i2 ® • vr. btt »sV Sa .„3 ünentbehrlicli für die Schneiderei soeben er- ■ff. imroma z* ’Simgintw.'s: ÜHidmlb bnadi i 18. Ws Irogm ütxrn« egen moRjdft in IhtttriiNi Versteiftermift. Ticnstag dcu 15. Februar d- 3., nachm. 2 Uhr, versteigere di, Neustadt 55 daliier, gegen (»arzalilunq: ■ 1 Pianino, mehrere Dutzend Stühle, längliche und runde | I Tische, 4 vollständige Beiten, »letderschränke.Tviegcl.Bilder Waichgesrelle, Küchengeräte, Tischdecken, 2 Partien Hühner, 1 gut erhaltenes Fahrrad 1 Ausschnittmaschine, 1 vierräd rigen Handkarren und andere I Sachen,- - 2 Pferde, 1 Rollwagen, 1 Kaffenschranf, 1 Part. Lorbeer [ bäume, 1 Halbverdech 8 Reife loffer, 60 Leiter Branntwein 'nehrere Hobelbänke u. Hobel, lLadenschrank,lSofa,lÄommode i L. verschledene andere Möbel. , Tie Versteigerung zu 1 findet °eAwmt statt. 3orn, Gerichtsvollzieher Portwein-taHi» lv. Carl Schroeter in Hanau a.M.) schmeckt und bekommt vorzüglich sowie Schwedisch. Punsch, Arrak und Rum-Punich, Arrak de Bat. und Rum dc Jam. empfiehlt (nom. M 11.210,000.- 3°/0 ige 777,911:83 130.000,— 4,027,8'11,17 24,072,473 75 SS10/; Hypothekenbank in Hamburg Bilanz ultimo Dezember 1909. Ehe rechtsgültige, in England Prospekt E. i J3 frei, vcr*chlos-. 60 Pfp. Brock &. Co..London E.C,Queens tr.90/01 Isa*/,)‘ ■l- JSj Schweine- Ltückenfleisch (Rippen-, Rücken- Mcvntüctc, Schnauzen, Ohren, fleischige Pfoten), frisch gesalzene, garantiert hiesige Ware, 10 Pfd.- Kolli nur Mk. 3.60, Kübel mit 25 Geeignet. Raum gesucht zur Abhaltung religiöser Versammlungen, evtl, wird Instandsetzung übernommen. Sckirlftl. Angebote unter 01092 an den Gießener Anzeiger._____ Maskenkostüm von bess. Dame gegen entsprechende Vergütung zu leiben geincku. Lchristl. Angebote unter 01100 au den Gießener 'Anzeiger. Credit. 3t 530.845 15 22.407,366 69 674,6*682 229.860 33 229.714 76 'amv'ers M Las W , . G ttruoli'l le verzeih' Äameir^, Beleimung* auf oom. 13ML- Ufa der M liir MM male 0. Wnipp Aktiengesellschaft in ^eiii!ngen. TfiT Zur Notiz! Man kann bei den sich massenhaft mehrenden zweiselhastett Äiitteln gegen Haarleiden nickt genug auf dar- bereits seit 42 Jahren fick bewährende, von Autoritäten euv psoylene, sich durch Güte u.Billigkeit auszeichnende .. lhvV2h Haarwasser von Retter, München aufmerksam machen, welches wirklich leistet, was es verspricht: Konservierung u. Kräftigung der vorhandenen Haare, Reinigung von Schuppen, Weich-u.Glänzendmach. d.Haare. ,;.h.um4s)Pfg.n.Mk.l,10 bei J. H. Fuhr, Sonncnstr. 25. 534,670,119 5 3 5,335,355'26 175,0o0!— 600,000' — 500.' 00 — 413,366,52 560,517,407,88 I Streiäb^ * -Tsö-yfb--9n6alt 8cr w. nur u tiehtFOiecn Pjg versendet ab hier 9cachn. Heinrich Krogmanu, Wegg. Smmivkrsiltr Pscrdc eingekroffen. (01116 Ludw. Bausch, Grünberg (Hess.». 3nftitist Boltz Ilmenau i. Dlrür. [hvn/2 Einj.-, Fähnr -. Prim.-, Abitur.-(Ex.) Lckucll. sicher. Pr. frei. 40000 Mark tonnen Sie mit einer guten Idee schnell verdienen, wenn Sie uns sofort Ähre Adresse Mitteilen. Patent Berwertungs Gesellich. „Olobns" Kruxelles, boole- vard militairc 55. Briefe 20 Pfg.. xlarteit 10 Psg. ing4/- Suche per sofort 4—5000 Mk. Baugeld geg. beste Sicherb. Rückzahlung fväl. 1. Januar 1911, en. kann 2. Hypoth. übernom. werden. 2rfir. Augeb v. Selbstgebern u. 01126 an den (')ieß. Anz. erb. 01179] Damensch, vert. Fastnacht im Metropol. llmzut.Bahnhofitr. 41p. 01168) tiiu 51inderkrageu (Federpelz) am Dienstag vom tiinb. bis Mäusb. verl. Abzug. Alieestr. 27. Gegen ein Paar Gummischuhe, das bei dem.!4oslümfestim.Hlub am letzten Montag vertauscht wurde, k. d. ridit. Paart, timpf. gen. werb, b. Fr. G. Strack, Alieestr. 16. 1946 öi'-Kj Wäsche z. Bügeln w. angen. u. fanb. ausgef. Wilionstr. 2 p. on- i 9t. Wäsche z. Wasch, u. Büg. ° a. Fr. 2l.Schmall, Wolkeng. 1211. Schüler = find. z. Ostern 2lusnahme in Fam. bei Beauffichtigg. d. Schularbeit. RähereS zu erfragen in der Gefchäftsst. d. (6ieß. Älilzeig. (01177 Im Stricken nnd An stricken von Strümpfen entpfiebil fick 01151 Frau Marie Schmitt, Vandgraf-Philipp-Platz 6 pt, iflttMberitt emosiehlt fick in u. vUHUIVvUil nuyer dem r>aute. 3u erfragen in der Geschäfts stelle des Gieß. Anzeig. <01148 oilülh Fein- u- Glanzbüg. erl.ni. in kurz. ,''t. gründl. >!aifer-All. 54111. Auf kleines Haus mit Garten am hiesigen Platze, Orlsgerichts- mrc Mk. 8500.—, erststellige Hopo- t6et Mt. 4SOO.™ non, ^elbstdarleiher gesucht. schriftliche Angebote unter 878 an den <6iest. Äln^,. erbeten. 3C 370,862,200 128,244,300 -- 3t S 2,020,701 19 289,450 45 7,478,149 40 3t 30,(.00,000 12,000,000 3,940,875 d 14 499,106,500 — 7,848 — 6,220,949 67 1,860 — 1,514,483 63 1,613,927 65 550,139 05 80,000 _ 125,434 40 1.094,887 82 232,611 35 4,027,891 17 560,517,407 88 e Neue elektrische Glühlampe. * 70°'oStrom8rsparnis. • . * 16 — 600 Kerzen. « Ncrlchiedencs 2er M W ^DCtJU it fflllK! ta^in ? s dvi M Seit nr .„Tie ji toflenbe Darmstadt 1901: Plakette Darmstadt 1904: Plakette Darmstadt 1908: Plakette Grösste und leistungsfähigste Möbelfabrik Deutschlands. Ohne Konkurrenz in bezug auf Qualität, Formenschönheit und Preise. Ständig wechselnde Ausstellung von mehreren hundert kompletten Wohnungs-Einrichtungen in allen Preislagen. Sämtliche Räume, auch die einfachsten, sind von ersten Künstlern entworfen. Eigenes Atelier für Innen-ArchiteKtur. Turin 1902t . . . Gold. Medaille St. Louis 1904: . Gold. Medaille Mannheim 1907: Gold. Medaille LUDWIG ALTER Hof- Möbelfabrik DARMSTADT Telephon 35 Grossh. Hess. Hoflieferant Kaiser!. Russ. Hoflieferant En gros En detail Export FranKo - Lieferung Dauernde Garantie Zeichnungen und Vorschläge kostenlos : - '"TTwee.v/xwrwi 3. A.: D. S l'losser. Mitivirkmig gugefagt. Alle Evangelischen sind herzlich eingeladen. Eintritt frei. Restaurant Seltershöhe 01161 (vß labet cvgcbcitfi eilt Conr. Huth. Hessische Sereinigunn für Wolfs!*. Montag den 14. Februar 1910, abends 8l/2 Uhr im Auditorium m-rimum der Univeisität Dierttt MlGieötr-AbM Bortrag deö Herrn Sanilütürot Dr. Maurer-Darmstadt: ,,AnsunsereinOdettwald".lMitLiAbilbMl.) ^-.7,-,--.----. Gälte (and) Damen) sind willkommen. Evangelischer Bund. Sonntag, 13. Februar, abend» S1/* Uhr Familien-Abend in Steins Garten. Vor trag des Herrn Pastor Mahler-Oftroroo: „Die Aedeit mt den dMen fuangdijiiicn ÄiMnbtrtrn quo Riisilll» uni) ihre Aiisikdeliliig in feer Walk." Für den unterhaltenden Teil haben ein Damen-Quartett des .^irchengesangoereins und geehrte Instrumental-Künstler ihre Telephon 67-1 Morgen Sonntag von 4 Ubv au Frei-Konzert Biograph Plockftratzc 12 01142 Plockstraßc 12 Anna von IVIasowien grobes historisches Drama. Fang von jungen Bären in der -lridge, koloriert, töundc die bellen, beiden nicht, humoristisch. Adel verpflichtet, grobes Drama der franz. Revolution. Phantasie-Rahmen, kolorierter Trickfilm. Piefke läßt sich nicht bcschlnnmeln, humoristisch. Arme Kleinen, Drama an« dem Leben. Tonbilder: „Madame Saharet" und „Mignon" 1. Akt. ***•• * • • I» * vtHM l, IIVIIIVV ' ' 1*1 »MH» II» Will IHVnill Hörfaal der Universität Vortrag mit Lichtbildern von Herrn Missionar Gsell über „Jas Khristkiltllin iinkr ötn Naturvölkera". Eintritt unentgeltlich, doch werden beim AuSgang Gaben zur Deckung der Äosten und zum Besten der 'DHfiiou erbeten. Akademischer Dürerbnnd. Donnerstag, 17. Februar, abends 8 Uhr im Saale des „Hotel Grohherzog" tialionsaleohoii Tran Oeing (taino) Dichtungen van Heinrich von Stein Zum Besten des Gießener Lesehallc-BereinS. Karten zum Preise von Mk. 1.50, Mk. 1.—, lStudentenkarten Mk. 0.501 sind in bei Umverülatobuchbandlung von Nicke v (Ernst Legler),1 der Musikalienhandlung Chat lter und abends au der Kasse zu haben.D11 ,'n Strasse 46 Auf zum S emannsheim Strasse 46 Feten Abend von 8 W nn Konzert. Ausqeführt von de Oamen-Kapelle, Dir. iser. 5 Damen. ES?“ Eintritt frei. “1B 1 Herr. M(t|nanu. Rollschuh Palast KolosseumBiessei Eröffnung 16. Februir 1910, »Mittags 1 Hit Geöffnet ist die Rollschuhbahn von 11—1 Ubr vormittags, 4—7 Ufr; nachmittags und ab 8 Uhr abends. Täglich ab 4 Nhr nachmittag fotuic ab 8 11 r U>endS <■ cosncm Konzert. “WS Rollschuhe sind le Hw ’ife auf dem Rin f zu haben, llnterriit wird durch den be amt en Rollschuh Trainer Mstr. Hamilton, fomt durch weitere gesch, lte /ehrkräfte erteilt Rollschuhlaufen uexieifet Anniut und Grazie. E ntrittSvreis im Saal 0,75 Mk., für Zuschnitt auf der Gu er e 0,30 Mk. Rottschuhiniete 1.— Mk. 01152 Die Direktion der Roller Rink »omtzi Heute Samstag, 12. Februar 1910, abend 8 Uhr Grosse Spezialitäten -Vorstellung sowie Gastspiel von Duprd’e weltberühmter Samtäts-Bcrcin. AuS Anlah des 25 jährigen Bcstebenü« unseres Sercirl findet Montag den 11. Februar 1910, abcudS pünktl. 8'/. llfir, un Saal der Turnhalle lOSwaldügartenI ein Vortrag statt. Herr l>r. med. Fulda, Frankfurt a. M. spricht über | Hypnotismus und Suggestion Sonntag den 13. Febrrsk von 7 Uhr 59 Min. an Kappen-Sitznng bei (011ia> Gastwirt ^eckmanr. Zum Wrstsülischen $«| Karl Werth Riegelpsad 39 Riegelvfa! 1 , Sonntag abend <> Ubr |0lHB Eres ÜMilM _________Das närrische Konii^„ Hofbäckcr Noll, MäuSburg 12. Verein Coatentia. Große KaBkil-Atzllllg Sonntag de» 13. Februar, abends 8 Ubr, bei Steinhauer, Ludwigstr. 55. Freunde und Gönner des Vereins willkommen. (v10/s Der Vorstand. Heues §Mitel8 Giessen. Direktion; Hermann Steligoottef. Sonnt, g den 13. Februar üfH Nachmittags 3'. llbr Kleine Preise! Kleine Pr«® • Unter Mitlvirkung der dec. hiesigen Fnfant.-Regtlnkmr „Mail"er Wilhelm" iNr. 11b1 Bin» 10- Male: „Der Adele Bauer Operette in 3 Akten von Viktor Löon. Munk von Leo Fall. Anfang 37a Ubr. Ende 6'«14> AbendS 7V» Ubr Kleine Preise! Kleine Pre^ „Romeo nnd Jnha Tragödie in 5 Aufzügen z von William Sbakeioea-e. Anfang 7-/.. Ubr. Ende geg. 10i