Nr. 214 Zweites Blatt /IGO. Jahrgang Dienstag 13. September 1910 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siebener Familienblatter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschastlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesien Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: 5L Redaktion: 112. Tell-Adre AnzeigerGießen. 30. Deutscher Zuristentag. 4 Danzig/ 12. Sept. Unter dem Vorsitz des berühmten Rechtslehrers Geh. Justizrat Professor Dr. Heinrich Brunner (Berlin) trat heute vormittag ini Festsaale des hiesigen Schützcnhauses die erste Vollsitzung des 30. Deutschen Juristentagcs zusammen. Auch eine weibliche Teilnehmerin ist erschienen unb zwar die bekannte Frauenrechtlerin -Fräulein Dr. jur. Marie Raschke (Berlin). Das Präsidium wurde wieder dem Geh. Justizrat Professor Dr. Heinrick» Brunner (Berlin) Übertrager. Geheimrat Brunner erklärte, daß er die Wahl mit Dank annehmc: „Wir Härten diese Tagung zu einem Jubiläumsfeste ausgestaltcn können. Wir haben aber davon abgesehen. In Deutschland jubiliert man jetzt eher zu viel als zu wenig. (Lebhaftes: Sehr richtig!) Wir begnügen uns, von diesem Juristentage das zu erwarten, was seine Vorgänger aller Wtzge gewesen sind. Tage strenger und gewissenhafter Arbeit." (Lebhafter Beifall.) Hierauf nahm der 1. | Staatssekretär Dr. Lisco bas Wort: Der Juriftentag hat stets wertvolle Anregungen gegeben. Dazu haben zwei Umstände besonders beigetragen: Einmal der, daß er in sich Theorie und Praxis vereinigt. Hier können Rechtsgelehrte, Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte gemeinsam arbeiten, ihre Ansichten austauschen und lehren. Und der zweite Grund war die weise Beschränkung, die der Juristentag sich stets auferlegte gegenüber den gesetzgeberischen Gewalten. In Anerkennung alles dessen, was der Juristentag in der Er- Mlung seiner Aufgabe M die Vereinheitlichung unseres Rechts geleistet hat, begrüße ich-Sie im Namen des Reichsjustizamts auf das herzlichste. Mein Amtsvorgänger hat gesagt, daß er den Juristerctag als vornehmste Stelle betrachte, wo die Reichsan sckxru- ung des Volkes geläutert und geklärt in engste Fühlung treten, können. Dem kann ich mich nur anschließen, und ich darf ver- l'ichern, daß die Beschlüsse des Juristentages auch in Zukunft von großem Gewicht für die Entschließungen des Reichsjustizamtes sein werden.^ An Stoft wird es ja in den nächsten 50 Jahren nicht fehlen. Die Strafprozeßordnung liegt in Deutschland und Oesterreich vor. Ich erinnere dann an die bevorstehende Reform der Strafgesetzgebung. Auf dem Gebiete der Zivilprozeßordnung und verschiedenen anderen wird eine Reform der bestehenden Zustände nicht zu umgehen sein. Die Ausdehnung von Handel und Gewerbe, die sozialen Aenderungen werden der Gesetzgebung neue große Ausgaben schaffen, für die der Juristentag Mitarbeft zu leisten haben wird. (Beifall.) Oberpräsident v. Jagow begrüßte hierauf den Juristentag .als Vertreter der preußischen Staatsregierung und. als erster Beamter der Provinz. Namens des preußischen Justizministeriums begrüßte Ministerialdirektor Fischer den Juristentag zu der Jubelfeier. Für die Stadt Danzig sprach Oberbürgermeister Dr. Scholz, für die Berliner Juristische Gesellschaft Prof. Dr. Gierke, für den Deutschen Anwaltsoerein Geh Justizrat Haber (Leipzig). An den Kaiser Wilhelm II. und an den Kaiser Franz ,Josef von Oesterreich wurden Huldigungstelegramme gescmdt. Im 'Anschluß daran konstituierten sich die drei Abteilungen des Juristentages. In der ersten .Abteilung wurden die Themata, welche den Hhpothekenausfall, die Schutzvorschriften für Privatangestellte und das Sammelvermögen betreffen, überwiesen. Die zweite Abteilung hat sich mit den geweMichen Sondergerichtshöfen und der Frage des Bedürfnisses für ein Reichsverwaltungsgericht zu beschäftigen, während bei: dritten Abteilung als einziger Punkt die wichtige Frage der Strafmittel nach dem Vorentwurfe !zu.M Deutschen Strafgesetzbuch überwiesen wurde. Hierzu liegen Gutachten des Geh. Oberregierungsrats Kröhne (Berlin) und des Reichsgerichtsrats Ebermayer (Leipzig) vor. Berichterstatter zu der Frage „Straftntttel im Allgemeinen" sind Senatspräsident .Dr. Olshausen (Leipzigs und Geh. Justizrat Prof. Dr. Kahl (Berlin), welche sich auf nachstehende Entschließung geeinigt haben: „1. Das Strafurittelsystem des D. D. E. ist im allgemeinen durchaus zu billigen; namentlich sind andere Strafmittel als die in ihm vorgeschlagenen nicht zu empfehlen. 2. Die einzelnen Straf- Mittel des D. V. E. betreffen: A. Tvdesstr afe. 1. Insbesondere ist zu billigen, daß sie a) in den schwersten Fällen des Hochverrats (§ 100) aus schließ lich beim Morde (§ 212) wahlweise neben Zuchthaus angedroht ist, *b) im Rahmen des St. G. B. weiter keine Anwendung finbet; 2. dagegen ist zu fordern, daß mit ihr der Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte von Rechts wegen verbunden sei. , B. Geldstrafe. 1. Insbesondere ist zu billigen, daß ■a) ihr Anwendungsgebiet gegenüber dem R. St. G. B. bedeutend erweitert ist, b) ihre Androhung mit Höchstbeträgen erfolgt, die in bestimmten Summen ausgedrückt sind, c) sie bei strafbaren Handlungen, die auf Gewinniucht beruhen, auch als Neben st rase Anwendung finden kann (ß 36), d) als „Ersatz- -ftrafe" für den Fall ihrer Uneinbringlichkeit Haft und, wenn auf die Geldstrafe neben einer anderen Frecheitsstrafe erkannt ist, diese einzutreten hat(34); 2. dagegen ist zu fordern, daß a) bei wahlweiser Androhung von Geldstrafen mit Freiheitsstrafen — von iAusnahnren abgesehen — die Summen der zulässigen Höchstbeträge der Geldstrafe in ein bestimmtes Verhältnis zu dem Höchftbettage der wahlweise angedrohten Haftstrafe gesetzt werden, b) bet Festsetzung der „Ersatzstrafe" für uneinbringliche Geldstrafen feste Summen zugrunde gelegt werden, die lediglich danach abgestuft find, ob die Ersatzstrafe in Haft, Gefängnis oder Zuchthaus besteht. C. Verweis. Insbesondere zu billigen, daß er auch gegen Personen über 18 Jahren als Hauptstrafe Anwendung finden kann. D. Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Jns- ibesondere ist zu billigen, daß a) die ad b E R nur als Nebeni- ftrafe angedroht ist (§ 45), b) die Teilaberkennung der b E R in größerem Umfange als bisher zugelassen ist (Z 47)." Die Freiheitsstrafe im besonderen ^behandeln Prof. Dr. I. Goldschmidt (Berlin) und Landgerichtspräsident Dr. v. Staff (Breslau). .Die Leitsätze txS Prof. Goldschmidt besagen u. a.: Die Bestimmung des Anwendrmgsgebiets der Freiheitsstrafen ist im V. E. abzuändern. Das Gebiet der „lieber» tretungen" ist tunlichst auf reine „Polizeiübertretungen" zu beschränken und für diese eine Freiheitsstrafe überhaupt nicht oder in Gestatt eines besonderen „P o l i z e i a r r e st e s" vor- zusehen, b) Uneinbringliche Geldstrafen sind nicht, in Freihetts- strafen zu verwandeln. Sie sind entweder, entsprechend dem Beschluß des 23. Juristentages, in Anstalten (Gefängnis, Arbeitshaus), unter Festsetzung einer Ataximaldauer der Anhaltung, abzuarbeiten, oder sie sind, entsprechend dem neuesten schweiz. V. E. (1908), zwar niederzuschlagen, dafür ist die Nichtleistung einer Geldstrafe aus Arbeitsscheu oder Liederlichkeit mit selbständiger Strafe (Gefängnis, eventuell verbunden mit Arbeitshaus) zu bedrohen. Gefängnis darf auf „Uebertretungen" nicht angedroht werden. Von den in §§ 305, 306 V. E. mit Gefängnis be- drohren „UebLrtretungen" find hie für die Androhung von gefängnisreifen, insbesondere die in den §§ 361 Ziff. 3—8, 362 St.G.B. mit „geschärfter Haft" Bedrohten (Landstreicherei, Bettel, Arbeitsscheu, Gewerbsunzucht) zu Vergehen zu erheben. Beim Anwendungsgebiete des Zuchthauses: Bei Vorliegen „mildernder Umftänbe" ist dem Richter allgemein ein! nach dem ordentlichen Sttaftahmen abgestuftes Straf mit - derungsrecht cinzuräumen, darunter das Recht, ohne erhöhtes Minimum angedrohtes Zuchthaus durch Gefängnis zu »ersetzen. Mit Freiheitsstrafe iwch nicht Vorbestrafte sollten, auch wenn keine „mildernden Umstände" oder „besonders leichten Fälle" vorliegen, nur dann zu Zuchthaus verurteilt werden dürfen, wenn eine 5 Jahre übersteigende Zuchthausstrafe verwirkt ist, oder Gefängnis außer allem Verhältnis zu der „besonderen Schwere des Falles" (§ 84 V. E.) stehen würde. An der Bestimmung der Mindest- und Höchftbeträge der Freiheitsstrafen im V. E- sind folgende Aenderungen vorzunehmen: Der Mindeftbetrag der Zuchthausstrafe ist auf zwei Jahre, der der Gefängnisstrafe auf eine Woche zu erhöhen. Umgekehrt ist der Höchstbetrag der Gefängnisstrafe auf 3 Jahre' herabzusetzen. Ausnahmefälle einer Ueberschreitung des Höchstbetrages von 3 Jahren Gefängnis bleiben Vorbehalten; auch in ihnen darf der Höchstbetrag der Gefängnisstrafe (und folglich der ausschließlich angüdrohten oder statt Gefängnis erkannten &aft) 5 Jahre nicht übersteigen. Die lebenslängliche Haftstraft ist zu beseitigen. — Die Gefängnisstrafe ist, soweit ihre Dauer 2 Jahre nicht übersteigt, während der ganzen Strafdauer in Einzelhaft zu Vollstrecken. Zuchthaussträfliche sollen tunlichst im Freien beschäftigt werden. Die zulässigen Disziplinarmittel sind gesetzlich festzulegen, diese sollen sich für Gefangene verschiedener Strafarten unterscheiden. Unter den zulässigen Diszip- linarmitteln dürfen körperliche Züchtigung unb. Lattenarreft sich nicht befinden. Der zweite Berichter st atter Landgerichtsprä- sident Dr. v. Staff (Breslau) führte in seinen Leitsätzen aus: Die Besttebungen des Vorentwurfes zum Deutschen Strafgesetzbuch, das Anwendungsgebiet der Freiheitsstrafe einzuschränken, sind zu begrüßen. Daneben hat als selbständige Strafart gegenüber liederlichen, arbeitsscheuen und Willensschwächen Gewohnheitsverbrechern das in staatliche Verwaltung zu übernehmende Arbeitshaus zu treten. Dem Fortfall der Festungshaft ist zuzustimmen. Die einzelnen Arten der Freiheitsstrafe sind in der Wirkung auf die bürgerliche Stellung des B e- str asten unb die Art des Strasvollzuges streng zu sondern. Mit der Zuchthausstrafe ist stets der Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte zu verbinden, neben der Strafe des Arbeitshauses ist dces zulässig. Der Mindestbetrag der Zuchthaussttafe beträgt zwei Jahre, der Strafe des Arbeitshauses 1 Jahr, der Gefängnis strafe eine Woche. — Der Höchstbettag der Gefängnisstrafe beträgt drei Jahre' — abgesehen von dem Falle der Realkonkurrenz und solchen milderen Fällen, in denen Gefängnissttafe an Stelle der grundsätzlich verwirkten Zuchthaussttafe tritt Zuchthaus-, Arbeitshaus- und Gefängnisstrafen dürfen durch Kostminderung und hartes Lager geschärft werden, sowett die Rücksicht auf wirksamen Strafvollzug es erfordert. .Prügelstrafe und Lattenarrest sind unzulässig. Arbettshausgefangene unb> — sowett sichere Bewachung Und strenger Abschluß von der Außenwett möglich ist und nicht Einzelhaft wirksamer erscheint ■ — auch Zuchthausgefangene sind tunlichst im Freien zu beschäftigen. Es empfehlen sich hierfür besonders Landeskultur arbeiten oder Arbeiten aus Anftaltsland. Um dessen Beschaffung zu erleichtern, ist die Anlage von Zucht- und Arbettshäusern in kleineren Orten angebracht. Von besonderem Interesse waren die Llussührunaen des Dekans der Berliner Universität Geh. Juftizrat Pros. Dr. Kahl (Berlin) zu der Frage der Strafmittel ün allgemeinen. Prof. Dr, Kahl lehnt ebenfalls die im Vorentwurf verworfenen Straf- oder Er- satzsttaf mittel ab, so die Deportation, die Prügelstrafe, die Strafarbeit ohne Einsperrung, die Friedensbürgschaft und den Hausarrest. Er ist für Beibehaltung der Todesstrafe, ohne sich darum mit allen Gründen ihrer Anhänger zu identifizieren. Dagegen will er auch int schwersten Falle des Hochverrates nach § 100 des Vorentwurfes die Todesstrafe nicht als alleiniges Strafmittel aufrechterhalten wissen, sondern befürwortet wie beim Mord nach § 212 die Zulassung mildernder Umstände und für diesen Fall lebenslängliches Zuchthaus oder Zuchthaus nicht unter 10 Jahren. Auch halt er für wünschenswert, daß der Vollzug der Todesstrafe für das ganze Reichsgebiet einhettlich gestaltet werde. Die Guillotinen seien in Museen zu verweisen und durch das von Menschenhand zu führende Richtschwprt zu ersetzen. Zuzuftimmen sei der Neuordnung der Geldstrafen, namentlich ihrer erheblich erweiterten Anwendung und dem Prinzipe der Fristen- und Teilzahlungen. Sehr an^uerfernten sei die Bestimmung, daß die Geldsttafe auch durch freie Arbeit, soweit sich dazu Gelegenheit bietet, getilgt werden kann. Mcht zu empfehlen sei die Erteilung des Verweises in schriftlicher Form. Wirkungsvoll sei er nur zu gestalten, wenn er mündlich unb in öffentlicher Sitzung vom Richter vollstreckt werde. Weiter beschäftigt sich der Redner eingehend .mit der Bestimmung des § 53 des Entwurfes über die Aufenthaltsbeschränkung,- welche ben Rest der früheren Polizeiaufsicht barstelle. Diese Maßregel sei im Entwürfe ganz ungenügend geregelt, well die landesrechtlichen Zuständigketten in einer zu weit gehenden Weise erhallen sind. Nach wie vor könne es geschehen, daß Verurtellte, welche nach Verbüßung der Freihettssttaft redliche Arbettsgelegenheit gesucht^ und gefunden haben, aus Angst um die Landessicherhell von Grenzpfahl zu Grenzpfahl gejagt werden, um schließlich als Hauptmann von Köpenick oder in anderer krimineller Figur wieder aufzutauckien. Diese Möglichtell, welche nftht der Verbrechenshinderung, sondern der Verbrechensförderung diene, müsse absolut beselligt werden. In der ersten sAbtellung stand die Frage zur Beratung: „Empfehlen sich gesetzgeberische Maßnahtnen, durch welche hie Haftung des persönlichen Schicldners für den Hhpothekenausfall beschränkt wird, wenn der Gläubiger seine Hypothek nicht aus- geboten und das Grundstück well unter dem Werte erstanden hat?" Es liegen dazu Gutaallenvon Professor Dr. Bier mann (Gießen) und Reichsgerichtsrat Predari (Leipzig) vor. Beide enthalten werwolles Material zur Beurteilung der Frage, Biermann vorzüglich durch das beigebrachte statistische Material sowie die reichhaltige Erörterung der denkbaren Besserungsvorschläge be lege lata und ferenda, Predari durch die belehrenden reckstsgeschichtlichen und vergleichenden Perspektiven. In ihren posttiven ^Ergebnissen weichen beide voneinander ab. In der zweiten Abteilung wurde an erster Stelle die Frage erörtert: „Empfehlen sich Sondergerichtshöfe in Streitigkeiten ans dem Gebiete des gewerblichen Rechtsschutzes?" Es sprachen hierzu Landgerichtsdirektor Dr. Degen (Leipzig) und Justczrat Dr. Seligsohn (Berlin), unter Vorlegung nachstehender Entschließung; „Die Einführung von Sondergerichten für Strelligkeiten aus dem Gebiete des gewerblichen Rechtsschutzes entspricht nicht dem Interesse der Rechtspflege unb ist deshalb abzulehnen." Der Hauptredner Landgerichtsdirektor Degen führte u. a. aus: Die ganze Sondergerichtsbewegung stehe in unbegreiflichem Widerspruche zu den jüngsten Errungenschaften unseres Rechtswesens: dem deutschen Richter und bekn deutschen Rechte; sie sei zu erklären aus dem inneren Wesen des deutschen Volkes, mannigfachen Enttäuschungen auf wirtschaftlichem Gebiete und auch aus einer gewissen Mode heraus. Als zu erwartende Nachtelle führt er u. a. aus den Bruch mit der jetzigen bewährten Einrichtung gemäß den §§ 2 und 4 des Gerichtsverfassungsgesetzes, die Schwierigkeit und Kostspieligkeit des Richterersatzes, sowohl bei Fachrichtern im Haupt- und im Nebenamte, die Unmöglichkeit einer brauchbaren Zuständigkeitsabgrenzung, wodurch fruchtlose Zuständigkeitsstreite, Prozeßverschleppungen usw. entstehen würden; die wesentlich vergrößerte Gefahr von Richterwechsel und RichterMehnung, die verzögernde, Zeit und Kraft vergeudende Mitwirkung der Fachrichter bei Beschlußfassungen ohne jeden fachlichen Einschlag, die Verlangsamung der Verhandlung. Die Aussprache. In allen drei Wtellungen schlossen sich an die Vorträge eingehende Aussprachen an. — In der ersten Abteilung nahm zur Frage des Hypothekenausfalles zunächst der Direktor der Bayerischen Hypothekenbank Freiherr von Pech mann (München» das Wort: Keine Bank denke daran, wenn sie aus dem Grundstück Befriedigung erlangt hat, noch den persönlichen Schuldner haftbar zu machen. Das gelte als unanständig und verwerflich. Solche komplizierte Gesetzesbestimmungen würden nur ben Hypothekar-Kredit schädigen. Er warne vor einer Gelegenhettsgesetz-- gebung. Professor Dr. Strohal (Leipzig) beantragt, die Frage zu vertagen und im breiteren Rahmen auf dem nächsten Juristentage zu erörtern. — Justizrat Landsberg (Posen), Haber (Leipzig) unb Professor v. Blume (Halle) schließen sich dem an. Jp der zweiten Abteilung wurde die Frage der Sondergerichte für gewerblichen Rechtsschutz besprochen. — Es wurden dazu mehrere neue Anträge eingebracht. — Geb. Regierungsrat Dr. Rathenau (Berlin) beantragt, den Wunsch auszusprechen, daß die einzelstaatlichen Bundesregierung^ ermächtigt werden, die Verhandlung und Entscheidung der Streitigkeiten auf dem Gebiete des Patent- unb Gebrauchsmusterschutzes vor einem oder mehreren Landgerichten nur einem Gericht als örtlich ausschließlich zustärcdig zu überweisen. Er wünscht, sei es, wenn bei der Auswahl der für eine solche Kammer bestimmten Richter auf ihre technische Ausbildung möglichst Rücksicht genommen werde. Syndikus Professor Dr. Abt (Berlin) verlangt, daß ber. Juristentag die Bedürfnis frage für die Einführung von Sondergerichten verneint. Die Zentralisation der Rechtsstrelligkeiten sei ausreichend. Juftizrat Dr. Wildhagen (Leipzig) steht auf dem Standpunkte, daß auf dem fraglichen Gebiet noch nicht alles so ist, wie es sein sollte. Die Sachkmide finde man nur bei Fachleuten. Der Richter greift gewöhnlich nach Brockhaus oder Meier, nm sich über technische Dinge zu informieren. Die Kraftvergeudung aus diesem Gebiete ist schon heute eine ungeheuerliche. Warum sollen nur Richter entscheiden? Wer macht denn unsere Gesetze? Dabei sind auch Laien beteiligt. Im dritten Ausschuß trat man in eine Besprechung ber Berichte ein, jedoch mit Ausschluß der Telle betreffeub das Sttaftnittelsyftem im allgemeinen unb die Ehrensttasen. well hierüber erst morgen verhandelt werden soll. In ber Aussprache wurde darauf hingewiesen, daß sich, ber Juristentag bereits im Jahre 1863 gegen die Todesstrafe ausgesprochen habe. — Justizrat Frie dm ann (Glogan) stellte bann einen Antrag, daß die Todesstrafe nicht in bas Strafgesetzbuch aufgenommen werben solle. — Rechtsanwall Saul (Duisburg) forderte die Ausschll- tung ber Todesstrafe. Die meisten Redner bekämpften den .Antrag auf Ausschaltung ber Todesstrafe. .Ein Beschluß wurde beute noch nicht gefaßt. 3ubilöumstägung der Deutschen Sauberussgenoßeirschasten. 4 D nnzig, 11. Sept. Unter zahlreicher Beteiligung von Mitgliedern und Ehrengästen aus gartz Deutschland sand hier der 25. Verbandstag ber deutschen Bauberufsgenossenschasten statt. Der Vorsitzende Baurat F e l i s ch (Berlin) eröffnete die Sitzung mit dem Hinweise darauf, baß wir in unserer sozialen .Gesetzgebung wohl bas größte Kullurwerk ber Menschheit besitzen. Deutschlarll) marschiere damit an der Spitze der Zivilisation. Was Kaiser Wilhelm I. begonnen, das führe Wilhelm II. fort. Der Redner schloß Mll einem begeistert aufgenommenen Kaiserhoch. Der Präsident des Reichsversicherungsamtes Kanffmann drückte seine große Freude darüber aus, ben Verband an seinem Jubelfeste begrüßen zu können. Ich. bin hierher gekommen trotz der großen Last der Arbettsgeschäjtc, da ich an ben Arbeiten bes Verbanbes lebhaftes Interesse nehme und mit Ihrem Vorsitzenben seit langen Jahren befreundet bin. Der Verband hat in erfolgreicher praktischer Arbeit für bas Baugewerbe, für Arbeitgeber unb Arbeitnehmer viel Gutes getan. Auch dafür verbient ber Verband den Dank des Leiters ber Aufsichtsbehörde. Ihr Verband hatte zusammen mit den andern die Aufgabe, die sozialen .Gedanken des großen Kanzlers zu verwirklichen. Die Geschichte ber Berussgenvssenschaften auf innerpolitischem Gebiete verdiene hvhe^ Beachtung. Auf der Jublläumstagung in Berlin will ich herauf, näher ein gehen. Auch die Berufsgenossenschaften haben dazu beigetragen, daß die Mainlinie überbrückt würbe, daß die Männer in Ost unb West, in Nord und Süd als Brüder zusammenarbeiteten.. Sie werden aua) nickst stehen! bleiben auf dem Errungenen. Manches! ist ja noch zu tun, besonders auf dem Gebiete der Unfall ver--! s i ch e r u n g. Da kann 'und muß noch mehr geschehen. Gerade hier zeigt sich, wie es am besten war, der Selbswerwaltung möglichst weiten Spielraum zu lassen. Die erheblichen .Erfolge sind bem, opferwilligen Vorgehen der Unternehmer zu danken, ben Berufs-! genossenschasten, aber auch den Aufsichtsbehörden, bie fördernde jmb anregende, zuwellen auch hemmende Arbeit leisteten. Das soll auch in Zukunft unsere Losung sein. Möge der Verband an feinerj Spitze stets Männer haben von so vielseitiger Erfahrung unb dem warmen sozialen ^Empfinden,, wie Ihr langjähriger; hochverdienter .Vorsitzenber. Regierungspräsident Förster begrüßte die Versammlung namens der Staatsregierung. Hierauf hieß Oberbürgernreister Dr. Scholz die Versammlung namens der Stadt wlllkommen. Dann ergriff der Vorsitzende Baurat F e l i s ch das Wort zu seiner Festrede. Er .schildert einlettend, was die Genosftn schäften in den 25 Jahren ihres Bestehens geleistet haben. Zuerst waren wir selbst Lehrlinge und mußten uns erst einarbeitem Wir taten also gewissermaßen einen Sprung ins Dunkle, aber dieser Sprung ist geglückt. 2lm 11. Dezember 1885 war der erste! Verbandstag; er und die nachsolgeirben haben gehalten, was> damals versprochen wurde. Zmrächst hatten die Berufsgenosserr-^ schäften nicht einmal Beamte. Im Laufe der Jahre haben sich die Berufsgenossenschaften eine tüchtige SRamtenschaft herange-, zögern die in bezug auf MichteM unb TreM sich der staattichen i Weizen 150 (— 2) 1) 89 47 67 Fleischige Schweine . . . . 54—55 Meteorologische Beobachtungen -er Station Gießen. t: Wetter 8 1*2 Bed. Himmel Höchste Temperatur am 11. bis 12. einigungen liefert zu mäßigen Preisen die Brührsche Univ.-Druckerei 59 44 39 80 76 73 Niedrigste , Niederschlag 79-81 76—77 73-74 46 43 38 105 93 83 80 83 78 ( + (- (- ( + 42 37 32 (- (- (- (+ (+ ( + (- (- 72—73 72—73 70—71 1) 1) 3) 1) 1) 3) 1) 1) 1) 4) ) 3) 2) 4) 1) 56—57 56-57 81-85 76—79 2) 1) 1) ) 56 56 54 152 (4- 2) 154 (- ) 176 (- r 160 (- 5) 162 (4- 3) 165 (- ) 170 (- ) 146 (- 1» 170 (- 3- 2) ) 1) 27,) & 2) 1) 1) ) ) 83 77 160 (— 156 (- 1677, (- 163'/, (+ 172% (- 162 (— E o« 63 56 50 40 205 (— 204 (— 195 (- 194 ( + 194 (— 199 (— 198 (— 203 (4- 202 (— 200 (— 193 (— 203 (4- 196 (— 206 (— 207'/, (- 215 (-2 212% (- 212 (— ’S® 855 eo 146 145 145 140 145 149 148 153 155 153 142 148 150 155 155 160 167% 156 Voll fleischige Schweine dis zu 2 Zentner Lebendgewicht........ Dollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht........ sonders geeignet erscheinen läßt. Tie nrit solchen' Exportabschlüssen zusammenhängenden Deckungen boten der Tendenz zeitweise eine war dies dem Umstande zuzuschreiben, daß Frankreich weiter Käufer für deutschen Weizen bleibt, einerseits weil er sich billiger Septbr. = 4- 17,1 °o. , «4-8/3 eC. der Vorwoche in Haler 156 (+ 1) 156 (4- 1) Gießener Militärkapelle zog der Verein nach dem Kriegerdenkmal, wo sich Fürst Wolfgang und Prinz Alfred eingefunden hatten. Nachdem die Musik den Choral „Lobet den Herrn" gespielt hatte, hielt Professor Dr. Kraemer eine Festrede. Nach Abschießen der Ehrensalven brachte die Musik das „Gebet von Kremser" zum Vortrag, worauf in dem neuen Rathaussaal ein Militärkonzert stattfand. v. Nidda, 12. Sept. Das auf Forsthaus Finkenloch bei Wallernhausen gestern abgehaltenen Bezirks fest des E v. B u ndes nahm, begünstigt von schönstem Wetter, einen Roggen i (4- 7.) Feinste Mast- (Dollmilchmast) und beste Saugkälber 60-66 100-110 Mittlere Mast- und gute Saugkälber . 53—59 88—98 Geringere Saugkälber . . .... 48—52 80—87 —------ ---------- Er wird demnächst nach Wiesbaden qe=> bracht, um nach dem Bertillonschen System gemessen % werden. Wir haben jetzt über 100 Aufsichtsbeamte und werden daran gehen, diese Zahl noch zu vergrößern. Auf dem Gebiete der Unfallverhütung wollen wir uns nicht von irgend einer anderen Berufsgeuossenschaft übertreffen lassen. Aber trotzdem werden wir niemals vor Angriffen sicher sein, besonders aus den Reihen der Sozialdemokratie. Unser Verband wird sich jedoch '.dadurch die Freude an der Arbeit nicht verkümmern lassen. Vielleicht können wir durch unsere Arbeit die sozialen Gegensätze etwaF verringern. Dieses schöne Ziel wollen wir niemals auf-! -geben. Im Vordergründe des öffentlichen Interesses steht die Zusammenfassung der V e r s ich er u n g s ar 1 e n. Die Vereinfachung ist eine schöne Sache, aber sie darf nicht auf Kosten der Genossenschaften geschehen. Und so gut wir wissen, daß wir ohne Regierung in Deutschland gar nicht bestehen können, so soll man sich doch schließlich voriehen, eine Ueberspannung der sozialen I Gesetzgebung eintreten zu lassen. Wir müssen konkurrenzfähig bleiben aus dem großen Weltmärkte. Der Redner dankt den Aufsichtsbehörden, namentlich dem Reichsversicl>erungsamt, das sich unsterbliche Verdienste um die Ausgestaltung des Versicherungswesens erworben habe. Das Amt habe sich das volle Vertrauen des deutschen Volkes erworben. Man hat eine glückliche Hand gehabt in der Auswahl der Leiter. Der erste war ein eminenter ^ganisator, der das Selbstverwaltungsrecht hochgehalten hat. Wir werden ihm stets ein treues Andenken bewahren. Der zweite war ein vorzüglicher Verwaltungsbeamter, ein treuer Mann, und auch den setzigen Präsidenten schätzen wir als treuen Mann und! treuen H-reund der Berufsgenossenschaften, der manches soziale Problem zu lösen verstanden hat. 2lu$ Stadt und Land. Gießen, 13. Sept. 1910. Bom Manöver. Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthammel 40-00 80-00 Schweine. = LZ fll-l 72 72 70 Königsberg Danzig Stettin Posen Breslau Berlin Magdeburg Halle Leipzig Dresden Schlachtwertes 44-50 80—87 Dollfleischige ausgemästete Kühe höchst. Schlachtivertes bis zu 7 Jahren. . 40—44 77—80 Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngereKühe u. Färsen 35—39 70—75 Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 30—34 66-68 Kälber. ** Veränderungen im 18. Armeekorps. Zu Generalmajoren befördert die Obersten: v. Oertzen, Kommandeur der 25. Kav.-Brig. (Großh. Hess.), Riedel, beauftragt mit der Führung der 41. Jnf.-Brig., unter Ernennung ,zum Kommandeur dieser Brig. Der Charakter als General- major verliehen dem Obersten v. Randow, Kommandant 'von Darmstadt. Transfeldt, Major und BatZ.-Kom- mandeur im Jnf.-Regt. v. Boyen (5. Ostpreuß.) Nr. 41, aggregiert zum Füs.-Regt. v. Gersdorff (Kurhefs.) Nr. 80, Grube, Major und Bats.-Kommandeur im Jnf.-Regt. Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118, zur Haupt-Kadettenanstalt — versetzt. Fabarius, Major beim Stabe desJnf.-Regts., '-Prinz Karl (4. Großh. Hess.) Nr. 118, zum Bats.-Kom-! mandeur ernannt. Zum Hauptmann befördert der Oberlt. Wegeli, Adjutant der 50. Jnf.-Brigade (2. Großh. Hess.).' Zum Rittmeister befördert der Oberlt. Graf zu Rantzau,' Adjutant der 25. Kav.-Brigade (Großh. Hess.) Als Komp.- 'Ches versetzt der Hauptmann Kloebe, Adjutant des Gou- vernements von Mainz, in das 3. Lothr. Jnf.-Regt. Nr. 135. Ernannt: Zachariae v. Lingenthal im 1. Ermländ. Jnf.-' ,Negt. Nr. 150, unter Beförderung zum Hauptmann, zum Adjutanten des Gouvernements von Mainz, v. Günther, Oberlt. im Thür. Ulanen-Regt. Nr. 6, mit dem 1. Okt. 1910 d. M ainz, 12. Sept. Kürzlich wollte ein elegant gekleideter Reisender die Bahnsperre int Hauptbahnhof Mainz mit einer Bahnsteigkarte von Frankfurt passieren. Er wurde angehalten und stellte es sich heraus, daß er per 4. Wugen- klasse von Frankfurt nach Mainz gefahren war. Der Be- । trüg er wurde der Polizei übergeben und gab an, der 31jäh- rige Kaufmann Gottfried Werner aus Zürich zu sein. Er wurde dem Gericht überliefert; da die Sache unbedeutend war, wurden seine .Personalangaben nicht bezweifelt und auch in Zürich nicht angefragt. Als Werner sich heute vor dem Schöffengericht Mainz verantworten sollte und! ihm sein Name vorgehalten wurde, erklärte er, daß ech weder Werner heiße noch aus Zürich stamme. Als ihm der Sept. Vorsitzende vorhielt, daß er sich jetzt auch noch der intellektuellen Urkundenfälschung durch das falsche Einträgen ins 1910 Gefangenenregister schuldig gemacht, meinte der Angeklagte, daß fei ihm ganz einerlei, seinen richtigen Namen werde er nicht nennen, wenn er noch so lange im Gefängnis sitzen müsse. Bei dieser Erklärung blieb der Unbekannte, der wieder in Untersuchungshaft abgeführt wurde. Bei seiner -- O- - Zum Oberstleutnant befördert dec Major unb Lv,.- / " ■ ~ ----j r------- l Abteil.-Kommandeur y Sabn im Gcokb Art-Koros 1 Grnüb E. als irgend em anderer, anderer,eus aber, weil feine Be- §>ess Neid -Art»orps, 1. Großh. Lenhert ihn als Ettatz für den französischen Mehlweizen be- c ''' L • ^rl.-Regt. Nr. 25. sonders geeignet erscheinen laßt. Tie mit solchen Exportabschlüssen a)ie Organisation der Verwaltung der zusammenhängenden Deckungen boten der Tendenz zeitweise eine Staatsschuld. Der Großherzog hat den Ministerialrat wesentliche Stütze. Später kam jedoch die Provinz etwas mehr im Ministerium des Innern Gebeimerat Karl Süsfert nnn r11?11^01 heraus, während die schwächere Haltung des Weli- dem Vorsib in ^eheimerar von Marktes die Käufer vornchtiger stimmte. Infolgedessen mußte , m i • ^laatsschulden-Verwaltung enthoben. Der Weizen seinen in der Vorwoche erzielten Gewinn allmählich vortr. Rat in dec Abteilung für Finanzwirtschaft und Eisen- wieder aufgeben. Dem gegenüber hat Roggen seinen Preisstand bahnwesen, Geh. Obersinanzrat Dr. Ferd. Rohde, ist bis schlich zu behaupten vermocht. Das Angebot hielt sich in be= auf weiteres mit der Versetzung der Dienstaeschäfte des ^or- RS.Al^enr-urc^en: ™mc™tLid}r ^“icn herbei die ungünstigen sikenden hpr Frachtverhaltnipe aus der Warthe Mitzusprechen, andererseits aber I . atsschulden - Verwaltung beauftragt worden, durste in, den ungünstigen Aussichten der Kartoffelernte eine Er- * Krieg im Frieden in der Rhön und imIsiärung für die Zurückhaltung des Provinzangebotes zu erblicken Ful der land. Ein Emfähria -Freiwilliger unseres Ä^weise schien sich übrigens au der Küste wieder mehr Gießener Regiments schrieb seinen Eltern aus der die Mühlen für spätere Liefcrunz Artlllerie-Äaserne in ftulba nnterm 10 Sevt • Die Büraer- s r rtMren- Mehrfach wurde lunifdjcr Roggen gefault und die mtarttete hier in bagegen vvrgenennnenen Abgaben drückten auf den Preis der In fast durchweg gut. ^n den Dezemberlieserungen, die msolgedessen mit einem Verlust von iw und UN Fuldrrland suchen dre V- Mk schließt, während September seinen Ansangskurs sogar ^eute gerne nach Erniahrrgen^ Fulda und lerne Um- noch überholte. Laser ist nur in geringer Ware reichlich angc- gegeno wollen dre Ernquartterung g e r n e. Wenn die Leute I boten; feine Qualitäten bleiben nach wie vor knapp. Wie hier- veu Mann bekommen können, so wollen sie zwei haben, bei- f? brstteckt sich die Kauflust auch im Braugerstengeschäft nur i Gegend ist nicht sehr fruchtbar und wenig wohlhabend, $ie wärlich offerierten guten Qualitäten. Ein stärkerer Ber- aber sie tut ihr Möglichstes für uns; fast über tet>1 entwickelte sich Su ermäßigten Preisen in Futtergerste, während ihre Kraft. Vorgestern ist eine Familie wütigen Maisosferten im allgemeinen nur wenig In- in den Kuhstall übergezogeu, nur damit dieIt-res,^cntgegenbrachta Soldaten Betten hätten. vicht das Glückslos, in Bügerguartiere zu kommen. Freudvoll und leidvoll, „wie s ttefft", führen mir ' ' Kaserne zu^ Fulda unseren Krieg im Frieden. = Büdingen, 11. Sept. Gestern abend 7 Uhr veranstaltete der hiesige Militär- und Veteranenvcrein zur Erinnerung an die glorreichen Siege des deutschen Heeres vor 40 Jahren eine Feier. Unter Vorantritt eines Teils der äSSSäÄÄSTÄSWÄ SS tiSfö SMS1»!»» „ die Träger der Selbstverantwortung, der kostbarsten Gabe, die Frhr v. Betten d orf f im Magdeb. Drag.-' die Gesetzgebung den Berufsgeuosseuschasten gegeben hat. Die ^gr. ucr. b. nr—x 1 s..- mi 1 größte Aufgabe des Verbandes ist mcht die Unfall-Entschädigung, ---- fonbern die Unfallverhütung. i Schwierigkeit, ihre Notwendigkeit und ihren Segen fchil- derte. Der Posauneuchor Qber-Mockstadt und der Gesangverein von WaUernhausen füllten die Pausen durch exakt vor-iLnn ,,, x . von-bisvon-bis getragene Musikstücke und Lieder. Eine TeUersammluna .""^mästete, höchsten Don bu für Oesterreich betrug 40 Mk. Der Präsident des Ev Bur§ Astens 6 Jahre alt 48-53 87-92 k Wda, Oberst Weimer sprach zum Schluß allen, Me 3 ält^eÄmäftoe 42-41 zum Gelingen des Festes 'beigetragen haben, fernen Dank aus. Mäßig genährte junge und gut ge- L. Bad-Nauheim, 12. Sept. Das .Großh. K'ur-I nährte ältere 38—41 theatcr wird am 23. d. M. für dieses Jahr feine Pforten Bullen. schließen. Direktor Steingoetter hatte in der nun ablausen- Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten den Spielperiode ein gewähltes Repertoir gebracht und es m Schlachtwertes........44-48 sich angelegen sein lassen, öfters hervorragende Künstler ^Äfelschige, lungere .... .42—44 als Gäste auftreten zu lassen. Am Geburtstagc der ^nührte°ätt-r7 U"b flut 9e',R ,n Zl?°Vherzogrn rst Festionzcrt unter Leitung von Prost 0 Färsen' Kübe^ • • • 36 40 Feuerwerk der Saison Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. mtt Beleuchtung des Partes vorgesehen. 1 -- L. Friedberg, 12. Sept. Am 17. d. M., dem Geburtstage der Großherzogin, wird man die zum Einzug der Fürstlichkeiten errichtete Ehretipforte wie das rn der großen Allee stehende Kriegerdenkmal beleuchten. Zwei Musikkapellen werden des abends in der Freiheit wie am Kriegerdenkmal konzertteren, auch ist eine Beleuchtung der Stadt geplant, und zwar am Vorabend des Geburtstages. ' ' - , 11. , 12. 2,3 mm. I ortes am herrlichen Wald brachte die rechte Stimmung. Ganz ergriffen^ wurde aber die aus der Umgebung (Wallern-1 Liverpool Oktbr. 165.80 (— 4.05), (fhiccrqo 'seu‘t/146.95 (— 5*70!' I^aufen' .^^rbach, Schwickartshausen und Nidda) zahlreich Roggen: Berlin Sept. 151.00 (st. 0.25). Hafer: Berlin (September herbergefuhrte Schar der Evangelischen durch die gebotenen 149.00 (- 3.00) Alk. y 1 epiemüer Vorträge. Naumann - Schwickartshausen sprach über Evangelium und Vaterlandsliebe und wußte Märkte. meisterhaft zu zeigen, wie ein Evangelischer auch ein guter — Kartoffelmarkt-Bericht vom 12. September 1910 Pattivt ist. Professor Lampüs aus Friedberg (ein geborener Dortmund: Holländer Mäuse Mk. 3.70. Köln: Kaiserkrone Mddaer) redete an der Hand der Geschichte vergangener 9h^ren' Paulsens Juli Alk. 3.60-3.80. Plaidt: Rote Zetten über den konfessionellen Frieden und die n uherm: Frühe weiße Kaiserkrone Mk. 3.50. sstudenbura -Steiermarf,. L !,°bhas Preis Durch» ' pro 100 Pfd. schnittspreis kebWi^Sad>te Pro 100 Pfund geroiajt __ lebend.Schlayc. fieividjr rzum Adjutanten der 30. Kav.-Brigade. Dem bete. Regiment aggregiert der Major Wilken beim Stabe des 5. Großh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 168. Ein vordatiertes Patent seines.^ , , , Dienstgrades verliehen Liman, Hauptm. und Komp.-Cbef ram Bahnhof fand man bei ihm einen scharfge- im 2. Niederschl. Jnf.-Regt. Nr. 47, in Genehmigung seines ^enen Revolver. Er wird demnächst nach Wiesbodion ap- ^Abschiedsgesuches mit der gesetzlichen Pension und der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Eisenbahn-Regts. Nr. 3 zur Disp. gestellt und mit dem 1. Oktober 1910 zum Verwalter des Feldbahndepots in Hanau ernannt. Em Patent ,/seines Dienstgrades verliehen dem Hauptmann Heiser im ■2. Nass. Jnf.-Regt. Nr. 88. Zum überzähl. Hauptmann befördert der Oberlt. v. No stken im Füf.-Regt. v. Gersdorff 8 *-«•«*-* «gestoßen, sie wurde in Zehmen und Heisters untergebracht. ‘ Divisionsgeneral von Strautz befindet sich in Stockhausen. Die Divisionsmanöver der hessischen Division beginnen erst am 14. September, sie werden sich hauptsächlich an der Grenze der Kreise Lauterbach und Fulda abspielen. Um, Fulda sammelt sich nächsten Samstag die gesamte ,h e s s i sch e D i v i s io n. , Die preußische 21. Division hat sich heute um Grunberg, Homberg, Meder-Qhmen bis Reiskirchen zusammengezogen. Der Divisionsstab liegt .in Münberg. Im .Busestertal und in der Rabenau kämpfte heute die 42. Brr-, ~ , r. . - - - ----------------------- igade, bei Drücke, Ruppertenrod, im Ohmtal die 41. Bri^ Sudenburg (Steiermark), eines Hessen im Dienst der Dia-, wtvclld. ululue4 .gäbe. Die 81er liegen in Homberg und Umgegend, die I 1tftetreicfyä, der die Arbett in )einem Gebiete, ihre Schweine mtttelmäßig. 80er inNiedergemünden—Ehringshausen, die 63erArtillerie -------- - ' ru Kirtorf und Ober-Gleen. Die 87er und 88er liegen zwischen Gießen und Grüuberg. Morgen hat die ganze 21. Division Biwak, wahrscheinttch in der Nähe von (Ärün- frerg, Saasen, Mücke. In Grunberg ist heute die Ko rps- .telegraphenabteilung iairgekommen. Die letzten Lage des D.ivisionsmanöverS ziehen sich gegen Hungen, Munzeüberg, Berstadt. Bei des Korpsmanö- Ders liegt zwischen Heiden Divisionen der Vogelsberg deuu die 25. »Division marschiert von Fulda, die 21. Division von Hungen. Große Anmärsche stehen den Fußtruppen bevor, darunter ein Kriegsmarsch von 58 Kilo- ineter. Vor Dienstag dürften also die beiden Divisionen! nicht auseinander stoßen. (j Marburg, 12. Sept. Der Ballon „Marburq" der gestern einen Ausstieg unternahm, landete nach zehn-l w —---- stündiger Fahrt glatt bei Masserbillig an der lurem^ W©f Kräf t bedarf t bU^l°5ren5C‘ Frankfurt M.-Ntederrad, 12. Februar 1910. Ich war wiolae eines Lungenkatarrbs sehr entkräftet, so daß ich oft Ohnmachtsanfälle I Otcfem Grunde mußte lch etwas zur möglichst schnellen hM- s . v>- x". ,rx I Kräftigung nehmen und Ich probierte es mit „Bioson". Ich gebrauchte der Pr-isbericht..ua bis leßtbPakete: Ichan nach dem 2. Bakel besserte sich mein Zultanbf Pont b. bis 1 September 1910. I denn ich wurde von Lag zu Lag kräftiger und iah finih hphpiTtpnh Der Weltexport von Weizen erreichte in der abgelaufenen, besser aus. Ueber erwähnte Ue?el habe jetzt nicht mehr zu Nagern Woche die leiten zuvor beobachtete Höhe von 449 000 Tonnen btn wieder gqnz frisch und munter. Ich trank -Bioson" sehr gern gegenüber 262 000 Tonnen zur gleichen Zeit des Borjahres lÜÄ os mit Vorliebe m Milch gekocht Es handelt sich dabei hauptsächlich um russischen und Donauweizen bm sehr zufrieden mit Ihrem und da die Ford-ruu^r L^di-se P^obemanzcu “S Äff ermafeigung erfahren haben, ,o glaubt man auch weiterhui auf Reichmann, Notar. Bwson ist das beste und billigste Krä ügungl: starke Legtungen von dieser Seite rechnen zu müssen. Daz-u mittel. Paket 3 Mark in Avolhekeu, Drogerien. ' Verlangen" Sie lam, daß auch Amerika )ctnc Forderungen mehr und mehr der KPn v-?1 dlosonwerk Frankfurt a. M. eine Gratisprobe und die niropäischen Jmporlparität anzupassen bestrebt war, während die Broschüren. Benagen Sie Ihren Hausarzt. (b>% WSI7KAKTBH 12. 2« 747,7 16,7 10,3 72 NE 2 10 12. 9“ 747,6 14,2 9,5 79 N 4 10 13. 7’* 746,1 12,4 103 97 NE 2 10 2. Ziehung 3. KL 223. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 10. September nachmittags. Nur die Gewinne über 144 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 18 (500) SV 338 4Ü 402 617 85 741 810 75 1090 285 405 [300] 23 536 2196 [300] 255 303 65 501 675 815 77 000 3119 68 377 461 739 967 4276 [500] 379 82 436 60 563 669 773 892 5074 217 50 7 6 333 545 82 756 6079 146 213 781 7140 81 97 781 346 8062 633 842 9004 101 23 324 603 962 1O071 79 120 201 528 55 [ 300] 76 86 654 99 717 85 870 947 79 11012 28 464 95 700 823 75 12018 109 855 476 521 39 920 13011 15 33 444 589 763 73 973 14012 ”07 10 97 659 745 856 955 1 5177 229 398 428 516 820 28 960 83 1100) 16064 42 352 517 [300 j 771 75 17489 [300] 649 717 828 18006 89 142 206 446 535 96 19438 775 949 2O310 464 617 776 21116 484 511 88 669 834 71 '22094 129 59 577 740 843 80 2 3 086 362 608 7<3 91 812 68 957 24177 846 961 25374 415 2 6052 149 609 709 2 7092 95 117 722 2 8 347 85 538 7 4 716 43 92 99 2 9358 456 523 620 90 7SO 896 3O003 244 so 440 5 7 738 52 94 3 1 422 511 636 48 743 829 43 59 903 SO 32000 490 619 864 69 3 3443 723 3 4037 147 43 631 35 876 3 5187 492 513 730 72 81 955 57 [400] 36177 93 506 68 649 736 999 [300] 37027 90 166 465 843 38097 98 400 647 924 3 9156 352 553 702 609 [300] 40022 50 116 74 334 46 417 506 78 717 68 869 410O1 80 144 231 544 693 751 57 808 43 908 42626 '4 3 254 355 498 95 850 8 7 900 7 7 4 4046 121 377 463 ,4 5074 109 239 75 609 660 711 806 7 9 950 [300] 46254 55 362 432 50 SOS 78 634 55 4 7 253 440 761 48149 90 298 640 62 98 812 4 9 296 403 8 776 824 5 0 248 409 573 615 828 902 26 5 1 340 42 43 449 545 810 85 94 948 52108 333 524 609 717 46 868 53262 375 588 680 986 94 5 4 261 301 42 415 566 705 20 357 72 ;010 63 55107 21 46 636 714 [ 60000 ] 44 83 816 64 914 82 [300] 5 6241 53 562 574 81 651 03 955 5 7586 605 814 975 5 8593 697 865 5 9133 423 35 574 636 739 42 60132 85 466 762 [800] 806 61101 623 62174 279 !439 712 29 6 3147 482 85 503 832 916 6 4326 3« 97 639 16 5220 29 499 577 [500] 932 66280 441 84 542 622 848 ,944 6 7276 321 77 419 581 86 [300] 883 92 68065 81 ,101 50 218 39 86 418 [15000] 562 636 66 775 85 857 94 192 4 6 9 097 369 466 505 7 81 7O073 318 962 7 1 341 79 505 74 94 611 822 63 7 3 222 343 431 711 15 906 30 40 73027 410 526 614 7SO 63 ,[3000] 74202 [300] 27 707 87 918 98 75108 336 74 509 78 624 92 93 910 76001 242 60 890 77051 331 507 4-3 617 767 7 8013 136 48 264 71 550 634 [300] 79188 298 459 585 883 80036 597 630 722 [300] 30 8.8 846 8 1 029 SO 850 82026 119 44 76 573 699 860 80 83 582 606 54 98 753 84222 302 10 540 6S5 716 913 8 5072 ISO 221 339 47 413 570 003 702 33 38 8 6091 99 135 [300] 46 712 8 7097 387 9 2 409 779 8 8016 185 342 49 84 507 SOS 49 827 62 89237 82 455 94 562 1300] 87 913 90523 624 [300] 826 75 935 9 1 015 78 162 201 561 9 2008 66 93 151 220 380 527 820 [300 ] 93056 736 852 969 9 4039 44 100 97 449 671 902 89 9 5124 92 251 354 [400] 765 66 852 922 9 6089 172 34 321 80 96 453 931 97042 106 [800] 200 [40000] 26 37 333 45 662 707 946 9 8224 05 370 420 91 [300] 654 78 79 775 372 9 9 067 248 4 75 86 638 83 760 822 43 57 [ 5000] SO 993 100116 92 362 475 610 96 906 1 0 1 255 CG 102448 543 885 1 03001 44 77 182 65 343 1 04008 33 60 138 76 245 324 428 89 521 676 878 936 42 105179 4SO 525 715 805 16 938 70 1 06140 220 679 809 1 07 304 [ 3001 25 50 [300] 403 18 515 55 1 0 8282 1 09 480 84 605 110038 233 62 92 547 «35 111015 23 44 [300] 292 412 503 601 f-35 [400] 88 95 112117 417 559 798 113358 820 44 929 7G 114002 698 [500] 749 97 896 999 115’01 384 529 605 98 711 26 116209 [300] 64 370 494 765 90 843 992 117033 267 69 341 609 56 118223 82 CIO [400 J 33 8-1-'- 903 [2001 18 119061 63 217 326 44 642 53 61 804 120059 206 73 91 395 551 898 942 [300] 86 1 2 1 099 242 516 756 S5 914 68 122020 155 234 [1000] 47 69 329 55 9.' 433 56 525 619 903 123055 158 232 506 819 .124140 202 326 408 960 65 1 2 5 448 1 2 6081 [3OO] 111 97 421 665 09 701 C 43 989 127039 63 83 279 353 • [SCO] 70 092 671 96 12S110 56 225 31 344 553 63 755 129 250 200 431 656 71 878 907 13O15G 225 746 56 962 1 3 1 038 227 38 59 326 90 95 787 1500] 132144 272 319 455 696 98 746 93 893 ,13 3 079 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Klasse 223. KC*.1 *1. Prevss. Lotterie findet statt am 7. und S^L tobet 1910, MleinJabr. reinigtu.paizl| Metalle verblüffend schnell. WM • M Putz in 4210 Billigste nnd beste Bezugsquelle Fachmännische Ausführung von Femspr. 397 Walltorstrasse 35 Landwirten, Gemeinden u. Forstbebör- ä den empfehle ich mein seit Jahren vorzüglich h<7eäshr" Gift-Getreide «Ä täglich frisch bereitet. — Frische Meerzwiebel Ratten. Firma Otto Schaaf, Gießen, Leiters weg39 RechkschuMlle erteilt unentgeltlich [D4/i Rat und Auskunft an Frauen und Mädchen. Sprechstunden Mittwochs von 5—7 Uhr, Alicestratze 31. Braubach 8 Fi* Fürhorni Größter Betrieb 1 dr_°erei dies. Branche im Groißsh. Hessen. Gegr. chem. Wasch-Anstalt. 1848. Seltcrsweg 79 a Telephon 627. Neuenweg 4 Telephon 553. 15 eigene Läden. Färb erai-Versandgeschätt Post- und Bahn-Sendungen werden nach der Zentrale in Butzbach erbeten. [89 Nähmaschinen IT. Kx^aft Neuenweg 46 4585 Eigene Reparaturwerkstätte Zubehörteile stets auf Lager Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert die Brühl'sche Univ.-Druckerei. Amtliche MllstMchUMil Her Wt Gießen. Wer für den kommenden Winter Fichtcndeckreiier aus den städtischen Waldungen zu beziehen wünscht, wolle dies alsbald aus der Bürgermeisterei - Zimmer 15,- anzeigen. Der Preis beträgt 20 Pjg. mr die Welle und ist bet der Anmeldung zu entrichten. Die Lieferung erfolgt frei vor das Haus. Weniger als 5 Wellen werden nicht abgegeben. _ B6/9 Die Meldeli'ten werden am 5. Oktober geichloyen. Spater eingehende Meldungen können nicht berücksichtigt werden.__________ Iu der Seit vom la. bis einschließlich 30. September" d. Js. werden die sämtlichen städt. StraKenkanälc gespült. Während dieser Seit sind die Rücküauverschluste an Grund- stücksentwasserungen verschlossen zu halten. (B13/® Ratten - Vertilgung. In der Zeit vom 15. bis 20. September ds. Js. sollen die Ratten in den städtischen Kanälen und Wasserläufen durch Gift vertilgt werden. Die Besitzer von Hausgrundstücken im Stadtgebiet werden aufgesordert, für gleichzeitige Vertilgung der Ratten auf ihren Grundstücken zu sorgen. Haustiere, Geflügel pp. nnd von den gefährdeten Stellen fern zu halten._______________________B13/» Maschirristenstelle. Zur Bedienung der neuen Kesselanlage in unserem Schlachthof, mit der eine nach dem Kohlensäuresystem arbeitende Kühlanlage nebst Eismaschine verbunden ist, wird zum alsbaldigen Antritt ein geprüfter Maschinist gesucht. Borbehältlich der Genehmigung der Stadtverordneten- Versammlung ist für die Stelle ein Anfangsgehalt von jährlich 1660.— Mk., steigend alle 3 Jahre um 140.- Mk., bis zum Höchstgehalt von 2500.— Mk. vorgesehen. . Bewerbungen um die Stelle stnd unter Beischlug von Aus' weisen über die seitherige Tätigkeit und über die mit Erfolg abgelegte Maschinistenprüfung bis spätestens 20. September ds. Js. bei der Bürgermeisterei einzuretchen. B% Frühobstverkauf. Von dem städtischen Obstbaumstück sind etwa 30 Zentner gebrochene Frühäpfel [Calville, Cardinal und Kaiser Alexander) in kleineren Mengen [mindestens 20 Pfund) zu 8 Pfg. das Pfund abzugeben. Die Lieferung erfolgt gegen Barzahlung frei ins Haus. Bestellungen werden auf der Bürgermeisterei entgegen genommen. Bw/9 In den Wagen der städtischen Straßenbahn wurden in der Zeit vom 16. August bis 11. September ds. Js. nachstehende Gegenstände gefunden: 2 Damenschirme, 1 Kinderschirm, 1 Kinderspiel-eug, 1 Hand- körbchen, 1 Damentaschentuch mit eingebd. Rtng, 1 Violinbogen, 1 Vr-Markstück, 1 Zeitschrift, 1 Rolle Packpapier. Die Sachen können in dem Bureau des Elektrizitätswerks und der Straßenbahn, West-Anlage 51, in^ Empfang genommen werden. BW*