160, Jahrgang ErsteS Blatt Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. etem« Satten «irr Sarnevals« »evalsgesellschaft. 2er Vorstand. Glieder eingeladenc ehöliaen warenionblunflM mona»lich75Ps., vierteljährlich Mk. 2.20 . durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Li.; durch diePost Mk.2.— vrerlel- jährl. ausfchl. Bestell-. Zeilenpreis; lokal 15 Pf^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Beranlwortlich für den politischen Teil: August Goetz, für „ReutUe- ton' und „BernnjchleS' $L Neurath; tüt »Stabt u. Larrd' und „Gerichts- faal": E. Hey; tüt den Anzeigenteil: H. Beck. Dem Vorgehen in anderen Städten entsprechend, hat der Ausschuß desdemokratischenVereinsinMainz in seiner letzten Sitzung beschlossen, eine Vereinigung mit dem Verein der Deutschen Freisinnigen Partei herbeizusühren. 6s wurde ein Ausschuß gewählt Flotte in solchen, von England gillzuheißenben Grenzen halte, MN dcwassneten Widerstand zur See von oorn6crein a us«« geschlossen erscheinen zu lassen, das ist.bedingungslose Unter- Weisung. Fürwahr eine Grundlage zur „Ber ständig ung", so sumlo^, wie sie in der Tat nur die Pcm'.r, d. i. dec surnÜ-ose schrecken,, gebären tann. Der Zustand des bewafmeten Friedens mag oruaenö i-rscheinen. Er stellt sich indessen bei näherer Betrachtung al5 wtclchs anderes heraus als der Wille, die vorhandenen Kriegsmittel in solcher Bereitschaft und Sckzärfe zu erhalten, daß sie dar, Gegner, mit dem ein Jnteressenlionflikt droht, veranlassen, den Frieden nicht leichtfertig zu brechen. England ptögjte IW — das beweisen trotz der Ungereimtl-citen, auf denen he Jim gninoen, alle Schreibereien und Reden,— von der schwer auf ihm lastende« llnsiel;>Lrheit frei machen. Auch daß die Marineangelegenheiteni hierbei mp: zum Instrument der Parterpolitik geworden iuu>, c'-ommt dort mehr und mehr zur Er kenn tn iS. In einer Rede zu Reading z. B. verteidigt Schatzkanzler Lloyd George die Manne- politik der Regierung und stellt fest, daß die englisa-e d'wtte ans Personal und f>Naterial dreimal so start sei als Jäc deutsche. Die Antwort der Opposition sei gewesen: „Haben sie mir bret gegen entert? Verräter? Kleinmütige Engländer. Wollen Sie drei arme britisch? Matrosen einem dicken Deutschen ges^nüber- .cllen? Der Deutsche könnte drei britische Matrosen aufs resse«, wie wenn es Frankfurter Würstchen wären." — ist doch wenigstens Humor. Mit Humor, Zeit und Ruhe wird auch das S-lbskvertrauen der größten sees.chrenden Nation wieder erstarken, and dann wird man fick jenseits des Kanals sicher der unwürdigen Panik und des grundlosen Mißtrauens gegen Deutschland ent> ledigen. Eine Verständigung auch in der Flotten frage ergibt sich Damit von selbst. * Die Diaienfrage im prenstishen Abgeordnetenhavse. ,l.Ä «aütorstraöe jjodiin. von4 iSr«2»- wenn nicht gerade dieser Vorfall die Frage der endgültigen i Regelung der Grenzverhältnis e zwischen Tunis und Tr.po- ' lis wieder aktuell gemacht hätte. - Der Bei Mohammed es Sadok, der noch vollständig unter türkischer Oberhoheit stand, hatte es durch seine schlechte Finanzwirtschaft im Jahre 1869 dahin gebracht, daß er die Zinszahlung für die tunesischen Staatsschulden einstellen mußte. Dies war der Anlaß, daß unter Mitwirkung von Frankreich, England, Italien und Preußen für Tunis eine europäische Finanzkontrolle eingesetzt wurde, bei der es Frankreich allmah ';flt gelang, Tunis tn vollständige finanzielle Abhängigkeit von sich zu bringen. Zufolge der Ohnmacht Frankreichs aber wahrend des deutsch- französischen Krieges wurde das Verhältnis zwischen Tunis und der Pforte so geregelt, daß der Sultan durch Ferman vom 25. Oktober 1871 auf den bisherigen Tribut verzichtete, der Bei jedoch seine Oberhoheit anerkannte und sich u. a. auch verpflichten mußte, in keine selbständigen diplomatischen Verhandlungen mit dem Auslände einzutreten. Trotz der Finanzkontrolle wurde aber die Mißwirtschaft tn Tunis immer ärger. Neben den Franzosen begannen auch die Italiener, sich in Tunis festzusetzen, so daß. man tn Paris im Jahre 1881 einen Ein fall der räuberischen Kru- mirs zum Vorwand nahm, um im Gegensatz zu dem Ferman vom 28. Oktober 1871 den Bei am 12. Mai 1881 zum Abschluß des sog. Bardo-Vertrages zu zwingen, der Tunis unter das Protektorat Frankreichs stellte, ohne daß man sich dabei irgendwie um die Oberhoheit der Türkei über Tunis kümmerte. Nachdem ein Ausstand der Eingeborenen niedergeschlagen worden war, organisierte man die Verwaltung völlig nach französischem Muster und besetzte alle Aemter' mit Franzosen, so daß seitdem, wenn auch der Bei noch eine Art Schatteneristenz von Frankreichs Gnaden fristet, dock) tatsächlich der ftanzösische Ministerresident der Herr von Tunis ist. Die Türkei behandelte demgegenüber das französische Protektorat über Tunis, das alle übrigen Mächte anerkanni hatten, als nicht bestehend. Keinesfalls hat sie sich damit einverstanden erklärt, daß ihre Oberhoheit über Tunis auf Frankreich überginge. Sie sieht sich daher auch eigentlich gar nicht in der Lage, mit Frankreich über eine tunesische Grenzregulierung zu verhandeln, sondern steht auf dem Standpunkt, daß eine solche nur von den speziell tunesischen und tripolitanischen Behörden vorgenommen werden könne. In Paris dagegen wünscht man zunächst eine Konferenz französischer und türkischer Bevollmächtigter über die tunesischen Grenzfragen, um dann erst die Lokalbehörden zu Worte kommen zu lassen. Dazuivirduns von unserem Paris er Mitarbeiter noch geschrieben: Der französisch-türkische Zwischenfall wegen Tunesien hat den ehemaligen Generalresidenten in diesem Protektorate, Rens Millet, zu einer Auseinandersetzung veranlaßt, die vielleicht nicht sehr diplomatisch gehalten ist, aber interessante Gesichtspunkte enthält. Herr Millet sucht zunächst die gesamten Rechte der Türkei auf die Regentschaft als illusorisch hinzustellen, indem er nachweist, daß die Türkei nie eine wahre Oberherrschaft über dieses Land ausgeübt habe. Schon als die französischen Könige sich über die tunesischen Korsaren zu beschweren hatten, lehnte man in Konstantinopel jede Gerichtsbarkeit über dieses Land ab. Aber Herr Millet lenkt dann die Darlegungen, die in Interview form im Pariser „Journal" erscheinen, auf die Jungtürken und auf den Irrtum, dem die Franzosen sich hinsichtlich dieser hingeben. „Wir sind in Frankreich wieder einmal unglaublich leichtfertig gewesen," ruft er aus. „Die türkische Revolution ist nie eine liberale, sondern eine militärische Bewegung gewesen. Man muß ja mehr als harmlos sein, um den türkischen Liberalismus ernst zu nehmen. Es ist vielmehr eine Art P anis- l a m i s m u s i n W a s s e n, und der tunesische Zwischenfall tommt sehr gelegen, um uns darüber die Augen zu öffnen. Gefährlich ist die Beivcgung nicht, wir müssen sie nur bekämpfen, wo sie unsere Rechte verletzt. Die Lage ist klar; die Türkei hat historisch keine Rechte auf Tunesien. Unter Napoleon III., also lange vor der Herstellung des Protektorats, hatte die Türkei ein Vorgehen in Tunesien geplant: unsere Regierung widersetzte sich diesem und die Türkei hütete sich wohl, weiter darauf zu dringen. Um ihre jetzige Haltung zu rechtfertigen, berufen sich die Jungtürkcn auf das Wicderecwachen.des türkischen Nationalismus. Warum haben die da nicht vor einem Jahre protestiert? Sie habcit doch die Annektierung Bosniens und der Herzegowina hingenommen, die sicher türkische Provinzen gewesen sind. Wie soll man ihr Auftreten von damals und ihre heutigen Forderungen in Einklang bringen? Wenn sie Tunesien als türkisch beanspruchen, so können sie ja auch Ungarn und noch andere Gegenden wieder verlangen, die ehedem mindestens so türkisch waren wie Tunesien. Die Jungtürken haben da eine schöne Gelegenheit versäumt, sich ruhig zu verhallim. Sie spielen so eine gefährliche Partie. Sie müssen sich in acht nehmen! Bisher haben die Franzosen in Tripolis ihre Nachbarschast der Fremden vorge^ogen. Aber wenn ihre Un- nachgiebigkeit und die Angriffe ihrer Soldateska uns dazu zwingen sollten, könnten wir im Notfälle Italien aussordern, in der Einflußsphäre einzugreifen, die das von Herrn Delcassö unterzeichnete Abkommen thm zuerteilt hat. Wer weiß, ob die Italiener nicht schon heute daran denken, aus diesem glücklichen Zusalle Nutzen zu ziehen. Unsere Diplomatie muß den Jungtürkcn gegen- Die tunesische Frage. Der Grenzzwischenfall von Dehiba, bei dem, wie man sich erinnern wird, reguläre türkische Truppeti von Tripolis aus ein Gebiet besetzten, das nach^ französischer Anschauung zu der Interessensphäre von Tunis gehört, und wit der französischen Besatzung des Forts Dehiba Schaffe wechselten, ist schnell erledigt worden. Genügte doch hier eine Vorstellung der Pariser Regierung, nm tn Konstantinopel den Befehl zur Rückkehr der türkischen Patrouille aus einwandfrei als tripolitanisch anerkanntes Gebret zu erwirken. So wäre zwischen der Türkei und Frankreich als Protektor von Tunis alles wieder in bester Ordnung, Freitag 14. Januar 1910 Bezugsprer». 8®s « titre I wä» 7 “ herzlich wenig kosten und doch so wirkungsvoll sein politische Tagesschau. Dentsch-englisüe Flottenverltändigung? Die „Voss. Ztg." veröffentlicht einen recht verständigen Artikel von Kontreadmiral z. D. Stiege, in welchem eine Ver ständigung mit England in Flotten fragen als äußerst bedenklich für die deutschen Interessen dar- gestellt wird. In dem Artikel heißt es: Tic dem linken Flügel des Ministeriums, insbesondere Mr. Winston Churchill, nahestehende Wochenschrift „The Natron" bespricht in einem Artikel die Aussichten einer deutscki-cnglifcheii Verständigung. Tie dauernde Sck/wächc F-rankretchs Bringe em Element der Unruhe in die europäische Politik. Man müsse befürchten, daß ein geheimes Abkommen bestelle, durch das England auf eilte Reihe von Jahren hinaus sich gebunden habe, im Falle eines deutschen Angriffs Frankreich zu Wasser uitb zu Lande zu imterstützen. Eilte zweite Schwierigkeit bestehe in dem Grundsatz der dcutschni Politik, eine Flotte zu besitzen, stark genufl, um selbst für die englische einen Konflikt als mcht mtbebcnuiaj e» >drehten zu lassen. Dieser Faktor bringe ein neues Element m die Diplomatie und sei für die britischen Staatsmänner sehr uw- tequem, die der Ansicht sind, England müsse bet icder Verhandlung eine Flotte hinter sich haben, stark genug, um1 bewaffnetes Widerstand zur See von vornherein als auSgeichloffen erscheinen zu lassen. Diese Faktoren seien wohl für absehbare Zeit nicht zu ändern, man müsse mit ihnen rechnen. Vielleicht könne der Der Streit zwischen Staat und vischösm. Der Wortlaut des Briefwechsels zwischen dem Statthalter und dem Straßburger Bischof ist von der „©trafr Bürger Neuen Zeitung" veröffentlicht worden. Er hat nach ber F. Z. folgenden Inhalt: In dem ersten Schreiben anerkennt der Statthalter die bischöfliche Ansicht über das Verhältnis der katholifchen Lehrer zu den Ktrchenbehörden nicht als zutreffend und legt gegen die Ueberfchreitung der vom Staatsltrchenrecku gezogenen Grenzen umso ernstere Verwahrung katholische Beamte bei der Ausübung dienstlicher Pflichten - - ----- ' - r.z. ,u m Gewissens- Nr. 11 Der Sietzener Wnzef-er ISflST OA erschein« täglich, außer JggMgy w «7 Eg . » A sMetzener Anzeiger WW General-Anzeiger für Gberheffen Hotütionsötu» und Verlag bet BtWfcben Univ.-Vnch- unb Steiebruderei B. Lanze. Redaktion. Expedition unb Vrvckere«! Schulfiratze 7. Aus Berlin wird uns geschrieben: Ucber den Stand der Frage der Neuregelung der Diätenzahlung und der Gewährung von Eisenoahn- freikarten für die Mitglieder des preußischen Abgeordnetenhauses waren vor einiger Zeit Nachrichten in die Presse gelangt, nach denen die Staatsregie-- r u n g gelegentlich der Haushaltsberatungen ihre Stellungnahme hierzu geändert habe. Wie wir erfahren, steht die Regierung nach wie vor entsprechend der während der vorigen Lanbtagssession abgegebenen Erklärung auf deut Standpunkt, daß die Einführung der Pauschalzahlung mit Anwesenheitskontrolle ohne eine Verfassungsänderung nicht durchführbar sei. Auf Grund dieser Stellungnahme sind die Konservativen zu bent Entschluß gelangt, der «Einführung der pauschalen Diätenzahlung im Mgeordnetenhause nicht zuzustimmen, da sie eine Verfassungsänderung aus diesem Grunde nicht für tunlich erachten. Ta das. Herrenhaus: den gleichen Standpunkt vertritt, so kann nicht erwartet werden, daß die beantragte Neuordnung der Diätenzahlung tatsächlich zur Durchführung gelangen wird. Wesentlich anders stellt sich die Sachlage bezüglich der Einführung von Eis e nb ah n f r ei kart e n. An maßgebenden Stellen ist man der Ansicht, baß bie Gewährung solcher Karten aus bent Verwaltungswege möglich ist. ES tann also bamit gerechnet werben, baß bteser Wunsch in Erfüllung gehen wirb. Die Freifahrkarten würben allerbings nur für bie Fahrt vom Wohnorte ber Ab geo ebneten nach Berlin unb innerhalb ber betreffenden Wahlkreise gewährt werben. _______ Sachsen und die Schissahrtsadgaben. Dresben, 13. Jan. Jü ber heutigen Haushaltsberatung ber Ersten Kammer berührte Oberbürgermeister Geheimer Rat Dr. Beutler bie Frage ber Schiffa h r t s - abgaden. Hierauf führte ber Staatsrechtslehrer Wir kl. Geheimrat Prof. Dr. Wach im Verlaufe einer eingehenben Darlegung über biesen Gegenstand u. a. folgenbes aus: In ber Frage ber Schiffahrtsabgaben hatten sich bie Gegensätze mehr unb mehr verschärft. Ihm schiene es geboten, jetzt, wo diese schweren Jnteressenkämpfe beginnen, Verständigung zu suchen. Es wäre ein Schaben für unser innerpolitisches Leben, wenn bie lleberzengung nicht zum Siege käme, baß S a ch s e n, B a b e n unb Hessen sich tn ihrer Haltung lebiglich von ber Rücksicht auf bas Wohl ihres Staates bestimmen ließen, baß sie auf einem ver- iassungsmäßigen Boben stänben, baß ihre Stellung inner p olitisch gerechtfertigt unb wahrhaft patriotischsei. Es hanbeie sich um eine Aenberung beS Artikels 54 ber Reichsversassung. Der Paragraph 19 bes preußischen Wasserstraßengesetzes sei versas ungswibng, also schlechthin nichtig. Außer burch bie Einführung ber Schiff- fahrtsabgaben würbe bie Aenberung ber Reichsverfassung aber auch burch bie geplante Einführung ber Zweckverbänbe bedingt, baß neue staatliche Genossenschaften bem Bunbes- rate unterstellt werben sollen. Diesem würbe damit eine Kompetenz übertragen, bie ihm nach ber Reichsversassung nicht zusteht. Die Reichsverfassung sei aber bas Bollwerk unserer nationalen Existenz. Wer sie anheim wolle, müsse erst beweisen, baß eine solche Aenberung bem Reiche zum Wohle gereicht; er zweifle aber, baß bieser Beweis gelinge. Tenn es werbe eine Schiffahrtssreiheit preisgegeben werben, bie burch lange Kämpfe errungen worben fei unb in ber sich Hanbel unb Jnbustrie entwickelt hätten. Schon jetzt stehe es fest, baß für Sachsen bie Einsührung ber Schiffahrtsabgaben einen außerorbentlichen Schaben im G-folge haben würbe. In ber vorliegenben Frage müsse im Bunbesralo das Prinzip gelten: Einer für alle unb alle für einen, nicht aber das Prinzip: Ausbeutung bes einen burch beit aitbem! Er hoffe bestimmt, baß man ben Ginmenbungen Sachsens Gc hör schenken möchte. Zlus auf bie Notweubigkeit ber gläubigen lleberzengung ber Lehret: hingewiesen unb an bem theoretischen Standpunkt fest- gehalten. , Ich kann nicht anerkennen, baß ich burch bie Warnung an bie katholischen Lehrer, bei ber ich nur bie religiöse Sette ber Frage im Auge hatte, bie Grenzen ber bischöflichen Gewalt überschritten habe." Zum Schluß gibt ber Bischof ber .Hoffnung aus ben ungetrübten religiösen Frte- ben Ausbruck. ' Zum Streit zwischen Staat unb Kirche m Elsaß-Lothringen veröffentlicht ber Allgemeine Deutsche Lehrer verein in seiner K'orresponbenz bie angetünbigte Erklärung, in ber er bie Angriffe unb bie Vorwürfe bes reichSlänbischen Klerus zurückweist. Tie Kundgebung sagt, daß ber Verein bie Volksbilbung und Hebung ber Volksschule fötbern wolle ohne jede konfessionelle und politische Lefchränlung dieser Ausgabe. Der Verein betrachtet seine Mitglieder als mündig, und er müsse jede Verantwortung ablehnen für das, was der einzelne oder selbst Sonbemretac sagen ober tun. Mit dem Religionsunterricht und seiner Methodik beschäftigte sich die Organisation nicht im geringsten, und sie bearbeitete weder einen Glaubcnskoder für Katholiken und Protestanten, noch gebe sie einen Katechismus für Reichstags- unb Landtagswahlen' heraus. Kundgebungen auf religiösem Gebiete erlabe ite niemals. Dagegen wolle sie die Bildung des Lehrer- standes heben, ihm eine entsprech ude Stellung im Staate geben unb bic Leitung unb Beaufsichtigung der schule Fachmännern überlassen wissen. Zum Schluß wird hingewiesen auf die nationale Bedeutung des Allgemeinen Deutschen Lehrervcretns; denn der Zusammenschluß der Bolls Bildner aller deutschen Gaue müs c zurückwirkcn auf den vaterläiidischen Geist und den Einheits- gedanken. , . „ ,. , _ _ Nach der „Post" trifft bie Melbung, baß bte elsatz- lothringischen Reaterungs alten über ben StreitmitbenBischofen nach Berlin einLereicht würben, nicht zu. Der Statthalter Graf von Webel wellt in ben nächsten Tagen in Berlin unb hat bort Gelegenheit, bte Frage persönlich zu erörtern. teresses unb falle in bas Gebiet der Staatshoheit, «tie bischöfliche Ansicht führe zu unhaltbaren Zustänben, da bie Kirche aus vermeintlichem Interesse ben Beamten Verhaltungsmaßregeln erteilen könnte, was einen birekten Eingriff in bie bem i^taat ausschließlich zustehenbe Disziplin feiner Beamten bebeuten würbe. Der Statthalter nimmt ben Deutschen Lehrerverein gegen bett Vor Wurf ber Religions- feinblichkeit in Schutz unb bebauert lebhaft, batz der Bischof sick) eines Artikels bebiente, dessen schroffe Ausfälle als Verunglimpfung ber zum Anschluß geneigten Lehrerschaft und a/s Schädigung ihres Ansehens sich barfteuen. Er erwartet bie Beschränkung ber Kirche auf ihre Komüetenz, womit bem Frieben zwischen ber staatlichen unb kirchlichen Obrigkeit am besten gebient sei. In seiner Antwort erklärt Dr. Fritzen, baß thm durchaus nicht bic Absicht zugmnbe lag, auf staatliche Be- ftignisse überzugreifen. Seine Auffassung stelle nicht bloß eine privatpersönliche Meinung, sonbern eine ofsizielle bog- inatische Lehre ber katholischen Kirche bar. Er sucht in längeren Ausführungen bie Antireligiosität des Deutschen Lehrervercins nachzuweisen, räumt aber ein: „Es lag nur burchaus fern, bie Form bes Artikels bes Prälaten/Nigetiet in allen Einzelheiten zu billigen." Er habe bannt katholische Lehrer in keiner Weise verletzen wollen. Hierauf antwortete ber Statthalter am 1-. ds.: Die Regierung müsse auf ihrem Stanbpnnkt nicht nur unbedingt verharren, sonbern werbe ihn gegebenenfalls mit aller E n t s chi e b e n h eit vertreten. Bei ber &igc ber Verhältnisse erachte er es für geboten, ben Schriftwechsel geordneten Keller betrug getretenen Personen: bis uon 25—29 Jahren 99 34 Jahren 43 Männer, 12 Männer, 8 Fronen, dem Saale verbunden „über die der Abend besonderem Über mit einem Ausschuß des Vereins der Freisinnigen Partei in Unterhandlung tritt, um die Vorarbeiten für eine etwaige Verständigung zu erledigen. „Polyhymnta* feiert am nächsten Sonntag in des Wirtes Ehr Wagner seinen Winterbatl, mit Gesang und Theater. Durch einen Vortrag Entstehung und den Wert des Volksliedes" wird für Freunde und Kenner des Volksliedes von ganz 24 Jahre 40 Männer, 116 Frauen, Männer," 62 Frauen, von 30 bis 18 Frauen, von 35—39 Jahren von 40—49 Jahren 11 Männer, (ßcrkl) ttiaaL w. Berlin, 13. Jari. Das Schwurgericht verurteilte den Friseur ftano Iüncinann wegen Ermordung der Verkäuferin! Alic- Rakowsti und Diebstahl in zwei Zullen zum To de, Ver- lug . r bürgerlichen Ehrenrechte und zu neun Odonaten Gefängnis. Hessen abzulehnen. Die von dem Provinz iallrct5blntt verwendet werden können, beabsichtigen wir auch für das Jahr 1909 an fertigen zu lassen. Interessenten, die diese Sammelmappen zu beziehen wünschen, werden gebeten, dies der Geschäfts stelle des Gießener Anzeigers nritzuteilen. Die Mappen werden zu 75 Pfennig das Stück abgegeben. — Uebriyens empfiehlt es sich, die Mappen auch für 1910 anzuschasfen, damit sie das Jahr über zum Sammeln der losen Nummern verwendet werden können. Auch hierfür werden jetzt schon Bestellungen entgegengenommen. •• Pfarrpersonalien. Der Groß Herzog hat den von dem Prinzen Friedrich zu SolmS-Braunfels als Var- mund des tnmberjährigen Fürsten Georg Friedrich zu Solms- Braunfels auf die eoang. Pfarrstelle zu Villmgen präsentierten Pfarrer Wilh. Köhler zu Muichenheim bestätigt und dem Pfarrer Friedr. Karl Stotz zu Rodheim die 2. eoang. Pfarrstelle zu Babenhausen übertragen. ** L a n dwi rts cha ft s ka m. m e r für Hessen. Tie Ävmlnisswn für O b ft -■ und G c in ü f c b a n hielt am D.'nnerStag ihre 9. Sitzung ab. Bei den Bestimmungen über Abhaltung Von Obst> und Gemüfevettvertungskm sen wurden verschiedene Ae.nde> rungnt getroffen. Tie Veranstaltung von Obstpflück- und Ver- packungslursen mürben den Provinzichausich-üssen übertragen. Bisher wurden sie von der Landwirllchastskanuncr veranstalt, t Tie Best inttmm gen über die Prämiierung von Weinbergen Wurden dahin abgeändert, daß, wenn in einet- Gkinnrhing eine Prämiierung Vvn Zn ng selber n und älteren Rebaulageu erfolgt, nur einer der wilicbcnm Preise, der hächstie, ausbezahlt wird. Tie Bestimmung die Prämierung von Obstpflanzirngcn betreffend, nnitbc nach den Vorschlägen bee PwviuztalauSiclmifes für Ober Hessen abgoänbcrt. Zur Sch.ru und Prämierungsordnung für Orts- und Bezirks Cbflau^leUuitgen beschloß die Kommission, die Anträge der ProvinzialaussäKsse von Starkenburg intb 9llx*iiL- Wintersahrt zum Rigi werden fn HUV)chen BkiDern vorgeführt. Die Bilder gewähren einen naturgetreuen Einblick in die herrliche Hochgebirgswelt, wie aud) in die idyllischen Schönheiten des Sees, die in allen, die schon dort waren, angenehme Erinnerungen wecken werden, und denen, die das herrliche Fleckchen Erde noch nicht aus eigener Anschauung kennen, die Lekanntschaft auf billigste Art vermitteln. Auch für die Schuljugend wird der Besuch, der eine wirkungsvolle Veranschaulichung des in der Schule Gelernten bildet, vorteilhaft sein. ** Zusammen stoß mit der Elektrischen. Gestern nachmittag fuhr der Troschkenbesitzer L. in der Walltorstraße mit einer Droschke aus seiner Ho freite heraus und stieß mit entern gerade ankommenden Wagen der elettrisdren Straßenbahn zusammen. L. wurde vorn Bock geschleudert und erlitt eine Verletzung am Kvpse, die ungefährlich erscheint. Es war angeblich kurz vorher cm Wagen der Straßenbahn vvrübergefahren und da diesem cm zweiter Wagen folgte, von dem L. feine Ahnung! hatte, erfolgte der Zusammmstoß. — Wleseck. 13 Jan. Holzlesende Kinder wurden von einem Unbekannten tm Bezirk Hangelstein in frecher Weife belästigt. Einem habet anwesenden 13jährigen Mädchen versuchte der Unhold mit Watte den Mund zu verstopfen. Hinzukommende Männer verfolgten den Mann, ohne ihn emholen zu können. Es ergeht an alle Eltern die dringende Mahnung, ihre Kinder nicht allein zur Winterszeit in den Wald zu schicken. Vorkoinmnisse wie daS obige müssen jedenfalls zur Vorsicht mahnen. = Beuern, 13 Jan. Unser Gesangverein Interesse sein. ----- Alsfeld, 13. Jan. Die heute abend abgehaltene Generalversammlung des Alsfelder Radfabrer-Vcreins 18 9 0 hat beschlossen, am 2., 3. und 4. Juli 1910 das 2 0 jähr. Stistungssest zu feiern und zwar durch ein größeres Sportsfest. Ein Volksfest soll mit eingeschlossen werden. Tas Fest findet auf dem Lindenplatz statt und die Vereine des Gaues 9 a des D. R. B. nehmen daran teil. u Bad "Rau heim, 13. Jan. Der rührige Vor- trag8verein hat für die kommenden Vortragsabende wieder eine gute Wahl getroffen. Am nächsten Sonntag spricht im Sprudel-Hotel Professor D. Rade- Marburg, der Herausgeber der „Christlichen Welt", über „Gegenwartsreligion und Geschichte". Kurze Zeit darauf ist em Vortragsabend Ernst v. Wolzogens in Aussicht genommen. L. Friedberg, 13. Jan. Am 15. Februar und die sob- genben Tage findet die mündliche En 11 a ss u n gs pr ü f u ug der Klasse I b des Lehrerseminars statt, der sich 32 Abiturienten unterziehen werden. Am 19. Febr. wird für Klasse I a und Klasse I h eine Entlastunysfeicr abgehalten, zu der sich auch die bereits abgegangenen Abiturienten einzusinden haben. Bet dieser Feier wird die Braut von Messina aufgeführt. rm. Pfungstadt, 13. Jan. Seit drei Wochen hat die arößte hiesige Zigarrenfabrik (Firma M. Freund) ihren Betrieb völlig eingestellt. Der Filialbetrieb der Fabrik zu Griesheim wurde ebenfalls geschloffen. Im ganzen beschäftigte die Fabrik 220 Arbeiter. [] Marburg, 13.Jan. Unter der Bezeichnung „Freie Burschenschaft Normannia" hat sich hier eine neue tudentische Korporation mit den Farben rot-gol^-rot (schwarze Samtinützen) aufgetan. Sie tritt an Stelle der Burschenschaft „Vandalia", die sich aufgelöst hat. 8 Frauen, von 50—59 Jahren 9 Männer, 2 Frauen. •* Eine Prüfung für Handarbeitslehrerin nejn wird am 18. März unter Leitung eines staatlichen Kom- rnisiärs an der Alieeschule zu Darmstadt abgehalten. ♦♦ Rechtsschutz st eNe für Frauen. Im Jahre 1909 betrug die Anzahl der Fälle, die der hiesigen Frcmen- rechtsschittzstelle zur Behandlung Vorlagen, 88 gegen 44 im Jahre 1908, dem ersten Jahre ihres Bestehens. Es ist erfreulich, aus dieser steigenden Inanspruchnahme entnehmen $u können, daß mit dieser Einrichtung dem Bedürfnis der in Rechtsangelegenheiten so oft hilflosen Frauen in willkommener Weise gedient wird. Am meisten wurde die Rechtsschutzstelle in Dienste und Miets^Angelegenh.iten und OtrcitigVeitcn aus sonstigen Verträgen, ebenso wegen Unter- Haltsforderungen für uneheliche Kinder und Mißhelligkeiten im Ehe- und Verwandtschafts-Verhältnis in Anspruch genommen. In 51 Fällen genügte eine Auskunft oder ein Rat auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen, in 7 Fällen mußte gerichtliches Vorgehen, zum Teil durch Anfertigung von Klageschriften, eingeleitet werden, 4 Gesuche wurden verfaßt. Doch gelang es in 26 Fällen allein durch mündliche oder schriftliche Vermittlung zwischen den Parteien einen gütlichen Ausgleich herbeizuführen. Wenn besondere Schwierigkeiten Vorlagen oder es für den Gang der G.sck)äste angezeigt schien, nahm die Rechtsschutzstelle die Führung der Angelegenheit selbst in die Hand. Es ist $u hoffen, daß auch in diesem Jahre die Sprechstunden, die wöchentlich Mittwochs von 5 bis 7 Uhr, Alieestraße 31, abgehalten werden, einen guten Besuch aufzuweisen haben. ** S w w e st e r n Fröhlich-Stiftung. Rach einer Mitteilung von Wien sollen aus der in Wien bestehenden „Schwestern Fröblick-Stistung" zur Unterstützung bedürftiger und her. varragendec Talente auf dem Gebiete der Kunst, Literatur und Wissenschaft in diesem Jahre Stipendien und Pensionen, die statutengemäß 500 bis 2000 Gulden ö. W. betragen, verliehen werden Es kommen zur Verteilung: Scipcndicn an Künstler oder Gelehrte zur Vollendung ihrer Ausbildung oder zur Ausführung eines bestimmten Werkes, oder zur Veröffentlichung eines solchen, oder im Falle plötzlich eintrctender Arbeitsunfähigkeit: Pensionen an Künstler oder Gelehrte, die durch Alter, Krankheit ater llnglücksfälle in Mittellosigkeit geraten sind. Zur Erlangung eines Stipendiums muß der Bewerber in seinem an das Kuratorium zu richtenden Gesuche folgende Belege beibringen: Taust oder Geburtsschein, Studien- oder Prüfungszeugnisse, glaubwürdige Zeugnisse über wissenschaftlickie oder künstlerische Leistungen, behördliches Zeugnis über die Mittellosigkeit Mit dem Gesuche um eine Pension ist beizubringen: Tauf- oder Geburtsschein, glaubwürdige Bescheinigung über die Krankheit oder den Unglücksfall, wodurch der Bewerber in Mittellosigkeit geraten ist, Ausweis über die Verdienste deä Bewerbers um Wissenschaft und Kunst. — Die an das Kuratorium der „Schwc stcrn Fröhlich Stiftung" zu richtenden Gesuche samt eventuellen Kunstproben sind bis 31. März 1910 im Präsidialburcan des Wiener Gemeinderats, I., Lichtenfclsgasse 2, 1. Stock, zu überreichen, woselbst auch die Stiftungsstatuten behoben werden können. Richt entsprechende Gesuche iverdcn nicht in Betracht gezogen. ** I m K a i s e r p a n v r a m a ist diese Woche eine sehr hübsche Wanderung durch einen der schönsten Teile der Schweiz zu sehen, die allgemeine Beach»ung verdient. Ter Vierwaldstätter See mit Luzern, die Axenstraße und eine Reichsgerichtsbrief. (Nachdruck verboten.) js. Leipzig, Jan. 10. Ablchn u n g des T i e r s ch a d e n s b e i nr Z u s a in m e n stv ß, eines Radfahrers mit einem .Hunde. Ter Kreisarzt Dr. Sch. in Fritzlar fuhr am 16. Juli 1904 auf einem Mvtorzwcirade von Homberg aus in der Richtuiui' nach Waber n. Als er am Ende der Stadt das Grundstück des Gärtners S. passierte, sprang der aus dem Fahrdamm der Straße liegende Huno des 2. plötzlich auf, um noch vor dem Motorrad! die eine -Ltraßenhälfte zu queren. Hierbei kam er mit den Hinterbeinen in den Bereich des Rades, so daß Sck). stürzte und erhebliche Verletzungen erlitt, während der Hund nur etwas lahmte. Mit der Behauptung, der Hund sei ihm. ganz plötzlich von der Seite ins Rad gesprungen und habe d.rdurch den Unfall herbeigeführt, erhob Sch. Ansprüche gegen den Besitzer des Hundes nach § 833 B. G. B. Tas Landesgericht Marburg wies die Klage a b. Im selben Sinne entschied auch das Oberlandesgericht Kassel. Und zwar sühren beide Vvrderrickster den Unfall des Klägers auf überwiegendes eigenes Verschulden zurück' Tas Oberlmrdesgericht legt in seinen Entscheidungsgründen dar, daß für die Frage des eigenen Verschul de ns des Klägers aud] die maßgebenden Polizewerordnungew in Betracht kommen. So würde in einer derselben, datiert vom 11. Septtrnber 1900, der Radfahrer verpflickstet, langsam zu fahren oder erforderlichenfalls sofort abzusteigen, wenn em Tier scheut oder sonst durch das Vorbcifahren Liere in Gefahr gebracht werden, während die baupolizeiliche Vorschrift das Fahren auf dem Bankett verbiete. Tas Oberlandesgecickst nimmt nun mit dem Landgericht an, daß der Kläger bei dem Vorfall sowohl gegen die baupolizeilichen Bestimmungen verfloßen, wie auch gegen die durch die konkrete Sadstagc gebotene Vorsicht aesehlt hat. Er hätte den auf der Straße liegenden und sicherhebenden Hund sehen und beobachten müssen. Tie innerhalb der Ortschaften vvrgeschrrebene Höchst- geschwindigkcit von 15 Kilometer per Stunde nicht zu überschreiten, sei auch bei menschenleerer Straße geboten, w^ll innerhalb der Ortschaften auch mit plötzlichem HerauskommLN von Menschen und Tieren aus den einzelnen Anliegen zu rechnen sei. Tiefer Begründung schließt sich das Reichsgericht in seinen Ent> scheidungsgründen durchaus an und kommt somit zur Zurückweisung der vom Klager eingelegten Revision. (Akt. Z. rf. 101/09.) Wintersport. — Das 12. Winter , ep oes Ober harzer Sck- v* klu bs, das in erster Linie dem Sport dient, ist wegen der starken Regenfälle der letzten Tage auf Anfang Februar verschoben worden. Derniifditcs. * Verlorene Dampfer. Der deutsche Motor- s ch o n e r „A r e t u r u s" ging nach einer Meldung^ aus C it x * hauen bei der Fahrt nach England auf hoher See unter. Von der Besatzung konnte niemand gerettet werden. Ter Kapitän hinterlässt Fran und sieben Kinder. — Ein anderes, schweres Unheil betraf den englischen Dampfer Ezarina. Nach einer Meldung aus M a r s h f i e l d (Oregon) ist der Dampscr „E z a r i n a" gestern abend bei schiverem Seegang in der Coozbah auf den Hascndamm aufgelaufen. Dreißig M a u n der Besatzung sollen ertrunken sein. Nach einer Llvydmeldung aus Deutsche- Neich. Im preußischen Mgeordnetenhause wurde folgender An frag von Dr. Pvrsch und Genossen eingebracht: „Welche Stellung gebeult die königliche Staatsregierung, insbesondere auch als Vertreterin des staatlichen Bergbaus, gegenüber der einseitigen Organisation des Arbeitsnachweises, wie er im Ruhrkohlenrevier seitens der privaten Bergwerksunternehrner mit einem Zwangscharakter leingerichtet ist, eiuzunehnien?" Die preußische Wahlreform- Vorlage wird, wie wir aus Berlin hören, vor Mitte Februar auf keinen Full an das Abgeordnetenhaus gelangen, wahrscheinlich ist sogar ein späterer Termin Unter diesen Umständen ist an eine erste Lesung der Vorlage vor Ostern im Plenum, schon mit Rücksicht auf die übrige Geschäftslage des Hauses, nicht zu denken. Die Stimmung innerhalb der Parteien geht schon heute dahin, die Vorlage erst der öffentlichen Stritt! zu unterbreiten und sie nach Erledigung des Haushalts zu beraten. Die Haushaltsberatung wtrd aber, obgleich sie wieder wie in den Vorjahren kontingentiert werden soll, vor Ostern ntcht zu Ende geführt werden können, so daß dis Wahlvorlage erst Ende April zur Beratung kommt. Für den Fall, daß diese Wahlvorlage eine Verfassungsänderung vorsieht, müssen sowohl im Mgeordnetenhause wie im Herrenhause zwei Abstimmungen stattsinden, die 21 Tage von cinanber^cittid) getrennt fein müssen. Wenn bie Wahl- reform also noch im Sommer 1910 vera^schiebet werben soll, so bür^c sich die Session sehr in die Lav^eLiehen. Dio türttsche Botschaft in B e r 11 n teilt üoer die bereits von anderer Seite in den Bereift) der Fabel verwiesene Meldung von Zwistigkeiten zwischen türkischen O s f i z i e r e n und d e u t s ch e n I n st r u k t o r e n folgendes mit: Die vom „Echo de Paris" gebrachte Nachsicht über vermeintliche Konflikte zwischen türkischen und deutschen Offizieren in Konstantinopel ist vollständig falsch. Als Beweis dafür, daß es sich lediglich um eine plumpe Erfindung handelt, braucht nur hervorgeboben zu werden, daß bei der Kriegsschule sowie der Tasch-Kischla-Kaserne kein ein- ftiger Instrukteur angestellt ist. Ausland. Die Prager Blätter werden am heutigen Freitag eine Mitteilung veröffentlichen, derzufolge vorerst in Prag versucht werden soll, eine kurze Session des böhmischen Landtagessicherzustelen. Der Oberstlandmar- schall und der Statthalter werden auf Grund von Informationen des Ministerpräfidouten die Verhandlungen mit den Landtagsparteien anfangs ber nächsten Woche eröffnen. „La Garbe au 91 bin" ist ber Titel eines eben erschienenen Werkes von Emile Hähern, ber sich bemüht, in so sachlicher Weife, wie es einem Franzosen bei dieser Frage möglich ist, die geschichtlichen Entwicklungen und Bestrebungen, die den Rhein treffen, zusammenzufassen. Das Werk geht über den geschichtlichen Rahmen hinaus, da es auch Laitdschafts' und Kulturschildertlngen, besonders aber als Doknniente franzvsifche und deutsche Volkslieder langer Jahrhunderte enthält, die direkt oder indirekt mit dem Rhoinlcmde im Zusammenhänge stehen. Natürlich werden die Kundgebungen der atavistischen Nebenbuhlerschaft um den großen Strom sehr eingehend studiert und auch die Fragen der Zukrinst aufgerollt. Der Verfasser hütet sich aber wohl vor Ausblicken und Prophezeiungen und läßt die Frage offen, ob Krieg oder Frieden, Offensive ober Defensive geeignet find, bie von ber Geschichte gestellten Probleme zu lösen; ja er geht selbst an die Frage nicht heran, ob diese Probleme überhaupt lösbar sind. Aus M a d r i d wird gemeldet: Infolge der Ku n d - gelungen, die eine Gruppe von Offizieren am Mittwoch abend vor dem Hause einer militärischen Zeitung wegen deren Kritik an den Auszeichnungen für die Teilnehmer an den Kämpfen in Marokko veranstaltete, erließ die Regierung folgende M a ß r e g e l u n g c n : Der Gcneralkapidän von Madrid wurde feines Amtes enthoben: alle Korpskommandeure sind, soweit ihnen unterstellte Offiziere an den htunbgebungen teUgcnommen haben, zur Disposition gestellt worden. Mehrere Offiziere, die die Aufrührer anführten, wurden mit Festungshaft bestraft. Der König von G r i. c ch e n t a n b hat nach Blätter- melbungen mehrere. Obersten, unter ihnen Zorbas und Konstantinidis, sowie Limbritis, zu Brigadiers ernannt. Heuchelheim % ■ • w " • wey w nirht in mnrhpn Kie bitte einen Der Vorstand. 362 auA Warenhaus k. Goldschmidt SchuBstr. 6 GIESSEN Schulstr. 6. 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Fm 21635« 736 56 822 34 218131 39 44 354 842 2 2 1 039 434 92 [400] 482 541 758 [200] 959 63 119010 102 523 684 733 65 806 68 [200] 937 12O000 28 343 64 85 39 738 895 121057 240 309 [20000] 15 455 518 69 99 668 952 55 ( 800) 122107 450 - 629 916 1 23 130 75 251 336 424 577 726 823 39 1 2 40(5 Bei Husiesi s Heiserkeit find Menthol-Euka- lvptus Bonbons, Starte, Sam', die beiten U 30 'Um. BerkausSst.: Pelikan 'Apotheke. ztreuzvlatz2. 1O7(>23 878 409 547 761 10 8086 156 372 446 641 65 819 89 00-, 109042 88 427 903 110018 164 270 496 [100] 505 600 28 32 875 914 111012 106 323 417 577 827 92 923 112018 136 319 Tto 876 S 6 990 [ 2001 113650 767 81 1141=3 761 115094 IS» 39 SI7 63 75 411 73 892 073 1160(9 336 501 18 [100] 83 635 738 SOS 931 117163 92 368 512 85 721 68 826 968 92 118043 53 154 62 66 264 Originat-vrahtineldungen. Der französisch türkische Grenzstreit. Konstantinopel, 14. Jan. Ter Ministerrat beschloß die Absendung einer Note an die französische Negierung, in der die Anerkennung des Vertrages wegen der tuncftsch-trtpolftani.chen Grenze unzweideutig abgelehnt wird. Tie Schuld an dem Grenzzwischenfall wurde den französischen Soldaten zugeschrieben. _ Tunis, 14. Jan. Die Entsendung von Truppen an die Grenze dauert fort. * London, 14. Jan. TieTuchfabrik der Firma Evans in der Vorstadt Kilburn ist abgebrannt. Ter schaden be- 15 824 2 2 7011 24 [300] 363 702 828 228104 SSO 546 646 778 873 75 2 2 9 014 110 204 833 31 92 622 7 7 833 2 3 0087 520 670 756 79 92 850 83 908 84 231184 303 91 410 41 98 769 871 21O044 414 22 [100] 676 731 45 846 211155 339 404 67 937 212068 79 164 276 82 441 «32 703 2 1 3014 202 376 494 608 60 74 0 83 824 214012 97 Kleine Tageschronik. Der 19jährige Drogist Reinhold Sch. in Berlin versuchte durch einen Revolverschuß seinem Leben ein Ende zu machen. Mit einer schweren Schädelverletzung wurde er nach dem Krankenhaus Moabit gebracht, wo er lebensgefährlich darniederliegt. Ter Grund soll Furcht vor einem Zweikampf gewesen sein. In diesen Tagen soll eine R a d i u m b a n k für Großbritannien in London eröffnet werden. Sie verfügt über eine Menge Radium im Werte von über einer Million und will gegen entsprechende Sicherheit und Zinsen Radium im Gewicht von zehn bis hundert Milligramm abgeben an Aerzte und Männer der Wissenschaft. Im Kilburn-Viertel steht ein großer Bazar in Flammen; die weiblichen Angestellten stürzten beim Ausbruch des Feuers auf die Straße, doch konnte auch das übrige Personal gerettet werden. Viele Nebengebäude wurden ebenfalls vom Feuer ergriffen. Große Summen stehen auf dem Spiel. •23 25 75 628 849 [1001 935 2 3 2159 250 74 77 450 771 23 3035 442 87 725 2 3 4180 278 553 789 842 235361 413 «35 813 976 2 36132 235 386 480 501 237098 165 228 417 677 2 3 8(48 86 267 88 303 61 [100] 47 525 67 692 792 2 3 9 040 [100] 97 176 273 588 752 66 843 80703 52 93 8 1 011 33 118 376 625 896 904 [200] 43 82076 379 1200] 617 929 59 8 3001 90 195 297 308 476 627 765 81 [200] 84050 124 399 851 53 8 5152 674 726 86021 406 848 87097 154 [100] 66 341 62 504 [1000] 632 734 928 8 8066 81 142 315 898 943 70 89139 87 312 Brauhausstrasse 37 wird morgen Samstag den 15. Januar A&esrd - Unterhaltung (Konzert mit anschließendem Tanzvergnügen) in Steins Garten. Um zahlreiche Beteiligung von feiten unserer Mitglieder Liederkranz, Sonntag den 16. Januar, abends 8 Uhr Germania-Drogerie Carl Seibel. 20 51 66 53 03 79 629 906 814 407 358 Geschäfts - Eröffnung. Reformhaus M. Duphorn, Marburg (Kaufhaus für gesundheitliche Nährmittel usw.) Filiale m Giessen [100] 530 90105 400 5 781 898 996 91137 414 67 591 769 96 868 92014 146 69 374 79 429 763 871 935 [300] 53 9 3077 [100] 161 93 318 [300] 40 92 [100] 594 605 9 4181 339 606 927 4 3 9 5 086 111 S81 589 604 706 817 9 6821 49 441 629 718 871 78 87 9 7031 306 14 70 324 7 4 85 406 600 42 79 969 9 9 008 214 [100] 35 1 32 061 188 331 55 665 759 1 3 3 31'.! 4/2 Fl. Mk. 1.50, 7i Fl. Mk. 2.50. Am 15. ds. eröffne ich hierselbst eine Filiale und bitte ich ein verehriiches Publikum von Gteßen und Umgebung freundlichst, mit den von mir geführten Artikeln einen Versuch zu machen. Ausführliche Preislisten und Prosvekte stehen gern zu Diensten. Empfehle besonders: Neform-Pfl nzttlbutter „Sanitas" 1 Pfd. 88 Pfg., 2 Pfd. Mk. 1.75, 3 Pfd. Mk 2.60. Alkoholfreie Weine und diätetischer Traubenmost „Nnxo“, Nutz-Nahrungsmittel. „Ebener" naturreine Marmeladen. 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Tichy, (-" Seltersw. 43, Ecke d. Goethestr. werden mit grosser Preis- Ermässigung verkauft. Alle anderen Waren des grossen Lagers mit 101» Rabatt Auch Nichtmitglieder können daran teitnehmen. d13/, Technischer-Verein Giessen. °bgehaltenr Ge- I rer-Vereins j lO.bti 20j56r. " größeres Lvocts. M sütdck V Gluies 9a des ' M verurteilte den I m der Lerkäustrül I ,uni Tode, I wnaten Wngms. * Dann freilich. „Schau, Alte, wäs der Herr Lehrer für'n Gesicht zieht! Dem schmeckt 's Bier nit aus 'm blauen Maßkrüg'l!" — „Jes Marand Jo! Da ist ja mein alter gutei Käs noch drin!" Mit dem heutigen Tage beginnt mein Grosser Räumungs - Ausverkauf San Francisco ist die ,,Czarina" wieder flott und liegt I jetzt im Hafen. — Im Gegenfatz zu dieser Meldung wird nach-1 träglich iwd) gemeldet, datz der Dampfer vollständig verloren f sei. Man fürchtet, daß an Bord alles umgekommen ist. * Bogenlampen int Eisenbahnwagen. Seit einiger Zeit hat, wie die „Trutsck)e Verkehrs-Zeitung" mitteilt, die Chicago and "Jiortbnicftern Railwah auf der Linie Chicagv-Wanhegon eine Anzahl von Wagen mit elektrischen Bogenlampen versehen lassen. Sic haben eine Lichtstärke von 200 Kerzen^ Tie Batterien sind unter den einzelnen Wagen angebracht. Statt der zahl- reiefcn Glühlampen, die sonst die Pullman-Wagen erleuchten, benötigt man nur drei Mogenlampen und hat dadurch ein weit helleres, besonders dem zeitunglesenden Publikum angenehmes Licht, dessen ruhiges Brennen durch die federnde Aufhängung der Bogenlampen gesichert ist. _ * Tas elektrisierte Bad. Em eigenartiges Vorkommnis lwt sich in der städtischen Badeanstalt Solingen] ereignet. Durch Erdschluß der elektrisck;en Leitung tvurden plötzlich das Schwimmbassin und die Wannenbäder elektrisch. Tic Bade- aäste, die sich im Wasser befanden, verspürten plötzlich ein Prickeln auf dem ganzen Körper und diejenigen, welche die Treppen betraten und Metaklteile, wie Wasserhähne usw. berührteil, erhielten leichte elektrische Schläge. Der Betrieb der Badeanstalt wurde sofort geschlossen und cm Ingenieur des städtischen Elektrizitäts wertes benachrichtigt, der die schadhafte Stelle der Leitung ent- deckte und sofort ausbessern ließ. Mit diesem Augenblick war auch die Erscheinung, die ettoa eine halbe Stunde gedauert hatte, verschwunden. tos« Gies» 11. Dmuepil. Die Verteilungsstelle Handel. Köln, 13. Jan. Wie die „Köln. Ztg." aus Luxemburg erfährt, scttvß sich die Mehrheit der Mitglieder des früheren lothringisch-luxemburgischen Rv h c i s en - S h n d t - k a t s zu einer V e r k a u j s g e m e i n s ch a f t zusammen. Zunächst ist die Festlegung des Verkaufs für das zweite Halbjahr 1910, weiter aber auch die Kontingentierung des Vertriebes der Noh- eisenwerke vom 1. Januar 1911 ab in Aussicht genommen. ib b WL n Q schule Ä'* tt L. M mit frihtrö,3ölMn «lUt eine ÄJ und da n.bt Kinder Nelflein m ®"nb |U °k!. »tat a^e Eltern die "M Winters. roie das obige e’Qn9oerein 3,n dem Saale ‘l1, verbunden ltQ9 .über die der Abend destnderem 2. Ziehung 1. Kl. 222. Kgl. Preuss. I otterie. Zlebunff vom 12. Jnriuar 1910. nachmlttaRS. Xur die Gewinne über 50 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügL (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 132 380 1019 f 100] 49 51 69 267 540 97 817 982 2069 328 536 42 361 3110 504 94 616 929 4286 593 924 5°93 716 [100| 41 57 808 605? 114 365 80 429 50 524 612 42 839 7118 258 390 836 8183 468 93 [100] jj6 613 .46 906 Onoi 122 28 57 406 33 54 60 590 694 96 808 "o 931 JG "10122 4 0 65 417 706 832 5 4 59 11049 ^^ 619 84 86 798 914 5- 83 1 2106 70 439 561 867 929 90 13oS! 545 72 829 36 14089 103 11 SO 246 613 739 ^07 « 150.1 23 [100] 68 973 1 6289 494 722 910 1 7239 55 349 663 7» 990 18046 90 623 724 82 911 10028 104 494 70o 18 (KP a 3 >00] 491 8.- 44076 187 242 92 425 [100] 38 94 501 712 41 802 52 989 45130 252 339 554 675 4 6 343 462 82 620 92 747 4 71-7 72 200 [100] 300 468 82 757 803 88 4 813» 8. 5.0 893 49024 51 (1001 316 93 506 607 [ 500] 885 913 66 50036 111 12001 219 86 SOI 60 484 517 821 940 51065 271 587 602 795 927 89 5 2-395 4 49 83 514 36 754 66 974 86 53097 174 017 607 7156 «31 54'91 249 480 523 aO 704 78 805 [100] 55183 298 33S 548 79 89 996 56oa7 4o5 631 50 54 89 857 57148 43? 54 981 58276 82 310 415 56 629 714 50084 86 217 326 27 636 83p 63 85 945 60 92 93 60011 42 19 247 727 877 61132 250 313 427 572 848 59 6 2891 63128 585 ,13 56 700 92 98 [100] 64315 34 4 13 rioo] 77 658 702 879 O.iO 6olS2 3.1 381 85 410 520 627 722 804 6 6137 490 519 [100]. 66- 873 67024 4« 75 286 436 598 839 6 8003 5 127 258 72 411 60111 202 7 3 343 592 825 ( 3001 70159 256 88 347 490 661 731 851 904 7 1 01, 20 21* 435 97 526 31 42 43 72081 246 [400] 61 357 [ 200] 664 873 913 7 3 ' 28 64 368 486 628 92 921 71 74317 80 675 711 887 7 5073 165 376 407 622 54 984 91 76113 269 172 96 512 695 861 907 65 70 7 7 052 754 914 7 8 033 62 130 .803 31 611 47 [100] 36 752 386 70210 374 688 725 |52Pfg.sparenSie an iedem Pfund beim Gebrauch meiner Reform - Pflanzenbutter „isanitas". 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Alle Deutschgesinnten sind herzlich willkommen. Zur Deckung der Unkosten werden 20 Pia. Eintritt erhoben.0313 FoittA politi. MWÄ Samstag, 22. Fan., abcndS8'/z Nhr, Cas6 Ebel Bürgerverein Giessen. Donnerstag den 20. dss. Mts., abends 81/? Uhr, im Hotel Einhorn lEpans Biirgerversafflaliiiig. TageS-Ordnung: l Unsere Schulferien. Berichterstatter: Herr Professor Urstadt. 2. Städtische Verkehrsinteressen. (BerkchrStage, Wünsche bczügl. der elcktr. Straßenbahn uito.) Wir laden die gesamte Bürgerschaft, insbesondere unsere Mitglieder, zu recht zahlr. Beteiligung ein. Damen sehr willkommen. vn/, ___________________________Ter Borstand. Landwirtschaftlicher Lokalverein Giessen. Zu der Samstag den 15. dis. Mts., nachmittags 3 Uhr, auf dem Lenzfchcn Fclscntcllcr stattfindenden Bersammlung wird um pünktliches Erscheinen ersucht. — Des interessanten Vortrages wegen, wäre zahlreiches Erscheinen erwünscht. 349 Der Vorsitzende: Keiser. Kolosseum Gießen. Heute Freitag Große Vorstellung. 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Görlach) und des Herrn I. Hahn (Klavier). Univ.-Prof. Dr. G. Roloss: Über die Gründung des Reichs. Deutschgesinnte Männer und Frauen sind freundlichst eingeladen. Zur teilweisen Deckung der Unkosten: Eintritt 20 Pfg. CcrSiun. Z-Wni.-Wchmg mit Zubehör per April zu mieten gesucht. Schrift!. Angeb. mit PreiSang. unL 352 an den Giefi. Anz. erb. Helene Helte. 100) Schiffenberger Weg 10III. Jung. Dienstmädchen sucht St. z. 15. Febr. oder 1. März. 10227 Näh. Frankfurt. Str. 131. 0321) Anst. Frau sucht Beschäftig. jegl-Arttagsüb. Auch-Handstricken wird angen. Plortstrahe 16 IV. Jung besser. Mädchen sucht l. Stellung in bei). Hause, et liebst, bet älterem Ehepaar. [0"/, Näheres unter J. V. 93 durch die Geschäftsstelle d. Zeitung f. d. Dilltal, Dillenburg._____________ 0326i Jung Mädchen o. Lande n) gut-Zeugn., sch. gedient, sucht Stell. kZrau Schmidt, Neuen Bäue 5. 0 8*3 3. Feiste?® kaufen Sie billig und gut bei Ossmaini, Selrersweg 89. Telephon 'Nr. 733. 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