160> Jahrgang Dienstag 13. September 1010 Nr. 214 ^SmtAfeAüAi* 11 ütAiAMtSÄ LMMbnMkz ZlUwluCisii WZ- General-Anzeiger für Oberhessen UW Annahme von Anzeigen V ’ » mLand" und ^Gerichts- b,e Hofofiottsimitf mtö Verlag der vriHpschen Unio.°vuch° und Stemdruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Lchulstrahe 7. i?al": ^e6ÄbeJ ms vormittags 9 upr. 6r 1 1 u Anzeigenteil: y. Beck. Diese Entschließung gelangte zur Annahme. Generalsekretär l l b a u m - Bethel bei Bielefeld erstattete hierauf den G e - Wa Deutsches rr^ictz. Der „Reichsanzeiger" meldet: *5)er bisherige Legation^ rat und vortragende Rat im Auswärtigen Amt v. (Srfeit wurde zum außerordentlichen Gesandten und bevollmäcl)- tigten Mnister bet der Republik Chile ernannt. Bischof Schädler? Das Bistum Speyer, das soeben erledigt wurde, soll nach einer allerdings noch unbestätigten Meldung des „B. L.-A." niemandem anders als dem zweiten Vorsitzenden der Reichstagsfraktion, Herrn Dr. Schädler, überantwortet werden. Franz Xaver Schädler ist Dr. juris und Domdekan. Was Schädler an inneren Eigenschaften mitbringt, ist jedenfalls geeignet, die Nachricht von seiner bevorstehenden Berufung in das hohe Amt eines deutschen Bischofs in seltsamstem Lichte erscheinen zu lassen. Herr Schädler wird an Intoleranz und politischer Skrupellosigkeit kaum von einem anderen Mitgliede seiner Partei übertroffen. Er kann schlechthin als der Urheber und eifrigste Betätiger des Schutz- und Trutzbündnisses zwischen Zentrum und Sozialdemokratie bezeichnet werden, dessen Segnungen sich über das Königreich Bayern ergossen. Und zwar ist er so sehr mit Herz und Seele dabei, daß er im Gegensatz zu der ultramontanen Presse, die dergleichen gern schamhaft ableugnet, keinen Anstand genommen hat, mit diesen feinen sozial- d emo trat. Neigungen öffentlich zu renommieren. So z. B. am 17. September 1899 auf der Generalversammlung des „bayerisch-patriotischen Bauernvereins", wo er aus die bei der Landtagswahl dadurch erzielten Erfolge (10 Mandate mehr für das Zentrum, 6 mehr für die Sozialdemokratie) hinwies und mit billigen Späßen die Entrüstung der nationalen Parteien über dieses Bündnis der „chrisi- lichen" Zentrumspartei mit der religions- und monarchie- feindlichen Revolutionspartei verhöhnte. Und wieder war es Herr Schädler, der 1904 (23. August) auf dem Regensburger „Katholikentag" seine monarchische Gesinnung in dem kürzlich hier schon einmal erwähnten Bonmot zu- sammenfaßte: „der große Schlächter Danton hat es ausgesprochen, daß das Kind zuerst der Republik gehört, ehe es den Eltern gehört. Und es ist nötig, an diesem Satzs gewissen, sehr hochstehenden Personen deutlich zu machen, wohin es führt, wenn ein Staatswesen das Monopol auf das Kind verlanLt; denn dieser Satz ist ein Lappen, herausgerissen aus dem blutigen Kleide der.französischen Revolution; einer Zeit, in der die Köpfe von Königen über das Pflaster rollten." Es ist nach alledem klar, daß Herr Dr. Schädler sich ziuar vortrefflich zum Führer und Vorsitzenden der Zentrumsfrattion eignet. Aber wir glauben doch der ungeteilten Zustimmung aller kirchlich gesinnten Katholiken sicher zu sein, wenn wir meinen, daß dieser „päpstliche Hausprälat" auf dem Bischofsstuhl von Speyer eine peinliche Erscheinung fein würde. schäftsbericht. Weiter beantragte W. im Hinblick auf die schlechte Lage und Arbeitslosigkeit der Tabakarbeiter die nachstehende Emschließung: In Berücksichtigung der Tatsache, daß der 4-Millionen- Fonds zur Unterstützung arbeitsloser Tabakarbeiter erschöpft ist und nach dem 3. Dezember 1910 Unterstützungen nicht mehr gezahlt werden können, beauftragt der in Siegen tagende 14. christlich-soziale Parteitag die Herren Reichstagsabgeordneten Dr. Burckhardt und Behrens, im Reichstage dahin wirken zu wollen, daß bei der fortdauernden Arbeüslosigkeit weitere Mittel zur Unterstützung zur Verfügung gestellt lvcrden. Auch diese Entschließung wurde angenommen. Morgen vornrittag beginnen die Beratungen über die Reorganisation eines neuen Parteiprogramms. Hierzu liegen zwei Entwürfe vor, der eine Behrens-Mumm, der zweite vom Kreisverein Essen. Uarser Wilhelm in Wien. Wien, 12. Sept. Für den Aufenthalt des deutschen Kaisers in Wien wurde folgendes offizielles Programm verlautbart. Die Ankunft erfolgt am 20. September Vs9 Uhr vormittags auf dem Bahnhofe zu Hetzendorf. Am Bahnhose werden zum Empfange der Kaiser und die Erzherzöge mit einfacher Begleitung er [ege in en; die Majestäten fahren dann nach Schönbrunn. Am Nachmittag wird der Kaiser Besuche bei den höchsten Herrschaften abstatten. Um 1/27 Uhr abends ist Familien-- biner in Schönbrunn. Um 10 Uhr abends veranstaltet Erzherzog Franz Ferdinand in Belvedere eine Soiree, der Kaiser Wilhelm beiwohnen wird. Mittwoch ven 21., vormittags besichtigt Kaiser Wilhelm im Rathause das Bild von Professor Matsch, die Huldigung der deutschen Fürsten darstellend. Um 1 Uhr nachmittags ist Frühstück beim Botschafter von Tschirschky, um 3 Uhr nachmittags Besuch der Jagbausstellung und um 7 Uhr abenbs Hoftafel in Schönbrunn. Um 9 Uhr 20 Min. erfolgt die Abfahrt des Kaisers von Bahnhof Penzing. Korrespondenz": Es kann doch auch den Politikern der „Franks. Ztg." nicht verborgen geblieben sein, daß die nationalliberale Partei geschlossen und in voller Einmütigkeit auf dem Boden der heutigen Schutzzollpolitik steht, so daß die Annahme, der Reichskanzler wolle ober könne mit der Betonung des schutzzöllnerischen Standpunktes die Partei spalten oder einzelne Telle von chr absprengen, bei Leuten, die zu realpolitischem Denken erzogen sind, nicht ernsthaft Platz greifen darf. Vielleicht entsprang die Wellerverbreitung von ver- traulichen Mitteilungen des Kanzlers über eine Schutz- zollparole einem Hörfehler ober Mißverständnis, und es wäre gut, wenn Herr v. Bethmaim-Hollweg eine Berichtigung verarllassen wurde. Der leitenbe Staatsmann erfreut sich heute keines großen Ansehens, die Linke ist ganz von ihm ab gerückt, überhäuft ihn mit Spott und Hohn, aber auch em Teil der weiter rechts stehenden Blätter trägt ihm die offenbaren Fehler bei der preußischen Wahlrechtsfrage unverhüllt nach. Heute versucht es Kurt .Breysig im „Tag", den Vielgeschmähten in ein günstigeres. Licht zu stellen, indem er ul a. schreibt: Ist man baut nur ganz blind, daß man nicht sieht, eine wie lautere, echte und im starken wie im zarten Sinne vornehme Natur hier sich, sicherlich mit Ueberwindmrg mancher Scheu, in allen den Schmutz und Sturm gestellt hat, dem dieses aus- gesetzteste Amt unseres öffentlichen Lebens seinen Inhaber preis- gibr. Ein Mann, von dem noch seine Wellbewerber sagen, daß chm jedes Kleben anr Amt völlig ftemd ist. Ein Philosoph! Der neueste Schimpfname in unserm Staatsleben, Ja, in der Tat, dieser Mann ist überführt und wohl auch geständig, baß er im Laufe einer nunmehr fünfjährigen Ministertätigkeit einmal das Wort Kant in den Mund genommen hat. Gewiß in dem sogenanntat Lande der Dichter und Denker ein fluchwürdiges Vergehen, gerichtet gegen das heiligste Gut unsrer Polllik, ihre nie versiegende, sie in keiner Lage des Lebens verlassende Banalität. Sind denn Palmerston und Canning und Gladstone und alle die großen Zitierer des klassischen Altertums auf dem Wollsack des englischen UMerhauses auch jänunerlich deplacierte Privatdozenten gewesen! Der hier schreibt, bat noch kaum je zur Poltttt des K. Christlich-sozialer Parteitag. h. Siegen, 12. Sept. Heute bormittag, 9 Uhr begannen die geschlossenen Verhandlungen. Die Anwesenheitsliste ergab 200 Personen, darunter 130 stimmberechtigte Abgesandte. Nach einem von Pfarrer D. Weber-M.-Gladbach gesprochenen Einleitung s geb et erfolgte die Wahl des Bureaus für den Parteitag. Dieses setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzende: Abg. Behrens, Essen; Abg. Burckhardt, Godesberg und Landmesser Gädecke, Siegen. Schriftführer: Lie. Mumm, Berlin; Sekretär Weiß, Hamburg; Dr. Heuser, Gießen; Rektor Cnlemann, Bielefeld. Die Abgg. Dr. Burckhardt und Behrens erstatten sodann den parlamentarischen Bericht. Danach haben Dr. B. 9 mal und Behrens 14 mal im Reichstage gesprochen; weiter sind sie in vier Ausschüssen tätig gewesen. Behrens berichtete über die Arbeiten in der Fraktion, erwähMe die Finanzreform, hob die Tätigkell der chriftl.-soz. Abgeordneten an dem Zustandekommen der Reform chervor und beschäftigte sich alsdann mit den einzelnen Parteien. Eine längere, lebhafte Aussprache schloß sich dem Berichte an. Lizentiat Mumm spricht hierauf über Steuerpolitik, insbesondere über die Wellzuwachssteuer. Am Schluß seiner .Ausführungen bringt er folgende Entschließung ein: Die christlich-soziale Pallei bekennt sich zu einer starken Monarchie von Gottes Gnaden und huldigt in Mannentreue Sr. Majestät, der in Königsberg und Marienburg für die Solidalltät aller schaffenden Stände, für den Frieden unter den Konfessionen und für das Recht des verfassungsmäßigen Königtums, von Tagessllömungen abzuweichen, politische Lcrgerscha«. Die Wahlparole des Reichskanzlers. Rach der „Frkf. Ztg." sollte Herr v. Bethmann-Holl- toeq in vertrautem Gespräche Angaben über seine Parole b?t den nächsten Reichstagswahlen gemacht haben. Der y anAler soll danach die Absicht haben, «alle positiv jchafsenden Stände unter dem Kampfruf: „Unsere Schutz- zollpolllik ist bedroht!"' zu sammeln, und die Erwartung hegen, daß diese Parole „wie ein Sprengpulver" besonders auf die — nationalliberale Partei wirken werde. In verschiedenen Blättern wurde nach Einholung von Erkundigungen die Ricktigkell dieser Angaben bestritten. So wurde der Ztg." von zuständiger Stelle" be- stallgt, daß der ZieichskaltHler bisher weder eilte Wahlparole in dem von der Frankfurter Zeitung angegebenen Sinne noch überhaupt eine Wahlparole aus gegeben habe, auch nicht in vertraulichen Gesprächen. Gleichwohl bleibt die „Fratllf. Ztg^" dabei, sie sei „verpflichtet, die Mitteilung für absolut authentisch zu halten." Ueber die Wirksamkeit der angeblichen Parole des Kanzlers ist denn auch in einem Teile der Presse viel geschrieben und ge- ftritten worden. Mtr einige rechts stehende Blätter halten die angebliche Parole für gut, ziemlich allgemein aber; hält man sie für nicht zugkräftig, und demgemäß werden dem Kanzler vielfach die schlechtesten Zeugnisse ausgestellt. Auck) wir wurden utrs vott der erwähnten Wahlparole nichts versprechen, sind vielmehr der Ansicht, daß die nächsten Wahlen unvermeidlich die bisherigen Ei^ahrungen, das Anwachsen der Sozialdemokratte, bestätigen werden. Es bleibt bei dieser Gelegenhell festzustellen, daß die nationalliberale Presse ziemlich einhellig sich auf den Boden der heullgen Schutzzollpolitik gestellt hat. So schreibt heute die „Null. Tages das Woll ergriffen, ist ihr nur immer, dazu durch fein Handwerk als Geschichts- und Gesellfchaftslehrer verbunden, mit Aufmerksamkeit gefolgt. Jetzt aber ist nicht Zeft zu schweigen, jetzt ist Zeit zu reden. Ein Mann ist an den wichllgsten Oll unseres Gemeimoesens gestellt, der für ihn wie kein anderer berufen ist, durch die Tiefe, die Lauterkeit, den Adel seiner Gesinnung, durch seine Einsicht in die Notwendigkeit einer neuen und grundsätzlichen Wendung unserer Staatslenkung von demo- krallschen unb sozialistischen zu aristokratischen und individualistischen Gedanken, und durch die verhaltene und dennoch kraftvolle Sicherheit und Zähigkeit seines Wlllens. Die Palleten der Rechten und der katholischen Mille sind eine vorläufig sichere, aber durchaus nicht immer zuverlässige Grundlage dieser neuen Staatskunst. Sv, dünkt mich, sollte gegen diesen Aberwitz der Bemsspollliker' eine offene Verschwörung der Geraden und Aufrechten unter den Führern in unserem Volk sich bllden, die diesem Kanzler den Rücken deckt. Wir wollen zu diesem Kanzler halten, in dessen Wesenszügen wir endlich, endlich finden, was uns so lange an dem Lenker unserer Staatskunst fehlte: das deutsche Gesicht. Wir fürchten, daß auch dieses Charakterbild vom Kanzler nicht stimmt. Bei seiner Wahlresorm waren erhebliel^e bureaukratische und pedantische Sck)nitzer. Der temperamentvolle Aufruf des Herrn Breysig wird uns über die trostlose politische Lage auch nicht hinweg helfen. ZünfUNdzwanzigjahrserer des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins. Am Sonnabend trat, wie wir schon wiederholt mitgeteilt haben, der Allgemeine Deutsche Sprachverein bei überaus zahlreicher Beteiligung aus Deutschland, Oesterreich, Englarw und Amerika zur 16. Hauptversammlung, verbunden mit der Fünfundzwanzigjahrfeier, int Vereirrshaus in Dresden zusammen. Am Sonntag vormittag nm Ps9 Uhr begann die Geschäftssitzung, die vom Gch. Oberbaurat .Dr. Sarrazin eröffnet und geleitet wurde. Der Vorsitzende erstattete den Bericht über die Vereins Tätigkeit im letzten Jahre. An Rosegger wurde ein Drahtgruß mit der Mitteilung gesandt, baß die Zweigvereine zusammen mit dem Gesamtverein zwei Bausteine (4000 Kronen) für die Rosegger-Sllstung gespendet haben. — Damit wurde der Voranschlag für das kommende Geschäftsjahr — 68000 Mark Einnahmen und Ausgaben — vorgelegt und gutgebeifjen. An den geschäftlichen Verhandlungen schloß sich die öffentliche Festsitzung, an der Spitzen der staatlichen und der städtischen Behörden usw. teilnahmen. Geh. Oberbaurat Dr. Sarrazin eröffnete die Sitzung mit einer begrüßenden Ansprache. Im Namen der Staatsregierung entbot sodann Kullusntinister Dr. Beck dem Verein ein herzliches Willkommen. Oberbürgermeister Geh. Rat Dr. Beutler überbrachte die herzlichen Grüße und Wünsche der Stadt Dresden. Wetter sprach <ür den Verein für Sachs. Volkskunde Hofrat Prof. Seyf fert und für den Verdaird akademisch gebttdeter Lehrer Deutschlands Rettor Prof. Dr. Po land. Für all diese Wünsche dankte Geh. Oberbaurat Dr. Sarrazin. Nunmehr lstelt Hofrat Pros. Dr. Behaghel (Gießen) den Festvorttag: Wandlungen im deutschen Satzbau. Der Redner ftellte sich die Ausgabe, die Kräfte zu schttdern, die int Wandel des Satzbaues wirksam siitd. Auf der einen Seite steht dte Macht der Trägheit. Sie hat zur Folge, daß das. Gedächtnis dte .überlieferten Fügungen nicht getreu w jeder- gibt, und so entstehen gemischte Fügungen oder Angleichungen eines Gebildes an ein anderes. Sie hat weiter zur Folge, daß die Sprache aus 'unbequemen Fügungen in bequeme übergeht, und daß sie Teile von Sätzen ober Satzgliedern einfach wegläßt. Auf der anderen Seite steht ein scheinbares Streben nach Zweckmäßigkeit, das jedoä) nicht in einer bewußten Wahl sich zeigt, sondern in einem unbewußten Abwenden von dem, was die Erfahrung als unzweckmäßig erkennen läßt. Da, wo zwei ungefähr gleichwertige Fügungen nebeneinander stehen, bekundet sich dieses Streben in der Auslese des Deutlicheren, Bestimmteren, und an Stelle undeutlicher, unbestimmter Fügungen werden neue deutlichere, bestimmtere ins Leben gerufen. Ob das Streben nach Schönheit der Form einen wesentlichen Einfluß auf den Wandel des Satzbaues besitzt, bleibt zweifelhaft. An den mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich die Ernennung von drei Ehrenmitgliedern. Zu solchen wurden ernannt: Staats.ekretär a. D. Dr. Nieberding, Exzellenz, der zum ersten Male den Entwurf eines deutschen Gesetzes in echt dentfcher volkstümlicher Sprache hat ausgehen lassen; 2. Direttor a. D. August Diederichs in Bonn, der den Deutschen Sprachverein von seinen ersten Anfängen an werktätig gefördert und 3. der Grvßkansmann Karl Schmitz in Elberfeld, der, selbst ein Vorbild reiner Kaufmannssprache, durch Gewährung reicher Mittel für eine Preisarbeit die Sprachverderbnis im deutschen Handelsstaud erfolgreich bekämpft unb eine Verbesserung und Veredetung der Kaufnralinssprache angebahnt hat. Zum Schluß der Sitzung verküirdete Geh. Regiernngsrat Pros. Dr. Paul Pietsch (Greifswald) das dreizehnte Preisausschreiben: Unsere G e s e tz e s s p r ach e. Für die besten Lösungen der Aufgabe sind drei Preise im Gesamtbetrag von 1500 Niall ausgesetzt, deren Verteilung bcu Preisrichtern überlassen wird. Die Arbeiten sind bis zum 1. November 1911 einzusenden. Um 3 Uhr begann die Festtasel^ die in angeregter Stimmung verlies. * — Der Gedenktag eines berühmten Wiegenliedes. Am 13. September sind hundert Jahre verflossen, 1'eitbeni Earl Maria von Weher eines seiner populärsten Lieber komponiert hat, das einstmals so viel gesungene „Schlaf, Herzens- söbnchen, mein Liebling bist du". Ein paar Menfchenalter hrn- hindurch sttw in Deutschland Millionen Kinder mit diesem Siebe in den Schlaf gesungen worden, bis die Wiegen aus der Mode tarnen und mit ihnen die Wiegenlieder. Es wird bellchtll, daß Weber von Darmstadt im September 1810 nach Frankfurt a. Nst hinüber gekommen war, wo seine erste größere Oper „Silvana" zum ersten Male in Szene gehen sollte. Die Aunührmig aber war daburch in Frage gestellt, daß am gleichen Tage, eüiem Meßsonntage, Madame Blanchard aus Paris eine Ballonans- fahrr unternehmen wollte. Weber machte sich daher auf den Weg' zu der berühmten Luftschifferttr, fand aber in ihrem Hotel- Logis nur ein kleines Söhnckten und dessen Wärtelln vor, die sich bereit finden ließ, die Luftschifferin zu suchen unb währenddessen den Knaben dem Komponisten aiwertraute. Als das Kind aber unruhig wurde, griff Weber in seine Tasche und Holle den Text jenes Wiegenliedes hervor, den er kurz vorher von dem Dichter des Liedes zugesandt erhalten Halle, setzte sich an das Spinell und schläfelle den Knaben mit dem Liede, das er komponierend gleich spielte und sang, ein. So ertönte das Lieblings- Wiegenlied der deutschen Mütter zum ersten Male aus dem Munde seines Schöpfers einem französischen Knaben. Der Dichter deö Liedes, ein vielseitig begabter Nämn, Franz Carl Hiemer, war lange Zeit in Stuttgart Theaterdichter. Er war ein geborener Württemberger, hatte die Karlsschule besucht, Halle sich dann der (Strenge des Herzogs Karl, wie ettist Schiller, durch die- Flucht entzogen, wurde aber nach Stuttgart zurückgebrach^ unb war dann dort in allen möglichen Berufen tätig als Maler, Offizier, Schauspieler, Kunsthändler und zuletzt als Beamter. Er starb in Stuttgart im Jahre 1822; vom Schlage getroffen, sank er tot im Gasthause nieder. Der vielseitig talenwolle 3)?amt, der nicht nur für Weber Texte schuf, ist längst vergessen. — Kurze Nachrichten a n s K rt n st u. W i I s e n s ch a f t. Die 50jährige Doktorfeier begeht am 14. September der berühmte Physiologe Kgl. fächs. Geheime Rat Prof. Dr. meb. et phil. Ewald Hering in Leipzig Er ist am 5. Aug. 1834 zu Alt-Gersdorf tu Sachsen geboren. Die Deutsche Kronprinzessin hat die Widmung der am 29. Sept, unter dem Tttel »Frauennttmmer^ in erheblich verstärktem Umfang erscheinenden Nummer 3509 der Leipziger I(tustriellen Zeüung angenommen. anben in Seslroretzk ver- Die Cholera. Marburg (Hessen) Hermann Spruch. Seiler. (EP3/o Der Ministerialdirektor im sächsischen Finanzministe- rium, Geheimrat v. Se Y d ewitz wurde zum. Finanz- minister in Aussicht genommen. Der geschäftsführende Ausschuß der Fortschrittlichen Volkspa rtci hat am Samstag abend und Sonntag vormittag in Berlin getagt und über eine große Anzahl von Fragen, insbesondere der Agitation und Organisation, Beschluß gefaßt. In dem Ausschuß, zu dem auch mehrere süd- und westdeutsche Mitglieder erschienen waren, gab sich nach der F. Z. durchweg eine volle Uebereinstimmung in bezug auf die Beurteilung der innerpolitischen Lage und -auf die internen Angelegenheiten der Partei kund. Aus Stadt und Land. Gießen, 13. Sept. 1910. ** Der Großherz og wird am Mittwoch, 14. d. Mts., vormittags im Residenzschloß zu Darmstadt Audienzen erteilen, sowie Meldungen und Vorträge entgegennehmen. -s- Lauterbach, 12. Sept. Heute nachmittag um 4 Uhr 10 Min. trafen der Groß Herzog und Zar Nikolaus II. von Rußland, sowie zwei Großfürstinnen und Gefolge in Automobilen von Friedberg zum Besuch bei dem Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Barth, sage ich im Namen der trauernden Hinterbliebenen meinen innigsten Dank. Ausland. Aus Prag wird gemeldet: Der Vorstand des Verbandes deutscher Landtagsabgeordneter hielt am Montag eine Sitzung ab. Abgeordneter Eppinger berichtete über seine Besprechung mit dem Ministerpräsidenten. Der Vorstand beschloß die von Eppinger abgegebene Erklärung bezüglich der Teilnahme an den geplanten Vorberatungen über eine eventuelle TagungdesLand- tages zu genehmigen. Am Tage vor dem Zusammentritt j der Vorkonferenz wird die Haltung der deutschen Teilnehmer endgültig festgelegt werden. Der französische Finanzminister Cochery wird sm Budgetausschuß die Bewilligung von 45 Mill. Frs. beantragen, die zur Durchführung des Arbeit er - versorgungsgesetzes für die Hälfte des Jahres 1911 notwendig sind: die beantragte Summe soll durch eine progressive Absftlfung der Stempelsteuer, durch eine Erhöhung der Erbschaftssteuer für den Fall, daß nur ein Kind ^vorhanden ist, und durch Ersetzung des jetziger! Quittungs- sstempels durch einen progressiven Stempel aufgebracht !w erden. im Burgschloß hier ein. Nachdem die Herrschaften den Tee eingenommen hatten, machten sie einen kurzen Gang durch die Stadt und besichtigten die aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammende, innen stilvoll ausgebaute Stadtkirche. Hierauf verabschiedeten sich die Herrschaften von der Niedeselschen Familie und fuhren 5 Uhr 37 Min. unter lebhaften Hoch- und Hurra-Rufen der Bevölkerung in drei Automobilen nach Friedberg zurück __ - Mainz, 12. Sept. Die Vorstände des Mainzer Schwimmklubs 1905, der Mainzer Schwimmgesellschaft „Undine" 1908 und des Mainz-Mommbacher Schwimm- ktubs ^Germania" 1910 hielten eine Sitzung ab, die sich um die Hallenschwimmbadfrage drehte. Es wurde beschlossen, eine öffentliche Versammlung zu veranstalten, da es nicht gelang, die Bürgermeisterei Mainz für dieses Unternehmen zu interessieren. Vorher findet jedoch nochmals eine Versammlung der Gemeindevorstände statt. .. = lieber b. Rod heim, 12. Sept. Unsere Kirchweihe ist am Sonntag befi gutem Besuch zu allgemeiner Zufriedenheit verlaufen. Nur machte sich beim Backen des Kirmeskuchens toi eher J5'e^,Lcn eines zweiten Backofens unangenehm bemerkbar. Schon am Donnerstag begann das Kuchenbacken und die Glocken läuteten schon fast am Sonntag morgen zur Kirche, als die letzte Hausfrau die Backstube verließ. Schon lange genügt die alte Backstätte itid)i mehr für unser aufblühendes Dorf und der Wunfch ist allgemein, einen zweiten Backofen zu erhalten, ober upch Le))er ein neues Backhaus mit zwei Oefeu. Die Frage tväre wohl am schnellsten gelöst, wenn wieder, wie seinerzeü bei der Beschaffung der Straßenlaternen, von jedem Bürger eine kleine Spende gegeben würde. Bürgermeister Balser. Oppenrod, 13. Sept. 1910. 4971 LuMchiffahtt. Pans, 10. Sept. Aus Granvilliers (Dep. Oise) wird gemeldet, daß der an den großen Manövern teilnehmende Leutnant de C a n c o n t gestern früh von B o u r g bei L a o n mit einer Flugmaschine ausgestiegen ist und seither vermißt wird. P e t e r s b u r g , 11. Sept. Ein Ballon der Osfiziers-Luft- ** Die Maul- und Klauenseuche ist aus- Cholera in Hamburg. gebrochen in Marien selbe, Kreis Schlochau, Regierungs- Hamburg, 12. Sept. (W. B.) Die in Hamburg bezirk Marienwerder, am 9. Sept.; erloschen im Zentral- bezüglich des Eholerafalles in Freiburg an der Viehhof zu Berlin am 10. September. Elbe angestellten Nachforschungen ergaben bisher nichts = Allertshausen, 12. Sept. Unsere Gemeinde ^^bachtrges. Grund zu einer Besorgnis liegt daher nicht vor. hatte am Samstag Gemeinderatswahl, die sehr ruhig Die Cholera in Oesterreich und Ungarn. verlief. Gewählt wurden Landwirt Heinrich Schomber mit Wien, 12. Sept. Bei den zwei Kindern des an 41, Landwirt Heinrich Schneider mit 39 und Steinhauer- Cholera gestorbenen Gärtners Gassclhuber, die intermeister Heinrich Müller mit 35 Stimmen, Zimmermeister waren, ist durch die mikroskopische Untersuchung das Balth. Nachtigall II., der lange Jahre dem Gemeinderat Vorhandensein von Cholera bazill en fest gestellt worangehörte, erhielt nur 29 Stimmen. — Der Kriegeroereinlhl Chol^aspttal gebracht. Slt°fiSakei'\SPrebSf£He60C"s ab‘ ®En L her hier eing-'^fenen Q Ä 2 -udwtg Hormann, den m den verflossenen 14 Tagen im ganzen Lande vorgekom- 3. Karl -ich, den 4. Heinrich Schomber. Im ganzen wurden menen choleraverdächtigen Fällen, die bakteriologisch unter- 11 Preise heraiisgeschosien. > sucht worden sind, tn elf Fällen Cholera festgestellt worden. Ob zwar in den letzten Tagen ein bis zwei Fälle choleraverdächtiHer Ertranlungen gemeldet worden sind, so ist doch mit Sicherheit kein Cholerasall konstatiert worden; in einem Falle^ist eine Besserung eingetreten. tianöcL ~ — ll cBer das Steigen der Lederpreise. Die Braunschweiger Schuhmacherinnung versendet nachstehenden Bericht: „Wie schon seit einem Jahrzehnt, sind auch in diesem v;ahre bie Leder preise wiederum nicht unerheblich gestiegen. Der deutsche Zolltarif hat nicht nur die eingeführten fertigen Leder belastet, sondern auch die Rohhäute und .Gerbstoffe. Seitdem haben wir in Deutschland ein stetiges und rasches Steigen der ^ederpreue zu verzeichnen. Die gegenwärtigen Lederpreise sind Wohl Die höchsten, die die Schuh- und Ledererzeugung je gesehen hat. Nchch der Aufstellung einer ersten deutschen Fachzeitschrift find die Preise vom Jahre 1905 bis zum Jahre 1910 um bis oO Prozent gestiegen, und zwar tofteten in Eichenlohe gegerbte Wachshäute 1905 1,50 Mk., 1910 kosten sie 2,25 Mk bie Steigerung 50 Prozent; Bache-Croupon .1905 2,10 Mk., 1910 2,90 Mk. (Steigerung 28 Prozent); Sohlleder - Croupon 1905 2 Mk., 1910 2,50 Mk. (25 Prozent); chemisch gegerbtes Sohlleder 1905 1,60 Mk., 1910 2,15 Mk. (30 Prozent)- chemisch gegerbtes Vache-Croupon 1905 1,75 Mk., 1910 2,35 Ml (30 Prozent); Boxkalfleder 1905 1,15 Mk., 1910 1,45 Mk ^Prozent). Die Rohhäutepreise betrugen 1894 0,32 Mk., 1910 0,6472 Mk., sie sind also um 100 Prozent gestiegen. Hand m Hand mit diesem außerordentlichen Anziehen der Leder- prene sind auch die Aufwendungen für Lebenshaltung sehr start gestiegen, so daß im Vorjahre die Gehilfenlöhne eine bedeutende Ausbesserung erfahren mußten. Albe diese Tatsachen bedingen eine ungeheure Belastung des kleinen Handwerkers, und wo das Publikum heute noch „billig" bedient wird, kann das nur au, Kosten des Materials oder der Ausführung geschehen. Das einichtige Publikum wird es verstehen, daß es für die hiesigen Schuhmachermeifter zur zwingenden Notwendigkeit wird, für ihre Arbeit einen bescheidenen Preisauffchlag emtreten zu lassen." Wetteraussiehten in Hessen am Mittwoch dem 14.'Septbr. 191(1: Wolkig und zunächst noch vielfach geringer Regen, kühl. ** Militärische Ausz e ich nun g en. Der Groß- herzvg hat zum 12. d. Mts (Geburtstag von Großherzog _vpu_ÖVtilll ^uvu vuu ^rn, vlc ^uaLobotLÄOin Ludwig IV.) vergehen: das Kommrkreuz 1. Klasse des Ver- Marie Adelheid von Lurembura mit ihren fünf Schwestern <1. Hess.); das Komturkreuz 2. Klasse desselben Ordens: Puvatpersonen. Bürgermeister Jacobs erwähnte tn dem Oberst v. Randow, Kommandanten von Darmstadt, Breiherede, daß Kömgitem der einzige Ort im ehe- und dem Oberst v. Müller, Kommandeur des Infanterie- lnaltgen Herzogtum Nassau sei, das Großherzog Adolf nach ^Regiments Kaiser Wilhelm (2. Hess.) M. 116; das Ehren- den Ereignissen des Jahres. 1866 noch besucht habe, streuz desselben Ordens: dem Oberst v. Li n b.e q u j ft I ==■■.■ __. Kommandeur des 1. Hannoverschen Infanterie-Regiments (5crid)tsfaaL ptr. 74, seither Oberstleutnant beim Stabe des Infanterie- ^Vilbel, 12. Sept. Wegen fortgesetzter Milch- Megiments Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr. 116, und dem fälsch u n g wurde ein Landwirt und Milchhändler Winter aus Oberstleutnant Heuer beim Stabe des letztgenannten Re- Büdesheim und dessen Schwiegermutter bestraft. Sie hatten in giments; das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordens: dem I Frankfurt wiederholt Achgermilch für Vollmilch verkauft. Vom Hauptmann Busse, Kompagniechef ,im Jnfanterie-Reai- ^ofsengericht wurde Winter zu f ü n s W o ch e n G e f ä n g n i s, ment Kaiser Wllhelm (2. Hess.) Nr. 116, dem HonMrnnnn Schwiegermulter zu /0 Dtk. Geldstrafe verurteilt. Tauscher, Kompagniechef im Jnfanterie-Leibregiment ” ;(3. Hess.) Nr. 117, dem OberKahlmeister Praetorius in demselben Regiment, dem Hauptmunn Baither, Kom- pagmechef im Infanterie-Regiment Prinz Carl (4. Hess.) Nr. 118, und dem Oberstabsarzt Dr. Ohlsen, Regiments- arzt des Leib-Dragoner-Regiments (2. Hess.) Nr. 24; das, Klasse desselben Ordens: dem Oberleutnant schifferschule explodierte beim Landen iu ^e|n, [ö. Wrenskowski im 2. Hessischen Feldartillerie-Regi- miolge der Unvorsichtigkeit rauchender Dorfjungen und 'ment Nr. 61 und dem Zahlmeister Becker im Infanterie- brannte. Regiment Kaiser Wilhelm (2. Hess.) Nr, 116; die Krone zum London, 11. Cevt. Te^ Flieger Lo reine stieg heute in .Silbernen Kreuz desselben Ordens: dem Waffenmeister " l v h e a d aus, überflog die irische See und landete in I r l an d. Ärüger im Jnfanterie-Leibregiment Großherzogin (3. — Hess.) Nr. 117 und dem Wachtmeister Kressel im Garde- QOu}tü(I||CL Dragoner-R^iment (1. Hess.) Nr. 23; das Allgemeine Ehren- Breslau, 13. Sept. Die Gebiete der linken Neben- fc^ennttt der ^nschrrft „Für Verdieirste": dem Vizefeld- slüsse der Oder sind wieder durch anhaltende starke Reqen- webel Bamb er rm Leibgarde-Infanterieregiment (1. Hess.) fälle teilweise überschwemmt. Namentlich neue Wasser- Nr. 115, dem Unter.zahlmerster Kipfer im Jnfanterre- Zuflüsse aus der Bober und der Katzbach geben zu Be- Regrment Kaiser Wilhelm (2^ Hess.) Nr. 116, den Unterzahl- fürchtungen Anlaß. Der Regen hält an. Dagegen scheint kmerstern Traetow und Mühlhausen im Infanterie- vom oberen Lauf der Oder [eine neue Gefahr zu droben iLeübregrment Grotzherz>ogrn (3. Hess.) Nr. 117, dem Vizefeld- da die Dammbrüche bereits viel Wasser abgelertet haben N?el Fey rm Infanterie-Regiment Prinz Carl (4. Hess.) Neurobe, 12. Sept. (Amtlich.) Die Dammsen- p-tr. 118, dem unterzahlmerster iLch ulz e im Leib-Dragoner- kun g in Kilometer 367,2 der Strecke Dittersbach—Glatz Regiment (2. Hess.)^M. 24, dein Wachtmeister Schw endt- ist beseitigt. Der durchgehende Betrieb ist seit heute uer im 2. Hess. ^eldartrckerie-Megiment Nr. 61 und dem I nachmittag 6 Uhr lvieder ausgenommen. stlnterz^ihlmeister Sprenger im Hess. Train-BataiUon Aus Po la wird gemeldet, daß ein Wolkenbruch am . Samstag vier Stunden anhielt und einen Schaden von Schlägerei. In einer Wirtschaft in der Brand- rund V2 Million Kronen anrichtete. 38 Kinder, die aus gasie gerieten gestern abend zwei Soldaten der hier ein- Pcn Schulen nicht herauskonnten, wurden von Matrosen 'guartierten 88er mit Zivilisten m Streit, wobei ein ©olbatlultb bcr Feuerwehr gerettet. blank zog und einem Zivilisten einen Säbelhieb an den Kopf versetzte. Griginal-Vkahtmeldungen. Paris, 13. Sept. Die deutsche Kolonie gab gestern dem von hier scheidenden Botschafter Fürst Radolin ein Abschiedsbankett, an dem 200 Per- onen teilnahmen. Paris, 13. Sept. In dem Befinden des seit einiger Zeit erkrankten Botschafters Nelidow ist eine Ver- chlimmerung cingctrcteu, so daß sein Ableben befürchtet wird. N e w y 0 r k, 13. Paket nur 15 Pfg. MH B MM T A MM Gemelnderatswaiil Lollar Donnerstag den 15. September, abends 9 uhr, findet im „Schwanen" 4964 öffentliche Wählerversainmlung i|att-Bürgergeseüschaft Lollar. Ceylon Wedda Kakao Ä ChocsJ—, WO PUHQNCVy. 10^ 12 Dtzd. 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