ltr. Ä3S Zwettes Matt Dienstag 11,Oktober 1910 ivv. Jahrgang Lrjchetnt IL-Nch mit «uSnahme des Sonntags. hat sie ni Effert jung ti a * Rotationsdruck und Verlag der Br Ührchen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. werde ich ihn aufs äußerste fernzuhalten such ■ kann ich weder den Äundsätzerr noch der 3xu-. I entgegenbringciL Um die näheren Umstände, unter denen bt standen ist, zu verstehen, genügt es, so meint Ztg.", an die Andeutung zu erinnern, wonach dies ft w den die Antwort auf einen Rechtferttgunasvtrsuch entgalt, der die Zu stände im Westen in ein kirchlicheres Licht stellen und den Lorwurs der „Entklerikalisierung", um mit Herrn Spahn zu reden, für den katholischen Frauenbund entkräften sollte. Ein unfreiwilliger Witz unseres Kolouial-Affefsorisums. Man schreibt uns: Die Herren Regierungsbeamten in unseren Kolonien haben mitunter noch den Drang, -die Fortschritte der Kuttur mit Macht den Eingeborenen zu- gänglich zu machen und Zeichen ihrer Regierungstätigkeit zu geben. So hat man in Kaiser-Wilhelms land (9teu- guinea) in der Nähe einer Missionsstation über einen Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: Redaktiorue^llL. Tet-Adru AnzeigerGießerl. Ä ? Mainzer Stadttheater. „DerGrafvonGler- chen", Schauspiel in einem Vorspiel und drei Akten von Wilhelm Schmidtbonn. Dieses erschütternde Stück, das am Samstag Die „Siebener Zamilienblütter" werden de« „Anzeiger' viermal wöchentlich beigelegt, daS „Kreisblatt für bei Kreis tieften“ zweimal wöchentlich. Die „randwirtschastlichen Seit- ftagen“ erscheinen monatlich zweimal. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhchen war diese Offenherzigkeit zu weitgchend. So liey^. ^^Sack ' Ich messe alles, was vom Westen kommt, mit diesem Maßst.. * und sehe immer wieder aus allen Bestrebungen den Pferdefuß durchscheinen. Ich habe noch einmal im Herbst den Versuch gemacht, wenigstens ein äußeres Zusammengehen zu ermöglichen. Alles scheitert an dem wahrhaft häretischen Fanat^KF mus, der im Westen bezüglich der sozial en herrscht. Der Westen braucht unser Vertrauen r; ja stark genug, seine Bestrebungen in seinen Ktt setzen. In den Kreisen, in denen ich die LZ-r^ b Mein und Tein eirtscheiden, tagtäglich bei seiner Arbeit zu beschäftigen. Er forscht nach den Motiven, dem Zweck, der Absicht des Täters (und zwar itubt bloß des Missetäters, sondern des Handelirden überhaupt, des VertragscUießenden, Testierenden usw^) Er prust, ob ein Mangel im Willen, ob ein Irrtum, eine Täuschung vorliegt. Er erwägt, ob eine Tat kalten Blutes oder in der Leidenschaft begangen, oh sie bei klarem Sinn oder in geistiger Störung ausgeführt ist. Er kontrolliert die Aussagen der Be- weisperfonen, untersucl-t, ob sie lückenhaft, befangen, durch Er- ftrnerungsfälschungen beeinstußt sind. . Alle diese Betrachtungen liegen auf dem Gebiete der Psychologischen Forschung, betreffen Probleme der forensische;: Psychologie. Unb doch hält es der Durchschnittsjurist von heute nicht für nötig, sich Wissenschaft?« lich mit psychologischen Fragen zu befassen; er glaubt, mit der empirischen Alltagspsychologie auskommen, glaubt das, was er nicht gelernt hat, burd) praktischen Blick und natürliches Empfinden ersetzen zu können. Nun sind ein gesundes Empfinden und ein praktischer Blick gewiß sehr wertvolle Dinge. Altern ent Ersatz für das Wissen sind sie nimmermehr. Erst eine gründliche methodische Beschäftigung mit forensischer Psychologie befreit den Richter von gefährlichem Dilettantismus und gibt der Betrachtung seelischer Vorgänge, die jeder Jurist in jedem einzelnen Rechtsfalle von Berufs wegen anzustellen hat, eine gesickerte, unantastbare Grundlage." zu Eisenach unterbringen und der Oeffenllichkeü zugänglich machen. — Degenerierte Frauen höherer Stände. Dem in Berlin tagenden Internationalen Kongreß der Fürsorge für Geisteskranke unterbreitete Dr. M ö r ch e n - Ahrweiler, einer der Sachverständigen im AUensteiner Prozeß, eine Reche von Leitsätzen über degenerierte^Frauen höherer Stände. In Dreien Leitsätzen betont er, daß die in letzter Zeit hervortretende Anhäufung gewisser .Sensationsprozesse', wie Steinhell, Tar- noivsfa und Schönebeck, deren soziale Schädlichkeit unziveifelhast und vieljettig ist, eine von psychiatrischen Gesichtspunkten aus- geheilde Betrachtung der im Mittelpunkt stehenden Frauen als praktisch wichtig erscheinen läßt. Die Prozeßberichte, eine Definition Lombrosos über Frau Steinheil, und schließlich bestimmte klinische Erfahrungen machen es zur Wahrscheinlichkeit, daß wir es bei diesen Frauen mit einem einheitlichen Typus psychischer Degeneration zu tun haben. Klinisch betrachtet, handelt es sich um mehr oder weniger erblich belastete, konstitutionell psychopathische Frauen, bet deren degeneratioer Charakterbildung ein bestimmtes gesellschaftliches Milieu mltwirkte. Sie erweisen sich als debile, d. h. in ihrer Persönlichkeitsentwicklung auf einer kindlichen Stufe stehen gebliebeneJndividuen mit abnorm überwiegendem Triebleben und allgemein ethischen Defekten bei guter formaler Begabung. Stets vorhandene neuerotische Symptomkomplexe, teilweise Hysterieformer Art, und gelegentlich austretende Asfektpsychosen lassen die krankhafte Grundlage der Entartung deutlicher hervor- treten. Kriminalpsychologisch betrachtet, ist von besonderer Bedeutung die der allgemeinen Debilität entsprechende Neigung zu vorwiegend infantiler Betätigung einer erheblich gesteigerten Sexualität. Es ergibt sich hieraus eine Analogie zu dem Typus der demi-vierge, des lasterhaften Backfisches. Tie diesem eigentümliche provozierende und perverse Erotik findet sich hier bei einer erwachsenen, durch körperliche Vorzüge und gesellschaftliche Gewandtheit imponierenden Frau. Tas bedingt in erster Lmie ihre durch die Debiiität begünstigte Gemelngefährlichkeit. Forensisch gibt uns die geistige Minderwertigkeit unb fiele psychotische Disposition dieser Frauen das Recht, sie als Geisteskranke auch im Sinne des Strafgesetzbuches zu betrachten. Ihre Entmündigung erscheint gegebenenfalls angezeigt und zulässig. Kommen diese Kranken aut Anstaltsbehandlung, so ist mit Rücksicht auf ihre Hemmungslosigkeit und das Vorwiegen des Trieblebens bei ihnen nur der moralische und äußere Zwang, wie ihn die geschlosiene Anstalt audübt,, als zweckentsprechend und im ürztlich-pädagogischen Sinn wirksam anzuj-hen. politifebe Tagesschau. ein Brief des Kardinals Kopp. Der auch von uns schon erwähnte Brief des Kardinals Kopp an Fräulein v. Schalscha, der sich über die „Verseuchung des Westens" ausfprach, ist dem Berliner Tageblatt in einer Abschrift zur Verfügung gestellt worden. Er lautet, die Richtigkeit der Abschrift, die das Tageblatt nicht nachzuprüsen vermochte, vorausgesetzt, mit Weglassung nebensächlicher und persönlicher .Stellen am Eingang und am Schlüsse wie folgt: Was mir in der Vorstellung am wenigsten gefällt, sind die spitzen Bemerkungen gegen die „Erwerbstätigen" in Berlin. Die Erwerbstätigen in Berlin wie in Breslau habe ich von vorw- herein von der Verseuchung des Westens zu bewahren gesuckst. Mir ist schon die Jnterkonfessionalisierung der Arbeiterbewegung viel zu viel, sie auch noch auf die Arbeiterinnen zu übertragen, würde die Verwässerung des katholischen Bewußtseins in die ganze arbeitende Klasse getragen haben. Darum habe ich „die Erwerbstätigen" als streng konfessionell verlangt; wollen sie das nicht sein, so sollen sie sich nicht mehr katholisch nennen und als solche gelten motten. So steht es mit „den Erwerbstätigen" in Berlin. Wie steht es mit der gleichen Organisation im Westen? Aus reinem Oportunismus, nur um die Macht der interkonfessionellen Vereine zu vereinigen, hat man die christlichen Arbeiter den Gewerkschaften zugeführt. Und wie stellt sich die Zentrale des katholischen Frauenbundes dazu? Stellt sie sich in den Dienst dieser Bestrebungen? Uebt sie die Patronage über sie aus? Das ist doch die Frage, die ja leider noch immer ungeklärt ist. Wie sehr der Frauenbund auf die Seite der interkonfessionellen Bewegung gestellt wird, haben wir erst vor kurzem ui den öffentlichen Schriften gelesen. Was hat der Frauenbund getan, um sich davon zu reinigen? Die Erklärung des Frauenbundes (Zentrale) gegen die Spa husche Behandlung [gemeint ist der Artikel Martin Spahns im Hochland, der von der „Entklerikalisierung" des Zentrums sprach ist nicht mehr als kläglich, geradezu ein Zugeständnis, und die alberne Empfindlichkeit soll nur die wunde Stelle verdecken, die Tiefe schcksalsschwere, zerwühlende Handlung ist in prächtiger Sprache gegeben, einer Sprache, die jedes Ausdrucks fähig ist. Und erst die Charaktere; mit welch ergründender Wahrheit tritt uns da Ritter Engelbrecht entgegen. Ein eiserner, ungebrochener Mann, der fest in seiner Zeit wurzelt, ein wahres, lebendiges Bild des mittelalterlichen Ritters. Neben ihm treten zwar die übrigen Gestalten zurück, doch find sie deshalb nicht weniger treu behandelt. Eisig umflossen gegen ihre Feindin, voller Liebesglut zu ihrem Manne steht Notburg da, die lebenswahr mit ihren Fehlern und Vorzügen verkörperte Abendländerin; ihr gegenüber die unterwürftge, hündisch-treue Orientalin, mit bem Mllen, jeden Wunsch aus den Augen zu lesen, jedem Befehl ohne Befehl nachzukommen. Die Regie des Direktors, Hofrats Behr end, hat hier ihr schöpferisches Können im besten Lichte gezeigt; doch wäre das Stück besser für das Theater ausgespart worden; diese kräftige Handlung erfordert auch einen festen Rahmen, ihr genügen nicht die schwachen Mittel, die in der Stadthalle zur Verfügung stehen. Von den Darstellern sind namentlich zu erwähnen: Herr Willy als Engelbrecht, Herr de Vogt als Burgknecht Leander Kn aut h als Burgvogt, Frl. Bolteny als Notburg und Frl. Hermann als ^Zaemi. — Das Erg ebnis b er Passionsspiele von 1910 in Oberammergau wirb jetzt bekannt gegeben: Mai: drei Haupt- spiele, drei Nachspiele, 25 002 Besucher, 150 721 Mark Einnahmen. Juni: sechs Hauptspiele, zwei Nachspiele, 33 514 Besucher, 238 562 Mark Einnahmen. Juli: sieben Hauptspiele, sechs Nachspiele, 50 659 Besucher, 356 441 Niark Einnahmen. August: neun Hauptspiele, neun Nachspiele, 70 806 Besucher, 503 883 Maick Einnahmen. September: fünf Hauptspiele, sechs Nachspiele, 43 549 Besucher, 295 676 Mark Einnahmen. Es wurden also in 30 Hauptspielen und 26 Nachspielen von 223530 Besuchern 1545 283 Mark Eintrittsgelder bezahlt. Im Jahre 1900 wurden in insgesamt 27 Hauptspielen und 18 Nachspielen von 173 669 Besuchern 1005157 Mark bezahlt. Somit ist im Jahre 1910 ein Mehr von etwa 50 000 Besuchern und V» Million Mark Einnahmen zu verzeichnen. — Der Neuen Bachgesellschast zu Leipzig bat Professor Dr. Hermann Obrist, der angesehene Münchner Bildhauer, die wertvolle Sammlung von Musikinstrumenten seines verstorbenen Bruders, des Hofrat Dr. A l o y s O b r i st, übergeben. Dieser hat in jahrelanger opferfreudiger Forscherarbeil die Musikinstrumente der Vorzeit, insbesondere alle von Joh. Leb. Bach verwandten Instrumente zu einer reichhaltigen Sammlung zusainmengetragen. Tie Neue BachgeseUschaft wird bie Sammlung von Musckmstrumenten als ^Aloys-Obrist-StütungE im Bachhause Kein Warennachschub bei Ausverkäufen. In verschiedenen Zeitungen wurde in letzter Zeit die Frage erörtert, ob die Ergänzung eines Warenlagers während eines Ausverkaufs statthaft sei. Zur Aufklärung des Sachverhalts sei sestgestelll, so schreibt hierzu der V er b a n d der Detaillisten-Vereine im Großherzogturn Hessen, daß nach § 8 des neuen Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb vom 7. Juni 1909 mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bestraft wird, wer im Falle der Ankündigung eines Ausverkaufs Waren zum Verkaufe stellt, die nur für den Zweck eines Ausverkaufs herbei- geschafft sind (sog. Vorschieben oder Nachschieben von Waren). Jeder Warennachschub ist hiernach untersagt. Das Oberlandesgericht in Darmstadt hat auch keine Entscheidung erlassen, durch welche diese klare Bestinr- mung des Gesetzes vom 7. Juni 1909 anders ausgelegt würde. Wenn von anderer Seite behauptet worden ist, daß das Darrnstädter Oberlandesgericht das Nachschieben von Waren für zulässig erklärt hat, so kann sich dies nur auf eine Entscheidung beziehen, die vor dem Inkrafttreten des Gesetzes vom 7. Juni 1909 ergangen ist. Diese veralteten Entscheidungen haben jetzt selbstverständlich keine Bedeutung mehr. Denn durch das neue Gesetz vom 7. Juni 1909 soll diese frühere Rechtssprechung aufgehoben und das Nachschieben von Waren für die Zukunft verboten werden. Dies ist gerade der Zweck des neuen Gesetzes. Eine besondere Stellung nehmen in dem neuen Gesetz nur die Saison - und die Inventur-Ausverkäufe ein, die von der Vorschrift des § 8 ausgenommen sind. Wie well bei den Saison- und Inventur-Ausverkäufen das Nachschieben von Waren zulässig ist, ist bestritten. Dr. Fuld-Mainz, ein Kenner des Gesetzes, vertritt mit Entschiedenheit die Ansicht, daß auch hier eine Beschränkung gelten müsse: die Inventur-Ausverkäufe dürften sich nur auf die zur Zeit der Inventur vorhandenen Waren, die Saison-Ausverlaufe nur auf die Waren der alten Saison, aber nicht auf die Waren der kommenden Saison erstrecken. Eine Entscheidung des Oberlandesgerichts ist darüber, wie diese Frage nach dem Gesetz vom 7. Juni 1909 auszulegen ist, noch nicht ergangen. Jeder Geschäftsmann muß daher auch in dieser Richtung vorsichtig sein, damll er sich nicht der Gefahr einer Bestrafung aussetzt. Nur aus die Saison- und Inventur- Ausverkäufe beziehen srch im übrigen die Ausführungen von Dr. Rosenthal und Dr. Fuld in Nummer 12 und 14 der Zeitschrift „Das Recht", auf welche von anderer Seite hingewiesen worden ist. getroffen unb bloßgelegt worben ist. Und dabei verlangt man im Westen noch Vertrauen von uns? Wir wollen unsere Hände unb Gewissen rein bewahren. Wir wollen an der Verflachung b es katholischen Empfindens nicht teilnehmen. Wir wollen weder die Arbeiter noch die Arbeiterinnen mit Klassenhaß nähren, zum Klassen- unb Machtkämpfe erziehen unb sie der Sozialdemokratie zuführen. Liest benn bie Frau N. die öffentlichen Blatter nicht? Unb :icht gelesen, was der christliche Gewerkschaftssekretär igst ausgeplaubert hat? Selbst ben Sozia^zotraten Offenherzigkeit zu wettgchend. So liege" vw^fSatf s k, Ktxnfi, Wissenschaft nnd Leben. — Ein Messeldenkmal im Lanbesmuseum zu Darmstadt. Freunde, Schüler und Verehrer Alfred Mes- els und feiner Kunst beabsichtigen, dem früh verstorbene Künstler, dessen Schaffen der deutschen Kunst so viel gegeben hat, ftn Erinnerungsmal zu setzen, das der Nachwelt seine Züge . überliefert. Das schönste Denkmal freilich hat sich Messel selbst a ui seinen Werken geschaffen; feine Wohnhäuser und feine Monu- 5 mentalbauten zeigen, wie man deutsch unb mit bem Herzen jj baut, sein Warenhaus Wettheim wurde zum Ansgangspuntt fort» schriftlicher Architektur. Sein Meisterwerk jedoch ist das hessisch L.Landesmuseum in seiner Vaterstadt Darmstadt, das, M ui einer Bauzeit von dreizehn Jahren errichtet, seine .Entwickelung vom frühen, kraftvollen Anfang bis zur klaren Höhe seiner ■ zialen Oeles gesalbt sein. In dieser Forderung sind alle Karteien einig. .Aus diesem Grurrde verlangen toir ein- tütig, daß der künftige Richter sich mit Volks wirt- chaftslehre beschäftige." „Aber nicht rau soziales, auch individuelles Ver- ändnis haben wir vom Richter zu fordern. Nicht nur die irassenerscheinuugen des Gesellschaftslebens, auch die Ge- -tze der einzelmenschlichen Individualität soll er begreifend curteilen. ^Denn was vor den Richtertisch tritt, recht- rchend oder rechtleidend, sind immer einzelne Menschen ft)nen gerecht werden kann nur der, dem nichts Menschliches fremd ist Zu der Kenntnis und Erkenntnis des * eb-ns, deren der Richter nicht entrateu kann, gehört sonach ls ihr vornehmstes StüL die Kenntnis und Erkenntnis es Menschen .Auch ein starker Tropfen psychologischen ,eles ist also vonnöten Wir fordern neben der sozialen gt ine psychologische Rechtspflege. Wir verlangen, daß der unftige Richter neben Volkswirtschaftslehre auch Seelen- n und e studiere." r, Das Mittel und Wertzeug zu dieser seelenkundlichen lusbildung des modernen Juristen erblickt der Verfasser ;i dem Ausbau und Lehrbetrieb einer aus die speziellen ,, Bedürfnisse der Justiz zugeschnittenen besonderen Wissen- 1 haft, nämlich der „forensischen Psychologie" oder gericht- ^>chen Seelenkunde. Der Verfasser versteht hierunter „eine agewandte Psychologie, nämlich die Wissenschaft, die sich " efaßt mit denjcniaen psychologischen Daten und Gesetzen, II ie in der gerichtlichen Praxis eine Rolle spielen." Andrer- । ftts soll diese Wissenschaft mehr bieten als die Kriminal- > sychologie, die es bloß mit dem Verbrecher, oder als die orensische Psychiatrie, die es lediglich mit dem Geistesranken zu tun hat Nicht nur der Verbrecher, sondern ruh der rechtliche Staatsbürger, der aus irgend einem ]. jrunde mit dem Gericht zu tun bekommt, nicht nur der £ Geisteskranke, sondern auch der normale Mensch, der z. B. I in Geschäft schließt oder sein Testament macht, nicht nur er Klager oder Angeklagte, sondern auch der Zeuge, der * Lichter, der Sachverständige usw. sollen vielmehr in dieser Zijsenschaft eine eingehende psychologische Untersuchung er- ' ahren. Nicht ausschließlich der Irrenarzt, sondern auch 05 er wissenschaftliche Psychologe und die psychologische Er- ahrung des täglichen Lebens sollen in ihr ausgiebig zu Borte kommen. Den in Reichels Buch verfolgten Bestrebungen widmet " ns „L. T." einen Aufsatz aus der Feder des Landrichters W Jhtmm unter dem Titel: „Der Richter der Zukunft" Auch ier Verfasser dieses Aufsatzes stimmt mit Reichel darin Herein, daß dem ,Mchter der Zukunft" eine grütrdliche psychologische Stellung recht sehr vonnöten sei. Es heißt )ort wörtlich: i „In ber Tat ist ber Wert einer streng wissenschaftlichen psycho- ogischen Schulung für ben Richter gar nichr hoch genug einzu- 1 chätzen. Mit psychologischen Begttffen hat sich ein jeder Richter, nag er m ber Strafrechtspflege tätig sein ober Prozesse über i f Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzri. 9. biS 10. ). Oktober — -4- >. , - 4- 9. 10. Ein vorzügliches Aussehen L 50 89 88-89 47 88 82—86 43 84 84—89 48 86 77-84 43 80 68—73 36 70 96-108 40 80 72—74 57 73 57 15,7*0. 10,7 *0. 73 71 102 91 83 L. 3. 4. 72—74 70—72 Höchste Temperatur am Niedrigste , , 61 55 50 9hir echt mit dieser Marke—demFischer — dem Garantie» Seichen KeS Scott- schen Derfahrenst eines Kräftigungsmittels bedürfen, roirb mco mit Scotts Emulsion rasch und sicher zM Ziele kommen. Auf die Zusammensetzung aus erstklassigen Bestandteilen und derer bewährte Verarbeitung im Scottschen Verfahre» kann man sich jederzeit verlassen. Außerdem schmeckt Scotts Emulsion so aromatisch süß, dej die Kleinen geradezu eine Vorliebe dafür hab«. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 10. Oktober 1910. Markte. Gießen, 11. Okt. Marktbericht. Auf heutigem Wocben- markte kostete: Butter pr. Pfd. 1.25—1.30 Mk., Hühnereier 1 St. 9—10 Big., Enteneier 1 Stück 0 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., Käsematte pr. St. 5—6 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80—1,00 Mk'^ Hühner pr. St. 1,00—1,60 Ätk., Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 WiL Enten pr. St. 1,80—2,20 Mk^ Gänse das Pfd. 75—80 Pfg., Ochsen- fleisch pr. Pfd. 84—92 Pfg^ Rindfleisch pr. Pfund 80—84 Pfg., Kuhfleisch 70 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 80—96 Pfg^ Kalbfleisch pr. Pfd. 86—88 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfd. 60—84 Pfg.. Kartoffeln pr. 100 Kg. 7.00 bis 8.00 Mk., Weißkraut das Stück 10 bis 20 Pfg., Zwiebeln per Ztr. 6,00—8,00 Alk., Milch das Liter 20 Psg^ Birnen per Ztr. 10—20 Mk., Aepsel per rztr. 6 bis 10 Mk., Zwetschen per Pfd. 15—00 Pfg., Stusse 100 Stück 40—50 Pfg., per Ztr. 0—00 AtL, Bohnen per Pfd. 15—00 Pfg. Marktzeil von 8—2 Uhr. Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht........56—58 Fleischige Schweine.......54—56 Plaidt: Rote Sorten Mk. 3.20, Magnum bouum Mk. 3.00—0.00 weiße runde Mk. 2.80—0.00,Gelbfleischige weißeMk. 0.00. Saari louis: Rote Daber Mk. 0.00, andere rote Sorten Magnum bonum 0.—0.00, weiße runde 8.10—3.40. Mann, heim: Magnum bonum Mk. 4.00, weiße runde Mk. 3.00. (Aller für 50 Kg.) ScottS Emulsion wird von unB auSschileßltch tm großen verkauft, unö jw nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegeUen Originalflaschea ■ Rarton mit unserer Schutzmarke (Fischer mit dem Dorsch). Scott & Bowne, ö. * b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal-Lebertraa 150/), prima «ltzzerin BOX untcrphoSphorrgsaurer Kalk 4,3, unterphoSphorigsaureB Natron ifi, pulv. Lragar 3,0. fcinfter arab. Gummi pulv. 2,0, Wasser 129,0, Alkohol 11A Hi-V arotnatifdie Emulsion mit ^imt-, Mandel- uno 'ÄaulthertaSI ie 2 Trovten. Nläßig genährte junge und gut genährte ältere.........41—45 Färsen, Kühe, Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes ........ 46—51 Bollflelschlge ausgemästete Kühe höchst. Schlachtwertes bis zu 7 Jahren. . 40—46 Aeltere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte st'mgereKühe u. Färsen 34—38 Kälber. kirchliche Nachrichten. 3$raelitijd)e ReiigioiisgemeinOe, ©otte$Oieii|t in der Synagoge (Süd-Anlagej, Donnerstag den 13. Oktober 1910: Bersöhnuugsfest. Vorabend: 5.45 Uhr. Predigt: 6 Uhr. Morgens: 7.30 Uhr. Predigt mit Seeleufeier: 11.30 Uhr. Schlußpredigt r 4.40 Uhr. Festesausgaug: 6.20 Uhr. NB. Während der Predigt bleibe» die Türe» geschlossen. Israelitische tteiigionrgejeUjchast. Gotterdientt. Mittwoch den 12. Oktober 1910 s Morgens 5.00, nachmittags 2.30. Donnerstag den 13. Oktober 1910: VersöhnuugSfest. Vorabend 5.45. Predigt. Morgens 6.00. Festesausgang 6.20. Sav Vorfeier am 15. Oktober 1910: Vorabend 5.05. Morgens 8.00, nachmittags 4.00. Sabbathausgang 6.20. Wochengottesdiensl: Alorgens 6.30 Uhr, abends 5.00 Ubr. Die Stadtbriefkasten werden geleert: Werktags zwischen 5^ und ö*5 V^ 810 und 9^ $. iqio und ll10 V., II30 und 12M Mitt^ 2*5 und 3^ N., bis und 610 N. 660 und 82. 9L, 9££ und 1022 N. " ' Sonntags zwischen 5»o lL 6» V., lOso und 11» V., 7 o. und ^N. — Genaueres ergeben dieLeerungstaseln an den Briefkasten. Die eingesammelten Briefe gelangen mit der nächsten Beför- derrmgsgelegenheit zur Absendung. Vom Postamt 2 (Schulstraße) gehen werktags Versande nach dem Postamt 1 und dem Bahnhof ab: 9i6 B.*), H15 V., 12tx> N., 1» sjf), 2» N.'), 4» N. 5» 9L*), 5» N., 6» N., 7bv N., 8» N. 91n Sonn- und Feiertagen: 9i=> 9L 12» 1» N. •) Nur Briefpost. Die Schlußzeiten treten ein für gewöhnliche Briefe 5 Mn., Tur Einschreibbriefe 15 Min., für Wertbriefe und Pakete 30 bis 40 Mm. vor Abgang der Versande. M Mitteldeutscher ArbeitönachweiSverband.z Irr Worms findet am Samstag, 15. Oktober, vormittags 11 Uhr, im Stadtverordneten-Sitzungssaale eine Konserenz von Verwaltern und Leitern öffentlicher Arbeitsnachweise in folgender Tagesordnung statt: 1. Einiges aus dem Gebiete der Dienstbotenvermittlung. Referent: Direktor Dr. Busch, Frankfurt a. M. 2. Die Neuorganisation des Arbeitsnachweises im Untermainkreiß. Referent: Sekretär Weber, Aschaffenburg. 3. Die Praxis der Lehrstellen, vermittlung. Referent: Geschäftsführer Rohrer, Frank- iurt a. M, 4. Der öffentliche Arbeitsnachweis und das am Schafe. Mastlämmer unö jüngere Masthammel 40—00 80-00 Schweine. Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht........56—58 Feinste Mast- (Vollmilchmast) und beste Saugkälber.........58—65 Mittlere 'Mast- und gute Saugkälber . 53—57 Geringere Saugkälber...... 48—52 80—87 kleinen Fluß mit größere« MVekn ekrre vreile brücke geschlagen und an den Brückenköpfen Tafeln mit folgender Aufschrift hingestellt: „'S ch r i ttl" „UeLertretun- gen dieser Vo^chrift werden mit 10 Mark Strafe ße- ahndet." Man vergegenwärtige sich, daß 20 Kilometer int Umkreise von dieser Brücke kein fahrbarer Weg existiert, Wagen hier im Innern überhaupt unbekannt sind. Für Wagen kann diese Vorschrift also nicht gelten. Bleiben außer zwei weißen Missionaren die Papuas übrig, die noch nie anders als gcrnA langsamen Schritt gegangen sind, im ich eigen aber weder deutsch lesen können, noch 10 Mark besitzen. Vielleicht geht man noch weiter und stellt an dieser Brücke ein Verkehrskommando der farbigen Poli-eitruppe auf zwecks Regelung des Verkehrs an dieser nur im Schritt zu begehenden sehr festen Brücke aus. Man darf sich nicht wundern, wenn man im Urwalde Schilder mit Rauchverboten nächstens trifft oder den .Austausch von Tauschobjekten an Sonntagen einem Verbot unterwirft. 1. Oktober m Kraft getretene Stellenvermittlergesetz. Referent: Dr. Schlotter, Frankfurt a. M. 5. Fragen aus der Praxis. Nachmittags ist Besichtigung der Wormser ArbeitSnachweiSeiurichtungen. w Meteorologisches. Zur Beurteilung des Klimas und der landwirtschaftlichen, sowie auch der industriellen Aus- Nutzung einer Gegend ist eS in erster Linie nötig, zu wiffen, wie sich Temperatur und Niederschlag verhalten. Der letztere hauptsächlich ist für landwirtschaftliche Anpflanzung von größtem Interesse. Bei Erforschung unbekannter Länder führen die Forscher vor allem Instrumente mit, um sich auf Grund deren Beobachtung ein Bild über daS Land machen zu können. Für die großen Kulturstaaten sind diese meteorologischen Dienste bis ins kleinste geregelt und auch in den meisten deutschen Bundesstaaten bestehen seit Jahrzehnten viele Stationen, an denen dauernd die Witterung ausgezeichnet wird. Hessen hat erst im Jahre 1901 ein einheitliches meteorologisches Netz errichtet, in dem zurzeit für das Hydrographische Bureau des Finanzministeriums an 47 über das ganze Land zerstreuten Stationen die meteorologischen Elemente beobachtet werden. Die Dichte des Netzes reicht lange nicht an die der angrenzenden Staaten Preußen, Bayern und Baden heran, was sich im Laufe der Zeit bei der verschiedenartigen Bodengestaltung, -Beschaffenheit und -Bepflanzung gerade für die landwirtschaftliche Benutzung als ein Mangel erwies. Zurzeit werden deshalb noch weitere 23 Stationen eingerichtet (Starkenburg 12, Rheinhessen 5 und Oberhessen 6). Alsdann wird auch daS hessische Netz air- nahernd dem der übrigen Staaten des Deutschen Reiches entsprechen, die sämtlich ihre Beobachtungen in dem Deutschen Meteorologischen Jahrbuch veröffentlichen, von dem jeder Bundesstaat einen Teilband liefert. ** Der König im Adamskostüm. „Danny Gürtler", der sich ,König der Bohöme" nennt, treibt sich, seitdem er vor einigen Tagen aus dem Gefängnis in Darm-. stadt, wo er vier Wochen wegen Papstbeleidigung absaß, am Rhein herum. Er erzählte überall, daß er die Loreley kaufen wolle. In St. Goarshausen betrat er im Adamskostüm, splitternackt die Straße und hielt an die Menge, die sich natürlich bald angesammelt hatte, eine große Rede. Schließlich wurde er durch den Polizeidiener gewaltsam entfernt. Er kam in die Irrenanstalt Eichberg. )!( RodH eim a. d. Bieber, 10. Okt. Heule nachmittag wurde in Anwesenheit des Regierungspräsidenten v. Meister-Wiesbaden unsere nach einem 'Entwurf des Kreisbaumeisters Achenbach- Biedenkopf erbaute neue Schule durch eine Feier festlich ihrer Bestimmung übergeben. Das in modernem Putzbau hergestellte Gebäude liegt mit seiner Hauptfront an der Orts ft raße und wird von dieser durch einen großen Vorplatz getrennt, der nach der Straße zu durch ein vornehm wirkendes eisernes Gitter abgogren^t ist. Die hintere Fassade des Baues liegt an einem Wiesental, bas vom Schmittewald begrenzt wird. In der neuen Schule stehen vier Schicksale Kur Verfügung und weiter im Dachgeschoß ein Saal für den gewerblichen Unterricht mit den erforderlichen kleineren 'Nebengelassen. Außerdem hat man im Schulhause für vier Lehrer Wohnungen geschaffen sowie Dampsheiz-ung und Badeeinrichtung angelegt. Die neue Schule erfordert mit der vollständig neuen Einrichtung und den mehr wie reichlich beschafften Lehrmitteln einen Kostenaufwand von rund 100000 Mark. )(Marbur g, 10. Okt. Heute begann hier ein Stagiger Turn- und Spielkursus für die Volksschullehrer des hiesigen und der umliegenden Kreise. Es nehmen etwa fünfzig Herren daran teil. X. Hanau, 10. Oft. Der Dauerritt der Kavallerie- offtziere des 18. Armeekorps mni den vom Kaiser gestifteten, Ehrenpreis findet am 13. d. M. statt. Er beginnt in Darmstadt und endigt in Hanau. DaS FLusuudzwauzig-Pfenuig-Stück, das sich in den Städten allgemeiner Unbeliebtheit erfreut, ist auf Veranlassung der öffenllichen Kassen jetzt dem platten Lande, namentlich durch die Postanstalten, ^.geführt worden, um festen stellen, pb die Münzen im Verkehr bleiben werden Bisher sind die Münzen in großen Mengen in die Bestände der Reichsbank zuriÜgeslossen, vielfach auch als Wechselgeld bei Umwechselungeu nicht angenommen worden. Es soll festgestellt werden, ob die Münze dem platten Lande willkommener sein wird, in Süddeutschland z. B. hat die Mün^e an sich eine gute.Aufnahme gefunden, doch wünscht man ihr eine andere Gestalt Ku geben, um Ver- nrechselungen zu verhindern Au- Statt und Land. Gießen, 11. Oktober 1910. Bevölkerungsbewegung in Hessen. Mr neuesten Mitteilungen der Zentralstelle für die Landes- ftatistck enthalten einen interessanten Aussatz von RegierunZs- rat Knöpfe! über die Eheschließungen, Geburten und Todesfälle in Hessen in den Jahren 1907—1909. Danach ist die Zahl der Eheschließungen in diesen Jahren von 10 000 auf 9633 Kurückgegangen, während die Ehescheidungen im gleichen Zeitraum stiegen, nämlich von 160 auf 181. Abgenommen hat auch die Zahl der Lebendgeborenen, die von 36 979 auf 36 299 sank. Rund 500 Personen sind weniger gestorben, nämlich 19 204, gegenüber 19712 im Jahre 1907; davon starben 4722 im ersten Lebensjahre, 1907 waren es 4812. 1907 und 1908 erfolgten die meisten Eheschließungen im November, 1909 traten dagegen die meisten Paare im wunderschönen Aäonat Wkai in die Ehe. Die meisten Ehen wurden natürlich von ledigen Männern mit ledigen Frauen geschlossen, aber auch Witwer und Witwen scheuen eine zweite Ehe nicht und heirateten 1909 beispielsweise in 180 Fällen untereinander. 1907 versuchten es 15 geschiedene Männer nochmals nnt gleichfalls geschiedenen Frauen, 1908 gar nur noch 6, während 1909 sich um einen Wagemutigen erhöhte. Gestiegen ist beträchtlich die ZaA der geschiedenen Männer, die sich mit ledigen Frauen nochmals verheirateten, und zwar von l49 aus 6L während die Zahl der Ehen zwischen geschiedenen ■änn;m^u Witwen von 20 auf 16 zurückging. Von ledigen Männern wird die „geschiedene Frau" immer noch gern gefreit, 1907 in 50 Fällen, 1909 allerdings nur noch in 47 Fällen. Die meisten Frauen heirateten zwischen 20 und 25 Jahren, die meisten Männer im Alter von 25 bis 30 Jahren. touren in 4 Fällen die Eheschließenden unter 20 Jahre alt, betrug die Zahl der Jahre bei beiden Gatten 60 4 Ehen wurden geschlossen, in denen der Mann MFxan aber 40--50 Lenze zählte und ein Mann im heiratete ein Mädchen unter 20 Jahren. . . ............ 55 — Kartoffclmarkt.Bericht vom 10, Oktober 1910. Dortmund: Magnum bonum Alt. 3.40, weiße runde Mk. 2.80, Gelbfleischige rote Mk. 3.80. Kempen: Rote Daber 0.00-0.00, andere rote Sorten Mk. 4.00-0.00, Magnum bonum Mk. 2.80, weiße runde Mk. 0.00, Gelbfleischige rote Mk. 0.00. Creseld- Magnum bonum Alk. 2.90-3.10, Gelbfleischige rote Mk. 2.90-3.10 weiße Mk. 2.90—3.10. Köln: Magnum bonum Mk. 3.10—3'20' weiße runde Mk. 0.00-0.00, Geld fleischige weiße Alk. 2L0—3^0. ^.6. Wiesbaden. D ie hh 0 i-M ar kt b eri cht vom 10. Okt. Austrieb: Rinder 101, Kälber 61, Schafe 46, Schweine 457. Tendenz: Rinder, Kälber, Schafe und Schweine mittelmäßig. Ueberstand: Rinder nahezu geräumt, Kälber geräumt, Schafe geräumt, Schweine Ueberstand. Preis Durch- pro 100 Pfd. schnittspreis Oebend. Schiacht. pro 100 Pfund Ochsen. £?‘D‘4t lebend.Schlacht. Dollfleischige, ausgemästete, höchsten v°n-blSvon-bls Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 49—52 89—90 Junge, fleischige, nicht ausgemastete und ältere ausgemästete ...... 46—48 rdernngS-Gelegenheiten in Gießen. ^Mlter-Fahrplan 1910/11. Folgende Züge werden zur ^Mng benutzt. (Es bedeuten: • Beförderung von Send- jBroer Art, nur Beförderung von Briesen, •• nur Be- von Paketen, -s- Beförderung von Briefen in geschloffenen Beuteln, () Be rutzung nur an Werktagen; alle nicht mit -j- und bezeichneten Züge führen Bahnposten mit Brieskaften). a) Richtung nach Fr ankiurt (Mam): Z47G, 459Q, 6 8 □, 6504-, 8100, io <•, KMGG, 12 2-j-, 1210G 217», l.r», 554©, 6^©#, 7^G, 8^©, 914©, 921©, (10_J_4-). b) Richtung nach Kassel: 1221D, l^ee, 121©, 40©, 715©, 818©, (1016©), 12 6©, 150© 3208© 312©, 5b©, 81©, 968 0, 1145 0, c) Richtung nach Köln: 424-, 6<7©, 817 0, (1239©j, (32544, 6iiG, 10,84-. d) Richtung nach Koblenz: " 42®, 68 0, 8100, 12100, (544-), 556_|_, Ais© e) Richtung nach Fulda: — b^O, 8U-+-, (12b©), (218 4-), (3i<4-), (55*4-), 92G. f) Richtung nach Gelnhausen: “ 544©, (8184-), (1234©), (2164-), 54©, (8U4-). g) Richtung nach Lollar —Gründerg: 52®, (23©). h) Richtung nach R 0 dheim (Bieber): nur Werktags: (52®), (10*o©), (iu>©), (62®). nur Sonntags: so©, i) Landposten: nach Wieseck-Alten-B useck: 6id© sSonntags Botenpostl, (83o-|-), (320©), (6154-). e Krofdorf: 7ib© sSormtags Votenposts, (5«©), , Steinberg — Gröningen: (84b©). , Lützellinden: 6*o©, (310©). Beim Postamt 1 treten die Schlußzeiten im allgemeinen ein: für gewöhnliche Briessendungen 10—20 Minuten, für Einschreibbriefe 25—30 Min., für Wertbriefe und Pakete 30-60 Min. vor Abgang der Züge. Schwiebus, 4. August 1909. „Ihre ScottS Emulsion ist meinem Töchterchen ganz aus gezeichnet bekommen. Schon von Geburt an hatte die Kleine einer sehr schlechten Schlaf, stundenlang mußten wir sie beruhigen, und nachher schlief sie doch nur ganz kllrze Zeit und sehr unruh^. Im Alter von einem Jahr bekam sie unter großen Schmerze:- den ersten Zahn, und als dann noch der Keuchhusten sich emstellle, kam das Kmd völlig von Straften. Verschiedene Mittel, die rorr anwendeten, blieben ohne jeden Erfolg, unsere kleine Emma gin; immer mehr zurück. Da griff ich schließlich zu Scotts Emulsion und ich freue mich, dies getan zu haben. Denn von Stunde an bekam unser Kind Ruhe, es schläft von selbst ein und ruhig dir ganze Nacht hindurch. Beim besten Wohlbefinden kommt ein Zahn nach dem anderen, und unfetr kleine Emma hat jetzt ein vorzügliches Ausseha bekommen.- (gez.) Hermann Thiele. In allen Fällen, wo Kinder oder Erwachsen- Nun sei bedankt mein lieber Scbwababahan — Sie sehen, Direktor, es geht nicht. Heiser bin ich und ii singe^nicht. — So? Na, ich sehe nur, daß Sie unvernünftig sind. - Ein Künstler, der nicht sofort seine Schachtel Fa-t ächte Sodener Mineral-Pastillen zur Hand hat, wenn er eine Indisposition furchtet, müßte um eine Monatsgc© gestraft werden. Lasten Sie sich mal schleuniast Sodener holen. Jetzt iffS zwei Uhr; um acht singen Sie, und d müßte mit dem Kuckuck zugehen, wenn die Sodener Ihn Stimmbänder nicht freikriegten? Sodener kosten mr 85 Pfg. die Schachtel, man weise aber Nachahmungen zuM Gichtleiden besser geworden. Seit vielen Jahren leide ich an Gicht und trinke « Veranlassung des Herrn Dr. med. de $L seit einigen Jahr« anstatt Fachmger daS Waster der St. Georgsguelle y Btskirchen a. d. Lahn regelmäßig mit gutem Erfolg und ti mein Leiden bester geworden. DaS Waster ist mir sttt gm bekommen, ist angenehm zu trinken, werde den Gebraud auch runstlg fortsetzen und dasselbe gerne in meine Bekanntenkreisen empfehlen. M. L. St. in SL. Preis für 25 Flaschen Mk. 9.- . „ 50 „ 17.— mkl. Verpackung ab Station Stockhausen a. d. Lahn, (h^ ist man einptindlich. Rasch ist eine Erkältung da und die Stimme tot öfter belegt und heiser als frei Dss lästige Gefühl der belegten Stimme vergeht, sobald man ein p&xr Wybert - Tabletten zu lieh nimmt, die immer rar Hand sein müssen und in allen Apotheken 1 Mark pro Schachtel kosten. Bei Erkältung lindern sie den Hustenreiz und bringen den Katarrh schnell zum Schwinden. Depot in Gl essen: Pelikan-Apotheke» Kreuz L Höchste Schlachtviehpreiie in Frankfurt tu £Dc. Fleischpreise in Gieße, Ochsen Kälber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 88—93 '/,Kg. Schlachtgew. 98—105Pf. ,_____71-72 . , Kg. 84-92 Pfg. V, , 86—88 , '/, , 80-96 , Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Weizen 100 Kg. 21.00-21.25 Mk. Roggen 100 Kg. 15.50-00.00 Mk. Weißbrot 2 Kg. 62 P,g. Schwarzbrot 2 Kg. 54 Ug, Okt. 1910 Barometer aus 0* reduziert Temperatur der Luit Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke j ®rib be Bewölkung in gehnwl der pchtb. bhemtUfl Wett« 10. 2« 749,7 15,4 9,4 72 8 2 9 10. 9“ 749,6 12,9 10,2 93 ESE 2 10 11. 7« 749,7 10,3 9,0 96 SSE 2 10 Nebel IVO PUHONCVY' sagen tiefgefühlten Dank Die trauernde» Hinterbliebenen Gießen, 11. Oktober 1910. (5675 r fl ö Amtlicher LeU. zur selbst: it an MW Bekalllltlllchungell -er Sta-t liegen S 12 dem ü 1903 - Ein interessantes Wachstum ! * ü ) Li 2. 3. 4. 5. 6. B. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 2. 3. 4. 5. 6. C. b n h a g Uhr ab statt. Friedberg, den 30. September 1910. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissar: Kirnberger, Großh. Kreisamtmann. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Mutter, Schwägerin, Tante und Großmutter DiefesBildzeigf-ingenauenMaßen-die enorme Umfat)(teigerung vpn PALMIN (Pflanzenfett) und PALMONA (Pflanzen- Butter-Margarine) in Deutfchland innerhalb der letzten 7 Jahre. - Ein stärkerer Beweis für das Bedürfnis nach PALMIN und PALM ONA und für die Beliebtheit unlerer Produkte ift kaum denkbar. H. SCHLINCK & CIE., A.°6. Einsicht der beteiligten offen. Tagfahrt zur .Entgegennahme von Einwendungen findet da Mittwoch den 19. Oktober 1910, vormittags von 10 bis 11 Uhr, Bekanntmachung. Unter dem Schweinebestand des Oekon,men Wilhelm Kitz dahier, Marburger Straße 77, ist die Rotlaufseuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 8. Oktober 1910. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Gebhardt. 5350 Vogelfutter für alle Arten Bügel. Eierbrot, Bogelsaud, Fischfutter. Central - Drogerie Emil Karn, Schulstraße. 1. vier Zuteilungskarten, ein Heft Befitzstandsverzeichnis, ein Heft Gütergeschosse, ' ein Heft Zusammenstellung der Gütergeschosset ein Heft Gütergeschosse mit Zuteilungsplan, _Ort und Stelle und zwar diejenigen von Münzenberg um etwa 8Vs Uhr oormtttags, diejenigen von Gambach von etwa vormittags 10 Uhr und diejenigen von Holzheim von mittags statt, wozu ich die Beteiligten unter der Androhung einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich einzureichen. Die Vorzeigung der neuen Grundstücke findet: MontagdenlOOktoberl910 Todes-Anzeige Schmerzerfüllt teilen wir Verwandten und BekanMen mit, daß unser liebes Stinb, Schwesterchen und Enkelchen Mariechen Sonntag nacht ‘/»IS Uhr sanft entschlafen ist. 9)111 der Bitte um stille Teilnahme zeigen dies tief» betrübt an Die treftrauernden Hinterbliebenen: Familie Göbel. Marie Kranz. Gießen (Asterweg 12), den 11. Oktober 1910. Die Beerdigung findet statt Mittwoch nachmittag 3'/, Uhr von der Leichenhalle des neuen Friedhofes. 5671 ein Heft Besitzstandsverzeichnis, ein Heft Gütergeschosse, ein Heft Zusammenstellung der Gütergeschosse^. ein Heft Gütergeschosse mit Zuteilungsplan, ein Heft Zuteilungsverzeichnis. Grenzregulierung Gambach — Ober-Hörgern Gemarkung Gambach. Bekanntmachung. Die indem 20. Juli l. Js. angeordnere Sperre der Hamm- straße wird hierntt aufgehoben. Die unterm 30. September 1910 angeordnete Sperre der Krofdorser Straße wird hierntt ausgehobew Gießen, den 6. Ottober 1910. Großherzogliches. Polizeiamt Gießen, Gebhardt, RechtrschuMlle erteilt unentgeltlich VD*h Rat und Auskunft an Frauen und Mädchen. Sprechstunden Dttttwochs von 5—7 Uhr, Alieestraße 31. ein Heft Zuteilungsverzeichnis. Grenzregulierung Holzheim — Ober-Hörgern Gemarkung Holzheim. eine Zuteilungskarte, ein Heft Besitzstandsverzeichnis, ein Heft Gütergeschosse, ein Heft Zusammenstellung der Gütergeschosse, ein Heft Gütergeschosse mit Zuteilungsplan, ein Heft Zuteilungsverzeichnis zugeschrieben. Friedberg, den 5. Oktober 191(X Der Großherzogliche Feldbereintquiulskommtstar. gez. Kirnberger, Kreisamtmmm. BR* Verdingung. Beim UI. Bataillon Jnsanterie-RegimentS Kaiser Wilhelm «r. 116 soll die Lieferung der tm Küchenbetrieb erforderlichen Kartoffeln, Gemüse, Eier und sonstigen Lebensmittel für die Zeit vom 1 vember 1910 bis 31. Oktober 1911 vergeben werden. Ebenso wird die Abnahme des Spüttchts für vorgenannte Zett verdungen. Vertragsbedingungen pp._ liegen auf dem Geschäftszimmer der Kassenverwaltung zur Einficht auf. , Angebote find für jede Lieferungsart getrennt und verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, der Küchenverwaltung btS zum 14. Oktober 1910, vormittags 9*/i Mr, einzurelchen. Die Oeff> nnng der eingegangenen Ofierten erfolgt um 10 Mr vormittags im Beisein der etwa erschienenen Submittenten im GeschäftSzunmer der Kasienverwaltung des Bataillons. ID8/» III. Bataillon Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Rr. 116 Bekanntmachung. Bet r.: Fc^vAlmigung in der Gemarkung Ober-Hörgern, In der Zett vom 5. bis einschließlich 18. Oktober I. Js. liegen auf dem Gemeindehaus zu Ober-Hörgern die Arbeiten des II. und III. Abschnitts (Besitzstandsaufnahme und Bttdung der Ersatzgrundstücke) der infolge Grenzregulierung mit Münzenberg, Gambach und Holzheim zugezogenen Grundstücke und zwar: A, Grenzregulierung Münzenberg — Ober-Hörgern Gemarkung Münzenberg. 1. zwei Zuteilungskarten, Versteigerung. Mittwoch den 19. Oktober, vormittags 10 Uhr, sollen zu Aorsthaus Strupbach verschiedene Gegenstände des landmirlschafi- licken Inventars, Haus- und Küchengeräte, sowie ein Pferd östent- lich gegen Barzahlung versteigert werden. U. a. kommen zum Ausgebot: Ein Büfett, Schränke, Bettwerk, Kommode, Lampen, Sofa, Tische u. Bänke, Porzellan, Steingut 2C, sowie ein Bienenstand und Honigschleuder. Zusammenkunft im Oberförstereihof um */> 10 Mr. Forsthaus S trup bach, den 7. Oktober 1910. (Bn/io Baumann, Forstmeister. Drucksachen aller Art Ausstattung stilrein u.preiswert _______________ dieBrührscheUniv-Drockeret Bekanntmachung. Tas Proviantamt Hanau letzt den freihändigen Ankauf om Hafer totb Roggenstroh (Flegeldrusch und ungepreßtes Maschinenftroh) aus der letzten Ernte zu den gangbaren Tagespreisen fort. Es werden selbst die kleinsten Mengen angenommen. Tie Einlieferung kamt ohne vorherige Anfrage und, mit Ausnahme der Samstag Nachmittage, an jedem Wochentage von 8—12 Uhr vormittags, sowie von 2—4 Uhr nachmittags erfolgen. Gießen, den 10. Oktober 1910. Grobherzogliches Kreisamt Gießen» Dr. Usinger. Betrifft: Feldbercinignng in der Gemarkung Opvwrot^ . Mtt Entschließung vom 4. Oktober 1910 hat Grvtzb. Dttni sterium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe, den ZuieilungSplan von Oppenrod und der aus bett Nachbargemarkungen zugezogenen Teile aus Grund von Artikel 36 des Felöberemtgungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. Juli 1906 für vollziehbar erklärt Ich bestimme nunmehr alS Zeitpunkt der Ausführung (Eigentumsübergang) ben 15. Ottober 1910 und überweise hiermit mit Wirkung von dtesem Tage den Beteiligten die neuen Grundstücke. Die Ueberweisung erfolgt unter folgenden Bedingungen: L Meliorationsarbetten können auf den neuen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden, 2. die beteiligten Grundeigentümer müssen fich eine Veränderung der Zuteilung gefallen lassen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen Graben und bergt innerhalb der Zett der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden. Em hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände wird neuen Eigentümer nach dem BonitätSwert vergütet hezw Frau Elise Bramm geb. Schlicker An- und Verkauf von Wertpapieren an allen Börsen des In- und Auslandes. Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren (Stahlkammer) unter Berechnung billigster Gebühren. Kostenlose Verlosungskontrolle, Versicherung gegen Kursverluste, Besorgung neuer Kuponsbogen, kostenfreie Einlösung von Zins- und Dividendeuscheinen und verlosten Stücken, gewissenhafte Beratung und Erteilung fachmännischer Auskünfte. Vermietung von Schrankfächern (Safes) unter Mitverschluss der Mieter. Verwaltung von Erbschaften, Legaten und Stiftungen. Annahme von Mietzinsen, Auszahlung von Hypothekenzinsen und Steuern. Eröffnung laufender Rechnungen mit und ohne Kreditgewährung. Vorschüsse auf Wertpapiere, Gewährung von Rembourskrediten. Errichtung provisionsfreier Scheckrechnungen. Einzug und Diskontierung von Wechseln und Schecks auf alle Plätze. Annahme von Rareinlagen (Depositengeldern) rückzahlbar ohne Kündigung auf feste Termine und auf bestimmte Kündigungsfristen. Die Verzinsung beginnt sofort zu günstigsten Bedingungen. Ausstellung von Kreditbriefen aller Art. An- und Verkauf ausländischer Geldsorten. Die näheren Bedingungen stehen auf Wunsch zur Verfügung. mitteldeutsche Kreditbank Giessen Giessen, Johannesstrasse 17 Fernsprecher: Nr. 168 (Direktion), Nr. 2089 (Kasse). — Postscheckkonto Nr. 782. Depositenkassen und Wechselstuben in Friedberg: Fernsprecher Nr. 32, Postscheckkonto Nr. 4222 -y Marburg: „ » >> „ 685 Wetzlar: „ „ 8, „ „ 686 Agenturen in Büdingen 2 Fernsprecher Nr. 51, Postscheckkonto Nr. 782 (Filiale Giessen) Butzbach: „ „ 52, „ „ 782 Bekanntmachung. Betr.? Feldbereinigung in der Gemarkung Oppenrod. Mtt Entschließung vom 4. Oktober 1910 hat Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Lmrdwirtschaft, Handel und Gewerbe, den Zuteilungsplan von Oppenrod und der aus den Nachbargemarkungen zugezogenen Tette auf Grund von Artikel 36 des Feldbereinigungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung tom 7. Juli 1903 für vollziehbar erklärt. Ich bestimme nunmehr als Zeitpunkt der Ausführung (Eigentumsübergang) den 15. Oktober 1910 und überweise hiermit mit Wirkung von diesem Tage Heu beteiligten die neuen Grundstücke. Die Ueberweisung erfolgt unter folgenden Bedingungen: 1. Meliorationsarbeiten können auf den neuen Grundstücken auch fernerhin vorgenommen werden, 2. die beteiligten Grundeigentümer müssen sich eine Veränderung der Zuteilung gefallen lassen, die infolge der Ausführung von Meliorationsarbeiten, der Anlage von Wegen, Gräben und dergl. innerhalb der Zett der Ausführung dieser Arbeiten notwendig werden. .Ein hierdurch bedingter Ab- und Zugang von Gelände toiib dem neuen Eigentümer nach dem Bonttütswert vergütet bezw. zu- SeMieben. Friedberg, den 6. Oktober 1910. Dxr Aroßberzoaliche FeldbereinigungskomrMLr; \ Lirstzexger, LreiSamtmamr. 2 m L kV Kaiser’: Rafe-fatHI Ö ar Europas grösster Kaflee-Rösterel-Betrleb. unentgeltlich ärztlicher Rat erteilt. Wegen Feiertag bleibt unser Geschäft junö bewohnt-alt öefhan Au jedem Freitag zwischen 4 u. L Uhr wird künftig in der Milchküche, Wetzsteinstr. 43, über Säuglingsernährung Donnerstag 13. Oktober bis abends 6 Uhr geschlossen. 5 |o Rabatt Filiale in Glessen, Kirchenplatz 12. Niederlage b. Herrn Ferdinand Zimmer, Lichi.H. MWclie o. ZSagUngzKei« Giessen. VeibiassreSrorre MWMM Fabriken tn Viersen, Dülken, Spandau, Breslau, Heilbronn, Basel. BöterMefallpatz Chemische Fabrik Düsseldorf Act Ges. garantiert rein und leicht löslich, billig, nahrhaft, bekömmlich, wohlschmeckend L 1.00 fc 12.40 ta U $trl