Nr. 158 Die ..Gießener Zamilienblätter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Krtisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit* fragen" erscheinen monatlich zweimal. Drittes Blatt 160. Jahrgang Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. /S® . _ . . V Gleßener Anzeiger General-Anzeiger für Cberheffen Samstag ».Juli 1910 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts - Buch- und Stemdruckerei. R. Lange. Gießen. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Expedition und Verlag: 51. Redaktion: 112. TeU-Abru AnzeigerGreßen. Neteorologische veobachtungen der Station Eießen. ta Weller D 6-t es 9« Höchste Temperatur am 7. bis 8. Juli = 4- 16,5 'S. , 7. N 8. „ = -f- 11,1 eC« Im aber nur in gffafcßen, wo UiaKale aushänaen. I 8.; 2“ 8. 9. Juli 1910 Regen -S 5 & 5 w a Niedrigste , , 9iiederschlag: — 14,0 mm S_c lllS epf« Aus dem Strafprozetzausschuß. :: Berlin, 8. Juli. Ter Ausschuß für die Strcrfprozeßordnung behandelte heute das Käpitel: Revision. Zum § 333, der die Revisionsgründe behandelt, lug ein Antrag vor, folgende Bestimmung hinzuzufügen: „Auf eine anhere Verletzung einer Rechtsnorm über das Verfuhren kann die Revision von der Staatsanwaltschaft, vom Nebenkläger und, wenn der Angeklagte zu der Zeit, wo die Verletzung noch gerügt werden konnte, von einer rechtskundigen Person verteidigt wurde, auch vom Angeklagten nur dann gestützt werden, wenn die Verletzung, solange Abhilfe noch möglich war, erfolglos gerügt worben ist." In der Debatte wurde darauf hingewiesen, daß der Angeklagte durch das Verhalten seines Verteidigers Schaden leiden könne. Bei der Abstimmung wurde zunächst ein Teil des Antrags gestrichen, so daß er sich nur noch auf die Staatsanwaltschaft bezog. Daraus wurde er ganz ab- gelehnt. Auch die Antragsteller stimmten dagegen. Der Antrag: „IN der öur Rechtfertigung der Revision gegebenen Frist müssen die Akten in der Gerichtsschreiberei zur Einsichtnahme für den Verteidiger jederzeit bereit liegen" wurde ab gelehnt, nachdem ein Re- grerungsvertreter den Antrag als undurchführbar erklärt hatte. Allgemein wurde verlangt, daß die Begründung des Urteils, wenn eine Revision verworfen wird, sich über alle Revisionsrügen auszusprechen hat. Ein Antrag, wonach das Revisionsgericht auch die Zurückverweisung an das erkennende Gericht aussprechen könne, fand keine Mehrheit. Ter Abschnitt über die Revision §§ 331 bis 350 blieb unverändert. Beim Käpitel: Wi e d er a u fn a h m e d e s V e r- f ährens wurde ein Antrag angenommen, nach dem eine solche Wiederaufnahme auch stattfinden soll, wenn eine Zeugenaussage oder ein Gutachten falsch ist, und nicht unter Eid abgegeben sind. Nächste Sitzung Samstag. CfrcricbusaaL Gießen, 8. Juli. Das Standgericht deS Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 verhandelte heute gegen den Wehrmann G. und den Reservisten Sch., beide vom Landwehrbezirk Gießen. Ersterer hatte sich wegen Ungehorsams gegen einen Befehl in Dienstsachen, begangen durch fahrlässige Versäumnis der Frühjahrskontrollversammlung 1910, letzterer ' wegen B e h a r r e ns im Ungehorsam durch Nichtbesolgung zweier Befehle in Dienstsachen zu verantworten. Der Angeklagte G., der Uch während seiner aktiven Dienstzeit recht gut geführt hatte, ist wegen Versäumung der Frühjahrskontrollversammlungen 1906, 1907 und 1908 bereits disziplinarisch vorbestraft. G. entschuldigte sein Fernbleiben dadurch, daß er angab, auf Wanderschaft gewesen zu sein. Er will sich in verschiedenen Orten nach den Kontrollversammlungen erkundigt haben, hat aber stets die Mitteilung erhallen, daß die Kontrollversammlung schon gewesen sei. Der Vertreter der Anklage beantragte, den Angeklagten in Anbetracht seiner Vorstrafen zu 8 Tagen strengen Arrest zu verurteilen. Dac Gericht erkannte wegen Nichterscheinens bei der Frnhjahrskontroll- Versammlung 1910 auf eine strenge Arreslstrafc von 5 Tagen. Der Angeklagte G. nahm das Urteil an. Reservist Sch. der erst im Januar dieses Jahres, wegen Nichtbesolgung ein«; Uebungsgestellungsbefehls, durch standgerichtliches Urteil zu fiinf Tagen mittleren Arrest verurteilt worden ist, erhielt bei her Frühiahrskontrollversammlung in Lang-Göns den Befehl, sich am 1910 nachmittags beim Hauptmelbeamt Gießens zwecks Vernehmung wegen Kontrollentziehung, zu melden. Obgleich er auf die Folgen eines Ungehorsams aufincrksam gemacht worden, war, befolgte er den Befehl nicht. Er entschuldigte die Nichtbefolgung des Befehls damit, daß er angab, den Zug verpaßt zu haben. Daraus bekam Sch. am 19. April 1910 durch dre Bürgermeisterei Lang-Göns einen Gestellungsbefehl zum 20 April 1910, vormittags 11 Uhr, ausgehändigt. Auch aus diesen Befehl hin erschien Sch. nicht. Er will zwar am fraglichen Tage um 8,30 Uhr vormittags in Lang-Göns sortgegangen, aber erst um 11,30 Uhr vormittags in Gießeii gewesen sein. Da er nun fürchtete, wegen des Zuspätkommens 'bestraft zu werden, ging er nicht zum Bezirkskommando, sondern kehrte wieder- nach Langgöns zurück. Wegen Beharrens im Ungehorsam nach § 91 M - Str.-G.-B.. wurde vom Vertreter der Anklage, Leutnant Moeller erne strenge Arrcstftrafe von 16 Tagen beantragt, aus welche 5 Tage der erlittenen Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht werden könnten. Das Gericht nahm von einer Anrechnung der Untersuchungshaft Abstand, da der Angeklagte dieselbe infolge seines Leichtsinns selbst verschuldet habe und verurteilte denselben wegen Beharrens im Ungehorsam zu der nach dem Gesetz niedrigst zulässigen Strafe von 1 4 T a g e n ft r e n g e n A r r e st. 626 (gegen 417 im Vorjahr), in Bonn sind es 204 (114), in Mengen 200 (Iw), in Heidelberg 191 (138), in München 176 (148) in Freiburg 116 (90), in Breslau 100 (64), in Marburg und Münster je 68 (33 und 25), in Greifswald 60 (38), in Königs-, berg 56 (30) in Jena 41 (14), in Halle 37 (26), in Gießen 36 (30), m Tübingen 35 (9), in Kiel und Straßburg je 34 (18 und 21) in Erlangen 22 (16), in Würzburg 9 (9) und in Rostock 5 (0). Außer den eigentlichen Studentinnen sind diesen Sommer an den deutschen Universitäten noch 1226 Damen als „Hörerinnen" zu Universitätsvorlesungen zugelassen, so daß derzeit im ganzen 339o Frauen am deutschen Universitätsunterricht teilnehmen. Märkte. Gießen, 9. Juli. Marktbericht. Aus heutigem Wochen, niarkte kostete: Butter pr. Pfd. 1.05-1.15 Mk., Hühnereier 1 Et 7—8 Vfg., Enteneier 1 Stück 8 Psg., Käse pr. St. 6—8 Pf Käsematte pr. St. 5-6 Psg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Mk'' Hühner pr. St. 1,00—1,60 Mk., Hahnen pr. Stück 0,80—1,80 Mk' Enten pr. Stück 1,80 bis 2,20 Mk., Ochsenfleisch pr. Pfd. 80 bis 88 Pfg., Kühfleisch und Rindfleisch pr. Pfund 70—74 Pfg_ Schweinefleisch pr. Pfund 80—96 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 80—84 Pfg Hammelfleisch pr. Pfd. 60—84 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kq. 7 00 bis 0.00 Mk., Zwiebeln per Ztr. 9,00—10,00 Alk., Milch per Liter 20 Pfg., Kirschen per Pfund 40-00 Psg., Nüsse 100 Stück 50 bis 00 Pfg., per Ztr. 0—00 Mk. Marktzeil von 7—1 Uhr. Jas zrauenstudium an den deutschen Universitäten im Sommer fyfü. Die Zahl der an den sämtlichen Universitäten des Reichs ls Studierende eingeschriebenen Damen beläuft sich diesen Som- aer auf 2169 gegen 1432 im Vorjahr, 320 vor drei und erst 137 'or fünf Jahren, als den Frauen nur die badischen und bayerischen lniversitäten und die Universität Tübingen zugänglich waren. 3on der heutigen Zahl sind etwa 1700 reick^angehörig, die übrigen ntstammen dem Ausland, zürn' größten Teil Rußland unb' Amerika. Oie auf dem freien Boden der Wissenschaft in Wettbewerb tretenden trauen haben demnach ihre Zahl binnen Jahresfrist nm rund 0 vom Hundert vermehrt und es ist, da in Deutschland der Zug er Frau zur Universität ganz jüngstens Datums ist, voraus- usehen, daß ihre Steigerung in den nächsten Jahren in ähnlich art ent Maße anhält, zumal dem weiblichen Geschlecht die Er- ingung der Reife für das akademische Studium jetzt immer mehr wglich gemacht wird. Der nachstehenden Ucbersicht über die Verteilung der Stu- entinnen auf die einzelnen Zweige des akademischen Studiums nd die entsprechenden Zahlen des Sommersemesters 1909 bei- efügt, woraus sich ergibt, welche Berufe die studierenden Damen erzeit bevorzugen. Die Philologie, Geschichte, Philosophie und erwandten Fächern widmen sich 1217 Damen, gegen 699 im Vorjahr, der Medizin 512 (gegen 371), der Mathematik und den Naturwissenschaften 313 (245), den Staatswissenschaften 55 (42), er Zahnheilkunde 38 (44), der Rechtswissenschaft 26 (23) und er evangelischen Theologie und der Pharmazie je 4 (4). Danach aben alle Hauptfächer des Frauenstudiums neuestens zugenommen, m meisten Philologie ufw., und abgenommen nur Zahnheilkunde. Die jüngsten Ergebnisse des Frauenftudiums in Frankreich, ie zum Vergleich hier eingefügt seien, zeigen ebenfalls eine chebliche und anhaltende Steigerung des studierenden weiblichen lements; abgesehen von der absoluten Zahl der Universftcfts- udentinnen, die mit 3830 verhältnismäßig ganz erheblich höher t als die deutsche Ziffer, find die dortigen Verhältnisse den eutschen ziemlich ähnlich. Wie in Deutschland widmet sich auch 1 Frankreich mehr als die Hälfte her Frauen der Philologie und üeratur, nämlich 2042, Medizinerinnen sind es 1074, Natur- ftsenschaften haben 508 Frauen gewählt, 132 haben sich der Rechtswissenschaft zugewandt und 68 der Pharmazie. Von den Studentinnen der deutschen Universitäten befindet! ch derzeit nahezu ein drittel an der Universität Berlin, nämlich > Diebstahl, Urkundenfälschung und Betrug ist dem Fuhrmann Fr. W. II. von Hahn zur Last gelegt. In den zwei letzten Jahren war er bei einem Kohlenhändler zu Butzbach beschäftigt. Er nahm sich Rechnungsformulare von dem Kontor mit, füllte sie auf Grund der Bestellungen der Kunden aus und versah sie mit her Unterschrift seines Dienstherrn. Er stahl hie Kohlen aus dem Lager und erhob hie Beträge Im ganzen hat er sich für etwa 40 Mart Kohlen angeeignet und zehn Quittungen gefälscht. Er sucht sein Verhalten mit seiner Notlage zu entschulhigen, da ihm von seinem ohnehin kargen Lohn, wöchentlich fünf Mark für Alimente abgezogen worden seien. Nach der Tat ging er flüchtig; seine Verhaftung erfolgte in Lörrach. Er wurde zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt, unter Anrechnung von zwei Wochen Untersuchungshaft. . “ Ma rk t sche F euer fegen In einer alten Chronik her Mark findet sich die Mitteilung über eine Feuersbrunst, die rm «jahre 1602 in her Vierradner Mühle ausgebrochen war, aber trotz heftigen Sturmwindes wieder gelöscht wurde Darunter stehen folgende unverständliche Worte: Hpaci mpci bnca Idca wem. Secckci. Es handelt sich hier um einen sogenannten Feuersegen also eine Beschwörungsformel, wie sie früher gegen Feuer, Diebsschaden und als Waffen- und Wundsegen allgemein verbreitet waren Da die Zauberbücher, welche diese Sprüche enthielten, meist handschriftlich hergestellt wurden, so entstanden natürlich häufige Verstümmelungen und Entstellungen der Worte und auf diese Weife ist wahrscheinlich auch die mitgeteilte Formel die vielleicht ursprünglich in lateinischer oder deutscher Sprache ausgesteltt war, entstellt und unsinnig gemackft worden. Die Art und Weife, wie diese Feuersegen angewandt wurden, war sehr mannigfach. Bald nrußte die Formel auf einen Teller geschrieben und dieser in das Feuer geworfen werden, bald mußte die be- fprechende Person einmal bzw. dreimal um das 6 rennen he Ge- taube herumgehen und an jeder Ecke den Segen aussvrechcn Bald mujjie der Bciprechende unmittelbar nach dem Herbeten des Spruches in einen bereitzuhaltendcn Kubel mit Wasser tauchen weil sonst das Feuer wie eine „Schlange" auf ihn losschießem und ihn verzehren ttmibc. Bald genügte es auch, den Spruch an bteJ®“"11 des brennenden Gebäudes zu schreiben usw. Ta die Nachrichten Uber diese Feuerwgen ziemlich selten sind, verdient ledes Beispiel Ermahnung. Sie |mb Übrigens auch heute noch hie und da in Gebrauch, wenn man auch jetzt meist dem Wasser und der Feuerwehr mehr vertraut, als den mittelalterlichen Be- sprechungs- unb Beschwörungsformeln. Obstbäume an den Ureirstratzen des Meises Sietzen. Unsere Obstbcrutechniker haben es verstanden, durch Bepflanzung der Straßen mit Bäumen das Nützliche mit hem Angenehmen zu verbinden. Denn abgesehen von der Festtg- leit, hie den Landstraßen durch die BaunepslanMngen verliehen wird und dem Schutz gegen Sonnenhitze und crUzu großer Staubentwicklung, wird durch die langen Baumreihen auch dem sonst langweiligen, öden Verkehrsweg ein anmutiges, landschaftlich schönes Gepräge gegeben. Die Pflanzungen aber bilden — und das ist wohl die Hauptsache — für oen Kreis eine beträchtliche Einnähmecsuelle. Während man rüher fast ausschließlich Wildbäume, wie Pappeln, Kastanien, Ihorn usw. pflanzte, ist man seit etwa 25 Jahren zu Obst- bäumen übergegangen. Unser Baumbestand ist also noch iung und wächst noch ins Geld. Er umfaßt auf einer Strecke ^on etwa 400 Kilometern rund 17 000 Nußbäume. Cs sind neist Aepfelbäume: die ältesten stammen aus 1883 und 1884. Der Baumbestand ist dank der guten Pflege kräftig lnd gesund und wird von Jahr zu Jahr durch junge An- ftlanzimgen noch vermehrt. Nach den Erträgen der letzten lalfre darf man eine jährliche Einnahme von durchschnittlich 0 000 Mk. erwarten. Es wurden gelöst 1904: 10 223 Mk., 905: 3610 Mk., 1906: 14 304 Mk., 1907: 4345 Mk., 1908: 6 033 Mk. und 1909 : 8125 Mk. Dies ist ein Beweis dafür, saß durch eine rationelle Obstbaumpflege dem Obstz-üchter ine vorzügliche Einnahmequelle erwächst. Der Verkauf des Obstes war früher öffentlich. Da aber 'eim Abernten die Bäume oft schwer beschädigt wurden, so aß im nächsten Jahre eine erhebliche Verminderung des Ertrags eintrat und für hie besten Sorten meist nur geringe Greife erzielt wurden, ging der Kreis jum Abernten durch lgnes Personal über. Es wurde nicht nur eine bedeutende Preiserhöhung erzielt, sondern auch die Weiterentwicklung >er Bäume aufs beste gefördert. Stellenweise wird aller- ings auch heute noch das Obst versteigert. Zum^ Ruhme ... ______________ des Publikums sei es gesagt, daß schwere Beschädigungen an Bäumen höchst selten vorkommen. Das abgeerniete Obst wird im Kreisamtskeller in zwei Sorten ausgestellt und verkauft. Die Nachfrage übersteigt alljährlich das Angebot. Die Ernte des Obstes erfolgt in der Regel vom 20. Sept, bis 3. Oktober. Abernten, Verpacken und Sortieren geschieht mit der größten Vorsicht, so daß das Obst sehr haltbar ist. Die wichriasten Sorten sind: Goldparmäne, Gelber Edelapfel, Landsberger Reinette, Baumannsreinette, Schöner von Boskoop, Gravensteiner usw. Die O b st a u s s i ch t e n sind für dieses Jahr hinsichtlich her Aepsel recht günstig. Auch ist das Obst außerordentlich hübsch, das so gefürchtete Fusicladium tritt wenig au '. Einen sehr guten Behang zeigen lvieder die etwa 22jährigen Bäume an der Straße Klein-Linden—Großen-Linden bis Lang-Göns, sowie einige Strecken bei Lich. Birnen und Zwetschen gibt es wenig. Das Wachstum der Bäume ist so stark wie man es seit etwa 10 Jähren nicht beobachtet hat. Da her Winter fa frostfrei war, konnte her Boden mit Winterfeuchtigkeit gesättigt werden. Eine Freude für jeden Obstzüchter bilden die jungen Manzungen von 1908, darunter etwa 300 Bäumchen an der Straße Lindenstruth—Saasen—Bettenwald, ferner die 500 Bäumchen an der Straße von Großen-Linden bis zur Kreisgrenze bei Kirch-Göns. Auch hie noch jungen Pflanzungen bei Eberstadt, Lich, Hungen und Langsdorf stehen vorzüglich. Sie versprechen in wenig Jahren eine gute Einnahme. L. K. Gießener Strafkammer. )( Gießen, 8. Juli. Eine rohe Tierquälerei verübte her Nagelschmied A. B. aus E s p a. Er befand sich mit einigen Fuhrleuten unh einem Jagdaufseher im letzten Winter nach einer Holzversteigerung in der Wirtschaft des Butzbacher Forsthauses. Zwischen dem Jagdaufseher und ihm entstand ein Wortwechsel, der zu Tätlichkeiten ausartete, ha beide stark angetrunken waren. Die übrigen Gäste suchten den Streit zu schlichten, indem einige den Jagdaufseher festhielten unh andere den B. zum Lokal hinausschafften. Letzterer betrat alsbald wieder die Wirtschaft und verlangte seinen Stock, der zerbrochen von einem Landwirt aus Griä»el überreicht wurde. Draußen angekommen, wurde B. mißhandelt, da er das Messer gezogen hatte. Er hob den Pferden des Landwirts die Kummete in die Höhe und brachte ihnen mit feinem Taschenmesser Stiche an der Brust bei. Er erhielt eine erhebliche Tracht Prügel; auch erfolate Anzeige. Das Schöffengericht verurteilte ihn wegen Sachbeschädigung im einheitlichen Zusammentreffen mit Tierguälerei zu 6 Wochen Gefängnis. Es wurde dabei berücksichtigt, daß er alsbald nach Verübung der Tat einen gehörigen Denkzettel bekommen bat, denn er war infolge des Vorfalles 14 Tage bettlägerig. Ueörigens wurde der Jagdaufseher, her ihn verletzt batte, unb der Sohn des Landwirts wegen Körperverletzung bestraft, während her zuletztgenannte freigesprochen wurde. B. berief sich auf sinnlose Trunkenheit und focht das Urteil an. Nach den Angaben des Landwirts hatte das eine Pferd einen acht Zentimeter tiefen Stich in der Brust, während die Brust des anderen mehrere klaft'enHe Wunden aufwies, so da.ß man eine öanb hineinlegen konnte und zwar in her Nähe der Luftröhre Die Tiere konnten fünf Wochen zu keiner Arbeit benutzt werden? Auf Grunh her Beweisaufnahme kam das Gericht zur Bestätigung hes Urteils. Nur die starke Angetrunkenheft unb feine hoch- grabige Erregung wirkten ftrafmildemb, so daß hie Strafe angemessen erschien. Belkidigung eines Richters und eines Rechtsanwalts liegt dem Photographen H. Sch. aus Frankfurt a. M. zur Last. In drei Eingaben an das Amtsgericht Friedberg bezw. an daA Justizministerium wirft der Angeklagte den Cbcngenanntcii Pftichlwidrigkeften vor, durch die er benachteiligt lvorden sei. Bei der letzten Verhandlung erbot er sich, Abbitte zu leisten itnb die Beleidigungen zurückzunehmen, doch die Vorgesetzten der Bi- leidigten nahmen den Strafantrag nicht zurück. Der Angeklagte hat sich viele Jahre im Ausland aufgehallen. In England iöiIl er m einem Prozeß ebenfalls benachteiligt worden sein. Jn Frankreich hat er sich als ungerecht verurteilt mit dem Justiz Minister persönlich lus^ Benehmen gesetzt. Er scheint eine Alt, vathie gegen die GerMe zu haben. Auf Grund des Sachverständigengutachtens ist er für seine Hcnidlungsweise nicht verant wörtlich zu machen, weshalb seine Freisprechung erfolgte. Eine Beleidigung im Gerichtssaal brachte den Handelsmann I. I. aus Rüddingshausen unter einem Zivilprozeß, den sein Sohn gegen den Land nnrt K. od). von Bernsfeld führte, wurde letzterem der Eid zu geschoben, den er auch annahm. In diesem Moment drehte sich der Angeklagte nach Sch. um unb sagte: „Sie sind überhaupt zu allem fähig." Es war nicht zweifelhaft, daß der Angeklagte dem Sch. den Borwurf machen wollte, falls er den Eid leiste, würde er sich eines Meineides schuldig machen, wozu er ihn für fähig 'Das Schöffengericht erkannte auf Privat klage des Sch. auf 5 0 Mark Geldstrafe unb sprach dem Beleidigten die Befugnis zu, das Urteil auf Josten des AngeNagten tm Kreisblatt ju veröffentlichen. Der Angeklagte berief sich auf Wahrnehmung berechtigter Interessen und focht das Urteil an. Seine Berufung wurde zurückgewiesen. I Kuverts mit Firma Universitäts-Buch-und Stein- 11 1 11 ■■■*• druckerei, Gießen, Schalste. 7 II - M44,9 16,2 9,2 67 WNW 2 10 I fl744,0 132 10,8 96 WSW 2 10 744,0 1 13,0 10,1 91 WNW 10 ; Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A wurde eingetragen bezüglich der Firma Gebrüder Windecker, Gießen: Der bisherige Gesellschafter Gustav Windcckcr ist auS der offenen Handelsgesellschaft ausgeschicden und diese hierdurch aufgelöst. Das Geschäft wird unter der seitherigen Firma durch den bisherigen Gesellschafter Heinrich Heidlindemann fortgesührt. Gießen, den 29. Juni 1910. ße/7 ________________Großherzogliches Amtsgericht.______________’ Bekanntmachung. In das Handelsregister Abt. A. wurde eingetragen bezüglich der Firma Dr. Julius Caesar, Hirschapotheke zu Gießen: Das Geschäft ist auf die Witwe deS Apothekers Dr. Julius Caesar, Anna geb. Jaeger in Gießen übergegangen, die dasselbe unter der bisherigen Firma weiterführt. b9/t Gießen, den 27. Juni 1910. Großherzogliches Amtsgericht. Vergehung von Melimtms-Arbeilen. Für die Jeldbcreinigung Ober-Hörgern sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. 1. Liefern von Zementröhren für die Kreisstraßenabfahrten, veranschlagt zu 641.80 Mk. 2. Herstellen der Kreisstraßenabfahrten, veranschlagt Los 1 zu 817.45 Mk. , 2 w 1264.30 Mk. 3. Planieren der Gewannwcge und Abheben der Gewannköpfe, veranschlagt zu 2296.— Mk. 4. Roden und Verschleisen des alten Holzheimer Weges, veranschlagt zu 2530.— Mk. Arbeitsvergebung. Für die Fekdbereiniguug Oppenrod sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen auf dem Wege schriftlichen Angebots in einzelnen Losen vergeben werden: Liefern von Steinmaterial veranschl. zu Mk. 270.— w t Zementröhren „ 1 336.60 e w Drainageröhren und Verbindungsstücken , 177.67 r . Drainage-Ausmündungsstücken , 16.— Verlegen von Zementröhren , 217.60 Aufsetzen des Steinmaterials , 18.— Chaussierungsarbeiten „ 1 178.— Fuhrleistungen , 24.20 Drainagearbeiten (Graben und Rohrverlegung) , 513.50 Maurerarbeiten , 24.— Grabenarbeiten „ 934.10 Planieren der Gewannwege ■ M , 2 242.80 Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Oppenrod guc Einsicht offen. Angebote haben nur in Prozenten des Voranschlags zu erfolgen und sind verschloffen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 28. Juli d. Js., vorm. 9 Uhr, bei Großh. Bürgermeisterei Oppenrod einzureichen. Die Eröffnung tndet daselbst zur angegebenen Zeit in Gegenwart erschienener Bieter statt. Freie Auswahl bleibt Vorbehalten. Zuschlagsrist 3 Wochen. B9/ Gießen, den 6. Juli 1910. Großh. Kulturinspektion Gießen. H. Steinbach. 5. Verschleisen der alten Straße nach Eberstadt, veranschlagt zu 996.50 Mk. 6. Entwässerung und Verschleifung des Sumpfborns: Los 1. Liefern von Drainröhren und Verbindungsstücken, veranschlagt zu 255.10 Mk. Los 2. Anfahren der Drainröhren, veranschlagt zu 30.80 Mk. Los 3. Graben- und Rohrverlegungs-Arbeiten, sowie Vccschleifungsarbeiten, veranscht. zu 1322.75 Mk. Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bürgermeisterei Ober-Hörgern zur Einsicht offen. Die Angebote haben in Prozenten des Voranschlags 311 erfolgen und sind -verschloßen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Donnerstag den 14. d. Mts., vormittags 9 Uhr, bei Großh. Bürgermeisterei Ober-Hörgern cinzurcichen. Die Eröffnung der Angebote findet zur angegebenen Zeit auf dem Rathaus in Gegenwart etwa erschienener Bieter statt. — Zuschlagssrist 3 Wochen. Gießen, den 1. Juli 1910. B«/ Grotzh. Kulturinspektion Gietzen. H. Steinbach. Die hiesige Gemeindejagd soll am Mittwoch den 27. Juli, 11 Uhr vormittags, in der Kochschen Wirtschaft hier auf 9 Jahre öffentlich meistbietend verpachtet werden. Der Jagdbezirk umfaßt ungefähr 670 bis 680 Hektar Feld und Wald, und liegt vom Bahnhof Caldern V2 und von der Stadt Marburg 3/4 Stunde entfernt. Elnhausen, den 7. Juli 1910. Dec Jagdvorstcher: ____________________________D a m ■>>._______________________(37„ Beiköchin gesucht. Für die Küche der Großherzogl. chirurgischen Univ.- Klinik in Gießen wird eine Beiköchin gesucht. Dieselbe muß ordnungsliebend und im Kochen bewandert sein. Der jährliche Ansangslohn beträgt 350 Mark neben freier Wohnung und Verköstigung. Meldungen, unter Anschluß von Zeugnissen, sind bis zum 15. l. Mts. bei uns einzureichen. Gießen, 4. Juli 1910. Großh. Verwaltung dec chirurgischen Univ.-Klinik. ____ Jung. b4/7 Verdingung vonWasferleitungsarbeiten. Für die Wasserversorgungsanlage der Gemeinde Wallen- rod im Kreise Lauterbach sollen die Arbeiten und Lieferungen durch schriftliches Angebot vergeben werden: ( a) Ouellfaffuugsarbeiteu und Sammelkammcr r.os 1 x b) Saugbehälter von 30 cbm Nutzinhalt I c) Hochbehälter von 160 cbm Nnyinhalt q0§ 2 J Rohrgräbcu rund 5400 lfd. m I Rohrlicferung und Berlcgungsarbeiten o = A ( Die zur Erbauung eines Maschinenhauses und der ^os 3 . Maschlnensuudamentc erforderlichen Arbeiten und l Lieferungen. Rohrlieferung und Verlegungsarbeiten werden nicht getrennt vergeben. Pläne und Bedingungen können bei der unterzeichneten Behörde emgesehen werden. Angebotsvordrucke sind qeqen nam freie Einsendung (nicht in Briefmarken) von 2.50 Mk. für Los 1 2.50 „ , , 2 1.50 „ r „ 3 nur doh uns m bcaicEjen. Angebote sind verschloffen und mit ent- sprechender Aufschrift versehen, aus welchen die Losnummer imb der Unternehmer ersichtlich ist, bis spätestens Mittwoch den 27. Juli 1910, vormittags 10'/, Uhr auf unserem Bureau, Frankfurter Straße 29, Zimmer 4, einzureichen, wo die Eröffnung m Gegenwart etwa erschienener Bieler statt- sindet. ^rete Auswahl bleibt ausdrücklich vorbehalten. Es können nur vollständig ausgesüllte Angebote aui Vordrucken, ohne Tert- äuderung und Zusätze, berücksichtigt werden Gießen, den 7. Juli 1910. 7, Großh. Kultnr-Jnspektion Gießen. z fr ________________v. Steinbach.___________ Bekanntmachung. Für die chirurgische Univ.-Klinik zu Glegen soll die Lieferung des Bedarfs an Weißzeug-, Bettzeug- u. Kleidungsstücken für das Etatsjahr 1910 auf dem Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen sowie die Muster liegen zur Einsichtnahme nachmittags von 4 bis 6 Uhr auf dem Berwaltungs-Bureau offen. Angebote, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, sind bis zu,n Samstag den 16. Juli 1910, vormittags 11 Uhr, auf der Verwaltung abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. B?36 Gießen, den 29. Juni 1910. Großh. Direktion der chirurgischen Univ.-Klinik. _____________P 0 ppert. Bekanntmachung. Betr.: Feldoereinigung in der Gemarkung Geilshausen. In der Zeit vom 2. bis einschließlich 15. Juli 1. Js. liegt auf dem Amtszimmer Großh. Bürgermeisterei Geilshausen ein Drainageprojekt Zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen gegen daöseloe sind bei Meidung des Ausschlusses innerhalb der oben angegebenen Offenlegungsfrist bei Großh. Bürgermeisterei Geilshausen schriftlich einzureichen und zu begründen. Friedberg, den 28. Juni 1910. Ter Großherzogliche Feldbereimgungskommissar: Kirnberger. Großh. .tlreisamtmann. Nummern in 841 937 24214 62 335 49 408 548 606 45 734 22 45 89 920 4 3 070 106 318 47 75 [200] 105019 64 314 61 467 287 344 509 698 761 85 882 007 730 [200] 895 950 93 440 916 28 5 3571 861 32!) 819 546 604 560 603 109020 764 877 57189 833 56 791 917 351 131 354 616 755 231 639 847 472 70 215 436 414 779 827 635 520 934 545 30 735 58 1 0 6060 40 85 107042 49 74 376 453 712 73 51029 54191 56134 623 93 59151 97 492 595 602 797 2 5 037 [100] 26015 94 14 0 330 414 61 239 70 76 414 306 65 68 (200] 695 800 2 9 234 7 7 902 4 7082 162 251 340 699 833 35 751 03 852 4 9126 205 9 93 925 27136 432 81 52 260 83 653 680 826 30 63 28086 260 84 9 24 1 12196 236 446 77 94 552 699 [200] 903 65 113 232 75 420 [100] 82 500 880 902 28 114095 397 465 745 115261 442 46 618 51 783 865 116224 27 452 84 833 45 936 117074 111 411 67 [100] 622 809 (Ohne Gewähr.) 23 55 87 117 <8 980 1 009 190 4129 229 486 747 625 767 885 90362 372 92036 202 549 93125 305 538 LIS 560 637 60008 506 41 691 727 62 841 765 65050 50 007 22 177 48.3 694 63 318 51 532 77 955 52’97 30016 136 200 834 31123 [ICO] 73 242 727 32061 .366 810 33116 88 617 67 53 312 402 24 37 66 68 417 715 108337 718 61 [400] 22 956 110077 188 473 111009 420 655 728 30 98 879 874 932 71 45024 95 4 6 002 121 75 235 772 0-' 932 48242 314 51 407 526 618 803 907 3! 120’11 338 665 710 875 121057 350 73 [200] 717 122080 41? 58 618 45 77 123057 208 519 213 09 337 665 73 750 972 55310 428 685 242 [100] 374 449 7 3 592 8.30 4 6 61 [100] 728 805 5 8012 212 46 357 418 560 791 96 925 14 0077 429 831 141065 164 417 37 638 743 142651 823 14 3 243 66 334 429 85 713 1 4 4 037 67 179 278 998 1 14 5008 104 13 93 270 400 515 714 90 800 1 4 6309 43 40141 265 446 599 683 4 1 293 619 91 763 80 4 2010 188 637 758 815 [100] - " " — *“ 100079 9 2 340 468 573 641 10 1 877 492 602 77 641 736 859 92 4 85 1 02 189 252 515 59 710 62 901 [500] 103212 523 797 956 1 04108 90 [200] 835 92 921 81 84 847 900 239 3.34 608 717 893 9 4 969 1 18077 284 96 603 46 8 6 97 7 96 810 9 95 [40000] 110064 365 427 658 65 734 9R 939 139 ! 879 529 12 88 943 4 4022 44 62 154 222 531 759 [100] 43 554 65 86 705 56 998 338 606 753 7132 1 Ziehung 1. KL 223. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8. Juli, vormittags. Nur die Gewinne über 50 Mark sind den betreffenden 102 202 364 819 9 43 73 8 0 032 258 76 91192 25« 487 694 779 93 933 61 58 [200] 85 694 918 [100] 38 [100] 59 93 606 61 04083 238 422 Klammern beigefügt. (Nachdruck verboten.) 02 814 968 1 2 4 003 84 380 509 16 710 »45 125162 [300] 80 782 [100] 817 932 51 77 126064 127268 349 99 810 958 90 1 2 8004 97 118 635 64 120114 255 341 61 431 [100] 541 130017 24n 453 87 733 953 85 1 3 1 484 „3*1 76 [200] 90 1 32180 337 465 81 597 --- - - - - -- — ... 663 824 974 9 5105 15 477 692 0 6030 [400] 299 412 713 [100] 896 99 939 07215 411 70 [300] 573 631 841 0 8039 412 26 877 919 50 [200] 00231 809 92 417 35 655 620 791 831 [400] 999 76 553 65 80110 70 205 31 [100] 4 6 388 451 650 680 716 46 895 8 1 064 220 69 352 537 62 646 748 8 2 093 292 542 80S 66 93 83074 115 88 97 380 4*6 513 77 99 705 54 805 18 [100] 21 49 86 98 84018 212 46 56 619 85 [400] 645 915 85183 [100] 303 497 901 8 6031 52 500 724 44 56 821 77 8 7053 [100? 149 234 642 [200] 758 829 88032 59 [400] — — ----- —- uu ui vi «»4 813 42 34320 43 507 802 7 7 87 3 5131 241 553 943 44 3 6034 03 220 498 606 975 3 7 344 627 34 896 3 8048 157 354 39105 99 496 864 13 3 030 331 406 628 701 87 817 1 3 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Ziehung 1. KL 223. Kgl. Preuss. Lotterie. Ziehung vom 8. Juli, nachmittags. Nur die Gewinne über 50 Mark sind den betreffenden Nummern in Klammern beigefügt. (Ohne Gewähr.) (Nachdruck verboten.) 16 [100] 106 261 64 319 448 984 90 1135 432 559 768 963 2047 69 370 4-12 710 28 3 346 434 47 528 663 [100] 4094 98 352 630 814 18 5014 16 119 254 444 521 856 6072 89 1100] 276 738 50 54 865 84 947 7015 67 226 65 571 617 793 863 8 269 335 62 436 0091 162 416 852 [100] 981 10196 211 694 756 850 919 69 11183 [100] 244 608 821 12020 47 [100] 02 280 [100] 533 [100] 628 1 3138 261 84 492 840 77 934 [100] 14401 [100] 726 51 89 947 15405 553 712 808 980 1 6160 584 904 9 32 1 7172 216 3'4 40 526 31 742 864 1 8262 303 81 458 547 603 30 864 913 1009.3 167 789 818 92 956 25111 94 677 984 718 835 52 459 589 636 20015 101 92 328 21008 180 334 409 517 22142 937 23198 [200] 251 480 [200] 81 514 65 93 959 2 4026 217 21 68 648 848 933 53 89 67 942 2 6 223 6 2 74 316 621 77 807 2 7107 15 375 453 632 837 28067 [100] 382 461 657 864 84 2 0073 74 189 726 804 46 74 993 3 0234 511 657 739 43 [100] 84 9 50 903 31141 70 2’9 321 [200 ] 535 686 835 3 2 015 133 207 407 535 605 17 89 738 47 52 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