SÄB‘ Mittwoch LI.Mai lSio Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. Intendanz, von der Herr Tänzler seit längerer Zeit die Lösung seines im Jahre 1909 geschlossenen Vertrages begehrt hat, versuchte das vertraglich vereinbarte (behalt des Herrn Kanzler von 30- bis 35 000 Mark aus 24- bis 30 000 Mark herabzudrücken, was natürlicherweise abgelehnt wurde. Ausi den sich daran knüpfen den Verhandlungen zog Herr Tänzler den Schluß, das; an cur gedeihliches Wirken an der Münchener Bühne nicht zu bcntcn sei, weshalb er den Vorschlag unterbreitete, seinen Vertrag rück- gängcg zu machen. Für diesen Fall war ein Reugeld von 35 000 Mark vereinbart. Die Intendanz zahlte jedoch nur 20 000 Mark. — Ein englisches Gastsvieltheater. Ter Plötzliche Tod Meta Illings, durch den das erfolgreich begonnene Unternehmen eines englischen Theaters in Deutschland fein vorläufiges Ende gesunden hat, hat in England den Anitas; zu der Gründung einer eigenen Schauspiel-Truppe gegeben, die unter dem Namen „The English Players" jetzt an die Oeffentlich^it tritt. An seiner Spitze stehen jetzt, Mr. I. T. Grcnn und der bekannte Publizist und Friedensapostel W. T. Ltead, dem Ehrenausschutz gehören die Botschafter und Gesandten der meisten fremden Mächte und von sonst bekanilten Persönlichkeiten u. a. Adelina Patti, Conan Dohle, Henrh Arthur Jones, H. G. Wells an. Die Gesellschaft, die zunächst mit einen« Stammkapital vml 100 000 Mark begründet wurde, will unmittelbar an Meta Mmgs Englisches Theater ,anknüpfen und diejenigen dcutichan Ltadte im Laufe des Sommers besuchen, in denen-das Jllingsche Theater zu spielen gedacht hatte. Der Spiclplan ist vorerst absichtlich in ganz engen Grenzen gehalten: er beschränkt sich auf ^harefpeares „Wie cs euch gefällt" und Lscar Wildes Lustspiel „Ernst lein". Auch verzichtet die Gesellschaft auf besondere „etars/' lind will nur ein kleines gewähltes Personal von tüchtigen Kräften ins Feld führen. Auf;er über Deutschland soll die Gastspielreise sich auch über Oesterreich, Holland und Belgien erstrecken. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Der ä l t e st e deutsche Notar, Justizrat H a r t w i ch in Marienburg, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. >mstizrat Hartwich stand über 60 Jahre im Justizdienst. — Das Senats- Mitglied Stanislas Cannizzaro, ein bekannter italienischer Chemiker, ist in Rom g e st o r b e n. — £er König von Württemberg hat dem Geheimen Jntendanzrat Ludwig Bar nah, Intendanten des Hoftheaters in Hannover, das Ehrenkreuz,des Ordens der wiirttembergischen Krone verliehen. vsn Mün |ter 1tarb der Professor für die Rechts und Staat swisfen schäft en Leo von S a v i g n h im Alter von 46 Jahren. Wirken entsprungenen Erfolge, sondern auch die beispiellose erhabene Schlichtheit, mit der er sic getragen hat. Die Worte, die Bismarck aus seinen Ottabstein setzen lietz — Ein treuer deutscher Diener seines Herrn! — waren auch der Leitstern in Moltkes Leben. Mit Zuversicht blickt das deutichc Volk, blickt das deutsche Heer, in dem M o l t k e s G e i st f o r t l e b t, in die Zukunft. „Deutschland, Deutschland über Alles", „Mit Gott für Kaiser und Reich" bleibt aller Deutschen Wahlspruch für ewige Zeit. Im Allerhöchsten Auftrag des Prinzrcgentcn Luitpold von Bayern lege ich den Lorbeer der Unsterblichkeit an die Büste des großen Deutschen nieder. Nun ergriff General st abschefv. Moltke Das Wort, um namens des Generalstabs die Dankbarkeit für die Einladung des Prinzregenten zum Ausdruck zu geben Dann fuhr er fort „Ties bewegt in Erinnerung an unseren großen Schöpfer und einstigen Chef sind wir, die Vertreter des Gcneralltabs, in diesen weihevollen Raum eingetreten, der eindringlicher als Worte es vermögen, von deutscher Geisleskrast und Größe zu uns spricht, was Männer geschaffen haben, deren Namen dieser stolzer Bau geweiht ist. In reiner Größe steht das Bild Moltkes vor den Äugen der Nation, das Bild eines Mannes, gleich bewundernswert als Feldherr, wie als Mensch, ein Vorbild jedem strebenden und Kämpfenden, sei er Soldat oder Bürger. In harter schule stählte er seinen Charakter, lernte er SelbItzucht und V e r- achtung allen äußeren Scheines, lernte er lein Leben besiegen und beherrschen, dessen Erscheinung lein klarer und durchdringender Verltand nach ihrem Wert und Unwert sonderte. In der kristallklaren Erkenntnis der Tinge und, der Verhältnisse liegt die, nur einem Genie erreichbare Größe seines Feldherrntums. Und dieser Mann, der still und bescheiden «den Ruhm trug, den die bewundernde Welt seinen Taten zollte, blieb sich selber treu bis zum letzten Atemzug. Die Pflicht war ihm die Richcichnur seines langen Lebens, seine Begleiterin die Arbeit, fern Wesenskern, die Treue, das sind die idealen Güter, .die er uns hmterlaisen hat, der von den Strahlen seines Genius erhellte Weg, den er utis vorgezeichnet hat." Der Generalstabschcf legte nun ebenfalls einen mächtigen Kranz an der Büste nieder: ihm folgte Prinz Leopold, der namens der bayerischen Armee einen Kranz niederlegte. Namens des bayerischen Veteranen- und Kriegerbundes richtete Regierungsrat N o l z e eine patriotische Huldiguiigsanfprache an Die Versammelten, welche austlang in die „Wacht am Rhein". Im Anschluß an die Enthüllung der Moltke-Büste in der Walhalla wurde nachmittags im Hotel „Maximilan" in Regensburg eine Hof täfel gegeben, bei der Prinz R u p p r e ch t ein Hoch auf den Kaiser ausbrachte. Staatssekretär Dr. Delbrück brachte ein Hoch auf den Prinzregenten ans. Hierauf hielt der preußische Kriegsminister eine Rede, in welcher er als Soldat der auf Den Schlachtfeldern crstrittenen Einigkeit gedachte und die bayerische Armee hoch leben ließ. Berlin, 10. Mai. Zur heutigen Walhallaseier richtet: der Reichskanzler folgendes Telegramm an den Minister- rräfibenteu Frhrn. v. Podcwils: „Wie alle Deutschen nehme ich heule im Geiste an der Ehrung Moltkes teil, durch die Bayern vor aller Welt kundgab, wie teuer dem geeinten Deutichland Da-j Andenken einer großen Zeit ist. Ministerpräsident v. Podewils telegraphierte daraus an den Reichskanzler: „Der heutige Tag hat in Der Halle, die int Herzen bayerischer Lande zum Gedächtnis deutlchen Ruhmes sich erhebt, das Dreigestirn vereint, dessen Glanz Deutschlands fernen Geschlechtern noch erstrahlen wird. In Dankbarkeit seiner Großen gedenkend, wird das deutsche Volk in Stärke, Einigkeit und Ruhe seiner Zukunft entgegengehen." Roofeoelts Lmpsang in Berlin. Tie Berliner Zeitungen begrüßen den ehemaligen Präfi bcntcn der Vereinigten 'Staaten recht verschiedenartig:^ einen wahren die übliche Form, die man für solche B.fucher anwenden muß, von denen es politisch etwas zu fronen ober zu besorgen gibt, und sie besorgen dieses Oieschäsl mit mehr oder weniger freundschaftlichen Phrafen: die aiideru aber, denen die Reise nach Zirkus-Art gar zu sehr gegen den guten Geschmack ging, werden sogar cm wenig. „giftig", wie man zu sagen pflegt. Wir haben schon bei dein merkwürdigen Erscheinen aus Afrika unsere Meunmg ungeschminkt gesagt, denn unsere Gegend berührt der Pro ident ,a nicht Der „große Empfang" durch den Kaiser elbst ist erfreulicherweise unterblieben. Harden hatte schon in der lebten Samstag-Nummer der „Zukunft" einen fehl' geharnischten Artikel gegen die übertriebene Huldigung gebracht, und am Einzugstag ist cs die sreikonservatwe „Post", die sich wiederum durch einen besonders scharfen Don hervor tut, vielleicht ein wenig zu scharf, denn inan joll Ga^te nicht geradezu von der schwelle weisen. Das Blatt schreibt u. a.: Wer ist Herr Roosevelt unb was bedeutet er für Teittsckf- land') Von wannen stammt sein Ruhm, der so gewaltig mit den qröbftcn Mitteln der Reklame, nicht zuletzt von ihm iclbst, in die Welt hinausposauut wird? Als Polizeickes vo,i Newttort bat Roosevelt zuerst von sich reden gemacht. Seine Geschäftsführung war so parteiisch und einseitig, daß es ihm nicht gelang, wiedergewählt zu werden. Besonders von den Deutschen hat ihm kaum einer seine Stimme gegeben, als er nach Ablauf Ieener Amts zeit sich wieder zur Wahl stellte. Schon damals haben Du führeiiden Männer Der republikanischen Partei die ganze „Unbesonnenheit und Eigenwilligkeit", wie der Pra,identenmaw.r Senator Marc Hannah sich ausdrückte, Roosevelts erkannt u..a ihn trotz seines freitigen Sträubens als Vizepräsidenten, lall gestellt, bi* zu aller Erschrecken die Kugel des Anarch»ten Czolgos, die Mac Kinley tödlich traf, Theodore Roosevelt in das weiße Haus beförderte. Dann wird sein Selbstlob im spanisch-amerikanischen kriege besprochen, gegen das Karl Mays Erzählnngsgabe nur ein „armseliges Dreierricht" sei. Im Kamps gegen die. Trusts sei er keineswegs als Sieger hervorgegangen uff. Die nationalliberalc „Nationalztg." schlägt etwas mildere Töne an, aber auch sie schreibt: Der Tod König Eduards, des klügsten und lühlficn Polittkers auf einem Der Throne Europas, Hot die Aufmerksamkeit von dem ehrgeizigen und tatkräftigen Präsidentschaftskandidaten ab- mlenkt, dessen Besuch auch äußerlich dadurch an Bedeutung ent- büßen mußte. An irgendwelche politischen Nachwirkungen wird ohnedies niemand, der die Amerikaner und ihre Politik fennt, glauben wollen. So sehr wir die Ursache bedauern, über die Folge mag man vielfach nicht ungehalten sein, Demi für das offizielle Deutschland lag nicht die geringste Veranlassung vor, in der V e r h i m m l u n g und Anpreisung eines wenn audy sympathischen und tüchtigen, so doch immer typisch amerikanisch denkenden und handelnden Privatmannes allen übrigen Staaten und Völkern vvranmgehen. Wildpark (bei Potsdam), 10. Mai Roosevelt nebst Gattin und Kindern trafen heute mittag 12 Uhr 52 Min mittels Sonderzuges auf der Station Wildpark ein und begaben ftd) nach dem Neuen P a l a i s. Mit dem Sonderzuge trafen auch Der Reichskanzler und andere zum Frühstück eingeladene Gälte ein Der Kaiser erwartete die Gäste in dem Vestibül vor dem Muschelsaale und trat bei der Ankunft der Wagenaus die Freitreppe heraus. Er begrüßte Roosevelt und seine Gattin auf das herzlichste und geleitete sie durch den Muschelsaal nach dem Trossenzimmer, wo sie von der Kaiserin, sowie den Prinzen und Prinzessinnen des Königshauses emv- Es folgten: „9? a tut freifreit" von G. $r aut mann, unserem hiesigen Universttäts-Musikdirekkor, das dem Komponisten reichen Deijall emtrug, Hugo Wolffs „Gesegnet sei" und „Der Musikant", sowie Rob. Schumanns „Lied eines Schmiedes", für Die man Herrn Stephani großen Dank sckfuldet, Denn selten habe ich Diese Lieder so vorzüglich vortragen frören. Jubelnder Beifall zwang den Solisten zu einer Zugabe von Schuberts „W andere r", der sich würdig den anderen Gesängen anschloß. — Sämtlichen Ausführe,id.n sxi herzliche Anerkennung gezollt für ihre künstlerischen Leistungen, besonders Herrn Professor T r a u t m a n n gebührt wärmster Dank für Die musikalischen Genüsse der vergangenen Konzertzeit. Seine ^vornehme, echt künstlerische Auffassung bewies er nicht nur als Dirigent der großen Werke eines Bach, Brahms, Beethoven, Schubert u. a., sondern in den Kammermusiken zeigte er sich auch als Meister auf dem Klavier und als Begleiter von hervorragendem Geschick. Gießen und sein Konzerwcrein wissen auch die künstlerischen Qualitäten Herrn Prof. Trautmanns zu schätzen unb sind ihm dankbar für sein Ausharren in ärmerer -stabt. fr. ♦ — Bon der Mainzer Kunstausstellung. Die Preisrichter des anläßlich der Ausstellung „Der Rhein im Bild" veranstalteten Preisausschreibens erkannten den ersten P r e i ö in Höhe von 2000 Niork Dem Maler sArthur Grimm- Karlsruhe für das Bild „D er Rhein bei -Söflingen" zu. -ter zweite Preis von 1000 Mark fiel dem Maler Hans S ch w e d t e r - Karlsruhe für das Bild „W asscrfa l l" zu. Tie beiden preisgekrönten Landschaften werden als Erinnerung an die -Tagung der Kunstfreunde in Mainz in Der Mainzer G em al de-» g a I c r i c ausgehängt werden. Gestern morgen besuchten Die Herren die Sektkellerei Der Firma Kupfer berg, um auch Die materiellen Seiten des Rheines genügend zu würdigen. — Jo fr a nn Peter Hebel, der gemütvolle aleniannische Dichter, wurde am 11. Mai 1760 zu B afel geboren. Von den zahlreichen Werken des echt volkstümlichen Richters, dem wir morgen in den Gießener Familienblättern einen Aussatz zur Erinnerung an seinen 150. Geburtstag widmen werden, haben sich namentlich die Alemannischen Gedichte und das schätz- kästlein des rheinischen Hausfreundes einen dauernden Platz in dar Siteratur erworben , — Ei n H c l Den t en o r für 6 0000 Mark. Der Karlsruher Hcldentenor Hans Tänzler ist, ime mir erfahren, mit Dem in Deutschland bisher noch nicht gezahlten Gehalt von 60 000 Mark von Generaldirektor Angelo Neumann tur die Berliner Große Oper verpflichtet worden, "ii hierzu wird anderer Seite noch folgendes mitgeteilt: ä,ie Münchener Vie Enthüllung der Moltte-Vüste in der Walhalla Regensburg, 10. Mar 1910. Die alte, Vormocks freie Reichssdadt Regensburg prangt in reichem Festesfchmuck: freute, am Tage des Friedens fchlusses in Franffurt, soll Die Büste des Generalfeld- mar s ch a l l s Grafen Moltke, des Schlachtendenkers, im deutschen Ruhmestempel, der Walhalla, feierlich entfrüfit werden. Durch die ganze Stadt ziehen sich Guirlanden unb von den Türmen und Häusern wehen Fahnen tu den deutschen, bayerischen Landes- und Regensburger Stadtfarben. Der Frcmdenandrang ist enorm, nachdem bereits gestern unb in ber letzten Nacht die Festteilnehmer in Scharen eingetroffen find Die Straßen zeigen ein kriegerisches Bild, Truppen ziehen unter Militärmusik aus unb Srdon- uanzen durcheilen die Stadt. Als Vertreter des Königs von Bayent sind die Prinzen Leopold und Rupprecht erschienen. Den Kaiser vertritt der Preußische Kriegsminister v. Heringen, den König von Sachsen ber Säch fische Kriegsminister Freiherr v. Hausen, den König von Württemberg Kricgsminister v. Marchtaler Der Reichstag hat seinen zweiten Vizepräsidenten, den Erbprinzen zu Hohenlohe entsandt. Die Familie Moltke ist durch drei Mitglieder vertreten, den Chef des Generalstabes der Armee General der Infanterie v. Moltke, den Preußischen Minister des Innern v Moltke und den Ma^oratsbesiyer des alten Familiengutes Grafen Helmut Moltke auf Creisau. Um */al 1 Uhr erfolgte die Abfahrt der Festteilne hm er über Barbing und die Donaustaufer-Brücke zur Walhalla In einer halbstündigen Automobilfahrt langte man vor der Walhalla an, aus deren großer Freitreppe die Festtetl nehm er sich sammelten. Der gewaltige Bau, der ganz einem gi iechischen Tempel nachgebildet ist und seltsam mit den Bauernhäusern zu seinen Füßen kontrastiert, schaut mit der einen Seite ins Land hinein, mit der anderen in das gesegnete Donautal. Ans der großen Freitreppe empfing der Walhalla-Kommissar in leuchtcnd-awtem Frack die An- fahrcnden. Die Fcstteilnchmcr scharten sich um die verdeckte Büste, der B a y e r i s cb e Kr i e g s m i n i stcr v. Horn trat vor uub hielt eine Ansprache, in der er sagte: In dies Heiligtwn deutschen Nationalgeistes, in dem ein echt deutscher Fürst, ein von hohen Idealen getragener, kunstbegeisterter König den großen Deutschen eine Stätte der Unsterblichkeit bereitet hat, zieht beute Moltke em, Der Deutschen größter Fel d m ar s ch a l l, dessen Wirken ine politische Auferstehung eines großen Volkes so machtvoll und enttcheidend be- einflußt hat, um einen Platz zur Seite des großen Kaisers em- zunebineil auf Der Ehrenbasik, Die der Prinzregent als treuer Hüter des Vermächtnisses seines königlichen Vaters zur Erinnerung au Die Gründung des Deutschen Reiches gewidmet hat. Mit Ehrfurcht unb freudigem Stolze blicken wir heute auf das erhabene Dreigestiru deutscher Größe, die sich uns offenbart in den Marmor- büsten des großen Kaisers, des großen Kanzlers und des großen Feldherrn. Von Nord und Süd haben sich mit den Abgefandten bon Den Reichs und Staatsbehörden, mit Den Trägern des Namens Moltke Vertreter von Volk und Heer, alte Mitkämpfer des großen Schlackstenlenkers und die begeisterte Jugend in und um Dielen Ruhmestempel geschart, dem Andenken Moltkes zu huldigen, -lie Kenntnis des Lebensganges unb die Bedeutung Moltkes üt^ Gemeingut der deutscheii Nation. Bewundernswert sind aber nicht nur *bic seinem unermüdlichen Schaffen unb feinem gemalert Gletzener Aonzertverein. Gießen, 11. Matt Mit dem gestrigen dritten Kammermusik-Abend fand die Reihe der musikalischen Darbietungen des hiesigen Konzert-Vereins ihr Ende. Der gute Besuch dieses Schlußkmrzertes und die ausgesprochen sreundlick>-bankbare Haltung Des Publikums int Verlaufe des Mends werden dem Verein unb Herrn Professor T r au t- ntann ein Beweis Dafür gewesen fein, Da?'man die künstlerischen Bestrebungen hier nach Gebühr würdigt. — In Der Tat ist auch in allen Konzerten des vergangenen Winters wieder cm hoch anzueikennendes Stück ehrlicher, künstlerischer Arbeit geleitet irorD(tn. tuT. erinnert an Die wunderbare Wiedergabe des „Bach'sckstn Weihnachtsvratoriums", in Dem der Chor des Aka- Demiifhcn Gesangvereins ganz vorzügliches leistete, ferner an Beethovens „Neunte", Die wohl Den Glanzpunkt aller Veranstal- tungcu bilDen — sollte, aber infolge der mangelhaften Akustik unseres Theater^ — das für Chor Konzerte gänzlich ungeeignet ist — nicht nach Bcrbienst zur Geltung kam: nicht zu vergessen Die beiden Symphonien von Brahms und Schubert, in Denen bas e e $e.rt,Of>et. ;r^en. C3alc iw rt Sw; > 4*$ iNkn ^er[..n^ *n' ab. A,^b°ndA^ ^'«1 !*■ Halen und LNbQ§ kommend- ***'*-". [Oro„ »fe --»d° Sittti ’S“ Sittern,! u iö lebhaiten Des!. X "' der hohe gQ . * m.S und f'E itioncn in Zriedrich^ ' .Ul>benben nm Wirofla Mmen letzt Ostwind- ^5 über 4000 m ber- uJWten ivesenM' ^en.in 4.5 km Hotz mit der europäische ^Vland und aen.rab > IW eut ostwestlichct un^> GriDärintinq u ganz Rußland, v. iemel hat heute fH Mitglieder der Berlin,, neuen Programm au- Marga Gerard mc düngen stehen buch a Höhe. Die heilen i Vorträge der Hern- Richter und aucht ond zwingen förmli: in wieder Frl. Teran etragcne ChansonS ur; \te ßnfeinblc einen g rnbige Zofe", bet c rig läßt. die Post. Es ist ic Post abzustndende nungen abholen läßt. , eine Karte oder einen ,holen bet (Warne ur,: nächsten Briestasten eben und die Senbur.: gegen eine Gebühr r geholt. Das Versaht rs solchen Personen Bersügung steht, m Kanalisation!- onnen worden. Ler Gesangvercir ,Ojahriges Bestehen ir jen Gesangs-Well' ach säst 50j°hciz-- starb der im ganj" 5, Viele KreiSräle itf t und gehen, irterung V °» * dlich! Birf""9 9'w“ auf beul.* - gefeftäbigt. Un egWll» ** ; laben gebraut, »n nicht W ie leb«« "”,S* Im vinterland, kB e )Q§ Gasthaus jur» ÄM )• x rf e r o C 01 ’ er Aasers E iii?n^X 12» eit^LtM m«6 lV >tt« ö*». per .W. öic w*.: der t ha . ^-ÄäbW h, vot a a^.ireib^n« Li 0 d!> ' • P°l° ?'L“« K Neuenweg; 22. 3ungc, 2*/i Zahre alte, m Milchkuh Berner, augteitcr Ei litte in 2735 Giessen (Liebigstr. 62), 11. Mai 1910. Tannnitrnnc 32. 03974) Hotel - Pension WmUl nächst der Bahn und Wald ge lenen, herrliche Aussicht. Große luftige Fremdenzimmer. Bad un Hause. Schöner schattiger Garten. Eigene Aepfettvcinkctterei. (2722 Bei. L. Cclic, Biedenkopf. ? Bcrnhirdiner-HullI>e,4J°d- u. einen 4 Monat alten, vrachtv. Tiere, harz. verk. Ludw. Böttgcr, ryicGcei, Dber-Widdersbenn. p:ji her Direktor im 3Ktra,itrrium ber ।(timen Äiinftr, 2am b o 11 c , sowie die Waler Gilsoul und Im? Orient. G? beim rat Albert er Läuter ie die 2lb sichten der beut) dien nai- ^eitlichen >funsrqewerdc. Direktor Mabille und llniverji- dätsproscssor W il m o t t e - Üütlid) lobten das aus der deui scheu Ausstellung sich funbgebenbe mächtige 3ufftrebcn der deutschen Industrie, sowie' dtc letzten Entwicklungsphasen der beutfdien Ntunftflenxrbc. Pflügst- auch Viktoriakuchen-Rezept Zutaten: 200 Gramm Butter. 250 gr Zucker, 6 Eier, reichlich l/8 Liter Milch, 1 Pfuud Mehl, 100 gr. gehackte Mandeln, etwas Zitrouen-Essenz und '/, Paket Reese* Vanillinzucker, 1 Päckchen Reeses Backwunder, das Patent-Backpulver. Behandlung: Butter und Zucker rühre man schaumig, füge nach und nach die Eier hinzu sowie die Mandeln, arbeite nun das Mehl und die Milch gleichmässig darunter, setze Zitronen-Essenz und Reeses Vanillinzucker hinzu und arbeite zuletzt ein Paket Backwunder, das Patent-Backpulver, darunter. Man fülle die Masse in eine gut gefettete Form und backe ca. 1 Stunde bei mässiger Hitze. Fordern Sie gratis unser beliebtes Backwunder-Rezeptbuch mit weiteren bewährten Rezepten (hvl /« BackwnndBrtrotz d.viel.VerzÜg.lliir 10 Pf. Reese Gesellschaft, Hameln. ZU IHEl Tische, Stühle Küchenschräüke Kleiderschränke Waschschränke Kommoden, Sofas Betten und getragene Kleider bei 1136 Deutschland in Brüjjel. Brüssel, 10. Mat. Die Abteilung für 5Raum> lunft unb >1 unltgcwerbe der deutschen Ausstellung iDurbc von Vertretern der Geisteswett Belgiens unter Führung von Bruno Paul besichtigt; u. a. waren anwesend: die Dichter Verharren und Lemmonnier, Die Beerdigung findet Freitag den 13. Mai, nachm. V23 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. öorben und hat schon mehrere Arreststrafen erhalten. — D« Bruder deS »um Tode verurteilten Hausburschen Sel,er hat fürzüch in Pfeddersheim aus seine Mutter einen Mord- r ersuch ausgeführt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft jurbe der Beschuldigte jur Beobachtung seines Geisteszustandes in die Irrenanstalt nach Alzei) gebracht. — Em Gnaden- -esuch wegen des zum Tode verurteilten Setzer geht Ende ier Woche nach Darmstadt ab. B-B. Kreuznach, 10. Mai. Die Vorbereitungen zum 29. M'ttelrheinischen Kreisturnfeste nehmen sichtbarere Gestalt an. Ein künstlerisches Plakat kommt in diesen Tagen an alle Orte des Msttelrhemkreiscs zur Versendung. Ulle Ausschüsse sind bei der Arbeit, um das Icst so glänzend ölS möglich zu gestalten. Die Festhalle und die verschiedenen Bier- und Weinzeltc sind im Entstehen. Der TnrnauSschutz hat in dem Wettbewerb für eine Ehrenurkunde für die Preis- tucner Bildhauer Vacek auS Kreuznach den 1. PreiS^zu- crkannt. Im Preisausschreiben für den Text eines Fest- marscheS fiel der Sieg Seminardirektor Dr. Hessel in Eoblenz zu. AuS dem Kreise beginnen sich die Anfragen und Anmeldungen zu mehren, so daß man einem zahlreichen Besuch deS festes mit Bestimmtheit entgegensieht. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten In Nr. 107 ^Erstes Blatt, mutz es statt .til'ammenstcllbare Fahrplanhefte - Zusammenstellbare ,-rahr i che i n hefte heißen.________________ (BcrtcbtsiaoL ,v Bonn, 10. Mai Das am 9. ;Apnl gegen die Mitglieder frei Eorps Borussia Monrob Gras Finck zu Fincken stein j ub foan-3 Werner v. Quistorv gcsälltc ^»chöiiengerichtsurteil, dos megeu gemeinschastticben, gegen den E-miöbrigen-Unlerosnzier 7,cith begangenen Lurnsn itchensbruche' aus vierzehn Tage Geiangnis ITutete, itnirbr aus Antrag des Stuatsanwalts von der Stro,- lammcr in eine cinwochige Gefängnisstrafe umgc- i^andelt. , . . , , Leipzig, 10. Mai. Tas Reichsgericht verwarf ine Revision der ‘^rou Tr. Else Bergmann, die vom : nndgericht III Berlin am 20. November 1909 wegen gcfahr- I chcr Körperverletzung, begangen gegen ihre Stieftochter, zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden mar. ..larlte. fc Frankfurt a. M. Schweinemarf tbericht vom 11. Mai. Auwekneben waren 1234 Schweine. Botlfleischige Schweine bis zu 2 Beniner Lcbendgew. 00.00-00 xl'lf., Schlachtgewicht 00 - 00 Mf. Vollsfeischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 00-00 Mk., Schlachtgewicht 00 - 00 Alk. Vollfleischige Schweine über 2l/2 Zentner Lebendgewicht 53..M-55 Mf., Schlachtgewicht 68.00—70^Tif. »sett- schweine über 3 Ztr. Lebendgewicht 53.50—55.<>0 Mk., Schlachlgew. 68-70 Mk. Fleischige Schweine Lebendgewicht 50.00—54.00 Mk., Schlachtgewicht 67—69 Tl(. Sauen Lebendgewicht 00-00 Mk., Schlachtgewicht 00-00 Mk. Geschäft mittelmästig, Ueberftanb un« bedeutend. ____________ wandern und Reisen. Tic Sektion ObcrHessen des Alpenvcrcin's rntenuifrm am letzten Samstag einen Familienspaziergang nach km Gleiberg, der trotz des am Morgen niodergegangenen legens vom Wetter begünstigt war. Während des Rundgangs durch die Burg gab Sberbibliotl)ckar Tr. .Heuser intereuantc Erläuterungen aus der Geschichte des Gleibergs. Beim folgenden (ii’miiHidwn Zusammensein lierrschtc eine überaus gemütliche Etimmung, und die Zusage des Vorstandes, iveitere Familien- cusslüge folgen zu lassen, sand allseitigen Beifall. Nan»-l7alat I«- fette 5lövse, trigl. MUttl'CUlUl, frisch geschnitten, versendet gegen Nachnahme per 100 Stück Mk. 3.50. 1z«/» Nik. Victor, Salatkulturcn, Main^ Mombach.______ Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden und B< kannten die traurige Mitteilung, dass unser innigstgeliebter teurer Vater, Grossvater u. Urgrossvater Königl. Stationskassen-Einnehmer i. P. Johann Georg Landau heute morgen T/38 Uhr nach kurzem Leiden im 81. Lebensjahre sanft im Herrn entschlafen ist. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Frank Landau n. Familie, Albany. Anna Landau, Giessen. Georg Landau u. Familie, Chicago. spänner, verhättuissehalber preiswert z. vcrk. Bermittl. ausgeschl. 03!M>________Lollar, Mcilftr. 21. 03859) 1 Arankensabrttubl ä verk. Schwan ^wc., Schützenstr. 35. 03961) Eleg. gut erb.Kinderwagen zu verk. Babnbosstr. 40 l. accs) (5ien. Kinderwagen, Kinder ttüblchcn u. 1 gr. Hängelampe zu verkauien. Landgraienttr. 6 III. Mmn-MkMkscn £uftfd)iffahrt. Iobannistal, 10. Mai Internationale Flugw oche Um den Fr ü hpreis wurde von drei Aon hrrrenten geflogen, .xtopitän Enbklhardl machte drei Runden, das iiiib 7300 Meter in sieben Minuten ^31 Sei . Ieannin machte mir eine Runde: Meidcl stürzte nach 'i Runden, blieb aber unverletzt; sein Appar.u wurde nicht sehr schwer beschädigt. Vcrm ■ Hi'te». ♦ Ein nicht beson ders gefährlicher Eisen babnzusammenstotz ereignete sich gestern auf dein Bahii hoi Friedrichstraße in Berlin. Uns ging tilgende amtliche Meldung zu: _ ... „ Berlin, 10 Mai. Heute abend < Uhr .*< Minuten überfuhr der Zug Nr 1* nach Gütersloh das auf Halt stel/cndc Schlußsignal im Balmlwt ^riebridülraRr und f u b r a u r den im Bahnhof haltenden L-Zug Nr. 56 von Posen auf. Hier durch wurden mehrere Wagen beider 3 ü f| c Ü ar I au> einander geschoben und teilweise von den ^cMtittilen gehoben Ein Reisender erlitt anscheinend leichte innere Berletzungcn, ebenso ein Postschaffner. Ter Zugverkehr wurde zwischen Bahnhoi Alerandcrplatz und Bahnhos Z-nedrichstratzc eingleisig aufrecht erhalten. Dazu erfahren wir von privater vseile juxb: Berlin, 11 Mm Außer dem schwerverletzten Potz schonner- M cmve meldeten sich nach dem Zusammcnttotz aut dem Bahnlwi Friedrichstraße bei dem Statwnsvoriteher 19 Personen als leicht verletzt. Kleine Taaeschvonik. Tie Stadtverordneten von Düsseldorf nahmen eine tu tung von 50 000 Mark, die Geheimer Kommerzienrat L e,, m a n n für soziale Zwecke machte, gestern entgegen. . Ein Schüler des L c o b c n e r Gnmnasrums lotete | i d) durch cmen Revolverschuß, weil ein Äausmann, der gegen ieme Mutter, eine arme Bergarbeitertrau, einen Piandungsbctchi erwirkt hatte und sich weigerte, diesen zurückzuziehen. Auf der Grube „Adelheid" bei Has selb ach wurden gestern nacktt durch Bruchniedergang elf Arbeiter ab- ge sperrt. Bis ein Uhr mittags waren )ic ) amtlich gerettet. und und Eisenarbeiten, 3 Steinmctzarbeiten, 4 .^immernibeiten, 5 Dachdeckerarbeiten, Die Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung der Enveiteruug dc^ Emvsangsgebäudes und zur Erbauung eines ,>ürsicnbaucs auf Bahnhof Gienen sollen getrennt nach Losen vergeben werden und« zwar uinfatzt: Los 1 Abbrucharbeitcn, . 2 Erd, Maurer-, Asphalt, Beton, ^taalcr--, Schnnedc- „ 6 Klcmvnerarbeiten. Verdingungsunterlagen sind bei der unterzeichneten Inspektion einzusehen und können, solange der Vorrat reicht, gegen post- und bestellgeldsreic Einsendung von 1.50 Mk. für Los 2, l.t)0 Mk. für Los 1 u. 4 und 0.75 Mk. für Los 3, 5 u. 6 bezogen werden. Angebote mit entsprechender Ansschrisl sind bis zum Samstag den 21. ds. MtS., vormittags 11 Uhr, cinzureichen. Zuschlagsfrist 6 Wochen. Gießen, den 10. Mai 1910. (B’Vs Großh. Eisenbahn-Betriebs i)nspcktton 1. tTankinrt a. a. ••••eeeeeeseeeee Große Assekuranz-Gesellschaft m. mod. Einricht, sucht mit einer Persönlichkeit in Verbindung zu treten, ber nc die fachgemäße Vertretung ihrer Zuteresten anvertrauen kann. Es wird beabsichtigt, für die Stadt nut großem Bezirk eine Geschäftsstelle zu errichten, mu deren Leitung ein besonders für die Organisation berabigter -verr als General-Agent betraut werden soll. Geboten wird Direktionsvertrag mit hohem Einkommen und angenehme Lelbständigkett. Ausführliche Bewerbungen von sich aualinziert haltenden Herren, auch 'Nicht,ackileute, erbeten sub F. C. R. 143 an Rudolf JIow. Frankfurt a. M. Issw/S B Hochbezahlte $ $ Vertrauensstellung. 2 Amtlicher Wetterbericht. Ocffentliehe Wetterdienststelle Gießen. Allgen,eine Wetterlage seit gestern früh: Dw allgemeine Wetlerloge bat sich wesentlich qchchcrt. lieber Rutzland lagert em ausgedehntes >öochdruckgebiet, das sich weilwartS uber^kandinavlen nach den britischen Inseln erstreckt. Tort Derricht überall trockene und luarmc Witterung. Tie 'lUorgentemvcratiiren liegen m Jiufr- land vicl'ach bei 19 Gr., auch im äußersten ^ltdeu lchland. xm Mittel und Lüddcutschlaud hat die gesiern über Ztatten lagernde inklone wieder Regeniälle bei starkem Nordost gebrad)!. ^.ic Truckimteilchiede gleichen sich iev,t aus und bringen in ben nachlten Tageii einen entschiedenen Umschlag zu marinerer "’Ocning. Wetteralissichteii in öeiien am Donnerstag dein 1-. -iai 1910. Roch geringer Regeit, später Besseiamg iiiid zeitweise heltei, elivas lönrmer, Umsehläg 511 wärmerer, tro..\iicrcv tz.iücrwig i > eicin. Todes Anzeige. Verwotidten. freunden und Bekannten die schmerzliche Mstteilung, daß linfer lieber >L>ohn Emrl nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden Montag, nacht 121/. Uhr im Alter von 8 Jahren 9 Monaten sanft ent- schläfen ist. Schlofsermeister Reidel u. Familie. Heuchelheiut 'Brauhausstr. 64V öen 11. Mai 1910. Die Beerdigung findet Donnerstag mittag 1 Uhr vom Trauerhaufe aus statt. -<6* Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben guten Willi sagen wir auf diesem Wege allen unseren innigsten Dank. 2725 Schutzmann Hahn u. Familie. Gießen (Asterweg 48), 10. Mai 1910. Originat-Drahtnrelöungen. Nach den französischen Wahlen. Paris, 11. Mai. Die Tatsache, daß das Ministerium beschlossen har, vorn 23. Mai an das der jammer zu unterbreitende Programm zu beraten, gibt zu den verschiedenftin Gerüchten Anlaß. Man sagt, daß Brian d noch vor Eröffnung des Parlamentes seine Entlasiung etn- reidicn werde. Paris, 11. Mai. Im Toulouser Gemeinde» r a t fam es gestern zu heftigen Au ftr i tte n Ern Mitglied der sozialen Partei forderte wegen der Nrederüige der sozial radikalen Partei in Toulouse, daß der geiamtc G e m e 1 n d e r a t z u r ü d t r e l e n solle. Der Burger^ meister widersprach. Das Publikum nahm eine seindielige Haltung gegen die Sozialradilalen an, so daß der BurAer-- mcister, um dem iLärm ein Ende machen, den »tjaaL räumen ließ. R. B. D a r m ft a d t, 11. Mai. In der amit ien- streilsache des Gräflidien Kaufes E r b a ch - E r b a ch sand beute abermals ein Termin am hiesigen Landgericht statt. Die als Zeuge geladene Dora Fisd)er, deren Ehe mit dem Erbgrasen für nichtig erklärt worden war, machte von ihrem Zeugitisverweigerungsrecht Gebraust), luoburd) der Termin beendigt war. Köln, 11. Mai. Aus Tehera 11 wird gemeldet, daß der Vertreter der deutschen Baut nach Berlin ^urüsttehre, nachdem er sich zum Studium mehrere Wochen in Teheran aufgehalten habe D:e Entscheidung wegen einer Betätigung deutschen Kapitals stehe bevor, und in persischen politischen Mreifen setze man grosse »ounun.qcn daraus und erwarte von der Beteiligung der Deutschen eine Hilfe aus der bedrängten Lage. Stuttgart, 11. Mai Die Zweite Kammer hat in ihrer heutigen Sitzung die "Novelle 3 11 m B c amten- gesetz mit fämtlid^en 69 abgegebenen Stimmen angenommen. Paris, 11. Mai. In Dünkirchen drohten die Hafenarbeiter neuerdings mit einem Ausstand, weil den Salpet-erverladern die geforderte Lohnerhöhung verweigert wird. Auch die Bauarbeiter nehmen eine drohende Haltung an. Parkett- Bohnermasse für Parkett, Linoleum, Gestrichene Böden. Fabrikanten: VereinigteFarben. und ■ Lackfabriken G. m. b. H. vormals g Fiilfter L Meisner, Mncheü Lg Damit behandelte Böden » können naß gewischt wer- ■ den. ohne daß sich /Flecken g bilden und der Glanz ver- » ===== loren geht ===== ■ m Stein Staubt [TI । Mein Gerücht I Keine Glättet ■ Große Ausgiebigkeitt , Parkett-Seife j ---Marke Rose —— g bestes, einfachstes und ■ billigstes ReinigungS- , »nittel selbst für die dun- ■ »elften Böden. Vollster ■ Ersatz für Stahlspäne und j --- Tewentinöl. —— ■ Kein Staub'. .. Leichte ■ Arbeit! .. Raturhelle S .. .. «oben! .. .. ■ Zu hoben in den durch ■ Plakate kenntlichen Geschäften. M TW1’«» -'S*, Das vornehme Publikum bevorzugt: vws Bequem — ohne plump zu sein — (auA Biograph Plockstraßc 12 Plockstratze 12 03982 Carl Schwaab Seltersweg 23 Fernruf 27 Doering. Eirrgeschneit, humoristisch. Tonbild: Ein Wald-Idyll. Telephon 754 Delikatessen Kolonialwaren Weioliandlung Beste Bezugsquelle für gute Qualitäten .'. Prompter Versand nach auswärts .*. Seltersweg 53 Prämiierung von Dienstboten. Die den Dienstboten bewilligten Prämien können von Dienstag den 10. l. Mts. ab bei unserer Kasse in Empfang genommen werden. Gießen, am 9. Mai 1910. Direktion der Bezirkssparkasse Gießen. Stiefel, ihrer grossen Vorzüge wegen: Dauerhaft — ohne schwer zu sein — Elegant — ohne teuer zu sein —. VISITKARTEN in jeder beliebigen Schriftart und Kartonsorte, ■ - .... sowie mit Zirkeln aller studentischen Verenigungen liefert zu mäßigen Preisen die BrühTsche Univ.-Druckerei, Bom 11. bis 13. Mai ein grotzartiges Schlager-Programm: Die Mer des Musikers äußerst spannendes Drama, Die Wut der Welle«, imposantes Naturschauspiel, Max und sein Teddy Bär, sehr humoristisch, Der tin ist kurz großartiges Sensations-Drama, Die Ballade der Hexe SrtalsSliWrfaiista großer humoristischer Schlager, Versuchungen des Lebens, dramatisches Spiel aus dem Leben, Einheitspreis für Damen u.Herren M. 1252 2=.M. 1552 Kolosseum Giessen Laune! Scherz! Humor! Telephon 644 Stimmung! Ernst! Satyre! Nur noch kurze Zeit! Gastsviel der mit soviel Beifall ausgenommenen Berliner unten ühne Walltorstr. 36—38 Inh.: Albert Rappmann Vollständig neues Programm! U. a.: Marga Gfretatb • Ballgefiüster, Berceuse, Lenz. Helma Hrlmond: Krastmvtor, So" nute, Abbe u. Gräfin. Richard Müller Richter: Moderne Richtung Steuermann, Gereimter Blödsinn. Gustl Italiener: Automoblü abenteuer, Ladenmädel. Schaefer Solling: Heimkehr vom Balle. Wohltätigkeit, Schmanzes Anekdoten, Aphorismen. Duette: „Tic Beichte" — „^ean u. Jeanette" — Rastelbinberbuett — Das dumme Zwillingspaar. — Zum Schluß: „Ter lebendige Tote", Pariser Schwank in 1 Akt. (lLM; Conference: Marga Gsrard. Musikal. Leitung: Schaefer-Solling. Preise wie bekannt. Anfang 8'/, Uhr. obr sollt und müi'rt lachen! Kinematograph Bahnhofftr. 54. Bahnhosftr. 54. interessante Naturaufnahme, 03975 Programm oom 11. bis 13. Mai 1919. Der Como See, herrliche Naturaufnahme, Unrecht Gut gedeihet nicht, humoristisch, Ein wriblichcr Detektiv, spannende? Bild von der Kriegslist der Liebe, Ein Hochzeitstag im Dorfe, stürm. Heiterkeit, Verlassen und hilflos, ergreifendes Drama, Ein gelungener Flug des AerMans „Antoinette" Abenteuer eines Moppe, spannendes Drama aus den amerikanischen Bürgerkriegen. Tonbild: „Ave Maria", nach dem I. Präludium von Joh. Seb. Bach. Gesungen von Emmy Destnin. 03983J Jg. Mädchen s. Stelle z. Kind. ob. leichte Hausarb. d. Fr. Hctzger, Verrnittl., Marktvl. 17II. Junge Srou sucht für nachm. Beschäftigung in besserem Hause. Zu ersraaen in der Geschästs- stelle des Gtetz. Anzeigers. 10M37 Suche Stellung als Stütze ob. bess. Mäbchen zum 1. Juli. Gute Zeugn. unb Empfehl, vorhanben. Schrift!. Angebote unter 2716 an ben Gietzener Anzeiger erb. Das Studcntiscvc Arbeitsamt vermittelt kosten!. Unterricht i. all. Fächern, Uebcrsetz. 2c. Schrift!, u. münd!. Anfragen an bas Stud. Arbeitsamt, Kolleg.-Geb., Ziin. 2. tGeschästsst. tägl. v. 2V2—3V2 Uhr». ___________