Nr.3Hs ‘'i// Erstes Blatt 16V. Jahrgang Freitag IL. Februar 1910 ec Lietzene/Anzeiger ««BRBS ä -wrf* Ä YezuqSvreiS. rsciieinl täglich, außer WW ffl WM monatlich 7öPi., viertel- 7""n"l' wbck>1°mch Zsk zflfcA W zA ,A ZK 4kA Abhold SÄ s^lnipRpitpr /InwiHri KvIVIwlwl 4linvlUvl«s erniprech -Anschlüsse. Ilw MM Verantwortlich für den ,ljx die Redaktion 113, politischen Teil: August «KL General-Ameiqer für Oberhe fen -LZs Annahme von Anzeige» =8f ’ • u. Land" und..Genchts- M vornMags"s"uh^ Uotations-ruck Mb Verlag der Srühl'jchen Umv.-Vttch- und-Zteinbruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Anzeigenteü^ H."Äck. Nachdem die. Billa einige Zahlte an ausländische Diplomaten vermietet getueieit ist, hat sie 1906 der preußische Staat zu mäßigem Preise angetaust und zum Sitz seiner Gesandtschaft beim Papste gemacht. Divlomatie und historische Wissenschaft werden hoffentlich gute Nachbarschaft halten, wenn der Plan der UeberheMung1 des Historischen Institutes zur Tatsache wird. — Das Jupiter-Fern rohr. Dieser Tage waren 300 Jahre verstossen, seit der berühmte Astronom S i in o n Marius in Ansbach zum erstenmal den Jupiter mit einem Fernrohr b.obachtete, imchdem kurz vorher auch Galilei zum erstenmal bas Fernrohr nach dem Jupiter gerichtet hatte. Heute dürfte es uns schwer werden, das Erstaunen und die Freude nachzufühten, die damals einen Menschen erfüllen mußte, als er zum erstenmal das Gestirn, das seit Jahrtausenden alle Gelehrten beschäftigt hatte, sich durch das Fernrohr näl-ergebracht sah. Bildeten doch gCttdi der ersten Beobachtungen, die die Monde des Jupiter erkennen ließen, einen Beweis dafür, daß die bahnbrechende und damals noch viel umstrittene Lehre des Eopcrnicus richtig, sein müsse. Tas Fernrohr, mit dem die denkwürdigen Beobachtungen des Simon Marius vor 300 Jahren in Ansbach gemacht wurden, und das eine Länge von 7/2 Metern hat, wurde,^ wie uns gemeldet wird, von dem Regierungspräsidenten Dr. v. Blaul dem D e u t s ch e n M u s e u m in München überw iesen und ist seit einigen Tagen in der Gruppe „Astronomie" aufgestellt. -- Eine neuartige Bogenlampe. Die elektrische Bogenlampe hat im Laufe der letzten Jahre eine außerordentlich mannigfaltige Entwickelung erfahren, und die Aufzählung nur der Namen aller verschiedenen Arten würde einen weiten Raum in Anspruch nehmen. Man kennt offene und geschlossene Bogenlampen, Flammenbogentampen verschiedener Art, eine große Zahl von Sorten nach dem verschiedenen Material der Elektroden, nach Helligkeit usw. In einem Punkt stimmten jedoch alle Muster der Bogenlampen überein, imd man kann sich eigentlich auch laum denken, daß darin eine Minderung möglich wäre. Tie Elektroden nämlich bestanden bisher stets in einem festen Körper. Allerdings ist die Zeit, wo sie stets aus Kohle verfertigt wurden, längst vorüber. Aber auch in den Fällen, wo sie aus Kompositionen zusammengesetzt, handelt es sick immer um feste Stoffe. Jetzt wird in der Elektrical Review zum ersten Male eine Bogenlampe mit slüssigen Elektroden angezeigt, wieder einmal eine amerikanische Erfindung, über deren Bedeutung sich vorläufig noch kein Urteil fällen läßt. Dio Elektroden bestehen in Röhren, deren Hohlraum mit einem zwar nicht ganz flüssigen, aber mit einem schlammartigen Körper angefüllt ist. Dieser besieht aus einer Mischung von gepulvertem Koks, Lampenruß, Anthrazit, gewöhnlicher bituminöser Kohle und einem gewissen Bindemittel Staates schwer rächen würde. Doch die weitere Aus- spinnung dieser Gedanken muß. zurückgestellt werden, bis Herr v. Bethmann-chollweg auch den letzten Blick in sein Inneres hat tun lassen. Der Zwischenfall in der niederländischen Kammer. In deutschen Zeitungen war das Verhalten des niederländischen Ministers bei dem gestern mitgeteilten Zwischen fall nicht gerade mit Beifall ausgenommen worden. So hat z. B. die „Kreuzztg." sich lebhaft gegen die Duldung der Verbreitung falscher Gerüchte gewandt. In der letzten Sitzung der niederländischen Kammer scheint der Minister des Aeußern seine Versäumnis nachgeholt zu haben. Freilich könnte man es wiederum bedauern, daß er es nicht ver standen hat, das letzte Wort zu behalten: Haag, 10. Febr. In der Sitzung der Kammer am Donnerstag wurde die Verhandlung über den angeblich vom deutschen Kaiser an die Königin gerichteten Brief fortgesetzt, der die Drohung enthalten haben soll, der deutsche Kaiser müßte niederländisches Gebiet besetzen, wenn nicht die Niederlande ihre Verteidigungsmittel gegen England in Stand setzen würden. Der Minister des Aeußern erklärte kategorisch unter Berufung auf seine ministerielle Verantwortlichkeit, die Königin habe niemals einen solchen Brief, noch ein Telegramm, noch eine Note, noch irgend ein anderes Schriftstück betreffend die Verteidigungsmittel gegen England erhalten, sie habe niemals eine Unterredung mit dem deutschen Kaiser über dieses Thema gehabt und niemals sei jemand im Auftrage des deutschen Kaisers an die Königin herangetreten, um hierüber zu sprechen. Der Mimster schloß seine Ausführungen mit dem Ausdrucke hoher Sympathie für den deutschen Kaiser, desseü aufrichtige Freundschaft sich so oft und sv deutlich gezeigt habe. Der Deputierte Vanloe Benfe lt fragte in Abwesenheit des Deputierten dan Heeckeren, warum man denn, wenn im Jahre 1904 die Gefahr einer fremden Einmischung nicht bestanden habe, heimliche Maßnahmen ergriffen habe gegen einen plötzlichen Angriff. Die Regierung hätte besser getan, davon abzusehen, ihre uneingeschränkte Sympathie für Deutschland auszudrücken, da zwei Mäckte hier in Betracht kämen. Darauf wurde die Aussprache geschlossen. Dar historische Institut. Rs. Rom, 5. Febr. Es ist wieder einmal davon die Rede, auch dem Preußischen t fiMqd?en Institute in Rom, nachdem für die Kunststlpendraten .dec Billa Falcvnieri zu Frascati ein traumhaft schönes land- lchs Heim gefunden tvorden ist, eine.dauernde Stätte an Stelle ’’V- gemieteten Räume anzuweifen, die das Institut leit ferner itfiintißtg im Palazzo Giustiniani mitten im dichtesten Stratzen- »>virr Roms inne hat. Wie es scheint, ist man wieder auf oen len ;urückgekommell, in dem seit zwei Jahren der preutzüchen -^sandtscliQst keim Papste angewiesenen Parlgrundstück nahe der Rata Pia ein Gebäude für das Institut zu errichten. i Einen passenderen Platz, sür ein den nii 1 enfchaftlichen Arbeiten Mvidmetcs Gebäude würde man kaum finden können a.s den trotz »rker Beschneidung in den Jahren des römischen Bauftebers noch ■rmer stattlichen, kaum reichen, stillen, vom Strapenlärm! nicht be^ Mrten und dock gute Verbindungen mit dem Zentrum der Stadt iPitzenden Park der ehemaligen Billa Bonaparte, ^.as ele- wnle einstöckige, hinter hohen, schattigen Bäumen versteckte Wohn- ttäube mit stattlicher Sälüenvorhalle ist 1816- 1819 durch Napo- Ir)rt5 schöne und lebenslustige, seit 1803 mit dem Fürsten Camrllo kughese verheiratete Sch wester Pauline erbaut worden, die hier tts zu ihrem Tode wohnte und das ganze vornehme Ronustweft bonapartistisch gesinnt war, um sich versammelte^ Daß |ie wilch prüde war, beweist ihre berühmte marmorne Statue von üurovas Meisterhand, die sie unbekleidet darstellt und heute eine »r Perlen der vom Staat. angetauften Borghesisch-en Samm- tagen bildet. 9lu zwangloser .Heiterkeit, zuweilen auch Ausge- Meicheir trugen die Feste in der Villa Bonaparte oder Villa Iwlina jedenfalls über diejenigen bei dem ftanzösisch-en Gejaudteu ||tn Sieg davon, der ihr leinen legitimisläschion Salon entgegen Lite und nach, Paolinas 1825 erfolgten Tode erleichtert aufatmetc. kir ige Jahre bewohnte danach .Hortense Beauharuais die nun filier gewordene Villa, und mit seiner Mutier wird auch der 'f't’re zweite Frauzoienkaiwr' sie betreten haben. 1830 ging sie in M Besitz des Neffen der Pauline und Sbortenfe, Karl Bonaparte, Mten von Carrino und Musignano, eines Sohnes Lucien Bona- *-rt:5, über, und seine Nachlommen haben sie bis vor einem Jahr bewohnt. Ein Liebhaber historisch-r Studien und allen |£tigen und künstleriicl.ii Interessen zugänglich, sammelte er Mzelmtelaim, die r.eiiiige Elite Roms und der Jremdeulreife um p1’- Seine Sv la' wärm der 1895 in Rom verstorbene Kardinal i-pen Bonaparte und der hier 1839 geborene, 1899 gestorbene . mit Karl, die beide am 20. September 1870 — eine Folge der sMjcheu Siege über Frankreich die italienischen Truppen durch I. Bresche unweit der Porta Pia in ihr Besitztum erndrmgen MN. Graf Tattenbach. Der gestern gemeldete Tod des deutschen Botschafters Grafen Tattenbach vird im Deutschen Reiche viel berechtigte Trauer hervorgerusen haben, denn Tattenbach war von unseren auswärtigen Vertretern der tüchtigsten einer. Das hat sich z. B. bei der Marokko-Konferenz gezeigt, wo er sich mannhaft gegen das Uebergewicht der Franzosen mit ihren Bundesgenossen gewehrt hat, und noch bei den durch Bütows Abgang hervorgerusenen Personenfragen in den hohen deutschen Aemtern haben französische Pressestimmen hinter mehr oder minder deutlichen Besorgnissen ihren Respekt vor Tattenbach durchblicken lassen. Es lag freilich nicht in seiner Gewalt, den Kurs des Auswärtigen Amtes in Berlin entscheidend zu beeinflussen. Nltr ein Jahr hat Tattenbach in Madrid das Deutsche Reich vertreten können, nachdem er vorher Gesandter in Portugal war. Geboren war Graf Tattenbach 1846 in Landshut, 1872 trat der Bayer in die Verwaltung der neugewonnenen Weftmark, des Reichslandes, 1878 in den Dienst des Auswärtigen Amtes. 1880—1884 war er Legationssekretär in Peking, 1885 in Belgrad, 1886 kam er als Botschaftsrat Herr o. vethmann-Hollweg als preußischer Ministerpräsident. Gießen, 11. Febr. Es ist ohne weiteres zuzugeben, daß. das Reich keinen direkten Anspruch darauf hat, Preußens innere Zustände ;u beeinflussen, und ebenso richtig ist der Satz in der ■effrigen Rede des Herrn v. Bethmann-Hollweg, daß man M prenß. Staate sich auf geschichtlichen Boden zu stellen oi, oaß man die Anknüpfung an das Gegebene zu suchen 1(1i. Die ganze Rede des preußischen Ministerpräsidenten nid deutschen Reichskanzlers ist darrtm so interessant und iß.chttg, muß and) von uns deshalb in breiter Ausführlich- !eit imedergegeben werden, weil sich in ihr ein gutes Stück volitischer Weltanschauung widerspiegelt, die auch für die Ehrung der Reichspolitik von großer Bedeutung sein muß. Herr v. Bethmann-Hollweg ist aus keinerlei Einzelheiten jrmer Wahlreformvorlage ausführlich eingegangen: er hat ,gekündigt, er werde wohl im Laufe der Erörterungen, Hrlegenheit dazu noch finden. Aber er hat die G r u n d - sümmung gemalt, aus der das neue Werk entstanden i ist, ob in logischer und eiserner Konsequenz, muß eine Mere Untersuchung ergeben. . Speute kann nur die Be- rMgung der Grundstimmung geprüft werden. Sie ist übt poetisch, hat vielmehr den Anstrich, den der Redner ;m Typus des preußischen Beamten als verftänd- ,.O und berechtigt hinstellte: „den in seiner ganzen i ät strengen, vielfach barschen und abweisenden, auf die fikbaitptu'ng des Errungenen bedachten Charakter". ist in der Tat, als habe Herr b. Bethmann Riefe Worte zur Charakterisierung seines eigenen Vorgehens der Wahlrechts fache gewählt. Man wird notgedrungen dem Uccußischen Beamtenwesen Gerechtigkeit widerfahren lassen Rrstlsen. Die ganze Verteidigung der Verwaltungsbrundlage UP preußischen Staates, wie sic der Ministerpräsident Vorzug, war geschickt und zum Teil sehr überzeugend. Wie fc die Wirkung der preußischen Gesetz- und Berwaltungs- stanzen Von neuen Gesichtspunkten schilderte, die von den Müdläusigen Kampfesphrasen durch ernste Sachlichkeit sich Mleilhaft abhoben, das ist von großem Interesse. ■’ Aber wenn der Kanzler und Ministerpräsident in diesen Ringen auf sicherem und festem Boden sich befindet, so ist doch » Das darf man jetzt schon aussprechen — die Brücke, die er laxiuf zu einem neuen Wahlrecht geschlagen hat, schwach und schwankend, ein bureautratisches Bauwerk. Hier ■cljlen die gleichberechtigten großen Gedanken völlig. & gibt Dinge, die man nicht in Paragraphen fassen darf. Bin rein theoretischen, geistigen und kulturellen Stand- stnnkt lassen gich gegen die geplanten Wahlbestimmungen (ine Fülle von Einwendungen erheben. Und die praktische Wirkung hängt eben damit so eng zusammen, daß. man des irrrn v. Berhmann-Hollweg Ansicht nicht teilen kann, er dirse, ohne sich umzublicken, nur zäh nach einer prak- I West Richtschnur marschieren. Was der strenge, barsche 11:1t) abweisende preußische Beamte mitunter ungestraft tun ; Litt, das darf der Ministerpräsident in einer so fein vcr- Ipeigten Frage wie der Wahlrechtssache nicht! Die Vorige bedeutet, wie wir schon früher gesagt haben, eine MitfeinanderhetzUNg der verschiedenen Bildungsschichten, die MH int geistigen und kulturellen Leben des preußischen nach Madrid und wurde 1890 Gesandter in Marokko. Hier schloß er noch in demselben Jahre den ersten deutsch- marokkanischen Handelsvertrag ab. 1896 wurde er Gesandter bei der schweizer Eidgenossenschaft, 1898 Gesandter in Peking, 1905 bekam er den Austrag zu seiner äußere ordentlichen Mission an den Hof des Sultans von Marokko und wurde im nächsten Jahr als Gesandter nach Lissabon versetzt. Madrid, 10. Febr. Nach dem Bekanntwerden des Todes des deutschen Botschafters Grafen Tattenbach, stattete der König sogleich der Gemahlin des Botschafters .inen Beileidsbesuch ab und versicherte die Gräfin seiner ebhaften Anteilnahme. Nach dem König begaben sich der- Jnfant Ferdinand, Prinz Leopold von Battenberg, und der Vertreter der Infantin Isabella gleichfalls in die Botschaft^ : m ihr Beileid auszudrücken. Der Ministerpräsident C a n a* lejas unterbreitete dem Könige ein Dekret, wonach dem verstorbenen deutschen Botschafter beim Leichenbegängnis^ das am Samstag stattfindet, die Ehrung eines General- Kapitäns erwiesen werden soll. Au; dem hessilchen Knanzaurschutz. R. B. Darmstadt, 10. Febr. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer hat in seiner heutigen Sitzung noch die Abstimmung über die landwirtschaftlichen Haushaltsposten erledigt, ließ er die Kapitel Landeskultur und Landwirt|chaft (71—75a) berichtete Abg. Dr. Weber. Dis schon früher näher bezeichneten Forderungen für den landwirtschaftlichen Dispositionsfonds, landwirtschaftliches Unterrichts- und Versuchswesen, landwirtschastliches Vereins- und Genossenschaftswesen, Bodenmeliorations- und Wasserversorgungswesen, Förderung einzelner Zweige her Landwirtschaft und Schlachtviehoersicherung wurden ohne Streichung genehmigt. Ebenso die Kapitel über Bildung und Erziehung, über welche Abg. Brauer berichtete. Beim Kapitel Gymnasien usw. wurde auch die Er> Iwhung des Schulgeldes auf 120, bezw. 150 Mk. angenommen: dem Vorschlag auf Aufhebung des Gymnasiums trat der Ausschuß nicht bei, doch wurde die Umwandlung des Instituts in ein Real-Gymnasium der Regiertmg zur Erwägung anheimgegeben: auch über die ebent. Aenderung der: Pflichtstundenzahl der Oberlehrer soll die Regierung geeig^ trete Vorschläge machen. Im Vermögenshaushalt wurde bic1 angeforderte Summe von 11550 Mk. zur Errichtung einet Dienstwohnung für den Verwalter des Arbeitshauses zu Dieburg und von 34950 Mk. sür Erweiterung des Finanzamts in Oppenheim gestrichen: ebenso 31000 Mk. für! Errichtung einer Oberförsterwohtlung in Groß-Umstadt: die: aus den 9Lachbewilligitngen zu deckende Summe von 43 000 Mark für Einrichtung des derzeitigen Arresthauses zw Mainz wurde genehmigt. Beim Kap. 65, Fonds für öffcirt* liche und gemeinnützige Zwecke zur Verfügung des Ministeriums des Innern (119 960 Mk.) wurden 40000 Mk. gestrichen und beim Kap. 58a, Provinzial-Siechenhäuser, als Einnahme eingestellt. — Der Finanzausschuß hat mit diesen. Mstimmungen die Beratung des Staatsvoranschlags beendet bis auf das Kapitel „Dir eite Steuern usw.", 6et welchem bekanntlich noch über die Erhöhung der Einkommens- und Vermögens steuer nach Maßgabe der zu ^wartenden E'^wrnisfe (die. bei den geringen Streichungen im Haushalt kloer nicht sehr bedeutend sein werden! D. Res.) nähere Bestimmung getroffen werden muß. Der Ausschuß tritt am nächsten Dienstag vormittag lvieder zusammen. _r- imi iiiii—mMByaiMiiiiii—iiiiiiwir n imdprhärtet sich kvähreM des Betriebs V-er-Lampe. Es handelt lieft, also eigentlich um eine Art von zähftüssigem Kohlenstift. D-er« Borzug kamt darin bestehen, daß der flüssige Stoss sich innerhalb der Röhren durch sein e nes Gewicht nachschiebt und so die Regulierung der Lampe fccieirft. Die Nachfüllung des Materials scheint auch bequemer zu sein als das Auswechseln fester Elektroden. Fal.s der Druck des einfachen Gewichts nicht genügt, kann er auch durch einen Gasdruck ohne umständliche Vorrichtung verstärkt werden. — S e ch se l ä «t e n in Zürich. Tas Internationale öffentliche Verkehrsbureau in Berlin schreibt uns: Tas Sechseläuten,^ das Züricher Frühlingsiest, findet am 18. Avril statt. Nach einer' vierjährigen Pause wird es diesmal wieder mit einem größeren Ilmzuge geieiert, der, im Hinblick auf die bevorstehende Eröffnung.- des neuen Kunslhauses, die bildenden Künste, schmelzerische Archi- teftur, Malerei und Bildhauerei, darstellen soll. Der Unlzug roirfr gegen 2000 Teilnehmer und viele Wagen zählen. Vom 3Ö. Juni bis September findet im neuen Kuilslhause die nationale Kunst- alisstellling statt. — Ueber das Wahre und Falsche im Spiritismus hielt jüngst, wie den „M. N. N." aus Rom berichtet wird,' Lvm'b-wsos Lieblingsschüler, Pros. Enrico Ferri, der bekannte Kriminalist und Sozialistenführer, einen sehr interessanten Vortrag. Ferri knüpfte an die bekannten Forschungen von Crookes, Rich.ck und Morsetli an und kam' dann auf die üblichen Schwint-' deleien der Medien zu sprechen, die, wenn sie erschöpft, mit: Vorliebe zum Betrüge greifen. Sie zu kontrollieren, ist übrigens ein schwieriges Ding; denn bei einer spiritistischen Sitzung sei man nur bis zu einem gewissen Punkte in der Lage, Kritik! zu üben. Tann nehme er, Ferri, s. inen Hut und gehe. Aber es gebe Leute, die dableiben und fichl danch alles mögliche vvp- zaubern lassen. So erging es L-ombroso, dem einmal seine Mutterf erschien. Aber die alte Doane, die ;u ihren Lebzeiten nur den Veroneser Dialekt gesprocki>en, redete ihren Sohn jetzt Pietnontesisch. an, und Professor Morsetli, der gleichfalls seine verstorbene Mutter' scharcke, entdeckte, daß der Geist - graue Haare hatte, lind dabei wären die Haare der Dame pechschwarz, als sie das Zeitliche segnete. Ferri hofft, daß die Wissenschaft mit der Zeit dick Spreu vorn Weizen sondern und eine Erklärung der „spiritistischen" Vorgänge finden werde. B. — Kleine Chronik ans Kunst und Wissenschaft, In der Aula der Technischen Hochschule zu Dresden, findet ain> 11. und 12. Februar der Hygienikertag der Internationalen: Hygiene-Arlsstellung Dresden 1911 statt. Die Regierungen von, Amerika, Chile, China, Frankreich, Italien, Oesterreich, Rußlands und Schweden haben Vertreter entsandt. Aus den ReichrtagsaussüMeil. Tp das Gaswerk 10 000 Mk., das Wasserwerk 19 500 Mk bas Elektrizitätswerk 73 070 Mk. st- Wicsbaben, 11. Febr. Jin Zusammenhang mit , L ankunicrschlagungen von Flick und W e r n c r wurde 6er rni - Rechtsanwalt Sofien hier verhaftet und nach Frankfurt gcbrn.i, L- war früher Rechtsanwalt in Elwille und imirde von der Rep-- anwaltschast ausgesd-lvssen. <5crid)t»faaL R.B. Darmstadt, 10. Febr. Ein g c j ä b r 1 i in bei: Wohnwagen des .Stonbitorä Tebus- eingeftiegen und holt daraus 3500 Mark in bar gestohlen. Er wurde von der Straf kammec trotz hartnäckigen Leugnens zu vier Jahren eie Monat Z u ch t h a u 5 Jahren Ehrverlust und Stellung uni' Polizeiaufsicht verurteilt. Leipzig, 10. Febr. Das Reichsgericht hat die R e" j sio n des früheren Hausvaters der Blohmsd>m Wildnis, Friede.- Wilhelm Colander, ber am 30. Oktober v. I. vom Schwur- I gericht in Altona wegen Verleitung mehrerer -Fürsvrgezöglma ' zum Meineid unter Anrechnung ber wegen KörpeiweNetzung ani erlegten Gefängnisstrafe von acht Monoven zu 1 Jahr 6 Moiwie ZudMaus verurteilt war, verworfen. Handel. X Ettingshauf en, iu. yt-ur. Die Hol zver steige rungen in ben Genreiuüewalbungen gehen ihrem Ende tut gegen. Buchenscheitholz kostete der Meter 7—8 Mk., Bucheiwrüqe^ 5—6 Mk., Tannenholz 4—6 Mk., 50 Wellen 3—5 Mk. Ti. Preise sinb bieses Jahr etwas niedriger als vor zwei Jahr.» In Li K war gestern: das Brennholz bebcutcnb billiger als firn Mäctte. le. Wiesbaden. 10. Febr. Heuund Strohmann Angesahreu waren 5 Wagen mit Heu und Stroh. Man noheitc Heu 12.40 bis 13.00 Stroh lRichtfiroh) 6.80—7.0'J l'lt Fruchtma r k t. Hafer 16.80-17.20 Alk. Alles für 100 Kilo. tc. Frankfurt a. M., 11. Febr. Heu° und St roh wart.. 'Ungefähren waren 6 Wagen Heu und 0 Wagen Stroh. Bezaiie wurde für Heu Äik. 4.50—5.00, Stroh (Korr:--Langstroh) Alk. O.ü-j bis 0.00. Alles je 50 Kg. Dis Zufuhren waren aus Oberhessti und dem Kreise Ha>:au. Geschäft stau. Vermischtes. * Ter Schachwettlarnps um ö$e Meisterschaft bei Welt ging gestern mit der zehnter: und letzter: Partie zwisckru Lasker und Schlechter zu Ende. Lasier gewann, das End spick, indem ec Dame und Turm gegen Dame unb Springer fjatb damit erreichte er den gleichen Stand wie Schlechter unb ixr We11kampfist somit unentschiede n geblieben. Es w irb ein nei:er Wettkampf zwischen Lasker unb Schlechter geplant, im lmd)stes Jahr zum Austrag kommen soll. * Brand im Karnevalzug. Während der karnevali stischen Umzüge in Lissabon geriet ein Pruntwagen, der mit Baumwolle und Papier geschmückt war, das Schnee und Cis bestellen sollte, in Flammen. Die 13 TödUcr einer reichen 5ü- milie ber Stabt, bie sid) auf dem Wagen berauben, konnten rin mit Mühe ihr Leben retten; alle dreizehn wurden verletzt. Trotz der sofortigen Hilfc ber Umstehenbeu erlitten brci junge Mädchen sogar schwere Brandwunden im Gesicht: sii verloren vollständig ihr Haar. Das Feuer soll von eine jungen Mann angelegt worden fein, weil eine ber : Mabchen seine Liebe nicht erhörte. Äletnc Tngcschrottik. Ein furchtbarer A u 1 o m o d i l u n f a l l wird aus B o: deaux gemeldet. Ein Kraftwagen bes bekannten Sponsmani« de Alu mm, der einen Freund aus Deutschland, Iohannson, mi'. sich führte, stürzte um unb beide Herren wurden unter den Wagen gefchleubert. de Mumm konnte noch, wenn and) schwer verwunde-, herausgezogen werden, wahrend Johannsen unter bem brennendem Wagen völlig verkohlte. Der Lenker ist ohne jede nennensweit, Verletzung davon gekommen. Tas große Heilbad V e t r i o l o im Suganertal ist gäu^ lich abgebrannt. Tie Kirche wurde gerettet Der Sdn- ben beträgt 1/2 Million. '. Spidplan öes Neuen Eichener Staöttheaierr. Direktion: Hermann Steingoetter. Freitag den 11. Februar, abends s Uhr: 16. J:eiia<,;- Abonnement-PorsteUung: „Romeo und Julia/ Gnbc IC1/. H’f Souutag den 13. Febr., nachm. 31/, Uhr, bei kleinen Preisen: ,,-i 1 fidele Bauer/ Abends 7V, Uhr, b. kl.Pr.: „Romeo und Julia." Citt« gegen 10 Uhr. Dienstag' den 15. Febr., abends 8 Uhr: 15. Dlcn-- tags-Abonuements-Vorslellung. Zum 1. 'Male: „Stranokliider." (Sin Schauspiel in 4 Alten von Hermann Sndermann. Ende geg n 11 Uhr. Mittwoch deu 16. Febr., abends 7 Uhr: 15. Minwoä, Abouiieinents-Vorstellilng: „Der dnnkle Pimkl." Ende IU-- Freitag ben 18. Febr., abends 8 Uhr: 17. Freitags-Abonncinci!- Vorstellung: „Salome." Drama in einem Aufzug von C-ita Wilde. Hieraus zum 1. fötale: „Ter schlechte Ruf/ Ein Rokok-- scherz von Oskar Blumeulhal. Ende gegen 11 Uhr. Allgemeine Wetterlage seit Donnerstag früh: Das meftüdt Tiefdruckgebiet zieht in der Hauptsache über 9lordwestenropa, ot seiner Südseite hat über Nacht ein flacher Nandwrrbet bevet > Trübung und Erivärmung gebracht. Iii NordivestdentschlLnd iaa bereits Regen. — Auch morgen bleibt unjcrc Witterung unter den Einfluß der nordivestlichen Zyklone, so baß Südweitwinde vo' herrschen. Wetteraussichten in Hessen am Samstag dem 12. Februar l'Jlc Meist trüb und geringer Regen, milö, frischer Sübivefl. Sch n c c b e r 1 d) t: Vogelsberg nnd Taunus in höheren 2ag /, Schnei der. 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Muth, Vudwigstrahe 44, 4 Pfund Iß Pfg. luritan.-: Partie enxutn bei a 5 Ringelt hlechtcr m 3] bett, ßjto-if ter gelte ib du tote ittvagcn, bet s| nee und L- j inet reidjtn 'I den, lonm». rJ n roten d dcn erlitten id im lMüi)i..! i[| non ei ad cd eine bttl Haupt-Versammlung Dienstag den 15. Februar 1910, abends V29 Uhr, im Vereinslokal „Zum Löwen", Neuenweg 28. La g es - O r d n u n g: Kasienbertcht, Bericht des Schriftführers, Genehmigung des Voranschlags für Fahl der Mitglieder betrug 1908 Während 1909 gingen zu Die Stadt Wichen Hal alte Pflastersteine zum Preise von 10 Ml für den Mbm. abzugeben. Liebhaber werden gebeten, nck an das Tiefbauaml zu ivendclt. _______u ‘‘ , Konkursverfahren. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Wirts Heyno Bnes in Gießen ift zlir Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen der Schlußtermin auf Donnerstag den 10. März 1910, vormittags 11 Uhr, vor dem Großherzoglichen AintSgerichte Hierselbst Zimmer Nr. 18 bestimmt. Gießen, den 8. Februar 1910. SartoriuS, Gerichtsschreiber deS Großh. Aintsgerichts. sL"/, Während 1909 gingen ab Daher Stand der Mitglieder Ende no ter ml. 134 Kiefer, Värcbe, 230 Fichte. Im Distrikt Haag 1 fonimen nur btc blau unterstrichenen Nummern zum Verkauf. Auskunft erteilen die Großh. Jorstwarte Mutter zu Mücke und Edelmann zu Merlau lPost Mucke». Gruuberg, 7. Februar 1910. Großherzogliche Obersärsterei Nieder Ohmen. Rm. ff u u Anfang 9V4 Uhr vormittags auf der Lhauffee Wmnerod- Zaafen. Das Holz ist auf dem neu angelegten chauffierten Jiem •f. ‘WZL’ 3-5 K ■' >r jiuei u billiger unter 25 cm Wir empfehlen vrima süßes ftllilMslh. Witskühe» und prima Bilanz am 31, Dezember 15)09 Eichen-u.Fichtenreislg Blichen-Stöd'e Eichen-u.Fichtenslöele IW I unter 25 cm diese Preise gebe ich Rabattmarken. A. Goldschmidt Kaufmann, 1 Lehrmädchen. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 1 jung. Glaser, 2 Mobelsckreiner, 1 Zeuertchmied, 1 lungerer Schmied, 1 Schneider, 1 laudw. Knecht, 1 Schuhmacher, zwei landw. Dienstmädchen. , Ifebrlitmc: 1 Schmied, 1 Sattler und Polsterer. juchen Arbeit: .. , „ 1 Gutöinspektor. 2 Schreiber, 1 Elektromonteur, 1 Metalldreher, 2 Svengler, 2 Dachdecker, 1 landw. Unecht, 1 Korb und <->tuhl macker, 2 Sattler, 1 Maurer, 1 Zimmermann, 1 Kernmacher, 1 Schmied, 2 Tapezierer u. Polsterer, 5 Vanschlosser, 1 Wagner, I Heizer und Aiaschinisl. 1 Lackierer und Anstreicher, 4LauS' burschen, 10 Arbeiter. 2 Bauschreiner, 3 Fahrburschen, 3 Dienst Mädchen, 2 Laussrauen, 2 Waschfrauen. Lcbrlingc. 1 Kausmanu, 1 Mechaniker. Bekanntmachung. Die am 1. Januar lsd. Is. fällig geweienen Zinsen für ausgeliehene Kapitalien können nur noch in den nächsten acht Tagen ohne Kosten an unserer Staffic bezahlt werden. Gießen, am 8. Februar 1910. Bezirtsspartasic WieRcit. M« i. . _ r: 10. W Gnöe V.,V- nenW’jr und W-A; z Uhr: 1».^ lanii. W; fenbe iiagd-ilboniss lufjUfl ul* 25-^ ih: srdivelleE I lestdeuO"^ ittetimj n* , jÜDivt!!'’11” Gejellellprüstlng Des Bezirks Lich. Die diesjährige gesetzliche Gesellenprüfung findet im Monat April ds. Is. statt. An derselben können alle junge Handwerker au5 den Orten Eberstadt, Ober-Hörgern, Holzheim, Grüningen, Dorfgill, Garbenteich, Steinbach, Albach, Burkhardsfelden, Hattenrod, Münster, Ettingshausen, Ober-Bessingen, Nieder- Bessingen, Nonnenroth, Villingen, Langd, Hungen, Inheiden, Rodhemi, Steinheim, Treis-Horloff, Utphe, Langsdorf, Lich, Bettenhaufen, Birklar, Bellersheim, Obernhofen, Muschenheim teilnehmen, deren Lehrzeit spätestens am 1. Juli ds. IS. beendet ist. Anmeldungen zur Prüfung sind unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars bis zum 25. März ds. Fs an den unterzeichneten Ausschuß zu richten. Die Prüfungsgebühr beträgt 3 Ml. und sind dieselben mit der Anmeldung einzusenden. Wir machen insbesondere darauf aufmerksam, daß die Ablegung der Gesellenprüfung zwingende Vorbedingung für Zulassung zur Meisterprüfung ist. Die Versäumnis der Gesellenprüfung hat also spätere empfindliche, nicht mehr nachzuholende Nachteile im Gefolge. Lich, den 8. Februar 1910. Für den Prüfungsausschuß des Ortsgewerbevereins Lich. fatafflM Wäschemangeli, Wriinpnliia, IW» S” bewährteste Systeme. empfiehlt (a“/z August Kröll, Seltersweg 12. den Verkaufssteil. Gcbr.Bcrdur, Ludw.Gräs, F. Maternus, Foh. Marker, Karl Tuill und Job. Freitag den 18. Februar l. I., vormittags 1)l/o Uhr. werden bei Gastwirt Hörle zu Merlau aus den Distrikten Haag 1 und 2, Eichheege 3 und 5, Burgtvald 3, 4, 6 und 8, GäuSbeege, Beunemald, Hoherolh, Vinncnftruth, Atzenbodeu und Mcilvtavf der Forstwarlei Merlau, sowie den Distrikten Linues 7. 11 und Lehn Heimer LiuncS 2 der Jorftwartei Lehnheim versteigert: Scbcitcr Rm. 38 Buche. 8 Hainbucke lgcsp.I, 4 Eicke lrundf, ,2 Ahorn Irunhi, 175 Eicke (teils rund», 6 Birke, 2 Kirsche, 2 Aspe, Z207 Kiefer irunh), 4 Lärche, 83 Zickte (ritnb\ 2 Wcmnoutbskiefer. Knüppel Rm.: 79 Bucke, 14 Hain bucke, 8 Esche, 8 Ahorn, 247 Eicke, 0 Birke, 3 Aspe, 234 Kiefer, 2 Värdjc, 68 Zickte. Kuiivvclrcisig Rm.: 26 Bucke. 122 Eicke, 107 Kiefer, 44 Zickte (teils in Sckicktem. Gewöhn!. Reisig Rm.: 130 Bucke, 20 Efcke, Ahorn, 270 Eiche, Birke. Stöcke Rm.: 52 Buche, 2 Esche, 53 Eiche (2 sein gespalten», und 2. Kl. „ 50,66 „ 192 Rul. Buchen - Stammrcistg "betersgrnnd versteigert werden: -Zuchen-Scheith. ca. 400 Rm. Buchen-Stod „ Buchen-Reiser 2 „ Fichten- 80 „ Buchen-Km'ippel 10,5 „ Eich.-u.Nadelluüppel 67 Zusammenkunft auf der Kreisstraße rttllertshausen — Beuern (.Grenze zwischen Allertshausen und Elimbach). Medizin, und tcchn. Drogen, Ehcunkalicn, Materialwaren, Chemische Spezialitäten eigener ^abrlkation. V- Otto Schaaf, Gießen, Seltcrswen 30. 'S"'«1' Klein und Großhandel. Auskunft über ckem. t-'ckn Z-rnaen. Holzverfteigerung. Mittwoch den KL Februar lsd. Fs, vorm. von 9V2 Uhr an, romint in dem Allerts Häuser Gemeinde ■ wald in" den Distrikten Üangebruch und Buchkopf rc. zur Versteigerung: 25 Eichenstämme von 23—58 cm Durchm. bis 13 m Länge (darunter schönes Schnittholz) mil 16,10 Fstm. Pianos Flügel Harmoniums Ständiges Lager von IM bla 200 Instrumenten Vertretung von PTu Stein weg. JTbach« Sctaledmayer ® Senne, J?nn-ried hoftzglocke angczeigt. Bei Beginn des Läutens muß der Srtedhof sofort verlassen ivcrden. Eine Vicrlelslitnde nach dem Lauten werden bic tvriebhoi-~tove gcidiloiicn. _________________________________lv" ■ Qolzvcrstcigerung Vtontag ben 1 I. «Vcbrunc 1910, bor- mittaaS t»' Uhr, in den Abteilungen ^vrftgartcn, Grube «nd Aue (^orftwartci (gießen II, Nvrstwart Arft) 4 Rm. Eickcnnubkniivvel <4 Mir. laug»,.322,.» Rm. Vuchensckcil, 18 Rm. Hainbuchenscheil, 72 Rm. Elckeuschelt, 3 Rin.. Kiefernschei , 82 Rm. Bnchenknüpvel, 48 Rm. Elchenkuuppel, 2 Rm. Kie ernkimppel, 81,7 Rm. Bnckeustock, 27,8 Rm. Elchemiock, 3 R>n. Jickitenstock, 4530 Wellen Buchenreisig, 930 Wellen Eichenreißg, 100 Wellen l inden reisig, 20 Wellen Z-lcktenreisig. . B lt Zusammenkunft auf der Ltcher Straße am Z-orsthausHochwart. Holzverfteigerung Donnerstag den-17. Februar 1910, vormittags 9 Uhr, üi den Abteilungen Sanbutte, Saubütte brunnen, ^-ichtenkopf und Rußland, (^orüwartct Gießen 111, Aorftwart Geisel). . , ’B li 1301 ,>ichteuderbstangen mit 96,21 Fstm-, 11A> ,>lchtcnrclSstangell mil 16,24 Z-ftm., 1335 Ucklenbohneustangcn mit 1,22 Fstm., 43,9 Rm. Kiesernkuüvvel, 9,4 Rm. Fichleuknüppei, 10,;> Rnu Fichtenknuppel reisig, 7,5 Rm. Sichlenstock, 1410 Wellen Elchenreillg, 1000 Wellen Kicscrnreisig, 40 Wetten Fichtenreisig. Z.usanimenkunft ilt in der Wannschneise au der 3. Querfchnetfe. Städt. Wohuungsnachweis Gießen, Asterweg 9. Im Räumungs-Verkauf Billiges Angebot für 4 vorzügliche Marken Strickwolle. 10 Lot 40, 4S, 58 und 75 Pfg. in schwarz und allen gangbaren Farben. Auf Fichten-Stammholz im Markwald zirka: 7 Fstm. von 25—29 cm Durchmesser 41 u unter 25 cm , Pserdestatt und Heuboden. Zu mieten gesucht: 21 Wohnungen von 1—7 Zimmern.B"i- Städt. Arbeitsnachweis Gießen, Asterweg 9. Es können eingestellt werden: B’Vj a. bei hiesigen Arbeitgebern. . .. 1 Polsterer, 2 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 2 Drenst mädchcn, 1 Lausmädchen, 1 landw. Diettsimädchen, 1 Zeltungs ^"Lehrlinge u. Lehrmädchen: 3Schloffer, 1 Buchbinder, zwei Bäcker, 1 Tapezierer und Polsterer, 1 Glaser, 1 -schrcmcr, ein tzaushattungsschule des Aliee-Schul-Vereins (stießen Stciustraße 10 Beginn des nächsten KochtursuS 3. April. Anmeldungen bis spätestens 1. März erbeten, da sie sonst keine Berücksichtigung mehr finden können. v1*/, Die Vorsteherin: A. Deutsch. Ho!z-Bersteigerung Winnerod. Donnerstag den 17. Februar sollen in dem Distrikt Die Vicferuua von behobelten und bestoßenen Dielen, satten und Leisten für eine Lagereiurichtuug des städt. Eleklrlzuats werks soll öffentlich vergeben werben. 9iefernngsbebiuguugcu ,Md auf dem Bureau des Elektrizitätswerks erhältlich, Angebote b»S zum 16. Februar, uackm. 3 Uhr, verfchlosien, nm entiprecheuder Auffckrift verfeheu, dortfelbst einzureickeu. W-12 Tie Rechnungen der Armenkasse und der Plockischcu- Stiftung für 1908 liegen vom 12. ds. Alls an eme Woche lang zu jedermanns Einsicht auf dem Armenamt offen. I >?' /-• Das Polizeireglemem vom 24. Zebruar 1882, wonach die Warten und Feldbesitzer die ihren Grundbefltz an öffentlichen Fahr oder Fußwegen cinfriedigenden Heckcu in icbeni Fruluahr bis zum 1. März auf 1,25 Meter Höhe und 0,50 Meter -breite zuriikkzufchneiden haben, wird mit dem Anchgen wtederholt zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Z.uwiderbandlungen am Grund des Art. 43 des FeldstrafgefetzeS nut Geldstrafe von 1-10 Mark bestraft werden._________________________________________________“J* Der § 20 des Ncichömililärgefetzeö fchreibt vor: „Können zwei arbeitsfähige Ernährer hilfloser Fanulien, erwerbsunfähiger Eltern, Großeltern oder Gesckwuter mdii gleichzeltlg entbehrt werden, so ist einer von ihnen zurückzmtetten, bis der andere entlaffen wird. Spätestens nach Ablauf des zweiten Mtlt- tärpflicktjahres sott der einstweilen .'.urückgcstettte enigestellt und gleichzeitig der zuerst Eingestellte entlassen werden. Die e Be,tiiu mutig fittdel entsprechende Anwendung, wenn em zur Arbeit und Aufsicht unsäliiger Grundbesitzer, Pachter oder Gewerbetretbender zwei Söhne iticht gleichzeitig entbehren kann." . Damit die Ersatzbehörde tu der Vage ui, btc BeMmmung bet der Musterung zu berücksichtigen, fordern wir die Detetltglen auf, bet dem Standesamt int Rathaus schon letzt entsprechenden Antrag zu stellen. ® । LilM-Mhen Kirchenplatz 1 Televbon 319. I Bär ä, Wetterhahn. Leihgestern, den 11. Februar LlttidmrWtl. Ksllsiiiiiiitl'eiil I., 8.8.».».S. Balthasar Schäfer Jobs. Slruofb VI. Jobs. Tertor H . Direktor. Lagerhalter. Rechner. i sind eingetroffen. Verarbeitun Marktplafc: Solide Preise :: Kulante Bedienung Die allerneuesten Stofie für Anfertigung von iessei UZ K W Blumen- will taen-MItag Karl Becker Nachf. Inh.: Carl Dietz Seltersweg44 Telephon 13 Versand nach auswärts unter Garantie tadelloser Ankunft. [780 schwerem Leiden Die Burschenschaft im A. 0a Arminia liessen Giessen, 11. Februar 1910. MM Todes-Anzeige Heute nachmittag 3 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden im vollendeten 59. Lebensjahre unser innigstgeliebter Herr Jako' LaZLLS Um stille Teilnahme bitten Giessen und Frankfurt a. M., 10. Februar 1910. Die Beerdigung findet statt: Sonntag nachmittag 3 Uhr auf dem neuen Friedhof. Blumenspenden dankend verbeten. Hygienisch rein. [Ds/, Die Vorsitzende: Luise Wortmann. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Elise Kaan geb- Rosenthal Anni Dreifuss geb. Kaan Tilli Kaan Julius Dreifuss I. A. der Akiivatas: Zorn (X) X Ltud. phil. Der Schriftführer: Fritz Sch in oll. ■ fördern zu wollen. Gießen, den 9. Februar 1910. Für den Vorstand des Guslav-Adols-Frauenvereins 885I—I9OI H. Heyne Watttorstraste 5. 653 I. A. des AGtberrnbuftdes Dr. Schäfer. Giessen Telephon 322. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, die Altersgenossen von dem Ableben unseres lieben Kollegen Herrn J. Kaan jr. geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Sonntag nachni. 3 Uhr aus MM, Dr. Otto Dieffenbach Chemiker in Griesheim a, Efl. Samtas-Brot von zahlreichen Aerzteu und Gelehrten als das Beste und Bekömmlichste täglich empfohlen, gegen Darmträgheit, Blutarmut, Blinddarmentzündung, Zuckerkrankheit usw. 0324 Alleinvertrieb für Giessen: M. Duphorn. Reformhaus, Marburg. Filiale-Giesse«, Neuenweg, Ecke Kreuzplatz. GustaV-Äiolf-fraatnilerciii. In diesen Tagen werden die Jahresbeiträge für unseren Verein erhoben werden. Eine Anzahl von Sammlerinnen hat sich freundlichst bereit erklärt, die Erhebung für 1909 (laut Ankündigung im Oktober auf Februar lfd. Js. verschoben) zu übernehmen. — Im Jahre 1908 wurden für die Zwecke des Vereins, zur Linderung mannigfacher Not bei armen Glaubensgenossen, in unserer Gemeinde 1225 Mt. durch unsere fleißigen Sammlerinnen und das Wohlwollen der Gebenden zusammengebracht und durch Vermittlung des Verwaltungsrates in Darmstadt an 37 hilfsbedürftige Gemeinden und Anstalten verteilt. Indem wir allen Gebern auf diesem Wege nochmals herzlichsten Dank sagen, bitten wir, auch in diesem Jahre unsere Sammlerinnen freundlich annehmen und durch Spendung reichlicher Gaben die gute Sache unserer evangelischen Kirche im 35. Lebensjahre. Sein Andenken als eines der Treuesten und Unermüdlichsten wird unter uns fortleben. Jilf 'HüB jiliM Winl pnrng tri Illen V [36 spr I Reform I geltend len steht p lebe ni, wnbt 5?( MÄerlich Mbg. Bi ■ruic red Buik! Ei Miß aber M die Sic [Sittel an Ms Stü Mgcs I tfl der 3 Reicl pr Herrsch penb ;u öleid INflajici IkkiiMlichh r ka Herr M Alreb r'':r 3ahr FMene \xi kJ«i R®®» nm Men D KP r"it t Pit die R um die E.Sj Reiben. Rrt" LKchit fren hi, Todes-Tlnzeige. W , Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige W Mitteilung, dar; es Gott dem Allmächtigen gefallen har, W heute morgen 2 Uhr unser liebes Tächlerchen, Schwester' ® chen und Enkelchen Henni im beinahe vollendeten 3. Lebenssahrc nach kurzem aber M schwerem Leiden zu sich zu rufen. W Die tieftrauernden Hinterbliebenen W Familie Ommcrt 88 Familie Dürr Gießen IWetzsteinstr. 4A, den 10. Februar 1910. Die Beerdigung findet Samstag nachm. 3 Uhr von der ® _________-mvelle des neueil Friedhofes aus stau. [903 M ßauer'scher Gesangverein Das laut Karte für den 13. Februar bestimmte Konzri sindet Umständehalber erst am 27. Febr. in der neuen Nnwersitäts Aulv statt. — Heute abend 9 Uhr Singstunde. v"ji Der Vorstand. k U5 Losung, ben Er*? * de k'Jiir id & il Ki? n,'i fc'Srt I ij iic h W . K A Er K? h ijjl’ti ifAleti IM tJ.Änn ■ dem neuen Friedhof stall. V Flaschenbiere. Original-Füllung unserer Niederlage. Sehr wohlbekämmlich. Niederjage: Löwenbräu der älfrften Krsg-Brnnmi Jartank Helles Bier edelster Art, bestvoll- tommenster Ersatz für echtes Pilsner. Heute nacht verstarb in der Klinik des Vaterländischen Frauenvereins zu Frankfurt a. M. nach unser lieber Bundesbruder, der Kassenwart unseres Altherrnbundes Der heutigen Nummer lirgt eine besondere Beila.2 -ZM- über Sekbst-Unterrichts-Werte /Methode Rusiin" vcr Bonnes & Hachseld in Potsdam bei. k t wrV F . « y_ > I jSoeilerc Jie i WM jC Meise 1*' Seit: te!" gea Meäfit I gift Der M M Sie Sil 3h RNromck h Sablge Wi nur öi |ht werd MriMu . sang bat im Lei! üfegieruitg M toben, fein, A ■anberen » tot cs Mugllng pn soll, Itortr den M föOtb. mitt fct Widei k. 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