V. 287 toetta Statt (60. Jahrgang MdxM «tzNch mfl «Mmtan ta " mhj* t* .etr|re« Jtralllmbtltttr" »«*« Um ,en^riflrr* viermal »-ckrenllich Vr1grie«t. kl Hh Ms Krtii Giehrs- jnxrmal »öcvenUich. tHe „tanbwIrtfdjaftllQai MV- fragte** nid)einen monatlich zweimal. Eichener Anzeiger General-Anzeiger für GberWen nnttwod), 7. vqrmder (9(0 MettrtimtBbnttf unM Verlag der Vrüblichen Unwersuär» - Vuch- und ©tembrudetel 8L Sengt, Gießen. Rebaftbn, Expedition und Druckerei: Schul- straßt 7. Expedition und Verlag: 6L Rebaftwrce^® 112. Tel.-Adr^An-eigerGießen. * Hessische Zweite Kämmet. Darmstadt, 6. D^. Am Regierung-Tische: Skaak-minister Ewald, Minister des Innern v. Homberflk, Geheimrate Dr. Becker, Frhr. v. Btkgeleben, Ministerialräte Lorbacher, Hölzinger Die Tribüne für das Publikum ist dicht besetzt. Brzepräsiden. Karell eröffnet die Sitzung um 10ye Uhr Bor Eintritt in du Tagesordnung richtet Abg Molthau an btt Regierung tm Änsrage, ob sie bereit sei, feine Interpellation über die Notlage des Winzerstandes bald zu beantworten. Minister des Innern d. Hombergk erklärt sich zur Be- QjTtnx>ming der Anfrage bereit, sobald sie aus die Tagesvrdnun-g gesetzt sei. Zur Besprechung gelangt zunächst btfl Anfrage der Abg. Ulrich und Dr. Winkler, bete. Die Veruntreuungen des Notars Hubert in Oppenheim. Die Negierung hat auf die bekannte Anfrage der beiden Abgeordneten in der vorigen Sitzung eine längere Erklärung abgegeben, in der sie eine Haftbarkeit für die fehlend« Gelder im Hmblick auf Art. 79 des Gesetzes über die Ausführung de? V G B. und Art. 14 des NotariatSgesetzes vom 15. März 1891 ablehnt, sich aber auch zu einer freiwilligen Schadloshaltung der Beteiligten in der Form, wie es im Falle Link geschehen sei, nicht bereit erklären zu können txrmnrot. Dagegen, wolle die Regierung, wenn der geplante Hilfsfonds für die Geschädigt« tuslande tontmc, einen Zuschutz aus dem Fonds für öffentliche und gemnnnützuu Zioecke leisten. Bei den Beruntreuungen Hubers würden sich auch die strengsten Kbntrollmaßregeln als illusorisch erwiesen haben; am zweckmäßigsten erscheine der Regierung der Abschluß einer Versicherung zu Gunsten der Hinterleger und sonstigen Berechn tigten gegen Nachteile durch Veruntreuung ar, wofür die Notar, die Kosten zu tragen hatten. Abg Dr. Winkler (92(1.) bedauert den Fall außerordentlich da durch ihn die Existenz vieler Deinen Leute vernichtet ist Ein solcher Fall habe sich während dem 100 jährigen Bestehen des rlitind-'is'schen Notariates noch nie ereignet Der Mann hob« e- verstanden, zu täuschen. Er sei lange Zeit Vertrauensmonr. des Beutrums und auch der nalionallibeialai Partei geu-en Scrn Einlourmen sei hoch gewesen, 40 000 dis 50 000 Mark im Jahre, sein Leben sei luxuriös. Eine Entdeckung der Unter- schlagungen war bei der jetzt beftebenben Kontrolle unmöglich Abhilfe sei wvhl zu schaffen durch Berstaallichung des Notariats, doch werde damit auch nicht viel erreicht, da z. B. in Rheinhessen das Vertrauen zu den Notaren so groß sei, daß das ^"ublikum, nach wie vor zu den Notaren und nicht ans Amtsgericht gingen. Auch bebenie die in diesem Falle nötige Erhöhung der Bcaintenzahl eine wesentliche finanzielle Mehrbelastung. Ein weiterer Weg zur Abhilfe sei der Zwang, den Geldgeber im Depositenbuch seinen Namen erntragen zu lasien. Auch doppelseitige Quittungsbücher seien zu diesem Zwecke zu empfehlen Hierzu müsse die unvermutete Kontrolle. Die Antwort der Regierung auf seine Anfrage, ob sie helfen wolle beim Abstellen soläzrr Mißstände, halte er nicht für befriedigend, d abie Regierung eine Hilfe ihrerseits davon abhängig mache, daß zuvor von den Notaren eine Hilfsaktion eingeleitet wird Einerseits umkleide die Regierung den Notar mit einer gewissen Würde, die wesentlich dazu beitrage, daß ihm angemessenes Vertrauen eMgegcngebracht werde und bann verweigere sie ihr Einspringen für die Ruinierten, die fast lauter Reine Leute seien. Das System der Entrolle sei fehlerhaft, da der Notar seit 15 Jahren seine Veruntreuungen begangen habe. Da die Regierung ein solches System aufgestellt habe, sei sie auch gezwungen, den Gcschä- digten zu helfen. Redner erwähnt sodann einige krasse Fälle von Not, ui die viele Familien durch die Machenfchaltan des Notars gekommen find und weist nochmals auf die Pflicht bei Regierung hin, zu helfen. . Abg. Ulrich (Soz.). Auch ihn habe die Regierungsantwort durchaus nicht befriedigt, da sie um den Kern der Sache herum- gehe. Redner stellt den Antrag, die Regierung zu ersuchen, gleich wie im Falle des Notars Link in Dieburg aus Mitteln der Staatskasse eine Entschädigung der in Frage kommenden Geschädigten in die Wege zu leiten. — Redner fordert bann die Regierung auf, zu tun, was notwendig ist, um derartige Fälle in Zukunft zu verhindern. Die Vorschläge des Kollegen Winkler seien ja gutgemeint, doch seien sie für Spitzbuben — unb nur gegen diese wolle man sich wenden — nicht geeignet Die Ver- quiching der Rechtsanwaltschaft mit dem Notariat fei bedenklich und nrüsse aufgehoben werden. Daß die Amtsrichter die Ge- schäfte des Notars ganz gut mitversehen könnten, sei von Dieburg her bewiesen. Solche Veruntreuungen könne selbst die Kontrolle, auch die unverhofft auSgeübte, nicht verhindern, es müsse das Institut der Notare unter allen Umständen verstaatlicht werden Justizminister Dr. Ewald Exz. schließt sich dem Bedauern der Tonedner an. Es sei begreiflich, da ßin weiten Kreisen sich die Frage rege, wie derartigen Fällen vor gebeugt werden könne Eine durchaus genaue Kontrolle sei außerordentlich schwer . Du gemachten Vorschläge treffe nur die ehrlichen Notare. . Rednei verspricht sodann, da ßeine Ergänzung der Mmtnvlle auf Grund bet gemachten Erfahrungen von der Regierung erwogen werde Das Vertrauen in das dLotariat sei durch den Fall Huber nicht erschüttert worden, deshalb, dürfe man wegen eines Einzelfalles nicht das ganze Institut umstürzen. Dem Publikum werde dadurch, daß man ihm die Möglichkeit nehme, seine Vertrauensmänner selbst auszusuchen, ein schlechter Dienst erwiesen. Es sei eher möglich, daß das Notariat Reichsinftitution tverde. Das Einkommen Hubers habe nicht 40 000, sondern nur 17 000 bis 18 000 Mark betragen. Der hessische Staat würde bei Verstaatlichung des Notariats keine Geschäfte machen, denn der Brutto einnahme der Notare in Hessen von 449 439 Mark stehe gegenüber eine Ausgabe von 427 240 Mark für die Amtsrichter. Was die Gntfdjäbigung der Leute betreffe, so sei die Regierung bereit, ihr Scherflein beizutragen, wenn sich ein entsprechendes Komitee bilde, dem die Abgeordneten ebenfalls beitreten sollten. Eiw Haftung des Staates müsse er jedoch ablehncn. Abg. Wolf 08b.) widerspricht den Ausführungen des Justizministers und tritt entschieden für die Verstaatlichung des Notariats ein, was viele Vorteile mit sich bringe, auch für die Besserstellung der Gehilfen und Angestellten der Notare. Abg. v. Brentano (Ztr.) widerspricht den Ausführungen des Abg. Dr. Winller, der Notar Hubert in Oppenheim fei Vertrauensmann des Zentrums gewesen. Er ist gegen die Ber- staallichiiilg des Notariats. Die Veruntreuungen bei anderen Jnslitulionen und Beamteiikategorien führten auch nicht zur Aushebung dieser Kategorien. Wenn Abg.. Wolf behauptet habe, das Vertrauen der Notare in Rheinhessen sei jetzt erschüttert, so sei das nicht wahr, was ja schon der Herr Jnsttz- minister ausgesprochen habe und was die Neuwahl wieder eines Notars als Beigeordneten anstelle des verstorbenen Notars Hubert in Oppenheim beweise. Die Amtsnotare seren auch mcht über allen Zweifel erhaben, wie 2 Vorfälle in Württemberg bewiesen Zur Vermeidung solcher Vorfälle könne die Regierung nichts tim, doch sei Redner mit jeder Hilfsaktion einverstanden. Entschieden müsse er sich jedoch dagegen wenden, das; man die Einzeltat eines Menschen, die seit hundert Jahren zum ersten Mal vorgekommen sei, an die Rockschöße eines ganzen angesehenen Standes hänge. m Abg Dr. äutfmaner (Ztr.): Eine moralische Verant- Wörtlichkeit der Regierung gegenüber den Geschädigten bestehe nicht, >a eine Revision von feiten des Landgerichtsprajidenten nicht versäumt worden sei. Eine unvermutete Kontrolle sei unmög- llch und werde nur von Leuten vorgeschlagen, die von bem ganzen Geschäftsgang keine Ahnung hätten. Redner schließt sich im übrigen den Ausführungen des Abg. v. Brentano und des Regierungsvertreters an. Iustizminister Dr. Ewald: Die Versicherung der Notare ür Fälle von Veruntreuungen beeinträchtige nutzt das Ansehen des Standes und fei keine Beleidigung deS Notariatstaudes, wie Abg. Dr. Zuckmayer es hingestellt habe. Abg. Bähr (wild) macht unter allgemeiner Unaufmerksamkeit des Hauses eine Reihe überflüssiger Bemerkungen, auf die näher einzugehen wir keine Veranlassung haben. Abg. Sentzfelder (93b.) spricht für Verstaatlichung des Notariats. Die Regierung könne eine Entschädigung im vorliegenden Falle nicht gewähren, dies würde zu weit führen. Bei Verfehlungen von Ortsgerichtsvorstehem gewähre der Staat auch keine Beihilfe. (Große Heiterkeit.) Abg. Dr. Winkler (null.) freut sich übet die Anerkennung des Abg. v Brentano, der selbst Nolar ist, daß er (Redner) objeftir gesprochen habe. Wenn es auch eine absolute Sicherheit gegen jie Veruntreuungen nicht gebe, so könne die Sicherheit durch seine Vorschläge doch bedeutend erhöht werden. Am größten fei die Gefahr einer Unterschlagung bei den Einnahmen. Die Ausführungen Dr. Zuckmavers trugen den Stempel mangelnder Logik, die Regierung habe die Verpflichtung, zu helfen Redner tritt sodann nochmals für feine Vorschläge ein. Ei ist bereit, zu versuchen, ein Komitee zu bilden, sodaß mit Hilfe des Zuschusses der entstandenen Not abgeholfen werden kann. Abg. v. Brentano (Ztr.) möchte gegen die Veruntreuungen daS Mittelchen empfehlen, daß jeder Notar zivaugsweise alliährlich einmal Urlaub bekommt. Im übriaen bedauert der Redner die Verallgemeinerung dieses EinzeljattcS; das hessische Volk habe keine Ursache, sich durch letzteren beunruhigen zu lassen. Justizminister Dr. Ewald widerspricht dem Urlaubsvorschlag des Vorredners. Es sprechen nochmals die Abgg von Brentano und Senßfelder, wonach der Präsident die Besprechung für geschloffen erklärt. Darauf widmet der 1 Präsident dem verstorbenen Kammer-Berichterstatter Amtsrichter a. D. Lindenstruth, der seit 23 Jahren aus der Journalistentribüne tätig gewesen ist, einen warmen Nachruf. Sowohl die Kammer, wie die Regierungsvertreter und die Journalistentribüne ehren das Andenken des Verstorbenen durch Erheben von den Plätzen. Darauf 'schließt die Sitzung um 1/>2 Uhr. Nächste Sitzung: Mitttvoch vormittag 9 Uhr. Die neue Zernivrechuebsidrenorünung im vudgetaüsschutz. :: Berlin, 6. Dezember. Der Budgetausschuß begann heute die Beratung der im vorigen Tagungsabschmitt eingebrachten Fernsprechgebührenordnung. Dse Vorlage sieht eine Grund- und e i n e Gesprä chg ebÜhr vor, während die bisherige Pauschgebühr aufgehoben wird. Die Grundgebühr beträgt nach .den Vorfcylägen der Regierung in Netzen von 1 bis 1000 Anschlüssen 50 Mk., von 1001 bis 5000 Ausschlüssen 65 Mk, von 5001 bis 20 000 Anschlüssen 80 Mk., von 20 001 bis 70 000 An chlü sen 90 Mk. und in Netzen mit mehr als 70 000 Anschlüssen für rede angefangenen weiteren 50 000 Anschlüsse je 10 Mk. mehr. Für jede hergestellte Verbindung wird eine Einzel-Gesprächsgebühr von 4 Psg. erhoben. Der Teilnehmer darf sich vom Drittm einen Betrag bis zur Höhe der Gebühr erfragen lassen, die für die Verbindung bei Benutzung einer öfsenllichen Sprrchstelle zu entrichten wäre. Die Ferngebühren betragen nach den Vorschlägen der Regierung bis 25 Kilometer 20 Pfg., bis 50 Kilometer 25 Psg., bis 100 Kilometer 50 Psg., bis 250 Kilometer 75 Psg., bis 500 Kilometer 1 Mk., bis 750 Kilometer 1,50 Mk., bis 1000 Kilometer 2 Mk. und über 1000 Kilometer für jede weiteren 250 Kilometer 50 Pfg. mehr. Inzwischen haben zwischen der Reichspostverwaltung und Mitgliedern des Ausschtisses Erörterungen stattgefunden, die in der Hauptsache zu einer Verständigung auf einer in einem Anträge Nacken (Z t r.) formulierten Grundlage geführt baben. Die Abstimmung wird vermutlich morgen erfolgen, indes ist die Annahme des Antrages wahrscheinlich. Staatssekretär K r ä t k e verwahrte sich dagegen, daß es sich bei der Fernsprechgebührenordnung um eine agrarische Maßnahme handele. Die Verbilligung des Fernsprechverkehrs komme nicht nur dem flachen Lande, sondern auch den Städten zugute. Die Moadiler 5tratzenkrawalle vor Gericht. < Berlin , 6. Dezember. Nach Eröffnung der heutigen Sitzung wird bekannt, daß der Polizeipräsident v. I a g o w nunmehr dem Anträge der Ver- leidiger zgueslimmt hat, den von diesen namentlich bezeichneten Beamten oie Erlaubnis zur Zeugenaussage darüber zu geben, rote viel Mannschaften seinerzeit zu dem Moabiter Krawall vom Polizeipräsidenten aufgeboten worden sind, und welcher Art die diesen erteilten Instruktionen waren. Dagegen ist es den in Frage kommenden Beamten nach wie vor nicht gestattet, sich über Fragen des inneren Dienstes und der Verwaltung auszulassen. Da heute in der Hauptsache der Fall des Angellagten Eisenreich zur Verhandlung qdangen soll, so hat der Vorsitzende Landgerichtsdirektor >Dr. Lieber den auf freiem Fuß befindlichen Angellagten beiderlei Geschlechts gestattet, beute der Verhandlung fernzubleiben und ihren privaten Geschäften nachzugehen. ^.r c Der Angeklagte Eisenreich ist Mormone und will an jenem Abend, an dem er wegen Teilnahme am Aufruhr verhaftet wurde, auf dem Wege zu einer Bibelstunde der Mormonen gewesen sein. Hierzu bekundet zunächst der Schutzmann G a t h o w , daß er den Angellagten Eisenreich genau beobachtet habe, wie er wiederholt rief: Haut die Blauen, haut sie! Er hielt dabei die Hände trichterförmig an den Mund und wurde deshalb festgenommen. Der Angeklagte gibt auf Befragen zu, gerufen zu haben, well auch andere riefen; er will aber nicht wissen, daß mit dem Rufe die Schutzleute beleidigt wurden. Der Angellagte Romanowski hat in der Waldstraße die Schutzleute durch die Zurufe: „Haut die Schweine!", „Bluthunde" u. a. m. beleidigt. Er erklärt, ex habe zwar „Bluthunde" gerufen, damit aber nur die Kriminalbeamten gemeint. Von seinem Arbeitgeber wird dem Angellagten ein gutes Zeugnis ausgestellt. Der Zeuge Hoffmann ist Portier eines Hauses in der Wallstraße und hat gesehen, daß die Leute von den Schutzleuten mit gezogenem Säbel vor sich hergetrieben wurden. Wenn die Schutzleute jemanden erreichten, bekam er einen Hieb über das Kreuz. Die Menge habe sich nichts zu Schulden kommen lassen. Eine Zeugin Bartsch bekundet, daß ihr Bruder, ein ruhiger fleißiger Mensch, auf dem Wege nach der gemeinsamen Woh- nung von Polizribeamten geschlagen und bis in den 5. Stock deS zweiten Quergebäudes des Hauses, in dem er wohnte, verfolgt worden sei. Der folgende Zeuge Mechaniker Trost ist Mllglieb der sogenannten gelben Arbellerorganisation und bereits längere Zell oei den Siemens-Schuckertwerken beschäftigt. Er hat von dem Balkon feiner Wohnung aus verschiedene Beobachtungen gemacht und gesehen, wie sich die Massen anfammelten. Es kam dabei aber zu keinen Ausschreitungen. Plötzlich zogen die Schutzleute auf das Kommando eines Offiziers blank und slürzten sich auf die Menge, die mit Säbelhieben zurückgetrieben wurde. Ein alter Mann erhielt einen Hieb, daß er wie vorn Blitz getroffen Sn Boden sank. Seine Frau war über den Vorfall so erschüttert, daß sie laut zu weinen anfing. Zeuge Buchdruckereibesitzer Auge hat auf dem Balkon seines Hauses gestanden und von dort aus Beobachtungen gemacht, bis ihm die Beamten mit erhobenem Revolver drohten, er solle von dort weggehen. Zeuge Schultz ist Mllglied einer freiwilligen SanitätS- kolonne und hat aus freien Stücken sich unter die Menge begaben. Die Polizei habe sich überall maßvoll benommen, wenigst ms in den Fällen, die der Zeuge beobachtet hat. Die weitere (Srifrttrung dreht sich um den Fall des Angeklagten Senf, der aus einem Straßenbahnwagen der Linie 20 heraus verhaftet wurde, und zwar auf Veranlassung des Voi> zeugen Schultz, mit dem er in einen Wortwechsel geraten war. Zeuge Polizeilentnant Götze bekundet, daß entgegen den Angaben des Angeklagten an der fraglichen Stelle eine Menschenmenge von etwa 500 bis 700 Personen versammelt war, die ausgefordert wurde, auseinanderzugehen. Sie wurde schließlich von Der Beußelstraße nach der Waldstraße zurückgedrängt Von einem -Beamten mußte ein Schuß nach einem Hause abgegeben werden, von dem aus mit Steinen geworfen worden war. Der Polizeileutnant teilt ferner mit, daß während der Unruhen ein Herr mit einer Sanitätsbinde auf der Straße erschien, der behauptete, aus purer Menschenfreundlichkeit gekommen zu fein, um zu helfen. Der Mann wurde schließlich sistiert, was aus chm geworden ist, weiß der Zeuge aber nicht. Dorus werden die Weiterverhandlungen auf morgen vertagt, • Wie das Wolff'sche Bureau erfährt, stellte der Berliner Polizeipräsident gegen den „Vorwär ts" Strafantrag wegen eines Leitartikels, der sich mit den Moabiter Streikkrawallen beschäftigt. Es handelt sich um den in der heutigen Ausgabe des „Vorwärts" erschienenen Artikel: „Die geheimen Führer und Leiter der Moabiter Revolution", in dem behauptet wird, Polizei- und Kriminalbeamte seien die Führer und Setter der Aufständischen in Moabit gewesen, die versucht hätten, durch aufreizende Rufe die Erregung der Menge zu steigern. Der Polizeipräsident stellte wegen dieser Behauptung und daß sich Lxksvitzel und öffentliche Agents provocateurs in Moabit befunden hätten, für sich und die unterstellten Beamten Strafantrag wegen öffentlicher Beleidigung. Au» Stabt unb Laub. Gießen, 7. Dezember 1910. ** Bei der land- und forstw. Berufsgenossenschaft für das Großherzogtum Hessen sind im letzten Geschäftsjahre 2863 Unfälle angemeldet worden. An Entschädigungen für Renten an Verletzte, Kosten des Heilverfahrens ufw. wurden 918096 Mk. aufgewendet. Für 1911 sind hierfür 1079 100 Mk. vorgesehen. Der gesetzliÄ anzusammelnde Reservefonds beträgt zurzeit 1 813 083 Mk. — Eine ganz besonders günstige Entwicklung hat die der Berufsgenossenschaft angegliederte Haftpflichtversicherungsanstalt genommen. Die Zahl der Mitglieder ist auf 8035 gestiegen. Das Reinvermögen der Anstalt beziffert sich zurzeit schon auf rund 50 000 Mk Der Beitritt ist bereits mit 1 Mk. Beitrag für das Jahr möglich und wird allen Landwirten im eigenen Interesse dringend erwpfvhlen, da ein wirksamer Schutz gegen die Gefahren der gesetzlichen Haftpflicht für jeden Unternehmer notwendig ist. ♦* Braunschweigische Orden. Der Großherzog hat den nachstehenden Personen die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen der ihnen von dem Herzog-Regenten von Braunschweig verliehenen Ordensauszeichnungen erteilt und zwar für den Orden Heinrichs des Löwen 1. Klasse: dem Oberkammerherr Bolprecht Riedesel Frhrn. zu Eisen b ach, das Kommandeurkreuz 1. Klasse desselben Ordens: dem Hofmarschall Frhrn. v. Ungern-Stern- berg, das Kommandeurkreuz 2. Klasse desselben Ordens: dem diensttuenden Kammerherrn Dr. Frhrn. v. Leon- hardi, dem Kanrmerherrn August Riedesel Frhrn. zu C i s e n b a ch , den Orden Heinrichs des Löwen 4. Klasse: dem Hofkammerrat Hch. Meinhardt, dem Schloßinspektor Gg. Schön, dem Obergarten-Jnspektor Ludwig Ditt- mann, das Verdienstkreuz 1. Klasse: dem Hoffourier Joh. Haberkorn, dem Hofküchenmeister Rob. Edion, dem Silberverwalter Friedr. Reiter, das Verdienstkreuz 2. Kl.: dem Kammerdiener Ludw. Lang, das Ehrenzeichen 1. Kl.. den Hoslakaien Leonh. Knapp, Paul Kantzenbach, Ferd. Rotter, Karl Hupe und Erwin Hel Im u t h. Evang. Bund. Der am Sonntag abgehaltene Familien- Abend war gut besucht und wohl gelungen. Mit Freude sah man dem Vortrag von Pfarrer D. Dr. Dieh l-Darmstadt entgegen; sein Thema „Die hessische Reformation als soziale Tatt' durfte allgemeines Interesse beanspruchen, lind es war in der Tat wieder etn Genuß, den gründlichen Kenner hessischer Kirchen- geschichtr zu hören, der in der Einführung der Reformation durch Philipp den Großmütigen nicht nur eine religiöse, sondern auch eine nationale und vor allem soziale Tat erblickt. In lebendiger Darstellung werden die Verhält- niffe Hessens in jener Zeit geschildert. Das Land ist mit Klostern dicht besetzt. Ihre Insassen leben von den Gaben der umwohnenden Bevölkerung und geben in ihrem Leben vielfach schweres Aergernis anstelle eines guten Beispieles. Die Besetzung des Erzbistums Mainz kostet das Land jedesmal gewaltige Summen, die au die Kurie in Rom abzuführen sind. Mit der Einfi'chrung der Reformation in Hessen erwachsen dem Landgrafen schwere Aufgaben gerade auf dem Gebiete des Klosterwesens, und hier zeigt sich fein sozialer Sinn. Die Mönche und Nonnen, die int' Augenblick vorhanden sind, werden nicht einfach auf die Straße gestoßen, sondern ihr Auskommen wird sicher gestellt. Die reichen Klostergüter aber will der Landgraf persönlich nicht berühren, sie sollen der Gesamtheit "deS Hessenvolkes zugute kommen, für dessen Wohl Sorge zu tragen Philipps Regierungsprinzip ist. Die ungeheuren Einkünfte der Klöster sollen sozialen Zwecken dienen. Jede arößere Gemeinde soll ihren Pfarrer haben und die Pfrün-. den nicht den Pastores absentes" zufallen, die für einen lächerlich geringen Gehalt einen „armen Schlucker" mit Haus verbracht, wo Sachverständige vernommen. erhältlich Auergesellschaft, Berlin 0.17 (Fortsetzung.) TM Wiederherstellung der Oeiscntlichkeit, die während der Echilderimg der Anjeriignng der zu den Anschlägen verwendeten bomben ausge|chlos|en war, werden zunächst zwei Srnw°h..er,°hl 643, davon finb 611" «Ä^TiGrbX» (iyuo. oio.j Der Friedberger vombenanschlag vor den Geschworenen. doppert hat den Bankdirektor Meyer 2 Tage Wäre untersucht. Das Gesicht war von Keinen Haut- M. hatte nicht die geringste Erinnerung, bei welcher Gelegenheit der Schuß, der im Kopf saß, gefallen sei. Bei der Verletzung l)at 2JL den Geruchssinn dauernd verloren Der Verletzte wird keinen dauernden schaden haben. Kugel ist unter dem Schädeldach nicht Auf der Kirchweihe zu Eifa kam es zwischen dem in Alsfeld bediensteten Knecht I. B. aus Bernshausen und einigen jungen Burschen aus tiia Zu einem Wortwechsel, bei dem der B., der eine Ohrfeige erhalten haben will, einem anderen Burschen mit seinem feftstehenden Taschenmesser in den Unterleib stach. Der lebensgefährlich Verletzte wurde von einem Arzt im Auto in das Alsfelder Kranke m Arzt im Auto in das Alsfelder Kranken . - -- die Wunde verhältnismäßig schnell heckte. Das Gericht diktierte dem bereits fünf Mal wegen Körperverletzung bestraften Angeklagten zwei Jahre Gefängnis zu, worauf ein Monat und eine Woche Untersuchungshaft angerechnet werden; ferner wurde das Messer eingezogen. Der Gärtner. iseorg Laue m Frankfurt schildert die De. schädigung an der benachbarten Villa, an der 2 00 Scheibei, e n t zw e i waren. Der Schaden betrug an 300 Mk. ™ Der Dienstmann Brauer aus Homburg schildert, wie idm- Wingeß den Gang zum Bankier Mayer übertragen Hal- tvr Zeuge war a uch in Friedberg, um die Leiche des Wmgeß rekognoszieren; er hrnr dazu tedoch nicht in der Lage. w Polizeikommissar Ludw. Weiß- Friedberg schilder:, wie bi? Explosion im Rathause stattgesunden hat. Er war im Dause und r kam ihm dabei vor, als wenn sich alles von unterst zu obnü kehrte. Er alarmierte die Feuerwehr, die die 16 Beamten bi? durch den Zusammenbruch der Treppe abgeschnitten waren' Leitern rettete. Wei ßschildcrt das 1738 erbaute Rathaus, da'^ QUJ 1 Meter starken Bruchsteinmauern aufgeführt ist. Als d.r Zeuap aus dem Rathaus hinauskam, hörte er, daß die Reichs bau' ausgeraubt sei und der Bankvorstand tot wäre & betrieb dann die bekannte Verfolgung des nach Ockstadt zu entflohenen Täters, der — in die Enge getrieben — sich einen tob” lichen Schuß in die Schläfe beibrachte. Weiß gibt ein anschaulich^ Bild der Zerstörung des Rathauses und bemerkt, daß, wenn die drei vorhandenen Arrestzellen, die selten einmal leer such besetzt gewesen wären, die Insassen unrettbar den Tod gchmben hätten. Im Rathaus verkehren täglich 400—500 Menschen, unh es ist fast als ein Wunder zu bezeichnen, daß durch das Attentat niemand ums Leben gekommen ist. Der Zeuge bat ermittelt daß Werner und Wingeß einige Tage vor und am £age per Tat wiederholt in Friedberg gesehen wurden. Der Dozent Lentze - Friedberg bekundet, daß er bestimmt 5 Minuten vor dem Attentat das Rathaus betreten und den Angeklagten Werner am Treppenaufgang stehen gesehen habe Er habe etwa i/3 Minuten vor der Explosion das Gebäude wieder verlassen und hierbei den Wingeß beobachtet, der mit der Uhr in der Hand in der Nähe des Hauses gestanden habe. Diese Bekundung steht im Widerspruch mit den Angaben des Werner, wonach er und Wingeß in einer Wirtschaft den Ersola ihrer Tat abgewartet hätten. Der Vorsitzende Landgerichtsrat Schmidt weift den An- geklagten darauf hin, daß seine Angaben durch diesen Zeugen, der sich sehr bestimmt geäußert, als unglaubwürdig hingestellt werden Werner bemerkt, daß er infolge der langen Zeit sich der Er- eigniiie im einzelnen nicht mehr erinnern könne. Seines Wissens sei es so geraden, wie er angegeben habe. Oberstaatsanwalt Lana richtet an Werner die Frage, ob es nicht möglich sei, daß er und Jein Genosse noch einmal nach dem Rathaus gegangen seien, weil vielleicht die Explosion zu lange gedauert habe. Der Angeklagte verneint dies. Zeugin Guckelsberger berichtet, daß der Angeklagte und Wmgeß wiederholt in ihrer Wirtschaft „Zur Reichskrone" eing» 22. Jirni brachte dieser einen schweren Koffer mit und bat, auf kehrt seien. Werner habe sich immer fein benommen. Am ibn acht zu!geben, damit nichts geschehe. Werner hat bann später den Koffer wieder abgeholt. Die Zeugin hat die beiden Leute nach dem Attentat auf das Rathaus, zur Reichsbank gehen sehen , Zeuge Grö ninger von Ockstadt hat Werner und Wingeß ans dem Felde Versuche machen sehen, seine weitere Bekundung - 0t phne Interesse, erregt aber die lebhafte Heiterkeit der Zuhörer, was der Vorsitzende entschieden rügt. Sanfbeamter August Meyer- Friedberg erzählt, wie er am 22. 3unt seine Kaffe abgeschlossen habe und beim Zählen des Geldes vor dem Tressor stand, sei plötzlich ein Mannmiteiner Maske vor ihn hingetreten und habe ihm einen Revolver vor- A.ehaltem Er hält den Werner für Keiner, als den, der ihn übei- fiel Meyer schlug die Waffe beiseite, packte den Gegiler an« Halse und suchte ihm die M a s k e h e r u n t e r z u r e i ß e n. Hierbei drängte Meyer den Fremden nach dem Vorzimmer. Dem Zeugen war es, als ob er schattenhaft noch einen zweiten Mann wahrgenommen habe, der im Vorzimmer war. Von da an hat der Zeuge keine Erinnerung an die Vorgänge. Es ist ihm nur |o schwach im Gedächtnis, daß er einige Schläge ins Gesicht erhielt. Er weiß auch nicht, wie urid ob er im Vorzimmer gewesen ist, er kam erst später wieder zur Besinnung, glaubt nicht zu irren, bafil ihn der größere der beiden Räuber bedroht hat. Er weiß genau, daß er bei dem Kampfe in die Höhe gefaßt ixibc, was bei dem kleineren Werner doch nicht nötig gewesen wäre' Trotz dieser Bekundung bleibt Werner dabei, daß er den AngrG auf den Bankvorftand unternommen hübe nnb daß Wingeß int Vorzimmer gewesen sei. (Fortsetzung im 1. Matt.) Gießener Strafkammer. )( Gießen, 6. Dez. Aus die schiefe Bah« geraten ist der Handlungsgehilfe A. O. aus Lauterbach, der sehr cichtsinniß wirtschaftete und deshalb nicht auskam. Er unter- chlug, wie sich nach seiner Entlassung herausstellte, nach und nach etwa 1200 Mark. Ein Nachweis der Bücherfälschung war nicht zu erbringen, weshalb er in dieser Beziehung außer Ber- olgung gesetzt, wegen Unterschlagung aber zu 10 Monaten Ge- angnis, unter Anrechnung eines Monats und einer Woche Unter- uchungshaft, verurteilt wurde. Se nen Mitarbeiter bestohlen hat der bei einem Landwirt zu Groß-Karben bedienstete E. Z. aus St. Ludwig, indem er mit einer Uhr nebst Kette flüchtete. Wegen Diebstahls im Rückfall erhielt er 6 Atonale Gefängnis, worauf 3 Wochen Untersuchungshaft in Anrechnung kommen. Wegen Tierquälerei ging dem Landwirt L. K. III. von Homberg a. d. Ohm ein 10 Tage Haft zu. Infolge feines Einspruchs erhöhte das Schöffengericht die Strafe auf 3 Wochen. Er focht das Urteil an und bestritt, die Kühe geschlagen zu haben. Die Strafkammer kam zur Verwerfung der Berufung mit der Maßgabe, daß auf die im Strafbefehl angesetzte Strafe zu erkennen sei. Recht hartnäckig benahmen sich der Schäfer P. L. von Nieder-Gemünden und bet Landwirt I. W. II. von Eichelsdorf. Der Hirte hat an verbotener Stelle geweidet, weshalb ihm ein Strafbefehl über 3 Mack und o Mark Schadenersatz zuging, und der Landwirt erhielt einen Strafbefehl über 4 Mark unter der Beschuldigung, er habe ohne vorherige Bestellung junge Bäume im Umherziehen verkauft Beide versäumten den Terulin zum Einspruch, weshalb die Urteile betätigt mürben. Bei der Burgermeisterwahl oll der Zimmermann P. I. V. zu Büdesheim im sozialdemokratischen Wahlverein den Metzger W. beleidigt haben. W. klagte der Seelsorge beauftragen. Die Gemeinden erhalten einen I gefunden worden. Die Schußwunde war sehr klein^wid sah Lasten", d. h. eine Kaffe, aus der sie die notwendigen Aus- auffallend aus, dagegen wurden Quetschungen an der Nase gaben bestreiten können. Eine Musteranlage wurde das ieftgeftellt, durch die das Nasenbein verletzt worden war. Die eingroße Hospital in Hofheim, in dem alle Kranken getretene Blutung ist aus die Verletzung der Nase zurückzuführen, und Siechen, Blinde, Taubstumme, Krüppel usw. unter» mir z 0 mAfl $ • ßrriebberg bat den Jungen behandelt, der gebracht werben. Besondere Fürsorge widmet der Land» E^omn wurde; et bat auch Bank- f/vr-H «r n f tn * in an n r k»t rrt R» a u.. _ _ r. _,. . I brr et tot JJict)CT gleich nach dem Eintritt von dessen Verletzung diatenanstalt ermöglichte eS begabten Lanbeskinbern, ohne die Verwundungen an der Nase rührten von Schußvei> pekuniäre Opfer sich in den genannten Berufen aus- letzunaen her. Der Knabe hatte eine Verletzung zwischen Nabel Lubilden. So wird Hessen ein Land, das auf dem Gebiete Blinddarmgegend, die von einem Schuß berrübrten. Der der Erziehung Großes leistet: ihr dient auch die Kon- Schußkanal ging durch den gaiuen Körper lstndurch, bis zum firmation, die als obligatorisch eingeführt wird. 2Benn I tam dem er einen Teil abgerissen hatte. Der Knabe eS mich dem Landgrafen nicht vergönnt war, alle feine ^IaffcrL.nd? cutl9cn ^Lochen aus dem Krankenhause als geheilt großen sozialen Gedanken zu verwirklichen, so hat er doch Sodarw beaannen bi» di- Entwicklung Hessens gerade in sozialer Ä-ziehnng au ™ begannen »e das stärkste beeinslußt, und von dem politisch ohnmächtig Gendarm SeSf, ’ TÄ . fÜr g-- dortif^P u I ® r ^abri^in ,we?Magazin^ ein gebrochen war, samte Deutsche Reich aus. sein Bildungswesen wird ge- und zwar hatten es die Diebe auf Zündschnur und Dynamit abge- radezu vorbildlich — Dte klaren Ausführungen des Red- sehen. Die schweren Türen sind mit großer Gewalt, wahrscheinlich nerS fanden lebhaften Beifall. Gleiches gilt von den ge- mit Zuhilfenahme eines Stemmeisens erbrochen worden. Das sanalicheii Darbietungen des gemischten Chors des evan- war ganz von den Türen abaezwängt. Der oder die Diebe gelischen Arbeiter-Vereins und von den Instrumental-Bor- müssen durch Einsteigen in die Fabrik gekommen fein, wie vortragen von einzelnen seiner Mitglieder. Um beides hat ^^ene Spuren nackiwiesen. Es sind 30 Pfund Dynamit genommen sich Musiklehrer Gernhardt reichlich verdient aemnrfit werter haben bü Diebe Zündschnüre gestohlen. Die ge- - Vom Alldeutschen V e?d a n d ^bTn Werkzeuge die zum Aufbruch der Türen Verwendung , 45 Hnö ,roirb "NS ge- gejimbm haben, fand man vor. Es waren Hammer, Stemm- schrieben: Superintendent "Iingemann, der am Freitao I eilen, Blechschere und Schraubenzieher. Der Zeuge hat erfahren, in CteinS Garten über die Westmarkenfrage sprechen wird, ist ^5^ der Angeklagte früher in der Pulver-Fabrik für seinen Vater der Stellvertreter der 1. Vorsitzenden (Rechtsanwalt Claß, der ^en Btttzabletter hergestellt hat. xT DOX70)p,n x" des M. anschcianw ni'-^r W Tän« gBott ti« sJtoS M deutschen Verbandes. S in Sondergebiet ist die elsa ß-! hat. Auf Befragen wurde ihm vom Polizeiamt die Mitteilung, da lothringische Frage; in feiner Hand laufen alle all-! e^ eine Gasexplosion gewesen sei. Erft am kommenden Tage wurde deutschen Angelegenheiten, die sich daraus beziehen, zusammen: gemeldet, daß es sich um ein Bombenattentat auf die Villa b-ch Fühllmg nut sührenbcn Kräften ®lja6.fiotbr,n9enS und die genaue Verfolgung der Presse und der Literatur oer- Zeuge schüdert an Hand von Photographien die Wirkung der fügt Superintendent Klingemann über eine umfassende Kennt- Explosion. Die WahrnelMung, die der Zeuge in Frankfurt am ni8 der ganzen Verhältnisse.' I machte, bewies, daß das Attentat auf das Rathaus in fi*rri4 l Friedberg mit demselben Sprengstoff ausgeführt worden sein muß, m K D-, U R «r-r, .e , . surr war das Quanchm des verwendeten Sprengstoffes in Fried- «.Schotten, 6. Dez. Lehrer Wilk. Schaaf von berg zweifellos yrvtzer als in Frankfurt, daher erklärt es sich hier, dec bereit- seit Jahren im Kreise Schotten wirkt, über- ^uch, daß die Wirkung am Rathausbau eine größere Zerstörung nimmt mit dem 1. April 1911 eine Stelle an der deutschen! h^vorgerufen hat. Einzelne Wände im Innern des Hauses waren Schule in Varis foer Srhnnf mnr frühor in um geworfen oder versetzt. Es war, wie vorgelegte Photographien bain tntirt unh inM mnhi tJ • ” Archen- zeigen, eine teilweiie Verwüstung und Zertrümmerung der Innen- ham tätig und eS laßt sich wohl kaum ein größerer Kontrast raume eingeireten. Das Treppenhaus wurde vollständig zer- in seinem ehemaligen und künftigen Wirkungskreis vorslellen, stört. Der Zeuge ist ber Ansicht, daß, wenn das Gebäude nicht hier das weltentlegene höchste Vogelsberqdörfchen. dort die 1° W gewesen wäre, es zusammengestürzt sein würde und dann verkehrsreiche Weltstadt an der Se.ne. H begraben Wtte* fef an bci ,,„h mk-r,.^)che des Wmgeß Messungen vorgenommen und daraushm wurde . . Dlarkenburg und Nheiuh.ssrn. I bei der Polizeilichen Zentrale festgestellt, mit wem man es zu tun , d. Mainz, 6. Dez. Am Freitag wurde in Sind- hatte; durch die Leipziger Polizei erfuhr man, daß Wingeß und 11 n g e n bei Höchst a. M. beim Betteln der Arbeiter Lang- Warner in Verbindung gestanden haben. ner verhaftet. Er machte sich dadurch verdächtig, den . Krtmlnalkommissar Brummund - Frankfurt a. M. bekundet Mord in der Uferstraße ausaefuhrt zu Huben, daß er dem ™ tvesentlichen dasselbe über das Attentat in Frankfurt a. M. verhaftenden Gendarmen gegenüber die Bemerkung fallen des Kellers und der lieft, „Bettler könnt ihr feit nehm en aber die Mörder fnftt a Mayer mar Dorubergebenb behindert. Der ihr laufen" ghrn stellte es firh he/nuA hnft Q n n n « » r F I ^buge hat die Effekten des »Loelbftniörders Wingeß in Friedberg hPT Ä Lrf, pbraus, daß Lang n e rui durchlucht. Qn einem Notizbuch des Toten fand er Anhaltspunkte der Mordnacht hier in einer Herberge gewohnt Hütte, aber dafür, daß die Friedberger Tat mit der in Franffurt a. 9JL im öor y tthr morgens, als die Tat langst verübt war, die Her- Zusammenhang stand. In dem Buche fand man die Adresse und berge nicht verlassen hatte. Seine Täterschaft kam deshalb Telephonnummer des Bankiers Mayer, auch der Entwurf eines nicht in Betracht. — Der inhaftierte Bettler Blum soll lLrpresserbriefes wurde bei Wingeß vorgefnnden. Der Zeuge hat als Täter ebenfalls nick)t in Betracht kommen. Die Staats- krittelt, wo Wingeß und Werner die Waffen und Chemikalien anwaltsck-ajt hat zur Ermittelung des Mörders 5U0 Mk. ^"gekauft haben In der Wohnung Werners fand man eine Belohnung ausgesetzt. — Ein 12iähriger Junge gma aestern ^siL.ahl sehr verdächtiger Gegeustände, u. a. eine Schließkette, mit Banlüoten in der Hand, über die SüM-rnran- ' ^n' I 66,1 rfeu3e1' berl Eindruck g-mach-, Undekannter folgte dem Jungen nach und verjuchte, ihm ^Ibefn müii^ -^orbercuuugen M »eueren äonibcnattentatar kV kns ,Le " knoten zu entreißen, wo- Polizeitommissar Schl-ßbauer. Frankfurt a. e^i > lind 64b evangelisch, 3 katholisch, Der Angeklaate bestreitet, die Bombe in der Villa Mayer gelegt S b:0) o M k Ä ru haben. Lf Vorhalt des Oberstaatsamvalts, was er denn mü I ß? b a r 4 Haushaltungen 28, Ein- dem Material, das er doch zur Bombenherstettung angesck)afft habe, nwhnerzahl 163, davvn sind 160 evangeli|ch, 3 katl-vlisch. (1U05; We machen wollen, erklärt der Angeklagte, er habe nur Vorrat L- c » , . n I stt den Sachen haben wollen, es sei aber nur das eine Verbrechen ®enmnbe Ä c f e n r o b. Zahl der Haushaltungen 126, Eiw- ui Friedberg beabsichtigt geivesen. wohnerzahl 632, davon sind 629 evangelisch, 3 katholisch. (190u: Zeugin Wittve Engler, die Wohmmgsvermieterin des Wer- n t. «n o c - mw ,UIÜ) ^ngeß, in Frankfurt a. M.: Die beiden haben sich als Gemeinde Ob er-Mockftadt. Zahl der oaushaltungen 148, Muller und Baumann ansgegeben; der eine wollte Chemiker ” ..... ............'der andere Apotheker gerotjen jein. Sie mieteten eine M-nIardL jum Arbeiten und waren sehr viel auswärts. Sie sind am 18. oder 19. Juni zugezogen., Werner ging am 22. Juni wieder sart; er packte am Abend seine Sachen und reifte ab. Auf Befragen des Verteidigers erklärte die Zeugin, daß Wingeß bet» jeilige gewesen sei, dem sich der Werner unterordnete. Wingeß hatte etwas Befehlendes gehabt. Bankier Mayer- Frantfurt a. M. betritt nun den Saal, l^r mar am -tage des Attentats zur Erholung in Homburg; ber Schaden, ber ihm zugefügt wurde, beläuft sich auf 800—900 Mk. u?r schüdert bann, wie er, vom Spaziergänge kommenb, den er- presseriichen Brief vorgefunben habe. Er habe sofott einen Polizei- tommiiiar in Dornburg gerufen. Zwei Tage später traf mit Eil- boten der e na l i s ch geschriebene Brief ein, der ebenso wie der erste Bries nach Frankfurt a. M. an die Untersuchungs- behorde au3gchefert wurde. Die Polizei in Hornburg habe seine Wohnung überwachen lassen und zwar bis zur Klärung ber Sache. a u e r in Frankfurt hat ein Anwesen in ber Nahe der Villa Mayer und bekundet, baß ihm durch das Attentat 2 6 Fen st er ich erb en zerstört worden sind. auf ©(frtteaCTfaK ?r lkmdschnft Wbtrctn have, tntb wegm Selethiflimg. Das Schöffengericht tarn aber zur Freisprechung Der Klager legte Berufung ein mit bem Erfolg, bafc der Aw- geklagte wegen Beleidigung M 5 Mark Geldstrafe verurteilt wurde. Im übrigen behtelt es bei dem Urteil fein Bewenden. Eingesandt. (Für Form und 3nbolt aller unter dreier Rubrik stehenden Artikel übernimmt Die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Sehr geehrte Redaktion! Die *lnboutun.* Diese Ware ist in kaufmännischen Geschäften nicht zu haben, sondern wird in kleinen Post- und Bahnpaketen mit der Aufschrift: „Backa66- und „Luisa66 - Margarine mit Umgehung des Zwischenhandels direkt an Private geliefert. Schellfische ieinfte Rordieestsche sind in EtS- Packung lcbcnb|nk6 etngerro^^ GeorgWallenfels Marktplatz 21 Televdou 46 aegenüber der Enaelapotdeke. Mitgl. deS RabamparvereiuS. Man verlange in den Geschäften unsere bekannten und beliebten Marken, dann erhält man stets eine tadellose, schmackhafte und bekömmliche Margarine. Wir übernehmen für unsere sämtliche Qualitäten jede Garantie! Rum Arrak Punschessenzen offen und in Flaschen */i Flasche von 90 Pfg. an. Gebrüder Adami, MäuSvurg 14. 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