* i?r. 837 Zweites Blatt 160. Jahrgang Montag 10. Oktober 1910 Erscheint tSgllch mit Ausnahme des bonntagS. k ot. B unserem Ort feiern Unser Luftkurort er- eineS außerordentlich nicht zu verzeichnen Die „Siebener LamUiendlStter" werden dem ,9lnaeiqere viermal wöchentlich beigelegt, das „Krtlsblart für dea Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Sett- fragen" erscheinen monatlich zweimal. öOjähriges Jubiläum als Rechner in konnte. O Hochwaldhausen, 7. Okt. freute sich in der abgelaufenen Saison H Der Reichsversichernugsausschuß erledigte heute zunächst den bschnüt über Heilverfahren bei der Invalidenversicherung. Nach ! 1253 kann die Versicherungsanstalt, um die infolge einer Er jnhing drohende Invalidität eines Versicherten oder einer Witwe .zuwenden, ein Heilverfahren einleüen. Von sozialdemo- sratischer Seite wird eine Erweiterung dieser präventiven Marge dahin verlangt, daß auf Arrtrag des Versicherten diese eftarnnung einen obligatorischen Charakter erhält, und daß t, mer der Versicherungsanstalt die Befugnis gegeben werden soll, weit ihr Vermögensbestand es gestattet, auch allgemeine Maß- lchnren zur Verhütung des Eintritts vorzeitiger Invalidität unter ' m Versicherten und zur Hebung der gesundheitlichen Verhältnisse i w versicherungspflichtigen Bevölkerung zu fördern oder durch- iführen. Ministerialdirektor Caspar führte demgegenüber aus, \ die Aufwendungen der Versichcrungsämter für vorbeugende eilfürsorge schon auf 19 Millionen Mark gestiegen seien und cht ins Ungemessene gesteigert werden können. Der' Regierungs- H wtteter bekämpfte dann besonders weitere sozialdemokratische ■*. nträge, die auf eine erhebliche Steigerung der Familiensätze nausgehen. Hierzu nahm auch Staatssekretär Delbrück das I -ort: Äe Aufwendungen für diese Zwecke müßten im Rahmen I -t finanziellen Leistungsfähigkeit der Anstalten bleiben. Die ukunft dürfe nicht belastet werden. Die geforderte allgemeine usdchnung der vorbeugenden Fürsorge könne nicht zugestanden erden ohne das Genehmigungsrecht des Reichsversicherungsamtes. Don fortschrittlicher Seite wird das Verdienst der ersicherungsanstalten um das Heilverfahren betont. Der Red- । tt gedenkt dabei des verstorbenen Klinikers v. Leyden für ! inführung und Ausbau der vorbeugenden Krankenfürsorge. Tie eigerühmten Vorstände der Krankenkassen seien erst gefolgt, s die allgemeine Stimmung sie dazu zwang. Die Vertreter — t Regierungen seien es gewesen, die die Versicherungsanstalten ( weüergehenden Aufwendungen veranlaßt haben. Hätten wir cht die Krankenbehandlung durch die Versicherungsanstalten, so ürde die KrunkenHausnot in Deutschland noch größer S; -Ln, als sie heute schon ist. Das Aufsichtsrecht des ReichAver- herungsamtes solle man nicht beschränken: dieses habe unter inen sämtlichen Präsidenten Enormes geleistet. Hier habe die 61| Sureaukratie" weit mehr geleistet, als alle Kritiker zusammen- I'nommen. Von konservativer Seite wird diesen Ausführungen trr, lgestimmt und gegen die sozialdemokratischen Anträge gerade rs Bedenken erhoben, daß sie die Jnvalidenanstalten in der "" nbengenden Heilfürsorge einschränken könnten. Auf den gleichen tcmdpunkt stellt sich der Vertreter der N a 1 i o n a l l i b e r a l e n. -er Staatssekretär gibt die Erklärung ab, daß es den verbündeten egierungen völlig fern liege, den bisherigen Zustand, zu ver- Rotationrdruck und Verlag der vrühl'schen UniversuätS - Buch- und Sreindruckerei. R. Lange, Gießen. sonders auS Frankfurt. x Bad-Nauheim, 7. Okt. Mit den Grundarbeiteu> für den Salinenneubau am Goldstein jenseits der Main-Weserbahn wurde dieser Tage begonnen. Vorausgesetzt, daß daS Wetter günstig bleibt, könne die neue Saline bi§< Mitte Aprfl des kommenden Jahres in Betrieb genommen werden. Aus Stadt und Land. Gießen, 10. Oktober 1910. . ** Personalnachrichten. Verliehen aus Anlaß des Scheidens aus dem Dienste: der Rote Adlerorden 4. Klasse dem Postmeister Rechnungsrat Danzinger in Osthofen, ferner der Titel „Postsekretär" dem Postverwalter Schäfer in Hungen, der Titel „Ober-Postassistent" den Postassistenten F rees in Eberstadt, Kellner rn Mainz und Mäuseler in Langen. Versetzt Postdirektor Geyer von Mülhausen (Elsaß) nach Mainz, Ober-Postsekretär Feuerstein von Alzey nach Osthofen als Postmeister, die Postsekretäre Bvnarius von Darmstadt, S ch ö n f e l d e r von Offenbach und V o l k von Mainz nach Berlin, Eberhardt von Kobura nach Alzey und Hinter von Mainz nach Neuwied, die Ober-Postassistenten Görke von Darmstadt und Reich von Berlin nach Mainz, Simon von Michelstadt nach Darmstadt: die Postassistenten Benz von Mainz nach Darmstadt, Gerhard von Frankfurt a. Main nach Worms, Grünend er g von Tilsit nach Gießen, Hiller von Darmstadt unh WüNs vKll Gießen Nach Frankfurt a. M., S e i p vie Reichsversicherungrordnung. Berlin, 8. Okt. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: ^O ol. Redaktion: e^H2. Tel.-AdruAnzeigerGießen. guten Besuches, wie er viele Jahre war. Noch jetzt weilen zahlreiche Sommerfrischler hier, be ^ie Anträge der Sozialdemokraten werden schließlich abge- hnt und der Abschnitt über das Heilverfahren, §§ 1253 bis 1257, ich der Vorlage angenommen. Auf Arrtrag der Konserva-- , iven wird, wie schon bei der Krankenversicherung, eine Be- , mmmng eingefügt, wonach es bei einem verheirateten Versicher- n der Zustimmung zur Unterbringung in einer Anstalt nur im mn bedarf, wenn er mit seiner Familie zusammenlebt. Der folgende Abschnitt sieht vor, daß unter gewissen VorauS- Zungen die Rente bis zu zwei Dritteln durch Sachleistungen setzt werden könne. Auf Antrag der Sozialdemokraten rrd dies von der Zustimmung des Rentenempfängers abhängig Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Vetter-Grund-Schwalheim, 2. Gg. Möbs-Gettenau, 3. O. Speng- ^er-Grund-Schwalheim. 9. Klasse: 1. Rud. Ries-Heuchelheim, 2. Hch. Weitz-Heuchelheim, 3. E. Schmidt-Echzell und K. Vetter- Ärund-Schwalheim. 10. Klasse: 1. Ernst Schmidt-Echzell, 2. Gg. Möbs-Gettenau, 3. Kl. Vetter-Grund-Scknwalheim und W. Ries-Gettenau. 11. Klasse: 1. O. Spengler-Grund-Schwalheim, 3. Kl. Vetter-Grund-Schwalh-eim. 12. Klasse: Diplom PH. Stoll- Echzell. 13. Klasse: 2. Karl Krug-Heuchelheim. 14. Klasse: 3. Gustav Moock-Grund-Schwalheim und O. Spengler-Grund- schwalheim. 16. Klasse: 1. Kl. Vetter-Grundschwalheim, 2. von Harniersche Hofgärtnerei-Echzell und Wilh. Reitz I.-Echzell. Obstbau. 2. Klasse: 1. Hch. Weil-Berstadt, 2. Phil. Stoll II.-Echzell. 3. Klasse: 1. Joh. Hinkel-Echzell, 2. Ernst Schmidt-Echzell, 3. PH. Stoll-Gettenau. 4. Klasse: 1. Fr. ^>chulteiß-Echzell, 2. Rud. Ries-Heuchelheim, 2. Kl. Vetter- Grund-Schwalheim, 2. E. Schmidt-Echzell, 3. Phil. Stoll-Echzell, 3. O. Scheuermann-Echzell, 3. Präzeptor Luzrus-Forsthaus Echzell. 5. Klasse: 1. Wilh. Ostheim Wwe.-Gettenau, 2. Phil. Stock- Echzell und Fr. Eichelmann-Berstadt, 3. Otto Scheuermann-Echzell, Gust. Müller-Bingenheim, Hch. Velte-Echzell. 6. Klasse: 1. Joh. Hinkel-Echzell, 2. Wilh. Ries-Gettenau, Adolf Müller- Bingenheim und Otto Weitz-Heuchelheim, 3. Hch. Krug III- Heuchelheim, O. Veith-Heuchelheim, Gg. Reitz I.-Echzell und Pfarrer Wiegel-Bingenheim, 7. Klasse: 1. Rud. Ries-Heuchel- Heim, Lehrer Maurer-Heuchelheim, 3. Wilh. Ries-Gettenau und Phil. Stoll U.-Echzell. 8. Klasse: 1. O. Scheurmann-Echzeil, 2. Vetter-Gundschwalheim, 3. Rud. Ries-Heuchelheim und Herm. Naumann-Gettenau. 9. Klasse: 2. Hch. Weitz-Heuchelheim und Gg. Reitz II.-Echzell, 3. Krug-Heuchelheim. 10. Klasse: 1. Phil. Stoll II.-Echzell, 2. Hch. Weil-Berstadt, 3. Ernst Schmidt-Echzell. 11. Klasse: Ehrenpreis des Provinzialvereins Friedr. Hinkel-Berstadt, 1. Friedr. Eichelmann-Berstadt, 2. Hch. Weil-Berstadt, 3. Hermann Naumann-Gettenau. 12. Klasse: 1. Phil. Stoll- Gettenau, 2. Phil. Stoll II.-Echzell, 3. Vetter-Grundschwalheim. 13. Klasse: Ehrenpreis Friedr. Hinkel II.-Berstadt, Ehrenpreis der Stadt Echzell Heinrich Weil-Berstadt, 3. Philipp Stoll II. - Echzell und Karl Vetter - Grundschwalheim. 14. Klasse: Ehrenpreis Albert Schudt-Grundschwalheim, 1. Kl. Vetter-Grundschwalheim, 2. Hch. Weil-Berstadt und Präzeptor Lucius-Forsthaus Eck^ell, 3. Gg. Heller IX.-Echzell und Pfarrer Wiegel-Bingenheim. 15. Klasse: 1. Kl. Vetter-Grundschwalheim, 2. Ernst Schmidt-Echzell, 3. Hch. Ostheim-Gettenau und Präzeptor Lucius. 16. Klasse: 1. Lehrer Maurer - Heuchelheim, 17. Klasse: 1. Lehrer Maurer-Heuchelheim, 2. K. Krug-Heuchelheim. 18. Klasse: Ehrenpreis der Landwirtt'chaftskammer, Frau Hilda Schutt-Schwalheim, Ehrenpreis der Stadt Echzell Frau Assert-Grundschwalheim, 2. Frau Vetter-Grundschwalheim, 3. Frau Aug. Möbs-Gettenau. Ehrendiplom Frau Marg. Reitz-Ec^ell. 19. Klasse nicht beschickt. Klasse 20 b: 1. Präzeptor Lucius-Forsthaus Echzell, 2. Pfarrer Wiegel-Bingenheim, 3. Frau Apotheker Schmidt-E^ell. Nasse 21: Diplom Karl Schneider-Nidda. Klasse 22: Ehrendiplom: Robert Wagner Nachf.-Ech^ell, Spenglermeister Müller-Echzell, Wilh. Adolf Heß-Friedberg. Am Sonntag nachmittag fand ein Vorttag des Dr. Hoffmann-Friedberg über Obsthandel, Obstverpackung und die Arbetten der Landwittschastskammer und des Obstbauvereins auf dem Gebiete des Obstbaues statt. Der Besuch der ^Ausstellung war gut. f al '.macht. i. Vorweg wird sodann § 1404 erledigt, der von dem Um- Asch der Inv alid e nkart e handelt. Durch Annahme eines ' )zialdemokratischen Anttags wird vorgeschrieben, daß, enn die Karte im Besitze des Arbettgebers ist, dieser sie minde-' . ens eine Woche vor Ablauf der Umtauschfrist entweder dem k ersicherten zurückzugeben oder sie umzutauschen und dem Ver- Q cherten sofort die Bescheinigung au^uhändigen hat. Wetterbe- rtung Dienstag nachmittag. » n Deutscher Aolonialkongreh. , B e r l i n, 8. Oktober. II Per dritte deutsche Kolonialkongreß hielt heute nachmittag U :ine letzte Vollsitzung ab. Als erster Redner sprach Geheimer F Hersaurat B altzer über die Fortschritte des Eisenbahnbaues nd der Techtiik in den Kolonien. Dann behandelte Wirllccher ldmiralitätsrat Prof. Dr. Ko ebner in längerem Vortrag die iesorm des Kolonialrechts. Stabsveterinär R a ck e t t e sprach . bcr die Seuchen der Haustiere in ihrer Bedeutung für unsere I Schutzgebiete. Den letzten Vortrag hielt Said Ruete-Lon- I on über die gemeinsamen Interessen Deutschlands und Eng- i rnds in der Kolonialpolitik und auf dem Weltmarkt . I Eine Reihe von Entschließungen, die von den Sekttonen und I em Arbeitsausschuß »vorbereitet waren, fand Annahme, unter 1 hnm eine von Rerchstagsmitgliedern verschiedener Pattecen em- 1 ebrachte Zusatzentschließung, betreffend die Gleichstellung des ■ lolonia»rechts mit beit übrigen Rechtsdisziplinen durch Schaffung ■ rdentlicher Lehrstühle an verschiedene Hochschulen, zunächst an ■ .er Universität Berlin: ferner eine Entschließung auf weiter- 81 lehende Unterstützung der Besttebungen des Verems zur Forde- Dl ung des Deutschtums im Auslande. Sodann wurde der Kongreß durch den Präsidenten, den derzog-Regenten Johann Albrecht, geschlossen. Der Präsident 1 rankte allen Persönlichkeiten, die sich um das Zustandekommen •4 »es Kongresses verdient gemacht haben und wünschte, daß der Kongreß eine weitere Stufe in der glänzenden und ungeahnt chnellen Entwickelung der deutschen Kolonialbewegung sein möge. PI Eine Wetterauer landwirtschaftliche Ausstellung. Ul A Echzell, 9. Okt, - Gestern und beute fand hier eine landwirtschaftliche 'lusstellung statt, bestehend aus Ack erbauausstell un g, 2 b st au s st el l u n g und Saatgutmarkt. Die Landwrtte c- ! )er mittleren Wetterau hatten ihr Bestes zur Schau gebracht. H-JI bürgermerster Reitz-Echzell begrilßte die Erschienenen und dankte Sd ^en Ausstellungsleitern, Dr. Hoffmann-sZriedberg und Kreutz- Dießen, für die geschmackvolle Einrichtung und Anordnung der lk. 'lusstellung. Bei einem Rundgang gaben die Ausstellungsleiter । Erläuterungen. , w , Ergebnis der Pr eis v erterlung: rn Ackerbau: i V. Klasse: Beste Gesamtleistung: Ehrenpreis, gesttstet t' )om landwrrtscbastlicherr Provinzialverein, Friedr. Schmidt-Echzell, Ehrenpreis vom landw. Bezirksverein Büdingen Karl Vetter- ^rund-Schwalheim, 1. Preis Friedr. Reitz I.-Eck/zell, 2 Gg. stq Nöbs-Gettenau, 3. Otto Scheuermann-Echzell. 2. Klasse: 1. O. Spengler-(hruno-Schwalheim, 2. Hch. Roos II.-Echzell, 3.^^!. 2toll II.-Echzell, 3. G. Moock-Grund-Schwalheim. 3. Klasse: Phil. Stoll II.-Echzell, 2. O. Scheuermann-Echzell, 3. Ernst Schmidt-Echzell. 4. Klasse: 1. Gg. Stoll-Echzell, 2. Ga. Möbs- L4 Gettenau, 3 Gust Moock-Grund-Schwall>eim. 5. Klasse: 1. ' ' Gust. Moock-Grund-SckWalheim, 2. O. Spengler-Grund-Schwal- ^heim, 3 K. Vetter-Grund-^Schvalheim. 6. Klasse: 1. G. Moack- , Zrurw-Schwalheü», 7. Klasse: 1. Ernst Schmidt-Echzell, 2. PH. [71 Stall II.-Echzell ,3 Wilh. Ries-Gettenau und Rud. Rres-Heuchel- Hehn. 8. Klasse; Ehrenpreis. Phll. S.wll II.-Echsell , 1. K, von Mannheim nach Michelstadt, S t e m m l e r von Lindenfels nach'Prostken, Theis von Mainz nach Berlin, Worthmann von Alzey nach Mainz und W erner von Bonndorf nach Offeir- badj; die Telegraphenassistenten Barner, Gernert,J o che m imt) Rixius von Mainz sowie Jos. Schmidt von Worms nach Düsseldorf, Eich und Renth von Mainz nach Hamburg. Etatsmätzig angestellt Postassistent Müller rn Mainz. Bestanden die PoUekretärprüfung Postassistent Maurer in Darmstadt: die Telegraphensekretärprüfung der Telegraphenassisteut Ohly in Mainz. Angenommen als Postanwätter Feldwebel Volz in Seligenstadt, als Telegraphengehilfin M i s ch l e r in Darmstadt, Lang in Worms, Sophie Hohmann in Friedberg und Salzig in Mainz. Freiwillig ausgeschieden die Telegraphengehilfinnen Dexheimer und Kron in Worms, Marg. Hohmann in Friedberg. Gestorben Ober-Postsekretär a. D. Rechrrungsrat Grimm in Darmstadt und Ober-Telegraphen- assistent P a p st e i n in Mainz. ** Eine Sitzung des Provinzial-AuSschusseS findet am Samstag den 15. Oktober 1910, vormittags 9 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Teilung der gemeinschaftlichen Gemarkung Ober- und Nieder- Rosbach. 2. Klage der Gewerkschaft ^Luse und Ilsdorfs gegen den Landwirt Karl Reitz zu Stockhausen wegen Enteignung von Gelände gemäß Artikel 131 des Berggesetzes. ""Ladenschluß-Ueberwachung. Nach einem Rundschreiben an seine Vertrauensmänner und Ortsgruppen veranstaltet der ,Deutschnationale Handlungsgehilfen- Verband^ am Montag den 10. Oktober, also heute, im ganzen Reiche eine allgemeine Ladenschluß-Ueber- wachung, um damit Material für seine Forderung nach Einführung von Handels-Inspektoren in die Hände zu bekommen. ** D er K aufmännisch eVerein feierte ttm Samstag in Steins Garten sein 37jähriaes Bestehen. Das Programm war sehr gut gewählt, und oie Darbietungen fanden den vollen Beifall der Besucher. Fräulein Stammler erfreute das Publikum durch den vollendeten Vortrag von sechs Liedern. Die Begleitung hatte Herr Komponist .Adarn Ore aus Riga übernommen, der sich dieser Aufgabe vorzüglich entledigte. Herr Ore spielte außerdem eine Reihe eigener Kompositionen, von denen besonders die „Seeschlacht" von großer Wirkung war. Die hiesige Regiments- kcrpelle führte den übrigen Teil des Konzertes aus. Dem Konzerte folgte unter Leitung des Univ.-Tan^lebrers Will ein Ball. Die Nachfeier sand im Philosophenwald statt nub nahm auch einen schönen Verlauf. •• Falsches Geld. Hier hält sich ein junger Mann auf, der falsches Geld verausgabt, das gut nachgemacht ist. Es wird vor ihm gewarnt und empfohlen, falls er bei Ausgabe falschen Geldes betroffen wird, seine polizeiliche Festnahme herbeizuführen. || Heuchelheim, 9. Okt. Gestern wurde unser Bürgermeister Kreiling mit 362 Stimmen auf weitere neun Jahre gewählt. Daß kein Gegenkandidat ausgestellt war, ist ein beredtes Zeugnis, wie man feine Verdienste um das Wohl der Gemeinde in allen Schichten der Bevölkerung zu schätzen weiß. Auch sein Vater stand 18 Jahre an der Spitze der Gemeinde und von ihm ging die Leitung auf den Sohn über. Vater und Sohn erwarben sich das volle Vertrauen der Gememde. — Lich, 8. Okt. Die hiesige landwirtschaftliche Winter schule wird am 7. November ihren 6. Winterkursus beginnen. Die Anmeldungen zum Besuche laufen, wie wir hören, schon zahlreich ein. Die Frequenz ist von Jahr zu Jahr stärker, begünstigt durch unsere guten Bahnverbindungen, die eS den meisten jungen Leuten ermöglichen, täglich nach Hause zu fahren. Die von der Schule ausgeführten Anbauversuche sind im vergangenen Jahre weiter ausgedehnt worden. Auch die zur Ausführung der Anbau- versuche dienenden Einrichtungen sollen noch erroeüert werden. Dieses Streben nach praktischen Leistungen über den engeren Zweck der Schule hinaus wird seine Einwirkung auf die landwirtschaftliche Bevölkerung nicht verfehlen. Ll Lich, 7. Okt. Hunderte Zentner Obst werden eben täglich hier verladen. Die Preise sind für den Doppelzentner: Schöner von BoSkoop nnb andere Reinetten 14 Mk., Parmänen und geflammter Kardinal 12 Mk., Schafnasen 8 Mk.; Schüttelobst 6 Mk. Ll Birklar bei Lich, 7.Okt. Die FeldbereinigungS- arbeiten in unserer Gemarkung sind in diesem Sommer zu Ende geführt worden. Im Herbst erfolgt die Uebergebung an die Besitzer. Für den Verkehr ist eS von Interesse, daß durch die Bereinigung der durch unsere Gemarkung gehende Lich-Bettenhäuser Weg in einen wesentlich besseren Zustand gesetzt wird dadurch, daß die großen ,Hohlen" verschwmdeo. ^(Bellersheim, 7. Okt. Im Gegensatz zu den benachbarten Gemarkungen, die nur halbe Erträge an Kartoffeln zu verzeichnen haben, ist hier die Kartoffelernte gut zu nennen. Gute Speisekartoffeln werden mit 6 Mk. für daß Malter bezahlt. — Die Preise des Obstes sind seit gestern etwas gestiegen. Schüttelobst wird jetzt mit 6,50 Mk. für das Malter bezahlt. Q Bodenrod, 7. Okt. Zu den ältesten Gemeindebeamten in Hessen zählt wohl unser 80jähriger ffie*' meinderechner Hofmann, der in diesem Jahre fein Vorführung landwirtschaftlicher Maschinen. Der Landwirtschaftskammer-Ausschuß für Oberhessen hat die Absicht, in Gemeinschaft mit dem landw. Institut zu Gießen in Form einer Demonstration die Anwendung der für kleinbäuerliche Verhältnisse geeigneten Bodenbearbeitungsgeräte und Maschinen in diesem Herbste gelegentlich der Herbstbestellung vor Augen zu führen. Zweck der Veranstaltung soll sein, die landw. Bevölkerung mit den neueren noch nicht allgemein eingeführten Bodenbear- beitungs- und Bestellmethoden verttaut Ku machen und sie zur Anschaffung bewährter Maschinen zu veranlassen. Die diesjährigen Maschinenvorfühmngen sollen nach folgendem Plane stattfinden: Es gelangen zur Vorführung: 1. Ein! Wendepflu g sS W. 5, eine eiserne Ackere g ge, eine feine ©aategge, eine Drillmaschine von Tröster (Comodus oder Hassia), ferner eine Drillmaschine von Sack. Beide Drillmaschinen sollen eine Breite von l1/2 Meter besitzen. Die Tröstersche Maschine soll 11 Schare haben, die Sacksche mir 8 derselben. In allen Versuchsortem sollen die gebräuchlichen ortsüblichen Gerate mitgeführt und verwendet werden. Die Art der Durchführung ist folgende: Ein zu Weizen bestimmtes Grundstück wird zu 2A mit dem eigenen Pfluge vorher schon gepflügt. Das letzte Drittel soll am Versuchstage mit dem Sackschen S. U. W.-Pfluge Nr. 5 fertig gepflügt werden. Hierauf wird das halbe Stück mit der dort gebräuchlichen Egge geeggt, während die andere Hälfte mit einer eisernen Ackeregge bearbeitet wird. Hierauf werden 2/3 des Ackers mit der Trösterschen Maschine mit 11 Scharen gesät, während Vs mit der nur 8 scharigen Sackschen Maschine gedrillt werden. Das auf 18 Zentimeter Reihenentfernung gedrillte Drittel sott im Frühjahr gehackt werden. Zum Schlüsse soll das ganze Ackerstück mit bet Saategge zugeeggt werden. Gelegentlich dieser Vorführungen sott ein kleiner Vortrag über Vorteile richtiger Bodenbearbeitungsgeräte usw. stattfinden. Ferner sott den Landwirten die prattische Handhabung derselben gezeigt und erläutert werden. 2. Es ist weiter vorgesehen, im Frühjahr, wenn die Mittel es gestatten, einen Universalpflug von Sack mit sämtlichen Körpern, sowie verschiedene Handhackgeräte usw. zu zeigen. Folgende Termine wurden für die Maschinenvorftihrulkgea angesetzt: Mittwoch, 12. Oktober, vomnttags 9 Uhr Alten-Buseck, Donnerstag, 13. Ottober, vormittags 10 Uhr Beuern, Freitag, 14. Ottober, vormittags 9 Uhr Geilshausen, nachmittags 2 Uhr Aliendorf. Die Landwirte, die sich an diesen Vorführungen beteiligen wollen, werden aufgefordert, sich Va Stunde vor Beginn der bett essenden Vorfühnmg vor der Bürgermeisterei des jeweiligen Ortes einzufinden. Dermijehte». *JrreunSe b'ej Sammelsports seien auf ben heu- ' tigen Montag aufmerksam gemacht. In jedem Jahrhundert gibt 12 aufernander folgende Jahre, in denen die Stempel auf den Postsachen, Ersenbahnsahrkarten u. a. drei gleiche Zah ' len (Tag, Vionat und Jahr des Jahrhunderts) aufweisen k ö n- n e n , wober allerdings von der Jahrhundertzahl nur die Zehner und bte Einer angegeben sind. Am 1. Januar 1901 KieK Pa i a: 01. 01. 01, -m 2. Febr. 1902 hich es also: 02 02 02 ufto Solinge aber eme von den drei Zahlen blass Emer darstellt^ allt die Gleichheit öfters fort, indem die Stempel dann auch schreiben resp. drucken: 1. 01. 01, oder 02. 2. 02, oder 3 3 03 Sobald aber alle drei Zahlen auch Zehner aufweiscn, müssen n orennal in einem Jahrhundert ganz gleich sein, nämlich am 10- Oktober, 11. November und 12. Dezember des entsprechendes Jahres; alw heißt es am heutigen Montag - 10 10 10 im nächsten Jahre einmal: 11. 11. 11 und 1912 einmal-' 12 ~ Es wrrd heutzutage ja allerlei gesammelt sicher gibt es daher auch Menschen, die diese Kuriositäten unter hren Sammlungen aufnehmen; diese Sportfteunde feien darauf aufmerksam gemacht, den heutigen Montag nicht unbenützt vorübergehen zu lassen. Kleine Taqcschronik. k avb/ Ruhr wurde ein 16 jähriges Mädchen, das dem Betrieb der Elektrischen Vergnügungsbahn zr^ sah, von emem Bur)chen aus das Gleis gestoßen und von einem herannahenden Zuge getötet. aUlefet in Gedern ttand, hat em zehnjähriges Mädchen, das eine Stedjenaufga&e Nicht listen konnte, derart an einem Ohr gezerrt daß em Riß entstand, der durch einen Arzt zugenäht werden mußte Ferner hat er das Kmd mit einem Stock geschlagen, auch soll es gegen eine Wand gestoßen haben. Bald darauf machten sich Anzeichen einer Gehirnerkrankung bemerkbar und das Kind verstarb nach einiger Zeit Die Sektion der Leiche gab keinen Anhalt dafür, daß die Gehirnerkrankung, an der das Kind Der- Itorben ist, auf bte Mißhandlung burch den Angeklagten zurück-» gUsühren fei, es handelte sich vielmehr um eine gerade auf der entgegengesetzten Seite befindliche Eiterung der Gehirnhaut die fchon bestanden haben muß, ehe die Mißhandlung durch den'An-! geklagten erfolgte. Als Todesursache wurde chronische Bereite- rung der Gehirnhaut feftgeftrflt, die wahrscheinlich tuberkulöser Natur war. Das Verhalten des Kindes, das sich in der letzten Zeit apathisch zeigte und häufig Zucken in den Gliedern ver- fpurte, auch manchmal beim Schreiben die Feder nicht mehr *u HAen imstande war, ließen auf das Vorhandensein einer putschen Gehirnkrankheit schließen. Trotzdem sind die Eltern 5uch die meisten Bewohner von Gedern der ft?*' b«r ^d des Kmdes sei auf die Mißhandlungen durch ^uruckzuführen. Dieser bestritt, das Züchtigung^ h°bm. Die Verletzung an iLn Ohr dL r>1ir baraur zurück,uführen, daß das Kind, als er es Bttlebuna nnf Ü6.n f«ncn gestolpert sei, wodurch die Verletzung am Ohr entstand. Für das Gericht bestand kein' Ä. )( Gießen> 7. Oktober. Emen unwiderstehlichen Drang zum Stehlen hat be^.Eisenbreher Fr. P. M. aus Langenargen in sich. Er kam mit zwei anderen .handwerksburschen in eine hiesige Wirt- ft- Nachdem er gegessen und getrunken hatte, ging er in den ersten Stock, schloß mit dem neben der Tür hängenden Schlüssel das Schlafzimmer des Wirts aus und nahm eine mit Urkunden und. Sparka,sebüchern gefüllte Kassette. Als er mit der in Papier gebullten Kassette das Haus verlassen wollte, trat ihm der Sohn des Wirtes entgegen und es entspann sich eine Rauferei, bei der er den Wirtssohn mit Fußtritten bedachte und dann flüchtete. Nach kurzer Verfolgung wurde der Angeklagte verhaftet und in oas EMails eingeliefert, wo er einen falschen Namen angab, weshalb er auch wegen intellektueller Urkundenfälschung angeklagt wurde. Ein Selbstmordversuch und seine Angabe, er sei Epileptiker, .^aben Anlaß ihn auf seinen Geisteszustand untersuchen $u taffen. Den Diebstahl will er in einem epileptischen Anfall in geistiger Umnachtung ausgeführt haben; er habe den herankommenden Anfall gefühlt und habe sich einen Platz aufsucheni wollen, wo er ungestört hätte sein können. Einen Anfall hat der! Angeklagte wahrend seiner Internierung nicht gehabt, doch läßt! seine vernarbte Zunge auf das Vorhaiidensein von Epilepsie schließen. Er war schon m einer Irrenanstalt untergebracht und ist als geistig minderwertig, jedoch nicht geisteskrank entlassen worden. Er ist arbeitsscheu und sttehlt, sobald er sich in Freiheit befinbet Unter Tränen bat er, das Gericht möge das Todesurteil über ihn verhängen, da er doch nichts tauge und sobald er bte Freiheit erlange, boch mieber stehlen müsse. Der Sachverständige hielt ben Angeklagten jtoar für geistig minderwertig, doch ist er für sein Tun verantwortlich zu machen. Die vorliegenden Straftaten hat er Nicht m geistiger Umnachtung verübt, da er an die Einzelsälle erinnern kann. Unter Einbeziehung einer früheren Strafe wurden ihm 1 Jahr 7 Monate Gefängnis zu- > ^ L^rlm wurde au der Fennbrücke die Leiche eines £ -rCn ^Ees aus dem Wasser gezogen dem an hing?^ bas eiserne Kreuz und mehrere Kriegsdenkmünzen c f f RotHbart, der Vertreter der Frankfurter ^omo^nrrber ^wyorker Banksirmen um fast ln0 0(M ^01^ betrog, indem er durch falsche Angaben über seme ^ditfahigkeit sich Geld verschaffte, wurde von dem New- Yorker Gericht s' dhi I b t g befunden. Seine Sttafe soll nicht unterdrn und nicht über sieben Jahre Gefängnis betrageir 1ITF 2 56 Min. fuhr der von der Laurahütte Dif Gleis 6 fahrende Guterzug 8536, als er sich bereits ,m Ds- y ° v30?- ^faud, dem Güterzuge 8341 mit 16 hnnfÖ\erbci wurde der Schaffner Kaikowski von dem Zuge 8oZ«) sofort getötet. Sonstige Verletzungen Materialschaden ist nicht unbe- ^>CU ftiJI#3!; D^e Gleise waren auf mehrere Stunden gesperrt Der Verkehr wurde durch Umsteigen aufrecht erhalten. f oer Besteigung des Mont Blaue bei Chamonix starb der -nylgch- Prose»or vogson infolge Uebermüdung Sein Lnchnmn wurde ppn Führern zu Tal gebracht, ' S' ’ —d). Dutenhofen, 9. Okt. Die vom Obst- und Gartenbauverein des Kreises Wetzlar veranstaltete Obst- und Gemüseausstellung war außerordentlich stark besucht. Seit Freitag morgen herrscht unter Leitung des Kreisobstbaulehrers Kilb im großen Saale „Zum Jagdschlößchen" ein geschäftiges Treiben und so tonnte Samstag nachmittag durch den 2- Vorsitzenden, Lehrer Oster-Wetzlar die überreich beschickte Ausstellung rechtzeitig eröffnet werden. Die gute Beschickung aus den Bürgermeistereien Groß-Rechten- bach und Atzbach beweist, daß in unserer Gegend der Obstbau nicht mehr als Stiefkind der Landwirte gilt. Die Ausstellung gliederte sich in folgende Gruppen: 1. Ejemeindeobstbau 9 Aussteller mit 7 Preisen; 2. Züchter von Erwerbsobst 29 Aussteller mit 24 Preisen; 3. Schaufrüchie 87 Aussteller mit 22 Preisen; 4. Obstpackungen 5 Aussteller mit 4 Preisen; 5. Liebhaber-Obstbau 26 Aussteller mit 17 Preisen; 6. Zwergobst 11 Aussteller mit 8 Preisen; 7. Weintrauben 4 Aussteller i.fit 3 Preisen; 8. Feldgemüsebau 14 Aussteller mit 12 Preisen; 9. Gartengemüse 6 Aussteller mit 4 Preisen; 10. Kartoffeln 14 Aussteller mit 8 Preisen; 11. Obst- und Gemüseprodukte 8 Aussteller mit 6 Preisen. Am Montag haben die Schulen des Bezirks freien Zutritt. X. Gelnhausen, 9. Okt. Das Solsprndelb ad Gelnhausen ist von einem Konsortium übernommen worden, das zum' Zweckendes Betriebes in erweiterter Form eine Aktiengesellschaft bilden wird. — In den Sterb- fritzer Chamotte- und Tonwerken brach ein Großfeuer aus, das fast die gesamten Fabrikanlagen eingeäschert hat. Gießener Strafkammer. Friedberg, 9. Okt. In der letzten Stadtverord- netensitzung wurde Baumeister Dr. Kröner aus Stuttgart als Direktor der Gewerbe-Akademie gewählt. Der neue Direktor ist schon hier eingetroffen. Für das Wintersemester hat erstmalig eine Dame Architektur belegt. Wie alljährlich werden außerordentliche Vorlesungen veranstaltet, und zwar wird Dr. Karl Zang medizinische, und Dr. Ludwig Seyd juristische Vorlesungen halten. — Ein peinlicher Akt trug sich heute bei einer Beerdigung zu. Ein städtischer Arbeiter, der bei den Beerdigungen beschäftigt ist, hatte des Guten zu viel getan.! , Schon ehe der Sarg ins Grab gebracht wurde zeigten I feine Bewegungen, daß er nicht mehr fest auf den Beinen war. Kaum aber war der Sarg ins Grab versenkt, so stürzte der Arbeiter kopfüber nach, direkt auf den Sarg. R. B. Darmstadt, 9. Ott. Der Provinzialausschuß der Provinz Starkenburg beschäftigte sich gestern wiederum mit der Prüfung der Wahl eines sozial d em o kr a t. Beigeordneten. In Klein- Krotzenburg war Kilian Schwab mit 216 gegen 170 Stimmen zum Beigeordneten gewählt worden. Da sich ber Gewählte auf Befragen vor dem Kreisamt ausdrücklich als überzeugter Sozialdemokrat und Mitglied der Partei bekannte, so wurde ihm die Bestätigung versagt. Der Kreisaussck)uß kam auf den Einspruch des Schwab zu demselben Ergebnis und die von ihm eingelegte Berufung beim Provinzialausschuß wurde verworfen unter Verur-1 teilung des Schwab zu den Kosten und 5 Mk. Aversional- strafe. — Weiter wurde noch über die Beanstandung der Bü r g ermei sterw ahl in R ad heim verhandelt. Die Wahl wurde bei Stimmengleichheit durch das Los zugunsten I des Anton Bachmann entschieden. Infolge seitens der von I der Gegenpartei eingelegten Beschwerde erklärte ber Kreis ausschuß die Wahl für ungültig und zwar wegen ber bei I ber Wahl vorgekommenen Wahlbeeinflussungen, durch Frei-1 hier, Geldanerbietungen usw. Der Provinzialausschuß kani zu ber Ueberzeugung, daß bei der Wahl strafbare Be- ftechungsversucl>e vorgekornmen seien und beschloß, diel Wahlakten der Staatsanwaltschaft zur näheren r Feststellung zu übergeben. früheren Strafe wurden ihm ,1 Jahr 7 Monate Gefängnis ;uJr . 3" Köln wurde ein aus Ungarn gebürtiger Kürschner dkktiert, wor-u, ein Monat Untersuchungshaft in Anrechnung wegen Beteiligung an einem qrotzcri kommt. ' PelzdiebstaR verhaftet. Gleichzeitig entdeckte man eine grofeartb Vergehe» im Amt angelegte Hehlergesellschaft und beschlagnahmte ein QiZ legt die Anklage dem jetzt in O b er-S ch m i t t e n stehenden U? * * °° ? 30 000 Mark, das tzam- Lehrer I. D. aus Jugenheim zur Last. Der Ana^laatl t^ I unb $temer Geschäften gestohlen war.. -,.r... ™ .i-i ... ■■■ ■ ------ ' 1 3" dem Schnellzuge zwischen Köln und Brüssel '"der letzten Zeit wiederholt grotze Di eb st ä h l e aus- geführt. ®tnmt Londoner Rentier wurde neuerdings im >^uae eme vandtahhe mit ischmucksachen im Werte von 25000 Francs geltohlen. ° Landwirtschaft. ch- Aus Rheinhessen, 9. Okt. Mit dem Rückgang des Weinbaues hat sich in Rheinhessen der Anbau von Z u ck e r r ü b e n g e h o b e n. In den Gemarkungen Gimbsheim, Guntersblum, Hamm und Eich rechnet man in diesem Jahre auf einen Zuckerrübenertrag von 400000 Zentner. Der Preis für den Zentner Zuckerrüben ist von 0,90 Mk. auf 1,10 Mk. gesttegeu. ' Sport. „ ' BrieUaubensport. Kürzlich brachte der Brieftaubenklub Gießen seine diesjährigen Reisen mit einem Wettflug ab Northeim, 115 km Luftlinie, mit diesjährigen Tauben zum Abschluß. Die Tauben wurden um 9 Uhr 30 Min. ausgelassen und die ersten Tiere erreichten um 12 Uhr 53 Min. ihre heimatlichen Schlage. Preise erhielten: Fritz Schomber 1., 2., 5., 10., 13 Georg Hambach 3., 16., 17., 19., Hch. Henkel 4., 6., 7., 8., 9., 18 25' Ernst Ulrich 11., 24., Karl Wesserlie 12., 20., 21., 22.» 23. Karl Kerber 14., 15. ' ' ' I Zweifel, daß sich der Angeklagte ber Körperverletzung in Ausübung seines Amtes schuldig gemacht hat. Es verurteilte ihn deshalb zu 150 Mark Geldstrafe. Die Staatsanwaltschaft hatte | 300 Mark beantragt. (ßericbtsfaaL d. Mainz, 9. Okt. Im Anfang d. I. wurde in Heßloch durch I den Weinkontrolleur eine allgemeine Revision Vvrgenommen. Der Kontrolleur fand bei dem Bäckermeister und Weinhändler Schil- l l i n g 2y2 Stück Werne, die zum Verkauf bestimmt und an-« I scheinend überstreckt waren. Durch die chemisckie Analyse wurde festgestelll, daß ber Wein eine wässerige Zuckerlösung von 20% erhalten hatte. Die Sachverstänbigen und Chemiker waren der Ansicht, daß die Heßlochcr Weine aus dem Herbst 1909 eine Zuckerlösung von 20 Proz. nicht nötig gehabt hätten, auch bekundeten die Sachverständigen, bei den Winzern herrsche allgemein die Ueberzeugung, daß ein Zusatz von 20 Proz. Zucker- I lösung nach dem neuen Werngesetz zulässig sei. Die Produ- I zenten machten den Zusatz allgemein so, ohne aber zu überlegen, I datz man auch die Lage und Qualität der Trauben berücksichtigen müsse. Schilling hatte sich gestern vor der Sttafkammer wegen Weinfälschung zu verantworten. Er stellte sich auf den I Standpunkt, daß der Zusatz von zwei Zentner Zucker mit 160 Viter auf 1000 Liter Most gesetzlich zlckässig sei. In demselben Sinne sprachen sich auch sämtliche Zeugen aus. Tas Gericht iiahm nur fahrlässige Weinfälschung an und verurteilte Schilling zu 50 Mark Geldstrafe und in die Kosten. Altona, 8. Okt. Die Erste Strafkammer des Landgerichts Altona verurteilte ben ehemaligen Direktor der Altonaer Genossenschaftsbank, Julius Hohmann, wegen Veruntreuung von 152 000 Mark in Verbindung mit schwerer aualifizierter Urkundenfälschung zu zwei Jahren und drei Monaten Gefängnis unter Anrechnung von drei Monaten Untersuchungshaft und zu drei Jahren Ehrverlust. ICircbc und Scihule. Gießen, 7. Okt. Die Frage: „W em gehört die Zukunft" behandelte H. E r z b e r g e r - Basel in seinem 4. Vorträge. Er suchte sie auf Grund ber Bibel zu lösen. Im Mittel- | Punkte seiner Ausführungen ftanb Daniel Kapitel 7, in dem gleichsam als Ergänzung zu Daniel Kapitel 2 weitere Angaben über die vier Weltreiche, das babylonische, das medisch-persische, das griechische und römische, gemacht werden. Unter den vier charakteristischen Tiergestalten eines Löwen, Bären, Panthers und eines undefinierbaren Ungeheuers werden diese Reiche versinnbildlicht. Alle diese Staatengebilde sind vom Erdboden :i» schwanden. Auf den Trümmern des gewaltigen Römerreiches haben sich infolge des Ansturmes germanischer Völkerschaften andere Staaten gebildet. Wem gehört nun die Zukunft? Nach den Worten Christi werden die Sanftmütigen das Erdreich besitzen. Der Traum der Parteien, der Traum ganzer Völker, wonach ihnen die Zukunft gehört, wird sich nicht erfüllen. Die rote, gelbe und schwarze Gefahr brauche uns nicht zu ängstigen. Der Sieg des Guten, das in Gott und unserem .Heilande Jesus Christtis verkörpert ist, ist allen denen gewiß, die die alles überwindende Macht der Liebe kennen unb zu würdigen wissen. Die Zukunft gehört also dem burch Christum auf Erden gegründeten Gottesreich der Liebe, das einmal kommen muß, wie die übrigen Reiche gekommen sind. Aus Rom wird gemeldet, daß das heilige Offizium die i t a •' I i e n i f d) e Ueberfefcung der Kircheng es chichte dez Msgr. Dnchesne, Mitglieo ber Academie Franeaife, verboten habe. An Bord des Torpedvjägers „Baliste" erlitten, wie nur Brest gemeldet wird, bei einer Uebungsfahrt ein Offizier und fünf Matrosen infolge der Explosion eines Zylin. berd burch siedenden Dampf schwere Brandwunden. Drü ber Verletzten schweben in Lebensgefahr. In Krakau würbe auf bem Bahnhof ber Klosterbruder M a c o ch aus Czenstochau verhaftet, welcher verdächtig ist, den Postbeamten Macoch in einer Klosterzelle ermorde: zu haben und bei der Beraubung des Muttergottesbildes einem Kloster beteiligt gewesen zu fein. Macoch hat ben Mord bereits eingestauben, leugnet aber seine Teilnahme Dr bem. Kirchenraub. Der Petersburger Polizei ist bei der Durchsuchung des Haus« W o nljvrl i ars kis , ber der Fälschung des Testamentes bti Fürsten Oginski beschuldigt wird, ein vom Staatlich:et:r Besobrasow unterzeichneter Vertrag über die Holz, konzession am Jalufluß, die seinerzeit die Ursache des Krieges mit Japan wurde, in die Hände gefallen. In ber Nähe bes Bahnhofs von Bornes lDePattemeiu Lottes zermalmte ein Schnellzug zwei Kinber, bie auf bem Gleise spielten, ebenso b er en Eltern, die ihnen zu Hilfe eilten. Märkte. fc. Frankfurt a. M., 10. Okt. (Oriq.-Telegr. bes „Gieg. Anz/) Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreift. Weizen Mk. 20.25—20.50, Kurhess. Mk. 20.25—20.75, norbb. 00 Mk., Plata Kansas Mk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger! Mk. 15.25 bis Mk.00.00,Gerste (Wetterauers Mk.16.00—16.50, Gerste Franken Pfälzer Rieb Mk. 16.50—17.00, Kleie Mk. 00.00-00.00, Hafer Mk. 15.25 bis Mk. 16.00, Mais Mk. 14.50—14.75, Weizenmehl 0 Mk. 30.00 bis 30.25, 2. Qualität Mk. 23.75—00.00, 3. Qualität Mk. 22.25 bis Mk. 00.00, 4. Qualität Mk. 00.00—00.00, Noggemnehl fr Mk. 23.00—23.25, 1. Qualität Mk. 19.00—19.50, 2. Qual. Alk. 00 00 bis 00.00, Weizenkleie Mk. 9.00 bis Mk. 9.50, Weizenfchale Mk. 00.00—00.00, Roggenkleie Mk. 9.50 bis Mk. 10.00, Malzkeime Mk. 00.00—00. )0, Raps Mk. 23.00-00.00, Biertreber 12.25—12.50. Alles per 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M., 10. Okt. (Orig.-Telegr. des ,(Bie^ Anzeigers".) Kartoffelmarkt. Man notierte: Frühkartoffel^ ;' Waggons Mk. 6.50—6.65, im Kleinhanbel Mk. 7.50—7.75 - 100 Kg. fc.Frankfurt a.M. Viehhof-Markt bericht vom i0 r>f( Auftrieb: 1396 Rinder, darunter 424 Ochsen (97 aua reich), 42 Bulle, 930 Kühe, 334 Kälber, 364 Schale, 1818 Schweine Tendenz: Rinder lebhaft, geräumt, Kälber flo^, Schafe reae geräumt, Schweine lebhaft, nahezu ausoertaust. ' . Preis pro 100M. Lebend- Schlachi- , , gewicht Ochsen. Mk. Mk. Vollfleischige, auSgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 49-54 88-93 Junge fleischige, nicht ansgemästete und ältere ausgemästete 46—49 82-88 Mäßig genährte junge und gut genährte altere 42—45 76-81 Bullen. Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtw. 45—49 75—81 oollsteischige, jüngere 37—42 61—70 Färsen, Kühe. Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. 44—49 79—86 Lollfleischlge ausgemästeteKühe hüchstenSchlacht- wertes dis zu 7 Jahren 44—40 82—88 Aeltere aiisgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen .... 35—43 67—80 Mäßig genährte Kühe und Färsen 25—31 50—60 Kälber. Feinste Mast-(Dollmilchmast) u. beste Saugkälber 59—63 98—105 Mittlere Mast- unb gute Saugkälber .... 55—59 93-100 Geringere Saugkälber 50—52 85—88 Schafe. Mastlammer unb jüngere Masthammel . 37—38 78—80 Aeltere Masthammel und gut genährte Schafe 31—32 70-75 Mäßig genährte Hammel und Schafe (Merz- schafe)...............; 28-30 67-70 Schweine. Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 57.00—67.50 71.00—72.00 Dollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 56.00-57.50 71.00-73.00 Dollflelschige Schweine über 21/, Zentner Lebendgewicht 57.00-57.50 73.00-74.00 Fettschweme über 3 Ztr.Lebenbgew. . 57.00-57.50 72.00—73.00 Fleischige Schweine 54.00—00.00 68.00—00.00 Spielplan des Siebener Stadttheaters. Direktion: Hermann Steingoetter. Dienstag, 11. Okt., abends 8 Uhr: 2. Dienstags-Abonnement* Vorstellung. Zum ersten Male: „Der große Name." Lustspiel in 3 Akten von Viktor Leon und Leo Feld. Ende nach 10 Uhr. Mittwoch, 12. Oktober, abends 7 Uhr: 2. Mittwochs-Abonnemente Vorstellung: „Der Kaufmann von Venedig." Ende 98/ Uhr Freitag, 14. Oktober, abends 8 Uhr: 2. Freitags-Abonnements- Vorstellung: „Buridans Esel." 6nbe 7,11 Uhr. Spielplan der vereinigten §rantsurter §tadttheater. Opernhaus. Montag, 10. Okt.'): „Die Fledermaus/ Dienstag, 11. Oft: »Die Afrikanerin.- Mittwoch, 12. Okt., abends 77, Uhr: Ter Graf von Luxemburg/ Donnerstag, 13.Okt.: „Mignon." Freitaq, 14. Oft, geschlossen. Samstag, 15. Oktober, abends 6 Uhr: „Tristan unb Isolde." Sonntag, 16. Okt., nachm. 37, Uhr: „Ter Zigeuner- daran.- Abends 7 Uhr: „Liebelei." Montag, 17. Okt., abends 71/, Uhr: „Die geschiedene Frau." Dienstag, 18. Okt.: „Don Juan/ Mittwoch, 19. Okt.: 1. Abonnements-Konzert. Schauspielhaus. Montag, 10. Oft."): .Das vierte Gebot." Dienstag, 11 Okt.' „Rose Berndt." Mittwoch, 12. Okt.: ^Das vierte Gebot." DonnerS» taQ, 13. Okt.: abends TL Uhr: .Der Richter von Zalamea." Frei« tag, 14. Okt.: „Doktor Klaus." Samstag, 15. Oft.: Uraufführung „Tie törichte Jungsrau." (La vierge falle.) Schauspiel in 4 Akten von Henry Bataille. Sonntag, 16. Oft., nachm. 37, Uhr • All- Heidelberg." Abends 7 Uhr: „Die törichte Jnngfrau." Montag, 17. Okt.: .Die Räuber." Dienstag, 18.Ott.: .Die törichte Jung« rau‘* MMwoch, 19. Oft. : .Die törichte Jungfrau." Donners tag, 20. Oft., abends 77, Uhr: „Em Sommernachtstraum." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Uiechliche Zlad?rid)tctu 3$raditi|d)e KeligionsgememOe. Gotterblenst in Oer Synagoge (Süd-Anlaae). Donnerstag ben 13. Oktober 1910: « w. v BersöhuuugSfest. Vorabend: 5.45 Uhr. Predigt: 6 Uhr. Morgens: 7.30 Uhr. Predigt mit Seeleufeier: 11.30 Uhr. Schlnßpredigt r 4.40 Uhr. FestesauSgang: 6.20 Uhr. KB. Während der Predigt bleiben die Türen geschloffen. Gichtiker, Steinleidende, Nieren- und Blaeen-Kranke erhalten kostenfrei Broschüre mit Heüberichten. rs8w/t BrnnT?uWa,tnng Gichtbad Assmannshauaen am Rhein. Durcli Ihr vorailgUeh tchn^ckendu LithfönwatMr bin ieX teit ,v» meinen g^ti»ehen BnehvertUn völlig befreit. Dr M i, Wilhelm Grümer Teilnahme schwerbesorgt anzeigen. 5647 Giessen, Derschlag, Osberghausen, Cöln, Nümbrecht, den 10. Oktober 1910. Die Beerdigung wird näher bekannt gegeben- .646 Fritz Rosenbaum Löweugasse 20. Telephon SV». Nachruf Herr Wilhelm Grümer treuen Beamten und werden seiner allezeit mit Ehren gedenken. Giessen, den 10. Oktober 1910. (ksrs Auma nn. Professor Dr. Koeppe Oberbürgermeister Mecum und Frau 5648 Giessen, den 9. Oktober 1910. Die Beerdigung findet in der Stille statt. Kondolenzbesuche dankend verbeten. Wer unreines Blut hat? & im 44. Lebensjahre am 7. Oktober nach nur kurzem, aber schwerem Leiden zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Nahezu 20 Jahre stand der Verblichene in unseren Diensten, und er hat während dieser langen Zeit stets ausserordentliche Pflichttreue in Verbindung mit regstem Geschäftsinteresse an den Tag gelegt. Wir bedauern aufs tiefste den Verlust dieses ausgezeichneten Am 7. ds. Mts. verstarb nach kurzem Krankenlager unerwartet unser langjähriger Montage-Inspektor Dl7w E. K. G. V. Die Proben finden Dienstags, abeudS 8 Uhr, int Saale der IohanneSkirche statt. Da dem Verein schon für die nächste Zeit größere Aufgaben gestellt sind, werden die Mit- glieder dringend gebeten, pünktlich zu erscheinen. Der Eintritt sangeSkundiger Mitglieder ist sehr erwünscht. Anmeldungen' nehmen der Dirigent, Herr Prof. Trautmann, Moltkestraße 9 und der unterzeichnete Vorsitzende entgegen. v»«/ v. Schlosser. Gießen, den 1. Oktober 1910. Großhertzogl. Amtsgericht. 'M’ W ,.K Klavier- Stimmen Reparieren Polieren in tadelloser Ausführung durch Wilh. Rudolph Großh. Hess. Hoflieferant Planohandlg. u. Reparatur- WerkstAtte. 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Gestern abend 6 Uhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Reuter Vahnarbeiter im 60. Lebensjahre, welches wir hiermit Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille schl. Berdauung,Blutanorang nacv d. Kopf,Kopsschmerz., trinken. Dr. Bus leb's echten F raugulatec, k 30 Pfg. Bei: Carl Seibel, Drog. Die trauernden Hinterbliebenen: Adeline Grümer, geb. Limper Otte Grümer Wilhelm Grümer Bekanntmachung. In daß Handelsregister Abt. B. wurde bezüglich der Gewerkschaft Kur—Köln in Gießen eingetragen: An Stelle der auS dem Vorstand ausgeschiedenen Mitglieder Bankier Albert Zobel und Dr. Joseph Schulte wurden der Kaufmann Hermann Häntschke, Frankfurt a. M. und der Kaufmann Karl Bühler, Frankfurt a. M. als Mitglieder des Grubenvorstandes gewählt. Letzterer ist Stellvertreter des Vorsitzenden des Grubenvorstandes. Durch Beschluß der Generalversammlung vom 13. August 1910 ist § 5 Abs. 1 der Statuten abgeändert. Bullenverkauf. Die Gemeinde Londorf hat einen abgängigen Simmern toter Bullen zu verkaufen. Angebote sind pro Ztr. Lebendgewicht bis zum Donnerstag den 13. Oktober d. Js. vormittags 11 Uhr bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, woselbst auch die Verkaufsbedingungen eingesehen werden können. Londorf, den 7. Oktober 1910. Großh. Bürgermeisterei Londorf. Die trauernden Hinterbliebenen. Wieseck, den 10. Oktober 1910. Die Beerdigung sinket DienStagden 11. Oktober, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause, Möserstr. 2, auS statt. Kartoffeln * für den Winterbedarf. Magnum bonum Industrie Optitat Paulsens Juli 5622 gelb, fleischig Gelbe Mäuschen offeriert zu den billigst.Tagespreis. J. Weisel Telephon 235. Souneustr. 6. Nachruf! Fern der Heimat seinem Berufe nachgehend verschied am Freitag d. 7. d. Mts. plötzlich und unerwartet an den Folgen einer heimtückischen Krankheit Herr Wilh. Grümer Montage-Inspektor der Firma H. Schatistaedt G. m. b. H. Uns, die wir ihm nicht nur beruflich, sondern auch persönlich nahe standen, versetzt sein Entscheiden in tiefste Trauer. Wir beklagen den Verlust eines mit offenem Charakter und kollegialem Wesen aasgestatteten Mannes und werden seiner in Ehren stets gedenken. 6645 Giessen, den 10. Oktober 1910. Die Beamten der Firma H. Schatistaedt G. m. b. H. Eier frische, grosse bayrische Eier nur zum Aufschlagen geeignet 10 Stück 72 Pfg., 50 Stück 3.50 Mk., 100 Stück 6.80 Mk. Siedeier UZ7». 1 GebrüderBerdux | Bahnhofstr. 27. &w/io Fernspr. 231. i SfllaB •"'•’XT.!".”"'"** S uu*ylu9ul Schreiuervereiuigung Gießen Heute morgen entschlief nach kurzem Krankenlager unsere liebe gute Mutter und Schwiegermutter FrauJoseflneMecum geb. Bürgers im 80. Lebensjahre. H. Schaffstaedt G. m. b. H. Berdrrrgnrrg Donnerstag den 13. Oktober 1910, H Ubr vormittags, Stuhlverstovfung, Hämorrhoiden, Verdingung der Kartoffeln (co. SOOO Klg.) vom 1. November 1910 schl. 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