Rechtsanwalt. >ach a. M. als e die Praxis ge- Jt Marx aus. ich wie bisher 98.- ,2«ma den j-L. Ächtunz! I, Wissmar ü lerfest landersahrev. 1 großen und schäl, ^ittenborf. bestens gesorgt, er Festwirt. 910 ner. Uttb 7»/, Uhr. sstattung kerei^chM- °steuu>, gttttit stei^r 'V *k» ^"88* »arten Gi **,**«• la« Ich ^habe es darf kein schwächlicher Friede sein, sondern ein ^leb^bcr Eg. gen seitige Achtung sich gründet, und ich hone, daß dieses Bewutztfmi auch über diese Klippe hinweghelfen wird. W daß die. Staatsregierung sich ihrer schweren Verantwortung m dieser Sache bewußt ist, daß sie al l e§, Lcbh. Beifall., Nun erhebt sich allerdings die Frage, ob nicht wlcher Gefährdung des konfessionellen Friedens gegenüber, ob nicht zu einer Festigung des konfessionellen Friedens d i e Regierung eine Ausgabe hat. Es ist ja fraglich, ob der Regierung die staatsrechtlichen Mittel zur Verfügung stehen, um Genugtuung für solche Beschimpfungen zu fordern, und um derartiges für die Zukunst wenigstens hmt- anzuhalten. Wenn die Regierung eine ruhige, klare Erklärung schon gegeben hätte, wie das in früheren Jahrzehnten von der preußischen Regierung doch mitunter geschah (Sehr richtig!), >o hätte das beruhigend gewirkt. (Lebh Zustimmung.) Wir haben einen Gesandten am Päpstlichen Stuhl, .yort. hort.) Wenn sonst ein Deutscher von der Regierung eines anderen Staates geschmäht oder in feinem materiellen oder geithqen Besitztum geschädigt wird, _ dann hören wir alsbald, und bie Regierung sorgt dafür, daß wir es hören, rote der betreffende - Gesandte vorstellig geworden ist zum Schutze der Znteressen des ■ preußischen und des deutschen Staatsbürgers. (Sehr richtig!) 1 Hier handelt es sich nicht um Beschimpfungen und Schädigungen । eines einzelnen Bürgers, sondern um die Beschimpfung der großen , Mehrheit der preußischen Bevölkerung. Wir hörten aber bisher nichts von einem Vorgehen des Gesandten am Päpstlichen Stuhl. Ja, wenn der Gesandte — das erlaube ich mir doch zu lagen — in diesem Falle nicht vorstellig werden würde, dann wurde doch die Existenzberechtigung dieser Gesandtschaft sehr zweifelhaft erscheinen. (Stürmische Zustimmung^ Man kann sich ja fragen, was wird der Gesandte ausrichten? Er wird kerne Zurücknahme der Enzyklika herbeiführen können, man müßte denn nicht die jahrhundertlange Geschichte der Kurialpolitik kennen. Er wird nicht einmal eine wirkliche Entschuldigung herbei fuhren.. Es ist seinerzeit beim Kölner Kirchenstreil dem Gesandten nicht einmal möglich gewesen, auch nur eine abwartende Zurückhaltung des Päpstlichen Stuhles herbeizuführen: von anderem will ich ganz schweigen. Der Gesandte ist nicht beim Papst als dem Ober- Haupt der katholischen Kirche, sondern wegen der angestammten weltlichen Souveränität des Papstes. Wenn aber der Papst als weltlicher Souverän behandelt werden will, muß er auch die Imgangssormen annehmen, die unter Souveränen lonst üblich sind. (Stürmische Zustimmung.) Mit dieser Gesandtschaft sind ständig Enttäuschungen verbunden gewesen. Wir sind der einzige evangelische Staat, der am Päpstlichen Stuhl einen Gesandten unterhält, und es ist auch ein offenes Geheimnis, daß wir es an Freundlichkeiten und an Entgegenkommen der Päpstlichen Kurie gegenüber niemals haben fehlen lassen uni) auch heute nicht. 'Lebhafte Zustimmung.- Früher ist die päpstliche Gesandtschaft von der Regierung wie vom Zentrum mit den Staatsinteressen begründet worden. Es ist vielleicht ganz interessant zu hören, daß Leute, die selbst als Gesandte bei der päpstlichen Kurie jahrelang tungiert haben, über diese Staalsinteressen anders gedacht haben, so äußerte sich Bunsen, der in Rom den Gesandt, chaftsposten innegehabt hat, zu einem englischen Staatsmann folgendermaßen: „Tut für Eure Katholiken so viel Gutes, wie Ihr könnt, weist dem Klerus Gehalt an und erzieht ihn gut zu Hanse, aber haltet nie einen Gesandten in Rom! (Lebh. Hört! Hört!) In den weitesten .Kreisen unserer Bevölkerung wird immer und wieder die Frage erwogen, ob es nicht auf die Dauer ein unerträglidjer Zustand wird, daß wir bei einem Souverän, an einem Hofe einen Gesandten unterhalten, der die Beschimpfung eines großen Teiles der Bevölkerung unseres Landes als fein unveräußerliches Recht betrachtet (Unruhe im Zentrum. lebh. Zustimmung links) und der ein Gewohnheitsrecht daraus gemacht hat (Stürmische Zustimmung: Unruhe im Zentr.) Die Frage, die wir an die Staatsregierung gestellt haben, ist nicht die Frage der Partei, es ist die Frage, die aus einem großen Teil unserer Bevölkerung an das Ohr der Staatsregierung klingt, das ist eine Frage, die im wohlverstandenen Staatsinteresse gestellt werden muß: welche Maßregeln gedenkt die Staatsregierung zu ergreifen, den durch die Veröffentlichung der Enzyklika bedrohten konfessionellen Frieden zu sichern? (Lebh.^ _ ,। unseres inneren Friedens wiederlehrt. (Lebhafter Beifall.) Meine , Der päpstliche Hirtenbrief und dar preussische I Partei ist HhnAAfAHöianhnMa keine konfessionelle Partei. Abgeordnetenhaus. Aber wir haben es uns von jeher zur ernsten Pflicht ge- K 2. Sitzung, Donnerstag den 9. Juni. macht, die Interessen der evangelischen Kirche zu verteidigen. Am Miiiistertisch: v. Bethmann-Hollweg, v. Trott wo und wann sie auch angegriffen werden. (Lebhafter Beifall.! ,u Solz, v. Schoen. Haus und Tribüne sind stark besetzt. Wir werden nach wie vor auf dem Posten sein und werden c-3 Präsident v. Kröche r eröffnet die Sitzung um 11 Uhr für unsere ernste Pflicht betrachten, zu verhinton daß unterer 20 Minuten heiligen evangelischen Kirche in irgend einer Beziehung irgend Ti'c drei Anfragen haben folgenden Wortlaut: ein Schaden ^wächst. (Lebhafter Beifalls ^uffAefte Die der Konservativen 'Ahrens und Genossen): Abg. H a ckenb erg 'Natb, Der größteunb toi tWtot Was gedenkt die Königliche Staatsregierung zu tun, uni unter den Dichtern des Mittelalters hat m einem crprcitaitoi durch die preußische Gesandtschaft Venn Vatikan oder auf anderem Klaget ie^ al,o gelungen: Uns ist un'anfter Bnef her o Wege solchen Beschimpfungen der evangelischen Kirche, wie sie Rom gekommen, uns ist erlaubt zu trarnrn unb der Frohsinn in der Enzyklika des Papstes vom 26. Ma. enthalten sind und ist un§ genommen! Im Laufe ber beutschen rst tose die den konfessionellen Frieden ernstlich gefährden, wirksam ent- Klage Walters von ber Bogelweibe inw^. acacnAutreten ? neuer Form wach geworden. Immer wieder Und m Bullen unb U -Mrage bet N ° . i ° n ° -1 i b - - ° t ° n (Hack°ub°-g und Enzykliken. Hontet« seit dem Zeitalter bet R°,onn°tn>n. Genossen): unsanfte Briefevon Rom Die in dem .Osservatore Romano" Nr. 146 dieses Jahres gekommen, die uns denj Frohsinn genommen und die deutsche veröffentlichte Borromäus-Enzyklika enthält Schmähungen der > Gutmütigkeit auf eine harte Probe gestellt haben Um von allem evangelischen Kirche, ihrer Reformatoren und der der Reforma» anderen zu schweigen, uns ist noch in unerfreulicher (rnnncrung tion zugetanen deutschen Fürsten und Völker. die Kanisius-Enzytlika Leos XIII. vom 18. August.1.897, die Welche Maßregeln gedenkt die Königliche Staatsregierung zn Z^her als den Mann des Aufruhrs brandmarkte und seine Lehre ergreifen, um den durch die Veröffentlichung dieser Enzyklika be- Q($ ein unheilvolles Gift bezeichnete. Aber die neueste Enzyklika drohlen konfessionellen Frieden in Preußen zu sichern? vom 26 Mai dieses Jahres überbietet alles Dorausgegangene Die Anfrage derFreikonservativen (Graf Moltke unb Zustimmung.) Sie ist bem Anbeuten bes Heiligen Earl Genoffen): . ! Borromäus geroibmet, aber sie glaubt bie Verbienste bieses Hei- Jn der päpstlichen Enzyklika vom 26. Mai 1910 sind un- ^gen nur so ins rechte Lickst setzen zu können, indem fte biete erhörte Beschimpfungen der Reformation, der Reformatoren und Verbienste auf bem Untergrunbe der Beurteilung der Refor- ber evangelischen Kirche enthalten. _ matoren, ber Reformation und ihrer Folgen würdigt, bie ge- Jsl es der Königlichen Staatsregierung bekannt, daß em rabc in heutiger Zeit unter den heutigen Verhältnissen unb ge» Teil der katholischen Presse Preußens diese Enzyklika un Wort- Don bochbebeutsamen Stelle bes Päpstlichen Stuhles her laut abgedruckt und daß sie zweifellos bestimmt ist, allen Katbo- g^rst befremdlich ist und auch von katholischer Stelle als lieblos, liten bekannt gemacht zu werden? unberechtigt, unhistorisch unb unwahr bezeichnet worden ist. Welche Schritte gedenkt die Königliche Staatsregiernng zu begreiflich, baß dieser Angriff auf bic Reformatoren, bie tun, um diesem öffentlichen Aergernis zu steuern und um snr Reformation, auf bie ihr anhängenden Fürsten und Volker in die Zukunft derartigen Störungen des konfessionellen Friedens gan. hervorragendem Maße Befremden, Unbehagen unb Entrüstung innerhalb der preußischen Allachtgrenzen vorzubeugen? hervorgerufen hat Befremden über eine derartige, an der ganzen Min isterpräs ident o. Bethmann-Hollweg er- Geschichtsforschung von vier Jahrhunderten ruhig vorübergehenden klärt sich bereit, sofort zu antworten. Geschichtsklitterung, (©ehr richtig!) Unbehagen bei allen Kat ho- d Pavveuheim (Kons.) begründet die Anfrage der Kon- liten und Protestanten, denen es um den ,yrieben ber stonfentonen servativeuKein Reich hat so unter inneren Kämpfen gelitten gerabe tm preußischen, putschen Vaterlande yii tun: tft,- wie Deutschland, keinem^haben sie so schwere und narbhciltige bei aUcn benen, bie tm fr}.ebtit baS Wunden geschlagen. Ich erinnere an die Kriege des 16. und einanderarbeiten der Anhänger der verschobenen Konfeywnen das 17 Jahrhmideru5, die Deutschland ins Elend brachten, die leuchtendste Zeichen unserer beuttgen (M ittung unh den festen Wunden geschlagen haben, zu deren Heilung Hunderte von Grundpfeiler unserer vaterländischen Wohlfahrt s^en (Lebh. Bei Ären itötlia waren. ES gibt auch kein Reich der Well, wo fall. > Nun ist jetzt den aller neuesten Nachrichten einem das Bedürinis und die Bedeutung des inneren Friedens so offiziösen Artikel des „DffmiatDrc Romano verbreitet worden, tmfl emimmden wird, inic Preußen, mit seiner zu zwei ch der Enzyklika befinde sich Dritteln und einem Drittel gemischten konfessionellen Beoölkerintg, einzig und allein ein historisches Urteil unb Deutschlanb, wo 37 Millionen Protestanten unb 22 Vkrllwnen bie eöDd>c j^ifiqen Earl Borromäus, in welchem roeber Kaicholiten sich gegenüberstehen. Wie ^nnchttg ber innere ton- Mlker eines bestimmten Landes genannt worben leien, fessionelle Friede ist, das hat uns die Geschichte gelehrt, und Die bezögen sich jene Ausführungen nur auf die Katholiken Geschichte soll ia unsere Lehrmeisterin sein. Was. wäre aus uns man firfy bt)(f) fragen, ob es denn wirklich, geworden, wenn der innere Friede uns m ernster stunde geseytl die Verdienste des Heiligen Earl Borromäus zu schildern, nothätte, wenn nickst in den Freiheitskriegen Protestanten und Katho- ^dig gewesen wäre, auf derartige Urteile über jenes Zeitalter liten Schulter an Schulter gekämpft hatten (sehr richtig.» Was .^rückzugehen. Wenn man aber ein historisches Urteil über bie wäre aus Deutschland geworden, wenn nicht in dem glorreichen des Carl Borromäus anführen wollte, dann müßte es ge- Knege. von 1870/71 bic Katholiken ebenlo rote bie ^otestanten l hon jener aus ganz anders lauten. ihre Pflicht getan hätten, für das Vaterland zu sterben^ für Pierhundert Fohre trennen uns nun bald schon von lener König unb Vaterland, für Kaiser unb Reich. (Beifall. > oeit ba die Männer ber Reformation auf der Wahlstatt standen nationale Bedürfnis be* konfessionellen Fnebens ist nirgends fo unb t6ren Kampf kämpften. Ter leidenschaftliche Streit, ber tief begründet wie in Deutschlanb, unb es bedarf auch nirgends so tobte und toben mußte, hat sich iin Lause der ^ahr- sehr der Pflege wie hier, 'sehr richtig!, Es ist ja lehr 'chwe^ I Hunderte doch ungemein gemildert. Ich darf darauf Hinweisen, für die Menschen, sich selbst zu überwinden und der Meinung des entschieden katholische Männer es ausgesprochen haben, baß anbeten bic Achtung zu zollen, bie notwendig ist, um den Frieden Persönlichkeiten wie Luther nicht einer Partei, sondern der ganzen cmfreckstzuerhalten. Wir haben aber alles getan road wir tun deutschen Nation angehören. (Sehr richtig!^ Deshalb ist e? tief tonnten um das zu "erreichen. Wir waren erfüllt von ernstem *u bedauern, daß gerade von der obersten Stelle der katholischen Streben gerade Preußen und dem preußischen Volke tosen der Kampf in einer Weise geführt wird, der an bie Frieden' zu erhallen, auch wenn das manchmal Mißdeutungen schlechteste Art der Verteidigung in der alten ausgesetzt mar. . Kirche Aber es darf kein schwächlicher Friede ’cin' gcgcn bic Reformationskirche erinnert. Es ist namentlich be- ionbern er muß gegründet sein auf gegenseitige Achtung, und bäuerlich unb schmerzlich, daß bieser Kampf, ber aus Gewissens- es muß baher alles mit Energie bekämpft werden, was irgend- ernst geführt worden ist, nicht gekämpft wird als em Kamps des nric dieses außer acht läßt unb den Frieden gefährdet. (Stur- irrenden Gewissens, sondern als ein Kampf des frevelnden lieber Mischer Beifall) mutes unb der sündigsten Lasterhaftigkeit (Hort, hort!) nm OR die Enzyklika erlassen würde mit den ver- Wenn bic Männer in jenen Kämpfen ihre Existenz aufs TemenÄtf Ke tote? Ä WM, bann, bar, man ®6rt! 6öri!', um solche BsickuntpstMeu n. Zukunst htutam^ sie hiustelleu in bie Bewegung unserer halten. Wenn von anberer Selle mrb,, b Wo L>ie heute nach Icutimlanb, |roerticn< das ist ber Untergrund für alle Betrachtungen unb Bc- ^e^^egun^E'Mch-iA"^n^toen, iimso^nchr, roenn roir' an- Lon einer gemeinsamen christlichen Weltanschauung, zu reden: -Änn7n ^ß ne toechttgt ist Keine Deutung, keine abgeschwächte wer bic Enzyklika lieft, bem ht Meier Glaube grausam zerstört biC " Äe^Äe Beschrmvrungen . über d-^'Uoneli^eu wra» mrd vlon Institutionen ber evangelischen Kirche handelt wie 'ie man bie Anhänger ber Reformation als Fkinbe bieses ernster unb schlimmer die Geschichte uns faum geengt ÄrcuicS bezeichnet? iSehr gut!. Wir werden es ruhig über hafte Zusttmmung.) llstd das alles gegenüber bem Vorgehen der I ergehen lassen, roenn man unsere Auffassung als ^srrtum letzten'Zeit gegenüber den herrlichen Festen, bie gememschalllich ^zeichnet, roenn man uns als Ketzer hinstellt, bas liegt.eben m leßten yeit, stegenum finb ge(Knüber ber Trennung der Konfessionen, aber eins burstn roir fordern, baß tm heiligen Lanbe in ^evusaleni gefeien wo i , • . t nicht beschimpft werden in unseren Anschauungen, in feder den edlen Bestrebungen unseres Königshauses, tosen I iff, wie geschehen ist. «Lebh Zustimmung 5u beieftiaen gegenüber all den Bestrebungen, bie von allen handelt sich hierbei ja nicht um' die persönliche Memungs- Hua rtTfpn Konfessionen, von Katholiken sowohl wie von außerung eines einzelnen bei bieser Beichimpfung, sondern um gelten, aus allen Stomenwuen, uw flui politischem Gebiete eine Staatsaktion nennt. Protestanten, sich geltend gemacht haben, toicntiT L'^ebr richtig' Es handelt sich um einen von hochamtlicher tief zu begründen. (Beifall.. Ick freue mich, seststellen zu tonnen- ausgegangenen Angriff auf die Lehre das Ansehen ^und baß diett wird, es in einer Weise geschieht, die der Würde des Gegenstandes entspricht. «Lebh. Beifall rechts, Lachen der Soz.) Von demjenigen Abgeordneten, welcher jetzt zum Worte gemeldet war, mußten wir nach unseren Erfahrungen gewärtig sein, daß feine Ausführungen — (Zurufe links: Persönlich!« Präsident v. Kröchcr: Erstens hat er nicht das Wort zu , einer persönlichen Bemerkung und zweitens halte ich das, was er ■ sagt, noch zur Geschäftsordnung für zulässig, unb damit ist die Sache erledigt. Abg. Winkler (Kons.): Wir mußten nach unseren Erfah- .rungen gewärttg sein, daß die Ausführungen des Abg. Hoff- : irtarni der Würde des Gegenstcurdcs nicht entsprechen ivürdcn und nicht dem Ernste, von dem unsere Verhandlungen bisher getragen waren. Wir wünschen, daß sie so, wie sie bisher verlaufen sind, ins Land gehen und nicht mit einem Mißklang enden. Dadurch rechtfertigt sich unser Schlußantrag. > Unruhe links.) Abg. .Hoffmann (Soz.): Der Abg. Winkler bat durch die Worte „wir wollen" am besten gekennzeichnet, wie zutreffend meine vorhergehende Bemerkung war. Daß er nebenbei auch noch Spiritist ist und es im voraus wußte, was ich für Ausführungen machen würde, ist mir allerdings neu. Ich wollte öen Standpunkt meiner Partei darlegen, daß wir uns nicht auf das Gebiet des Kulturkampfes locken lassen sollten. ?lngesichts dieser Tatsache ist das, roas Sie ausführen, nichts weiter als eine faule Ausrede, weil Sic fürchten, Ihr Techtelmechtel mit dem Zentrum könnte hier im richtigen Lichte dargestellt werden. Präsident v. Kröchcr: Der Ausdruck „faule .Ausrede" gegenüber einem Abgeordneten ist doch wohl etwas unfreundlich. (Heiterkeit.) Abg. Fischbeck (Vp.): Durch den Schluß der Debatte ist es mir unmöglich geworden, im Anschluß an die Ausführungen des Abg. Gvßling über gewisse Beziehungen von Konservativen und Zentrum die Unterstützung, welche die Konservativen gerade in solchen Dingen wie den jetzigen dem Zentrum gewähren, etwas näher zu beleuchten. Es war aber auch gar nicht nötig, weiter darüber zu sprechen, denn die Tatsache, daß nach getroffener Abmachung das Zentrum bei ber Abstimmung über den Schlußantrag den Saal verlassen hat, redet Bände. (Lebh. Zustimmung links.) Dr. Friedberg (Natt.): ED ist ja eine Sache für sich, ob Herr Winkler aus der angeführten Absicht heraus sich für berechtigt hält, einen Redner mundtot zu machen. Aber wir müssen doch die Rücksicht verlangen, daß unter dieser seiner Absicht nicht die anderen Parteien mit leiden. (Lebh. Zustimmung links.) Wir sind durch den Schluß verhindert worden, durch unseren Vertreter zu der Erklärung des Reichskanzlers Stellung zu nehmen. Abg. v. Pappcnheim (Kons.) verzichtet aufs Wort. (Aha- Rufe links.) Graf Praschma (Zentr.) (erneute AHa-Ruse links): Gegcn- über den Ausführungen des Abg. Fischbeck stelle ich lediglich fest, daß wir ausdrücklich erklärt haben, daß wir uns nicht an der Debatte beteiligen wollten. Wir haben daher auch vorher nicht für die Besprechung der Interpellationen gestimmt. Da wir die Kompetenz des Landtages für diesen Gegenstand nicht anerkennen, ist es somit auch ganz natürlich, daß wir bei dem Schlußantrage einfach nicht mitgeftimmt haben. «Lachen links.) Abg. 'Dr. Lohmann (Natl.): Ich bedauere, durch den Schluß der Debatte verhindert zu sein, Stellung zu «nehmen zu der Erttärung des Ministerpräsidenten, besonders zu ihrem zweiten Teil, ebenso auf die Erklärung des Zentrums ausführlicher einzugehen, daß es verhindert sei, sich an der Debatte zu beteiligen. Das Zentrum ist bekanntlich nicht eine konfessionelle Partei; wie kommt cs also zu solch einet Erklärung? (Sehr gut! links.) Damit sind die Interpellationen erledigt. Die Erhöhung der Zivilliste. Es folgt die zweiso Lesung der Vorlage über die Erhöhung der Zivilliste von 3V? Millionen Mark. Äbg. Dr. v. Jazdzewski (Pole) erklärt namens seiner politischen Freunde: Es ist uns infolge der Polcnpolitik außerordentlich schwer, der Vorlage zuzusttmmen. Aber aus rein sachlichen Erwägungen sind wir zustimmenden Stellungnahme gelangt. Äbg. Dr. Friedberg (Natl.): Durch die Kommissions- beratung wollten wir fest stellen, ob nicht Abstriche an der Forderung möglich sind. Wir haben deshalb in der Kommission, eine ganze Reihe von Fragen gestellt, die uns vom« Finanzminister und von den Regicmngs^>mmisfaren in ausführlichster Weise bcant- wlortet worden sind. Wir stimmen der Vorlage zu. (Beifall.) Abg. Hoffmann (Soz. i: Die Polen haben um gut Wetter gebeten. Na, für Millionen können sie auch schon etwas verlangen. Der Redner geht in aller Breite auf die Sozialpolitik ein. Finanzministcr Frhr. v. Rheinbaben: Von einer Mißwirtschaft ist keine Rede. Nun sollen wir die Schlösser verkaufen. Vielleicht sind Sie so freundlich, uns ein paar Dutzend abzunehmen. Die Schlösser sind eine schwere Last für die Krone. Sie bemüht sich auch, sie abzustoßen. Aber wer kauft solche Schlösser' wie in Celle und Osnabrück? Und wer übernimmt die Kosten für die Theater wie in Hannover und Kassel. Kommen Sic nicht mit solchen utopistisck>en Anschauungen. Der Finanzminister gibt eine Reihe von statistischen Zahlen, wonach die Durchschirittslöhne der Arbeiter von 620 Mark im Jahre 1889 auf 949 Mark im Jähre 1909 gestiegen sind, sich also um 52 Prozent gehoben haben, und fährt fort: Wenn die Löhne wirklich so unerhört schlecht sind, bann märe, .es ja unerhört, daß Sie f;o hohe Abgaben für die Gewerkschaften erheben! (Zustimmung rechts. Lärm b. d. Soz.) Von 1881 bis 1907 sind die Gewcrkfchaftsbeiträgc von 6,68 Mark auf 27 Mark gestiegen. «Hört, hört! rechts. Lärm b. d. Soz. Abg. Dr. Liebknecht ruft: Was geschieht mit dem Geld?' Damit wird sozialdemokratische Agitation getrieben. (Zuruf b. 'd. Soz.: Unverschämte Behauptung!» Es ist unbestreitbar unb höchst erfreulich, in welchen Maße sich bie (Lage ber arbeitenden Klaffe verbessert hat. Ich möchte nur noch der Behauptung des Vorredners entgegentreten, als ob er hier als Vertreter der preußischen Arbeiterschaft stehe. Nach der Reichsstatistik sind nur 1800 000 Mitglieder in den sozialdemokratischen Gewerkschaften konzentriert, während 19 000 000 in Betracht kommen. Die Sozialdemokraten hatten bei den letzten Wahlen 538 000 Urwählersttmmen zu verzeichnen, während 2 507 000 Urwähler gewählt haben. Sie hatten also nur 23,87 Prozent auf sich vereinigt, während 76,13 Prozent reichstreue Wähler gewesen sind. Tie Gesamtzahl der Urwahlberechtigten stellt sich auf 7 628 000, von denen haben tatsächlich nur 7,29 Prozent für die sozialdemokratischen Kandidaten gestimmt. (Hört, hört! — Zuruf b. b. Soz.: Bei diesem Wahlrecht!) Einstweilen wählen wir doch nach dem Wahlrecht, und vorläufig hat die Sozialdemokratie fein Recht, namens der preußischen Arbeiter zu sprechen (Beifall.) Abg. Frhr. v. Zedlitz (Freikons.) erklärt die Zustimmung seiner Freunde zu beiden Vorlagen. Abg. Fischbeck (Vp): Meine Freunde haben sich in ber Kommission von der diotwendigkeit ber Forderung ber Regierung überzeugt und werden für bie Vorlage stimmen. Abg. Herolb (Zentr.): Wir werden einmütig für die Vorlage stimmen. Tie Vorlagen werden darauf in zweiter Lesung gegen die Sozialdemokraten angenommen. Die Vorlagen werden endgültig auch in dritter Lesung angenommen. * Wien, 9. Juni. Der Abgeordnete Stransky Edler von Geifenfels (Deutschradikal) brachte gestern eine Anfrage über die Borromäus-Enzyklika ein, in welcher angefragt wird, welche Maßnahmen der Ministerpräsident zu treffen gedenke, um den österreichischen Protestanten gegenüber den Angriffen durch den Papst Genugtuung zu berfdjaffen unb um neue Beleidigungen zu verhüten. Die Reid)soerfid)erungsorönung. : : Berlin, 9. Juni. Der Reichsversicherungsäusschuß setzte die Beratung heute bei § 183 fort. Nach § 186 wird auf seinen Antrag von der Versicherungspflicht befreit, wer erstens auf die Dauer nur zu einem geringen Teile arbeitsfähig ist, solange der vorläufig unterstützungspflichtige Armenverband einverstanden ist, zweitens bet Erkrankung an seinen Arbeitgeber einen Anspruch auf eine den Lerstungen der zuständigen Krankenkasse gleichwertige Unterstützung hat, ioenn der Arbeitgeber die volle Unterstützung aus eigenen Mitteln deckt und seine Leistungsfähigkeit sicher ist. Die Sozialdemokraten bekämpfen diesen Paragraphen. Der bayerische Bunbesbevollmächtigte bestätigt, daß in Bayern von den Ausnahmebestimmungen selten Gebrauch) gemacht werde, vielleicht aus dem Grunde, weil Bayern einen eigentlichen Großgrundbesitz nicht kenne. Dem schließt sich der würltembergische Regierungsvertreter im allgemeinen an. Beide Herren wollen damit aber die Zweckmäßigkeit der Bestimmung für Preußen nicht in Frage ziehen. Ein freikonservatives Mitglied hält die Zwangsversicherung für Dienstboten nicht für zweckmäßig. Ein konservatives Mitglied erklärt, daß die Ziffer 2 dieses Paragrapl-en für die Stellung seiner Parteifreunde zum ganzen Gesetz von entscheidender Bedeutung sei. Ein nationalliberales Mit-- glied stimmt für die Landwirtschaft der Ausnahmebestimmung zu, wogeaen ein Zentrumsmitglied einer Differenzierung zwischen Landwirtschaft und Gewerbe entschieden ent» gegentritt. In ber Abstimmung wird zunächst ber Antrag auf Sicherheitsstellung durch den Arbeitgeber gegen die Stimmen der Konservativen, der Neichspartei und der National- liberalen angenommen. Infolgedessen haben diese Parteien an der Ziffer 2 kein Jitterefse mehr und sie wird einstimmig abgelehnt. Infolge dieser Streichung muß and) § 186 gestrichen werden. § 189 will Lehrlinge auf Antrag des Arbeitgebers von der Versicherungspflicht befreien. Ein Zentrumsmitglied möchte das auf solche Lehrlinge beschränken, die bei den Eltern Kost und Wohnung haben; dann treffe die Last die Eltern der Kinder. Der Paragraph wird dahin geändert, daß Lehrlinge, die bei ihren Eltern in der Lehre sind, auf Antrag von ber Versicherungspflicht befreit sind. Weiterberatung Freitag. Aus Stadt ititö Land. Gießen, 10. Juni 1910. ** AuS dem Militär-Wochenblatt. Kattrein, Hauptm. a. D., zuletzt im jetzigen Jnfant.-Negt. Prinz Karl (4. Hess.) Nr. 118, die Erlaubnis zum Tragen dec Armee- Uniform erteilt. ""Bei ber LandeSversichernngSanstaltGroßh. Hessen sind im Mai 293 Rentengcsuche (280 Invaliden- und Krankenrentcnanträge, sowie 13 Altersrentenanträge) eingegangen. Unerledigt wurden in den Monat übernommen 344 Rentengesuchc, so daß 637 Gesuche in Bearbeitung standen. Es fanden Erledigung: 195 durch RentenbewiUigung (174 Invaliden-, 12 Kranken- und 9 Alteisrentengesuche); 48 durch Ablehnung, weil unbegründet (45 Invalidenrenten- und 3 Altersrentengesuche), 11 durch andere Weise — Zurücknahme nsw. — (10 Invaliden- und 1 Altersrentengesuch), zusammen 254, so daß 388 Gesuche als unerledigt übernommen werden mußten. Ferner wurden im Mai 321 Anträge auf Beitragserstattung gestellt, und zwar 266 infolge Heirat weiblicher Versicherter (H.), 51 infolge Todes versicherter Personen (T.). und 4 wegen Bezugs von Unfallrente (Ü.). Unerledigt wurden in den genannten Monat übernommen 106 Erstattungsanträge, so baß zu bearbeiten waren 427 Gesuche. Bewilligt wurden 295 Anträge (247 H., 46 T. und 2 U.), abgelehnt wurden 21 Anträge (13 H., 7 T. und 1 U.), Auf andere Art erledigt wurde 1 H.-Erstattungsanspruch. Unerledigt blieben 110 Erstattungsanträge (83 H., 23 T. und 4 II.), die auf den Monat Juni übernommen wurden. — In welchem Umfange die Landes- Versicherungsansialt Großh. Hessen Heilverfahrenskosten für ihre Versicherten übernimmt, ergibt sich aus nachstehenden Erläuterungen: Ende Mai waren in Anstalten 365 versicherte Personen untergebracht. ** 25. Stiftungsfest ber Burschenschaft im A. D. B. Arminia. Man schreibt uns: Die Teilnehmer mit ihren zahlreichen Gästen — bie meisten ber 25 Bundeskorporationen haben Vertreter entsandt — bewegen sich morgen, Samstag, um 6 Uhr in festlichem Zu g vom „Großherzog von Hessen" durch die Stabt zur Liebigshöhe, wo abends der Festkommers ftattfinbet. — Es sei noch einmal darauf aufmerksam gemacht, baß beim heutigen Diskus s i o n s a b e n d auch solche Gäste aus akademischen Kreisen willkommen sind, benen aus irgend einem Grund besondere Einladung nicht hat zugehen können. * * Exkursion. Unter Führung von Prwatbozenten Dr. Feist sand am Samstag, 4. Juni, eine Exkursion Gießener Studenten zur Besichtigung der Molkerei in Ostheim, der Zuckerfabrik in Friedberg unb der Badeanlagen und ber Wäscherei in Bab-Nau Henn statt. Dank der fachkundigen Führung unb den: Entgegenkommen der Direktionen gestaltete sich die Exkursion außerordentlich interessant und lehrreich und befriedigte alle Teilnehmer aufs höchste. * • Elektrische und Turnfest. An den drei Tagen des Turnfestes wird die Straßenbahn bis 12 Uhr nachts bis zum SchützenhauS verkehren, unb zwar wiro bis 9x/4 Uhr abenbs 7^2-Minutenverkchr, von 9*/4 bis 12 Uhr */4-stündiger Verkehr vom Bahnhof bis zum SchützenhauS eingerichtet. Die Wagen fahren von O1/^ Uhr ab alle volle Viertelstunden vom Marktplatz zum Schützenhaus, also 930, 945, IO00, 10lf usw. Der letzte Wagen fähtt 1215 nachts vom Schützenhaus ab. • • In Amerika verstorbene Hessen. Karl Schnarr, 82 Jahre alt, in Newyork; Adam Ehrenfels, 65 Jahre alt, in Jersey City; Dr. Michael Brinkmann, 83 Jahre alt, in Philadelphia; Heinrich Friedrich Tettenborn, 62 Jahre alt, in Cincinnati; Pastor C.A. Thomas, 70 Jahre alt, in Cleveland; Frau Nanni Mahlinger, 83 Jahre alt, in Denver; Peter Bre iden ste i n, 64 Jahre alt, in Grand RapidS; Frau Marie Rau, 62 Jahre alt, in Golden. --Utphe, 9. Juni. Bei der am 8. Juni hier abge- hältenen Bürgermeisterwuhl wurde ber seitherige Bürgermeister Schn eiber einstimmig wiedergewählt. R,. Bob en Hausen II, 8. Juni. Zu dem hier und Umgegend viel besprochenen Todesfall des früheren Rechners Rudolf Weitzel sei noch zu benierken, daß sich bei einer gerichtlichen Untersuchung seiner Schriftlichkeiten ein Schriftstück vorfand mit der Aufschrift: „Mein letzter Wille, gerichtlich zu öffnen”. In dem von ihm selbst geschriebenen Testament wurden mit einer nennenswerten Summe seine hiesigen Verwandten, sowie einige ihm sehr nahestehenden Freunde bedacht. Ferner der hiesige Kriegerverein mit 1000 Mk., unsere Gemeinde mit 8000 Mk.; auch verschiedenen Stiftungen hatte der Verstorbene einen größeren Betrag vermacht. — Vom 1. Juli ab wird unsere neu errichtete Prioatpost verkehren. Mzi. ta. :,lSy ;rn0n,etw5 «t d«°A"N"»°n C>ona[. V5e ** L!? 'le- Wttö Mtz auch Utzebers von dre bei den trerfe die Qm. »nrd dahin?. 1™ der Lehre befreit sind. 3imi 1910. tt fiattcejn, ke9t Prinz fiatl 'gen der Armee- 'nstaltGroßh. suche (280 > 13 Altersrenten- i >n den Monat! 637 Gesuche in mg: 195 durch kranken- und 9 veil unbegründet uche), 11 durch ) Invaliden- und das; 388 Gesuche Ferner wurden ng gestellt, und :tec (h.), 51 in- 4 wegen Bezugs in den genannten je, so dag zu herben 295 Anträge >rden 21 Anträge :t erledigt rourtt . 110 GrstattungS- ! den Monat Juni ! ige die Landes :a()rcn9foffen fiit i§ nachstehenden Mn 36b ver- ckenschast im Die Teilnehmer n der 25 Bundes : - bewegen sich chem 3U91’°® zur Licbigshm, . Es sei noch ein- : m heutigen W' i au« akademlW ; md einem Grund onnen. on Pcwatdozenu eine Gxkursier | >r Molkerei >' ebbetg und » Bad-Nonhc>! . id dem Entgegen e Exkursion *■ friedigte alle w in den *» . je Uhr n«»>- 2 Uh- W* „baus emg>* |3O 915> lO - . Hesse"- . ,£ ibam ' J .,s Brink"'"" & »'T-' *$fy**' hier abA * Orders- Ng gesch^' |ejn? rte» ^"^heiidc" -h- n;5 5l'krrantenpslegerinncn, 1 Buchhalter, 1 Handlungsgehilfe, ein Kanlerer und Ausläufer. Lehrlinge: 1 Mechaniker. Für 3231 Giessen, den 9. Juni 1910. herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verluste sage ich hiermit innigsten Dank. überaus zahlreichen Beweise Im Namen der Hinterbliebenen SCarS Er*©sä. W M ch $ 7* D I Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteiluiig, das; es Gott dein Allmächtigen gefallen hat, meine liebe Frau, unsere gute Wiutier, Tochter, Schwester und Schivägerin Marie Kissel, geb. Volk nach kurzem schweren Leiden zu sich zu rufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Fakob Kissel und »obn Familie Volk und Familie bissel (Garbenteichl. Klein-Linden, 10. Juni 1910. Die Beerdigung findet Samstag um 4 Uhr nachm. statt. 04856 Brauereiausschank Giessener Brauhaus Seltersweg 53 Telephon 754 Ecke Goethcstrasse jeder Art, 3093 = sowie alle Gummiwaren. = C. Palteg. Seltersweg 88. Heute vormittag 3/4l 1 Uhr entschlief sanft meine inniggeliebte Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Tante und. Nichte, Frau Anna Scheppelmann geb. Firderer nach kurzen, aber schweren Leiden im Alter von 29 Jahren. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. 1. a. n.: August Scheppelmann. Giessen, St. Johann-Saarbrücken, Backnang, Stuttgart, Herrenberg, Strassburg u. Ludwigsburg, 9. Juni 1910. Karten. Schuh-Haus Wollen Sie bequem und angenehm gehen? Machen Sie einen Versuch mit Emst-Ludwig-Stiefeln! .’. Elegante Neuheiten in schwarz und braun .'. Die Beerdigung findet Sonntag den 12. ds. Mts., nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 3238 Einheitspreis M. 12.50 Luxus-Ausführung M. 15.50 Die Krone "W1 aller alkoholfreien Getränke ist Basako. Zur Erzeugung der Grundstoffe dieses herrlichen Getränkes werden kein Aether oder sonstige künstliche Geruchsessenzen verwendet, sondern nach eigenem Verfahren wirkliche, natürliche Früchte in Verbindung mit aus Früchten gewonnener Säure. Sämtliche übrigen Bestandteile sind dem Nahrungsmittel; gesetz aller Länder entsprechend. (2935 1 Teil Banko, 9 Teile kalten Wassers. 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Juni, nachmittags 4 llbr, an Ort und Stelle von der trüber Paseoe scheu Wiese am Wetzlarer Weg, der Aklienbrauerei und in der Stephansmark etwa 30 llllorgen. Zusammenkunst auf dem Wetzlarer Weg an der Eisenbahnbrücke. Mvntag den 13. Juni a. vormittags llbr: am Elektrizitätswerk von den Wiesen im Nenstädterseld. b. vormittags 10' llbr in der Ncstauration von Melchior Schäfer Wwc., Zlaifcr'Llllce 4, von den Wiesen im Heegstrauch und im Rlifiland. c. nachmittags 2 llbr: im Philvfvvhenwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal, von den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck. d. nachmittags 5 llbr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag den 14. Juni a. vormittags 9 llbr: an Ort und Stelle von den Ochseitiviesen, von den Wiesen im Ttolzenmorgen, einer Hospttalwiese, am Utersbrunnen und Altentisck). b. nachmittags 3 llbr: au Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen. c. nachmittags 3 2 Ubr: an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Grofien Buseck. Tie Zusammenkunst ist am 13. Juni beim Schlachthaus, am 14. Juni an den Ochsenwiefen. Die städt. Wiesen sind durch die Feldbereiniaung zum Teil verlegt und neu eingeteilt worden. Steigliebhaber, welche die Wielen zu besichtigen beabsichtigen, wollen sich vom 7. Juni ab an । den städtischen Wiesenwärter Belloff, Wolsstrafie 15, wenden. Die Grofiherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, Borstehendes in ihrer Gemeinde bekannt- machen zu lassen. sB'/q Obftvertaufsplatz. Mittwoch den 1.1. d. M., nachmittags 5 llbr, findet in der Bürger,neisterei, Zimmer Nr. 12, die Verpachtung des städtischen Platzes Ecke Äteustadl-Niarklslrafie zur Benutzung als Obstverfauss- vlatz statt. IB‘% ' Schöner Garten Größeres Lokal mit separat. Gastzimmer empfiehlt von heute an wieder im Zapf das vorzüglich gebraute siunSde EBser* (BSÜBCheaer Art) helles Bier in bekannter Güte. Zu verkaufen 3230) (stebrauchicr Lliuderwagcn tGiimunräderl zu verkaufen. Näher, zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gieß. Anz. Gelegenheitskauf. Einmal gesahr. neues Viktoria rad mit Freilaus und mit voller Garantie umständehalber unter Preis abzugeben. (3177 Kleiu-Liudeu, Wetzlarer Str. 2. Unsere beste Reklame Nachdruck verboten. Chevreanx-Damen-Schnürstiefel I Chevreaux-Herren-Agraffen I m.u. o.Lackk., GoodyearWelt, d.Paar M.7.80 | Lackkappe das Paar M. 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Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schul" dig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedig- ung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 1. Juli 1910 Anzeige zu machen. Bl% Großherzogliches Amtsgericht in Gießen. irr, ii....... ■■■■■ii Reichel’s Eimonadesinip-Extrakt das volle, edle Fruchtaroma enthaltend, ungemein beliebt zum Selbsteinkochen haltbarer Limo- nadensirupe von reinem Fruchtgeschmack in Himbeer, Kirsch, Erdbeer, Zitronen, Limetta, Lcmon Squash, Grenadine, Orangen etc. Ganz vorzüglich zu erfrischenden Limonaden sowie als Beiguss zu Puddings, Flammeri es etc. I Originalflasche gibt 5 Pfund feinsten Limonadesirup und kostet nur 75 Pfg. — Zum Versuch Vi Fl. 40 Pfg. — Die Ersparnis ist daher enorm! 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