Nr. 34 Geueral-MZeiger für OberheMn Wählern. sitzt es, und ich konnte es er ft nach längerem Warten aus London erhalten. Ich kann seine Lektüre jedermann empfehlen, der sich in literarischer Quellenkritik üben will. Man verfolgt Cook bis zur immerhin ansehnlichen Höhe von 12 000 Fuß; so mager sein Bericht ist, so greifbar sind doch einige seiner Schilderungen: aber die Beschreibung des Anstiegs der letzten 8000 Fuß ist ganz vage und unbestimmt, und was er endlich als Abbildung des Gipfels vom Mount Mc. Kinley bietet, ist sicher nicht die Ansicht eines Gipfels von 20 390 Fuß Höhe. Das haben englische Kritiker gleich ausgesprochen. Diese Sachlage muß man im Auge behalten, um Pearys scharfe Aeußerungen über Cook zu verliehen: sie entquollen einem Gefühle der Entrüstung, aber sie wären besser ungefallen geblieben. . . Cook hatte den Newyork Herald für sich gewonnen, und diefts Blatt ließ es nicht an Reklame siir ihn fehlen. Selbst em Teil der deutschen, sonst in wissenschaftlichen Fragen so vorsichtigen Presse, druckte ohne jedweden Kommentar Cooks Berichte über seine Polarfahrt nach dem Newport Herald ab, obwohl dieselben ganz ebenso wie sein Werk über die Besteigung des Mount Mc Kinley um so leerer und inhaltloser wurden, je mehr sich Cook dem angeblich erreichten Ziele näherte. Ich habe lchon im Bor- trage auf der Naturforscherversammlung in Salzburg am 24. September v. I. das Nichtssagende von seiner Polbeschreibung her- vorgchoben und verstehe durchaus den jetzigen Entscheid der Kopenhagener Universität, der nicht viel mehr Vorgelegen hat. Die ganze Episode erscheint mir als eine Mahnung, mit mehr Vorsicht, als vielfach geschehen, geographische Neuigkeiten aufzunehmen, und eine geographische Entdeckung nicht nur nach einem mageren Bericht zu glauben. Es ist nötig, auch auf dem Gebiete der geographischen Entdeckungen strenge Kritik walten zu lasien und die Sensationslust etwas zu dänipfen. Erscheint tt-Nck mit Aufnahme bei Sonntag-. $te "Ole-erer ZamMenblatter' werden dem Anzeiger' viermal wöchentlich bctgelcgt, da» 'xreübUM fite den Kreis Sietzen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Lett- «scheinen monatlich zweimal. KriegSfchiffbestellungeu vom Ausland. Die Türkei und Brasilien lassen mit Ausnahme kleiner Fahrzeuge ihre Kriegsschiffe in England bauen, für Spanien baut ein britisch-französisches Syndikat. Japan ist als Besteller den europäischen Firmen verloren gegangen, denn es baut selbst. Rußland strebt das auch an, wird aber wohl fremde Hilfe in Anspruch nehmen müssen, und obwohl im Wettbewerb die Pläne der Hamburger Firma Blohm L Boß sich als die besten erwiesen, wird man doch wahrscheinlich siel) an England wenden; es heißt, die Firma John Brown, ClydÄauk, werde die in St. Petersburg stehenden Neubauten, mit denen man nicht vorwärts kommt, RotaNonSdruck and Verlag Oei 8rüblich« UnwersttätS - Buch» und Stemövudctei. 8L Lange. Stefcen sie der brave Lomonössvw bei dieser Gelegenheit ausstreiite, war denn doch unerhört. Er sollte wegen dieser llnanftäntngfeitenl mit der Knute zur Besinnung gebracht werden und wurde nur mit Rücksicht auf seine literarischen Verdienste vor solcher Entehrung^ bewahrt. Unter der Kaiserin Anna machte man aber mit solchen Drohungen wirklich Ernst. Ter Reimtünstler und Sprachforscher Tredjaköwsky, allerdings ein unglaublich geschwollener Herr, der aller Welt erzählte, daß er der größte russische Dichter sei, wird von dem Kabinettsminister Wolmski wiederholt damit be- grüst, daß dieser ihm links und rechts Ohrfeigen austcilt. Dtlst diese Schul- und Gassenjungenbehandlung kein Ende nehmen Itnll, geht Tredjakowsky W Biron, dem allmächtigen Günstling der Kaiserin, um sich über die ihm angetane Schmach zu beklagen. Aber im Vorzimmer trifft er seinen Todfeind, der den Zweck dieses Besuches sofort durchschaut. Biron gerät in eine fürchterlich c Witt, winkt den Lakaien, läßt dem armen Kerl ohne weiteres die Kleider vom Leibe reißen und ihm siebzig Stockschlöge auf den bloßen Rücken austeilen. Man deute sich bei ims einen Mann wie Alexander von .Humboldt oder Helmholtz in ähnlicher Lage. Die russischen Sitten jener Zeit verwandelten sich selbst in Satiren! auf das übertünchte Tutarentum." Aegyptischer Liebeszauber. Zwei ägyptisches Zaubertäfelchen, die vor kurzem das archäologische Institut in Heidelberg zum Geschenk erhielt, veröffentlicht, wie wir der Heidelberger Zeitung entnehmen, Franz Boll im ersten Sitzungsberichte, der dortigen Akademie der Wissenschaften (Heinrich-Lanz-Stiftung). Es sind zwei Bleitäfelchen, die, wie die an genau übereinstimmender^ Stellen angebrachten Löcher beweisen, in der Art eines Diptychons^ zusammengelegt waren, die Schrift nach innen. Die griechischen? Inschriften stimmen auf beiden Seiten fast genau überein. „Horion, Sohn des Sarapus, mache und bereite, daß Nike, die Tochtev des Apolonus, sich verliebt in Pantus, den gebar die Tmesios"^ lautet die eine, und „Mache, daß Nike, die Tochter des Apollonus^ sich verliebt in Pantus, den die Tmesios gebar, auf sieben Monate",, heißt die andere. Gerade in Aegypten war der Bleitafelzauber irn spätem Altertum ganz besonders beliebt. Auf Bleitafeln tour^ den Schwüre und Segcnsformeln niedergeschrieben, mit Bleitafeln suchte man Dämonen zu bannen, die mit ihrer Zauber-> kraft heiße Wünsche erfüllen sollten. An einen Dämon wendet sich auch unsere, der Sicherheit wegen gleich doppelt geschriebene! Formel, und damit der Zauber auch wirkte, wurden noch mehr, Nägel durch die Tafel getrieben, als der Zusammenhalt der Tafeln" erfordert hätte, die Person, welcher der Zauber galt, sollte „festgenagelt" werden. Der Angerufene ist der Geist eines Verstorbenen, der eigens durch das Bild einer kleinen Mumie cm»1 gedeutet ist. Die neue Doppribleitafet ist eins der interessan-, testen Stücke ihrer Art. Sie ist besonders gut erhalten, korrekt! und klar geschrieben und zeigt als Eigentümlichkeit die Form! des Diptychons und die direkte Anrede und Namensnennung bcs Geistes, an den die Forderung gerichtet ist. * Der Bogesendnrchstich. Redaktion, Expedition und ruderet; Schul» straße 7. Expedition und Verlag; ÖL Redaktion:^^112. Tek.-AdruAnzeigeras imrchaus irrig. Vielmehr gibt es 13 000 Wähler, die einen tJhrren, als den nach dem Entwürfe künftig überhaupt nur an- Eungssähigen Steuersatz zahlen. Sicher ist es, aber nicht zu )(1A meint man annimmt, daß mit Rücksicht auf die in die, er 'M enthaltenen Multimillionäre, die mehrere hunderttausend wf jährlicher Steuern zahlen, für jeden dieser 13 000 Höchst- besteuerten durchschnittlich ein weiterer Betrag vvn 5000 Mark atfTäÜt. Tas macht siir die Klasscnbilbung einen Gesamtausfall 65 Millionen Steuersumme. Dieser Ausfall muß natur- «Mtz ui alle drei Klassen gleichmäßig verteilt werden. Da aber zunächst nur die erste Klasse allein trifft, müssen aus ■,weiten in die erste Klasse rund 44 und aus der dritten in' bc zweite rund 22 Millionen Steuersumme nachgefüllt werden. Die „Kreuzztg." berechnet sodann, daß zur Deckung der m die erste Klasse ausgefallenen 13 Millionen rund 130000 n je 100 M.) und für die in der zweiten Klasse erforderten 61/2 Millionen rund 240000 (zu je 27 M.) neue Hinzu- lonnitinge erforderlich seien. bezüglich der weiteren Privilegien kommt man etwa zu fvl- «tfcen Schlüssen: Das deutsche Reichsheer zählt bei einer Ge YEtftärte von 5—600 000 Mann (je nachdem man Unteroffiziere, Sin jährige und Offiziere mitrechnet oder nicht) etwa 10—12 000 «Mähnige und rund 80 000 Unteroffiziere. Mithin sind die tinjäbrigen mit 2 v. H. der Gesamtheit vertreten. Sie werden chv unter der wahlfähigen Zivilbevölkerung in etwas mehr wie breitem Maß? vertreten sein, da sie eben nur ein Jahr, die erbere Mannschaft aber zwei ober drei Fahre (Kavallerie Mw.) stve- noch wesentlich fäiiger (Unteroffiziere) bei der Fahne am M'r.rtb sind. Das ergibt 5 v. H. oder rmtb 400 000 Wähler, du [lrir.beit.ens- das einjährige Zeugnis besitzen. Hiervon mag die Lifte eine abgesckchossene Hochschulbildung im Sinne des 8 vl Entwurfs erreicht haben Bon ben sich hiernach ergebenden |i(i 000 Aladentttern mögen bisher schätzungsweise 30 000 in der fuhrt, 120 000 in der zweiten und 50 000 in der dritten Klasse | r.ahlt haben. Nach Abrechnung einer geringen Anzahl, die Ld. ui Zukunft in den niederen Klassen bleiben würden, würden fc'c runb 1.00 000 dieser derartig Priviligierten ans der zweiten | ixie erste und 40 000 aus der dritten in die zweite Klasse auft jrtgen. Von den weiteren 200000 Wählern mit Einjährigen- Aalifitation mag etwa ein Drittel, sagen wir rund 70 000, ■on jetzt in einer der beiden oberen Klassen wühlen, in welcher ■ gleichgültig, da ja für diese Kategorie nur ein Aufstieg an5 M dritten in die zweite Klasse in Betracht kommt. Bon den übrig Jt-ib?iteen 130 000 in der dritten Klasse werden sicher 30 000 ^tert bei er forderlichen 15 rührigen Karenzzeit und Einkommens mr 1800 Mark in der dritten Klasse zurückzubleiben haben, so < Pi den Aufstieg in die zweite Kl-asse noch)- etwa 100 000 nirig Meiben. _ . Iür die Inhaber des ZivilversorgnngssichLines stellt «ich bie irechnung solgendemraßen: Von den 80 000 vorhandenen Untere tffiyieien dient wohl nur etwa die Hälfte 12 Jahre. Ein Teil geht' v-ÜVrt ab (Rücktritt in das bürgerliche Leben, Schutzmannschasi, f'eTtbanncrie iffw . ein weiterer Teil dient aber auch teitger, i Wallmeister, Zahlmeister ujw. Mithin bleiben etwa 40 000 tirig, von denen jährlich der zwölfte Teil gleich rund 3oOO mit l'ni Veriorgunitsschein ins! Zivilleben übertritt. Eine durch)chnttt- «ib weitere Lebensdauer von 30 Jahren vorausgesetzt, wurden Jit. also rund 100 000 derartiger nebim der roriterm Borausietzung »nes Einlvinmens von mindestens 1800 Mark nach fünftahriger Tattk'eit zum Auftücken in die zweite Klasse Berechtigter ergeben. Misl.-er wählten hiervon Wohl nur wenige in einer der beiden oberen »lassen, und in der dritten mögen 80 000 vorhanden geweien iem. * Gevrügelte Ge lehrte. In einem HMchen Auftatz über „Humor und Satire in der russischen Literatur", den Engen Zabel im ersten Februarhest der illustrierten Halbinonatsichritt ),Nord und Süd" ^Berlin) veröffentlicht, erzählt der Bersasiev unter anderem auch vvn der anmutigen Behandlung, die im altrussischen Reich der Knute nicht selten auch berühmte e- lehrtc erfahren haben: „Es berührt gar nicht iinivalmcheuttich, wenn berichtet wird, daß Peter der Große den als .Lexitograch)en und Historiker verdienten Tatisästsck?eno wegen einer beleidigrnden Äeuferung über die Geistlichkeit zu einer gemeinen Pricgelstrase Wnarrteilt habe. Der große Äoniio-nossow, der sich aus dem ^ohn eines armen Fischers nu Gouvernement Archangelsk am nord lid-cn Eismeer zu einer Leuchte der Wissensckxrft und Pl>'>ir lur seine Zeit entwickelte und aus allen Gebieten anregend uitb vor- i>üviich wirkte, formte sch nicht enthalten, bei einer L>itzungi her Professoren ein ganzes Unwetter unflätiger Schimpfwörter über seine KbUegen losznlassen. An saftigen Kraftausdriuken ist die russische Sprache reicher als irgend eine andere. Aber eine sotzche Buitenlese vvn Stachelgewächsen und Stiukpflanzen, wie __________________________, o. z v Im Plenarsitzungssaale des Provinziallandeshauses begannen^ großen Hoff nun gen hinzugeb en. Chile beabsichtigt eben- freute vormittag unter zahlreicher Beteiligung die Verhandlungen; doot und peary. 1 Das Endurteil der deutschen Wissenschaft. In dem neuesten Heft der „Zeitschrift der Gesellschaft für Irbtunbc" zu Berlin findet sich eine ,ehr bemerkenswerte Aus- Mung von Geh. Rat Alfred Venck, bekanntlich einem unterer Men Fachmänner ans diesem Gebiet, über die hauftg erörterte Mdrdpvlfrage. , ..... «, Mit Berufung auf die in der ^agespreoe bereite Au-zugs- »nsc mitgeteilten Berichte der beiden Kommipwnen die ltd) ir Washington und in Kopenhagen mit den ihnen übergebenen laricren von Cool und Peary zu beichaftigen hatten, werden Mr weiteren Begründung des endgültigen ^teitö über beib. ftmerber diese. Urteile im Wortlaut wiedergegeben. Wahrend besinnlich das Washingtoner Gutachten einstimmig teststellt, daß iobert E. Peary den Nordpol erreicht habe und demgemäß durch [ite besondere Medaille zu ehren sei, kommt büS Äobenbageiier Gutachten bezüglich Cooks zu einer ablehnenden Beurtellm^ so life das Konsistorium der Uniuerntat auf Grund dtefer S-uh- vritändiqenaussagen feststellen muß, daß das Materml, da» d Driversität zur Untersuchung znge,tellt worden ist, ferne Beolu Ibtunqcn oder ?lufklärungeu enthält, die als Beweis dafür diene Innen, daß Dr. Cook ans seiner letzten. Polar ahrt den Nord- ll erreicht hat. Im Anschluß an dMes Urteil des Kopeiu Eigener Konsistoriums äußert ach nun Geheimrat Penck ut Tote ramber bemerkenswerter .Weise: „Durch diese beiden Berichte ist eine Episode in der Geschichte Br Polarforschung beendet worden, die seit September die Ge- Mller heftig bewegt und eine ganze Literatur von G^5riaußerun- Mw ins Vebcn gerufen hat. ' Die Gesellschatt sur Erdkilnde hat M»ei die abwartende Stellung inne gehalten, die durch die ~age Jtt Tinge begründet war: Es kehrt aus den Etewusten. des Wtv Nordens ein Reisender Aiiräd, der ut der Polarforschung nn«, wenn auch sehr bescheidene Rolle gespielt hat. Er erzählt, M Pol erreicht zu frohen; aber er hat nicht ein einziges Lo- ■Inment in Händen. Das einzige, was ein Alleingeher zum teilweise seiner Wanderung in unbewohnten Regionen beibringen riiit, das Notizbuch mit seinen während der Reift gemachten ^.chachtiingen, erklärt er in Grönland surückgelaffen zu haben. Mchwolst findet er Glauben, in erstei Linie bei einigen skan- -'Mvischcn Forschern. Niemand ist für Cook warmer erngetreten ^Amund'en, der mit ihm auf der „Belgica" war, und das, h> schäftigte sich in seiner heute ohne Regierungsvertreter abgehaltenen Haushaltsberatung mit den weiteren Abstimmungen über die einzelnen Kapitel und die dazu gestellten Anträge. Beim Kap. 2, Kameral- und Forstdomänen, wurde die Forderung von» 9700 Mark für die Erneuerung des Dachwerks und des äußeren Verputzes beim ehemaligen hessischen Schlosse zu Groß-Umstadt gestrichen. Betreffs der Forderung von 13 500 Mark für Nen- verputz und Anstrich der sehr schadhaften südlichen Fassade des Kaisersaalbaus am Großh. Residenzschloß soll erst nach einer eingehenden Besichtigung die Entscheidung getroffen werden. Beim Haushalt der Land stände, wobei die gemeinsamen Ausgaben! beider Kammern mit 18 500 Mark, die Kosten der Ersten Kammer mit 19 220 Mark und die Kosten der Zweiten Kammer mit 99 488 Mark angefordert werden, lag ein Antrag Dr. Osann vor, durch Beschränkung der Drucksachen und Bnreaukosten die 9488 Mark zu ersparen und somit nur 90 000 Mark zu bewilligen. Nach Mcksprqche mit dem Präsidenten beschloß der Ausschuß, an den Kosten der Zweiten Kammer nur 4000 Mark zu streichen. Für -Provinzialdirektionen und Kreisämter werden insgesamt 962 340- Mark ober 5345 Mark mehr als im Vorjahre, angefordert. Des Ausschuß beschloß, 1 Kreisamtmänner aus den Inhaber zu bewilligen und die für Vergütung des Bureaupersonals angesetzte Summe von 137 900 Mark auf die vorrährige Anforderung, d. i. 5875 Mark weniger, und ferner beim DispositonsfondS und für Tagegelder Provinzialdirektionen und Kreisämter (31 000) je 4000 Mark weniger, in Summe also 11 875 Ma.k wenigen anzusetzen. , , . , _. r Die Kapitel Polizei, Polizeikassen und Arbellshaus Dieburg wurden genehmigt. Beim Kapitel 35, Kirchen, 483 221 Marsi lag ein Antrag des Abg. Ulrich auf Streichung dieser Forderung vor. Der Ausschuß bewilligte jedock die Summe, und beschloß, bei der Kammer zu beantragen, daß ui Zukunft auf dem Steuer- zcttel die Summe des Kirchensteuerbetrags verzeichnet werden- soll. Zu dem Ausgabeposten Gendarmerie, 603 680 Mark„ worin für Offiziere und Beamte 24 270 Mark einschließlich deri Kosten des militärgerichtlichen Verfahrens und für 1 aus den! Armee gestellte Offiziersburschen enthalten sind, beantragt Abg,. Ulrich, diese Summe zu streichen. Der Ausschuß beschloß ftdocy Genehmigung der ganzen Anforderung. . In dem bann noch behandelten Haushalt des ^ustiz^ m ini st e r iums wurde die für laufende Unterhaltung der Gebäude und gemieteten Gerichtsgebaude angesetzte Forderung vori 95 500 Mark auf 93 660 Mark iwie im Vorjahre) reduzierte Die Forderung von 7800 Mark für Einrichtung einer Nieder-' druckheizung im Haftlokal zu Offenbach wurde genehmigt, dagegen bei Kapitel 96, Allgemeiner Fonds für Stellvertretungs- unir Aushilfskosten, von der wie i. Vorj. aur 170 000 Mark sixierterr Summe ein Betrag von 5000 Mark gekürzt. Die Fortsetzung der Beratung erfolgt morgen. Die grotze deutsche LaudwirtschastZwoche. 4 Berlin, 9. Febr. ter il Sxnrptöeifcii".mfiutg bj» KöuiWü Preußischen I'anix^-- Defora>mie>to[l'cgim>;;, das die amtliche Vertretung der Land- Wirtschaft int Sl'öitig. ?>che Preußen barstellt. — Der Vorsitzende Graf V'. -Schro er in-L öwitz eröffnete die Beratungen mit dem Kaiferb/ocl) und begrüßte die erschienenen Regie ru n <\ saer t re ter. — Darauf erstattete der Generalsekretär Dr. v. Alt rack «Berlin den „Bericht über die Tätig leit des ständigen Ausschusses des Landes-Oekonomie-Kel legi ums im Jahve 1909". Er nimmt daraus Bezug, daß das Kollegium demnächst die wichtige Frage der Schätzung des landwirtschaftlichen Eintomnrens beschäftigen wird und zwar auf eine Anregung der Kammer für Pomm+n hin. Der Vorstand hat sich bereits an die einzelnen Landwirtschafts Kammern gewandt und mit seinem Vorschläge einer erneuten Besprechung im März oder April allgemeine Zustimmung gefunden. — Die Versammlung' geht dann zur Beratung der Vorlagen über. Rittergutsbesitzer v. Freier ^ch'ppenrade) berichtet über dir Frage, aus welchen Gesichtspunkten der Fortschritt der landwiris schädlichen Praxis eine stärkere Förderung der l a n d w i r t s ch a f t- 1 i ch e n B et r ie b s w i s s e n > ch a f t erheischt. Der Berichterstatter verlangt Vermehrung b:r Geldmittel für die Betriebsocr waltung der landwirtschastüchen .Hochschulen und »oirtschaftlich-e Mustergüter unter Leitung-der Dozenten, Verbesserung der Einrichtung zur Uebermittelung der Betriebsergebnisse an die einzelnen Landwirte und schließlich möglichste Verbreitung der landwirtschaftlichen Bu chfüh rn n g. . In der Erörterung belampst Ministerialdirektor Dr. Thiel die Bildung von Musterwirtschaften, mit denen man schlechte Erfahrungen. gemacht hab.-. Grose Anregungen zur Verbesserung des Betriebes sind in den seltensten Fällen von ihnen ausgegangen. Vielfach haben sic nur gezeigt, wie man es nicht machen soll. (Heiterkeit.) Die Erfolge des landwirtschaftlichen Betriebes -liegen an den persönlichen Eigenschaften des Wirtschaftsrührers, durch Belehrung werde aber lein Ebarattcr geändert. Auch der inzwisckxen erschienene Landwirischaftsminister v. Arnim-Criewen lucrji darauf hin, daß den Betriebs.nfre'rn bereits genügendes Material aus der Praxis zur Verfügung' slcho und zwar in den Buchführungs- stellen, die Lehrer müssen sich das nur zu Nutze machen. Nachdem v. Freier die Forderung bezüglich der Musterwirtschaften zurückgezogen Hal, werden die von ihm vorgelegten Leitsätze angenvmm.'n. Nach einer Pause wird die Beratung des Entwurfes einer Reichsversich erungso rdnung vorgenommen. Das umfangreiche Material ist in vier Abschnitte geteilt. Zunächst berichtet Majoratsbesitzer v. Batocki (Blödau) über allgemeine Vorschriften und, Organisation, sowie über die Krankenversicherung. Er stimmt dem Grundgedanken des' Entwurfes, betr. die Schaffung eines gemeinschaftlichen" Unterbaues für bestimmte, genau zu begrenzende Gebiete der gesamten deutschen Arbeiterversicherung als einem gesunden Gedanken zu, hat aber vom Standpunkte der landwirtschaftlichen Jitteressen aus verschiedene Ausstellungen an den einz-elnen^Bestimmungen. — Jin gleichen Sinne sprechen Landesrat Dr. Schröder (Kassel) über Unfallversicherung und Rittergutsbesiper Landrat v. Kkitzing über Invaliden- und Hintcrbtiebeitenversicherung. » Moorgen werden die Beratungen fortgesetzt. 2lus StaSt un- Land. Gießen, 10. Februar 1910. ** Von den Landwirtschuftsschulen. Als im vorigen Jahre als neuer Lehrgegenstand die landmirtschafk- liche Naturkunde in den Lehrplan der meisten Fortbildungsschulen ausgenommen wurde, da trat die Befürchtung auf, dadurch würden die Ackerbauschulen entvölkert werden oder zum mindesten die Schülerzahl sehr zurückgehen. Diese Befürchtung hat sich indessen als völlig haltlos erwiesen. Der neue Lehrgegenstand in den Fortbildungsschulen hat auf die Frequenz der Schülerzahl an den Ackerbauschulen keine Wirkung geübt, sie ist sogar au manchen Schulen statt zu sinken, gestiegen. Und das ist auch die richtige Auffassung. Die Fortbildungsschule will nur Allgemeinbildung auch im Spezialfach gewähret, und nicht Ersatz bieten für eine Fachbildung, wie sie die Ackerbauschule vermöge chrer Einrichtungen allein geben kann. ** Evang. Bund. Am nächsten Sonntag, 13. d. Mts., wird der hiesige Zweigverein des Evang. Bundes seinen zweiten Familienabend veranstalten, der insofern ein besonderes Interesse beansprucht, als der Hauptvortraa, den Pastor Mahler, der Geperal-Sekretär der Deutschen Kleinsiedlungs-Genossenschaft in Oftrowo, halten wird, das Bild einer hier noch verhältnismäßig unbekannten vaterländischen Arbeit entrollen wird: der Arbeit an den deutschen evangelischen Rückwanderern aus Rußland und ihrer A n s i e d l u n g in der O st - mark. Der bisherige Verlauf dieser Arbeit ist kurz solgendep: Bor -1 Jahren waren infolge der Unruhen in Rußland zahlreiche deutsche Landarbeiter in ihre alte deimat zurückgekehrt und hatten sich bald über ganz Deutschland zerstreut. Freilich fühlten sich die meisten in den Jndustriegegenden des Westens nicht recht wohl. Es. fehlte ihnen das unentbehrliche Stück Land und das eigene Heim, das sie drüben in Rußland besessen und so entstand in ihnen der Wunsch, wieder in die ländlichen Verhältnisse zurückzukehren. Leider sahen sie bei den geringen Mitteln, über die sic verfügten, keine Möglichkeit zum Erwerb eines eigenen Heimes im Osten unseres Vaterlandes und es blieb ihnen schließlich nur der Weg der Auswanderung übrig, um ihr Ziel zu erreichen. Da gründeten im Jahre 1906 national gesinnte Männer in Ostrowo in der Provinz Posen die Deutsche Kleinsiedlungs-Genossenschaft zu dem Zweck, weniger bemittelten deutschen Rückwanderern den Erwerb eines eigenen Heimes zu ermöglichen und sie in größeren geschlossenen Kolonien, die in der Provinz Posen errichtet loerden sollten, zu sammeln. Die bisherigen Erfolge der Genossenschaft, die Erfahrungen, die man mit den Rückwanderern gemacht hat, und die Eindrücke über deutsches und evangelisches Leben in den deutschen Kolonien Rußlands wird Herr Pastor Mahler seinen Zuhörern aus eigener Anschauung vor Augen führen. Es ist eine wichtige vaterländische Arbeit, um die es sich hier handelt und deren Bedeutung vom Evang. Bunde voll gewürdigt wird. Briefform at. Die ordnungsmäßige Bearbeitung und vünktliche Besorgung der Brieie wird der Post durch die übergroße Verschiedenheit der Briefform, durch die llngleichmäßigkeit im Aufkleben der Freimarken und durch die oft geringe Uebersichtlichkeit der Aufschrift in lästiger Weise erschwert. Im eigenen Interesse benutze man daher nur rechteckige Briefumschläge mittlerer Größe — die geeignetste Form ift 15 Ztm lang und 13 Ztm. breit — klebe die Marke in die rechte obere Ecke, schreibe unten recht deutlich den Bestimmungsort nieder tmd unterstreiche ihn. Wer feilte Briefumschläge mit einem Vordruck für die Adresse versehen läßt, der lasse auch gleich ein Feld für die Marke und einen starken Strich für die Angabe der Bestimmungspostanstalt unten rechts mit vordrucken. 4- Lich, 9. Febr. Demnächst findet die schriftliche Prüfung der beiden Oberklassen der hiesigen Präpa- randenschule statt. Die mündliche Prüfung wird unter dem Vorsitz von Seminardirektor Dr. Schäfer-Friedberg kurz darauf abgehalten, so daß die Entlassiing schon anfang März erfolgt, einem im Verhältnis zu den früheren Jahren sehr zeitigen Termine. Jetzt liegen schon zahlreiche Anmeldungen fürs neue Schuljahr vor. Ter Andrang zum Lehrerberuf scheint bei der AuSsichtslosigseit vieler anderer Berufe immer noch größer zu werden, so daß der Lehrermangei bald gehoben fein wird. § Ober - O h men, 9. Febr. sDtit Beginn dieser Woche hat der zweite Kursus der W a n d e r h a u s h a l t u n g s - schule unseres Kreises hier im Saale des Rathauses seinen Anfang genommen. Die Beteiligung an dem auf sechs Wochen bemessenen Kursus ist eine lebhafte; die Zahl der Schülerinnen beträgt 23. Die Unterweisung in der Gesund- lieits- und Krankenpflege übernimmt Dr. «criba von Groß- Felda. Mit der Eröffnung der Wanderhaushaltungsschule and dem einen vortrefflichen Eindruck hinterlassenen ersten Kursus z-u Rieder-Ohmen ist das Interesse in den Gemeinden des umliegenden Bezirkes sehr gewachsen. -d. Büdingen, 9. Febr. Am 22. d. Mts. (Petritag) werden es hundert Jahre, seit die Familie Bähr zu Rohrbach Pächterin der Hälfte des Fürstlich Jsenburg- imd Büdingen'schen HofguteS zu Rohrbach ist. Die andere Hälfte ist ebenso lang an ein Konsortium von Rohrbacher Landwirten verpachtet, an dessen Spitze der jeweilige Bürger- uieiner steht. AuS diesem Anlaß hatte der Pächter Karl Bähr am 7. l. M. an die Fürstliche Familie und die Beamten der Fürstlichen Verwaltung, sowie an den Vorsteher des Pachtkonsortiums, Bürgermeister Kröll, eine Einladung zu einer Familienfeier ergehen lassen, an der sich auch die Verwandten der Familie Bähr beteiligten. Abends brachten der Kriegerverein, der Gesangverein und der Turnverein zu Rohrbach eine Ovation dar. An der Spitze eines stattlichen Lampionzuges schritt die eigene Kapelle des Kriegervereins. Es wurden einige Musikstücke und Lieder iechl gut oor- getragen. Ter Turnverein stellte eine Pgramtde. Pfarrvikar Lenz hielt eine kernige Ansprache, auf die der Fürst dankend erwiderte, der dann die Vereinsvorstände empfing und die Vereine zu einem Glase Bier einlud. In den Wirtschaften von Belte und Jäger versammelten sich dann die einzelnen Vereine unter Zuziehung der männlichen und weiblichen Fugend. So tvucde die Feier eine allgemeine für ganz Rohrbach. Der Fürst wird auf Petritag seinerseits eine Feier im Kreise seiner Pächter veranstalten. Friedberg, 9. Febr. Der Verein ehern. Schüler der landw. Winterschule hielt gestern, wie schon kurz berichtet ivurde, eine Diskussionsversa mmlung ab, die von nahezu 200 Herren besucht war. Eingeleitet wurde die Diskussion durch ein Referat des Privatdozenten Dr. K leberger- Gießen über die neuzeitlichen Stickstoffdüngemittel und ihre Verwendung nach den Ergebnissen mehrjähriger Versuche. An den mit großem Beifall aufgenonnnenen Vortrag schloß sich eine Diskiission an, an der sich u. a. Herr Schneider- Utphe und Oekonomierat Spieß-Friedberg beteiligten, welch letzterer auf die große Bedeutung der Tüngungsversuche allgemein und der Versuche des Referenten speziell hlnwies und den Wunsch äußerte, daß der Referent so wie heute auch in Zukunft die Wetterauer Landwirte über die Resultate seiner äußerst interessanten Versuche orientieren möge. O Rosbach v. d. H., 8. Febr. Am hiesigen Bahnhof hat man mit bedeutenden Erweiterungsarbeiten, für die 99 000 Mk. vorgesehen sind, begonnen. Die hiesige Station soll deshalb vergrößert werden, um den Bahnhof Friedberg zu entlasten. x Flensungen, 9. Febr. Der hiesige Maurer und Besenbinder D. wurde in der Gemarkung Stockhausen erfroren aufgefunden, nachdem man ihn seit Ende der vorigen Woche vermißte. Der Verstorbene lebte als Witwer im hiesigen Armenhause und soll dem Trünke ergeben gewesen sein. Bayerischen Hochland" erschienen. Das hüb ich ausg-cstattei - lich- Büchlein ist von einem hier jo wohlbs kannten. auSne.^r Kenner des Landes unter Mitwirkung der bayerischen Wint Un- Vereine sehr sorgfältig verfaßt. Daß sämtliche irgend in kommenden Orte, ausgehend von München und seiner ällcrnäcH ' Umgebung bis zu den wichtigsten Plätzen in Tirol mid Vorarl - - eingehend behmüüt n erben, ist bei einem W ntcrsvortler V« Luther selbstverständlich. Dabei ist das Büchlein sehr friL gehalten und orientiert ausgezeichnet. litärkte. F.C. Wiesbaden. B i e h h c> f - M a r k t b e ri cht vom 9 Auftrieb; Rinder 93, Kälber 315, Schafe 53. Schweine 397. ‘ L 1 Tendenz: Rinder und Kälber mittelmäßig, Schafe aut Schweine ruhig. Preis' Durch. ' pro 100 Pfd. ichnuwprest ''CbeX%Td,‘* 10 Ochse n. von-bisvon-bis Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Lchlachlwerles, höchstens 6 Jahre alt 43—46 76—82 44 75 Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 38—41 72—74 39 7s Bulle n. Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlochtwertes 37—39 66—69 38 67 Vollfleischige, jüngere 33—35 62—65 34 63 Färsen, St üb e. Pollfleijchige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes 39-44 70-80 41 75 Vollfleischige ausgemästete Kühe höchst. Lchlachtweries bis zu 7 Jahren. . 35—38 66—70 36 68 Aettere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüugereKühe u. Färsen 30—34 59—65 32 62 Mäßig genährte Kühe und Färsen . . 26—29 54 - 59 27 5s Kalber. Feinste Mast- (Vollmilchniast) und beste Saugkälber . . . 52—56 86—92 54 W Mittlere 'Mast- unb gute Saugkälber . 44—50 70—81 47 79 Schaf e. Mastlämmer und jüngere Masthammel 38—40 76-80 39 - 78 Mäßig genährte Hammel und -Lchafe (Merzschafe)^ 23-25 58—62 24 60 Schweine. Vollfleischige Schweine bis zu 2 Zentner Lebendgewicht 57—59 73—75 58 74 Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 57 — 59 73—75 58 74 Fleischige Schweine 55—59 70—75 57 72 Limburg a. d. Lahu, 9. Febr. Fruchtmark!. Turch. schuittspreis pro Malter. Roter Weizen (nassaurscher) 18,7ö it, weißer Weizen (angebaute Fremdsorten) 18,25 Alk., Korn 12,15 Gerste: Futtergerste 9,50 Mk., Brauaerste 10,50 Alk., rwtt 7,70 Alk., Erbsen 0,00 Mk., Kartoffeln 4,60—5,20 All. ArrehUche Nachernten. Israelitische Reiigionsgememdc. Sottesöienjr in der Synagoge (Süd-Antage). Samstag den 12. Februar 1910: V 0 r a-b e n b S.3O Uhr. Morgens 9.00 111)r. Nachmittags 3.30 Uhr. Lchrifle, klärung. Sabb atausgang 6.25 Uhr. Israelitische rreligjonsgesellschaft. Gottesdienst. Sabbat fei er am 12. Februar 1910. Freitag abend 5.10 Uhr. vermischtes. * Eine wichtige Erfindung für die Eisen- b a h tt hat der Kutscher Reitnspieß in Neumünster gemacht. Er erfand eine Vorrichtung, die die Eisenlxrhnbeamlen der Mühe überhebt, beim Zusammenkovpeln unb Abkoppeln der Wagen in das Geleis zu treten, wodurch Unglücksfälle vermieden werden. Tic preußische Eiscubahnverwaltung zahlte für die Erfindung 120 000 Mark. * Die drahtlose Telegraphie als Lebensretter. Ter drahtlose Telegraphist der „Kentucky", dessen Tätigkeit allein es zu verdanken ist, daß die Besatzung deä sinkenden Dampsers noch im letzten Augenblick gerettet werden konnte, gibt jetzt eine Schilderung der aufregenden Ereignisse, die der Rettung der 45 Schiffbrüchigen voraufgingen. Erst kurz vor der Abreise Der „Kentucky", die btc Fahrt um das Kap Horn angetreten hatte, war Der drahtlose Apparat auf dem Schiffe eingerichtet worden. Am Freitag, in früher Morgenstunde, inmitten des fürchterlichsten Sturmes, eilte der Ingenieur zu dein Telegraphisten Alagiimis und brachte iynr die Kunde, daß die „Kentucky" rettungslos verloren sei. Magiimis begann sofort Die Arbeit mit seinem Drahtlosen Telegraphenapparat, aber eine lange StunDe verstrich, ehe er eine VerbinDung erhielt. Es war Die etwa 90 englische Meilen entfernte „Alamo", Die antwortete. Doch zunächst war Damit wenig gewonnen, Denn bei Den furchtbaren Schwankungen unD Dem herrschenDen Orkane vermochte Der Kapitän Die genaue Lage des Schiffes nicht sofort zu bestimmen. Es verging eine geraume Zett angstvoller Spannung, ehe man endlich der „Alamo" genau mit- teilen konnte, ^vohm sie steuern müßte, um noch Rettung zu bringen. „Eine halbe Stunde vorher kam noch der Elektrotechniker zu mir", jo berichtet Magiimis, „unb brachte die neue Unglückskimbe, daß das Wasser im Schiffsraum so rasch steige, daß binnen kurzem die Dynamomaschine meines Apparates vom Wasser gelöscht werden würde. Alle anderen Arbeiten wurden nun beiseite geworfen: die drahtlose Telegraphie war die einzige Rettungsmögliehkeit, imd alle Hälide an Bord arbeiteten daran, Die Dynamomaschme 511 schützen. Der Apparat rourbe mit Stoffen unD Oeltuch umhüllt unb es gelang auch, Den elektrischen Strom so lange aufrecht zu erhalten, bis ich endlich glücklich Die entscheiDenDe Botschaft abgejanDt hatte. Als Die „SKlamo" Das fiiifenDe Wrack erreichte, war eä nachmittags l'e4 Uhr: Das Teck lag bereits an Der Wasiergrenze; es war Hilfe im letzten Augeilblick. * Tas Deutsche Bier auf der Brüsseler Weltausstellung. Die Teritsche Abteilung auf Der Brüsseler Weltausstellung wirD, wie auf früheren Weltausstellungen, so auch Diesmal neben Dem Deutschen auch ihr besonderes Münchener Hails haben. Tiese beiden Niederlassunaen werden voraiissichtlich den Mittelpunkt des geselligen Verkehrs Der Ausslelluugsbesucher bilden, Da in Dem einen Der Deuliche Wein, in Dem anberen Das Deutsche Vier ihre Anziehungskraft erweisen sollen. Tas Deutsche Laus beherbergt in seinem ErDgeschoß ein vornehmes Weinrestaurant, für Das an alle größeren Deutschen Hotelbesitzer, Wein- bänbler unD Gastwirte Ausschreibungen ergangen waren. In Dem Wettbewerb blieb Die Berliner Hotelgesellschatt „Der Kaiserhof" Sieger. Die Pacht betiäqt eine halbe Million Mark. Das Alünchener Haus, Das im BieDermeierstile gehalten wirD, wurDe Dem ehemaligen Küchenchef Des Hotels 21 Dion Unter Den Linden, Spiekernagel m Düffel Dorf, übe 1 tragen. Tiese Nachricht wirD man m München mit geteilten Gefühlen entgeaenuehmen. Natürlich wirD das Münchener Haus auch unter Düsseldorfer Leitung den Münchnerischen Einschlag bewahren. Tie Bierlieferung haben ämtliche Münchener Brauereien in Der Weise übernommen, Daß 011 einem jeDen Wochentag eine Art von Bier zum Ausschank gelangt. Literarisches. — Wintersport im, Baycrische n H-och ka ud. Grie- bens Reiseführer, Band 132. Bearbeitet Don Earl I. Luther. Unter Mitwirkung der bayerischen Wintersporwereine. Mit vier Karten. Berlin W„ Albert Goldschmidt. 1910. Ein empfehlenswerter Führer für Freunde des Wintersports ist als 132. Laub von ^,Griebens Reiseführern" unter dem Titel „Wintersport im 1 g-gJ=- Meteorologische veobachtungen der Station Gichn. Febr. 1910 4- 0,5 eC. 9. 3" Türkenlose .. . U3ö:' I 4‘ Sonnenscheii 9. Reif 10.! Bochum Guss . Buderus E. W. Niedrigste Nieoerschlag 4°. 4° 245.00 114.00 238:' 1612 4", 4', 4" 40 7 178.00 . 47.00 . 91.75 . 6ÄV0 . 100.00 Griech. Monopol-AnL. äussere Argentinier., jlcxikaner . . i0 Chinesen . . Aktien: 3’7/7. O°\n 37»7( 94-30 Ü5.20 V4.20 85.20 93.10 93.110 100 20 99.00 95.85 105.00 64.60 66.00 99.90 98.20 94.40 10724 1352) 206» 21860 1368ä 2076-' 19(0' 1085' 1831' 137ß' 25^3 1570.' 1950)1 1657 2105. Elektriz. Lahmeyer . .' . Elektriz- Sc-hucfcert . . . '4. Eschweüer Bergwerk . v. Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amcrik. Paketf. Harpeuer Bergwerk Laurahütte . ... . . . . Nurdd. Lloyd .?- . . . . Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges., . . lAirmstädter Bank . . .. Deutsche feauk . . . . Deutsch-Asiat. Bank . Diskonto-Kommandit . . Dresdner Bank . . . ,»• Kreditaktien . . Baltimore- und Ohio-'^‘ Eisenbahn Gotthardbahn . - Lombard. Eisenbahn .z-.ß. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Sabbat-Ausgang 6.25 Uhr. WocheiigottesDieust: Morgens 7.00 Uhr, abends 7.30 TeMonische KaursberEchte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für, Hanld und Industrip^Gioqsen. Frankfurter Börse, 9. Februar, 1.15 Uhr. Oesterr. Goldreute „ Oesterr. Silbenente l ngar. Goldrente Italien. Reute . .T Portugiesen Serie I ' Portugiesen n III Reichsanleihe.L y - do. ■ • Konsols , : do. Hessen Oberhessen , 8. 0,0 mm. Oesterr. Staatsbahn . .... - Priuce - Henri - Eisenbahn * . 134V 41russ. Staatsanl. 1905 4' fi japan. Staatsanleihe 4% ('onv.Türken von 1903 Temperatur der Lust Älbsolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Winb- richiung | Windstärke [[ Club Der Bei rölkung bi ßebntel Der ifd)ib. himmUsfl. Wetter 2M|| 748,6 + 3,2 3,5 61 NNW 2 4 I 9” 753,4 + 0,7 3,8 78 NW 9 0 716 756,0 ! — 1,2 3,9 92 W 2 8 1 II ■ i i 1 Höchste Temperatur am 8. bis 9. Februar — Tendenz fest. Berliner Börse, 9. Februar. Aufaa^skirai. tanada E. B Darmstädter Bank • • Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. -. Dresdner Bank . . . Tendenz: fest. . 179.90 - 137.60 - 258.10 - 91.20 . 165.20 Harpener Bergwerk Laurahütte . - . . . . 2- Lombarden E. B. • • Nordd. Lloyd Türkenlose . ,«. . . . 207.5' 190.51' 232) 103. > 178» Braut-Seide V. Mk. 1.35 ab D6/il — Schon verzollt! — Verlangen Sie Master! — G. Henneberg- Zürich Frachtbriefe liefert mit Firmei- Eindruckbilligdie Brühl’sche Univ- Buch- und Steiß- druckerei,Gießet. »J Die allerneuesten Stoffe für Anfertigung von Herren- Kleidung nach Mass sind eingetroffen. Feine Verarbeitung :: Solide Preise ;; Kulante Bedienung J. Pfeffer Marktplatz 6 a10/, . Eine mit koukurrcuzloicn Gcichäftsspartcn und Tarifeu ousaestattete und vorzüglich fundierte iüddcutfche Vcrsichcrungs Nnftalt beabsichtigt tüfbitnc Herren als 1892 Subdirektoren bczw. General-Agenten onzuftellen. Gewährt werden Kode Provisionsbezügc, event. bei Zusicherung entsprechende Veiitunflen auch festes Gebalt. T:c Vertretung kann auch nebenbei ustich übernommen werden. Lusfülirlichc Offene unter „A. X? 1528 an die Annoncen- Expedition ‘2t'cbrn;aun &Cnsklirten, KesingbMtt, Pa-icr-Ltosf- TM|6( 1C. loerbcu «och sehr billig verkauft. . Meine Ladeneinrichtung, teilweise mit Glasverschluß, nmd ebenfalls sehr billig abgegeben. Verkaufs!vkal im Hofe linf§. 753 C. Steinhäuser, -reuen Baue 17. Heinr. Krevert Blockstrasse 11. Telephon 323 Feine Mass-Schneiderei Engi. Damen-Kostüme Sport-Kostüme Loden-Anzüge Reichhaltiges Lager in deutschen und englischen Stoffen Stets Eingang von Neuheiten m Eingetragene Schutzmarke sagt der bekannte und angesehene Chemiker der Seifenindustrie, Herr Dr. C. DE1TE in Berlin, daß es sehr große Wasch kraft besitzt, größer als Seife oder Seife und Soda, ohne dabei die Wäsche mehr anzugreifen. MlnlOS’sches Waschpulver ist daher das Beste, was zum Waschen von Wäsche verwendet werden kann; es schont das Leinen in denkbarster Weise, ist billig und gibt blendende Weiße und völlige Geruchlosigkeit. Oas 1 Pfund-Paket kostet 018r 25 Pfennig. Zu haben in Drogen-, Kolonialwaren- und Seifengeschäften. Engrosbei L.Minlos Ä Co., Köln-Ehrenfeld. 01074 Peter Schöneweiss und Frau Anna geb. Stengel 3-iessen, den 9. Februar 1910. Die Geburt eines Söhnchens zeigen voll Freude an Die glückliche Geburt eines gesunden, kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an Louis Schäfer und Frau Minna geb. Klein Kassel, den 9. Februar 1910 890 Impftermin Freitag den l l. Februar 1910, nachmittags 2—4 Uhr, im Schulgebäude Neustadt 61. B10/3 Bürgermeisterei. Holzverfteigermrg. Donnerstag den 17. d. Mts., vormittags 9*/u Uhr, werden im Gasthaus zum Frankfurter Hof zu Göbelnrod aus dem Distrikt Breiiclol) versteigert: Stämme: 18 Kiefern 3. Kl. = 9,67 Fm., 44 Kiefern 4. Kl. — 19,73 ,3m., 180 Kiefern 5. Kl. = 61,6/ Fm., 1 Fichte 2. Kl. =2,24 Sm., 17 Fichte 3. Kl. — 24,88 Fm., 17 Fichte 4. Kl. =■= 13,24 Fm., 177 Fichte ä. Kl. = 41,16 Fm, — Derbstangcn: 57 Fichte 1. Kl. — 5,19 Fm., 160 Fichte 2. K! = 3,35 ,yiit. — Rcisstangcn: 205 Fichte 1. Kl. = 1,51 Ftn. — Scheiter, Rm.: 1 Eiche, 136 Kiefer >16 Nm. 4 m langt 20 Fichte. — Kunvpcl, Nm.: 40 Buche, 6 Eiche, 1 Aspe, 132 Kiefer, 32 Fichte. - Kui'vvelreisig, Rui.: 50 Kiefer, 16 Fichte. — Reisig gcw., Rm.: 150 Buche, 2 Aspe, 7,5 Flchie >1 Schichthaufen). — Stöcke, Nm.: 7 Buche, 78 Kiefer, 48 Fichte. Die Nummern 10- 13, 15—22, 44—111, 192—586 Kiesernstämme und 589—667 ötdncnfräuimc kommen nicht Aur Bersteigerung. Das Brennholz kommt von 12 Nhr an zur Versteigerung. Ter Großh. Formvart HöreS zu Reinhardshain wird auf Berlangen das Holz vorzeigen. Giesien, den 8. Februar 1910. [B10^ Grosih. Oberförsterei Wieseck. Weigand. LiWinhotzvkrßklßkrMg im Bußcher WO. Montag den 14. Februar werden in den Distrikten Struth, Zipfen, Pfingstweide und Sommerberg versteigert: 1. Stämme: 8 Eichen = 9,74 Kbur. (40—54 Ztm. stark, bis 12 Mtr. lang) 21 = 15,22 18 Kiefern ^17,44 12 Schnitt- // n •f (18-39 12 n // » 53 Weißtannen 18,77 Kbm. (14—25 Ztm. stark. (20-39 (30-48 und Bauholz „t lang» Schnitt- und Bauholz bis 18 Mir. lang. Bauholz 76 Fichten — 17,28 Kbm. (14—29 Ztm. stark, bis 16 Mtr. In.) Baut). 27 „ =17,65 2. Derbstangen. 320 Fichten = 25,06 Fm. (11—14 Ztm. stark, bis 15 Mtr. lang.) I 229 „ =»10,05 „ (7-10 , „ „ 12 „ „ > Soarren, Gerüststangen ufw. Zusammenkunft vorrn. 10 Uhr am Forsthaus. Vorherige Aus fuitft durch den Forstwart Lammersdorf dortselbft. Beginn der Berstelgerung im Distrikt Struth (7 Eichen, 1 Krefernstamm), Fortsetzung dann mit den Derbsiaugeu (beim Forsthaus) usiv. Butzbach, den 6. Februar 1910. C10/2 Grosih. Bürgermeisterei Butzbach. F. B-: Flach, Beigeordneter. Eichen-Nuhholz-Bersteiqerunq. Montag den 14. dS. MtS., von vormittags 10 Ubr an, kommen im Gemeindewald Waldgirmes zur Bersteigerung: Distrikt Bannbardt 47 Eichenstämme mit 37 Fstm. „ Roterde 20 „ „ 10 „ „ Dickdal 23 „ „6 „ sowie 15 Nadelholzstämme und 44 Stangen. Zusammenkunft in der Bannhardt bei Nr. 1. Waldgirmes, den 7. Februar 1910. Bürgermeisterei. D9/2 Nutzholzversteigerung im Gemeindewaldc von Reiskirchen Samstag den 12. ds. Mts. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr an der Honigmühle (Straße Reiskirchen --Nauborn). Eichen: 2 Stämme 1. Kl. — 7,39 Fm., 13 2. Kl. — 21,20 Fm., 49 3. Kl. — 31,25 Fm. und 21 Rm. Nutzholz (1 bis 2,3 Mtr. lang). Nadelholz: 4 Stämme 2. Kl. ^--6,22 Fm., 23 3. Kl. --12,99 Fm., 55 4. Kl. — 10,93 Fm., 88 Stangen 1., 156 2., 575 3., 550 4. unb-100 5. Klasse. Bei ungünstiger Witterung findet die Versteigerung uni dieselbe Zeit in der Wirtschaft Stroh zu Reiskirchen statt. Groß-Rechtenbach, den 4. Februar 1910. B7/, Der Bürgermeister. Beiellenprüfung M Bezirks Lich. Die diesjährige gesetzliche Gesellenprüfung findet im Monat April ds. Js. statt. An derselben können alle junge Handwerker aus den Orten Eberstadt, Ober-Horgern, Holzheim, Grüningen, Dorfgill, Garbenteich, Steinbach, Albach, Burkhardsfelden, Hattenrod, Münster, Ettingshausen, Ober-Bessingen, Nieder- Bessingen, Nonnenroth, Villingen, Langd, Hungen, Inheiden, Rodheim, Steinheim, Treis-Horloff, Utphe, Langsdorf, Lich, Bettenhausen, Birklar, Bellersheim, Obernhofcn, Muschenheim teilnehmen, deren Lehrzeit spätestens am 1. Juli ds. IS. beendet ist. Anmeldungen zur Prüfung find unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars bis zum 2». März ds. Zs. an den unterzeichneten Ausschuß zu richten. Die Prüfungsgebühr beträgt 3 Ml. und sind dieselben mit der Anmeldung einzuscnden. Wir machen insbesondere darauf aufmerksam, daß die Ablegung der Gesellenprüfung zwingende Vorbedingung für Zulassung zur Meisterprüfung ist. Die Versäumnis der Gesellenprüfung hat also spätere empfindliche, nicht mehr nachzuholende Nachteile im Gefolge. Lich, den 8. Februar 1910. Für den Prüfungsausschuß des Ortsgewerbeoereins Lich. Scherff, Vorsitzender. 1>3/X K 132,'09. Donnerslaa, 17. 5-cbr. 1010, nachm. 3 Uhr, werden in unterem Amtszimmer die dem Christian ^lbeibeliug u. Ehefrau, geb. Stemm- ler, zu Gießen zugeschriebenen, nachstehend verzeichneten Par zellen versteigert: Flur III Nr. 27311/lw - 224 qm Hosreite zwischen dein Wäldchen und dem Schießhaus, Flur 111 Nr. 273li,/lly, — 191 qm Grabgarten daielbst. Gießen, den 12. Januar 1910. Großherzogliches Ortsgericht. ___________x3- 21.: M ei Oer.__________ K 1/10. (B13/, Donnerstag, 24. Febr. 1910, nachm. 3 Uhr, iverdcn in unseren! Amtszimmer die dein Schreiner Carl Beil und Ehefrau geb. Rinn -usteschriebenen, nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: 2/25881/io6 — 146 qm Grabgarten rechts der Chaussee auf die herrschaftliche Wiese, 2/258*7,00 — 502 qm Hosreite daselbst. .Nur die dem Ehemann zustehende ideelle Hälfte der Grundstücke wird versteigert. Gießen, den 12. Fanuar 1910. Großh. Ortsgerlcht Gießen. Gros. K 138/09. (B13/, Donnerstag, 24. Febr. 1910, nachm. 3 Uhr, wird in unserem Amtszimmer die dem Georg Euler 2. jetzt in Aschaffenburg und Ehefrau geb. Weißmüller zuge- schriebene nachstehend oerzeich nete Parzelle versteigert: 27/129 — 1607 qm Grabgarlen mit Häuschen über dem Rodt auf die Rodtgärten. Gießen, den 12. Januar 1910. Großh. Ortsgericht Gieße«. _________Gros._________ K 6/10. B27/, Donnerstag, 10. März 1910, nachmittag 3 Ubr werden in unserem Amtszimmer die dem Gärtner Louis Becker und Ehe- srau geb. Haubach iit Gießen zu geschriebenen nachstehend verzeichneten Parzellen versteigert: Flur 16 9h\ 112 = 654 qm Acker, aut Nahrungsberg hinten am Feld. Flur 16 Nr. 113 = 735 qm Acker, daselbst. Flut 16 Nr. 114 — 1570 qm Acker, daselbst. Flur 16 Nr. 115 = 801 qm Acker, daselbst. Flur 16 Nr. 117 — 808 qm Acker, daselbst. Flur 16 Nr. 119 = 149 qm Acker, daselbst. Flur 16 Nr. 1252/]0 = 927 qm Hof reite, daselbst. (Gärtnerei am Nahrungsberg 37.) Flur 16 Nr. 126 Vw — 4065 qm Grabgarten, daselbst. (Gärtnerei am Nahrungsberg 37.) Flur 3 Nr. 119 — 47 qm Hofreilc, nm Brennofen, stoßt an die Wiesen Flur 3 Nr. 120 = 1242 qm Grab- garten, das. Flur 3 9h. 121 = 637 qm Hosreite, daselbst. Flur 3 Nr. 122 --- 439 qm Hof reite, daselbst. Die Grundstücke Flur 3 Nr. 119—122 bilden das Anwesen Kaiser Allee 9 und 13. Gießen, den 26. Januar 1910. Großherzogliches Ortsgericht. _________F. A.: Siet 13er.__________ Prof. Dr. tirunwald’s Menthol-Dragees Mit guten Erfolgen angewandt bet allen Katarrhen des Rachens und des Kehlkopfes, -schachtel Mk. 1.-. Verkaufsstelle: 1160 Pelikan-Apotheke, Kreuzplatz 2. lss-'/i) K 4/10. B*7- K 2/10. B ”/ K 14/10. (B1" - Gratis für die Besteller 10 000 Geschenke Jeder, der bei mir einen 10 Pfd-Emaille-Eimer Delikx- teß Pflaumenmus franko für M. 2.50, oder einen 10 Pfd Emaille Eimer kiinstl. Honig franko für M 325 oder 9 Pfd leimte Delika- tcß-Margarine franko für Mk 6 48 bestellt, erhält einen prakt. Gebrauch»- gegenstand gratis. Keine Nebenkosten E. Henkelmann, Magdeburg 82 Postf.t64. Donnerstag, 17. März 1910, nachm. 3 Uhr werden in nuferem Amtszimmer die dem Karl Rühl und Ehefrau geb. Schlicher in Gießen zugeschricbenen, nach stehend verzeichneten Parzellen versteigert: Fl. I Nr. 858 -- 337 qm Hofrcfte in der Schevvcncck. Fl. 1 Nr. 859:,/10 — 502 qm Grab garten mit Häuschen das. (Bahnhofstraße 57, Restaurant „KarlShof"). Gießen, den 9. Februar 1910. Großherzogliches Ortsgericht. .3. 21.: Kcitzer. Donnerstag, 10. März 1910, nachmittag 3 Ubr werden in unserem Amtszimmer die dem Gärtner Vouis Becker unb Ehe frau geb. Haubach in Gießen zv geschriebenen nachstehend verzctch neten Parzellen versteigert: Flur 16 Nr. 125-/,Hofreilc. am Oiahrungsberg hinten am Feld, 927 qm. Flur 16 Nr. 126-/i» Grabgarten, daselbst, 4065 qm. (Gärtnerei am 'Nahrungsberg 37. Gießen, den 26. Januar 1910. Großherzoglichcs Ortsgericht. G roS. Donnerstag, 10. März 1910, nachmittag 3 Ubr werden in unserem Amtszimmer die dem Stationsassist. Hermann Förster und Ehefrau geb. Fenneck in Frankfurt a. M. zugeschriebenen nachstehend verzeichneten Par zellen versteigert: Flur 6 Nr. 122'8/ll0 = 299 qm Hosreite, zwischen dem Mittel weg und der Chaussee. Flur 6 Nr. 122^7i™ — 167 qm Grabgarten, daselbst. (Crednerstraße 14.) Gießen, den 26. Januar 1910. Großherzogliches Ortsgcricht. G ros. F r-esbasek. Schweiucflcifch 54 Pfg. Gesalzenes Ochscnflcisch, B1"/?___Pfund 15 Big Sicisrin-WiiWi-Mrr Marke „Sanitas“ Molkerei - Buller -Ersah Preis 1 Pfund Sh Pfg., 3 Pfund 2.60 Ml. (656 Uclormhaus Giessen. Neuenweg, Nähe Kreuzplatz. LchmmverWelMDertin Gieße«. Geneealveesammluna Freitag den 11. Februar, abends 9 Uhr, im Lokal des Gast» Wirts Sauer. Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnungsablage. 3. Erledigung der eingegangenen schriftlichen Anträge. 4. Neuwahl des Vorstandes, der Vertrauensmänner und des Schiedsgerichts. 714 Die schriftlichen Anträge seitens der Mitglieder müssen bis zunr 7. Februar bei dem 1. Vorsitzenden C. Valentin cingereicht werden. Ilm zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird dringend gebeten. Der Vorstand. Näumungsverkauf sämtlicher Winterwaren ir zu bedeutend ermäßigten Preisen Geschw Seuling, WelsskillßWt 45. wird billigst besorgt. C6/! Julius Schulze, E* ■ t Strümpfe und Socken in prima Qualitäten. Ganz besonders empfehle sehr dauerhafte schwarze und lcderbrauuc Kinder str*& zapfe in allen Grüßen zu billigsten Preisen w Strickwolle -w per Pfund von Mk. 2.70 au. Stricken und Anweben von Strümpfen ur Kleiderstoffe Blusenstoffe in vielfacher gediegener grosser Huswahl, insbesondere für die Konfirmation zu bevorzugten preisen Rollschuhe in allen Preislagen a1"/, August Kroll, Seltersweg 1 Unentbehrlich füriede FamiIie! L. Althoff, Konkursverwalter. 7R2 GROSSE PORTRÄTS MALEREI Mechaniker. 010611 H. Holterhoff Söhne • Giessen Seltersweg 20 Seltersweg 20 Weisse Köper-Nachtjacken Russen-Kittel be86Utilt. 1.60 1.30 1.15 K In fertigen Konfirmanden - Kleidern schwarz, weiss und farbig, habe ich mein Lager für dieses frühjabr ganz besonders reichhaltig ausgestattet. Meine Spezial - Abteilung Kleiderstoffe umfasst grosse Vorräte für jedermanns Geschmack in bewahrten soliden Qualitäten, für die ich Garantie übernehme. 24 Preis-Medaillen! Ä: trnderberg- Boonekan». Zar Ballsaieon empfehle Aufnahmen mit elektrischem Licht Geöffnet bis 8 Uhr abends. Aut vorherige Anmeldung auch später. Photographisches Atelier Xk 1.50 $WCmper idem* fzbrfaflan illelalges SeheimnJsa dirnmr LffKNMMUM Hofl/sfarantSsiner Majistiftfis Kaisers und Königs WHtium H. amRalhhausein RHEINBERG am NMerrhib Gegr. 1846. Anerkannt bester Bifteflikör! II---—— Medizin, und tedut. Trugen, (Slicmifalicn, Materialwaren, C^bcmifthc Svczialiiäteu eigener Fabrikation. Otto Schaaf, Siri«, 5tUtrawt| M. VL Silcin und (^vohhnnbcl. 'Jht dunfl über dietu. techn. fragen. , Gärtnerei Louis Bete Kaiser-Allee 13 Telephon 124 Seltersweg 83 Verkauf der Blumen, Pflanzen, Hränze, Buketts, Zardiuiere«, sowie Dekorationen nsw. in bekannt guter und prompter Ausführung unter bedeutender Preisermässigung. ^rübjabrs-Qaison 1910 empfehle ich neu eingetroffene schicke zn enorm billigen Preisen, &>elegenheitsKaiite — soweit Vorrat. —- b Ge$ckäft$-Eriffiii| » hS liincr geehrten Einwohnerschaft von Giehen und JSl S llmaeaend die ergebene Mitteilung, das, ich hier « Bleichstrabc 15 ein M Automobil-, Fahrrad- und D g Nähmaschinen-Geschäft g eroftnct habe ■! Iv Adi werde bestrebt sein, mir durch Führung nur zl Bal erstklassiger kVabrikate. sowie sachgemaheAuSsühruna ffD ■1 aller in dieser Branche vorkonunenden Arbeiten das M q Wohlwollen meiner Kundsckast zu erwerben. . M Achtungsvoll M Adam Kircher * 3. Pfeffer Marktplatz 6. Unter taillen 1.501.20 0.90 0.70 0.60 ganz aus In. Stiokercistoff, sauber gearbeitet^1 50 am la. Chiffon, mit Spitzen und feineren Stickereien, sauber vv 81-XI*GX*Ii*©aI*Mi©Ä gearbeitet und richtig t. 2.50 2.001.501.25 Weisse Zier-Schürz.™sti^ 1.35 0.90 0.50 0.25 Weisse elegante Tee-Schürzen arbeitet mit Stickerei und Volant Mk. 2.50 1.75 1.35 OJ Weisse Kinder-Schürzen^MlS Knaben- und Mädchen-Ledertuch-Schürzen 35 Haus-, Kimono-, Mieder, Retorm-Schürzen. 1