m. 287 Wn leyttfH «Willi »ägllch. aufcet Sonntags. - tktlaqm: d le t ma I rodcbentlidi ei* Anzeige, für bie lafltenummer bi8 oonnillrtgü 9 Uhr. 160. Jahrgang (Tritts Blatt 79 mittwod), 7. Dezember lW ereiet monatlich 76 6L viettes- fährlich DU. 2.20; durch die Post Mk. 2.—viertel- jährt. auSfcht. BeiteÜL Zeilenpreis: lokal löPs, ausivättS 20 Pfennig. Lhefrebakteur: 47 Goetz. Verantwortlich für ben General-Anzeiger für Gderheßen ■ MW Botaflon$*ni6 Mrt öertag der»rührichen Unlv.-vuch. anö Steinöniderti H. tätige. Beöahlon, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Expedition für vlidingen: vahnhosstratze 16». - Telephon Nr. 50. aiiueifltnteU: s«t. Die heutige Nummer Umsatz« 14 Seiten. Die Relchrwertzllwachssteuer im Aosschutz. r: Berlin, 5. Dez. Der Reich SwertzuwachdsteueraLsschuß führte heute die dritte Lesung bis zu § 10. Die Berufung wird morgen fortgesetzt. ES besteht die Absicht einer möglichst schnellen Verabschiedung des Gesetzes, da die Zentrumsmitglieder des Ausschusses sich bereit erklärt Huben, auch am Donnerstag, der ein katholischer Feiertag ist und an dem duher eine Vollsitzung nicht stuft findet, stach dem Gottesdienste zu tagen. § 3 wurde mit redaktionellen A end errungen der Beschlüsse zweiter Lesung angeiwmmen. Dem 8 4, der die Falle aufzählt, bi denen die Zuwachs- stener nicht erhoben wird, wird alS weiterer Fall hinzu- gefügt: „Beim Austausch von Fetdesteilen zwischen angrenzenden Bergwerken und bei der Vereinigung zweier oder mehrerer Bergwerke zum Zwecke der besseren bergbaulichen Ausnutzung, sofern sie nicht zum Zwecke der Steuer- ersvarung erfolgt". Im übriaen wird § 4 nach den Beschlüssen zweiter Lesung mit ewigen redaktionellen Aende- ruugen anaenommeu. Stach § 5 gilt als steuerpflichtiger Wertzuwachs der Unterschied zwischen dem Erwerbspreis und dem Veräuße- rungSpreiS. Don dem Preise kommt der Wert der Erzeugnisse des Grundstückes, die sich als dessen bestimmungs- aemäßer Ertrag darsteNen, sowie der Dia sch in en auch in- foiDrit in Ab^ug, als sie zu den wesentlichen Bestandteilen des Grundstücks gehören Hierbei entstand eine lebhafte Erörterung über die Frage, was als „Erzeugnisse des Grundstücks" anzusehen sei Es wurde beantragt, den aufstehenden Wald ausdrücklich auSzunebmen. Don anderer Seite wurde die Ansicht vertreten, daß ebenso wie der Wald auch Weinberge, Obstgürten behandelt werden müssen. Dagegen wurde betont, daß damit schließlich eine zuweitgehende Bevorzugung der landwirtschaftlichen Nutzung eintrete, daß schließlich auch Spargelrulturen die Grasnarbe abrugSfähig sein dürften. Der Ausschuß beschloß schließlich folgende Fassung: .„Don dem Preise kommt der Wert der Erzeugnisse deS Grundstücks, solange sie mit dem Boden zusammen hangen, sowie der Maschinen auch insoweit in Abzug, als sie zu den wesentlichen Bestandteilen des Grundstücks gehören." Der vom Ausschuß bt ben ersten Lesungen beschlossene Zusatz zu § 5, wonach bie vom Läufer übernommenen Kosten, Stempel- und Umsatzsteuern sowie Verpflichtungen, welche eine Erhöhung des Kaufpreises nicht zur Folge haben, nicht als Leistungen im Sinne dieser Bestimmungen gelten, wird gestrichen. Nach § 6 gilt beim Uebergang tm Wege der Zwangsversteigerung als Preis der Betrag des Meist- gebots, zu dem der Zuschlag erteilt wird, unter Hinzurechnung der vom Erster)er übernommenen Leistung Der Zusatz, daß, wenn das Mvistaebot den Wert des Gegenstandes nicht erreicht, dieser als Preis gilt, wird gestrichen. § 7 wird redaktionell geändert. In 8 8 hat der Ausschuß tn den ersten Lesungen die Bestimmung eingefügt: soweit eine Wertermittelung behufs Berechnung des Veräußerungspreises stattgefunden (Siebener Stadttheater. Durchs Ohr. Hieraus: Erste Klasse. Gießen), 6. Dez. Die beiden Pole der lustigen Muse wurden uns gestern abend in humorvollen Spielen dargestellt, und es lassen sich kaum zwei stärkere Gegensätze innerhalb derselben Gattung denken als diese Stücke. Das harmlose, geistvolle und wenn auch schon etwas angejahrte, so doch immer noch tief ansprechende Werk eines so feinen Poeten wie Jordan und oas derbe, grobschlägige, ganz im Stile des Simplizissimus gehaltene Wandelbild Ludwig Thomas. Geistvolle Plauderkunst und groteske Karikatur standen sich gegenüber und spielten sich gegen einander aus, und es tft nicht zu leugnen, daß die tolle Burleske den stärkeren Beifall hatte. Allerdings: die köstliche Borniertheit des .Abgeordneten Filser, die Thoma in bekannten Briefen veröffentlicht hat, sie finden wir hier in dem Schwank kaum wieder, und die leitende Idee ist eben lediglich die viel verspottete „bayrische Kultur". Ein paar Leutchen fahren in der Bahn, unterhalten sich, schelten sich . . . der Zug hält, man steigt aus. Schluß! Daß dabei kaum ein Satz gesprochen wird, der nicht bittere Satire, lustigsten Spott oder heiterster Ulk ist, das versteht sich bei Thoma von selbst, und ebenso selbstverständlich war es, daß daS Stuck auch hier einen außerordentlichen Erfolg finden würde. Hermann Bakof spielte den dumm-schlauen, selbstbewußt einfältigen Filser in prächtiger Maske und behaglicher Breite, tote diese Gestalt eben allein richtig zur Geltung kommt. Der eingebildete, mit Selbstbetoußtsein vollgepfropfte „Dreiß" fand in Kurt Goldberg den geeignetsten Vertreter. Karl Volck gab den Ministerialrat stilgerecht und echt. Rudolf Goll als Gsottmaier, Rudolf Gunoltals 'Schaffner und hauptsächlich noch Kurt Gähne als ausgezeichneter Zugführer halfen dem von Direktor Steingoetter sehr schön und wirkungsvoll eingerichteten Stücke, dessen „Dekoration" in der Werkstätte des Theaters hergestellt worden ist, zu dem vollen Erfolge. — In dem vorhergehenden, von H. Bakof geleiteten Lustspiel Jordans spielte Richard Bruno den Gutsbesitzer Heinrich mit riesenhaften Augenbrauen, sonst aber gefällig und vornehm. Sein Robert wurde von Karl Marx gewandt und flott dargestellt, und die beiden Rheinländerinnen wurden von Franzi Koch (Klara) Und Hilde Engel (Mathilde) mit schalkhafter Liebenswürdigkeit und reizvollem Humor wiedergegeben. N. hat, ist der ermittelte Wert bei dem späteren Steuerfall für die Berechnung des Erwerbspreises maßgebend." Es wird beantragt, diese Bestimmung zu streichen. Von anderer Seite wird bemerkt, daß, wenn er aufrecht erhalten würde, es notwendig sei, den Erwerber, der das entgegengesetzte Interesse an der Wertfestsetzung habe roie der Veräußerer, in jedem Falle zum Verfahren hinzuziehen. Ein Zentrumsabgeordneter stellt einen bezüglichen Antrag. Mit Rücksicht darauf, daß diese Frage in engem Zusammenhang steht mit der Regelung deS Verfahrens, wird die Abstimmung über § 8 ausgesetzt. § 9 wird redaktionell geändert und erhält einen Zusatz, wonach, wenn die Angaben zum Zwecke der Steuerersparung unrichtig gemocht sind, der Ertrag durch Schätzung zu ermitteln ist. § 10 zählt diejenigen Aufwendungen ufto. auf. die dem Erwerbspreis hinzuzurechnen sind. Es sind fünf Ziffern. Die ersten beiden Ziffern werden nach den Beschlüssen zweiter Lesung angenommen; sie lauten: 1. Als Kosten des Erwerbes, sofern nicht anstelle des Erwerbspreifes der Wert maßgebend ist, vier vom Hundert des Erwerbspreifes, falls der Veräußerer nachweist, daß er höhere Kosten einschließlich des ortsüblichen Betrages der für die Vermittlung gezahlten Gebühr aufgeroenbet hat, der jo ermittelte Betrag; 2. falls der Erwerb tm Wege bet Zwangsversteigerung erfolgt ist und der Veräußerer zur Zeit der Einleitung der Zwangsversteigerung Hypotheken- oder Grund schuld gläubiger war, der nachweisliche Betrag seiner ausgefallenen Forderungen, soweit dadurch der Wert des Gegenstandes zur Zeit der Zwangsversteigerung nicht überschritten wird. Die Forderungen kommen, wenn sie durch entgeltliches Rechtsgeschäft erworben sind, nur in Höhe des geleisteten Entgelts in Anrechnung. Sie bleiben unberücksichtigt, falls ihr Erwerb im Wege der Schenkung erfolgt ist, oder wenn sie innerhalb kürzerer Zeit als 6 Monate vor der Einleitung der Zwangsversteigerung eingetragen worden sind, sofern sich nicht aus den Umständen ergibt, daß die Schenkung oder Eintragung nicht zum Zwecke der Steuerersparung erfolgt ist. Die weiteren Ziffern werden Mitt to o ch beraten. Die Wahlen in England. London, 6. De^. Premierminister Asquith hielt ht Burnley eine Aebe, bt öet er > rNärte, die Liberalert forderten jetzt zum letzten Male, daß das V etorectyt der Lords demjenigen der Krone folgen solle, das tat» sächlich mit dem Tode der Königin Anna erloschen sei. Asquith führte weiter aus, es sei ein wesentliches Merkmal der Negierungspolitik, daß sie, wenn das Vetorecht der Lords beschränkt worden sei, dazu schreiten werde, das Pluralwahlrecht abzuschaffen und so die Scheinvertretung des Volkes in eine wirkliche Vertretung umzuwandeln. Das Referendum habe sich in anderen Ländern nicht bewährt. Die bisherigen Wahlergebnisse zeichnen sich durch außerordentliche Uebereinftimmnng mit den Ergebnissen der Januarwahlen aus. Die liberalen Blätter sind besonders befriedigt über London und führen mit Genugtuung die Rede 233 i n ft o n Churchills von gestern abend vor 40 Jahren an der Loire. IV. (Schluß.) Am Menü des 3. Dezember ordnete General d'Aurelle tn Anbetracht der Unfähigkeit seiner Truppen, dem energischen Angriff der Deutschen den nötigen Widerstand entgegensetzen zu können, für den nächsten Tag den allgemeinen Rückzug über die Loire an, den der reckitöe Flügel bei Gien, das Zentrum bei Orleans, der linke Flügel bei Beaugency bewerkstelligen sollte; bei Saibris (zwischen Orleans und Bourges) gttwchte der General dann das Herr wieder zu vereinigen. Diesen Entschluß behielt er auch bei, als ihm aus die Mitteilung davon an die Regierung in Tours von dieser ausgegeben wurde, unter allen Umständen bei Orleans stand zu halten: doch brachte ein daraufhin erlassener direkter Befehl des Kriegsministers an das 20. Korps dieses im Lause des 4. Dezember noch in eine unangenehme Lage. General Crouzat wollte nämlich von Chambou aus den befohlenen Rückzug nach Süden antreten, als er von Tmtrs aus aufgefordert wurde, sich nach Orleans durchzn schlag en. Er schickte daher vorsichtshalber eine Bagage nach Süden, um bei Jargeau die Loire zu überschreiten, schlug selbst aber mit den Truppen einen Weg« ein, der von Chambou in südwestlicher Richtung laufend bei Pont aux Montes in die Straße Orleans—Chateauneus einmündet. In der Nähe dieser Stelle traf das Korps mit einer vom dritten deutschen Korps gegen Checy entsandten Abteilung zusammen; als aber diese Abteilung von der 5. Division beträchtliche Unterstützung erhielt, verzichtete General Crouzat auf einen gewaltsamen Durchbruch und wich, von der deutschen Infanterie »rnd Artillerie heftig bedrängt, nach Jargeau zurück. Das Gros des 3. deutschen Korps war auf und neben der ihm zugewiesenen Straße um Mittag bei Boigny eingetroffen, nach kurzer ÖiaftJ weiter marschiert und um 2 Uhr vor Maumainbett angelangt, wo die 1. Division des 15. Korps heftigen Widerstand leistete, aber von der Infanterie (Artillerie und Kavallerie kamen des Geländes wegen nicht -ur Verwendung) schließlich verdrängt wurde. Von dem Höhenrand nördlich von St. Loup aus beschoß dann die Artillerie die östlichen Vorstädte von Orleans; ein Angriff wurde aber nach einem vergeblichen Vorstoß gegen St. Loup aus den nächsten Tag versäwben; die Truppen dieses Korps bezogen daher mit Einbruch der Dunkelheit Quartiere in den besetzten Ortschaften. — Das 9. Korps war bald nach 8 Uhr morgens gegen Cercottes aufgebrochen, hatte feindliche Abteilungen unterwegs zurückgcdrängt oder aufgegriffen, sand dann aber vor Cercottes heftigen Widerstand, so daß es eine starke Artillerie gegen diese Stellung entwickeln wollte; ehe sie aber in Tätigkeit treten konnte, hatten Teiles Wer 35. Brigade die feindliche Stellung umfassend erstürmt; den Rückzug der feindlicl>en Truppen, den ihre Artillerie bei La Tuilerie und La Vallee zu decken suchte, half die deutsche Artillerie beschleunigen. In den Weinbergen vor der Stadt Orleans mußte dann aber die Infanterie den Kampf allein metterjnhren und sich der Reihe nach aller möglichen an, in bet er erklärte, die Londoner hätten feit dem Bürgerkriege keine wichtigere Handlung vorgenommen als die^ Antwort, die sie jetzt für die Sache des Volkes gegeben haben. Sie bezeichnen die Deharchtung, daß die Regtemng ihre Vorschläge nicht weiter verfolgen könne, weil sie der Mehrheit nicht gewachsen fei, als kindisch. Die konservativen Blätter srnd lvegen der kleinen Anzahl der Gewinne zwar enttäuscht, finden aber Trost in oem allgemeinen. Anwachsen der unionistischen Stimmen. Sie erklären, der Radikalismus habe so schlecht wie möglich abgeschnitten, die Regierung sei infolge der Wahlergebnisse machtlos; sie könne die Vetobill nicht durckZbringen noch Garantiert vom König erhalten. Sie sagen ferner, daß die Konservativen nur sechs Monate fest zu stehen brauchten, um die Pläne der Koalition zunichte zu machen und mit einer siegreichen Mehrheit die Macht wieder zu erlangen. Sie nehmen an, daß die Regierung wahrscheinlich gezwungen» sei, einer anderen Konferenz die Besprechung der 93er- chssungsfrage vorzuschlagen. Mmtster Burns mürbe in Battersea wiedergewählt. Er erhielt eine Majorität von 7836 Stimmen gegen 6544- Stimmen, bie für Den Unionisten und 487 Stunmen, die für ben Sozialisten abgegeben würben. Lonbon, 6. Dez. . (11 Uhr 35 Min.) Gewählt sind 106 Liberale, 146 Unionisten, 20 Vertreter der Arbeiterpartei und 26 Redmon- biften. Die Liberalen gewinnen 10, die Unionisten 12, die Arbeiterpartei 3 Sitze. Deutsches Ueicd. Der Wahlprüsungsausschuß deS Reichstags erklärte die Wahl des Abg. Kleye (Wolsenbüttel-HelmstLdt, Hosp, b,. Rtl.) für giltig. Reichstagsabgeordneter Behrens stckl nach MÄ-» düng der ,LZaterl Blätter" beabsichtigen, in Wetzlar-AltenkirchM, nicht mehr zu tanbibieren. Wie uns von zuständiger Stelle geschrieben wird, entbehrt diese Nachricht natürlich jeder Grund» läge. „Reichstagsabgeordneter Behrens denkt gar nutzt daran", so heißt es in der Zuschrift, „auf die Kandidatur in Wetzlav- Altenkirchen zu verzichten, ebensowenig denkt die EhriAich-soziole Pattei daran, die Patteiarbeit in Wetzlar-Altenkirchen auszugebc«. Die ChttsÜictz^sozialen rechnen vielmehr bestimmt damit, bet den nächsten ReichstagSwahl wieder zu siegen, trotz der Aufstellung boH zwei liberalen und einem konservativen Gegenkandidaten." Eine gemeinsame Vorstandssitzung ber Deutsch-sozial en und der C hr istlich-soziale» Hessens. Am nächsten Sonntag findet zu Frankfurt a. M. m „Kölner Hof" eine gemeinsame Vorstandssitzung der Deutsche und Christlich-sozialen Hessens statt. Tagesordnu-r^ „Gemeinsames Vorgehen bei den künftigem Reichs- und Landtagswahlen". Wichtige Beschlüsse in dieser Richtung sollen vorbereitet und einem gemeinschaftlichen, wahrscheinlich ant 22. Jarmar nächsten Jahres statkfindenden Patteitag unterbreitet werden. Ausland. AuF N rmia wird gemeldet: Es movilisierkeu mit deu Türken solidarische Kurden st ämme Retter, um den Gouverneur am Betreten der Stadt zu verhindern. Dieser steht mit 800 Mann Infanterie und 500 Munn LLvaüerie in der Nähe von Soudibulok. AuS Newyork kommt folgende Meldung: Die Kuratoren der »Columbiauniversität testen mit, baß der Universität ein Geschenk von 100 000 Dollars gemacht worden sei. zur Verteidigung eingerichteten Stellungen bemächtigen. So drang sie bis zum Bahnhvs vor, wo der Widerstund besonders heftig wurde. Erst gegen 6 Uhr stellte der Feind das Feuer ein und räumte bie Stellung, setzte sich aber an einer Barrikade weites südlich wieder fest, von wo er nicht vertrieben werden konnte. Zur Vermeidung eines Verlustteichen Straßenkampfes wurde der Kamps deutscherseits um 7 Uhr abgebrochen: die Truppen bezogen Alarrnguarliere. Die Besatzung des Bahnhofs mußte noch nach 10 Uhr einen Wieder er ob erungsversuch des Gegners -urücttveisau /— Die Armee-Abteilung war morgens gegen die Straße Chaleaudun—Orleans aufgebrochen, um von Westen her OrlsanÄ anzugreifen. Die 17. Division vertrieb feindliche Abteilungen aus Cuny, fand dann aber Gidy stark besetzt, so daß sie bett Vormarsch des 9. Korps abwarten wollte, ehe sie zum Angriff überging. Gegen 11 Uhr räumte der Feind ober infolge des Vordrängens des 9. Korps Gidy: bie 17. Division nahm von der Stellung Besitz. — Die 2 2. Division folgte als Reserve hinter der 17. — Das 1. bayrische Korps und die 4. Kavallerie-Division hatten bei ihrem Vormarsch von Huette aus fendliche Streitkräfte ans Bricy und Janvry vertrieben, die dann rückwärts bei Boulay Ausnal-me gefimben Hattern Nach einem längeren Artilleriekampf befahl General v. d. Tann gegen 12 Uhr den allgemeinen Sturmangriff; als aber das Signäk dazu erscholl, verließen die Franzosen fluchtartig die Stellung Die 2. Kavallerie-Division ging zur Verfolgung vor; eS koch zu verschiedenen Einzelgefechten mit Kavallerie und Artillerie; bie Gegner wurden über bie Straße Chateaudun—Orleans zurück- gebrängt, auch auf dem rechten Flügel durch die 4. Kavallerie- Division. — Um diese Zeit, gegen 2 Uhr nachmittags, versuchte General d'Aurelle noch einmal dem Vordringen der Deutschen durch einen Gegenstoß Einhalt zu tun; er ersah dazu den linken Flügel (1. Division des 16. und 17. Korps) aus, der gegen Patav vorrücken sollte. Demgegenüber machte das 1. b a yerischq Korps und die 4. Kavallerie-Division Front nach Westen; die Reiterei warf verschiedene feindliche Reiter-Abt*i- lungen über den Haufen und ritt einige Schützenlinien nieder; bann nahm die Artillerie Patay unter Feuer und zwang den! Gegner zum Abzug, den bie Kavallerie dann wieder belästigte. Rach solchen schlechten Anfängen verzichtete General CHanzy auf jeden weiteren Versuch und ging mit der ihm unterstellten Truppenmacht südlich bis hinter den Wald von Montpipeau zurück. Die Armee-Mteilung setzte daraufhin ihren Vormarsch gegen Orleans fort, wobei die 17. Division noch einen heftigen Widerstand des 15. Korps bei Henrdy, später noch einmal bei St. Jean be la Ruelle zu überwinden hatte, gegen 6 Uhr abends jedoch vor den Toren Orleans ein traf. Die Bayern waren indessen in LeGrandt Ottne eingedrungen und bann südlich von ber S raße Chateaudutv- Orleans gegen Orleans vorgerückt. Die 2. Kavallerie-Di" Vision war noch weiter südlich bis an die Loire gestreift, hatte bort (von La Chapelle aus) ben Abmarsch französischer Truppen« massen über eine Schiffbrücke wahrgenommen und durch ihre Artillerie unterbrochen. Zwei Züge mit Truppen ließen sich durch c3 z. D. vorigen Sonntag fertig gebracht, zwei der Auto ru Hc die Festnahme jedes Taugenichtses veranlaßte, der sich unnützerweise an den Automaten zu schassen macht. Von der hessischen Brandversicherung. In besten betrug die ganze Brandversicherungssumme im Jahre 1908, für das das amtliche Material vorliegt, 2 177 139 110 2)11 Auf eine versicherte Hofreite kamen im Durchschnitt 11 632 Mk. begann eine wilde Jagd. Er ließ die Beute fallen und verschwand in einem Gehöfte am Neuenweg. Die Schutzleute brachten ihn auS dem Versteck hervor und nahmen ihn fest. Beachtenswert sind nun die großen Unterschiede zwischen Bei- tragSleiitung und Entschädigung beim Vergleich der kleineren Orte mit den großen Städten: Von der Summe der Brand- die UnrichngteU dieser von Seiten Jyrer Parieigenossen iviederhotl offenUich nuige|teUten Behauptung auch öffentlich ei klärt werde. Dies mein letztes '-Idort über die diesjährigen Siadtverordneten- ivahlen, in welcher Angelegenheit ich auch über die m Ihrer Gene- ralversanunluitg gegebene ganz nnvolliländige und teihveife unrichtige Tariiellung der ei'iien Beihandlungen über die Stadtverordnetenwahlen tin Burgerschaitsausschuß das Worf nicht mehr eiflieücn werde, da ich es müde bin, langst als unrichtig zurück- fleiutelene und widerlegte Behanptungen immer wieder von neuem zu beiireiten und zu widerlegen. Ällt vorzüglicher Hochachtung! gcz. Atttz. ^uUlzrat. Jagd nach dem Dieb. Gestern morgen stahl ein fremder aus einem Schuhgeschäft in der Sonnenstraße em Paar Schnhe. Da der Diebstahl alsbald entdeckt wurde, Aur Stadt und Lund. Gießen, 7. Dezember 1910. Der Friedberger Bombenanschlag. entschädigung (.556 238 Mk.) kommen auf die Provinzen Starkenburg 42 Proz., Oberhesten 25 Proz., Rheinhessen 32 Proz., und dem entsprechen annähernd auch bie Beiträge. Vergleicht man dagegen die fünf größten Städte mit den übrigen Gemeinden, so treffen auf erstere an Beiträgen 40 Prozent, an Entschädigungen nur 7 Prozent; auf letztere an Beitiägen 59 Prozent, an Entschädigungen aber 92 Prozent. Die größeren Städte zahlen also ein gutes Teil der Beiträge dessen Zinsen dazu verwandt werden sollen,die den t srh-a m e ri-s e? z. D. vorigen Sonntag fertig gebracht, zwei der Auto- k a n isch en K u l t u rb e z i e h u n g e n zu fördern. Eine weitere waten unbrauchbar zu machen, so daß eine große Zahl Gabe von 30 000 Dollars wurde für die Erwerbung eines d e u t - von Personen ihre Nickel vergeblich eingeworfen bat. T..s im-eigenen Sntereffe handeln, wenn es !und Kultur enthalten soll. Kreis Lauterbach. litz, 6. Dez. Der hre,ige Turnverein ist mit den Vorarbeiten beschäftigt für das im 9re lm x)Uii dahier stattsinoende Gauturn- ? a u e s & e f f e n. In den letzten Tagen sind einzelnen Anschüsse, wie Finanz-, Presse- und u^fu^uß gebildet woroen. Auch ein Ei.renaus- ti tent|teyen beynifen. Sa der tiau yciien, et iurnuerein gehört, über luo Serene rihit ian 6u4er Witterung cmj einen starken De- ^Et von 353 Loten und an den Wunden Geilorbenen 13Äi sch Verwundeten und 67 Vermißten, -asammen alpU Anertannt muß die zielbewußte Art werden, mit der alle Beteiligten, Polizei- und Gerichtsbehörden, den Rattenkönig von Verbrechen, die mit dem Friedberger Anschlag mehr oder weniger in Verbindung stehen, aufgedeckt und den einen, noch am Leben befindlichen Verbrecher dingfest gemacht haben. Daß gerade Friedberg, die friedliche und freundliche Hauptstadt der Wetterau, zum Schauplatz eines so ungewöhnlichen Verbrechens werden mußte, ist kle°n7ür?etUche^Ser^iK^dtt" Stadt den Lttaß^zü | £e7äütfAe wat mit' sXr 7° 7'u TJ'"' suchen haben ttnib, bet die beiden Setbredjetnaturen ixtf/in . °n r? f^C'n gewckt Hai. Denn leichter als in der Großstadt mußte es Gesetz m Konflikt gewesen zu sein. dort nach chren Erwägungen wohl sein, in der Aufregung des - Maul- un d K laue n s eu ch e. Neue Ausbrüche Bombenanschlags das eigentlich beabsichtigte Verbrechen guPer öeu$e lini> lurs Saarbrücken gemeldet. ‘‘‘tiegeljen. Sie bedachten nicht, daß sich auch ihre imoL.- ...-- .. . — lang bei den Leinercn Verhältnisfen leichter gestatten würde. Das Friedberger Verbreck)en, das im Sommer dieses Jahres in Deutschland großes Aussehen hervoraerufen hat, beschäftigte seit gestern morgen das hiesige Schwurgericht. Das in der Art seiner Ausführung ganz ungewöhnliche Vergehen entbehrt für die Gerichtsverhandlung jeglichen sensationellen Interesses, zumal sich der eine der Täter der irdisck>en Gerechtigkeit selbst entzogen hat, da er seinen Verfolgern nicht mehr entrinnen konnte, und der andere, der bei der Begehung der Straftaten noch nicht 20 Jahre alte Atari Werner aus Kaiserslautern, im vollen Umfang geständig war und deshalb die Verhandlung vor den Geschworenen keinerlei Ueberraschungen enoarten ließ. Wenn diese Zeilen in die Hände der Leser gelangen,. .. . . ist das Urteil über Werner gesprochen und ein junges, früher mr die Brandversicherung, während fast die ganze Entschä- viel versprechendes Menschenleben auf lange Zeit hinaus digiingSsnmme den kleinen Orten zufließt. Tie Verwaltunas- hinter Zuchthausmauern gebannt. Ein begabter, aber kosten betrugen 185 236 Mk., für erhöhten Feuerschutz erhielten charakterschtoacher Mensch, mit reicher Phantasie und großem oie Gemeinden 285 000 Mk Dang nach mühelosem Gelderwerb, das ist der Eindruck, den .. w n x , n 91 n r i. b , M x » M x-r° q?« t;„ M « r r; x o «r»M Werners Entwickelung vom hoffnungsvollen Schüler zum jn« ? o i schweren Verbrecher macht. Ztoei Momente haben ihn auf . QI ", Vcof. ßulep, hat JuIUzcat Metz, die Verbrecherlaufbahn getrieben, das Lesen von Schund- folgendes Antwortichreiben gerichtet: und Schauerromanen, und bann, nachdem er aum ee.?r. tteel)rter Herr Professor! Aut Ihr im Auftrag des mit dem willensstärkeren Wrngeß, der ihn immer wieder Wenn ich in meinem Schreiben vom 30. November L Js den guten Einflüssen des elterlichen Hauses entzog und erklärt habe, daß ich nicht in der Lage sei. den Nachweis zu dessen zügellosen verbrecherischen Trieben dienstbar machte, führen, daß das verspätete Erscheinen des Gießener Anzeigers auf Es ist hier nid)t der Ort, über das Maß der Schuld des Veranlassung eines Führers der nahonaüibetalen Partei zurück- unglücklichen jungen Mannes zu sprechen, noch das SOZa^ Rubren lei, so kann biete Erklärung tue jeden Unbefangenen nur der Sühne zu erörtern, das seine schweren Straftaten er- -^uiung öuiasjen, daß die>e Behauptung von mir nicht heischen. Wohl aber seien alle, die es anaebt — und e d n UJ 1 1 "halten werde. Fch bm deshalb nicht in der Lage n P ht NN« nifp n n Nils i hrp mrfirhf m. ftMornnni n« unt>n’cbt veranlagt, irgend eine iveuere Erklärung Über diesen li^h rn C oe- Punkt abzugeben. Wenn in Ihrem schreiben vom 3. 1. Mts. ben Kampf gegen bie Detektiv- und Sck)auerromane, loeiler gejagt wird, daß von Seilen des nalionalliberalen Vereins die auch biejen 0all wieder verursacht haben, mit rücksichts-! die Vehaupiung nicht aufgeiiellt worden sei, daß die Freisinnigen loser Energie zu führen, damit diese Pestbeule an unserem bezüglich der ^eichsiagswabl ein Bündnis mit ben Sozialdemokralen Volksleben wieder verschwindet. Die Art, wie Wingeß im abgeschlossen Hanen, so hdtie ich erwariel, bag Jhrecseils ein'ach Gefängnis fich Werners Fühlen und Denken bemächtigen s, t........ rr- • ■ konnte, um ihn vollends schuldig werden zu lassen, macht wiederum die Frage aktuell, wie man die Strafanstalten, besonders die für jugendliche Strafgefangene, zu wirklichen Besserungsanstalten machen kann, während sie jetzt vielfach nur als Brutstätten von Lastern und Verbrechen anzusehen sind. User oer lunre. I n?ttC mam deutscherseits mit dem Gouverneur sti Orleans über eine Belegung der «ladt im Jntereiie ihrer m D. B^ii4erteUnbSfiln42be" Junkie beionderS ocr tuirebiuar? leons .^'chasten 'oewich uiu> norowewich von Or- - ^! x. ?0ebracht wurden. Am 5. Dezember morgens rückten cr 3lao, Korps, zum Teil noch unter tieuicn Geseäneii I CC1 ^rlh Unu Hurückaelassenen, in bie Stadl ein %>ie un flanke beut) d) e Loire-Armee fonieniricrie sich nun in lich derse^m^ Loire, währenb bie Kavallerie süd- gÄÄffi finÄj-Hä sS'" «ub<. ®röfeere Geschäfts-Anzeigen "fiftih.niaA.iK»* . , lür die SamStagSauSgabe beliebe man schon am Freitag und Unierbtamfe. An.'F r'cll a g"dcn g d^-dend'/ ru bcstellkn. Nur bann ist tS ,n Sgl ich, der Satz, hält Herr Pro». Dr. Kraft euren Vortrag über .fionbonP*™9 b,t ^"zeigen btejemge Sorgfalt angedeihen ju einst und jetzf im Kollegiengebäude. lasten, die zu einer guten Wirkung erforderlich ist. ~ Eine Sitzung des Provinzial-AuSschusse§ findet am SamStag den 10. d. UJU8., vormittags 9 Uhr, Q ... mit folgender Tagesordnung statt: 1. Aufbringung der .. ^anvkretS Gießen. Kosten des GeländeerwecbS für die Nebenbahn Grebenhain— » G Klein-Linden, 6. Dez. Ein Wohltätig- Gedern. 2. Heranzlehung des Josef Fürth zu Wiesbaden l Ct beabsichtigt der Gesangverein „Arion" zur Umlage der Lan0w.r,ichai,ztaum.er Ta’kag au Zt Zuhältern w oon Hungen. hessischen Landwirtschastskammer veranstaltet Vortrag maten vor dem statt. Sekretär Schwarz-Gießen spricht über llieaen- ? d" Schulstrabe erfreuen fich reger Benutzung jucht". 6 ipric^ uoer „^ugen- 01109 das Publikum, leider aber auch der besonderen Be- O Münster bei Lieh, 6. Dez Unsere Wasser. -rchtung der umwohnenden S t r a ß e n j u g e n d. Tiefe hat l e i t u n g ist vollendet. Ter Hochbehälter wird von der *""" staatlichen Leitung Lauter-Bad-Nauheim gespeist. hios Geschüdfeuer nicht abbaüen, in der Richtung auf Tours -r. S S. °öä $ e ‘' ?• ®aä Anwesen des Landwirts abzudampten, dagegen tebrle ein von Tours lommender stug wurde durch Feuer zerstört. m dern «ich G a m b e t t a befand, vor dem Geschüpfeuer um - General d Aurelie, hatte, der Aeifmrg aus Tours folgend^noe!, , - . . Kreis Büdingen. S'«l9?Lebne>tsillh15lße(n^el:tc^‘8un9 0011 Orleans uachmsttogs Geiß-Nidda, 6. Dez. Grne seltene Feier beging an(raber^u|oeflC^' alä n blc 2riimm.-i am 3- Dezember unser Gesangverein auf dein^b^ sttbma uiiS^iebe^ferbXnid" rettenden Vune .u- nachbarten Hof Schlelfeld. Ter Inhaber dieses Hofes, Ja- dre T^ttfchen ^unt^brochen"ui^'Er'or^ele^oi»^"u^or^.^nrch ^nb Sch uch ist fett 15 Jahren Ehrenmitglied des Ge. nigtm Rückzug hinter dw Loire^n, den das 18 Korps "beiÄtt>' ®T l>üt, ,uln dresen herein eine bag 20. bei 3araeau schon beroertftelligt hatten? Tas 15 üper^ /km Verdienste erworben, die letzteren veranlaßten, schritt den Flug bei Orleans, wobei es eifrig bestrebt war aück, .■?glerchzeuiger Ernennung zum Ehrenpräsidenten "'.Orleans angehausien Lebensmittel- und Mmiuiousvorräi'll'" Ehrendiplom zu überreichen. Gegen 8 Uhr abends traf" Krisen aber zum Schluß die große steinerne Brücke Verein von Geiß-Ridda aus dem Hof ein. Nicht nur joam^iTanf SHp IUÖ 4ncn3%h,“ntc- Das Iti. ittch 17. Korns! "ber 80 «anaer, sondern noch eine Reihe außer-'dent- UfeTb^oire.5 iUCUli' D“tihd,cu “et ou' dem rerp-en I ischcr Mitglieder beteiligten sich - zwischen 40 und 50 •• > Rei-G-e- Nachdem im Hos ein von Herrn Schuch ge. d^vorgetragcn worden war, begab sich der Verein Dirigent Lentz feierte Herrn Sä)uch als Freund 's. Sein auf d.e Familie Schuch ausgebrachtes geisterte Aufnahme. Der Präsident des Vereins, Imann, übergab mit treffenden Worten das i an Herrn Sck)uch. Dieser dankte für die nd mau)te den Verein darauf aujmerfiam, daß )urd) feine ra,ilo,e Tätigtest solche Gönnerschaft s folgten der Lieder wohl über ein Dutzend, ? ga^nche Haus Su/uch feine Freunde nicht jo ß, war sicher. ' such des Festes. — Die Hochzeit der O^rasin Marie zu Schlitz mit dem Hauptmann im kgl. bahr. General- stab, von Luxburg, findet am 5. Januar hier statt. Kreis Friedberg. L. Friedberg, 6. Dez. Die Wahl zur Stadtver. ordnetenversammlung wird in unserer Stadt recht zersplittert werden. Eine Einigung der fortschrittlichen Volkspartei mit den Nationalliberalen über die Ausstellung gemeinsamer Kandidaten kam nicht zustande. So haben Denn die Linksliberalen eine eigene Liste aufgestellt und Seminarlehrer Leucbtgens und Kaufmann Ulrich neu, und die drei ausscheidenoen Stadträte Langsdorf,'Oppenheimer und Rausch dazu ausgestellt. Die Sozialdemokraten, denen von der Vollspartei ein weiterer Kandidat zugesprochen wurde, nahmen die Liste der Freisinnigen an. Die Nativ-- nalliberalen hatten heute abend eine Sitzung, in der sie ihre Kandidaten ausstellten. ♦♦ Aus Friedberg, 6. Dez., wird uns vom Arbeitgeber-Verband im Baugewerbe geschrieben: Die Nr. 284 Ihrer gesck)ätzten Zeitung enthält eine Nachricht über den hiesigen M a u r e r st r e ik, die in mancher Beziehung einet Ergänzung bedarf. Bei Ausbruch des Streiks im Oktober dieses Jahres zahlten die Unternehmer in Friedberg-Bad- N au heim einen höheren Stundenlohn, als duckch den Dresdener Schiedsspruch sestgesetzt war. Mithin lag die Ursache des Streiks nicht in der Außerachtlassung dieses Sck;ieds- spruches durch die Unternehmer, sondern in der lieber- zeuguna der Arbeiter, daß infolge der augenblicklichen regen Bautätigkeit der Zeitpunkt gekommen sei, die Unternehmer zur Annahme ihrer unbilligen Forderungen zu zwingen. Daß dies der Grund war, haben die Arbeiter zugegeben. Es muß weiter energisch dagegen protestiert werden, daß hier den Arbeitern keine „anständige" oder gar eine „infame" Behandlung zuteil würde, dafür fehlt jeder Beweis. Wenn sich die Arbeiter darüber beschweren, daß das frühere schöne Verhältnis zu ihren Arbeitgebern gestört ist, so tragen sie durch ihren frivolen Streik, der ein Vertragsbruch war, allein die Schuld daran. Ter Streik j ist ergebnislos verlausen und auch von der Leibung beendet erklärt, nachdem alle Maurer die Arbeit wieder ausgenommen haben. Daß die in der letzten Woche als Probe zcw tralorganisierter Verhetzung der Arbeiter gegen ihre Arbeitgeber veröffentlichte Einlabung zur Versammlung von „Hungerlöhnen, Ausbeuten durch herzlose Unternehmer" spricht, darf bei der bekannten Kampfesweise der Zentral- organisierten nicht wundern. Ob ein weiterer Streik ausbricht oder nicht, ist für die Fertigstellung der staatlichen Bauten belanglos, da hinreichend andere Kräfte zur Verfügung stehen. (Es handelt skch bei unserem Bericht um Angaben, die in Versammlungen gemacht wurden, nicht aber um von unserem Berichterstatter selbständig ausgesprochene Behauptungen. D. Red.) Zum Schlüsse sei noch bemerkt, daß in Bad-Nauheim allerhöchstens 200 Bauarbeiter usw. beschäftigt sind. Butzbach, 6. DeH. Aus der letzten Gemeinderatssitzung ist zu berichten: Die Rechnung des Armenfonds Butzbach für 1909 wurde verlesen und für richtig befunden. Die Gejamteinnahme betrug 41048.50 Mk., die Gesamtausgabe 39564.62 Mk.; hiervon sind 25 865 Mk., darunter 22 800 Mk. Einnahme für das in der Gemarkung Griedel gelegene, an diese Gemeinde verkaufte Gelände, und 3065 Mk. zurückgezahltes Kapital, neu ausgeliehen worden. Für Unterstützungen wurden 9264.48 Mk. verausgabt. Der Voranschlag des Armensonds für 1911 schließt mit einer Einnahme und Ausgabe im Betrage von 13 783 Mark ab. Er wurde genehmigt. Der in dem Voranschlag für den äußeren Verputz der Hospitaltirche vorgesehene Betrag wurde genehmigt. Die Rechnung des städtischen Elektrizitätswerks für 1909 wurde verlesen und nicht beanstandett Vereinnahmt wurden für elektrischen Strom 66 939.98 Mk. und 2961.60 Mk. für Zählermiete. Die ordentlichen Einnahmen betrugen 70 831.03 Mk., die ordentlichen Ausgaben 50 601.76 Mk. Nach Abzug des Betrages für die vorgesehenen Abschreibungen blieb ein reiner Ueberschuß von 1179.48 Mk. Die Gesamtkosten des Elektrizitätswerks betrugen bis zum L 4. 1910 421490.22 Mk. Mark. Für Licht werden für bie Kilowattstunde Die Schulden betragen nach der Rechnung noch 198 954.27 40 Psg., und für Kraft für die Kilowattstunde 20 Psg. berechnet. Der Voranschlag des ElektrizitätswerkS sür 1911 schließt mit einer Einnahme und Ausgabe im Betrage von 80 000 Mk. ab. Er wurde genehmigt Eine Teilstrecke des Holzheimer Wegs soll chauffiert werden und wurde der vorliegende Kostenanschlag genehmigt. Mtt der Ausführung der Arbeiten soll sofort begonnen werden. Die Eifenbahndirektion Frankfurt a. M. hat das Angebot der Stadt, Leistung eines Zuschusses von 20 Prozent zu den wirklich entstehenden Kosten für eine Wegunter- sührungamBahnübergang, nicht angenommen und will demnächst dem Stadtvorftand einen Kostenanschlag über eine Wegüberführung im Zuge der Badbrunnenstraße zur Beratung vorlegen lassen. Kreis Wetzlar. = Krofdorf, 7. Lez. Am Donnerstag den 8. d. MtS. abends roirö der Landtagsabgeordnete des Kreises Wetzlar, Herr vom Rath, in dem Saale der Wirtschaft Freund hier, in einer vom nationaUiberalen KreiSverein einberufenen öffentlichen Versammlung über die Arbeiten deS preußischen Landtags sprechen. Herr vom Rath bereist seit seiner Wahl häufig den Bezirk, um den Wählern (eines Wahlkreises über den Landtag beschäftigende allgemeine und lokale Fragen Rede und Antwort zu stehen. Früher kannte man das hier nicht. Gleiche Versammlungen sinden am gleichen Tage in LaunSbach nachmittags im Saale der Wirtschaft Erlewein Witwe und in Wißmar abends im Saale der Wirtschaft Brück statt. Hessen-Nassau. - Rodheim a. d. Bieber, 6. Dez. Im Jahre 1911 wird der Gerichtstag in Rodheim abgehalten am 12. und 13. Januar, 9. und 10. Februar, 9. und 10. März, 6. und 7. April, 4. und 5. Mai, 8. und 9. Juni, 6.und 7 Juli, 21. und 22. September mit Waisenratssitzung am 23. September, 19. und 20. Oktober, 16. und 17. November und 14. und 15. Dezember. Der Gerichtstag soll am Donnerstag nachmittag beginnen (im Winterhalbjahr um 2 Uhr, tm Sommerhalbjahr um 1 Uhr) und am Freitag um bie gleiche Zeit enbigen. , X m " sta o t, 6. Dez. Hier überfielen in vorletzter Nacht b r e i Burschen einen fremben Mann unb »ahmen rhm fern Geld weg. Dle Täter sind ermittelt. Der Srieöberger Bombenanschlag vor den Geschworenen. (Fortsetzung aus oem 2. Blatt.) „ D" Kafsendicn-r E. Langer-Friedberg bekund«, baß « vor dem Rachaus war, als er von dem Ueberka^du fflajiZ vcr- derzeitigen Gesamtbevöllerimg der Erde auf 80 biS 80^ MAlünttU bekannt geworden, stehen.. Die PlaidoyerS, ■Hfl U ii» lät 3 n man bd am liU UH * :> theol. et Phil. ßiochus Freiherr des adeligen St. Johannisklosters 8. d. Mts. seinen 90. Geburtstag, geboren und namentlich durch die d ml r b - id tl )'4 ier rv „Kinist-Aussteliuiig“ ibi im ji< r-5 )2t Nt» )0l r-i r« n) -er in Schleswig, feiert am Er ist zu Ploen in Holstein Sammlung und .Herausgabe der Lcutsclicn und seit 1870 märtte. le. Frankfurt a. M. Scy wein ein ar ktbe richt vom 7. Dez. Aiügetricven waren 1295 Schweine. Voll fleischige Schweine bis zu 2 Ztr. Lebendgew. 52.00-54 ÜHL, Schlachtgewicht 65.50-67 Alk. Bollfleischige Schweine über 2 Ztr. Lebendgewicht 53.00-55.00 Dlk., Schlachtgewicht 66—68.00 Mt. BoUfleischige Schweine über 2l/sZtr. Lebendgew. 55.0^—55.00. Mk., Schlachtgewicht 6L0u—70 Dtk. Jettschweine über 3 Ztr. Lebendgewicht bl.öu—53.00 Mk., Schlachlgeio. 66—68 Mk. Fleischige Schweine Lebendgewicht 00.00—00.00 UHL, Schlachtgewicht 00.00—00'1)it. Sauen Lebendgewicht 00-00 Rik., Schlachtgewicht 00—00 Rtt. Geschält mittelmäßig, bleibt etwas U e b erstand. 10 Uhr — 5 Uhr. Zur Besichtigung ihrer Werke laden hiermit höflichst em Maler Carl FrieS, Ortenberg 0030 Bildhauer Johannes ttöddiug, Gelnhaar. — Eintritt 30 Pfennig pro Person. ====== Im Anschluß an die Ausstellung findet ein Bortrag statt über das Thema: „Wie gewinne ich die rechte Kunsl- betrachtung?" gehalten von Herrn Pfarrer Uödding, Gelnhaar am Freitag bem 9. Dezember, abends pünktlich 8 Uhr. n a-l ,r ,r. u Christbäume m größter Auswahl eingetrofjen und emo stehlt dieselben ,010099 Will). Hantel. Verkaufs, rellen: Neuen Baue Nr. 7 und IohanneS- sttaßeSkr.3, gegenüber dem neuen Siadttheater. Verlaus der Witterung seit gestern irüh: Tie Wetterlage hat ich seu gestern wenig veräiidert. Hebet dem atlantischen C^can lagert eine tiefe Depression und Rußland bedeckt noch immer hoher Druck. Infolgedessen wehen in unserem Gebiet östliche bis südöstliche Winde. Beim Boruberziehen etiieö Heiner TeütiesS fielen in Hessen geringe Niederschläge. -ia jenes Lief südliche Winde auisaugt, dürite eS etwas milder werden. Unter dem Einfluß der westlichen Zyklone wird die Beivolkung sortdauern. GS ist milder geworden. WetterauSsichten in Hessen am Tonnerstaa, dem 8. Dez. 1910: Wechselnde Beivolkung, strichweise geringe Niederschläge, etwas milder, südöstliche Winde. Itoertlichie Wagencieckea laus. Sie sehr vorteilhaft bei Ludwig Lazarus, Asterw. 53. Jcruspr. 505. Auf Wunsch Svezialofscrte gerne zu Dienjtew lÖOol II _ für reisende HOSPIZ Damen •Tang. Schwesternhaus, OiesMA, wmoMlr. k der älteren historischen Volkslieder -------- durch seine Redaktion der „Allgemeinen bcutfdzcn Biographie" Menschen cmsehen. Ein Neunzigjähriger. Der Wirkl. Geheime Rat Dr. von Liliencron, Probst K in nti Biidinqen — Hotel Stern 10., il. und 12. Dezember 1910, geöffnet von vorzüglich im Geschmack, liefert zu bitt. Preisen ins Haus wöcheml. 2mal. Wiederverkauf, erh. Rabatt. Bestellungen werden entgegen- genommen Blockstraße 7 Hth. p. und Riegelpfad 17 11. (6182 Oberstaatsanwalt Lang nimmt hierauf das Wort zur Begründung der Anklage. Er weist darauf hin, daß das Publikum verlangen kairn, geschützt zu werden in seinem gesamten Rechtsgut. Im vorliegendeu Fall handelt es sich um einen geplanten Massenmord. Der Ausgang der Verhandlung soll sein: ein Dokument gegen ein Verfahren, daß mit allen Mitteln moderner Technik, mit Dynamit und Bomben, arbeitet, das darauf ausgeht, ohne Arbeit zu Reichtum zu verhelfen. Der Oberstaatsanwalt schildert an der Hand des Vorlebens den Charakter Werners, der sich schon im Gesängnis mit Wmgeß verbindet, um später Raub und Mord zu verüben. Der Angeklagte sei eine Verbrechernatur, ein Mensch, der nicht etwä der Verführung des Wingeß zum Opfer gefallen, sondern beide seien sich als Verbrecher gleichwertig gewesen. Die Eltern des Angeklagten haben alles getan, um ihren Sohn dem Einfluß zu entziehen, ben Wingeß aus ihn ausübte, ober als dieser bei seinem Genossen Geld sah, das dieser in Leipzig unterschlagen hatte, da war auch er zu jeder Tat bereit. Auf die in Frage stehenden Verbrechen eingehend, zeigt der An- lläger, daß Werner es gewesen sei, der den Vorschlag zu den Bombenanschlägen gemacht und der in St. Ingbert Bescheid gewußt hat, so kam eS zu dem Diebstahl in der Pulverfabrik. Bei dem Anschlag gegen die Villa Mayer bleibt eS sich gan- gleich, ob Wingeß oder ob Werner die Bombe gelegt hat, da diese das Verbrechen gemeinsam ausgeführt haben, dadurch ist der eine so strajbar wie der andere. Aber der Angeklagte war der Techniker, er hatte die Bombe hergestellt und wußte am besten, die Explosion l-erbeizusühren, und der Schutzmann Klauß hat gesehen, wie dieser und nicht Wingeß kurz vor der Explosion auS dem Garten auf die Straße zugekommen ist. Es handelt sich hier nicht um eine Beihilfe, die Werner geleistet, sondern um eine Mittäterschaft, Zu dem Erpressungsversuch gegen den Bankier Mayer güt dieselbe Erivagung, wie bei der Zerstörung der Villa. Bei dem Versuch hat der Angeklagte nicht als Gehllfe seines Genossen, sondern mit diesem gemeinsam gehandelt, und er muß als Mittäter bestraft werden. Beide wollten 10 000 Mark erlangen und haben dem Mann mit Mord gedroht. Als internationale Verbrecherbande, als ein Teil der- mlt Brut vernichtet radikal Rademacher* Goldgolst. Pstentamtl.gesch. No.75193. Geruch- u. farblos. Reinigt d. Kopfhaut von Schuppen, befördert d. Haarwuchs, verhütet den Zuzug v. Parasiten. U ichtig f. Schulkinder. Flasche 50Pffl. EihSltl. 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Die Regierung habe die 23er- össenllichung nicht veranlaßt, sondern nur auf die Vorstellungen beteiligter Streife hin Antwort gegeben. Die Regierung werde sich jedenfalls noch weiter mit Dr. Strecker zu unterhalten haben. Dr. Winkler erklärte, daß feine Partei keine Störung des tonfefjisnellen Friedens wolle, aber sie verlange amy für Dr. Strecker freie politische Betätigung. ES sprachen dann noch Dr. Schmitt (Mainz) und Ulrich. Die Volkszählung. Frankfurt a. M., 6. Dez. btach der Volkszählung vom 1. Dezember beträgt die Einwohnerzahl der Stadt Frankfurt 414 406. Hamburg, 6. Dez. Die Volkszählung der Stadt Hamburg ergab 936000 gegen 802 793 im Jahre 1905. Plauen (Vogtland), 6. Dez. Die Volkszählung in Plauen ergab 121104 gegen 105 381 im Jahre 19u5. Hannover, 6. Dez. Rach der amtlichen Zählung betrug die Einwohnerschaft am 1. Dezember 292 7o3 Personen, unter ihnen 144 682 männliche und 156 072 weibliche; im Jahre 1905 betrug die Gesamtzahl der Bevölkerung 272 335 Personen. Lübeck, 6. Dez. Rach der Volkszählung vom L Dezember beträgt die Einwohnerzahl dec Stadt Lübeck US 612 gegen 91371 am L Dezember 1905. Mannheim, 7. Dez. Die Einwohnerzahl Mannheims beträgt nach der VoUszähmng vom 1. Dezember 179 379 gegen 1905 24 6/9 ober 14,63 Prozent mehr. Mülhausen t Els., 6. Dez. Rach der Volkszählung betragt die Einwohnerzahl von Mülhausen 94 021 gegen 94 498 im Jahre 1905. Straßburg, 6. Dez. Nach dem vorläufigen Ergeb» niS beträgt die iLinwohnerzahl Straßburgs 178 290. Der Zuwachs seit 1905 beträgt 10612. Stuttgart, 7. Dez. Mitteilungen des statistischen Amtes ist das vorläufige Ergebnis der Volkszählung vom L Dezember 1910 für Stuttgart 285589 Einwohner. Davon sind 139 065 männlichen und 146 524 weiblichen Geschlechts. .Seit dem Jahre 1905 beträgt die Zunahme der Bevölkerung 32 489 gleich 12,8 Proz. Stuttgart,?. Dez. Die Einwohnerzahl Württembergs wird nach den bts jetzt vorliegenden Vollszähluugs- Ergevnissen auf 2 435 000 berechnet gegen 23021 <9 im Jahre 1905. Frankfurt a. M., 7. Dez. Am Samstag abend wird hier Geheimrat Professor Dr. R i e s e r einen Vortrag hallen über „Der Hansabund in Kampf und Abwehr", zu dem eine große Anzahl von Einladungen ergangen sind. Wilhelmshaven, ö. Dez. Das Kriegsgericht verurteilte gestern den Obermaaten Jacob lvegen Verrats militärischer Geheimnisse zu 6 Jahren Zuchthaus. Konstantinopel, 6. Dez. Rach einer telegraphc- schen Meldung des türkischen Kommissars an der türkisä)- perfischen Grenze ist Dank der gemeinsamen Aktion des persischen Gouverneurs in Salmas und der türkischen Behörden eine Versöhnung der feindlichen persischen und türkischen Stämme herbeigesührt, so daß neue Konflikte ausgeschlossen erscheinen. Pistole betrübten muß ober mit anderen Worten, daß der A n - geklagte auf den Bankbeamten Meyer geschossen hat. Die Photographien werden den Geschworenen vorgelegt. Medizinalrat Dr. Haberkorn: Der Verteidiger hatte den Antrag gestellt, den Angellagten auf seinen Geisteszustand zu untersuchen. Es kommt hier in Frage, ob Werner die Tat im Zustande der Bewußtlosigkeit beaangen hat. Tie Beantwortung der Frage kann sich jeder Geschworene selbst geben, die Frage muß verneint werden, denn der Angeklagte hat sich mit seltener Klarheit aller der Vorgänge, um die cs sich hier handelt, erinnert. Auch eine Geisteskrankheit liege nicht vor, wie dies der Sachverständige eingehend darlegte. Der Angeklagte ist ein durchaus gekbeiter und intelligenter Mensch. Es banbell sich auch nicht etwa um einen geborenen Verbrecher, wie ein früherer Gutachter den Werner bezeichnet hat. Gewiß sei, daß Wingeß einen unheilvollen Einfluß auf den Angellagten ausgeübt habe, gegen den sich die Eltern und auch der Angcllagte wehrten, aber als Wingeß dem Angeklagten das viele Geld zeigte, da unterlag er der Verführung. Er wollte viel Geld haben, uni im Auslände dann als reicher Mann zu leben. Medizinalrat Habei körn ist der Ansicht, daß Werner strafrechtlich voll und ganz für sein Tun verantwortlich ist. Damll ist die Beweisaufnahme beendet, und die Verhandlung wird auf borgen vormittag 9 Uhr vertagt. Die den Geschworenen vorzulegenden Schuldfragen sind sehr kompliziert, )ie halten sich an den Erösfnungsbeschluß; es sind mit den Nebenfragen ca. 13 Fragen, die zur Beantwortung selben hat der Angcllagte gehandell, wie es die Unterschrift der Erpresserbriefe besagt, von denen Werner den zweiten Drohbrief verfaßt und geschrieben hat. Die Taten in Friedberg reihen sich den Verbrechen gegen den Bankier Mayer unmittelbar an» denn schon am 15. Juni war es Werner, der in Friedberg eine Gelegenhell zu einer Tat ausbaldowerte. Die Angabe, daß an der Burg eine Bombe legen wollte, ist nicht wahr, berat ed habe sicher von vornherein der Plan bestanden, die Höllenmaschine im Rathause zur Explosion zu bringen. Werner hat zugestanden, die Maschine dort hingetragen zu haben, er hat sic zur Explosion gebracht und damll die ün Gebäude befindlichen Planschen nicht Ichonen wollen. sei wie eut Wunder zu betrachten, daß bei diesem Verbrechen teure Ptenschenleben vernichtet wurden. Wer mit einer solchen Bombe arbeitet, der muß sich sagen, daß Menschen dabei hingemordet werden. Es sei also gar kein Zweifel, daß in der Art der Vorbereitung und Ausführung der Tat der Beweis gegeben ist, daß hier eine vorsätzliche Explosion und gleichzeitig ein Mordversuch begangen ift. Wahrnehmungen des Vorzeugen. Die Zeugin Elise Rupp- Friedberg bekundet, daß ein Mann gleich nach dem Bombenattentat auf das Rathaus in den elterlichen Laden kam, einen Kragen kaufte und seinen zer- fnüierten Kragen im Laden wechselte. Der Angellagte erllärt, das sei richtig; er habe sich in einem Laden auch eine Mütze getauft und ici dann nach Nauheim hin entkommen. Wo er am Bahnhof schon erfuhr, daß Wingeß sich erschosfen Halle. Von dort in Werner nach Frankfurt gefahren, wo er in feiner Wohnung den Rest des gestohlenen Dynamits in einen Koffer paclle und in den Main warf, dkoch in der Nacht floh er nach Luxemburg, naächem er ,eme veimat Kaiserslautern aufgesucht und feiner Mutter ein Geständnis abgelegt hatte, die ihm .65 Mark als Reisegeld gab. , ,, . _ . „ Wachtmeister Riebel - Kaiserslautern berichtet, daß der Angellagte einer angesehenen Handwerkerfarnilie entstammt, und von der Mutter etwas nachsichtig erzogen sei. Er schlldert den Lebensweg des Werner, der ein guter Schüler war und sich viel für Physik und Ehemie interessierte. In Kaiserslautern war 1908 bei einem Juwelier ein Einbruchsdiebstahl begangen worden und kurze Zell nachher fand auch ein Diebstahl in der Schule statt, wobei physikalische Apparate gestohlen wurden. Durch Redensarten hat sich Werner seinen Mllschülern gegenüber betraten. Er wurde verhaftet und gab trach anfänglichen Leugnen die Tat zu und erklärte, daß er keine Angaben machen könne, er gehöre einer geheimen Räuberbande an und habe rn deren Auftrage mit verbundenen Augen die Diebstähle ausführen müssen. Er sollte dann den Zeugen an den geheimen Versammlungsort der Räuberbande führen; unterwegs gestand er, bie Diebstähle allein ausaesührt zu haben. Er wurde mit 1 Jahr 2 Monate Gefängnis dafür bestraft. Werner hat ihm gegenüber ein Mal geäußert, er würde entweder ein Mal ein großer Gauner ober ein reicher Mann werden. . Es werden darauf auf Antrag des Verteidigers Briefe deS Wingeß an den Vater des Werner verlesen und auch an Werner und dessen Bekannte, aus denen bervorgeht, daß Wingeß, tote der Erfolg gezeigt hat, seinen unheilvollen Einfluß auf Werner hinter dem Rücken der Eltern von Leipzig außgeubt hat, obschon er wußte, daß die Eltern deS jungen Mannes entschieden gegen den Verkehr waren. SachverftändigerDr. Popp erklärt, daß die S ch u ß- Waffen keine Revolvers, sondern R ep,e t i e r p i st o l e n seren. Beim Abgeben des Schusses fällt eine vulse, in der die Kugel fi&t, heraus. Für die Untersuchung war die Feststellung von Well, aus welcher Browningpistole die un Reichsban^ gebäube zu Friedberg gefundene Hülse abgeschossen war, ob des Wingeß zeigt, daß der Einschlag der das Ges^oß Waffe des Wingeß zeigt, daß der Einschlag der das Geschotz zum Losgehen bringt, genau in der Mitte der L>lllse trifft, wahrend sämtliche Schüsse aus der Waffe des Werner einen mehr feitlichen Einfchlag an derHulfe zeigen. Eme Photographische Vergrößerung, der in der Bank gefundenen Hülse und eine ebensolche anderer Schüsse aus Werners Pistole zeigen ganz deutlich, daß diese sich betreffs des Einschlags gleichen wie ein Ei dem andern, so daß es zweifellos ist, daß der Schuß aus ben Bankvorstand in Friedbe rg aus Werners ____________________________(Schluß folgt.) Vermischtes. * Wieviel Deutsche gibt es auf der Erde? Die Jahre 1910 und 1911, in denen nicht nur im Deutschland, sondern auch in einer großen Zahl anderer Staaten Volkszählungen ftallfinden, machen wiederum die Frage aktuell, wieviel Deutsche es zurzell gibt Selbstverständlich kann es sich nicht darum handeln, wieviel Personen die deutsche Reichsangehörigteit besitzen. Maßgebend ist vielmehr das Deutsche als Muttersprache, wobei nahe verwandte Sprachen, wie ». B. das Vlämische, das längst die Bedeutung einer selbständigen Sprache erreicht Hill, ausgeschieden werden und auch diejenigen nicht mitgerechnet sind, die sich neben einer fremden Muttersprache den fließeiiden Gebrauch des Deutschen angeeignet haben. Unter dieser Maßgabe kann man nach den Fortschreitungen und den Wahrscheinlichfellsberechnungen der verschiedenen Länder folgendes für Mille 1910 als annähernd richtig seststellen. Im Deutschen Reiche bekennen sich bei einer Gesamtbeoölkerung von 641/. Millionen rund 60 Millionen zur Deutschen Sprache. Auf Oesterreich, wo das Deutschtum innerhalb der letzten zehn Jahre prozentmäßig keineswegs weiter zurückgegangen, sondern angesichts der starken slawischen Auswanderung eher etwas gewachsen ist, rechnet man etwas über 10 Millionen, auf Ungarn aber, wo tendenziöse Regierungs- Politik ihre Finger auch in die Volkszählungen steckt, 2 200 000 Deutsche. Es zählen ferner an Deutschen: die Schweiz 2Vs Mlll., Luxemburg 230 000, Rußland 1900 000, Belgien 30 000 und die Niederlande 100 000 Köpfe. Am schwierigsten ist die deutsch- redende Bevölkerung der Vereinigten Staaten zu erfassen. Wenn man hier von 10 oder 12 oder gar noch mehr Millionen Drnllsch- sprechender redet, so beruht dies auf gänzlich willkürlichen Schatzungen, bei denen die Politik einen bedeutenden Einfluß nbt. Fest steht nur, daß gegen 3 Millionen der dortigen Bevölkerung in Deutschland geboren sind. Von ihnen ist ein nicht unbedeutender Teil der slawischen (polnischen) Nationalität zuzurechnen, er wird aber ausgeglichen durch den deutschsprachigen Anteil an der österreichischen Einwanderung. Was sonst iwch an Deutschen in anderen Landern wohnt, belauft sich nur auf wenige Hundert- Lausende. Man kann also den Antell der Deutschen an der ,nbm. Er eilte hin Und fand seinen Vorgesetzten auf dem Boden irnenb. Die Kasse war nicht beraubt, doch lagen kleine Ln- ierftrciit auf der Erde. Die Ehefrau. Langer hatte auf bem Flur be5 Bank- lebäudes, rn dem sie üj-re Wohnung batte, einen Mann wahr- lenommen. Sie hörte dann in der Bank ein eigenartiges Gebüsch und als sie nachsah, bemerkte sie, daß Meyer mit einem piann ringe, der ihm einen Revolver vorhielt. Sie lief hinaus nid rief um Hilfe. Als sie wieder uirn Zimmer hineinwollte, sah ic Wingeß kommen, der nach dem Hoftor ging und ebenfalls hilft rief. Die Zengin hat gesehen, wie der Heine Mcmn ;üU ber Flurtür aus zweimal auf Herrn Meyer schoß. Darauf »iltc bie Zeugin nach der Straße und rief um Hilfe. Der Bank- joritaub, der Kassendiener und seine Frau wurden eingehend ver- [Ujmuicii, ob bie Tür zum Kadenz immer verichlosseai war oder nicht. Tie Zeugen erklären, daß sie stets verftlstossen wäre, ferner behauptet aber auf das bestimmteste, die Tür sei unver- ichloften gewesen. Der Verteidiger fragte die Zengin, ob sie sich in der Zahl Set Schüsse nicht irre. Die Frau bleibt dabei, daß sie deutlich ticsehcn habe, wie der Angeklagte zwei Schüsse abgegeben habe. Es dreht sich darum, daß man bei Abgabe zweier Schüsso auch zwei tkugelhülsen hätte finden müssen. Die Zeugin Langer banerit, bau man in der BeMrzung auf diese Sachen nicht so sehr geachtet habe. Es waren auch so viel Meiifchen am Tatort, Daß cs wohl möglich ist, daß die zweite Hülse zellreten und beim ^swischeu des vielen Blutes mit sollgekommen ist. Kommissar Weiß bekundet, daß die Kugelhülse, die als Beweis iiuu. dient, ihm als ui der meichsbaiit geiunden, übergeben ist. Wer ibm die Hülfe gebracht, kann der Zeuge nicht mehr angeben. Die Büglerin Emma Heimbusch hat am Tage der Tat bei ber Frau des Kassendieners Langer gebügelt und gehört, wie diest yil|e geruien habe. “Aue Zeugin yal onrch oue ollene Kocridor- ture NiS Kaijenzimmer gesehen, in dem der Bantvorstieher mit ‘ ötui Kopf nach dem Trefchr zu am Boden lag. Die Zeugin sah, - jyie eui großer Manu hinwegeilte. Daraus geht hervor, bau 4 Köin 0 eß nicht auf Meyer geschossen hat, wie dies ■ auch Frau Langer gesehen haben will. Die Zeugin ist dann in ' bui W uno au| Die Virale geeilt, iie hat twtr von rtitoucr nichts wahrgenommen., Maurer Joh. Schütz ans Ober-Wöllstadt, hat von der Straße ei aus gttehen, wie im Reichsbankgebäude zwei Leute miteinanber . rangen; er hörte einen Schuß und sah, wie Wingeß aus dem v>ü]iur herauslam; da hörte der Zeuge bannen einen zweiten (2 m u U lallen, ben also nur Werner abgegeben Haden kann. Der ' jeuge hat auch gehört, wie Frau Langer, als Wingeß bie Strafe heirat, gerufen hat: Haltet ihn!, da hat er den Kollegen, bie bei chia standen, gesagt, feit vorsichtig, man kann nicht wissen, was da oorgegangen in, icytiegtuy betumuien tou Mch eins ab« Im ^uhorerraum erhebt sich laute Heiterkeit, Schlosjermeifter Hestmann - Friedberg hat übereinstimmend mit bem vorhergehenden Zeugen wahrgeiwnunon, wie Wingeß geflohen ift Der Zeuge hat üjn verfolgt, als er nach der Frank- jinter Selle zu entwifchen wollte. Der Flüchtling gab zwei Schufte ab, davon euren von einem Rade herunter. Der Heizer K. I. L o n o von Ober-Wöllltadt war gegenüber her Reichsbank an einem Bau beschäftigt, er hat durch das offen» stehende Fenster gejehcn, wie mehrere Menschen aneinander waren; er glaubte, es seien ztoei Studenten, die da was miteinanber hätten, Da verlietz ein junger Menjch das Gebäude und sagte: Leute, p a b r i n ist etwas los, helft! Im gleicheti Augenblick rief Fcau Langer zum Fenster raus: Halt chn, das ist er! Da war aber der junge Mann schon weiter geeilt Der Zeuge hörte bann noch un Bankgebäude einen Schutz fallen, ohne daß er bie Ringenden un Gebäude beobachtete, Wingetz schoß nuchher auf bie Leute, bie ihn verfolgten. Maurer Ludw. Roth crus NiedeElorftadt bestätigt die UJohlfeile künstlerische Mel! —■aama"ju।«m—ufaMBS.?.-zPreisen kaufen will, verl. kOBtenfr. Offerte, besichtig, uns. giosssUdt. eingericht Fabrik- lagers mit über80 compl. Zimmer-Einrlcht. sehenswert u. lohnend. Bei gross. Kauf: Fahrtvergüt Lief, fr»! Wohnung unter Garantie. Faat überall viel» Referenzen. Conr. 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Dezember, 8'/« Uhr, in Stein- (starten: Superintendent C. Klingemann, Essen „Die Westmarkenfrage“ (Klsass-Lot bringen). Dentfchgestnnte Ntanner und grauen find freundlichst rin- geladen. HUIsptaie empfehlen wir **“ zu enorm billigen Preisen Vertiko«, Trumoaiis, Spiegel, SchreibNOHsel Korbsessel, Trlumpfseesel, lluucht Ische Serriertihrhe, Nähtische, Büfetts, Schreibtische, Bücherschränke, Teppiche - Bett Vorlagen, Tischdeckeu :: Als Spezialität: Komplelle Wohniings-Eiurichliingen in Allen Prelidarcn In nur prima Qualitäten Beste und billigste Bezugsquelle für Polster-Möbel, Sofas und Matratzen unter Garautle In eigener Werkst Atte horffeetellt ===== Nur ein (ilasisple! „Die Jufendft-ohr Tanzu« liUnhelt** Tätliche Rundschau Berlin „Lachender Nanncntcheln“ PannstAdler Ta/reblatt „rthfhaftc Francn«<*UAn holt“ Wie»bad.General-Anz. „Hin enUAokcnd«» Oeechitpf“ Chemnitzer Ncuente Nachrichten Dm sind Schlagworte aus beleibt ort en Kritiken über die je tat IßjAhrixe TAnaenn