Nr. 1 W. F. Sprung, MetevroLte, t Pv-ts- 19. Dr. SfarT August Bolle, Botaniker, über, die 97 I. der engt russischen in erster Dichter und Schriftsteller. — Literarhistoriker. Januar: 15. Trust v. Wildenbruch, dramatischer Dichter, f BeÄin, 64 I. — Ludwig Habicht, RomanschriftsttLler, t Amalfi, 78 I. — Februar: 17. Heinrich Ritter v. Reder, lyrischer Dichter und Landschaftsnmler, Generalmajor a. D., t München, Der Kongreß geht sodann zur Beratung der Anträge si,ch auf eine Aenderung der Organisation Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul» straße 7. Expedition und Verlag; 5L Redaktion:112. Tel.-Adro2lnzeigerDieß«t, beziehen. Angesichts der Angriffe, die namenllich von Zionisten gegen die Leitung der Bewegung und hier Linie gegen den Präsidenten Wolffsohn gerichtet worden sind, gibt dieser die Erklärung ab, daß er, um die Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen, Den Vorsitz im Akttonskomitee niederlegr. Es werden schließlich von dem Permanenten Ausschuß sieben Die „Sletzener Lamittenblatter" werden dem „Anzeiger* viermal wöchentlich beigelcgt, das „Krdsblat: für den Kreis Sichen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit» fragen** erscheinen monatlich zweimal. Januar: 19. Dr. A. dcrm, 60 I.—Februar: .. _______ w . t Beckliin, 88 I. — März: 20. Dr. Fritz Römer, Raturhistoriker, t Frankfurt a. M., 43 I. — Mar: 25. Dr. Georg v. Neu- mayer, MetoouoLog, f Neustadt a. d. H., 82 I. — Juni: Dr. Wilhelm Zopf, Botaniker, t Münster i. W., 62 I. — Juli: 16. Vittorio Maltaucci, Direktor des Observatoriums aus dem Vesuv, t Neapel, v— September: 26. Anton Dohrn, Begründer und Leiter der zoologischen Station in Neapel, t Neu-> Wittelsbach bei München, 68 I. — November: 12. Julius Lippert, Naturforscher und Kunsthistoriker, t Surichow bei Prag, 70 I. Philosophen. — Philologen. —. Schulmänner. — Altertums forscher. — St envgraphen. => Bibliv- thekenkunde. Januar: 30. Dr. Johann Ritter v. Kölle, Germanist, f Prag, 81 I. — Februar: 12. Leutheußer, Oberturnlehrer, f Koburg, 55 I. — Mai: 7. Dr. Hermann Osthoff, Sprach- forschrer, t Heidelberg, 62 I. — 27. Ernst Naville, Philosoph, f Genf, 92 I. — Juni: 17. Dr. Thomas Achelis, sozialpäda- gvgiscl-er Schriftsteller, t Eapri, 59 I. — Dr. Georg v. Laub- maitii, Direktor der Münchener Hos- und Sttuttsbrbliothek, f München. — August: 4. Dr. Adalbert Merx, Orientalist, f Heidekberg, 71 I. — Dr. Karl Sachs, Lexikograph, t Brandenburg a. H., 80 I. — September: 28. Dr. Richard EngÄb mann, Archäolog, f Graz, 65 I. — Artur v. Scala, Direktor des osterr. Museums für Handel und Industrie, f Lanna bei Meran, 65 I. — Oktober: 24. Dr. Robert v. Schneider, Archäoliog, t Wien, 55 I. — November: 10. Dr. Max Rieger. Germanist, t Alsfeld (Bergstraße), 81 I. Handel, Gewerbe und Industrie. — Verkehrswesen. — Münzwesen. Mitglieder für die Liste des Tirettoriums aufgestellt; die vor- gcschlagenen deutschen Kandidaten lehnen es aber ab, ein Amt gegen Wolffsohn anzunehmen. Nach endlosen Erörterungen wird gegen eine kleine Minderheit der alte Ausschuß mit Wolffsohn an der Spitze in seinem Amte belassen. Damit hat die westliche Richtung über die radikale der Russen und Galizier vorläufig den Sieg oavongetragen. Allgemein war aber die Ansicht, daß die Lösung der Krise nur eine vorläufige sei. Die schwere Aufgabe, eine endgülttge Lösung herbeizuführen, soll dem nächsten Kongresse Vorbehalten bleiben, der früher als gewöhnlich einberufen werden wird. Rechtsanwalt Bodenstein er gab in seinem Schlußwort der Freude Ausdruck, daß es noch gelungen sei, zu einer Einigung zu kommen. Die Versammlung fang die Zionistenhyuure, worauf der Kongreß offiziell geschlossen wurde. Turin, 73 I. — November: 1. Henry Chiles Lea, Geschichtsschreiber der span. Inquisition, t Philadelphia, 84 I. Daukunde und Jngenieurwissenschaft. — Luftschiffahrt. — Technik. Februar: 15. Emil v. Foerster, Architekt, Schöpfer deH abgebrannten Wiener Ringtheaters. — März: 18. Hermann Knauer, Architekt, 37 I. — 24. Dr. Alfred Messel, Architekt, t Berlin, 55 I. — April: 22. Dr. Johann Kaftan, Wasserbauingenieur, lungtschech.-österr. Reichsrats- und Landtagsabge- orbneter, t Prag, 57 I. — Dr. Georg Kaw-erau, Architekt, t Stettin, 52 I. — Juli: Dr.-Jng. Ernst Mackensen, Erbauer der Anatolischen Eisenbahn, f Konstantinopel, 70 I. Mathematik und Naturwissenschaften. — Astronomie. von den Unannehmlichkeiten der Ukitilerr entwirft Adolphe Brisson in den „Annales" folgendes Bild: „Der Kritiker ist einer der bsstgehaßten Menschen; er lacht über den Haß, wenn er von Feinden oder von Gleichgültigen kommt; er leidet darunter, wenn ein Freund ihm zürnt und grollt. Er hat mit dem Manne freundschaftlich, vielleicht innig verkehrt. Zwanzig Fahre gemeinsamen Kampfes, eine gegenseitige Achtung haben die beiden Männer einander nähergebracht. Sie sind sich herzlich zugetan. Da läßt der Autor ein Stück zur Aufführung bringen. Wenn der Kritiker das Unglück hat, es nicht durchweg bewundern zu können, wenn ex in den Honig der Lobpreisungen den Wermut eines auch noch Jo leisen und leichten Tadels mischt, wenden die Augen, oie ihn bis dahin so freundlich ansahen, sich von ihm ab, ballt die Hand, die ihn suchte, sich zur Faust, folgen den früheren Aeußerungen der Zuneigung heftige Vorwürfe, oder, was noch grausamer ist, ein eisiges Schweigen. Der Kritiker, der etwas auf seine Ehre hält, schwankt und wankt trotzdem nicht; er nimmt seinen ganzen Mut zusammen und erträgt die seelische Qual. Das sind eben die Miseren des Geschäftes. Es gibt aber noch andere: die Unruhe, die der Zweifel mit sich bringt, die Gewissensangst, die Sorge, ob das Urteil, das man sich gebildet hat, richtig und unbeeinflußt ist, die Angst, daß man, mehr als recht ist, im Banne der Kundgebungen des Publikums stehen könnte, die Notwendig keit, diese Meinungsäußerungen nicht ganz unberücksichtigt1 zu lassen. Ein Werk, das von der Menge in den Himmel gehoben worden ist, als ganz miserabel hinzustellen, ist noch gefähvlicher, als ein durchgefaltenes Stück trotzalledem zu preisen. Im zweiten Falle tut man etwas Edles, im ersten kann man schaden. Welche bange Zweifel! Welches Zögern und Schwänken! Tausend Clemente, die mit seinem wirklichen Werte nichts zu tun haben, sichert den Erf'ilg und gehen dem Mißerfolg eines Theaterstückes voran die Wahl des Stoffes, pic besonderen Zeitumstänbe, der gerade herrschende Kunstgeschmack, das Gepräge eines frafjeuen Werkes, das im (Steifte der Zuhörer noch frisch fortlebt, das Talent oder das schlechte Spiel der Schauspieler. Urd der Kritiker bleibt perplex, er fühlt, daß das Publikum, ein Sklave der Gewohnheit, den Neuheiten feindlich gesinnt ist, Die Ernte des Todes im Zahre 1909r n. Geschichtsforscher. —.Geographen. — Forschungs- reisende. — Topographen und Kartographen. Februar: 16. Arno Se.rfft, Ethnograph, BezirksavrttnaNn der Westckarvlinen und Marionen, f aus der Heimreise, 45 I. — April: 26. Dr. Bernhard Niehues, Geschichtsforscher, Mitglied des preuß. Herrenhauses, Münster i. W., 78 I. — Juni: 9. Ikobert Ritter v. Weinfrerl, Geschichtsforscher, f Freiberg i. S. — Oktober: 19. Cesare Lombvofo, Kriminal-Anthropolog, i Sozialdemokratischer Parteitag für Preußen. Berlin, 3. Januar. Im Berliner Gewerkschaftshause am Engelufer beginnen heute vormittag 9 Uhr die Verhandlungen des diesjährigen sozialdemokratischen Parteitages für Preußen., denen man diesmal mit ganz besonderem Interesse entgcgensieht, da a.uf dem Parteitage die Frage der Wahlrechtsreform für den preußischen Landtag eine ^schließende Erörterung finden soll. Die Sozialdemokratie erwartet bekanntlich, daß dieser Parteitag der letzte unter dem alten Wahlrecht ist und daß der am 11. d. M. in Berlin zusammen- tretenbe Preußische Landtag die Frage der Wahlrechtsreform in Flriß bringen wird. Zu dem Parteitage sind über 300 Delegierte eingetroffen. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion, soweit die Abgeordneten preußische Wahlkreise vertreten, der Parteivorstand und die Kontrollkommission sind vollzählig erschienen. Auch die so-ialdemokratisck>en Frauenorganisationen haben mehrere Delegierte entsandt. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Erstattung des Geschäftsberichts durch Eugen Ernst. Der Bericht erwähnt eingehend die Wahlrechtskämpfe der letzten Zeit und konstatiert, daß im Jahre 1908 zum ersten Male wieder sett dem Jahre 1848 für eine politische Idee Vürgerblut geflossen sei. Die Parteiorganisation für Preußen gliedert sich mich dem Bericht gegenwärtig in 22 Be- zirksverbünde, die 322 397 Mitglieder ,umfassen, davon 36 617 weibliche. Von 100 sozialdemokratischen Reichstagswählern sind die meisten, nämlich 32,5 Prvz., in Schleswig-Holst. organiücrt, die wenigsten, 6,1 Proz., in Oberschlesien. Ende Juni 1909 hatte die Partei in 94 Städten 455 Gemeindevertreter, in 510 Landgemeinden 1179 Vertreter durchgebracht. Die Zahlen dürsten inzwischen noch gewachsen sein. Der Kassenbericht der preußischen Organisation schließt in Einnahme und Ausgabe mit 26 223 Mark ab. — Für «den Bericht der jsosialdemottatischen Landtagsfraktion ist der Abgeordnete Hugo Hermann als Berichterstatter ausersehen. Der Bericht geht die Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses nach Anträgen und Etatsabschnitten durch und konstatiert, daß .die Wahlen der letzten Monate, gleichviel in welchen Landesteilen, unter welchen Wahlgesetzen und zu welchen Körperschaften sie stattgefunden haben, ein riesiges Anschwellen der sozialdemokratischen .Stimmen gebracht haben. Im Anschluß an diesen Bericht werden in besonderen Berichten erörtern Heinrich Ströbel die ^,Wahlrechtsfrage in Preußen" und Dr. Liebknecht die „Verwaltung Preußens". Ein besonderer Punkt der Tagesordnung ist der Frage der Schaffung eines Kommunalprogramms für Preußen gewidmet. Ein eigener Ausschuß hat hierzu einen umfangreichen Entwurf ausgearbeitet, der eine weitgehende Sozia- lisierung des gesamten kommunalen Lebens fordert. Wie immer liegen dem Parteitage auch diesmal eine ganze Reitze von Sonder- wünschen in Anträgen vor. Verlangt wird in diesen u. a. eine Besprechung des Verhältnisses, der Sozialdemokratie zu den polnischen Parteiorganisation en. Andere Anträge'-beziehen sich ' auf eiüe stärkere Hervorkehrung des Wahlrechtskampfes. Das Volk soll aufgerufen werden, sich zur Erringung des Wahlrechts ev. durch Arbeitseinstellung zu rüsten. Der Wahlverein des 6. Berliner Wahlkreises verlangt in diesem Sinne als letztes Mittel zur Erringung «eines freien Wahlrechts den politischen Massenstreik. Aehnliche Anträge liegen vor aus Magdeburg und Frankfurt a. M. Schließlich beziehen sich weitere Anträge auf die innere Organisation der preußischen Landespartei und auf allgemeüie Fragen. Der sozialdemokratische Verein für .Magdeburg will den Genossen den .Beschluß des Leipziger Parteitages über den Schnapsboy kott wieder in Erinnerung gebracht wissen. Der Zenträlwahlverein für Teltow-Beeskow beantragt, Doppelmandate zu den gesetzgebenden Körperschaften nach Diöglichkett zu vermeiden. behandelte. Eine einheitliche Beurteilüng der einschlägigen Verhältnisse sei nicht möglich, da man nicht einmal wisse, wieviel Juden in der Türkei lebten und der Zusammenhang zwischen den Juden der einzelnen Landesteile nur ein sehr minimaler sei. Man müsse da vor allem an die Schaffung eines Zenttalorgans denken, Bibliotheken und literarische Klubs gründen und die Haupt- ausmerksamkeit auf die Reform der jüdischen Schulen richten. Tie Thora-Schulen und die Unterrichtsanstalten der Alliance ^srae- lite Universelle genügten dem Bedürfnis keineswegs. An den schon bestehenden Schulen sei zu bemängeln, daß dem Hebräischen, das sich immer mehr zur Verkehrssprache herausbilde, sowie dem Türkischen zu wenig Raum gewährt sei. Schließlich empfiehlt der Redner Tür die Juden in der Türkei alle Einrichtungen der sozialen Selbsthilfe. In der Aussprache wurde hauptsächlich die Lage der Dinge in Palästina besprochen. Immer und immer wieder wurde darüber geklagt, daß die Leitung der zionistischen Bewegung nickst die genügende Verbindung mit der großen Masse habe. Die zio- nisttschen Einrichtungen in Palästina, auch die zionistische Kolonialbank, müßten aus breiterer Grundlage reformiert werden. Nach einem Schlußworte des Pvof. Warburg,der die Palästtnaarbeit als Selbstzwea und nickst als Prvpagandamittel gelten lassen will, wird der Antrag von Dr. Oppenheimer (Berlin) auf Schaffung einer genossenschaftlichen Siedelung in P alä stina mit überwiegender Mehrheit angenommen. Die Verwaltung des Nationalfonds hat für die vorbereitenden Arbeiten bereits einen Bettag bis zu 200 000 Mark angewiesen. In einem1 weiteren Anträge wurde beschlossen, die Arbeiten der Jüdischen Kolonialbank in London möglichst einzuschränken und die frei- werdestden Mittel nach Palästtna überzufül/ren. Ferner wurde angenommen eist Antrag, nach dem die Leitung sich mit der Frage des Ankaufs von Oedburd in Palästtna beschäftigen soll. Ten letzten offiziellen Berickst erstattete RechtsaMvalt Moische Cohen (Saloniki) über die ,stZüdisckre Einwanderung in die Türkei". Ter Redner rühmte einleitend die Toleranz der Türken, die jederzeit auch den Juden gegenüber zutage getreten sei. In der Türkei gebe es keinen Antisemitismus und bei der Fülle von Nationalitäten in diesem Staate sei es auch ausgeschLsiseu, daß ein Volksstamm etwa' den anderen unterdrücke. Erne jüdische Einwanderung m die Türkei liege aber auch in deren Interesse, denn das junge Staatswesen bedürfe intelligenter und friedlicher Einwanderer. daß die tneisten Meist ttwerke Zuerst geringschätzig abgelehnt wurden, und daß es oft nicht das wahre vom falschen Genie unterscheiden bann. Das alles wirkt auf ihn, durchdringt ihn. In dem Saale, in dem er, mit aufs äußerste angespannten Nerven, überlegt und denkt und arbeitet, während alles rings um ihn sich amüsiert, bildet sich die Atmosphäre, die über da- materielle Schicksal des Stückes entscheidet. Er bemüht sich, dem Stimmengewirr, dem Ausdruck der wohlwollend oder feindlich blickenden Gesichter gegenüber blind und taub fru sein, dem eisigen, absichtlichen Schweigen, dem bedenklichen Hüsteln und den maßlosen Beifallskundgebungen keine übergroße Bedeutung beizumesscn: er tut alles, um seine Kaltblütigkeit zu bewahren, die Zeichen alle zu sammeln und zu kondensieren, sich einen persönlichen Eindruck HU bilden. Das ist, wie ich glaube, für den Theaterkritiker die beste, gesündeste Methode: sich selbst streng und gewiß entzaft zu fragen, seine Meinung, wenn sie einmal fest gegründet ist, ohne weichliche Rücksicht auseinanderHiisetzcn und zu verteidigen und sie mit klar enttvickelten, präzisen Argumenten Ku stützen. Die Händel und der Hader mit verletzten Eitelkeiten werden rasch beigelegt. Beaumarchais versichert, daß ein ganzes Leben Hicht hinreichenden Groll ausgezischter Autoren zu besänftigen. Heutzutage scheinen sie aber etwas weniger nachtragend zu sein, wahrscheinlich weil man nicht mehr so viel zischt wie früher. Wenn erst der erste Aerger vorüber ist, sagen sich die Autoxen selbst, daß ihr Werk unter der gründlichen Diskussion nicht gelitten hat, daß die kritischen Erörterungen chm nicht geschadet haben, und daß die Kritiker im ganzen sehr brave, wenn auch nicht besonders intelligente Menschen sind. Man hört auf, sie zu verabscheuen, und verachtet sie nur noch. Es soll dann nur ein Erfolg kommen, und der Kritiker wird wieder geliebt und geachtet. Die Herren Autoren rächen sich an uns — und das ist gutes .Kriegsrecht —, indem sie uns wegen unserer weit auseim andergehenden Ansichten verspotten. Wie kann ein Stück an ein und demselben Tage von ein und demselben Areopag mit Beifall überschüttet und heruntergerissen werden? Wie kann es zu gleicher Zeit bedeutend und ganz miserabel sein? Von zwei einander widersprechenden Urteilen ist doch das eine sicherlich irrig. Diese Meinungsverschiedenheiten zeigen Januar: 16. Hermann Frese, Grvßkaufmami, bremischer Senator und ehern. Reichstagsabgeordneter, f Bremen, 66 I. — 23. Ludwig Hesse, Großindustrieller und Generalkonsul, t Dresden, ebruar: 1. Michael Arthur Öa& (Lord Burton), _.o_ _rauerEönig, t London. — März: 12. Hermann: Julius Meyer, Seniorchei des Bibliographischen Instituts in Leipzig, t Leipzig, 83 I. — Dr. Heinrich E. Wiegand, Generaldirekwr des Norddrwtschen Lloyd, t Homburg v. b. H., 53 I. — Apri V. 30. Albert Langen, Bert aas buchend [er, Verleger des „Simpli-* ziissimus^", t München, 40 I. — Mai: 19. Henry Rogers, Vizepräsident der Standard Oil-Company, t Newyork, 69 I. —> Juli: 24. Gustav Michels, Großindustrieller, f Köln, 73 I. — Aug u st: 9. Franz Stupf erber g, Großindustrieller, t Benbork a. Rhein, 59. I. — 24. Caesar Schmidt, Verlagsbuchhändlerr f Hamburg, 70 I. — September: 9. Edward H. Harriman, am'erik. Eisenbatzickönig, t Arden, 61 I. — 11. Hugo Steinitz, Verlagsbuchhändler, t Berlin, 56 I. — Oktober: 19. Dr. Felix Hockst, ehern. Direktor der Rhemischckn Hypothekenbank in Mannheim, t Weimar, 70 I. — November: 13. Jickius Campe, Verlagsbuchhändler, t Hamburg, 64 I. — 20. William Lassan, Begründer des seinen Namen ttagenden Telegraphew- bureaus und Eigentümer mehrerer Zeitungen in Newyork, ? Lawrenee, 61 I. — 24. Theodor Ritter von Taußig, Gouverneur der Allgem. Oesterr. Bodenkreditanstall, f Wien, 60 I. die Schwäche der Kritik: sie sind aber auch ein Unterpfand ihrer Integrität." — Das geschützte Edelweiß. Zu den Alpenpflanzen, die durch unvernünftiges Ausreißen und durch den Handel bedroht sind, gehört vor allem die schönste aller Gebirgsblumen, das Edelweiß, das nachgerade vom Schicksal des Aussterbens bedroht ist. 3n Bayern wird nun aber dalür gesorgt, daß die Snobs der Berge künftig nicht mehr so leicht das .Hüatl" mit dem unoer- meidttchen — natürlich gekauften — Edelweißstrauß schmücken können. Am 1. Januar treten in Oberbayern neue Vorschriften ui Kraft, deueu infolge nur Inhabern eines persönlichen Erlaubnisscheines das Pflücken größerer Mengen von Edelweißpflanzen gestattet sein wird. Diese Erlaubnis wird nur selten erteilt werden, und dann nur Leuteu, tue die Sicherheit bieten, daß sie beim Pflücken die Pflanzen selber möglichst schonen. Sogar die auf eigenem Grund und Boden stehenden Pflanzen dürfen von ihrem Besitzer nicht ohne weiteres aiisgerissen werden. Die neue Vorschrift trifft also in erster Linie die Gebirgsgigerln und die Händler, denn der richtige Bergsteiger ist kein Zerstörer, sondern stets ein Heger und Beschützer der Alpenflora. — Gute Gedächtnisse. Unter den französischen Schriftstellern und Dichtern des 19. Jahrhunderts gab es viele, die ein beiieidenswert gutes Gedächtnis halten. In „Mon Timanche^ wird erzählt, daß Alexander Dumas Vater, als er das utr die Eomödie Fran^aise bestimmt- Dianuskript des Dramas „Christine- verloren hatte, in einer Nacht die fünf in Versen geschriebenen 'Akte aus dem Gedächtnis noch einmal niederschrieb (I) An dem Tage, an dem Victor Hiigos ,L6geude de siöcles“ erschien, speiste Theophile Gautier in Gesellschaft einiger Freunde, die sich lebhaft über das neue Werk unterhielten. Man bedauerte sehr, daß man nicht sofort ein Exemplar des neuen Buches bei beschaffen konnte: da erhob sich Gautier und deklamierte 158 Verse au5 dem neuen Werke. Man 'ragte ihn erstaunt, ob er die Verse schon seit längerer Zeit aus dem Aianuskript kenne, ivormif er ruhig erwiderte: „9tem! Ich habe Heilte morgen beim Frühstück das Werk des Pleisters mir ein bißchen angesehen." Lamartine war gleichsalls mit einem ausgezeichneten Gedächtnis begabt. Eines Tages zitierte er in Gegenwart guter Freunde etwa 800 Verse, die er am Morgen desselben TageS geschrieben Hatte. Guy de Maupassant erzählte, daß Flaubert aus Werken, die er vor zehn und noch mehr ' pc?- ‘ beliebige Stellen zitieren konnte; ja, er tou^k ’ genau die Seite anzugeben, auf der die betrefü >io ■ war. Gambetta soll die Namen aller Repi^-k niid Algeriens auswendig gewußt haben. ?■ daß ihm auch nur ein einziger Irrtum konnte, wie viel Stimmen in jeder c' ■ ■' für die Republik abgegeben wor-. 9. Zionisten-Uongretz. 4 d antiburg, 2. Fan. Nach langbauernben Erörterungen, wie sie in solcher Hefttg- ’teit woM nur noch brr Baseler Kongreß gesehen hat, in her 9. Zio- nisten-Kongreß zu Ende gegangen. In der sortgefetzten Besprechung der Verhältnisse in Palästina hielt der Redakteur der zionistischen Zeitmig „El Ävenir" David Florentin (Saloniki) einen Vor- trag, in, Dem er die kulturelle Lage der Juden in der Türkei Zweites Blatt 160. Jahrgang Montag 3. Januar 1810 2" General-Anzeiger für Gbechchen VlUjMXUL, | -LULIIUUL« 0(1 X5CTTQ, Ul ^S- -- ZI. jJJT. Mlisois v. tsiottschall, Dichter und Schriftsteller, t Leipzig, 85 fs. — April: 2, Dr. Karl von Nemhardsi -Ktuer, Schriftsteller und Neuphilolog, t München, 62 I. - 9. Marian Cralvford, lurbcmerif. Romanschriftsteller, t Sorrenlo, 55 I. — Mai: 18. George Meredith, engl. Romandichter, f Box Hell, 81 I. — Juni: 10. Edward Eoerctt Hckle, ameril. Schriftsteller, t New York, 87 I. — Juli: 13. Jakob Vettelheim, Schriftsteller, t Berlin, 67 I. — 21. 2t. Gustav Karpelcs, Literatnrhistvriter, t Berlin, 60 I. — 22. Teilen v. Liliencron, lyrischer Dichter, + Alt-Rahlstedt, 65 I. -—Au g u st: 3. D. Dr. Adolf Hausrvth (Pseudonym Georg Taylor), Romandichtcr und Kirchenhistoriker, f Heidelberg, 72 I. — 16. Laura Theresa Alma-Tadcma, Schriftstellerin, Ätalerin und Musikerin, Gattin des Malers Laurens' Alma-Tadema, tz London — Novernber: 9. Paul G.yulay, ungar. Dichter, t Budapest, 83 I. — 23. Dietrich Theden, Romanschriftsteller, t Berlin, 52 I. — Gräfin Agnes Klinckowstvoem, Romanschriftstellerin, t München, 59 I. Bildende Künstc. — Kunstgeschichte. — Heraldik. Februar: 26. Caran d'Ache (Potte), franz. Karikaturist, r Paris, 49 I. — März: 5. Alexander Charpentier, franz. Bildhauer, f Paris. — 7. Alvis Hauser, Konservator an der alten Pinakothek in München, t München, 68 I. — 10. Alwin Schultz, Kunst- und KulturbistioMw, t München, 70 I. — Aprile 7. Dr. Franz Wickhoff, Kunsthistoriker, t Venedig, 55 I. — 12. Dr. Anton Heß, Bildhauer, t München, 70 I. — 14. Karl Rodeck, Landschaftsmaler,, s Hamburg, 68 I. — Mai: 10. Ludwig Thiersch, Geschichtsmaler, t München, 83 I. — 11. Ferdinand Frhr. v. Reznicet, Zeichner und Illustrator, f München, 4Ö I. — 22, Heinrich Haehncl, Bildhauer, t Dresden, 85 I. — Juni: 28. Arthur Fitger, Maler und Dichter, t Bremen, 68 I. — 28. Dr. Richard Muth er, Kunsthistoriker, f Wölfselsgrund, 49. I. — Fritz Overbeck, Landschaftsmaler, t Brocken bei Vegesack, 40 I. — Oktober: 9. Michele Gordigiani, ital. Bildnismaler, f Florenz, 79 I. — Dezember: 8. Hernürnn Kaulbach, Ge- fchichtsmaler, t München, 63 I. Theater und Musik. Januar: 15. Ernest Reyer, franz. Tonkünstler und Musik- schrrftsteller, t Paris, 85 I. — 19. Robert Hausmann, Cellist, T. Wien, 56 I. — 27.. Benoit Constant Coquelin b.. Ae., franz. Schauspieler, s Paris, 68 I. — 28. Emma Harke, chein. Hof schauspielerrn, f Kassel, 74 I. — Februar: 2. Dr. Johann Georg .Herzog, Orgelvirtuos, t München, 86 I. — 7. Ernest AlexanderCoquelin d.J., sraarz.Schauspieler, Bruder von Constant C. j Paris, 60 I. — M ärz: 16. Lldalbert Matkowskl), Hoi- schauspieler, t Berlin, 51 I. — 22. Marie Dahn-Hausmann, ehem. Hoffchaufwielerin, t München, 80 I. — April: 4. Adolf Ritter v. Sonnenthal, Hosschauspieler, f Prag, 74 I. — 16 Wilhelm Frey, Musilschriftsteller, f Wien, 76 I. — 27. Heinrich Conried, Bühnenleiter und Schauspieler, Mitbegründer der Har- rard-Universität, ? Meran, 53 I. — Juni: 18. Kqussmann, llnwersitäts-Musikdirektor, t Tübingen, 72 I. — Juli: 2. Hermann Kawerau, Mufiidircktor, Berliner Domorganist, f Bad Thal, 55 I. — August: 3. Wilhelmine Mitterwurzer, Schauspielerin, Gattin Friedrich Mitterwurzers, f Wien, 62 I. — 19. Gottfried Angerer, Musikdirigent und Tonkünstler, t Zürich, 58 I. — 16. Sigmund svtciner, Operettentenor, t Berlin. — 17. Alexander Strakosch, Dortragsmeister, f Berlin, 64 I. — Oktober: 25. Ferdinand v. Strantz, ehem. Direktor dxs Königl. Opernhauses in Berlin, t Berlin 89 I. — November: 8. Lionel Brough, engl. Komiker-, t London, 72 I. — 12. Max Pohle, Musikdirigent, t Chemnitz, 59 I. Vie lsideikommlhsteuer in Hessen, Hessen-Nassau usw. Mit der Ermittelung und Feststellung der Fideikommißstcuer, eine der Steuern des Rcichsfinanzplanes, sind im Gebiete der preußischen Monarchie die Stempel- und Erbschaftssteuerämter und in Hessen die Finanzämter «beauftragt worden, die soeben die Aufforderungen zur Abgabe der Steuermcrkinale den Fidei- mhabern zugehen lassen. Nach § 89 Abs. 1 und 6 des Reichsstempelgesetzes vom 15. Juli 1909 ist von Gruirdstücken, die aus Grund der landesherrlichen Vorschriften über Familien-Fidei- tommisse usw, gebunden sind, im voraus in Zeitabschnitten von 30 Jahren eine Abgabe von V3 vom Hundert des Wertes zu entrichten und bis zum Inkrafttreten des Gesetzes über die Erhebung einer Wertzuwachssteuer wird eine Zuschlagsgebühr-Abgabe von einem weiteren Drittel erhoben. Der erste 30 jährige Abschnitt beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem das Grundstück der Bindung unterworfen wird, d. h. fideikommissarischen Charakter erhält, und sofern dieser vor Inkrafttreten des Neichsstempelgesetzes liegt, mit dem 1. Oktober 1909. Unsere Gegend ist besonders reich an fideikommissarischem Besitz, namentlich Obcrhessen, das zur Zeit des alten Reiches eines der am meisten zerstückelten Gebiete gewesen ist. „Die Herrscher waren in der Wetterau so zahlreich," sagt ein Chronist, „als die Könige am Jordan, die Josua mit der Schärfe des Schwertes schlug." Die Wegstrecke zwischen Friedberg und Butzbach z. B. ging durch fünf Herren Länder. Doch hat die Fideikommißwirtschaft in Obcrhessen der Wohlhabenheit der Wetterau nicht geschadet. Aehnlich liegen die Verhältnisse im Kreise Gelnhausen, im Rheingaukreis und der hessischen Provinz Starkenburg. Den bedeutendsten fideikommissarischen Besitz in der näheren und weiteren Umgebung Frankfurts haben folgende Geschlechter: den ältesten Besitz hat das Haus Solms, die alten Dynasten und Urgrafen des Lahngaues, der Fürst zu Solms-Braunfels, dessen Besitz liegt in den Kreisen Wetzlar, Gießen und Friedberg, der Fürst zu Solms-Hohensolms- Llch rst angesessen in den Kreisen Gießen, Friedberg und Wetzlar, die Grafen zu Solms-Laubach in den Kreisen Schotten, Gießen und Friedberg, und die zu Solms-Rödelheim und Assenheim rn den Kreisen Friedberg, Schotten und Frankfurt-Land, die dürften zu Psenburg und Büdingen in Büdingen, zu Psenburg und Büdingen in Wächtersbach und der Graf zu Psenburg und Büdingen in Meerholz haben bedeutende Fideikommisse in den Krkftbn Büdingen, Gelnhausen und Friedberg, der Fürst zu Jsen- burg-Birstein in den Kreisen Gelnhausen, Hanau, Wiesbaden- Land <44 Morgen Weinberge in Hochheim a. M.) und Offenbach. Der Graf zu Leiningen ist begütert in den Kreisen Friedberg, der Freiherr voir Frankenstein im Kreise Friedberg, Westerburg und Hanau, der Graf Schlitz gen. v. Görtz im Kreise Lauterbach, der Graf zu Schönboru in den Kreisen Offenbach, Friedberg und dem Rheingaukreis, der Fürst zu Stolberg-Wernige- robe tm Kreise Schotten, der Fürst zu Stolberg-Roßla im Kreise Büdingen, der Graf Waldbott von Bass'.nheim im Obertaunuskceise und Ufingen, der Grat Matuschka im Rheingaukreise, dec Graf Walderdorff tn den Kreisen Westerburg, Rheingau und Friedberg, Graf von Hutten-Czapski im Kreise Schlüchtern, die Grafen zu Erbach-Fürstenau, zu Erbach-Erbach und der Fürst zu Erbach- - $S,n6er9 ™ Kreisen Erbach und Bensheim, sowie in Unter» tonnen und Schwaben, die Fürsten zu Löwenstein-Wertheim- Freudenberg und Löwenstein-Wertheim-Rosenberg im Kreise Er- bach rm Odenwald, der Fürst zu Leiningen im Kreise Erbach im Odenwald, ^ürst Metternich-Winneburg im Rheingaukreis (Johannisberg), der Fürst zu Wied in den Kreisen Limburg und ^cif von Ingelheim gen. Echter von und zu Meschelbrunn im Rheingaukreis und Unterfrontcn. Wetter finh ^svädnen das Fideikornmiß des Landgrafen von Hessen, tn den Kreisen Hanau, Marburg, Friedberg und Offenbach gelegen, . Grotzh. Luxemburgische Fideikommiß in Wiesbaden-Land, '^?^"0aukreis und Obertaunus, das der «Grafen von Eltz im '^^^Wukrets und Wiesbaden-Land, das der Nachkommen des Prinzen Albrecht von Preußen im Rheingaukreis und das des ehemaligen Staatsmintsters Freihcrrn v. Stein im Unterlahnkreis, h,r - A ‘ Holzappel an der Lahn, dem Fürsten von Bcbculcnbc Fideikommisse sind das des Frei- - mmern im Rheingaukreis, das Freiherrlich T’e das Frciherrlich von Ritter'sche im Friedbergs Außerdem gibt es Zahl Fideikommisse jüngeren ' in den Kreisen Schlüchtern Heyl'sche int Kreise Worms * Was zu einem Schiff gehört. Man schreibt uns aus Bremerhaven: Ein modernes Schiff stellt einen verwickelten Mechanismus von Hz her technischer Vollkommenheit dar, und obgleich unsere Schiffbau-Industrie die verschiedensten Handwerke und Techniker auf ihren Werften vereinigt, gibt es deshalb nicht eine Werft, die alles, was zu einem! Schiff gehört, selbst herstellt. Segel und Tauwerk, Winden und Ankergeschirr, Rettungsböte Lichtanlagen usw. beziehen die Wersten fertig und bauen es nur ein. Zu diesem Schiffsbedarf gehören auch die zur Schiffahrt int engeren Sinne notwendigen Einrichtungen, wie Kompasse, Maschinentelegraphen il a. m. Für Kompasse gibt es auch in Deutschland eine Reihe von geachteten Werkstätten in Hamburg und Bremerhaven, dagegen kommt in Bezug auf Telegraphen- Anlagcn in Deutschland nut' eine Fabrik, die ihren Sitz in Geestemünde hat, in Fraget und wer nickst von England beziehen will, wendet sich daher an diese Fabrik, die durch Lieferungen an große deutsche Schiffsaesellschaften und die Kaiserliche Marine bewiesen hat, daß deutscher Gewerbefleiß auch auf solchen Gebieten mit England den Wettbewerb ausnehmen kann. Iw früheren Zeilen übermittelte der Kapitän seine Befehle an den Maschinisten durch ein einfaches Sprachrohr, und auf Flußfahrzeugen ist das auch heute^ noch allgemeiner Brauch. Mit der zunehmenden Größe der Seeschiffe und ihrer Maschinen wurde das unzuverlässig: und da Versuche mit Übermittelung der Befehle auf elektrischem Wege manche Fehl schlage ergeben haben, wird j etzt allgemein der mechanische Telegraph verwandt. Dieser besteht aus einem Gebe- und einem Empfangsapparat. Aeuß-erlich zeigt sich der Gebe-Appacat als eine metallne Säule, die ein Gehäuse von der Form einer großen Taschenuhr trägt; auch ein Ziffernblatt ist vorhanden, dock trägt es statt der Stunden Ziffern die Bezeichnungen: äußerste Kraft, alle Fahrt, große Fahrt, halbe Fahrt, langsam und zwar doppelt, einmal für den Vorwärtsgang und einmal für den Rück- wärtsgang der Maschine. Ein Hebel ist uni das Gehäuse drehbar, und wenn er z. B. auf das Wort Vorwärts gestellt wird, überträgt sich diese Stellung durch eine gallsche Kette auf den Empsangs- apparat in dem Maschinenraum, und unter gleichzeitigem Glvcken- signal springt auch dort der Hebel auf Vorwärts. Unsere großen Personendampser haben Telegraphenleitungen pon 100 Meter Länge, und dennoch haben die mechanischen Telegraphen sich besser bewährt als die elektrischen, die für Handelsschiffe zu teuer und schwer und für Kriegsschiffe Deshalb unpraktisch sind, weil sie in dem engen Kommando-Turm zu viel Platz wegnchmcn und die Erschütterung durch das Schießen schlecht vertragen. Es kommt auch in Betracht, daß ein Versagen — der Seemann sagt: llnklarwerden nicht bemerkt werden kann. Besondere Anforderungen werden an einen Apparat für Torpedoboote gestellt, für die alle Ausrüstungsgegenstände so leicht wie möglich sein müssen. Tas neueste aus dem Gebiete der Maschinentelegraphcn sind Einrichtungen, die in einem Gehäuse den ganzen Kommando-Apparat für drei Schisfsmaschinen, wie man sie auf Kreuzern und Linienschiffen hat, vereinigen; da sind im ganzen drei Hebel, einer für die Steuerbord-, Backbord- und Mittelmaschine. Mit drei Handgriffen kann der Kommandant die drei mächtigen Maschinen beseitigen, und mit einem Blick kann er sich in federn Augenblick davon überzeugen, welches Kommando jede der Maschinen erhalten hat. Was die Kompaß-Industrie betrifft, so ist Deutschland auf diesem Gebiete schon zahlreicher vertreten afö in dem eben geschilderten Handelszweig. Ter Kompaß von heute ist nicht mehr die einfache Rose, nach der vor 60—70 Jahren die Segelschiffe ihren Kurs steuerten. Keines der Instrumente, bereu sich die Schiffahrt bedient, hat in den letzten Jahrzehnten'wohl solche Verbesserungen erfahren wie dieser unentbehrliche Wegweiser des Seemanns. Tie größte Umwälzung befindet sich aber erst im Werke: die Ersetzung des magnetischen Kompasses durch den Kreiselkompaß, der auf dem Grundsatz beruht, daß ein Kreisel immer die gleiche Richtung anzeigt. * Abgewinkt. „Fräulein Irene, ich glaube, daß ich Ihrem Herrn Vater als Schwiegersohn nicht unwillkommen wäre?" — „Aber, Herr Tummler, meine Schwester ist doch erst vierzehn Jahre alt!" * Im Wirtshaus. Mehrere Gäste: „Na, Kellner, wird's bald, uns zu bedienen?" — Wirt (eben eintretend, erzürnt zum Kellner): „Sie Esel! Nicht einmal die paar läufigen Gäste können Sie bedienen?" * Ihr Kummer. Siebzigjährige Witwe (am Todestage ihres Gatten seufzend): „Solch einen Mann bekomme ich nie wieder!" Sprachecke des Allgemeinen Deutschen Sprach- v *.reind. * Allzuviel Lieb e. Die liebe „Hil^fs aktiv n" ist trotz unserer Verhöhnung, die sehr viel Beifall gefunden immer noch ein Liebling der deutschen Wohltätigkeit- treibenden, der Behörden und der einzelnen. Jo, die Liebe zu diesem schönen Zwitter wächst noch immer mehr; konnte man doch kürzlich lesen: „In der heutigen Sitzung wurde beschlossen, daß die Stadt die Hilfsaktion für die Verunglückten der gestrigen Brandkatastrophe (!) in die Hand zu nehmen fydbe." Hat der Beschluß wirklich so gelautet? Unmöglich ist es nicht. Also zärtlichst nimmt man die Hilfsaktion in die Hand! Ein köstliches Bild, unter das man wohl die Worte setzen könnte: „Geschmack, Geschmack, verlaß mich nicht!" — Und wann wird die „Hilfsaktion" uns verlassen? Wann wird die große Liebe zu ihr erkalten? Sicherlich erst dann, wenn die allmächtige „Mode" ein neues und womöglich noch schöneres Sprachungeheuer zur allgemeinen Benutzung „aufgetan" hat. Ach, wann lernen wir lieben Deutschen einmal, diesen Überschwang von Liebe nicht den Fremdlingen zuteil werden zu lassen, sondern urrserer eigenen so reichen und bildsamen Sprache? * I n der Person. „Tatsächlich tint denn auch der ingeud- liche Mörder mit dem feinem Opfer geraubten Gelbe die Nacht tn der Stabt in zweideutiger Gesellschaft verbracht und ist am nächsten Abend nach dem Dorfe zurückgefabren, wo er auf einem Vergnügen die Nacht durchtanzte, und wo ihn die Polizei wenige Tage später in der Person des erst 22jährigen Schuhmc chers B. als den mutmaßlichen Täter festnahm". Ja, diese schöne Wendung „in der Person", die hat schon manchem einen Streich gespielt, aber selten solch schlimmen wie den hier: „Ter Mörder ift nach dem Torf zurückgefahren, wo ihn die Polizei ii der Person deS B als Täter festnahm." Welch eine Mißgeburt von Satz! Und weshalb? Nur, weil wieder einmal zuviel hi >ein- geflopft wurde. Wenn es hieße: . wo er . . . tanzte und wo dm die Polizei als den mutmaßlichen Täter sestnahm", dann war alles in Ordnung; in einem neuen Satze mußte dann folgen: „Es ist der erst 22jährige Schuhmacher B." oder etwa: „Sie erkannte jn ihm den . . . B." Börsen Wochenbericht. — Frankfurt a. M., 31. Dezember. Tie letzte Woche des Jahres brachte der Börse einen lebhaften Geschäftsverkehr. Mehr noch als vor dem Weihnachtsfeste war die Aufmerksamkeit durch die mit der U 11 i in o r e g u 11 e r u n-g zusammenhängenden Transaktionen in Anspruch genommen. Wenn die Schwierigkeiten, die sich bei der Effettenversörgung zeigten, der Börse zunächst noch Zurückhaltung aiderlegt hallen, so kam nach Beendigung der Ultimolignidation doch die bisher latente Hausse- ft r ö m u n g wieder zu voller Entfaltung. Obwohl außergewöhnlich umfangreiche Engagements in das neue Jahr hinübergenommen werden und die Prolongation nur unter erschwerenden Bedingungen möglich gewesen ist, engagiert die Börse sich weiter stark nach oben, da man eine baldige Erleichterung der Geldverhältmsse und eine weitere günstige Entwickelung der industriellen Konjunktur erwartet. Man glaubt, im Frühjahr die Ware wieder zu höberen Preisen los zu werden als Heu leichte Geldsätze die Unter- tze en Ile uulilen sich Uleiuiei)t liuet uein juueuil uc» icyicu Fttihmyres halten. Ueberdies sollte man nicht übersehen, daß gegenwärtig den günstigen Aussichten zum erheblichen Teil Rechnung getragen ist. Die Bewegung, die durch die Börse geht, ist gegenwärtig so stark, daß alle Bedenken unbeachtet bleiben. Eine Stütze hat die zuversichtliche Stimmung in der Haltung der Auslandsmärkte die recht günstige Disposition erkennen lassen. Die New porter Börse wurde zwar vorübergehend durch unlautere Manöver m den Shares der Rocke Island-Bahn, wodurch diese spruug- weise um 30 Prozent in die Höhe getrieben und ebenso rasch wieder geworfen wurden, ungünstig beeinflußt; eine nachhaltige Wirkung vermochten jedoch die Vorgänge nicht auszuüben. Ausgehend von Montanp apieren, in denen sich größerer Teckungsbedarf geltend machte, erstreckte sich die Kauflust später auf fast alle Gebiete. Besonders wollte man auch Memungskäuse aus Rheinland-Westfalen beobachten, woraus der Schluß gezogen wurde, daß die Anzeicheu zunehmender K o n j u n k t ii r b e j s e r - u n g sich vermehrt haben. Nene Meldmigen in diesem Sinne lagen insofern vor, als in der Generalversammlung der Gelsenkirchener Gußstahlwerke eine erhebliche Zunahme der Auftragsbestände konstatiert und vom Londoner Metallmarkt weitere lebhafte Nachfrage nach Kupier und Zinn gemeldet wurde. Dagegen ist hervorzuheben, daß die Bemühungen um einen Ztisaminenschlliß der Roheijenwerke bisher an den Ansprüchen des Kraftwerkes gescheitert sind und mithin eine Besserung der Situation mit dem Roheisenmarlt vorläufig noch nicht in Aussicht zu nehmen ist. Bon sonstigen I n d u st r i e p a p i e r e n lagen noch (Slehrt- zitätsaktien sehr fest. Kaliwerke verkehrten in abwartender Haltung m Ungewißheit über den Ansgang der Verhandlungen mit den amerikanischen Kontrahenten. Von T r a n s p o r t a n st a l t e n waren Lombarden begünstigt aut die bevorstehenden Saniernngs- verhandliingen. B anken traten erst m den letzten Tagen etwas mehr hervor. Heimische und fremde Fonds lagen fest. Pnoatdiskonto 4l/,6 Proz. Märkte. fc. Wiesbaden, 31. Dez. Heu- und Stroh markt. Angefahren waren 8 Wagen mit Hei, und Stroh. Man notierte: Heu ILOG bis 11.60 Alk., Stroh (Nichtstroh) 6.60-7.40 Alk. Fruchtmarkt. Haier 16.00—16.40 ML Alles für 100 Kilo. Spielplan der vereinigten Xrantfurter Stadttheater. (Opernhaus. Montag den 3. Jan.'): „Mignon." Dienstag den 4. Jan.: „Don Juan." Mittwoch den 5. Jan., nachm. */,4 Uhr: „Jung Habenichts." Abends ' ,8 Uhr: „Tie geschiedene Fran." Donnerstag den 6. Jan: „Jzepl." Freitag den 7. Ian. geschlossen. Samstag den 8. Jan., abends 6 Uhr: „Tie Meistersinger von Nürnberg." Sonntag den 9. Jan., nachm. */24 Uhr: „Jung Habenichts". Abends 7 Uhr: „Madame Butterfly." Montag den 10. Jan., abends 1/,8 Uhr: „Tie geschiedene Frau." Tienslag den 11. Jan., abends V28 Uhr: „Elektra." Mittwoch den 12, Jan.: „Die Atrikanerin." Schauspielhaus. Montag den 3. Jcm.'): „Tas Konzert." Dienstag den 4. Jan.: „Die Nabensteinerin." Mittwoch den 5. Jan.: „Don Carlos." Donnerstag den 6. Jan., abends *j,8 Uhr: „Wenn der junge Wein blüht." Freitag den 7. Jan., abends ’,?8 Uhr: „Das Konzert." Samstag den 8. Januar: „Ter moralische Teeabend." Sonntag den 9. Jan., nachm. 31/, Uhr: „Die fremde Frau." AbeudS 7 Uhr: „Moral." Montag den 10. Jan.: „Was ihr wollt." Dienstag den 11. Jan.: „Der moralische Teeabend." Mittwoch den 12. Ian., nachm. 2‘/2 Uhr: „Wilhelm Teil." Abends 7 Uhr: „Die zärtlichen Verwandten." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Eiehen. Höchste Temperatur am 1. bis 2. Januar = + 1,9 ° C. Niedrigste „ „ 1. „ 2. , = — 0,1 °C. Jan. 1909 Barometer auf 0° rednziert Temperatur der Lust Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Arid der Bewvlkung In gehnicl der sichtb. Hlmmelsfl. Wetter 2. 2" 758,4 2,0 5,0 94 SSE 2 10 Nebel 2 915 758,2 0.8 4,7 96 S 2 10 Bed. Himmel 3.i 7« 1 758,4 0,7 4,7 96 8 2 10 » • Nieoerschlag: — 0,1 mm. TeBefösiische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel imuI IndngtrT":*'Gio<< aale Die Giessen und München, den 1. Januar 1910, Löwengasse 20 Tclcvbou 692 D’ /, Bekanntmachung Danksagung sagen innigsten Dank Tic tmcrickn Hintcrbliebcncn Privat-Lehr-Institut Walthers Fichtennadel Brustbonbons Ecke Westanlage. Schanzenstrabe 22 p Fritz Rosenbaum um Pfau", Neustadt 55 frankfurter Spezial - ffp ort haus E. Hensler, Frankfurt a. Main. Für die Hinterbliebenen: Emilie Kempft geb. Übrig Therese Fuchs geb. Übrig in jeder Preislage. Fr acht Katalog umsonst und portofrei. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unseres unvergeßlichen sind zu haben ä 30 u. 50 Pf. bei: Gustav Walter, Mäusburg 13. lhv»/ul Versteigerung. Diendtag den 4. Jan. 1910, nadjui. 3 Uhr, werden im Pfand- lokal, SelterSweg 11, versteigert: 2 Pferde, 1 Kassenschrank, Sofas, Kommode, 1 Sekretär, Spiegel, Schränke, 1 Schreibtisch, Uhren, 30 Zylinder, 1 Federtasche mit 42 Drucksachen u. a. m (6 Johann. Gr. Psandmeister Versteigerung. Dienötag den 4. Januar f. J., vormittags 10' Uhr, werden im der Bestattuiigsgcnoffeufchaft der freien Lchreinervcreinignng Gießen Kaufmann August Höchner in Gießen ist Prokura erteilt. 2 Ioh. Balthasar Noll, Gießen: Den Kaufleuten .Heinrich Kuhl und Paul Lipfert, beide in Gießen, ist Gesamtprokura erteilt. Gießen, den 29. Dezember 1909. B3/i Großherzoglicbes Amtsgericht. ÜCTing findet am Dienstag. nachmittags 3 Uhr. vom Portale des neuen Friedhofes aus statt. — Kondolenzbesuche dankend abgelehnt. He iserkeit, Verschleimung, K otarrli Krampf- u. Keuchhusten am besten beseitigen. Paket 25 Psg., Dose 50 Pfg. Dafür Angeboteneö weife zurück. Zu haben in Gienen bet Georg Wallenfels, Marktplatz 2'; Aug. Wallenfels, Marktplatz 17; G. Dort, Walltorstr. 45; L. Steinhäuser, Balmhofstr. 26, Neuen Baue 17, Seltersw.27; I.Bepvler, in Langgöns; Aug. Seibert und Hch. Kümmel in Wtcseck; Apotheke in.Krofdorf. _________IVP'i Todes-Anzeige. Allen Freunden und Verwandten die traurige Nachricht, daß unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater H-rr Johannes Keßler». heute nacht im 88. Lebensjahre sanft verschieden ist. Um stille Teilnahme bitten Jllt Namen der trauernden Hinterbliebenen: 50) Philipp Gans n. Frau geb. Keßler. Gießen (Damlnstr. 34), den 3. Januar 1910. Wintersport' Artikel in reicher Auswahl. Versteigerung. Dienstag den 4. Jan. d. I., nachm. 2 Uhr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 2 Pferde, 1 Rollwagen, 1 Wasserwagen, 1 Jahrrad, 1 Gasmotor, 1 Registrierkasse, 1 Halbverdeck, 1 Kassenschrank, 1 Pianino, eine Waschmaschine, 48 Lorbeerbäume, 1 Badeeinrichtung, Linoleum- und andere Teppiche, ein vollständ. Bett, 1 Vertiko und andere Möbel, sowie diverse Bücher. Born, Gerichtsvollzieher 36) in Gienen.__ Bekanntmachung. In das Genossenschaftsregistcr wurde bezüglich der Spar- und Darlehnstasse E. G. in. u. H. in Wicseck eingetragen: Heinrich Römer II. ist aus dem Vorstand au.sge- schiedcn und an seiner Stelle Theodor Speyer von Wieseck in den Vorstand gewählt worden. Gießen, den 29. Dezember 1909. B3/i Großbcrwgüches Amtsgericht._____________ Zur Webling doh KisthrS-lZIiiFivüÄeil önrd) Btsilihe lili!) fttrfra, Sfrujiilit 1910, haben noch weiter die nachverzeichncten Herren und Damen, deren Namen im alten Jahre nicht mehr verossentllcht werden konnten, der Kleinkinder Bewaliranstalr Gaben gespendet: HO. Obermusikmelftcr W- Loder und Frau. 111. Regterullgsbau- meister Knöll. 112. Fchnilie Zenner. 113. Reallehrer Gdmund Hartmann. 114. Medizinalrat Dr. Haberkorn. 115. Backermelster Haas. 116. Oskar Guimann u. Frau. 117. Louis Lotz. 118. P. M. Auch den vorbenannten Herren und Damen sprechen mir für ihre Gaben für unsere Wohltätigkeitsanstalt unseren herzlichsten Dank 3. Januar 1910. vS1/w Der Vorstand der Klcrnklndcr-Bcwabranstalt. Dr. Naumqnn.________________ Danksagung. Jiir die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der schweren Krankheit und bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes und Bruders >48 KarS Hofmann sagen wir auf diesem Wege unfern innigsten Tank. M titulierten HiMbliebcneii. G ießen, den 3- Januar 1910. 5500 not. begl. Zeugnisse von Aerzien u.Privaten beweisen, daß KniitrS Briist-KiMcllkil mit den drei Tannen Die Beerdigung findet auf Wunsch des Verstorbenen in Steinbach Dienstag mittag 2 Uhr statt. Schnittzeichnen n. Kleidermachen Der Unterricht in den Vor- und Nachmittags-Kursen beginnt wieder ab 5. Januar 1910. Prospekte zu Diensten. Nähere Auskunft und Anmeldungen täglich. [1 Marie Sack, akad. ausgeb. Lehrerin Todes-Anzeige. Hiermit die traurige Nachricht, dass es Gott dem AUmächtigen gefallen hat, unseren lieben Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Karl Jegust am 1. Jan. im 25. Lebensjahre nach langem schweren Leiden abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: 63 Familie Karl Jegust. Giessen (West-Anlage 33), Ottleben, den 3. Januar 1910. WMnM tidjmcn echMil hit Mülicdtr: Stnrl Beil, Schreinermslr., Marburger Straße 12, Louic Veil, Schreinermitr., Kaiser-Allee 143/IO, Tel. 755. Karl Hab«, ^chrcmer- meisler, Löberitr. 17, Tel. 525. Georg Saubach. Lchremermur., Asterweg 56, Tel. 702. Heinrich Horn. Schremermur., Bruchs straßc 7. Adam Heß, Schreinermstr., Grabcmtraue 11. ^Jobauncs Lenz, Schreinermstr., Frank urter Strane 123, Tel. y32-Lonto Müller, Schreinermstr., Sckifienberger Weg 16. •ocinrid) Voll müller, Schreinermstr., Großer Steimveg 6. «yntt 9ioieHbaunt, Schreinermstr., Löwengasse 20, Tel. 692. ^brntovti Wagner, Schreinermstr., Wcidengassc 7. Wilhelm Wetgel, LchreinermUr^, Löberstraße !'. Tel. 50^._____________________ JedenTag wird die Nachfrage nach meinem Mcdizinal-Lebertrangrößerund wird ein Versuch aud) Sie von der Güte desselben überzeugen. Germania-Drogerie 32> < Seibel._______ Todes-Anzeige. Statt jeder besonderen Anzeige. Am 31. Dezember 1909, vormittags, verschied sanft nach kurzem Leiden in Darmstadt unsere hebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Mathilde Winter geb. Uhrig Witwe des Oberstleutnants Ludwig Winter Unübertroffen D8/« b.Drüsen,Skrofeln, Blutarmut, Engl.Krank- heit. Hals-, Lungen-Krankheiten, Husten, zur Kräftigung schwächt Kinder empf. eine Kur mit Labusen’s S„. Lebertran - Marke „JOOELLA“ ==»=- Der beste, wirkwainste, beliebteste Eebertran. Leicht zu nehmen u. zu vertragen. Preis Mk. 2.30 u. 1.00. Weisen Sic Nachahmungen zurück. Alleiniger Fabrikant: Apothek. W1LH. LAHIJSEN in BREMEN. Immer frisch zu haben in allen Apotheken in Gieren, Krofdorf • Relchclsheini. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch, die traurige Mitteilung, dass mein innigstgeliebter Gatte, unser lieber Bruder, Neffe, Schwager und Onkel Rechtsanwalt Hermann Zimmer nach langen, schweren, mit grosser Geduld getragenen Leiden, gestern abend 9 Uhr sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N.: Louise Zimmer geb. Winheim. Schotten, den 1. Januar 1910. 34 Die Beerdigung findet statt: Dienstag den 4. Januar, nachmittags 3V2 Uhr. Todes-Anzeige. Heute abend entschlief sanft nach kurzem, schweren Leider unsere liebe, treubesorgte Mutter und Grossmutter Frau Antonie Sehäcker geb. Weidmann im 64. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Dr. med. Georg Sehäcker. Assenheim, 31. Dezember 1909. 4( Klavier- Stimmen Reparieren Polieren lu tadelloser Ausführung durch Wilh. Rudolph Grußtx Hess. Hoflieferant Ptanohandlß u. Reparatur Werkstatt». Seltersweg 91 öie LMsMimM te ireie» ÄmmmchMlj 6. m. d. H. zeigt hierdurch an, daß das seither von Herrn H. Haas, Bleichstraße 8, betriebene Geschäft nach dem Laden des Herrn Fritz Rosenbaum, Löwengasse 29 verlegt worden ist. Herr Fritz RosenballM hat die Funktion des Magazinverwalters ühehi0111 men._____________ b I versteigert: 1 Sofa (grün Plüsch», 1 Schreibtisch, 1 Kleiderschrank, 1 vollst. Bett, 2 Waschkommoden. 1 Nachttisch, 1 Sessel, 1 ov. 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