LZ 9ä M 'WEnioe Pfennige kann jede Hausfrau ä itfungsstüfteuStOfle h enHra,aUS:W°llel bv/oJe, Baumwolle, u.s.w. Äliuechtfate le rarben ä 10 u. 25 Pfq «an Fordere ausdrücklich iihnann'i Farben. Jhmarke: Fuchskopr im Stern, sanoere Fabrikat zurüdtweisen. JAVOL jegenÄopfechuppen \ - gegen Haarausfall Javolisiere dein Haar ) ' ^\Jzyol das BesteV I ♦ » t ♦ sere ZrübjabrsMitglieder VSSÄfflS SÄ.» JS/“’ IttMc» ‘ .$oritanl. rikTurustnudenbegiM auer’scher1 Gesangverein Heute SrciM-beu» Sines tunoe* 8oltzäbl>ger^M§d^, ?iesse? "7 ■*# 1 ^ke'Ä" m,t Ensemble feti. °vvc. "u iw*1 ft Cn^"9aüiertp 02651 P Z-U. 'i Uhr. - 9 c wlcstcn' Giessen. •* -n ,Der Ho*: (nia»’ 81’3. ». SÄ» •SantaflU Iltfl ®c -M Nr. 75 Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. vsm landWirtschastUchen heeresuuterrrcht. Aus Wiesbaden wird uns geschrieben: Freitag 1. April 1910 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universiräts - Birch- und Steindnrckerei. R. Lange, Gießen. 47 Bahre alt. aus Butzbach, Frau Anna Beckert, 54 Jahre t, aus Butzbach, Hch. Schneider, 62 Jahre alt, aus Wirth aus Ober-Schmitten wurde zum Hauswärter im nördlichen Kollegiengebäude zu Darmstadt ernannt. $ Jubiläum. Herr Karl Kerber, Prokurist bei der Firma H. Mettenheimer, feiert heute sein 25jäbriges Jubiläum als Reisender dieser Firma. Von dem Chef, sowie den Angestellten der Firma wurden dem Jubilar prachtvolle Geschenke überreicht und auch seine Freunde und Bekannten haben ihn mit Ehrungen und Aufmerksamkeiten aller Art reichlich bedacht. Dies zeigt zur Genüge, daß es Herr- Kerber während seiner 25jährigen Tätigkeit verstanden hat, sich das Vertrauen seines Chefs und die Anerkennung seiner Geschäftskollegen und Freunde zu erwerben. Es verdient noch hervorgehoben zu werden, daß schon im vorigen Jahre ein Angestellter der Firma H. Mettenheimer sein 25jähr. Jubi- läuiu feiern konnte und im nächsten Jahre der dritte folgen ivird, gewiß eine Ehre sowohl für die Firma, als auch die Angestellten. »• In Amerika verstorbene Hessen. In Süd- Pittsburg starb Jak. Ziegler, 73 Jahre alt; in San Francisco starben in den letzten Tagen: Joh. Jung, 2lu$ Stadt und Land. Gießen, 1. April 1910. ** Tageskalender für Freitag, 1. April. Stad ttjcater: „Ter Hochtourist". Aiftang 8 Uhr. Kolosseum: Programmwechsei. Redaktion, Expedition unb Truckerei: Schul- straße 7. Exvedition und Verlag: e^^51. Redaktion:S^112. Tel.-Adr.:AnzeigcrGießen. amt' Lande die Liede zum Vaterlandc kündet, und ihn daraus hin-- weist, bi I, das eigentliche Vaterland des Dorfbewohners die^länd- lick ? Gemeinde ist, wo er geboren ist, das; es lieyt ün der Furche des gepflügclten Feldes, in dem Klange der Dorfglocken, m den. bekannten Wohnstätten und Wegen, in den Mühen jedes Tages! Eingehende Erhebungen sind daher unbedingt geboten, die allein entscheiden können, vb und in welchen Gebieten des Reiches derlei Einrichtungen in der Armee dauernd anszubauen feiert. In einer Vortragsreihe der deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, die m den nächsten Tagen in Eisenach stattfindet, wird Meyer Bode- Augsburg über den landwirtschaftlichen Heeresnnterricht eingehend berichten und die sich anschließende Aussprache wird jedenfalls sehr zur Klärung der Sache beitragen. ' Sin Schlußwort zur Griininger-VorsgMer Markwaldfrage. Man schreibt uns nochmals „vom Sanbc": Aiein Name tut nichts zur Sache; darum soll er ungenannt bleiben. Eine „S V i r. c" gegen .Herrn Bürgermeister Gilbert sollte mein erster Artikel in Nr. 74 dieses Blattes nicht enthalten, llnb enthält sic and; nid '. Tie Zustände tn der Grnninger-Dorf- güller Mart sind t v p i s ch , cbenbudlich für saft alle M ar k gcnvs sen s ch aste n nach alte m d e u t s ch e n Recht im Gr. Hessen. Ter Artikel 83 des Einführungsgeseves des B.-G.s trifft im Gr. .Hessen auf ein Vakuum", auf eine Lücke in der Gesetzgebung. Tarnm, so meinte ich, sollte nian in Grüningen- Dorsgüll einmal den Anfang zu einer solchen Gesetzgebung mach.n: und der Grosch. Regierung Wege weisen und Handhaben bieten, die ihr w-ertvoll werden tönnten bei einem Versuch, beit altdriltid>en Reckstsbrauch in neuzeitliche Formen zu gießen. Schließlich bemerke ich noch, daß meines Erachtens leine gesetzliche Bestimmung vorhanden ist, die dem Kreisamt, dem Ministerium y^r den ordentlichen Gerichten das Recht gibt, in irgend einer Weise verfügend oder veitrmme-u) tn Die Verwaltung der Markgenossenschaft einzugreifen. Tie L a n d g c m e i n d eord n n n g ift in diesem Fal.c gänzlich unzuständig. Tas Kreisamt hat kein Oberauf'ichtsreckft; die angezogenen kreisamllichen Verfügungen von 1869, 1872, 1881, 1884 können demnach auch eine lolcke Oberaufsicht nicht v o r a u s s e tz e n. Tas Urteil des Oberlandes- gerichts ging gerade hiiervon aus, und es bleibt dabei: lieber dem Bürgermeister von Grüniugen als dem Ersten Märke r- m e i st e r der Mark Grüningen-Torfgüll steht keine irdilche Macht. Schließlich bemerke ich noch, daß der im Schreiben des Herrn Bürgermeisters Gilbert angezogene § 37 B.-G. a u sgehoben wirb durch den erwähnten Artikel 83 des Emfuhrungsgeietze- zum B.-G.__ Die „Sietzener Zamilienblätter" werden dem „Anzeiger" viermal wöchentlich beigelegt, das ".Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit, fragen" erscheinen monatlich zweimal. ** Von der Elektrischen. Wie uns von einem. Sachkundigen mitgeteilt wird, soll an dem kürzlich ausgeschriebenen Wasserturm eine kleine Veränderung vorgenommen werden. Er soll eine drehbare .Haube bekommen, an (ber mächtige Windflügel angebracht werden. Er erhält dadurch mehr die Form einer holländischen Windmühle. Wegen des starten Druckes, den die großen Flügelflächen auszuhalten haben, müssen sie natürlich entsprechend versteift werden. Aber in der heutigen Zeit, wo wahre Wunderwerke der Konstruktion entstehen, macht das keine Schwierig- I eiten mehr. Eine ähnliche Anlage soll bereits in Australien gemacht sein. Diese windige Kraft soll zum Betrieb der elektrischen Bahnen benutzt werden und zwar wird an recht windigen Tagen, wie eben jetzt, so viel Kraft auf- gespeichert, daß schon in nächster Zeit an die Verlängerung )er elektrischen Bahn nach Klein-Linden, Wies eck und Krofdorf und an die Legung einer Rin gb ahn herangetreten werden tann, falls die betreffenden Gemeinden' hie nötigen Zuschüsse für die Anlagen bewilligen, was jedoch nicht zu bezweifeln ist. Natürlich muß die Akkumulatorenbatterie im Elektrizitätswerc bedeutend vergrößert werden. Gießen wird wirtlich großzügig. ** Veranlagung der direkten Staats- teuernfürl910. Nach dem Finanzgesetz ist an direkten Staatssteuern für das Etatsjahr 1910 insgesamt der Betrag von 17 552 615.25 Ml. veranlagt worden, der sich mit 4 368 816.30 Mk. auf die Vermögenssteuer und mit 13183 798.95 Mk. auf die Einkommensteuer verteilt. Von den 37 Finanzämtern des Landes haben die höchsten Veranlagungen zur Vermögenssteuer: Darmstadt I mit 553968.75 Mk., Mainz I 455 742.55 Mk. und Offenbach I 283 100 Mk.; die Einkommensteuerveranlagung beträgt u. a. in den Finanzämtern Darmstadt I 1 932031.63 Mk., Mainz I 1 996 653 Mk., Offenbach I 1 501 300.85 Mk., Gießen 917 081.70 Mk. und Worms I 937 573.15 Mk. ** Heilanstalten in Hessen. Im Jahre 1908 waren im Großherzogtum vorhanden 36 öffentliche Krankenhäuser mit 4098 Betten; 29 private Krankenhäuser mit 1257 Betten; 3 Universitätslehrzwecken dienende Krankenhäuser mit 445 Betten; eine öffentliche Augenheilanstalt mit 18 Betten; 4 private Augenheilanllalten mit 4 Betten; eine Universitäts-Augenklinik mit 120 Betten; 4 öffentliche Anstalten für Geisteskranke, Epileptiker, Schwachsinnige usw. mit 2476 Betten; 4 private Anstalten dieser Art mit 225 Betten; 1 Unwersitäts-Klinlk für psychische Krankheiten mit 100 Betten; 2 öffentliche Entbindungsanstalten mit 52 Betten; 2 private Entbindungsanstalten mit 13 Betten, sowie 1 Universitäts- Entbindungsanstalt mit 65 Betten. ** Schulamtsaspiranten und - Aspirantin- n c n. Aus den hessischen Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungs- anstalten gingen in diesem Fahre 172 Schulamts-Aspiranten und 99 Schulamts-Aspirantinnen hervor. Die beiden Ober- klassen des Alzeyer Seminars lieferten 58, die beiden Ober- tlaisen des Friedberger Seminars 56, die eine Ober- klasse des Bensheimer Seminars 28 und der „Pädagogische Kurs" zu Darmstadt 30 Schulamts-Aspiranten. Von diesen 172 Schulamts-Aspiranten find 120 evangelisch, 51 katholisch und 1 israelitisch. Im Seminar für Volisschullehrerinnen zu Darmstadt gingen 23 Aspirantinnen ab, und außerdem bestanden darin 13 „Kurseanerinnen" der Englischen Fräulein zu Mainz die Entlassungsprüfung, also im ganzen 36 neue Aspirantinnen fürs Volts;chulfach, von denen 24 katholisch und 12 evangelisch sind. Das mit der Viktoriaschule zu Darmstadt verbundene Lehrerinnenseminar lieferte in diesem Fahre 41 Kandidatinnen fürs I. licrc Lehrfach und das mit der Höheren Mädchenschule in Mainz verbundene Lehre- rinnenfeminar 21, zusammen 62 Kandidatinnen, von denen 49 evangelisch, 10 katholisch und 3 israelitisch sind. Line Mineralquelle im Neuftädrer Feld. Gießen, 31. März. Untere Leser werden sich noch des Streites erinnern über bic Möglichkeit, mit der Wünschelrute Wasser int Boden auszuftnoen, Cer einst zwischen dem bekannten Quellwaftersucher Baron von Bülow unb seinen Anhängern einerseits unb Autoritäten auf geologischem Gebiete andererseits entbrannt war. .'cun hac ein Privatgelehrter, Herr P. aus Wien, der ;ich mit der Kenntnis der Wünschelrute eifrig beschäftigt und die Erfolge, die damit erreicht werden tonnen, im weitesten Umfange verteidigt,,'ick entschlossen, zur Ehrenrettung der Wünschelrute heute nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr eine Begehung des Gewndes vor dem N e u st ä d t e r Tor zunächst der Lahnbrücke vorzunehmen, um eine dort früher vorhanden gewesene Mineralquelle w i cd e r a u f z u s u ch e n. Ter Wiener Gelehrte hat sich habet eine Ausgabe gestellt, deren Lösung die Ehrenrettung der Wünlchelrute bedeutet, indem sie den Angriffen der Gegner ^gliche handhabe entziehen würde, selbst Leuten, die die 'Wünlchelrute ab den größten Unsinn unb Äulturrückstand des 20. Jahrhunderts bezeichnen. — Auch würde die Auffindung bieier Qiielle einen großen Gewinn für die Stadt Gießen selbst bebeuten. S^üit bieier Quelle schreibt Chelius in seinem geologisch.en Führer bim.} den Vogelsberg wörtlich: „Ter Name Selters in Gießen i^elters- iveg, Selterstor) erinnert an eine Mineralquelle. E. .nuppstem schreibt darüber : Vor dem Neustädter Tor ist ein mineralischer Brunnen: das Wasser hat einen zusammenziehenden, tintenartigen Geschmack und enthält Eisen und Kalk» Aehnliche Notizen über Mineralwasser in Gießen gibt es noch mehrere, daß^man nicht zwei sein kann, man wird das Wasser einst finden." Lo schreibt Chelius S. 101 des erwähnten Buches: Tie.e Quelle, die ,ach anderweitig verloren hat, liegt aus der bekannten teltoniichen Verwerfung, die 'ich quer durch Gießen zieht und welche bei den vielen Ausschachtungen der letzten Zeit schön verfolgt werden konnte. Zieht man von einem Punkte der Lielngstraße, etwas westlich von ihrer Kreuzung mit der Ludwigstratze, eine gerade Linie in der Richtung des Gleiberges, so erhält man ungefähr die oben erwähnte Verwerfungslinie. Nordöstlich dieser Linie steht das Tertiär an: Die Sandgruben am Schiffenberger Weg, Gail - scheu Tonwelle, Tone der Lindener Marl, Sande und Tone mit guten Blattabdrücken bei Wieseck. Südwestlich dieser Linie stehen Schichten des Devon an: Die Kalle, die bei Bieber in gvoßeu Brüchen gewonnen w'erden, unb in der Lindener Mark beim Berg- wertsbetrieb in umgewandelter Form blesgeiegt sind; bann die Grauwacken, die die Erhöhung der öarbt bilden und beim Legen des Postkabels in der Nähe der Hauptpost gefunden wurden. Man beobachtet aVo deutlich daß N-0 dieser Verwerfung die tertiären Schichten mit allen darunter liegenden abgestinken imb unb erhalten blieben, während S-W Iber Verwerfung sämtliche Schichten über den devonischen Kalken be-w.,Grauwacken abgetragen wurden, lieber diese ganzen Verhältnisse floß bann wäh rend der Eiszeiten ein diluvialer Strom, der in seinem Bette mächtige Lagen von Geröllen abfetzte, bic heute noch _bie Erhebung des Triebes, der Schönen Aussicht unb des Lchottcr- daiumes bei Nauheim bilden, während die übrigen Teile durch die bekannten Aqentien erodiert wurden. Dieses geologische Bild zeigt also deutlich, daß es sich hier Wirklich um eine Verwerfung, handelt. Unb da cs weiter dem Geologen eine ganz bekannte Tatsache ist, daß die meisten ^Quellen gerade an solchen Verwei> fungen auftreten, besonders aber die Mineralquellen des Vogels- vcrgcs unb der Wetterau, so ist das Vvrhandensein oben erwähnter Quelle durchaus gewiß. Wir können also dem Gelehrten mit guter Berechtigung zu feinem Unternehmen wünschen, daß es ihm glücken möge, die verlorene Quelle wieder mit ^dev Wünschelrute auf zu finden, so daß sie bann mit Hilfe einer Tiefbohrung zum Nutzen der Stadt wieder erschlossen werden kann. Die Begehung des erwähnten Gebietes findet int Beisein mehrerer einschlägiger Fachleute vollständig öffentlich ohne Jnansvruchnahme polizeilicher Absxerrnng (wie bei anderen Quellenfindern) statt, um jeden späteren Einwand der „Ungläubigen" von vornherein zu entkräften. D. W. Der von den Abgeordneten Köhler-Langsdorf unb Mener- Dode-Augsburg besonders warm befürwortete und von der 5oeeres- leitung ein geführte landwirtsckzaftliche Unterricht der Mannschaften bei den Truppenteilen wurde im abgelaufenen Winterhalbjahr von Anfang Oktober 1909 bis Ende März 1910, in verschiedenen Garnisonen in Nassau abgehalteck, nämlich in sjrankfuri a. M., Wiesbaden, Homburg v. d. H. und Tiez a. d. L. Ter Untemjchit in Frankfurt a. M. umfaßte zwei, in den änderest Garnisonorten eine Abteilung. Ueberall erfreute er sich eines Besuches von durch- schnittlich 70 Teilnehmern. Hinsichtlich des Besuches sei bemerfr, Dar es nicht fest stehl, ob alle die Teilnehmer aus Interesse zur Sache, oder lediglich um dem Wunsch ihres Hauptmanns oder Feldwebels nachzukommen, dem Unterricht anwohnten. Ter Unterricht wurde jeweils in Art eines populär gehaltenen Vortrags, an den sich stets eine Besprechung anschloß, gehalten. In jedem Garnisonorte fanden zehn Vorträge statt, die sich mit Entstehung, Zusammensetzung und Bearbeitung des Ackerbodens, Bau und Leben der Pflanze, mit natürlichen und künstlichen Tüngemitteln und deren Anwendung, Saatpflege und Ernte der landwirtlchasl- lichen Külturgewächse, mit wichtigen Schädlingen und Krankheiten der Pstanze und ihre Bekämpfung, mit Wiefendüngung unb Pflege, mit Tierzucht, Futterlchre und mit der Buchführung, dem Ge- no'senschaftswefen, dem landwirtschaftlichen Unterricht, sowie mit landwirtschaftlichen Vertrcrungen beschäftigten. Tie Aufmerk'am- ieit der Teilnehmer war überall befriedigend. Nach anstrengendem Dienste tvar sie natürlich weniger vorhanden. Ob die Einrichtung des landw. Heeresunterrichtes überall dauernd werden wird, i?t kaum anzunehmen, da ter Nutzen dieser fachlichen Belehrung nicht sehr gre-fj sein dürfte. Ten meisten der Teilnehmer mangeln doch genügende Vvrkenntnisse, um den Vorträgen, wenn sie auch so verständlich', gehalten sind, wie es hier geschehen ist, cinigermaßen folgen zu können. Es ist daher fraglich, ob die Landwirtichafts- tammern ihre Beamten, die Lehrer, diesem landwirtschaftlichen Unterricht weiter zur Verfügung stellen werden. Auch ist es zweifelhaft, ob durch diese Kurse der Landslucht Halt geboten werden kann, d. h., daß die jungen Leute vom Lande, die nach Ablauf ihrer Dienstzeit in das bürgerliche Leben zurücktreten, durch den landwirtschaftlichen Heeresunlerrichl angefeuert, werden zur ländlichen Scholle zurückkehren. Jnttnerhin wirkt der Unter- richt in idealer Weise, da er dem jungen Vaterlandsperteidigcr alt, Personalnotiz. Der Militäranwärter Ludw. Zweites Blatt 160. Jahrgang Gießener Anzeiger General-Anzeiger sür Oberhejjen Dar Testament MeneMr. D«s Testament Mcmeliks bringt her Mitarbeiter des „Temps", M o u d o n , der lange Zeit in Abessinien und am Hofe des Negus gelebt hat, in folgender Uebersetzung: „Männer meines Landes, Ethiovier, meine Kinder, meine Freunde, ich will Euch den Rat zu reiften geben, den der Allgewaltige mir eingab, und ich hoffe, er wird in Eure Herzen dringen. Als Theodoros starb, stritten sich alle die, die mit ihm waren, um bic Provinzen hemm, unb da jeder Herr sein wollte, tilgten sie sich selbst aus ohne Nutzen für das Land. Danach sähet Ihr bic Vasallen bes Königs Johann sich untereinander vernichten, ohne baß eine Epibemie unter ihnen wütete, einzig weil sie von der Eifersucht gepackt waren. Und jetzt, meine Kinder, meine Freunde, lasset alle Gefühle der Eiferiucht lallen: keiner von Euch begehre nach dem Gute anderer. Bis letzt habe ich Euck in guter Eintracht und in Freundschaft erhalten können: ch' bitt' Eich', diese Gefühle der Zuneigung zu bewahren Oestcrr. Staatsbatm . katholische Gemeinde. Gottesdienst. Samstag den 2. April: Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit und er mußte 5 Mark für den Braten zahlen. Er ist deshalb des Tiebstahls im Rückfall mitangeklagt. 2a das Gericht Mundraub aunahnl und d.'shalb kein Strafantrag vorlag, mußte das Verfahren eingestellt werden. Wegen des Meineids wurde der Angeklagte zu einem Jahr Zuchthaus. Entfernung aus dem öeerc und 3 Jahren Ehrverlust verurteilt. Auch kann er nicht mehr als Zeuge oder Sachverständiger vernommen werden. Ostheim, Joh. Heller, 34 Jahre alt, aus Lang-Göns, Karl L. Ruppel, 63 Jahre alt, aus Friedberg, Wilh. Dörr, 44 Jahre alt, aus Hochweisel. 5 3 Harpencr Bergwerk Laurabütte . . . Lombarden E. B. . Nordd. Lloyd___* Tilrkenluse . . Türke« o. 1903 . . Io. u. 1890 (teil! io. conv. d. 1903 , io. Bagdad-Bahn , Unzanlche (Solb-'Jtente 2 VrsefkasLen der Redcrktßon. Nach Lollar. Ihre Angaben scheinen mchl zu summen. Mai bis Dezember ist jedenfalls unrichtig. do. do. do. do. ftüRung. Die übrigen ihm zur Last gehegten Delikte waren die natürliche Folge der ersten Vergehen. Trotzdem in der Verhandlung ein Hauptzengc, der Schwiegervater dcS Angeklagten, im Gegensatz zu früheren Bekundungen von seinem Zeugnisoerw-eige- rungsrecht Gebrauch machte, und so den Vertreter der Anklage im Stich ließ, führte Md er aus, daß die Verhandlung keineswegs die Schuldlotigkeit des Angeklagten ergeben hab- und beantragte daher-, den Angeklagten aller ihm zur Last gelegten Vergehen' schuldig zu i'pred.xm und auf eine Gesamtstrafe von 28 Tagen mittleren Arrest zu erkennen. Erkenne das Gericht aber auf schuldig, dann sei Degradation ganz selbstverständlich, da ein Soldat, der wegen Unterschlagung bestraft ist, unmöglich Vorgesetzter bleiben kann. Der Verteidiger beantragte, den Angeklagte in allen Fällen, mit Ausnahme des Geldborgens, wessen er den Angeklagten für schuldig halbe, freizusprechen und von einer Degradation abzusehen. Tas Urteil des (Berichts lautete: Der Angeklagte wird wegen Unterschlagung in 2 Fällen, dienstlich falscher Meldung'und wegen Geldborgens von Untergebenen zu 6 Wochen mittleren Arrest und Degradation berur teilt, dagegen von der Anklage des Ungehorsams freche sprockwn. 14 Tage der Untersuchungshaft werden auf die zu verbüßende Freiheitsstrase angerechnet. Tas Urten wurde von dem Angeklagten sofort angenommen. 9360 ' 85.10 93.60 85-10 92.45 9180 99.90 ho. ho. ho, Kriegsgericht X Gieß.en, 31. März. Tas Kriegsgericht den 25. Division, bestehend aus ÄLajor .Hvos als Vorsitzenden, Kriegsgerichtsrat Koch als Verhandlungsführer und den Hauptleuten von Bursztini, Paly und Schwendy als Beisitzern, verhandelte hier gestern gegen den Sergeanten K. Tic Äntlage vertrat Kriegsgerichtsrat Obmauer: verteidigt wurde der Angrllagte durch Justizrat Metz. Der Beschuldigte war an- geklägt, sich durch 5 selbständige Handlungen dadurch strafbar gemacht zu haben, daß er als Unteroffizier beim Postholen einen Betrag von 3 Mk., den er an die Post ^zurückgeben sollte, unterschlagen hat, von den Einjährigen der Kom'pagnie 12 Mk. cin- samMelte, um mit dieser Summe die Unlosten der Theateraufführungen am Kaisersgeburtstag zu decken, und den Betrag ebenfalls unterschlagen hat, eine dienstlich falsche Meldung vorsätzlich abstattete, indem er in ein Postausgabebuch einen nicht den Tatsachen entsprechenden Vermerk machte, sich von einem Untergebenen 3 Mark borgte, sich eines Ungehorsams gegen einen Befehl in Ticnstsachen schuldig machte, indem er, trotz Verbots der Kompagnie, Geld einsammelte. Ter Angeklagte, ein Sohn aus besserer Familie, ist allmählich durch einen unglaublichen Leichtsinn auf die schiefe Bahn gekommen. Sergeant K. hatte sich bis vor kurzem zur vollen Zufriedenheit seiner Vorgesetzten geführt, wurde aber wegen seiner in letzter Zeit bewiesenen Unzuverlässigkeit seines Vertrauenspostens als Bataillonsschreiber end- fetzt und auch d-siregen disziplinarisch bestraft. Tie Beweisaufnahme ergab, daß Sergeant K. schon seit längerer Zeit sich dauernd in Geldverlegenheiten befand und infolgedessen verschiedentlich Schulden machte. Trotz der von dem Angeklagten sehr sicher und gewandt geführten Selbstverteidigung konnte man dem Angeklagten kaum g tauten, daß er den von der Post fälschlicherweise empfangenen Betrag von 3 Mk. nur vergessen habe zurückzugeben. 'Als dann die Lage für ihn durch Nachforschungen der Post gefährlich wurde, borgte er von einem Einjährigen sich! 3 Ml. und schickte diese zur Post zurück. Im zweiten Fall hatte er es fetyr eilig, von den Einjährigen der Kompagnie die Beträge für ge- liehme Kostüme nsw, die zu Aufführungen zu Kaisersgeburtstag gebraucht wurden, einzuziehen, aber mit dem Bezahlen nahm er es nicht so schnell. Er behauptete zwar, den Betrag zu Hanse ausbewahrt zu haben, tatsächlich fand sich aber bei seiner Festnahme außer wenigen Pfennigen nichts; auch kam etwa zwei Tage ,pater seine Swi und bat die Zlpmpagnie um eine Unter- 99.80 ’S 242.50 110.55 Elcktriz. Lahmeyer . . Elektriz. ßehuckert . . t. Eschweiicr Bergwerk . ' . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk Linrahütte . . . . . Nordd. Lloyd . Oberscbles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. , . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . Diskonto-Kommandit . . . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien . . Baltimore- und Ohio- 5 ‘5* GLngesM-St. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Am Mittwoch abend kam ich mit dem um 10 Uhr fälligen Zuge von Fulda an. Am Bahnhofe standen drei Wagen der elektrischen Straßenbahn und zwar zwei der roten und ein Wagen der grünen Linie. Ich fhen in den letzteren Wagen ein und fragte den Schaffner, ob dieser Wagen nach der Marburger- Straße führe, welche Frage mir bejaht wurde. Nachdem ich mein Fahrgeld entrichtet hatte, kam auf einmal der Schaffner und ersuchte mich, den Wagen zu verlassen, da er wegen den aus Urlaub zurückgelehrten Soldaten nach der Kaserne fahren müsse. Auf meine Frage, ob er zu einer solchen Maßnahme berechtigt; bezw. beauftragt wäre, erhielt ich die lakonische Antwort: „Es sind bloß drei Mann für die Marburger Straße da, aber für die Kaserne bekomme ich einen besetzten Wagen; hier haben Sie Ihren Groschen, steigen Sie aus und fahren Sie mit dem nächsten Wagen." Ich habe den Wagen verlassen, da ich keine Lust verspürte, mich mit dem Schaffner in weitere Auseinandersetzungen, einzulassen. Daß der Schaffner keinen Aufttag zu dieser Maß nähme hatte, habe ich später aus einem Gespräch, welches zwei. Schaffner an der Kreuzung an der West-Anlage führten, entnommen. Uebrigens ist es eiüerlei, ob dies mit oder ohne Genehmigung geschehen ist, hier wirft sick^ nur die Frage auf, ist eine derartige Maßnahme berechtigt? Wird diese Frage mit Ja beantwortet, dann frage ich, für was haben wir einen feststehenden Fahrplan? Ist sie aber mit Nein zu beantworten, dann ist es Pflicht der Verwaltung, dafür Sorge zu tragen, daß derartige Rücksichtslosigkeiten unterbleiben. SW»‘sA' a £ttttffi AHM * do. 3'1 °l, 4°'n Öesterr. Goldrente 4'/c°/n Oesterr. Silberrente98.70 4'7» Ungar. Goldreute 97.12 (-) Lich, 31. März. Unsere Stadl gehört zu nigen Orten, die noch ihren Turm Wächter und damit eine Einrichtung haben, die aus früheren Jahrhunderten uns noch erhalten geblieben ist. Der jetzige Wächter, der bald 80jährige Adam Schmidt, ist schon gar lange Zeit der „höchste" Lichcr Einwohner. Denn er wacht mit seiner Familie von seiner über 40 Meter hohen Wohnung bereits 49 Jahre über das Wohl und Wehe der ^tadt. Seine Frau ist noch länger auf dem alten Festungsturm daheim, sie hat dort oben das Licht der Wüt erblickt, ist also recht „hoch" geboren. Im nächsten Jahre gedenken die braven Wächtersleute mit dem goldenen Wächterjubiläum zugleich auch die Feier ihrer goldenen Hochzeit zu begehen. Die noch rüstigen Alten haben sich so sehr an die hohe Wohnung und die damit verbundenen Unbequemlichkeiten gewöhnt, rLirctzLiehe Nachrichten. Lvauge.ttchc Gemeruoe. Samstag den 2. April: 3n der Stadtkirche. Nachmittags 2 Uhr: Beicbte. Pfarrer Schwabe. 3n der Zohanneskirche. Nachmittags 272 Uhr: Beichte. Ptarrer Bechtolsheimer. Qllafimodogenili, den 3. April: 3n der Stadtkirche. Vormittags 91/, Uhr: Konfirmation der Kinder nu§ ber Markus- und Mililargeineinde. Feier des Herl. Abendmahls. Abends 6 Uhr: Piarrer D. iS cb 1 of f c r. In der Iohanneskirche. Vormittags 97, Uhr: Konfirmation der Kinder aus der Lukas- gemeinde. Feier des heil. Abendmahls. Abends 6 Uhr: Pfarrer Ausseld. heil. Beicht. Sonntag den 3. April, Weißer Sonntag: ’-Dormiuug» von 6'/., Uhr an: Gelegenheit zur heil. Belcht. Vormittags um 7 Uhr: Die erste heil. Blesse. „ ' um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. X Klein-Lin den, 30. März. Die Ziegen- o ersich erungS lasse hält am 2. April ihre Versammlung ab. Nach dem Rechnungsabschluß Vorstandswahl wird Herr Kreutz von hier einen sie fühlen sich da oben so wohl, daß sie gar nicht daran denken, noch auszuziehen. Sie versehen ihr Amt und die dazu gehörigen Obliegenheiten wie in jüngeren Jahren noch mit der größten Gewissenhaftigkeit und der genauesten Pünktlichkeit. Und das ist für Leute in so hohem Alter noch eine große Leistung, wenn man bedenkt, daß hier auch noch während der Nacht geläutet wird. — Ein Licher Kind, der 28jährige Sergeant Jakob Weicker vom Nassauischen Infanterie-Regiment Nr. 88, der schon über drei Jähre in Südwestafrita war und für seine Beteiligung an den Kämpfen gegen die .Hottentotten und Hereros vom Kaiser mit der Südwestafrika-Tenkmünze und dem Mitilärehren- zeichen 2. Klasse und vom Großherzog mit dem allgemeinen Ehrenzeichen für Tapferkeit ausgezeichnet worden ist, hat dieser Tage eine Abberufung als Ko l o n ial b eam t er erhalten. Er wird kommissarische Verwendung beim Kais. Gouvernement in Kam er u n finden und zwar zunächst als Polizeimeister. Vor seiner Abreise soll Weicker in der deutschen Waffen- und Munitionsfabrik in Berlin noch in der Handhabung und Konstruktion des Maschinengewehrs ausgebildet werden. -n- Geiß-Nidda, 30. März. An unserem, seit etwa 40 Jahren außer Betrieb gesetztem Braunkohlen-Berg- werk werden gegenwärtig wieder Bohrversuche auf seine Ergiebigkeit vorgenommen. Sie haben bis jetzt em durchaus befriedigendes Ergebnis gehabt. Es ist zu hoffen, daß in der nächsten Zeit daS Bergwerk wieder in Betrieb genommen wird, was um so freudiger zu begrüßen wäre, als jetzt nach Fertigstellung der großartigen Bahnhofsanlagen in Nidda ein Arbeitsmangel hier eintreten dürfte. Die geförderten Kohlen sind von guter Qualität und leicht zu verschicken, da das Bergwerk direkt am Bahnhof liegt. )( Büdingen, 31. März. Die Einweihung des restaurierten Rathauses vollzog sich gestern unter nur mäßiger Beteiligung der Bürgerschaft in würdigster Form, (^schienen war u. a. der gesamte Gemeinderat, Fürst Wolf- glckng, Prinz Alfred und Prof. Wolbe-Darmstadt, der Urheber des ganzen Bauprojekts. Nach einem Rundgang unter sachverständiger Führung fand eine Tafel von etwa 60 Gedecken statt; das Mahl machte der Küche und dem Keller des Hauses Waltz („Zum Stern") alle Ehre. An bas Fest- mckhl schloß sich ein Bankett, zu dem sich u. a. auch der Schwager des Fürsten, Baron Cornelius von Hehl, einfand. Bürgermeister Fendt brachte das .Hoch auf den Fürsten «us, der an dem Tage sein Geburtsfest beging, sowie ein zweites auf den Groß'herzog. Zahlreiche weitere Ansprachen folgten, darunter zwei von Prof. Walbe. Auch launige Vorträge und heitere Gesänge fehlten nicht. Fürst Wolfgang gab bekannt, daß er den Saal auf seine Kosten aus-- malen lassen werde; auch sonstige Stiftungen von Vereinen und Private wurden angekündigt. Erst gegen 4 Uhr morgens trennten sich die letzten der Gäste. X Ho hensolms, 31. März. Alljährlich in der Osterwoche rüsten die Maurer zur Abreise nach ihren gelvohnten Arbeitsstätten in Rheinland-Westfalen. Nicht allzu eilig haben sie es in diesem Frühjahre, da mit dem 1. April der Lohntarif im Baugewerbe abläuft und die schwebenden Vergleichs- Verhandlungen noch nicht zu einem günstigen Abschluß gekommen sind. Der großen Mehrzahl unserer Arbeiter gilt es nicht um eine verkürzte Arbeitszeit, sondern sie sind bestrebt, während der Sommermonate in der Fremde einen tüchtigen Groschen Geld für ihre Familie und deren Angehörigen zu verdienen. in Oberhcsscn: Tie Körtermine für das hessische Pferd cstammbuch finden in Oberhessen an folgenden Orten statt: Dienstag!, 19. April, nachm. 3Vs Uhr in Groß-Felda, in Verbindung •mit der Bezirlspferdeschau: Mittwoch, 2 0. April, twrm. 9 Uhr in Brauers chwendt, in Verbindung mit der Bezirks- Pferdeschau; Mittwoch, 2 0. April, nachm. 3V.- Uhr, st« Angenrod, in Verbindung- mit der BezirkS-Pfe rdcschau; Don- nerstag, 21. April, vorm. 9 iUhr, in Butzbach, in >Ver- bindnng mit der Bezirts'-Pferdeschau; Freitag, 22. A pril, Horm. 9 Uhr, in Stockheim, Kreis Büdingen: Montag, 2 5. Juli, vorm. 11 Uhr, in Alsfeld, in Verbindung mit der Marktschau. Ein weiterer Körtermin wird für Lauterbach in Verbindung mit der Kreischau bestimmt werden. Tie bereits früher angeiörten Stuten sind der Körkommission unter Vorzeigung der Aufnahmebejchein ignng in das Pferdestaminbuch und der Leckscheine wieder vorzuführen. Die Begleiter der neu anznkörenden Stuten sollen Geburtsdatum und Abstammung der Stute, sowie nähere Angaben über etwaige bereits aus der Stute gezogener Johlen möglichst genau der Körkommission mitteilcn können. Unter Hinweis darauf, daß den Pferdebesitzern durch die Eintragung ihrer Stuten in das Pferde st ammbnch leine Kosten entstehen, werden die Landwirte ausgefordert, ihre dreijährigen unD älteren Stuten des (belgischen) Arbcitsschtages und des lOldenburger) Wagenschlages der Körlommission möglichst zahlreich vorzuführen. ** Bruteierbezug für N u tz g e f l ü g e l. Im Interesse der Geflügelzüchter wird daraus ausinerksam gemacht, daß auch in diesem Jahre aus den Leistungszuchtstationen des Landwirtschaftslammer- Ausschusses, Inhaber: 1. Louis Christ in Neu wühle bei Grünberg (rebhuhnfarbige Italiener), 2. Forstwart Gustav Heßler in Hungen (schwarze Minorka), 3. Bürgermeister Th. Albrecht-Tüdelsheim tPeking-Enteu) bis zum 31. Mai Bruleier von Hühnern zum Preise von 12 Pfennig und von Peking-Cuteu von 20 Pfennig für jedes Ei zu beziehen sind, während vom 1. Juni ab sich der Preis aus 20 bezw. 30 Pfennig erhöht. Ist somit schon ein frühzeitiger Bezug mit Rücksicht auf den Antausspreis anzuraten, so dürste die Tatsache, daß Frühbruten in jeglicher Beziehung Spätbruten vorzuziehen sind, iwch mehr in die Wagschale fallen. 4°/0 Conv.Türken von 1903 Türkenlosc . .... 7 4°/0 Griech. Monopol-Anl. •. 4°i0 äussere Argentinier 3°I.. Mexikaner . ...... 3% Portugiesen Serie I Portugiesen „ III 4,/,°/. russ. Staatsaul. 1905 100.15 ~ ” 98.55 ** Märkte im April i n 0 b c r () e H c n undNachba r- s ch a f t. 4. Herborn, 5. Gedern, Gießen und Altenkirchen. 6. Gießen, 7. Haiqer, 11. Dillenburg und Lißberg, 12. Kirchhain, Langgöns und Ulrichstein, 13. Friedberg und Homberg, 14. Biedenkovß Butzbach und Freienseen, 19. Gießen und ^Altenkirchen, 21. Marburg, 25. Tauernheim, 26. Nieder-Moos, 27. Allcndori, Todenau, Schlitz und Wetzlar, 28. Altenstadt, Biedenkopf, Butzbach, Dillenburg, Ltanterbach und Schotten, 29. Gladenbach. fc. Wiesbaden, 31. März. Heu- und Strohmarkt. *■ Angeiahren waren 4 Wagen mit Heu und Stroh. Aian notierte: H e u 10.50 bis 12.00 Mk., Stroh (Rtchlstroh) 7.20—0.00 Alk. Fr uchtmarkt. Haier 16.50—17.00 Alk. Alles iür 100 Kilo. d. Mainz, 31. März. Ter Musketier Herrn. Lappe aus Saurrwiese bei Altena vorn 88. Jnf.-Regt. hatte sich wegen Meineids zu verantworten. Am 16. Tezernocr fand eine Sitzung des Kriegsgerichts der 21. Division in Wiesbaden statt, ein Kamerad des Lappe Ivar des Diebstahls von Butter, die et einem Gefreiten aus seinem Spind entwendet haben sollte, angeklaAt. Lappe war der Hauptbelastungszeuge. ^lls er unter seinem Eide nach seinen Vorstraien im Zivilleben befragt wurde, gab er an, daß er nur wegen Sachbeschädigung zu einer Geldsttase verurteilt worden sei, während er in Hagen nnb Altena dreimal und zwar wegen Raubes mit 6 Wochen und wegen Diebstahls mit 1 W.che und 15 Tagen Gefängnis bestraft word^en war. In Wiesbaden wurde der damalige Angeklagte tv-egen des Butlerdiebstahls freigesprochen, den Aussagen des Lapvc schenkte man keinen Glauben. Wahrend des Fastnachtszuges in Mainz war L. mit anderen Soldaten im Karnevalszug als Statist tätig, am Nachmit.ag kam er in eine Wirtschaft in der Nahe der Kaserne. Bei seinem Weggehen sah er im Hausflur einen saftigen Kalbsbraten von vier Pfund auf dem Eisschrank stehen, er wickelte den Braten in eine weißleinene Landwirtschaft. Stuten körung der L a n d w i r t s ch a f t s k a m mc r bo. Gpq. • • - giumin. amort Rente bo, Rente „ um 11 Uhr: .Heil. Messe. Nachmittags um 3'1. Uhr: Fesi°Andacht mit Segen. bis 31. März -- Z- 3,3 ° C. ,, 31. „ = - 2.1 °C. 4 4 4 4 4 4 4 ä 4 2*/ h 18®i 0, 'v >, ■ l«89 , l '.4 00, I. bo, • l. TeüefiomscSz® [ius’sberEChte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für und Industrie^ Frankfnrter Hörse, 31. März, 1.15 Uhr. ICtrdic nnd Sc!)ule. — Darmstadt, 31. März. Unter den Handarbeits- ausstellungen, die am Schlüsse des Schuljahres von hiesigen Mädchenschulen veranstaltet wurden, dürfte die des Hofmann s ch e n Instituts die interessanteste gewesen sein. Tenn die im Landesgewerbemuseum ausgelegten Arbeiten stellten den e r ft c n B e r s u ch eines neuen und verbesserten Unterrichtsplanes dar. Verschwunden waren in ihm die seither üblichen Strickstreifen, Normalstrümpfe und Uebungstücher, bei deren Herstellung so häufig Tränen vergossen werden. Dafür sah man Deckchen, Gürtel, Nähsteine und Nähbeutel, die von den sechs- und siebenjährigen so geschmackvoll hergestellt waren, daß man über die Geschicklichkeit der Keinen Hände staunet: mußte. Tie 9—12 jährigen hatten bis ins Einzelne zierliche Puppeusachen zugcschnitten nnd angefertigt, reizende kleine Puppensweater, ganze Puppenausstattungen nach modernstem Schnitt, gehäkelte oder gestrickte Unterröcke und Jacken für Kinder hergestellt. Bei näherer Bettachiung der Puppensachen tonnte, man sich überzeugen, daß ihre Herstellung leine Spielerei ist, mit der die Schule nichts zu tun hat, sondern ernste und eifrige Arbeit erfordert. Die oberste Klasse hat mit Hilfe der Nähmaschine alle Wäschegegenstände für Erwachsene, auch Blusen, Erstlings- und Kinderkleidep verfertigt. Neben diesen hübsch verzierten, neuen Gebrauchsgegenständen sanden sich auch eingestrickte Fersen, eingesetzte Flicken und Stopfen. Die Vorsteherin, Fräulein v. Sczeepanski, stellte in ihrer Eröffnungsansprache an den Handarbeitsunterricht folgende Forderungen: 1. Er darf nicht 'auf der primitiven Stufe, nur mechanische Fertigkeiten zu vermitteln, stehen bleiben, sondern soll den Formen- und Farbensinn ausbildeil und damit die natürliche Gestaltungssähigteit des Kindes ausbilden; 2. Er beginne nicht wie seither mit dem Stricken, sondern mit dem Nähen, das in allen Schuljahren die Grundlage bleibt, und dadurch, daß die Hebungen an Gebrauchsgegenständen ausgeführt werden, fallen die Strickstreifen und Uebungstücher weg; 3. Er lasse dem ftinbe Freiheit, selbsttätig zu geffaiten, und dazu bietet die Puppe die beste und nattirlichste Uebungsgelegenheich 4. Er bleibe mit dem Leben in Verbindung; 5. Auf der Oberstufe soll er mit dem Zeichnen in Verbindung gesetzt werden, damit aus der höheren Töchterschule heraus eine Anzahl künstlerischer Berufe ergriffen werden kann, und es werde das Nähen mit der Nähmaschine, der modernen Zeit entsprechend, in das Arbeitsgebiet der Oberklasse ausgenommen. Die Arbeiten haben den Beifall der zahlreichen Besucher gefunden und gezeigt, wie unter geschickter Leitung Fähigkeiten entwickelt werden können, die bisher vielleicht versäumt worden sind zu erwecken. Möge dieser Versuch in der Umgestaltung des Handarbeitsunterrichts zu weiterem Anregung geben und damit zur Hebung des Kulturlebens beitragen. 3‘/, bo. (WnL v. M 3 bo. bo. v. 189 3'/,Elhwebische v. 1880 abc 3‘/, bo. v. 1890 , 3 bo...... 3'/, Sitotij. Sibg. («.<) 4 Leid, amort, . 1895 (■ 4 Lian. au6l. Rente v. : 31/, Türl.-Egypt. Tribut . Aizent. uin. Mm. v bo. , . t do. ab ... °- °°8- t. G. /' * mm v. 188«. I1' lb°o Tolb,Anl. vh Wr ®oMni ?i'oüq 4'i. i.; ;?■ 1 3 ’ bo. pneili, ‘ 6 lüolb'iünl. u. 18b£ Tons. L. 8. Ter. Tolb'Anl. 6m. Ul LmMente v. 1 bo. v. 1! SS .< bo. b0- 3 4 bo. -n .. bO. ’ ‘ 4 Lulltet ’ 1875-: ' 1900 • 4 bo. — V; M SlaolSanl v. 190 ■ ■ ßonlolMni. v. * 7Z to. v. . do. 8,2(nl. unt kAr:: 3% d°> bo. v' V ■■ bo. .W.ain 4 Hamburgers - 6l 3'/, 1°' bo. J 3 StM v.11 4 WW 1906 - ' 4 t W* 3'1, i0- bo. Aiävz April ItilU vniometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative । Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke | (Brat) 1 der Beirölkung 1 in Zehniel der | pcheb. Himmeisfl. Wetter 31,1 216 756,4 2,5 4,9 89 NE 6 5 Sonnenschein 31.1 d"> 756,5 0,9 4.0 80 NE 4 0 Klarer.Huumel 1.! 7” 755,2 0,5 3,7 78 NE 4 0 Sonnenschein ^Schoten der Station EM 4 Stuttgart do. 100 do. do. Preußische ConsolS do. do. Preuß 91.20 do. do. . S. ISIünbb.ab. 1908 Lire unk. b. 1909 91.40 4*/ Bukarest 4050c do. 99.50 2043c Rhcm. Hyp. 82.10 2000c Moskau Ser. 30*33 unk. b. 1913 1000c Wien Kommunal i. G. Südd. Boden Kr. S. 53 u. 54 lündb. b. Ausländische do. bis incl. Ser. 52 100.20 4 67.90 t G. Oest.-Ung.StaaSb. 160.50 Gotthardbahn. .1 Oest.Südb.(Lomb > 22.10 Ital. Mittelmeer . I (conö.) 24.20 do. tinbeitl. Rente Raab*Odenb. . Standesherrliche Anleihen. 2)1. r. 102 41/, Eisenb. Rcntenbank 4 do. do. 41/, Eisenwerke Lollar r. 102 37, Frankfurt 4 M. do. Spez. . 4 do. 4 Neue Boden r. 102 do. DtvIOwde 1908 1909 do. Bank Badische Bank . 93.10 Hyp.-Bt. Lit. A M. 1000 3'/.. do. v. 1898 Lit. B M. 1000 do. v. 1891 Lit. H 137.40 139.90 )ad)t mit Legen. 100.30 BercinSbank . . . M.600 4 Freiburg Tlr. DiSkonto-Gesellfchaft M. 600/1200 2)7.600/1200 Wetter 27,Stnhlweißenb..Raab-Graz s.fl v. 100.10 v. 1907 Unverzinsliche Lose. 5 ; Zonnenscheitt (Eisern Lor) Gold stsr. q 1 Sonnenschein NE i! Nürnberg. BereinSbk. M. 300/1200 unk. b. 1910 . do. v. II. Außereuropäische. 4 Heidelberg bis» 37, do. inn. G.-Anl. v. 1887 adgest. do. 1890 v. 574. 100.50 Ultimo 285.50 BeremSbank do. Industrie-Aktien. 91.90 abgest. 80°/, Mannheim v. 1901 lündb. ab 1906 unk. b. 1913 do. S. 28-30, 32 (ttlgb.) 99.60 45 (tilgb.) do. S. 4% Offenbach 1887 stf. gar. S. 200/1000 Kaschau.Odrb. v. 1889 Lit. N-P . 37 Oest. Süd (Lomb.) stf. i. W v. 1901 kündb. 1906 . i.G. 1500 v. 1883 abgest. v. 1889 v. 1891 1888 1897 do. do. amort. ab 1907 amort. ab 1910 . 500 1000 500 200 Dresdner Bank . . Dresdner Bankverein G. G. G. G. G. do. do. do. do. 101.70 99.40 do. do. do. do. 156.25 103.75 137.10 4 4 4 4 5 5 5 <7, 47, v. v. kündb. lündb. lündb. ab 1901 ab 1902 ab 1908 74.20 117.50 103.10 95.80 92.60 89.- mitgeteilt von der Reichsbank Frankfurter Eisenbahn-Renten-Bk. . Fratikf. Hypothek.-Bauk 4 4 4 4 4 4 Bank-Aktien. . . M. 1000/3000 99.30 92.— 3 4 4 3 5 5 40 100 100 150 116.— 102.60 36.20 94.75 94.50 4 5 4 4 4 47, 4 4 4 4 öfL® Kr. M. ö.fl. 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 5 3 47, 4 Fulda 4 Gießen 4 4 37- 500 500 500 100.10 92.10 88.30 88.30 47 44 M. 1000 Tlr. 100 140 60 147.9) 148 90 4 37, Ser. 5 unk. b. Ser. 6 unk. b. Ser. 7 unk. b. Ser. 3 kündb. Ser. 4 kündb. 4 4 4 4 4 4 37, 3 3 3 4 8 convert. d. 1897 v 1902 v. 1905 106.50 104.20 98.30 84 — 82.90 100.40 93.— 92.- 90.20 90.20 100.30 37, 4 37, v. 1895 kündb. ab 1905 v. 1904 untilgb. b. 1912 37, do. 37, do. äntz. E.*B. t. G. innere v. 1888 . äußere Gold*Anl, 101.— 49.20 98.60 95.— 101.60 102.60 69.40 v. v. v. v. v. v. v. 68.50 96.40 99.25 65.25 66.40 12.40 91 70 101.80 92.- 102.50 100.25 99.— 91.75 91.30 85.50 78.20 96.30 Fr- M. do. do. 1912 1914 1915 1912 1914 Pes. Lstr. P-s. 78.40 78.70 75.80 158.60 142.75 4 ä7, 37, 37, 37, 37, 95.— 93.30 93.50 92.10 92.60 85.10 99.30 Oest.*Ung. Bank . . Oest.-Lauberdank . . Oest.-Kredit-Anstalt. . Pfälzische Bank . . . Preuß. Bodenkreditbank 11. 41 unk. b. 1910 unk. b. 1913 . . lündb. ab 1908 . Rente Rente do. Rente Rente 87.- 95.10 92.70 82.50 do. do. do. do. do. Ungar. Kreditbank . . Unionbank (Wien) . . Wiener Bankverein. . Württbg. Bankanstalt. 16 u. 17 nut. 1910 18 20 12, 13 15 1909 1911 1913 1905 1906 1906 Trier v. 1901 kündb. ab 1906 do. v. 1899 98.- 97.25 Madrider abgest. . Meininger Prain. Pfandbr. Oesterr. v. 1860 . . . Oldenburger Russische v. 1864 . . Russische v. 1866 . . 450.- 177.- 381 SO 237.0) 14u.5O 144.00 105.10 146.20 83.70 100.50 101.80 Bayr. B. f. Hand. u. Jnd. M. 1000 Bayr. Hyp.* u. Wechselbk. s. st. 500 Berliner Handelsg. . M. 500/1000 v. 1886 n. 88 . . . . v. 1894 . v. 1905 unk. b. 1915 . 76.- 102.80 unk. b. 1914 Kommunal. v. 1888 v. 1895 v. 1898 lündb.ab 1903 1905 do. S. 40 do S. 43 do. S. 46 Staats. oder provinzial*garant. Hess. LandeS-Hyp. Bank Ser. 12—13 d°. do. „ do. E.V. 71 Kr. 1400 ö. fL 200 ö. fl. 260 2)1. 1200 Tlr. 200 Rbl. Lire M. do. do. do. do. do. do. Ser. 14 v. 1884 conö. v. 1888 conti. v. 1895 . . v. 1898 . . ö.fl. Kr. 95.— 89.90 94.50 105.80 103.— 99.80 M. 137.- 174.50 126.— teiiieinöe. .. April: cnh§ um 8 Uhr. Gelegenheit v. 1875—80 abgest. v. 1900 .... v. 1903 .... v. 1896 .... 87, 37, 37, 37, 37, Rio de Janeiro ti. 1909 t. G. Sofia 4 2? 37, 37, 37, 37, 103- 89.- 88.70 88.70 88.70 89.30 4 4 4 37, 37, 37, 37, 4 146.— 204.— 134.75 100.30 283.50 182.— 127.— 127.- 110.— 4 4 4 4 37. 37. 37, F 3 37, 37, 37, 4 4 4 4 * ( 40Ö v. 1881 n. 1884 abgest. ti. 1888 v. 1898 lündb. ab 1902 v. 1903 lündb. ab 1908 1901 Ser. I lündb. ab 1906 StaatSb. v. 83 I—VIII Em. IX Em. v. 1885 99.90 100 25 100.25 81.25 95.30 76 — v. 1889 1. Rg. v. 1889 II. Rg 1881/88,92, 93 i. G. v. 1903 1. G. v. 1891 v. 1894 . . v. 1898 . 37. do. 37, dö. 37, 37, 37, 37, 37, 37, 4 94.— 95 — 4 37, 47, 4% Staats-Anleihen a. Deutsche. Deutsche ReichS-Anleihe . . . . 96.80 98.— 97.- r-erlmer yätft. BliesenbachBergw. „ Borz.Akt. Bochumer Guß . BuderuS Elsen . Concordia Bergb. Dl. Lnxemb. Bg>v. Eleltr.Vichtn.Kraft Eschweiler Bergw. Fa^on Nlannstadt „ Borz.Akt. Gelsenkirch. Brgw. Harpener „ Haspcr Eisenw. . Hemmoor Zement Hlbcrnia Bergw. Hösch. Eiseniv. yumbold Masch. . Lanrahütte. . . lUtaljen Bergbau. Mülheimer Bergw. Rordd. Wollkämm. Oberschles.E.*Jnd. Phönix Bergw. . Ülhem-Naff.-Bgiv. Rhein. Stahlwerke Rlebeck 'Montan . Schles. Berg-Zink Wegelin & Hübner Westeregeln Alkali w Borz.Alt. - ff.7 Tlr. 20 Tlr. 10 . Fr. 15 Lire 150 Lire 45 Lire 10 . ML 7 ö. fl. 100 ö.fl. 100 . f- fl- 7 ö. fl. 10 Fr. 40u Fr. 400 ö. fl. WO Lire 30 I 102.10 7u.25 98.75 99.— 10U — 94.70 95.— 252.90 107.30 127.50 19150 162.40 f/; 47, 4 37, 3 4 4 do. v. 1902 unk. b. 1910 do. ti. 1896 Fr- Fr. Anl. abgest. do. do. . . 101.30 98.80 91.60 91.50 91.50 95.70 v. 1888 ,. G. v. 1909 t. G. Fr- M. Pes. Lstr. M. abgest. 1878 u. 83 . abgest. Lit. J v. 1884 Ser. Ser. Ser. Ser. Ser. u. S. 18 . uni. b. 1912 4 5 5 4 4 37, 6 4's, 57, 57c 57, . alt. K. Rbl. . alt. K. Rbl mer Bechlolsheimer. den 3. April: litchk. müon der Kinder aus der c des heil, Abendmahls. chloiser. leskitche. ion der Kinder aus der Lukas- B. eld. Dl. 1000 I M. 1000 | M. 1000I . amort. do. do. amort. amort. 4 37, 37, 3V, 4 37, sV, 3 Hyp.*Krcl>V.l. S. 15* iu, 21-27,31,34,35*39,42 Ser. 19 Kommunal Ser. 1 unk. 1910 107.44 ' 144.S) 110.9-1 16 5 136.^ 1. S. 1. G. G 1. G. i. 65. Augsburger . . . Braunschweig . . Finnländische . . Freiburger . . . Genua Mailänder . . . Mailänder . . . •Iheiniugec . . . Oestr. v. 1864 . . Oestr. Kredit v. 1858 Papenh. Grast. . . RndolfS-Stiftung . Türkische .... do. .... Ungar. Staats . . Benetianer . . . Zürich v. 1889 Stadt BuenoS-AireS v. 1892 1. P. Pfdbr. Bk. do. do. > do. do. do. do. do. do. Hrichten. iiit'uioe. 2. April: irche. Pfarrer Schwade, rrkirche. do. t. P 0.1898 lündb. ab 1908 Jnvest*Anl 143.50 152 70 194.60 139.— 140.— 123.90 195 00 108.— 198.60 83.- 130 50 446.- 113.00 26.x- 163.20 124.- 16.20 261.3 ■ 147.00 144.80 238 GO Weißer Sonntag: endest w heil. Leicht, heil. Zieste. der bL Kommunion, st Predigt. , stenhl.^ommunwnderMder. Hessische St.'Anl. ti. 1899 do. v. 1906 - . - ti. ti. ti. v. do. 98 unk. 1909 stsr. gar. do. 1901 unco.b. 1915 ftf.g. 3'/, Kassel abgest 37, Kissmgen v. 1886, 1888 u. 1903 4 Köln v. 1900...... 4 „ v. 1908 4'/, Grs. Hcnstet Hg.v. Tonn. r.L105v.84 4 Fürstl. Solms-BraunselS v. 1880 . 37, do. do. v. 1886 . 3'/, Grast. SolmS-Laubach abgest. . . unk. b. unk. b. unk. b. unk. b. unk. b. 24.250 110.30 ■x78.- 213.40 146.50 202.40 226.75 148 — 215.25 199.90 180.75 116..5 n. 14-15 . Ser.I—V unk. 1909 Kom. Obl. S. 5—6 . u. 7—8 . Diverse Obligationen. 4 Buderus r. 103 5 Dtsch. Lnxemb. r. 100 . . . ’ * do. (Salzkgtb.) stf. i. G. . . Nngar.-Galizische . sts. i. S Vorarlberg ... „ i. S. Ie 3tal.ni.gar.E.B.Ser. A-E.i.G. Ital. Mittelmeer steuersr. t. G. Würzburg do. 93.60 85.10 93.6U 85.10 100.30 93.40 92.90 86.— 101.70 92.90 93.— 83.90 91.— 81— 81.— 101.70 S. 19 S. 22 S 25 S. 27 S. 23 S. 26 S. 17 S. 24 101.10 101.40 93 2 ' 93.20 93.20 93.40 95 — 95.— 95.50 99.80 84.60 Provinzial- and CommunaL Obligationen. Rheinprovmz AuSg. 20 n. 21 unk. b. 1902 do. „ 22 u. 23 .... 1893 1896 1897 1903 1905 92.80 92.80 92.80 4 4 4 4 ■J Moskau-Kasan unk. 1915 . . . Russische Südost 97 stcnerfr. gar. do. do. do. do. 47, 37, 37, 4 4 4 4 4 37, 37, 37, 37, 4 rz- 87, 4 20^' 216 W do. do. SJlumän, do. do. do. do. do. do. do. do. do 91.50 100.20 91.40 do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. 3 87, 3 4 37, 3/, 3 4 3-, «7, 3 37, 3% 3 4 37, 3 4 4 3 7, ö.fl. 200 ö. fl. 200 ö. fl. 200 600/1200 s. st, 350 292.25 132.— 173.— 120.— 191.25 164.90 9800 223.90 298.- 182.60 202.75 4"7 50 195.25 213.80 102.50 Salonique*Constant. Jonction . . do. Monastir . . 2020/4040 BreSl. Diskontobank Mk. 600/1200 Commerz, u. Diskonto-Bank . . Darmstädter Bank . . M. 1000 (Bank f. Handel u. Industrie) Deutsche Bk. S.I-X M. 600/1200 Effekt.* 11. Wechselb. Tlr. 100 Lstr. M. Lstr. M. do. do. do. ti. 1901...... ti. 1894 ti. 1905 v. 1902 kündb. ab 1907 . v. 1903 kündb. ab 1908 . v. 1897 do. do. do. do. do. 100.- 92.30 99 — 94. - 99.30 99.30 9‘i 50 99.80 99. 0 94.10 94.10 91.- 91.50 9H.80 99.80 91 60 91.60 01.70 99.60 99.60 99 60 99.6) 92 — 92.20 100.40 93.40 do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do do. do. do. do. do. 154.20 210.50 166.40 102.40 119.20 125.50 1903 kündb. ab 1908 1879 1900 kündb. ab 1906 1891/92 (abgest) . . 1898 1902 lündb. ab 1908 1905 231.- 127.50 127.— 214 60 101.40 163.50 124.75 138.— 198.20 142.90 179.50 5 5 4 3 3 3 3 3 3 3 3 3 4 4 Aktien ausländischer Transport- Anstalten. 37. Hambg. Hyp.*Bk. Ser. 1 — 190 n. 301*310 37., da. do. Ser.311-350uuk.b.l913 v. 1901 kündb. ab 1906 . . abgest v. 1887 v. 1891 abgest ti. 1896 ti. 1898 v. 1902 Ser. II kündb. ab 1907 1901 lündb. ab 1907 . . . 1887/89 1896 lündb. ab 1901 . . . 1903 nnk. b. 1914 . . . . v. 1899 unk. b. 1910 . . . ti. 1903 unk. b. 1910 . . . ti. v. v. v. do. ex. A. Sch. . ö. fl. 150 Anrechtscheine . . . . fl. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. DormS do. do. do. do. do. do. do. 3 3 4 87, 37, 37, 3 Mexik. amort innere Ser. I—IV do. cons. äußere ti. 1899 steuersr do' cons. innere do do. Lose. . Tlr. 100 . 0. fl. 100 . Tlr. 100 . Tlr. 100 . Tlr. 50 . h.fl.100 . Tlr. 100 . Tlr. 50 . Fr. 80 . Fr. 100 . Tlr. 1U0 ö. fl. 500 Kursblatt des Gießener Anzeigers vom (. April 1910. do. do. Alzey v. 1899 unk. d. 1912 3% Aschaffenburg v. 1888 . . . 4 Augsburg v. 1901 unk. d. 1908 Verzinsliche 4 Badische Prämien Serie II . 5 Donau-Negulierung . . . 37, Gothaer Präm. Pfandbr. I . 37, do. do. 11 3 Hamburger v. 1866- . . . 3 Holländische Komm. v. 1871 . 37,Köln*Mindener . . . . 37, Lübecker v. 1863 . . . . 27,Lüttlcher v. 1853 . . . . WotWen.»t..3r.}anf3o%(lf,!J Hyp. D. Zf. kündb. ab 1905 . . Bank für handel und Industrie Niederlassung Gießen. Argent do. do. do. do. do. Oest.. do. do. do. do. do. do. S. do. S. 37, do. do. Kommunal Ser In.II nnk. 1909 37, Nassauische Lanbesb. Lit. F. G. H. K. u. L, 87, do. do. „ M. N. P. . . 37, Casseler LandeS*Credltanst. unk. . . . do. do. do. do. M. Tlr. M. Fr- do. do. do. do. do. do. do. Frk. do. do. do. do. do. 4 27.0 2%. a. M. Lu. N u. Q abgest. v. 1906 . . . . „ R abgest. . . 'Straßenbahn- v. 1899 . v. 1901 Abt. I. . . . v. 1901 Abt. II. n. HI. 13Lg 262.93 155.0 WlJt 4 Babenhausen (Hessen) 37, Baden-Baden v. 1898 lündb. ab 1903 37, Bamberg v. 1888 ...... 37, Berlin v. 1886/92 Bingen v. 1901 lündb. ab 1906 . . v. 1895 31/, Nauheim v. 1902 unk. b. 1912 . . 37, Neustadt a. d. H. v. 1889 .... 37, do. v. 1903 lündb. ab 1903 4 4 87, 3 do. Hyp.*Akt.*Bk. M. 600/1200 Rhein. Kreditbk. M. 600/1000/1200 Rheni. Hyp.*Bank M. 600/1200 Schaffhaus. Banktier. . M. 1000 Südd. Bodenkredit-Bank . M. 600 4 ' Erlangen v. 1900 unk. b. 1911 . . B. v. 1900 lündb. ab 1905 3710 Neapel staatl. gar. Stockholm v. 1880 Sächsische Rente . v. 1907 do. do. do. do. 4'/, do. Pes. Lstr. M.! I 4 Italienische Rente 2*Ln do. do 4' Oest. Silber-Rente 47 do. Lapier-Rente ' do. Gold-Rente. do do. Frauz-Fosef do. do. v. 1886,97,1902 I 190.— 102.50 102.20 100.— 102.- 102.30 99.— 93 30 100.— 96.50 freekfnrttt Körle Aschaff.Masch.Pap 9ieue Boden A. G. Brauerei Binding. „ Henninger. „ do. Pr. Akt. „ Kempfs . . „ Mainzer Akt. „ Rettenmeyer „ Stern(Obecr.) , Wergec . . Zements. Karlstadt Egem. Bad Vlniliu „ Bleiu.Silb.Br. w Gnesh. Elektr. „ Albert . . . Dt. Atl. Telegraph Elektr. Böse Borz. „ Allgem. Berlin „ Laymeyer . . „ Schlickert . . „ Stem. L HalSke „ Untern. Zürich Farbwerke Höchst. KUllstseideFft.a.M. Masch. Kleyer. . „ Gritzner . . „ Fab.LSchleich. Hamb.-Am.-Pcktft. Nordd. Lloyd . . Steaua Rom.Petr. Xw 6' ö Sonnenschein : 4 I 0 I lUarerNffid *1 n SAnnrnkofin Ausländische. Elisabeth steuersr. i. G. . . 2000 K. Ferd. Nrdb. 1887 stf.S. 99.60 99.60 100.— 99.60 100.50 94.60 92.50 92.50 92.- 83 50 83.50 83.50 ?9.50 99.50 99.80 91.— 91.- 37, do. 47, Landw. Kreditbank Pfandbr. T-V do Landw. Kreditbank Lit. D-J . Würnembg. do. do. do. do. 37, Offenburg v. 1898 kündb. ab 1904 . Psorzheun v. 1899 kündb. ab 1904 . ab 1906 . ^Nürnberg v. 1899-1901 . . . do. v. 1902 unk. b. 1913 do. do. 2 . . do. do. Ser. 6..... do. do. ©er. 7 kündb. ab 1906 do. do. Ser. 8 unk. b. 1911 . do. do. Ser. 9 ... do. do. abgest...... do. do. kündb. ab 1905 . . do. do. kündb. ab 1907 99 70 99.70 99.70 99.60 100.- 91.— 91 00 91.00 do. Ser. 10..... 9/.80 do. (ErganzgS.*N.) „ t. G. 500 n do. ti. 1895 sts. 1. G. 1000/^000 M. Prag-Dux v. 1896 stf. i. G. r Raab-Oed.-Ebens. „ i. G. 400 ■ do. do. ti. 91 „ i. G. 400 M do. do. v. 97 w t. G. 400 Vf Rudolf..... 1. S. e s.fl. Geschäfts-Uebernahme 1930 Pfund 45 Pfg. sva es mein Speisen mir das Mit der Bitte um geneigten Zuspruch versichere ich, dass Bestreben sein wird, durch Verabreichung nur bester und Getränke, sowie durch aufmerksame Bedienung Zutrauen meiner geehrten Gäste zu erwerben. Hochachtungsvoll V. Lotz Gewerkschaft „Gottesgabe“ Blei-, Zink-, Nickel- und Silbererzbcrgwerke ss10/3 ------ Wulmeringhausen Westf. ------- Freibank. Heute und morgen: ftubflciidb Pi und 50 Psg. Gesalzenes Stiersleisch, Hierdurch die ergebene Mitteilung, dass ich das früher von meiner Frau geführte Restaurant „Zum Augustiner" — Ludwijsplatz 15 — übernommen habe. Inhoffens Bärenkaffee ist der wohlschmeckendste und gehaltvollste Bohnenkaffee. d3% mnwl a. M., stras.e 8. Beginn d. neuen Schuljahres: Montag den 4. Avril. Lebrfächcr: Buchführung, Korrespondenz (deutsch, engl., franz.>. Handelslehre, Kalligraphie, Stenogr., Maschinenschreiben ufro. Anmeldungen täglich 11—12 Ulir. Näher, besagt der Prosp. (ssV.i Die Direkt.: Gans. Tel.9340. Das Entlassungs-Zeugnis befreit vom Besuche der obligat. Fortbildungsschule. Pa. Rindswürstchen ä Psd. 80 Psg. empfiehlt (0327 Julius Rosenbaum, Metzgerei, Kirchenplatz 4. Telephon 319. Reinecke 1 Hannover. Bereinsbcdarfsartikcl. (hv,sAo Das Vorlesungsverzeichnis der Universität Rostock für Sommer 1910 ist kostenfrei durch das Sekretariat zu beziehen. I*/a Amtliche Bekanntmachungen der Stadt Gießen. Alllsemkiirer JevWer graucKnerein uni Wdagogislher Verein heWer Seherinnen Montag den 4. April, 5 Uhr, im Jpotcl Schütz Vortrag von Frl. Büttner aus Bremen: Fröhlicher Unterricht ein Beitrag aus der Praxis zur Reform d. Elementarunterrichts Eintritt 30 Psg. [Dm/S) Nichtmitglieder willkommen. < Motor- wagen-Reparaturen erhalten Sie schnell, gut und preiswert ausgeführt in der mech. Automob.-Werkstatt von Peter Kronenberg Gießen, Süd-Anlage 7 Telephon 680 aM/a Frühjahrskontrollversammlung. Es haben aus der Stadt Giehen auf dem Hofe der alten Aaierue am Landgraf Phtlivv Platz ohne weiteren Befehl zu erscheinen: 1. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Reserve und der Landwehr 1. Aufgebots (kleiner Dienstanzug), soweit sie verhindert sind an der Offizier Koiitrolloersammlung am 16. April 6.30 abends im Kasino des Inf. Reg. Nr. 116 teilzunehmen; 2. Die Mannschaften der Reserve und Landwehr 1. Aufgebots aller Waffen einschliehlich Halbinvaliden und nur Garnison- dienstfähigen ; . t 3. Die zur Disposition der Truppenteile oder Ersatzbehörden entlaßenen Mannschaften aller Waffen; 4. Die Ersatzreservtsten, geübte und nicht geübte; und zwar: Am 7. April, 9 Uhr vormittags, Jahrgänge 1905, 1906. 1907, 1908 und 1909 der Infanterie und tue zur Disposition der Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften aller Waffen. Am 7. April, 2 Uhr nachmittags, Jahrgänge 1902, 1903 und 1904 der Infanterie. _____ Am 8. April, 9 Uhr vormittags, Jahrgänge 1905, 1906, 1907, 1908 und 1909 der Spezialwaffen und Ersatzreserve. Am 8. Avril, 2 Ubr nachmittags, Jahrgänge 1903 und 1904 der Svezialwaffen und Ersatzreserve. .... Am 9. April, 9 Ubr vormittags, Jahrgng 1902 Spezia Iw aff en und Ersatzreserve, Jahrgatig 1901 aller Waffen einschl. Ersatz- reseroisten. Am 9. April, 2 Uhr nachmittags, Jahrgänge 1898, 1899 und 1900 der Infanterie. __ . Am 11. Avril, 9 Uhr vormittags, Jahrgänge 1898, 1899 und 1900 der Spezialwaffen uud Ersatzreserve. .. Am 11. Avril, 2 Ubr nachmittags, Jahrgang 1897 aller Wanen, einschlietzlich Ersatzreservtsten, sowie die oben unter Nr. 1 Aufgeführten (Offiziere 2c.) aller Jahrgänge und Waffen der Reserve und Landwehr 1. Aufgebots. Für die aus Bahnhof (Sicken beschäftigten Beamten und Arbeiter aus Bahubos (Sicken: . Am 20. April, 9 Ubr vormittags, Reserve, Landwehr 1. Aufgebots und Ersatzreserve, sowie die zur Disposition der Ersatz- Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, soweit sie nicht von der Teilnahme an der Kontrollversammlung befreit und. Es wird folgendes erinnert: 1. Befreiungsaesuche sind bis spätestens 8 Tage vor dem Appell durch den Bezirlsfetdwebel des Hauvt-Meldeamts einzureichen und müffen durch die Bürgermeisterei bezw. bei Beamten dutch die vorgesetzte Behörde beglaubigt fein. . Berücksichtigung kann nur in den dringendsten Fallen stattfinden. , 2. Jeder Kontrollvflichttge ersieht die Jahresklaffe, zu der er gehört, aus dem Deckel seines Militärpasses. 3. Die Militärpäffe mit eingeklebter roter Kriegsbeorderung bezw. Paßnotiz und Führungszeugnis sind miizubringen. 4. Die Leute haben in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen, Stöcke, Schinne, Pfeisen und Zigarren sind vorher wegzulegen. 5. Sämtliche Mannschaften stehen während des ganzen Kontrolltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz. Demgemäß werden auch Unpünktlichkeit und Versäumnis der Kontrolloersammlung bestraft. (B*/< Bekanntmachung. Die nachfolgende Ortssatzung bringen wir hierdurch unter dem Anfügcn zur öffentlichen Kenntms, daß die Schlachthofkassc sich vorläufig im Oktroihaus am Neustädter Tor befindet. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Lrtssatzuna für den städtischen Schlachtbös in (Sieben. Auf Beschluß der Stadtverordneten - Versammlung vom 17. Februar und 24. März 1910, nach Anhören des Kreisausschuffes und mit Genehmigung des Grotzh. Ministeriums des Innern vom 23. März 1910 zu Nr. M. d. I. II. 1407 wird auf Grund der Bestimmungen tn Artikel 9 der Städteordnung für den städtischen Schlachthos in Giehen folgende Ortssatzung erlassen. I. Schlachtgebühren. § 1. Wer ein Stück Vieh der nachbenannten Arten int städt. Schlachthos schlachtet oder schlachten lägt, hat für die Benutzung der hierfür bestimmten Räume und Einrichtungen zu zahlen: für ein Stück Großvieh ' 8.50 Mk. für ein Kalb (Rindvieh im Alter bis zu 6 Wochen) 1.10 Mk. für ein Stück Einhufer 6— Mk. für ein Schwein 3.25 Mk. für ein Ferkel (Schweine im Alter bis zu 13 Wochen) 0.25 Mk. für ein Schaf 1.10 Mk. für eine Ziege 0.50 Mk für ein Lamm (Schaf oder /liege, noch v. d. Mutter genährt) 0.25 Mk. § 2. Für Notschlachiungen an Sonntagen oder gesetzlichen Feiertagen wird ein Zuschlag von 2 Alk. für jede angefangene Stunde, für Schlachtungen außerhalb der Schlachtzeit ein Zuschlag von 1 Mk. für jede angefangene Stunde erhoben. In beiden Fällen nt das Schlachten nur mit besonderer Erlaubnis des Schlachthofdirektors oder seines Vertreters erlaubt. II. Stallgcbuhrcn. 8 3. Für dasEmstellen der Tiere in die Ställe des Schlacht- Hofs ist zu zahlen, luenn das Tier über Nacht im Stalle bleibt, für leben angefangenen Kalendertag a) für ein Stück Großvieh oder ein Pferd 20 Psg. b) für ein Schwein ober ein Stück Kleinvieh 10 Psg. c) wenn das Vielt zwischen 8 Uhr abends und der Oeffnung des Stalles am Morgen oder an einem Sonntag oder gesetzlichen Fetertag eingestellt wird, für jeden Transport eine weitere Gebühr von 50 Psg. 111. Fnttcrgcld. 6 4. Das Futter, welches den Tieren im Lchlachthof verabreicht wird, ist nach den vom Bürgermeister festzusetzenden Ein- Dortmunder Löwenbräu der ältesten km-Brnncrei Mmniis. Helles Bier edelster Art, bestvoll- tommenster Ersatz für echtes Pilsner. Flaschenbiere. Original-Füllung unserer Niederlage. Hygienisch rein. Sehr wohlbekömmlich. Niederlage: H. Heyns • Giessen Walltorstraßc 5. Telephon 322. 653 Beyg liesst Giehen, den 29. März 1910. Bürgermeisterei Giehen. Meeum. heitspreisen, welche durch Aushang bekannt gemacht werden, zu vergüten. Der Bürgermeister bestimmt auch die an die einzelnen Tiere zu verabreichenden Futtermengen. IV. Wiegegebühren. 8 5. 1. Für das Wiegen des lebenden Viehes ist zu ent- ric&ten: a) für ein Stück Grobvieh 20 Pfg. b) für ein Stück Kleinvieh oder ein Schwein 10 Pfg. 2. Für das Wiegen des ausgeichlachteten Fleisches, für welches die Verordnung, das amtliche Verwiegen der Schlachttiere betreff., vom 5. Dezember 1908 mahgebend ist für Fett, Häute und dergl. wird erhoben: al für ein Stuck Grohvieh 40 Pfg. b) für ein Viertel von einem Stück Grohvieh 10 Pfg. c) für ein Schwein 10 Pfg. d) für ein Kalb, Schaf oder Ziege 5 Pfg. e) für Fett, Häute und andere Teile eines geschlachteten Tieres 5 Psg. 3. Das Wiegen darf nur auf den öffentlichen Wagen im Schlachthos geschehen (8 1 Abs. 2 der Verordnung, das amtliche Verwiegen der Schlachttiere betreffend, vom 5. Dezember 1908). 4. Für eine Ohrmarke zur Kennzeichnung der Schweine werden erhoben 15 Pfg. V. Frcibankgebübren. 8 6. Für Zerteilen des Fleisches, den Verkauf desselben und die Einnahme der Geldbeträge werden erhoben: für ein Stück Grohvieh 8— Mk. für ein Stück Kleinvieh 4.— Mk. VI. Allgemeine Bestimmungen. § 7. Gebühren, die tn dieser Ortssatzung nicht vorgesehen sind, dürfen nicht erhoben werben, mit Ausnahme der Gebühren für Fleischbeschau und Trichinenschau. 8 8. Die Gebühren sind im voraus fällig; sie find zu bezahlen, bevor die Handlung verrichtet oder die Sache gegeben wird, für welche die Gebühren erhoben werden. 8 9. Die Zahlung erfolgt an der Kasse des Schlachthofes gegen Empfangsbescheinigung derselben. 8 10. In den Schlachthos eingebrachte Tiere und Teile von solchen können für die dafür nach dieser Ortssatzung zu entrichten-1 den Gebühren in Anspruch genommen werden. Die Tiere und 8 ihre Teile dürfen nicht eher aus dem Schlachthof entfernt werden, als bis die Gebühren entrichtet find. 8 11. Wenn die Zahlung der Gebühr verweigert wird, ist die Schlachthofverwaltung berechtigt, soviel Fleisch oder andere Teile der Tiere zurückzubehalten und zu verkaufen, wie nötig ist, um die Gebühr aus dem Erlöse zu decken. Der etwaige Mehrerlös wird dem Gebührenpflichtigen herausgegeben und ist von ihm gegen seine Empfangsbescheinigung an der Schlachthofkaffe in Empfang I zu nehmen. 8 12. Diese Ortssatzung tritt am 1. April 1910 in Straft. Mit demselben Tage werden aufgehoben: die Bekanntmachung, bie Wiegegebühren betreffend, vom 19. Oktober 1890 und vom 26. August 1898, die Bekanntmachung, betreffend die Gebühren für den Verkauf des nicht labenreinen, aber noch geniesbaren Fleisches auf der Freibank im stäbtiichen Schlachthaus, vom 31. März 1894, dte Bekanntmachung, betreffend die Schlachtgebühren, Fleischbeschau- und Trichinenschaugebühren im städtischen Schlachthof, vom 31. März 1909, soweit sie die Schlachtgebühren betrifft. Alle noch rückständigen Rechnungen über Arbeiten und Lieferungen, die im Rechnungsjahr 1909 für das Tiefbauamt erfolgten, sind bet Meldung der Nichtberücksichtigung bis spätestens 1. Mai d. I. in doppelter Ausfertigung und Aktenformat unter Beifügung der Bestellscheine an das ^iefbauamt einzureichen.________________BV4 Alle noch rückständigen Rechnungen über ausgeführte Arbeiten und Lieferungen für die Unterhaltung städt. Gebäude in der Zeit vom 1. April 1909 bis 31. März 1910 sind bis zum 1. Mai d. I. in doppelter Ausfertigung bei unserem Hochbauamt einzureichen. IB‘/4 Städt. Arbeitsnachweis Gießen, Asterweg 9. Es können eingestellt werden: B'/4 a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Tapezierer, 1 Wagenlackierer, 1 iüng. Schlosser, 10 tüchtige Erdarbeiter, 3 Dienstmädchen, 1 Küchenmädchen, 1 Lauffrau, 1 Waschfrau. Lehrlinge: 1 Bäcker, 1 Schlosser, 1 Kaufmann, 1 Stukkateur, 1 Tapezierer u. Polsterer, 1 Gärtner, 1 Wagner, 2 Schneider. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: . 1 Wagner, 2 Sattler, 1 Zimmermann, 2 Schmiede, 1 Gärtner, 3 Schreiner, 3 Schuhmacher, 1 Schneider (Stlemitüdarbeiter), 1 landwirisch. Arbeiter, 1 landw. Dienstmädchen. Lehrlinge: 1 Schmied. Es suchen Arbeit: _ 1 Former, 1 Bäcker, 1 Gartner, 1 Metzger, 1 Hilfsmonteur, ein Blankglaser, 2 Bauschlosser, 1 Jagd- ob. Walbaufseher, 1 Kaufmann, 1 Schreiber, 1 Elektromonteur, 2 Spengler, 1 Installateur, 1 Stüter, 1 Schmied, 1 Eisenbreher, 1 Schreiner, 1 Lackierer und Anstreicher, 2 Schuhmacher, 1 Lagerarbeiter, 1 Kranken pfleger, 1 Ausläufer, 2 Gartenarbeiter, 4 Hausburschew 5 Tagelöhner, 2 Fuhrknechte, 4 Lauffrauen, 2 Lausmädchen, 1 Waschfrau. ______Lehrlinge: 1 Kaufmann, 1 Schlosser._____________________ Stadl. Wohnungsnachweis Gießen, Asterweg 9. Es sind zu vermieten: 4 Wohnungen von 7 Zimmern, 1 Wohnung von 6—7 Zimmern, 2 Wohnungen von 6 Zimmern, 1 Wohnung von 5—6 Zimmern, 2 Wohnungen von 5 Zimmern, 2 Wohnungen von 4—5 Zimmern, 3 Wohnungen von 4 Zimmern, 1 Wohnung von 3—4 Zimmern, 2 Wohnungen von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern, 1 Wohnung von 1 Zimmer u. Kabinett, 5 möblierte Zimmer, 1 möbl. Zimmer mit Pension, 1 unmöbl. Zimmer. 2 Zimmer für Bureauzwecke, 1 Werkstatt, 1 Scheuer mit Stallung, 1 dreistöck. Lagerhaus mit Pserdestall und Heuboden, 1 Laden mit Bureau und Zubehör, 1 Laden mit 2 Zimmern, 1 Laden mit 2 Schaufenstern, 2 Zimmern und Lagerraum. 3n mieten gesucht: 30 Wohnungen von 1—6 Zimmern. B* l 2[< En gros: Tribus & Sundheini, Giessen. [ss,0/i £ipit - Flamm - AMM«. Von 30 Ztr. an frei vors Haus geliefert pro Ztr. 70 Pfg. Einzelne Zentner „ „ „ „ v „ 90 „ Einz. Ztr. 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Z- c ^'Xji»qC3 rjbrikanlen -<■ 6»m <£.«-< ;=L O . t- £ lit gut und m der siattvon 'berg age? aM/s ° o ^2 ö o> « = * 5 =s o 'S' tz tt=-~ o e — = £<> »®^S «B> -- e o~«> — 7. g o vO P o p V I 2 P* e •» | S <» « £ &> - e . *= aC9 "2= «ft 2Z - — c S >=5«*. = °2ä § g^8o«[s _ "Q §5.36»^ «’S ft 2 er •o c 19 Z « c »ü 5 o S 3t “ D E MW Ir1MsS§^ DU , , , 75 , n Tagespreisen: len, Veftmelierte ige- rmbritetts nnö Braun- ii Gaskoko und Zechen rennholz. E ÖS 00 cs e z-r o — p PT S ec ä = P St 5 5 cs :& — <3 J3- «3 D <=> g Ifc a K >s e s gf ?8 - a 'S" S7 o e- c Ä <5 <57 Sä sG Kahl Frankfurter Str. 151 ihranstalt ; e 14 a. Mas»nebmen,JIu8ter- joyng von Kostümen aller anskleidern new. 1910. Anmeldungen nehme gegen. >e:.ri, geprüfte Lehrerin. tuiiindtt »ciittä« Einrichtung- **3» ,'Giesse" relephl"» Sw •-» Oft "-> e . CG O) 4- £ « t/> SSO e 19:5 Ä8 E LLZ LL 0(90 0^ er c 3 cd 9-5$. %8?67c?<^e9 (9® » :G 88 s 3 L L- E- K w.: öS cOTuO S seg uS c ?. « H. 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