Is«n! i?"- ■ Wir. >aliv ?tt. ’ nTg ^^°titTQ^| Vt-tt °^r- lUNovtzöd^ lnm. ^olotzry Will i Siessi Mw. Zesührt con | ldrhunderkl muausslüW Ifiifa. Ta elcgantch *rm Söblk muctEnsnti »mmufion ut n x>orvcrkL inauanenli uutunenöOt .;i.,tialcneS, JBJMft SSal HflODL 3tu 2chulsnahe. t r Vorstand, im Laichen s is angenoma iboict li'tw. ?ntW 41. »ufe« r Pudel. unn rnr fme ichrn. Bindewald, A>cg 60. w *0L l gfttien icitbk jiufllieKt M cg öS caa. $en nimmt 8 lL öriumga, rcieumwe *, v-v*** MiU WlWß iM Zweites Blatt Dienstag I.Februav 1910 Nr. 26 160. Jahrgang Gietzener Anzeiger Lrlckemi täglich mit Ausnahme deS Sonntags. General-Anzeiger für Sberheften Rotattonsdruü and Verlag Oer Brühl'fchea Unwerslläts - Bach- und StetnbrudeceL R. Lange, (Sieben. Redaktion, Exvedttion und Druckerei: Schul» ftrobe 7. Ervedttwn und Vertag. 6L ReDattiomS^112. Tek.-Adr»AnzeigerGreßen» Die „Gietzener Hamtliendlätter" werden dem .Anzeiger* viermal rvöchenilich betgelegt, das „Kretsblati für den Kreis Giehen" zweimal wöchemlich. Die „Landwirtschaftlichen Seit« fragen“ erscheinen monatlich zweimal. Dar Ergebnis der englischen Wahlen. Am gestrigen Tage lagen bis auf sieben alle 670 Resultate der englischen Wahlen vor. Danach werden die Konservativen int neuen englischen Unterhause über 271 Sitze, die Liberalen über 272, die Arbeiterpartei über 40 und die irischen Nationalisten über 80 Sitze zu verfügen haben. Ta sich aber unter den sieben noch ausstehenden Wahlkreisen die. Universitätsstädte Edinbnrg und Aberdeen befinden, w.lche lonservativ zu wählen pflegen, und die fünf Mandate der Orkney-- und Shetlandsinseln, die wahrscheinlich den Liberalen anheimsallen, stellt sich das Verhältnis zwischen Konservativen und Liberalen im neuen engiichen Unterhaus auf 273:277, was gegenüber der Vertretung beider Parteien im alten Unterhaus für die Konservativen ein Plus von 105, für die Liberalen ein Minus von 108 Mandaten bedeutet. Unter diesen Umständen wird man von einem absoluten Siege des liberalen Kabinetts Asquith schwerlich reden tonnen; sein Sieg ist nur ein relativer, weil, wenn man die Wahlcrfolge der Arbeiterpartei und der irischen Nationalisten, die bei dem jetzt beendeten Wahlkampfe taktisch auf Seiten Asquiths standen, den Liberalen zurechnet, diese dadurch eine Majorität von 124 Stimmen über die Konservativen erhalten. Ta aber die Majorität dieser Parteien im alten Unterhause 334 Stimmen betrug, so kann man auch hierin durchaus keinen durchschlagenden Erfolg des Kabinetts Asquith erblicken. Was bedeutet nun alles dies? Es bedeutet nichts mehr und nichts weniger, als daß sich für den Kamps gegen das Oberhaus und für die Fmanzbill nur eine Majorität von vier Stimmen ergeben hat: denn die Arbeiterpartei mit ihren 40 Mandaten billigt nur die Abschaffung des Veto des Oberhauses, nicht das Asquith sche Budget, während die Iren mit ihren 80 Stimmen unter der Voraussetzung der Erteilung der Selbstverwaltung wohl für beide Gesetze zu haben sind, von Asquith aber schwerlich im Äamore gegen die Peers ausgespielt werden können, da die Krone die Iren als emen Fremdkörper im englischen Staatswesen betrachtet und sich unter dem Eindruck der Wahlresultate kaum dazu hergeben wird, eine so schwerwiegende Verfassungsänderung vvrzunehmen. Tie nächsten Folgen der für die Liberalen immerhin ungünstig ausgefallenen Wahlen werden also unzweifelhaft die sein, daß das Kabinett Asquith sein Budget revidiert, um die Unterstützung der Arpeiterpartei zu gewinnen, und daß zweitens die Abschaffung oder Beschränkung des Vetorechts der Lords vertagt wird. Und wie steht es mit der dritten Wahlparole, mit der die Liberalen ins Feld zogen, mit der Aufrechterhaltung des. britischen Freihandels gegenüber der konservativen Forderung nach Schutzzoll und Tarifreform? Tie Tatsache, daß die Schutzzöllner bei den Wahlen 105 neue Mandate gewonnen haben, beweist zur Genüge, daß der Gedanke des Schutzzolls innerhalb der englischen B^ählerschaft unzweifelhaft an Boden gewonnen hat, io daß die loniervative Presse Englands wohl mit Recht schon jetzt verkündet, daß die nächsten englischen Wahlen mit einem Siege der Tarifreformer endigen werden. Vielleicht hätte sich das englische Volk nicht so entschieden von dem bisherigen Freihandel abgewandt, wenn es die Konservativen nicht verstanden hätten, neben der wirtschaftlichen Furcht vor Deutschland auch die Furcht vor einer deutschen Invasion zu erwecken und dadurch zwei Gespenster heraufzubeschwören, die sich, wie der Ausfall der Wahlen zeigt, als äußerst wirksam erwiesen. x Was wird nun das Kabinett Asquith, dessen Mitglieder ja läNtlich wiedergewählt wurden, so daß es unverändert weiter am Ruder bleiben kann, diesen Tatsachen gegenüber tun? Wird es den bisherigen Freihandel in vollem Umfang weiter aufrecht erhalten untF die Flottenrüstungen auf das bisherige Maß beschränken, ober wird es durch Erhöhung der ja schon bestehenden Finanzzölle und durch Vermehrung der Flottenrüstungen den Konservativen den Wind aus den Segeln zu nehmen suchen, um Seinen Bestand zu sichern? Tas sind Fragen, die Deutschland aufs .äußerste interessieren, west ihre Beantwortung gleichzeitig die Antwort auf die Frage in sich trägt, ob in nächster Fest das Verhältnis Deutschlands zu England so bleibt, wie es ist, oder ob' es sich weiter verschlechtert. Tenn es ist wohl nicht zufällig,, baß gerade in diesen Tagen des Entscheidungskampfes der englischen Wahlen der bekannte englische Publizist Garwin nachge- wicsen hat, daß sich die Wünsche der England befreundeten Mächte, also Frankreichs, Rußlands und Italiens, mit den Würstchen der englischen Konservativen auch hinsichtlich der Tarifreform decken, wahrend Deutschland und Oesterreich-Ungarn stets für die Liberalen Partei genommen haben. Wie lange sich das Ministerium Asquith jetzt am Ruder halten.wird, läßt sich natürlich schwer sagen. DK liberale Zu- fallmasorität von vier Stimmen, feine Abhängigkeit nicht nur von der Arpeiterpartei, sondern auch von den irischen Nationalisten, laton an der glatten Abwickelung der parlamentarischen Geschäfte zweifeln und ernste Kämpfe um die weitere Ausgestaltung der Sozialversicherung und um die Homerule befürchten. Und wenn das Kabinett, das hinsichtlich des Maßes der Flottenverstärkung schon bisher nicht einig war, jetzt gezwungen ist, die Flotten frage auss neue zu erörtern und sie in Rücksicht auf die ihm verloren gegangenen Wähler zu bejahen, werden unzweifelhaft für die Flottenverstärkung neue Mittel aus einer Reihe weiterer Finanzzölle gewonnen werden müssen. Dabei aber werden sich — ganz ebenso wie in Teutschland zu Anfang der achtziger Jahre — die Elemente für und wider Rüstung und Schutzzoll auch innerhalb des britischen Liberalismus scheiden, so daß dieser in eine Reihe kleinerer Parteien zerfällt. Das Zweiparteiensystem Englands ist ja schon vor einigen Jahren durch das Aufkommen der Arbeiterpartei durchbrochen worden, wenn auch der taktische Zusammenhang zwischen Liberalen und Arbeitern noch aufrecht erhalten blieb. Der Parteizerfall wird jetzt weitere Fortschritte machen und der englische Liberalismus gegenüber den geschlossenen Konservativen über kurz oder lang zu ähnlicher Ohnmacht verurteilt sein wie der deutsche. Mag auch das unionistische Ministerium Salisbury vom Jahre 1886 sich mit einer Mehrheit von nur 118 Stimmen sechs Jahre am Ruder gehalten haben, und mag das liberale Kabinett von 1892 mit nur 40 Stimmen Majorität drei Jahre lang die Regierung geführt haben: heute liegen, wie oben gezeigt, die Verhältnis,e bedeutend ungünstiger. Abermalige englische Neuwahlen stehen vielleicht in kurzer Zeit zu erwarten, und das neue Kabinett, sowie eine ganze Reihe folgender dürften aller Wahrscheinlichkeit nach konservativ sein. Von diesen aber hätte Teutschland nur Unfreundlichketten, wo nicht Feindseligkeiten zu erwarten. London, 31. Jan. Heute wurde nur die Wiederwahl eines Mitgliedes der Arbetterpartei gemeldet. Die Unionisten haben bis jetzt 271, die Liberalen 272, die Mitglieder der Arbeiterpartei 41 und die Nationalisten 80 Mandate; es sind nun noch in dieser Woche weitere sechs Wahlen, und Ende her nächsten Woche die Wahlen der Vertreter von Orkney und Shetland zu erledigen. Tie Frage, die die politischen Kreise am meisten bewegt, geht dahin, ob Asquith dem Rate der Radikalen folgen wird, die sich über die Abschaffung des Vetorechtes der Lords auf keinerlei Vergleich einlassen wollen und nötigenfalls die Ernennung von einigen Hundert Peers verlangen, um den Maßnahmen gegen das Oberhaus zur Annahme zu verhelfen, oder ob der Premierminister den von den Gemäßigten vorgeschlagenen Weg wählen wird, der zu einer Reform des Oberhauses in dem Sinne führen soll, wie die Unionisten und die Mehrheit des Oberhauses es selber billigen. London, 31. Jan. Hier herrscht die Ansicht, daß im Unterhause nach der Annahme der Adresse und vor der neuerlichen Vorlegung des Budgets ein Antrag eingebracht werden wird, welcher die Priorität des Unterhauses in Bezug, auf Geldbewilligungsanträge betont und erklärt, daß es nötig fei, die Beziehungen der beiden Häuser zu ändern. Man gibt sich der Hoffnung hin, daß diese Entschließung, obwohl sie feinerlei bindende Wirkung hat, einerseits jene Liberalen befriedigen werde, welche verlangen, daß gegen das Veto der Lords noch vor der Wiedereinbringung des Budgets vorgegangen werde, und andererseits diejenigen Kräfte vereinigen werde, auf die die Regierung sich im allgemeinen stützen muß. Aus Bebels tebensetinnerungen. Der Führer der deutschen Sozialdemokratie wird am 22. Februar 70 Jahre alt. Er hat bekanntlich seine Lebenserinnerungen geschrieben, aus denen das B. T. beretts Stellen veröffentlicht, die auch wir teilweise wiedergeben wollen: Der Mensch ist irgendwo geboren. Mir wurde dieses Glück zuteil am 22. Februar 1840, an welchem Tage ich in der Kajematte zu Teutz-Köln das Licht der Welt erblickte. Mein Vater war der Unteroffizier Johann Gottlob Bebel in der 3. Kompagnie des 25. Infanterie-Regiments, meine Mutter Wilhelmine Johanna geborene Simon. Mein Taufschein weist nicht Deutz — das damals noch eine selbständige Gemeinde war —, sondern Köln als Geburtsort auf, offenbar weil die Teutzer Garnison zu jener der Festung Köln und zur gleichen Kirchengemeinde gehörte. Tas „Licht der Welt", in das ich nach meiner, Geburt blickte, war das trübe Licht einer zinnernen Oellampe, das notdürftig die grauen Wände einer großen Kasemattenstube beleuchtete, die zugleich Schlaf- und Wohnzimmer, Salon, Küche und Wirtschastsmum war. Nach der Angabe meiner Mutter war es abends Schlag neun Uhr, als ich in die Welt trat, insofern „ein historischer Moment", als eben draußen vor der Kasematte der Hornist den Zapfenstreich, blies, bekanntlich seit „unvordenklichen Zeiten" das Zeichen, daß die Mannschaften sich zur Ruhe zu begeben haben. Prophetisch angelegte Naturen könnten aus dieser Tatsache schließen, daß damit schon meine spätere oppositionelle. Stellung gegen die bestehende Staatsordnung angel ü n b i g t wurde. Denn streng genommen verstieß es gegen die militärische Ordnung, daß ich als preußisches Unterolfizierskind in demselben Augenblick die Wände einer königlichen Kasemattenstube beschrieb — und ich soll schon bei meiner Geburt eine recht kräftige Stimme gehabt haben —, in dem der Befehl zur Ruhe erlassen, wurde. Mit dem gleichen Humor schildert Bebel die „wirtschaftliche Lage" feiner Familie: Eine preußische Unteroffizierssamilie der damaligen Zeit lebte in erbärmlichen Verhältnissen. Tas Gehalt war mehr als knapp, wie denn zu jener Jett überhaupt in der Militär- und Vcamtenwelt Schmalhans Küchenmeister war, und so ziemlich jeder für Gott, König und Vaterland den Schmachtriemen anziehen und hungern mußte. Meine Mutter erhielt die Erlaubnis, eine Art Kantine führen zu dürfen, das heißt sie hatte bas Recht, allerlei kleine Bedarfsartikel an die Mannschaften der Kasematten zu verkaufen, was in der einzigen Stube geschah, die wir inne hatten. So sehe ich sie int Geiste, noch heute vor mir, wie sie abends bei der mit Rüböl ge'peiften Lampe den Soldaten die steinernen Näpfe mit dampfenden Pellkartoffeln füllte, ä Portion 6 Pfennig preußisch. Nach dem frühen Tode des Vaters hat die Mutter dann, um nickt mittellos zu sein, beton Bruder geheiratet, der als Invalide ein Gnadengehalt von zwei Talern monatlich bezog. Er wurde Gesangenaufseher in der Korrektionsanftalt Brauweiler bei Köln. Ter Stiefvater scheint ein gutherziger Mann gewesen^zu sein, war aber durch schweren Ticnst und Krankheit reizbar. So fehlte es an Prügeln nicht, und der alte Bebel Meint philosophisch: Sind Prügel der höchste Ausfluß erzieherischer Weisheit, bann muß ich ein wahrer Mustermensch geworden fein. Aber was ich geworden bin, wurde ich wohl trotz der Prügel. Auch der Stiefvater starb bato und 1846 siedelte die Rttttter mit den Waisen nach ihrer Vaterstadt Wetzlar über. Das muß trotz größter materieller Notlage August Bebels Kinderparadies gewesen jein. Goldiger Sonnenschein liegt über diesen Er inne rungen. Mit Behagen erzählt er von Schulnöten und Bubenstreichen, auch davon, wie er, leim Eisläufen auf der Lahn, einem Vetter, der eingebrochen war, durch Geistesgegenwart das Leben rettete. Eine Episode aus der Schulzeit sei h.cr mitgeteilt: Oft genug hatte. allerdings unser Kantor berettetigte Ursache, mit mir ins Gericht zu gehen. So als ich eines Tages, dein dunklen Triebe nach „Berühmtheit" folgend, in die roten Sandsteinstusen zum Eingang in den Dom in lapidaren Buchstaben meinen vollen Namen, Geburtsort und Geburtstag eingemeißrlt hatte. Ein starker Nagel als Meißel und ein Stein als jammer bildeten die. Werk zeuge, die ich dazu benutzte. Natürlich wurde die böse Tat am nächsten Sonntag beim Kirchgang allseitig entdeckt, audi von dem Santor. Endresultat: etwelche Ohrfeigen und dreimal über Mittag bleiben. Tas bedeutete, daß ich vom Schluß der Schule am Vormittag bis zum Beginn derselben am Nachmittag im „Karzer" zubringen mußte, also erst nach dem zweiten Schulschluß nach Hause kam und so meüt Mittagessen einbüßte. Zum Glück aber hatte der Kantor eine weichmütigc Tochter. Diese beobachtete mich an der Seite ihres Bräutigams, als ich am zweiten Mittag am Karzerfenster stand und philosophische Betrachtungen über die Frett bett der Spatzen anstellte, die auf dem Schulhof in Scharen lärmten Von meinem Schicksal gerührt, erwirkte sie mir bei ihrem Vater rgc-l ■ lzer Hof äs* ach Vene« uti t eher . wie man Winterkurorte „erschließt". PI. Genf, Ende Januar. Da an einigen Höhenstationen der Schweiz — ich nenne Kur St. Moritz, Davos, Grindelwald, Wengen, Rigi, 3 über matt, Adel! öden, Villars-jur-Ollon, Montana, Les Nasses, Leysin usw. bic Wintersaison trotz ihrer kürzeren, meist zweimonatlichen Tauer sich zugkräftiger' als bie Sommersaison erwiesen hat. Tragt man sich wohl, wie es möglich ist, einen Ort als Winterstation proklamieren und sosort genügend Kurgäste zu finden. Die Antwort ist sehr einfach: man vermiete fein Hotel an eine englische Agentur. Tas Lunnsche Reiseunternehmen hat z. B. gegenwärtig in der Schweiz mehrere Dutzend Hotels, an einigen Otten iogar sämtliche Gasthöfe und Pensionen des Dorfes gemietet. Der Besitzer erhält für die Uederlaßung seines Hotels an diese Agentur während dreier Monate eine Pauichaliumme von mehreren tauienb Franken. Er begibt sich mäbrenb b'^er Zett aller Rechte auf sein Eigentum und sinkt zum GeichastS- fübtet herab. Er verpflichtet sich kontraktlich für drei ober luns Jahre, während bei Monate Dezember bis Februar keinen Kurgast auf eigene Rechnung in seinem Hotel auszunehmem sondern der Agentur alle Betten und Zimmer zu reservieren 4,te)e entfaltet in England eine große Propaganda. Bei ihr schreiben fich die Gäste ein, die für e.wei, drei ober mehr Wochen n;cp) bet Schweiz wollen. Man legt ihnen den Hotelplan vor, nach dem sie ihr Zimmer wählen. Sic entrichten eine ber 3eit ihres Aufenthalts entsprechende Pauschalsumme, in der alle Kosten ein- begriffen sind. Tie Reise mit Exlrc^ug bis an den Bestiinmungs. ort, Gepäa kosten. Wagenfahrt nach dem Bergort, falls keine Bahn existiert, Taxe für den Eisplatz und die Schlittenbahn, Vergütung für gemeinsame Vergnügungsausfahrten, Bälle usw., Miete von Schlitten, Schlittschuhen und anderen Sportarlilcln, alles ist inbegriffen, sogar der Fünsuhrtec wird nicht vergessen Dieses trefflich organisierte System hat sich für die Agentur und für die Reisenden glänzend bewährt. Jene macht glänzende Geschälte, diese erhalteii alles, was sie brauchen, finden ben go tuobitten Komfort und können ohne Portemonnaie reifen. Weniger günstig stellt sich die Sache für die Gasthofbesltzer, die gewöhnlich bei erster Gelegenheit das Adlommen kündigen. Gewiß, die Agentur hat ihnen eine vorzügliche Gratisrellame gemacht imb das Hotel vom ersten Tage an gefüllt. Aber bic dafür er- tattern- Entschädigung ist verhältnismäßig niedrig und die Hu- Freiheit, bie ihnen bei Kontrakt auserlegt, ist brückend. So ver.uchen »sie meist nach drei oder fünf Jahren aus eigenen Füßen zu stehen, was ihnen auch oft gelingt. Handel und Industrie in ftiefen englischen Winkerkolonicn der Schweiz haben vollends den •ttroariLteii Vorteil nicht gesunden. Diese truppweise reisenden 'Engländer gehören meist Dem Mittelstände an, sind Kausl.ule cher Beamte und geben auf ber Reise nach Zahlung der Pauschalsumme keinen Heller mehr ans. So beginnt sich allmählich eine Strömung gegen diese englischen Reiseagenturen geltend zu machen, bie man erst als Erschließei unbekannter Gegcnben und Wohltäter der Menschheit hoch gepriesen hatte. Man sieht ein, daß es sich hier um kluge Geschäftsleute handelt (an ihrer Spitze steht ein ehemaliger Theologe), die auf besondere Rücksicksten und Konzessionen weiter keinen Anspruch haben. Ihre Besteuerung z. B. wird in der Schweiz ernstlich erwogen und in Hotelierkreisen beginnt ein organisierter Widerstand gegen sie, dem sich auch bie einheimische Bevölkerung mehr und mehr anschließt. Wie oft kommt z. B. ber Fall vor, baß ein Schweizer um bie Festzett einige Tage ober Wochen in dem Bergort zuzubringen wünscht, ben er im Sommer aufzusuchen pflegt. Der Hotelier antwortet mit aufrichtigem Bebauern, er könne über seine allerdings freien Zimmer nicht verfügen und habe das Gesuch seines alten Kurgastes nach London weitergeleitet. Aus der englischen Hauptstadt kommt denn auch nach vier Tagen ein Hotelplan mit Offerte, Deren Einzelheiten unserem Schweizer aber nicht zusagen. Er verzichtet also auf feinen Bergaufenthalt, Da an dem bewußten Otte sämtliche Hotels momentan unter englischer Herrschaft stehen. Ja, man erzählt von einem Touristen, Der auf Schneeschuhen aus Dem Hochgebirge kommend, in .T. ein Zimmer verlangt und bie Antwort erhielt: „Telegraphieren Sie nach Lonbon, ob sie's dort erlauben." Man sieht, das neue System Der Erschließung von Winterkurorten hat neben unleugbaren Vorteilen auch feine unerfrculidien Seiten. * Kür und wider 6a$ L-chach. Ter Wettkampf Tr. Lasker-Schlechter um bie Weltmeisterschaft im Schach wirb viele Mensckjen enthusiasmieren, manche iali lassen. Ein richtiger Schachspieler ivirb nicht iaffen können, baß es Leute gegeben hat, die das Schachspielen für über fluffig und geradezu verderblich angesehen haben. Daß ehrsame Kirchenväter wie St. Eyprianus und St. Ehrysostoinus Gegner des Schachs gewesen sind, weil sie bie Spiele insgesamt für ein Geschenk bcs Teufels hielten, will nicht viel besagen, standen sie doch auch auf Dem sonderbaren Standpunkte, daß der Mensch eigentlich nicht lachen dürfe, denn wie die heilige Schrift beweise, hätten weder Ehristuv, noch bie anderen biblischen Personen jemals gelacht, ausgenommen Sarah, die alsbald Dafür bestraft worden sei. Also die Kirchenväter kann man jüb schenken, weil von ihnen kein anderes Urteil zu erwarten ist. Bemerkenswerter ist ein Verbot wider bie Beschäftigung mit bem Schachspiel, bas um bie Mitte bcs 14. Jahrhurtdetts Lubwig ber Heilige von Frankreich erließ und bas bie Synobc von Bä-iers billigte: als Grund des Verbotes wurde angeführt, daß gerade bist'es Spiel mit einer großen Zeitvergeudung verbunden sei. Zu einer ähnlichen Ansicht gelangte später Johann Huß, denn in einem während des Konstanzer Konzils geschriebenen Briefe beklagt er, dem Schach, bevor er Priester geworden fei, viel zu viele Zeit gewidmet zu haben. Ein anderer geistlicher Herr wandte sich vom Schach in der Ueberzeugung ab, daß cs hochmütig mache, Denn der Sieger im Spiel hatte sich gewöhnlich für klüger als der Besiegte. Wieder ein anderer fabelt,, baß es den geärgerten Besiegten veranlasse, sich in seiner ganzen menschlichen Schwachheit zu offenbaren und mithin sich zu erniedrigen. Dann Die Leute, die es eine nutz und brotlose Kcknst nennen. König Jacobsber Erste von England untersagte Denn auch seinem Sohne bas Schachspiel. Groß und breit steht das geschrieben in Den LebetiSmaximen, bie ber königliche Vater für seinen edlen Filius verfaßt hat, und bic als sogenanntes „goldenes Buch" 1619 in Lonbon schön gedruckt erschienen imb. llnb nun Montaigne, ber mit feinen geistvollen Abhanblungen bie französische Befreiungsliteratur eingeleitet hat: freimütig gesteht er, bas Schack zu Hai en, weil es für ein Spiel zu ernsthaft -ei. So geht es weiter im Tadel bis hinaus zu Mrtos Mendelssohn, der ben Ausspruch getan hat: „Schach ist für Den Verstand zu viel Spiel, und als Suicl erfordert es zu viel Verstand." Doch alle diese moralisierenDcn, üemünfteinben, nörgelnden Gegner haben beut Schach feinen Abbruch getan — Die Gunst von Millionen ist ihm geblieben unb wird ihm bleiben. Man hat seinen Ursprung nadi China, Indien, Persien verlegt, hat als Erfinder den indischen Vrahmanen Sissa, den babylonischen Höfling Philometcr, Den persischen König Lerxes bezeichnet, hat gar den vor Troja kämpfen ben griechischen Helden Paiamedes genannt unb noch eine Fülle anderer Fadeln ausgelischt, aber wie unsinnig manche dieser früher mit großer Gelehrsamkeit vertretenen Behanutungen auck fein mögen, so bezeugen sic doch den tiefen Respekt vor bem. Dessen Haupt bas Schack entsprungen ist. Es muß ein Mann von höchstem Scharfsinn gewesen sein, mag Dao Spiel anfäng lich auch eine einfachere Form gehabt und stich erst allmählich zu verwickelteren Formen entwickelt Haden. Die hervorragendsten Männer und Frauen sind Dem Schack ergeben gewesen. Sogar Leo X., ein Papst, der zu Den geistreichsten gehört, die auf Dem Stuhle Petri gesessen Haden, nat dein Schad) gehuldigt. Dichter Haden cs schon frühzeitig Deilingen, Hieronymus Vida aus Eremona, einer der besten neulateiniichen Poeten Cuai troccnto, läßt es in feinem Lobgedickt sogar als Gescheut Ju PitcrS vom Himmel herablommen, und Torquato Tas so preist cs in seinem Tialog vom Spiel mit ehrenden Worten. Durch alle Jahryunderle^bis aus den heutigen Tag find Die Lobredner des Schachs den Tadlern überlegen gewesen — ein ersteulichei Beweis für Die außerordentlich hohe Bewertung Des diad'o als eines Mittels zur erfrischenden Betätigung geistiger Spann kraft. foitirt eine vollständige Amnestie und kam selbst, um mir die Freiheit an?,rl kündigen imb mich aus der Hast .in entlassen. Es war die erste und einzige Begnadigung, die mir in meinem Leben mtcil geworden ist. Hätte das Ewigweibliche öfter über mein Geschick zu entscheiden gehabt, ich glaube, ich wäre manchmal besser davonge lammen. DaS Lturmsahr 181.8 sand den kleinen Bebel als strammen Monarch ist en, was iljiu aber nicht gut bekommen ist: Bei einer Disputation über unsere volitijchui Ansictst.en, w'.e ne unter Schuliungen rorzulommen vslcgt, stellte sich heraus, das' nur ein Kamerad und id". Monarch ijcl gesinnt waren. Dafür wurden wir beide mit einer Trad>t Prügel bedacht. Wenn sich also meine politischen Gegner über meine „antipatriotische" Gesinnung entrüsten, weil nach ihrer Meinung 'JJconnrd. und Vaterland ein und dasselbe find, so ersehen sie aus der Niermeldeten Tot) fache, vielleicht zu ihrer Genugtuung, daß ich schon fürs Vaterland gelitten habe, ais ihre Väter imb Grossväter noch in ihrer Mcistn- blute Unsa.ald zu den Antipatrioten gehörten. Im Rheinland war inenigstens Zu jener Zelt der größere Teil der Bevölkerung republikanisd> gesinnt. Den schlW des Ingendtapitels bildet der Tod der Mutter. Es sind in ihrer sd'lichten Sachlichkeit ergreifende Wolle, die der Sohn ihrem Andenken widmet: / Tie Aermste hatte wenig'gute Tage in ihrem Ehe- und Witwen- leben,gesehen. Und doch war sie immer heiter und guten Mutes. Ihr starben binnen drei Jahren zwei Ehemänner, auste-rde-n zwei Kircher, außer meinem jüngsten Bruder eine »Schwester, die vor mir geboren worden war, die ich aber nicht gekannt habe. Mit uns zwei Brüdern Halle sie wiederholt irnere Krancheitsföllc durchzumachen. . . . Mehr Trübsal und Sorge bannten einer. Mutter kaum besdsteden sein. Hier sei gleich angejchlossen, was Bebel in einem späteren Kapitel „Persönlrd'es" über feine Frau sagt: Meine Braut war Arbeiterin in einem Leipziger P-uizwaren- gdfchäst. Wir verlobten uns im Herbst 186-1, kurz vor dem Tvde ihrer braven Mutter, und heirateten im Frühjahr 1866. Ich h.wc meine Ehe nie zu bereuen gehabt. Eine liebevollere, hingeoendere, cstlez-eit opferbereitere Frau hätte ich nicht finden können. Leistete ich, was im geleistet habe, so war dieses in erster Linie nur dura, ihre unermüdlid>e Pflege und Hilfsbereitschaft möglich. Und s.e hat viele schwere Tage, Monate und Ja Ire zu durchkosten gehabt, bis ihr enbtid. die Sonne ruhigerer Zeiten schien. Der erste Band dieser Erinnerungen geht bis zum Jahre 1869. Damals wanderte Bebel zum erstenmal aus drei Wochen ins Gefängnis, wegen einer Adresse „An das spanische Volk", worin d.c Staatsgewalt ejn.- „Verbreitung staatsgesährlicher Lehren" erblickte. Aus Or«rSt rind Lnird. Gießen, 1. Februar 1910. •* Tageskale über für Dienstag, 1. Febr.: 'Stadt- theater: Gastspiel von Alitgliederu des Frant'ürjer Schauspiel- Hauses: „Fran WarrcnS Gewerbe." Ansang 8 Uhr. •• Studentische Unterrichtskurse. Den dritten der vorgesehenen Einzelvorträge hat Privatdozent Dr. K ü ch l c r übernommen. Er wird nächsten Freitag, 4. Februar (abends 8^ Uhr im Hörsaal 2 der Universität) einige hervorragende Fünft werke der neueren deutschen Literatur vor- lragen und erklären. Jedermann ist willkommen. "* Kunstverein. Die Ge mäld c-Ausstellung am Brand ist von morgen, Mittwoch, an wieder täglich mit Ausnahme Samstags geöffnet. Mittwochs ist die Ausstellung von 11 bis 1 und nachmittags von 3 bis 5 Uhr geöffnet ** Bogels chutz. lieber den Nutzen des Sperlings ist lange gestritten worden. Heute ist der Streit zu seinen Uw gunstcn entsafte den. Der Spatz ist mehr schädlich als nützlich. Er zchadet durch Zerstören der Felder und Obstpslanzungen, durch Abbeii-en der Blüten und sruch angesetzten Früchte. Er schadet auch, indem er durch sein lautes, zänkisches, ausdrmglidfts We^en andere nützliche Böget verscheucht und die sür die Meisen au,- gclstingten 'Aisthohlev in Beschlag nimmt. Was hilft der gesühl- -vollste Bogelichutz, wenn .Haus- und Feldsperlmg drei Viertel all-r Nistkasten und Winterfütterungen in Beschlag nehmen und sich noch mehr breit machen, als dies ohnehin«, schott der Fall war! Eine Massewablüttcrung von Spatzen tm Winter ist nur sche u- barer Vogelschutz, und imzählige wohlmeinende Leute geben sich mit solchen Scheinerfolgen zufrieden. iUcan benütze vielmehr die Cselegenljeit, um im Winter fo viel Spatzen abzusHiesten, unter Beobachtung der polizeilichen Vorschriften, wie man nur erreicht. Äusgerottet werden iic ia doch nicht. Und wer des Schießens nid/t kundig ist und doch Winterftitterung für die nützlichen Meisen betreiben möchte, der kaufe sich den „Antispatz". Was ist das sür ein merkwürdiges Ding? Ein kleiner Futtertrog, von Dr. Bruhn, unter Mitwirkung der Vogelsa.-utzstation Seebach konstruiert, der an die sog. Meisendose' angehängt, den'Spatzen das Mitftessen verleidet. = Wleseck, 30. Jan. Zur Feier von Kaisers Geburtstag veranstaltete am Samstag der Kriegerverein im Saale des Herrn Adam Ziegler eine in allen ihre Teilen gut gelungene Ab end Unterhaltung, womit eine kleine Verlosung verbunden weit. Die geschmackvoll geschmückten Räumlichkeiten erwiesen sich fast als zu klein, so zahlreich hatten sich die Mitglieder nut ihren Angehörigen eingefunden. Dio Darbietungen, darunter einige recht fielt gespielte Einakter aus dem Soldatenleben, fanden ungeteilten Beifall. Im Mittelpunkt der Feier sland eine von patriotischem Geist getragene Ansprache des Lehrers Müller. Seine Ausführungen Hangen in ein Hoch auf unseren Friedenskatser aus, in das die Anwesenden begeistert emstimmten. — Leihgestern, 30. Jan. Der Mitteldeutsche K a n i u ch e n z ü ch t c r - V e r b a n d hielt bei Gastwirt Dorn seine Hauptversammlung ab. Sämtliche Vereine außer Dutew I.wsen, Garbenheim und Watzenborn-Steinberg, waren durch'68 Delegierte vertreten. Der bisherige Vorstand wurde durch Zuruf ttnedergewählt: 1. Vorsitzender Wertführer Schmidt, Kinzenbach, 2, V-^v sitzend er Gutsbesitzer K. Eckliardt, Laimbach i. Weiltal, Schriftführer Baufchveiber Weinandt, Klein-Linden und Kassierer Maurermeister Franz, Lützellmden. Aus dem Jahresbericht geht hervor,^daß sich der Veroand in dem letzten Jahre stark entwickelt hat. So find wiederum 3 iruc Vereine gewonnen worden. Am letzten iDnntag im Februar r.nbet eine AgitatiouSoersamrnlung in Wetzlar itati, in der Herr Banneäie-^tein-Linden, sowie Herr Hahn- Wetzlar spreck>en werden. Die 5. Bundesausstellnng 1910 findet am 23., 21. und 25. April d. I. in Allendorf a. Lchn statt. Tie Vorbereitungen find getroffen. Da fick; der Verband w stark entltidelt bat, wurde einem Dringlichkeitsantrag statlgegeben imb der Ve roänd in 2 Bez ft: eiageteilt. Mkt den Vorarbeiten sind für den 1. Bezirk Herr Hahn-Wetzlar und sür den 2. Bezirk die Herren Lchrader-Lechgestern und Pannecke-KleiwLinden betram. ,=t. Reiskirchen, 30. Jan. Kaisers Geburtstag feierte der Kriegerv erein diesmal schöner als in vergangenen Jahren. 2er Präsident des Vereins hielt eine Rede, an bereu Schluß das Kaiserhoch auZgebraM wurde, das sehr beifällige Ausnahme sand. Durch die Ausführung einiger Theaterstücke, die Herr Wiegandt aus G.etzen mit den Ausfuhr enden, einftubiert hatte, herrschle eine gehobWere Stimmung. Dem anschließenden Tanz wurde sleiftig, besonders ron der Jugend mgesprochen. A Nendorf a. d. Lahn, 31. Jan. Nächsten Donnerstag hält Herr Stephan im Hörrscl-en Saale rinnt Vortrag uver feine Erlebnisse in S ü dw e st a f r i k a. Land und Leute wird er in LiaftbilLern vorführen. -r. Hattenrod, 31. Jan. Unser Gesangverein Eintracht beging gestern abend int Saale des Galwirts Dörr iw würdiger Weise Die Feier des Geburtstages des Kaisers. Lehrer Römer, bei Dirigent, ber zugleich Bundcs- chormelfter des Sängerbundes Ehattia ist, hatte es verstanden, ein in jeder Beziehung gutes Programm zu ent- wersen. Präsident N e e b eröffnete die Feier mit einer Ansprache. Tas ausgebrachte Kaiserhvch iuurbc begeistert ausgenommen. Hierauf folgten Gesangs-, Musikvorträge und Theaterstücke. Letztere wie: „Zu Befehl Herr Unteroffizier", „Goldonlelchen", „Schnabels Geburtstag" ‘ und „Fechtbrüder" wurden recht flott und anmucig gespielt. Sämtliche Darbietungen ernteten den ungeteilten' Beifall der zalifreichen Zuschauer. Zum Schlüsse kam die tanzlustige Jugend zu ihrem Recht. A Härt man ns Hain, 31. Jan. Große Verwüstung haben die großen Schnee massen in den Waldungen des Oberwcübcs aitoerichtet; besonders groß ist der Schaden ui den jungen Anpflanzungen. Bei der Station Obeiwald wurde ein fiskalischer Jungwald von 10 Morgen Größe fast ganz von Her Schneelast zerstört. Tie 12 Jahre alten Bäumchen waren ctioo 2 bis 3 Nieter hoch und bildeten eine Musteipflanzmig der Oberförsterei Greben Ham. In den Waldungen liegt der Schnee über einen halben Meter hoch. Das Wild leibet1 sehr und kommt bis an die Dörfer, um sich spärliches Futter 311 suchen. » 2 au bad}, 31. Jan. Zur Ausbringung der Renovation der hiesigen Kirche, die annäh. .wd 30 000 Mark' beträgt, sand am vrfirigelt Sonntag im Ä r äslichen Schloss e ein Verkaufs- u a 1 a r, für den ud» unter Leitung der Gräfin-Mutter ein Komitee von Tauten gebiibet hatte, statt. Die Gaben zu den Verlaufs 'Finden waren sehr zahlreich von früheres und jetzigen Bewobiterlt Oer Stadt eiugelausen. Die Ver lau (senden setzten sich zusammen aus einem Bufett (verschiedene Ersrisamngett emhaltend), Zigarren- urtd Lilörstand, Zuckern, c-reu, Haushaltungswaren, Korbwareir, Handarbeitsstand, Tombola und einem Schießstand. Ferner nruroen 2Lunten, Postkarten, Llpfelsinen usw. seilgebplen. Zum Amüchmem ber Jugend mar eilt gut arrangiertes Schattenttemer, entworfeu von Professor Gottlieb 'und .Nvih-Darmsiadt, von Schülern des Gymnasiums geleitet, ausgestellt. Eine Anzahl jüngerer Damen hatten den Vertäut übernommen und waren zur Bedtenung am <■ üfett. _ Sie verdienest eine besondere Anerkeniimig siir Oie gc- schickte Erledigung ihrer Arbeit, die durch den loliossalen Andrang entstand. Sehr zahlreiche Käufer waten von den uml.egendeii Orten und Oer Stadt selbst erschienen. Ebenso waren etwa 25 A.ntglieder der fürstlichen .Häuser von Büdingen, Lich und Arns- vurg geLjmmeit: Der Andrang war so stark, daß in wem gen cdunfcuit der Basar ausverlautt war. Mait konnte etwas über 1700 Mark als finanzielles Ergebnis feststellen. » ■ ........... —----■■ ü_______ Getreide-Wochenbericht ber PreisberK. ..>,e ...Ul- v . . iririschastsrats vorn 25. bis 31. Januar 1910. m Haier (■ 174. .-j- 2) (4- (- ) 2‘/;) 1) (- 2) H-1) (- 2) (f 1) l- ) (” ) (- ) (- ) 160 162 161 156 157 173 168 176 172 174 l«iO 175 174 165 170 172h'. 177'ft 165 158 227.50 (- ) (- LOO), leisten Markttage ut Mark pro 1G00 kg je nach Qualität, fuobci das Mehr (+) bczm. Weniger (—) gegenüber der Vorwoche Juli 2-L.-5 (- 1.25). Biidapest April 241.50 (— 1.85). Liverpool Alärz 187.81 (-}- 0.25). Ehiengo Acht 171.75 (— 0.20) Roggen: Berlin Mat 171.50 (— 3.00), Juli 178.00 (— 2.7./). Hoier: Berlin Mai 166.50 lZ- 0.25), Juli 16 J50 (4- 0.25) 9)1 f. (- ) (+ 2» H- i) Der inJeer abgelaitsenen Woche in ganz Deutschland ttieder- gegangc-ne Scrnee gcivästet Den Feldern gegen ote ohnehin nur nuiEigen Froste ausreichenden Schutz, so daß zu Besorgnissen itegen der Saaten zunächst feine Veransanung trorliegt. Da Die Arbeiten aus den Feldern infolge ber winterlichen Witterung eine Unterbrechung.erfahren mussten, so konnten ,ich die Landwirte wieder mehr mit dem Dregsten beschäftigen, ohne daß aber emc merlliche Zunahme des Angebots die Folge gewesen wäre. Weizen ist. vielmehr nach wie vor Mapp geblieben und da neben ben Mühten aua) der Export andauernd Ansprüche schelt, so mußten ungeachtet der zcitwviie schwächeren Teneenz am Weltmärkte die letzten, teilweise sogar höheren Preise bewilligt werden. In der zweiten Wochenhälste trat übrigens int Arisch.uß, an Amerika und tu folge ueuerlichcr Rüdläufe .seitens Argentinchlis eine allgemeine Beseniguttg ein, zu. der auch die Zurückhaltung der -ruisischen Exporteure beizutragen schien. Befestigend mirtle wetterhrn oer Umstand, daß die Weltverschifftlltgen infolge atlgemcin schrv-aeher Beteiligung auf nur 194 000 Tonnen zmautmengeschrumpft fino, während in der entsprechenden Woche ces Vorjahres 308OOu Tv'.rnen zum Export gelangten. Im Lieferunzsgcsch^st beftaito im allgemeinen Wenig UntLritehmMtgslust, da die schivanlende Hal- tung des Aiislaubcs Käaöser wie Verkäufer vorstckftig stimmte. Die Woche schließt mit ung-estilrr 1—lli Mark niedrigerrrt Preism. Für das etwas stärkere Roggenangebot zeigte der Export wieder mehrfach Interesse, Während die Maujiuit der Mühlen im Hut- blick auf den schleppenden Mehlabsatz zu ivünschen übrig ließ. F'eine Qualitäten, sür die Rußland hohe Preise wrdert und d.e zum Vermischen mit beit meist geringeren Qualitäten gebraucht iverben, fonnten sich ziemlich gut im Preise behaupten. In diesen Berhäitniisen liegt and*, Die Erklärung für bi? zwischen effektiver Ware 'u'.nd dem Termin bestehenden Difjerenz, eie in der letzten Woche indes dadurch eute Verminveriutg erfuhr, daß Liesterung ungefähr 0 Mart int Preise nachgeveu musste. Der Einickui von Has er gestaltet sich fortgesetzt inivfern schmierig, als der Export Preise bewilligt, Die ini Konsum nicht zu crziisten sind. Ter Handel sieht sich iufolgcbciicn gezwungen, teilte Anschaffungen möglichst einzuschranken. Feine weiße Qualitäten werden in der Provinz zu Daatzwecken 'gesucht und stoch bezahlt. Inländische Gerste ist in geringeren Qualitäten nahezu unverkäuflich, nüh- rend die Forderungen für russische Futter Ferste iveitcr augezogen haben. Für Mais besteht nach wie vor wenig Interesse. Es Hellten sich Die Preise stir inländrjcDes Getreide am lammevn () bciaeüiqt ist, wie folgt: Weizen Roggeu Königsberg 226 (- 2) 164 (- 1) Danzig 235 (— 1) 168 (+ 1VJ Stettin 223 ( + 1) 162 (+ 1) Pofen 231 ( + 2) 160 i.— f Breslau 230 ( — ) 162 (— ) Berlin 227 (— ) 166 (— 1) "Magdeburg 225 <-j- 2) 165 (— ) Hacke 225 (— ) 168 1) Leipzig 224 (- ) 168 (— ) Dresden 230 (— ) 167 (— i Braunschweig 231 (- 2) 163 (— 2) Rostock — (- 1 160 (4- 2) Hantbtwg 220 (+ 2) 168 (- ) Hannover 220 < — ) 164 (4- 2) T üsjeldorf 228 (- ) 169 (— 1) Frantiurt a.M. 235 ( + 1) 170 (- ) Alannhenn 2371 3 (- ) 1721/; (-■ ) Straßburg 232’4 (- ) 18Ü (- ) Stuttgart 237'/. (— ) 1777, (— ) Alüiichen AL e l l m a r 1 24o (-{- 6) 16u (- ) \ t p.rei 1 e: Wl eigen: Berlin Mai Gießen, 1. Febr. Alarklbertcht. 9lut heutigent Wocben- mailte toiieie: Butter pr. Ptd. 1.00—1.10 Alk., Hühnereier 1 St. 9—10 Big., Enteneier 1 St. O Big., Mäfe pr." St. 6—8 Pi., Erbsen p. Pio. uu—00 Pfg., Linsen p. Psd. 00—Oo Psg., Tauben pr. Pr. 0,8ü—l,0o DiL, Hühner pr. St. 1,00—1,60 Alk.,' Hähne pr. Stuck u,80—1,8<. 9.’.F., Gänse pr. Btt). 60—7o Pf., Enten vr. Stück 1,80 brn 2,20 Alt., Lchn.g.eijck) pr. Ptd. 76—84 Ptg., Luhfietjch pr. Psd. ijO Pig., Rindsteisck) pr. Pfund 70—14 Psg., -^chiveinestcifch vr. Pnind 80—06 Psg., Sclnveinesteifch, gefalzen, pr. Psd. 96 Big., Mnlbfleücl) pr. Psd. 72—76 Pig., Hantruelsleijck) pr. Pich 60—80 Psg. Mavtoiieln pr. luo Kg. ö.üu—6.O0 Wit., Zivrebeln per Ztr. 5,00—6,00 üld., Aitlch per Ainev 20 Psg., Weißtrauk ver ->lück 10-15 Pig., ver Zentner Alt. O.Oo—O.oo., Aepfel per Ztr. 10—18 Ml., Birnen per Ztr. 10—15 Mk. Jlu||c 100 etnet 40—öo Psg., per Ztr. o—Oo Alt Buarltzeil von 8—2 Uhr. — Ka 1 l 0 Ne 1 marlt - Berlcht u-un 31. Januar 1910. Friedberg (Hetzen): Roke Sorte Alk. 1.80-l.tiu, Magnunt boiutnt 2.20—2.30, weiße runde 1.90—2.00, Gell) fleischst,?, blaue, 2.00J-2.10, rote 0.00—0.00, weiße 0.00—0.00. Dor?' in und: Note Daber 0.00 - 0.00, andere rote Sorten 0.00 bis 0.00, Alagniiin bomtm 2.55—0.00 weiße runde 2.13—0.U1), (tzelbfletfchige blaue 0 00—0.00, rote 2.85 — 0.00, weiße O.OO - O O). Hagen i. W.: Note Daber k. O.OO'—O.OO, andere röte Sorten 0.00 - 0.00, Magluun bomim 2.80—0.00, weiße runde 2 35—O.OO, (Äetbfleischige blaue 0.00-0.00, lote 0.00—O.OO, -veiße 3.70—0.CO. K c :n pen : Rote Daber 0.00 - O.OO, andere rote Sorten 0.00—0.00, Alapnuin bomim 2.20 bis 0.00, weisst rimbc 3.00- 0.00, Ctzelbsieifchize blaue O.OO.—O.OO, rote 0.00—0.00, weiße 9.00—0.00. Kreield: Rott Daber 0.00—0.00, Alaguum bomim Mk. 2.40—2.60, weiße runde Alk. 0.00—0.00, Gelbfleischige rote Alk. 2.40—2.60, weiße 2.40—2.00. Köln: yiotc Sorten 2.00—0.00, Magnum bomim 2.20—2.45, weiße riinde 2.00-0.00, GelVfletfchige blaue 0.00—0 00, tote 2.4O bis 0.00, weiße 2.20-0.00. P l a i.d t:. Rote Daber 0.00—0.00, andere rote Sorten 2.20-0.00, Magnum bouum 2.30—0.00, weiß? runde 2.00-0.00, Gelbfleifdiipe, blaue 0.00—0.00, rote O.üu bis 00, weiße 0.00-0.00. Saarlouis: Note 2aber 0.00 - 0.00, andere roie Sorten 2.2O—0 00, Magnum bomim 0.00—0.00, weist: runde 2.20 bis 0.00. Gelbfleischige, blaue 0.00—0.00, rote 0.00 bis 0.00, weiße 0.00—0.00. Al annhcim: Alagnum bomim Alt. 2.75—i).i 0, weiße runde 0.00—0.00, Gelbfieischi e blaue 3.50 bis o.OO, rote 0.00 - 0.00, weiße 0.- 0- 0.00. F ra it k en t h a 1: Note Sorten 1.75—0.00, Alagnurn bomim 2.20—0.00, iveiße runde 2.0ü bis 0.00, Gelbfleischige blaue 2.75—0.00, rote 2.75 - 0.00, weiße 2.75—O.CO. M ü 11 chen: Alagnum boniim 2.70; weiße runde 0.00 Gelbfleischige weiße Alk. 2.70. (Alles zu 50 Kilo.) --------- r——"_l.-----— ----- 1 ■ - (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 81. Januar. Eine oit gerügte Unart unseres Konzertpublikuinv trat gestern wieder einmal sehr störend hervor. Der letzte Ton des reizenden Chansons von Debussy ivar noch nicht verklungen, als ich von meinem Platze aus zwei Damen sich ntarfcbicrtig erheben sah, und die Sängerin stand noch auf dem Podium, als bereits Dutzende von '„dankbaren" Hörern dem AuSgaug des SaaleS ^teilten. Als ne wieder erschien, von den wirtlich Dankbaren freudig begrüßt, war das Plchlikluu schon m tosender Bervegung. Alan kennt ja den Grund, riennnev den Vorwand : die Garderobe.. Aber das Konzert war gestern schon vor 7 Uhr 511 Ende, zur Eile also gar keine Veranlassung. Wie ivenig anständig solche Eile ist und ime wenig rücksichtsvoll gegen die Künstler, dafür fehlt leider einem großen Teil Des Publikums trotz aller Ermahnungen lebes Verständnis. Und da wir einmal am Rügen sind, warum denn am Schluß des Faure'fchen Liedes, detz'en Text am Ende Der dritten Programmfelte stand, wieder das infame Paviergeknatter? Run, diesmal hatte man eure EntschiilDlgung: es fehlte Dec Schlußstrich unter Dem Texte! Aber dieser Text redete doch beutlid) genug und Die Alnsit noch Deutlicher, so daß auch die des Franzö- ujckien minder Kundigen hätten merken können, daß das Lied zu Ende ging. Co würben bie bnm'bar Lauschenden um bie letzten Töne schnöde betrogen. TaS ivirb ireilich unser liebes Publikum nicht abhatlen, im nächsten Konzert wieder zii knattern. X. Tic Marktpreise für Lieh imd Frucht . und die Gicstener Fleisch- und Wrvlpreise am 31. Januar 1910. Höchste Schlachtvichpreisc m Fraul'i u r t a. Ak. Fleischpreisü in Gießen Ochsen Kalber Schweine 50 Kg. Schlachtgewicht 42—46 Alk. Kg. Schlächtgsiv. 50 - ö-l Pi. 7, „ „ 57..," -59 Kg. 76-84 Psg. 7z H 72—76 „ „ 80-96 „ Gctrcibepreisc in Al a n n h e i m BL'Mpreife ut Gieße n Weizen JUO Kg. 23.75-OU.OU Alt. Roggen 100 Kg. 17.^5—00.00 Alk. Weißbrot 2 Kg. 62 Pig. Schwarzbrot 2 Kg. 54 P'g, 1T©3e£©mGc3Ee Kur‘3S32:-£c«14o ..es Giessener Anzeigers, mito-eteilt von der Bank für Handel nnd industrcieZGiesseu. Frankiarter ÄÜÖrsj», 31. Januar, 1.15 Lhr. Keichsanleihc . ... . 3°/o do. ..... 3';,u/0 Konsols . 3" „ do. . v-' .. 3' -,"/,, Hessen . . überliessen . . 4",; Oestcrr. Goldrente . . 4'4% Gesten-. Silberrente. 4" 0 Ungar. Goldrente . . 4° 0 Italien. Rente . . . 3",0 Portugiesen Serie J . 3% Portugiesen „ III . 4’/,% rass. StaatsanL 1905 411 >° o Japan. Staatsanleihe 4% Conv.Türkcn von 1903 Türkenlosc...... 4°/0 Griech. Monopol-Aul. . 4% äussere Argentinier .. 3°/0 Mexikaner .... 4*/i% Chinesen ... . Aktien: Bochum Guss . .. .. r. r. Buderus E. W. . 94-10 E’iCXtiiz. La'amcycr . . . 107.70 85.25 JJuktriz. Snliuckert . . . 138.0>J v-1.10 Esci'.weiier Bergwerk . . 21U.U0 85.30 Gdst-nkirche.n Bergwerk . 218 75 93.20 Haigbnrg- Amerik. Pakctl. 135.19 93.60 if ar neuer Bergwerk . . . -12.40 99 70 Liurahüttc .... . . .. 2UO.20 99.00 Nordd.' Lloyd . 102.70 95.75 Obcrschles. Eisen-Industrie 112.75 ■ ■1 « —— Berliner Handclsges. . . . 184.40 64.3O Darmstädter Bank . . . 137.90 66.00 Deutsche Lank . . . . 258.10 99.90 Deutsch-Asiat. Bank . . 155.90 97.70 Diskonto-Kommandit . . H-7.20 94.70 Dresdner Bank . . . . 164 85 181.40 47.40 Kreditaktien . . . . . Baltimore- und Ühio- 212.50 91.85 Eisenbahn .. . 116.45 , 68.50 Gotthardbahn . . .L. , 100.00 Lombard. Eisenbahn..■ . Oestcrr. Staatsbahn ... 23.30 162.80 249.70 115.50 Prmcc - Henri - Eisenbahn ~. 135,50 Tendenz fest. iterliner ISörse, 31. Januar. AiiEaajs'cirjj. Cauada E. B......181.20 ' , -ensr Bergwerk . . . . 212.64 Darmstädter Bank...... 138.26 j Laura Hütte 200.14 Deutsche Bank .... 258.36 Lombarden E. B. . . * 23.20 Dortmunder-Union C. •. . 33.90 i\ordd. Llovd .... .102.90 Dresdner Bank . . 164.90 Tiirkeulvse“, , * ‘ ‘ 179.00 Tendenz: fest Säe interessante Mitteilung vorr erfahrener Seite. S ömmerd a i. Zchür.. 27. Juli 09. Ich Habs „BwsorG nad) Vorschrift für ein mittelloses, älteres Mädchen cm» gewendet, bas infolge allgemeiner Nervv'ttät mit dein bekannten Gefolge von Mattigkeit, Mangel an Schlaf, an Eß lüft, Äoostchmerzeu» chetzbarkeu. und bergt sehr heruntergekommen war, mib habe mit „Lnvsoii" ausgezeichneten Ermtg erzielt unb zinar war dies keine oornbergehenbe Besserung, denn bie betreffende Berson ist brs beute, eö Uno nun etwa 4 Alonate, rvn allen erwähnten liebeln ganz ür- neit. Auch chr Allgemeinbesinden hat sich sehr gebesferu Ste schläft gut, hat Avvetit und bie Arbeit macht ihr Freubc. Sie nahm im ^lurzen 3 Pakete ^Bivson" und har etwa 8 ISrunD zugenommeu. Am Geidiiiiack des „Bioson" hatte sie lüchts auo.iufchen, konnte im Gegenteil kaum die Zett erwarten, in welcher ihr bas Getränk zubereitet wurde. Durdi die in diesem Falle wahrnehmbare Blulerneueruno t,t dem armen trauten Alädchen also wirklich sichtlicli geholien. - Audi habe id) seither „Bioson" inchrfad) bei Grlvadnenen und Mmberii mit gutem Erfolge einvsohlen, stnde es aud) w oh steil im Berhaltms zu ähnlichen Krässtgiuigsmitteln. Hochadnungovoll! Berta Heider, Gemelndeschivester. ttnterschrifi bcgtauvigt: H u g 0 D i e tze, 'Notar. Bioson ist dasbesleund bUiigsteKraunulugL- millet. Palet 3 Mark in Apoth. imb Trog. Man rrage seinen Arzt. IWinterta mr hiiageaferanke t „Schwarzwahlheinr6 Schömberg b. U ildbad g 650 m. ü. d. M. Physik al. diät et. Heilverfahren. In pecigneteu ■ Fällen spezifische Tnberkaeinbehandlnng. iSpezialistische S 8 Behandlung von Erkrankungen der oberen Luftwege. — H Zentralheizung. Lift. Preise von 7—10 Mk. per Tag. 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Durch., Stämme, 1 Mir. vom 1 Mr. vom Durch- C.Naumann.Offenbach am Main 1 Bö 719 Wk Eu pros: Tribns & Sundkeiin-, Giessen. ÄffÄk Riefern: messec 130 Kiefern messet, 204 Stück, 99,83 Fstm. Fichten-Stämme, SU. 5 a, messer, 366 Stück, 83,71 Fstm. 1910 Anzeige zu machen. Grofcherzogliches Llmtsgericht in Gießen. Krofdorf, den 31. Januar 1910. Der Vürgernieister. Stockende gemessen, 403 Stück, 200,77 Film. Kiefern-Stämme, SU. 5 a, unter 25 Ctm. Stockende gemessen, 400 Stück, 105,63 Film. dann die Eröffnung derselben stattsindct. GeilShaujbn, den 31. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei (Geilshausen. W a g n e r. Kl. 2 und 3, Kwsern-Stämme, urchmesser aufwärts, Lronkursverftthre«. lieber da» Vermögen der Jakob Hengst Witwe, Meta geb. Palm zu Gießen wird ijeute am 29. Januar 1910, vormittags 10 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Rechtsanwalt Fischer in Gießen wird zum Konliws- vermalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 19. Februar 1910 bei dem Gericht anzumelden. Es wird zur Beschlußfassuiig über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sollte über die Bestellung eine» Gläubigerausschusses und emtretenden Falls über die'm § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeld.eten Forderungen auf SamSiag den 26. Februar 1910, vormittags 9 Uhr, vor dein unierzeichneterl Gerichte, Zimmer Nr. 18 Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig find, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldncr zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von den» Besitze der Sache und von beit Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Einspruch nehmen, dem Svont’ui‘5ueiiuciltcr bis zum 19. Febr. 1910 'Anzeige zu machen. B‘/s Großherzogliches Amtsgericht in Gießen.. 7 'tud. 20J 95 j AUTENTIA 30 Stück, 28,4 l Fstm. Kl. 4, von 25—29 Ctm. tiicf, 101,53 Füm. stamme, Kl. 5 b, über 25 Ctm., Ksttimrsverfahrerr. Heber das Vermögen des Gärtners Louis Becker zu Gießen wird heute am 31. Januar 1910, mittags 12 Uhr, ba>3 Konkursverfahren eröffnet. Der toanimann Louis Ällthoff in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungcn sind bis zum 19. Februar 1910 bei tem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls riber die in § 132 der Konkursordnung 'bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Samstag den 26. Februar 1910, vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte — Zimmer Nr. 18 — Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Kvnkursmasie etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung aufer- Icgt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Au- jpaid) nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 10. Februar NutzholzverkKuf. Aus dem Gemciudewald Launsbach fommen Samstag Lärchen-Slämme, SU. 5, 16—20 Ctm. mittl. messer, 10 Stück, 2,50 Fstm. Fichten-Terbslangen, Kl. 1, 10—12 Ctm. mittl. Durchmesser, 100 Stück, 12 Fstm. TaS Holz ift- bereits gefällt und wird auf Verlangen durch Forstwart Wallenfels vorgezejgt. .Kaufliebhaber können ihre Gebote pro Fstm. auf das ganze Holzsortuuent, sowie getrennt nach Sortimenten bei uns abgeben. Etwaige kleine Abweichungen im Festgehalt bleiben vorbehalten. Angebote sind verschlossen, mit der Aufschrift Holzsubmission", bis spätestens Samstag de» 5. Februar 1. FS., nachmittags l* 1Nhr, auf hiesiger Bürgermen-.'rei einzurkichen, wo als-- Holz-Submission. Aus den Waldungen der Gemeinde Geilshausen soll nachstehendes Holz auf dem Submissionswege vergeben werden: Fichten-Stämme, Kl. 2 und 3, von 30 Ctm. mittl. Durchmesser aufwärts, 46 Stück, 63,50 Fstm. Fichten-Stämme, Kl. 4, von 25-29 Ctm. mittl. DurchgiAitom S-SEIFE •' MfiRäCE „pillSTRSMS“ IV < Messer, 81 Stück, 80,04 Fstm. Fichten-Stämme, SU. 5 b. 20 Holzsubwispon. Aus bcn^ßalbmigcn 5er Gemeinde Nonnenroth sollen folgende Stämme im Wege öffentlichen Angebots vergeben werden. (Sidjcut Distrikt Seewald: 2 Sti'.ck 2. Kl. — 3,78 Fm., 6 Stück 3. Kl. = 4,80 Fm., 26 Stück 4. Kl. — 14,12 Fm, 12 Stück 5. Kl. = 6,40 Fm., 23 Stück 6. Kl. ==5,78 Fm.; Distrikt Ruthen: 7 Stück 4. Kl. — 2,76 Fm., 5 >Ltück 5. Kl. — 1,42 Fm., 27 Stück 6. Kl. = 5,84 Fm. zusammen 46,90 Fm. ~ Distrikt Seewald: Buchen: 2 Stück 3. Kl. — 1,86 Fm., 1 Stück 4. Kl. — 0,79 Fm., zusammen 2,65 Fm. sichten: 9 Stück 3. Kl. = 13,61 Fm., 16 Stück 4. Kl. = 13,94 Fm., 293 Stck. 5. Kl. — 96,50 Fm , zusammen 124 Fm. Fichten- Dcrbstarrgcn: 112 Stück 6. Kl. = 9,17 Fm. Kiefer»: 1 Stück 2. Kl. = 0,50 Fm., 6 Stück 3. Kl. — 2,73 Fm., 8 Stück 1. Kl. — 3^33 Fm., » Stück 5. Kl. = 1,88 Fm., zusammen 7,94 Fm. Kaufliebhaber wollen ihre Gebote nach Klaffen- Sortiment und Holzart getrennt mit entsprechender Aufschrift bis zum Eröffnungstermin, Samstag den 5. Febr., nachmittags 1 Uhr bei hiesiger Bürgermeisterei einreichen. Nähere Auskunst erteilt Förster Jacob dahier. Nonnenroth, am 30. Januar 1910. Großh. Bürgermeisterei Nonnenroth. Hoppe. 723 Konkursverfahren. jv lieber den Nachlaß des Gastwirts Christian Tuill zu Gießen wird heute am 29. Januar 1910, vormittags 11 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Rechtsanwo.lt Raab in Gießen wird zum Kvnkurs- Verwalter ernannt. RontniSforberimgen sind bis zum 19. März 1910 bei dem Gerichte auzumelden. Cs wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des mannten 'ober die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintreten» den Falls über die in § 132 der Konlursordnung bezeichneten lKegenslände auf Samstag den 26. Februar 1910, vormittags '.i Uhr — und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Samstag den 9. April 1910, vormittags 9 Uhr — vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 18, Termin anberaumt. B7; Allen Personen, welche eine zur Kontursmasse gehörige Tache in Besitz haben oder zur Konkurs müsse etwas schuldig find, wird auf gegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu u^abfolgeii oder zu leisten, auch die Verpflichtung a ufert egt» udh dem Besitze der Lache und von den Forderukigen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 19. Marz 1910 Anzeige zu machen. Groß herzogliches Amtsgericht in Gießen. den 5. Februar 1910, nachmittags von 1 Uhr.ab in der Wirtschaft „Crlcwcin' in Launsbach zum Verkauf: Eiche: 33 Stämme Werkholz 2. und 3. Kl. von 34 bis 57 cm Durchmesser -- 28,12 Fm. Das Holz lagert ui dem Distrikt Vordcrmark, ungefähr km von Krofdorf entfernt. (B1;. Konkursverfahren. lieber das Vermögen der Witwe des Christian Duill zu Gießen, Margaretha geb. Frank daselbst, wird henke am 29. Januar 1910, vormittags 11 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Rechtsanwalt Naab in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 19. März 1910 bei d'em Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über die Beibehaltung des ernannten ober die Wahl eine5 anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines GtäubigerausschusseS und cintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände auf-Samstag den 26. Februar 1910, vormittags 9 Uhr, und zur Prüfung der angeiueldeten Foideruugen auf Samstag den 9. April 1910, norm. 9 Uhr, vor dem unter» zeichneten Gerichte, Zimmer Nr. 18, Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen ober zu leisten, .auch die Verpflichtung auferlegt, von dein Besitze bpr Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspnich nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 19. März 1910 Anzeige zu machen. BV» Großherzogliches 'Amtsgericht in Gießen. 1 ' . zl2.5< °7.. - ’ 2130 ' ' '1618 lirlJJ ilung "ÄÄ3 ujii j ^3 V°" 212,» ' ' Ml M lieleiieM extra Mäusburg 12 Frankfurter Schublager für Damen, Herren und Kinder. Giiipni-Älie enorm büng für sämtliche Schuhwaren vom 727 Gietzen iBahnhofstrahe 49), 1. Februar 1910. Die Beerdigung findet am Mittwoch dem 2. Februar, nachm. 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Heinrich Fischer Karl Weide. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, meine liebe, gute Frau, meine treusorgende Pflegemutter Margaretha Fischer, geh. tai) nach langem schweren Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stilles Beileid bitten sagen herzlichen Dank sagen herzlichen Dank Die trauernden Hinterbliebenen, Heuchelheim, den 1. Februar 1910. Susanne Zeidtcr geb. Kaufmann und Kinder. Gießen, Wetzlar, den 31. Januar 1910. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Großvaters Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Gatten, unseres guten Vaters Hem Ernst Zeidler, WMMr Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme wahrend der Krankheit und der Beerdigung unserer lieben guten Tochter, Schwester, Schwägerin u. Tante Marie Mählich sagen wir hiermit herzlichen Dank. Für die trauernden Hinterbliebenen: Bertha Mählich geb. Pretorius. Gießen, 31. Januar 1910. 7xg Tt.wii.i-iiii.Tr ,1, Ortsgewerbeverein. Monatsversaiumlung Mittwoch, 2. Februar, Abends 8V3 Uhr im Gewerbehause. Tagesordnung: Organisation eines Handwert'eraus- schusses im Ortsgewerbeverein. v1/«, Zu zahlreicher Beteiligung ladet ein der Vorstand. Bekanntmachung. Der Loranschlag der Gemeinde Heuchelheim für 1910 Rj, liegt vom 4. Februar 1910 an acht Tage lang auf deut Bureau der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Heuchelheim, den 1. Februar 1910. Großh. Bürgermeisterei. ____________________Kreiling._________________729 Holzversteigerung Freitag den 4. Februar werden aus den 5)nmften Rangen 5, Sodenberg 7 und vörnes 8 u. 9 versteigert: Buche Nm.: 439 Scheiter, 248 Knüppel, 542 Reiser und 121 Stöcke; Eiche Nm.: 6 Scheiter, 10 Knüppel. B‘/3 Zusammenkunft vormittags 10 Uhr aus der Kreisstrane Appenboru-Weitershain, am Waldeingang. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Leyerer I, Odenhausen. Frcibcrrlichc Cbcrtürftem 'Jiobcnan 51t Londorf. ^Hölzversteigerüng Fürstlia/ Solmdiche Qvcrförucrei Hobeusolms. Trcnstag den 8. Februar, vormittags 10 Uhr, imLokale des Gastwirts Straft zu Etrcrnliand. Distrikt Lisindeidach. A. Nutzholz. Fichten: 15 Stuck Bauholz — 3,14 Fstm., 106 Stück Derbsiangen - 4,23 Fstm., 100 Stück Reiserstangen =- 0,30 Fstm. R. Brennholz. Buchen: 117 Nm. Scheu, 88 Rm. Brügel, 44 Rm. Stöcke, 7»io Wellen