pent, "“I »Iiltt« Sä?« £?■ ?h**n. 1,1 «• »«bcr. hil910. 2692 sieben. S 1909. Jn9 des Reingew^ l«no. beub* 9 Uhr shl “ XV. &** mlung -rat: eigeruug ch den 1L d. Mti -Zum Pfau' $ obiliarbeftaud eia erung, ü. a.: ^elschränke, 5 «o|t u u' Tpiegelausi« Vertiko mit Auf!- Vorhänge, TeppiL lf 1 vollst. Äüchki ) gut erhalten iing von 10-12 Vi konlüxSoenwfik LieHbM. Prämien komm do- bei unserer Kasse ä affe Gießen. ________r nri W WM II ji 1 Mit|M nc der avtrno)“'1 leraeben werden. s fpätcitcnc- Donnere tschastsÄusschp u®sh>*^ i genüg« aften * W* von BohnentaC lf« h°lt-«di * y; *^S*‘*- Nr. 107 Erstes Blatt 160. Jahrgang Dienstag 10. Mai 1010 iSSg VJ ML l|v|lvl | |r g v IHv % s*äs wirlschastliche Aeistrage» ■ M ■■ gär Chefredakteur: A Goetz. Rernlpred) - Anfchlüsie: N ■ ® jr Lerantwortlicd für den für die Redaktion 112, e ä •• zHa < <• ** politstchen Teil: August BLL? General-Anzeiger für Oberhessen DZM Annahme von Injeigcw ” r__|,,. p. cs.ü. für den für o.e Ia««nummtt Ho Verlag btt vrühl'schen Uitv.-Vuch- en» Stein»niS«r«i H. rangt. Reöattion, «rpeöttion ans Druderet: Schnittrabe 7. An -ia-ni-ü: H. B-ck. bis vormnlags 9 tthr. Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Die Königsproflamation in London. London, 9. Mai. Die Proklamation des Königs G e o r g frum neuen Herrscher fand um 9 Uhr mit dem alten Zeremoniell in der City statt. An der Templebar, gegenüber den Gerichtshöfen, war quer über die Straße eine S e i d e n s ch n u r gespannt; sie ist das Sinnbild des Tores, das ehemals lster stand. Hier, an der Grenze der City, versammelten sich der Lordmayor, die Aldermen, die Sherifs und Würdenträger mit den Citytrompetern. Von Westen her kam die von Horseguards eskortierte Prozession der Herolde herangerrtten und bat um die Erlaubnis, in die City ziehen zu dürfen, um den neuen König zu proklamieren. Nach einem PJechselgespräch, das das mittelalterliche Zeremoniell vorschreibt, gab der Lordmayor die Erlaubnis, die Schranke zu postieren, die unmittelbar hinter der Prozession wieder geschlossen wurde. Der Lordmayor und die Würdenträger der City schlossen sich dem Zuge an, der nach der Börse und anderen Punkten innerhalb der City ^og. An jedem Punkte riefen die Herolde König Georg V. als den neuen Souverän aus. Die Proklamation im historischen Hof des St.Ja* mespalast gestaltete sich äußerst malerisch. In den Straßen der Nachbarschaft bildeten die Truppen Spalier, hinter ihnen stand das Volk in dichten Reihen. Auch das Dach des Schlosses, alte Fenster und die verschiedenen Terrassen waren von Zuschauern besetzt. Auf der Mauer, die die Gärten des benachbarten Marlborough-Hauses abschließt, hielten sich alle .Kinder der Niazestäten und die Mitglieder des königlichen Haushaltes auf. Der König und die Königin waren auch Zeugen der Zeremonie, doch ohne von dem Publikum gesehen zu werden. Als der Herold zu der Stelle kam, wo die Proklamation den Tod König Eduards erwähnte, entblößte die Menge ehrerbietig das Haupt und blieb barhäuptig, bis die Proklamation beendet war. Zum Schluß bliesen die Trompeter die Fanfare, während die Batterie im St. James-Park den Thronbesteigungssalut feuerte. Als die Vorlesung der Proklamation im Sankt James-Palast mit den Worten „Gott schütze den König!" schloß, nahm das Publikum diese Worte auf, sie pflanzten sich, an Stärke immer mehr zunehmend, durch die Mengen im Park und in den -angrenzenden Straßen fort. Die Kapelle der Ehrenwache begann die Nationalhymne zu spielen, eine Stentorstimme aus dem Publikum fiel ein und 'hold sang die »tzanzc Menge mit, so daß man es bis zum Buckingham-Palast hören konnte. Eine Pfingstbotschaft des Königs Georg. .König Georg hat eine Botschaft erlassen, ' in der er unter Berufung auf die Denkart seines Vaters, in dessen Sinne es sicher nicht gelegen haben würde, wenn durch seinen Tod der Bevölkerung das Pfingstfest verkümmert würde, die Hoffnung ausspricht, daß die kommenden Festtage wie immer zur Ausspannung und Erholung benutzt würden. Nach der Feier der Thronbesteigung des neuen Königs wurden alle Schulen geschlossen. Alle Kriegsschiffe feuerten Salut. Seit der Proklamation des Königs wurden die Flaggen überall, außer dem Bückinghampalast hochgezogen, sie werden morgen aber wieder auf halbmast gesetzt.__ peary in Berlin. Peary hat nun au di in der deutschen Reicbshauptstadt seinen Besuch gemacht und zwar zunächst vor der Berliner Geographischen Gesellsä>afl. Wer nun von den vielen Besuchern des Vortrages gekommen wäre, um aus dem Munde des Reisenden die „B e - weise" für die Erreichung des Nordpols zu hören, unr die ein so heftiger Streit entbrannt, der für manche heute noch nicht entschieden ist, der wird enttäuscht von dannen gegangen sein. Peary hat in seinem Vortrag überhaupt nur eine Art von wissenschaftlichen Beobachtungen enuäbnt, nämlich die in dem Polarmeer von ihm ausgesübrren Lotungen, deren Ergebnisse freilich von er- heblidfer Wichtigkeit sind. In der Breite von 85 Grad und 23 Minuten fand er, nach dem B. Tg., eine Meerestiefe von nur 560 Metern, nur 10 englische Meilen weiter nördlich eine solche von rund 1250 Metern, in 87 Grad 15 Minuten 2270 Meter, endlich in einem Abstand von nur 5 Meilen vom Pol die erhebliche Tiefe von 2/00 Metern. Die drei letzten Zahlen haben aber nur die Bedeutung eines Mindestmaßes, weil der Meeresboden bei diesen Lotungen noch nicht erreicht wurde, so daß man nur sagen kann, das Meer müsse an diesen Stellen noch tiefer fein. Peary hat jedenfalls bewiesen, daß sich ein Meer von erhebliche Tiefe über den Nordpol erfftccft und damit die Vermutung bestätigt, die schon im 18. Jahrhundert die Walfänger im Nord- polargebict geäußert hatten. Pearn trennte sich von seinem letzten europäischen Begleiter, dem Kapitän Bartlett, in der Breite von 87 Grad und 48 Minuten. Tie Strecke von diesem Punkt bis zum Pol belief sich also auf rund 240 Kilometer, die von Peary in fünf Gewaltsmärschm überwunden wurde. Vielleickst seine glänzendste Leistung und eine der erstaunlichsten, die im Kamps um den Nordpol überhaupt verrichtet worden ist, war seine Heimreise im Jahre 1906, als er den „Roosevelt" durch das schwerste Eis und unter einer unermüdlichen Folge von Stürmen mit gebrochenem Steuerruder und Achtersteven, mit beschädigten Schrauben und unter fortwährender Tätigkeit der Pumpen glücklich bis in einen sicheren Hafen führte. Als das Schiff nach dieser Reise gedockt wurde, >var es eine Sehenswürdigkeit, die mit Recht von vielen mit der größten Verwunderung bestaunt wurde. Aus seinem Munde Hingt die Behauptung, daß seine Leistungsfähigkeit bei der letzten erfolgreichen Reise mit jedem Tage zunahm, nicht wie eine Renommage Ten letzten Teil der Strecke durch maß Pearv mit »einem schwarzen Tiener Henfon und drei Eskimos. Zur Beförderung hatte er 5 Schlitten und 40 seiner besten Hunde. Er rechnete darauf, den Pol in fünf Märschen von je 40 Kilometern zu erreichen. Am Ende des fünften Marsches verzog sich die Bewölkung des Himmels so weit, daß es Peary Nach der Throvfeier. Alle Richter leisteten heute früh im vollen Crnat in den Gerichtshöfen den H u l d i g u n g s e i d. Die Proklamation des Königs wird überall in England mit großem Enthusiasmus ausgenommen. — Das Oberhaus trat mittags unter bam Vorsitz des Lordkanzlers wieder zu einer Sitzung zusammen, tn der weitere Mitglieder dem neuen König den Eid leisteten. Premierminister Asquith, der abends hier erwartet wird, wird morgen dem Unterhau.se die königliche Botschaft vom Tode flünig Eduards verlesen. Die Versammlung wird dann, unterstützt vom Führer der Opposition, Balfour, den Text einer Antwort Vorschlägen. Das Unterhaus versammelte sich am nachmittag wieder. Der Sprecher, der zum Besuche seines Bruders, des Botschafters, in Konstantinopel geweilt hatte, konnte heute in E'ngland noch nicht eintreffen; an seine Stelle trat der stellvertretende Sprecher Emmott. Das Haus war sehr gut besucht; sämtliche Abgeordnete waren in Trauerkleidern erschienen und saßen entblößten Hauptes da. Emmott leistete zunächst dem Könige Georg und seinem Erben und Nachfolger den Eid; darauf taten dies die Mitglieder des Hauses; unter den ersten befanden sich die Minister Grey, Lloyd George, Churchill und Burns. Bei fast allen Polizeigerichtshöfen wurde anläßlich der Thronbesteigung des Königs Georg das Verfahren gegen die Angeklagten e i n g e st e l l t. Kaiser Wilhelms Reise nach London. Berlin, 9. Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Der Kaiser begibt sich zu den Beisetzungsfeierlichkeiten nach London und swird auf Einladung des Königs im Buckingham-Palast wohnen. Wien, 9. Mai. Der Kaiser wird bei den Beisetzungsfeierlichkeiten in London durch den Erzherzog-Thronfolger Franz Ferdinand vertreten sein. Es ist eine vierwöchige Hoftrauer angeordnet worden. Kopenhagen, 9. Mai. Der König von Dänemark reist heute von Nizza nach London ab; die Königliche Familie kehrt Ms Nizza nach Kopenhagen zurück. London, 9. Mai. Der König und die Königin von Norwegen mit dem Kronprinzen Olaf sind heute abend eingetroffen; sie wurden vom König und der Königin am Bahnhof empfangen. Madrid, 9. Mai. Der König reift Ende dieser Woche nach Lindon ab. Bukarest, 9. Mai. Prinz Ferdinand wird sich in Vertretung des Königs zu den .Beisetzungsfeierlichkeiten nach London begeben. Konstantinopel, 9. Mai. Nach einem Beschluß des Ministerrates werden sich der Thronfolger und der Minister des Aeußern zu den Trauerfeierlichkeiten nach London begeben. Auch eine Abordnung des Parlaments dürfte entsandt werden. Einer amtlichen Bekanntgabe zufolge wird die Leiche d e s K ö n i g s am 17. Mai nach der Weskminsterhall gebracht und dort drei iTage öffentlich aufgebahrt bleiben. Alsdann wird die Leiche zur Ansetzung «am 20. Mai nach Windsor übergeführt. Englische Preffestimwen über Deutschland. London, 9. Mai. 'Die „Dimes" schreibt: Mit besonderer Genugtuung erkennen wir die Angemessenheit, die Wärme und den vollkommen guten Geschmack an, mit der die führenden deutschen Zeitungen von unserem verstorbenen König gesprochen haben. Der König hat dazu beigetragen, unserer auswärtigen Politik eine Richtung zu geben, b': nicht möglich wurde, ungefähr zur örtlichen Mittagsstunde die Breite von 89 Grad 57 Minuten zu bestimmen. Nach einigen Stunden brach er von neuem mit einem ganz leichten Schlitten, der nur Instrumente trug und von einem doppelten Hundegespann gezogen wurde, wieder auf, drang noch weitere 16 Kilometer vor und konnte, da sich der Himmel glücklicherweise wieder aufklärte, neue Beobachtungen aufnehmen, die ihm zeigten, daß er bereits etwas über den Pol hinausgegangen war. Nach seiner Rückkehr zum Lager machte er noch eine Reise von 13 Klm. ostwärts und führte noch mehrere Beobachtungen aus, die seine Ueberzeugung befestigten, daß er den Pol erreicht und überschritten habe. Wenn etwas an dem Verlauf dieser Expedition zu bedauern bliebe, so ist es der Umstand, daß die letzten Lotungen in den höchsten Breiten nicht ganz zum Ziel geführt haben, da bei der letzten Lotung von 1500 Faden der Draht riß und verloren ging. Wie tief das Meer am Nordpol ist, bleibt also noch genauer festzustellen. Einige hübsche Anekdoten von König Eduard erzählte bi»? englische Zeitschrift „Peoples Friend" bi/i seiner Krönung. Eduard war früher ein sehr schneller Fußgänger, mit den seine Begleiter nur schwer Schritt halten konnten. Ein stummer Gefährte hielt sich aber stets an seiner Seite; das war die französische Bulldogge Peter, die viele Jahre hindurch stets neben neben ihm herlief. Während einer Seereise mit seinem Herrn hatte der arme Peter so unter der Seekrankheit gelitten, daß seine Augenmuskeln schwer geschädigt wurden und er erblindete. Ein rührender Anblick war es nun, den armen blinden Peter in Sandringham seinem königlichen Herrn ebenso treulich folgen zu sehen, wie er es früher getan hatte. Auch der König trennte sich nur ungern von ihm, wenn er auf seinem Schloß weilte. Als Eduard einmal Gast auf einem Landsitz war, besuchte er eines Morgens unerwartet die Dorfschule und stellte in seiner gewinnenden Freundlichkeit allerlei Fragen an die Kinder. „Nun liebe Kinder," fragte er, „könnt ihr mir die Namen von einigen unterer größten Könige und Königinnen nennen?" „König Alfred und Königin Viktoria," erschallte es einstimmig aus den hellen Kehlen. Dann aber stand noch ein kleines Kerlchen auf, dem der Lehrer etwas zugeflüstert hatte, und meldete sich. „Kennst du noch einen anderen, mein Junge," meinte der König. „Ja, Eure Majestät, König Eduard VII." Der König lachte und fragte weiter: „Was für eine große Tat hat denn Eduard VII. vollbracht?" Nun wurde der Knabe schrecklich verlegen, senkte den den Kopf und stammelte: „Ich weiß nicht." „Gräme dich nicht, mein Kind," tröstete Eduard lächelnd. ,Lch weiß eS auch nicht." in jeder Hinsicht der deutschen Ausfassung annehmbar sein konnte. Seine Bemühungen, diese Politik durchzusühren, gaben natürlich Anlaß zur Erbitterung in Deutschland. Aber die Presse keines Landes huldigte seinem Andenken offener, mit deutlicheren Zeichen wahrer Empfindung und mit wahrhafterer Wertschätzung. Sie betrauert in unserem verstorbenen König einen nahen Verwandten des Kaisers, aber sie betrauert ihn noch mehr. Deutschland lote England lieben einen Mann. Das ist nicht die^geringste oder eine unbedeutende Aehnlichkeit zwischen ihnen; die Deutschen teilen unseren Kummer um König Eduard, weil sie wissen und fühlen, daß er wirklich ein Mann war. Sie haben oft über das Schattenkönigtum der englischen Monarchie gespottet, aber sie erkennen heute den ungeheuren Einfluß an, den unser verstorbener Souverän im Rate Europas ausgeübt hat. „Daily Telegraph" schreibt: Wir nehmen in diesen: Augenblick mit besonderer Freude vvn den freundlichen Worten Kenntnis, die die füljrcnben Zeitungen Deutschlands über König Eduard schreiben und über ihre gerechte Anerkennung der Motive, die seine Politik geleitet haben. Sie werden in dankbarer Erinnerung bleiben, und ihre Bedeutung wird unermeßlich durch die Wahrscheinlichkeit erhöht, daß der Kaiser in seiner Person kommen wird, sein Reich bei der Beisetzung König Eduards zu vertreten. Das brttische Volk hat nicht vergessen, wie der Kaiser im Anfang des Jahres 1901 nach England kam, es weiß, wie stark sein Familiensinn ist und wird seinen kommenden Besuch sehr hoch würdigen, auch wenn er im Augenblick tiefster Trauer stattfindet. Ein Zwischenfall in der russischen Kammer. Petersburg, 9. Mai. Bei der Eröffnung der heutigen Sitzung der Duma gedachte Präsident Gutsch-« kow des "schweren Verlustes, den England durch den Tod König Edwards erlitten habe. Den Schmerz Englands teile Rußland, das in König Edward einen seinem Kaiserhaus nahestehenden Monarchen verloren, der viel für die Annäherung derbeiden großen Völker gewirkt habe. Alsdann schlug der Präsident vor, dem König von Enaland- die Teilnahme des Hauses anszusprechen (Beifall) und ihn zu ermächtigen, auch dem englischen Unter häufle das Beileid des Hauses auszudrücken. (Zustimmung.) Nach der Rede Gutschkows erhob das Mitglied der extremen Rechten, Pnrischkewitsch, Widerspruch gegen die Absendung eines Beileidstelegramms an das englische Parlament, well eine solche die Befugnisse der Duma überschreite. Purischke- witsch wurde auf Antrag von drei Sitzungen aus« geschlossen. Der Minister des Aeußern schloß sich namens der Regierung der Erklärung des Präsidenten in vollem! Umfange an und betonte, der schwere Kummer, der das. englische Königshaus und die befreundete englische Nation betroffen habe, rufe die besondere Teilnahme Rußlands' hervor. Rußland werde stets dessen eingedenk bleiben, daß der entschlafene König mit der ganzen Kraft seiner hervorragenden Persönlichkeit zur Beseitigung langjähriger Mißverständnisse und zur Herftef- lung vertrauensvoller und freundschaftlicher Beziehungen zwischen den beiden Ländern beigetragen, die gegenwärtig eine feste Grundlage des Weltfriedens bildeten. Es sei überzeugt, daß die vom Präsidenten ausgcdrückten und von der Duma einstimmig gebilligten Gefühle als Ausdruck der Gefühle des gesamten russischen Volkes in den Augen der englischen Regierung und der englischen Bevölkerung besonderen Wert hätten. (Beifall und Bravorufe.) Die neue französische Kammer. Paris, 9. Mai. Nach einer vom „Temps" veröffentlichten Zusammenstellung wird sich die neue K a m m c r aus 256 Radikalen und Sozialistisch-Radikalen, 24 Unabhängigen Sozialisten, 74 Links-Republikanern, 74 Geeinigten Sozialisten, 68 Gemäßig- Zahllose Geschichtchen illustrieren die joviale Art des englischen Herrschers, der so gar keinen „Sinn für Feierlichkeit" hatte. Als Mensch unter Menschen, so erschien er am liebsten, so konnte man ihn z. B. fast alljährlich auf der Kurpromenade von Marien- bab beobachten, wenn er, den Strohhut auf dem Kopf, die Zigarre im Mund, die Vorbeigehenden betrachtete. Mechanisch stößt der alte Herr mit der Spitze seines Stocks ein paar Papierfetzen bei* feite, die auf dem Boden liegen. Ein Promenadenwächter tritt auf ihn zu und fragt ihn im strengen Tone: „Haben Sie diese Papiere da auf die Erbe geworfen?" „Nein, mein Herr," erroibert ber König fanft. „Das ist Ihr Glück!" erklärt ber grimmige Hüter ber Ordnung und fährt bann ungläubig fort: „Aber nehmen Sie sich in acht! Das könnte Sie teuer zu stehen kommen, wenn es noch einmal vorkäme." Und im Gefühle seiner Würbe entfernt er sich majestätischen Schritts, währenb ihm ber König mit einem gutmütigen Lächeln freundlich nachblickt. — Der erste weibliche Universitätsprofessor in Preußen. Tie Zoologin Gräfin Dr. Maria von Linden, die lange Jahre hindurch als Assistenttn am Anatomischen Institut der Bonner Universität tätig und zuletzt Ab- teilungsvorsteherin einer dem dortigen hygienischen Institut an- gegliederten parasitologischen Anstalt war, ist zum Professor ernannt worden. 'Die Gräfin promovierte im Jahre 1896 in Tübingen. — Die Eröffnung der Wiener Jagbausstellung wurde gestern mit einem Festessen gefeiert. Wir erhalten darüber folgenden Trahtbericht: Wien, 9. Mai. Das Präsidium der Jagdausstellung gab heute den fremdländischen Abgeordneten ein Festesten, an dem der Finanzminister, Baron B u r i a n, als Vertreter der gemeinsamen Regierung teilnahm, ferner der Ministerpräsident mit zahlreichen Mitgliedern des Kabinetts, das diplomatische Korps, die Vertreter der an ber Ausstellung beteiligten Staaten, sowie anbere Würdenträger. Infolge der Trauer um das Ableben des Königs Eduard unterblieben offizielle Trinksprüche. Beim Champagner brachte der Doyen des diplomatischen Korps, Herzog von Avema, einen Trinkspruch auf Kaiser Franz Joseph aus, zu dem bas Ausland mit höchster Verehrung und Hochachtung emporblicke ^Lebhafte Hochrufei. .Ter Präsident, Fürst von Fürstenberg, erhob sein Glas auf das Wohl der Herrscher, die Vertteter zu der Ausstellung entsandten, unh auf die Vertreter der fremden Staaten. Der Trinkspruch wurd^ mit großer Begeisterung aufgenommen. Der Vorsitzende ber deutschen Abteilung, Herzog zu Ratibor, trank auf den Vorstand der Ausstellung. fcn Republikanern (Progressisten), '49 Konservativen,, 9 Natwna- liftcn und 41 katholischen Republikanern zusammen, etzen. Zwei Wahlresultate sind noch ausständig. _ , Eine vom Ministerium des Inner n ausgegcbene Mitteilung beziffert die Zahl der gewählten Radikalen, wzialistrsch Radikalen, Links-Republikaner und Unabhängigen Sozialisten auf 370. Diese vier Parteigruppen werden onenbar als die runs- tige Regierungsmehrheit angesehen, welcher nach der amtlichen Zusammenstellung 2 2 2 o P v o s i t io n e l l e + e p u - tierte (74 Geeinigte Sozialisten, < 1 Komervative, 1 / .«.atwna- listen und 59 Gemäßigte Republikaner oder Progressiven) gege^ überstehen. Damit würde d bezeichneten Züge führen Bahnposten mit Briefkasten). a) Richtung nach Frankfurt (Alain): 247#, 459Q, 6 3 □, 6N-s-, 810Q, 104#, 102«##, 123-s-, 12io#, ~ 217#, 52#, 554#, 615##, 7^#, 816#, 914#, 021#. b) Richtung nach Kassel: 12370, V8##, l5i#, 4°#, 716#, 818#, (10ie#), 12 5#, iso#, 3203#, - " ”3‘2#; 5 6#, 81#, 9^0, 11450. c) Richtung nach Köln: 422+, 647#, 817 D, (12äo#i, (3«+), OH#, lOJJ-J-. d) Richtung nach Koblenz: 422#, 68#, 8io#, 1210#, (ö<+), 556-|-, 918# Gießen, 10. Mai 1910. ** Tageskalender für Dienstag, 10. Mai. Konzert- aerein: Dritter Karn rnerrnusikabcnd, abends 7*/8 Uhr in der neuen Aula. * •• Hoftrauer. Wegen des Ablebens des Königs Eduard VII. von Großbritannien und Irland ist auf Befehl des Großherzogs eine Hoftrauer vom 7. bis zum 27. Mai einschließlich angeordnet worden. Die Damen erscheinen in schwarzen seidenen Kleidern und zwar bis zum 15. Mai mit schwarzem Kopfputz und schwarzen Handschuhen, oon da ab mit weißem Kopfputz und weißen Handschuhen. Die Herren tragen zur Uniform einen Trauerflor um den linken Oberarm, außerdem bis zum 15. Mai schwarze Hand- e) Richtung nach Fulda: 547#, 8114-, (125#), (2i*+), (3"+), (5»+), 9-2». f) Richtung nach Gelnhausen: 544#, (818-I-), (12S4#), 5-i», (8£+). g) Richtung nach Lollar — Grünberg: 521#, (23#). h) Richtung nach R 0 dheim (Bieber): (5_2#), 715#, (12-3®), (G^»)- i) Landp 0 sten: 1. nach Wieseck—Alten°B us eck: 6i&# (Sonntags Botenpostf, (8-30-H, (320#), (615 +). 2. , Krofdorf: 715# (Sonntags Botenpostj, (550#). 3. , S t ei n b e rg — G rü n i ng e n: (845 •). 4. „ Lützellinden: 755# (Sonntags Botenpostf, (48°•). Beim Postamt 1 treten die Schlußzcitcn int allgemeinen ein: für gewöhnliche Brieffeiidungen 10—20 Minuten, für Einschreibbriefe 25—30 Min., für Wertbriefe und Pakete 30—60 Min. vor Abgang der Züge. Tie Stadtbriefkasten werden geleert: Werktags zwischen 5£2 und 645 B., 8i° und 920 V., 1016 und Ilio V., 1115 und 12'5 Milt., 245 und 355 N., 5*o und 622 91., 622 und 80. N., 922 und 1022 N. Sonntags zwischen 522 u. 65o 23., IO30 und ll35 83., 7 0. und 822 N. — Genaueres ergeben die Leerungstaseln an den Briefkasten. Die eingesammelten Briefe gelangen mit der nächsten Beförderungsgelegenheit zur Absendung. Vorn Postamt 2 (Schulstraße) gehen Versande nach dem Post- aint 1 und dem Bahnhof ab: An Werktagen: 9is V.'), 11'5 V., 12bo N., iss N.'), 2« 9t»), 415 91, 5-2 N.'), 555 91., 655 N., 750 91, 8« N. An Sonn- und Feiertagen: 9" 23., 1245 N*)., I43 N. *) Nur Briekpost Tke Schlußzeiten treten ein für gewöhnliche Briefe 5 Min., für Einschreibbriefe 15 Min., für Wertbriefe und Pakete 30 bis 40 Alin, vor Abgang der Versande. — Wieseck, 9. Mai. In der Generalversammlung des hiesigen K 0 n s u m v e r e i n s, die am Samstag abend in das Lokal des Herrn Gustav Schneider berufen worden war, erfolgte unter Zugrundelegung der gewöhnlichen durch das Statut bestimmten Tagesordnung Die Rechnungsablage für 1909. Darnach hat die Genossenschaft recht günstig abgeschnitten. Die Einnahme beträgt 126 357 Mark 52 Pf., die Ausgabe 117199 Mark 51 Pf., so daß am Schlüsse Des Geschäftsjahres ein Kassevorrat von 9158 Mark 1 Pf. verblieb. Der Reingewinn weist 9780 Mark 51 Pf. aus, so daß abermals eine Di D i Den D c von 8Proz. verteilt wird und außerdem die Betriebsrücklage noch einige Hundert Mark erhalt. Ta ein Einwand nicht erfolgte, so genehmigte man die ordnungsmäßig gestellte und geprüfte Rechnung und erteilte dem Vorstand Entlastung. =■= Grünberg, 9. Mai. Auf eine Eingabe des Turnvereins Grünberg an die Verwaltung der Bürbach—Lich- - Grünberger Eisenbahn wegen des Bahnverkehrs am Gau- turn feste zeigte diese sehr großes Entgegeutommen. Es soll den Veremen, die aus der Richtung Nidda mit dem Zug 9.13 in Lich eintreffen, hier Anschluß durch die Nebenbahn, geboten werden, indem der Zug Lich—Grünberg am fraglichen Tage, Sonntag 3. Juli, Lich erst um 9.20 verläßt. Desgleichen soll auf besonderen Wunsch anschließend an den 11.16 in Lich eintreffenden Zug aus der Richtung Nidda ein Sonderzug gelegt werden, und zwar Lich ab 11.30, Gründ er g an 12.30. Dieser Zug Dürfte neben Turnvereinen besonders der an der Bahnstrecke gelegenen Bevölkerung sehr gelegen fein. Endlich soll Der Ävendzug Grünberg ab 8.21, Lichf an 9.05 an Diesem Täge mit Rücksicht auf die an der Teilstrecke Lick>—Butzbach gelegenen Vereine bis zur Endstation Butzbach durchgefilhrt werden. — Auf eine Eingabe an die Staatsbahn um Einlegung von Sondcr- zügen wurde vorläufig Der Bescheid, daß vorerst Erhebungen angestellt würden, nach deren Abschluß weitere Mllleilung folgen würde. A Grün berg, 9. Mai. Der Kriegervcreinsbczirk hielt gestern in Merlau seinen Bezirkstag ab, bei dem die 21 Aereme vertreten waren. Bei Besprechiing dec Anträge für den Hassiatag in Offenbach ivurde Bezirksdorstcher Nauft- Grünberg als Vertreter unb Bürgermeister Scheld-Lmdenslruth als Stellvertreter gewählt. Das Ehrcudiploui für 25jährige ehrenamtliche Tätigkeit als VorsiandSmitglicb erhielt Schmiede- meister Werner au3 Obcnhanseu, der Niitglieb im Verein' Kessclbach ist. P. Schlitz, 9. Mai. Trotzdem der K a i j c r b c s u ch abgesagt war, brachte der Sonntag einen recht lebhaften! Fremdenverkehr. In viele Orte war die Künde noch nicht gedrungen unb man tonnte morgens früh besonders viele Fremde aus den benachbarten preußischen Orlen tomnien sehen. Tie Wirte unb Geschäftsleute haben trotzdem einen cmpfindlickun. Schaden erlitten. Mittags wurde im Guntrurn'schm Saale der Bezirkskriegertag abgehalten. Tie zweite jährliche Versammlung soll in Pfordt anläßlich des 25 jährigen Jubiläum' des bärtigen Vereins im Herbst abgchalten werden. Das Bezirk?- kriegcrfeft findet am 10. unb 11. Juli in Reuters bei Lauterbach statt. Rechtsanwall Scheer, Der Vorsitzende des Lauterbacher S'riegerüerein, hielt einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über „Tie deutsche Flotte einst und jetzt". — Es ist übrigens nunmehr schon das dritte Mal, daß der Kaiser infolge eines Sterbefalls einen vorgesehenen Besuch in Schlitz in letzten Stunde nicht ausführen konnte, bezw. vcrschiebeil mußte. Tas erste Mal war das der Fall, als Mollke starb, doch wurde einige Tage später der kaiserliche Besuch doch ausgeführt: das andere Mal unterblieb derselbe aber ganz, als Prinz Georg von Preußen starb und auch diesmal ist infolge des Ablebens.des Königs von England ein kaiserlicher Besuch in Schlitz in diesem Jahre nach sehr fraglich. L. Friedberg, 9.^Moi. Durch die Verlegung unseres Güterbahnhofes nach dem Stadtteile Fauerbach und des Personenbahnhofes nach dem Südende unserer Stadt werden die Straßen in der Umgebung des jetzigen .Bahnl)ofcs ganz verwaist sein. Nun soll aber auch unser 23 0 ft a m t nach dem neuen Personenbahnhof verlegt werden, wodurch man eine Entwertung der Häuser des sellherigen Bahnhofsviertels befürchtet. Eine stark besucht,' Versammlung des Bürgervereins hat Den Vorstand ersucht, bei den betreffenden Behörden in Darmstadt vorstellig zu werden, das seitherige Hauptpostamt an feiner Stelle zu belassen und eine Filiale nach dem neuen Bahnhof zu verlegen. E. C. Höchst a. M., 8. Mai. In der Nähe des Bahn- Hofes ivurde vor kurzer Zeit eine MilchverkaufSstelle eröffnet, die sich eines außerordentlich starken Zuspruchs seitens der Arbeiterschaft erfreut. Im Durchschnitt werden an Arbeiter 145 Liter Milch täglich verausgabt, ein erfreuliches Zeichen oon der Wirkung der Antialkoholbewegung in den arbeitenden Beoälkerungsschichten. rm. Darmstadt, 9. Mui. Der Beirat für den P slan- z e n s ch u tz d i e n ft der Landwirtscbaftskammer hielt heute seine erste Sitzung ab, an der auch Landesökonomierat Müller und Prof. Gisevius teilnahmen. — Zunächst fand eine Aussprache über die mit der neuen Organisation des Pflanzensckmtzdienstcs gemachten Erfahrungen statt, die im allgemeinen als gut bezeichnet werden. Hierbei kam der Wunsch zum Ausdruck, daß nicht zu viele Sammler angestellt und hauptsäck)lich solche ausgewählt werden, die ut den Ackcrbauschutcn vorgebildet sind. Der 5)auptwerl wird aus eine gute Instruktion zu legen fein. — Nachmittags schloß sich eine Konserenz der Hessischen Landwirtschaftslehrer in ihrer Eigenschaft als Vorsteher der Sammelstellen an. — In lebhafter Aus- spache erfiärte man sich mit Den Beschlüssen des Beirates ein- netzcrvmilisbPl (jidl tag ab, bei dm die sprechiing der Anközc -czirksvorjleher tRanii- sler Scheld'LindenMü ciibiplpm für 25jät)ti.. itglied erhielt StziiW er i’iitglicö im Sutil ' (^4.\ 1 > e n: '9^, 8 WK'AHW'. •■•; ■■■........'■ Die trauernden Hinterbliebenen. 2702 Danksagung. Für die zahlreichen und vielseitigen Beweise ausrichtiger, liebevoller Teil- nahnie an dem uns durch den Tod des Verwalters der chemischen Fabrik Friedrichshütte Fritz Schwerer betroffenen überaus schweren und schmerzlichen Verlust sagen tiefgefühlten und innigsten Dank Amtliche WMiiMuMii iw Stabt Gieße». Tic Gemeindcsteucrzettel für 1910 werden den Steuer« Pflichtigen in den nächsten Tagen zugestcllt. Dieienigen Lteuervflichtigen, welche bis zum 1. ,iuni keinen Steuerzettel erhalten haben, werden ausgeiordert, hiervon auf, unserem Sienerbnreau Anzeige zu eriiaiten. >0''-, In den Wagen der itädnschen 2iraüenbahn wurden in der Zeit voni 14. Februar bis 9. Mai 1910 2 Svazierstöckc, 2 Tamenschirnie, 1 Portemonnaie, 1 Rolle Tapete und 1 Rolle Papier gesunden. Die Gegenstände tonnen auf dem Bureau der Straßenbahn, West-Anlage 51, abgeholt werden. (Bl’/5 Todes-Anzeige. Heute morgen 5 Uhr entschlief sanft nach langem schweren Leiden meine treue Gattin, unsere liebe Mutter, Schwester, Schwägerin, Schwiegermutter und Tante Frau Elisabeths Zipp, geb. MmM im Altbr von 61 Jahren. (03966 Gießen, den 9: Mai 1910. Danksagung. Für die vielen Beweise inniger Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Gatten und Batertz sagt innigen Dank „. , • Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Emilie Scheibe, geb. Heck. Die tief trauernden Hinterbliebenen. Giessen Die Kapelle (Krofdorfer Strasse da), den 9. Mai 1910. Beerdigung findet Mittwoch nachmittag 3 Uhr von der des neuen Friedhofes aus statt. 2713 Chauffeurschule Bingen a. Rh. [hvT/3 Staatsaufsicht. Prosp. frei. Im-, Damen-, Kiiidergarderoben infro., welche bis Freitag abend in meinem Besitze sind, können noch bis zum SamStag tadellos 2718 diemifdi gereinigt werden. C. A. chem Weizen war die Kauflust gering und rin Nachlassen der Preise unvermeidlich. Auf dem Lreserungsmarkte ermöglichten Teckungen eine leichte Befestigung der Mainotiz, während die übrigen Sichten ihren Stand unter leichten Sckllvankungen ziemlich zu behaupten vermochten. Im Roggengesdriit hat sich die Situation kaum gebessert. Zwar ist das Angebot vom Jnlande keineswegs drängend, immerhin aber genügend, um bei der geringen Aufnahrne- ähigkeit des Inlandes den Mangel ernsterer Exvortnachfrage fühlbar werden zu lassen. Tazu kommt, das; die Hofsnung aus eine Verringerung des Berliner Lagers durch Ervortdisposilionen ich bisher nickt' in vollem Umfange zu erfüllen scheint. Bei fehlender Kauflust genügten mäßige Abgaben, um die Lieferungs- prrise weiter herabzudrücken. Hafer bat nach wie vor schwierigen Absatz behalten und nur für die spärlich vertretenen seinen Qualitäten waren die letzten Preise zu erzielen. Eine weitere starke Ermäßigung haben in der abgelegenen Doch: die Forderungen ür russische Futtergerste erfahren. Im Maisgrid'äft fanden bic prrishaltenden Offerten Amerikas und Argentiniens wenig Beachtung. Stärkeres Angebot in Mais machte sich seitens der Tonau bemerfbar. (5s stellten fick) die Preise für iiilänbifdies Getreide am wandern und Reisen. ** D. v E. Am Sonntag veranstaltete der Vogelsberger Höhen-Elub, Zweigverein Gießen, seine zweite diesjährige Vcrems- iranberung, bic nach bem sagenumwobenen Chriltcnberg swhrte unb sick) zu einer überaus genußreichen Maienfahrt gestaltete. Hinter Eölbe, bis wohin bic Bahn benutzt wurde, setzte ber Aufstieg gleich kräftig ein und führte bic 60 Wanderer durch herrlichen Dalbbestanb in zirka zweistündigem Marsche zur 2 t i r n h e l l e , woselbst Frühstücksrast gehalten wurde. Ter Ausblick von hier oben war unbeschreiblich schön. Von fern her grüßten u. a. Tünsberg, Frauenberg, bas Marburger Schloß und Rimberg, nud) Amöneburg wurde, unterwegs gesichtet, während bem Beschauer gegenüber bas wundervoll gelegene Mellnau mit seiner auf stolzer Höhe ausragenden Ruine und bem sick) anschließenden Vurgwalb einen herrlichen Anblick gewährte. Ter ivc.tcrc Weg ii forte in 21 Stunden auf guten Waldwegen über den sattel» k?pf, dessen Gipfel wiederum reizende Ausblicke ermöglichte, nad) dcm Christenberg. Leider zeigte der Himmel, nachdem er vorher feine heiterste Miene aufgesetzt hatte, nunmehr aud; seine Kehrseite. Dieser Umstand veranlaßte denn auch bic Wanderer, i)rc vorgcschriebene Tour zu kürzen unb nach genügender Stärkung und Besichtigung des uralten Kirchleins erfolgte der Abstieg, ber roicberum ben Teilnehmern große landschaftliche Schönheiten bot unb burch ein liebliches Tal nach Münchhausen führte. Von h er erfolgte mit zwei Unterbrechungen in Wetter unb Marburg, bei denen bic Geselligkeit zum Wort kam, die .Heimfahrt. München - . . Weltmarktpreise: Weizen : Berlin Mac 221.25 ( Juli 215.00 (— 0.75) Budapest Mai 19 .10 (- 13.45). Liverpool Juli 165.25 (+ 1.65). Chicago Mai 177.55 (4- 10.65). Roggen: Berlin Mai 151.25 (— 0.75), Jul, 158.75 (— 1.00). Hafer: Berlin Mai 153.'<0 (- 0.25), Juli 157.00 (— 0.75; Mk. Ter Acicrtage wegen erscheint der nächste Wochenbericht am letzten Markttage in Mark pro 1000 ke je nach Oualität, wobei bas Mehr ( + ) bezw. Weniger (-) gegenüber der Vorwoche - beigefügt ift, wie folgt: Roggen t'rftanbcn Am Dienstag früh findet etn Vortrag des Pros. Dr Hlltner-München über Pslanzenkrankhetten statt * ' z Marburg, 9. Mai. Ein Hesscndenkmal in Gkftalt r nes mächtigen Felsblocks, den man. in bic Anlagen der sog. schönen Au'Ncht, unweit des Schlosses, ausgestellt hat, fhftctcn cnige Wigc%ürger. Er trägt folgende Inschrift: ,,Andreas ümntcrid), Cbcrft, Job. Öetnr. Sternberg, Marburger Hniverfitätsprofessor, Daniel Muth heistscher Unterofttzler aus Lckershausen, Wendel Gunther, hesfncher Husar aus Sterz- lausen starben als deutsche Märtyrer im Juli 1809 zu Staffel hirrft französische fiugclit. x\l)ncn zum Gedächtnis ftiften bicie •2flfcl alte unb junge Marburger." — Ter Ballon „M ar- t,u r g" ist nach prächtiger Fahrt gestern nachmtttag um 6’ 2 Uhr lei Sobcnfclbc m .Hannover glatt gclanbct. Ein Raubmord im vorderen Odenwald. rm. Darmstadt, 9. Mai. In dem kleinen Dörfchen T o r n d i e l bei Groß-Umstadt wurde heute nacht ein R a u b- mord verübt. Der 36 Jahre alte Spezereihändler Wilh. Bachm an n II. wurde um V23 Uhr von einem unbctannten Täter durch einen Schuß in die Brust getötet. Ter Täter, der die Lad en lasse ausraubte — sie enthielt den Betrgg von 10 Mk., da die größere Kasse sich im oberen Stock befand — enttarn, ohne erkannt S,u werden. Es handelt sich anschei- nend um einen mit den lokalen Verhältnissen vertrauten Menschen. Bachmann hinterläßt Frau tmd 2 Binder. Griginal-VrahtnrelSuirgen. Roosevelt in Berliu Berlin, 10. Mai. Roosevelt ist gegen 9 Uhr auf dem Stettiner Bahnhof angekommen, wo er vom Freiherrn v o n ch o n und ber amerikanischen Botschatt empfangen wurde. Nach der Begrüßung durch den ersten Sekretär der Botsckwtt wurde er von Freiherrn von Schön willkommen geheißen, der |tcb längere Zeit mit ihm unterhielt und bann auch feine lyrau und seine Kinder begrüßte. Unter ben Hochrufen der Meng e begab fidj Roosevelt darauf nach der amerikanischen Botschast. * Paris, 10. Mai. Im „Matin" wird erklärt, daß Frankreich am Ende dieses Jahres sieben 2 c n t b a Ho n c 1 besitzen werde, wozu im nächsten Iahr vier m eitere kommen werden. Auch werden bis dahin 20 Ballonhallen errichtet werden. , „ , Paris, 10. Mai. Sofort nach Eronnung der Kammer werden zahlreiche Deputierte ben Antrag stellen, den . ahr aefoalt der Deputierten von 15000 Franken wieder aus 9000 Franken herabzusetzen. . Madrid, 10. Mai. Nach einer Meldung aus Melilla haben die spanischen Truppen bei Jardu befestigte Stellungen bezogen. ■ I । liefert billigst die Bröhl’sche K l8VO!*lQ lUlt hirmn Universitäts-Buch- und Stein« l\UlUl IO Hill I II IIICl druckerei.Gießen.Schulstr.7 iwaggf zierncken-8uvve Teigwaren-Suppe ... I * y/ V jnWürfelnzu 10Pfg.für2—STeller. Vermischte». * Die Explosion in Hüll ist doch fürchterlicher, als es die ersten Drahtnachrichten vermuten ließen. Wir erhalten darüber folgenden Drcchtbericht: Ottawa, 9. Mai. Tie Zahl der bei der Explosion in Lull Getöteten wirb jetzt auf neun, die der Verletzten auf vierzig angegeben. Tas Unglück ist burch Entzündung eineser st kürzlichpatentiertenSpreng st osses entstanden. Ter Sprengstoff wurde im Lager ausbewahrt, dessen Mauern aus Stein unä drei Fuß stark waren. Die Trümmer der Mauer wurden eine fBiertclmcilc weit geschleudert und durch- fd)lugcn eine große Airzahl .Häuser, deren Bewohner getötet ober verletzt würben. Die Stadtvenoaltung verlor erst kürzlich einen Prozeß, ben sie gegen die Gesellschaft angestrengt hatte, um die Verlegung der Magazine aus der Stadt zu erzwingen. i Kleine Tngeschronik. In einem Bergwerk der Grafschaft Woodlesford wurden sieben Mann von Gesteinen in die Tiefe gcriffen; einer konnte sick) retten. Ein anderer starb unter entsetzlichen Schmn- zen. Tie anderen fünf Arbeiter sind noch eingefchlossen. Auf dem ’Tominiuin Ttoo r Ta u tötete ein polnischer Arbeiter, der nach einer Zecherei in den Schlafraum der Arbeiterinnen cm- gedrungen war, ein Mädchen und verletzte mehrere andere lebensgefährlich mit einem Messer. Der Täter wurde verhaftet. An Bord des Frachlbampfers „Jonas 211 ft r o c m* kam es zu einer K e s s e l ex p l o s i o n. Von ber Besatzung wurden zwei Mann getötet unb m eforere lebens gefährlich uev letzt, andere werben vermißt und sollen, wie Augenzeugen aus- Sagen, mit ben Frachtstücken in ric Luft geschlendert worden fein. Bei St. Anton ist eine Bergwand mit fünf Hektar Wald in den Reiback) gestürzt, der verschütte: wurde. Zwei seit dem vrimmelsahrtstage vermißte Nürnberger Touristen namens Thieroff und Vestncr wurden von einer Rettungserpedirion in der T r o p f st c i n h o h l e bet Rinne n b r u n n völlig erschöpf t aufgefunden; ftc waren 58 Stunden in der Höhle eingefchlossen. Amliicher Wetterbericht. Deffentlidic W e t t e r di e n st st e l l eG i e ß e n. Allgemeine Wetterlage leit gestern früh: Las Tief an der Ostseeküste ist nordivärts gewandert und hat ficki mit cmenx anderen bei Norwegen lagernden Wirbel uereuügt. Dabei sind gcltcrn nocii vielfach im Gebiet Regen- und Grauvelschancr, im Gebirge Schnee mebcracgaiigcn. Die Temperaturen hegen anhaltend niedrig. 4.1c emovaische Trudoertcihing besindet stch jetzt in starker Ilmwandhmg. Hoher Truck über dem Citcn Europas gewinnt Gnifluß. Wetteransüditeii in Hessen am 'Mittwoch deiii 11- Jiat I Jio: Regen uachlgssend unb langsam aulheiteriid, bereits etwas warmer. 224 ( 229 ( — ) ) 152 V, 153 (+ (- 1) ) 154 ( 160 ( ) ) 221 ( — ) 151 (- 1) 157 ( — ) 224 ( — 2. 148 (- ) 15 > ( — ) 216 2) 148 (— ) 152 — 1) 222 — 1) 152 (- 1) 170 — ) 219 —— 1) 151 (- 1) 165 — ) 220 — ) 154 i- 1) 167 — ) 222 — ) 154 (- ) 163 — ) 214 — 2) 151 (— ) 163 — 1) — — ) 148 (- 2) 156 3) - ) 15- (+ 2) 165 — ) 208 — 2) 155 (- ) 170 - ) 222 1) 160 (— 4) 162 2) 206 — 4) 152 (— 2) 160 - 3) 222' , - 2'/-) 162V, - ) 162V, — 27,) 225 ) 166V, (- 1) 165 - ) 222'/, - 2'/,) 172', (- ) 175 - ) 232’,, (- 2*/.i 175 (- ) 165 - ) 224 - 2) 158 (- ) 155 - ) I Fa hrräder- Nähmaschinen L _____________? - '' . ________________________«____________________________'_________ Formen, Ausführung, Eleganz, Haltbarkeit und Preis der Salamanderstiefel entsprechen den verwöhntesten Ansprüchen. Fordern Sie Musterbuch 8. Einheitspreis . . . 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