’M 1910 VezugSvrelS: ch7bPf.,viertel- Äkk. 2.20 . durch Ar. te ite Die heutige Nummer umsaht 16 Seiten. beln ite Dice ti) r me Ahe 2M 449 WamituT Lürvorlc 2806) 58 Garnitur Qtaxww W 194 TchrerbEr Hell beln n Diaff) :dte aber ittcl . ice mit ngerätt n ffinfl-- fchlag ite d, I Absage bei dem letzten großen Bergarbeiterausstand. Der Name des Kanzlers ist im Zusammenhang mit dem drohenden Ausstand bisher zwar noch nicht genannt worden, wir kennen aber sein Interesse an den Arbeiter- und Lohnfragen von früher her. Als Staatssekretär des Reichsamts des Innern hat er am 20. Oktober 1907 bei der Begrüßung des deutschen Arbeiterkongresses in Berlin folgendes Bekennt- 28296 214 Tviellaften 28349 341 Nterbeutel M.2 461 Pferdedecke 28356 342 ^mlcinenc^r. 28413 312 2 -vaarburM &2ffijpbleneimcr 28488 271 Sedetubt 28330 7% Schreibzeug ML 453 Hausiegen E8MlPaarGlaceba Verletzung. Seit mehreren Tagen hallt es in den Zeitungen wider von den aufregenden Vorgängen in Marseiile, und doch missten bei uns sicher nicht Alle den Inhalt der Berichte sich recht zu erklären. Die staatliche Einrichtung der „einge- scliriebenen Seeleute" in Frankreich ist zwar schon über ,1m Jahrhunderte alt. Jean Baptiste Colbert, der große Minister Ludwigs des XIV., der Frankreich zu einer mate- iicileit Blütezeit verhalf, ersann auch den Weg zur Schaffung einer guten Kriegsflotte. Die aus der Seemannsbevölkerung amieworbeuen Franzosen erhielten besondere Rechte, indem jic' dauernd als Kriegsmatrosen eingeschrieben und dasfür mit Alterspensionen, Fischereirechten und ähnlichen Vergünstigungen bedacht wurden. Sie konnten aus der Kriegsflotte ausscheiden, auf Handelsschiffen Dienste nehmen, blieben aber als „eingeschriebene Matrosen" auch Ibum im notin) a) M jdiet . ndschuhe jiöitW tlt» Wie sielst cs mm mit den Lehrern aus? Ta herrscht nach eine geradezu vorsintflutliche Einrichtung. Knaben, die eben bic Schule verlassen haben, treten als Lehrlinge aktiv in den Lehrerberuf ein. So unterrichten sie bis zum 18. Lebens!ähr und treten bann — aber nur -teilweise — in ein Lehrerseminar ein, um dann nach Durchlaufen einer solchen Anstalt von neuem als Lehrer angesiellt zu werden. Unter den angestellten Lehrern befanden sich lnach Abel-Musgrave > 1902 nur 52 Prvz., die ein Seminar besucht hatten. I«. vielfach Will man die Semmar- abiturienten, die man früher als Lehrer gehabt fat, nW wieder an sollen, da die anderen — billiger und. Etwa 600000 Kuwer werden in England von solchen unausgebildeten Lehrern unterrichtet. Und da spotte noch einer über den prcußüÄen Unteroffizier als Lehrer' Wie es hier in London, das seit einiger Zeit viel für sein Schulwesen tut, steht, sind dort von 15 100 mit einem Zeugnis versehenen Lehrkräften an Elementarschulen nur 11 000 m einem Seminar gewesen. 1200 Lehrkräfte haben überhaupt kein Zeugnis. Unter den 15100 Lehrkräften sind 10 400 Lehrerinnen London hat sieben Seminare, davon fünf für Lehrerinnen und zwei für Lehrer und Lehrerinnen, also kein reines Lehrerfeminar. Tie Gehälter sind niedriger als in den meisten deutfchen^wdten (Höchstgehalt für Lehrer 4000 Mark, für Lehrerinnen 3000 Mark-. Tagegen hat man für die wenigen Hauptlehrer hohe Gehalter .3000—8000 Mark). , Heutzutage im Zeitalter der vermehrten Madchenbildung gLyen auckt viele Damen, die an der Universität studiert ha bell, m den Pe-lksschuldicnst. Ich hörte, wie ein Mitglied der Oxforder Universität dies empfahl, als man klagte, daß die.mngen Tarnen an den höheren Silvulen kaum noch ankommen konnten, lagte, sie hätten dort ein reichliches Auskommen. Aber das übergroße Angebot hat die Gehälter gedrückt. Obendrein ist die Stellung der Lehrer eine höchst unsichere unb absolut abhängige. Xtx Xircftar stellt an und entläßt. Unbrauchbarkeit für sportliche Leiitungen kann zur Entlassung führen. Pension gibt es Nicht. Die Ixige der Lehrer ist selbst in London eine „bemahe hoffnungsloie Aus der vorhin erwähnten Lehrerkonferenz wurde nach einem -oericrt der Nationalzeitung einsoimniig eine Ent'cküetzung angenominen, die die Bildung eines speziellen ApellatwnSgericht^ empfahl als Sicherheit gegen ungerechte Entlassung von Lehrern, -ber sich ein Bild von diesen englischen Schulzustanden machen will, der lese nach bei Abel-Musgrave. n . . . Tabei besuchen in Englatid, dem klassisclien Land der Privat- sckulen, heute noch mindestens die Hälste der ^Schulkinder Privat- schulen. Nach der Angabe eines Pmlamentsmitgliedes, dw ich 1901 in Oxford hörte, waren dies 2 436o87 von 4 6,3 < 646 schulpflichtigen Kindern, also 53 Pvoz. Es versteht sich von selbst, das; die Leistungen der Volksschulen tn letzter^Zeit etwas besser geworden sind. Ein Engländer, der um 18/0 Schulen m Deutschland und der Schnei' besichtigt hatte, erklärte, er ici Bei der Wahrnehmung der Leistungen der dortigen Kinder für sein Land errötet. 'Bor wenigen Jahren traf ein Engländer eine hiesige W & NerrMvi 29434 ® Spieße) 2*9)0 39 Sturb •29611 L A •29626 & Sduerntn^ -M anntmg‘irninS 29?« gilb. Re-N° j. nis getan: „Der Arbeiter wisse selbst am besten wie der Terrorismus, von welcher Seite er auch komme, nicht nur den moralischen Halt des Menschen vernichte, sondern auch ferne ganze wirf- schastliche Existenz zu zertrümmern imstande et. Ter christlich- nationale Arbeiter wolle mit anderen Mitteln wirken als die Sozialdemokratie: er wolle als die eL Zukunft des deutschen Arbeiters Fleiß, Got^sfurcht,. Rucks ern- heit und Zufriedenheit angesehen wissen. Tic sozialpolitische Gesetzgebung werde ununterbrochen weitergeführt. Ich kenne Dtc Sorgen, unter denen der wirtschaftlich Schwache der Krankheit, der Arbeitslosigkeit, der Fürsorge für Frau und Kmo gegenübersteht, ich kenne auf der anderen Seite auch den Ernst unserir Tage, in denen neue Wirtschaftsformen das gegenseitige Verhältnis von Unternehmern und Arbeitern umgestaltet haben, in denen es Dieterorten zu einer Spannung gekommen ist, die den inneri.n örieben zerstört und zu Kämpfen geführt hat die nicht nur unser wirtschaftliches, sondern auch unser staatliches und natio» nalcs Leben aufs schwerste gefährden. Aber gerade weil es sich hier um Fragen handelt, die bis an den -ebensnerv sowohl des Einzelnen wie der ganzen Nation gehen, richte ichan Sw die Bitte, daß Sie in Ihrer gesamten Wirksamkeit mit dersclbi.n Energie, mit der Sie für das Wohl jedes Einzelnen aus dem von Ihnen vertretenen Stande eintreten, auch dem Wohl unseres gesamten Vaterlandes dienen mochten." . . , Leider scheinen solche ruhige Erwägungen bei der gestrigen Beratung im Reichstagsgebäude nicht durchgedrungen zu sein, denn es wird heute gemeldet, daß alle Veryand- | langen gescheitert seien und in einigen Tagen^ die Aussperrungen erfolgen würden. Die Hosfnung, daß m letzter I Stunde noch eine Einigung zustande kommt, ist völlig dahin. Die Triumphfahrtcn Roosevelts, des früheren Präsidenten der Vereinigten Staaten, sind nur darum einer ernstlichen Betrachtung wert, weil der Büffeljäger, ^taats- ! mann und Zeitungsmacher (auf üble amerikanische Arti demnächst auch den kaiserlichen Hof in Berlin besuchen wird. Schon wird von Berliner Berichterstattern versichert, Herr Roosevelt werde im kaiserlichen Schloß wohnen und wie ein ! regierender Fürst empfangen werden. Warum diese außer - I ordentlichen Ehrungen? Weil der Selfmademan mit Hilfe I seiner bewegten Vergangenheit und seiner schriftstellerischen I und rednerischen Reklametrommel so ungeheuer in den 'Vordergrund der öffentlichen Meinung getreten ist? Heute • r, ... : L, - kn« rwnw fm i f 1 11Tth fl rfl- «TSO 747 2»® 6® H S S •M 784 HS W qeschwe «825 454 WsseM 2890, i«61 Paar 2 28917 24 ^^Uta 2N7 706 BßAs S'ss* N ck;ulichwanzenden Andiw ans den Straßen anslcsen und ein System geschahen, das auf die Eltem, die schließlich mit etwa 5 Schilling, (gleich 5 Mark) Butze be^ legt werden, einen Druck ausuben sollte. Aber Es .lie^t gewiß in dem englischen Staatssystem begründet, das Reibungen zu vermeiden sucht, daß im Jahre 1878 tatsächlich erst -/- der pflichtigen Kinder die Schule besuchten, eine Erscheinung, die bei uk» feiern deutschen Pflichtgefühl geradezu Mdenkbar wäre. Mer rwch mehr: Nach Musgrave smd Herste l og ar m Loudon für View Tausende von Kindern noch feine Schulen eingerichtet. Die Shnter können also gar nicht in die Schule gehen, ,elbst wenn ü>re Eltern UnÖ Uni> ^loic ist es mit dem Schulbesuch der ^"geschriebenen .Kinder bestellt? 1903 besuchten in London 86,4 Prozent den llntemdjt, in England und, Wales 83 Prozent. den hie,igen Stadtschulen beträgt der Luhulbeiuch dagegen 96 97 Prozent. Dieser Unterschied wirft ein grelles Schlaglicht auf dre Aus sühruna des englischen Schulzwanges. Zwar und die^ Klassen auch heute selbst noch m den stabten abersullt — von London viel stärker als bei uns, - so durckc doch die Tatsache, daß es vor 1870 vorkam, datz ein Lehrer ^00 bis 1000 ^chuler. unterrichtete, in dem deutschen Leser einiges ^aunen ^egen.. Tas Jahr 1891 brachte ein Ge,etz, das für die Elementar,chulen das Schulgeld beseitigte. Aber das Schulwesen leidet nach an einer Reihe großer Mängel. Viele Sckstilen sind noch rn den Händen Cer virickiei enartigsien Religionsgemeinschalten, wie denn die Geistlichkeit au, bic englische Schule heute noch einen großen Eiuflutz hat, größer selbst als m Preußen. 1902 lxst em NES Gesetz mehr Einheit in die örtlichen Schulverwulnnigen gebracht unb an Stelle der erwähnten Sckwol-Boards Erziehungs^Mitees,die von den Gemeinden gewählt werden, geschaffen, die auch die P^wat" ’"cf ulen mit zu unterrichten haben und bis zu einem gewißen Grade auch für bas höhere Schulwesen Sorge z-u tragen haben. 2lber daß auch hierdurch noch keine festen Grenzen geschaffen wordoii lind, zeigt die Tatsache, daß erst kürzlich auf einem Lehrerin^ in Plymouth heftig darüber geklagt wurde, diese lokalen Behörden begünstigten ausschließlich das höhere Schulwesen, be- willige letzterem hohe Gehälter und behandele die Elementarschulen - fw st-sto"'» la®*- 28666 26732 W M'Mc wblekmliL $28 550 V, B.1 261 ffi?'. dort der gleichen $is*ip(-in unterworfen. Willkürliches Ver- lafifen der Handelsschiffe wurde als Fahnenflucht bestraft. Diese Regelung hat in Frankreich noch heute Geltung, ist tülver Nr. 8Ä Erstes Blatt 160. Jahrgang Samstag 9. April 1910 r Siebener Anzeiger jPJgMmy FH '^T O monatlii Inf AlT All ßr /■ »ä b!ettfürbenKrrl$(5itbkrnsprech - Aiischliisse: lk > vgjr politischen Teil: August General-Anzeiger für Oberhessen WW ^"m^Tag^esn^E Rotatfon$örö!6 W Schreibzeug !• 27700 380 1 Paar MMer 27707 2)7 Silberner Söfft! 27756 470 Pofstorb 27779 168 rifchlampe 277Ä 229 ■vutloffer 27868 369 Hauslefler 27879 206 Brieftasche 27881 901 Paar Damemt- 27^6 377 Kohlenkaften 27973 687 6PaarMrsseru.Ss 27977 21li ZaidwtudWtn 27980 711 SWe te in den letzten Jahren von den Mr Marr^ er An schlichter Privatmann, den man höflich und ach- i aeruafr Strafverfolgungen eintreten ließ. Immer uph.gcr I Q§üon begrüßen darf, dem man aber, besonders an : Ä-ossen bic Arbeitseinstellungen tns Kraud Borge,etzle ^^o^-agendeu Staatsstellen, keine öffentliche Neugierde । werden bedroht nud mißhandelt. Der zetzige Unterstaats- 7 .-Dlttc, bie an das Panoptikum erinnert, feh-etäc Cheron hat beschlossen, mit diesen Uebefttanden aus- $ 0 der^römische Bürgermeister Nalhan ihn mit Marl zuräumen. Wir haben berichtet, daß etmge Beswa^ ow«r der rom^ ber Berliner , der Mannschaften eines ^chrffes wegm Gehör,ami,verweige- .nb eigene Meinung haben. 'Tie Rückkehr aus.Afrika, : mmg und Arbeitseinstellung das Lynditat ber ^0^61.-- ^ikettenstreit vor der Tür des ^Vatikans, wird vielleicht MLtrosen auf die Beme brachte. Allgemein wurde die Arbeit! öon einem witzigen Satyriker dramatisch behandelt eingestellt. Aber Herr Eheron besitzt eine ähnliche Fatkrast lucrben. im Welttheater sollte das nicht allzu ernst genom ivve früher der veryatzte Unterstaatssekretar der Post Sym-an, !^^. n;eTb2n Tie /amerikanische Presse selbst gibt uns humo und die gesamte ossentliche Meinung fteflt ®l rislische Winke Man kennt dort, wenigstens in ernsten lie fortschreitende zügellose Willkuc der M^ goliiischen Kreisen, den staatsmännischen Efsekthascher besser Hal den Franzosen eben em gar zu abschreckendes Zukunft^- ei uns. Es wird über den Ozean gerufen, Herr Roose- bild vorgemalt. Kriegs,chisse und ihre Besatzungen srndl ^rde dem Kaiser wohl raten, was er mit der preußi- zu Hilfeleistungen herangezoaen worden, und der Staats- Wahlreform anfangen solle! Der Obermusilmeister stkretar Ehäron hat mitviel Mut und Sntschtedenhert ^s Garderegiments joli aber, so wird ernsthaft aus Berlin Narseille persönlich auf die Ausständigen erngewwkt, bl.her! . feiner Kapelle bereits amerilanftche Melodien freilich, wie es scheint, mit wenig Erfolg. Immerhin, den ^nützen, die bei der „Galatafel" steigen sollen. Wir hoffen, dortigen Unruhestistern sind keme wirstjchastllchrnber UnvUfl nicht ein erträgliches Maß übersteigen wird. beLroht, und wenn die Regierung unerbittlich bleibt, wird ^^lleicht sind uns die Franzosen, zu denen der Weg des die leichtfertig entzündete Flamme des Ausrufs wohl bald e ^rä)-ibenten ^nächst führt, kluge Ratgeber. Zn verlöschen. Ein streit um nichts, denn nach einer. Aus-> ^aris soll Herr Roosevelt jeden amtlichen Empfang sich Hebung ober Acnderung der ..rnscnptwn maritime schemt P v.. Warum will er es nicht auch in Berlin den Ausständigen der Wunsch nicht einmal zu sieben. . 9 Anders der Kampf im deutschen Baugewerbe. Hier _______ ,____ steht viel auf dem Spiel, so viel, daß auch das Eingreifen! pngStickt» oec Reichsregierung vielleicht nutzlos sein wird. 22 000 Vav tUM,e VI»oUNgSw^en. ® hat in d^i dir großen em.- Lpril ablaufenden Tarifverträge nicht zu erneuern, sondern & Ent- neue Vertragsbedingungen auszustellen, die darin grpftln, Talung zu erpäbm. Ursa, ist nicht allein die leichtere Ber- die Festsetzung aller besonderen Vereinbarungen über £0^, binbung/ ö"b>r eln?3 rcin wissenschaftliches Interesse, sondern in erster Arbeitszeit, Ueberstunden, Kündigungen, den beiderseitigen knjf bie Absicht, aus den geinoniieuen Erkenntnissen Nutzen für totalen Verbünden zu überlassen. Taneben wollen bie Djc eigene (£11111’idlung 8U sieben. Es ist auch zweifellos, daß dec Lnternehmer die Akkordarbeiten vertraglich gesichert, das WettbcN'erb zwischen England und unserem Lanve sehr viel dazu {□■Genannte „Agitationsrecht" an den Arbeitsstellen ein- beigetraben hat, den Fortchungseifer auf beiden Leiten, namentlich oeidiränft wissen. Wir haben berichtet, daß die Bauarbeiter ater auf Seiten Englands zu beleben ^^^uwergrößern, tme e» KtbÄe» sämtlich-bgr-L L-gLen hoher- Lohne E ihL und kürzere Arbeitszeit verlangt haben. Der S.aatsfetretar ^^^orichlaf gerissen hat. In jüngster Zeit haben sich unsere Delbrück ober fein von ihm beauftragter Rat wirb bei ber I qL..;tnngm etwas mehr unb zusammenhängend mit verschiedenen Vermittlung einen sehr schweren Staub haben. Wenn auch I ^ng'listchen Einrichtungen befaßt und so mancher Legende des viel- die Berliner Gruvpe des Unternehmerverbandes einer Aus-I genesenen Jnscireich.s den Garaus gemacht, namentlich auf Poli- sp'errunq abhold ist, so hat sich doch eine kampflustige Stim-!nschem unb wirtschaftlichem Gebiet. munfl unter den Arbeitgebern kundgetan. Trotzdem geht der Man hört und lieft 'heutzutage auch soviel von einem and'rm allgemeine Wunsch des Volkes nach einer friedlichen Gebiet, aus dem man England zu folgen rat: dem Bilbungsweien 3 ‘ 1 J 1 ' Da dürfte es vielleicht angebracht |em, einmal eine — wenn unnigung. . auch imr skizzeichafte — Darstellung des englisü)en Bildungs- Gelingt es dem Reichvamt des Innern, die Zahl- kosens zu geben, eine Tarstellung. die beruht auf eigenen Bereichen gegensätzlichen Wünsche auf einer mittleren Linie obachtungen, auf englischen kulturhistorischen Büchern, auf Reden ; , 9 ü 9 ,1, Snr? englischer Parlamentarier und Schulmänner, am dem junglt er- jw ordnen, den Arbeitern begreiflich zu machen, daß ) sch^nenen höchst interessanten Buche: „Tas kranke England" von durch ihre Herrschsucht das Gewerbe nicht lähmen sollen, £r (VUrt Abel-Musgrave, einem Bucke, dessen Verfasser zwar ben Unwillen und bic Piltcrkeit der Unternehmer zn mildern, in Tentfchlani. geboren, aber doch englischer S-rkumIi ist mb — foo daß fte für einheitliche ^gelungen gewonnen werden, ! neinerett Artikeln in Zeitschriften und Zeitungen. -amn hat es sich den lebhaften Dank des ganzen Volkes Tag Eleuiemarschulwesen, öarbient. Vielleicht spüren wir hier den Geist des neuen An erster Stelle sei das E le men t ar s chu l w ese n Eng- w;, sein Verständnis für bic sozialen und wi-ssch-st. H1ÄÄ lichen Aufgaben. Fürst Bülow har bei ähnlichen schwierigen man in England ernstlich bemüht, den Kindern des „Volkes" Mgaben versagt; wir erinnern nur an seine kurze, kühle1 Schulbildung zu verschaffen. Während beispielsweise in unserm EJläbdven i d)ul kl as s c ans ein ein AuSflttge und ließ sich mit dem el)n*r in ein Gespräch ein. Er war erstaunt über dic gute .Füllung der Kinder und ilbcf das, mas bic Kinder ru unseren, Kgd'itlcn lernen int Berlxälttris zu betten in England. Wer dren sie einerseits mit der Stumpfheit mm Tragl-eit der Kinder und mit der Unzulänglichkeit der Hilfsmittel zu tun, To stellt ihnen noch der weit verbreitete Unverstand der Massen entgegen, die auf Schulbildung nicht viel geben, und auch mit einem noch iv.it verbreiteten Mangel an Interesse der führenden !Kreise an einer allgemeinen Volksbildung. Tazu kommt novlj ein in England besonders ausgebreitelcs fogernrnntes Unabhüngig- keitSgefiilil bei Eltern und Kindern, ein Gefühl, das bei uns gewin'c pädagogische Reformer im Namen der freien Persönlich- feit zu züchten versuchen. Musgrave zeigt einige „edle" Früchte dieses Baumes. Es ist wohl keine Ueberlfebuna unsererseits, wenn man sagt, daß daS englische Schulwesen mindestens um eine halbhundertjährige Entwicklung zurück ist. Sie Früchte dieser Rückständigkeit der Volksbildung in England zeigt die hilftose Lage von Tausenden iitnb Abertausenden von englischen Arbeitern, die nicht imstande sind, einen Beruf zu lernen und darum nicht nur in ihrer wirE schaftlichen und sozialen Entwicklung stets hinter den Massen .bei uns zurück sind, sondern in Zeiten industrieller Arbeitslosigkeit hilflos auf dem Pflaster liegen oder der Armenunterstützung ^verfallen. Abel-Musgrave ist gewiß im Rocht, wenn er unsere gewaltige wirtschaftliche Entwicklung zum großen Teil davon her- Ileitet, daß die Arbeit der deutsck)en Regierung für die Hebung |ber Volksbildung eine Summe von geistigen Kräften gesck>affen iund aufgestapelt habe, die nach Schaffung der deutsckien Einheit Ibie Möglichkeit erlangten, sich im Wettbewerb so erfolgreich zu betätigen. Maiigel an Verständnis für die Kulturbedürfnisse der breiten iSchichten des Volkes, übermäßige Rücksichtnahme auf die Eigen- ibrödelei les Sektierertums, eine einseitige Hinneigung zur iTczentralisalion, ja wirkliche Abneigung gegen ein kräftiges Eingreifen des Staates sind die wesentlichsten Ursack>en für das -Zurückbleiben Englands auf dem Gebiete der Bolksbildiing. Es ist noch nicht lange her, daß daS englische Ministerium eine Schul- abteiluiig enthält, die das ganze Volksschulwesen wenigfteiis einiger- Maßen überwacht; auch ein System von staatlichen Schulinspek- tionen hat man neuerdings geschaffen; aber immer iwch scheut man sich, die Zügel straffer anzuziehen, noch immer haben tue in den Städten und Landbezirken durch Wahl gebildeten Er fziehungSkomitees, die Kirck)engemeinsck>aften und Schulunternehmer so gewaltigen Einfluß aus Schule und Lehrer, daß das englisclfe Volksschulwesen iwch auf lange Zeit hinaus in hohem Matze rückständig bleiben muß.___________________ Die hessische wahlresorm und die Erste Kammer. Darmstadt, 9. April. Der Wahlrechts-Ausschuß der e r st c n Kamme r tagte gestern vor- und nach- - mittag unter dem Vorsitz des Fürsten zu Lciningen, am Nach- : mittag bei Anwesenheit des Stczatsministers Dr. Ewald, des Geh. Staatsrats Krug von Nidda, sowie des Ministerialrats Lorbacher. Bereits im Febrirar und März fanden ver schicdcne Sitzungen des Wahlrechtsausschusses statt. In den ^Sitzungen wurden vorbereitende Beschlüsse zu dem Wahl- I gesetz gefaßt, insbesondere machte sich der Ausschuß dahin schlüssig, der von der Zweiten Kammer beschlossenen Erhöhung der Zahl ihrer Mitglieder au.f 58 lzuzu stimm en. Es wurde beMossen, hiervon dem Zweiten Ausschuß der Zweiten Kammer Kenntnis Zu geben und Zugleich mitzuteilen, daß die Abßicht der Vollversammlung -und des Ausschusses bestehe, die in der Regierungsvorlage vorgelegten drei Gesetzentwürfe über die Abänderung der Verfassungsurkunde, die Landstände und die Wahlkreiseinteilung demnächst gemeinsam der Verhandlung und Beschlußfassung zu unterziehen. Erft nach der Beschlußfassung der zweiten Kammer über die Wahlkreiseinteilung könne man endgültig zu der Gesetzesvorlage und den von der zweiten Kammer hierzu beschlossenen Abänderungen Stellung nehmen. Der Ausschuß beabsichtigt deshalb mit seinem Bericht erst dann an die Vollversammlung heranzutreten, wenn auch der dritte Gesetzentwurf über die Wahlkreiseinteilung von der zweiten Kammer erledigt sein wird._______ Das Scheitern der Verhandlungen im Baugewerbe. Berlin, 8. April. Tie Verhandlungen, die auf Veranlassung des Reichsamts des Innern zwischen den Arbeitsgebern und Arbeitern des Baugewerbes stattgesunden haben, !find ergebnislos verlaufen. Die Arbeitgeber er- i klärten, durch die bisher gefaßten Beschlüsse bereits sest- 'gelegt zu sein. Sie seien daher nicht in der Lage, der vorgeschlagencn Einsetzung eines unparteiischen Ausschusses zuzustimmen oder, wie in zweiter Linie angeregt wurde, sofort in eine erneute Berarung der fünf strittigen Hauptpunkte einzutreten. Nach Feststellung des Scheiterns der Einigungsverhandlungen im Baugewerbe trat der Vorstand des Arbeitgeberbundes für das deutsche Baugewerbe Zusammen und beschloß einstimmig, daß in Deutschland die Aussperrung 'am 15. April erfolgen soll mit Ausnahme von Hamburg, lvo der Frieden gesichert ist, und von Berlin, solange hier Berhandlungen noch schweben. Diese Verhandlungen sollen anfangs nächster Woche stattfinden. vcr Kaiser in Homburg. Homburg v. d. H., 8. April. Der Kaiser hörte heute vormittag den Vortrag des Vertreters des Auswärtigen Amtes, Gesandten Frciherrn v. Jenisch. Heute voiinittag machten dic Majestäten einen Spaziergang durch den Kurpark. Nachmittags unternahmen die Majestäten mit der Prinzessin und Gefolge in Automobilen einen Ausflug nach Psasfenwiesbach und gingen von da zu Fuß über die Kapcrsburg bis in dic Gegend von Köppern, von wo sie per Automobil hierher zurückkehrten. Vie neue Verbrüderung Zrankreichr und Siaiienr. Eine Note der „Agence Havas" sagt: Der italie- n if ci) c Mi n ist er des Auswärtigen di San Giuliano stattete am Freitag dem Minister P i o n o n einen Besuch ab und hatte mit ihm eine mehr als ein stündige Unterredung, die sich auf die hauptsächlichsten Fragen der auswärtigen Politik erstreckte. In ihrem Verlauf stellten die beiden Minister fest, daß in den von ihnen behandelten Punkten ausgezeichnete Beziehungen -Zwischen den beiden Ländern bestehen. Damit ist vor aller Welt deutlich. erwiesen, daß der Höf- lichkeiten-Austausch zwischen Herrn v. Bethmann-.Hollweg und den Italienern sachlich belanglos ist. Vie Feierlichkeiten in Jerusalem. Jerusalem, 8. April. Prinz und Prinzessin Eitel Friedrich ritten heute zeitig früh auS Anoritt und begaben ich zunächst nach der Templerkolonie, wo sie von dem Vorsteher Hofmann, dem Sohne beß Begründers, und dem deutschen Bürgermeister Sohle begrüßt wurden. Der Prinz dankte herzlich für die Begrüßung. Der Ritt wurde sodann nach Bethlehem fortgesetzt, wo alle Sehenswürdigkeiten eingehend besichtigt mürben. Gegen 1 Uhr kehrte baS Prinzenpaar nach bem Oelberg zurück. Deutsches Aeieh. Die württembergische Zweite Kammer hat mit sämtlichen 77 abgegebenen Stimmen einen Nachtrag zum Haushalt angenommen, der infolge des neuen Volksschulgesetzes für das Jahr 1910 einen Mehraufwand von 351 841 Mark für die Volksschulen Vorsicht. Aus Posen wird gemeldet: Das Ergebnis der R e i ch s t a g s e r s a tz w a h l ist: Oberbürgermeist. Wilms (deutsch. Kand.) 12 579, Sosinski (offizieller polnischer Kand.) 6964, Nowicki (polnischer Demokrat) 11487 und Matuschewski (Sozialdemokrat) 2241 Stimmen. Stichwahl zwischen Wrlms und Nowicki ist sicher. Die von den Sozialdemokraten in Berlin beantragte Genehmigung zur Abhaltung von Versammlungen unter freiem .Himmel am Sonntag im Treptower Pa^k und im Friedrichshain ist vom Amtsvorsteher in Treptow und dem Berliner Polizeipräsidium erteilt worden. Der Berliner Magistrat hat seinerseits als Eigentümer des Treptower Parks, sowie des Friedrichshains beschlossen, bte große Miese im Treptower Park, sowie den Spielplatz im Friedrichshain für die sozialdemokratischen Wahlrechtsversammlungen am Soirntag freizugeben. 2luslaee&. Aus London meldet man: Infolge der Abstimmung der Bergarbeiter, welche eine große Mehrheit gegen den Streik ergab, unterzeichneten die Vertreter der Kohlengrubenbcsitzer und Arbeiter von Südwales Ijeute ein neues Abto mme n. Damit ist die Gefahr eines Streiks von kolossalem Maßstabe endgültig abgewendet. Aus London meldet man: Der neunte Dreadnought wird am Sonntag in Greenock vom Stapel gelassen werden und den Namen „Colossus" erhalten. Sie Wetterführung Ser Elektrischen nach lvieseck. 9(u§ Wicscck, 8. April, wird uns geschrieben: Unser Gemeinderat wird sich demnächst mit einem Vorschlag zu beschästigen haben, der von Gießen gemacht ist, um unseren Ort an die dortige Straßenbahn anznschließen. Nach Mitteilungen, die an unseren Bürgermeister gelangt sind, wird der Bau der etwa 2 Kilometer langen Strecke 150 000 Mk. kosten. Die Betriebskosten belaufen sich jährlich auf etwa 20 000 Mk. Unsere Gemeinde soll einen einmaligen Betrag von 75 000 Mk. oder auf 10 Jahre jährlich die Hälfte der Betriebskosten, also 10 000 Mk. übernehmen. Man ist der Ansicht, daß das Wieseck angesonnene Opfer sehr hoch ist und Gießen wohl wegen der Höhe dieses Betrages mit sich reden lassen würbe. Unser Gememderat wirb erwägen müssen, ivelchen Betrag er für die große Annehmlichkeit leisten lvill, daß unser Ort an bic Straßenbahn und damit wenigstens für den Personenverkehr direkt an die Eisenbahn angeschlossen wirb. In der Bürgermeisterei Gießen möge man bedenken, baß es eine Anzahl Gießener Gewerbetreibende gibt, bic Vorteile davon haben, wenn unserer kaufkräftigen Bevölkerung der Weg nach Gießen bei jedem Wetter bequem gemacht wirb. Die Verbindung Gießen-Wieseck bringt wohl auch eine Hebung der Frequenz der Straßenbahn im Innern dec Stadt selbst mit sich, wie der Vorortsverkehr in anderen Städten beweist, so baß der Ausbau der Gießener Straßenbahn nach den Vororten zur besseren Rentabilität der Bahn überhaupt führen wirb. Ans SraSc nnd Land. Gießen, 9. April 1910. ' Tageskalender. M i l i t a rk o nz e r t aus der LicbigS- höhe. Sonntag nachmittag 4V. Uhr. Kolosseum: Täglich Vorstellung. K i n e m a t o g r a p h: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. Anlagemusik am Sonntag vormittag 117, Uhr in bet Süd - Anlage. Spielplan: 1. Phantasie a. b. Op. „Aida" von Veröl; 2. Ouvertüre z. Optte. „Frau Luna" von Linke; 3, Wir ivielcn Soldaten! Eharallerslnck von Eilenberg; 4. König Karl- Marsch von Unrath. * * Zu Steueraufsehern ernannt wurden die Mi- litäranwärter Vizewachtincisler Will). Wahl aus Angersbach, Vizefeldwebel Joh. Fleischmann aus Schlitzenhausen und Vizefeldwebel Seb. RicklaS aus Ober-Kainsbach. ’* Durch bic Vereinfachung bc5 Zustellnngs- wesens infolge der am 1. April b. I. in Kraft getretenen neuen Gesetzesbestimmungen haben die Gerichtsvollzieher erheblich weniger zu tun. In Fortfall kommen 3. B. die Anfertigung von Abschriften von Zahlungsbefehlen :e. Die Gerichtsvollzieher in Gießen haben sich infolgedessen in die Notwendigkeit versetzt gesehen, je einen Schreibgehilfen 311111 1. Mai zu kündigen. * • Vom Kolossen in. Madame Stefanie hat ihr Gastspiel noch auf einige Tage verlängert. Gleichzeitig wird denen, die noch nicht bic phänomenale Stimme bewundert haben, Gelegenheit gegeben, zu ermäßigten Preisen das Theater zu besilcheu. Madame Stefanie erntet allabendlich großen Beifall. Auch bic anderen Darbietungen finden allgemeine Anerkennung. * * Gießener Pferbelotterie. Fortuna hat beider Gießener Pferdemarkt-Lotterie ein Einsehen gehabt und den 1. Hauptgewinn einem Soldaten im hiesigen Regiment und den 2. Hauptgewinn einem KaufmannSlehrling aus Klein- Linden zukommen lassen, and) die übrigen 11 Hauptgewinne fielen zum größten Teile an minderbemittelte Leute. Die beiden Haupttreffer fielen in die Kollektionen R. Buchacker und H. Kühn. Silbernes Dienstjubiläi,in. Der Fahrkartenausgeber Jakob Fischer beging am 1. April den Tag der 25 jährigen Wiederkehr seines Dienstantritts bei bet Bahn. Der Jubilar, der als 14 Tage altes Kind in die Pflege der Bender'schen Eheleute kam, ist von diesen erzogen worden, er hat die Realschule befud)t und ist seit 12 Jahren am Fahrkartenschalter Gießen tätig. Fischer ist als liebenswürdiger Beamter, besonders bei den Geschäftsleuten, die viel reisen müssen, sehr beliebt. K'. Großen-Linden, 8. April. Aus Anlaß deö für den zweiten Pfingsttag vom Gc s a n g v e r e i n „G er - mania" geplanten großen Nationalen Gcsangs- wettstreits hat in der vergangenen Woche eine Sitzung der einzelnen Ausschüsse für das Fest stattgesunden. Ter Vorsitzende tonnte mitteilen, daß bereits 15 Vereine, bar- unter solche, die mit ihren gesanglichen Leistungen auf hoher Stufe stehen, ihre Teilnahme zugesagt haben. Bei der gesamten Bevölkerung des Orts ist die Begeisterung für den geplanten Sängerwettstreit sehr groß. Dies hol sich ganz besonders gezeigt bei der Stiftung von Mitteln zum Ankauf von Preisen? so daß es au wertvolen Ehrengaben nicht fehlen wird. Friedberg, 8. April. Am Montag, 18. April, findet die Eröffnung des Prediger-Seminars im Fesl- saale des Seminargebäudes statt. Außer den 5 bleibenden Kandidaten treten 10 Herren (davon einer ans Sachsen- Weimar) ein. R.B. Nanheimb.Groß-Gerau.(Privattelegramm.) Ein Meuchelmord wurde gestern abend gegen 8 Uhr an dem Kimststeinfabrikanten ©ringer versucht, ©ringer, der lebensgefährlich verletzt wurde, saß in feinem ArbeitSznnmec; der Schuß wurde durch das Fenster abgegeben. Der Staatsanwalt begab sich heute vormittag an den Tatort, um Er- Mittelungen nach dem unbekannten Täter anzustellen. RB. D a r m ft a b t, 9. April. Im Residenzschloß ist heute vormittag in den Räumen, die früher die Gemäldesammlung beherbergten, eine vom allgemeinen Deutschen Jagbschutzverein und dem Hesstschen Jagdklub veranstaltete Jagd-Ausstellung eröffnet worden. Die Veranstaltung war zuerst nur als eine Jagd-Trophäenausstellung gedacht, ist aber unter der umsichtigen Leitung des Vor,itzenden, Kommerzienrat H i ck l e r, zu einer reichhaltigen allgemeinen Jagd-Aus. stellung ausgewachsen. Jin ersten Saat haben die Mitglieder des Hessischen Jagdklubs ihre schönsten Stücke ausgestellt. Darunter befindet sich der letzte Wolf, der im Jahm: 1891 im Lorscher Wald vom Leibjäger Wetter geschossen wurde. Ferner sehen wir hier prächtige Exemplare seltener Jagdtiere, einen weißen Hasen, ein schwarzes Kaninchen, wilde Katzen, Edelmarder, Modelle und bildliche Darstellungen von Raubtieren usw. Von Interesse ist auch die Sammlung wissenschaftlicher Präparate des Professor O lt-Gicßcn, ans dem veterinär-pathologischen Institut der Universität. Weiter hat Frhr. Hiller von Gärtringen eine Jagdflinte Napoleons I. ausgestellt. Tas Paulus-Museum zu Worms lieferte das Geweih eines im Rhein gefundenen prähistorischen Riefenhirsches, der aus dem .Anfang ber- Dilurniums stammt; ferner sehen wir hier interessante Schniirckstücke aus den alten Gräberfunden bei Worms, aU Halsketten getragene Hirschgranen, große Keilergewehre aus Gräberfunden bei Alzey und Rheindürckheim usw. Ein großer Schatz von Jagdirophäen, wie Eisbärfelle, Hirsch gcweihc, einen prächtigen Kaiseradler, Auer Hähne, Reiher, Elchschauseln und eine ganze Kollektion vom Aussteller selbsterlegter Polarvögel bildet den übrigen Schmuck des Saales, in dem auch die Technische Hochschule mit einer reichhaltigen Sammlung triegstechnischer Schaustücke vertreten ist. An besonderer Stelle sind die prächtigsten Jagd trophäen des Großherzogs aufgestellt, die daS Entzücken des Kenners erregen, und in den übrigen Sälen sind Hunderte von Hirschgeweihen, Rehbockstangen, Tammhirschschaufelii, Jagdwafsen aller Art, Verschlußteile, Schalldämpfer, Schüsse-Photographien, Originalzeichnungen und Jagdstüäe bekannter Maler, Biologien von Insekten, Fallenmodellc usw. in reichster Auswahl übersichtlich zur Schau gestellt. Die Ausstellung ist noch morgen, Sonntag und dann am 17. und 18. April geöffnet. — Tie höchsten Auszeichnungen, der Ehrenpreis — goldene Medaille mit Schild — fielen zu dem Großherzog, bem Prinzen Otto zu Schaumburg-Lippe, dem Freiherr von Henl zu Herrnsheim, Worms uub Kommerzienrat Hickler, Darmstadt._________________ e m den m M eine SÄiirbtnWW derüite tarnen für bie Sn SenDriäiWeiie' lejiinltigt. Sombarben französiichen Jnotita« ftärfereni Kursbiuck un Kregmg erholen, ä leigte sich vorübergehen jieielliM da man r Finanzierung des in i beteiligt fei. Skonti neigten, hallen ipater ÄärzverMd bcs Stah .^nzessionen für die im Wnq-Äklien und Sa Were SckrieSsergMji cuf 01'iyinnnbgüben itfjt Geschäft Einem verehrt. Pi Irnrfchaft, zur gefl. Ken Wirtschaft in ben neu tuung würde. ♦ : sehen wir hier interch'M f^e^sicÄauf! Blockstraße 13 I. 02945) Bieichftraßc 13. 1799) Tcr Borttaud, v9A) De rs tl) reden cs KnEGeMche Zu verknuten Karlsruhe, 9. April. Ministerialdirektor (Völler ist zum Finanzminister ernannt worden. Paris, 9. April. Nach einer von mehr als 1000 Er z- arb eitern besuchten Versammlung, die sich gegen die Ausweisung eines Agitators verwahrten, kam es zu einem Zusammenstoß mit Schutzleuten, wobei mehrere Vet> wundiingen erfolgten. Washington, 9. April. Für den Bau der neuen S chlachtschifse wurden je Schiff 6 Mill. Dollar bewilligt. werden. Gießen, 9. April 1910. Seipel, Gerichtsvollzieher. DM - UM Rhythmische Uehuiihen (Oalcroze) «je-Klavier-Theorie Klassen- und Einzel - Unterricht. Elisabeth Decker, Nord-Anlage 31. «w Müllerin nimmt Kunden in und ctufcer bem Hause an. Fmn^aise mattresse brevetee donne lecons_. Hautes röteren ces. (016-15 >Lm de N.-Kenaud, Wilsonstr. X Kali werte, namentlich für die Aktien von Heldburg und Aschersleben, die größere Avancen erzielten: wie verlautet, und Erfolg versprechende Einigungsverhandlmigen eingeleitet Bon anderen Jndustriepapieren standen Elektrizitätswerte sowie solche von Maschinenfabriken im Vordergründe de§ Interesses, wobei zum Teil recht ansehnliche Kursbesserungen erzielt wurden. Zellstoff Waldlwl haben auf den Tividendenrückgang 16 Proz. eingebüßt, heimische Anleihen lagen ziemlich fest, auch trenide Rentetr blieben meist gut behauptet. Privatdiskont 3 Prozent. ’S GebrWaag $?■ Haus-Bcrlauf. Ich verkaufe mein (l uns. Schiffcnverger Weg 69, billig mit kleiner Anzahlung. Es eignet sich sehr für eine Bäckerei, da dort noch keine am Platze ist. Baugelände und großer Garten ist dabei. Zu erfragen bei (U2UM Hcmrich Abel, Großen-Buscck. LerßtigttllU Montag den 11. ds. Mts., nachm. 2V2 Uhr, sollen dahier Walltorstraßc 6 (Darmstädter Hans): Eine Partie Schuh- u. Sattlerwaren, eine Partie Werkholz, 3 Särge, 1 Kassenschrank, ein Klavier, 1 vollständige Ladeneinrichtung, 1 Fahrrad, Hausund Küchengeräte aller Art u. (Driginai^rabtmclOungen* Eine Beifügung des Kaisers. Hom burg v. d. H., 9. 'April. Der Kaiser hörte heute Vormittag den Vortrag des Chefs des Mtlitärkabinetts Freiherrn v. Lyncker. Der Kaiser verfügte, daß wegen der heute und morgen stattfindenden Einweihungsfeierlich, feiten in Jerusalem an beiden Tagen die Glocken von Ho in bürg */* Stunde lang z u läuten seien. Jerusalem, 9. April. Seit 7 Uhr herrscht großes Festgedränge. Zur Einweihungsfeierlichleit sind 800 Ein- ladungen ergangen, darunter viele Johanniter- und Mal- teserrirter. Ter Turm ist itodj nicht vollendet, aber die vier Glocken sind schon ausgehängt. Ter Ausstand m Marseille. Marseille, 9. April. Die Vertreter der Arbeiter haben entschieden, daß die Arbeit vollständig ruhen würde, falls den betroffenen Arbeitern bis Montag keine vollständige Genug- W-n>. 3i= Fahrräder kaufen wollen, io geben Sie in die Fabrik-Ricdcrlage der Mittel deutschen Fahrrad Werke m Sangerhausen bei W.Fr. Lilm, Gießen, \\ etzsteinHtr. 44: da wird hochelegant. Dauer-Garantieware erstaunlich billig verkauft. Keine teuren Vofalc u. Spesen, nur Ver- kaufslotäl. — Grundsatz: Großer Umsatz, kleiner stutzen. (1193 vermidchte». * Vom Brand der Cairnrona London, 8. April. Ter mit 900 Auswanüeren auf der Fahrt nach P o r 11 a n b (Marne) befindliche englische Passagterdampfer „Catrnrona" geriet, wie gestern bereits mitgeteilt, im Aerrnelkanal in Brand. Aus den Mitteilungen der Passagiere geht hervor, daß eine Explosionm den Kohlenbunkern die Frauenabteilungen zerstörte, wodurch cm Kind getötet und mehrere Frauen schwer verletzt wurden. Ter Schrecken ivurde durch die aus dem Innern des Schiffes dringenden dichten Rauchmassen und die fortwährenden Explosionen noch vermehrt, von denen eine im Maschinenraum stattsand und neun Mann der Besatzung getötet haben soll, Das Ueber- nehmen der Passagiere aus die zur Rettung herbeigeeuten Dampfer gestaltete sich äußerst schwierig, da die Auswanderer infolge der Angst nicht zu halten waren. Viele Männer, die sich vor die Frauen zu drängen suchten, mußten von Matrosen z u B o b c n geschlagen werben. Tie Seeleute von ber „llplanb" unb ber „Kanonlw", sowie die Mannschaft der „Cairnrona", die an Bord blieb, zeigten große Tapferkeit. Prinz S o uj 5 von Battenberg, der MLmmanteur der atlantischen Flotte, landete mit der Prinzessin und den Offizieren seines Geschwaders in xorct, wo sie unter die Auswanderer Speisen und Getränke verteilen ließen. Etwa 100 So iffbrüchige sind in London emgetroffen, wo Vertreter der Tampfergesellichast für ihre Unterkunft sorgten, während die übrigen in Dover blieben und sich wahrsd>emltch an Bord ter „Eairiirona" nach London begeben werden. handel und Verkehr, Volkswirtschaft. Russische Butter unb Eier in Deutschland. Nach ber russischen Statistik führte Rußland im Jahre 1903 aus für 103 Millionen Mark Butter und für 133 Millionen Mark Eier, davon für 33 Mill. Alk. Butter und für 35 Mill. Mk. Eier nach Deutschland. Tie deutsche Statistik verzeichnet in beiden Erzeugnissen eine höhere Einfuhr. Deutschland bezog im Jahre 1908 aus Rußland nach der rnisischen Statistik für 21 Mill. Pik. Butter, nach der deutschen Statistik für 24 Mill. Mk., an Eiern nach der russischen Statistik für 32 Mill. Pik., nach der deutschen Statistik für 55 Mill. Mark. Deutschland erhält russische Erzeugnisse in beträchtlichen Geschäftsempfehl ung. Einem verehrl. Publikum, speziell meiner werten Nach- l'grschaft, zur gefl. Kenntnis, daß ich mit dem Heutigen, bte Wirtschaft m den neu renovierten Lokalitäten des Hauses MI« ZI „Zum Steptasri“ übernommen habe. Indem ich mich bemühen werde, meine werten Gäste ^urch Führung von nur guten Speisen und Getränken, sowie durch aufmerksame Bedienung in feder Weise zufrieden zu Men, bitte ich um geneigten Zuspruch. Hochachtungsvoll Georg Ehrhardt. 02993 Seither Inh. to Restaurants „Zum Augustiner", Ludwigsptatz 15. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit gestern früh: Benn Voruberzug flacher Randwirbel fallen seit gestern verschiedentlich m innerem Bezirk geringe Regen, auch ist bei Westwind die Temperatur etwa-5 gesunken, lieber Wesleurova lagert ein ausgedehntes Hochdruckgebiet, das uns jetzt mit feuchten Westwinden überflutet, zumal im Norden Europas eine kräftige Zyklone erschienen ist, die sudou wärls vordringt und dabei sich unserem Gebiete nähert. Etwas lebhaftere Westwinde und Regenschauer steheu bevor. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag dem 10. Jlprtl 1910: Meist wolkig, Regenschauer, kühl, windig. Grälersttnden bei Worm-, al- eenen, große Keilergewehre w- ii) Rheindürckheim uj'm. C’v tläeii, wie (Mrfelle, Hirst 'iieraöler, Merhähne, Weibet e Meftwn Dom Aussteller :t Den übrigen Lchmuck V hnische hochschuft mit tu MärnisÄer LädMe K ile sind die prächtigsten Ztz fgeitellt, die dn-ö Entzücken! übrigen Täten sind hnndK langen, TammhirsclsjchMii ierschtnßteile, 2challl>ämv. nalzcichnungen unb 3* von Insekten, MennM. .bersichtlich zur Lchau ge|tu. 3rqen, Lomlag unö bann u - Die höchsten WzelchmiH Medaille mit 3d)tlb - F >m Mi-N ( ?nrm|'lflH ___ Mengen auf dem Seewege über Holland für die Rheinlande srb ist ein weit besserer Absatzmarkt für Rußland, als es nach der russischen Handelsstatistik erscheint. Die erhebliche Einfuhr niffikh« Butler und Eier über Holland ist ein Grund mehr für die Lvor- berung daß fremde Waren, insbesondere fremde Lebensmittel, bei der Einfuhr nach Deutschland und bei dem Verkauf m Deutschland mit der Bezeichnung des Herkunftslandes versehen sein mutzen, damit die Verbraucher wissen, was |ic erhalten, damit es nicht mehr möglich ist, daß russische Butter als hollanduche oder als frische- bcnticlies Er^cumus auf den Plarkt gebrnn't wird.__ ö Mou. all, schön ge- ,1111114, zeichnet und sehr wachsam, in gute Hände abzugeben. 02909) Blcichstraßc 37II. verseh, andere zwangsweise gegen bar versteigert * 102985 »Hilft und Wissenschaft. — Zwei bisher unbekannte I u g e n b s i n svn i c n von Mozart zieht jetzt ber Verlag von Breitkopf u. Jpariel ans Lickst. Tie Geschickte dieses Iwndes ist nicht ohne Interesse In einem alten hanbsckriftlick>en Verzeichnis des Leipziger Hau,es Breitkops u. Härtel sind 10 Sinfonien Mozarts aus geführt, deren ausgeschriebene Stimmen dem Verlage gehört haben, -tiefe Stimmen waren abhanden gekommen und so konnte Kochel ut , einem berühmten Verzeichnis nur die Ansangstakte der Sinfonien mitteilen, von denen übrigens eine, die ein pme Rr. 219, wie in- zwisck en ermittelt ivorden ist, von Aiozarts Vater, -eopold Mozart, «lammt. In ber Berliner königlichen Bibliotl-ek sind nun jungst Die Breitvops'schen Stimmen in ztvei Sinfonien, ben äinionun Tcr 214 und Nr 216, aufgefunden worben. Beide unb ZugerD- werke, die in den Jahren 1770—1771 auf italienischem Boden entstanden sein werden. Tiefer Zeitbestimmung entspricht bic Beschaffenheit ber Mo zart sch en Musik, die die Motive urucr i^cr siegt auf eine Turchführung lose aneinanderrelht. Der Sinfonie Nr. 216, die in B-Tur steht, wird eine schwungvolle Erfindung, besonders der Ecksätze, nachgerül-mt. Die beiden Fund- weroen der großen Mozart-Ausgabe in einem Ergänzungsbande angegliedert iverben.______________________ Von dich n die -’A-Ä b W'fyr in ‘Ni«, - ^Ptil ar 18. sJ '**' Hr b(r 55b,,mhte ** * A- btz ln’" ‘Ä’ÄS °/en Tatort, uni V “ °"SuslelIen. j-atm|tabt,9 v chutzverein und V hete >;agb-Ausstelluii' A ö^cht, ist aber unter b? Kommerzienv allgemeinen Zugd-Li- «Jten --aal haben die ihre ichönsien Ltücke ar sich der letzte Wolf, der u- vom Lechjäger Deller« W prächtige Hemm ^ißen Hasen, ein schwart' marder, Mobelle und bilbliö. 1 usw. Lon Interesse ist L. cher Präparate des Profesii. när-palhologischen Jnstitili N r. Hiller von Gärtringen cu. gestellt. Tas Paulus-Muserr sth eines im Rhein gefundc-, der aus dem Anfang te Münchener Fachakademische Unterrichts-Kurse im Musterschnittzeichnen etc. Volt FrauJiuauzafl.Fuhr, vr.Fraucnarbeitslchrcrin,München. Anschließend an den gestr. Vortrag eröffne ich im Cafä Ebel ut Gießen obig. Kuriuo zunächst probeweise und kostenfrei übermorgen Montag uackm. ‘/93 u. abeudö 1 >9 Ubr. ^o"orar Pu. i d. Ptittags- und 15 Ptk. für den Abendcursus. Ueber Methode und frühere Erfolge lassen wir am lieblt. frühere Schülerinnen reden, so schreiben u. a.: Wasserburg a. Inn. Freiirau von-vohen- Wen, 1. Bors, des Zweigv. Rot. ftr.: Die Methode »st vorzüglich, Ärt des Lehrens derart, daß das Schrnttzeichneii von lolchen die reine Borkenntmsse im Schneidern Haven, in kürzester Seit erlernt w rb - Forchheim. Frl. Gretchen Durbeck, Schwester von Herrn Pfarrer Dürbeck dortselbst: Die Schuittmulter ntzen tadellos und bt-audicn kaum vorher anvrobiert zu werden. — Erlangen, -vaud- avbeitSlehrerili Frl. 21. Lebender: Bin aber durch Ihre leicht begreifliche Anleitung in die angenehme Laue versetzt, selbst schneidern « können. Ick kann Jedermann den Besuch Ihres Zuschneide- tllrsus sehr rvarm empfehlen. — Erlangen. Herr Kaplan I. Kotz, Präses des kathol. Llrbeiteriunenvereins: Mit gutem Gewiffen kamt halller der Stuv5 beit, empfohlen werden. — Erlangen. Damen- irfjneiberin E Sigling: Der von Ihnen geleitete ^chnittzeichenkurS K sehr p?aUifch und leicht verständlich. Die nach dieser Methode verwendeten Schnitte fitzen, ohne etwas zu andern vortrefflich.. Ick iMn chn jeder Schneiderin auss beste empfehlen. - Unterfchweinach. Lebrersgattin Mana Sauber u.„A.: Wir und nunmehr m der an- penebmen Lage, alle Schnitte, für die. verschiedenen Korperformen elllnt ansertigen zu können mit dem, ucheren Bewutztietn, daß die rack bcniclben gefertigten Kleidungsstücke tadellos ntzen, was einige vom uns dox genommene Proben f.ederzelt ergaben. — 8ütt6 l S. D«r Preis für den lehrreichen KunuS ,st un Vergleich zu ähnlichen fturfen von anderer Seite wirklich ein geringer. lAus bcr. ö-eöer des Herrn Stadttavlans K. in F.) — Neumarkt a. N. Frau Dntrtkts- iic.-rarztSwilwe Pallans- Dteielbe wurde ich ieder anderen Me hode vo»rziehen. — Lberkammlach. Frl. Landrat- und B^uereibeutzerv, toilhter: Klein Luise und Ptomka haben nch fchon Bluse und Rock nemtacht, paßt sehr gut. Die Eltern find darüber hocherfreust. - )k«umarkt a. R. Bavr. Jmetguerem vom Roten Kreuz, Zweig- DC-vein Lauingen: Derselbe kann nur empfohlen werden, weil die .Mthode eine sehr einfache und Luverlainge ist. — Blieskaitel. Diainenschneiderin Kätchen Sang: Ihre Ptethode ist emtach und leicht ia'stich und in der Praxis allen anderen Pkethoden vorzuziehen. - Pdenheim b. Worms. Gefchwifter (Eluabetha, Ehnstlne und Anna) ^nnewein: Das Kleid, das wir nach. die,em schnitt angeferttgt banben, vaßt sehr gut - MonSheim, Knegsheim Frau Lehrer Lutz, Fnau Lehrer Jung, Fran Eiseiibah.nsekretar Schwarz unb Tochter: Wir bestätigen Hiermit gerne, daß mir mit ihrer Methode des ^chnin chnens zufrieden mären und sehr gut fitzende Schnittmuiier am imtigen lernten.. LUdUU< ' ^nnistbal nach dem Dorfe Rudow, vvst dort nach Glienicke r mrü.-t nach Jowmristhal. Er legte ute efioa acht Kilometer rne° ^trede in zehn Minuten zuruck. Es ist das ter i weite Äplandflug, ter in^T.mrsch'anb ausgefüHrt wurde. Neuer Wettf reg. Varis 8 April. Llltf bem Flugplatz bei Mions unter» . lin7 Belgier K inet mit seinem Zwe iflächer einen ' stunden 20 Minuten langen Flug mit einem Fahrgaft tn Bord unb 1'dpif bandt einen nenen Geltsie g. Ballonunsall. rnaris 8 s?lpril- Heute vormittag flog Über Gentillh ■ , svnr,.3 in einer Höhe von mehreren hundert Metern cm in .Zailsis aüfgesnegener Militärkuge^Ballon als plötz- - ein R i ß in dessen Hülle entstand xer Ballon sank rasch, oi gelang es ben Lustschiffern, entern Leutiiant unb einem Unter» Hiijier, bic Schnelligkeit tes Ballons zu mäßigen unb unver- Iehrt'zu landen. # Darmstadt, 8. April. Ter frühere Oberleutnant im Garde- .tregonerregiment Nr. 23 von GorrNsen hat gestern von der l ster'schen Ballonhalle aus, auf dem Uebungsplatze bei Griesheini v rschiedeue Flüge unternommen, darunter 3 Flüge von zi.rka 8 Kilometer, sodaß er die internationalen Bedingungen für bte Er- [ Id hing eines Zeugnisses als Flugzeugführer damit erworben hat._______________ Setr. Kleider,. Uni- formen, Stiefel zu höchsten Preisen. Bin Montag am Platze. Offert, u. F. W. V. 5G00 an die Geschäftsstelle des Gießener 2lnzeigerck.______[ss7/4 Ein Oekonomiewägelchrn für eine Kuh, wenn möglich mit Zuggeschirr, zu kausen gesucht. Näheres in der Geschäjtsst. deS Gießener Anzeigers.<02890 Ankauf von (137 Lllteiscu Lumpen,Metallen Papier, Flaschen. Lonick Rothenberger, Neuenweg 22._____Telephon 170. ö^son Ein reiner Simmentaler Snriitbnllc, angekürt preiswert zu verkaufen bei riafparGeoraJuno, Leihgestern. Einfaehe, doppelte u. aroerika.i. Bfi ti e Jlfi f ü ü »' u »a &• XiPiioirapliip. 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(u Fnhrleistungen ied. Art, sowie Auszüge, Möbel- lransportc, Waschfutzreu iiber- s Läweugasse 11 Vörscn Wochenbericht. — Frankfurt a. M., 8. Aprll. Die Börse beobachtete vorwiegend feste Haltung Anfangs lipac das Geschäst zwar lustlos unb Itill, zumal bic Unsicherheit über bie Entwicklung ber Gelbverha 11 n i s s e ber Spekulation Zurückhaltung auserlegten. Als aber Gewißheit darüber herrschte, d-ß bie Bank von Englanb trotz ber recht ange,pannten Lage des Lonboner Geldmarktes ihren Diskont nicht zu erhöhen gedenkt, glaubte man akute Befürchtungen nicht mehr hegen zu müssen, zumal auch bei ber Reichsbank erhebliche Rückflüsse ein- getietcn sinb. Tie freundliche Stimmung gewann infolgebeffen die Oberhand. Auch bie A u s l a n b s m a r k t e ließen gebesserte 2isposition erkennen, wenn man auch eine besondere Anregung darin nicht erblickte. Der Newyorker Auswartsbewegung wie dem ipeCulatiücn Trecken der Londoner Börse, namentlich tn Gummi- löcrten fleht man mißtrauisch gegenüber, wenn man sich auch nicht sehr beeinflussen läßt. In ter Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse hat bie Börse ihre günstige Mrinung nicht geändert. Wohl schenkt man ter Tarifbewegung im Baugewerbe ernste Beachtung, beim em eventueller ckus- iftamb von einigen Hunterttausenb Arbeitern müßte verhangnis- rolien Einfluß auf alle Gebiete üben. Allem bie Börse rechnet jio£) mit ber Hoffnung auf eine Verständigung, zumal eine Ver- milllung durch das Reichsamt des Innern in ^ussieht steht. Im ganzen zeigte der Verkehr an ter Börse das gleiche Bild wie leit einigen Wochen, intern sich das Interesse auf „S P e z i al i11 a: t e n trfircdtc. So entwickelte sich ziemlich lebhaftes Geschäft bei ifieigenbem Kurse in den Aktien der Schantungbahn aus die Mel- tti-a, daß eine Divckende von 6 Proz. und aus Verteilung von b Utt für den Genußschein in Aussicht fei; auch Verstaatlichungs- ■ßeüirfjte tarnen für bie Kauflust in Frage. Von anderen Ba hn en luoKcn Orientalische Eifenbahn, Anatolier unb osterreichi che Werte 1-k.uinstigt. Lombarden, bie auf bie ablehnenbe Haltung der französischen Prioritäre den Sanierungsvorschlagen gegenüber stärkerem Kursdruck unterlagen, konnten sich spater auf Wiener '.Im cgung erholen. Am B a n ken markt, ber ruhiger lag, ;evite sich vorübergehenb einiges Interesse für Berliner Hanbels-- gesAlschaft, ba man wissen wollte, daß dav Institut bei ber ßiitaniicrung bes in Oesterreich geplanten Petroleum-Monopols beteiligt sei Mont an werte, bic anfangs zur Schwache netten, hatten später festere Tendenz, da bie Bahlen über ben Rirzversand bes Stahlwerlsverbanbes unb Gerüchte über Dartf- ^onzessionen für bie schlesischen Werke Üimulierenb mirlteu. Für Wnix-Aktien unb Deutsch-Luxemburger gaben Welbimgcn über Ijökcrc Betriebsergebnisse einige Anregung. Gelsenkirchener lagen tmj 0cminnabgaben schwächer. Günstige Meinung bestaub für ütidiitr Fe-els>liWe»i0ligen zu kauf. gcf. Schr. Angebote nut. 02906 an den Gieß. Anz. erb. tiebr. ßnofodjer, kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 02923 an ben Gießener Anzeiger erb. Orten berg. Groübrauerei beabsichtigt für Orteuberg und Umgegend eine Flaschenbier-Niederlage zu errichten. Schriftl. 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Die Ehre des Bruders, ein Drama aus dem Leben, von bekannten Berliner Künstlern gespielt. Die Rache des Stadtreisenden, höchst originell und humoristisch. Nicht zu halten, komische Szenen die zum Lachen zwingen. Tonbild: Flic- und Floc, exzentrische Flöten-Groteske. "Ruderklub J-fassia“ Giessen 1906. Sonntag, 10. April, naclim. 3 Uhr = Anrudern. Daran anschliessend gemütliche Zusammenkunft und Konzert im 2128 Bootshaus. Der Vorstand. WM'-TulMreiliWen Die Turnstunden des Sommerhalb iabres haben begonnen. Geturnt wird an folgenden Ö) Abenden: 1. Freiübungen und Riegentutnen am Dienstag und Freitag. 2. Fechterriege und Kürturnen Mittwoch und Samstag. 3. Die akademische und Männerriege aur Dienstag. 4. Die Riegen der Studenten am Montag und Freitag. 5. Die Frauenabteilung am Donnerstag. Das volkstümliche Turnen beginnt an allen Abenden um 7V9 U6r, das andere Turnen um 8V_. Uhr pünktlich in der Turnhalle des Realgymnasiums Ecke Ludwig'trahe und Bismarckstrahe. Anmeldungen werden an den Turnabenden durch öie Turnwarte und sonst schriftlich durch den 1. Sprecher RechtSanwalt Kaufmann sowie den 1. Schriftführer Lehrer Georg Älmg entgegen genommen. , , m ,v I* Der Voranschlag für 1910/11 liegt bei unserem Rechner Buchdruckereibesitzer Otto Meyer, Ludwtgttraffe, vom 10. bis 17. April 1910 zur Einsicht offen. Der Borstand des M.-T.-B. Gießen. Achtung! Wieseck Achtung! Sommerfrische. Gasta M SepaöäwM:: Inh. Ludwig Werner itliiieralwasserfabrik, direkt au derAltenbuiccker Straffe ».Eingang d.Waldes gelegen 2140 empfiehlt seine Lokalitäten angelegentlichst.____________ X Braunkohlen -Presssteine X der staatlichen Grube Ludwrgshoffnung, billigster und vorzüglichster Brand, gleichwertig jedem Braunkohlenbrikett. ss8/«) Grossh. Bergwerkadirektlon Friedberg (Hessen). 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Dieselbe liegt nebst Belegen und Verzeichnis der bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen auf der Gerichtsschreiberei Großherzogl. Amtsgerichts Gießen v. 10. April 1910 ab zur Einsicht der Beteiligten offen. D9/4 Die Summe der nicht bevorrechtigten Forderungen beträgt 29 744.02 Mk.; für die als verteilbare Masse 7003 Mark zur Verfügung stehen. Es kommen sonach rund 23°/0 zur Ausschüttung. Der Gläiibiger - Ausschuß hat die Schlußrechnung genehmigt. Gießen, den 8. April 1910. Der Konkursverwalter: Kaufmann, Rechtsanwalt. Bettnässen. Befreiung fof. durch uns. tausendfach bewährt. Apparate. Aerztlich empsohl.,glänzende Dankschreiben. Alter u. Geschlecht angeben. Auskunft umsonst; Institut „Sanitas", Velburg Nr. 222 (Bayern). hvÄlto Mainzer Pferdemarkt. Verlosung am 23. April d. Js. N. 25000 Lose. 12500 M. Gewinne. 1 Hauptgewinn, 1 eleg. Wageit m. 2 Pferd, u. Geschirr. 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