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Januar 1S1O Der Giehener Lnzetyer MDMüIM MU ^Mk monatlich 75Vi.,vieriel- erschein! täglich, anher jfiaSiyti®' vr AjF MD ▲ jährlich Atk. 2.20; durch Sonntags. - Beilagen: £ y(T? ▲ Bfe, jÄk Zk A AA M» W J6kj^ A J®k Abhole- u. Zweigstellen viermal wöchentlich <|A AA Ow BB ISr^f '^n 4jläk ®F iBv monatlich 65 Pi.; durch ssbsssMwIOuOnÄ>r zlIT<171 llPl WSttsr teBSÄ VIIIC ntl Iv 1 . Beck, bis vormittags 9 llhr. Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. politische Lagesschau. Rot und Schwarz. Im Rerchstagswrrhlkreis Mülheim-Wipperfürth-Gum- mersbach scheinen die Wogen der Agitation für die Reichs- taasnachlvahl hoch zn gehen. Der „Vorwärts" stimmt über das Verhalten seiner klerikalen Feinde das folgende bemerkenswerte Klagelied an: Bor kurzem kennzeichneten wir bereits die Art, tote die klerikale Wipperfürther Zeitung" die Bevölkerung gegen die sozialdemokratischen Flugblattverteiler aufhetzt. Tie von dem Blatte yebrachtc Antwort auf sein „Rätsel": Was tut man mit den wSialdemo- kratischen Flugschriften, durch die Eure Angehörigeri vergiftet werden^ lautete: Man verbrennt sic! — In einer anderen Nummer drohte das Blatt den „Volksbcg'.ückern" und „sauberen Velden , sie könnten sich leicht bei ihrer Wiederkehr „eine Tracht Prügel H^Ti'ese Belehrungen sind von der fanatisierten zentrumsgläubigen Bevölkerung des Kreises Wipperfürth prompt befolgt worden. Als unsere Genossen aus dem benachbarten Streue Solingen nach Erscheinen des Hetzartikels ein Wahlflugblatt verteilten, wurden sie in der unflätigsten Weise beschimpft, bedroht und zum Teil mißhandelt. In der Gegend von Neschen wurden zu verschiedenen Malen Lunde auf die Flugblatwerteiler gehetzt; zumal taten sich die Frauen im Beschimpfen unserer Leute hervor. cin gekommen. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist es längst der Vm- nichtung anheimgestillen, und das eben aufgefuitbene Exemplar ist tatsächlich das einzige erhaltene. Der Wiener Verlag Carl Kvnegen, der jetzt einen Neudruck dieses einen Exemplars vorbereitet und im Laufe des Mcvnats erfdjeinen läßt, teilt über den Inhalt mit, es handle sich um eine vvn einer Aeußerung Oloethes ausgehenden gegen die 300 jährige Refvrmationsfeier unb das Luthertum gerichtete Schrift. Demgemäß hat also Müller, der Sß er traute Metternichs, der Freund Heinrich von Kleists, Friedrich Gentzens und der publizistische Fillwer der antiliberalen Bestrebungen, die nach Napoleons Sturz sich regten, eine mündliche Aeußerung Goethes zu den Zwecken der erstarkenden Reaktion ausgenützt. Auf das Nähere darf man gespannt fern. — Ein Opernfragment R ichard Wagners. Das bekannte Antiguariat vvn Ludwig Rosenthal in München bietet in seinem neuesten Kataloge das Partitur-Manuskrivt von Rrchard Wagners Fugendwerk „Tie Hvck>zcft" um den Preis von 20 000 Mark zum Kauf aus. Tas Titelblatt der Handschrift zeigt tob genden Wortlaut: „Fragment einer unvollendeten Oper: Die Hochzeit von Richard Wagner, leur Würzburger Musikverein zum Andenken verehrt. (Jiittoduftion: Chor unb Septett.t" Am Schlüsse des 36 Seiten umsassenden Ntenuskripts steht der Der- merk: „Würzburg, den 1. Mär; 1833. Richard Wagner." ~er Entwurf des OperntexteS „Die Hochzeit" war wahrend eines Autent - Halles des (noch nicht zwanzigjährigen) WaMers in Prag cni standen, die Komposition der ersten Nummer — Chot und Septett führte er noch in Leipzig aus, roii er eben seine e>tubienjbei dem Thomaskanwr Weinlig abgeschlossen hatte. „Nieiner ^chrvclter gefiel das Buch nicht,berichtet Wagner felbft. „ich. vernichtete es spurlos." Ten Inhalt der Hatidlung skizziert er wie folgt: „Em wohnsrnnig Liebender ersteigt das Fenller zum LaLafgemach der düster und schwerblütta. Eine hübsche einheitliche Figur schuf Rudolf tzZoll als lebensfroher, rauflustiger Mer- cutio. Paul Urban war zu sehr im Fahrwasser des neuzeitlichen Lustspiels. Kurt Gühnes Darstellung des Franziskaners litt bedenklich unter der textlichen Unsicherheit. Ada Pauly spielte die Amme mit kräftigem Humor, Karl Volck den Grafen Paris schlicht und würdig. Von den übrigen Darstellern wären noch Elly Gühne als Gräfin Eapulet, Edgar Pauly als Peter und Franz Wiederhold als Montague zu erwähnen. Die einzelnen Bühnenbilder waren unter Kurt Gühnes Leitung recht hübsch zusammengestellt, namentlich die Straße von Verona, wo allerdings ein kleines Erdbeben zu sein schien, die Straße von Mantua, die Einsiedelei und die Gruft. Zu reich geschmückt für den engen Raum war der Garten; die beiden Riesenbüsche wären gut zu missen gewesen. Wünschenswert wäre es auch gewesen, wenn man erfahren hätte, warum Lorenzos Bote den Romeo verfehlte. K. N. — Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes Darmstadt 1910. Im alten Palais sand gestern abend die erste Sitzung der Geschäftsleitung statt, zu der auch der Sekretär des Künstlerbundes, B r o d e r s e n aus Weimar, erschienen war. Aus dem Ausstellungsprogramm, das u. a. zur Besprechung kam, sei mitgeteilt, daß auch solck)e Künstler, die dem Künstlerbund nicht angehören, aber ihm beizutreten wünschen, Werke zur Ausstellung einschicken können. Sie erhalten auf ihren an die Geschäfts leitung zu rickstenden Antrag die nötigen Papiere. Die Einluserung der Werte soll zwischen dem 1. und 10. April staMinden Vom 11.—20. April findet dann die Auswahl statt, die ausschlietzlich durch Mitglieder des Künstler-Bundes erfolgt. — Ein Goethe-Fund. In den Ketterräumen der Wieiwr Hosbuchhaudlung Leo u. Eie. wurde kürzlich durch einen Zutall em Fund gemacht, der eine per größten Seltenheiten — trenn nicht die größte — der Goethe-Literatur wieder aus Licht brachte. Es hmidelt sich um eine Schrift des hervorragenden politpchm gtemanrikers Adam Adüller, von der man bisher fein einziges Eremplar tc.nnte. Tie Schrift führt den Titel: Etwas, das Goethe gesagt hat. Beleuchtet von Adam Muller, und wurde am 31. 'Oktober 1817 in Leipzig gedruckt. Sie ist aber niemals — nur drei von dreihundert! Heute fährt der Großwesir nicht mehr in der goldenen Kütsche, nicht mehr wird sein Kaik von acht Ruderern über den Bosporus geführt, aber sein Leben und seine Macht sind auch nicht mehr der Sulbanslaune preisgegeben, er muß nicht mehr fürchten, daß das Volk, das sich heute ehrfürchtig vor ihm neigt, morgen unehrerbietig seinen Bart zerzausen wird, wenn des Sultans Willkür ihn von der Lab i ali, der Hohen Pforte, geradewegs aufS Schafott ichleppen heißt. Heute regiert er mit des Sultans Ferman, aber nicht von des Sultans, sonden des Parlaments Gnaden. Auch da 'kann das Ende sein, wie es bei der Schilderung vieler Großwesire heißt: „ein Sturz von des Daches joljem Bug" — aber der Gestürzte fliegt nicht direkt in die Arme des Henkers. Einst wurde der Großwesir in erster Reihe nach dem Alter gewählt, und der älteste galt als der beste. Jetzt nimmt man den Tüchtigsten und sieht nicht aus sein Alter and nicht auf seinen Rang. Und so wird der noch junge Ibrahim Hakki, mit Uebersprinaen des Wesirranges, aus einem simplen Dey der hoheitsbetitelte Großwesir. Aus dem zinanzaurschutz der Zweiten Hess. Kammer. R. B. Darmstadt, 11. Jan. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer ist heute vormittag unter Vorsitz des Abg. Reinhart in die eigentliche 'Haushaltsberatung eingetreten. Es wurde zunächst mitgeteilt, daß seitens des Hessischen Landeslehrervereins an die Zweite Kammer und seitens des Katholischen Lehrervereins an den Finanzausschuß neue Eingaben gerichtet worden sind, in denen sie im Hinblick auf die Erklärung der Regierung, daß eine Erhöhung der Lehrergehälter für das neue Jahr nicht angängig sei, um die Gewährung Der neue Großwesir. Ueber Hakki Bey bringt das „Hamb. Fremdenblatt" eine Schilderung, der wir folgendes entnehmen: Wie der große Ali Pascha und der kleine L>aid Pafcha war auch Hakki einst sultanischer P al asts e kr e t är. Gebildeter aber als die beiden anderen, blieb er nicht bloßer Kiatib (Schreiber), sondern wurde,Schöpfer und Leiter des Uebersetzungsbureaus im 'Aildiskjolk, das nicht nur politische und diplomatische Dokumente, sondern auch die^interessan- testen Werke der fremden Literaturen für den -Sultan und seinen Harem ins Türkische zu übersetzen hatte. Die Beschäftigung mit diesen fremden Literaturen blieb aus Hattts Anschauung nicht ohne Einfluß. Seine ganze Lebenswege löste sich von der türkischen Orthodoxie los, und er wurde der Europäer unter den Beamten des Serail. Aber auch aus der hohen Pforte, wo er im Ministeriuin des Aeußeren die Stellung eines juristischen Beirats bekleidete, war er o Zahlungen über die zu erwartenden (Srttagniffe aus der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinschaft (die ffcf) nach den jüngsten Nachrichten günstiger stellen, als int Voranschlag vorgesehen) beigebracht: haben wird. Die sich über den Betrag von 650 000 Mk. ergebenden Mehrerträge sollen nicht zur Schuldenlilgung, sondern zu staatlichen Zwecken verwendet werden. Ohne Aussprachen wird darauf Kap. 11, Lotterie, Einnahme 806 000 Mk., genehmigt: Kap. 12, direkte Steuern usw. naturgemäß bis zum Schluß der Beratung zurückgestellt. Bei Kap. 13, Landstände, Ausgabe 140 458 Mk., beabsichtigt der Ausschuß, einer Anregung, des Präsidenten zu folgen und zu beschließen, daß zukünftig von der Drucklegung^der Vorstellungen usw. Abstand genommen werden kann. (Hier sollte vor allem einmal gründlich an den langweiligen, kostspieligen und vielfach zwecklosen Kammer-Erörterungen und Diäten gründlich gespart werden. D. Ref.) lieber Kap. 14 bis 22 (Staatsministerium) hat Abg. Reinhart das Referat. Für „Auswärtige und Bundesverhältnisse" werden 38 000 Mark verlangt, 2000 Mk. für Kosten des Gesandten in Berlin wehr, als im Vorjahre. Der Ausschuß entschied sich für Streichung dieser Mehrforderung. Eine längere Aussprache entspann sich über Position Ober-Rechnungs- kammer, 283302 Mk. Der Ausschuß ist der Meinung, daß der hier aufgewandte Apparat von 75 Beamten zu groß sei und durch Verminderung der Zahl und Vereinfachung der Revisionen Ersparnisse erzielt werden könnten. Die Beschlußfassung wurde bis nach Anhörung der Regierung ausgesetzt, welche an der morgigen Beratung teilnehmen wird. Der Seleidigungsprozeh Proseffor Ruhland gegen Professor Biermer. 4 Berlin, 11. Jan. Iw weiteren Verlaus der Verhandlungen des Beleidigungs- poozesses, den Professor Ruhland gegen Professor Biermer (Gießen) enge-ftoengt hat, erklärte Geheinrcrat von Schmoll er als Sachverständiger, daß der starke Wechsel in den Anschauungen des Professors Ruhland ihn frappiert habe. Tic Berufung Ruhlands an eine deutsche Universität wurde er als ein Unglück für die deutsche Wissenschaft ansehen. Ruhland sei anr Platze in einer Wirtscha strichen Jnteressen- vertvetung, aber nicht auf dein Katheder. Professor Tr. v. Sa- vigny äußert sich dann über die Zustände an der Freiburger Dominikaner Universität. Die Lehrfreiheit sei durch den Orden stark beeinträchtigt worden. Auch nationale Gegensätze seien zum Vorscheine gekommen, so daß 8 deutsche Pn>ftssoren die Universität verließen. Tie Aussagen einiger Freiburger Professoren, die zur Verlesung Mangen, stehen auf dem entgeg enge letzten Standpunkte. Es sei fälsch, Freiburg als eine Stätte antideutscher Verhetzung hinzustelleu. Ter Vorsitzende des Bundes der Landwirte, Tr. R ö s i ck e , bekundet als Zeuge, daß in dem Anstelttmgspertrage des Professors Ruhland nicht davon die Rede geivesen sei, daß dieser seine wissen- schaftliche Ueberzeugung zu gunften der Jnteressenwolitik des Bundes hätte aufgeben sollen. In Verschiedenen Fragen habe Professor Ruhland eine vom Bunde der Landwirte abweichende Anschauung vertreten. Geheimer Oberregienmgsrat Tr. Elster macht Mitteilungen über die von dem Freiherrn von Wangenheim aus- gegaitgeneit Versuche, Professor Ruhland eine reichsdeutsahe Professur zu verschaffen. Unrichtig sei es, daß er Professor Rußland dahingehende bestimrnte Versprechmrgen gemacht habe. Der erste Vorsitzende des Bundes der Larrdwirte, Freiherr von Wangen- Heim, bestätigt dem Privatkläger ebenfalls, daß es ihm im Bunde freigestandeir hätte, seine abweichenden Anschauungen bei- Fubehalten. Ter Bund lyrfe lediglich das Interesse gehabt, daß auch die wirtschaftlichen Anschauungen des Privatklägers von einem Lehrstuhl aus der deutschen Jugend vorgetvagen würden. In seinem Gutachten schickte, wie wir der „Frkf. Ztg," weiter entnehmen, Prof. Tr. Wagner voraus, daß er das Vorgehen des Prof. Tr. Biermer als psychologisch gerechtfertigt halte, denn es sei eine Lebensfrage der deutschen Universitäten, daß nicht spezielle Interessengruppen auf den Kathederrr vertreten werden. Namentlich gilt dies auch für volkswirtschaftliche Fragen. Insofern ist das Vorgehen des Prof. Tr. Biernrer also durchaus be- rechttgt und verständlich, aber er ist in der Form zu wett gegangen und war auch in der Sache nicht auf dem richtigen Wege. Seine (des Sachoerständigen) Bekanntschaft mit Pros. Ruhland sei im wesentlichen eine flüchtige geblieben. Wenn sich bei Prof. Ruhland nun in seiner Entwicklung Aenderungen seiner volkswirtschaftlichen Anschauungen zeigen, io sei die Frage, ob diese derart sind, daß sie ganz unvereinbar sind mit seiner wissenschaftlichen Auffassung unb zurückzuftihren sind auf äußere 'Momente. Tie Grundanschauungen Ruhlands sind derartige, daß Fragen wie Schutzzoll oder Freihandel, Gold- oder Doppelwährung usw. für ihn unvermeidlich sekundär sind. Soweit er wirklich verschiedene Urteile gefällt habe über den Getreidezoll, dessen Höhe, Wirkung, Zweck und Nutzen. oder über die Währungspolitik, so fällt dies in dem ganzen Streit nicht so stark ins Gewicht. Wenn man ihm zum Vorwurf mache, daß er bald für Schutzzoll und bald für Freihandel eingetreten sei, so kann er daraus Hinweisen, daß man entern Arzt keinen Vorwurf daraus machen kann, wenn er je nach den BrOut seines Freundes, worin diese der Ankunft des Bräutigams harrt. Die Brant ringt mit dem Rasenden und stürzt ihn in den Hof hinab, wo er zerschmettert seinen Geist aufgibt. Bei der Totenfeier sinkt die Brant mit einem Schrei entfeett über die Leiche hin." Tie Partitur des Fragments schenkte Wagner bald nachher dem Musikverein in Würzburg, wo er eine Anstellung als Ehor- bireftor gefunden hatte. Nach der Auslösung des Vereins gelangte das Manuskript in die Hände eines Musikalienhändlers, von dem es Wagner später vergeblich reklamierte: von da kam es in den Besitz einer englische,! Wagnerenthusiastin, aus deren Familie es dann wieder nach Teutschlaird zarückgelangte. Heber die Musik hat sich der bekannte Musikschriststeller Tr. Richard Batka vor einigen Jähren dahin geäußert: „Sie bewegt sich fest in den Bahnen der auf Webers und Marschners Spuren wandelnden beutfdjcn Kapellmeistermusik der Dreißig erfahre, verrät aber doch, wenn auch in schwachen, unscheinbaren Ansätzen, schon gewisse auffallende Merkmale der Technik des spateren Meisters. Ein düsteres Erinnerungsmotiv geht wie eine Ahnung des drohenden Verhängnisses und wie ein Tristan-Vorklang mehrmals durch die Musik." — Ein Kinder streik int Theater. Donnerstag nachmittag hat sich im Kieler Stadttheater bei der Wiederholung des Weihnachtsmärchens „Aschenbrödel" eine regelrechte Streikszenc abgespielt. Die Kieler R. N. berichten darüber: Die kleinsten iMrtwirkenden, ungefähr 30 Kinder, die seit Anfang Dezember in allen Aufführunaen des Märchens als Statisten und Tänzer beschäftigt sind, haben bisher aus unerllärlicksen Gründen trotz MiederlMer Bitten ihr verdientes Spiet Honorar noch nicht erhalten und weigerten sich plötzlich einmütig, ferner mitzuwirken, wenn nicht vorher die Auszahlung eriolgte. Frei nach berühmtem Muster benutzten die Kinder den für, sie günstigsten Moment zur Erreichung ihrer Forderung, denn sie wußten, daß durch ihre Weigerung die Vorstellung in .Frage gestellt wurde. Der für die Honorarben ittigung zuständige Sladtrat M. Möller wurde sMeunigft anteleplwniert und versprach auch, die Honorare bis Freitag auszuzahlen. Doch dieses Mittel half nicht viel, denn die Kinder erklärten entmutig, derartige Verspreäsungen wären ihnen schon oft gemacht und statt dessen wären sogar immer Abzüge durch Stad trat Möller erfolgt. Zu Weihnachten hätten sie beftimmt auf ihren sauer erworbenen kleinen Verdienst gerechnet, um dafür aller lxntb Einkäufe machen zu können, und fie wären immer wieder vertröstet worden. Erst als von verschiedenen Seiten durch eindringliches Zureden auf die kleinen gewirkt und ihnen für das Ankleiden zur Vorstellung — Sck-okolade versprochen wurde, konnte die Mißstirnntung einstweilen! beseitigt und die Aufführung ermöglicht nxrbat Verhältnissen einmal ein Schließen der Fenster, ein anderes Mal aber ein Ocsfnen der Fenster anordnet. Der Privatkläger gehe davon aus, daß unsere ganze wirtsch. Entwicklung auf falscher Bahn ich bewege, well falsche Richtprinzipien vorhanden seien. Man müsse auch nicht vergessen, daß in der Nationalökonomie unendliche Verschiedenheiten sich geltend machen. Er halte Ruhland nicht für einen so untergeordneten wissenschaftlichen Mann, wie es Prof. Tr. Biermer getan und mit ihm die Professoren Brentano, Conrad, v. Schmoller. Für ihn sei der Beweis geliefert, daß Ruhlands wissenschaftliche Entwickelung eine wenn auch wechselnde Stellungnahme und Beurteilung wirtschaftspolitischer Maßregeln etwas in sich Einheitliches sei, und daß der behauptete Gesinnungswechsel auch als Folgerung aus seinen Grundideen genügend erklärt werden kann, ohne ihn auf äußere egoistische Beweggründe zurückführen zu müssen. Nach seiner Meinung sei Ruhland fähig gewesen, dem Bunde der Landwirte zu dienen, ohne erst einen wissenschaftlichen und agrarischen Gesinnungswechsel zu vollziehen. Prof. Tr. Biermer: Würde der SaclwerstänDiZe nicht allein aus der Tatsache, daß der Prof. Ruhland bei öd)mii)t> mann eingetreten, auch folgern können, daß er damit etwas jetan, was seinen Grundsätzen, die er bisher vertreten, wider- prach? Wirkt. Geh. Rat Wagner: Ich kann nicht leugnen, datz mir immerhin die Tätigkeit des Herrn Schmidtmann etwas eigentümlich erscheint. Ich halte es nicht für ein Glück, wenn ein großkapitalistisches System zu Bauernauskäufen führt, es sind Dort doch eine große Reihe von Bauern, die allerdings stark verschuldet waren, bei Sette geschoben narben. Ich würde es be> remdlich gehalten haben, daß ein Mann wie Ruhland sich mit der „Frankfurter Zeitung" einlassen konnte. Er mußte sich.doch sagen, daß die „Frantsurter Zeitung" ihm in seinen eigentlichen Grundanschauungen über eine Umänderung der ganzen Rechtsordnung keinen Succurs bieten werde. Was seine Beziehungen zur „Münchener Post" betrifft, so handelt es sieh doch wohl nur um Zusallsgespoäche über das moderne wirtschaftliche System und Da kann man sich wohl denken, daß aus hingenwrfenen Bemerkungen des Pvof. Ruhland die Herren die Auffassung bekommen haben können, daß er ihnen nicht so ferne stehe. Prof. Tr. Biermer: Welchen Eindruck hat auf den Sach verständigen meine Broschüre gemacht, wenn er bedenkt, daß ich die Broschüre als „Streitschrift" bezeichnet habe, und daß der Privatkläger übet das Vorgehen des Abg. Köhler-Langsdors in der hessischen Kammer selbst einen Artikel gegen mich veröffentlicht hat. Geh. Rat Wagner: Taß Prof. Ruhkand sich in den Streit gemengt hat, ist falsch gewesen. Sie hatten, wie ich schon gesagt habe, gewiß das Recht und die Pflicht, als Universitätslehrer zu sagen: Sv dürfen Professuren nicht besetzt werden, aber in der Fvrm find Sie zu weit gegangen. Ptvf. Tr. Biermer: In seiner freihänMrischcn Periode hat der Privatkläger auch für die „Nation" geschrieben, das ausgesprochene Organ derjenigen Männer, die von einer solchen Rechtsordnung, wie sie Ruhland ansttebt. Nichts wissen wollen. Geh. Rat Pwf. Wagner: Wenn ich gewußt hätte, daß er für die „Nation" schrieb, würde ich dies ebenso merkwürdig inden, als wenn er für die „Frankfurter Zeitung" schrieb. Aber er hat diese Organe woU nur benutzt, um seine Gedanken auch in jenen Kreiftn zur Geltung zu bringen. Auffällig ist die Mannigfaltigkeit der Presse, die er benutzte. Prof. Tr. Biermer: Wie urteilen Sie nach Ihrem patriotischen Empfinden darüber, daß ein Reichsdeutscher nach dem Exodus der Freiburger Professoren und noch dazu ein Protestant doch nach Freiburg geht? Deutet dies nicht darauf hin, daß es bent Privatkläger nur darauf ankam, den Pwfessvrentitel zu erhalten? Geh. Rat Pwf. Wagner: Der Schritt ist allerdings be- rimckstich; ich stehe aber in Bezug auf die mitspielendcn katholischen Rtomente nicht auf dem Standpunkte des Prof. Tr. Biermer. In der Sozialpolitik haben wir doch mit den Katholiken und dem Zentrum viele Berührungspunkte. R.-A. Go 11 s ch al k: Hält es der Sachverständige vom wissenschaftlichen Standpuntte aus für zulässig, in wirtschaftlichen Fragen den Papst als höchste Instanz anzusprechen? Geh. Rat Wagner: Vom wissenschaftlichen Standpunkte ist dies unbedingt abzulehnen, aber tont katholischen Standpunkte aus ist dies denkbar. Hierauf gibt Geh. Rat Professor Tr. L e x i s - Göttingen sein Gutachten ab. Er sucht an der Hand der von dem Privatkläger herausgegebenen Schriften und verschiedenen Aeußerungen desselben auf Kongressen nachzuweisen, daß sich in seinen An- schauungen Wandlungen vollzogen haben, die vielleicht mit seinen Grundanschauungen in Einklang zu bringen seien, die aber den Angeklagten berechtigten/ solche Wandlungen als auffällig zu erklären. Professor Tr. Biermer hatte einen ihm sehr gefährlichen Angriff abzuwehren, und ein sehr wichtiges Jntereffe, nämlich das der Jnteressenlosigkeit des akademischen Lehrstuhls zu verteidigen. Alles in .allem habe Professor Dr. Biermer seine Angriffe in Setätiguncr seines berechtigten Interesses gerichtet, aber in der Form set er doch über die Grenzen hinausgegangen und aus dem Verhalten Ruhlands über dessen 'Motive Schlüffe «gezogen, die nicht gerechtfertigt seien. Als letzter Sachverständiger wird Professor Werner Sombart vernommen. Ruhland fei .augenblicklich der energischste Vertreter der sogenannten ethilchen Nationalökonomie und mit dieser Auffassung stehe er nicht hn Gegensatz zu der herrschenden Nationalökonomie. Von der ersten Zeile, die er geschrieben, führe fern Weg in den Bund der Landwirte hinein. Betrachte man äußerlich die Emanationen des Privatklägers, so könne man auf scheinbare Widersprüche kommen, betrachte inan sie aber als Aeußerungen einer ganz- bestimmten ökonomischen Grund- auffassung, so schwinden diese Widersprüche. An dieses Gutachten knüpft sich eine sehr lange Zwiesprache zwischen dem Angeklagten und dem Sachverständigen über die verschiedensten nationalökonomischen Fragen und über die richtige Untersuchungsmethode in solchen Streitfällen. Nachdem die Beweisaufnahme beendet worden, macht der Vorsitzende den Vorschlag, die mm schon so alte Streitsache nach den Ergebnissen der Beweisaufnahme durch einen Vergleich zu beenden. Nach längerem hin und her über die Form dieses Vergleiches kommt dieser wie folgt zustande: 1. Professor Dr. Biermer erklärt: Ich habe mich im Gang der zweitägigen Hauptverhandlung davon überzeugt, daß der Hauptvorwurf, den ich Professor (Dr. Ruhland gemacht habe, nämlich, daß er persönlich, wissenschaftlich und politisch charatter- und gesinnungslos gehandelt habe, von mir nicht aufrecht erhalten werden kann, insbesondere nicht nach der Richtung, daß er um persönlicher Vorteile Willen seine Ueberzeugung verkauft habe. Auch nehme ich meine Behauptung, daß Herr Professor Dr. Ruhland an der Einreichung des Antrages Köhler direkt oder indirekt beteiligt gewesen sei, als unzutreffend zurück. Für ebenso« unzutreffend erkläre ich meine in der Broschüre aufgestellte Behauptung, daß der Privatkläger an den Schmidtmannschen Unternehmungen in Pinzgau nach der Richtung des Bauerlegens aktiv beteiligt gewesen unb aus seiner dortigen Stellung knall unb fall entlassen sei. Auch nehme ich die Behauptung, baß Professor Dr. Ruhland niemals wissenschaftlich ernst zu nehmen sei, nach Anhörung eines so hervorragenben unb von mir hochgesckjätzten Fachmannes, wie- der Wirkl. Geh. Rat Professor Dr. Abolf Wagner es ist, zurück. Endlich nehme ich die in meiner Broschüre vielfach enthaltenen Beleidigungen des Privatklägers auch mit dem Ausbruck des Bedauerns zurück. 2. Der Privatkläger erklärt: Ich erlläre hiermit, daß es mir fern gelegen hat, durch den Aufsatz vom 4. Februar 1903 bie persönliche ober wissenschaftliche Qualität des Herrn Professor Dr. Biermer in Ziveisel ziehen zu wollen. Soweit dies aus bem Inhalt bes Artikel? gefolgert werben kann, bebauere ich es. 3. Die Kosten des Verfahrens übernimmt Professor Dr. Biermer. Die Verhandlung ist hiermit beendet; das Verfahren wird eingestellt . Die Bildung -es ungarischen Kabinetts. Osenpest, 11. Jan. Das Ungarische Korrespondenz-Bureau meldet aus Wien: Graf Khuen-Hedervary erschien am Dienstag um 11 Uhr beim Kaiser in Audienz, die eine Stunde dauerte. Hierauf begab er sich in die Kabinetts ranz lei, wo er längere Zeit verweilte; nach 1 Uhr kehrte er in sein Absteigequartier zurück, wo er den versammelten Pressevertretern mit- teilte, daß der Kaiser ihn mit der Kabinettsbildung betraut habe; über das Arbeitsprogramm könne er keine Mitteilung machen, bevor er nicht mit seinen politischen Mitarbeitern Rücksprache genommen habe. Graf Khuen-Hedervary begibt sich am Nachmittag nach seiner Besitzung Hedervary, von wo er nach Ofenpest zurückkehrt. Geheimrat Tr .v. L u k a c s wurde um 3 Uhr nachmittags vom Kaiser in Audienz empfangen, die ungefähr eine Viertelstunde dauerte. Tr. Lukacs legte den Auftrag zur Kabinettsbildung in die Hände des Kaisers zurück; der Kaiser dankte ihm für die Mühe und entliefe ihn hierauf in huldvollster Weise. Ofen pest, 11. Jan. Dr. v. Lukacs wird als Finanzminister in das Kabinett eintreten. Graf Khuen-Hedervary erklärte, die W a h l r e f o r m auf breitester GcuntKage durchführen zu wollen. Aus Hessen. ** Die von der Kündigung der hessischen Regierung betroffenen Bauaspiranten haben für den kommenden Sonntag eine Pcotestversammlung in Mainz geplant, auf der über weitere Schritte und über eine eventuelle Resolution beraten werben soll. Man erwartet das Erscheinen einiger Landtagsabgeorbneten. — Der jn Bad Nauheim jahrelang bestehende „Wahlverein der bürgerlichen Parteien", der die Interessen einer bürgerlichen Mittelstandspolitik vertrat, hat in letzter Zeit seinen Namen geändert. Er nennt silch jetzt „Nationalliberaler Verein" und hat sich damit infolge der vor einigen Jahren erfolgten Gründung des Freisinnigen Vereins das Gepräge eines ausgesprochen politischen Vereins gegeben. Besonders will der neue Verein neben öffentlichen größeren Versammlungen Zusammenkünfte in Form von Diskusjionsabenden mit gegenseitiger fördernder Aussprache pflegen. Am Montag abend wurde die erste derartige Veranstaltung unter dem Vorsitz von Sanitätsrat Dr. Baur abgehalten. Tie Erörterung schloß sich au einen Vortrag von Tr. Graf über die Entwicklung der nationalliberalen Partei an. Deutsches Ueich. Der deutsche Kronprinz und die Kronprinzessin haben Dienstag nachmittag, einer Einladung des Fürsten v. Pleß folgend, sich nach Fürstenstein in Schlesien begeben. Abends erfolgt die Weiterreise nach Qels. Die Rückkehr nach Berlin findet Samstag den 15. Januar, abends statt. Der Präsident des Reichstages, Graf KU Stolberg- Wernigerode, ist leicht erkältet und muß einige Doge das Bett hüten. Am nächsten Sonntng beabsichtigt die Sozialdemokratie in ganz Preußen Wa hl r e ch ts v e r s a m m- lungen zu veranstalten; für Groß-Berlin sind 70 Versammlungen in Aussicht genommen. Nach Anweisung der Parteileitung soll von jeder Straßenkundgebung Abstand genommen werden. _______________________ Deutsche Kolonien. Berlin, 11. Jan. In einer dem Reichstage zugegangenen Denkschrift betreffend die V e r b ä l t n i f s c in bem deut sch-sübwe st afrikanischen Dia mantengc.biete heißt es u. a.: Diamanten finben ffch in der Dünenformatiou ber 'Je am ob in bisher iwchl picht bekannter Ausdehnung von ber Gegend Oranje bis in föic Nähe bes Kuisib. Tie Diamanten lagen nur stellenweise unb jjind von guter, regelmäßiger Bc- sckwffenheii. Anfangs zeigten sie weist nur geringes Gewicht, boch haben sich in der Folgezeit die Funbc von schwereren Steinen gemehrt. Eine größere Anzahl von Steinen bis zu 10 Karat, auch solche von 17 Karat sind gefunden worben. _ Das ganze Funbgebiet ist eine Vegetation- unb wasserlose Wüste, häufigen Sanbverwehungen ausgesetzt und ohne Verkehrswege. Tic rationelle Förberung muß den größten Schwierigkeiten begegnen, soweit sich nicht die Felder in Bahnnähe befinden. Es steht heute bereits fest, daß bie Diamantförberung in rationeller Weise nur int Großbetrieb erfolgen kann. Gegenwärtig beträgt bie Monats- förberung etwa 70 000 Karat mit einem Gesamtwerte von etwa 2 Millionen Mark, welche ber Diamantmarkt bisher zu beliebig enben Preisen hat aufnehmen können. Aus Stafct und Land. Gießen, 12. Januar 1910. '' Tageskalender für Mittwoch, 12. Jan. Stabt« Heater: „Der selige Toupinett. Anfang 7 Uhr. * • • Ordensangelegenheit. Der Großherzog hat bem Direktor im Statistischen Amt, Geheimen NegierungSrat Fuhry in Berlin, die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem König von Preußen verliehenen KronenorbenS 3. Klaffe und beS ihm von bem Kaiser von Oesterreich verliehenen Offizierkreuzes des Franz-Josef-Ordens erteilt. • • Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde dem Schulamtsaspiranten Val. Herbert aus Klein-Hausen, eine Lehrerstelle an der Gcmeindeschule zu Hainstadt (Kc. Offenbach). • • Ergebnisse der pharmazeutischen Vorprüfung in Hessen. In den 6 Jahren 1904 bis 1909 unterzogen sich n. d. .Darmst. Ztg." 69 Apothekerlehrlinge ber Vorprüfung, also durchschnittlich 11 bis 12. Nur 2 bestanden bie Prüfung nicht. Von den 67 Bestandenen erhielten 2 die Note „sehr gut", 49 die Note „gut" und 16 bie Note „genügend". Was die Prüfungstermine anlangt, so wurden im Märztermin 29, im Juni 11, im September 22 und im Dezember 7 geprüft. Ihre Ausbildung genossen 31 Lehrlinge in Starkenburg, 26 m Oberhessen und 12 in Rheinhessen, und zwar in folgenden Orten: Darmstadt 12, Gießen 8, Mainz 4, Biblis, Bingen, Butzbach, Großcn-Buseck und Grünberg je 3, neun Orte je 2 und zwölf Orte je 1. Das Lebensalter der 10 im Jahre 1909 Geprüften schwankte zwischen 20 und 23 Jahren. Nur 1 Kandidat hatte ein Lebensalter von über 25 Jahren. •• Der Zusammenschluß der Hebammen in Kreis-Vereinen ist nun fast im ganzen Lande vollzogen, nachdem in der großen Mehrzahl der Kreise die Kosten, die den Hebammen durch diese Sitzungen entstehest, von den Kreisen oder den Gemeinden übernommen worden sind. Auch ist die Bildung eines Hebammen-VereinS in Gießen von den hiesigen maßgebenden Stellen in Aussicht genommen. Man hofft, daß es bald zu einem vollzähligen Zusammenschluß aller Hebammen des Kreises kommt, damit Gießen nicht allein zurücksteht. Es ist dies umsomehr zu wünschen, als die Zuwendungen der Großh. Zentralstelle für Säuglings- bleibt abzuwarten. lürd?ltd?c Nacyricvten. 2 uni gegen Kopfschuppen, gegen Haarausfall Javotisiere dein Haar Jacvol das Beste _»* (tDaiigeiifd)e oenieinoe. Donnerstag den 13. Januar, abends 8 Uhr, im Matthäus- (Bilder aus dem Leben der Apostel.) Pfarrer D. odiloiiet. Geschenk. Toulon, 12. Jan. Die Polizei entdeckte wiederum eine Opiumrauchstube. Zahlreiche Land- und See- osfiziere, die dort mit Frauen angetroffen wurden, sind von der Polizei den betreffenden Truppenteilen angezeigt worden. Frangaise maitresse hrevet&e donne lecons. I Hautes r^förences. 10:15 M™ de N.-Renaud, Wilsonstr. 8. Die Person, welche heule Morgen die Fellvorlage.in der Steinstr. Ecke Ederstr. aufhob und mitnahm, ist erkannt tvorden. Sollte die Vorlage bis morgen nicht abgegeben sein, so erfolgt Anzeige. 0284 ch. nd die Kronprin- einer Einladung des 'skenstein in Lchlesien -eise nach Lels. Tie :n 15. Januar, abends imfzu Stolbcrg- nb muß einige Tage die Lozialdemo- rechlsversamm- -Herlin sind 70 Der- Rack Äniveisung der ntundgebung Abstach Emvsehle mich aur Anfertigung von Herren- u. Knabcnqarde- robc, sowie Damen - Koitüme- Jacken in u. anher dem Hause. 097601 Hübner, Steinstr. 75. und Mutterschutz nur solchen Hebammen zugute kommen können, die einem Hebammen-Verein angehören. "Stadttheater. In der gestrigen Notiz über die .Moral"-Aufführung bcS kommenden Freitags muh e8 heißen, daß die Abonnenten gegen Ablieferung deS 4. Abschnitts des Ermäßigungskupons für Gastspiele den Vorzug kleiner Preise genießen. — Auf verschiedene Anfragen sei mitgeterlt, daß am nächsten Sonntag abend eine „Preziosa"-Aufführung und zwar bei kleinen Preisen stattfindet. •• Der Schützenverein, der keine Mühe und «osten scheut,.seinen Mitgliedern durch Veranstaltung einer größeren Winterfestlichkeit einige genußreiche Stunden zu bereiten, hat auch diesmal wieder in ganz besonderer Weise für den am SamStag abend stattfindenden Maskenball seine Vorbereitungen getroffen. U. a. ist es ihm geli.ngen, einige der besten Karnevalredner der großen Frankfurter Karneval- gesellschaft, wie Müller, Stricker usw., zur Mitwirkung zu gewinnen. Der Eintritt ist nur gegen Karten gestattet, die für Mitglieder und Angehörige, sowie cingcladene Gälte tn der Papierwarenhandlung Noll, Mäusburg, erhältlich find. ** Otto Lamborg. Herr Wtlh. Lob er, unser neuer Obermu ilmri ter, hat für s in am Sonntag nachmittag in Steins Saal stattfindendes M litär-Konrert ^errn Otto ^amborg, den ausgezeichneten und weit und breit bekannten Ala Vierhumorist en, gewonnen, Lamborg übernimmt den 2 und 4. Teil des reiu^a.i.g.-.i Programm, otnb bringt diesmal, neben seinen stets ge'm aebörten Smer- ren, eine ganze Reihe Neuigkeiten zum Vortrag. Freunde liarmlosen Humors werden ,r^er an, ujre Rechnung kommen " Dante-Vorlesung. Wie aus dem Anzeigenteil der heiitigen Nummer zu ersehen ist, beabsichtigt Fräulein Maria Bassermann aus Heidelberg an drei Abenden der nächsten Woche im großen Hörsaal der Universität Vorlesungen von Gesängen aus Dantes Göttlicher Komödie zii halten. Die Künstlerin, eine Tochter des jüngst verstorbenen Heidelberger Theologieprofessors, hat, wie die vorliegenden Zlritiken beweisen, bereits in einer Reihe von Städten (u. a. Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Tübingen, Bonn, Leipzig) mit diesen Vorlesungen große künstlerische Erfolge erzielt. Alle Kritiken stimmen darin überein, daß es Frl. Basser» mann in bewunderungswertec Weise gelang, den Ewigkeits- sein folgte. , ** Kinematograph. Ern interessantes Programm wird, wie man uns schreibt, heute abend im Dheater lebender Bilder in der Bahnhofstraße neu vorgefüchrll Als besonders spannende Nummer nennen wir die Erschießung der 11 Schilischen Offiziere in Wesel, 6 patriotische Bilder, bte ihre Anziehungskraft nicht verfehlen werden. Als herrliche Naturaufnahme zeigen sich: Eisbrecher an der Arbeit in Finland. .Ueberaus sehenswert ist das Schauspiel Carmen, in 17 Bildern dargestellt, in denen prächtige Gruppen von Schmugglern, Soldaten, Stierkämpfer usw. sich befinden. Die Darsteller der Hauptfiguren des Stückes sind hervorragende Pariser Schauspieler an ersten Bühnen. Freunde des Märchens werden in dem farbenprächtigen Film „Die Herzensangst des Artisten Thelos" Befriedigung und Amüsement finden. " Pferde im Bäckerladen. Heute morgen gegen 8 Uhr gingen in der Sonnenstraße die Pferde eines Milch- wagens durch und rannten über den Kreuzplatz in den Neuenweg. Der auf dem Bock sitzende Fuhrmann konnte die Tiere nicht zum Stehen bringen und die wilde Fahrt fand erst tn dem Bäckerladen des städtischen Hauses Nr. 2 ihr Ende. Die Pferde hatten sich mit dem Wagen so festgerannt, daß sie ansgespaunt und über den Hausgang ins Freie geführt werden mußten. Z\ Friedberg, 11. Jan. Die Abgangsprüfung der Schulamts-Kandidaten am Lehrerseminar hat in®?“ ein?* eine eventuell? n erwartet das Ä? d-st-hend« tJ. .le,en". bet SMnbert ft lle„nt !nein" und hat ji* et'ol3ten 0tUZ »lObet neue $aeilt lIun9™ 3uiammen. f" “lt Segenieüiger l. ntag abend wurde d-m Sorü, 6on wer ine tmtroitflung Wirtes. Am andern Morgen kroch er durch em Loch in der Gtebcl- wand auf den Speicher des Wohnhauses und von da m em Schlafzimmer: er öffnete mit einem Schlüssel em Wandschränkchen und nahm die darin befindliche Kassette mit 250 Mark, auch vernutzte man da einen Revolver und einen Hut, dagegen ließ er Brot und den früher gestohlenen Hut zurück In Frankfurt hat er tmnn das Geld mit seinem Freund, dem Kellner H und mit Frauenzimmern durchgebracht., ^d)., der -6 Jahre alt tu, Für meine Tochter, 20 Jahr, suche aus gleich kurzen Aufenthalt in fein, gebildeter Familie, wo Gelegenheit zur Vervollkommnung i. gesellschaftlichem Umgänge gegeben ist. Schriftl. Angebote unter 302 au den Gießener Anzeiger erbeten. nett. fadbW ^gegangenen iltniiic in bem > TMMvMaüon der : ’tebtbnung von der iiniib. lic diamanten pnn, regelmfiger Ae- : nur geringes kelvichl. e von scklvereren Steinen reinen bis zu 10 Aral, en ivorden. 2as ganze merlose Sülle, bäusigen i«!d>r«oegc. 2tc ralio- 'iakei'en begegnen, soweit nnd'en. W W m rationeller Leise nur chq beträgt die Monats- i" öeianumerte von üm -markt bisher zu beM Land. 12. Januar l910- ck 11 > S|lb“ mg 7 Sr-«h«j°g .a[ Aawdn» u»d i« ”Mn K** itS 5ranj»!‘l'Dtbtn6 Ä .lünge gebildete Daine erteilt Ä deutsihkn Untcmitit wochentags von 2—4 Uhr. Schriftl. Anfragen unter 0212 an den Gieß. Anzeiger erbeten. Primaner (Cberreah'toül.) erteilt griindlichc Nachhilse. Schriftl. Anfragen unter 0276 an den Gießen. Anzeiger erbet. Ein akademischer Hauptmann von Köpemd. Ans Berlin wird uns telegraphisch ein fast unglaubliches, Vorfall gemeldet, der lebhaft an den Hauptmann von Köpenick und an Flachsmann erinnert: . « Tie Kriminalpolizei verhaftete gestern emen unter der Bezeichnung „Bachelor of Arts" an der Hu m bo l d t - Ak a dem t e als Dozent wirkenden Arthur Linbenstead, dtt tu Wirklichkeit Hausdiener gewesen ist imd wegen Ent- zrebung von der M i l i tä r p s l t ch t von der Militärbehörde gesucht wurde. Vor drei Wochen ließ sich der -Schwindler, der m Wirllichkeit Wielinskh heißt, in London mit erntr pinge« Berlinerin trauen. Als das Paar hter^^z^chtehrte, erfuhr die junge Frau, daß ihr Mann gar lucht Bachelorof er und gar nicht Lindenstead heiße. Sie teilte ihre ^.itöedung bent Generalsekretär der Humboldt-Akademie nut, der ine Verhaftung i des Schwindlers veranlaßte. . . , „ Soweit die Meldung. Wie cs Möglich war, daß em derartigen Mann als Dozent an der Humboldt-Akademie wirken konnte, da» § 176 III, begangen an seiner eigenen, noch nicht ILjährtgen Tochter, verhaftet. Schmidt lebt in zweiter Ehe. L. Friedberg,11. Jan. Angeregt durch einige auf diesem Gebiete fleißige Forscher, bespricht man zurzeit in unserer ^rtabt vielfach die Frage eines Neubaues für em Wetterauer Musen m. Befinden wir uns doch in der Wetterau fast überall auf klassischem Boden. Wie viel.- Denkmäler aus längst vergangenen Jahrhunderten tourben ausgegrabeu, aber überall hm verschleppt. Das Darmstädter fYLuseum, Mainz, selbst London weifen herrliche Funde aus der allen Reichsstadt Friedberg und PimtinittliMW beuten ges. Schriftl. Angeb. m. Preis unt. 0237 an bett Gieß. Anz. erb. 0!69) Eine kleine Diamantbrofchc in Blumensorm Mitte Dezetnber i verloren. Gegen gute Belohttung abzugeben Wilhelmstr. 1111. I 7 ,.12. A- 2 d.' 11 b61’ SeitanW»'" a u und 1° «< * £ »nlongt ii“"9? i„ 5e»t«* 3unl L ihuna gen0^en n crt, 4 i« «ehalt des unsterblichen Gedichtes ihren Zuhörern zu vermitteln. In einer Zeit, da das Interesse an Dantes Dichtung von Jahr zu Jahr im Steigen ist, wie die literarischen Erörterungen und der immer wachsende Absatz der vielen deutschen Uebersetzungen beweisen, darf Frl. Basser- manns Unternehmen auf ganz besondere Beachttmg unseres literarisch gebildeten Ptiblikums rechnen. Alfred B ass ermann s Uebersetzung, die den Vorlesungen zu Grunde gelegt ist, gilt als eine der besten, wie manche Kenner behaupten, fagar die beste Uebertrogung des Weltgedichtes. ** Evang. Arbeiterverein. Prof. Ko ob hielt am letzten Sonntag einen interessanten Vortrag über den -gestirnten Himmel, der sehr stark besucht war Die Äussührungen des Referenten, die allgemeinen Beifall fanden, wurden durch Vorführung von Lichtbildern erläutert. ** V H C. Der Jweigverein Gießen des Vogelsberger Höhenllubs wollte am letzten Sonntag eine Wmtcr- wanderung machen, aber durch die milde Witterung gab es reinen Gang durch Schnee, sondert: — namentltch in der zweiten Halste — durch Schmutz. Trotzdem war die Wanderung, an der sich über 80 Herren iuü> Damen beteiligten, recht genußreich. Sie führte von Bieber aus an den Abhängen des Dlmsberges her durch liebliche Waldtäler nach Hohensolms zu. Dichter Nebel verhinderte zwar den Ausblick in die liebliche Landschaft, dafür waren aber wundervolle Rauhreisbildungen zu s?tzm, namentlich an den stattlicheii Bäumen des Hvhensolmser Marktplatzes. Nack einer längeren Rast in Hohensolms ging es über Königsberg, von dessen Ruinen aus ein Blick in das Biebertal geworfen wu^e, auf sammentweichen Pfaden wieder Bieber zu, da die Besteigung des Dünsberges wegen der auf ihm lagernden Wvlken- ntajie, die keinerlei Aussicht verhieß, unterlassen wurde.^ Ziemlich frühzeitig erfolgte die Rückkehr nach Gießen, wo im „^-achfeii- häuser" Stammlokal des Zweigvereins em gemütliches Zufammen- M 5000 Mark WL Haus auf dem Land in beit. Lage, 3 Minuten vom Bahnhof. Schriftliche Angeb. unt. 026n an die Gesdiästsstelle des Gieß. A>:z. Guter Privatmittagstifch von 12-2 Uhr. (0275 Sonnenstraße 27» 11. Handel. Berlin, 11. Jan. In der heute nachmittag abgehaltLwm Sitzung des Kali-Syndikats faßte der Auffichtsrat den Beschluß. die Fortsetzung der Verhandlungen nnt den amerikanischen JrfteresseMen in Newpork abzulehnen und den Delegierten deq Schidikats die .Heimreise anzuemvsehlen. I ?*■ b« «« B°n ivo (JIM »m "angen 0^1^ 3 ~qte den LlsMähr | Juxüd:'T’j " *"-hSä Violin-Unterricht erteilt l®2 Wilhelm Schüttler, Violin-Schule, Plockstr. 6. Fahnen Hannover. Vcreinöbcdarfsartikel. lbv'Via । i Für die Vorbereitung eines Kandidaten zur philosophischen I Staatsprüfung wirb eine tuchtlge Kraft sofort gesucht. Schriftliche Angebote unter 0218 an den Gießener Anzeiger erb. Wer erteilt ein. Schülerin Nachhilfe i. b. Anfang, v. Franzönsch. Schriftl. Angeb. m. Prcisang. unt. 0274 an ben Gieß. Anz. erb. Wüsche zum Bügeln , wird stets angenommen bet 1 Fran Reist, . 127) Schiffenberger Weg 10III. Aerzllich geprüfte Kranken u. Wochenvftcgerm übernimmt and) Nachtwachen. . (0207 Näh. Balmlrofstrane 401 Fein- u. GlanzbUgeln erlernt man in kurzer Zeft gründlich Kaller Allee .»4III. Frankfurter Besuch hatten einige Gastwirte unserer Pwvinz im letztsn Sommer. Ende Juli kant eines Abends der Fabrikarlwiter F. ed). aus Altew- breitungen nach Ruppertsburg. Er flieg durch em Fenster 1 in den Saal einer Wirtschaft und übernachtete darin. Als am anderen Morgen die Bewohner bis auf die Wirtssrau das Hau- verlassen hatte, verließ er den Saal unter Mitnahme einer Bant, durch die er auf einen Bau zwischen dem Wohnhaus und der Scheuer gelangte. Er deckte einige Ziegel ab, beichadigte einen Sparren und kam so auf den Boden des Wohnhames, wo er die Türe aufzwängte und den oberen Stock des Hauses durchstöberte, wobei ihm eine wertvolle Uhr mit Kette tn die Hande fiel. tEr begab sich dann in den unteren Stock und brach eine Kommode auf, der er 700 Mark entnahm und entfernte sich wieder durch em F-enster, ohne daß die anwesende Wirtsfrau etwas gewahrte. Mit dem Gelde wandte er sich nach Frankfurt, wo er es tn ^amew gesellschaft verjubelte. Einige Wochen spater tauchte er abends in Ostheim auf. Er schlich in ein Gartenhaus, wo er einige Kleinigkeiten mitnahm und dann über verschiedene kleine Bauten kletterte, um in den Speicher eines Wirtshaus^ durch ein Dachfenster einzusteigen und darin zu übernachten. Am VJtorgen suchte er vergeblich den oberen Stock nach Geld durch, doch fand pr Zigarren und Wurst und versteckte dieses auf dem Speicher. Mit Revolver und Dolch in den Händen, begab er sich dann m den unteren Stock, wo ihm die Wirtsfimu begegnete, ^a diese um Hilft rief, flüchtete er auf den Speicher, und trotzdem man überall Posten ausgestellt hatte, gelang es ihm, über die Dächer zu ent- rammen. Außer emem Paar Hosenträger, die er sich angeeignet batte, aber wieder zurückließ, und einem Taschenspiegel,^scheint er nichts gestohlen zu haben. Nun wandte er sich nach -Stockhausen bei Grünberg, wo er sich ebenfalls eine Brb. 'n schäft ausersah. Nach Beseittgung einiger Bretter saale: Bibelstunde, gelangte er in die Scheuer und übernachtete im Heu. Arn andern__ Morgen schlüpfte er durch eine Lucke aus den Speicher des Wohn- Wetteraussichten in Hellen am Donnerstag dem 13. Januar Hauses und nahm aus dem'^ienstmadchen-immer ein Portemonnaiej etwas kälter, auch in der Ebene Schnee. mit geringem Inhalt, ein Paar Strumpfe und eine Anzahl Schlüssel mit. Während er sich in emern andern Zrmmer nach rat)tmelölltt(Wttt ßVix ümfah, hörte er, daß lemanb kam. Er versteckte sich unter einem Bett, doch da seine Füße zu sehen waren, wollte sich die Die Beratung der hessischen Fmanzkrtse. Wirtstochter den eigenartigen Besuch näher ansehen, worauf er! R. B- Darmstadt, 1^. Jan. Der ihr Revolver und Dolch entgegenhielt. Während sich das Mädchen schuß der Ersten Kammer gedenkt nächste Woche der um HMe umsah, floh er und verbarg sich im Hofe bei einem ($in[abung des Finanzausschusses der Zweiten Kammer zu Steinhaufens, so daß er trotz alles Suchens nicht aufzufmden war. riner gemeinsamen Besprechung seiner Vorschläge Abends begab er sich auf demselben Weg wieder m das Haus, Finanzlage Folge zu leisten. Die Be prechungen wer- Srot*unbÄt gÄ”6a?te,flumU,bmn burft'nSeÄeb« Sonbon, 12. Jan. Der deutsch- Kaiser macht- M das Fr^e zu gelangen. Noch am nämlichen Abend ging er bem Kapitän Brown tn Anerkennung der von ihm am nach Gonterskirchen und übernachtete in der Scheuer emes g qull üe q. vollzogenen Rettung der Mannschaft - - ~ ‘ ^'^'beS deutschen Schiffes ,Eoa' eine goldene Uhr zum hat eine sehr bewegte Vergangenheit. Als wahrend leinet Militär- freit gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet wurde, ging er flüchtig und trieb sich in allen Ländern Europas herum, bis er wieder zu seinem Truppenteil gebracht wurde, nachdienen mutzte und nach Verbüßung der Strafe erst im letzten Frühiahr zur Entlassung kam. Trotzdem B. bestritt, gewußt zu haben, daß er von Sch. mit gestohlenem Gelde unterhalten wurde, ist er verdächtig, wenigstens bei einem der vorliegenden §tnbrud>c beteiligt w sein: auch die Frankfurter Polizei ist der Ansicht, datz beide gemeinschaftlich auf Raub ausgezogen sind und noch viel mehr ----------- I auf bem Kerbholz haben, als ihnen nachzuweuen ist. Wie vertraut seiner Umgebung auf. Die im Druck erschienenen ,-Fr^edberger fletoefen sind und wie sicher sich Sch. gefühlt hat, geht Geschichtsblättei? weisen darauf hin, daß es an der Zeit fei, ein daraus hervor, daß er die Zeitungsnotiz des Gieß An;, über ben größeres Gebäude zu errichten, das das bereits ll^slrmmelle und I ^^ndäüfer sßorja[( ausgeschnitten bei sich trug und biejc in einer in kleineren Räumen Untergebradrte, sowie die neuen Medizinal-Scife bei Rauhiakcit I imb Sdnivvunacn der Haut, bei | leid)ter Fpchtlwosis, ganz besond. bei Unreinheiten ders., wenn Mitesser und deren Folgeznstandc, i Piekei, Knötchen, Pusteln usw. das bekannte, unschöne Gesichtsbild Hervorrufen." Datz ist das Urteil des Dr. med. W. über Zucker's Patent Medizinal Seife, ä Slck. 50 Pf. (15 °/oig) u. 1.50 Hi. (33°A,in, ttärtst'' Form). Dazimeh. Zuckool)- Ercn e 75 Pfg. u. 2 M., ferner Zucket! - Seife'mild>50Pf.u.lL0M. In der Universitäts-, Engel- u. Hirfck Avothcko, bei Any. Noll, i K. Seibel und W. Kilbtngcr. (sF/u) I Grosser Hörsaal der Universität Mittwoch den 19. und Freitag den 21. Januar, abends pünktlich 8*, Uhr, Sonnabend den22. Januar, 6 Uhr Vorlesung von Gesängen aus Dantes Göttlicher Komödie nach der Uebersetzung von Dr. Alfr. Baosermann, gehalten von Maria Bassermann aus Heidelberg Eintrittskarten für alle drei Abende Mk, 2.50. Einzelkarten Mk. 1.— Studentenkarten Mk. —.50 Kartenverkauf in der J. Ricker’schen üniversltätsbnchhandlung (Ernst Legier', Süd-Anlage 5, und beim Hausverwalter Ritter, Kollegiengebäude der Universität.i215 STEIN’S GARTEN. Sonntag den 16. Januar 1910, nachm. 4 Uhr LSS-- Militär-Konzert ausgeführt vom Musikkorps des Infanterie-Regiments (Kaiser Wilhelm) Nr. 116, unter Direktion des Obermusikmeisters W.Löber. Unter Mitwirkung des Klavier-Humoristen O. Lamborg Karten im Vorverkauf bei Ernst Challier (Rudolph’s Nachf.) ä Mk. 0.80, an der Kasse Mk. 1.—. 291 Biograph Eintritt frei. Anfang abends 8 Uhr. Mittwoch den 12. Januar GROSSES Plockstraße 12 Plockstratze 12 Extra-Einlage für Mittwoch den 12. u. Donnerstag den 13. Januar Br. U, die WWW des MWers Hochinteres ant, Länge 430 Meter, fieberhaft spannende Handlung. Der Be ieolei der eil Httee Blliziere Tonbild in 6 Abschnitten.0282 3u vermieten Garteuttrafte 30 ist die 1. Et., 9 Zimmer mit all. Zubeh., Koch- u. Leuchtgas, eu. elektr. Licht, auf L Avril au vermieten. [197 Näheres parterre daselbst. Seltcrswcg 7V eleg. 7-Zim- Wohn. m. Küche, Badezimmer u. Veranda, Gas und elektr. Licht, II. Stock, v. 1. April ev. 1. Juli zu vermieten. 1204 August Kilbinger. | 6 Zimmer | Elegante Beletage, Zimmer mit reich!. Zubehör, auf 1. Avril gu vermieten. [119 Näh. Goetbeftrafte 34.______ Sch. 6-Zimmerioohnung m. all. Zub., mit oder ohne Stallung, zu vermieten. Frau Sanitätsrat Haupt, Asterweg 29._______[1Ä Ludwigllrafte 52. Schöne 6-Zimmerwohnung im i. Stock mit Zubeh. per 1. April zu vermieten. Näheres im Hinterhaus. [163 | 5 Zimmer | B21j Sch 5 ^immerw., 1. 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