Die heutige Nummer umfahr 10 Seiten. Z gesetzt werden würde; es könne aber auch die eine oder andere Bezirkskasse aufgehoben werden. Dem stimmt auch Abg. Brauer zu. Abg. Best erklärt schließlich, daß er evtl, von seinem An- Sehr interessante Verhandlungen hat gestern die franzosrscke Kammer auch über die Förderung der Luftflotte gehabt. Es geht auch daraus hervor, daß Frankreich an Friedensträume nicht denkt und eifrig an der Stärkung der nationalen Stellung arbeitet. Die prahlende Bemerkung des Kriegsministers, die französischen Luftschiffe — von deren Leistungen niemand etwas gehört hat — seien den deutschen überlegen, muß freilich Verwunderung und Lächeln erregen. Varis, 8. Febr. In der heutigen Kammerberatung des Kriegsbudgets fragte Joly (Radikal) wegen des Unglücksfalles des lenkbaren Luftschiffes Republique, ob für dessen Lulle nicht genügend widerstandsfähiges Gewebe verwendet loorbcn sei. Der Redner äußerte sein Bedauern darüber, daß Frankreich eine so geringe Anzahl lenkbarer Luftschilfe besitze, die noch dazu nicht einmal zur Verfügung seien, da sie sich im Umbau befänden. Frankreich, das als erstes Land eine Luftschiff,lotte gehabt habe, lasse sich leider von anderen Ländern überflügeln, namentlich von Deutschland, das ein planmäßiges Vorgehen der Luftflotte geschasseii habe, die glänzende, gemeinschaftliche Hebungen ausgeführt habe. Der Kriegsminister, der bereits, den Redner unterbrechend, daraus hingewiesen hatte, daß der Umbau der drei französischen Lustschisfe nach und nach erfolge, damit sie sich nicht alle zugleich in den Werkstätten befänden, erwiderte, daß bei Entsendung des Lenkballons „La Mpubligue" zu den Manövern alle Vorsichtsmaßregeln getroffen worden waren, und daß nichts auf die Möglichkeit eines Unfalles hingedeutet habe. (Tn RegierunasLminifsar führte aus, die „Repnbtique" fei nach ihrem ersten' Unfall mit peinlicher Sorgfalt wieder herge- stelit worden. Tie Metall schrauben habe man beide - halten, da sich die Holzschrauben erst in jüngster Zeit, namentlich bei dem Kana! f luge Blerivts, bewährt hätten. In Zukunft werde man anstelle der Metallschrauben solche aus Holz verwenden. Die Frage, ob für. Luitsch ffhüllen in Zukunft andere Stoffe zur Verwendung gelangen sollten, werde zurzeit von der Verwaltung geprüft. Joly wies sodann darauf hin, daß Deutschland im Oktober 1910 24 lenkbare Luftschiffe besitzen werde, darunter vier vom Typ Zeppelin, fünf vorn Typ Parseval und vier des Systems Groß. Frankreich dürfe nicht int Hintertreffen bleiben. Der Kriegs Minister erwiderte darauf, der Wert einer Flotte sei nicht allein nach der Zahl ihrer Einheiten zu bemessen, er glaube sagen zu können, daß. Feiner von den angeführten Ballons die Eigenschaften der fvanzöfischen besitze. Hieraus wurde eine einfache Tagesordnung, der sich auch Zvly an schloß, einstimmig angenommen und die Sitzung geschlossen. politische Tagesschau. Die Verwaltung des Verteidigunqswesens in England. Aenderungen in der Organisation der leitenden Stellen werden auch in En bland erwogen. Die Londoner „Preß Association" teilt, tote uns aus London berichtet wird, mit, daß die Gerichte, wonach Mr. Asquith ein Ministerium des Verteidrgungswesens schaffen werde, in politischen sowohl als auch Armee- und Marinekreisen das größte Interesse erweckt hat. Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß der Premierminister als Vorsitzender des Komitees für Reichsverteidigung jetzt für alle praktischen Zwecke dieses Amt versieht, und irgendeine Schwächung der persönlichen Verantwortlichkeit des Hauptes der Regierung in Angelegenheiten der Reichsverteidigung würde die größte Opposition von militärischer Seite erregen. Wahrscheinlichen sei es, daß die engeren Beziehungen zwischen dem Kriegs- und dem Marineministerimn, d.ie Mr. Haldune als wün- Die französische Marine-Vorlage. Während man in England jetzt den Wert der Dread« rwuahts anzweifelt und in Deutschland die Frage, ob Linienschiff oder Unterseeboot, noch immer erörtert, geht, wie wir gestern berichtet haben, das Land, das bisher den von Schlachtschiffen zugunsten der Unterseeboote vernachlässigt hat, zu einer neuen Aera von Dreadnoughts über. Das ist aus zwei Gründen überaus wichtig. Einnial ist damit der Streit um den Gefechtswert der großen Panzer, wenigstens was Frankreich änbelangt, zugunsten der Panzer kslosse entschieden, und sodann dürfte England, wofern es an seinem Zweimächtestandard weiter fefthält, genötigt sein, seine jetzige Kriegsflotte in schnellerem Maße auszubauen, anstatt sich mit der jährlichen Stapellegung von vier Tread- wughts, wie sie das englische Flottenbauprogramm vorfieht, p begnügen. Seitdem man in Frankreich dem unglaublichen Schlcn- bnan in der Fkottte und pesonders auf den staatlichen üersten auf die Spur gekommen ist, hat man keine Mühe gescheut, die bestehende Flotte nach allen Richtungen hin a reorganisieren. Namentlich brachte der letzte Sommer fe französische Flotte in dieser Beziehung ein gutes Stück vorwärts. Der neue Marineminister, Vizeadmiral Rous 32 Lapeysre traf umfassende Neuerungen hinsichtlich des Dütrften Marinerats, ber Verteilung der Seestreitkräste und ber Formierung der Schulschiffsdivisionen und ließ es auch nicht an einer durchgreifenden Reorganisation der franzö- jiichen Werften fehlen. Die wichtigste Neuerung aber war Hne Frage die Errichtung eines Artillerie-Jngenieurkorps, reiche den Mißstand, daß auf Grund des Gesetzes vom Z. Juli 1900 die Obliegenheiten des höheren Artillerie- »ienstes in der Flotte von Offizieren der Kolonialartillerie »ersehen wurden, die fyäufig wechselten, endgültig beseitigte ütlfo ein selbständiges Arttllerieiugenicur-Össizierkorps in Züärke von 3 Generälen, 32 Stabsoffizieren, 40 Genieoffizieren mit Hauptmannsrang und einer dem jeweiligen edürfnis entsprechenden größeren Anzahl von Genie- und rfb Artillerieoffizieren mit Leutnantsrang schuf. Die französische Flotte, die vor diesen Reformen mehr ls jede andere über Schiffsunfälle zu klagen hatte, bestand 08 aus 534 Fahrzeugen mit 3255 Geschützen, 982 Lanzier- hren und einer Bemannung von 57 051 Leuten. Im befanden sich Ende 1908 77 Fahrzeuge mit 448 Ge- Mtzen, die zum größten Teil schon jetzt in Dienst gestellt iiitb. So konnte der Haushaltfürdiefranzösische Aus dem hessischen Manzamschuh. R. B. D a r m st a d t, 8. Febr. Der Finanzausschuß der 2. Kammer hat heute in zwei längeren Sitzungen am Vor- und Nachmittag seine Haus- h a l t s b e r a t u n g c n in Gegenwart der Herren Staatsminister Ewald, Finanzminister G n a u t h , Minister Braun und der Geheimräte B e st, Becker, sowie der Min.-Räte Lorbacher und S ü f f e r t ein bedeutendes Stuck weiter gefördert, auch mit den Abstimmungen begonnen. Zunächst rechtfertigte und begründete der zu dieser Sitzung eingeladene Aba. B e st seinen Antrag, bett, die Aufhebung der U n t e r e r h e b ft e l l en, wobei er die Gesamtersparnisse auf 316 080 Mark lund zwar 183 000 Mark für Fortfall der Hebeaebuhren, 34 080 Mark Kosten der Kontrollbeamten, 17 000 Marl Beitrag zur Fürsorgekasse, 35 000 Mark für Verzinsung einer Million Betriebskapital, 20 000 Mark für Porto und Geldsendungen, 25 000 Mark für Verminderung der Schreibhilfekosten und 2000 Mark für Formukarien und Papierkosten) berechnete, während sich die Mehrkosten auf 136 877 Mark stellen, so daß eine Reinersparnis tibn 179 203 Mark erzielt werden würde. Geh. Rat B e st wandte sich in längeren Ausführungen gegen diesen Antrag und seine Begründung. Er betonte besonders, daß bei Einrichtung neuer Bezirkskassen doch ebenfalls Betriebskapitalien vorhanden sein müßten, und somit schon die Ersparnis von 35 000 Mark für Verzinsung einer Million in Wegfall kommen würden. Ferner hätten von den Untererhebstellen mindestens 700 Gemeinden des Landes direkte Vorteile und die anbern 375 Gemeinden könnten an die Untererheber der benachbarten Gemeinden ihre Steuern entrichten, insbesondere auch die Arbeitslöhne und sonstige Zahlungen des Staates zur Be- guemlichkeit des Publikums dort bewerkstelligen. Wenn 20—30 Bezirkskässen neu errichtet würden, so hätten die mfttleren Beamten vielleicht einen Vorteil, aber jedenfalls bedeute die Aufhebung der Untererhebstellen eine Benachteiligung des platten Landes; die Steuern würden entschieden besser bezahlt werden, wenn die Zahlung durch die Untererheber überwacht würde, weil diese ja infolge der Hebgebühren einen direkten Vorteil an dem Eingang der Steuern hätten Geh. Rat Best kam dann auf eine Angelegenheit zurück, die Abg. Ulrich in einer der letzten Sitzungen vorgebracht hatte. Dieser habe von einem in Dieburg umlaufenden Gerücht gesprochen, daß ein dortiger Beamter des Arbeitshauses dem Trunk ergeben sei usw. Es sei aber durch Vernehmung zuverlässiger Personen festgestellt worden, daß an diesen Gerüchten und an den Behauptungen des Abg. Ulrich kein wahres Wort sei. Der betr. Beamte fühle sich durch eine derartige Bloßstellung, die ohne jeden Grund erfolgt sei, aufs Tiefste verletzt und es müsse ihm hier Genugtuung gewährt werden. Abg. Ulrich lehnt es ab, feine Gewährsmänner zu nennen, er werde diesen aber bedeuten, daß sie ihn unrichtig unterrichtet hätten. Minister Braun nahm gleichfalls den ungerecht angegriffenen Beamten auf das Energischste in Schutz. Abg. Dr. Osann erachtet es, wenn derartige persönliche Dinge iw Ausschuß behauptet werden, für unbedingt notwendig, die Gewährsmänner darauf hinzuweisen, daß sie auch für die Wahrheit ihrer Mitteilungen einzustehen hätten; sonst solle man derartige ungerechtfertigte Anschuldigungen von Beamten, die sich nicht wehren könnten, unterlassen. Nach diesem Zwischenfall kehrte man zur Frage der Unter- erhebstellen zurück. Abg. Best meint, daß selbst bei Korrigierung seiner Berechnung mindestens 100 000 Mark gespart werden könnten. Abg. M o l t h a n berechnet dagegen die Ersparnisse nur auf 25 000 Mark und kann sich bei einem so geringen Betrag nicht für die Aushebung der Untererhebstellen erwärmen. Geh. Rat Dr. Becker meint, daß eine Erhöhung der Gebühren vermieden werden könne, wenn der Gebührensatz entsprechend herab9?r. 33 Erstes Blatt 160. Jahrgang Mittwoch 9. Februar 1910 Ter •ie8entr Hattet* ä — Vezugsprevo: eridjetnt täglich, ai'ver ^9 wx monatlich75M.,viertel- Dienstag und Freuag): E, M S» Mr M M H JSL H E WW B ■ ySk M Zeilenpreis: lokal 15M^ '<>/ Ww I wl W W W V V SXÄ ,lernsprech - Anschlnfie: M ™ Verantwortlich für den nir die Redaktion 113, _ Aee Politischen Teil: August «ä General-Anzemer für Gberheffen Z-M ^lltttiahttte von getan hatte, für welche Zwecke diese Provision gegeben werde und insbesondere, daß für ein einzelnes Geschäft feit 1906 ein Höchst« betrag von 5 Mark eingeführt worden sei. Damit waren die Beratungen mit der Regierung beendet und der Finanzausschuß kam zu seinen Abstimmungen. Beim Haushalt der Forst Verwaltung wurde be- schlossen, für das Jahr 1911 eine Erhöhung des Holzgewinnes' tu veranlassen, wenn die Preise sich entsprechend hochstellen würden. Die Beiträge der Gemeinden zu den Besoldungen der Ober-* förfter sollen aus 50 Pfg. pro Hektar erhöht werden, so daß eine Mehreinnahme von 45 000 Mark erzielt wird. Weiter wurde der Strich von 3700 Mark im Hofstall beschlossen. Von den verlangten 85 Obersörsterstellen wurden vom Ausschuß 7 auf den Inhaber bewilligt und der Regierung aufgegeben, eine neue- Organisation der Bezirke in Vorschlag zu bringen. Bis dahin sollen die jetzigen 10 Forstasfistentenstetlen weiter bestehen bleiben; die vom Abg. Ulrich beantragte Streichung von 5 dieser Stellen wurde abgelehnt. An den Tagegeldern der Oberförster wurden 3650 Mark gestrichen; es soll auch nicht mehr von Tage-- geldern, sondern von „Dienstaufwand-Entschädigung" gesprochen werden. Es war bekanntlich beabsichtigt, an den Kulturkosten, für welche 404 000 Mark angefordert werden, 50000 Mark zu streichen. Da aber diese Ausgaben bereits gemacht sind, mußte für dies Jahr die Bewilligung eintreten; es sollen aber diese? 50 000 Mark als für das nächste Jahr gestrichen angenommen werden. Von den mit 26 500 Mark angeforderten Kosten für Vogelschutz wurden 6500 Mark gestrichen. Die Anforderungen für die „W einbaubomäne n" wurden bewilligt, ebenso die für Bad Nauheim. Die Absicht, 50 000 Mark mehr als die jährlichen 100 000 Mark an die Staatskasse abzuführen, wurde für dies Jahr fallen gelassen, weil sonst die für 1910 geblauten) Neubauten und die Schuldentilgung aus dem ErneuerungssondL des Bades nicht bestritten werden könnte. Beim Kapitel „S t a a t s e i s e n b a h n e n" war die Einnahme auf 12 000 000 Mark angesetzt. Der Ausschuß beschloß jedoch, diese Einnahme um 650 000 Mark höher einzustcllen, wie sie auch der preußische Finanzmiiiifter als Anteil Hessens, für 1910 berechnet hat. Beim Kapitel „Direkte Steuern" erfolgte auch die Abstimmung über d i e Unter erb eb^ stellen und es wurde beschlossen, diese weiter bestehen zu lassen, da das platte Land und namentlich ärmere Gegenden durch deren Aufhebung erheblich geschädigt werden würden. Beim Kapitel Land stände regte Abg. Dr. Osann anbei den Druckkosten 9488 Mark zu streichen. (Die Kosten für die Zweite Kammer allein sind mit 99 488 Mark angeforbert.} Es sollten nicht alle bei der Kammer einaehenden Eingaben zum Druck gelangen, lieber diese Position soll zunächst noch das Kammer-Präsidmm befragt werden. Beim Kapitel „Staatsmini st e r i u m“ verlangt Abg. Ulrich die Bennlligung von' zwei Mini st er st eilen nur auf den Inhaber, welches- Verlangen jedoch vom Ausschuß abgelehnt wird. Beim Kapitel „Oberrechnungskammer" wird beschlossen, zwei Obeft- rechnungsräte, und je einen Sekretär und Kanzlisten nur auf den Inhaber zu bewilligen. Dagegen wurde der Antrag Ulrich, auch die Stellen der zweiten Justisikaturabteilung nur auf den Inhaber zu bewilligen, abgelehnt und da'zu eine Entschließungk. angenommen, daß von der Regierung ht Aussicht genommen! werden möge, hier eine Neuorganiiation eintreten zu lassen, namentlich in der Richtung, daß die Kosten der Revision der Gemeinde-, Städte-, Kirchen- und Sparkassen-Rtthnungen auch von diesen getragen werden. ' lieber die ersten Kapitel des MinisteriumsdesJnnernt berichtete Abg. Dr. Osann. Beim Kapitel Ministerium wurde der neu an geforderte 5. Hilfsarbeiter (für die Senk tralstelle für Säuglingspflege und Mutterschutz) gestrichen,- ebenso bei dem mit 27 000 Mark angeforderten sachlichen Aufgaben 3000 Mark. Beim Kapitel „Allgemeiner Fonds für Vertretung s- und Aushilfskvste n", die miü 86 000 Mark angeforbert waren, würben 11000 Mark gestrichen und die Kosten im Zentralbauwesen für laufende Unterhaltung der Gebäude von 209 000 auf 203 000 Mark, wie im' Vorjahr, festgesetzt; bei den nichtstaatlichen. Bausachen ebenfalls die mehr angeforderten 1000 Mark. Weiter wurde beim Kapitel Bergbau der Betrag' von 2400 Mark für einen neuen Mark- fd’dber gestrichen und der Oberbergratsgehalt auf den Inhaber tewilligt. Beim Kapitel Kun ft ft raßen wesen wurden von den an- geforberten Gehalten für 18 Kreisbauinspektoren 8 nur auf den Inhaber bewilligt, um damit zu erreichen, daß die Regierung für bas Hochbau- und Tiefbauwesen eine! Organisationsänderung vornimmt. Ferner wurde! noch der Banassiftent von Erbach zum Straßenbau für den südlichen Odenwald auf den Inhaber gesetzt. Die Kapitel: Zentralstelle für die (bewerbe, Gewerbes chulen usw., bei eenen besondere Neu Forderungen nicht gemacht worden sind, wurden; bewilligt. Beim Justizhaushalt wurde ein Antrag des Abg. Ul-, r ich auf Streichung von.25 Amtsrichtern resp. Bewilligung nur auf den Inhaber abgelehnt, und dabei von der Regierung auf die Konseauenz hingewiesen, daß dann auchj 25 Gerichtsschireiberi auf den Inhaber gesetzt werden müßten. Die Fortsetzung der Beratung .erfolgt Mittwoch vormittag. Darmstadts 8. Febr. Die gemeinschaftliche Sitzung der Finanzausschüsse beider S tä nde ka m m e r n ist auf! Dienstag den 15. Februar, nachmittags, anberaumt worden. ßesamtslotte 1910 fc ie. Höhe von 3 7 1,4 Mil- lion en Franks erreichen, wovon auf Neubauten 112957 Millionen entfielen. Und zwar im befonberen für Amenschiffe 79,8, für Panzerkreuzer 10,3 Millionen, für Idrpedvbootszerstörer 14,17 Millionen, für Torpedoboote MOOO Franks und für Unterseeboote 15/)6 9)ti CT tonen. Neu- iorbcEungen für große Schiffe waren aber in dem Haushalt für 1910 nicht eingestellt; vielmehr müssen nach fran- Mchem Brauch solche "durch ein besonderes Gesetz verlangt iveckden. Der Marineminister hat schon seit einiger Zeit in entsprechendes Gesetz ansgearbeitet, das gestern auch im französischen Ministerrat angenommen wurde. Die^Bauiatigteit der französischen Flotte im Jahre 910 stellt sich aus insgesamt 59 Schiffe, darunter 6Linien- itfliffe, 2 Panzerkreuzer, 21 Zerstörer, 2 Torpedoboote und L Unterseeboote. Davon war aber der Bau von 25 Schiffen nur sortzusetzen und der Bau von 22 anderen zu vollenden, 0 daß hier nur die Stapellegung von 12 Schiffen in Frage kommt. Was insbesondere den Bau der 6 Linienschiffe enbetrifft, so gehören diese schon dem Bauprogramm von 1906 an, und es berührt einigermaßen eigentümlich, daß -rohdem und trotz aller Reformen der französischen Werften ,Danwn" und „Mirabeau" frühestens Ende dieses Jahres, 'oie übrigen vier aber, also „Boltaire", „Diderot", „Eon- doreet" und „Verqniaud" erst im Laufe des Jahres 1911 den Stapel verlassen sollen. Ob dabei die Termine ein- ".ehalten werden, ist in Anbetracht der immer noch be- ilehenden Unzulänglichkeit der französischen Werften durch- au§ fraglich, und man muß sich wundern, daß die französische Regierung jetzt ein Flottenbauprogramm angenommen hat, das die größten Ansprüche an die Leistungs- Higke-it der Werften stellt. Danach sollen nicht mehr und nicht .minder als 28 Panzerschiffe, 10 Auftlürungsschiffe, 52 Hochseetorpedoboote, 14 Unterseeboote und 10 für den ausländischen Dienst be- itimmte Schiffe gebaut werden, um die Schlachtflotte zu -ter Geschwadern, bestehend aus 6 Panzern, vier Reserve- chiffen, zwei Aufklärungsschiffen, zwei Reserveaufklarungs-- ilyifsen, 12 Torpedobooten und 4 Ersatzschiffen zu ergänzen uitb die ausländischen Stationen zweckentsprechend zu be- ietzen. Für die Auslandsschiffe und die Panzer der Heirnats- ilatte, tne vor 1909 auf Stapel gelegt wurden, ist im Gesetz - ebenso wie in Deutschland — eine Maximallebensdauer von 25 Jahren vorgesehen, während die übrigen nur 20 Ächre in Dienst gehalten werden sollen. Volle Besatzung mch in Friedenszeiten sollen die Schiffe der französifchen Marine fortab zu einem Werkzeug in den Händen der fran- Mschen Regierung machen, lauf das sie sich in jedem Kriegslage verlassen kann. Das sind die Grundzüge des französischen Schiffbaupro- ^amms, oas, ähnlich wie das deutsche, die Flottenrüstung vms eine gesicherte und — sagen wir es gleich — auch be- vohliche 'Basis stellt. England wird demgegenüber nicht iMrückbleiben wollen, sich nicht mit vier Dreadnoughts be- •Mgen, sondern die Eventualzahl des Asguithschen Pro- Mmms in Höhe von acht Linienschiffen voll ausbauen, ^'kutschland ist daher genötigt, nicht nur fein bisheriges 9ramnt tnnezuhälten, sondern es vielleicht vor Ablauf des Flottengesetzes zweckentsprechend zu er- zu. >uvg. »eit ernart louieyncy, Daß er eou. von leinem w l5°ätern. Das sind triebe Ausstchten für den Steuerzahler, trag abstehen könne, wenn einzelne Bezirkskassen eingehen folLten ’ 1 > und die Herabminderung der Bezüge der Untererheber beschlossen - O a:s. sckmrrswer-'. ut.v ou --bLfnaxtung des Ver- teidigu-ngs lo m itees erreicht roirb, das volle Ermächtigung hat, sich für diesen Zirneck zu terftärfen. « Die neuesten persischen Verwicklungen. Wir haben gestern berichtet, aus welchen Gründen der persische Minister der auswär igen Angelegenheiten seinen -Abschied nehmen muhte. Welche Verstimmung gegenwärtig bei den Persern gegen Rußland herrscht, gel)t auch aus den neuen Nachrichten über die bereits gemeldete Flucht Rakhim Khans hervor. Aus Teheran wird der „Daily News" gemeldet, daß der notorische Brigant, Rakhirn Khan, der vor kurzem von persischen Regierungstruppen geschlagen wurde, die russische Grenze überschritten hat und mit hundert Familien seines Stammes in Elisabethpol eingetroffen ist. Diese Nachricht hat in Persien die größte Aus regung verursacht, da der Baigant sich durch seine Gran f am feit und seine Plünderungen in Persien allgemein v c r- haßt gemacht Hal. Es war verlautet, daß die r u s s i s ch c Regierung versprochen harte, ihm ihren Schuh nicyt angedeihen zu lassen, und dieser neue Akt unfreundlicher Handlungsweise seitens der Russen wird in Persien im höchsten Maße übel genommen. Die russische Garantie, die im Verein mit England zur Aufrechterhaltung der Ordnung in Persien gegeben wurde, ist somit zur Farce geworden, da andere Stämme jetzt glauben werden, daß sie ungestraft Plünderungen vornehmen und nachher auf russischem Territorium Schutz suchen können. Aus Bereit. Am Dienstag sand in Nidda eine vom „liberalen Verein für Nidda und Umgebung" (linksliberalen Verein) einberufene Volksversammlung statt, in der Parteisekretär Nuschke von Berlin die sogenannte Reichssinanzresorm, dir hessische und die preußische Wahlrechtsvorlage, sowi^ den Fall ^Oldenburg" besprach. Die Versammlung nahm folgende vom Vorsitzenden vorgeschlagene Entschließung ohne Erörterung einstimmig an: „Die Versaminlmig oroteliiert mit aller Entschiedenheit gegen die Einiügung des Plnralwablrechts für Wähler über 50 Jahren in die Wahlrechtsvorlage Sie e>achtet die Verleibung de? Alehr- slimmrechls an einen Teil der Wählerschaft als eine Herabwürdigung der übrigen Wähler zu Bürgern ziveiier Klasse und iordert demgemäß den Landtag und die Regierung auf. dem Pluralwahlrecht die Zustimmung zu versagen. Die Ver- fammlimg sorderi nach wie vor das von allen Verschlechterungen der verwssungsinäßrgen Grundlagen sreigehaltene allgemeine, gleiche geheime und direkte Wahlrecht für die Hessische Zweite Kammer." Deutsches Reich. Bei der ersten Lesung der preußischen Wahl- rechtsvorlage am Donnerstag wird zu Beginn der Sitzung Ministerpräsident v. Bethmann-Holl w e g dos Wort zur Begründung der Wahlrechtsvorlage ergreifen und sich u. a. auch ausführlich über die Gründe der Beibehaltung der öffentlichen Wahl auslassen. Der Ministerpräsident wird die Erklärung abgeben, .drß die Regierung das Zugeständnis, die geheime Wahl einzufüchreu, nicht machen könne. Eine Denkschrift, betreffend die in der Zeit vom 1. April 1907 bis 31. März 1909 erfolgten Bauausführungen an denjenigen Wasserstraßen, über deren Regulierung dem preußischen Landtage besondere Vorlagen gemacht worden sind, ist dem preußischen "Landtage ^.gegangen. Dia Regulierungsarbeiten an den größeren deutschen Strömen sind nach den s. Zt. gemachten Vorlagen beendet worden. Die Fahre 1907 und 1908 waren für den Fortgang der Bauten, für die weitere Entwickelung des Schisffahr tsverlehrs nicht durchweg günstig, namentlich am Rhein, an der Weser, der Elbe und Saale traten besonders in den Spätsonnner- und Herbstmonateu längere Zeit sehr niedrige, die Schiffahrt hindernde Wasferstände ein, »nährend die östlichen Ströme weniger unter Wassermangel zu leiden hatten. Eine weitere und zum Teil erhebliche Steigerung des Güterverkehrs ist nur auf dem Rhein und auf dem Dortmund- Ems-Kanal eingetreten, auf den übrigen Wasserstraßen ist infolge ungünstiger Wasserstände ein Rückgang ztt verzeichnen, der wohl auch auf die allgemeine ungünstige Geschäftslage zurückzuführen ist. Die ausgesührten Strom- arbeiten haben fast überall den gewünschten Erfolg gehabt und die Stromverhältnisse verbessert. Bei den Hamburger Stichwahlen zu den allgemeinen Bürgerschaftswahlen wurden am Dienstag in den Drei Landbezirten die Kandidaten der vereinigten Liberalen mit großer Mehrheit gewählt, so daß nunmehr die vereinigten Liberalen vier Sitze, die Rechte einen und die Linke einen Sitz gewannen, während die Sozialdemokraten einen und das linke Zentrum fünf Sitze verlieren. Im Weimarer Landtage erklärte der Departementchef Dr. Paulsen in Erwiderung auf eine Anfrage über die Haltung der weimarischen Regierung in der Frage der Schiffahrtsabgaben, daß an dieser Vorlage, wie sie jetzt vorliege, keinerlei Anstoß mehr genommen werben könne, da sie lediglich eine Verbesserung der Wasserverkehrswege durch Beiträge der Interessenten bezwecke und im übrigen in großzügiger Weise eine, einheitliche Gestaltung auf wasserwirtschaftlichem Gebiete erstrebe. Die großherzog liche Staatsregierung habe es daher für ihre Pflicht gehalten, Preußen bei seinem Vorgehen zu unterstützen. Der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Lehr er i n n e n v e r e i n s veröffentlicht folgende Ertlä- rung: Aus den Kreisen des Verbandes der Philologen an öffentlichen höheren Mädchenschulen Preußens ist eine Petition an Abgeordnetenhaus und Herrenhaus hervorgegangen, die den formellen Ausschluß der Frauen von der Leitung öffentlicher Mädchenschulen, in erster Linie höherer Mädchenschulen, frum Zweck hat Der Allgemeine Deutsche Lehrerinnenverein spricht sein lebhaftes Bedauern aus, daß durch diese Aktion, die scher den Rahmen berechtigter Interessenvertretung hinausgeht, der gemeinsamen Arbeit der Lehrer und Lehrerinnen an der höheren Mädchenschule auf der Grundlage der gegebenen Reform ein neues Hemmnis in den Weg gelegt ist. Nach Ansicht derjenigen Organisationen, die in ihrer Gesamtheit die Sache der höheren Mädchenschule und ihres Lehrkörpers vertreten, erfordert das Interesse der höheren Mädchenschule sowohl wie der gesamten Fraucnbildung, daß die Auswahl der Persönlichkeiten für die Leitung ohne Rücksicht auf das Geschlecht, nur nach Maßgabe individueller Geeignetheit erfolgt. Jede Einschränkung dieses allein sachlichen Maßstabes müssen wir als eine Schädigung der höheren Mädchenschule und ihres Lehrkörpers ablehnen. rlnslLAtt-. Der Verband der deutschen Land tagdabgeorbneten ftr Prag erließ nad- der Vertagung das Landtages eine Kundgebung an die Deutsck.eir Böhmens, in ber es heißt, i> ij alle Deutschen danach streben, daß. di. verworrenen nationalen Verhältnisse rm Lande und auch im Reiche eine baucnibe Ordnung erführen und daß, im Hinblick aus bft? hohe Ziel Opfer gebracht werden müßten. Die Kundgebung schließt rnst den Worten: ,^Fn unserem Rechte liegt unsere Kraft." Aus London verlautet: Es besteht Grund zu der Annahme, das. int Unterhaus nach Erledigung der Adresse auf die Thronrede mit Rücksickn auf die Geldbedürfnisse der Regierung das Budget sofort wieder eingebracht wird. Nach einer Meldung aus H e l s i n g f o r s erhielten bis Dienst lag nachmittag bei den Wahlen die Sozialdemokraten 871887 Stimmen, die Akt sinnen 153 692 Stimmen, die Jungfinnen 95920, die schwedische Vollspartei 92 809, die Agrarier 50 584 und die äwistlich-soziale Arbeiterpartei 12 810. Die Altfinnen verloren vier Attmdate, die christlich-soziale Arbeiterpartei eines, die schwe- dißche Vell'svartei gewann ein, die Sozialdemokraten zwei und die Agrarier drei Marldatc. Aus Stockholm wird gemeldet: Der Krankenbericht vom Dienstag obend lautet: Der König hatte einen ziemlich ruhigen Tag unb etwas Schlaf. Schmerzstillende Mittel sind nicht not- ivenb'ig. Der Puls ist 56, die Temperatur 38,2. Tas Allgemein- bcfiiibeit ist befriedigend. Die Königin reifte von Karlsruhe nach Stockholm ab. Aus A t he n wird gemeldet: Ein allgemeiner Straferlaß, der die Offiziere der Marine umfaßt, die an der Belregung vom 29. November vorigen Jahres teilgenommen haben, ist unterzeichnet -oder wird anttlich besannt gemacht. Die begnadigten Offiziere, die auf drei Jahre Urlaub nach dem Ausland nahmen, find entlassen nrorben und ab gereist. 21 us Stadt und (a«S Gießen, 9. Februar 1910. Fastnacht. Nur wie ein sanftes Plätschern verebbt hier bei uns die Flut der karnevalistischen Fessellosigkeit, die im Rheinland drei Tage lang, ja von Neujahr ab, in hochgehenden Wogen dahinrauscht. Hier sind dem tollen Prinzen nur ein paar kurze Stunden vergönnt, und auch da kommt es nicht zu einer wirklichen, schrankenlosen Faschingslust voll fröhlichen Humors. Zwar herrschte in den Nachmittagsstunden ein reges Leben und Treibest aus dem Seltersweg, aber es waren in dem manchmal beängstigenden Gewühl verhältnismäßig nur wenig Masken zu sehen. Am bemerkenswertesten war vielleicht noch ein gestiefelter Kater, ein Kinderwagen nach dem System Zeppelins, Cook und einige allgemeine Masken. Mit eintretender Dunkelheit zog sich das farbenfrohe Leben in die Wirtschaften, wo es mitunter recht hoch ber ging; in manchen war kaum noch ein Plätzchen zu finden, und wenn etwas besonderes „tos" in ar, bann waren es einige Studenten, die sich zu frohem Wirken zusammengetan hatten. Luftschlangen fliegen, Konfetti rieselt .... junge Schönen kichern .... fröhliche Worte schwirren und darüber hin Hingen die Töne eines Walzers durch das unw bestimmbare Rauschen der Stimmen. Konfetti, bunte Blättchen, die wie frohe, lichte Gedanken sind, rieselt und rieselt . . . Heinerle, Heinerle, hab kein Geld säuselts dazwischen, die ganze Nacht durch. Langsam drehen sich die Paare, die Lcnnpen glühen in strahlender Helle, auf den Tischen häufen sich die buntverkapjelten Flaschen, Sekt spritzt duftend zur Decke und schäumt in die Gläser, die lieblich tönen wie reiner Kristall. . . Leise, ganz leise Klingts durch bau Raum, Liebliche Weise, Walz erträum . . . Konfetti rieselt darüber hin, aus lachenden Mdchenköpfen glühen schalkhaft frohe Augen . . . und ein Hauch ist in der Lust von seliger, sonniger Freude. Karneval. Heute liegen die bunten Papierschnitzelchen achtlos auf dem Boden, in den Bäumen wehen noch einige farbige Fetzen . . . von gestern. Es. ist schon wieder vorbei und achtlose Fuße schreiten über die bunten Flitterchen, die Speiche, warme Hände fröhlich gestrudelt haben. Einsam zieht ein Pierrot seines Weges, die Larve hängt ihm um den Hals, er ist müde, aber leise wispert er das Lied vom Walzertraum vor sich hin leise, ganz leise klingts durch den Raum . . . An der Straßenecke steht ein großer schwarzer Kater und biufelt Aschermittwoch. -h. * * * Tageskalender für Mittwoch, 9. Febr. Stadt- theater: „Renaijsance".* Anfang 7 Uhr. L. U. Landes Universität An der Ludwigs- Universität zu Gießen wurde die venia, legendi für das Fach des Alten TefiamentS dem Oberlehrer am Gymnasium zu Gießen Lio. theol. Dr. phil. August Freiherr von Gall erteilt. — Für das Fach der Chirurgie erhielt die venia legendi derr Assistenzarzt an der chirurgischen Klinik Dr. Anton Thies, desien Habilitationsschrlft den Titel trägt: „Studie über die Infusion physiologischer Salzlösungen". • • Der Historische Verein für das Großherzog- tum Hessen veranstaltet seine 5. Monatsversammlung am Mittwoch, 16. Febr., zu Darmstadt. Die Tagesordnung enthält eine Ansprache de§ Vereinspräsideuten: „Aus den» Leben des Historischen Vereins in den letzten 25 Jahren" und einen Vortrag von Prof. Dr. K. Bader, Bibliothekar bei der Hofbibliothek: „Zeichen und Wunder; Beitrage zur Geistesgeschichte, vornehmlich des 17. Jahrhunderts". Nach dem Vortrag findet zum Gedächtnis der vor 75 Jahren, 18. Februar 1835, erfolgten Gründung des Vereins ein Essen statt. — PsarrPersonalien. Der Großherzog hat den' Pfarrer Emil Grünewald zu Badenheim die evang. Psarrstelle zu Sprendlingen lDek. Wöllstein) übertragen und den von dein Grafen zu Erbach-Fürstenau auf die zweite evang. Pfarrstelle zu Beerfelden (Dek. Erbach), präsentierten Pfarrverwalter Karl Wahl daselbst bestätigt • • Gerichtspersostalien. Ernannt wurden der Aktuariatsasfistent bei dem Amtsgericht Alzey Lndw. Büttel • um Aktuariatsassistenten bei dem Amtsgericht Seligenstadt and der Aktnariatsassistent bei dem Amtsgericht Seligenstadt Job. Heckmann zum Aktuariatsassistenten bei dem Amtsgericht Ober-Ingelheim. •• lieber „Das Christentum bei den Naturvölkern" wird, wie man uns schreibt, am Donnerstag, 17. Februar, Missionar Gsell, der längere Jahre auf der Goldküste tätig war, in dem großen Hörsaal der Universität einen Vortrag halten. Diele Frage ist für Deutschland, dessen Kolonien sämtlich von Natnrvölkern bewohnt »verden, von der allergrößten Bedeut»ing für die Zukunft. Einerseits können wir als Christen nur dann mit gutem Gewissen die Hand aus jene Gebiete und ihre Bevölkerung legen, wenn mir uns bewußt sind, daß wir ihnen die Anfwärtsentwicklung zu einer höhere»» Stufe der Gesittling bringen und wenn wir Darin in vollem Maße unsere Pflicht und Schuldigkeit tun. Andererseits dürfen auch keine übereilten Schritte gela werden; alle?, was wir jenen Völkern bringen, muß ou wirklich ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen angemessen fei’: Von Herrn Missionar Gsell, einem genauen Kenner, bürfet wir aus den Erfahrungen, die er auf der Goldküste gemadt hat, eine zuverlässige Antwort auf diese Fragen erwarte:. Er »uirb seinen Vortrag auch durch ausgezeichnete Lichtbilder, die er selbst an Ort und Stelle ausgenommen hci unterstützen. ** 93om Stadttheater wird uns geschrieben: A zahlreiche Anfragen sei mitgeteilt, daß am nächsten Sonntcg nachmittags zum 10. Male „Der fidele Bauer", abents „No rneo und Julia" gegeben werden. Für Dienstcn, 15. Februar, ist die Premiere von Sudermanns „©tränt- Einber" angesetzt. •* Unfall. Beim Jastnachtstrubel fam; gestern nachmittag am Kreuzplatz ein fünfjähriger Junge unter einen Wagen der Straßenbahn. Zum Glück erlitt er nur leichte Verletzungen und konnte seiner Mutter zugeführt werden, nachdem ih»n von Mannschaften der Sanitätskolonne ein Vec band angelegt worden war. ** Der Gießener Lesehalle-Verein entfaltet sein Wirksamkeit unter recht schwierigen äußeren Verhältnissen, roc? halb er jederzeit dringend der Hilse bedarf, um seinen Büchn bestand ergänzen zu können. Wer zur Unterstützung seiner Br strebungen beiträgt, der fördert eine gute Sache, Hilst der gt sellschafttichen Zerklüftung steuern und den breiten Volksschichic: edle Genüsse vermitteln. Nun veranstaltet der Akademische Tiner bund am 17. Februar einen Rczitationsabend von Frau 2 Bering (Socarng dessen Reinertrag der Lesehalle ;.ugut kommen soll. Zur Vorlesung werden Werke von Heinrich von Stein, dein bekannten Freund und Schüler Richard Woz ners, gelangen. Hofsentlich wird die Veranstattnng wegen ihri- gemeinnützigen Zwecks recht zahlreich besucht. = Leihgestern, 8. Febr. Ein Fund ans ber fr an kischen Zeit wurde bei den Feldbereinigungsarbesteii gemacht, ein fast drei Meter langer Sarg von Eichen brettern, der gut erhaltene Skeletteile, Waffen un? andere Beigaben enthält. Der Fund ist in bas Meßen? Museum gekommen. „h" Garbenteich, 8. Febr. Durch bie Aufmerksamkeit des Haltepunktwärters G a st hier wurde gestern abem ein größeres Eisenbahnunglück verhütet, .stürz voc Eintreffen des hier 10.36 Uhr fälligen Personenzuge: Gelnhansen-Gießen bemerkte Gast ungefähr 130 Meter nom Stakionshause entfernt auf dem Geleise ein verdächtige: Geräusch. Er eilte auf dasselbe LU und sand hier den bi trunkenen Knecht von Dorfgill, der »nit seinem mit zwei Pferden bespannten Wagen mitten auf dem Gleise in der Richtung nach Gießen hielt. Gast holte sofort Hilse herbei. Die Pferde svurden ausgefpannt, die Milchkanne: vom Wagen geworfen und dieser um gestürzt, da zum 9tUd< wärtsschieben deS Magens nicht mehr Zeit genug war. weil mittlerweile der Personenzug herankam. = Ober-Erlenbach, 8. Febr. Ein Gedenkstein für die Feldzugsteilnehmer von 1870/71 ivurde am Sonntag hier eingewecht. An der Spitze des Festzugs marschierten die Veteranen, es folgten sämtliche hiesigen Vereine und Deputationen der Kriegervereine des BezirSs Vilbel. Am Friedhof fand die Feier statt, bie Präsident Brennemann eröffnete. Tie Festrede hielt Pfarrer Kling, und Bezirks Vorsteher Will- Rendel brachte bei Hoch auf Kviser und Großherzog ans, die Gesangvereme trugen Festchöre vor. Bei Gastwirt Rupp fand eine I feier statt. Die Kameraden Will, Dirlam und Mohr hielten dabei Ansprachen. Der Gedenkstein trägt bie Namen von 24 Kriegsteilnehmern. fc. Nied er-Florstadt, 7. Febr. Bei großer '3c tciligung wurde gestern bie Leiche bes ältesten Bürger bes Ortes, des Metzgermeisters Phil, stark Musch, v Grabe getragen. Der Verstorbene hatte ein Alter von 88 Jahren erreicht und genoß weit und breit großes Aii sehen. Er war 27 Jahre lang Beigeordneter und Mitglied des Kirchenvorstandes, Ehrenämter, bie er infolge bes Alter vor mehreren Jahren nieberlegte. ^Marburg, 8. Febr. Tic Meininger Ho fkapel.-c ist auch in diesem Winter wieder vom M a r I) u r g c r K onzc rt Verein für drei aufeiuanderfolgende Konzerte gciüimnenjui>rD.r die kommenden Samstag und Sonntag stattfinden. Am ramcir abend ist das 1. Symphonie-Konzert; das Prograinm enthält: Ssg nci-, Faust-Ouvertüre, Vollmann, St reicher-Seren ade: Bergi Variationen und Fuge, Brahms 2. Symphonie. Sonittag tnnnutn findet in der Universitäts-Aula die KaMmernmsil-Matmee die wieder schmer ausführbare Werke bringen wird. Tas F.'reil n Quintett von Schubert (Klavier: Professor Berger) imb i't Septett von Beethoven. Tas letzte (populäre) Symphonie-Kim.^r- ist dieiesmal auf nachmittag angesetzt, um den Via en au^märnpu Kon-ertbesuckern die Heimkehr bequem zu ermöglichen. Für lü Konzert ist ein besonders prächtiges Programm gewählt, uümlrP B.ctl'oven, 7. Symphonie, Tschailowsly, Romeo und Julia, Eng Peer Gynt-Suite I., Weber, Freischü^O»werUtte. s. M a r b u r g , 8. Febr. Der heutige F a stnacktsdie n 1 t a g brachte unserer Stadt einen regen Verkehr. In den Mvrg«> stunden tauchten hier und da einzelne Aiaskicrtc auf, m lt Mittagsstunden bis gegen Abend jedoch bewegten sich riefe Hundar in allerhand Kostüme gehüllte Männlein und WciblefN in i« mit dichten Menschenmassen belebten Straßen. In ber Haupual' waren es nattirlich Studenten, die sich an. dem lustigen Faichmss ftiort beteiligten. Der Haupttrubel herrschte in den engen ^traf.r der Altstadt und auf dem Marktplatz. Hier stockte mehrere -tiinc:r lang saft jeglicher Verkehr. Aus der ganvn Umgegend, brimist-’ ans den ländlichen Ortschaften, waren zahlreick>e Neugierige pr beigeeilt, um ,'ich an den humoristischen Aufzugen und dem luition Strascnleben zu ergötzen. In den besonders von den ^tudenin besuchteii Lokalen dauerte der stuchk-ftöhlichc Betrieb bis SJa in die RmÄ hinein. w. Frankfurt a. M., 8. Febr. In ber heulich" St abtverorbneten-Sitzung führte ber Antrag auf r will,gung von 45 000 Mk. zum Ankauf einer Sammluü Höchster Porzellan zu langen Erörterungen; die schlußsafiung würbe schließlich vertagt. Zur Stiftung eivZ Ehrenpreises für ben Rennklub wurden wiederum 5000 Ja bewilligt, obwohl Herabsetzung, dezw. Streichung be§ Betrao^ beantragt worben war. X. Groß-Aübeim, 8. Febr. Ein großes Ba >- ungluck ereignete sich heute nachmittag bei bem 9icu >> der evang. Kirche. Als an einem Eckgiebel der ^>ch u»- stein eingefügt »verden foQte, stürzte die Giebelwano a1 sanirnen und begrub vier Maure r unter ihren Trummen. Einer von ihnen, der Maurer Konrad Schneider aus Langes felbolb, war sofort tot, zivei andere, Edmund Schilling a Altenrnittlau und Fritz Rack aus Langenselbold, ein 1 leichtere Verletzungen, »vährend ber Matzrer Fritz Ungcnu 1 ans Lcmgenselbolb lebensgefährliche Verletzungen davon • Jedenfalls hat die feuchte Witterung der letzten L.age Unglück verschuldet. Die Kirche wird vornehmlich - Mitteln des Gustav-Abols-VereinS errichtet. Auch Rnorr-öos gilt als Gutschein/ enthalt! Gutschein. 8 ^^Jede • Äsnötlsrchs flleifer ist ein Geschenk von lOQUD Mark dafür gestiftet sorden. V. Wiesbaden, 8. Febr. Direktor Werner von her ZentralverkaufSgenüsfenschaft deutscher Winzervereine in Eltville wurde plötzlich hier verhaftet und nach Frank- jurt a. M. gebracht. Dlan bringt die Verhaftung mit der - lickschen Defraudation in Verbindung. Suppen. ^Fix und fertig — 3 Teiler 10 Pfg. Süden (icc ein Tiefdruckgebiet vordringt, sind weitere Schneefalle zu erwarten. Wetteranssickten in Hessen am Donnerstag d. 10. Februar 1910: Schnee'äUe, leichter Frost, starker Nordivcst. S d)'n eeberichtc: Taunus: Feldbcrg — 5 Gr., 9L-2Ö. schwach, heiter, 2 cm Neuschnee. Vogelsberg: Hochwald- Hausen — 2 Gr., geringer Neuschnee, Schibahn gut. Schneedecke in den Mittelgebirgen nie Schilauf ausreichend. Amtlicher Wetter bericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit Dienstag früh: Das westliche Hochdruckgebiet hat seinen Wirkungsbereich über Deutschland ausgedehnt und überall Nordwinde und Abkühlung gebracht, lieber Nacht ist strichweise geringer Schnee gefallen. Da mm auch von OrigrnaL.Drahtniel-unsen. Freiburg i. d. Schwei;, 9. Febr. Tas Sch wur^erich t zu Rvmvnt verurteilte nach fünftägiger Verhandlung den Schlächter Jul. Maillard zum Toda T-er Verurteilte hatte feine erfte Fran im Jahre 1903 und seine zweite Frau 1909 durch Arsenik vergiftet. . Nime Ä, 9. JÄ-r. Der Svzialtstienkvngretz nahm, nachdem Fcuftes sehr entschieden für das Arbritervvnsionsgesetz ein-- getreten war, mit 193 gegen 157 Stimmen einen dem Gesetzentwurf günstigen Beschluß antrag an. Die sozialistischen Deputierten sollen für das Gesetz stimmen, wenn die Venswnen erhöht und die Altersgrenze für iirren Bezug lterabgesetzt wird. Paris, 9. Febr. Ein höherer Beamter des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten hat erklärt, daß die Gefahr einer noch- nialigen starken Ueberschwemmung nicht mehr vvrliege. Der Marimalstand der Seine werde 6 Meter wohl nicht mehr über steigen, also 2,60 Meter unter dem diesjährigen höchsten Wasser ftanb bleiben. ..... . , Petersburg, 8. Febr. Die Vorstände des rmnsäien Älubi-, des russischen Vereins für Igiwrische Aufklärung, das allslawischm Wohltätigleitsvereins, des russischen Grenzmarch.nvereins, des Ver bundes des russischen Volkes und des Erzengel Michael Verbandes veröffentlichten eine Kundgebung gegen den Aufruf der deutschen Professoren für Finnland und weisen aus die Grundgesetze Rußlands hin. Sie erklären, Rußland kenne keinen Staat Finnland. . Dcrmijcbtcf, * Hochwasser. Bon allen Seiten treffen Meldungen übet das von der hiesigen Wetterdienststelle schon vor mehreren Tagen vor- ausgesagte Steigen des .Hochwassers ein. Die Nebenflüsse des Rhein sind gestern unt zwei Meter gestiegen. Das Anwachsen der Mosel dauert fort. Die Ruhr führt starkes Hochwasser. Das Waner der Fulda ist um einen Meter gestiegen. In Belgien ist die Hochwassergefahr außerordeull k > gewachsen. Im Hafen von Antwerpen werden besondere Vorsichtsmaßregeln getroffen. N a - in u r und Chaleroi leiden schwer unter Ueberschwemmungen, die schon zum fünften Male in diesem Winter den Verkehr unterbinden und die Industrie lahmlegen. In dem englischen Zechendorfe West-W hl am ereignete sich infolge starker Regensalle ein Erdrutsch. Drei Häuser stürzten ein, acht Personen wurden unter den Trümmern begraben. Die Nachricht von dem Steigen des Wassers an den stromaufwärts gelegenen Platzen läßt annehmen, daß die Seine, die währenb der 1. 3pTtt- meter gestiegen war, im Laufe der nächsten 24 Stunden wieder 40 Zentimeter steigt. Kleine TaAescktronir. Hans Bronsart von Schellendorf, der trübere langjährige Generalintendant der Hoftheater in Weimar, vollende, in München am 11. d. Mts. das 80. Lebenchahr. Von 1867 bis 1887 war der Jubilar als Intendant in Hannover, dann bis 189o in Weimar. Als Komponist hat er sich einen geachteten Namen qem^er schwedische Gelehrte Dr. Ekenberg, der des versuchten Mordes durch Abfendimg von Bomben beschuldigt wurde, ist an einem Scklagan'all gestorben. m » Nachrichten ans E o st a r l c a besagen, daß der Vulkan Boas sich in heftiger Bewegung befinde. Die Lavamahen überfluten fruchtbare Täler. Die Meldungen sprechen von vielen Zoten. Tic Stadt Eapadiela soll voii Asche bedeckt sein. Märtte. (c Frankfurt L. M. Schweinsmarktbericht vom 9. Febr. Abgetrieben waren 1215 Schiveine. Pollfleischige Schweine bis at 2 Zenrner Lebendgeivicht 00-00 Mk., Schlachtgewicht 00-00 Mk. Bollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 00-00 Mk., Schlachtgewicht 00 - 00 Mk. Vollfleischige Schweine über 2* l/2 Zentner Lebendgewicht 57.00—58.50 -Mk., Schlachtgewicht 78-79 Alk. Fell-, schweine über 3 Ztr. Lebendgewicht 57-58 50 Mk., Schlachtgewicht 73-75 Mt Fleischige Schiveine Lebendgewicht 56.09—57.50 Mk., Schlachtgewicht 73-75 Alk. Sanen Lebendgewicht 55-50 Mk, Schlachtgewicht 65-00 Mk. Tendenz mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend. Die wetterau-Rhein-Sahn. Ueber die Rheinbrücken-Projctte Bingen-Rüdesheim und Lorch, sotvie über die Linie von der Weiterem, zum Rhein brachten kürzlich verschiedene Blätter die Nachricht, daß 'reibe Projekte ein für allemal erledigt wären. Besonders tzus Bahnprojekt und die Lorcber Brücke rufe bei der Eisen - dahnverwaliung bestenfalls ein Lächeln hervor. Von unterrichteter Seite wird nun folgendes mitgeieilt: Während oer preußische Eisenbahnminister sich zu der Fortsetzung her bereits genehmigten Linie Bad Nauheim—Usingen über Fd stein—Langensch walbuch durch das Wispertal nach Lorch ablehnend verhalten Hal, ist man in maßgebenden militä- xischen Kreisen von der Wichtigkeit der Bahnlinie Bad Nauheim—Lorch überzeugt und drängt in diesen Kreisen zur Ausführung der in strategischer Hinsicht wichtigen Bahnlinie. Molike hatte vor mehr als dreißig Jahren auf eine Verbindung von Gießen durch das Kleebachtal nach dem VH eine, mit dem Endvunkt bei Caub oder St. Goarshausen, limgewiesen, zur Entlastung der Strecken Gießen—Coblenz, Keßen—Frantsurt und Frankfurt—Mainz, und aus eine Errichtung einer Rheinbrückc im Anschluß an den Ausgangs- punkt der Bahn, sowie aus Fortsetzung der Linie Gießen— Gelnhausen durch den Spessart über Bieber nach dem Main. 2tc Projekte wurden zurückgestellt, da zunächst die Käiser- frücke bei Mainz mit den durch diese Anlage bedingten Veränderungen des Eisenbahnnetzes in dieser Gegend zur Ausführung gelangen sollte. Seit sechs Jahren sind diese Anlagen ausgesührt und nun soll die Wetterau dem Rh'eine iiahegebracht werden. Infolge der schlechten Finanzlage in Preußen kann an die Ausführung des Bahnprojektes md an der Löscher Rheinbrücke, die seit vier Jahren geplant ist, in diesem Jahre nicht gedacht werden, dier für das kommende Jahr rechnet man darauf. Nicht allein vom militärischen Standpunkte aus ist die durch durch- lünittenes Gelände führende, deshalb leicht zu verteidi- qmde Linie Wetterau—Rhein von hoher Bedeutung, die nn Anschluß an die geplante Lorchcr Rheinbrückc nicht meit von ber Hunsrückbahn bei Rheinbollen endet, eine Verbindung hier leicht her zu stellen, wodurch eine direkte Verbindung nach der Saar und Metz geschaffen werden idnn, die kürzeste von Gießen nach der stärksten Feste an ier Westgrcnze des Reichs, sondern auch in volkswirtschait- bcher Beziehung. Die Gegend, durch die die Linie geführt metben soll, birgt große Schätze. Sie nimmt ihren Ausgangspunkt von Bab Nauheim itnb führt burch eines ber talbreichsten Gebiete Deutschlands, in dessen Tälern unb llalebenen blühenber Ackerbau, bebeutenbe Viehzucht getrieben, viel Obst gezogen, unb endet am Rhein, verbindet r(io bie Wetterau mir ben Berghängen bes Rhein. Eine Dahn, die bie Verbindung herstellt zwischen berlei Gegen- Fen, luirb einen erheblichen Personenverkehr bringen, be- ijenders aber einen bebeutcnben Güterverkehr anfweisen. handel. )( Bleiche nbach, 8. Febr. Die heutige Stammst o lzv er ft e i g e r u n g im Gemeindewalb bot eine reiche Auswahl in verschiedenen Bauhölzern. Die Preise waren nicht so hoch wie im vorigen Jahre. Der Festmeter Eichen kostete durchschnittlich 18 W; Fichken-Schntttholz ebenfalls 18 Mk. Starke Kiefernstämmc erreichten lföhere Preise. Im aanzen wurden 16-1700 Mk. erlöst. Mehrere in ber Nähe befindliche Sägewerke machten vorteilhafte Einkäufe. Auch bas Brennholz steht dieses Jahr ist Preise gegen voriges Jahr zurück. W würzt famos Suppen,Saucen,Gemüse. etc^ UmschlaQ^etoisj-^' 1 fiir Kranke. Warme crschützfe Lage am 1 RS ® Wmierkur tur Südabh. d. Taunus. Behagl. eingenchL kl. waffi nrw- Anst. Spezialheilaiiwtalt. Ccntr.Heiz. bMR dßiMl «ßMIW n. 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Das kommt vom Htzvuotifiereu, humoristisch. Toubild: Ratteusäugerlied. Bo» Maffauab bis Cbiuda, hochintereffante Naturaufnahme „Cluer durch Afrika^ Simone sehr schönes Drama, koloriert. Eine komische Flucht, humoristisch. Grostvaters Dudelsack, vhantast. Traumbild. Tonbild: Die neue Garde. Die letzte Nachtwache der Mutter, Sensations-Drama., Eintrittskarten zu S-T Sperrsitz M2.50) Studentenkarten M. 1.-, Schülerkarten M. 050 —: r i--IN der Musikalienhandlung von Emst Challier (Rudolph’s Nachfolger), sowie abends an der Kasse, für Studinrende auch bei Herrn Hausverwalter Ritter zu haben, . .. - , . alt, jetzt fleissig legend, 5€lrer3weo83 Telefon 729 Aorbc nach Wunsch, alles m.Hahn, Lieferung frei ins Haus 6 Stück 13 Mk., 12 Stück 24 Mk., Donnerstag den 17. Februar, abends 8'/> Ubr, in dem grostcu Hörfaal der Universität Vortrag mit Lichtbildern von Herrn Missionar Gsell über „N Chrißeiitm unter Sen Nntsroölkern". Eintritt unentgeltlich, doch werden beim Ausgang Gaben zur Deckung der Losten und zum Besten der Misiion erbeten. X. Im Winter. Chor a capella .... 2. I/ieder am Klavier: a) Schmerzen) „ — , _ __ bi Der Engel Zum Todestage R. Wnera c) Träume 1 u 13. Februar 1883) 3. Ständchen. Chor mit Sopran-Solo und Klavierbegleitung . 4. Violin-Solo: Ciaconna in D-Moll .... 5. Die beiden Särge. Chor a capella ..... 6. Ideder am Klavier: a) Breit über mein Haupt dein schwarzes Haar bl Morgen ..... c) Heimliche Aufforderung 7. Chöre a capella: a> Ach, wie ist's möglich dann b) Die Sonne scheint, nicht mehr . c) Wiegenlied (mit Sopran-Solo) . 8. Solostücke für Violine: a) Canzonetta . . Kolosseum Giessen Walltorstr. 36—38 Dir.: Albert Ravvmann - - Telephon Heute (Aschermittwoch) nnbet in den vorderen RestaurationSräumen bei freie« Gntrin Konzert h Mm Dmm-Lchtjterg „Prafiane statt. Im Theatersaal ’ ab 10. Februar 1910, abends 8 Uhr Grosse Spezialitäten - Vorstellung sowie Gastspiel von Duprö’s weltberühmter auil$teff>™?tenbei RMbtier-krllmc Digerkamvs, ausgeführt von Mstr. Cäsario. kiW!«!« empfiehlt irr prima Ware Dampfziegelei 867 Aibert Bepler, Wetzlar. RestanrstionSpnck (Brauereiansichauk) 38 Nord-Anlage 38. MMchl.LWclLLtmel zu Giestcn, Sonncnstrastc 12 erteilen Rat in Rechtssachen, empfehlen fich in Anfertigung von Gesuchen. Steuei.deklarationen, Beitreibung von Forderungen, Vertretung in Erbschaftösachen vor Gericht, Aufstellung von Vermög Verzeichn, rc. r^'i TcLcpb. 634 allerfeinstc lebendfrtschc 17t sind in Eispackung eingetroffen bei Georg Wallenfels Marktplatz 21. Telephon 46. | Gegenüber der Engel avotheke. Nchm-HWil-Mcr Marke „SamtfiS“ Molkerei-Butter-Ersah Preis 1 Pfund 88 Pfg., 3 Pfund 18St.35M. 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Der Täter trug Pelerine von dunkler Farbe und eine karierte Sportmütze, auch hatte derselbe einen falschen, dunklen Bollbart angelegt. Die Herkunft und der Verbleib der Pistole und der Bekleidungsstücke ist für die Ermittelung des Täters, aus die eine Belohnung von 500 Mk. ausgesetzt ist, von grotzer Wichtigkeit. Sachdienliche Dkitteilungen sind an die König!. Staalsanwaltschast in Neuwied zu richten. (D9/«, Neuwied, den 7. Februar 1910. Der Erste Staatsanwalt. Versteigerung. Freitag den 11. Febr. lfd. Fs., nachm. 3 Ubr, sollen im städt. Psandlokale Seltersweg 11 dahier verschiedene Mobiliargegenstände wie Schränke, Sofas, Kommoden, 2 Schreibtische, eine Schreibmaschine, eichene, buchene u. kieferne Bohlen, sowie 6 Stamme eichen Stammholz (geschnitten), 1 Staffen- schrank v. 1 - Pferd versteigert werden. [865 Gem mecker. Psandmeiüer. »/I anerkannt das B este jg Für äö.Dansd” Düren erhalten Sie •J Dose ff. Kakes gratis •