w. 160. Jahrgang Anzeiger für Gberhessen Anzeiger Gießen. Erster vlatt 9 Nr. 262 Der eictftttcr 3i3dga erscheinl täglich, nutzer Sonntags. — Beilagen: viermal wöwenllich SießenerZamtltendlLtter; gweunal n>Öct)entLKt€lSf blatt für Öen Kreis (Heften ^Dienstag und Freilag); zweimal monntL Land» wirtschaftliche öeltfragen Fernsprech - Anschlüsse: für bie Redaktion 112, Verlag u. Expedition 61 Adresse für Depeschen: - - - ~ • W „Gerichtssaal": K. Neu- ’rÄSS Rotatlonrdruck mtb Verlag der vrühl'sch«n Unio..Ruch. und Steindrvckerei R. Lange. Redakttoa. Lrpcdiliou und Druckerei- Schulstratze 7. rath; für „Stadt und bis vormittags s Uhr. Expedition für Büdingen: Bahnhofstraße 16a. — Telephon Nr. 50. Anzeigenteü: 'tz." Beck! Dienstag, 8. Novemba Vrtfl yezugSpreiS: monatlich 76 Pf., viertel- eZk A jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen jä ▼ monatlich 65 Pf.; durch diePost M.2.—viertel- jährtz auSfchl. Bestellg. DI Zeilenpreis: lokal 15Pf^ auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für „Feuille- torT, „Vermischtes^ und Ualikrleg. Schon seit dem 1. November wußte Wart, daß die Verhandlungen zwischen der deutschen und amerikanischen Negierung über die vielbesprochenen Kaliverträge der außerhalb des Kalisyndikats stehenden Außenseiter in ein kritisches Stadium getreten waren. Diese Angelegenheit hängt mit dem Neichskaligesetz vom vorigen Jahre zusammen, das die Kaliausbeute in Deutschlcnü> sozusagen limitierte und vertrustete, ohne Nücksicht darauf zu nehmen, daß außerhalb des Kalisyndikats stehende Firmen mit amerikanischen Gruppen langfristige Verträge abgeschlossen hatten, die die durch das Gesetz gegebenen Preisnormierungen natürlich nicht in Anrechnung brachten. Was soll man mit diesen Verträgen tun, die, privatrechtlicher Natur, wie sie sind, jetzt hintanstehen müssen hinter einem Gesetz öffentlichen Charakters? Wie Reichsrecht Landesrecht bricht, so bricht auch öffentliches Recht private Abmachunaen. Das mußten sich die Herren Amerikaner sagen und demgemäß nicht auf Erfüllung der Der- tragsvervinblich ketten dringen, wie sie es getan haben. Ja, noch mehr, sie dursten nicht in der neuen Kaligesetzgebung Deutschlands das Kriterium einer Minderbegüusti- gung des amerikanischen Handels mit Deutschland sehen und demgemäß mit der Anwendung des Antitrustgesetzes und der Wilson-Akte gegenüber Deutschland drohen. Wohl gibt das neue amerikanische Tarifgeseü dem Präsidenten der Union, Mr. Taft, der es wohl nicht mehr lange fein wird, das Recht, Kampfzölle sofort in Kraft treten ßu lassen gegen dasjenige Land, „welches in ungerechter Werse gegen den amerikanischen Handel vorgeht", also die Meistbegünstigung, die die Union in Deutschland genießt, durchbricht. Aber dieser Standpunkt der amerikanischen Regierung ist deshalb nicht haltbar, weil das Reichskaligesetz auf den Handel mit allen Ländern generell Angeschnitten ist, und die amerikanischen Kalitrusts sich ausdrücklich vor Erlaß deS deutschen Gesetzes bereit erklärt haben, alle Lasten des Gesetzes zu übernehmen, auch für die bisherigen Außenseiter. Und was weiter die Wilson-Akte anbetrifft, die dann angewandt werden soll, wenn die amerikanischen Konsumenten durch Trusts geschädigt werden, so kann sich diese Akte nur gegen die amerikanischen Mischdüngertrusts wenden, die vor Verabschiedung des deutschen Kaligesetzes in großen Mengen Kali zu billigen Preisen übernommen haben und nun trotzdem drüben eine konsumentenfeindliche Politik treiben. DaS ist also lediglich Sache dieser Importfirmen. Und wenn sie trotzdem versuchen, die amerikanische Regierung unS gegenüber scharf zu machen und mit einem Vorschlag herausrücken, der dre Hälfte des bestrittenen Extrazolles dem deutsche Kalisyndikat aufhalsen will, so wird man sowohl den Widerstand verstehen, den die deutschen Kali- interejsenten diesem Vorschlag entgegensetzten, als auch die ablehnende Haltung der vreußiscben Regierung. Zwar hat nun daS deutsche Kalisynoilat sich bereit erklärt, neue Vorschläge deS axrerikanischen Ausschusses entgegennehmen zu wollen, aber nur unter der ausdrücklichen Bedingung, daß diese Vorschläge nichts enthalten, was in irgend einer Weise eine Herabsetzung des ExtrazolleS bedeuten würde. Die Amerikaner haben von weiteren Vorschlägen abgesehen und die Verhandlungen mit Deutschland abgebrochen, so daß damit der Kalikrieg in bester Form auf der ganzen Front erklärt ist. Man spricht mm in den der amerikanischen Botschaft in Berlin nahestehenden Kreisen davon, daß Der Ausbruch eines deutsch-amerikanischen Zollkrieges unvermeidlich sei, aber £ie(c Kriegserklärung wird wohl einigermaßen auf sich warten lassen, weil einmal der Präsident der Union, Tast, im Begriff steht, von Washington nach Panama ab- zureisen, um über die dortigen Befestigungsarbeiten einen bestimmten Entschluß zu fassen, und Dann auch heute in der Union die Wahlen zum Kongreß stattsinden, die [oy uw- sicher für die republikanische Partei sind, daß sie und ihre Regierung sich jetzt keine Extravaganzen gestatten können. Denn es sind Extravaganzen, wenn sich, wie oben dargelegt, die Washingtoner Negierung jetzt bemüßigt fühlen sollte, sich für die Interessen einer amerikanischen Privat- industrre ins Zeug zu legen. Was würde man im Weißen Hause sagen, wenn Deutschland gegenüber der Standard- Oil-Eompany unter Rockefeller, Dem Petroleumtrust, der uns mehr als statthaft brandschatzt, eine unfreundliche Haltung einnehmen und mit einem Abbruch der offiziellen deutsch-ameri2anischen Handelsbeziehungen drohen wollte? Das sind amerikanischerseits Schreckmittel, die heute und in einer Zeit, wo sich das amerikanische Volk zu einer Aenderung seiner Handelspolitik im Sinne einer Abschwächung deS Payne Aldrichtarifs, sowie der die Trusts überhaupt begünstigenden Politik entschlossen zu haben scheint, nicht mehr verfangen. Lassen wir es also daraus ankommen Amerika kann uns, da Deutschland die Kali- schätze allein auf der Welt besitzt, und die amerikanische Landwirtschaft, wenn sie intensiv arbeiten will, darauf angewiesen ist, in dieser Beziehung gleichgültig sein Die schwächliche Handelstaktik, die unsere Regierung bisher der Union gegenüber beliebt hat, muß an diesem Punkte ihr Ende erreichen, und die Kali-Privatindustrie Amerikas das an Extrazöllen vollständig auf sich nehmen, was das Reichskaligesetz von ihr verlangt. Cherbourg und voulogne. Der Nordd. Lloyd will künftig statt Cherbourg Voulogne als Anlaufshafen nehmen Wir erhalten dazu von unserem Pariser Mitarbeiter folgenden Bericht: O Paris, 7. Nov. Das Aufgeben Cherbourgs durch den Norddeutschen Lloyd, der seinen Anlaushafen in Frankreich nach Doutogne verlegt, ist in erster Linie auf die übertriebene Höhe der Lotsengebühren des französischen Kriegshafens zurückzuführen, die selbst von ftanzösischen Zeitungen verschiedentlich angegriffen wurde. Diese Lotsen, die nie mehr als zwei bis drei Seemeilen vom Deiche sich entfernen, bringen es zu jährlichen Gehältern bis 5 0 0 0 0 Franks, von denen nur ein ganz kleiner Bruchteil auf Gebühren abgeht. Ferner ist die deutsche Gesellschaft des Wartens auf den lange versprochenen Seebahnhof müde geworden, mit dem noch nicht einmal ein Anfang gemacht worden ist. Die Züge für die Paketboote lausen an einem Bahnsteig ein, der nicht einmal den geringsten Schutz gegen Regen und Sturm bietet. Dieser Steg ist 1500 Meter vom Bahnhöfe entfernt, und die einlaufenden Passagiere müssen diesen schwierigen Weg zurücklegen, um mit der Bahn weiterkommen zu können. Daö „Echo de Paris" veröffentlicht diese Angaben mit sehr ausfallenden Kommentaren gegen die ftanzösische Eisenbahngesellschaft, bie Cherbourg durch ihre Nachlässigkeit ungeheure Verluste zufüge. Es schließt mit der Warnung, daß diese Lehre nicht verloren gehen dürfe. Die Meldung, daß die Schiffe des Nordd. Lloyd nicht mehr in Cherbourg, sondern in Voulogne anlaufen werden, hat in den seemännischen Kreisen von Cherbourg lebhafte Erregung hervorgerufen. In einer im dortigen Stadthaus ab- gehaltenen Versammlung führte der Abgeordnete und Bürgermeister Mahieu von Cherbourg Beschwerde darüber, daß die Piloten ihre Tarife nicht herabsetzen wollten und daß sie daran Schuld trügen, wenn die fremden Schiffahrtsgesellschaften den Hafen von Cherbourg nicht mehr anlaufen wollten. Als Mahieu das Stadthaus verließ, veranstalteten die Piloten eine heftige Kundgebung gegen ihn. Eine Abordnung der Bürger von Cherbpurg ist nach Bremen abgereist, um mit den Direktoren der großen Schiffahrtsgesellschaften in Unterhandlungen zu treten. Ausland. Aus Prag wird gemeldet: Eine Vollversammlung der tschechischen Lanotagsabgeordneten sprach sich gegen die von den tschechiscy-rabttalen Teilnehmern gemachten Einwendungen gegen die Ausgleichsverhandlungen aus und beschloß deren Fortsetzung. Die „Neue Freie Presfe" meldet aus Innsbruck: In den letzten Tagen kamen an der italienif chen Grenze aberrnmS mehrere Verhaftungen wegen SpionageDeutsche» Uetch. Der Generalleutnant, General ä la Suite deS Kaisers, Gras zu Dohna-Schlobitten, und der Hosmarschall des Kronprinzen, Gras v. Bismarck-Bohlen, begaben sich nach Wilhelmshaven, um auf dem Kreuzer „Gneisenau" bie Reise nach Ceylon anzutreten. Die Herren werden sich dort dem kronprinzlichen Paar anschließen. Aus Hessen. Die Sekretär st eilen bei dem Oberlandesgericht und den Landgerichten mit mittleren Beamten zu besetzen, ist in der Presse letzthin mehr» fach vorgeschlagen worden. Dazu schreibt die „Darmst. Zig": Daß sich hierfür beachtenswerte Gründe vorbr ngen lasten, ist nicht zu verkennen. Wenn man aber versucht, die geltend gemachten Wünsche durch Ersparnisgründe au rechtfertigen, so geht dies fehl. Schon bei der Sekretärtelle jelbst hat, trotz deS höheren Höchstgehalts des Aka- )emikers, die Besetzung mit einem mittleren Beamten nicht chlechthin eine Ersparnis zur Folge. Denn wenn, wie dies jetzt in Gießen geschehen ist, ein jüngerer Sekretär nach mehreren Jahren in die Richterlaufbahn zurückkehrt, so verursacht die Besetzung Der Sekretärstelle mit einem Akademiker keinen höheren 'Aufwand. Finanziell durchschlagend ist aber der Umstand, daß neben den vier Sekretären fünfzehn Hilfsgerichtöschreiber in Betracht kommen. Deren Stellen werden zurzeit von Gerichtsassessoren gegen Vergütungen im Höchstbetroge von 2700 Mark versehen. Die Besetzung der Selretärstellen mit mittleren Beamten würde zur notwendigen Folge haben, wie dies auch in der Presse verlangt wird, daß auch die Gerichtsassessoren als Hilfs- gerichtsschreiber durch Aktuariats-Assistenten ersetzt werden. Diese beziehen aber einen Höchstgehalt von 3000 Mark, dazu 240 Mark Wohnungsgeldzuschuß und haben Anspruch aus a.onund Hinterbliebenenversorgung, so daß die erstrebte erung statt der angeblichen Ersparnis voraussichtlich eine Mehrbelastung der Staatskasse zur Folge hätte. — Kommen hiernach Ersparnisrücksichten nicht in Betracht, so wird die Beibehaltung der bisherigen Be- setzungsweise durch dienstliche Interessen gerechtfertigt. Für den künftigen Richter bildet es eine vortreffliche Schule, wenn er eine gewisse Zeit lang den Sitzungen und Beratungen der Obergerichte beiwohnt und so deren Rechtsprechung gründlich kennen lernt. Er ist außerdem durch seine Vorbildung in der Sage, den Präsidenten des Gerichts bei dessen zahlreichen Verwaltungsgeschäften wirksam zu unterstützen. Bei den. Mtuariats-Assistenten trifft jedenfalls der erste Gesichtspunkt nicht zu. Es kommt hinzu, daß der Aktuariats-Assistent, der längere Jahre als Hilssgerichtsschreiber bei einem Kvllegialgerichte tätig war, dem völlig anders gestalteten Gerichtsschreiberdienst bei den Amtsgerichten entfremdet und daourch in seiner Brauchbarkeit als demnächstiger Amtsgerichtsaltuar wesentlich be- einträchigtt wird. Der Abg. Köhler-Langsdorf schreibt uns: Es ist in diesen Tage in Wetter Rund bie Märe Verb rettet worden, ich sei gestorben und auch schon begraben. Ich bin nun in der angenehmen Lage, noch in eigener Person diesem Gerücht entgegentreten zu tonnen und bitte Sie darum, bie Nachricht tunb zu tun, baß ich nicht vor habe, noch vor b er nächsten Reichstagswahl das Feld zu räumen. verdachtes vor. Die letzte Verhaftung betraf einen Kaufmann aus Valda Astieo, der von der Carabinieri wegen angeblicher Ausspähung ttalienischer Fortisikationen festgenommen worden war. Es soll sich unter den kürzlich Verhafteten auch ein österreichischer Hauptmann, der während einer Fahrt auf der Val-Suganabahn verschiedene photographische Aufnahmen machte, befinden. Der König von England unterzeichnete eine Proklamation, wodurch als Termin für bie Krönung bes Königs der 22. Juni 1911 festgesetzt wird. Die Winzer von fünf Ortschaften der Champagne erklärten, daß sie solange die Steuern verweigerns werben, wie wirksame gesetzliche Maßregeln zum Schütze? ihrer Weine nicht erlassen würben. In Lorient kam es nach einer Versammlung zu Gunsten von EisenbahnangesteNten zwischen Arbeitern und der Polizei zu einem heftigen Zusammenstoß. Dis Arbeiter zogen unter Schimpfrufen auf oie Regierung in geschlossenen Reihen durch die Stadt, wurden jedoch schließe lieh von Schutzleuten vertrieben. „Daily Graphic" schreibt zu dem Besuch deÄ Zaren in Potsdam: Der Draht zwischen Petersburg und Berlin ist mehr intakt denn je. Die politische Bedeutung wird durch die Anwesenheit Sasonows besonders hervorgehobeu Rußland hat keinen Grund zu einem Strett mit Deut ch^ land und betrachtet die Tripleentente nicht als notwendig und deutsch-feindlich. Die guten Beziehungen zu Deutschs land sind für Rußland auch finanzpolitisch vortetthaft- Während Paris versucht, die Dreibundfteunde finanziell zu boykottieren, ist Petersburg für kleinere Anleihen wesentlich von dem Berliner Geldmarkt abhängig. Dies ist die Lektion für die Jingos. Die Tripleentente hat keinen Grund, dem russischen Beispiel nicht zu folgen mit Nutzen für sich selbst und für Europa. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Konstantinopel: Bei der in den Grundzügen abgeschlossenen türkischen Anleihe handelt es sich zunächst um 175 Millionen FrcS.^ auf bie sofort gegen Schatzscheine Zahlung geleistet werden wird, ftür wettere 100 Millionen hat bie Deutsche Bank bie Optron übernommen. Es ist also im Grunde dieselbe Anleihe, die in Paris abgelehnt wurde. Die „Kölnische Zeitung" meldet aus Saloniki vom 7. November: Das Befinden deS ehemaligen Gnfo tuns Abdul Hamrd ist abgesehen von zettwelligenj durch ein Blasenleiden hervorgerusenen Uebelketten befried digend. Der Sultan ist, wie verlautet, guter Laune und» bestimmt selbst den Speisezettel. Er bat sich von deut letzten Ansall ziemlich erholt und sein Leibarzt versichert^ er könne noch lange leben. ) Heer und Flotte. Freienwalde, 7. 9toö. Heute morgen stnrV der Generalmajor Franz Heinrich v. TreSkow im 76. Lebensjahre. Provinzial-Ausschuk der Provinz Oberhesse». L. Gießen, 5. Nov. Anwesend: Provinzialdirektor Dr. llfinger, als Vorsitzender, 5 Mitglieder und ein Ersatzmitglied. Anfang 9 Uhr, Ende 12 Uhr mittags. L Wirtschaftsgesuch des Paul Zulauf- Dii rektor des Bürgervereins zu Leusel. Dec Bürgerverein Leusel betrieb seither in einem gx» mieteten Lokal Wirtschaft, bie er infolge Differenzen mit bem Vermieter bemnächst verlegen mußte. Sowohl der seitherige Vermieter, als auch ber Bürgerverein suchten nun? um Konzession nach. Das Gesuch des Vermieters wurde mit Rücksicht auf den von ihm errichteten Saal genehmigt, ba£ des Bürgervereins, der durch seinen Direktor Zulauf vertreten wurde, aber abgeschlagen. Der Vertreter von Zulauf rekurrierte an den ProvinziÄ-Ausschuß und hob dabei hervor, daß der die Bedürfnis frage verneinende GemeinderatS- beschluß unter Mitwirkung von drei Wirten gefaßt worden sei, bie als interessiert anzusehen seien. Der Provinzial- Ausschuß trug biefen Bedenken Rechnung, indem er die Sache Hur Herbeiführung eines ordnungsmäßigen Gemeinderats- defchlusses an bie Vorinstanz zurückverwies. 2. Wirtschaftsgesuch des Wilhelm Fleischhauer zu Bad-Nauheim. Die Bedürfnissrage war in diesem Falle zwar bejaht worden, weil es sich um den Uebergang einer bestehenden Wirtschaft an einen anderen Inhaber l-andelte; trotzdem aber versaute der Kreis ausschuß des Kreises Friedberg bie nachgesuchte Konzession, wett Fleischhauer mit Rücksicht auf bestimmte Vorgänge in feiner Person nicht bie Gewähr dafür biete, baß er eine Wirtschaft einwandfrei führen werde. Der Provinzial-Ausschuß stellte sich auf den gleichen Standpunkt unb. wies den eingelegten Rekurs kostenfällig ab. 3. Felbbereinigung Hattenrod; hier Erlaubnis zur Anlage von Drainagen. Die Feld- bereimgungsgesellschaft Hattenrod beabsichtigt, Drainagen durch bie Kreisstraße herzustellen und ist um bie hierzu erforberliche Erlaubnis eingenommen. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen erteüte diese, verlangte aber Zahlung einer einmaligen Entschädigung von 10 Mk. Die Gesellschaft wandte sich an den Provinzial-Ausschuß mit ber Begründung, daß der Kreisausschuß nach Lage der gesetzlichen Vorschriften ein derartiges Verlangen abzustellen nicht berechtigt sei. Der Provinzial-Ausschuß wies aber diese Beschwerde kostenpflichtig ab. 4. Feldbereinigung Lechgestern; hier Anlegung von Drainagen. Die Sache wurde auf Antrag des Vertreters ber FeldbereiniguuHHHHellschaft Lerh- gestern einstweilen vertagt. 5. Klage des Ortsarmenverbandes Hanau gegen den Landau: menber&anä Friedberg Aus Stadt und Land. Gießen, 8. November 1910. Stadttheater die Großfürstin SergiuS in WolfSgartcn und reifte hat dem Fürstlichen Kammerrat Freiherrn v. Löw zu Lich die -Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen deS ihm von dem Kaiser von Nußland verliehenen St. Annen-Ordens 3. Klaffe erteilt. "TageSkalender. tid. Anfang 8 Uhr. dem Gefolge um 12 Uhr von Frankfurt nach Moskau. •• Unser Erbgroßherzog vollendet heute viertes Lebensjahr. "* Ordensverleihung. Der Großherzog ** I u ftizp crsonalien Der Großherzvg hat den Land- gerlchtsdirektor bei dem Landgericht der Provinz Oberhcssen Wil- ,helm Bücking auf Nachsuchen unter Anerkeimung seiner bisher geleisteten treuen und vorzüglichen Dienste bis zur Wiederher- jtellung feiner Gesimdheil in den Ruhestand versetzt; den Oberlandesgerichtsrat bei dem Oberlandesgericht August Schmeckenbecher zum Landgerichtsdirektor bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen, den Oberstaatsanwalt bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Dr. Friedr. Buff zum ^Oberlandesgerichtsrat bei dem Oberlandesgerickst, den Land- ^erichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg Dr. Otto Schwarz zum Oberstaatsanwalt bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Offen-! ibach Otto Hamburger zum Oberlandesgerichtssekretär bei dem I jOberlandesgericht und den Landgerichtssekretär bei dem Land- 'gericht der Provinz Oberhessen Dr. G. Schuttermaier zum ristische Duoszene durch die Herren Radcmaker und Lenz zum Vortrag, woran sich ein Ball schloß. Der Sonn- vereinigte dann die Teilnehmer jiocf) einmal auf dem Windhof. Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht, so besonders von den Brudervereinen in Gießen, Duten- hvfen, Grünberg, Hanau, Heuchelheim. Das Gastspiel der Uranier- Berlin „Kairo mu> die Pyramiden" in der großen Universitätsaula, das von dem Kaufmännischen Verein und Ortsgewerbeverein am Samstag veranstaltet wurde, war äußerst zahlreich be- vW- Der Vortrag des Direktors W. Lang wurde durch vorzügliche Lichtbiwer wirksam unterstützt. Im ersten Teil Myrte der Vortragende die Sehenswürdigkeiten Kairos, der Königin der Wüste, vor, während der zweite Teil die Toten- felüer von Sakkära und die Pyramiden behandelte. weaen UnterskützuNg deS Joh. Georg Jöckel. Höckel mußte am 15. Februar 1910 in das Krankenhaus Hanau menen Bronchitis und «Mma aufgenommen werden. Weaen der gleichen .Krankheit bchanbelt war er am 14 So bruar 1910 des Geschichtsvereins überwiesen. Durch die Neuerrichtung! der städttschen Volksschule sind die seitherigen Schulgebäude frei geworden, so daß das Schulhaus am Marktplatz für die Zwecke der Landwirtsch-astsschule heraerichtet werden konnte. Die Schule wurde um 11 Uhr im Beisein des Lehrerkollegiums, der Schüler und Freunde der Anstalt durch Oeko- nomierat A n d r a e eröffnet. Sie zählt im ganzen 34 Schüler, je 17 in der Ober- und in der Unterklasse. Davon sind 30 aus dem Kreise Büdingen, 1 aus dem Kreise Gelnhausen und 3 aus dem Kreise Hanau. Die meisten auswär- ttgen Schüler wohnen in ihrem Heimatorte, nur wenige haben hier ständige Wohnung. Der Schluß des Kursus dürfte voraussichtlich am 30. März stattsinden. ■» | X- Tübingen, 7. Nov. Wie kür-iicy gemeioa wuroe> werden mit den im Landkreise Hanau belegenen an dem B a h n -1 - bauprojekt Hanau —Büdingen iitiereffierten Gemein- Ikirche und Schule. Der R e i ch S - S ch u l a u s s ch u ß ist, so wird aus Jena gemeldet, unter dem Vorsitze des Wirklichen Geheimen Ober- Regierungsrates Präsidenten Dr. Ketsch zusammengetrelen. Es 1 ÖiMÄ ®; Sch«ttermater zum Idürfte voraussichtlich MN LÄärz'stattsinden. "" I 'wnr ^L-^b^r eS^ Büdingen, 7^ Nov Wie kürzlich gemelbet^hm^ der ordentliche Prosehor an der Technilche^ochslttle inMünchL ** Vfir ^brden mit dm NN Landkreise Hanau belegenm an dem Bahn- Prozessor Dr. Ritter von Dyck, der sächsische Vortragende Rat tnr ^^^^"ordneten- baupr 0 1 ekt Hanau —Büdingen interef fierten Gemein- Unterrichtsministerium Dr. Seeliger, der Minislerialdirektor im ,45 e t f a mm 1 UNg MN D onnerstag, 10 Nov., nachm. dm neue Verhandlungm gepflogm wegm Herbeiführung erhöhter wurttembergischm Kultusministerium Dr. von Ableiter, der 4 Uhr, ist folgende Tagesordmmg vorgesehen: 1. ^Aus- Zuschiißlerstungm, um dadurch die vom prmßischm Ministerium hessische Geheime Ober-Schulrat Nodnaael, der Schulrat sür losung von Schuldverschreibungen. 2. Mitteilungen. 3. Bau- ^forderte Herabminderung der Ausführungskostm auözugleichm. Has höhere Schulwesen Hamburgs Professor Tr. Bruett. Del Aus' Gesuch Heinrich Nicklaus für Seltersweg 61. 4. Baugesuch Gemeinde Marköbel im Kreise Hanau, die früher seine ich"b besucht nach Beendigung ihrer Beratungen einige Schul- 'Komnierzierrrat Gail für die Neustadt. 5. Baugesuch Wilhelm andesteUtmgfur dm Bahnbau, soweit ihre Gemarkung berühtt anstalten der verschiedenen Bundesstaaten. jHamel zur Errichttmg einer Automobilhalle Bleichstroße 7. "L .hatte ist jetzt bereit ----- -----------------■■ lL?°2°Äuch Frmt» Schmidt und Kvrl Küchel kür den alt«, 500LÖ Wark ^ Karznschuk Dkl Schiffbruch ÖCt „PreUtzkN". .?■ WegMtlage auf dem Wchrungsberg Alskeld , I, Das Fünfmastschiff „Preußen" mit Stückgut von Harn« tdurch Franz Schmidt und Karl Küchel. 8. Ueberschreitung (,\ Sckwarr 7 q?nh K m^9mna5 ^aIt>ar9;^0 passierte am Samstag nachmittag Dover, der Miee- mtb Bkeichstraße durch eine Fernsprechleiiung r°n un^em Ä I S,c,ab ft!c6 bie -Preußen" mit dem Turbinmdampser chom Bahnhof nach der Wohmtng des Betriebs-Ingenieurs den iufammen. Die „Preußen" hat dabei den Cmtzeroth, Goethestraße 34. 9. besuch des lmidwirlschostl b Morden. Fast A^ibaum gebrochen und Schaden am Vorderschiff erhalten. Instituts imi Genehn.igimss zur Anlegunt; von Graben- Einwohner smd seine Sck)üler gewesen. "a(6 .cherbrückungcn im Ncustädtcr Feld. 10 Sicherhcitshvpothck n Kreis Lauterbach. I c erlor 7/b^id e inTb,r ?Un°h!’ «Auzust Montauus! hier: Gesuch der Sparkasse um Einräu- N°b Wie bereitsmitgeiM wurde, Südweststuern auf che Klippen dotier gcwa^En6 Schbppe^ raung des Vorzugsrechts. 11. Aeuderuug des Bebauungs- ußartiller r e - R egrment Nr. 3 in Mainz assistenz und Purnpdampser sind längsseits. Im Romi^sind iplans für das Gebiet zwischen Frankfurter Straße, Leih« Nachforschungen nach den fehlenden Geschossen, die während 12 Fuß Wasser. Die ganze Mannschaft ist noch an Bord Laut mestcrner Weg, Älulweg, Wartweg. ‘13. Kabel in der Guten- . Scharfschießens am 2. September durch das Publikum telegraphilcher Nachricht des Kapitäns ist alles wohl chergstraße. 13. Vergebung der Holzhauerlöhne für 1910/11 mitgenommen wurden, an stellen lassen. Das Ergebnis war, . Sonbon, 7. Nov. Die „Preußen" liegt 200 Yards von |14. Genehmigung von Rechnungen. 15. Pachtvertrag mit ®o baß in bcm Orte Maar allein 54 dieser Geschosse durch die Klippen ent eret an dem Punkte, wo diese 200 Fuß hoch sind, drüder Kahl. 10. Fleisch t euerung. 17. Wahl der SBei. ®mbtirTnerie ermittelt wurden; ein Einwohner hatte nicht Iin bo?l c,3 unmöglich, an das sic.r sür die Stadtverordnetenwcchl. 18. Die Volkszählung ^'iger als 11 Stück der Zuckerhüte im Besitz. Allerdings m»6”n iUr jajn L Dezember 1910. 19. Neubau einer Ob-rrealschul° ®Äffe erft durch die Besitzer der GruL- L Lmmre ^it^^dem^ A-ke °nä?vma?a möcb^abÄ^L 120. Erlaß einer Polizeiverordnuug, den B e su ch v o n Ki n e- F11.6 Pflügen ausgcfunden und ausaegraben worden, Bord der „Preußen" g e s ch a h n i ch t s ^obwoh?man Licht mtatographendurchschulPslichtigeKinderbetr. s°Nen bis zu zw« Meter tn der Erbe gesteckt haben, sah. Die „Preußen" wurde heftig aus dem Felsen Hw und her «21. Gesuch des Wilhelm Schmid zu Amstetten um Erlaubnis dsfmtliche Bekanntmachung über das Auffinden geworfen. Izum Schancwirtsckzaftsbetriebe im Hause cLmnenstraßc 13 Eliesern der Geschosse nicht ergangen war, und viele I, Dover, 7. Oft. Die Raketenabteilung der Küstenwache ** Bolksschullehrer als Reserveoffiziere davon unmittelbar nach dem Schießen öffentlich und ohne sich genötigt gesehen, ihre Stellung am Fuße des Küsten- !Der an der Volksschule zu Darmstadt tätige Lehrer Wilhelm I Behinderung durch das anwesende Militär fortgelraaen °bhanges aufzugeben. Der Mannschaft scheint gegen Abend noch Seitz wurde zum Leutnant der Reserve des Inf.Egts pvurdcn, dürften den betreffenden Personen keine weiteren nr, 8rV mrC $u Lcm’ Schiff zu verlassen. Mr. 118 zil Worm befördert. Es befinden sich bis fitzt Unannehmlichkeiten entstehen. Diese 85 Pftmd schweren U na tÄ'o Äi?fe®, rT* sl »«lammelt und iv hessische Volksschullehrcr in diesen; militärischen Range, Geschosse haben durch ihre Wiederverwendung für die Mili° Ziehhg^nonckas ’ -i-der nach der Begleitung von zwei wovon 4 '^eserveleutnants beim 2. Könrgl. bayr. Jäger- ^.^^alttrng noch einen bedeutenden Wert und ihre frei- H a rn b u r a, 7. Nov. Von der an Bord der Preußen" be- patLÄon m Aschaffenburg sind. tmllrge Abgabe wäre sehr am Platze. findlichen 48 Mann starken Besatzung wurden bisher 17 ans 0 eater. Die heukigie Vorstellung im Stadt- KreiS Schotten. ß ?,n gebracht Es besteht Hoffnung, das Rettungswerk zu Reuters 100. Gebuttstag bringt O Friedrichshü 11 e, 7. Nov. Ant Samstag feierte der vollenden, weil der Sturm abgessaut ist. E l-ntid" und nicht von bei.d« chemische Werken beschäftigte Buchhalter Karp se^L $ a.m.uy/. 7Fünfmaster „Preußen" bet wÄw« M' Heft 5cftot ULfoIgc Schreib- Lhiahrtges Dienstjubiläum. Am Nachmittag ttmrdaLÄ^I/onFnedrich Laeißlstdas zweitgrößte deutsche Segel- " •• \i?,n L cn , . . . nahegelegenen Horsteburg ein Festmahl abgehalten. Ein Ml mit S051 Brutto- und 4766Nettoreglstertons. Das Schiff ., . , Alldeutschen Verband wird UNS ge- Vertreter des Aufsichtsrates der chemischen Werke überreichte 1? I902 J?L.bg./e(HenJprfltoerft m Geestemünde erbaut und schrieben: Professor Kürte, der am Freitag dem 11. im ?ubrlar- ein narndastes Geldgeschenk. M das Festmahl Wob LL^us'chlreßlich zu Salpetertransporten von der Alldeutschen Verband einen Vortraa über Deutsche Ar- "" geselliges Zusammensein, an dem auch die Arbeiter teil- benützt Das mit vorzüglichen Hilfsmaschinen ausbeit in nfpinnfi,« t c uuru aueuiiaje ar- nabrnen. gerüstete Schiff hat wiederholt Schnelligkeitsrekorde aufgestellt, < h y .n r wahrend des Baues = Ober-Seemen 7 Nov Hier erhänate f i di lc l? ^Er Schiffahrtswelt allgemeine Beachtung gefunden haben, der dre schen E.senbahnftme Esftschehr-Konia zwe, Jahre eine im 30. Lebensjahre stehende Fran im holfichMven - < ^mbur«, 7. Nov. (W B.) Bei der Firma Laeiß ist lana Kleinasien htmfL ß-v ;r+ , Lt.™ ji. i- J. ' ^mziyuppen, folgendes Telegramm des Kaisers eingegangen: „Tief bettübt arrr i Nachricht von dem schweren Unglück des stolzen ftünf- I aönH-tt M- Masters „Preußen", spreche ich der Reederei mein wärmstes Bei- gemetn wird me geachtete Familie aufrichtig bedauert. leid aus. Ich bitte um direkte Meldung über den Ausgang der I Kreis Wetzlar. Katastrophe, besonders über das mich beunruhigende Schicksal der w. Wetzlar 7 Nov «hinnrhtriA braven Mannschaft. Wilhelm I. R." - der Teilnahme der London 8. Nov. Die Zeitungen bringen.große Berichte 'M?, anacordnct, daß am 1. Ds. “a\ t u"n®b'etÄ n” f'*f t "$)=^Mitta bei Schiffe"kam Volks- und Mittelschulen der Unterricht gestern abend an Land und besprach sich mit den Verttetern seiner nachmittags und am 2 Dez. gänzlich aus fallen soll, Firma. Er sprach sich dabei höchst anerkennend über die Haltung wenn die Lehrkräfte sich vollzählig beteiligen. An den feer Leute aus die das schiff nicht verlassen woNten; höheren Lehranstalten soll der Unterricht in dem Der-1 «chlimmstenfaNs wollten sie das Land schwimmend erreichen, bältnis ausgesetzt werden, wie sich Lehrkräfte an der Zäh- * ung beteiligen. I Weitere Schiffbrüche. LJ Wetzlar, 7. Nov. Heute begannen die Stadt-!, .^n .der Nordküste Finnlands und Norwegens Verordnetenwahlen mit der Wahl der dritten Klasse, die herrscht |ctt einigen Tagen ein furchtbarer Sturm In nne sehr rege ^Beteiligung auszuweiseii hatte. Gewählt wurde der lrorwcgischen Hafenstadt Vadsoe wird der Untergang Michaeli (gern. Soz.). Ferner finden von 10 schiffen gemeldet. Man glaubt, daß 50 Mann ^^Pwahlen statt zwischen dem seithettgen Stadtv. Frobn umgekommen sind. U1Ä (Soz.), sowie für die Ersatzwahl zwischen -----------L--------- ---------- =— bret Gecichtsfiftetär Dictz uni> Hanbschuhmachcr Poppe (Soz.). DctlltifcbtCS. 'damerjtraße verübten Mord an dem EhiPaar Detzke b.e. •* *lr aue pi)n)gi]0)e 3tönigS|taot ©orbion auSzugraben. f er Fröbel-Seminar soll vom btS 15 DeKember ein Kursus in Fröbol- w. Wetz' ci1,'11 ”nen "N 6 Abenden für Mütter und junge Lehrer an der B o l k s z ä h lun a 'am "l' De'ren'ibei? ba' ÄU WeÄ 2ttb XeEii" TSmt > ^k^W^UnterrichtsmLst« angeordnet, daß am 1.1 Ittehmg in der Beschäftigung kleiner Nnder, verbu.ficn der Besprechung einzelner ErzielM,gsfraq-n (mit Aus- .spräche) geboten werdem Folgende Beschäftigungen kom- micn zur Ausführung: Falten, Flechten, .Wrbslechten und IHerstcllung von Sp,clzeu.g aus wertlosem Material l , Dre Steno gräphen-G cs ellsch ast ' Ga- brerng am 6. h. Mts. in Steins Gcwten jh?6 tfjreä ISjö^r. Bestehens. Eingelcitet wurde d;e Feier durch einen von Frl Röder schwungvoll oe. sprochenen Prolog. .Abwechselnd mit Musilstückm folgte dann weiter cm flott gespieltes Theaterstück „Sie krieacn |tdl - Esgefuhrt von den Damen Wagner und P a s ch c r Wb den Herren Ka n n, P e t e r, R ad e m a ke r, Sch nei- chcr imd Wagncr, und ein „Kaffeeklatsch", unter Mit Wirkung der Damen Bcz, Eisfcllcr, Nagel Pa- sch e r und schlitt. Sodann gekairaleu noch Rezitationen Vvu euuai L«tSuer Wnstier, Herrn Äühl, uitb eine humo- Statt besonderer Anzeige Am 6. November verschied nach langem schweren Leiden unser lieber Sohn und Bruder 6158 Herr Eduard Plank, Forstreferendar im 29. Lebensjahre. Giessen, den 8. November 1910. Giessen, den 8. November 1910. Die Beerdigung findet Donnerstag, 10. Nov., nachm. 3 Uhr vom neuen Friedhof aus statt. 6170 Blumenspenden dankend verbeten. lichkeiten. [09122 Die trauernden Hinterbliebenen i. d. N.: Susanne Plank. DrchlnÄ — «ürfgefteM. Als Vertreter des Großherzogs totir Ministerialrat Lübcke erschienen. Die Familie Reuters war vertreten durch zwei Nichten, Frau Oekonmnierat Bade und Fräulein Sophie Reuter, sowie durch Pastor Ernst Reuter aus Bresin. Donnerstag den 10 d. Mts., 10 Uhr vormittags, werden auf dem Hofe der neuen Kaserne vier ausrangierte Krümverpferde öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert. (D8/n Krümververwaltung ___________Jnf.-Regt. 116. Die Beerdigung findet Mittwoch den 9. Nov., nachm. 3 Uhr, auf dem neuen Friedhöfe statt. Beileidsbesuche dankend verbeten. Prima Speisekartoffcln, sowie Futterkartoffeln empfiehlt f80837 K. Sier, Dammstr. 46. Tel. 661 Vergessen Lie nicht bei eintretendem Bedarf in Bindfaden meine Sveziatt Preisliste zu verlangen. Ludwig LazaruS, (6001 Asterweg 53. Fernspr. 606. AJeiblastfeWfe 5«* *** tmkrentattber, dich öle ausschllehNche Verwendung der stob' ÖElEHCEIl lau! unö schlag,-fteu Bruus-SMHstrümpse für stehende; und für ' • ’yv i J hSngendes (3noeri=) Gaslicht eine außerordentliche Ersparnis cn Zeit, Geld und fltrgtr bedeuten Gin sofortiger versuch ist billig und überzeugend! verlangen $k deshalb in allen Installation;-, Lampen- »kw. Geschäften ausdrücklich nur den echten,fchlag- und stotzfeften Bruno-Glühstrumpf, der stets durch dar zahlreichen „Bruno" kenntlich gemacht ist! mil den echten ■BRAUNS1” ■FARBEN Rj HitBgtbnudi = Millionenfach bewährt --- jl Zu hiber in Drogenhendlangee «. Apotheken. 5Dfljn7;/^\MARK[ Mm achte «trf nebw- f \d ltebCTd •»reb,ld* Schldlweirte. 6167 Gießen (Hammstr. 16), 8. November 1910. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Bachmann. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste unseres lieben Vaters, sowie für die zahlreichen Blumenspenden sagen wir unseren innigsten Dank. itfärbi 3 Biograph 09444 Plockvtr» 12 Plocketr. 12 Eintritt 80 Vfg. Eintritt 80 Pfg. D% Nur Klier erste Kräfte Hoch/eine Streichmusik H armonium-Besetzung 09450 Der Vorstand« D*/n v*/u Anfang Sonntags 5 Uhr. Wochentags 8 Uhr. 5/a/Z Karten. Kiiemalograpb Eintritt freit Freie Aussprache. Bahnhofstrasse 54 09436 Bahnhofstrasse 54 Unsere Marke „Pteüring“ allein Lanolin Cream Lanolin Seife. 6 Zimmer zurück. i WM (6162 gemchl. LLudwiastr. 20 H. 2 Zimmer Neuenweg 46 MWWO sÄiWWche) Äcrfch redenes y> Hu per Knuten 3) Festsetzung deS Wanderplan- fiU 1911, 4) Beratung über Statutenoeränderungen b) Verschiedenes, 6) LorstandSwahl. hilft sofort bei Husten, Heiserkeit, Bronchial- Eigene RepantmrerketStte Zubehörteile stete auf Lager Pfaff- Nähmaschinen W U9412 . den L Nov. 19111 an, Geometer. Hospiz'owö' ovang. Schwesternüaus, Mm Siezzen, A.«.ür.A.V. Eamötag den 12. Nov., abend- 9 Uhr (pünktlich), Jahresversammlung im oberen Saal des StestaurautS röetropol. Tagesordnung: 1) Jahresbericht, 2) Kassenbericht, Vereinigte *bto/, Uhr, in Stein» Garte» Vor trag mit Lichtbildern. ttiiÜMVrol Dr. A. Körte: „Deutsche Arbeit in Kleinasien“. Drutschgeflante MLaa« und Frauen sind fteundlichst in-«lade». Zur Deckung der Lichtbilderunkost« ns«, wird ein «intrittSgeld von 20 Pfg. erhoben. D-/u LtcUung sucht VJ7 verlange die „Deutsche Vakanzeuvou" Etzliugcn 142. 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Brückel getan habe, nehme ich mit Bedauern und als unwahr Die glückliche Geburt eines kräftigen Mädchens beehren sich anzuzeigen' Richard Rosenthal u, Frau Paula geb. Kats. Giessen, 7. November 1910. Kichk tüchtige Ziniuittltllte können noch eumeten bei 16113 Schubectcr L Bcchtbold. Emen tüchtigen Weißbiniicr Md Anjtreichn sofort rür ein Geschäft nach Gießen gesucht. Dchr. Meldungen unter 615r> an den Gieß. Linz, erb. Zu Weihitachten werden 2 tüchtige ssliliePittiickiicchtc ü r üanowirtschaft gegen guten Iahreslohn gesucht. [6138 3u erfragen inder Geschäftsstelle des Glegener Anzeigers. MMWUMMK 0108]_________Marttvlay 17. für mein Aufjchnitt- gefchaft per bald tücht., ehrliche Verkäuferin. Schritt!. Meldungen mit Gehaltsansprüchen und Zeugnisabschriften unter 6169 an den Gieß. Anz. Erbeten.__ OSHA, Stiche für ein Herr sch a tish. Ibeff, Hausutadcheu,welch, nagen, "igeln u. ieiu. kann, geg. gut. lingn durch die Stellenvermittlung von tfi. Hiittenderger, SeiterSw.bi. <$ut