Nr. 56 Zweites Blatt 160. Jahrgang Dienstag März 1910 Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. Die „Hießener Zamilienblätler" werden dem „SLnsciger* viermal wöchentlich beigelegt, das „Krcisblatt für den Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die „Landwirtschaftlichen Zeitfragen" erscheinen monatlich zweimal. Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhejsen Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universiläts - Brich- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: ^chul- straße 7. Expedition unb Verlag: e=^51. Redaktion:^EH2. Tel.-AdraAnzeigerGießen. hessische Zweite Kammtr. Darin stadt, 7. März 1910. Am Regierungstische: Staatsminister Dr. Ewald, Finan' jixinifter Dr. Braun, Minister des Innern v. Homberg! «fleh.-Räte Dr. Becker, Wilbrand, Ministerialräte Lor oacher. Süsser t, Oberregierungsrat Heinrichs. Bizepräs. Kor eil eröffnet die Sitzung um lO1,^ Uhr. Es wird sofort in der Spezialberatuug lveitergefahren. Zu Kapitel 8, Kadeannall und Tiesvauaml Bad Nauheim und Bade-Anstalt Bad Salzhaunm sagt der Ausschußbericht u. a.: „In den Beratungen des Ausschusses wurde auch wiederum, wie im Vorjahr, die Frage einer um 50 000 Ml. höheren Abführung aus den Einnahmen Bad Nauheinls an die Staatskasse erörtert. Man kam von einer Beschlußfassung in dieser Richtung ab angesichts der Verpflichtungen, welche dem Bad durch Verzinsung und Amortisation der nach Fertigstellung aller Bauten ausgewandtcn Summe von rund 10 Millionen Mk. erwachsen werden. 'Somit dürfte auch ein bezügliches Gesuch der Stadt Bar Nauheim erledigt sein. Bezüglich der Quellcnbohrversuche in Bad Salzhausen teilte die Regierung verschiedene Einzelheiten mit, deren Resultat sich dahin zusammenfassen läßt, daß die auf Grund der früheren Sachverständigen-Gutachten gehegten Hoffnungen und Erwar Tungen nicht erfüllt wurden: ganz ergebnislos i|t aber btc Bohrarbeit doch nicht gewesen, denn man hat erreicht, daß bei einer entsprechenden Vumvaulage täglich zirka 50 Kubilmete, warme Sole mehr als bishe» zu Badezweäen zur Verfügung stehen. Weitere Mittel für Bohrversuche sollen nach den gemachten Erfahrungen nicht mehr angefordert werden." Der Ausschuß beantragt: Betorltigung der Eürnan, e mit 1 429 440 Mk. und der Ausgabe mit 1 329 440 Mk. Abg. Breidenbach (Bb.) ist erfreut darüber, daß der 'Ausschuß der Zweiten Kummer mehr Verständnis gezeigt hat tü.r das Bedürfnis des Weltbades Nauheim als die Herren der ErsteNchKammer. Die geforderten Bauten sind keine Luxusbauten, sondern entsprechen einer zeitgemäßen Forderung. Die angelegten Gelder werden sich gut verzinsen (Finanzminister Braun schüttelt mit dem Kopfe) entgegen der Meinung des .Herrn Finanzministers. Redner bittet, dem Ausschußantyrge zuzustimmen. Die Errichtung eines Steges Liier die Ufa möge man 'möglichst bald vor nehmen. Die BLderpreiie sollen im Interesse der leidenden Menschheit nicht erhöht werden. Der Ausschußantrag wird einstimmig genehmigt. Zu Kapitel 9, Samenklenganstalt zu Gammetsbach i. O., beantragt der Ausschuß: Bewilligung der in Einnahme vorgesehenen 32 151 Mk. und der Llusgabe mit 30 656 Mk. Dem stimmt das Hus zua. Kap. 10 behandelt die Staatseisenbahnen. Der Ausschuß beantragt: a) die Einnahme in Höhe von 12 654 000 Mk., b} die Ausgabe mit 328 700 Mk. zu bewilligen, i dem Antrag Raab feine Folge zu geben. Dieser Antrag geht dahrn, bet den Ausgaben 12 000 Mk. mehr einzuüellen, und diesen Betrag zur Gewährung von Woh- nungsgeldzuschüssen an die hessischen Beamten der früheren Main- Neckar-Bahn zu venvenden. Abg. Aul er Mall. spricht zu dem Projekte Bensheim — Lindenfels und bittet den neuen Finanzminisler, dem Projekte dasfelbe Interesse entaegenzubringen wie der alte. Finanzminister Braun Exz. erwidert, daß durch Gesep bereit, feststes, daß der Staat einen Zuschuß von 30 Prozent zu leisten habe. Abg. Raab Sv., stellt den Antrag, bei den Ausgaben nur 6000 Mk. (früher 1*2 000 Mk.) einzuuellen und diesen Be trag zur Gewährung von Wohnungsgeldzuschüssen an die hessischen Beamten der früheren Main--Neckarvahn zu verwenden., Abg. Ulkmann legt die Mißstände am Bahnhof Bilbe. dar, die eine Verlegung des Bahnhofs nötig machten. Ministerialrat Sü fiert erwidert, daß die Eisenbahnve-.-- waltung die nötige Rücksicht nehmen wird. Abg. Raab .Sor- ist der Meinung, daß die Eisenbahn Verwaltung die Berpslichtung habe, den Wünschen Rechnung zu tragen. Was den Uebertritr der Beamten betreue, so hätten viele gerne- iich auch dazu entschlossen, wenn dadurch nicht eine Ber tchlechterung ihrer Position eintrete. Finanzminister Dr. B raun bittet, mit allen Äeußerungen zurückzuhalten, die ocn Verhandlungen auf Revision des Vertrages den Boden entziehen können. Ministerialrat S ü f f e r t will bic Angelegenheit des Bahn- hcis Vilbel bei späterer Gelegenheit besprechen. Er bittet, dem Antrag Raab betr. Wohnungsgeld feine Folge zu geben und dem Ausschußantrage zuzuftimmen. Abg. Molt Han ;jcnti > führt als Berichterstatter aus, daß man schon früher im Hause einstimmig die Auffassung gehabt i.abe, daß ein Anspruch dieser Beamten aus Wohnungsgeld nicht bestehl. Tie Beamten hatten früher die Möglichkeit wiederholt gehabt, sich anders zu entscheiden. Die Aenderung seitens des Abg. Raab auf 6000 Mk. andere nichts an dem Prinzip der Frage. Das Bahnprcjett Beitsheim—Lindenfels befürwortet er, ebenso das Projekt Gititavsbnrg—Goddelau. Obgleich das preußische Eisenbahnministerium zu letzterem Projekte »eine Zu- slimmung gegeben habe, höre man jetzt nichts mehr davr... Auch das Projekt Reichelsheim—Fürth schreie nach Vollendung, be- ionders deshalb, da der Landtag schon wiederholt dafür ein- getreten sei. Redner bitte, zum Schluffe den neuen Finanz - Minister, den bcred)tigten Wünschen der Bevölkerung seine werktätige Unterstützung nicht zu versagen. Abg. Schönberger (Natt, erwidert dem Abg-. Anler unb bleibt auf der Tribüne unverständlich. Abg. Dr. H ei den reich Natl. holst, daß der neue Finanz- Minister pich bei der Frage der Nebenbahnen einzig und allein von der Erwägung letten laßt, ob durch die Bahn die wirt - schaftlichen Interessen iniereä Landes gefördert werden. Abg. Eibach > Freist spricht für das Projekt Kreuznach— Sprendlingen iRheinh.'«—St. Johann. Leistungsfähige Steuerzahler hätten ihm erklärt, daß lie bei Versagung des Projektes gezwungen seien, ihren Betrieb nach Preußen zu verlegen. Abg. Uebel iZentr. bittet den Ausschuß, den Bericht über die Verhandlungen über die Lage früherer henischer Beamten iAntrag Ferkitthop möglichst bald fertigzustellen, damit im Jn- rerejse. dieser Beamten anötre Rechtsverhältnisse, geschaffen werden. Abg. Osann Tcatl.'i tritt auf» wärmste für den Antrag Raab ein, für den er noch weitere Gründe anführt. Das Pro- ieü Bensheim—Lindenfels befürwortet er. ~ Abg. Dr. Weber ?-db.; bespricht die Zustände am Bahnhof Schotten. Abg. Brauer Bb.) bestu Worte' das Bahnvrojekt Mücke— Ulrichstein. r Abg. Pennricl) -Zentr. erwähnt zu dem Projekt Spreiw- lingen —Kreuznach, daß durch die Einführung eines elektrischen Verkehrs X)elfen schwer geschädigt würde, besonders Bingen. Abg. Raab (Soz.) erkennt an, daß die Regierung eine Reche von Mißständen bei der Bahn Sprendlingen—Ober-Roden abgc- stellt habe. Er fragt an, ob der jetzige Minister gerade so wie der frühere für die Verlängerung der Bahn Dietzenbach bis Messel stimme. Die Ausbanung dieser Strecke liege auch im Interes'e von Tarmiradt. Abg. Bähr chnld) stimmt dem Antrag Raab zu. Er fragt an, wie es mit dem Projekt Hanau—Büdingen stehe. Preußischerseits et die Genehmigung erteilt. Abg. Aule r (Ntl.) ist der Meinung, die Ausführung des Projektes Bensheim—Fürth könne man mit Hilfe von Aktien erleichtern. Der Staat leiste 30 Prozent Zuschuß, die übrigen 70 Prozent könnten sich dann auf den Kreis, die Gemeinden, und Interessenten verteilen. Abg. N o a ck (Ntl.): Mit der letzten Entscheidung, vor die die hessischen Beamten seinerzeit nochmals gestellt worden waren, ist nichts gut gemacht worden. Er bittet, den Antrag Raab anzunehmen, der nichts ungesetzliches enthalte. Finanzminister Dr. Braun: Wenn die Kammer beschließt, den Betrag von 6000 Mark einzustellen, so bedeute das für die Regierung nur eine Ermächtigung, von der sie jetzt keinen Gebrauch machen kann. Die Bewilligung würde, wenn sie auch nicht ungesetzlich sei, doch gegen den Eifenbahnvertrag verstoßen. Betreffs der Fragen zu den verschiedenen Projekten laste er sich nicht bepacken mit einer Anzahl von Wünschen, die unerfüllbar sind. Dem Ban neuer Bahnen stehe die Regierung niemals entgegen, wenn die Interessenten auch finanziell für das Projekt eintreten. Ministerialrat S ü f f e r t gibt die verlangten Erklärungen zu den verschiedenen Bahnen. Bei den Projekten Riedbahn und Gustavsburg—Goddelau liegen die Arbeiten dem preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten vor. Eine Entschließung ist noch nicht gefallen, lieber die Schwierigkeiten beim Projekte Reichels- heim—Fürth sei die Regierung noch nicht weggekommen. Tas Projekt muß erst wirklich gesichert sein. Zum Projekt Mücke— Ulrichstein liege eine Entschließung der Gemeinden noch nicht vor. Tie Erklärung zum Projekte Kreuznach wolle er späteren Erörterungen überlassen. Von tstm Projekte Dietzenbach—Messel habe er weiter nichts gehört. Beim Projekte Hanau—Büdingen sei entgegen früheren Ausführungen der hessische Teil noch nicht genehmigt. Zur Gewährung des Wohnungsgeldzuschusses ist Redner der Meinung, daß die 90 Prozent der zu Preußen übergetretenen Beamten diese Maßnahme nicht verstehen würden. Abg. Schönberger (Ntl.) wendet sich energisch gegen oen Standpunkt der Regierung zum Lahnprojekte Reichelsheim—Fürth. Abg. Hauck iBbd.- empfiehlt die Bahn Groß-Umstadt— Groß-Znnmern und bespricht den Bahuhossumbau Labenhausen. Abg. Raab versteht nicht, warum die Regierung vvn der Ermäckstiguug keinen Gebrauch machen kann. Es fehle ihr nur am guten Willen. Ministertalrat Puffert gibt die Erklärung ab, daß das Projekt Pabenhausen sür 1910 zurückgestellt wurde. Nachdem Abg. M o 11 h a n (Ztr.) noch als Berichterstatter gesprochen, wird der Ausschußantrag einstimmig angenommen, der Antrag Raab mit 15 gegen 13 Stimmen abgelchnt. Kap. 11, Lotterie, wird darauf in Einnahme mit 806000 Mark ohne Debatte genehmigt, Kap. 12, Direkte Steuern, wird vorläufig zurückgestellt. Bei Kap. 13, Land stände, beantragt der Ausschuß, bet den Truckkosten der Zweiten Kammer 4000 Mark zu itreichen, dagegen mit dem preußischen Eifenbahnminister das Abkommen einzugehen, wonach den Mitgliedern der Zweiten Kammer gegen ein Aversum von 14 000 Mark freie Fahrt von ihrem Wohnort nach Tarmstadt gewährt wird, zu diesem Zweck müssen 6000 Mark mehr in den Etat eingestellt werden, so daß sich die Gesamtanforderung auf 142 458 Mark erhöht. Abg. B e st stellte hierzu den Antrag, die mehr angeforderten 6000 Mark, für die Freifahrt der Abgeordneten zu streichen unb es bei dem alten Brauch zu lassen, wonach die Eisenbahnfahrkosten den Abgeordneten, wie bisher, zurückvergütet werden. Das Haus nahm jedoch mit allen gegen _5 Stimmen den Ausschußantrag an. Für den Antrag aus Streichung der vollständig unnötigen M e h r a n s o r d c r u ng voii 6 0 0 0 Mark stimmten nur die Abgg. Tr. Osann, Tr. Heidcnreich, Reinhart, B e st und 2 t ö p l e r. Es folgt nun die VII. Hauptabteilung, Staatsministerium. Bei den Kapiteln 14, Ministerium, 15, Auswärtige und Bunbes- verhälmisse unb 16, Kabinettsbirektion werben bie Ausgaben von 89 368 Mark, 38 000 Mark unb 13 880 Mark ben Ausschuß- anträgen folgenb bewilligt. Zu Kap. 17, Ober-RechnungSkammer unb Antrag der Abg. Korcll, Finger und Dr. Weber liegen folgende Anträge vor: 1. Die Mehrheit des Ausschusses beantragt: Zu Titel 1 Persönliche Ausgaben, 2 Oberrechnungsräte, 1 Sekretär unb 1 Kanzlist auf ben Inhaber zu bewilligen. Ter Antrag wirb genehmigt. 2. Ein Ausfchußmitglieb beantragt: Strich ber Justifilcstur II. Abteilung. 3. Ter Ausschuß beantragt: in Einnahme 986 Mark unb 150 000 Mark vorbehaltlich ber Genehmigung ber Regierungsvorlage burch beibe Kammern, in Ausgabe 283 302 Mark zu bewilligen. 4. Der Ausschuß beantragt: Tie Zweite Kammer wolle beschloßen, Großherzogliche Regierung zu ersuchen, in Berbinbung mit ber^ Vorlage zur Vereinfachung ber Staatsverwaltung eine Reorganisation ber, Lberrechnungskammer burchzufülircu, insbeicmbcre unter dem Gesichtsvuntt ber Tezemrali'ativn unb ber Anstellung von Revisionsbeamten bei ben Lokalvecwaltungsbehörben zwecks Aushebung ober Entlastung ber Justisikatur II. 5. Ter A usschu ß beantragt: ben Antrag Tr. Weber unb Gen. hiermit für erlebigt zu erklären. Dieser Antrag forbert, baß Kirchen, Stiftungen niw. für Revision unb Abschluß ihrer Rechnungen an die Overrechnungskammer eine entsprechende Gebühr ;u entrichten haben. Abg. Ulrich beantragt dagegen, die zweite Iustmkatur ganz zu streichen resp. bie Bremtengehälter bieser Abteilung nur am ben Inhaber zu bewilligen. Staatsminister Tr. E w a 1 d inenbet sich gegen den Eintrag Ulrich mit großer Entschiedenheit unb legt - einbringlid) die Unmöglichkeit der Durchführung dieses Antrags dar. Gegen den An- irag sprechen noch die Abgg. Dr. He ibenreich, Dr. G ulst ei sch und Re in bart, für oen Antrag die Abg. Bähr und B c ft. Schließlich wird der Antrag Ulrich mit Mehrheit abgelehnt. Tie übrigen Anträge werden einstimmig genehmigt. Zu den folgenden Kapstcur werden die vom Ausschuß beantragten Summen einstimmig bewilligt: Kav. VerwaltuugSgerichlshof 300 Mark in Einnahme, 6890 Mark in Ausgabe: Kav. Haus unb Staatsarchiv 18 !8 Mark in Ausgabe: Kap. Rheinschiffahrl in Ausgabe 3890 Start ^.ay. Sterbyuartale bic geforderten 1500 Mark unb Kap. Porto, Telegraphen unb Fernsprechgebühren 4000 Mark. Hierauf wirb die Sitzung ans Dienstag vormittag 9 Uhr vertagt. SRlus; 2 illn. Die Wirkung der neuen Kernsprechgebührenordnung auf die Teilnehmer am Si.Zener Netz. Wir erhalten folgende Zuschrift: Gießen, 7. März. Am 9. März beginnt bie zweite Lesung des Posttterti- I unb gleichzeitig der.Gesetzesvorlage über die Neuregelung der Fernipreu)get)Ut,ren. Hierzu ijtit uic l)ic|tgc Stadtverordnetenversammlung auf Anregung des .Herrn Stadtv. Eichenauer eine Eingabe an den Reichstag gerichtet, die dahin zielt, bie Vorlage abzulehnen. Begrünbet hat Herr Eichenauer seinen Antrag nach einem Berichte des „Gieß. Anz." damit, baß „bas Erwerbsleben bes stäbtifchen eriyerbeitben Mittelstanbes sehr schwer geschäbigt unb bamtt die städtischen Interessen beeinträchtigt würden, wenn die neue Fernsprechgebührenvorlage Gesotz würde." Der Hauptinhalt der neuen Vorlage ist. der: Tie 1 Mk.- Zone für Ferngespräche nach 100 bis 500 km entfernten Orten soll in zwei Zonen geteilt werden und zwar: a > 100 bis 250 km und b; 250 bis 500 km. Gespräche nach Orten unter a) sollen 7"> Pfg., nach Orten unter b) 1 Mk. hoffen. Diese Neuerung, die vielfach geäußerten Wünschen ber Interessenten entspricht, wird eine Mindereinnahme von li,4 Millionen Mart für die Reichstasse nach sich zieheil. Den Ausgleich soll eine Aenderäug in den Gebühren für Ortsgespräche bringen, die tünftig mehr als bisher nach dem Grundsätze von Leistung unb Gegenleistung ergaben werden sollen, d. h. der viel Sprechende soll mehr bezahlen als ber wenig Sprechende. Das geinischte System der Pausch- und ber Einzelgebüyren soll deshalb verlassen werden; man will nur noch Einzel g e bü h r e n neben einer Jahres- gründ gebühr erheben. Ferner soll tünftig jedem Am schlußinhaber gestattet sein, von anderen, die seinen Anschluß benutzen, 10 Pfg. für cm Stadtgespräch zu erheben, während das jetzt gültige Gesetz den Pauschgcbührenzahlern verbietet, eine Gebühr für Stadtgespräche zu verlangen, ben Einzcl- gebührenzahlern aber nur gestalten, sich 5 P g. für ein solches Gespräch zahlen zu lassen. Die allgemeine Einiührung des Eiuzelgebührensystems wird zur Folge Haven, daß in Orten mit ausgedehntem Fernsprechnetz eine große Zahl von Teilnehmern mehr zu zahlen hat, als jetzt. In mittleren und kleinen Städten dagegen iuirb nur ein kleiner Teil ber Angefchlossencn „geschädigt", während ein großer Teil Vorteile^ hat. Aiich h i e r i n G i e f; e n w i r d o i c w e i i a u s g r o ß e r c ?N e h r- zahl gut a b s ch n e i d e n, wie nachsteyeitde, auf Grund des mir zur Verfügung stehendetl amtlichen Materials aufgestellte Berechnung ergibt. (Tic Statistik hat sich auf die vorhandenen 199 Anschlüsse gegen Panschgebuhr und 558 Anschlüsse gegen Einzelgebühren erstreckt. Die jetzige Pausch- gebüljr beträgt in (liegen 150 Mk., die jetzige Grundgebühr 60 Mk., die Einzclgebühr beträgt 5 Pfg. für jedes Gespräch Künftig sollen oO s.ucf. Grundgebühren unb 4 Pfg. Gesprächsgebühren erhoben werben.» I. Von ben 199 Paufchgebüt;renzahlern haben gesprochen 116: 5o2 mal im lägtichen Turchschnill; das ergibt für 1 Jahr (zu 310 Werktagen gerechnet) 171120 Gespräche. Dafür zahlen sie jetzt: 116x150 —..... 17400 Mk. , „ „ künftig (116 x 50 Z-171120 X 0,04=)..... 12 645 , Mithin künftige Ersparnis 4 755 Mk. B. 83:1166 mal im täglichen Durchschnitt; das ergibt für 1 Jahr 1166 X 310 = 261 460 Gespräche. Jetzige Gebühr: 83 x löu = 12 450 Mk. Künftige Gebühr <83 x 50 ch- 361 460 X 0,04 =) . 18 608 „ Mithin künftige Mehrzahlung 6 158 Alk. II. Tie 558 Emzelgevührenzahler haben täglich 1281,4 mal gesprochen; das ergibt für das Jahr 38 442 Gespräche. Jetzige Gebühr <558 X 60 -j- 38 442 x 0,05 =) 53 342 ÄU. Künftige „ (558 x 50 -f- 3d 442 x 0,04 =i 43 789 „ Mithin künftige Ersparnis 9öo3 Zusammenstellung. Ersparnis ju l A 4 755 Ml. „ „ II 9 553 , zusammen 14 308 Ml. Mehraufwand zu IB . 6158 Alk. Alithin Ersparnis 8 150 Alk. Hierzu kommt die Eriparnis aus ber Eingangs erwähnten Ermäßigung der Ferngebühren. Die 250 km-Grenze geht im Noroen über Osnabrück hinaus, im Osten bis Halle unb Gera, im Süd osten über Nürnberg, im Süden über Cffenburg unb Straßburg hinaus, im Westen bis Metz und Aachen. Die tägliche Mindereinnahme au Ferngebühren wird durchschnittlich 11 Mk. ober jährlich 3410 Mk., bie Gefamleifparnis ber <57 Teilnehmer, ajif bic sich bic Statistik erstreckt hat, also (8150 -ch 3410 =) 11 560 Alk. betragen! Unter den nach I B „geschädigten" Anfchlußinhabern befinden sich nun aber noch 19 Behörden ober staatliche Dienststellen; von den übrigen 64 haben 13 infolge der Aenderung ber Ferngedühren solche Vorteile, daß nicht nur bie Nachteile, bie sie burch die Aenderung der Orts gebühren haben, autgeii’ogen werden, sondern baß sogar die Vorteile überwiegen. Wieviele von den uerblcibenben 51 sich zum „gewerblichen Mittelstände" rechnen, weiß ich nicht. Wohl aber ist sicher, daß öon diesen 51, unter denen sich sämtliche, die Paujchgebühr zahlenden Hotels besinden, nicht wenige sich iünitig die Ortsgespräche werden bezihlcn lassen. Das tun die Einzelgebühttnzahler, denen es das jetzige Gesetz gestattet, schon heute zum großen Teil: entroeber- naben sie eine Blechbüchse mit yir JnschrHt „5 Pfg." als fau^e Mahnung neben dem Apparate hängen ober ftc btü»cn einen Automaten aufgest.eil, de-- so ciiigeriajte; in, imijerben Hebel des Fernspreuiapparates erst freigibt, , yZ^en^r**« 5 P|g.-Stück eingcpjnrfcn worden ist WaruilT^ollte nicht ein Hotel- ober Restaurantbcfitzer seinen Gästen die Fernsprechgebühr anrechnen? Er hat cs also in her Hand, die erhöhte Belastung zum Teil wenigstens aozuwälzen. Hiernach glaube ich zu ber Behauptung berechtigt zu sein, daß bic DZeurcgclung der Fernwrechgebühren weder für die Gesamtheit der Tcilnehmei in Gießen, noch sür die städtischen Interessen Ütachteile haben kann. tz a g e m a n n, Telegraphendirettor. Sandesoetbanb Ost Hess. Vekailalserziehungrvereine. G i o st e ii, ben 7. Mörz 1910. Am 4. März iJcU ßcr Verband sein? H a u pt v er sa m m- lung hier ab, zu der iich mit Ausnahme eines amtlich cer- f,tnbcrten Herrn, sämtliche Geschäftsführor ber oberhessischon Verein ? und zur Hälfte die aus drn beiden anderen Ptoviiizen nn- geiunben hatten. Eine Reihe von KreMintern und einige Stadt rcnraltungeit hatten Vertreter gesonot. Von den Iugenöricksterm waren zwei der Einlaoung gefolgt. Nachdem ber Borfitzende, Pfarrer Röschen- Freienfeen, bies. Vertreter und die übrigen Gäste begrüßt hatte, sprachen Superirnenbent Euler namens des Obrrlonsistprimns, Oberstaatsanwalt v. H ess er t- Darm- siaN Tutilten-j des Ministeriums der Justiz lirtb Kirch cnrat D. 2 t£ to f) c r OJichm yamens des Landesvcreins für innere Missen das Untere sie ihrer Auftraggeber alt den Bestrebungen bcvj (S17,i;fyngvverrine und die guten Wünsche für die Tagung ans. Ta-? Ministerium des Jnmn-n Latte noch in Lebtet Stunde kie ei.-nfitid'? VerhindciWg seines Referenten niitgeteill. Aad) Amriinig einiger anderer schr ist licket Begrünungen erstattete der Borsineiit e b'ii Jal-n sbrrichl, der ein Bild der Bereiusarbeit gab'und in der Hauptsache weitere £iganisa t wnsvarsck)läge machte. 11(i0 Jäglingie mitcrfu m der -Austecht der 22 Enichungsverrin.'. Jrn Bniul r «raren 11 (> abgegangen, dagegen 265 ausgenommen n-jrben, (»60 Bsle^ linder, 290 T kn ft boten, 232 Handwerker. 3it der Mehrzahl sind es Zwangszöglinge- 883, 4 entlassene Strasgesangenr und 273' in freier Erziehung Befindliche. Ber- Lältnieinästig gras', ist die Zahl der Mädchen, 505, gegenüber den i;.rM Knaben. Tie gedruckte Zahlcnstiatkstik gab auch über das Betragen und die ü'cijtuiigen. der (Zöglinge eine befriedigende Rntn ort. Nur etwa 5 Proz. waren unbefriedigend, lieber die £rganifationsbdrschläge wird der Vorstand demnächst beraten. Eine furze Besprechung über das Verhältnis zu den AuftaltS- (eitungen fd los fich an. Pfarster M liugeufchmidt - Alsheim erstattete die Rechnungsablagc tind erhielt Entlastung. Der neue 7>ragebag?n soll filr den Bedarf von drei Zahreu gedruckt werden. In den Vorstand wurde sodann Pfarrer Brill- Ober-Widders- Veint gewählt. Run hielt Professor Dr. Mittormaier einen eingestrichen Vortrag über ,,Tie Entwickelung des Gedankens der F il r f arge ft a tt der Strafe int Rechte Deutschlands und deS 'Auslandes". Ausgehend vom Wesen und Zweck der Strafe und ter Fürsorge legt der Vortragende bereit gegenseitige Be- ,-Il Lungen dar, zeigt, welchen Um fang die Fürsorge für die der- selben Bedürftigen aller Art angenommen, und verweist auf di: Vorbildltchen Einrichtungen einzelner Gefängnisse; statt der Frei- steitsslrwfcu, besonders bei zw-eckloseu kurzftistigen, treten immer mehr, mit Recht, die Geldstrafen. And) den Erziehungsvereinen gibt er einige Winke zur tieferen Auffassung ihrer Aufgaben. Reicher Dank folgte dem Vertrag, an den fid) eine längere Aussprache auschliest. Oberslnatsanivalt Laug wünscht die 'Aus- merzung bcs znedwidrigen Namens Zwangserziehung und regt eine Eingabe an dos Iuslizmiuisterinm an, um eine möglichste Annäherung der Efziebungsvereiue an die zuständigen Gerichte und Sirasvollstreckungsbehörde>i in die Wege zu leiten, besonders aiuii in Form gegenseitiger Mitteilungen. Hieran reiht »Dekan ■Scriba Erbach Spezialwünsche. Noch sprechen Professor Dr. .wlumkei'straulsurt und Oberstaatsanwalt v. Dessert. Im Anschluß an die Ausfül rnngen des Ict5tgcna11nk.11 Herrn leitet der P o r s i hende die Besprechung über den. letzten Punkt der Tagesordnung ein: „können die Erziestungsvereine auf dem Wege der Organisation schweren Ausschreitungen von Zöglingen entgegenwirsen?" Er stellt als Grundsatz aus, da st den Zöglingen die Erziehnngsvereiue nicht als Popanz angedroht, sondern als eine Wohltat vor gestellt iverdeu. Zn der B cs pr e ch u n g 1 mache n Oberstaatsanwalt Lan g über die Behandlung der geistig Minderwertigen, Bürgermeister Dr. Schmidt-Mainz, ZircheUrat D. Sch lasser befürworteten eine Anstalt zur vorläufigen Be- obad;tung der Zöglinge. $cbwitrgcrid)t tb. Gicszen, 7. März. Tie Schwürgeridftsverhaiidlungen wurden heute vormittag unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats Schufttspan eröffnet. Zur Verhandlung stand die Anklage gegen die 19 Jahre alte Elisabethe Löwer ans Gießen wegen .Eindestötung. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Trümpen, die Verteidigung hatte Rechis- amvalt Peters übernommen. Es waren zur Verhandlung 12 Zeugen und Medizinalpat Dr. .Haberlorn als Medizinisch ost < adj verständiger erschienen. Der Tatbestand der Anklage ist: Mitte November fand man in einem Winkel zwischen 2 Häusern in der Walltorstraße in einem Sack eine halb von Ratten ausgefressene Leid',e eines neugeborenen Knaben. Der Verdacht, die Mutter zu sein, lenkte sich alsbald auf die Angeklagte. Die Angeklagte lunibe verhaftet und legte ein Geständnis ab, daß das Mini) nach der Geburt, gelebt hat, daß sie es durch Einführung des Fingers in den HalS vorsätzlich dem Erstickungstod preisgcgcben hat, der etwa eine halbe Stunde na di der Geburt eingetreten fei. Die Mutter will dann die Leiche in die Fetzen eines MaSlonkostüms und in einen Sack gehüllt an den Fundort niedergelegt haben. Die Angeklagte, die in der nichtöffentlichen Verhandlung ihr Geständnis wiederholte, führte dadurch eine gekürzte Beweisaufnahme herbei. Es wurden nur 2 Zeugen und der medizinische Sachoer- ftänbige vernommen. Die Geschworenen bejahten die Sckmldfrage wegen Kindestötung und öa? Vorliegen mildernder Umstände. Der Gerichtshof erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 2 Jahren (i Monaten, woraist 2 Monate der erlittenen Untersuchungshaft in Abrechnung kommen. Die Strafe wurde damit begründet, daß die. Jugend der Angeklagten, ihre Verhältnisse, unter denen sie gelebt, als Milderungsgründe berücksichtigt feien; straf'chärfend dagegen mußte die Tatsache wirken, daß die Angeklagte idjon vor der Geburt den 'Willen gehabt hat, das Kind aus der Welt zu schaffen. Die Verurteilte erkannte das Urteil sofort an. enb> öLlochr» yrD 100 Pfund gcividu x_'cbcnt)^ Schludjc- Ochsen. von-biSvün-blS gemlchr Vollfleischige, ausgemäslete, höchsteu Lchlachtwerles, höchslcus 6 Jahre alt 42—45 76—79 43 77 Junge, sletschige, nicht au5geinä|tete und ältere auSgemäftete 37—40 71—74 38 72 Färsen, K ü h c. Vollsteischige audgemäftete Färseit höchst. Schlachtivcrles . ...... 39 -43 70—77 41 73 Vollsletschige ausgemästete Kühe höchst. Schlachtwertes bis zu 7 Jahreu . . 34—38 65—69 36 67 "Heitere ausgemäslete Kühe uud wenig gilt eutwickcltc jüngereKühö tu Färsen 29—33 58—64 31 61 Kalbe r. Feinste Blast' (Vollmilchnmst) und beste Smtgkälbcr 50—56 84—92 53 88 "Mittlere Plast- nub gute Sangkälber . 46—49 76—82 47 79 S ch a i c. Mastlämmer mio jüngere Masthammel 40—00 80-00 40 80 S ch w e 111 c. Votlfleijchige Schiveine bis zu 2 Zentner Lteveiidgewicht 55—56 70—72 55 71 Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 55—56 70—72 55 71 Fleischige Schiveine ..... 53—55 68—71 54 69 Nacyricyten. <. c-uöL. 3n der Stadtiirche. Mittivoch den 9. Äiarz, abends 6 Uhr: 5. P ä s s i 0 n s - A n d a d) t. Pfarrer S ch tu a bc. Mittwoch den 0. März, abends 8 Uhr: Versammlung deS F r a u e n v e r e i n S der I 0 h a n n es g e m einbe mi Johmmes- jaal. Pfarrer A u siel d. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Wetter R es 6V *6 & März 1910 5^ e L-sZ । 1 । 1 1 Höchste Temperatur am 6. bt5 7. l’,4 92 SSE 2 0 8. 7211 754,8 - 1,7 .4,0 98 still still 10 Bew. öinnncl | Klarer Himmel i Nebel -P 11,1 °C. — 1,9 °0. Telefonische Kursberichte des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industr’?-'besser. Frankfurter Börse, 7. März, L.15 Uhr. 3'/,% Reichsanleihe — .. 3°;„ do. 3'\°/0 Konsols 3"do. • 3'/,7ft Hessen 3‘4üM Oberhessen v . 4°/„ Uesterr. Goldrcnte . - . 4'/s% Oesterr. Silberrente. 4" 0 Ungar. Goldrcnte ... 4'',0 Italien. Rente . . .. 3"'o Portugiesen Serie I . 3° „ Portugiesen „ III . 41/?"/0 ross. Staatsaul. 1905 4V?'n japan. Staatsanleihe 40/„ Couv.Türken von 1903 Tiirkenlose . . . . .. ; 4" 0 Griech. Monopol-Anl. •. 4% äussere Argentinier .. 3°/0 Mexikaner ... 4'/,% Chinesen . Aktien: Bochum Guss . . Buderus E. W. ■. - - ■ . 9385 84.70 1-3.85 84.70 92 00 100.15 99.40 95.80 65*30 66^0 100.25 98.05 94.80 178.40 48.30 91.90 69.30 99.95 243.40 110.40 Teudenz: fest. Berlimer Börse, 7, Ctiuada E.B 183.60 Darmstädter Bank . . . 137.50 Deutsche Bank .... 258.90 Dortmunder-Union C.-z. . 94.10 Dresdner Bank . .K- . 166,30 Teudenz: fest. Elektriz. Lahmeyer . . . 109^0 Elektriz. Sehuckert . . . 135.00 Eschweiier Bergwerk . . ^03.00 Gelsenkirchen Bergwerk . -15 00 Hamburg - Amerik. Pakctf. 142.90 Earpener Bergwerk . . . 200. .0 Laurahütte ...... 172.50 Nordd. Lloyd . 106.60 Oberscblcs. Eisen-Industrie 104.60 Berliner Handolsges. . . 180.06 Darmstädter Bank . - . 137.50 Deutsche Bank ... -58.56 Deutsch-Asiat. Bank . . 154.50 Diskonto - Kommandit . , . 197.20 Dresdner Bank . . . - 166 30 Kreditaktien . . - .. . 214.90 Baltimore- und Ohio- •>*'*•■ Eisenbahn 112.90 Gotthardbahu . .u . —.— Lombard. Eisenbahn - r-. j«. 23.4') Oesterr. Staatshaltu . 162.00 Prince - Henri - Eisenbahn “•. 135.01 März. A'iCa'ivs'x tri;. Harpencr Bergwerk . . . 200.25 Laurahütte . . . . -. . 172.70 Lombarden E. B. . -. 23.50 Nordd. Lloyd ,. . K.st..D. 106.50 Türkeuluse" *178.50 „Das dreifache Gewicht." Mühlacker (Württ.), 3. April 1908. „Mil 10 Wochen ioar unser kleiner Alfred noch so mrückge» blieben, daß er kaunr 6 Psund wog, da die ihm dargereichte Nahrung ihn nicht recht zii feäftigen schien. Wir versuchten nun, dem Kleinen reinen Lebertran zu geben, doch verfehlte dieses Mittel seinen Zweck vollständig, da der Junge eben zu schwach war, um es verdauen 51t können. Da griffen wir denn, als alles nicht anschlagen wollte, zii Scotts Emillsion und köirnen heilte mit Freuden mitteilen, daß diese gerade Wlinder wirkte, denir voll dein Tage all, wo wir Scotts Emulsion angeiuaiibt haben, trat eine vollständige Äendernng im Bcsiiiden unseres Söhnchens ein. Er nahm die Nahnnlg wieder gern, laut nach und nach wieder zur Ruhe und schläft jetzt fast die gaitzc Nacht hindurch. Beinerkcn iitöchten wir noch, daß das Kind hetile gerade ein Jahr alt und ist fast das dreifache Gewicht hat." lgez.) I. Kaifcr. -Jede Mutter, die Aehnliches mit ihren kleines Lieblingen durchzumachen Hal, sollte nicht zögern, «auch bei ihnen durch Anwendung von Scotts Emulsion eine gedeihliche Entwickelung herbci- zuführen. Scotts Emulsion enthält in leicht verdaulicher Form eine Reihe wichtiger Bestandteile, die für die Entwickelung eines starken, geraden Knochenbaues unentbehrlich sind. Iw Ocgcufalj 511111 gewöhnlichen Lebertran schmeckt - Scotts Emulsion angenehm süß ipib wird darum auch wohl immer gern genommen. Scotts Emulsion Ui nur echt, wenn die äußere Packung “ b®avr^£ die nebenstehende, wohlbekannte Schuhmarke—- D-r!adreuöi freu Fischer mit dem Dorsch — aufiveift. ecott» Emulsion wirk' von une aueiAltebli» !M großen verkauft, und jwar nie lote nach öcrotdit ober A!ah, >andern nur in versiegelten Ortginalstaschen in Karton mit unterer ^cdutzmorke (Fischer mit dem Dvnch). Scolk u. Sowne, &. ut b. H, ßrantfurt a- 8)1. Bestandteile: feinster Medtprial-^'edertran !5ü,0, ortmo «Ivzcrtn bO.u utitert>6o5öbortgfaurcr Kalk 4,3, uniervhoövhoria aura« Natron t’A pulv. Trago •> M, feinster arab Gummi pulv. 2,0, beftilL Wasser 159,0, «'lltobol 11,0 Hterpi .ircnittttfrfje Cmtilnon mit Stint«, Monbel- unb asau!tbertaöt tt 2 Trovsen Bekanntmachung. Bcir.: Zdeen-Wettdewerd zur E-rlaugung Plänen für die Bebauung eines Grnndstükko am Erd- tautcrwcg in (ließen. Indern ioit allen Einsendern von Plänen hierdurch für ihre Beteiligung an dem Wettbewerbe verbindlichst danken, bringen wir 3111 öffentlichen Kenntnis, daß das Preisgericht folgende Preise zuerkannt hat: a) den ersten Preis den Herren Architekten Biahr LBiark- tuorl in Darmstadt mit dem Motto „Luft u. Licht II"; I.) den ziveften" Preis, Molto „Kulturstätten", Herrn 'Architekten Haus Meyer m Gießen und c) den dritten Preis, Biotto .Feierabend", dem Herrn Kreisstraßenmeistcr Georg Niohr in Gießen. Zum Ankauf empfohlen Hal das Preisgericht: Den Plan nut dem Motto „Kleine Gemeinde", Ver- 7^ssrp Herr Architekt Hamann in Gießen; <->) den Plan mit dem Motto .Regina", Verfasser Herr- Architekt Georg Kugel in Darmstadt und t) den Plan mit dem Motto „Volkswohl", Verfasser Herr Architekt Ernst Schmidt in Gießen. Dieser Ankauf ist von uns genehmigt worden. Sämtliche Plaue werden von Dienstag, 8. Marz bis inkl. Samstag, 12. Biärz von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 5 Uhr im oberen Saale der Gewerbeschule Gießen, Kirchstraßc 16, zur Einsicht der Interessenten aufgelegt. Tie nicht prämiierten und nicht angekauften Pläne können vom 15. I. Mts. an bet uns (in der Gewerbeschule) abgeholt werden; die bis zum 1. April er. nicht abgehotten Pläne werden den Verfassern, nach Ermitteliing deren tarnen durch Ccffnen der Kuvertü, portofrei zurückgesandt. ne/3 Gießen, den 7. März 1910. MMWilMst öcü fDMflcl. Ardeitervcrtills zu ISiejzeu Eiiigetr. Gen. m. defchr. Haftpst. D 0er ing. HaaS. *x •> W Sämttirlies '.'.Oatciial zur Fußbvdciwflegc, wie: '1249 Ltalilivänc, Parkcttscifc, Wtckifc, staubbiudcndcs glunbodcnvl, Fußboden Glanzlackfarbc irasch lrockneudi, Bohucr, Vollerer, Bürsten, Bcicn uud bcral. in nur I. Qualuii, und iiimlgc Wegfalls der Ladeumieie zu billigsten Preisen. Viefentug frei ni-5 vaus. Empfehle meine W Vakumn-Heini;;cr "V5R zu Entstaubungen in und außer dem Hause. 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Ratschläge für Kranke und ihre Angehörigen zur Ver- metdüng von Anstcckuiui.________________________Volt.______ Biirgerverein Giessen. Mittwoch den 9. Mär; er., abends 81/, Uhr, im Saale des Hotel Einhorn Dm« Biirgei’-fmamniliiog. Tagesordnung: Die Arbeitsschule, die Schule der Zukunft. Referent: Herr Schulrat Scherer-Büdingen. Freie Aussprache. — Wir laden die gesamte Bürgerschaft, insbesondere unsere Mitglieder, hierzu sreundl. ein. Tanten will kommen. lvl/a] Der Vorstand. Bettkll-Verslllljlhlllls Max Baer Süd-Anlage 15 Giessen (Hessen) offeriert; Bett Nr.12 BettHr.Z1 «:,i3 BettNr.3'"w~‘5 Äergestellt aus prima echtfarbige varanttert neuen boppelt gereinir äs'“ Versand nach ÄUBWart’ 130 cm breit Einschläfrig 160 cm breit Zweischläfrig 20.50 Füllung lOPsb. Bettfebern 28.50 Füllung lOPsb. Halbdaunen 40.00 Füllung lOPsb. Landruvf » roten Atla ,ten Bettfeber» » nur gegen 25.00 Füllung 13Pfd. Bettfebern 33.00 Füllung 13Bfb. Halbbaunen 45.00 Füllung 13Pfb. 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Buchen- und Eichen-Scheitholz, 65 Rm. Buchen- u. Eichen- Knüppel, 200 Rm. Buchen- und Elchen-Reiser, 48 Nm. Frchten-Retser, 50 Rm. Buchen- und Elchen-Stöcke. Zusaminenkunft vormittags 10 Uhr auf der Kreisstraße Trais-Münzenberg —Bellersheim. 1412)__________________________Häufe r, Markmeister. Dre für die Gemeinde Crda angcsctztcn Holzvcrtäusc 1. Oesfentliche Berstetgerung am 9. d. Mts. 2. Submfifionsverkauf am 15. d. Mts. finden nicht statt. Hohensolms, den 5. März 1910. c8/3 ___________________________Der Bürgermeister Huttel. Bekanntgabe. Die Holzverstcigerung in den Waldungen der Gemeinde Mainzlar am 28. Februar, 1. und 2. März l. I. ist genehmigt. Tie Holzabfuhrscheine können gegen Bücgschafl- letslung auf unterzeichneter Bürgermefiterer vom 15. März L Is. an in Empfang genommen werden. Mainzlar, den 7. März 1910. Großherzoglrche Bürge rmeisterei. Bogel. 1398 Nutzholzverkauf Gemeiuvcwald Fronhausen a Lahn. Donnerstag den 10. März d. Zs., vorm. von 10 Uhr an, sollen an Ort und Stelle versteigert werden: A. Nadelholz: 186 Stämme mit 65,53 Fslm., 8 bis 16 m lang, 12 bis 42 cm Durchmesser. B. Eichen: 13 Stämme mit 9,96 Fslm., 4 bis 10 m lang, 25 bis 61 cm Turcymesser. Zusammenkunft im Distrikt Fichtenberg. Fronhausen am 4. März 1910. Der Waldvorstand: [1393 Gerhardt. Fischerei-Verpachtung. Am Mittwoch bett 23. März b. Fö., vormittags 11 Uhr soll in der och'scheu (ynitroivtfdratt zu Elnbauien bei Dcnrburn die fiskalische und Universums «Zischerer in der Lahn, von der Mretv grenze bei Mernbadi bis zur Gohselber Brücke, zusammen mit der Fischerei in dem Kernbach, vom Entsprung am Fuge des Rim ber g. bis zur Einmündung in die Va6n. aus 12 Jahre, und zwar vom 1. April 1910 bis zum 31. März 1922, öfienttich meistbietend ver pachtet werden. Die ca. 9 km lange Pachtstrecke in der Lahn enthält Haupt sächlich Forellen und Weififische. Die Bedingungen werden im Termin verlesen und können auch vorher aus der Cberiöritcrci eingeseheu werden. Elnhausen bet Marburg, den 7. Plärz 1910. D* Der Forstmeister. _________________Lubefeber____________________ Holzversteigerungen. ES werden versteigert: 1. Montag ben 14. März L I. in den Distrikten Grau winkel, Krummstrauch. Brctteloh, Klösgeörod, Zuhaag, Koppe Bettenwald und Hinkelberg: Stämme: 5 Eiche 4. .QL — 2,78 Km 9 Eiche 5. ML -- 3,46 Km., 143 Eiche 6. .Sil. - 21,86 Km., 2 Buche 2. ML - 3,26 Km., 4 Buche 3. ML = 3,48 Fm., 1 Bucke 4. Sil. — 0,61 Km., 2 Kiefer 2. Kl. 2,70 Km., 21 Kiefer 3. ML — 24,25 Fm., 36 Kiefer 4. Kl. 27,47 Fm., 89 Kiefer 5. KL — 88,20 Km.. 2 Lärche 4. Kl. 1,76 Km., 7 Lärche 5. Kl. 2,77 Km.. 5 Kichte 3. KI. — 6,05 <3-111., 16 Kichte 4. Kl. — 13,45 Km., 123 Fichte 5. ML 42,13 Km. Derbstaugcn : 40 Eiche 1. Kl. — 3,09 Fm, 1 dcsgl. 2. Kl. — 0,03 Fm. 26 Fichte 1. Kl. — 3,41 Km.. 6 deSgl. 2. Kl. = 0,38 Km. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr da. wo die Kreisstrahe Göbelnrod aus die Kreiostrafie Grünberg- Lindenstruth cinmünbet «Kiefer Nr. 267). Die Nummern 115 bis 194 im Distrikt Krumm ftrauch kommen nid)t zum Ausgebot. Die Kiefern in Grauwinkel und Krummstrauch werden vorgezeigl, alles übrige Holz nicht. Lepteres kommt in der Gastwirtschaft „Bum Frankfurter Hof" in Göbelnrod zur Versteigerung. Nähere Auskunft durch Forstwart Kinkel zu Harbach- 2. Dienstag den 15. März l. F. aus denselben Distrikten Scheiter Nm.: Buche 601, Eiche 20, Kiefer 30, Fichte 2. Knüppel Nm.: Buche 296, Eiche 159, Aspe 10, Linde 2, Kiefer 31, Fichte 16. Knüppelrcisig Rm.: Kiefer 12, Fichte 2,5. Reisig Rm.: Buche 694, Eiche 340. Stüde Rm.: Buche 8 brennklein, 186 grob, 40 Eiche, 22 Kiefer, 32 Fichte. Zusammenkunft vormittags 9 Uhr in der Gastwirtschaft des Herrn Heinrich Schepp V. zu Saasen. Interessenten beheben das Holz vorher einzusehen. Die blau unterstrichenen Nummern kommen nicht zum Ausgebot. G rtt n o e r a, am 9. März 1910. _____________Grofcherzoglicke Oberförsterei Grünberg._________|B*/- Holzverfteigerung. Donnerstag den 10. Marz l. Is. kommt im Staufenberger Gemeindemald, Distrikt Mark und Maistrauch, folgendes Holz zur Versteigerung: 1 Eichenslamm (Schnittholz), 60 cm Durchm. — 2,09 Fm. 1 „ , 50—59 cm a — 1,13 „ 18 Eichen stamme „ 40—49 „ , == 12,79 „ 20 , , 30—39 „ r — 11,14 r 1 Kiefernstamm „ 40—49 „ , = 1,88 r 17 Eichen-Derbstangen, 860 Fichten-Derbstangen, 15 FichtenReisstangen. Freitag den 11. März in denselben Distrikten: 8 Rm. Etchen-Nutzscheit, 6 Rm. Eichen-Nulzknüppcl, 108 Rm. Buchenscheit, 53 Rm. Eichenscheit, darunter Küfer holz, 87 Rm. Eichen-, Kiefern- und Fichtenknüppel, 10 375 Buchen-, Elchen-, Kiefern- und Fichten-Wellen, 69 Rm. Buchen-, Eichen- und Fichten-Stöcke. Tie jedesmalige Zusammenkunft ist vormittags 10 Uhr am Calenberg atu Fußpfad von Sichertshausen nach Trais am Eingang des Waldes. Staufenberg, den 4. März 1910. Erosth. Bürgermeisterel Staufenberg. Stephan. (1378 Amtliche BcklliltWchulMll der Ltadt Gießen. Mittwoch den 9. Mär» 1910, nachmittags 3 Uhr, findet aut der Bürgermeisterei — Zimmer 13 — die Verpachtung bet WirtfchastShatten aus dem Biebmarkt statt. (B1/- Frettag bett 11. März 1910, nachmittags S'., Uhr, Zlbfallholz-Vcrstcigernng. .'.usammenkumt auf dem Wtefeckerweg. 'B4 , Sonntag den 13. März, von vormittags 11 bis nachmittags 2 Uhr, soll in dem Zimmer Nr. 3 der Stadtknabenschule eine Ausstellung der von den Schülern im diesjährigen Unterrichts kurfus für erziehliche Knaben Haubarbeit geserugien Gegenstände stntlfinden, zu bereit Besichtigung wir hiermit freundlichst einladen Arbeitsvergebung. Die Herstellung von Kabelgräbeu und die Stellung von Hilfs arbetlern für das Betriebsiahr 1910 soll öffentlich vergeben werden Die Bedingungen find während der Tienftftundeu in ben- Amtszimmer der unterzeichneten Berwaltung, West Anlage 51, ein zusehen. Angebote, unter Benutzung der dortselbst erhältlichen Bor drucke, find bio zum Dtettstag den 15. d. Mts., nachmittags 3 Uhi verfchloffen unb mit entfprechenber Aufschrift versehen, an genanntet Stelle etnzureichen. Giefien, den 8 März 1910. »T B* - __________Elektrizitätswerk und Stranetckahn bei Stnor OitcRcn. ' Verdingung. Die für die Kabetoerlegungen erfnrbeiLid)ett Lteserungeu an d urch gew o r te nem Lahnktes unb hartgebrannten Rtngofemtemen losten orfentltdi vergeben werden. Tie Bedingungen iinö während der Dieuststavden in dem Amtszimmer der unterzeichneten Berwaltung, West-Anlage 5L ein zmehen. — -lngebote unter Benutzung der daselbst erhältlichen Bor drucke und bis zum Dienstag den 15. d. Mtc . nnchmtttags 3 Uhr verschlossen unb mit entsprechender Aunchrist versehen, an genannte> stelle einzureichen. Giefien, den 8. Marz 1910. i;- __________Elektrizitätswerk und Ltrafienbahn der Stabt Giefien v Ehaufsierarbeiten für ben Slusbau ber Straffen in betn Gebiet zwischen Mittelweg unb den ueter. nicb. Instituten sollt > yjiDnlno ben 11. b. MtS., vormittags 11 Uhr, vergeben werd'-u Die Berdlngungsunterlagen liegen auf unserem Tiesbauami urivn unb und Angebote auf Bordruck bobht emzureichei, ______ ]; Die zur Erweiterung ber Lcklachthofanlage erforderlichen Etteubetonarbeiten sollen Samstag beit 19. :viärz b. Ko, vor mittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden Dw Unterlagen liegen auf unserem Hochbaiiamt zur Cinfickl onen. Angebote nur Vordruck, ber bnfelbft erhältlich, B,.. i genannten Termin dort etnzureichen. frühj'hrs-Neuheiten das eleganteste, was die Mod^ geschaffen hat, vornehme, aparte Modelle Lilienleld’s Schnhwarenhans Seltersweg 52 Heue Automobil-Gesellschaft Berlin Sutil in MM Lnlng non Emil NM Weier liir Giessen und Einignil: A. Kircher, Bleichstrasse 15. a klein. 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Geschichte der Stadl Gietzen von dem tüchtigen Gietzener Lokalforscher Dr. Ebel: die Universität von denr bekannten Na tionalökonomen Diagnus Biermer, früheren V. D. St.er: die Geschichte der Garnison von Maior Mohr. Nach einem Rund- gang durch die Stadt werden wir in besonderen Abhandlungen unterrichtet über Bibliotheken und Sammlungen, Vaoe und Klima, Bevölkerungs- und Gesundheitsoerhältnifse, Natur!,«- schichtliches, Geologisches, Kunstleben u. Kun'tvflege, Charakter, Sitten, Gebräuche u. Sprache der Hessen im weiteren Umkreise, das kirchliche Leven, das Schulwesen, Industrie, Gewerbe, Handel und Verkehr, Städtische Einrichtungen, Universitätskliniken, Veterinärwesen, Akademisches «dabei noch die Bestimuiultaen für die Studierenden, Promotionsbedingungen usw., ein höchst vergnüglicher Aufsatz „Aus dem Gietzener Studentenleben der Der aangenyeit" von Roesch, Pflege des Sports. Den ^chlntz bilden Wanderungen durch die nähere und weitere Umgebung. Tas alles nicht aus zweiter Hand geschöpft, sondern jedesmal von den berufenen Männern beschrieben. Jeder alte Gietzem <7; '.ich wird seine helle Freude an dem Buche haben, und alte nohe Erinnerungen an die Ludoviciana und so manche ihrer urwüch sigen Gestalten werden ihm lebendig luerbcu. Tabei ist der Preis für das Buck mit Heinen 335 Textseften, mit seinen vor trefflichen Aanarelldrucken und massenhaften sonstigen Bildern ans schönem Papier erstaunlich billig. ENgelö-TllftUNg ReParatur-WerkstäM Die Zinsen der Engels- Kinderwagen- und Sportwagen-Ausstellung. Alle Neuheiten der Saison eingetroifen. Alleinverkauf der bekannten Brenuabor - Kinderwagen von Gebr. Reichstem in Brandenburg a. Havel, denkbar beste Kinderwagen der Welt. Qualität, Ausführung und Musterreichhaltigkeit ix ©! §