Nr. 8 Dr. tut. et rtil. M Bietrntt ntttpÄÄ^Habc^ Ue^ern zum mindesten daS doppelte Beamtenheer, als im Verhältnis ihm, zukame.. Selbswerstandlich bedingt die selbständige Verwaltung eines Bundesstaates auch in Bezug auf die Verwaltung größere Opfer; aber man ist allgemein der Ansicht, daß man recht gut mit erneut erheolich geringeren Drucksteil der heutigen Beamtenschaft woyl auskommen fomite. Diese Erkenntnis ist allmählich Gemeingut sowohl der Kammern als auch der Regierung geworden und hat nunmehr das dringende Verlangen nach einer durchgreifenden Reform gezeitigt, die vom Finanzausschuß als Vorbedingung zu seiner Zustimmung zu den Finanzoorfchlägen der Regierung bis Ende 1911 bestimmt erwartet wird. Die Regierung hat sich hwrmtt €111^^011^ ^(1^ und wird zweifellos fchon unter dem Druck der ofsrntlichen Mei röntg der Verwirklichung dieses Wunsches sich mcht widersetzen man dem hessischen Finanzminister mil Recht machen will, so geht der dahm, daß er seit Jahren das he.ftM Staatsbudget in erster Linie auf die schwankenden Etmiahmen dei Eisenbahneii aufgebaut hat, ohne mit der Mogltthkett zu rechnen, daß in Zetten rückläufiger Konjunktur diese Euinahmeauelle be* henklich verstopft toerben fann unb .bannt ber Ausgleichung des Budgets große Schwierigkeiten entstehen. Lneser Augenbttck ist nun^gerommrn und es gilt, die dringend notwerwige^ Sanierung der Finanzen in einer ebenso rationellen als auch für bu hLssischrn Steuerzahler möglichst schonenden Weise vorzunehmen. üerbrangen. I Die Beleidigungsklage beschäftigte am 19. und 20. November - 1908 die 147. Abteilung des Amtsgerichts Berlin-Mtttt. In , der Verhandlung wurden u. a Geheimrat Elster aitf dem Kulttis- < Ministerium, die Professoren Dr. Conrad-Dalle, Dr. ^exis-Got- , tingeu, sowie der Münchener Professor Lufo Brentano, ützterer in einem schrifllichen Gutachtw, als S^verftandige gehortt Das Schöffengericht sprach den Beklagten Biermer sttafftei, wett es den Wahrheitsbeweis für die von Professor Btermer ahobaien An- chuldigungar zum größten Teil für erbracht ansah mid die,em außerdem den Schutz des § 193 zubilligte. Die Berufung gegen dieses Urteil geht von dem Privatkläger aus. Tie heutige Verhandlung findet unter dem Vorsitz d-s Lan^ gerichtsdirektors Neufeld statt. Tem Privatklaaer^stehen der bekannte konservative Agitator Rechtsanwalt Ulr1 cy (Berlui> urw Rechtsanwalt Putz (Münchens zur ^Uc, der S^lagtewird durch Rechtsanwalt Gottschalk (^choneLerg- verteidigt. Neben Pvof. Lexis (Göttingen) sind diesmal noch Pvof. Adolf Wagner (Berlin), Prof. Dc. Schmo ller (Berlin) und Prof. Som bart geloben. Unter den Zeugen befinden sah Otthr. V- .7^ an g en- heim, der Vorsitzende des Bundes der Landwirte, dessen Direktor P l a s c u d a, der Abgeordnete der hessischen Kammer K 0 h l e r- Langsdorf, welch letztere beiden bereits rm ersten Prozeß als Zeugen fungiert hatten, der Bundesführer Dr. Rosicko, Pros. Dr. vSavignyu. a. . f ., Ter Vorsitzende regt zunächst einen Vergleich an, der, gleich wie der vor devi Amtsgericht vorgeschlagene, daran scheitert, vast Prof. Biermer sich lediglich zu einer Zurüanahme der formalen Beleidigungen verstehen will. Es wird sodann in bie Verhand- lung eingetreten unb zunächst das Urteil der ersten Instanz unu hierauf bie gegen 60 Seiten starke Broschüre verlesen. ^ie Verlesung nimmt mehrere Stunden in Anspruch. . . Professor Biermer erklärt, m Wiederholung leuter Ausführungen vor dem Schöffengericht, daß Professor Ruhland m seinen wissenschaftlichen Ansckstiuungen plötzlich eine ^chwenkmV habe eintrtten lassen, die er nur auf Zwcckniäßigkettsgrmche zuruck- ssthren könne. Ruhland sei zunächst Freihändler und Manchestermann gewesen und habe arttischutzzötlnerische und cmtwuneta- listtsche Ansichten vertreten. Ein Jahr später ^et der Umschwung in seinen Ansichten eingetreten unb Professor Ruhland habe nunmehr oen Anttag Kanitz als eine unerläßliche Forderung fernes Agrar Programms bezeichnet. Tiefe 23anblung fei nur durch äußere Gründe 1)erdoigerufen worden. Professor Biermer gel)t toeiter auf bie Tatfaa-e ein, baß Köhler-Langsbvrf versucht habe, Professor Ruhland als agrarischen Professor der Nationalökonomie nach Gießen zu bringen. , _ Einem Bericht der „F. Z." entnehmen wir noch: Ter Privatkläger Prof. Ruh land wies alle.tti der Biermerschen Bvoschure gegen ihn erhobenen Vorwürfe entschieden als unberechtigt zuttick. Er habe sein ganzes Leben als ehrlicher Kerl diejenigen Ansichten Vertreten, die er auf Grund seiner Erfahrungen als die richtigeii erkannt habe. Er sei nie extteni für Schutzzoll oder für Freihandel eingetreten, fonbern habe immer eine mittlere Sinie umo - gehalten. 'Auch im Bunde der Landwirt- habe er seine Anschauung , in Bezug auf die F-rage der Gold- unb Doppelwährung burdjaud - nicht aufgegeben. Der Privatkläger verwahrt sich ferner gegen : den in der Broschüre echodenen Vorwurf, dost er als Gutsdirettor — Mittetrheinische Kunst. Beiträge zur Geschichte der Plastik unb Malerei im 14. unb 15. Jahrhundert von Friedrich Back. Frankfurt a. M. 1910. I. Baer L Co. Ein erstklassiges Prachtmerk widmet in vorstehendem Buche dem H ist0 r is ch e n V e re in Uiy das Gr 0 ßh er 5 0 g t u m pessen zur Feier seines 75jährigen Beaehens ain «. Februar ö. I. eine Anzaht von Freunden und 'Dhlglieöevn. 300 ^Eeinplarc sind für beu Buchhandel bestimmt, so daß die wertvolle «Lchrist auch weiteren Kreijen zugäugtich ist. — Als im 13. Jahrhundert die gotifche Baukunst auf Teiilschtand Übergriff, erfolgte am 2JlHtcl* rhem tem emfcheldender Schritt zur Verdeutschung des neuen Stils auf dem Gebiete der monumentalen Plastik; die mittel- rheinische Steinskulptur erhebt sich erst vom 15. Jahrhundert nn zu höherer Bedeutung in den Bischofsgrabmalern des M a 1 n z e r D 0 m e s. Hervorragende Terrakotten aus dein Anfang des 15. Jahrhundert bieten Lorch und Limburg. Die Malerei leistet Hervorragendes in den Altären 5u Ort en berg, ttried- berg unb Schotten. - Das herrliche Monumeutalweik, bar die Kunstleistuugen nuferer mittelrheiuischen Heimat m Wort und Bild ebenfo erfchopsend wie ansprechend barstellt, sei allen Kunst- freunden bestens empfohlen. K1 n. Mainzer StadttHeater. Der dunkle Punkt. Tirektor Behrends jüngste Reise, bie er zweas Aickouf ^niger Neuheiten unternahm, scheint für den ^hoatersackel r^t erfreuliche Folgen zu haben, denn die von ihm aiigekaufttn Awcke, du bis jetzt zur Ausführung gelangten, sichern der ^ir^t^u stets em gut besetztes Haus und eine beisallSeifrige Zuhörerschar. BZorch^rs das Kadelburg-Prcsöersck-e Lustspiel „^er dunkle Punkt ertteut sich allgemeiner Beliebtheit, und wahre Lachsalven und Beifallsstürme begleiten seine AuMwung. Jur MlUeU^tte ^ uberaus komischen tzondümg stehen die drei Familien von Kückvott, von der Tühnen und Brinkmann. 9)tajor a. D von Kuckrott hat zwei Kinder, tzairs unb Else. Emmeriaj, bet b. A-uhiuns ift bis über die Ohren in Else verliebt unb bas Mabel erwidert die Neigungen ebenfalls recht herzlich, ^.er alte v. b. Duhnen hüt zwar gegen bie Heirat nichts cinzuwenbcn. crkunbigt sich aber nichts bestvweniger recht grüiidlick) nach ben Famili-nvLrhalt- nisseil feiner zukünftigen Schwiegertochter. Kaum l>at du Verlobung glücklich ftaltg-fundeii, da er,a>emt Haus mit der ^tacktticht feiner Verlobung mit der Tochter Brinkmann». -Ver alte Duhnen ist herzlich mit Brinkmami verfeindet, unb zieht bie Verlobung seines Sohnes sofort zurück. Alle Versuche ber Aussöhnung zwischen B. Unb v. b. D. schSttern anfangs an ber Harttlopsigteit des , a[ten Freiherrn. Als endlich eine äußerliche Auswlnmiia her- Wahrenb die Soli ber beibcn Damen zeigten, daß man « hier hochbeachtenswerten, ausgeprägten Künstlerin--wiductti- täten gegenüberstMid, konnte inan ftch des Umbrua:» niayt ganz erwehren, daß.beim Zusammensptel der ersten Numm , der Beelhovenschen Violiu-So .a.e Op. 96, miß.iche äußere . Umstände mitgesprochen haben mögen. espressivo hätte mit der auf Beethoven zurnckzusuhienden Metronomisiernng — bie Sechzehntel--69 - m seiner breittrusgezogenen Kantilene eine tiefere Wtrknng e^relt. E. Ney spielte Chopin's tiefgründige B-Acolt--Lonale. Und wie sie sie spielte — das war eine Tat: Temperamentvoll, mit leidenschaftlich durchbrechendem fteuer und be> deutender Gestaltungskraft. Das Lyrifche und ^ntime a dem reichen Borne dieser Sonate nild de» Brahms- schen Intermezzi brachte sie mit glücklich an»- schöpfender Hand zu Tage. Hierbei Zeigte sie oft eine überraschende Weichheit des Anschlags. ein hochzuschätzender Gegensatz zu der mannlui)- starken, zuweilen etwas harten Tongebung, wie sie in Der genialen Wiedergabe der Brahms scheu Rhapsodie zu ve- d6achten war. Mit chr riß sie die Zuhörer zu heller Begeisterung hin, wofür sie mit dem Chopin scheu G-Dur- Noeturno in poesievoller Ausführung dankte. Stesi Geyer spielte in schlickjter Auffassung, ohne ieg- liche Subjektivismen, in echt künstlerischer Bescheidenheit, dabei mit doch oft überraschend fein empfundenen Details I. S. Bach s „Loure und Gavotte aus der Sonate für Solo- Violine in G-Dur 9er. 6". — In Reg er s „Ar ic, Ov. lOo' ergriff den Hörer die mit markiger Tongebung auf Der G- Saite aespielte seeleuvolle Kanttiene. Wie ein inbrünjtiges, aus der Tiefe des Herzens quellendes Gebet drang der ernste Gesang des großen Meisters durch den Raum. . Bei dem Dortrag dieser beiden 9ttimmerri gewann ich die Ueberzeugung, daß Stesi Geyer eine warm unb nef* empfindende, durch und durcy musilalisch und hochiaientierte Künstlerin ist. Aus diesem Grunde bedauerte ich aber auch die Einreihung der Nummer 4 c in das sonst so feinsinnig zusammengestellke Programm. Als Virtuos in hatte sie natüriia) in Hw,em wilden, spanischen (2Lyuy- plattler reichlich Gelegenhett, alles zu zeigen, was sie an Finger- und Bogeulechnik, au Flageoletts-, Pizzieattü- und Doppelgrift^Läufen beherrschte. Sie fand denn auch offene Obren unh ^»r^en bei dem Publikum, lauteren Wettbewerb treibe. Er fei ein wissenschaftliches Chamäleon und habe gegen persönliche Vorteile seine fri"chere nationaloko- iwmisckje Ueberzeugung gewechselt. Ruhland habe wetter^ sich als Protestant nicht gescheut, eine Proseyur an der Dvmmikaner- Universität von Freiburg in der Schweiz anznnehmen und zwar zu einer Zett, als die Reichsdeutschen einen Exodus aus der Universität machten und kein anstäiidiger katholischer deutscher, Professor eine Stelle an ihr angenommen hatte. Er habe ^chlicylich Intrigen gesponnen und mit dem Abgeordneten der be.hWn Kammer, Köhler-Langsdorf, eme Jnteressengemeinchast gebildet, um Professor Biermer aus helfen Gießener Profestur zu GZetzener AonzerweresW. Im 5. Konzert des Gw^uer Kolizem-Verems vei> einigten sich Frl. Stesi Geyer aus Budapesr (Violine) und Frl. Elly Ney ans Köln (Klavier) zu gemeuifamem Musi- Zweites Blatt 160. Jahrgang Dienstag 11. Januar 1S1O Gießener Anzeiger General-Anzeiger für GberheMn Zn den kommenden Reichstagsverhaudlungeo. Die „9iatiouallib. Korresp." gibt in einer Besprechung der Ausgaben des Reichstags folgenbe Wünsche kund, die mit unseren mehrfach geäußerten Anjichten uberein,tttmnen. Zu wünschen bliebe auf alle Fälle, kxiß man einen Teil der Zett, die diese ,mferlösen Etatsplaudereien biÄmig in An- svruch zu nehmen pflegten, auf den Etat des Auswar 11 gen verwendete. Wir haben schon bei wiederholten Anläf>en darcon hikgewiesen, wie rcDtivenbig, eS nachgerade fei, ^b die Natwn sich mtt biefen Fragen beschäftige. Daß man sich nicht mehr wie in der Lismarckznt der Sorge um diese Dinge ui Der :ttwAufan <£& teimtni» entschlagen kömre, daß man das Genie doch Nicht MListern dürfe. Daß die Diplomaten von heute in keiner Beziehung den Ein druck vonGrioß siegelbewahrern emer^em- kunst machten, in die Einblick zu gewinnen den sewohnlic^n Sterb- Achen doch nun einmal versagt let. ltcun fmb gerade in letzten Wochen allerhand neue gravamuta gegen das Reifort hS tot v Schoen vorgebracht worden. Die itnb vielleicht Ä gleichLechttgt - die Vorstellung 5. B.,.daß ton preußisch-deutschen Beamten mtbequem; Leute gern, emfach auf imiSrowttsch ins Irrenhaus gesteckt wurden., mochteii wir uns doch lieber nicht aneignen —,^Eerhüi blecht genug nach, was Ser Verwaltung des Herrn v. echoen nicht gerade unbeiummerten Herzens zusehen läßt. Hier wirb eine lehr ernsthafte, sehr eingehende Prüfung nicht zu umgehen fein: WJg-feJ die auswärtigen doch zu den wichtigsten ^tmtt»geichaften. Der Veleidigungrprozch Prosejjor RuhSand gegen projchsc biermer. 4 Berlin, 10. Jan. Bor der 9. Sttaftammer des Landgerd I ^usungs- instanz wurde heute wiederum die PrivaMage des Dr jur et Phil. Gustav Ruhland, des wisienschaftlichen Verrates des Bundes der Landwirte, gegen den GiN;ener profestoi gestellt ist, erfährt er im Geipräclje, daß B. Zeinen Sohn hat, der mit einer Schwesterstochter verheiratet ist. Sofort trat er wied.'r zurück, baut durch eine verwaiidtsckjastliche Beziehmtg mit hart Schuster würde das Wappenschild derer von Tühnai befleckt, wie verliebten jungen Leutchen sind am verzweifeln. Da erschemt zum Glück für das junge Volk, zum Schreck des Alten cm rvafchechttr Mohr auf der Bildfläche, der sich als Gatte von der DühnenS Tochter, die in Amerika lebte, bekannt macht. Tas ist nun der wirklich dunkle Pmikt in der Familie deS Freiherrn, „gegat bat der Schuster bie reinste Alabasterftgur ist". Ter Mte mutz not* gedrungen nachgeben und der Vorhang schliesst sich über den beglückten, jungen Paaren. Nimmt man das Stück als das, was es sein soll, als eine Erheiterung für Jung und Alt, als einem Schwank, der uns die Sorgen des Alltags vergessen lassen soll, v erfülll es vollkommen seine Aufgabe und jede weitere Kritik st überflüssig. Tas Stück ging unter Hvfrctt Behrends Leitung lott von statten, unb die T-arsteller boten ihr Bestes. Besonders Herr Springer als von der Tühnen, Herr duner als Brinkmann unb Herr Schröder dl» Neger Woodleigh boten l-ervorragende Leistungen. — Eine Gedächtnis-Feier für Wilyelvi Hvlzamer. bcffai bedeutendste Werke wir int tiergnngenat Jahre in linieren Famtlienblättern abgebruckt haben, wirb zum Besten ber Kinder des so jäh verstorbenen hessischen Dichters am SamStag, 15. d. 2)L, in Berlin veranstaltet. Hoffentlich ist die Feier gut besucht. — Reinhardt und bie Münchener Polizei. Wie wir gemelbet haben, ist Max Reinhardt von dem Münchener Gericht kürzlich von ber Anklage freigesprochen worben, er habe ohne Konzession Theateraufführungen veranstaltet. 9iun erlätzt einem Privat-Telegramm bes B. T. zufolge die Münchener Polizei- direktton eine äußerst umfangreiche, schwulstige Erklärung, in der sie ihr Verhalten zu rechtfertigen sucht, in der sie sich bitter darüber beschwert, daß tm Falle ber Strafanzeige gegen Reinhardt wegen konzessionslosem Betrieb des Niünchaier Künstlertheaters ihre Tätigkeit ganz unb gar miüßebeutct und ihre Motive vollstänbig verkamtt worden seien. Schließlich teilt sie mit, daß sie gegen das schössengerichtlicljc Urteil Berufung einlegcn werbe. , — Ein Wort für Dr. Cook. Der Streit um Dr. Cook toöt nach wie vor weiter. Der österreichische Norbpollorscher.Jul-.us von Payer verössentticht, wie mir gestern schon mitteilten, eine Auslassung, in der er für Tr. Cook emtritt. Payer sagt: Vch möclste heute Tr. Cook nur auf den richtigen Platz stellen. Selbst wenn er nicht auf dem Nordpol war, so loll.mnn ihn nicht ganz zu Tode Hetzen. Ich wurde os persönlich bedauern, iuerat Dr. Cook ein Stück zu feinen zweifelloicn Verdiensten um die Erforschung der arktischen Gegenden Inn- machten hätte, wam er nick? mit feinen luirflidycn Erfolg n suirieben war. Boni wissenschaftlichen Standpunkte aus .würde Dr Eook in biefem Falle zweifellos gerichtet sein. Die G-schichte i mit ben Beweisstücken ist aber äußerst verwickelt unb bedarf noch ; sehr der Aufhellung. wesen. . Die Verhandlungen dürsten noch den ganzen morgigen xag in Anspruch nehmai. __ ___ Aus Siaöt wild Land. Gießen, 11. Januar 1910. ** LageSkalender für Dienstag, 11. Jan.: Stadt- theater: Romeo und Julia." Anfang S UHr. Oberhesf Gesellschaft für Natur- undHeil- künde: Generalversammlung mit Vortrag von Professor Dr. Sommer: Schiller als Mediziner. Abends 81/, Uhr tm großen Hörfaal des physikalischen Instituts. — Die Handelskammer für die Kreise Gießen, 8115- felb unb Lauterbach hielt gestern ihre erste Sitzung in diesem Jahre ab, in der u. a. der Vorstand neu gewählt wurde. Es wurden wiedergewählt: zum Vorsitzenden Kommerzienrat Heichelheim-Gießen, zum 1. stellv. Vorsitzenden Kommerzienrat Schirmer-Gießen, zum 2. stellv. Vorsitzenden Kommerzienrat Grünewald-Alsfeld und zum Rechner Kaufmann Röhr. Gießen. ** O öffentliche politische Versttrnrnlung. Man schreibt uns: Der fortschrittl. polit. Bilbungsverein wird am Samstag, 22. ds. MtS., seine erste öffentliche Versammlung halten. Der bekannte Pfarrer Sic. Traub-Dort- munb wird über „9teaHionärc und fortschrittliche Staatsauffassung" sprechen. In der anschließenden freien Aussprache soll allen Parteien Gelegen- coefP o L> < o «I 55 2' -7Z-L rt fff" S?°- <'5?ü CP* Ll .«a. Wß? s>^-***j ?1H P fl p - £Ü 2 2s <- £ = oS V &K des 3’/2o/o Reichsanleihe 3°/, do. 119.10 . 116.25 *? Meteorologischeveodachtnngen -er Station Gieren Wetter eo 10. 2” 8,3 7,4 I 91 8 751,5 1 10. großartigen Fortschritte". (gez.) Frau Hugo Öhrendorff. hoher Nährwert und blutbildende Züge 43 76-81 72—75 39 64—68 39 38-40 71—78 41 40-43 35-38 66—70 36 35 35-36 70-72 57—59 73—75 58 73—75 58 ,10 Alk., Hühnereier 1 St. L Leben 87 94 55 49 Jan. 1910 Harpener Bergwerk Lanrahütte . . . Lombarden E. B. . . Nordd. Lloyd . . . Tiirkeulvbc . 23.60 161.90 136.50 88—95 76-87 Eisenbahn Gotthardbahn In Scotts Emulsion sind die Nachteile des gewöhnlichen Lebertrans nicht nur beseitigt, sondern Versuche haben ergeben, daß seine Vo» Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schlickert . . . Eschwener Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk. . . Lanrahütte . . . Nordd. Lloyd .- . . . . 70—72 70—72 55 55 Canada E. B. . . . Darmstädter Bank . - Deutsche Bank . . Dortmunder-Union C. ; Dresdner Bank . . Tendenz schwach. . 181.70 . 138.80 . 250.00 . 95.70 . 164.70 , 63.10 64.99 , 99-40 , 97.55 I 94.70 , 182.00 47.50 , 92.00 . 68.70 / 99.60 ■ 252.30 Kraft — wesentlich erhöht sind. Außerdem ist der Tran, wovon nur die ausgesucht beste und reinste Qualität zur Verwendung gelangt, im Scottschen Herstellungsverfahren so vollkommen leicht verdaulich und aromatisch süß schmeckend gemacht, daß die Kinder diese milchweiße Emulsion mit größter Vorliebe und bestem Erfolge nehmen. 53-57 46-52 Oberschles. Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . Darmstädter Bank . . . Deutsche Bank . . . . Deutsch-Asiat. Bank . . Diskonto - Kommandit . . Dresdner Bank . . . Kreditaktien . . . ■ . . Baltimore- und Ohio- ä- . 107.80 . 139.00 . 214.25 . 221 70 94:30 85.25 94.30 85.25 93-30 93.00 99-80 99.10 95.90 Wahrend die meisten Kinder nicht dazu zu bringen sind, gewöhnlichen Lebertran zu nehmen, verursacht Scotts Emulsion in dieser Beziehung nicht nur keine Mühe, sondern wird sogar mit Vorliebe genommen, wie dies ans den folgenden Zeilen hervorgeht: Krefeld, Lohstr. 242/1, 4. November 1908. „Unser von Geblüt an zartes Töchterchen Eliriede sollte als Kräftigungsmittel gewöhnlichen Lebertran nehmen. Da es ihn aber nur mit dem größten Widerstreben nahm, so griffen wir schlteßlich zu der bekannten Scotts Lebertran-Ennllsion. Schon nach dem Gebrauche der ersten Flasche sahen wir, daß die Kleine gute Fortschritte machte; sie setzte sich in ihrem Bettchen, stellte sich auf die Füßchen, was sie bis zum 11. Monat noch nicht tat, und heute, da das Kind bereits 14 Monate alt ist und täglich seine Emulsion nimmt, nach der es mit beiden Häilden greift, ist es so weit, daß ich die größte Mühe habe, den Heinen Undand im Zimmer zu halten. Den ganzen Tag ist sie auf den Beinchen, und jeder, der die Kleine vor drei Monaten gesehen hat, wundert sich über die ?hrr echt mit dieser Marie—dernFisLer — dem Garantie« Zeichen deS Scott- scheu DersahreuLl MESSMER5 AUSGEWÄHLTE FEINE THEE= SORTEN Pakete 055Mk-1,40Mk 4°/0 äussere Argentinier 3°/0 Mexikaner . . •=. 4*/2% Chinesen . . '. Aktien: Bochum Guss . .... Buderus E. W. . . Scoris tSmulfion wird von uns ouSschltehttL Hn großen vertäute miß »war nie lose nach Gewicht oder Mab, sondern nur in versiegelten Origlnalflaschen in Kanon mit unserer Schutzmarke (Fischer mit dem Dorsch). Scott u. Bowne, G. m. b. H., Franksurt a. M. Bestandteile: ficmfler Medtztnal-Lebertran 150,0, prima Glyzerin 60/), unterphoSphorigsaurcr Kalk <3, untcrphoSphoriq'aure« Natron 2,0, pulD. Tragant L,y. feinster arab. Gummi piilv. 2,0, destill. Waffcr 129/). Alkohol UX) Hierzu aromatische Gmulftou mit Zimt-, Mandel- und Ganltberiaül le 2 Trovke-i 32 28 24 Lombard. Eisenbahn .«.H Oesterr. Staatsbahn ■ Prince_- Henri - Eisenbahn 60—66 55—57 26—42 Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtwertes........ Färsen, Kühe. Vollsieischige ausgemästete Färsen höchst. Schlachtwertes . . . . . . . . Vollsleischigc ausgemästete Kühe höchst. Schlachtwertes bis zu 7 Fahren . . Aellere ausgemästete Kühe und wenig gut entivictelte jüngereKühe u. Färsen Viäßlg genährte Kühe nnd Färsen . . Gering genährte Kühe und Färsen . . Kälber. Feinste Mast- (Vollmilchmast) und beste Saugkälber......,. - . Mittlere Mast- imb gute Saugkälber . Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthammel Schwein e. Vollsieischige Schweine bis zu 2 Zentner 4".o 4°o 3°/o 3°;0 214.60 202.00 23.60 103.20 182.00 chwieriges Amt verwaltet habe und wünschte dem neuen Direktor gleichschöne Erfolge. Prosessor Grein begrüßte im därmen des Lehrerkollegiums den neuen Leiter und wünschte, daß das Zusaminenarbeiten in gleich harmonischer Weise wie seither auch unter der neuen Leitung geschehen möge. Hierauf nahm Herr Direktor Dr. Ritsert das Wort. Er sprach zunächst dem Grvßherzog und der ooersten Schulbehörde seinen Dank aus, die ihn an diese verantwortungsvolle Stelle berufen haben. Es werde sein Bestreben setn, das Vertrauen, das die Schulbehörde auf ihn gesetzt, zu rechtfertigen. Zum Gelingen bedürfe es aber der Mllwir- üng des Lehrerkollegiums, des Elternhauses und der Schüler, um die Anforderungen zu erfüllen, die heute an eine höhere Schule gestellt seren. Die würdige Feier schloß ein vollendet vorgetragener Doppelchor unter Begleitung des Schülerorchesters und uxter Leitung des Musiklehrers Reallehrer Müller. N. Mainz, 10. Jan. Dem Kreuzer „Mainz", der vergangenes Jahr unter Beisein des Oberbürgermeisters von Mainz vom Stapel gelassen wurde, hat der Mainzer Ruderverein einen herrlichen Tafelaufsatz für die Offiziersmesse als Ehrengabe übersandt. Daraufhin dankt nun der Kommandant des Kreuzers im Namen der Offiziere für den geschmackvollen Aufsatz. ) ( Marburg, 10. Jan. Das Projekt der Errichtung einer elektrischen Uoberlandzentrale unter Verwendung der Was, tu-rast der Rehmühle, die beim ZwangSverkaufe in die Hände zweier Kaufleute in Marburg übergegangen ist, findet, wie in allen Versammlungen rn den größeren Ortsck-aften seftgestellt wurde, bei den Landwirten großen Anklang. Den ländlichen Interessenten gefällt es nur nicht, daß eine ausländische — man sagt eine englische — Gesellschaft, die Unternehmerin ist. Tas mag wohl auch der Grund sein, daß die Landwirte vielfach mit ihren sich zur Abnahme des elektrischen Lichts verpflichtenden Unterschriften zurückhalten. Jetzt hat nun im Rest. Waldschlößchen eine Versammlung größerer Gutsbesitzer eine Genossenschaft gegründet, welche die Errichtung einer Ueöerlandzentrale auf eigenes Ristto betreiben wtll. Falls es nicht gelingt, die Mühle zu einem annehmbaren Preise zurückzukaufen, will man nur Dampf- krast benutzen, da diese sowieso nicht ganz entbehrt werden könne. Lebend- Lchiachk- ftewichc TeSeoonEsche HCursfoepichte Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel mü In']ustriey,Gie=sen, Frankfurter Börse, 10. Januar, 1.15 Uhr. „Machte gute Fortschritte — E g b esr?« CÖJS Seelig's Korn-Kaffee das Beste seiner Art! nur in Original'Paketen ! 30-34 27—29 23—25 Beim Rauchen. Es ist merkwürdig und gewiß den meisten Frauen unverständlich. daß so viele Männer am Rauchen gefallen finden können. Und doch muß ein eigener Genuß darin liegen, den sogar manche Frau nicht gerne mehr missen möchte. Lei die Zigarre gut oder schlecht, so bleibt nach dem größeren oder kleineren Genüsse derselben im Munde und Rachen des Rauchers jedesmal ein unangenehmes kratzendes Gefühl, das nur zu leicht sich festsetzen und in hartnäckigen Rachenkatarrh ausarten kann. Diesen zu verhüten, gibt ns kein besseres und zugleich angenehmeres Mittel als gleich nach beendeter Zigarre, Zigarette oder Pfeife einige Wybert-Tahletteu im Munde langsam zergehen zu lassen. Sofort verschwindet die unangenehme Beigabe des Rauchens, der Mund und Atem werden wieder frisch und angenehm. Jeder Raucher sollte daher Wybert-Tabletten beständig bei sich führen. Wybert-Tabletten können in allen ■Xpothekcn in Originalschachteln ä Mk. 1.— bezogen werden. 1 Depot in Gießen: Pelikan-Apotheke, Kreuzplatz 2. ssJ8/to runde 2.20 bis 0.00. Gelbfleischige, blaue 0.00—0.00, rote 0.00 bis 0.00, weiße 0.00—0.00. Mannhei m: Magnum bonum Mk. 2.70—2.75, weiße runde 0.00—0.00, Gelbfleischl e blaue 3.25 bis 0.00, rote 0.00 — 0.00, weiße 5.25 — 5.50. Frankenthal: Rate Sorten 1.75—0.00, Magnum bonum 2.20—0.00, weiße runde 2.00 bis 0.00, Gclbflerfchige blaue 2.75—0.00, rote 2.75-0.00, weiße 2.75—0.60. München: Magnum bonum 2.70, weiße runde 0.00, Gelbfleifchige weiße Alk. 2.70. (Alles zu 50 Kilo.) Tendenz teilweise schwach. berliner tSörse, 10. Januar. Anfaujskn'sa. 135.30 214.5t) 201.75 103.4) 112.40 183.70 138.60 250.2,) 154.00 107.61) 164 90 212.00 Ungar. Goldrente . Italien. Rente ..... Portugiesen Serie I . Portugiesen „ III . ii t wette. F.C. Wiesbaden. V i e hh o i - M ark t b e r i ch t vorn 10. Jan. Austrieb: Rinder 103, Kälber 68, Schafe 45, Schweirie 342. Tendenz: Rinder mittelmäßig, Kälber lebhaft, Schate mittcl- mäßia, Schweine mmelmäßig. Preis Durch- pro 100 Pfd. lchnittspreis 41/2°/o russ. Staatsaul. 1905 4*;2°/o Japan. Staatsanleihe 4°/0 Conv.Türken von 1903 Türkenlose 7 4% Griech. Monopol-Anl. -. des Bades im Jahre 1909 betrug: 31 388 Kurgäste, wovon 23 230 Deutsche und 8158 Ausländer waren. Von den letzteren entfallen auf: Afrika 86, Amerika 1386, Asien 30, Australien 6, Belgien 134, Bulgarien 2, Dänemark 64, Frankreich 193, Griechenland 5, Großbritannien und Irland 752, Holland 378, Italien 81, Luxemburg 13, Monako 2, Montenegro 5, Norwegen 18, Oesterreich 675, Ungarn 221, Portugal 19, Rumänien 88, Rußland 3688, Schweden 108, Schweiz 168, Serbien 8, Spanien 16, Türkei 12. Bäder wurden insgesamt 432 058 abgegeben und zwar wurden gefertigt: 396 388 in den staatlichen Badehäusern, 23 347 im Badehaus des Konitzkystifts und 12 323 im Elisabethhaus. L. Friedberg, 10. Jan. Die Einführung des neu ernannten Direktors der Augustinerschule, sessor Dr. Ritsert von Darmstadt, sand heute morgen 10 Mr im Festsaal der Anstalt statt. Hierzu hatten sich eingesunden, Vertreter der Stadtverordneten und sämtlicher hiesigen Lehranstalten, sowie das Lehrerrollegtum der Schule. Eingelertet wurde die F-erer durch einen Vortrag des Schulorchesters und den Ehoral ,Lobe den Herrn". Geh. Oberschulrat Rodnagel stellte den neuen Leiter der Anstalt den Lehrern, Gästen und Schülern vor. Er wies auf das reiche Arbeitsfeld hin, das zu bearbeiten dem neuen Direktor in der Doppciaustall Gymnasium und Realschule harre und gedachte des leider so srüy und iah verjwrvenen seitherigen Direktors Dr. Balser, der mit unermüdlichem Fleißt seltener Energie uyd strenger Gereckstigkeit «ein ! 4 1 10 i Sprühregen W I 4 10 । Bed. Himmel still sttill! 10 । Regen JA wenn die Hänge unter Schnee vergraben hegen. Rodeln, R Ski - Einzclscchrt und Wettsport - es tst eine Lust. Rur baß die Hälfte aller Sportbeflmenen die Lust mtf einem .Na- «L tarrf; bezahlen müssen. Sie können sich aber helfen, wenn ne gg sich daran gewöhnen, immer eine FayS ächte ^odener Mmc- Sg ral'Pastille im stunde zergehen zu lasten. Das ichntzt btc Ha empfindlichen Schleimhäute gegen Affettionen, die Patttllen vf sind überdies angenehm, sie wirken erfrischend, und em ver- ständiger Snortmann kann ohne sie gar nicht sem. Sodener M kaust man in allen einschlägtgen Geschäften für tö Pfg. die —— Schachtel.__ssS Lebend- SchUuht» pvo 100 Pfund gewicht - - - - Ochsen. von-bis von-bis Vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 42—4o Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete......38—40 Bullen. 3'/,°/o Konsols . 3% r 3'/,°/0 Hessen . 3'/,°U Oberhessen 4°/n Oesterr. Goldrente .- 4 75°/n Oesterr. Silberrente Lebendgewicht........ Vollfleifch'.ge Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht ... .... 57—59 Vollflelfchige Schweine über 2l/z Zentner _ Lebendgewicht........55—56 Fellfchweine über 3Zentner Lebendgew. 55—56 toicycu, 11. Jan, lHar£tberid)t. ÄM heuugettt Wocbett- maxtte lüftete: Buller pr. Pfd. 1.00—1.'' '. 1' . ' ' ' 9—10 Pfg., Enteneier 1 Sl. 0 Pfg., Käse pr. St. 6—8 Pf., (yrbjen p. Pfd. 00—00 Pfg., Linsen p. Pfd. 00—00 Pfg., Tauben pr. Pr. 0,80-1,00 Mk., Öühner pr. St. 1,00—1,60 Mk^ Hähne pr. Stuck 0,80—1,80yJif., Gänse pr. Pid. 60—70 Pf., Enten pr. Stuck 1,80 bis 2,20 Mk., Ochsenfleiscl) pr. Pfd. 76—84 Pfg., Kuhfleisch pr. Pid. 60 P'g., Rindfleisch pr. Psund 70—74 Pfg., Schwemefleisch pr. Pfund 80—96 Pfg., Schiveineftetsch, gesalzen, pr. Pfd. 96 Pfg., Kalbfleisch pr. Psd. 72—76 Pfg., vammelflelsch pr. Pid. ^0—üÖ Psq. Kartoffeln pr. 100 Kg. 5.50—6.00 Mk., Zwiebeln per □ tv 5 00—6,00 'ML, Milch per Liter 20 Pfg., Welßkraut per Ltück 10—15 Pfg., per Zent»,er 'Mk. 0.00—0.00., Aepsel per Ztr. 10—18 Ml., Birnen per Ztr. 10—15 Mk. 9küsse 100 -Ltück 40—50 M per Ztr. 0—00 Äik 'Marltzeit von 8—2 Uhr. ' — KartoNelmarkt - Berrcht vom 10. Januar 1910. Friedberg iHessen): Role Sorte Vik. 1.80—1.90, Magnum bonum 2.20-2.30, weiße runde 1.90—2.00, Gelbfleischtge, blaue 2.00—2.10, rote u.OO—0.00, weiße 0.00—0.00. Dort- mund: Rote Taber 0.00-0.00, andere rote Sorten 0.00 biö 0.00, Magnum bonum 2.65-0.00, weiße runde 2.25—0.00, Gelbfleifchige blaue 0.00—0.00, rote 2.95-0.00, weiße 0.00-0.00. Hagen t. W.: Note Taber t. O.Oo—0.00, andere rote corten 0.00-0.00, 'Magnum bonum 2.80—O.0U, wetße runde 2.35—0.00, Gelbfleffchwe blaue 0.00-0.00, lote 0.00—0.00, weiße 3.70—0.00. Kempen: Rote Taber 0.00 - 0.00, andere rote Sorten 0.00—0.00, Piagnum bonum 2.20 bis 0.00, wetße runde 3.00- 0.00, Gelbfletschige blaue 0 00.—U.OO, rote 0.00—O.O0, ipcujc 9.00—0.00. Krese 1 d: Rote iaber 0.00—0.00, "Magnum bonum 'Ulf. 2.40—2.60, wetße runde 'Ml. üOO-O.UO, Gelbfletjchtge tote i>if. 2.40—2.6u, weiße 2.40—2.6J. Köln: Rote Sorten 2.10—0.00, Magnum bonum 2.2o-2.3o, wctsze mube 2.00-2.10, Gelbfletschige blaue 0.00—0.00, rote 2.35 bis 2.45, wetße 3.80-U.OO. Platdt: Rote Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 2.30-0.00, Magnum bonum 2.40—0.00, weiße runöe 2.10-0.00, Gelbfletschige, blaue 0.00—0.00, rote 0.00 bis 00, weiße 0.00—O.ou. Saarlouis: Rote Taber 0.00—0.00, andere rote Sorten 2.20—0.(10, Aiagnutn bonum 0.00—0.00, wetße WinterKur für LBügeasranke a „Schwarzwaldheim“ Schömberg b. Wildbad g 650 m. ü. d. M. Physikal. diätet. Heilverfahren. In geeigneten B Fällen &pezifische Tuberkulinbehandlung, bpczialistische ■ Behandlung von Erkrankungen der oberen Luftwege. — ■ Zentralheizung, lüft. Preise von 7—10 Mk. per Tag. Prosp.frei. ■ SS3o/n) Leitender Arzt: Dr. med. cheit gegeben werben, ohne Parrergezänke und persönliche Befehdung ihre Anschauungen vorzutragen. So soll das 1 Muster einer politischen Debatte höheren Stils vorgeführt und in anschaulicher Form Bürgerkunde gepflegt werden. : Näheres über die Versammlung wird im Anzeigenteil be- ' kcrnnt gemacht werden. •* Die Kanalisation rechts der Lahn scheint in Angriff genommen zu werden. Das Tiefbauamt hat Auftrag erhalten, ein Projekt auszuarbeiten, um den neuen Schlachthof an die Klärbecken anschließen zu können. ** Im Kolosseum wird, wie man uns schreibt, am Sonntag, 16. ds. Mts., das Frankfurter Intime Theater ein kurzes Gastspiel eröffnen. Die Leitung des Intimen Theaters liegt in den Händen des Königl. Kommissionsrats Liasemann, der das Residenztheater in Wiesbaden und Köln, sowie das Wallnertheater und Thaliatheater in Berlin leitete. Von hervorragenden KTäften werden Hans Fredy, bekannt von „Wollzogens Buntem Theater", der Tenorist Walter Renard, Fräulein Mia Cassati, Fritzi Krautz, Rita Morlow und Hedwig Danks als erste Kräfte sowie das Ballet Rocardi gastieren. Der Hauptanziehungspunkt der ersten Gastspieltage wird das Ziehrer'sche Singspiel „Biedermeier und Frau" sein, das in Biedermeier-Kostüm und mit eigenen Dekorationen aufgeführt wird. Diese Wiener Novität erzielte überall stürmischen Beifall und dürste auch in Gießen große Anziehungskraft ausüben. ** Das S^ielen in außerhessischen Lotterien ist im allgemeinen^ gesetzlich üerboten. Wir verweisen oieserhalb aus die Bekanntmachung des Großh. Polizeiamts im heutigen Kreisblatt. x Klein-Linden, 10. Jan. Die gestrige Hauptversammlung des Kriegervereins auf der „Burg" war von 50 Mitgliedern besucht. Die Jahresrechnung schloß mit einer Einnahme und Ausgabe von rund 500 Mk. ab, das Vereins vermög en stieg auf 554 Mk. Von 'besonderem Interesse war der Jahresbericht und eine vom Vorsitzenden hergestellte Tabelle, die die Entwicklung des Vereins von 1900 bis 1910 zeigte. 1900 zählte der Verein 72 Mitglieder, das Vereinsverniögen betrug 269 Mk., es wurden 50 Hassia- kalender ab gesetzt, nur ein Stück der Verbandszeitschrift „Parole" gelesen und vier Versammlungen uub eine Jahres- sestlichkeit abgehalten. Ein ganz anderes Bild zeigt der Schluß des Jahres 1909, nämlich 118 Mitglieder, 554 Mk. Vermögen, 93 Hassiakalender, 52 Leser des „Hessischen Ka- merads", 8 Jahresversammlungen und vier festliche Veranstaltungen. Die stärkste Zunahme zeigen die Jahre 1908 mit 19 und 1909 mit 16 neuen Mitgliedern. Auch das Sammelwesen und die Sterbetässe haben gute Fortschritte gemacht. In 1908 fanden auf dem neu angelegten Schieß- stand drei, 1909 vier Scheibenschießen stall. Eine schöne Einmütigkeit trat bei den Vorstandswahlen zu Tage. Der Geburtstag des Kaisers sott in der „Deutschen Eiche" durch einen Ball gefeiert werden, lieber einen weiter beabsichtigten Familienabend wurde noch nicht entgültig beschlossen. Mit einem Loch auf Kaiser und Großherzog und Vaterlandsund Soldatenliedern wurde die Versammlung geschlossen. — Wieseck, 10. Jan. In der am Samstag in der Wirtschaft des Herrn Daniel Erb abgehaltenen Generalversammlung des K o n s u m v e r e i n s wurde der Beschluß gefaßt, rn dem westlichen Teil unseres Dorfes eine weite Verkaufsstelle zu errichten. Die Ausführung dieses Vorhabens ist geeignet, einem längst gefühlten Bedürfnis abzuhelfen und wird von allen den Bewohnern Wiesecks mit Freuden begrüßt werden, die ^ur Zeit zur Verkaufsstelle einen weiten Weg haben. Hoffentlich gelingt es, recht bald in den Besitz eines geeigneten Platzes zu kommen, um darauf ein zweckentsprechendes Haus zu erbauen. Ein weiterer Aufschwung deS seither schon sehr segensreich wirkenden Konsumvereins dürste die sichere Folge sein. r. Hausen b. Gießen, 10. Jan. Unser Krieg er- verein gedenkt im Marz sein 3 0 j ä h r i g e S Bestehen zu feiern und hat die Absicht, dabei die Kriegsvcteranen zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. 4 Lich, 10. Jan. Im fürstlichen Park sind in der Nähe des Schlosses auf der der Bahnhosssllaße zugekehruen Seite in letzterer Zeit größere Erdarberten vvrge- uommeu worden. Es hmidelt sich dabei um F r c i l e g u n g der noch erhaltenen Grundmauern eines alten, in früheren Zeiten ledensalls zur Verteidigungsanlage des Schwsses gehörenden Turmes. In welcher Werse dre begonnenen Arbeiten fortgesetzt sollen werden, ist noch nicht bekannt. — An der Abtragung des alten Festun g s w alles, der unsere Stadt noch teilweise umringt, wird im Gegeit- satz dazu rüsllg weiter gearbeitet. Ern Stück „Alt-Lich" weicht damit der neuen Zell. -d. Büdingen, 10. Jan. Die von dem Beter an e n-- und Mtlitäroerein un Saale des Fürsten Hofs gestern veranstaltete Abendunterhaltung war ebenso zahlreich besucht, wie die vorige, und machte den bei den musikaltschen und theatralischen Aufführungen Mitwirkenden alle Ehre. Von ersteren ernteten das Violinspiel des kleinen Helmuth Kraemer und ein Flötensolo des Herrn Bernhard Appel besonderen Beifall. In dein Volksstück „Deutsche Treue" regte das komische Talent des Herrn Wiegand die Lachmuskeln mächtig an und kam auch in dem Liedcrspiel /Wetter- hättschen" tm Verein mit der schönen Sopranstimmc von Fräulein Berta Schiff zu effektvoller Wtrkttng. Bad Nauhetm, 8. Jan. Die Gesamtfrequenz IO.1 2“ «03,2 10. 950 753,91 11. 71- 7"1 B ' Höchste Temperatur am 9. bis 10. Januar = -f- 8,8 °C. Niedrigste „ r 9. „ 10. , == ~r 3,7 °G. Nieoerschlag: — 3,7 mm. 21125 ($)%) ‘ib -- 119.10 S-- Ö M)Mk Jdbad ivitzner n l Ssnme, S. m. C< Üi O* o cc <, u> o o ’. t November 1808, chen Cl'riede sollte als hmen. La es ihn aber 1 Mtmen wir schließlich on. cdjon nach dem . die Kieme gute Fort- yen, stellte sich aus die Ml tat, und heute, da täglich seine Emulsion nn, ift c§ so weit, Lag htanb mi Zimmer zu emchen, und jeder, der wundert sich über die au Hugo Ohrendorfs, inö bie fladftei'.e be$ ntchl nur btfeitiflt, iben, daß ct md MMende t sind. Außerdem ist e ausgesucht beste und wendung gelangt, int -fahren so vollkommen malisch süß schmeckend der diese milchweiße riicbe und bestem Er. te-perk M $4 •s s •» « 15) © Q 8) L .5 .5 .5 » M L L L--2 -m .13 Lq ®Jg: ..d . « 3'2. ’g ' Ij )_, «St Z sä na.^r- e> E'ä o §*3 2 05,0 e § §ZI . $ grS gx> .e JX o Q '--> o na*- m S?ü 5=-H 2 CS IC» a L <ä vo i>CD -J CD . . 3 ' = Z £ CD Tj« oXD r-> ä 5® J Tr aj> es K «ft •W 1 CI CD e o^± ML o> 4^ r-> — e«2g« ■ cx.o r — E SS O o ~£ 22 5 = CD CD «V- 45 c» «— o PC - T>2 N ö? o ’2 _°3 ’? 'S S P C- O CSf -2^s±i 5 M K*U . c> S" *2« «ü. g-2 *—* „ es X s tin t: V .§ & X S c 1 H Ü sS8, So’Si j£> 'C"~ ~ CD -= V - = nsSS w* J±^ 'c?4D ~ O J> CI CD ^>60 £ S« E. — CS LZ2 £ B ■ e .. CQ - ZT •: ZdN ZLr^ »22 e ö'ati .a§ E oa ta e c o 3« «! >o ■s» CD c ±s CD ,s Q & Z 5. E SD- 12 C c: ^- S L «K *5 Q c-j ■„ LZL- | - £.g 143- xS> >- fcCQ 'S- >--A -5 durscheü lo Arbeiter, 5 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 1 Haushälterin, dret Dienstmädchen, 4 Schreiner. Lehrlinge: 1 Kaufmann.