Erster Blatt BW. Jahrgang Die heutige Nummer umfafjt 14 Seiten. 1 Der t>erftoibaie Gelehrte Neue Bruchstücke einer Ein Professor, der für seine Bibliothek i 4 < 1 1 I 1 I ! l S mit dem Mathematiker Todhunter, hat ein Aller von 86 Jahren erreicht. — E in Nibelungenfund. Aber weit gefehlt. Sie schränkten chn vielmehr in der Ausübung feinoS Lehramtes in jeder Weise ein, inbcni erklärte lächelnd: ,Lch habe mich nie so wohl, und so arbeitK-i freudig gefühlt wie jetzt, und ich bin überzeugt, daß ich immer so leben sollte." .Aber die Aerzte brachten ihn diesmal von seinem Vorhaben ab. Professor Mayor war in 'Cambridge eine der populärsten Erscheinungen. Er gilt alK einer der größte« Kenner der lateinischen Sprache, den das letzte Jahrhundert her- vorgebracht hat. Nahe freundschaftliche Bande verknüpften ihn Chefredakteur: A Goetz. Lerantivortlich für den polinfchen Teil: August Goetz; für .Feuilleton', ,Vermischtes' und Rodert Rothe; Lieder zur Laute. Gießen, 6. Dez. 1910. i r 1 ! 9 Dienstag, 6. Dezember M0 fctlugOreUt monatlich 75P1^ viert el- fährltch Alt. 2.20; durch Ubhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post A!k.2.—vienel- und Vaganten vor: ohne Pose, aber mit Elug und witzig ausgearbeitetem Vortrag, nicht schmucklos, wie das Volk selbst, sondern mit der Kunst des Sängers, der seine Zuhörer mit sich reißen will. Und Robert Kot he riß mit. Der gut gefüllte Saal lauschte mit wachen Sinnen der innigen alten Kunst und der Beifall, der den liebenswürdigen Sänger immer wieder aus den tannen» geschmückten „Hügel" rief, bewieß genugsam, welcher Zuneigung und Beliebtheit sich der treffliche Künstler hier erfreut. Er mußte sich schließlich der allgemeinen Stimmung bequemen und trug noch die „bis auf den heutigen Tag vervollständigte Vogel Hochzeit" vor, in dem er mit schalkhaftem Humor ein paar artige Berslein über sein unter erschwerenden Umständen veranstalte, des Auftreten einschob und bann rasch wieder in dem Liede weiterging. N. Deutsches Ueich. Aus Berlin nrtrb uns geschrieben: UcBet eine ge* gesetzliche Regelung der Bestimmungen über die Kon- kurrenzklaufel haben in letzter Zeit im Reichsamt des Innern Erwägungen nach verschiedenen Richtungen hin stattaesunden. Es waren Vorschläge gemacht worden, die auf Dem Grundsatz der bezahlten Karenz bemchen und der, Grundsatz ausgestellt worben, daß den Angestellten für die> Beschränkung aus der Konkurrenzklausel eine EntschäoigunA geboten werden müsse. Diese Vorschläge sind den Handelskammern und Kaufmannsgerichten zur Begutachtung übergeben worden. Aus den bisher eingelausenen Antworten geht hervor, daß drese Interessenvertretungen an den Bor> schlagen der Reichsregierung Abänderungen wünschen. Eine» Vorlaae, die die Frage der Konkurrenz klau sel regerir-Wirtr, wird Dem Reichstage deshalb voraussichtuch erst nach den Neuwahlen zugehen. Im Aeltestenrat deS Reichstages dingte matt sich dahin, eS im allgemeinen bei dein bereits vereinbartem Arbeitsprogramm zu belassen. Es soll am Freitag demk 9. Dezember die erste Lesung des Haushalts statt finden und nach chrem Abschluß am Mittwcch oder Donnerstag den nächsten Woche in die Weihnachtsferien eingetretett werden. Die erste Sitzung im neuen Jahre soll'am 10. Jo nuar stattfinden. Der Arbeitsstofs ist folgendermaßen verteilt: Montag und Dienstag zweite Lesung des Arbeitskammergesetzes, Mittwoch Rechnungssachen, eventuell Fortsetzung der Mittelstandserörterung vom vorigen ScunStag, Donnerstag katholischer Feiertag. Vom Freitag ab, wus erwähnt, erste Lesung des Haushalts. In ber ersten Sitzung Var vucll der Hationaldtonomtn. thi5 Berlin wird und geschrieben: Als im Juni 1908 der bis dahin in Kiel wirkende Prv- Köt der Nationalökonomie, Ludwig Bernhard, über , Kops der pchlosvphischen Fakultät hinweg nacl) Berlin berufen und für ihn dort, wenn auch kein neues Ordinariat, so doch ein Extraordinariat mit dem Titel und den gehungert hat. Mil dem soeben oerftorbenen Professor I. E. B. Mayor, dem Lehrer für lateinische Philologie an bei Universität Cambridge, ist eine ausfallende Gelehrtenpersönlichkeit dahingegangen, ein Mensch mit all den Vorzügen, aber auch all jenen Seltsamkeiten eines fanatischen Jüngers ber Wissenschaft Professor Mayvr besaß eine der herrlichsten Bbiiolheken in gary Cambridge: er pflegte mit einem stolzen Lächeln zu sagen, daß er sich diese Bibliothek vom Munde abgespatt habe. Doch dies war kein Vergleich, sondern rtnrflidje, wörtliche Wahrheit. Die prachtvollen Büchcrsck-ätze hat er im Laufe seines langen Lebens zusammengehäuft, nur aus den Mitteln, die er durch Beschränkung und Beschneidung seiner Mahlzeiten erübrigte. Diese Hungerkur wurde für Proscfsor Mayor fast ein Sport, er war im Stande, mit einer Ausgabe von 5 0 Pfennig am Tage auäiufommcn; ja durch strenge Hebung brachte er es schließlich so wett, daß er eine Zeit lang seine Rechnung für die Kost des Tages auf l 6 P s g ermäßigen konnte. Ursprünglich hatte ihn Ueberjeugung zur vegetarischen Kost geführt, er behielt sie dann ans Spars am keil sgründt.n bei. Erst kürzlich tonnte man in London einen bezeichnenden kleinen Auftritt erleben: Professor Mayor war der Einladung eines Freundes gefolgt und nahm in der Hauptstadt an einem großen SHcn teil. Der Wirt hatte die (Eigenart seines gelehrten Gastes in der Hast der Vorbereitungen vergessen unb mußte nun den Diener hinausschicken, um für Professor Mayor einige Bananen hereinzuholen Der Gelehrte aß wahrend des ganzen Diners nur eine einzige Banane: das war seine Mahlzeit. Als er fern Lebenswerk, die aroße Juvenal-Ausgabe, vollendete, hatte Professor Mayor zum ersten Mal den Entschluß gefaßt, sich durch beharrliches Fasten arbeitsfähiger zu machen. In der ersten Woche aß er nur jeden zweiten Tag etwas, in der zweiten nur jeden vierten Tag, und in den folgenden 14 Tagen wollte er überhaupt nichts mehr essen Die Aerzte milchten sich ein und feinem Vorhaben abbrutgen, aber der Gelehrte Die Wahlen in England. London, 5. Dez. 1 Uhr 49 Minuten. Bis jetzt sind gewählt: 52 Liberale, 65 Unionisten, acht Mitglieder der Arbeiterpartei und fünf Remondisten. London, 5. Dez. 5 Uhr nachm. Gewählt sind 58 Liberale, 80 Unionisten, 8 Vertreter der Arbeiterpartei, 15 Remondisten. Die liberalen Blätter äußern fast überschwengliche Freude über die Wahlergebnisse am Sonnabend und erklären: London gab en alänzendcs Beispiel. Die Unionisten hätten feine Aussicht, in Schottland, Irland und Wales Sitze zu aewinnen. Da sie schon über die meisten englischen Grafschaftssitze verfügten, so seien ihre Hossnnnaen genau genommen auf 242 städtiscye Wahlkreise beschränkt. Von diesen sei über ein Viertel bereits bestritten und die Unionisten hätten dabei nur drei Sitze gewonnen. Die Unionisten seien bereits aus dem ersten Kampf geschlagen und diskredittert hervorgegangen. Die Sache des Frechandels und des freien Unterhauses sei gerettet. Die unionistischen Zeitungen triumphieren nicht, zeigen sich aber über die bisherigen Resultate be- fnebigt. Sie erklären: wenn die Ergebnisse am Sonnabend ein Fingerzeig für das Gesamtergebnis seien, so sei das Ministerium Asquith bereits jetzt zur Ohnmacht verurteilt. England bot in nicht mißzuverstehender Weise den Zerstörern der Konstttution Halt. Die Unionisten betonen besonders die Siege in Lancashire. Aber die Ent- tausck)uvg, namentlich über London, verriet sich in vielen Wantungen und spiegelt sich auch in den dringenden Aufrusen an die Unionisten Londons wieder, sich aufzuraffen und die Situation zu retten. Nibelungen Handschrift fand der Oberbibliothekar zu Upsala, Jsak Collijn, als er Lirzlich für die preußische Kommission für den Gesamtkatalog der Wiegeiwrucke in Mainz arbeitete, in einem Frühdruck des dortigen bischöflichen Seminars. Es ist dies ein sogenanntes Cuabragefimale über die christliche Religion des heiligen Bemardin von Siena. Diese Inkunabel flammte noch einer Eintragung im Buch aus dem BenediktinerNoster auf dem? Jakobsberge in Mainz, in dessen Bibliothek sie auch 1512 in dem von Wolfgang Treßler verfaßten, jetzt auf der Berliner kgl. Bibliothek befindlichen Katalog genannt wird. Collijn hat seinen Fund jetzt in einer Monographie behandelt, der Faksimiles aller der neuen Nibelungenstücke bei gegeben sind. Diese gehören zu der sogenannten Handschrift L. Was vor diesem Funde von der Handschrift bekannt war, hatte bot Zeiten Görres entdeckte der die Stucke teils Wilhelm Grimm, teils August Wilhelm! d. Schlegel schenkte. Aus diesem Wege kamen sie an Karl Lach- mann, und dieser schenkte sie wiederum der kgl. Bibliothek. Außer di-sen jetzt Berliner Bruchstücken finb noch eine Anzahl Strophen aus einer direkten, in Heidelberg befindlichen Abschrift der Hand- schrift L bekannt. Collijns Fund fügt noch 54 neue Strophen hinzu. Sie finb von derselben Hand geschrieben wie der erfto Teil der Berliner Stücke unb bilderen die Blätter 11, 12, 16 unb 16 der Handschrift. — E i n Denkmal für König Eduard in Indien. Wie aus Mhitta gemeldet wird, hat das General ko mitee der Bengalischen Köing-Cduarb-Gcdachtnisstiftung, die c ine große Summe zur Ehrung des verstorbenen Königs aufgebracht hat, am 29. November eine Sitzuna abgehalten, in der die Errichtung eines Denkmals für König Eduard beschlossen wurde. Auf An- trag des Maharadscha von Darbhanga wurden au5 der Gesamtsumme 200 000 Mark für die Aufstellung einer Reiterftatue König Eduards in Kalkutta bestimmt. Das Monument soll möglichst rasch ausgefuhtt werden, damtt es schon enthüllt werden kann, toerm König Goorg im Anfang des Wahres 1912 Indien besucht. Der übrige Teck der Stiftung wird für philantropische Zwecke verwendet, zur Gründung von Hvspitälentz ärztlichen In- fiituieu usw. völlig verschüttet. Namentlich war es Prosessor S e h r i n g, der, da diese Vorlesung Bernhards seinem eigenen Kolleg über den nämlichen Gegenstand Konkurrenz machte, über den Wortbrnch Bernhards Zelermordio sckrie und an ihn zugleich im Namen Wagners uni) Schm oll er s einen Bries schrieb, in dem er ihm den Abbruch aller gesellschaftlichen Beziehungen ankündigte. Bis hierhin ist Professor Bernhard, mag man über die Art seiner Berufung, feine wissenschaftliche Bedeutung, sowie feine Parteistellung, denken, wie man will, augensck>einlich im Recht gewesen. Ins offenbare Unrecht aber letzte er sich, als er den Bries Sehrings mit einer Duellforderung an den Verfasser beantwortete. Es ist für die Wertung dieser Tatsache gleichgültig, ob das Duell wirklich aus; ob es schließlich an verschiedenen 2 _ Y Mit den Waffen sollte hier der wisseuschastltche Gegensatz sie ihn bei Verteilung der Hauptvorlesungen für die Semester ((Allgemeine * * * * s)bativnaLötorwntie, angewandte Nario- milökonomie, Frnanznnssensck-aft usw.) jedesmal übergingen. Motiviert wurde dieses Berlachren damit, daß Bernl>arÖ sich bet seiner Berufung mittels Reverses der Fakultät gegenüber oerpflick)tet hatte, sich der herkömmlichen Verteilung der Haupworleiungen seines Faches durch Die Ordinarien zu fügen. Professor Bernhard ließ sich deshalb Semester um Semester übergehen, bis er.schließlich in der Erkenntnis, daß er eine Aendecung der bestehenden Praxis keinesfalls zu erwarten habe, zu Ansang dieses Wintersemesters erklärte, daß er (id) an die eingegangene Verpslichtung nicht mehr gebunden erachte und em Kolleg über angewandte Marwucrlokonomie lesen werde. Damit aber hatte er es mit den älteren Fachkollegen Nachdem aber nun einmal Herr Bernhard ordentlicher Prosessor der Volkswirtschaft in Berlin geworden war, weil Die Fakultät seiner Berufung keinen Widerstand ent» zwischen Bernhard und Sehring ausgetragen werden. Es sollte also derjenige wlsseiischastltch Recht behatten, der den anderen niederschoß ober kampfunjähig machte. Herrn Ludwig Bernhard, dem Manne, der dieses neueste Mittel erfand, steht die Wdittvelt weniger verständnisvoll gegenüber als zuvor. Vie italienischen Finanzen. Rom, 3. Dez. In der Kammer trug Schatznnnister Tedesco das Finanzexposä vor. Der im Etat 19U9/10 vorgesehene Uebersclxuß von 48 Mill. Lire ermäßigte sich infolge der später erlassenen Gesetze auf 26 Millionen. Der Rechnungsabschluß ergibt^ jedoch einen Ueberschuß von beinahe 51 Millionen; dafür werden aber 35 Millionen für die Verbesserung des Post-, Telegraphen- oder Telephondienstes, sowie für die Opfer des Erobebens im Dezember 1908 verwendet. Der Etat für 1910/11 wies einen Ueber- schuß von 47 Millionen auf, der infolge der durchaus berechtigten höheren Veranschlagung der Einnahmen auf 94 Millionen stieg. Die Getreidezvlle sind mit 80 Millionen veranschlagt. Für bte Bekämpfung der Cholera in Neapel und die Hilfsaktion anläßlich des Wolkenbruchs am 24. Oktober 1910 sind Mehrausgaben von fünf Millionen entstanden, wobei ein Fehlbetrag von 23 Millionen infolge der verniehrten Schuldentilgung bereits berücksichtigt ist. Die Getreidezölle sind um 15 Millionen niedriger veranschlagt als im Vorjahre. Der Heeresetat für 1911/12 weist eine Erhöhung von 12 Millionen auf, der jedoch die Ersparnis von vier Millionen bei der Verwaltung, Verpflegung und Ausrüstung der Truppen gegenübersteht. Der Marineetat tft 11 Vr Millionen höher, pvn denen jedoch an Ersparnis vier Millionen abgehen. Nicht berücksichtigt sind in dem Etat die finanziellen Wirkungen der Gesetze, die zurzeit dem Parlament vorliegen, ober ihm demnächst vorgelegt werden sollen, z. B. das Gesetz über den Volksschulunterricht, das italienische Schulwesen im Auslande, die Errichtung einer Drbeitsbank, die körperliche Ausblldung der Jugend, die Chinaexpedition, die Uni* versitätsbauten in Rom, sowie Besserstellung des Eisenbahn-, des Post- unb Telegraphenperjonals. Angesichts ber günstigen finanziellen Verhältnisse von 1910/11 soll eine Summe von höchstens 12 Millionen aus bem außer- orbentlichen Heeresetat für 1911/12 aus bem Etat bes Vorjahres übernommen werben. Insgesamt können bie außer- etcttsmäßigen Ausgaben für 1910/11 auf 39 Millionen, für 1911/12 aus 41 Millionen geschätzt werben, wodurch der Ueberschuß von 1910/11 unb für 1911/12 aus 10y8 Millionen sich ermäßigt. Von jenen 55 Millionen werben aber 47 Millionen für Erbdebenschäbigungen unb eine Million als letzte Ratte ber außerorbentllchen postaliscL)en Ausgaben aufgewendet werden, so daß als tatsächlicher Ueberschuß sieben Mlllionen verbleiben. eonniag<* - Beilagen: viermal roöcbnitltdi OstbtnerFamiUendlätter jrvrunul iPÖdx-nll.Kttls- ziiktlittdeN Lrch-letzen (Ttenötofl und Frei «ach; avtimol monnll. £«nb= vlrlfchaftlichr Seitfraae« gtndpifd) - Anlckttüh«: für die Redakttan 111 __ General-Anzeiger für Gberyesfen für tue Tagesnuinnier RstaNo«rdruck mrb Verlag öer vrühl'schen Univ.-Vuch. und Stefnöniderei R. tcmge. Ueöaftion, Expedition und Druckerei: §chlllstratze 7. TßaQ^ :h^^afür bw bi» vormittags v Uhr. Lxpedttio« für vüdtngen: vahuhofpratze 16a. - Telephon Nr. 50. Anzeigenteil: H. Beck. jäbrL ausfchl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ailStvätts 20 Pleiiniq. I einer Zeit, die sich bewußt ist, wie tief und nachhaltig i die echte Volkskunst ihren Wett zu beeinflussen vermag, in einer i Zeit, die tvotz aller Gesundung immer noch neurasthenisch zerrüttet - unb vernervt ist, muß ein Künftler wie Robett Kot he aus das überreizte GenäU wirken, wie ein sonniger, duftender Früh- \ lingslag nach grauen Winternebel Wochen. Ein Keim entfaltet i sich und bncht durch die braune Erde, hundette und Hunderte folgen. i — es blüht ringsum die Flur, Sang und Sehnsucht schläft in ' ber Luft, blasse Wolken treiben über das tiefe Blau des Himmels, Wald und Berge leuchten — wett, wett hinaus gehl der trinkende ! Blick. ... Da llingts heraus vom Tal, leis und lind, aus ! Diädchenstimmcn kommts heran, gaukelt und schmeichelt und scheut ■ und klagt . . . Das Fühlen wird Ton und Klemg ... das Leben : wird Lied. ... Und es klingt und singt von Mai unb Siebe hon süßem Kosen „unter ber Linden an der ^ibe'', oon Q>lürf unb Leid, von Minne und Weh .... Jung, mit frischen -oaacn ' unb klaren Augen; frei der Nacken und kühn der Blick .ttunzt das ' Volk im Kreise, rundinelle, rulla!" — Hoch hebt sich die Brust, , ich seh das Volk in seiner Freude, mit derben spanen, mit * funbem, blinkendem Lachen, dicht geschatt um die schattende Luwc, unb einer singt von feiner Liebe, seiner sehnsüchtigen, fchmerzo^llen Siebe, und alle stimmen rin mit ihm, deim er singt ihr eigenes Weh. Und ein anderer singt, und es ist rin anderes Sud, ein Lieb von der Freude, vom lustig sein; und alle lachen, denn was er singt, eS ist ja ihr aller Freude, ihr aller Glück Darin scheint mir der wesentlichste Unterschied zrvischen VolkS- ttnb Kunslpvesie zu liegen, daß die ^lkSpoesie a l l e bezwinat, während die Kunstpoesie immer nur gewisse GcsellschaftStteife beeinflußt unb über dnese hinaus an Wett verliert ?0iauS ergibt sich, daß die Kunstpoe-jie sich dem Sehen und dem Fahlen bes Volkes entzieht, während die Volkspoesie hoch und mebng, arm und reich, zu einer einzigen Gemeinde vereinigt. Zwifchen der Kunst des Volkes und der der Gebildeten fhbt, menn auch nicht immer, so doch vielsach, die Kunjt Robett K o t h e s, des viklbewundetten Meisters des Lautenspieles. Er bringt seine alten und neuen Volkslieder mit neuen Wrisen, die sich der allen Rhytmik wunderbar anpassen und uns bis fast auf den Grund des mittelalterlichen Kunst- und Lebensgefühls schauen lassen, ^ch bente habet vornehmlich an bas prächtige Liebeslied W a 11 c r s hon her Vvg esweide. Unter der Linden, dessen alte toing- weise uns leider verloren gegangen ist. Die innige Melodtt, die in den huiftooll einfachen Motten Walters webt und wirkt, find, wie rin großer Tifck der übrigen Volkslieder, von Robert Kothe selbst reizvoll lertont. In der Att nun wie Robert Kvthe Dor^utraqen weiß, stelle ich nur die alten Spiellente wollten chn von Weiter wies der Finanzminister auf den wirtschastlicben Aufschwung des Landes hin, der in der Erhöhung der Eisen- und Stahlproduktion, der vermehrten Sct)ifisbewe- aung in den Häfen und dem Anwachsen oer Postsparkassen- sjrs’z ”«■ •“ öeDiiigungcn scheiterte. --------- Bezügen eines ordentlichen Professors errichtet wurde, hatte die p!>ilosoMfche Fakultät Ursache, sich diesen liebet» Hnss bes perußischen Kultusministeriums zu verbitten. 9Hd)t etwa deshalb, weil Professor Bernhard ein Gegner deS von den Berliner Ordinarien Wagner, Schinoller und Sehnng vertretenen Staotssozbasismus ist, sondern weil bic Fakultät nach den wissenfcl-afilitt-en Leistungen, die Benibard bisher aufzuweisen batte, ihn, wenn die Regierung den Kieler Professor üjr zur Besetzung einer solchen Stelle orbnungsgemäß vorgeschlagen bätte, gar nicht gewählt Ijtibcn würde. Herr Ludwig Bernhard zog, 31 Jahre alt, mit dem Titel unb den Bezügen eines ordenttichen Professors in bw Alma matter Derolinensis ein. gttf en gesetzt hatte, konnte man von ben Herren Wagner, Schmoller unb Sehrina verlangen, daß sie den Benjamin aus Kiel nun auch als wirklici^n Kollegen behandelten. äußerst hohe s. Aecker, die al- ' " A«S dem Jiislizdienst. Der Großherzog hat den Gefangenausseher am LandeSztichthauS Lianenschloß Jat. 2lus Stabt und Land. ^ituen, 6. Dezember 1910. ** Lehramtspersonalien. Der Großherzog hat den Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Mainz Tr. Hch. 'Dl a de auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April 191t ad (eines Dienste« entlassen. •• Lehrerpersonalien. Uebertragen wurde den Lehrern Ludiv. Braun zu Ballhausen und Gust. Eller zu Beedcntirchen Lehrersiellen an der Gemeindeschule zu Auerbach. Die Volkszählung. Von den Gemeinden Grog-Berlin« ist da« amtlich Ergebnis der Volkszählung in Schöneberg zuerN be(ann geworden. ES wurden 172 672 Personen gezählt, davor 76 526 männliche und 96 146 weibliche also 19C weiblich, Personen mehr als männliche. Die Bevölkerung von N ü r n d e r itellt sich auf 332 539 gegen 294 426 Personen. AugS bur> itt mit 101 500 gegen 94 923 Personen in die Reihe bei Großstädte emgerüdL Stach dem vorläufigen Ergebnis bei trug die Einwohnerzahl Dresdens gegen 516 996 Qtr l. Dezember 1 05. " ®ln alter Förderer der hessischen Land» wirtschaft f. AuS Zürich kommt die Nachricht, daß Pro» fessoc Dr. Adolf Kraemer, einer der erfolgreichsten Förderer der Landwirtschaft, am 2. d. Alt«, im Alter von 79 Jahren infolge eines Herzschlages sanft verschieden ist. Kraemer war 1832 in Berleburg geboren und wirkte von 1865 an als Lehrer der Landwirtschaft am Polytechnikum in Darmstadt imd von 1866 ab bis zu seiner im Jahre 1871 erfolgten Prüfung als Professor und Vorsland der Höheren Land» wutschafilichen Lehranstalt — Abteilung deS Eidgenössischen BolylechniluiuS — in Zürich als Generalsekretär der Land- ivirtschaftlichen Vereine un Großherzogtum Hessen. Seme Berdlenue um die Hebung der Landwirtschaft de« Groß-j Herzog!ums leben in der Erinnerung der hctsljchen Landwirte lueUvr. 4 Dresden, ü. Da». Jhtfrt veteMsnng vmr deutschen und österreichischen Parka- wenlariern tagte im „Europäischen Hof" hier der Alldeutsche 5/krbanü. mn Berichte über den Stand der deutsch-böhmisä-en «luSgleichSverhandlungen. die Rückwirkung der geplanten Scliist» fahrtsabgabcn und das böhmische Dcutschturn und über die gegen- toörngc politische Lage entgegenzunelMen. — Reichsrats- und LandiagSabgeordneter P a ch e r (Wien) stellte zur deutsch-böh. Iwlschm Frage fest, daß die Herrschaft der Tschechen im böhmischen Landtag durch den Ausgleich ;*-1-—-* * • • - srn , De sitz wech s el. Frau Sack Ww. verkaufte an ^eVgcrmciitcr Aulmann ihr Haus in der Marttsttaße |uc <9 500 Mk. Der Käufer beab,ichtigt, das bisher tiarui oetriebene Metzgergeschäsl sortzusctzen. Kreis Friedberg. .. L. Friedberg, 4. Dez. Elttch nach Neujahr soNen ^-^-^oarbetten im,ere3 neuen Bahnhofes beginnen. Am 2. Dezember wurden die eing^laufenen Angebote eröffnet, wöbet |id) erhebliche Unterschiede glLnb machten z.ACU°nbad üerrngste Angebot 618000 M, das höchste 1 o61 000 Mk. — Pro,. Helmte vom hiesigen Gymnasium, der die Jahre über die Ausgrabungen au, der Kapers- bürg lctlete, wird am 7. Dezember in Nauheim einen Borlrag über dte KaperSburg und das römische Lebet: halten! und tijii durch Lichtbilder veranschaulichen. , L. Aad-Nauheim, 5. Dcz. lln.erm Bahnhos.Emp- langsgebaude gegeiiuber entsteht jetzt ein fiaaltUjcc Fa. bir4l,ltabrUCl^ A?ia- bic Ötoßcit prächtigen, oem oUhiv gehörigen Gebäude des Llettr.ziiät. wertes Ultd der ^öatchan,.all, ioelche die Aadewüsche )uc jimtiküe Aadehäuser Nauheims liiert. Auf demseloen Gelände ragen heute schon einigo Schlote in t>U yölje. »terijer (es ist der sogenannte “ ’."ie” die Sied eyü u se r za flehen, au denen man Lu ihnen Wir5 man das Slauljeüner Koch-' - umere und äußere politische Lage sprach sodann Alldcutichen Aerbaubes, Rixl,tüawoali Dr El atz CViauu). Er bezeichnete als die beiden wicdttgsteu Fragen öuf tjnn ^^1^ ber^inneren Politik, son-ctl |ie für den Alb- Q.er^QIl^> 1,1 tämeu, üte önteignuiig und die ttia«- Länbucbe Bertastung. Bezüglich der ersteren iverde die ganze Llnitedlungspoluck zum Stül^nd tomincn, ja jchetteru munen ^ach Neujalsr soll die zweite Lesung der Strafgesetz Novelle lvorgenornmen werden. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Verordnung bekr. die Einfuhr und Durchfuhr von Tieren aus Frankreich. Der Ausschuß des NeichStages zur Vorberatung des Entwurfes gegen Mißstände im Heilgewerbe hat zum Vorsitzenden Abg. Stückten (Soz), zum Stellvertreter den Abg. Henning (tonf.) gewählt. Das Reichskartell der Verbände der Ange stell- len und Arbeiter staatlicher VerkehrSan st alten mit dem Sitz in Elberfeld richtet an den Reichstag eine Bittschrift, in der gebeten wird, bei den Verbündeten Regierungen dahin zu wirken, den Staatsarbeitern in den Eisenbahn-, Post-, Telegraphen- und Militärbetricbcn durch Zentralisation und Ausbau der bestehenden Arbeiteraus- schüsse Erfatzarbeitskammern zu geben, falls die Stacttsarbetter dem Arbeitskamtnergesetz nicht unterstellt werden. Die „N o r d d. öligem. Z t g." schreibt: Gegen nationalliberale Blätter polemisierend kommt die „Kreuzzeitung" in ihrem SonntaaSartikel auf die „S^ene" zurück, in der Abg. v. Heydebrand während der Debatte im Reichstag über die Jnterepellation Ledebours den Reichskanzler aufforderte, Maßregeln gegen revolutionäre Umtriebe zu ergreifen. Nach der „Kreuzzettung" soll sich die Apostrophierung deS ReickManzlers „ganz einfach da- raus erklären, daß Herr von Bethmann Holtweg den außerparlamentarischen Verkehr mit allen Abgeordneten ohne Ausnahme vermeidet". Diese Erklärung stehtmitdertatsächlichenWahr- h e i t n i ch t i m E i n k l a n g. Der Reichskanzler empfing gerade in der lebten Zeit, wie übrigens schon während der Sommerpause, Vertreter der bürgerlichen Fraktionen, da- runter auch v. Heydedrand, bei sich zu Unterredungen. Das „Dresdner Journal" schreibt: Verschiedene Blätter bringen die Mitteilung, im Jahre 1897 sei zwischen der ö st e r r eich is ck e n und der sächsischen Regierung über die Einführung der S ch i s s a h r t ö a b g a b e n ein Staatsvertrag abgeschlossen worden, dieser Vertrag fei allerdings nicht zuslatide gekommen, wett Oesterreich zurückge- (treten fei. Wir sind zu der Erklärung ermächtigt, daß -die toiebergegebene Mitteilung unzutreffend iftd zwischen der sächsischen und österreichischen Regierung fanden Verhandlungen über die Einführung der .Scl-issahrts- abgabcn niemals statt. 2iu*iaii0e Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 5. Tez. Von der Spende de KaisersvonRußlandim Betrage von 10 000 Mk. tun Besten der WohltätigkeitSanstalten unb Armen von Darm stadt und der ärmeren Bevölkerung der Umgegend u0I Äolfsgarten hat Slaatsmintstec Dr. Ewald 340o Mk. Wohl tätigkeitSanstalten und -Vereinen überwiesen. Der Ne ist zur Verteilung unter die Armen von Darmstadt uni der Umgebung von WolfSgarten an den Oberburgermeiiie Dr. Glajsing-Darmstadt und die Kreisämter Daruistadl Groß-Gerau und Offenbach übermittelt worden. gerissen und das Geländern Bauplätze eingetcUL* ' 1 (-) Steinfurth, 5. Dez. In unserem durch rfin Nosenlultur bekannten Orte ist die Feldberciniaung beende Bei dem gestrigen Verlauf der MasiengrundNücke wurde reife erzielt. Besonders hoch waren di Baugelände in Detraclü kommen. Hi^r stes^ sich der Bauplatz auf 3000 biS 7500 Mk. Für Ackerluii wurde für den Quadratmeter eine bis zwei Mark geboier ---- Butzbach, 5. Dez. Tie hiesige höhere ürgrt schule für Mädchen wird Ostern 1911 aufgelöst. (£ln Anzahl der Riädchen wird in die Realschule ernlrelen. GießeK- 6. Dezember. Ein Verbrechen, das weit über die Grenzen unserer Provinz hinaus Auischen und Schrecken erregte, wird heute und morgen vor unserm Schwurgericht zur Verhandlung kommen. Zwei verwegene noch jugendliche Verbrecher, die sich Im Zuchthause Lnner sclernt halten, hatten sich zu einer Reihe von Straftaten vcc- bunden, deren gemeingefährlichste sie in Friedberg verübt haben daS Bombenattentat im dortigen Rat Hause. Rur ein Za« jall und die festen, über einen Meter starken Wände deü allen soliden Baues haben es verhindert, daß das Friedberger Rathaus, in dem sich zahlreiche Menschen besanden, als die Höllen, uialchine, die Wingeß und Werner darin niedergeslellt hallen ^plädierte, nicht zuiammengestüczt ist und diese Menschen unlei lid) begrub. Der Gedanke, daß Menschenleben zu Schuden gekommen seien, hat den fliehenden Wingeß, als er den Vvrsolgern nicht mehr entrinnen konnte, zweijellos veranlaßt, sich der it. dstchen Gerechtigkeit zu entttehen, indem er Selbstmord beging. ' ES ist begreiflich, daß die Verhandlung gegen Werner, die heute vormittag gegen 9 Uhr ihren Aniang nahm, nicht nur weilen ttreiie unserer Bevölkerung in den Gerichtssaal zog, so daß er über, füllt ist, sondern daß auch über 20 Vertreter der Presse aus ganz Deutschland nach Gießen gekommen sind. Werner betritt, von zwei Gendarmen geführt, den Saal: et fleht sehr wohl auS, macht den Eindruck eines 18 läbngcn unb blickt erst verhältnismäßig harmloS durch den Kops an Kops gestillten Saal, dann senkt er den Blick zur Erde. Kurz iifldj 9 ähr findet sich der Gerichtshof ein, der auS dem Vorsitzenden Landgerichtsrat Schmidt und den Beisitzern, Landgerichisrälen S ch "l a b l undIunk besteht. Die Anklage vertritt Oberstaat-', anwalt Lang, alS Vettrcidiger ist RechtSanwatt Tuteuc« Kaiserslautern erschienen. In der Verhandlung fmb 35 Zeuge, äu vernehmen. AlS Sachverständige fuio erschienen Gerichts , chemiker Dr. Po pp-Frankfurt a. M., Professor Tr. Poppert-! Gießen, Medizinalrat H a b e r ko r n-Gießen und der praktisch^ Arzt Dr. Krombach -Friedberg. Außer den zwölf Geschtvoreve, wreden zwei Ersatzgcfchworene ausgelost. ionAnklage.bes chluß ,ührt au«: Der am 20. Oktober 1890 zu Kaiserslautern geborene Dachdeckerlehrting Kail Friedrich Werner ist angeklagt: . 1- Ä.n der Nacht auf den 4. biS 5. Juni d. I. allein ob« in Gemeinschaft mit Wingeß zu St. Ingbert aus einem Qfr baubc ober umschlossenen Rauin durch Einsteigen, Einbruch obti Erbrechen von Behältnissen der Pulversabrik St. Ingbert cm; Quantum Gelatine-Dynamit gestohlen zu haben und als einet von mehreren Personen mitgewirkt zu haben, die sich zur fort« gesetzten Begehung von Raub oder Diebstahl oert bunden haben. 2 Am 14. Juni 1910 zu Frankfurt a. M. ein ©cbfiubti da« al« Wohnhaus dient (die Billa Mayer in der Unlcrlinöuu) durch den Gebrauch von Erplofions st offen Vorsätzlich teil* weise zerstört zu haben. 3. Am 17. Juni d. I. zu Frankfurt a. M. ober Homburg v d. Hohe gegen den Bankier Älerander Mayer au« Frankfurt am Main, der damals in Homburg v. d. Höhe weilte, eine schwer, Erpressung verübt zu haben, in dem man ihn mit Mord bedrohte, wenn er nicht eine große Summe hinterlege. . ?• Am 22 Juni d. I. zu Friedberg das dortige RathanS, ,m dem Menichen wohnen, oder das ein Gebäude ist, das zeit- weise zum Ausenthalt von Menschen dient, zu einer Beit, während jlid) Menschen darin auszuhalten pflegen, durch den Gebrauch f von ^plodierenden Stoifen, vorjäßlid) teilweise zerstört zu haben. Die Tat soll begangen fein, in der Absicht, unter ihrer Begünstigung Mord oder Raub zu begehen. 5. Durch ein und dieselbe Handlung (das Attentat auf da« Rathau« zu Friedberg) die in dem Gebäude be.indlichcn Menichen vorsätzlich und mit Uebeclegung ju töten (Mord). , Am 22 Juni 1910 zu Friedberg gegen den NeichSbank-' beamten August Meyer einen Raub begangen, bei Begehung bcs Verbreckiens Wanen geiührt unb bei dieser Tat als einer von mehreren Personen mitgewirkt zu haben. 7. Gegen den Bankbeamten M e y e r in Friedberg einen Tod-. I ch l a g verübt zu Haden, um ein der Ausführung des dlnubc« I entgegenflehendes Hindernis zu beseitigen ober um sich der Er- greimng auf frischer Tat zu entziehen. Die Anklage auf Mord der Menschen im Friedberger Rat-. Haufe (Punkt 5der Anklage) und die auf Todfchlag gegen den Bantdeamten Meyer (Punkt 7 der Anklage) werden damit begründet, daß der Angeklagte bieic Verbrechen durch Hand- lungen betätigt hat, welcpe einen An fang des Mordes oder des DodichlageS enthalten. Der Angeklagte gibt an, daß er evangelischer Konfession sei und oercus m jeinu Heünat Kaiferslauleru wegui 2)icb|U^ die Dirk'ungSmöanaKeit durch die Meinung geschaffen! salz bereiten und von hier aus die Mutterlauge den 0 gerecht sem, an^uerfennen, daß nahezu das gesamte Beamtentum glaube, diese« Gesetz entbehren zu können. Die Täuschung bestand datz Von der reiwöseindlichen Stimmung der führenden «chicht wenig mehr äußerlich bemerkbar wurde, daß aber diefe (Stimmung Varljiniben war. Die Aufhebung des Diklaturpara- graphen gab dieser Stimmung die Möglichkeit, sich straflos wieder m der Oeffentlichkeit auszuleben. Es entstanden die deutschfeindlichen Blätter, die geradezu verheerend gewirkt hätten. Dazu kamen zweifellos schwere Fehtt-r der Jöureautrqiie in der Zeit Slöller«. Tie Reichsfeinde un sn?nbe»nu«|dju& erhielten eine gefährliche Waffe, als sie gewisjc JJiibhraud)e dcs Dispoiuionssouds auiocdten. Die Regierung Ijm •ft verrechnet, wenn sie meinte, die Ernennung eincS ältcljaiiers zum Staatssekretär würde einen Umschlag der Siim- muna herbei,uhren. Gewiß ist Zorn von Bulach ein un- tadeliger Mann und will* da« Beste, aber seiner Wirksamkeit bei seinen Landsleuten fehle die erste Grundlage: fie haben vor ihren Landsleuten keinen Respekt, er ist zu sehr einer der ihrigen. Bcdeutiam sind auch die sortgeietzten Mißerfolge auf dem Gebiete der auswärtigen Politik, die das Reich in den letzten Jahren erlitten hat. Man darf sich darüber nicht täuschen, daß Frank- rcichs erfolgreiche Maroklopolitik den Welschgesinnten eine nut juugtyeit ausgenutzte Waste geliefert hat, um die geistige und pvlitiiche Ueberlegenheit Frankreichs zu beweisen. JedeniaUS sei die Lage im ReichSlande heute so, daß eine überwältigende ultra» montan-naiionaliüische Mehrheit in einem Landtage zu erwarten set; einige sozialdemokratische Abgeordnete und ganz wenig Liberale kommen dazu. Bei solchen Erwartungen wolle man eine BcrsassungSanderung gewähren und einen Schritt tun, der nie» östrückgeian werden tonne! Auf dem Gebiete der äußeren Politik sei em Wandel zum Bessern eingelreten, so daß Veran» lassung vorliege, die Wirksamkeit des Herrn von Kiderlen-Wächier mit Vertrauen zu begleiten. ■ rj-Referate wurden Neuwahlen zmn ge- schastssuhrcnden Ausschuß vollzogen, in den u. a. Generat Keim (Berlin) und Dr. Hänsch (Leipzig) gewählt wurden. I SMe mckiziTstsche Fakuttäi der Prager deutschen Universität «nannte K a i s e r Wilhelm im Hinblick auf bie bei der Ver- Imer Univetfiün«ftict angengte Gründung der Gesellschaft zur Errichtung von Forsä-ungsuijMuteii »um Ehrendoktor Der „Daily TelegrcMh" melhti aus New York, Tast werde erne Boischasl an den Korrgreß richten, wonn er die fofniifle Schafsung von Gesetzen verlangt, wodurch d.e a u s w ä r t i g e n ^rQ»rf.^.V® a u 1,1 ro,?l H 0 n 0 f f e m c n t d em»i —- um ^unoc^ucgiQaue ’jj(arten|ct)lou Vit O?MäXäÄ ma\brc 3'Uen,lcaf; Jdü>. n.1'0 Biil)doch Johann SchellhaaS zu HauSivärtern am Shi« Honakovg meldet man: Die ersten dreißig Mellen >"btichcn SloUegicngebäube in Tacrnstadt ernannt " an10 n - K 0 wl 0 0 n - Eisenbahn wurden in Gegen- ** Der Täliakeitstrieb he« 1 „ h , » £.*3% SÄÄtiK'Ä; W A--- °-°°-»»Ä " Fertigsteltirng der ganzen Strecke wird für Juni LU 11 erroarict tu? ’ 8‘ beutf^eu Fraucnvereius un Hotel - ______ _________*• yaiuu Frl. Ella Schwarz aus Frankfurt a. M. über ben Alldeutscher Derbanöstaa Tätigceitstrieb des Kindes. In eingehender Weise erNärte vuvuiivmuj. Ihe zunächst bicjen Trieb und seine Aeußcrungen beim Säugling unb beim etwas älteren, spielenden Kinbe und versuchte ben Zweck biescS Instinktes barzulegen. Dann bot sie ben Hörern ein Bilb von ber Ausfaffung Friedrich Fröbels über das Spiel unb bie Acbett, die sich aus feiner Wettanffaffung ergibt. Fröbel betrachtet bas Tun bes Menschett, bas sich in Spiel unb Arbeit zeigt, als bie Er» süllung beS Berufes bcS Menschen, ber sein göttliches Wesen , -v- --r --- r- -u.wvu/v« lMV Darstellung am Vergänglichen ofsenbart Nach-! ui*?1?? ^arch ben AuS gleich insoweit überwunden fei, ais fie ^Lm bie Nebnenn aus einer Reihe von Grundsätzen Fröbels Dedürfuissen ber Deurfchan die Notwendigkeit bes Tuns für bas lliub nachgewiefen hatte, AUerbings würden auch hierbei gab sie ein interessantes, ausführliches Bild von der Ar» ÖCm t „U w’aii'?',U’btef« '“off ßmercife ihrer Setbster^Uung in ihlen Forderungen ni£^nad> Ut beL" durchgeführt worden lassen, besoiiders nicht in bezug auf bie Zwestprachigkeit der ^arzeigen von allerhand modellierten, in Landeshaupt,tadt Prag. Nach wie vor erwarteten daher die Papier gefalteten und ausgeschntttenen unb gezeichneten Deutschen Volnnens dos freundliche Jrneressc der Reichsdernschen ^ogenstanben aus Kinberhanb würbe die Schilderung er- .(Lebhafter Bei,all.) ^ lautert. Znrn Schluß wies Frl. Sci-warz darauf hin, daß Reichsratsabgeordneter Oberstlandmarschallstellvertretvr Dr. I ?udj im. hiesigen Kindergarten in gteicl-ec Wci e gcar- ?a” Tcaö[ erörterte dann die Rückoirkung der Schiss, beitet wird. Bei der Weiynachtsfeier werden Ettern und Wrt Deutschtum. Er legte dar, Freunde der Kleinen im Kindergarten Gelegenheit haben blmum £)c,le?rTeü1^ in ©adjen der ge. durch bie Spiele ber Kinber und durch eine Ausstelluna ^Sörechte anerkannt, doch wäre eine bündige Erltärung darüber gewesen, daß Vorhersteltmig eines Eliwernedmens mit Oesterreich eme Inkraftsetzung jener Bestinimungen des Gesetzen Mm rjeS, welche fub aur t>en Etbcverkchr beziel-cn, nicht ftatt- deutsche Regierung hoffe äugen,ähnlich Lestev- A ?0Cc ?QU dle geplanten verrehrspotitischen Maßp füLßeIermd> nützlich feien. Der Redner besorgt aber, baß es nicht gelingen wird, jene Austastung zu erfdiüttcrii nut welcher in Oesterreich bie öfsenttiä-e Meinung, die Volks- Vertretung und vor allem sowohl bie gemeinsame, als auch die £ ^kgiermig unerschütterlich an der Abgabeiilieiheit her (£10^017x1 fes'hätt. Der Redner schilderte dann, welche den wirt,ck-aftlichen Interessen der norobölMi.ä-en deutsch-bohmiscyen Landwirtschaft erwachen Die Haltung der osterreichisn m^nrb T 3n|ormationen, welche er in jüngster Zeu ^nl ??abaebenden Stclten eingeholt hat, erklären, datz hieran aiuh in Zukunst sich nichts ändern werde. Aussprache verbreitete sich zunächst RegierungSrat v. S trau tz (Berlin) über die Vorteile, welche sich Oesterreich Lei seiner Zustimmung zu den Schis,ahrtsabgaben ergeben würden. Brofessor Sa ma , sa (Berlin) befürchtet, daß bie Zugi> prallem Ungarn zugute kommen würde — aut Kosten des österreichischen Dernschiums. Rnchstagsabgeoidneier v. Lieben iiöerlin) und Direktor Detter (Dresden) betonten, baß in Schiffahrtskreisen kein Bo ber Etbsahrrinne bestehe. Die Notlage der Etbschinabn beruhe hauptsächlich auf dem geringeren Kolnen- Wort, ber ^meswegs durch Abgaben gehoben würde. Diese OfUH?Cm Dx Ur % ein grogcs Unglück fein. — filucbJReebet 2 benptltz (Mulheim-Ruhri ist Gegner der SckXst- fabitdabgaben unb wünscht, datz Deut,clstaiid keinen Druck auf JtatibClC^l°lCn ^laaZCn aa8^)Ce — ^nc Beschlußsassung ,ano ntQ-r Lin Eisenbahnunglück in (England. London, 5. Roo. Em fchwereS Cisendahnunglück ex. eignete sich in der Nähe von Willeaden. Ter Zug, lr ben der andere hmeinfuhr, war dicht besetzt mit Ardnlern welche nach London fuhren, von denen viele im Wager 'landen. Der legte Wagen wurde in die Luft gehoben uni halb auf den Bahnsteig gefloßen, biS die Decke des Wagen! in das Tach der Station emdrang. In dteseni Wagen ivurbcr alle Insassen mehr oder weniger schwer verletzt. Das Friedberger Bombenattentat vor den Geschworenen. t 1 1 t U f I ■i J I t r Ä 5 i 1 r c b 3| 11 9 fl Q |t ii I '■( I I t ?l e ■i i J i i i i l i e t I f 1 c I - e 8 I 8 f Paul Bell. 6627 Giessen (Schiflenberger Weg45), den 6. Dexexnbor 1910. ÜtiLUj ttuih uiübL ^iimner foiovt btUifl zu verni. 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Juni über bie Danksagung. Allen denen, die uni bei der Pflege unserer teueren Entschlafenen so liebreich unterstützten und uns bei unserem Verluste ihre Teilnahme bewiesen, sagen wir unseren herzlichsten Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: tKiUUj Kirmes vogis au uevuuutu Teufetotttitgartchrti 20. ViabcivS Vümeuuaiig 22 IL feeolin V putzt 1 blitz-blank Gießen, den 6. Dezember 1910. 010076 Öür LlZribnachtcn 1 puppen* hiebe mit Spctfetautmer, 1 Spiel- dose und 1 Krippe. (010062 Bahnhosskr. 65a II. vvm 4. auf den verübt. Beide stiegen Kleine TageSchronik. Infolge heftiger Regengüsse traten in verschiedenen tiefer gelegenen Gegenden Englands Ueberschwemm- ungen ein. In Nottingham wurde das Handiverkerviertel, da» nicht selten von Ueberschweminungen hetmgesucht wird, vom Wasser überflutet Ernsthaste Schäden und Verluste an Ltenschen- Icben wurden bisher nicht gemeldet imnf-OHihdjc W W sehen, ha5 die Explöslmr angerlchtet hübe. V8 fanÜai SckMhleute ufto. dort. vor. Zwei Tage nachher sandten die Attentäter an Bankier Mayer ernm Bries, in dem sie 10 000 Mark verlangten. Das Geld sollte unter einem Zeigen nach Amsterdam gesendet werden. Man dachte, dast, wenn bad Gelb nicht bezahlt - werde, man Mayer und dessen Angehörige in die Lust sprengen werde. Der Bries, der mit Internationale Verbrecher- Vereinigung unterzeichnet war, wurde von Wingest, der nach Öomburg fuhr, durch einen Dienstmann in die Hohnung des Mayer gesandt. Wenige Tage später will der Angeklagte im Auftrage des Wingest nach Hornburg gefahren sein, um von dem D,ienstmann zu hören, wie die Sache gegangen sei. Man erfuhr, bt-ti der Polizei Anzeige erstattet sei und gab den Plan auf, von Mayer etwas zu erreichen. Man schrieb aber an diesen einen iiuciten Brief in englischer Sprache, den Werner verlast und fließend übersetzte, worin man dem Empfänger merken liest, dast man genau unterrichtet sei. Man ließ durchblicken, daß es um ihn gejä>chen sei. Armer Mann, heißt es in diesem Brief, die Würfel find gefallen, es würde nun die Rache folgen. Als die Sache in Homburg gescheitert war, machte, wie der Angeklagte behauptet, sein Genosse den Vorschlag des Attentats in Friedberg. Ülian fuhr nach Friedberg um bie Oert- lichkeit anzusehen und die Vorbereitungen zu treffen. Werner fuhr dann nach Frankfurt a. M. zurück, stellte dort mit einer eisernen Röhre, einer Weckeruhr und einer Zündvorrichtung eine o o l l st ä n d i g e L ü l l c n m a f ch i n e her, bie so eingerichtet war, dast nach einer bestimmten Zeit die darin enthaltenen 2—3 Pfund Dynamit zur Explosion komtnen würbe. xliej’e Maschine war in einem Koffer und er wollte sie erst an der Burg in Tätigkeit treten lassen, doch sei er davon abgekommen und er habe Wtngest den Vorschlag gemacht, das Attentat auf das Friedberger Rathaus yu machen. Dies war am Mittage der Lat. Wingest billigte diesen Plan, und eS war vereinbart, dast nach dem itnall, der Einbruch in die Reichsbank verübt werden sollte. Im Garten der Wirtschaft zur Kaiserkrone hat er bie Uhr an der Maschine ausgezogen, bann den Koffer mit der im Gung gesetzten Maichine ins Rathaus getragen und dort in der Rahe der Treppe aufgestellt Wingest wartete inzwischen aus der Kaijerstraste und man traf sich im Cafä Hock und wartete dort solange (2 Stunden) bis die Explosion erfolgt war. Werner hat, alS er die Vouibe legte, mehrere Personen inS Rathaus ein* und auSgehen sehen, er will aber nicht daran gedacht haben, daß durch seine Tat Menschen umS Leben kommen könnten. DaS Attentat auf den Bankbirektor Mayer gab Werner zu, besonders auch, dast er auf Mayer geschossen atnb ihn in bie Stirne getroffen habe. Schließlich gab Wernev eine ausführliche Schilderung seiner Versuche, ins Ausland zu enirommcnf die ihn u. a. nach Mannheim, Kaiserslautern, Luxemburg, Paris, an den Rhein und nach Barmen führten, wo er am 17. September verhaftet wurde. Bei der sich anjchliestendrn Vernehmung Werners und des Sachverständigen Dr. Popp über die Konstruktion der Bombe, wurde die Oeffenllichkeit a usgejchlojjen- (Fortsetzung folgt) Rülltiimrtkr Slouimonn der Zigarren-, Wein- und Spirituosen-Branche mit best. Zeugn. in ungetündtgt. Stellung, welcher ca. 20 Jahre Hessen und Waldeck mit Erfolg bereist hat u. sehr gut eingefuhrt ist, sucht sich &. 1. April 1011 zu verändern. Veiitunaaiab. Firmen wollen geil. Off. u. 1>. 1806 an Haaicni.ein & BoglcrÄ. (S.,Cancl send. (hv*/u Tllcht.Schlosser, ev-, 37I., verh., sucht Stellung, gleich welch. Art. Schristl. Angebote unter 09945 an den (Äiestener Anzeiger erb. 100641 Madch. ul n. Zeugtr s. Stell. Fr.Dülser,Reust.oO,gew.Stellenv. Weg. 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Dr. Winkler bespricht den Fall und regt die Schaffung eineS Depositenregisters an. Ulrich erklärt sich von der Antwort der Regrerung unbefriedigt. Tie Wahlen in England. London. 6. Dez. (11 Uhr 45 nachts). Bisher sind', gewählt: 87 Liberale, 11 ö Unionisten, 14 Mit* glieber der .Arbeitspartei und 16 Anhänger Redmors. Die Liberalen gewannen 6, die Unionifteni 11 Sitze. In zwei Wahllreisen wird das Ergebnis erst morgen bekanntgegeben werden. Wicdergewählt wurden der Vizepräsident des Unterhauses (Smmott in Oldham und das Mitglied der Arbeitsparter Mac Donald in Leicester. In London gewannen die Unionisten eines der Mandate von St. Pancras mit 8 Stimmen Mehrheit. |^ic sie sich dort unter den | ch w t e r i g ,t e tt Umstattben 1 Kiste Dynamit aneipncten, den Inhalt, ettva 40 Pfund, in zwei Pakete packten und diese mit der Bahtt Über Kaiserslautern nach Frankfurt a. M. schafften. In Frankfurt wurden mit dem Dynamit Versuche gemacht, bie aber anfänglich mist. Hangen, bis es endlich gelang, Bomben herzustellen. Wuigest, ab und ju in Werners Begleitung, soll sich unterdessen umgesehun Ihabcn, wo waS zu „mache n" s e L Wingest schlug dem An- Igcllaglen vor, bei Bankier Mayer eine Bombe zu legen, um die» ifen einzu schüchtern iuib zu schrecken und bami eine graste re Summe jtzjeldes zu erpressen. Werner toill mit dem Vorschlag anfangs in ich t einverstanden gewesen fein. Er habe aber nachl-cr, igls bas Bombenatlemat in der llntctlinbau erfolgt war, den '«preucrischen Brres an Bankier Mayer mit geschricben. Zu der Explosion hatte Werner eine ei ns a che Dyna- mitbombe aus 2 Blechbüchsen hergeslcllt. Man fuhr mii gtöbcin in die Nähe der VUla Mayer. Wingest soll die Bouche lut bud Haus genügen haben, ivähteno der Angetlagte b c a u u e n aufgkpastt haben will. Da kam ein Schutzmann vorüber, der aber weder auf ihn noch aus Wingest achtete. Sie fuhren mit den Rädern wieder davon und bürten nach l* lA Minuten ben j^tall dcr Erplosion. Später trafen sie sich wieder am Tadorre, Gut erhaltene eiserne W endel- treppe zu kaufen gesucht. Schrntl. Angebote mit Masten und Preis unter 010073 an den (Siebener Anzeiger eiveten. OUUaui (üut ery. gebr. vooelbauk zu taufen ges. Georg depper, ztönigsverg bei 0-iesten. ftanatienbäb. mWeibch. iDetf.l pr.Z. b. abzug.5laiser'Allee18p."^ 10059 Schwarzllniforuimautcl u. Pelzmütze i-Stnabcn. Bergftr.öH. 100541 Kisten zu verlausen bei Karl Ampt, Bahnhofstr. 3ll Klemer wachsamer Hauobund in gute Hände abzugeben. 16619 Näh. tz)r. Stetnwcg 11. ■ / ■ • i r-* liefert billigst dte BrühPschs Kuverts mit Firma ää Eine aucuiiiLutnuc uueie -Lome sucht zwei unmbbL Rimmer mit oder ohne Küche, Hochparterre oder L Stock in der Mebigür^ rtUeestr. oder Vubiulgirr. gelegen, per 1. April euentL auch envaft früher zu uueicn. Schrillt. Angeb. uni. 0614 an den ENeg. Anz. erb. 10040j Kleinerer Bereln such! schön, ißtrtinßjimintr. bis zum 10. Dez. Üadtvosil. erb. Student sucht nui wöbt. 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Man oct* .tiiibarte, als Wingest nach Leipzig ging, sich gegenseitig zu schrei- ^cn, wi»S auch geschah. Weihnachten 1U0U war Wingest in Kaisers- Eutern und besuchte den Angeklagten. Hier wurde die ver- !brecherisck>e Freundichaft nod) leitet. Die Ellern, denen Briefe des Wingest in die Hände gefallen waren, gaben sich in der Fol§e ■alle Mül)e, ihren <2ol-u, d.m Einstug des Ringest zu entziel-eu. Dieser wandte sich im März d. I. vvn Leipzig aus an ihn vnb verlangie eine Bombe von ihm, die er auch mit Wcistpulver Irrftcllte. Die geplante lat wurde jedoch nicht auSgeführt. Der iAngellagle erklärt, er habe sich, um Spreng st ofse usw. her- ftellcn zu können, em Buch besorgt, das er später benutzt hat. Llisdallli erfuhr erdurch Die Polizei in SYaiierdlauiern, bau Wiii- 'gcB inLeipzig einen Betrag von 8500 Mark unterschlagen halle. Die Polizei argwöhnte, dast er im teiliveisen Besitz des GttdeS sein müsse und bcobachteve ihn eine Zeittang. Plötzlich fauchte Wingest in Kaiserslautern wieder aus und udjte ihn zu überreden, sich ihm anzuschliesten. Anfänglich will i ich Werner noch gesträubt haben; bann aber willigte er ein, hast man sich in Mannheim treue, nxrd baut auch geschah. jBon hier aus begab man sich nach F-rankfurt. Hier richtete Werner in seiner MietSii-ohiiung eine vollstänbige Werk- ftätte zur Herstc 11 una von E z p 1 o s i o n s stoss en und liUmnben ein. ES war ihm soivohl wie Wingest trotz aller Mühe inicht möglich, bie nöligen Sprengstvjfe zu bekommen und so ‘lomen sie auf den Gedanken, in der Pulverfabrik S t. lZngbert einzudrechen. In der 'Jiadji *purbe der Einbruch IjUiauet em, und nun schildete der Angeklagte eutgehend. Mein WM-sM hat begonnen. Schuhwaren jeder Art in guten Qualitäten zu billigsten Preisen Mitglied der Rabatt-Spar-Vereinigung. Julius Schulze Kreuzplafj Telephon 774 Fri-chhaitauga- bemer breiter Apparate und Alpakka-beatecke Glaser .'. .. Kaflee- u. Zucker- 8. 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März 1909 hat beschlossen, das Aktienkapital von bisher M. 20,000.000.— auf M. 22,900.000.— zu erhöhen durch Ausgabe weiterer voll einbezahlter 2000 Inhaber-Aktien zu 1000 Mark. Die hierin liegende Aenderung des Statuts hat inzwischen die staatliche Genehmigung erhalten. Wir bieten nunmehr diese Aktien zum Kurse von 186° 0 zuzüglich M. 55.80 Aktienstempel, sonach zu M. 1915.80 pro Aktie unseren Aktionären hierdurch in der Weise an, dass auf je 10 der bisherigen Aktien eine neue Aktie bezogen werden kann. Die neuen Aktien sind vom 1. Januar 1911 ab dividendenberechtigt. Das Bezugsrecht ist von jetzt bis einschliesslich 22. Dezember 1910 in der Weise auszuüben, dass an unserer Kasse der Betrag für die neuen Aktien bezahlt wird, gleichzeitig Zeichnungsschein in doppelter Ausfertigung eingereicht wird und diejenigen alten Aktien, auf Grund deren das Bezugsrecht ausgeübt werden soll, mit Nummemverzeicbnis ohne Gewinnanteilscheinbogen vorgelegt werden. Ueber die Einzahlung wird einfache Quittung erteilt und diese dem Ueberbringer unter Rückgabe der mit Bezugsvermerk versehenen alten Aktien übergeben. Gegen Rückgabe dieser Quittung erfolgt später die Aushändigung der neuen Aktien sobald die Kapitalerhöhung in das Handelsregister eingetragen ist. Zeichnungsscheine können an unserer Kasse wie auch bei unseren Kupons- einlösungsstellen in Empfang genommen werden. F Für Beträge von weniger als M. 10,000.— alter Aktien sind wir bereit die Verwertung oder den Zukauf von Bezugsrechten zu vermitteln. Frankfurt a. M., den ö. Dezember 1910. Frankfurter Hypothekenbank. 200 Pstanzer-Zigarren. iLÄ?ni’lcn rooc?cr ar. Veicaenbeitsparucn und versenden ff Vorrat reicht 200 7-P>g..^sa. für 11.00 3)1 L, flau "00 Mt. ob. 200 Hochs. 10-Psg.-.Zig. £ 14.00 f. 2luuciociii neben 200 Pflanzer-Bia. gratis s Pleiter» h WO^e0,nal tü0 ’• n 00. 12.00 Ob. 11.00 Mt. .Ä 0. beitem hat, erhält lie 200 Ltck. umsonst. Oaiantiesch.. BelAlchlgefall. Geld zurück. 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