chitUe Die heutige Nummer umsaht 12 Seiten. praktischer Arzt meder- 1912 vorn. irzeste1* einreich. iue 281 (Tel. 190). ' ^utags nur von 8-9 ■ Berlin in die Nvrdfe. hinaii&retrieüen würrden. Im allgem.inen werden die Gcf.rhren der Abstürze sehr über- schätzt. Nur dann, wenn durch ein Reihen des Netzwerks die Gondel sich vollständig vom entw eichenden Ballon ^trennt, ist eine Kata- tvophe unvermeidlich. Als im Jahre 1893 der Berliner Ballon „Humboldt" mit einer starten Sck>neebedeckirng aus der Hohe von 6100 Metern abstürfte, belief sich daaegen die Lekundengeschwindig- knt des Slur?ss bis kurz vor Berührung des Erdbodens nicht aus mehr als 2,85 Meter, und als der Fesselballon des Oberleutimnls tziller aus dem Lechselde am 23. Mai 1)02 von einem Blitzstrahl in Brand gesetzt wurde, vergingen immer noch 60 Sekunden, bis her dabei allerdings schwer verletzte Offizier mit den Res den der Ballonhülle aus 500 Bieter Löhe zur Erde l)erabgelang1e. O. K. * — Anna Schra. mms 70. Geburtstag. Aus Berlin Wird uns geselnieleii: Anna Schramm, die „furchtbar Mette", wird am 8. April eine Siebzigjährige. Sie ist als die Vertreterin des Berliner Ditzes auf der Bühne einst, in ganz Deutschland und Oesterreich bekannt gewe'en, nun aber sck-vn lange als Mit- glich der Berliner Hofbühne als Charakterdarstellerin und zwar nicht nur aus dem komischen Gebiete geschätzt. Wie E. Th. >A. vosff mann von dem Berliner Original Madame Tutitre, die übrigens Anna Schramm in einem Bühnenstückchen trefflich darzustellen wüßte, einstmals behauptete, da st >'ie die Einzige sei, die „den'Berliner Tialekt mit Grazie spräche", so sagte auch einst ein Kritiken non Anna Schramm, da st sie verstanden habe, „die Sprache der Berliner Schusterjungen zu adeln". Die Zeit, als sie das rat — in den sechziger Jahren am Wallnertheater im Verein mit Helmerding, Rensckw und Neumann - war die Glanzzeit dieser Künstlerin. Tabei ist Anna Sä)ramm nicht einmal eine geborene Berlinerin. Ihre Eltern waren ein berühmtes Künstlerpaar: der ausgezeichnete Charakterdarsteller Nikolaus Schramm und die nicht minder trcTü siche Schauspielerin Henriette 'u relativ zunimmt, ist indes die ^wage: ovdi vor dem ung^ahnten Ausschwung der Lufffchifiahrt waren Unfälle dieser Art leine Seltenheit. _ Don den Bahnbrechern der Luitschiffahrt haben schon seit den ersten, int vorletzten Jahrzehnt >e3 18. Jahrhunderts unternommenen Aufstiegen viele ihre -.eben (aiieit müssen. Tas erste Opfer der Luftschiffahrt war der bc- LÜlymtc ffanzrfische Gelehrte Pilätre de Rosiers, der, durch den Dorgang des BerusSluftschiffers Blanchard angespornt, am lo. Juni 1785 bei dem Versuch', den Aermcltanal zu überfliegen, mit dem Boukoqner Arzt Romain, mit dem infolge einer Erplvsion lichter- (oh brennenden Ballon aus 500 Meter Höhe schrecklich verstümmelt ruf die Klippen der französischen Küste stürzte. Nicht minder ^agffch war da-> Schicksal des italicitiichen Luftschifsers Fcancesoo Zambeceari, d-.w am 21. August 1804 bei Bologna durch Explosion eines Ballons schwere Brandwunden erlitt, ins Meer stürzte und rech in denffclben Zai re, kaum genesen, bei einem ebenfalls von fHogna aus unternommenen Ausstiege tödlich verunglückte. Eine lange Reck e von Unfällen begann, als wenige Jahrzehnte nadt der Erfindung des Luftballons die Baltonausstiege ein Zugstück für Bogelwft'cn und große Vollssestc wurden, bei benen die berufsmäßigen Fahrer ihre halsbreckwrisckxn Kuulfftücke zeigten oder sich aus schwindelnder Höhe mit deut Fallschirm niederließvn, der nickt stltcu versagte. Eine keiueswags vollzählige Ltatistü über die Jahre 1805 bis 1821 besagt, daß in dieser Zeit nicht weniger als V.) Luftschifser, darunter auch eine Dame, Frau 2-em'oinc, durst Brand oder Reißen des Ballons verunglückten. Verhängnisvoll war die Fahrt, die die französischen Gelehrten Sivel, Croce und Tissandier am 15. April 1875 unternahmen, wobei die beiten erstgenannten in 8000 Meter Höhe an Sauerstofsmangel zugrunde gingen. Um die Fahrt des Schweden Andree zum Nordpol breitet sich der Schleier der polaren Sphinx. Der verdicnst- iwlle deutsche Militärlustschiffcr Hauptmann Bartsch von Sigsjeld n»urde, als sein Balkon über die holländisäw Tiefebene raste, mn 1. Februar 1902 jammervoll zu Tode gcsckstcist. Fast ein Winrder war es, daß i ic Strandung des Militärluftschiffs Groß I auf dem Stettiner .v iff am 12. November 1908, obwohl der Ballon zw".-i Stunden lami auf dem Wasser getrieben wurde, ohne töd- lMm Unfall endete. Um so grausiger dagegen war die Todes- sOhit jener beiden deut-chen Offiziere, die gelegentlich des Gordon- Bennett-Rennens der xrüftc im Herbst 1908 von Schmargendorf bei «lot: ■»etag. asse IQ || dwi§ Kröll mi Hause ILBiele^ Tn«« ' . W8» Wien nicht Bangen, ihre Berolinismcn könnten dort nicht den rechten Widerhall finden. Im Jahre 1891 ivard ne dann ans HostlMter verpflichtet, und das einstige „Milchmädchen von Schöneberg" und der ehemalige Schusterjunge rn „Krsthi und ME" wurde „klassisch" und errang sick Bewunderung als Amme in „Romeo und Julia", als Taja in „-OLathan", als Marthe Sckweicklein usw., und man feierte sie als die geutige Erbin der F-rieb-Blumauer. Bor einem Jahrzehnt etwa beantwortete die Künstlerin die Rundfrage „Wann wird eine Frau alt'/" dahrn: , Wenn der Spiegel es ihr sagt und ihr Her; es suhlt! Mit Anstand alt werden, ist eine Kunst! Manche lernt's nie!' Auch Anna Schramm hat, so sckxffit es, diese Kunst nie gelernt, wenn auch in anderem Sinne, als sie das gemeint hat- porresponl enten l>eistt es, baß es bei dem letztgenannten Crt 6,i ernsten Kämpfen zwischen den türkischen Truppen und den Albaniern gekommen fei. Diese beunnchigenden Meldungen Werden auch von einem rclegramrn bestätigt, welches der „Daily Telegraph" von seinem licrresponbenten in Belgrad erhält. Hier wird auch berichtet, big die Zustände in Alt-Serbien einen sehr ernsten Charakter an» gmummen hätten. In mehreren Tisttikten des Landes herrsche - i.-nc Anarchie, und b.ie Albanier seien aufständisch. Die türkischen Behörden hätten sich bisher nur zu sehr rottoig energischen f^aßregeln entschließen können mit dem Ergebnis, daß die Lage immer schlimmer anstatt besser geworden sei. Viele Albanier hätten ic geroeigert, ihre Steuern weiter zu zahlen, unb andere wieder weigerten sich, in dem Heer zu dienen. Täglich kämen neue Anschläge und Anschlagsversuche auf Beamte der Regierung vor, und gestern morgen kam es an fnt Fluß Lab zu einem regelrechten Kampf zwischen l.likiscken Truppen und einer Abteilung Albanier, die sich in iv: Nähe des Flusses verschanzt hatten und von da aus auf die Soldaten feuerten. Auf beiden Seiten sollen schwere Verluste zu 1 cflageit gewesen sein, aber die Albanier scheinen schließlich am i u abgeschnitten zu haben, denn sie nahmen den türkischen 'ruppen verschiedene Geschütze ab. In Ipek und Prischtina, »wie in anderen Städten herrsche ein Zustand offenen Aufstandes, imb die Albanier am Flusse Lab würden in den Nächsten Tagen auf bedeutende Verstärkungen rechnen können. der ungewissen Zukunft: der iein 'N a v, gativns oft i»ie r wa Sturm der Sck:lackten: der das schiff, Deutschlands Muck und Leben trug, ’iäxr zum Fwiedenshort leitete: auf den 6eld m<" sXige dieser^Sohn des Heeres an der Spitze d^ Generalstabes stand, war er ein Freund.der i^otte, erkannte^er ih«: Be deutung und ihre Notwendigkeit, «chon 18h4 beklagte er ct, Dah die Operationen des Landlx^res nicht von einew Flotte nnt«- stützl werden konnten, unb 1870 vxV er mit Besorgnis bn deutsche Küste fast Wehrlos der feindlich?n Leeniackt gegenüber Herzens stimmte er daher 'einem uigendlicken Herrn, ,imfereM erlaudjten Kaiser zu, als dieser dem ^euttcken Reich d e 6lvtto schuf, wie sein großer Ahn ihm das \ieei- gesoffen l>atte. Und als der Kaiser im Jahre 1891 den FeldmarichÄll ä Seebataillons stellte, wollte er damit Hinweisen auf die innige Verbindung die zwischen Heer und Flotte bestehen »oll und benehm muß zum gemeinsamen Sckntz deutschen Ehre. Um diesen Gedanken auck ferner wack zu "kattem wollen Seine Majestät, daß dieser Kreuzer den Namen .Mottke tragen soll. Du aber, Du starkes Sä m, das nun e,ntauchen.soll in sein Element, Mögest Du sein wie er, denen Namen xu^riü)rcnjj>U|t. Allezeit treu bereit für des Reiches Herrlichkeit. Trage meinen Nanivn mit Stolz unb Deine Flagge mit feined Lebens die Piuck: war, io sei sie >inck Richtschnur. Deiner Offiziere und Deiner Mannschaft." Aus Vewhl Leiner Maiestnt des Kaisers unb Königs taufe ich Dich: „Miottke . Und wie ut diesem "Namen sich nun Heer und Flotte emt, ,o lrollen ne immm gemeinsani dastehen, Lchulter an Sämlter M Schutz u^d Drntz, bereit, zu kämpfen und zu liegen tur unicr deutsches Baterlaub, für unseren Kaiser und Herrn. Tas irrolkn wir bekräftigen, m- Dem wir rufen: Seine Majestät unser Kaiser und Kriegsherr hurra, hurra, hurra!'' b Ohhn ö> w ertfl.,: x 0{llllL (aUtSkrsig 3a(yrc sind taiWien. fett in toeetat Wmvscn unb blutigem Ringen dec Grundstein gelegt Wurde ^u dem stolzen Bau, unter dessen -' ätzendem Dach die deutschen stamme heute wohnen, seit das i errichtet wurde vor dessen Toren die Jugeiidkraft des ge.t. reu Deutschland schirmend steht "i Wchr und Waffen. Seit vierzig Jahren erfreut der Deutsche sich des ae'ickerten Friedens, den seine Brüder und seine Vater ihm erkämpft staben. Wie es aufblüht in Feld unb Flur, roenn das Gewitter darüber hingebraust ist, wie neuer Trieb sich regt, wenn die Sonne Weber scheint, so blühte auch in deutschen Landen ein nem5 frisches Leben auf, nachdem der Gewittersturm des letzten großen Krieges sie burchschüttert hatte unb die Sonne des Friedens röieber leuchtete. Mächtig entfaltete iid) Handel und Gewerbe. Deutscher Ernerbsfleiß unb deutsche Intelligenz schufen neue Werte. Ter Kaufmann zog hinaus über bic Meere, im- ff.edUchen Wett- kämpf eroberte sich die deutsche Jndusttie den Markt der Welt. Bald stand der deutsche Außenhandel an zwei er ^telle unter allen Völkern der Erde, an den Gestoden des attontudj n unb indischen Ozcans erwarb das Deutsche Reich die ersten Kio Ionien und ans den Inseln der Dublee pflanzte es fein Banner auf. Doch feilt e cs an Schutz der so gewonnenen nationalen Güter unb int rollen Gefühl seiner Verantwortlichkeit für die Sickerung deuffchcr Entwicklung schuf um er Kaiser die deut, Flotte. Lic wäre nicht denkbar, roenn nicht vor 40 Jahren die bis da hm zeriplitterten Kräfte der deutschen Stamme durch Blut ■ und Eisen zusamMcngeschmiedet waren. Wohl ziemt es uns oaher. Trenn wir nun mft diesent Schliff ein neues Glied der Wehrkraft unterer Flotte einfügen können, dankbar der Manner zu g-> ' denken, die einst der deutschen Zerrissenheit em Ende machten, hie den stolzen Bau des Reiches errichteten, in dem wir stark . unb sicher heute wohnen. Wir gedenken unseres grotzen Kaiser-- i und seiner Paladine und unter ihnen richten wir unseren Blick aus - beit Mann, der treu unb fest dem alten Heldenkaiser zur Leite stand, so ost er hinauszog in den Krieg, hinaus aus das Ace er •W«L 'S geliefert pro Zlr. 70 » , , 90 , . i , 75 , giten Tagespreisen: kohle«, Seftmelierte on drei Jahre ftüher der reiche Fabrikant de Fabreques aus Marseille vorweg genommen, der eine Reife durch Europa m feinem tastbaren Kraftwagen machte, das ebenfalls Salon, canaszimmer, Ankleidezimmer und am Hinteren Teil des Wagens eine vollkommene Küche mit Kochherd und Speisekammer besaß. Sogar bei Spültisch war in dieser rollenden Villa nicht vergessen. famte diplomatische Korps in Addis Abeba appellierte, zu ihren Gunsten einzutreten und daß alle Mttglieder dies abgelehnt hakten. Aus Teheran wird über Petersburg gemeldet: Die Lage des Kabinetts ist erschüttert. 'Der MinisterbesAeußern hat seinen Abschied eingereicht. Aus Kairo wird gemeldet: Der gesetzgebende Rat sprach sich nach längerer Aussprache mit 66 gegen 1 Stimme gegen eine Erneuerung der Wirtschaftsrechte der Suezkanal- Gesellschaft aus. Die Entscheidung wurde von der draußen stehenden Volksmenge mit großer Begeisterung auf genommen. Aus Stadt und Land. Gießen, 8. April 1910. Aus der Sitzung der Stadtverordneten. Unsere Stadtväter waren gesternt in ungewöhnlich großer Zahl versammelt und erledigten nicht nur den Voranschlag für das laufende Verwaltungsjahr, sondern auch noch zahlreiche übrige Gegenstände. Dennoch kann von einer „Turchpeitschung" des Voranschlags nicht die Rede sein, denn seine Beratung dauerte nahezu drei Stunden. Trotzdem wurde an den Zahlen des Voranschlags von der Versammlung nichts geändert. Es wurden nur zahlreiche Wünsche und Beschwerden vorgebracht, wozu die vielen Titel (Unterabteilungen) des Voranschlags förmlich anreizen. Man kann nicht sagen, daß, dabei besonders große Geftchtspunkte zutage'traten, wie es ja bei einer ordnungsmäßig geführten modernen Stadtverwaltung und bei dem weitgehenden staatlichen Aufsichtsrecht nicht anders sein kann. Auch die den breitesten Raum einnehmende Aus- sprache über die Entlohnung und Behandlung der städt. Arbeiter, die vom Stadtv. Krumm eingeleitet wurde, entbehrte des großen Zuges. Tas lag wohl daran, daß Herr Krumm seine Ausführungen durchaus auf die ein- feitigen Darstellungen ber jicl) beschwert fühlenden Arbeiter aufbaute, und es war dem Stadtbaumeister Braubach möglich, alle vorgebrachten Einzelsälle befriedigend auszuklären. Besser schnitt Herr Svrumm mit seiner Bemängelung des neuen Lehrplans der höheren Töchterschule ab, in der er die Erhöhung der Pflichtstundenzahl von 30 auf 33 Stunden wöchentlich als Ueberbürbuitg bezeichnete und bedauerte, daß der Besuch des Handarbeitsunterrichts in das Belieben der Schülerinnen bezw. ihrer Eltern gestellt sei. Eine Neuheit für Gießen bübete schließlich noch die Erklärung des Stadtv. Krumm, daß er bei der Vornahme einer Schlußabftimmung über den gesamten Voranschlag gegen die Annahme gestimmt haben wurde. — Außer der Voranschlagsberatung, ^die, wie unsere Leser schon wissen, erfreulicherweise ohne Steuererhöhung abschlc^, beschästtgte sich die Versammlung hauptsächlich mit dem Sommer- sahrp lan der elektrischen Straßenbahn. Er bringt neben ber Einführung von zwei Standwageu an dem Bahnhof noch verschiedene andere Verbesserungen, B. einen früheren Beginn des Betriebes und die Ausdehnung der Fahrten zum neuen Friedhof bis 7 Uhr abends, allerdings unter Fortfall des Vormittagsverkehrs dorthin. Für die rote Linie wurde fast allseitig gewünscht, daß alle Wagen bis zum Schützenhaus, mindestens aber bis zur Siechenanftalk geführt werden sollen. Ein dahingehender Beschluß, der die Anschaffung von einem oder Mei neuen Wagen erforderlich macht, wuroe nahezu einstimmig gefaßt. Erst gegen 8 Uhr war'die Sitzung beendet. * •• Vom Großh. Hofe. Prinz Heinrich von Preußen hat sich gestern vormittag von Darmstadt im Automobil nach Kiel zurückbegeben. Die Prinzessin Heinrich von Preußen reist am Abend ebenfalls dorthin zurück. ** Ernannt wurde Kart Friedr. Vogel aus Vilbel zum Obergärtner bei der Badeanstalt Bad-Nauheim. ** Lehramtspersonalien. Der Grositz er z o g tzat den von dem Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Birstein präsentierten Leyramts- assessor Dr. Rud. Wagner zu Offenbach als Oberlehrer an der Oberrealschule zu Offenbach bestätigt und zu Oberlehrern ernannt den Lehramtsasiessor Friedr. Bender an der Oberrealschule zu Alsfeld, den Lehramtsassessor s2Q)am Dörr an der höh. Bürgerschule zu Neu-Isenburg, den Lehramtsassessor Karl Ens grab er an der Realschule und dem Progymnasium zu Bingen, den Lehramtsassessor Friedr. Fischer an dem Gymnasium zu Offenbach, den Lehramtsassessor Wilh. Ko ch an der höh. Bürgerschule zu Rimbach, den Lehramtsassessor Dr. Eug. Mannheimer an der Oberrealschule zu Mainz, den Lehramtsassessor Fritz Mnlcy an der Oberrealschule zu Alsfeld, den Lehramtsasiessor Karl Naumann an der höh. Bürgerschule zu Dieburg, den Lehramtsassessor Hch. Pröscher an der Oberrealschule zu Mainz, den Lehraintsassessor Jak. Rodri an an der höh. Bürgerschule zu Dieburg, den Lehr- amtsassesior Alex. Weide an der höheren Bürgerschule zu Groß-Gerau, den Lehramtsasiessor Gg. Zimmermann an der höheren Bürgerschule zu Schotten. — Inder Darmstädter Zeitung ist halbamtlich zu diesen Ernennungen zu lesen: Angesichts der schwebenden Frage, ob uni) wie etwa in der Staatsverwaltung künftighin mit einer verminderten Anzahl von Beamten auszukommen wäre, hat die Regierung anfangs Bedenken getragen, die fraglichen Stellen jetzt schon zu besetzen. Doch mußten diese Bedenken hinter folgenden Erwägungen zurücktreteu: Bis zum Augenblick sind 469 mit akademisch gebildeten Lehrern zu besetzende Stetten an den staatlichen höheren Lehranstalten als dauernd notwendig anerkannt. Von diesen 469 Stellen sind auch nach den jetzt vollzogenen Ernennungen nur 409 mit Oberlehrer besetzt, während 60 auch weiterhin von Lehramtsassessoren provisorisch verwaltet werden müssen. Sollte man daher wirklich demnächst zu der Ansicht gelangen, daß die Gesamtzahl der akademisch gebildeten Lehrer ohne Schaden für den Dienst vermindert werden könne, so böte das Vorhandensein dieser verhältnismäßig sehr großen Zahl nur provisorisch besetzter Stetten ausreichende Freiheit der Entschließung. Zieht man vollends die akademisch gebildeten Lehrer an den höheren Bürgerschulen mit in Rechnung (wo die Zahl der provisorischen Stellen reichlich ein Drittel der Gesamtheit beträgt), so springt in die Augen, daß die Möglichkeit etwa als erforderlich erkannter Verminderung in weitem Umfang gewahrt bleibt. Uebrigend mußte bei den Entschließung^! der Regierung auch in Betracht gezogen werden, daß seit den letzten Jahren eine stetig zunehmende Abwanderung tüchtiger junger Lehrkräfte in andere Bundesstaaten statt- ftndet, die je länger, je mehr auf den Schulbett ieb nachteilig einwirken muß. Zu dieser Abwanderung würde man, nicht zum Vorteil des Dienstes, verstärkten Antrieb geben, wenn man Oberlehrerstellen, für welche die Mittel bewilligt sind und bereit liegen, dauernd unbesetzt lassen wollte. ** Bei der land- und forst wir tschaftl. Bern f s g e n o s s e n s ch a f t für Hessen sind im 1. Vierteljahr des lausenden Jahres 727 Unfallanzeigen eingegangen. In 456 Fällen wurde erstmalig eine Entscheidung festgesetzt, darunter in 18 Fällen das gesetzliche Sterbegeld ober eine Angehörigenrente gewährt, weil die Verletzung den Tod zur Folge gehabt hatte. Von dem Recht der Üeber- nabme einer Kranlenhausbehanblung wurde in 60 Fällen Gebrauch gemacht und diese llnfallvcrtetzten einem Kranken- hause oder einer für die Nam: Handlung eingerichteten Privatanstalt überwiesen. Die der Berufsgenossenschaft an- gegliederte Haftversickierungsansialt weist zurzeit bereits 55 000 Mark als Reserve nach. "Eine Mahnung an Spaziergänger. Jetzt, wo die Schönheit der Natur und der Sonnenschein Jung und Alt ins Freie lockt, scheint die Mahnung am Platze zu sein: Schont die Wiesen und Fruchtfelder! Das un. befugte Betreten ist verboten und mit Recht sieht das Straf, gesetzbuch eine erhebliche Strafe vor. Mancher Landwirt muß in jedem Frühjahr immer wieder Klage führen, bafc ihm infolge Betretens der Grundstücke durch Unbefugte, die auf den Wiesen und Feldern ohne Bedenken rneue* Wege anlegen, ein empfindlicher Schaben zugefugt wirb. Möge dieser Hinweis die Spaziergänger zum Nachdenken anregen darüber, baß es nicht schicklich ist, anderen Menschen aus Gedankenlosigkeit oder Bequemlichkeit Nachteil und Schaben zuzufügen. " Ueberfahren. Die Unsitte der Kinder, sich an fahrende Wagen hinten anzuhängen, mußte gestern ein 7jäh. riger Junge in der Kaiser-Allee schwer büßen. Er hatte sich an einen Milchwagen angehängt und als er abjprang, lies er einem aus der entgegengesetzten Richtung kommenden Radfahrer direkt in das Rad und wurde überfahren. Er erlitt dabei Verletzungen im Gesicht und mußte in ärztliche Behandlung genommen werden. Auch der Radfahrer, den keinerlei Verschulden trifft, kam zu Fall und beschädigte sich, auch wurde das Fahrrad beschädigt. ** Unfall. Der Landwirt Scv.neidmüller .aus Leihgestern fuhr heute vormittag mit einem mit einem Pferde bespannten und mit Treber beladenen Wagen durch die Ost-Anlage. Als er auf den im Gang befindlichen Wagen steigen wollte, glitt er aus und kam unter die Rüden Er erlitt einen Beinbruch und wurde, nachdem ihm ein Notverband angelegt worden toar, von Mannschaften der Sanitätskolonue in die chirurg. Klinik gebracht. ” Die Riaul- und Klauenseuche war am 1.April überall in Deutschland bis auf einen Fall in dem west- preußischen Regierungsbezirk Marienwerder erloschen. -l. Garbenteich, 7. April. Schwere Unglücksfälle trafen die Familie Hepding. Der ältesten Sohn verunglückte kürzlich un Bergwerk bei Gießen, so daß er heute noch in der Klinik liegt. Tie elijäljrige Tochter erlitt heute schwere Brandwunden, so daß sosott ärztliche Hilfe gerufen werden mußte. !! Steinfurth, 7. April. Auf der neueröffneten Mettertalbahn machen sich verschiedene Mißstände bemerkbar, die für die Reisenden sehr unangenehm sind Die Anschlußverbiudungen mit der Main-Weser-Bahn sind gerade bei den Hauptzügen sehr schlecht und der Zeitraum zwischen der Anttmft auf der Station Bad-Nauheim und der Abfahrt von der sog. Haltestelle der Wettertalbahu ist so knapp, daß es nicht möglich ist, direkt Anschluß zu erhalten und so ost stundenlanges Warten nötig ist. Dabei sind die Reisenden Wind und Wetter ausgesetzt, da noch nicht einmal eine Schutzhülle, viel weniger ein Warteraum rorhanden ist. Auf freiem Felde muß eingestiegen werden und wer Gluck hat und ortskundig ist, fann in schnellstem Lauf vom Bahnhof in 5 Minuten nach dem Abfahrtspla^ der neuen Bahn gelangen, vorausgesetzt, daß ein vorhandener Privorweg offen ist. Ist er aber gesperrt, so muß man die Frankfurter Chaussee entlang gehen. Außerdem ist ber Absahrtplatz nur mit einer einzigen Laterne versehen und ist es ein Glück, daß die Signal-Laternen am Rödger Weg> und die Beleuchtung der Jrnber'schen Wirtschaft es ermöglichen, ftemden Leuten den Weg zur neuen Bahn zu zeigen. Wie es heißt, soll erst Abhilfe geschaffen werden, wenn eine Einigung der Staatsbahn mit ber Gesellschaftsbahn bezüglich der Unterführung der Maiu-Weser-Bahn paitgefunbeu und diese fertig gestellt ist. Aber diese Fertigstellung wird nicht eher erfolgen, bis der neue Güterbahn- Hof in Bad-Nauheim vollendet ist und bis dahin können noch zwei bis drei Jahre ins Land gehen. So lange kann nun unmöglich dieser Zustand dauern; kein richtiger Weg nach der neuen Bahn, ein gefahrvoller Uebergang über dic M ain-W es er-Bahn und schließlich noch nicht einmal einen Aufenthaltsraum für die Reisenden, wenn diese es nicht vor- ziehen, in eine Wirtschaft eiuzukehreu. Man kann doch wohl verlangen, daß auch eine Privatgesellschaft zum Schutz ihrer Reisenden die notwendigsten Schutzmaßregeln trifft. Im übrigen läßt sich der Per,onenverkehr auf ber neuen Strecke besser an, als man erwartet hatte. !! Friedberg, 7. April. Der „Verein der Hunbe- freunde Wetterau" (Sitz Friebberg), welcher im Januar d. I. eine 5Zundeschau abhielt, veal'sichtigt, im Laufe des Sommers wiederum eine Huudeschau für Hunde des Kreises, Friedberg abzuhalten. L. Friedberg, 7. April. Vom 1. April au verkehrt in der Richtung Friedberg—Ramstabt vier meist starkbesetzte Kraft- wagen-Piosten, dic auch viermal zurückfahrcn. Tie morgen stattfindende Sitzung ber Friedberger Handelskammer wird sich triebet mit dein schon lauge geplanten Projekt einer Eisenbahn Verbindung Fr icd ber g - Ra m sta dl befassen und cs ist wohl anzunehmen, daß bie Bahn gebaut wird, zumal bas Eiu- fahrge'leiie in dem Plane des neuen Bahnhofs schon festgelegt ist Die Automiobilpvst Friebberg—Ockstadt geht vom 1. April dreimal am Tage hin und zurück. Wetzlar, 7. April. Ein Unfall, ber auf Unvorsichtigkeit zurückzuführen ist, hat sich n. d. »Wetzl. Anz.* heute morgen hier ereignet. Der Lehrling Liehm von hier hatte, als er mittels eines Rades Brätchen ausfuhr, ein geladenes Terzerol in ber Tasche. Durch irgenb einen Zufall ging bie Waffe los unb bie Kugel brang bem Burschen in ben Unterleib. Trotz seiner schweren Verletzung tonnte Diehm noch absteigen unb bas Rab von ber Unfallstelle (Babeanstalt Hausertor) bis zum Etsenmarkt drücken. Dort brach er zusammen. Der sofort hinzugezogene Arzt orbnete die Ueberführung des Verletzten in bie Gießener Klinik an. [] Marburg, 7. April. In Warzcnbach brannte gestern Nacht bas Gehöfte bes Lanbivirts Schlosser unb die Scheuer bes Landwirts Belte nieder. Nur ein geringer Teil des Viehes tonnte gerettet werden. Ein geistesgestörter Mann, der seit bem Branbe vermißt wirb, soll in ben Flammen um gekommen sein. (öcrid?5sjaaL ** Das Standgericht bes Jnfantcrie-Regi" rnentsKaiserWilhelrn verhatldelie in der gestrigen Sitzung gegen den R e sc r v i ft« n Schw. aus Lüdenscheid und den Wehr-- mann Sch. aus Hülsäwttcii. Ersterer war angeklagt, die Herbst^ tontrollvcrsarnmluuL 1909 vorsätzlich versäumt zu haben. !TeV ÄS-S? au5' sLK 's®**««« Sotkin Amerika l»!' eine . unterliefe e>" cr sich H Angel Anklage oet ’n verantworte^, JUt « Freispruch- —- ---Univer "(ttw Uivatdozent F [__ 5-uftschiNahrr^u Stadtrat auf eine Anirw MesMes'MmLu werde, und daß »et “ tzirlsruhe und die, Krnzinvlah ins Auge WM® In der «estrigen ratsmitgliedes McngcS fehler* ber Termin, der angegeben. Es muß bei Der in der flcitti? lung iesigesetzte Voran ,abr 1910 lüom 1. Aval aMläge des stadtcr öcr städtische» straft, für biefelbe Zeit liefen £ibiiung vom 9. Slyri/1 - Rimmer 15 - jur 6n mit bem Eiligen zur : ntenbungen gegen beniell l bringen sind.______________ Tie Vertilgnr Nachdem sich ergebe Teilen der Geinarknng ir ihrer Vertilgung geboten mitetet geschälter Netti '»Vein von Arundniilket eriolgt vom nächsten M 8 Uht in einer Halle b Grundstücken werden erst oerni rieten Ncr abzubo nötigen Vorsicht voiznge Mete Tiere enlitehen. müssen vielmehr in vorh gewirrt werden. , ... Tic Lieserung dec benottgien Lahnkieses wi mgungen sind in dein " q,n!'^lud stau, i »*yln,mer mu •) .-^uboden, , Ünqen.'i mn,erit, ] c l&S. RMtti 5 Mrer, Radfahrer! ■y’; ' r Verkaufs- ** 1 ste len Nachweis durch . C. Koch j Berleburg Mehr als 225 000 Stück geliefert; in allen Konstruktionen erhältlich A ’llll in. zrn Samstag dem 9. April 1916: Abnehmende Bewölkung, meist trocken, nur noch im Gebirge etwas Regen, bei schwachem Nord etwas wärmer. * Marseille, 7. April. Heute nachmittag Patetdampfer mit vollständiger Besatzung, einer aus eingeschriebenen Seeleuten rinesoldaten zusammengesetzten Besatzung gier und Australien abgegangen. J&Eodewarenhans Carl Nowack ®—®®®®®®®®®®®®®®— Die Firma ist erloschen. Gießen, den 5. April 1910. Größter rmll ^es Amtsaerscht. Dortmunder Union-Bier vollständ. Ersatz für sogen, echtes Pilsener Lnstschiffahrt. Karlsruhe, 7. April. (Priv.-Tel.) Die Deutsche Luftschifsahrts-Aktien-Gesell schäft teilte dem Sladtrat auf eine Anfrage mit, daß voraussichtlich vom 1. August dieses Jahres ab ein Luftschiff in B a d e n - B a d e n untergcbracht werde, und daß bei einer der ersten Fahrten em Be|uch ,in Karlsruhe und die Benutzung der Ankerstelle auf dem großen Ererzierplatz ins Auge gefaßt fei. Vielleicht werde man au geeigneten Tagen auch mehrere Fahrten von hier aus für ge- riugeFahrpreise ausführen. Eine endgültige Zulage behielt ich die Gesellschaft vor. Köln, 7. Avril. Die L u st s ch i ff m a n o v e r begannen heute mittag mit einer halbstündigen Probefahrt des ,,P. - . in den Grössen von 47 bis 100 cm Permanente Auswahl von 300 bis 400 Stück Berichtigung. In der gestrigen Anzeige des Postagenten und Gemeinde- ratsmitgliedes Menges in Großen'Linden ist msolge emeS Satzfehlers der Termin der Menges'schen Erklärung mit dem 23. Marz ntigegeben. Es muß heißens am 30. März. Kleine Taoesch, onik. Hofschauspieler HanS G o d e ck vom Mannheimer Hoi- und Nalionallhealer ist durch Erlaß des Ministeriums zum L e k t o r für Vortragskunst an der Universität Heidelberg ernannt worden. < . „.. . . ., In Waldsee brannten drer Wohnhaufcr und 14 Nebengebäude von sieben Besitzern nieder: Geflügel und Schweine verbrannten. Wegen der Eisenbahnschwindeleien in Russisch-Polen wurden noch siebzehn Personen, meist Beamte, verhaftet. Der Geschützschuppeti des ersten Feldartillerie-RegimentS zu München wurde in der vergangenen Nacht durch Feuer zerstört. Aut dem neuen Poildampter „E a r u r o il a" brach im Aermeltanal Feuer aus. Ter Tamv'er „K a n a w a h" nahm die 900 Fahrgäste des bedrohten Schiffes auf und landete sie in Dover. _____________________ Bekanntmachung. In das Handelsreglster Abt. B. wurde bezüglich der Firma Lahnhütte Aktiengesellschaft zu Gießen eingetragen: Emil Schm all, Giessen Frankfurter Str. 7 1986 Telephon 83 Dcrmifcbtcs. * Die Beerdigung der Opfer des Saßu itzer Ballonunfalles hat in Stettin im Beisein von vrelen Tausenden stattgefunden. Zuerst wurde der sladtrat Ben- duhn und dann der Kaufmann Hein beerdigt. Erne große Anzahl von Kranzspenden war aus allen Gegenden eingetroffen. . * Rußland auf b c r Ausstellung in Buenos Aires. Nach einer amtlichen Bekanntmachung wird sich die russische Regierung an den diesjährigen Ausstellungen in Buenos Aires nicht beteiligen. Dagegen hat sich ui Petersburg ein Kreis gebildet, der, wie der Ständige Ausstellungsausschuß für die Deutsche Industrie mitteilt, einen Dampfer der freiwilligen Flotte anwerbcn und ihn für die Ausstellung in Buenos Aires einrichten wlll. Für dieHin- und Rückreise Odessa—Buenos Aires werden je cm Monat und auf den Aufenthalt in Buenos Aires! zwei Monate gerechnet. GriginaL-DrahtinelSungen. Die perfiischen Angelegenheiten im englischen Nnterhause. London, 7. April. Im Unterhause fragte Dillom (Irischer Nationalist) Sir Edward Grey, ob er ivgenbeme Mitteilung erhalten habe darüber, daß die Deutsche Bank Vorschläge be züglich eines Darlehens an die persische Regierung gemacht habe, und ob die Regierungen Englands und Rußlands der persischen Regierung irgendwelches Hindernis in den Weg legen würden, eine Anleihe von der Deutschen Bank oder von irgendeiner anderen Quelle zu erhalten. Sir Edward Gr en erwidert»': Er verneine die erste Frage. Was die zweite anlangt, kann ich nicht lagen, welche Haltung wir gegenüber irgendeiner Anleihe einnehmen, bevor uns die Bedingungen mitgeteilt sind. Dillon stellte eine weitere ''Anfrage, ob die russische Regierung als Bedingung für eine Anleihe der persischen Regierung daraus bestehe, daß die Polizeitruppen in Rordperiien unter dem Befehl russiicher Offiziere organisiert werden solle, und ob die englische Regierung diese Forderung unterstütze. Sir Edward Grey erwiderte: Ich bin nicht, in der Lage, irgendwelche Erklärung über die Anleihebedingungen abzugeben, solange über die Frage noch ver handelt wird. Rees liberal' fragte hierauf an, wann die verlängerte Pericst>e ablaufen werde, für welche Persien zu gunsten Rußlands die Berpilichtuna übernommen habe, keine Eisenbahn zu bauen, und ob die englische RegiermiZ noch die Berechtigung besitze, den Bau von Eisenbahnen in Südpersien vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn immer ein Bahnbau in irgendeinem anderen Teil von Persien durch oder für eine andere Macht statt sind en sollte. Sir Edward Grey erwiderte: Die in der Frage erwähnte Periode lause am S. April ab. Was den zweiten Teil bei- Anfrage anbelange, sehe die englische Regierung ine Verpflichtung, durch welche daS in Frage stehende Recht gewährt worden sei, als noch bindend an, obschon die Ausdehnung, in welcher die englische Regierung sie ansüben werde, natürlich mit den Bestimmungen des anglo-russischen Abkommens im Einklang stehen werde. London, 7. April. Das Unterhaus hat btc erste Ent schließung betreffend das Vetorecht der Lords, nach welcher den Mitgliedern des Oberhauses durch Gesetz untersagt sein soll, finanzielle Maßnahmen zu verwerfen oder mit Zusätzen zu versehen, mit 339 Stimmen gegen 2.37 Stimmen angenommen. Die Nationalisten stimmten mit der Regierung. Lagerraum. mieten gesucht: 2-~> Wohnungen von 1—6 Zimmern.B- fFOcHaatE der bereits zweimal wegen Kontrollentziehung und rrmal wegen Versäumnis von 5 Kontrollversammlungen stand- r^icktlich vorbestrail ist, war geständig. Der Vertreter der An- kloge Leutnant Moeller, beantragte aus eine Arreststrase von ]4 jagen zu erkennen. Das Gericht erkannte dem Anträge gemäß Ter Angeklagte erfiärte, sich es überlegen zu wollen, ob er die Strafe annehmen werde. - - Wehrmann Sch. aus Hülschotten hatte sich wegen Versäumnis der Konttollversammlungen vom si-rbst 1905 bis 1909 zu verantworten. Er wanderte im .'derbst ' cq5 „ach Amerika aus, ohne sick bei seinem Bezirkskomma ntw cbrumelden Seine Handlungsweise entschuldigte der Angeklagte lcmit daß er angab, die Abreise sei so überrascht gekommen, daß r nicht wußte, was er anfangen sollte. Den Militärpatz übergab rc seinem Bruder mit dem Auftrage, die Abmeldung für ihn -u besorgen Sein Bruder sandte aber dem Angeklagten den ^ilitittpaß mit dem Bemerken nach Amerika, daß es nach leinen i'ikundiugngen unzulässig sei, die Abmeldung iür ihn zu be- - foracn Der Angeklagte hat dann ungefähr 5 Monate nach seiner Ankunft in Amerika den ihm übersandten Militärpas; erhalten. 2a er aber meilenweit von der nächsten Poststation int x>nnerii i irs Landes arbeitete, wußte er nicht, was er ansangen sollte und ' unterließ einfach seine Abmeldung. Nach feiner Rückkehr aus Amerika meldete er sich umgehend bei seinem Bezirkskommando. Ter Anllagevertreter beantragte unter diesen Verhaltnil | en auf eine dreitägige mittlere Arreststrase zu erkennen. ^>as Gericht sckxmkte dm Angaben des Angellagten Glauben und sprach ihn von der Anklage der vorsätzlichen Persäumnis der Konttollversammlungen '"Hamburg, 7. April. Ein Färbereibesitzer aus Hildesheim hatte sich vor der Strafkammer unter der A ns ck u l b i g u n g in verantworten, daß er während des voriahngen deutickien Bunde sschi eße ns den Kaufmann Schmidt au^ Gebersee fahrlässig getötet hatte, weil er sein Gewehr. Nicht vorschriftsmäßig gehandhabt hatte. Da dem Angellagten ^ahrlaingkeit nicht peinigend nachgewiesen werden konnte, kam das Gericht zu einem Freispruch. ___________——— Neu aufgenommen Kinder-Kleider Stadt. Arbeitsnachweis Gießen, Afterweg 9. Cs können eingestellt werben: a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Wagenlackierer, 1 Glaser, 1 Schmied, 1 «chuhmacher, 1 Buchbinder, 1 jung. Schlosser, 2 Dienstmädchen, 1 Lauffrau, 1 Lauf- Mädchen, 1 Waschfrau. _ Lehrlinge: 1 Stukkateur, 1 Tapezierer n. Polsterer, 1 Garv ner, 1 Wagner, 2 Schneider, 1 Schreiner. b. bei auswärtigen Arbeitgebern. 1 Bäcker, 1 Spengler, 1 Wagner, 3 mattier, 1 Rahmenglaser, 2 Maurer, 2 Weißbinder, 2 Schreiner, 1 Schmied, 1 Gärtner, 2 Schuhmacher, 2 Schneider, 1 landmirtsch. Knecht, 1 landw. Arbeiter. Lehrlinge: 1 Schmied. Es suchen Arbeit: _ „ , 1 Sattler und Polsterer, 1 Former, 1 Gartner, 1 Metzger, ein Htlfsmonteur, 1 Bauschlosser, 1 dagtb u. Waldausseher. 1 Kaust mann, 1 Schreiber, 1 Installateur, 1 Käser, 1 Schmied, 1 Schreiner, 2 Lagerarbeiter, 2 Krankenpsleger, 1 Ausläufer, 1 Gartenarbeiter, 5 Haus bursch en, 6 Tagelöhner, 3 Fnhrknechte, 2 Laust flauen, 3 Vaufmäbdicn, 1 Waschsrau. Lehrlinge. 1 Kanfinann, 1 Schlosser. 51 Psg. Stiesel 10-Pn.nd-Paket Mr 7Mark Amtlicher Wetterbericht. Deffentliehe Wetterdienststelle Gießen. Allgeineme Wetterlage seit gestern früh: Tas önliehe Tiefdruck- gebiet zieht langsam nach Riißland ab imb hat verschiedentlich geringe Negen'älle bei kühlem Nordivind hervorgeruscn. Auch heute früh regnet es in Hesseti an vielen Orteii. Das Hochdruckgebiet über Westeuropa dringt jetzt ostwärts vor, während gleichzetttg tue noch über Deutschland lagernden flachen Randivirbel olhuävis sich entfernen. Bei leichtem Nord ivird daher morgen die Beivolkung abnelnnen. Neubau der Irrenanstalt bei Gießen. Ans Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 wird die Lieferung von zus. rund 8200 qm Linoleum öffentlich ausgeschrieben. Es kann auf die ganze Lieferung ,6 Lose! oder auf ein oder mehrere Lose angeboten werden. Die^Plane und Angebotsunterlagen sind auf unserm Bureau, Licker Straße 106, einzusehen und letztere werden gegen Eritattung des Selbsttosten- vren'es, soweit der Vorrat reicht, abgegeben. Die Angebote lind verschlossen und mit entsprechender Ansfchrisl versehen, vorto- und bestellgeldsrei bis zum Samstag d. 30. April 1910, vormittags 10 Uhr, einzureichen. Gießen, den 30. Marz 1910. lz '3 Groyb. Hochbanamt Nenbauburean Frrcnanstalt. _____F. B.: Schön.___________ Ätz mb betW^Sc, c ***±VÜM ^akei1 lUa.h- ’n,ue‘ & re,itb- ®i> 110 'oqabf . bex a;Mi an9en, mußte S M t ?e Ichwer bühen ? S111^ l9t unb al§ er Qtte Se'etzten 9i,4tUnQQb'PJQn9- > °d unb mürbe mmenii ’5ä" * >«S ösSS? SsZK Ääy • “8- «uii! gebraut ' k aucnieud)e war am 1.An- ul ,cmen Soll in bem wr v-arienwerder erloschen < entere Unglüdsiärtc tmrr r V?’n ^glückte kürzliche J noch m der Klinik [ier kutc idimere Brandivuudei niien roerben nnißte. äpnL Auf der neueröünc- |taj verschiedene Mißstän! ienden sehr unangenehm hü der Main-Weser-Lahn sir sehr schlecht und der jeLtnw »er Station Bad-Nauheim v 'Qlte)telle der Wetterlalbahn ii ,lich ist, direkt Anschluß zu c nges Warten nötig ist. M nd Wetter ausgesm, da no: ', Diel weniger ein Äarteraur yelbc iiiuH eingc/tiegen werbe hinbig in, fann in schnellsten ritten nach dem Abfahrisplc orausgefetzt, ein vvrhi 1 er ober Merri.lo muß r: gehen. Außerdem isl einzigen Laterne versehen e gnal-Laternen am Rodgcr Sb Jmber'schen Wirtschaft es r. den Weg zur neuen Bahn: erst Abhilfe geschaffen weck aalsbahn mit der GesellschW uhrmig der Main-Weser-A a qenclit ist. Äer diese Fech olaen, bis der neue Mterbch ndel iit und bis dahin tonnt rt5 Land gehen. Lo lange m inb dauern; kein richnga UM«”«*.' Ul«) nodi nicht «nml m .iftndcn, diqe-»»nh"k Nh-» «»» tank- Mst-n İtz'nqr-g- »Mf «er'nn-nverl-h- btt d° d pnt DM iÄttdeJie»«' Tie morgen (J iien iW *’ desassen und 6 ü sssrtS,’ „ aus Unvorllchli Ein Unfall, d Anz.- ä )t MAL’ Diehm °o" ; A, oehrllng em$■ «s- ErW MI Amtliche BetNiitiillichilllgkll der Llldt Gicbe». Der in der geitriaen Sitzung der Stadtverordneten-Bersamm- lung sestgefetzle Voranschlag der Stadt Gicßcu für das Rechnungs- 1Qhr 1910 löom 1. Avril 1910 bis Ende März 19111 sowie die Vor- avstblägc des Stadtcrweitcruuassonds, des Elektrizitätswerks, öcr städtischen Straßenbahn sowie des Gas- und Wasserwerks für dieselbe Zeil liegen nach Vorschrift des Artikel «3 der ^tadte- Oidnung vom 9. Avril bis 17. April 1910 auf der Bürgermeisterei - Rimmer 15 — zur Einsicht der Beteiligten offen. Es wird d,eö mit dem Ansügeu zur öffentlichen Kenntnis gebracht, day Eln- menbungen gegen denselben binnen gleicher Frist bei uns vorzu- bringen sind._________________________________LLZI Tic Vertilgung der Feldmäuse betreffend. Nachdem sich ergeben hat, daß die Feldmäuse in verichiedenen Teilen der ®cinarfuug tn einer Zahl austreten, day Alaßiegelii zu ihrer Vertilgung geboten erscheinen, ist ein größeres Q,uantum ver- niiteter geschälter Haferkörner beschafft worden und wird den Besitzern von (Grundstücken zur Bersiigung gestellt. Die Ausgabe erfolgt vom nächsten Montag ab täglich vormittags zwischen 7 und s Uhr in einer Halle hinter dem Schlachthos. Die Beutzer von Grundstücken werden ersucht, im BedarfSsalle lick den ersorderuchen vergisteten .yatcr abzuholen, bei dem Legen desselben aber nut der nötigen Vorsicht voizugebeu, damit hierdurch mdit Getahren sur mtbcie Tiere entstehen. Die Haierkörner bürfen nicht a>iSgestreuk, Missen vielmehr in vorhandene Mauslöcher so Her als möglich env qcüibrt weiden.__lh 4 Die Lieferung des für Kabellegungen im Betrieböjahre 1910 benötigten Lalmtieses wird hiermit erneut,ausgeschrieben. Die Be- bingungen sind in dem Amtsziuimer des stadt. Elektrizttatswerlev, West'Aulage 51, wahrend der Dienststunden einzusehen. Angebote unter Benutzung der dortrelbst erhältlichen Vov drucke sind bis Moiilag ben 11. bs. Mts., nachmittags 3 Uljr, oev Ichloisen unb mit entsprechender Aufschrift versehen, an das stadt. Elektrizitätswerk einzureichen. _____________________ Nachstehende Arbeiten unb Lieferungen sollen Mittwoch den 13. d. Mts. auf unserem Tictbauamt öffentlich vergeben werden: vormittags 10 llbv die Lchlofferarbcitcn für die Heritellung einer 'Einfriedigung in der Alieeftraße zwischen Bahnbot- und Frankstirter Straße, . ... vormittags 10 Ubv die El,auf„erarbciten für die Herstellung der Feldwege hinter dem neuen Friedhof in der Lichtenau, vormittags 11 Uhr die Lieferung von Zementbandflernen sur die Neubesestigiliig der Licker Straße. B8/4 Die Berdingungsunterlagen liegen nur dem Desbauamt zur Einstcht offen und sind Aiigebote aus Vordruck dahin einzureichen. Mit Rücksicht aus die zurzeit bestehende Gefahr der Entstehung von Waldbränden machen wir daraus aumiertfaut, daß es verboten ist, mit imucriuabrtem Feuer ober Licht einen Walb zu betreten ober sich bieienl zu nähern, ober m der Rahe eines Waldes Xtuev anzuzünden. ________________________________________IBS/« Stadt. Wobnungsnachweis Gießen, Afterweg 9. Es find zu vermieten: c o^. 3 Wohnungen von 1 Zrmmern, 1 Wohnung von 6—8 Zimmern, 1 Wohnung von 6 Zimmern, 1 Wohnung von 5—6 Zimmern, 1 Wohnung von 5 Zimmern, 1 Wohnung von 4—5 Zimmern, 1 Wohnung von 3—4 Zimmern, 1 Wohnung von 3 Zimmern, 1 Wohnung von 2 Zimmern ohne Küche, 1 Wohnung von 1 Zimmer u. Kabinett, 4 möblierte Zimmer, 1 möbl. Zimmer mit Pension, 1 uttmöbl. Zimmer mit separ. Eingang, 1 nnmöbl. 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