Nr. 33 Erstes Blatt 160. Jahrgang Dienstag 8. Februar 1910 w WtCnßttßr /IIUPlGCr leimal monail. Land- ■ BL ■ W H HL JSL W BL M WL » Wg/ auswärts 20 Mennig, wirtschaftliche Zeitfragen V XF B M M V ▼ ■ V M ▼ W "1Ä " V (Lhesredakteur: A Goetz, '.ernsprech - Anschlüsse; N M BI" Verantwortlich für den w die Redaktion 112, IV^ ^s*8y polilrfchsn Teil: August -ZW General-Anzeiger für Oberhessen WM v;r die Tagesnummer NolalixmdruS mid Verlag der vrühl'schen Univ.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange, «edattion, Expedition und vruckerei- Schuiftratze r. bis vormittags 9 Uhr. __ gemäß liegt auf bet Hand. Eine Unterbrechung der AuswärtS- bewegnng würbe in sicherer Aussicht stehen. Darum mahnen bie Zeitumstände noch zur Vorsicht. Wenn auch nach bem eingangs Gesagten Katastrophen 'chlimmerer Art unserer Volkswirtschaft erspare bleiben dürften, so sinb Störungen für bie nächste Zeit nach ben inneren und äußeren Verhältnissen nicht ganz ausgeschlossen. Und biese Störungen lassen sich auch durch eingreifende Maßnahmen der privatwirtschaftlichen Organisationen nicht hintertreiben; denn bis jetzt hat noch keine Organisation einen maßgebenden Einfluß aus unsere Wirtschaftsbewegung gewinnen können. Ausschlaggebend bleibt noch immer bie vis major in der Abwickelung bes wirtschaftlichen Lebens. Apolitische Tagesschau. Die Geldsammlung für Frankreich. Ten folgenden Ausführungen der „Rhain.-Westf. Ztg." können wir uns voll anschließen: Das Franzosenfieber scheint augenblicklich |einen Höhepunkt zu erreichen. Tie Wassernot in Paris hat es in dieses Stadium versetzt. Dabei ist in Paris nicht mehr geschehen, als in Schlesien, in der Altmart, an der Ruhr und am Rhein alle zwei bis drei Jahre geschieht. Die Berliner Fieberkranken haben natürlich^nichts Eitv- geres. zu tun, als sür das „arme" Frankreich Sammlungen zu veranstalten. Niemand denkt daran, daß Frankreich eins der reichsten Länder der Erde ftr, das bei einer solchen Not sich selbst helfen tann; niemand denkt daran, daß die Franzosen für die notleidenden Schlesier, Altmärker und Rheinländer auch leinen Pfennig geop,erl haben; niemand denkt daran, daß in keinem anoeren Lande alles, was uns Deutschen hoch und heilig ist, fortgesetzt in den Schmutz gezogen und herabgese^t wwd. In keinem Lande ist Wilhelm 1, Bismarck, Moltke, Roon in so gemeiner Weise beschimpft und besudelt worden, wie dort. Die Mutter unseres jetzigen Kaisers konnte sich nicht einmal als Privatsrau Paris ansehen; sie wurde mit Schmutz und faulen Eiern beworfen. Mit allen Feinden und Neidern Deutschlands steht Frankreich in engster Beziehung.. Trotzdem, fühlt mau sich in Berlin veranlaßt, für das „avine" Frankreich Sammlungen anzustellen. Warum auch nicht'? Für die notleidenden Jnoier, für die das reiche Albion nicht sorgen konnte, sino seinerzeit 300 000 Akart aufgebracht worden. "Nach Aalesund haben wir Millionen verfrachtet. In Kalckbrien sind hundert- tausenhe von deutschen Marten, von spitzbübischen Beamten und Ausschußmitgliedern unterschlagen worden. Für Messina hat das deutsche Volk über 10 Millionen gesammelt. Die italienische Presse und das Volk hat aber geflissentlich diese Spende übersehen, französische und russische Matrosen gefeiert, die unserigen schlecht behandelt. Wieviel von den 10 Millionen in den Taschen italienischer Beamten Heben geblieben ist, haben zum Teil bereits Gerichtsverhandlungen gezeigt. In ähnlichem Sinne schreibt übrigens bie „2gl. Rdsch.", der wir folgendes entnehmen: Wir halten diesen Aufruf zum mindesten sür eine llebertreibung der Freundschasts- und Humanitären Gefühle, der entgegengetreten werden muß. Müssen wir denn immer dabei sein? Mit dem etwaigen „politischen Erträgnisse" einer solchen Sammlung aber werden uns die Veranstalter wohl selbst nicht behelligen wollen; aber sie können nicht verhindern, daß man im Ausland die Sammlung als einen neuen Beweis unseres Anlehnungsbedürfnisses und unserer Allerweltsumschmeichelei auffaßt. Und das wäre schmerzlich und bedauerlich. Für die deutsche Aiildtätigkeit gibt es immer ein geeignetes Feld. Der Verein für bas Deutschtum im Ausland erlaßt einen Ausruf zu Sammlungen, in dem es heißt: Am 13. Dezember 1909 ist Valdivias 7? „Hochburg der Deutschen" in Chile, durch eine oergeerenbe Brand- kataskrophe aufs schwerste getroffen worden. 18 Häuser- gevierte, 150 Vordergebäube, 100 größtenteils deutsche Geschäftshäuser, namentlich auch bie ber großen beutschen Handlungshäuser, liegen in Asche. 400 Familien sind obdachlos. Die Verluste'betragen gegen 20 Millionen Mark. Ganz Chile empfindet die geroairige Feuersbrunst als ein großes nationales Unglück. Valdivia, die wichtigste Stadt des südlichen Chile, ist für die chilenischen Deutschen ber Mittelpunkt ihrer Sprachverbreitung. Daß bie Stadt deutscher Kraft und deutschem Geiste ihr Emporblühen verdankt, ist von chilenischer Seite oft bewundernd anerkannt worden. Stirbt das Deutschtum Valdivias, so sind in ihrer Existenz auch alle die zahlreichen Deutschen bedroht, die mit ihren 'Nachkommen in Harrer, sechzigjähriger Arbeit den Süden Chiles zu einer blühenden Pflegestätte deutscher Kultur gemacht Habern. Tas wäre ein unersetzlicher Verlust. Das deutsche Volk, dessen Hilfsbereitschaft nie versagt hat, wenn fremde Nationen von ähnlichem Unglück betroffen waren, wird den notleidenden Brüdern im fernen Chile freudig seine hilfreiche Hand über das Meer hinüberreichen ! Beiträge sind zu richten an den Verein für das Deulfchtum im Ausland (Allg. Deutscher Schulvereiu) E. V. Geschäftsstelle: Berlin W. 62, Kurfürstenstr. 105. Ob man etwas davon hören wird, daß die Berliner Hofgesellschaft auch für diese vom Unglück getroffenen deutschen Landsleute Mildtätigkeit entfalten und Wohltätigkeilsfeste veranstalten wird, wie es für die Pariser.geschehen ist? ♦ Ter Münchener Journalisteustreik. In den „Münchener Neuest. Nachr." lesen wir über die Schlichtung der Meinungsverichiebenheitcn z.visa;en Journalisten und Kammer folgende Ausführungen, die unsere Darstellung der Arbeitsweise des bayerischen Landtags sehr unumwunden bestätigen: s2(u5 ber verfahrenen Situation kann dem Direktorium nur die Einsicht heraushelfen, daß hier ein Fehler begangen morden ist, der durch eine verständige Selbsterkeimtnis und dura eme ofiene Aussprache und eine männlich-mutige Zurücknai nie des verfehlteil Schrittes allein wieder gut zu. machen ist. Und, wie ,zu lallen ist, so bald als möglich. Die Erklärung der ^Journalinentr'.biiue ermöglicht, die verfehlte Position wieder in ichicklicher Wege zu räumen, da sie den Standpunkt der Berichterstattung im Landtag würdig und ohne Provokation gewahrt bat. Die Presse ist die unentbehrliche Helferin aller öffentlichen Institution geworden. Alle Jahre einmal tagt auf sechs Monate der Reichstag. Alch zwei Jahre nur tritt der Landtag in Bauern zusammen. Damit ist unvermeidlich, daß. eine unendliche Fülle von Vorgängen, Meinungen und öffentlichen Anordnungen und Neueinrichtungen in der Presse beschrieben und beurteilt werden müssen, ehe das Parlament zusammentritt. Auf das Parlament kann die öffentliche Diskussion der Angelegenheiten des Tages nicht warten. Damit muß das Parlament nch abfinden und daraus muß auch Lia» Parlament sich einrichten in seinen Debatten, wenn es für diese noch Interesse in der Lefsentlichkeit finden will. Und ist das Interesse in den letzten Jahren geringer geivvrden, daim liegt die Schuld nickst an der Presse, sondern an den Debatten, iveil diese für die Qeffentlichkeit oft zu wenig Interesse buchen. Böten sie es, infolge praktischer Arbeit und neuer Gedanken und eindrucksvoller Anregungen, dann würde die Presse von der Leffentlichkeit selbst gezwungen, über die Sitzungen ausführlicher zu berichten. r. . . Weiter aber müssen sich die Parlamente gefallen lassen, dop auch ihre Leistungen und ihre Arbeitsart der kritischen Prüfung unterworfen werden. Nicht von ber Laune der Publizistik; nein, w.ck bie Presse dabei den Sorgen und Beschwernissen Ausdruck zu geben hat, die im Volle selbst sich außen, das auf fünf oder sechs Jahre seinen Einfluß auf die öffentlichen Angelegenheiten bei jeher Wahl aus der Hand gibt Und mag es den hochmögenden Herren unserer Zweiten Kammer ober in anderen Parlamenten angenehm jein ober nicht, es wird eine allgemeine Wahrheü ausgesprochen, wenn man konstatiert: Tie Parlamente verlieren, wenn sie so weiter arbeiten, mit jedem Jahr an Interesse und Damit an Ansehen und Einfluß; namentlich wegen der Weitschweifigkeit der Plenarversammlungen und der mangelhaften Vorbereitung der weitaus meisten Reden, eoehr vielen Parlomen- tariern ist heute das Gefühl dafür abhanden gelommen, dast, wenn sie reden, sie von ber wichtigsten Kanzel reden, die das Land zu ergeben hat: und daß sie auch bemgeinäß sich vorher zu prüfen haben, ob auch ihr „Was und Wie" jener hohen Verpflichtung genügt. * Der Reichskanzler und der Alldeutsche Verband. Der geschäftssührende Ausschuß des Alldeutschen Verbandes hak in seiner gestrigen Sitzung folgendes A n t.w ort- ; cf) r c i b e « -a n den Reichskanzler ab gesandt: Ew. Exzellenz beehrt sich die Hauptleitung des Alldeutschen Verbandes auf die Zuschrift vom 3. ö. Mts. zur Kenntnis zu bringen, daß ber geschäftsführende Ausschuß zu ber eingefanbten Kundgebung ber rheinisch-westfälischen Vertrauensmänner vom 31. Januar dieses Jahres folgende Stellung eingenommen hat: Der Ausschuß kann die Form ber Entschließung und zwar in ihrem ganzen Umfange und die Art des Vorgehens der rheinisch westfälischen Vertrauensmänner nicht billigen. Er betrachtet indes diese Entschließung als einen Ausfluß ber ernsten Sorge um die auswärtige Politik des Deutschen Reiches, einer Sorge, die, wie die Aeußerungen des bei weitem überroiegenben Teiles ber deutschen Presse annähernd aller Parteirichtungen gerade aus diesem Au laß bartun, von der überwältigenden Mehrheit ber Reichsbürger geteilt wird. Der geschäftssührende Ausschuß weiß sich mit allen Mitgliedern des Alldeutschen Verbandes einig in dem Wunsche, daß es der Reichsleitung gelingen möge, jener allgemeinen Sorge den Boden bald zu entziehen__________________________________ Der Handelsvertrag mit den vereinigten Staaten. Berlin, 7. Febr. (W. 93.) Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Das Gesetz betreffend die Handelsbeziehungen zu den Vereinigten Staaken von Amerika, das der Reichstag am Samstag ohne Erörterung in drei Lesungen an genommen hat, wird heute im Reichsgesetzblatt veröffent licht. Im Anschluß daran ist eine Bekanntmachung des Reichskanzlers erschienen, wonach der Bundesrat beschlossen hat, daß auf die Erzeugnisse der Vereinigten Staaten von Amerika vom 8. Februar ab die in den geltenden Handels Verträgen zugestandenen Zollsätze anzuwenden sind. Es ist zu erwarten, daß heute auch der Präsident Taft eine Proklamation erläßt, welche den deutschen Erzeugnissen die Verzollung nach den Sätzen des amerikanischen Mini maltarifs sichert. Der Handelsverkehr zwischen beiden Landern wird sich somit bis auf weiteres auf der Grundlage vollziehen, daß sie sich gegenseitig autonom als ineiftbcgün ftigt behandeln. Washington, 7. Febr. Präsident Tast erließ heute eine Proklamation, nach welcher der deutschen Einfuhr in die Bereinigten Staaten die M i n im a I f ä tz e zngestanden werden. Alls New York wird vom 7. Februar gemeldet: Die heutige Proklamation des Präsidenten Taft, welche Deutschland den Minim al tar i f zugesteht, umfaßt nicht die deutschen Schutzgebiete, da das Staats deparkement nicht genügend Zeil gehabt hat, um zu prüfen, ob bie. amerikanischen Cinfuhrprodukte von ben Schutz gebieten unterschiedlich gehandhabt werden. Die neue französische Marine-Vorlage. Paris, 7. Febr. Die heute iin Minister rat angenommene Marinevvrlage sieht für die Schlachtflvite 28 Panzerschiffe, zehn Aufklärungsschiffe und 52 Hochseetorpeboboote vor, während für die Kustenvcrteibigüng 94 Ilntcrwasserboote und für aus ländische Stationen zehn Schiffe bestimmt sind. Die Panzer der Schlachtflotte sollen in zwei Verbände, jeder zu zwei Geschwadern, davon eins mit voller und eins mit reduzierter Besatzung, ein geteilt werden. Aus der neuen Marinevorlage werden noch folgende Ciuzel- heilen g> meldet: Die Schlachtflotte besteht ans vier Geschwader» -u je sechs Panzern und vier Reseroeschissen, zwei Auftlärungs schissen, pro Geschwader und zwei Reserve-Aufrlärungsschiffeii, diöölf Torpedobooten pro Geschwader und vier Ersatzbooien; für die ausländischen Stationen finden je nach Bedarf Avisos ober Die heutige Nummer umfafjt 10 Seiten, VN mit Gc Ml lüften. Jrn Baugewerbe bes rheinisch-lpestsälischen JOriereviers ist mit einem neuen Lohntarnpf und einem Streik zum Frühjahr ziemlich sicher zu rechnen. Gefahr liegt \i6er cor' daß die Bergarbeiter die >"genhßlt für günstig halten, und fiu> ber Bewegung Mießen. Welche Folgen aber daraus sich ergeben wurden, Die wirtschaftlichen Aussichten. X Essen, 7. Februar. Tas wirtsck)uftlichk Leben eines Volkes wird solange gesundes bleiben, als sein Voltsorganismus ein ge- nher ist. Von schleichenden Krankheiten vst unser Bolks- noch nicht nugefräntelt, er ist gesund. Dem- wird man anch die periodischen Stockungen in Wirtschaftsleben nicht als innere Kcantheiten in Volkswirtschaft ansprechen, sondern sie lediglich als r Stoffwechselstörungen" bezeichnen dürfen, von denen der Pirtfchaftsorganismus befallen wirb. Die nwberne kcrpi- Mstifche Wirtschaft töiintc man mit bCr Körsterkonslitntion k tzzies Menschen vergleichen, der sich von Zeit zu Zeit ben Magen üb erlabt, Verdauungsstörungen bekommt und bann eine Zeitlang mäßig leben muß, um seine Vardauungs- j Organe wieder in Ordnung zu bekommen. Nicht anders! Der Verlauf der letzten Wirtschaftskrisen Iteliätigt diese Aufsagung vollauf. Ueberprobnkrion unb |«bcr)j)cliilatii)ii stellen ein ungleiches Verhältnis zwischen lln beiden aufeinander angewiesenen Wirlschaftssakkoren llaiT, Geld her: der Vermittlungs und Machtfaktor Geld. Irtlirb gegenüber der vertrauten uno vermehrten Ware Inapp, Ibic Ware kann nicht Geld werden und bem übersättigten iGirtschaftslorper fehli die Blurzusuhr zur Vervauung, er I iMt. Es triic Die Krisis auf, nach bereit Ausbruch sofort Litr Reaikionsprozeß einfetzt unb zur Gesundung führt. So ligar der Verlauf 1901, so 1907, mit bem Unterschieb, baß bie I'trifte in 1907 eine wesentlich gelindere war als 1901 und | länge nicht die ungesunden Auswüchse zeigte wie 1901. i 3ort einer Begleiterscheinung abgesehen, bie ich hier aber inicht näher erörtern möchte. Aufs alle nb rasch ist der Depression von 1907/08 in 1 nie rem luimischen Wirtschaftsleben wieder ein neuer Auf- ksckwung gefolgt. Er fetzte Anfang Sepiember vorigen iFckhres' ein und hat nun Zug um Zug weitere Fortschritte ^cniachl. Selbst die im Herbst in verstärktem ^Naße auf- Ircte.iibc inrern ativna 1 e Gelbklemme konnte einen relardieren- Cinsl.uß ans bie Bewegung nicht gewinnen. Nachdem bie »leiblnaPpheit vor einigen Wochen aber wieder einer grö- Eti.cii Gelbflüssigteit gewichen, nachbem bie Bank von Eng- Iiiiib zweimal hintereinander ihren Diskont ermäßigt und »uch das deutsche Institut diesem Vorgehen -- wenn auch vorerst in geringem Maße sich crngeschlossen hat, glaubt |*y deutsche llnternef)merium die Zeit für einen neuen Aßen Aufschwung gekommen. Und wie ein in großen »HerkaufSverbändei? znsummengeschlofsener führender Teil ? desselben in Zeiten des letzten Niederganges durch ilnlerstütznngsinüßnahuien den Lauf der Wertschaflsbewe- Wüng in entgegengesetztem Sinne zubeeinflufsqn unrernahm, ; io glaubt man jetzt die Räder ber Wirtschaftsmaschine in ■ äscheren Gang versetzen zu können, inbem man der Preis- Utceguiig nach oben künstlich nachhilft. Zu diesem Zwecke haben sich Ende bes verflossenen JahreS rasch einige sog. „Preistonventionen" hier im rheinisch-westsälischen, loth-- ängisch-luremburgischeu und oberschlesifchen Jnbustrierevier msgetan, Sie es scch zur Aufgabe gemacht Hoven, in rascher hluseinanberfolae bie Preise in den verschiedenen Fabrikaten ber Eisendarstellung in bie Höhe zu schrauben. Der Zweck liegt zutage: man will ben Handel unb ben Konsum zu ’tarferev Einbeckung veranlassen unb erreicht bie)en Zweck „um Teil auch. Denn es ist eine bekannte Tatsache, baß bei | n die Höhe gehenben Preisen Hanbel wie Konsum stärker I ^greifen. Man übersieht aber die Gefahr, bie in bem ■ Zorgehen liegt. Das Preisgebäube ist ein mehr ober loeniger künstliches, es wirb nicht bnrch ben in fortfchreiten- oei Gesundung sich aus ber allgemeinen Bebarfssteigerung .rgebenden stärkeren Verbrauch gestützt, sondern schwebt WM Teil in ber Luft; es wirb nur burch bie Preiskonven- , ionen gehalten. Wer biese merkwürbigen, lebiglich auf älter freien Willensäußerung der Beteiligten bafierenben i-ebilbe kennt, ber weiß, baß sie ber leiseste Windstoß hinweg- egt Die neuesten Vorgänge am amerikanischen Markt cheinen aber barauf hinzudeuten, daß der Reinigungs- wozeß, der im Herbst 1907 in den Vereinigten Staaten I nit bem Zusammenbrnck) ber „Knickerbocker Trusts" eiu- etzte, noch gar nicht abgeschlossen ist. Tie Newyorter Börse I eigtc in ben letzten Wochen wieber bas Bilb größter Zer- 1 üttuiig, unb bie Vorgänge sinb burch ben Zusammenbruch Weier, wenn auch nicht sehr bebautetiber Banken wieber in I ein kritisches Stadium getreten, bas durch die immer noch ittnellc Antirrustbewegung nur neue Nahrung erhält^ DaS | opetiilantentum feiert wieder wahre Orgien und die Folgen ! machen sich auch am Warenmarkt bereits bemerkbar. Die | Weltpreise gaben nach und der Absatz gerät aufs neue ins ) 5locken. J Greift diese Bewegung aber aus den europäischen Markt I über, so fallt das vom deutschen Eisenmartr künstlich aus- |-i ßcrid)tetc Gebäude in den Preisen zusammen und wir erleben im Frühjahr aufs neue einen Rückschlag, der auch des- I halb an Wadrswcinlichleil gewinnt, weil unsere inneren Verhältnisse durchaus noch nicht so gefestigt erscheinen, wie » vielfach angenommen wird. Wir Haban 3 Kartelle in der Eisenindustrie, die Milte des Jahres ablaufen und bereit LAaderanfiichtiing bei zweien sehr zweifelhaft, luejiu nich^ | msgaschlossen erscheint. Der wunbastPnuil aber liegt in ben Arbeiterverhall- - 'llcrfänimi^ ntciibiw ® leüung. icboic M' - •v Miidchc» a üuchl Don 1 2 t. 3ÜÜ beiger ädchcll fc’® 'bemLühkiM eng. 2MM.! neinen ut: u.Soni.bi bim hoi, eim »1 ßclcneä^'i Ihr. tBeitetffi-1 lädcten Mil iM1 chrcnb M. lergaiic 3. Fldorli t tot ort ein R* fiüdtcnmoitü ichc«A gesucht, ti it; ober i* n Leckragm j ruen Kaue L 't’nii. fäianbeij ?amc f. hier 4 .i.bci'f'-; wN SL iitro6£jüx II K. ----- * iten bciN1 sBa w feine 2\aM*:\ nil biM ti ierW^ Kanonenboote Verwendung. Unter den submarinen Streitkräften befinden sich vier Minenschifse und eine'Anzahl Minensuchboote, für besondere Zwecke sieht die Vorlage vor: drei Ver messungsfahrzeiigc^ drei Transportschiffe, ferner Schulschiffe, sowie Fahrzeuge zum Schutze der Fischerei je nach Bedarf. Für die Auslandsschisfe und die Panzer, die vor dem Jahre 1909 aus Stapel gelegt worden sind, wird die Maximallebensdauer von 28 Jahren, für die später ' auf Stapel gelegten auf 20 Fahre festgesetzt, 20 Fahre gelten auch für die Aufklärungsschiffe, dagegen 17 Fahre für die Torpedo- und Unterseeboote. Für die Kreuzer, sowie die Auslandsschiffe sind volle Besatzungen vorgesehen, ebenso für die Hälfte der Fahrzeuge der submarinen Verteidigung. Schließlich sind auch Arbeiten zur Verbesserung der Hafenanlagen in Aussicht genommen. Lin Zwischenfall in der französischen Kammer. Von einem für die Zustände im französischen Heere bezeichnenden Zwischenfall ivird berichtet: Paris, 7. Febr. Als heute vormittag in den Wundeß* gängen der Kammer der dem Kabinett des Kriegsministers boigegebene Hauptmann Savoureau mit dem Deputierten Delirnier sprach, trat der Chrs.des Kabinetts des Kriegsministers General Toutee hinzu und befahl dem Hauptmann, die Kammer zu verlassen. Der Zwischenfall rief große Erregung hervor und wird wahrscheinlich in der Kammer zur Sprache gebracht. General 2outee soll dem .Hauptmann Savourean vorwerfen, daß er den Vorschriften zuwider einen an den Kriegsminister persönlich gerichteten Brief dem Minister dirett, ohne die Vermittelung des Chefs des Kabinetts, übergeben habe. Paris, 7. Febr. < Kammer. > Der.heutige Auftritt zwischen dem General Tontee ttnd dem Hauptmann Lavon- reau, der dein Kriegsminister kurz zuvor Schriftstücke, übermittelt hatte, die ihm von einem Deputierten üb er gehen worden waren, veranlaßte den Deputierten Delirnier, den Kriegsntinister tim Nachmittag zu fragen. Delirnier nahm für die Deputierten das Recht in Anspruch, mit einem Minister direkt in Verbindung zu treten. General Brun erwiderte, er bedauere den Zwischenfall und achte die Rechte der Kammer. Er konnte mitteilen, daß General Toutee seinem Kabinett nicht mehr angehöre. (Beifall). Eine Tagesordnung, die dem Minister das Vertrauen ausspricht, wurde hieraus in einfacher Abstimmung angenommen. Darntt war der Zwischenfall erledigt. Deutsches Reich. Die preußische W ah lrech.t-sVorlage wird, so schreibt man uns aus Berlin, einem besonderen Au s s ch u ß von 2 8 Mitgliedern überwiesen werden. Bekannt- lich beruht die Zusammensetzung der Ausschüsse auf statistischen Berechnungen, bei denen die Fraktionen teils gut, teils weniger gut abschneiden. J-m Wahlrechtsausschuß wird der Freisinn mit 3. Mitgliedern, die Konservativen mit 9 Mitgliedern (sonst meist IQ) vertreten sein. Die übrigen Parteien sind wie folgt vertreten: Freitonservative 4, Nationalliberale 4, Zentrum G, Polen 1, Sozialdemokra.en 1 (die kleine sozialdemokratische' Fraktion von 6 Köpfen hat meistens kein Recht auf Ausschußbeteiligung, die statistische Berechnung für die Zusammensetzung der Ausschüsse war ihr diesmal holde Ter Vorsitz fällt den Freikonservativen zu, die Stellvertretung den Konservativen. Der Ausschuß wird seine .Arbeiten bereits am .16. oder 17. Februar beginnen. Die Nationalliberallen beantragen im Reichstage, 1 o wird uns berichtet, zum M i l i t ä r h a u s h a l t, dem Reichstag, bis zur Vorlegung des Haushafts für 1911 eine Denkschrift über die Organisation des Militärbe- k l e i d u n g s w e s e n s sowie über die Kosten der Verwaltung uni) Verstellung der Bekleidungsstücke nach dem früheren und dem jetzt in der Einführung begriffenen System zugehen zu lassen. — Die Sozialdemokraten haben zum Haushalt des Reichskanzlers die Erhebung Elsaß- Lothringens zum Bundesstaat beantragt. Für nächsten Sonntag planen die B e r l i n e r S o z i a \* bein o traten Protestverfamnllungen wegen der preußischen Wahlrechtsvorlage. Ans Hambur g meldet man: Die Verhandlungen zwischen den deutschen und englischen Ostafrika linien führten zu einem liebe reinkommen, nach welchem die Castle-Linie den Dienst nach Ostafrika aufgibt und die Ostafritalinie sich vom englischen Südafritamarkt zurnckzieht. Die Verhandlungen werden fortgesetzt. Ausland. Ans Prag ivird gemeldet: Da die Einigungsverhandlungen zwischen den Deutschen und Tschechen zu keinem Ergebnis führten, wurde am Montag im.Landtag die Obstruktion von den Deutschen fortgesetzt. Es lagen 70 Dringlichkeitsanträge, 126 Petitionen vor, durch deren Verlesung die Sitzung ans gefüllt mürbe. Nächste Sitzung Donnerstag. Eine spätere Meldung lauter jedoch: Da neue A u s g l e i ch s v er h a n d lnn g e n zwischen den Deutschen und den Tfchechen eingeleitet sind, die nicht aussichtslos erscheinen, ist 'die nächste Landtagsfitznng für Dienstag an beraumt. Der französische Ministerrat beschloß, von der Kammer- einen Kredit von 20 Millionen zur Unterstützung der durchs das Hochwasser Geschädigten zu verlangen. Am Sonntag abend erfranfte, wie aus Stockholm gemeldet wird, K ö n i g G n st a v an Kolikschmerzeu. Abends stellten die Aerzte die Diagnose, daß es sich um eine Bl in d- d ar m e n tzü n d un g handle und beschlossen eine sofortige Operation. Diese wurde um Mitternacht vorgenommen und nahm einen günstigen Verlauf. Wie aus der Pforte n..h Ziehenden K.eisen bc;lautet, gaben am Montag nachmittag der englische uno franzchische Botschafter dem Großwesir die identische Erklärung ab, daß die Schutz machte die Entsendung von kretischen Deputierten nach Athen nichr Anlassen und nöllgestfalls Maßregeln zur Verhinderung der Eutfendung treffen würden. Bei der definitiven Lösung der kretischen Frage würoen die Rechte der Türkei gewahrt. Am Dienstag sollen der italienische und der russische Botschafter gicia)c Erklärungen aüg eben. Die Blätter in Ko n st au 11 n op e l melden, daß der Minister- rat das Programm für die Schisfsbaut cn genehmigte. Danach sollen im Verlaufe non zehn Jahren insgesamt fünf Millionen Pfund auf Schifssbauten verwandt werden: unter anderem find zwei' Dreadnoughts und zwei Panzerkreuzer vorgesehen. Beim Repräsentantenhaus e in Washington ist heute ein Gesetzentwurf eingebracht ! vor den bezüglich der Gründung von Gesellfchallen, die sich mit dem internationalen Handel oder dem Handel zwischen einzelnen Staaten der Union befassen. Das Gesetz findet aus Gesellschaften Anwendung, die unter den Gesetzen irgend eines Staates • der Union ober eines fremden Staates errichtet worden sind. Nach dem Gesetzentwurf darf leine derartige Gesellschaft Obligationen irgend einer anderen Gesellschaft taufen, auf eine andere Weise erwerben oder im Besitz haben und sie hat auch nicht das Recht, Bankgeschäfte zu machen. Zu der gestrigen Meldung aus Del; e r a n über die Ver- ach schic düng Ala es Sultane Hs, wird weiter gemeldet: Die Verabfchsedung ist hervorgerufen worden durch die s?btfrage in der Medsctzlis seitens der extremen Rechten, aus welchen Gründen das Verweilen der russischen Truppen in Persien fortdauere und welche Bcaßregeln seitens des Ministers des Anutzeren getroffen seien. Ala es ^altaneh antwortete nur nllt allgemeinen Phrasen und sprach die .Hoffnung aus, daß di: russischen Truppen bald abberufen werden würden. Diese Antwort des. Ministers wurde aufs schärfste kritisiert. Durch-di: Abstimmung sprach das Med-chlfs Ala es Sallaneh sein Mißttauen aus, worauf dieser seinen Mfchied einrelchte: augansaeint ich waren die Nativwalipen schon lange mit ihm unzufrieden und nützten diese Gelegenheit dazu aus, um ihn zu stürzen. Aus Stadt und £att&. Gießen, 8. Februar 1910. -* Tage 2 kalender. Stadttheater: Dienstag abend 8 Uhr: „Der dunkle Punk t". Mittwoch nachmittag 31/, Uhr: „Ascheubröd e l". * " Laudvsuniver fit ä k. Ter Großhcrzog hat den außer-ordentlichen Professor Oberlehrer Dr. August Messer in Gießen zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landesuniversität ernannt. " O r d e n s a u g e l e g c n h e i t. Der G r o ß,h erzog Hut'dem Hauptmann im 1. Bad. Leib-Grenadier-Regiment M. 109 Freiherru v. Beust, seither Oberleutnant im Leib- garde-.Fnsauterie-Regimeirt (1. Hess.) Nr. 115, das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ~itelverleihung. Der Großhcrzog hat dein Oberlehrer an dem Realghmnasium zu Darmstadt Dr. Wilhelm Kalbfleisch den Charakter als Professor erteilt. Kreispersoualien. Das Ministerium des Innern hat den Bureauvorsteher bei dem Kreisamt Schotten Johs. Hach beauftragt, bis auf weiteres die Stelle eines Bureauvorstehers bei dem Kreisamt Alsfeld zu versehen. " Reichssteucrw esen. Im Namen des Deutsell, Kaisers wurden mit Ermächtigung des Großherzogs und ni ■ Verneinung des Ausschusses des Bundesrats für Zoll- ij Steuerwesen der Revisionskontrolleur Finanzaintmann Ein Pull mann in Mainz den Preußischen Hauptzollämtern - • Harburg, Läpeburg, Stade und Verden als Stationslontroll u mit dem Wöhnsitz in Harburg beigeorduct. Der Gießener Männergesangverein hi-f wie man uns schreibt, am Samstag abend im Hotel Grc,' herzog sein Winterfest ab. Ter an musikalischen ®cm'ipll reiche Abend bot neben trefflich gesungenen Männerchö:c, eine Anzahl Lieder der Konzertsängerin Frl. Ruth Wal.dau^l aus Frankfurt a. M. Außer drei „Schuberts-Liedern fanuii noch Enna's „Du kehrest doch wieder", Arnold Mendel:- sohns „Wandlung über Nacht", sowie Brahms „Wiegenlitt' in wunderbar schöner Weise zu Gehör. Sämtliche Lied r zeugten von einer guten Schulung der jugendfrischen Stiiiuuei, und von einer musikalisch-sicheren Vortragsweise. Mit Hildach; jubelndem „Der Lenz ist da", dankte die Sängerin sti den stürmischen Beifall, der ihr zu teil wurde. Mit du Ausstellung des schönen Programmes als auch mit ber Ghören und der Klavierbegleitung der Gesänge zeigte sich Vlusiklehrcr Kasten wiederum als ein durchaus feinsinniger Dirigent und tüchtiger Musiker. Nicht unerwähnt darf au technisch schwieriges und schön vorgetragenes Flötensolo de- Herrn Jonas bleiben. Dem Konzert schloß sich ein Tanz an, ** Obst- und (Gartenbau! Es dürfte für die Virh Haber int Obst- und Gartenbau, für die Besitzer kleiner uub größerer Gärten von Interesse sein, daß am Samstag abend im Saale des Cafe Ebel Herr Dr. Hoffmann aus Fries berg i. H., ein Fachmann auf dem' Gebiete des Obstbaues einen Vor trag über „Z w c r g o b st bau i n .H ausg arten und S p a l i er o b st b a n a u Mauern" halten wir). Dieses Thema dürfte gerade für Gießen von befoiibcru- Bedeutung fein, da nicht jedermann einen jo großen Garren besitzt, um Hochstämme zu ziehen. Auch an Manern von Häusern, die an Höfen liegen, läßt sich mit Erfolg Cbit ziehen. Die Ortsgruppe des Oberheft. Obstbau vereine Gießen ladet den Liebhaber zu diesem Vortrage ein. Da Zutritt zu dem Vorrrag ist unentgeltlich. ** Plötzlicher Tod. In der Kaiser-Allee bewohnte die 68jährige Rentnerin Nonstadt allein ein Logis. Gestern fiel den Hausbewohnern auf, daß sich die Frau seit zwei Tagen nicht hatte sehen lassen und teilten dies der Pofte, mit. Diese ließ die Wohnung offnen und man fand die alte Dame auf einem Stuhl sitzend tot vor. Ein Herzschlag hatte den plötzlichen Tod herbeigeführt. * Ei n Kuriosum wird uns aus der Nachbarschaft bt- richtct, daS nicht etwa ein Fastnachtsfcherz ist, sondern der Wir! lichkeit entspricht: Ein Metzgermetster hat kürftiM beim Wimu machen zum Füllen einen Dornt von solcher Ausdehmutg bcniiti, daß die fertige Wurst 22 Pfund schwer war. ** Cook ist und bleibt verschwunden. Ein Leser ans einem Nachbarstädtchen, der Sinn für Humor hat, sendet uns nachstehenden Schmerzensschrei: Heute früh kam Tr. Cook mit einem Eisenbahnzug aus der Richtung von Gießen hier an; er wollte sich vom Haardberg aus überzeugen, ob das von ihm aufgepflanzte Banner noch auf dem 9iorbpol flatterte, geriet jedoch beim Ueberschreiten der Bahnhofstraijc dermaßen in den daselbst befindlichen Dreck, daß er daun verschwand! — Großen-Linden, 7. Febr. 2(m Samstag abeeil fand das Winterfest des Turnvereins statt. Die geräumige Turnhalle war von den A'lltgliedern des hiesig« Turnvereins sowie der Nachbarvereine sehr 'stark besetzt. Nachdem der 1. Sprecher Steinnagel die Nlltglieder begrübe, wickelte sich ein sehr reichhaltiges Programm ab, das 511111 größten Teil aus turnerischen Aufführungen bestand. Eine gute Aiisbildung zeigte namentlich die am Reck oorgefübili Riege. Auch die zwei Einakter sowie Coiiplets wurden seht gut gegeben. Großer Beifall wurde der von dem Turuwam eingeübten Glöckchen-Quadrille (Frühlings Erwachen), auü- geführt von 8 Damen, 311 teil. =" Großen-Linden, 7. Febr. Arn Sonntag hatte tü hier eine stattliche Zahl von Sängern ulib Sangesfieunben i 1 Lokale des Gastwirts Phil. Schaum- zu 0cm Delegierleiuag xs Lhaniecler. Nun ist es doch Wahrheit geworden: Rostands Tier- Tumöbte, für die seit Jahren die unmäßigste Reklame gemacht wurde, ist nun uach mehrfachen Verschiebungen doch aufgcführt worden. Den Inhalt des Stückes haben wir bereits früher mitgcteilt und fo können wir uns auf die Schilderung des Eindruckes beschränken, den das Werk bei den verzückten Parisern gemacht hat. Mit Ausnahme einiger weniger Auftritte, die hübsche poetische Bilder bringen, enthält das Stück eine Menge von Flachheiten und unfreiwilliger Komik, namentlich im dritten Auszug. Daß das Werl enttäuschen mußte, war nach der ziemlich unverschämten Reklame allerdings vorauszusehen uni) selbst die Theater well wird in kurzer Zeit über das ausgevaufchtc Ereignis hinwcggehen. Ob sich andere Theater in Anbetrachr der außerordentlichen Kosten allerdings W> einer Aufführung entschließen werden, erscheint uns ziemlich sraglich. Paris schwärmt von seinem Hahn, und die Welt zuckt die Achseln, solang sie noch unbestechlich gegen Aeußerlichkeiten ist. Hierzu schreibt uns unser Pariser Mitarbeiter: Wird mau sich später mit leichtem Spötteln oder mit jener Ergriffenheit, die. all Denkenden bei der Erinnerung an ein. groß Tat auf jedwedem Gebiete empfinden, die Frage stellen, wie eigenartig oder wie tunftfinnig war doch das Paris vonl Fahre 1910? Aber ein Datum in der Theatergefchichte bildete die (Generalprobe des Chantecler vom Sonntag jedenfalls. Die bei solchen Geleaenbeiten immer 0 1- gangenen älieft.11 Autoriiäten des bromatifcLeit und a.-fellistaviu -n Lebens erinnern sich an keinen Fall, der an bi: El,anb:el.r Foneegung auch mir annähernd heraiireid.tc. Die Einrielllnug isi ia nie Pariser Stärke allerersten Ranges,,aber so wie beim Chantecler hat sie sich nach nie lelährt. Denn man hat latsächlich^ ans der Generalprobe eines Stückes mit einem, man mag bi: Sache aniehon, wie man will, neder überraschend neuen noch besonders llefen Vorwurfe ein n-eltgiffchichtllches Ereignis Zn raui.-gea.--v. in. Di: Frage bleibt eben nur, ob es auch llterargefcka. nft bestätigt wird. Die Ruhmes- rofaunen werden nun weiter blafen, daß der 'Welt^ wieder etwas. Großes von einein Franzefen beschert worden. Darin liegt e. ivytji: Bei bei „Chnntecleriabe" tritt wieder überzeugend das Bedürfnis di-je-, liebenswürdigen Volles hervor, die Äugen au, sich zu lenken. Und das ist denn awch in hervorragendster Weis gflung'en. Tie Strafen, bic bad Porte Saini-Mattin Theater um ■ geben ober berühren, glichen am Sonntag dem Schauplätze'eines denkwürvigen Creignistes. Fn nervöser Aufregung horchten Per- fon-en so -,iemlm ans allen Schichten d r Bprollcrung, start mit anss-änbischm Eiementert. r crmWt, - an . den Platten dcS gänzlich neu. her gestellten MufEempLls, in dem die fo lange und lärmmbe Vorberkünbigung eben zum Ereignis wurde. Alle wallten dabei gewesen sein, wenn cs auch nur vor den Toren war. Die Auserwählten, die des Ernttitts würdig besunden worden waren, wurden wie Lieblinge der-Götter ehrftirchtsooll begrüßt und gleichzeitig lebhaft ausgefragt. Der Unterschied der Stände, der Zwang der Aiorm, alle Zurückhaltung rvaren verfch-wmiden. Vor der Größe des.Ereignisses war die allgemeine Brüderlichkeit zur Wirklichkeit geworden mib alles zitterte in gemeinsamer Begeisterung, zu hören und zu erfahren, wie „Ehanteele-rS" Probefiug ausgefallen. Triumph kündeten die Mienen schon beim Verlassen des Saales nach dem ersten Alte und man hätte meinen mögen, daß der Widerstrahl dieses Glanzes-von den Zügen der Hcranstretenden sich über das ganze Publikum verbreitete. Es war cigenilich crftruii-- lich, daß nicht in den spätesten Ab-endsiunden -noch Sonderblätter das „weiterschütternde" Ereignis verkündeten. Aber doch regen sich in dem überströmendem Jubel einige, allerdings zaghafte Stimmen, allerdings nicht des Zweifels an der-hehren Poesie des Werkes, sondern mir an der Zugkraft der Hühnerhof- und Walli- Allegorie auf das groß: Publikum. Und man führt Ziffern auf, um uachzuwllien, was überhaupt cinfommen müßte, um nur die Kosten zu decken, die sich die Leitung des Porte Saint-Martin Theaters für „Chantecler" auf er legt Hot. Aber diese trockenen Ern ägnngeü der Zahlenmensch-n werden van der begeisterten Menge übMhört, wenn nicht unwillig abgewiesen. Denn für inen Ruhmesjirahl muß in Frankreich immer das genügende Gold vorhanden fein. ♦ Björ n sv ns To deS lam pf. Nach Dep.-fcken, bi? in K 0 v e n 1; a g e n eingelansni find, hat der Todesi. uipi BjörnsonS gestern ',rüi, begonnen. j,i< ganze Familie, ist a.u Sterbelager ver- iumm.lt, auch der norweguche Gei-andtc tu Paris Hut ftcij mit luiner Gemahlin im Hotel eingesunden. Das norwegische Pgnzer- ick ii „Tordenillold" hat von der norwegischen Reg^oung Befehl T ollen, nach. Fraillreich äpzviei; n, sooaio b. - Todesnachricht ein- ..uIlsen ist, um die Leiche nach Norwegen übarzuführen. Infolge c.i letzten Nachrichten, die bi? norwegische Neuerung über das Be sine en Björn sons erhalten hat, wird das fponzerschift ständig unter Dampf-gehalten. — Ibsen in Japan Auch Japan hat sich Ibsens Dichtergenie nun erobeift Tas voineimisle Theater in Tokio iühri gegemväriig Ibsens „John Wabriel Borkmann" auf. Teiü Borkmaim jpiell der hervorragende japanische Schauspieler Sadanji Ichikawa, und zivar in europäischer Tiachk und. wie das auch bei uns zur Geslogenbeil geworden ist, in Ibsens Maske. Fran z ö f i i d,1 e Z e i tun g c n i 11 Dc 11 ks ch l a 11 d. Seit Ansung bii ^S Jahres besitzt Berlin eine französische Zeitung, das „Fon nal d'Allemagne", das ein Gegenstück zu der feit einigen Fahren 111 Paris erscheinenden deutschen „Pariser Zeitung" dar- ftellt. Bisher gab es auf deutschem Bvden nur in Elsaß-Lothringen I Zeitungen, die ganz oder — wie der Mülkaufer „Expreß" s größerenteils in französischer Sprack:: geschrieben sind, daß cs iü- aber auch bei dem ,,J..nunal d'Allemagirist" lLinesN g« um > erste französische Zeitung in Altdentfck.and Lauheit, geh! v- Dr. Ludwig Salomons verdienstvoller „Geschichte des beiiffdcnj ZeittingSwefens" hervor. Schon 1 740 gab cs an „Fournal d-1 Berlin", das allerdings nur ein Fahr lang existierte, und etn.i später eine „Gazette d: Gotha", die sich beiübers durch ihre -Jv feiiidung des grof-cn Preußenkönigs hervortat. Größere B-edeutiu^ erlangte die „Gazette de Cologne", die ein gewisser Foh.uo j Rodcrique aus Matmedy von 1734 an mit ÜiitcrstützuNg c Rates der Stadt Köln herausgab und gleichfalls in fo start all-' sriderizianischcm Sinne redigierte, daß ihn der König in cinr1 jranzösischen Stachelvers als „singe b'Aretin" aposti.'vhi--b Dieser Roderique, der sich durch seine Zeitnng zu einer einst iß reichen Persönlichkeit aiitzchwang, Hofrat und sogar apoftohfci.-i Syndikus wurde, starb 1756; daS Blatt aber existierte noch ett»- dreißig Fahre weiter und vcrschivanb erst während der .'Re u J lutionsn irren. Auch die „Gazette d'Erlangen", bi: ein Proses? T. G. Groß von 1741 —68 redigierte, gehörte bei Dem König t>rl Preußen feindlich gesinnten Prepciigne an, trotzdem |ie un Laid 1 leiner Schwester, der Markgräfin von Bavrenth, gedruckt mur)■ Sagegen besaß der König später in dein „Courier du Bas Rhir in Cleve (1769- 1803' ein f?rgan, bas fein:' 3nt:i.-ffen vertu' uno feine Richtung von Bertin einpfiug Eil« größere -liu; (- französischer Zeitungsgrünbnngen brächte die Eniigrant.-itzeii y 'Ausgang des 18. Jahrhunderts hervor, dock> waren cs Einta.s; fliegen mit Ausnahme des „Journal b? Franc fort", das bin Tafein bis zum Fahre 1866 fristete Aus dem Gebiete des Z.-i id-riitettrce]eu5 hat es auch nicht an Versuchen gefehlt, wenigst, u ivilweifc fraitzöfisch: Zeitschriften zu schaffen: wir erinnern an die dreisprachige Rem' „EoSntopolis", di? 1898 und) dreijährig e Bestehen einging, an di: in München erschienen: „Revue rrflitd allimand?" und an die gleichfalls wieder entschlafene deiitfh .ranzösische Zeitschrift „Ter Kontinent", die vor ein paar Jahm in Berlin erschien. — Kleine Chronik aus Kunst und Wissenscha t- Wie verlautet, wird der Berliner Frauenarzt Gcheimrat O l'/ hausen mit Schluß des Somniersemesiers 1910 von icin-r Lehramt zurücktreten. Olshpusen ist 75 Fahre alt. — In Oi a im- h 0 t e 11 Ivurbe der Bankier R 0 11maier wegen großer DepiN unterschlagnitgen verhaftet. — Als Einbrecher in die ihre» von B r n eck wurde der Landstreicher Werner ans Posse1che.1v verhaftet. Die wertvolle Altardecke und die Tauffchiisfcl beiiti'l den f'idi noch in feinem Besitz. — Der Geheimc M edizunift - Prof. Dr. mcö. et phil. Victor Hensen, Tircktor des Phift> ' logischen Instituts an der Kieler Universität, vollendet cu* 10. ds. das 75. Lebensjahr. M $Vr;- Würfel U üb, düs i! behänd. Keck vorgM wurden!! i dein $nn® n des l)itM c 'fiark W‘- RochbaiiLm?. nidcrn!>ki jjj, I lidl beim sdchiuuig tarn den. (iinitd mor Hal, M früh füiii a.l Ulk] Düll überzeugen, AI if dem 9ioro,iol ElahiiyaffiM büB er Sa« •onilli^ >!chen -Allee kibjJ Logis, Fra» jeti j®| die» der k'.J ) man fand W tim yeni:s 1 in W jfl ' di; '.me ner j i find, den '■•' '• MSN -" J1 Mell, 9 " j dr: &i;; .- ■hi „W liierte, iM |'!,r' 1 genniiel AI UnterlW“?J hi iv lli(lL ’ Sötiiü111. ] ?* 'T-"ir^y zu lüg" |U5J ibrei'd^A •iß; . M fdcin h, ionnlag mgesittnn!«^ )eiegierici"i. ttbe. ’fl|i; '/ auch qü ifiöC 'xij, u ans jeih^ wahni bsr ‘ B’löteniolc ch ein gfa * ic iiubif V ber tieineiJ Samsraq ij u n aiE' ni ! >s Cbiit7 iauiga-.,. " halten $ Don bejonu flroRcn os it Manern j / tit Erfolg i- CbitbM'iiJ frage ein i'i (?) Siet)/ "<• /Vehr. Meteorologische BeobaMungen der Station Gießen er, Wetter 1910 -7 9 6L 7.1 98e 734,7 7,8 Lctidjtet: Mit dop uddj.ften Ausreise der iDiaurerojiia von sJicn)' 734,0 ; Ltzarlos Frohmann seit langem hegt: an Bord des RicsenschiffcS wird ein Theaterramn Höchste Temperatur am 6. bis 7. vtiedrigste 6. Dieser Tage wurde L e h r e,r -tmrden nach Garbenkeich, 71 e.ich i/2 stündig?r Wegen tiirdi Wald und Flur tei an rei7enden wlnt.'Jic!’n Landschastsbildern, fgcirtlich.'n 3ulc d e Wi an du r g führt?. ud) abgestattct worden Ivar, :lcr saä lundiger Führung. narbet auch wulturw.nl anderer zum Pjlcchlgrabens, bi i?m gewaltigen herrscht tolles * 05 a in b Kleine Tnaesckronik. Eine Anzalst Damen der Berliner HofgesellschaÜ voran> Hallen am 13. Februar einen Tee, dessen ganze Einnahme dem französischen Botsthaüer für die Cpfcr der Ueberschwemmnng |iu Frankreich, zur Verfügung gestellt tverden soll. Nach einer Meldung aus P H öuix in Arizona ,sus)r dort ein-Kraftwagen mir sieben Insassen auf einem Prrvai- wege, in dessen unmittelbarer Nähe sich ein Steinbruch bse- finbpt Trotz der Warnung der Steinbrecher, daß eben eine TynamitlaDung piit Zeitzünder gelegt sei, fuhr der Wagen führer weiter, und dicht an der Tu na mit Labung vorbei, die in demselben Augenblick explodierte. Alle sieben Ziflchseu wurden getötet, der Wagen wurde vollständig vernichtet. fast ging es auf der schneiten einem Teil des » der Römer,!,eil Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche W c 11 e r d i e n st st e l l c G i e ß e n. Allgemeine Wetterlage seit Montag abend: Das westliche Tleidruckgebtet rft rasch ostwärts gewandert, während von WeMn her ein anscheinend intensives Hochdruckgebiet anrückt, tteberüll sind starke Regenfätlc nicdergegangeu, so daß auch int Gebirge die Schneedecke abgenommen Hai. Unter dem Einflüsse, des Westhochs sind fetzt über Westeuropa wieder abkühlcnde Vtordwinde eunfetreten, bie sich ostwMrts iortpstanzen. Wetteraussichten in Hessen am Miitwoch den 9. Februar 1910: Starte uordwdstliche Winde, Abkühlung bis zu Frost, vor allem iin im Eehlrge, Schnee. ^'cridHseaal. Kiel, 7. Febr. T/ie Strafkammer verurteilte nach Vernehmung von etwa. 20 Zeugen doir Kaufmann Franken- pchl zu 300 iOtarf und den Prokuristen Roscuvlüh zu 1500 ■■fart Geldstrafe wegen Bestechung von Beamten der 'Zierlichen Werst beft nf-? Erlangung von Informationen übier Submissionserget'inisse. bc.inr.im 771 r 0 h voni hier um R e s e r v e l e u t n a n t beim .. Bavr.,(pen I igeyt. .-.ailron in Aschaffenburg gewählt. zu Fuß und zu Pferd auf. Er bot tot mittag kurz na ch 11 Uhr hier ein unD begab sich sofort N) der Wohnnni^ des Provinzialdirektors v. Hombergt, 7i!i den großen -F- ai st n a ch t S z u a zu besichtigen. Er emp- $iß das Präsidiun l und die Kommandanten der einzelnen Mit Sorgen hatten die hiesigen trauer ei en - änd größeren Metzgereien Frost erwartet. Tie Hauptsache blieb aber, daß es noch Eis gab, wenns auch recht itnn war. Alle lonnten noch ihre nötigeii Vorräte ein- cui glänzendes Bild, fremdenzustrom gitnz Sc beiden Zimmer b:-’ Rcstanrzi-is tonnten bie Schar der Teil- ichiner lanm beherberg;n. Trotzdem ging bi Verpflegung glatt m statten und einggkeilt „in drangvoll fürd-terliaier^Enge" gann alsbald ein frä hliches Tagen, b'i dem auch die Sanges^ ii'il nidt ;u lnrz tarn,. Nachdem noch dem ehemaligen - Kloster porl nach England icirb zum er ft en mal der Plan ausgeführt, den der amerikanische Theaternnternehmer r<‘ " sZG'b COjs ‘.Mr. Der 0) r 0 ß, h e r z 0 g traf heute li'gs vorbei, ül er Hauben in cn. Arden. Der Fugj. lvar gut geraten und wies prächtige Lnmlwagen, Gruppen Eial.nte mit Anlrud' bei: T "nmerung das choru des Führers zum iufbrud. Das Endzich' der Wanderung bildete Lich, von wo AS das Dainpsroß bie ^Teilnehmer U i.der der Heimat zuführtL -- Fn B u tz b a ch hat )i sh vergangene Woche ein neuer Zweig- de ccin dos HöheitklubZ gebildet, der schon etwa 40 Mitglieder , , „ Streitkräfte Muley Hafids erlitten abermals eine tzc iederlage. Sie wurden ztvi scheu Fez und Uessan völlig geschlagen. Trotz- des schlechten Wetters ist der gewaltig und bedeutender als in den Jahren zuvow Als der Zug sich in Bewegung setzte, Bärte der Regen auch Auf den Straßen und in den Lotccken Origiiral-Drahtmeldnttgen. Prag, 7. Febr. Der Verband der d e u t s ch e n L a 11 h t a-g s ab g e 0 r d n e t e n beschloß, den Vorstand zu ermächtigen, dem ^berstlandmarschall mitzuteilen, baß die von ihm ihr die zweitnachste Sitzung vorgeschlagenc Tagesordnung keiner Emipen- dung begegne. Der Verband lehne es aber ab, die Erklärung abzugcben, baß er bei Erledigung der Steuerborlagen nicht ob struieren werde. Er müsse vielmehr die Durchführung der ftaubt erörkerung in einem em zusetzenden politischen Ausschuß und die von den tschechischen Parteien abzugebenden Erklär-upgen abwarte,1, da von dein Erfolge' der Erörterungen seine Stetlungnahme zu allen im Landtage zu verhandelnden Gegenständen' abhänge. Ec- wäre bemitad) zunächst diese Hauptetörternng durchzusühreu, die Permanenzerklärung des politischen Ausschusses gesetzlid) testzp- sctzen und dem politischen Ausschuß der Auftrag zu erteilen, schriftlich Bericht zu erstatten, der als erster Programmpunti der nächsten Pandtagssession zu gelten hätte. Nach Erledigung dieser Vorbedingungen märe die Verhandlung des Stcueraus schusses durchzusühreu, dessen Bericht der zweite Programmpmikl der nächsten Session wäre. Paris, 8. Febr. Infolge der Schnee schmelze nnd anhaltenden Regengüsse sind in verschiedenen Gegen den Frankreichs abermals U c b e r s et) tu c m mn n g c n ein getreten. Bei Ran eh ist die Meiir-He ans l,80 Meter über normal gestiegen. ;nm Jägerpsad, der die '?;riiitg, dein Zvloster A r n Kekangvereists Germania für den am 2. Pfingstseiertag geplanten ^,ltfrrcit cl'sngefunden. Tie Besprechungen führten zu einem guten Mullai. . _ _ " _ T. _ . r. Z0 ü 0 0rf, <. Febr. Den Schluß der dlesjahrigen Konzerte mochte das gestern abend vom Gesangverein Frohsinst" veranstaltete Konzert. Man kann sagen, saß cs wochlgelnngen war. Ter Böger'sche Saal war bis Qitf den letz ten Platz besetzt. Tas Programm enthielt äußer lehr schön 3 uni Vortrag gebrachten Chören, Sololiedern und Quartetten ,poei Vorträge für Violine und Klavier, sowie wci Theatoistücke, die großen Beifall fanden. Die beiden «klavier- uni D Violinvorträge waren ein Genuß. Die beiden Theaterstücke wurden von allen Mitwirkenden flott gespielt nnb lauter i tzeisall lohnte die Darsteller. Ter Verein steht unter Üeituns z des Lehrers Trinkaus. Citcrariidics. — F aschi 11 g 11 n d W inte r s p 0 r l. Wie alles int• Seißen hat and; der Wintersport seine ulkige Seite, und manche seiner Lchatlenseiten fordert zur Satire geradezu heraus. Das bat sich die wohlbekannte Wintersportzeitschrift: „Der Winter" nicht ein gehen lassen und aus Humoresken — namentlich die Humoreske von A. Dessauer: .„Sherlock Holmes im Schnee" verdient bespii be.rc Beachtung —, Gedichten und Zeichnungen den Inhalt ihr,er am 4. Februar erschienenen. F asch 1 u g s u n »1 m e r aiiigebaul. Verlag des „Winter", Atünche», Finkenstraße 2. GingesasIdt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Einer unserer schönsten Spazierwege ist der bent Alten Steim bacher Weg entlang vor Jahren angelegte Fußweg. Unbegretflid) ist es aber, daß inan seinerzeit nicht aud) die kurze Strecke zwischen Friedhof und Lucherberg entsprechend in Stand setzte. Ter Weg ist bet Regen- und Tauwelter für Spaziergänger einfach unpassier bar. Sicherlich bedarf es doch nur der Anregung, tun einem lange gehegten Bedürfnis abzuhetsen. Einer f ü r Viel e. der Al-iLtagslastce cingcnominen wurde. M andern und Reifen. ** V. H. E. ZZuc I I. Vcreiuswauderuüg 1910/11 hielt cm conntag der Zwl igvereiu Gi sm v.m B. H. E. Trotz der Mts vorher herrsd er ic m schlechtru Witterung hatte sid) eine tatnide Zahl, *0 Te.iln'lM.'r, b.nunter auch inige unentwegte Damen, am Sammclpiuntie eingnunufn. Der Weg führl: auf ?utir, nou .-.ieinnri < rhr.u:r LanLstcaf', am FWe bc^'^iffcii- inftatliert und während der Seereise werden allabendlich Theatme- rorstelluttgen stattfinden. Frvhmann hält die Zeit für diese Sdstffs- theater für gei.nnmeir. der große Verkehr von Künstlern zwischen Amerika und Europa begünstigt den Plan, und wenn der Gedanke in der Praxis Anklang findet, werden die neuen, im Bau stehenden Riesenschisse der White Star-Linie, die an Größe die Mauretania noch übertreffen, mit Theatersälen ausgerüstet. * K0 m e t en und Ueberschwe m in ungen. Auf ein merlwsirdigcs Zusammentreffen von dem Erschüneu von Kometen und den großen historischen llebersd-wenimungskatastrophen weist an englisches Blatt in einem1 interessanten Aussatz hin. Tie große UcberschwentmüngÄatastroPhe, die jetzt Fran Ire ick, Heimsucht und die mit dem Erscheinen von zwei Kometen zujaiwmenfällt, ist nur ein neues Beispiel für dies Zusammeittreffen. Als dep Halleysche Komet int Jahre 1531 in der Sternenwelt annähernd tm gleichen Platz einnahm wie heute, suchte eine surchtbarc lieber- schwcmmrmg Holland heim, bei der -100 000. Menschen ihr Leben verloren. Als im Jahre 1067 der Hallehsche Komet wieder cr- sckien, sprengte die Serern ihre Ufer, die Finten stiegen bis zu den Hänstrk äel ern und Hunderte von Menschen tarnen in den Wassern um. Weit dem Erscheinen des Biela scheu . Kometen 1771 fällt tarnt die große UebersdMemmungSlatastroPhe in Portshire, bk Hock,lut trs Ripon, julammen; wenige Monate später nach d-m Wicbererscheiurn des Kometen im Jahre 1883 bracken über China die furchtbarep Ueherschwemmungen herein, die mehr als 10 000 Häuser zerstörten. Frankreich hat der Bielasche Komet zwei große lckbcrscknemmungeu gebracht; kurz und) dem Erscheinen des Konnten im Jahre 1830 roitrben Hunderte von Häusern durd) eino Hochflut weggeschwentmt, und als 6 Jahre spfiter der Komet wieder erschien, brach eine zweite Ueberjchwemmmtgskatastrophe über Frank reich herein, die einen Schaden von 80 Millionen Mark verursachte. Mit dem letzten Ers d>ein m des Bielasch en Kometen im Jahre 18.32 sollt dann bie' bejlj.eer.cnbe Hodsflut des Holmfirth in der Gegend ron Huddcrssteld. zusammen, bei der 90 Menschen ihr Leben vor loren. Tantals teilte sich der Komet in ztoei Hälften und ist seit deut nicht mehr gelichtet worden. * E i n e g c w a l t i g e G a ft wirt s d>a f t, die beftinunt ist, die größte der Erde zu werden, wird in Newport nm Broadwap, aus deut Block zwischen der -17. und 48. Straße von einer amdri* konischen Finanz gruppe errichtet, an bereit Spitze der bekannte antcrikantsche Kapitalist Henry Erkins steht. Bereits int Augicht dieses Jahres soll der Neubau dein Gebraitck> übergeben werdest. Tie Grundstücke, die istr den Bau zur 'Verfügung stehen, bringen heute euren Mietszins von zusammen rund 30 Millionen Mgrk. Zwei Theaterbauten sind vorgesehen, die mit dem Restaurant durch eine große iichpMnte Arkade verbunden werden sollen. Ter Hauptraum d^s Restaurants wird ein pradstvoller gläserner Stlal mit 60 Fuß hoch gewölbter Kuppel bilden: 6000 Gäste soljan fit dem neuem Etablissement Watz sinden. Ein eigenes Srchester ist.vorgesehen.' Aber das Hauptgewicht legen die Unternehmer guf eine vorzügliche Küche, dck in der Qualität mit den Küchen her berühmten Rttlionätsrestaurants wetteifern soll, ohne jebod> die ■/ ■ • ■ F"" liefert billigst die Brühl'sche KlIVRnR mit rirma Univei-8ität8.vuek.llnd8tekn- HUfül IO lllll I II Ilia druckerei,Gießen,Schulslr.7 Dcrmtfcbfcs. * Ein. g e stöhlen er E i s e 1t b a h z u g. N c w h 0 r k, 7. Februar. Mehr als 100 Polizeibeanite aller Art sind ?,ur Verfolgü-Ng von vier äußerst gewandten Banditen ausgerückt, die in der Nahe von Eureka einen Zug der Missouri-Paeisic-Babn angehalten haben. Zwei der Banditen fuhren in dem Zug. Mit roten Laternen gäben die beiden anöercn eine Meile vor Eureka Signale. AlS der Zug seine Sd)nelligkeit verminderte, sprangen sie auf die Lokomotive: sic banden den Masdiinenführer und d'en Heizer, während die beiden anderen die Personenwagen abbittgen und die Lokomotive, den Post- und Packwagen eine Strecke fort- fuhren. Die Beamten hätten, mit dem Tode bedroht, sick) ruhig knebeln lassen. Einem von ihnen, der glücklich entwischen zu können glaubte, sandten die Verbrecher eine Kugel nach, die ihm einen Fuß durchbohrte. Dann fuhren die Räuber mit ihrem Zuge ruhig weiter. Der eine bediente die Maschine, während die anderen die Postsäcke leerten. Nack) Beendigung ihrer Arbeit liefern sie das Wasser der Maschine anslaufen. Man weiß noch md)t genau, wie hoch der Wert der Beute ist. Der Verlust soll min bestens 25 Säcke mit Wertbriefen und mehrere Pakete von großem Wert betragen. * Tie ll.'c bersch w c m in u n g und das Inscra t. Man must es den Parisern lassen, daß sie die große Wassersnot, ive(.d)c üb. r- sic bcreingcbrydyen ist, mit einer guten Laune ertragen, die der Welt beweist, daß 6er vielgcrühnttc gallische Humor noch nicht ganz ausgcstvrben ist. Sie nehmen ihr Mißgeschick mit heiterem Lächcln hin, ja, zunt Teil versuch ut sie es sogar, die Katastrophe gesd.-äftlich auszuittttzen. Tie Pariser Zeitungen roimmelii in diesen Tagen von Anzeigen, welche durch bie Hochflut veranlaßt worden lind, und die Sciite hat sich sozusagen als ein .Jnserat.enagenl allerersten Ranges bewährt. Ta, wo die Boulepardblätter sonst rauschende Festlichkeiten der cleganten Gesellschaft anzukündigen pflegen, findet man jetzt eine lange Liste von' Tincrs, Bällen und lonstigen Abendunterhaltungen, die „en raison des cireoustanccL", b.,b. „der Umstände halber", aui eilt ipotcres, unbestimmtes Talum verick oben > worhew sind. Selbst der Präsident der Republik und Madame. Fallstres sehen jick> genötigt, P.'tanntzugeben, daß der große Empfang, der für die Mitte die,er Wod>e im Elhsec-Palaste angiseht war, vorläufig itidyt stattfindet. Und auch eine Meyge Hock -eiten können nicht gefeiert werden, lueil die Brautleute- von der Mitwelt avgefperrt ober bas Standesamt und die Kitd>c un - zugänglid) sind. Tie Pariser Industrie leidet also gerade auf den Gebieten, wo sie für vorbildlich gilt, gegenwärtig einen ungeheueren, kaum zu berechnenden Sckjaden. Sie muß cs versuchen, aut andere Art auf ihre Kosten zu kommen. Eine geradezu fabelhafte Reklame wird augeichlicklich z. B. für Filtrierapparate betrieben, da das Trinkwasser nur noch mit äußerster Vorsicht genossen werden kann. Tie Behörden rechnen denn auch hoffentlich ohne Grund, mit dem Ausbruche von ansteckenden Krankheiten trotz, der Verhütungsmaßregeln, die sie im großen Umfange treffen.- Tas bedeutet natürlid> eine Blüte der Geheimmittelindustrie. Einige uneigennützige Fabrikanten sold-er Mittel raten, daß man jetzt überhaupt nichts anderes zu sich nehmen solle als ihre Elipisre und Pillen! Ticht daneben aber lieft man die Rainen aitbc- n ährter Restaurants, die ihren Kunden melden, ihr Betrieb sei Nid-t im geringsten gestört und sie könnten, nad> wie vor, dem verwöhntesten Magen die erlesensten Genüsse bieten. Jene mehr oder weniger dunllen Ehreitmänner, die Wertgegenstände alter Art von Bedürstigen zum Weiterverkauf in Kommission nehmen, sind besonders reg? bei der Arbeit, und daß diese Arbeit eine recht erfolgreiche ist, bew.ist die Anzeige eines von ihnen, daß er. „soeben erst erworbene Lupusmöbel und Kunstgegenstäude in noch nie zuvor gesehener Auswahl und billiger als je" auf Lager habe. Sehr traurig sieht die Rubrik der sogenannten „Pctite Eorrespondance" aus, jener Stelle in den Zeitungen, wo der anonyme Briefirecksel, uamentlid}, von Liebenden, seine Stätte hat. Fast alle diese Üehten, abgekürzten oder chiffrierten, doch leicht entrütselbaren. Mitteilungen imtljalten die melancholische Absage eines heimlichen und, wer weiß, wie heiß ersehnten Stelldicheins. Selbst vor der Liebe, dem höchsten Gute der Pariser, madjt die böse Seine nicht Halt! " Ein 2 1; c ater auf dem O Kea n. Aus New York wird gleichen, für den Mittelstand unersckswinglicheu Preise zu bedingen. Tas Projekt lehnt sich hierin an deutsche Vorbilder nn und will dem amcrilaniscken Mitck Island Gelegenheit geben, in einem großen RestanriNlt 311 billigen Preisen ein? gute bürgerliche Küü. zu gcntct'fit; Ter Küdwnb.trieb soll von zehn verschieben-» KÄcheu bewältigt werden, die darauf eingerichtet sind, ic (i()()' (Vafk zu bewirten. Aus deut Tack;e des großen Neubaues wird eine 1 lesige Eisbahn errichtet, die von einer mächtigen t^lashaUe überwölbt wird: im Sommer soll dieser Raum vroraussichtlich mich als Tb.aLei benutzt Iverden, während im Winter in der Dacklsa'llc große BqUe und. Festlichkeiten abgehaltcit werden. Ter Block, au dem dinses große Haus errichtet wird, ist Vollkommen bebaut: 17 Häußer werden abgerissen, um für das neue 9?emi>orler Riescurestaurailt Raum zu schaffen. _ Ein Palast a u.s. Eis. Aus Monreal, wird berichtet: Ter Karneval bat in diesem Jahre ein merkwürdiges Btluwvrk gezeitigt: ein großer Palast von riesenhaften Maßen würd' er. rechtet, der völlig aus großen Eisblöcken erbaut fit, >die ans dcivi gefrorenen St. Lawrenoe River gebrochen wurden. In dein Pa laste, der mit einem großen Feuerwerk feierlich cingeiucibt wurde, Jollen während der Kantevalszcit große Wettkämpfe stattfind'N. ut denen die kßnadchWn Wiuterfportvereine ihre Kräfte uieffen werden. - ’.!■ Fedrllar — -f- 7,9 0 C. „ =' 4- 1,4 uc. Fez, 8. Febr. Tie fahren, hcut^, erst wurde Schluß gemacht. Die Wetier war — seit langt m Jahren das erste Mal — nicht zugefroren. Mndertc vck.11 Arbeitern und viele Fuhrunternehmer aus i'id) und Umgegend fanden reichlich Beschäftigung. = Birft'lar, 7. Febr. Der über 10 Jahre in unserer Gemeinde uilb in Piuschenheim tätig gewesene Pfarrer i Köhler hielt am verflossenen Sonntag feine Abschieds- Predigt. Allenthalben wird das Scheiden des beliebten Scel- s-rgers, der mach Villingen versetzt worden ist, bedauert. = Beltershain, 7. Febr. Gestern hielt der Aesangvercs i n „Sangerkranz" bei gut besetztem Saale it der Becker;scheu Wirtschaft sein Wintervergnügen, verbundeil mit Kaisers Geburtstagsfeier und Ball, ab. Nach einem GescmgSs.wrtrag und einer Begrüßungsansprache unseres pehrerS Petri gelangten mehrere von letzterem wohl ein- geübte Theaterfliücke zur Aufführung, worunter die sogenannte .Zändholzfleuei:" oder „5)i* verhängnisvollen Streichhölzer" zioßen Beifall ernteten. Ebenso rvurde mit großem Beifall ,Das Stündchcin im Gesangveteiu" aufgenommen. )( Drei hia u s e n , 7. Febr. Tas 2jährige Söhnchen 1 tjer Pfarrerfamilie Eiseuber g erstickte dadurch, daß die an Lfcn l äuget ide Wäsche in Brand geraten war. Als man alpnerisam wu tbc, war das in einer Nebentammcr schla^ jenbe Kind beri nts toi. sc. M c e r f) so lz , 7. Febr. In der Ilacht zum Sams- tag wurde im y iesigeu S ch l v s s c ein Einbrn d) verübt. I Ter Tätet stieg imlcels einer Leiter auf die Attane des r nacü der Partsei. le hin liegenden Seitenflügels, schnitt eine | große Fenster sch j übe heraiis, gelangte durch Einstieg in das | Balkonzimmer nsnd von da in das Arbeitszimmer der Gräfin I phckla zu JsenMtrg. Hier erbrach er den Schreibtisch und I entnahm ihm etfiva 800 Marl. Außerdem stahl der Dieb .ine goldene Tofo mit. Teckel, einen golbeneu Löffel, fünf »Petschafte mit den Wappen von Stolberg, Schönburg-Wal- I oenburg, Anhalt und Isenburg, sowie mehrere Vermäh- I lungdmebaiUen tJon hohem numismatischem Wert. Erst Initi Morgen des Samstags bemerkten die Schloßbewohner Idas Geschehnis. Ein Polizeihund von Franksurt a. M., Inirter Der Führusug eines Wachtim iters, war bald am Matort. Er n'ahin Die Spur des Täters auf unD verfolgte Ijie im Park nach (püden hin, verlor fic aber. Eine Person IlUv Del Unigegeul), Die bereits manches auf Dem Kerbholz Bat, ist verdächtig'. Die Tat begangen zu habeu, zumal sie ■tit Scans tag verj chwunden ist. 10 I 10 Siegen 9 ! 98 8SW I O SV 1 92 8 MW denn der Name MAGGI und die Schutzmarke Kreuzstern bieten Garantie für vorzügliche Qualität. verlangen Sie bei Ihrem Kaufmann ausdrücklich x MAGGI Bouillon-Würfel5 * Ew. Hochwohlgeboren beehre ich mich ergebenst anzuzeigem dass ich im Seltersweg Nr. 35 (im Lokal der früheren Firma, Gr. (xombertz) ein Putz^eschäft für feineren und mittleren Genre eröffnet habe. Die neuesten Pariser und Wiener Moden sind stets- in grösster Auswahl am Lager. Durch prompte und geschmackvolle Arbeiten kann ich jede Bestellung zur vollsten Zufriedenheit ausführen. Annahme von Hüten zum Umatbeiten werden pünktlich und billigst fertiggestellt. Auch habe ich ein ständiges Lager 'in den schicksten Formen Trauer-Hüten und Trauer-CapOtten vorrätig. 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