Nr. 155 Erscheint ISglich mit Ausnahme deS Sonntags. Die ^Stetzener Zamilienblatter" werden dem »Anzeiger^ viermal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreis Gießen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit* * * * § fragen" erscheinen monatlich zweimal. Zweites Blatt . 160. Jahrgang Gießener Anzes General-Anzeiger für GberheW Mittwoch 6. Juli 1910 Rotationsdruck und Vertag der Br ü Hachen Universitäts - Buch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schul- straße 7. Expedition und Verlag: e^5L Redaktion:^8K112. Tel.-Adru AnzeigerGießen. annähernd bestimmen; soweit Schätzungen überhaupt möglich sind, schwanken sie zwischen 4 und 17 Millionen. Diese UngewißbeiL ist für bte Erledigung der Angelegenheit störend und in gewissen Beziehung direkt hinderlich. Deshalb begrüßt Dr. Görcke Absicht der Reichsregierung, der diesjährigen Bolkszählling cmc Vetera neu zählung anzuschließen, womit zwar eine Veo- zogerung. bedingt sei, die er jedoch deswegen für rurgejährlich halt, wen bei dem gegenwärtigen Zu stand der Ungewißheit eine zusriedenstellende Regelung ja doch nicht abzusehen sei. Wie freilich nach der Zählung die Deckungsmittel beschafft werden sollen, Usgt noch tnt ungeMssen Dunkel der Zukunft. Die Frage der .öehrsteuer scheint enogiUtig zu den Akten gelegt worden zu sein, nachdem, wie bereits bekannt, der von nationalliberaler Seite tn Allier Konferenz im Reick)sschatzamt vorgelegte Wehrstenerplcrn nach 8 /sstündiger Verhandlung fallen gelassen worden war. Die R elchs wer tzuw a chssteu er bietet nunmehr die einzige Hoffnung für die Deckung der erforderlichen Summe; aber auch diese Hoffnung ist wenig, sicher, da ja das Schicksal dieser Steuer selbst noch ungewiß ist. Wenn mau weiter bedenkt, daß die ReichK- regierung sich hüten wird, vor den Neuwahlen zum Reichstag noch mit anderen Steuerplänen zu kommen, so sind das alle» dmgs recht unerfreuliche Aussichten für unsre Veteranen Es ist trotzdem dringend zu wünschen, das; sowohl Regierung wie ^nch die politischen Parteien dieser Frage auch weiterhin ihr« ernsteste Aufmerksamkeit zuwenden, damit nicht immer mehr von denen in Not und Elend sterben, die uns unser Reich unter kämpft Haden. Die Gehaltsgrenze tn der Sozialen Versicherung. Eine soziale Versicherung, die ihrem Zweck wirklich gerecht werden will, müßte die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse genau berücksichtigen. Diese selbstverständliche ^Forderung hat aber die Negierung tn der Reichsvcrsicherungsordnung nicht erfüllt, denn die Gehaltsgrenze für die Versicherungspflicht in der Äraitfero« und Jnvaliden-Versicherung ist darin mit 2000 Mk. festgehalten tuorben. Der Reichstagsausschuß ist sich bewußt gewesen, bofc diese Grenze nicht mehr ausreicht und hat sie deshalb in einzelnen Bestimmungen auf 2500 Mk. beraufgesetzt. Diese Aendernng ist aber nicht ausreichend. Stellt man sich auf den Boden der gegenwärtigen Versicherung, so hätte mindestens eine Erhöhung bis zu 3000 Mk. beschlossen werden müssen. Das würde noch nicht einmal eine materielle Erweiterung der Versicherungspflicht bedeuten, da der Geldwert in den letzten siebenundzwanzig Jahren, seit dem Erlaß des Krankenversicherungsgesetzes, so tief gesunken iir, daß «^000 Mk. heute dasselbe bedeuten wie 2000 Mk. im Zohre 1883. Auch die Rücksicht auf die Unfallversicherung, tn Versicherungspflicht bis zur Gehaltsgrcnze von 3000 Mk. besteht, erfordert die Heraufsetzung auf den gleichen Betrag in der Krankenversicherung. Die jetzt in der Kranken-, Versicherung bestehende Lücke hat die unerwünschte Folge, daß durch eine uitzureichende Behandlung der Unfallverletzten in bat erften dreizehn Wochen eine glückliche Heilung sehs» leicht ver- hindert und damtt eine vermeidbare Belastung der Unsallver^ icherung geradezu begünstigt wird. Die Unfallverletzten Personen! wben deshalb ebenso wie die Berussgenossenschaften an der Be- eitigung der Mcke ein lebhaftes Interesse. Der Direktor un Reichsamt des Innern, Caspar, meinte allerdings im Reichstage, der Privatangestellte könne die Lasten und Gefahren einer vorübergehenden Erkrankung während der ersten dreizehn Wochen aus seinem eigenen Einkommen bestreiten. Diese Meinung beruht aber leider auf einer völligen Verkennung der Tatsachat. Was ür ein Unterschied besteht denn zwischen einem Privatangestellten und einem Arbeiter, die beide jährlich 2400 Mk. verdienens. Doch höchstens der, daß der Privatangestellte einen höheren Aufwand machen muß und infolgedessen waiiger für andere Zwecke zur Verfügung hat. An der Notwendigkeit, die GehaltsgrenÄe ur Kranken- und Unfall-Versicherung schon im gegenwärtigen Recht gleich hoch anzusetzen, kann demnach wohl kein Zweifel mehr bestehen. Die Organisationen der Angestellten, die sich in der treten Vereinigung für die soziale Versicherung der Privatangestellten und im Sozialen Ausschuß von Vereinen technischer Privatangestellten zusammengeschlossen haben, gehen int übrigen in ihren Forderungen darüber hinaus: Für die Kranken- und Invalidenversicherung verlangen sie die Gehaltsgrcnze von 5000 Mark bezw. ihre vollständige Beseitigung, während in der Unfall- Versicherung die Versicherungspflicht ganz unabhängig von der Höhe des Gehaltes sein soll. lerne Kassenpraxis wollen. Daß man das Ehrenwort für wirtschaftliche Verhältnisse in Anwendung gebracht hat, ist ein grober Mißbrauch. Die Regierungsvorlage treffe das richtige. Der Staatssekretär Dr. Delbrück legte ebenfalls dar, daß es sich um einen wirtschaftlichen Kampf handle, um die Remune ration. Die Regierung steht der freien Arztwahl nicht feindlich gegenüber. Sie mag überall zur Geltung kommen, wo sie nützlich und zweckmäßig ist. Das Kassenarztsystem mutz aber auch zu> gelassen werben. Der Leipziger Aerzteverband übt e i n en Terrorismus schlimmster Art aus. Die Kassen müssen sich z. T. die Bedingungen einfach diktieren lassen, wenn sie bloß ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen wollen. Ein fortschrittlicher Abgeordneter wies darauf hin, daß auch ber Ehrengerichtshof der Anwälte in die wirtschaftlichen Verhältnisse seiner Mitglieder eingreife. Die „© t re i f b r e d) e r" sind z. T. recht bedenkliche Existenzen, die oft ehrengerichtlich vorbestraft sind und manchmal noch etwas anderes aus dem Kerbholz haben. Ein durch Gesetz bestehendes Gericht ist wohl selten von Regie rungs Vertretern so angegriffen worden, wie der Ehrengerichtshof der Aerzte. Warum ist kein Vertreter der Medizinalbehörde da, um da gegen aufzutreten? So ist noch fein Ehrengerichtshof behandelt worden! Beide Systeme lassen sich nicht nebeneinander gleichberechtigt aufrechterhalten. § 402 .gibt der Regierung die Möglichkeit, alle Bestimmungen außer Kraft zu setzen und „geeignete ^chiedseinrichtungen" dafür zu schaffen. Dagegen wenden sich die Aerzte. Der Arzt muß unabhängig fein, sonst verliert er das Vertrauen der Patienten. Den "Vorteil hat nur die Kurpfuscherei Es wird immer schlimmer. Da die Regierung nicht hilft, muß der rettende Engel der „Leipziger Verband" sein. ®in $.e 9 i e r u n g § b e r t r c t e r erklärte, daß man allerdings die ärztlichen Organisationen ebensowenig aus der Welt schaffen könne, wie die der Unternehmer und Arbeiter. Es sei keineswegs über die ärztlichen Ehrengerichte abfällig geurteilt worden. Ein sozialdemokratischer Redner wendet sich gegen den Leipziger Verband. Ein nationalliberaler Abgeordneter sprach gegen die Vorschläge der fortschrittlichen Volkspartei. Die Gleichberechtigung beider Systeme sei prinzipiell notwendig. Das System der freien Arztwahl wird sich von selbst durchsetzen. Mit dem „Arzt des Vertrauens" ist viel Unfug getrieben worden. In Orten mit nur einem Arzt muß eben dieser der Vertrauensarzt sein. Die Bestrebungen des ärztlichen Verbandes schießat weit über das Ziel hinaus. Ein Zentrumsmitglied hebt hervor, daß einer all- gemeinen Mißstimmung gegenüber auch der Aerzteverband sich nicht halten könne. Schließlich bleibt ja noch die Klinke der Gesetzgebung. Ein anderer Z e ntr um s ab g eordne t er hoffte, daß die Vertreter der freien Arztwahl bei der Invalidenversicherung scharf die Konsequenzen ziehen werden. Ein nationalliberalcr Redner betonte die Notwendigkeit einer Einigung auf der mittleren Linie. Ein sozialdemokratischer Redner behauptete, die Simulation spuke vornehmlich in den Köpfen der Kassenbeamten Auch die Landkrankenkassen sollten fest angestellte Aerzte haben. Nächste Sitzung: Mittwo ch. Die Reichsversichemngsorünung. i:: Bertin, 5. Juli. Der Ausschuß für die R e ichs v er sicher u ug s ordn u n g setzte am Dienstag die Aussprache über das Verhältnis der Aerzte zu den Kassen fort. Ein Zentrumsredner wies daraus hin, daß die freie Arztwahl auf dem Lande schwer durch- Mhrbar sei. Eventuell vrüsse bei der freien Arztwahl ein gesetzlicher lä'uck auSgeübt, so daß nur Vertrage abgeschlossen werden, die auch für die Krankenkassen annehmbar sind. Der Redner beantragt, dem § 377 hinzuzufügen, daß die Genehmigung eines b c- '?^dorcn Arzto ertrag s nur bann zu geben ist, wenn em allgemeiner Arztvertrag nicht unter angemessenen Bedingungen zu erreichen ist. Ein konservativer Redner rückt die Bedenken gegen die freie Arztwahl mehr in den Vordergrund. Das Gutachten des Arztes habe den Charakter einer Vorentscheidung. Es ist aber fraglich, ob ihm eine so große öffentlich-rechtliche Bedeutung beigelegt werden darf. Die Aerzte sind nicht so allgemein für di e freie Arztwahl, wie das so hingestellt imrd. Der „Reichsverband der Aerzte" nimmt ebenfalls eine entgegengesetzte Stellung ein. Die Aerzte haben große Vorteile durch die Krankenversicherung. Die A er z teh onor are sind b01,T 8 auf 70 Millionen gestiegen und werden binnen kurzem auf 100 und 120 Millionen steigen. Auf dem Lande ist die freie Arztwahl unmöglich. Die Chancen zwischen Arzt und Krankenkassen sind ungleich: Die .Krankenkasse muß gewähren; der Arzt kann versagen. Ein Teil der Mitglieder des ärztlickien Verbandes hat sich ehrenwörtllch verpflichtet, direktenWider- stand zu leisten, falls die Vorlage Gesetz wird. Die Kassen wüsten ihre völle Entscheidungsfreiheit behalten. Der Gesetzgeber darf vor einer Organisation nicht zurückweichen. Beide Systeme müssen gleichberechtigt fein. Der Krankenkassenvorstand muß entscheiden. Ein fortschrittlicher Abgeordneter hebt hervor, daß das vorliegende Gesetz nicht Frieden und Ruhe in die Krankenkassen bringen werde. Einer Honorarerhöhung seien die Krankenkaffen von vornherein abgeneigt, obwohl die Bezahlung vielfach minimal sei. Schäden der freien Arztwahl sind nicht vorhanden Wenn Arbeiter sich zur Zeit der Arbeitslosigkeit auskurieren taffen so sei das keine Simulation. Die fortlaufende Ueberwachung ist vom Aerzteverbande vorgeschlagen worden. Der Redner weist den Vorwurf zurück, daß der ärztlich- Ehrengerichtshof sich in w r r t s ch a f t l i ch e K ä vi p i e eingelassen habe. Das würde kaum möglich sein, da er ans 7 Mitgliedern besteht, von betten nur voll den Aerzten gewählt sind, während 5 (Stimmen znm Schuldigspruch nötig sind. Wenn ein Arzt sich ehrenwörtlich verpflichtet, so muß er daran festhalten. Die Aerzte haben an der Leistungsfähigkeit der Kassen das größte Interesse. Der Leipziger Verband halte die Aerzte nicht unter der Knute. Die Minorität läßt sich nicht Tunten. Sie zählt keinesfalls nach vielen Tausenden. Der Arzt will nur das Recht auf den freien Arbeitsmarkt. Wer will einen Mann überhaupt zwingen, einen Vertrag abzuschließen? Die Unterzeichner des Reverses, die feine Krankenkassenbehandlung übernehmen wollen, weigern sich nicht, Kassemiiitglieder zu behandeln. Sie wollen sich nur nicht den Bestimmungen unterwerfen. Ein Ministerialdirektor warnte vor der zwangsweisen Emmhrung der freien Arztwahl. Ob ein oder zwei Vertreter - ausichüsse bestehen, sei eine Nebenfrage. Eine Statistik über die Jaol der Kassenärzte liegt nicht vor. Es. gibt viele Aerzte> die! Der Antrag, gegen den Inhalt des Protokolls statt des Nachweif es der Fälschung den der Unrichtig leit znzulasscn, wurde mit 15 gegen 13 Stimmen abgelehnt. Darauf wurde das Kapitel: Hauptverhandlung vor dem Schwurgerichte verhandelt. Ein Antrag der Konservativen, der Reichspartei, der Nationalliberalen und der Wirtsch. V g g. schlug vor, den Geschworenen vorzeittg die voraussichtlichen Sitzungstage, sowie die Namen der Angeklagten mftzuteilen, bannt ic sich über ihre Behinderung oder Befangenheit rechtzeittg äußern können, ferner für jeden Hanptgefchworenen mindestens einen Ergänzungsgeschworenen auszulofen, sodann zu bestimmen, daß Ge- chworene nur aus denselben Gründen abgelehnt werden dürfen wie Schöffeii, sowie jedem Geschworenen nach der Sitzung bekannt zu geben, an welchem Tage er als Geschworener mitzuwirkeist hat und endlich, die Geschworenenbank auf neun >— bisher 5wölf — Geschworene herabzusetzen. In der Aussprache Tonnte keine Einigung erzielt werden. Darauf wurde der Antrag zurückgezogen. Die §§ 268 bis 278 wurden ohne Besprechung erledigt. Ein Aütrag zu § 279, die iBckeidiguntg von Zeugen ober Sachv erständi gen zu unterlassen, wenn kein Geschworener re verlangt, wurde abgelehnt; ebenso ein Wänberungsanttag zrml § 280 wonach der Vorsitzende aus Antrag jedem Geschworenen, dem Staatsanwalt und dem Angeklagten eine Abschrift der F tagen, die den Geschworenen voraetegt werden sollen, zustellen muß. Es bleibt bei der fakultativen Verpflichtung in der Fnssung des Entwurfs. Die weiteren §§ 281 bis 300 blieben unverändert. Damtt ist das tzweite Buch des Entwurfs erledigt. Nächste Sitzung: Mittwoch Uedrr die Motive tzes Schiffahrtsadgavengesxtzes Wird uns geschrieben: Im Schiffahrtsabgabengesetz sind für die Zusammen- ftHung und Organisation der S tr o mb au v er b änd e nur allgemeine Bestimmungen getroffen, die den Verbänden eine große Selbständigkeit oerschassen. Die Bildung der Strombauverbände soll zunächst alle Mßstände beseitigen, die sich aus der Verschiedenheit der Tarife auf natürlichen Wasserstraßen ergeben haben. In den neuen Strombauverbänden werden die Schiffahrtsabgaben für gemeinsame Rechnung nach einheitlichen Tarifen erhoben und ihre Erträge zur Verbesserung der natürlichen Wasserstraßen verwendet werden. Es wird dadureh eine Verallaemeinerung der Schiffahrtsinteressen herbeigeführt und die 'territorialen Interessen gänzlich beseitigt. Es gibt in Zukunft keine besonderen Interessen eines Staates mehr, der Einheitsgedanke des Reichs wird dadurch wesentlich gefördert. Der weitere Ausbau der S ch i f f a h r t s w e g e wird dadurch auch von den einzelstaatlichen Finanzen unabhängig gemacht. Für den Fall, daß in einz'lnen Verbänden die ©elb|t£often für künftige Strombaute nicht durch die Abgaben gedeckt werden können, erwarte! man StaatsKuschüsse der Anliegerstaaten. Die Verwaltung der Verbände durch Regierungsbeamte und Interessenten ist ein großer Vorzug des Gesetzes, bei allen wichtigen Frage sollen die Strombeiräte gehört werden, auch die Staaten, die kein Hoheitsrecht über Wasserstraßen des Stromgebiets haben, sollen in den Beiräten vertreten sein (Schaumburg, Braunschweig, Lübeck, Thüringm^. Unter Stromgebiet ober Wasserstraßennetz versteht das Gesetz eine Gruppe von Schiffayrtswegen, bi-e einheitlich unb zusammenhängend Verkehrszwecken innerhalb eines gemeinsamen Wirtschaftsgebiets dienen. Bei Streitfragen über die Abgrenzung entscheidet § 7 ber Reichsverfassung. Die Schiff ahrtsab g ab en sollen nach 6en Bef ahrungs- lÄwierigkeiten festgesetzt werden, die schwierigsten Schiffsstrecken werden demnach mit den niedrigsten Abgaben belegt. iSehr interessant ist auch die Verteilung der Lasten. Die Einzelstaaten haben keinen Anspruch an die gemeinsame Verbandskasse zur Deckung ihrer im Schiffahrts- ■iirtereffe aufgetoenbeten Strombaukosten. Sie können nur die Zuwendung eines diesen Kosten entsprechenden Antells -au den Einnahmen der Kasse beanspruchen. Die Verteilung erfolgt im Verhältnis des anertannten Kostenaufwandes der einzelnen Verbandsstaaten. Die Verteilungszahlen können iährlich neu berechnet ober für längere Zeiträume festgestellt werben. Dabei bleiben alle nicht für Schiffahrtsinter essen aufgewanbten Strombaukoften außer Betracht, und es müssen Mich die durch die Strombautätigkeit geschaffenen wirtschaftlichen Werte (Erträge von Anlandungen und Landgewinnungen) durch Absetzung von den Ausgaben berücksichtigt werden. Wenn die Summe der von den Verbandsstaaten im reinen Schiffahrtsinteresse aufgewandten unb berechneten Kosten die Enrnahme der Strombaukasse übersteigt, fällt der ungedeckte Rest der Strombaukosten den Finanzen der (Änzelstaaten zur Last. Werden Ueberschüsse erzielt, so wird uutetive-3 eine Tilgung der Strombaukapi- ■ talien vorgenommen, ein Ausgleichsfonds für schlechte Jahre j angelegt oder der Abgabentarif ermäßigt. i Politische Tagesschau. Zur Veteranenfürforge. Man hat sicherlich bis in die weitesten Kreise unseres Volkes hinein bedauert, daß die Frage der Veteranenfürsorge im letzten Tagungsabschnitt be$ Reichstags zu keinem Ende gekonimen ist Dieses Bedauern tvird sich noch steigern, wenn man hört, daß auch die Streife, die diese so bringltthe Pflicht bes Reiches von! ganzem Herzen ihrer Erfilllung zuzuftihren ivünschen, nach Lage der Dinge wenig Hoffnung aus eine baldige Lösung dieser Frage haben. In einem Arttkel in der „Nat.-Htg." legt der Michs- tagsabgeordnete Professor Dr. Görckc die Hindernisse bar, die ich dem redlichen Wollen der Freunde einer ausgedehnteren Fürsorge für unsere Veteranen bisher entgegenttirmten unb auch weiter noch entgegentürmen werden. Von entscheidender Bedeutung erscheint, tote Dr. Görcke ausführt, die Frage, wie hoch die Zahl dec nach den neuen Grundsätzen EnipfangSberechtigten sein wird. Daraus ergibt sich die Höhe des Geldbedarfs, und diese wieder ist bestemmend für die Art her Deckung der neuen Air- sorderungen. Handelt es sich dabei, loic anzunehmen ist, um eine Summe von mehreren Millionen Mark, so kann nur eine neue Einnahmequelle ihre Beschaffung ermöglichen, da an dem Grundsatz unter allen Umständen festgehalten werden muß, daß ohne Deckung neue Ausgaben nicht bewttligt werden dürfen Nach den zurzeit vorhandenen Unterlagen läßt sich jedoch die zur Durchführung der Wünsche erforderli^che Summe auch nicht Aus dem Strafprozetzausschuh. :: Berlin, 5. Juli. Der Ausschuß für die Strafprozeßordnung beriet heute zunächst die §§ 266 und 267 über die Fertigstellung bezw. Richtigstellung des Protokolls. § 266 wurde mit folgendem Zusatz angenommen: „Ist ein Rechtsmittel gegen daS Urteil eingelegt, so muß das Protokoll vor Zustellung des Urteils vollzogen sein." Ferner wurde hinzugefügt: „Aus Aw- trag ist den Prozeßbetettigten leine Abschrift des Protokolls zu erteilen. § 267 blieb unverändert. * Der Kern der deutfch-tfchechischen Ansgleichsverhandluugen. ; . _ Bisher scheiterten diese Verhandlungen an dem Umstande, daß die Tschechen nicht nachgeben wollten, die Deutschen aber . uachgeben konnten. Die Tschechen streben nach einem selbständigen Königreich Böhmen, das zum übrigen Oesterreich in demselben Verhältnis stehen soll wie Ungarn. Nach Auffassung der tschechischen Politiker müßte das von ihnen angeftrebte Königreich Böhmen einen durchaus tschechischen Charakter tragen und SU diesem Zwecke durch die Verwaltung nach Möglichkeit tschechisiert werden, was bereits sett Jahren versucht wird. Mit diesem Staatsideal sind die. Deutschen in Böhmen, 2V3 Millionen an ber Zahl, selbstverstänblich nicht einverstanben und wollen sich durchaus mcht einer tschechischen Herrschaft ausliefern lassen. Um sich eine gewstse Gleichberechtigung zu sichern, verlangen sie die Abgrenzung Böhmens in einen tschechischen und in einen deutschen Teil nach einem gleichmäßigen beiden Teilen gerechten Schlüssell Im böhmischen Landesdienst sollen deutsche unb tschechische Beamte im Verhältnis zur Bevölkerungszahl ber beiben Stämme an- gestellt werben. Was bie Deutschen fordern, ist im Interesse ihres Volkstums unbebingt notwenbig, ist ein Minimum, von dem sie nichts nachlassen können, ohne sich selbst preiszngeben Das wirb man angesichts ber tschechischen Bestrebungen, aus Böhmen womöglich unter Anschluß von Mähren unb Schlesien einen einheitlichen tschechischen Nationalstaat zu machen und zu diesem Zweck die starke deutsche Bevölkerung zu vergewaltigen, die überdies wett mehr Steuern zahlt als die tschechische Mehrheit, auch da begreifen, wo man den Deutschen in Böhmen kein besonderes Wohlwollen entgegenbringt, d. h. im Wiener Staats- munsteriuni inte den sonst maßgebenden Wiener Kreisen. Die Entwickelung des Eisenbahnwesens kn Gberhessen. Von sehr geschätzter Seite erhalten lvir, geloissermaßen als Erwiderung auf den vor einigen Wochen veröffentückiteu Artikel „Preußischer EisenLähupartikulariSnrns", nachstehende Ausführungen, die wir veröffentlichen, um1 auch die andere Seite zu Wort komNten zu lassen: Wie wir in Erfahrung gebracht haben lind itnc auch sonst inr allgemeinen bekannt sein wirb, sind seitens der Preuß- Hess. Verwaltung seit 1897 sehr erhebliche, außerordentliche Aufwendungen für „die Obe rh e ssis ch e n Eisenbahn- Linien" gemacht worden, deren Höhe auf 10—15 Mill Mark geschätzt werden kann. Wer die Bahnlinie nach Fulba« und Gelnhausen öfters befährt, weiß, daß die meisten Bahnhöfe umgebaut bzw. vergrößert tvorden sind, so u. a. Eft:oßen- Buseck, Reiskirchen, Saasen, Grünberg, Mücke, Burg und Nieder-Gemünden, Ehringshausen, Zell, Alsfeld, Renzendorf WMenrvd, Lauterbach, .Salzschlirf, Lich, Hungen, Nidda,' Verantwortlich für den Politischen Teil L SS.: N. Lange. Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen. Juli »c Wetter 1910 «D Sonnenschein c Z 18,5 °a. 10,7 °U, w 'S 5$ 5 K Betheny, 5. Juli. Während der heute hier ausgeführten Flüge schlug der Flieger Leblanc den Wettsieg über 100 Kilometer, die er in einer Stunde, elf Minuten und elf Sekunden zurücklegte, und Moräne den über 20 Kilometer, die er in 13 Minuten und ß Sekunden durchflog. Übungsplätze 3'eitfjaut auszurühren. 'Hier würbe ^cr Balls'n morgens gegen 5 Uhr gesichtet und ging herunter. Von den dort übenden Regimentern war sofort eine große Anzahl Soldaten verfügbar, die den Ballmr festhielten. Man wollte mit dem von Gotha nach Zeithain beorderten Gas die Nachfüllung vornehmen und dann die Weiterfcchrt nach Gotha antreten. Allein das Wetter wurde immer schlimmer Mrd der Wind nahm zeitweise einen fturrn- artigen Charakter an. Infolgedessen wurde das Luftschiff in der Mitte eingeknickt. Als am Horizont sich überall Gcwitter- bildungen zeigten, beschloß man, den Ballon zu entleeren. Man begann nachmittags 1/26 Uhr mit der Abrüstung, eine Stunde später war sie beendet. Die Gondel mit dem maschinellen Inhalt und die Stoffhülle wurden verpackt, um nach Berlin verladen zu werden. Die Manövrierfähigkeit des Ballons hat in keiner Weise gelitten, die Beschädigungen sind nur ganz geringer Natur. Man hatte bei der Leerung des Militärballons am besten Gelegenheit zu beobachten, wie eine Böe einen Ballon in die Höhe zu reißen vermag, um ihn dann mit furchtbarer Gewalt wieder zum Boden niederzudrücken. fc. Wiesbaden, 5. Juli. Das hiesige Schöffengericht verurteilte heute den Installateur Hermann Meier aus G i e ß e n, der sich in Rainbach bei Wiesbaden einlogierte und den Leuten Gegen.stäude jeglicher An, sowie einer armen Witwe 10 DU. ent- reenbetc, wegen Diebstahls zu z iv e i Wochen Gefängnis. Für bie Relle mit Säuglingen ist als zweckmäßigste Nahrung ,-K u f c t c“ zu empfehlen. Cs ist leicht zuzubereiten, lange haltbar, macht die Kuhmilch leichter verdaulich und schützt vor den gefürchteten Darmerkrankungen. ^v14 handel. — Au s beutevon Di amantenminen. Wie dem,Deut» fchen Kolouialkomptoit G. m. b. H. jm Hamburg gemeldet wirb, förderten im Juni die Bereinigten Diamantmines 3475 Karat gegen 3470 Karat im Vormonat und White de Mlllion 1200 Karat gegen 1180 Karat. Berlin, 5. Juli. Die Bctricbsroheinnahmcn der S ch a n - t u tl g - E i s e n b a h n betrugen im Monat Juni 1910 193 000 mexikanische Dollars gegen 217 000 mexikanische Dollars im Vorjahr und vom 1-. Januar bis 30. Juni 1912 000 mexikanische! Dollars gegen 1 559 000 mexikanische Dollars im gleichen Zeit raum des Vorjahres. Die Mehreinnahme beträgt somit 353000 mexikanische Dollars oder 22,64 Proz. LandwsrtsHaft. — G e m e i n s a m e r B e z u g von D b ft b ä n m e n. Ter Landwirtschaftskammer-Ausschuß für Ober Hessen veranstaltet auch in diesem Jahre einen gemeinschaftlichen Baumbezug aus den Baumschulen, mit denen die Landwirlschaitskammer vorteilhafte ^ieferuugsbediiigungen vereinbart hat. Die Auswahl und das Plombiererl der ausgesuchten Bäume tn den Baumschulen erfolgt durch Sachverständige der 2audwirtichaflskammer, so daß für gute Qualität lmd Cortenechlheit des Pflaiizeumaterials die benfbar größte Sicherheit geboten ist. Neben Hochstämmen können allch Halbstä'nime, sowie Buschbäume nnb Pyramiden in den gangbareii Kern- uni) Steinobstsorlen bezogen werden. Der Laiibivirlschasts- kammer-Ausschuß bestreitet die sämtlichen allgemeinen Kosten des Ankaufs, der Verpackung nnb des Transportes und berechnet den Bestellern die Bäume zum Selbstkostenpreis. Außerbem wird, so- iveit die vorhandenen Äsittel reichen, ent Teil des Ankaufspreises, und zwar bis zu 20 Proz., nachgelassen werden; der Preisnachlaß kann iedoch bei größeren Bestellungen nie über 50 Mk. betragen und nicht Wiederverkäusern gewährt werden. Um die Bäume rechtzeitig und in tadellosen Exemplaren liefern zu fönnen, ist es notwendig, die Beyellimgen bis spätestens deii 1. September mündlich oder schriftlich 511 bewirken. Kircbc rind Schule. * Eine erschütternde Nachricht kommt aus Palästina. Der Vorstanb des Syrischen Waisenhauses in Jerusalem erhielt, als er am Montag gerade zu einer Sitzung verfamvtelL war, ein Telegramm mit der erschütternden Nachricht, daß durch eine entsetzliche Feuersbrunst am 12. Juni abends ein großer Teil des Syrischen Waisenhauses vernichtet worden sei. Diese größte evangelische Missionsanstalt des Orients hat erst vor einigen Wochen in Gegenwart des Prinzen Eitel Friedrich und unter großer Teilnahme vom Morgen- und Abendlande ihr 50jähriges Jubiläum gefeiert. Der Turm ist abgebrannt, die .Anstaltskirche zerstört, zahlreiche Wohnungen und Räume total ausgebrannt, die Bewohner zum Teil obdachlos, aber fein Menschenleben verloren. Feuerversicherung ist in Palästina unmöglich. Löschen aus Mangel an Wasser und Feuerwehr ausgeschlossen. Der Schaden beträgt mindestens 150 000 Mark. Die vielen. Tausende, die sich mit dem Syrischen Waisenhause an seinem Ehrentage gefreut haben, merbeit jetzt mit ihm trauern. Der Kaiser^ schickte alsbald unter Hinzufügung von 4000 Mark folgendes Telegramm: ,Potsdam, den 14. Juni 1910. Pastor D. Ludwig Schneller: Aufs schmerzlichste berührt durch Ihre Meldung von dem schweren Brandunglück, welches das Syrische Waisenhaus in Jerusalem betroffen hat, spreche ich dem Vorstände' des Waisenhauses meine herzliche Teilnahme aus. Möge es mit Gottes Hilfe her treuen Arbeit des Vorstandes und der Opferwilligkeit christlicher Nächstenliebe, bald gelingen, die großen Schäden zu beseitigen und die Fortführung des segensreichen Werkes im bisherigen Umfange zu sichern. Wilhelm I. R." Möchte dieser kaiserliche Wunsch in Erfüllung gehen und die Gaden zur Hilfeleistung und zum Wiederaufbau der verunglückten Anstalten, die 50 Jahre lang ein Segen für Jerusalem und dos Heilige £anb gewesen sind, reichlich fließen. Auck) hier in Gießen fehlt es nickst an Freunden dieser Arbeit. Dafür hat die immer besonders reiche Kollekte, die alljährlich bei uns zu Karfreitag erhoben wurde, den Beweis geliefert. Tie Pfarrer unserer evange- 1*11 Gemeinden und auch die Geschäftsstelle dieses Blattes sind bereit, Spenden entgegenzunehmcn. Sport. **Ser Schießverein deutscher Jäger (Hauptverein) hält sein 11. Preisschießeu am 21., 22., 23. und 24. Juli zu Köln-Brück auf dem Kaiser-Wilhelm-Schießplatz des Kölner Schießplatzvereins ab. Gelegentlich dieser für Deutsch- land größten Veranstaltung dieses Jahres, jagdliches Schießen zu fördern, wird am 21. Juli die Meisterschaft im Wurf- 1 a u b e n s ch i e ß e u für Deutschland und am 22. Jnli die Meisterschaft im K u g e l s ch i e ß e u auf lausende Wild- scheiben für Deutschland ans geschossen. Für die viertägige Ber- anilaltung sind an Ehrenpreisen ca. 240 im Gesamtwerte von mindestens 12 000 Ml. garantiert; Zahl und Preishöhe werden jedoch erfahrungsmäßig stets wesentlich überschritten. Luftschiffahrt. „M. III" stark beschädigt. Der niedliche, aber auch empfindliche „M. III" hat seine Reise nach Gotha nicht vollendet. Er mußte wegen des Sturmes bei Riesa niedergehen und erlitt nach der Landung so schwere -Beschädigungen, daß er obgerüstet werden mußte. Wir erhielten folgende Drahtnachrichten.- Riesa, 5. Juli. Das Luftschiff „M. III" traf bei Torgau überlegenen Wind an und landete um 5 Uhr vormittags glatt auf dem Truppenübungsplatz. Die Weiterfahrt nach Gotha soll morgen stattfinden. „M. III" erlitt abends gegen 6 Uhr durch den heftigen Sturm nicht unerhebliche Beschädigungen. Die Drahtseile, dir die 'Goitdel mit dem Ballon verbanden, rissen iitiolgc der heftigen Windstöße und die stählernen , V e r st e i - jungen zerbrachen. Der Ballon konnte nur mit großer Mühe von zahlreichen Soldaten festgehalten werden. Zeithain, 5. Juli. DaS heute früh auf dem Truppen- Übungsplatz gelandete Luftschiff „M 3" wurde heute nachmittag abgerüstct und nach Berlin zurückbefördert. Ans Dresden wird der ,,Frft. Ztg." hierzru noch gemeldet: „M. III" rühr nachts 2 Uhr von Berlin ab. Es gelang ihm nicht, in dem Lichtmecr von Berlin die richtige Liute nach Halle zu verfolgen. Irrtümlicherweise wurde die Bahnlinie nach Dresden tür die nach Holle an.gesehen und man fuhr an chr entlang. Als mon den Irrtum gewahr und der Wind inune* böiger muwc, beschloß man, Äc Landung auf dem TruppenViLchettisch. — Karte vom S ch w arzwald. Maßstab 1:400000. Ctto Webers Verlag, Heilbronn a. N. 50 Pfennig. Die handliche Karte in Taschenformat erweist sich als ein praktischer und zuverlässiger Uebersichtsplan des gesamten Schwarzwaldgebiets, der bei Fuß-, Rad- und Wagentouren dem Schwarzivaldreisenden gute Dienste leistet, umsomehr als die klare Zeichnung der Karte auch dem ini Karlenlesen weniger Geübten eine leichte Orientierung ermöglicht. — Griebens Reiseführer. Band 19. München und die- Königsschlösser. (1 Mark). Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin W. Die Vorzüge dieses ebenso beliebten als bewährten Führers sind seit langen Jahren allbekannt. Die soeben erschienene 28. Auslage hat in allen Teilen eine sorgsame Durchsicht erfahren nnb alle Veränderungen, die seit Erscheiiten der letzter: Atiflage (int Jahre 1908) eingetreten sind, gewissenhaft nachgetragen. Ter Führer enthält neben genauesten Angaben über Verkehrs- und Unterkunftsverhältnisse em systematisch gesichtetes Verzeichnis aller Sehenswürdigkeiten, Vergrtügungs- nnb Erholungsstätten, ferner bie Kataloge sämtlicher Galerien unb (Sammlungen. Sehr praktisch ist der „Rrmbgang", burch ben bev Besucher schnell einen Ueber- blick über Münchert erhält. Eirtgehenb berücksichtigt sinb bie Ausflüge in bie nähere nnb weitere Umgebung, besonbers bie Königs- schlösser Herritchiemsee, Hoheiischwangan, Sleuschwanstein und Linder- host Auch das in diesem Jahre so viel besuchte Oberammergau i\‘ c-rwähnt. Stockheim, RLtrstsdt uslv. Ferner ist aftgenteut d-ekmrnt, duft rui s ben Obeckhess. Linien durch (Anlegen vmr Westleven Personen- und Eil>ügen (5 auf der Linie Gießen—Fulda, 3 auf der Linie Gießen—Gelnhausen >, sowie von weiteren Güterzügen die Verkehrsverhaltnisse gegen früher sich sehr wescutlich verbessert haben. Auch die Stationen.der Main- Weser-Bahn in -Obebhessen, wie 'Friedberg, Nauheim, Butzbach, Langgöns, Großen Minden, EÜeßen, Lollar, sind mit vieler Millionen betragenden Mitteln bedeutend vergrößert morden, außerdem sind seit Einführung der Preuß.-Hess. Etsendahngemeinschaft auf dieser Linie außer einer großen Anzahl von GüterMgen 19 neue Personenzüge und 9 neue Schnell' und Eilzüge eingelegt worden. Auf der Nebenbahn Grünberg—Lollar w-nrden ferner etwa ein Jahr nach der Betriebseröffnung drei weitere Personenzüge eingelegt. Es kann daher doch wohl anerkannt werden, daß die Preuß.- Hess. Verwaltung für Hessen im allgemeinen und im besonderen für Oberhessen nur segensreich gewirkt Hal. Bestehende Wünsche sind seither stets von den berufenen Organen, Ei.sendahndirektion, Handelskammer, Eisenbahnrat, Hess. Ministerium, sehr oft mit Erfolg vertreten worden und es darf wohl angenommen werden, daß diese Organe durchaus gewillt und besorgt sind, auch fernerhin in gleicher Weise zu wirken' 'Alle Wünsche zu erfüllen ist selbstredend weder der Hessischen noch der Preußischen Verwaltung möglich. Mantel, Brille, Schleier und Hut wirb jede verständige Tarne auf die Autofahrt mitnchmeti, "uch noch eine hochwichtige Mleuitgteif: eine Schachtel oavs achter Sodener Mineral Pastillen. In her staubigen Lust unb in dem scharfen Zugwind sind bie kleinen Sodener imskitützbare Helfer gegen hrc Gefahr ber Erkaltmtg unb gegen Reizungen der Schleimhäute hrA 'valscs. Dm schachtel kostet 85Psg.und ist überall zmhaben. J5| ©II« COx>- VeVmischtes. * Ueberlegter Text. Schon seit zwei Jahrzehnten etwa werden bie Leichen bei uns „überführt" statt „übergeführt". Das war eine Neuerung, bie entschieden nachgeahmt werben mußte, und so ist es jetzt .auch z. B. Brauch geworben, baß Gesangtexte „überlegt" werben. Leiber gilt ber Ausbruck nun nicht etwa von ben Tonsetzern, von benen das ja recht wohl zu verstehcit nnb wenigstens zu wünschen wäre, fonbern von Leuten, bie ein Gesang- slück für Klavier zweihänbig bearbeiten, es auf bie zwei Klavier- zeilen znsammenziehen unb nun ben Text barüberschreiben. Der Text ist bann aber doch nicht als überlegt zu bezeichnen, so gut er eS auch sein mag, fonbern höchstens als übergclegt. Unb berselbe Fehler wirb auch schon auf bemselbeu Gebiete mit bent Zeitworte unterlegen gemacht; früher sagte man: mit imtergelegtem Text, heute heißt es schon: mit unterlegtem Text. — Wie haben wir's boch in ber Well so herrlich weit gebrachst! Rechlerhaub, Itnfer- baifb, alles vertauscht — baS gilt nicht allein hier, soubern auf immer weiteren Gebieten bev Sprachlehre, wie bas ja bet Wust- mann unb anbeten, bie für gutes Deutsch ins Treffen reiten, nach- zulesen ist. * Ein Geschäftskniff. In Kopenhagen erzählt man sich aus einer ostjütiäu0ifchm Hafenstadt folgende Geschichte von einem vfiffigeu Modehäudler. Zu feinem großen Aerger Ix> merkte der Inhaber etttes Damimhutlabens der Stadt, der bisher die beste Gesellschaft zu Jeittem Kundenkreis rechnete, daß ihm neuerdings ein junger Konkurrent, mein: und mehr den Rang ablaufc. Tie Hüte des neuen Geschäfts Maren nämlich ent- (hieben größer und moderner, und die Tarnen der Stadt tauften nur noch in diesem Lade.nl, so daß das alte Geschäft mit !dem' ganzen Lager an zwar schönen, aber weniger umfangreichen Damenhüten sitzen blieb. Da verfiel der durch den 1 reuen Konkurrenten geplagte Geschäftsinhaber auf eine List. Durch die Vermittlmrg eines Freundes kaufte er beim Konkurrenten einige zlvanzig der größten Hüte und schenkte sie ebenso vielen Marktweibern, die den prächtigen Schutz gegen die Sonne gern amtalstnen. Die Folge war, daß auf eimual der große Darnenhiit in ber ganzeft Stadt „uirrnodern" wurde, deim seitdem jedes Fisch- und Grürn metb täglich mit solchem Hute stolzierte, wollte keine Dame mehr denselben Hut tragen! Die Frauen schenkten darum wie auf Kommando ihre neuen großen Prachthüte ihren Dienstmädchen und kauften sich! in dem älteren Mvdegeschäft andere, und zwar kleinere Hüte. So florierte auf einmal wieder baS alte Geschäft, und der Inhaber erhielt die Unkosten des von ihm an- gewendeten Geschäftskniffes burch ben großen Umsatz reichlich ersetzt. Die Damenhutmode .aber ist, wenn die „Voss. Ztg." recht unterrichtet ist, seit jenem Tage in ber glücklichen Stadt „umgekehrt". * Gefahren der Entenjagd. Am 1. Juli begann in allen deutschen Staaten die Jagd auf Enten und anderes Wassergeflügel, und so hohen Genuß sie auch dem echten Weidmann gewährt, so birgt sie andererseits leider sehr große Gefahren in ich denn auf keiner Jagd rächt sich jede Vorelligkeit, Unvorsichtigkeit und Unkenntnis so schwer, wie gerade auf der Wasserjagd; es ist daher angebracht, wenn man sich diese Gefahren gerade jetzt iiis Gedächtnis zurückrust. Niemals soll der Jager,, selbst wenn er ganz allein jagt, auf niedrig über das Schilf streichende Enten schießen, denn er sieht und weiß nicht, wohin die Schrote liegen, die sehr leickst Rohrschneider oder andere in ber Nähe des Wassers arbeitende Menschen gefährden können. Auch soll man nicht auf schwimmende Enten im Schilf schießen, da hierdiipch außer Menschen vor allem die braven Hunde gefährdet werden, denn es kommt in jedem Sommer immer wieder vor, daß ein hitziger Schütze, in der Meinung, eine Ente vor sich zu haben, einen Hund erschießt, der schlvimmend den Kops zum Wasser ber' ausstreckt. Wenn mehrere Schützen sich in einem Kahne befinden, ift äußerste Vorsicht dringend nötig, die kleinste falsche Bewegung mrt gespanntem Gewehr kann die Kameraden in Gefahr bringen ober ihnen doch bestenfalls zn einem unfreiwilligen kalten Bade verhelfen. Bei der Jagd auf moorigem Boden muß man sich sehr normen; ist der Boden ohne feste Stellen, auf die man jprmge.i rann, bann ist ein Betreten zu widerraten, denn die so friedlich wie ein saftiggrüner Pflanzenteppich baliegcnbe Fläche ist voller Tücke, bie Oberfläche bebt unb schwankt bei ber Berührung mit dem Futze bebenklich, tritt mau fester auf, bann sinkt sie ein nnb luncht schließlich burch, das schwarze Wasser gurgelt aus der Tiefe empor, und ehe der Jägep M zu Sicherheit hrchgen fann. sinkt er "tut in den schwarzen Schlamm, oft gleich bis unter die Arme, so baß er sich allein gor nicht hcroushelstn I'artn, ionbern bei jeder Bewegung immer tiefer sinkt. Man soll daher derartige Jagdgründe nur in Gesellschaft von Kameraden betreten. * M odernes Gepa cf. Der zunehmende Reiseluxus hat auch aus die Ausstattung des Gepäcks einen starken Einfluß aus- geübt. Der Reisekorb unb der schwere hölzerne Koffer verschwmden: mehr unb mehr, unb der praktische Reisende führt alles in Behältern mit sich, die bas Ein- und Aiispackcn erleichtern. Am besten bewähren sich noch ben verschiedenen Bedürf nisten gesonderte Koffer, die aus Leder, Rohrplatten ober leichtem, aber widerstandsfähigem Pappclholz hergestellt werben. Um fick unb die Mll- reiünben nicht mit überflüssigem Handgepäck zu belästigen, führt man im Abteil nur nie elegante „eingerichtete" Tasche mit dem Toilettebesteck und dem Notwendigsten für bie Fahrt mit sich, bazu ben „Gladstone" mit Decke und Kissen und den Teekorb mit Thermosflaschen für kalte und warme Getränke. Die Frau benötigt als „großes Gepäck" ben Koffer für Kleider unb Leibn>äsehe, ben Blusenkoffer, ber jede Bluse, aus Bügeln Hängend, in sich fliifntmmf, den der Heutigen Mode entsprechenden riesigen Hutkoffer, den Schirmkasten, ben Stiefelkofser, in dem jeder Stiefel auf Blöcken: sein besonderes Fach Hat. Für kurze Reisen ober Ausflüge vervollständigt das Gepäck der „dreß suit. cosc", (!) in dem das „Notwendigste" beguem verstaut werden kann. Doru kommt her Wäschesack für die getragene Wäsche. Für Herren kommt in erster Linie ebenfalls dos praktisch ansgestattete Reisebesteck in Betracht. Außerdem braucht er einen Kleiderkoffer, der so lang fein muß, daß die Beinkleider gestreckt darin liegen können und so breit, daß ber Frack keine Falten bekommen kann, einen Koffer Tür Hemden und Leibwäsche, einen für Stiesel und statt der früher gebräuchlichen Zylinderschachtel einen Koffer für verschiedene Hute. _Sehr beliebt sind auch für Damen und Herren Schiebladcn- oder Schrankkoffer in verschiedenen Größen und Arten. Man kann darin die gesamte Kleidung nebst Wäsche, Stiefel usw. unterbrmgen. Man hat nur nötig, den Koffer zu öffnen, braucht nicht auszupacken, fonbern kann aus den verschließbaren Fächern ober von ben Kleiberbügeln das Gewünschte bequem herausnehmen. Ein Nachteil dieser Koffer ist allerbings die Größe und das Hobe Gewicht, wodurch die Beförderung auf Droschke ober Aut erschwert wirb. Aber das ist schließlich eine Kostenfrage, bie beu Reisenben, ber Luxus unb Bequemlichkeit liebt, wenig kümmert; einige 100 Kilogramm Uebergcwicht bürten ihn nicht aus ber Fassung bringen. * Gegen ben Flaschen mißbrauch! Die Flaschen, die zu Getränken in größeren Mengen verwendet werden, kosten beii Geschäftsinhabern, die sie anschaffen, viel, sehr viel Geld., Leider wird der Wert der Flaschen in ben breiten Bevölkerungs- schichten nicht viel höher eingeschützt als ein Stück Papier, in bcirt vielleicht ein wertvoller Gegen staub verpackt ioor, trotzdem bei Selters, Limonaden, Bier usw. der Wert ber Flasche stets größer ist als ber bes Inhalts. Obschon ber Begriff von Mein und 'Dein ui unserem Volke im großen unb ganzen so vorzüglich ausgeprägt ist, im Betreff ber Mineralwasser- nnb Bierflaschen versagt er vollständig. Man hat sichZ'o in den völlig irrigen Gedanken hmeingelebt, baß beim Kauf des Inhalts die Flasche auch gleich miterworben wird. Aber es muß immer wieder ber Versuch gemacht werben, das Publikum barüber aufzuklären, daß nur ber Inhalt verkauft wirb, die Flasche dagegen Eigentum des Lieferers bleibt. Wer geliehene ober wider rechtlich ungeeignete Flaschen für sich verwendet, macht sich nach £ 246 des R. Str. G. her Unterschlagung strafbar. Es ist verboten, Flaschen, bie nur zur Aufnahme^voii Nahrungs- unb Genußwllteln bestimmt sind, mit Benzin, Salmiakgeist, Oel, Lack unb ähnlichen unappetitlichen unb ekelerregenden Flüssigkeiten zu füllen, welche die Verwendung ber Flaschen zu ihrem ursprünglichen Zweck noch Reinigung der Flaschen mit Wasser unmöglich machen. Ist ferner die in der Flasche eingegossene Firma als Warenzeichen in die Zeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes eingetragen, so tritt gegebenenfalls nach § 14 des Gesetzes vom 12. Mai 1894 noch eine Geldstrafe von 150—5000 Mark hinzu. Negerhetze in Amerika. Zur Feier des amerikanischen Unabhüngigkeitsfestes, das gewöhnlich eine aanze Reihe von erheblichen Ruhestörungen im Gefolge hat, touroc in Ren 0 in Newaba ein großer Boxkampf um die Weltmeistersstaft veranstaltet, bei dem ber Neger Johnson ben Weißen Ieffries besiegte. Infolge bieses Steges kam es unter der erbitterten Bevölkerung zu ernsten A u s s ch r e i tu n g e n , bei denen eine ganze Anzahl von Leuten getötet ober schlver verwundet wurde. Wir erhielten seither folgende Drahtderrchte: Newy 0 rk, 5. Juli. Infolge des Sieges des schlvarzen Preisboxer-> Johnson über den Weißen Jefsties zu Reno in Newada ist es gesdern abend in tofielen Städten im ganzes Laiüw zu ernsten Zusammenstößen zwischen Negern und Weißen gekommen. Zahlreiche Ne ge r wurden schw er v e r l e tz t. Hier wurde ein Neger tot geschlagen und ein von Negern bewohntes Haus in Brand gesetzt. In Ne w 0 r l e a n s wurden zwei Neger erschossen. In Mounde (Illinois) wurde ein schwarzer Konstabler erschlagen, ein anderer tödlich verwundet. Auck) in Pittsburg, Philaixllphia, St. LouiS und anderen Städten änben Ruhestörungen statt; die Weißen Touren überall die Angreifer. Newyork, 5. Juli. Die negerfeindliche Bewegung fordert zahlreiche Opfer. Die schwersten Unruhen zeigten sich int Süden. Taus end c von Weißen unb Schwarzen wurden ver- w niibet In Newyork versuchte die rasende Volksmenge ben Neger Nelson Furner durch Aufhängen art einen Laternenpfahl zu ermorden, doch wurde er von Polizisten gerettet: ein anderer Neger wurde dabei zu Tode geprügelt. In ieder Straße standen vier Polizisten; diese verstärkte Mackü reichte aber nicht aus, um die Ruhe aufrecht zu erhalten. Erst mit dem Aufgebot ber gesamten Reserven gelang es, in geschlossener Phalanx gegen die Menge vorzugehen, bie von Steinen und Revolvern, ohne Stocken reichlichen Gebrauch machte. Newyork, 5. Jirll. Bvi den Zusammenstößen zwischen Weißen und Negern sind 14 Personen getötet und über 100 ver-' letzt worben. Beim Äbbrennen von Feuerwerk bei dem Unabhängigl'eitsfest sinb gestern im ganzen Lande 28 Personen getötet und 1758 verwundet worden. 5. 2” i 746,6 17,8 8,5 57 NW 4 4 5. 5" 1 747,5 134 10,4 91 W 2 7 6. 736 743,7 12,7 10,0 92 SW 2 10 höchste Temperatur am 4. bis 5. Ju i — -ft Niedrigste „ , 4. H 5. = -ft i Maurer und Zimmerer sofort gesucht ö Invenfur-Husverkauf Langendreer, Blücher Bahnhofffr. 44 628 ES Das geht so nicht Sie Müssen, bevor Sic einkausen, unbedingt öllrichs Eigkocliapparat 3. Planieren der Gcwannwege und Abheben der Gewannköpfe, veranschlagt zu 2296.— Mk. veranschlagt zu 996.50 Mk. 6. Giessen C16/6 Seltersweg 9 B6/r 1 veranschlagt zu Mk. 746.80 Rohrlegen und Maurerarbeiten 3730 Hecht, kopflos Rotzungen B6/7 Stück 18 Pfg. Pfd. 15 Pfg. Bahnhofstr. 27 Fernsprecher 231 817.45 Mk. 1264.30 Mk. Der Bürgermeister gez.: Braun. 1V3 64 IV2 vergeben werden und zwar: Pslasterarbeiten Zementrohrlieferung 190.— 281.48 Offerten sind bis nächsten Montag den 11. Juli, nnchm. 3 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Klein - Linden einzu- reichen, woselbst auch der Voranschlag eingesehen werden kann. Dinslaken, Kaiserstr. 51, Dortmund, Moritzgassc 1, Friemersheim, Friedrich straffe 18, Amt (Duisburg» Gelsenkirchen, Sellhorstz strabe 3, Gevelsberg, Wittsq^r- stratze 13, Gladbeck, Hochstr. 64, Sagen, Kaiserstr. 17, Hamm, Feidickstr. 115, Herne, tf. d. Heidstr. 59, Hohenlimburg, Kaiser- straffe 17, Iserlohn, Gartenstr. 25, veranschlagt Los 1 zu v n 2 „ Gießen, 5. Juli 1910. I. A.: Rohrer, Kreisstraßenmeister. Entwässerung und Verschtcifung des Sumpsborns: Los' 1. Liefern von Drainrühren und Verbindungsstücken, veranschlagt zu 255.10 Mk. VttgehNW m Melilkratiölzs-Arbeite«. Für die Feldbereinigung Ober-Hörgern sollen nachstehende Arbeiten und Lieferungen auf dem Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. 1. Liefern von Zementröhrcn für die Kreisstraßenabfahrten, veranschlagt zu 641.80 Mk. 2. Herstellen der Kreisstraßenabsahrten» mit Universaljjläser gesehen haben. Ihre Wahl wird unzweifelh. auf diese sauen, da Ausführung u-Preic-konkurrenzl. Gießen, den 1. Juli 1910. Großh. Kulturinspcktion Gießen, tz. Steinbach. 290 250 2228 77 481 4139 1781 340 446 1667 48 361 357 706 Heinrich Driesch. 2345 Lütgendortmund, Kaiser^ straffe 144, Milspe, Börderstr. 15%, iSlnit Gevelsberg» Münster i. W. Kloster- straffe 22, Plettenberg, Grüne- straffe 48, Recklinghausen, Holz markt 1. Rheine, Altenrheiner- straffe 6, Schwelnr, Schulstr. 34, Schwerte, Bahnhofstr. 13, Siegen, Grnbenstr. 1, Soest, Leckjalumstr. 9, Unna, Morgenstrahe24, 9keue holländische Vollhcringc 3 Stück 25 Pfg., 10 Stück 75 Pfg. 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Füll 1916 vormittags 11 Uhr werden auf dem Kanzleiberg einige zum Verkauf von Beeren und Obst bestimmte Platze verfeinert (ß6/7 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecu nt. Bekanntmachung. Die Einfriedigung des Friedhofes in Dutenhofen ist zu ver» geben. Plan und Kostenanschlag liegen auf meinem Bureau offen. Offerten sind mir bis einschließlich den 15. Juli d. I. einzurcichen. Krofdorf, den 4. Juli 1910. griffe Lier 5 Stück 32 Pf., 10 Stück 62 Pf, 50 Stück 3.— Mk. Reue Salzgurken, Neues Sauerkraut Arbeitsvergebung. Die nachstehenden, im Orte Klein-Linden auSzu- führenden Arbeiten sollen im Wege des schriftlichen Angebots Die Arbeiten enischl. Lieferung aller Materialien zur Aus- sührung eines Lokomotivschuppens, von 2 Wasserkrangruben mid einer Löschgrube aus Bahnhof Gönnern der Neubanstrccke Oberscheld Wallau sollen zusammen in einem Lose vergeben werden. Zeichnungen und Bedingungen liegen hier zur Einsicht aus. Das Verdiugheft kann für 2 Mk. — in bar — bezogen werden, soweit der Vorrat reicht. Die mit entsprechender Aufschrift versehen festoerschlossenen Angebote werden am 19. Juli 1910, vormittags ll*/2 Uhr geöffnet. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Königliche Eisenbahn-Bauabteilung Dillenburg.D®/7 2 Liter 95 Pfg. 2 Liter 83 Vfg. EimkocM-Apparat® verbessertes System Weck, verzinnt Mk. 10.50, verzinkt Mk. 8.75, mit allem Zubehör und Kochbuch. . Konserven-GläserSäÄÄ Unser gesamtes Warenlager in Watte, Husifattungs-SegenHänden u. Betten unterstellen wir einem Bahnhoffir. 44 C. Röhr L Co 3/< 1 zu ganz erheblich herabgesetzten Preisen. Z6Z9 Grosse Posten Schärfen, farbige Herren-Hemden und Reste 2233er Ärtifceä wesentlich unter Preis. Rabattmarken werden trotz der Preisermässigung in üblicher Weise gewährt. Gebrüder Yerdux Inh.: R. Grünewald Rabatt-Sparmarken. Rabatt-Sparmarken. 8rische gische Donnerstag früh V29 Uhr treffen ein: Allerfeinfte Angel - Schellfische per Pfund 35 Pfg. 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Die Eröffnung der Angebote findet zur angegebenen Zeit auf dem Rathaus in Gegenwart etwa erschienener Bieter statt. — Zuschlagsfcist 3 Wochen. Philofophenwald. Jeden Dienstag und Freitag frische Waffeln, aus Wunsch auch jeden Tag, guten Kaffee, .Tee, Schokolade, Kakao, Milch, Gebäck und frische Eier. 2490 Kleine nnd große Räume für Ausflüge und Vergnügungen zur Verfügung. Tel. 251. V lässt Spitzen, Gardinen, Batist, Wasch-^j Seide, Stickereien etc., überhaupt ' alle zarten Stoffe beim Waschen wieder wie neu werden! Denkbar gründlichste Reinigung bei grösster Schonung und Erhaltung des Gewebes. Ueberall erhältlich! Alleinige Fabrikanten: Henkel & Co., Düsseldorf, auch der seit 34 Jahren weltbekannten KlöFMiS FRITZ IOWÄCK. Abteilung liralBr-toerhl 1Bettwarm das Stück S.45 Hk. 4.25 Mk. Mk. 6.50 4.50 Mk. 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