asaaaty für die Erforschung angefetzt; sie soll sich auf das westliche Grenzgebiet erstrecken imb dort mit der niederländischen -liche. veröffentlichen. * . •> MS' ede Seil. ibdicn iudjtS!. 1. Marz. IM t. stt. 134. teilungen nicht vorliegt." > Wie die „Köln. Ztg.".meldet, hat das Reichskolonial a m t für das Jahr 1910 die längst geplante Erforschung des Kaiser Wilhelm-Landes Neuguineas in Aussicht genommen. Es ist eine Dauer von acht Ä^onaten Expedition die deutsch-holündischc Grenze untersuchen, um die Grundlage zu gewinnen für eine Verständigung hur Ersetzung der jetzigen linearen Grenze durch eine iratur-- . 10128 eLiMweg 31. Von der Schantung- und Tientsin-Pukouer Eisenbahn. Noch eine kurze Weile, und man kann von Tsingtau über Tsinanfu Peking und damit Berlin auf dem Schienenwege erreichen. Lchon im Frühjahr 1910 wird, so entnehmen wir einem interessanten Brief der Köln. Ztg. aus Peking, die erste Strecke Tientsin-Tetschou der Tientfin-Pukouer Bahn dem Verkehr übergeben, und etwa um die Mitte des Jahres 1911 die halbe Nordstrecke Tientfin-Tfinanfu be- wäler wird für la Oabre alt, von auswärts istclle wchc in gutem itoingungen tc. sefchäfltzsielle b. rs erb. Redaktton, Ervedttton und ®ruderet: Schul»» slrahe 7. Exvevrtton und Verlag; es© 51. Redaktion:S-rKl 12. rel.-Adr^AnzetgerGtetzea. '^nnien Dnis^ ?nges ’«, to 11; Deutsche IColomc«. Südwestafrika. Der Gemcinberat von K e e t m a n S- Hoop hat am Donnerstag, nach den „öamb. Nachr.", folgendes Telegramm an den Reichstagspräsidenten und den Reichskanzler abgesandt: „Die heute versammelten Einwohner von Keetmanshoop schlossen sich der Lüderitzbuchler Resolution an und protestieren gegen jede Politik^ die durch Ver- schenkung von überaus wertvollen Konzessionen, wie z. B. an die Deutsche Diamantengesellschaft, die Werte aus dem Lande herauszicht, die Schulden aber dem Lande beläßt. Die Gemelnderäte von Windhuk und Swakop- mund telegraphierten an den Retchskanzler riach Berlin: „Stach Zeitungsberichten soll das Rcichskolonialaint der Deuticheii Tiamanlengeselljchatt dauernde Sonderberechtignngen inr Sperrgebiet ohne (Gegenleistung der ©efeClicbah verleihen. Wir erblicken darin eine schwere Schädignng des Landes und seiner Bewohner, die willig die Kosten der Selbstverwaltung aus sich nehmen, dafür aber auch erwarten, daß die Schätze des Landes nicht von Kapitalisten auSgebeutel werben, die nichts für das Land getan haben. Wir bitten Eure Exzellenz zu veranlassen, daß Sonderberechtigungen nur bei entsprechenden hohen Gegenleistungen der Gesellschaft und nach Anhörung des Gouverneurs und des Landesrates erteilt werden, zumal da ein Grund zu sofortigen Er- Die „(Heßtttet ZamMendlStter" werden dem »Anzeiger* viermal wöchentlich betgelegt, daS „Kreisblatt für 6ce Kreis Stehen" zweimal wöchentlich. Die ..Landwirtschaftlichen Seit» fragen" erscheinen monatlich zweimal. atiuarav- ^xeflstrasse- RigiimMfinUretc __b13/, _ •bunb, wtbraun, seiB. äuqelauren. SS- t lucht Stellung 1 in besserer nanschlich erw. t cererfm. IQ210 litsit.b.G. än.i. ssen. i* S'< ! .iflnuar 191° ^6te W«1 IDti W ^aa«^ iLftb$eu sum 'Freden, v.gesucht. mehr. - ME ^ritt frei । L ooer -trabe Bilt^ru. 'M Stnnft überkommenen Aufgabe herangingen. Die einzige erhaltene hellenistische Germanendarstellung^eigt ein leidenschaftliches Pathos, die römischen Gerinauenbildnisse legen das Hauptgewicht darauf, ein ernstes, ruhiges Dasein herauSzuarbeiten. — „H ö r er" uni) „S ehe r" _i n d e r Schule. Mit einem bedeutsamen Unterschied in der psychologischen Veranlagung der Schüler, der bei der Pädagogik praktische Berücksichtigung suchen sollte, beschäftigt sich der italienische Pädagoge Ugo Pizzoli tn einem interessanten Aufsatz, der im Resto del Carlino verösseittltckr wird. Piz-zott fordert eine Trennung der Aug enmensch en und der O h r e n m e n f ch e n in der Schule, denn nach fernen Erfahrungen erfordern die beiden Typen eine völlig verschiedene pädagogische Behandlung. Es handelt sich dabei um die Trennung der Kinder, die il-rc stärksten Eindrücke von GesichtSwahrnel> mungerr herleiten, von den anderen, bei denen die durch bas Ohr vermittelten Eindrücke Richtung und Spannweite der Vorstellung bestintmen. Die Gespräche der Schüler untercrnander, ihre Fähigkeit, musikalische Sätze zu behalten und wredcrzugeben, ihre zeichnerische Veranlagung bieten sichere handhab en, um dre beiden Typen zu bestimmen. „Man erzähle den Kindern eure Geschichte, bei der die Beobachtungskraft des Auges und des Ohres in gleicher Weise in Anspruch genommen wird, und lasse dre Schüler dann die Geschichte nach dem Gedächtnis nieder, chretben; dabei wirb sich sofort zeigen, ob das einzelne Kind zur Kattgorw der Ohremnenfchen oder der Augen Menschen: gehört." Pizzoll forderte eines Tages einige Schüler der fünften Klasse aus, das Pferd zu beschreiben. Bei einem der Jungen zeigte srch sosort, das; er oas Pferd leibhaftig vor sich sah: er beschrieb das^Pferd seines Onkels, begann mit der Farbe, schilderte dann dre Satteldecke, das Zaumzeug, die Farbe der Mähne, der fllugen und vergaß nicht zu erivähneu, daß „dem Pferd erst vor einigen Tagen Der Schwanz abgekürzt worden sei." Ein anderer dagegen, ent Hörer", begann seine Schilderung mit Gehörswahrnchmungen, er beschrieb ausMvlich, wie das Pferd fdxtrrt, wie es wiehert, wie eS schnarcht und wie es starnpft. Um es' zu letten, müsse man mit der "Peitsche knallen, rmd bann ahmte das Kind bie Ruse nach, mit benen Pferde angctricbcn werden Beobachtung zeigt, ball die Zahl der „Seher" weitaus größer rst als dre der //Obrer"; es gibt jedoch auch Menschen, in bcm-.it betbc Artens Der sinnlichen Wahrnehmung in gleicher Starte miteinander laufen. Tas sind die besten Schüler, beim bei ihnen verdrängt nicht ine eine Wahrnehmungsweife die andere und alle Energien werben I zu gleicher Zeit harmonisch nutzbar gemacht. I Das Kommersbuch als Jubilar. Im nächsten LolMsche Lagesscharr. Der Streit der Bischöfe und des Staatssekretärs für Elsaß-Lothriugeu. Interessant ist, was die konservative .Kreuzztg." zu der neuesten Streitfrage im Reichslande sagt. Auch sie nimmt vernünftigerweise — wenn auch in sehr milden Ausdrücken — Stellung gegen das Verhalten der Bischöfe, indem sie schreckt: Auf die (Srtoibenmgen der Bischöfe von Aiotz und Straßburg hat der Staatssekretär für Elsaß-Lothringen bisher nicht geantwortet. Wir hoffen aber, daß dies bald geschieht, denn die offenen Briefe der Bischöfe machen aus das katholische Volk keinen der Staatsgewalt günstigen Eindruck und bedürfen einer Richtigstellung. Wir als Zeitung sind dazu nicht in erster Lime berufen, und wenn die „Kölnische Zeitung" mit „einiger Spannung" darauf wartet, nröe wir uns zu der ganzen Angelegenlwit stellen würden, so müssen wir ihre Geduld noch ein wenig in Anspruch nehmen. Wir tun das um so unbefangener, c63 gerade die „Kölnisä-e Zeitung" nicht des Wunsches nach neuen KulturLampftonflikten verdächtig ist und selber mit großer Vorsicht an die heikle Angelegenheit heran tritt. Auch wir wollen zur genaueren Orientierung unserer Leser den Artikel wiedergeben, den die Bischöfe den katholischen Lehrern des Elsaß „zur Kenntnisnahme" kirchenamtlich haben unterbreiten lassen. Prälat Nigetiet schreibt im katholischen „Schulfreund" an die Adresse derer, die sich dem liberalen „Allgemeinen deutschen Lehrervereine" an- geschlossen haben: „Die heilige Sache der katholischen Lehrer deines Landes hast du verlassen. Dein feiges und unsechständicws Mitgehen war ein böses Beispiel für deine Kollegen. Du sagst: „Dar große Deutsche Lehrerverein Hat wirs angetan. Er hat die Lehrer 'Deutschlands groß gemacht u'.rd eröffnet eine neue Aera für Lehrerglück und Lehrer große." Sv heute, und im Lichte der Sterbekerze? Kennst du den großen katholischer Lebrerverband? Tu nanntest ihn lügnerischerweise Pfarrknechteverein und schämtest dich seiner. Ob auch Christus sich deiner schämen wird? „Es ist zu spät; ich gab mein Wort; ich bin gebunden: ich kann nicht mehr zurück: meine Freunde lassen mich nicht mehr frei." So heute, und im Lichte der Sterbekerze? Du hast unrecht getan,. Dich ernzulaisen, größeres Unrecht, Dich zu binden, und das größte, das umitttiche Band nicht zu lösen. Du hast nickt als Mann gehandelt, hast alle Würde männlicher Selbständigkeit von Dir geworfen. „Ich habe ja nicht unterzeichnet; andere haben für Mick gesprochen, für mich gezeichnet und sogar für mich gezahlt." So jetzt, und um Lichte der Sterbekerze? Es war gemein, die eigene Persönlichkeit wegzuwerfen. Wie wird Dein Wasa^appengesicht zu den Charaktcr- köpfen des Himmels passen?" „Dieser Artikel enthält", so fügt die „Kreuzztg." hinzu, „ohne Frage recht schwere Beleidigungen, und es ist dringend erwünscht, daß die Staatsbehörde ihre Lehrer gegen solche Beleidigungen in Schutz nimmt, besonders wenn sie von einer mit den Staatsbehörden tonkurrierenden kirchlichen Instanz den Lehrern zugefügt werden, und man also nicht erwarten und auch nicht wünschen kann, dM die Beleidigten sich an die Gerichte wenden." Ter Allgemeine deutsche Lehr er per ein beabsichtigt nach Blättermeldungen zu dem Konflikt zwischen der reichsländischen Regierung und den Bischöfen, an dem der Verband ja mittelbar beteiligt ist, selbst! Stellung zu nehmen. Er wollte sich ursprünglich in einem offenen Briefe an Professor Spahn in Straßburg wenden, nahm aber schließlich davon Abstand und wird statt dessen in feiner periodisch erscheinenden Korrespondenz eine Erklärung triebsfertig sein, bis auf die Brücke über den Gelben Fluß, den gefährlichen Hoangho. Beide Bahnen, die Schantung- Bahn und die Nordstrecke der Tientsin-Pukouer Bahn, werden mit deutschem Geld e, deutschem Material und von deutschen Ingenieuren gebaut. Bei beiden stellten und stellen sich während des Baues ungeahnte Schwierigkeiten entgegen. In die Zeit des Banes der Schau kungbahn fielen dazu die Boxer-Unruhen von 1900. Trotzdem wurde unter der bewährten Leitung des Baurats Hildebrand der Bau rüstig weiter gefördert, und zur festgesetzten Zeit fuhr im Jahre 1904 der erste von Tsingtau kommende Zug in den Westbahnhof von Tsinanfu ein. Wer jetzt, behaglich in die Polster des Abteils zurückgelehnt uno die abwechslungsreiche Gegend betrachtend, in zehnstündiger Fahrt die 400 Kilometer lange Strecke von Tsingtau , aus über die interessanten Plätze Weihsien, Tsingtschousu, Tsckoutsun der stattlichen Hauptstadt T inanfu mii seiner hübsch gelegenen Frembenniederlasung entgegenrollt, macht sich kernen Begriff von den zahllosen Hemmnissen, denen seinerzeit der Bahnbau auf Schritt und Tritt begegnete. Gerade in Lchcm- tung, der Provinz der großen Weijen Konfuzius und Men- zius, die wie bie Mandschurei die Stammprovinz bet jetzigen Dynastie, bie Stammprovinz bes Gaubens unb ber Moral bes Volkes ist, war gegen bie althergebrachten religiösen Gebräuche viel zu kämpfen. Balb lag ein Gräberfeld im Wege der Linienführung, bald lü-ar ein Tempel ober altes Kloster zu umgehen, balb hinberke ein heiliger Berg, ber wie geschaffen zur Herbeischafjung bes Schotters war, bie Weiterarbeit, weil man seiner „Heiligkeit" wegen [ nunmehr von weither sich Steine beschaffen mußte. Dieselben Wibrigkeiten hat jetzt bie Oberleitung ber Nordftrecke ber Tientsin-Puiouer Bahn zu überwinden, vielleicht in noch höherem Maße, weil inzwischen der Einfluß ber Gentrys ber Provinzen mit der Einrichtung der Pro. vinziallanbtage bedeutend gestiegen ist unb weil die Bahn, bie burch mehrere Provinzen fährst keinen so starken Rückhalt in der Nahe'hat, wie ihn bie.Schantunabahn beim Bau in dem nahen Kiautfchougebiet besaß. Jckensalls hat bie Schanlungbahn bie auf sie vorläufig beim Bau gefetzten Hoffnungen voll unb ganz erreichst ein tzaupthebel bes Wirt- schaftslebens unb ber Entwickelung des wecken Hinterlandes von Tsingtau zu werben unb im Verein mit bem neu- geschaffenen Hafen ihrerseits zum Aufblühen ber Hanbels- tolonie Tsingtau beträchtlich beizutragen. Eine weitere neuere Einrichtung ber Bahnverwaltung ist bie hochwillkommene Aufforstung längs ber Bahnlinie, woburch nicht nur bie eigenen Zwecke der Bahn u. a. burch spätere Ber- meitbung ber Bäume als Bauholz geförbert werden, fonbem auch bie Bestrebungen ber Promnzialregierung zur Aufforstung bes waldarmen Schanlung Ermunterung erfahren. Anscheinend ist heute auch der langgehegte Wunsch des Gouvernements Kiautschvu für den weitere Ausbau des Eisenbahnnetzes im Hinterlande des Schutz- gebiets gesichert. Es ist zu hoffen, daß Tscngtau besonders durch die Fertigstellung der Zweiglinie Kaumi- Jhsien in wirtschaftlicher Beziehung viel gewinnen wirb, währenb es wieder durch die jetzt im Bau befindliche Tsinansn-Lientsin-Bahn, besonders wenn diese billigere Frachtsätze einführt, teilweise verlieren wird, zumal bie Wegstrecke von Tsinanfu nach Tientsin 70 Klm. geringer ist als bie von Tsinanfu nach Tsingtau. Deshalb sollte die deutsche Reichsregierung alles baransetzen, ben Bahnbau Kvnmi- Jhsien möglichst zu beschleunigen, auch in der Bergbau- Konzessionssrage klüglich nachgeben, ohne sich babei zu viel zu vergeben. Vielleicht könnte ber Ausweg so gesunben werben, baß Deutschlanb int Grunbsatz auf bie Konzession der 15 Klm. rechts und links ber neuen Bahnstrecke verzichtet unb sich nur, bas Gesicht wahrend, „einige Punkte" an ber Bahn zur Ausbeutung Vorbehalt. Den .Hanpt- schreiern ber No kabeln würbe man bamtt ben Mund stopfen und auf ber anbereit Seite boch nicht zu viel verlieren mtb sicherlich würbe auch bie chinesische Regierung auf biefen Vorschlag eingehen. Alesnes Ferriilleton. n. Mainz, 8. Jim. Die erste Herren-Sitzung des Mainzer KarneoÖl-Vereins fanü bei überaus zahlreicher Betetltgung in der sehr hübsch gefchstNückten dtarrhakla statt, und diesmal nach langen Jahren wLeber in „liläpp und Stern". Wie alljährlich wohnten aud? diesmal bie Spitzen der Stadt der, Veraujtaltung bet unb sogar unser Oberbürgermeister Tr. Gö ttelmann war zum 'erstenmal der Einladung des närrischen Prinzm gesolgt und Warin „Kapp und Stern" erschienen. Als er in Begattung des Bürgermeisters Kuhn und Beigeordneten Haffner den Saal betrat, erhob sich ein überaus lauter Beisall. Um 8,11 Uhr, der närrischen Zeit, eröffnete die Musik mit einer lustigen Melodie die Sitzung, zu der sich mcmcke sck.-on stundenlang vorher eingefimden hatten, um einer guten Platz zu erlangen. Tie darauf folgende, überaus ^heiter u. scherzhaft gehaltene Eröffnungsszene erzielte lebhaften Bet- sccll. Ter neue Präsident Dr. R e e n hielt baiut die Begrüßungsrede, bie voll züirdeuder Schlager war, und seine karnevalijtischc Be- Siuttg vollauf erwies. Auf feine Begrüßung der „Spitzen", te Exz. von Goßler, der Gouverneur der Festung, in launigen Worten und fand damit dankbare Zuhörer. Auch die Vorttäge unb Lieder wurden eifrig beklatfckt. Die erste Veranstaltung war schön und gut gelungen, viviaut seguentes! — Eine r öinis ch c Bronze düste eines alten G e r in a n c n ist jetzt in Unnnvn aufgetaucht. Anton Vetter veröffentlicht daS inlercssante Wert, daS ben anderen Germanen- bilbnilien der römischen Kunst sich ebenbürtig anreiht, tm eben erscheinenden Hefte des „MannnS". Die Büste, die sich in einer Privatsäminlilng in Komorn befindet unb einen bärtigen Mann mit länglichem Gesicht darstellt, läßt die Brnstpanie unb die beiden Schullern ans einem breiten Blaittelch emporwachsen. Sie zeigt die charakteristische Haartracht der Germanen: hinten kurz geschnitten, vorn lang gewachsen, nczch ber rechten Seite hinuber- gekämmt unb über ber Schläfe zu einem dicken, wutfhgcn Knoten geschlungen. Tie Aehnlichkeit bc§ Kopfes mit ben Germanen- barstellungen am Tropaion von Abamklissi, bie Furtivänqler veröffentlicht hat, führt auf eine Datierung ber Büste ins erste Jahr- hundert n. Ehr. Für bie große Büstenform, bie aus bem Blcttl- kclch emvortaucht, bietet schon in claubischer Zeit die bekannte sog. Klytia einen Beleg, wie man überhaupt biete reizvolle Verbinbnng menschlicher unb pflanzlicher Motive in ihrer Entstehung bis in hellenistische Zeit wirb rucken muffen. Das Werk bietet einen neuen Beleg für bie starte Anziehungskraft, welche bas Erfassen frember Vüttertypen für bie römischen Künstler hakte, und andererseits für die eigenartige Auffassung, mit der sie an diese von ber hellenistischen Das Zubelsest der Misten Dragoner. R.B. Darmstadt, 9. Jan. Die Festlichkeiten zur Feier des 50jäbeigen Bestehcns des Leib-Dragvner-Re- g imenU Nr. 24, dessen Chef der Kaiser von Rußland tft, wurde gestern nachmittag mit einem glänzenden Reiter fest ein- geleitet, dem auch das GroßherzogSpaar, KronpriiiA und Kronprinzessin v. Grieckenland, Prinzessin Friedrich Karl v. Sm en, der Staatssekretär des Aeu'ßern, Frhr. v. Schoen und bie Spitzen der staatlichen und militärischen Behörden beiwohnten. Dem Fest- spiel lag die Idee des „Karussells" zu Grunde, das tut ^ahre 1/73 im Lager von Krasnioja-Selo zu Ehren der Verniählung des Großfürsten Paul von Rußland mit der Prinzessin Wilhelmine von Hessen-Tarntstadt veranstaltet worden war. Zu diesem Zwecke- war ein Teil der Reitbahn des Rcgimntts in ein Zeltlager verwandelt worden, in dem die Zuschauer Platz nahmen, wahrend der als Tairnenwald tzergerichtete Teil ben Schauplatz der Rettenchete bildete. Ten farbenprächtigen Einzug der gepLnzerten Reiter leitete ein Herold mit Standarte cm, und Ritter und allerlei Krieasvoll folgten, worauf nach einer poetischen Begrüßung durch ben »ererb der Einzug des Großfürsten mit prächtig kostümtertLM Gewlge hoch zu Roß sich vollzog. Eine Kavalkade bildete bst Schluß des Zuges und nachdem der Großfürst: mit Gefolge unter einem Baldachin Platz genommen hatte, erfolgte der Einzug der Prinzesiiii-Braut Wilhelmine mit ihrer Mutter, ber großen Land- grämt Karoline, die mit reichem Hofstaat und goldstrotzenden Uniformen unter den Klängen eines atthessischLn Reitermarsches nt von feurigen Schimmern und Füchsen gezogenen und von zehn Kostümierten geleiteten vergoldeten Schlitten erschienen. Dann begannen die eigentlichen Resterspiele mit iMeressanten Waffen- spielen altrussischer Panzerreiter, die von 16 Unteroffizieren des Regiments ausgeführt wurden. Weiter folgte ein von Ofsizters- bcrmen gefahrenes schneidiges Tandent, und daran schloss Qi fidp lnrmorvolle Vorführungen von Kösak'entänzeii zu Fuß und zu Pferde, ausocsiihrt von den 20 besten Turnern des Regiments. Naah FuchssclManzreitens Troika usw. folgte zum Schluß eine von Offizieren unb deren Tanten gerittene Quadrille zu 16 Paarew und ein farbenprächtiges Gruppenbild aller am! Spiel Beteiligten. Ter Reinertrag des Festspiels war zu wohltätigen Zwecken bestimmt. Teii Aussühruugen schätz sich int Ossizierrasino eine Festtafel zu 170 Gedecken, an der der Großyerzog, ixr General- adjutant des Kaisers, v. Scholl, der preußische Gesandte Freiherr! v. Ionisch, der russisch^ Gesmidte Baron v. Knorring, der englische Gesandte Mr. Harsord, Staatssekretär tr. Schoen, der Tivisions- Jahre wird das populärste aller Studenteubücher, das bei Moritz Sckraunbnrg in Lahr erscheinende „Allgemeine deutsche Kommcrs- buck", das Jubiläum seiner 100. Auflage erleben. Dieses vm- breitetste aller akademischen Liederbücher erschien, von Friedrich Silchec und Ludwig Erk herausgeaebeii, erstmals 1858 und Ivar bem greisen Freiheitssänger imb Vaterlandsfreunde Ernst Moritz Arndt gewidmet. Gegenwärtig ist der bekannte Kulturhistortter Prof. Tr. Eduard Heyck ber Herausgeber der sogenannten „Lahrcr Bibel", der auch die Jubiläumsausgabe zurzeit mit Unterstützung' anderer Sachkenner voröereilet. Ter Umfang des el-emals schinäck- Ligen Buches hat sich durch ben Zuwachs von allmählich neu auf - gekommenen „Kantussen" zu eurem aebiegeiten Ewbonpoint aus- gewrasen. Reben Mütze, Land, Schlägern uno c.nbereit akademischen Emblemen gehört bas Kommersbuck) , nut oder ebnen die blanken „Biernägel" zuni Schutze des Einbandes gegen die Uoberschw>emmungen der Kneiptascli zu den teuersten Erinnerungs- ob jetten zahlloser „alter Herren" und bildet eilt Symbol der ^n ehr oder minder lauge eittsckwwtdenen Burschenherrlichkeit. Seine. Llhneitreihe geht bis zum 18. Jahrhundert zurück. Tas erste Kommersbuch erschien 1781 in Halle unter dem Titel „Stubentätlicher", gesammelt und gebessert von Ehr. W. Kcknviebeu; 1782 und 179a folgte in zwei Bändchen das „Akademische Liederbuch" von' Angus! Riemmtll, 1791 eine Sammlung „Trink- oder Commerschliebet" von I. C. Rüdiger, 1791 das „Akademische Lustwüldletn ober Ausbund lieblicher Burschenlieder", gesammelt durck Herkules Rauiseifen. Gewissermaßen klassisch in seiner Art sollte aber erst bad Schauen bürg sche Kommersbuch werden, das heute als der eigenttiche Kanon aller int Gebrauch befindlichen ernsten und heiteren Studentenlieber gelten darf. — Born Kriegs! chaupl atz der NeWyorkcr Opern. Aus Rewliort wird berichtet: Der ^roße Zweikampf zwischen den Newyorker Opern, der Metropolttan Opera und der Manhattan Opera, ist in ein neues Stadium getreten: Hammer stein, der Leiter der Manhattan Opera, scheint k am v sesm üd c. Tie Melba, die Tettazzini, Marp Garden und Bvnei, die früher ihre Gesangskunst der Manbattait Opev liehen, haben den goldenen Versühruugs'tünsten der Metropolitau ^ Oper nicht widerstanden mtb sind ins feindlickw Lager über gegangen. Hammerstein gibt jetzt ,;U, daß er einer vernünftigen Verständigung mit dem Gegner nicht länger abgeneigt ici nn> baß ein Abkommen zwischen ben beiden Opern. beiden Parteien, nützen würde unb zitgleich auch der Kunst. ,,Gegeuwärlig sind wir bie Affen des PubliAmS," so äußerte i'ick ein wenig bittet der Direktor der Manhattan-Oper; „mir find der Gnade bet teilt ÄadifiilfC' oemte u. iie unter 0116 Lrizö^n ttc lWS hl im Deutschen, lote unter 020S s^erb-__________ rnfte 9rcnfea: >7M übernimmt (0207 strafe 4« I. . Nr. 7 Zweites Blatt 160. Jahrgang Montag 10. Januar WW Bjeiger General-Anzeiger für Sbechehen ^ovttnandank v. Strantz, der Fürst zu Js-enburg-Birslcin und der Erbprinz zu Isenburg - Wächtersbach teilnahnren. Der Grvßhcrzvg brock'te bei der Tafel das erste Hoch aus Kaiser Wilhelm aus. woraus der Regimentskommandeur, Oberst v. Jlsemann, bcm Gros Herzog und dem Zaren für die dein! Regiment eriviesenen Duldzeichen dankte und ihnen seinen Trinkspruch widmete. Später toastete der Regimentskommandeur auf die Gäste: Oberbürgermeister Tr. Gl äs sing beglückwünschte das Regiment namens der Stadt Darmstadt. Generaladjutant v. S ch o l l dankte namens der früheren Regimentsangehörigen und drückte deren Glückwünsche aus usw Der Zar ließ durch Baron v. Knorring eure wertvolle silberne Bowle überreichen, die ehemaligen Offiziere des Regiments widmeten einen silbernen Tafelaufsatz, die „alten Derren" vier silberne Kandelaber, das Offizierskorps des 115. Leibgarde-Regiments eilte künstlerische Statue, das Offizierskorps des 23. Dragoner- Regiments silbernes Tafelgerät usw. Sämtliche aktiven und ehemaligen Angehörigen des Regiments erhielten von diesem eine silberne Erinnerungsmedaille. Weiter fand heute vormittag ein großer Regiments- Appell statt, an dem zirka 4000 ehemalige Angehörige teilnahmen ; auch der Großherzog und die Großherzogin, sowie die Generalttät waren erschienen. An einem Feldaltar hielten zuerst der Divisionspfarrer Lic. Schettler und darauf Kaplan Kastel Ansprachen. Nach einem getneinsamen Tanklied brachte dann mit einer kernigen Ansprache Oberst v. I l s e m a n n ein dreimaliges Durra auf Kaiser und Großherzog aus. Später wurden in einer Anzahl Lokale die Mannschaften gastlich bewirtet. Am Abend war noch im städttschen Saalbau eine ^cmciniamc Ro gimentsfestlichkeit, die morgen abend für einen Teil der Mannschaften wiederholt werden wird. Der Großherzog hat aus Anlaß der Feier des fünszig- jährigen Bestehens des Leib-Dragoner-Regiments (2. Großh. Dessischen) Nr. 24 dem Oberst und Regimentskommandeur von Jlsemann das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen; dem Wachtmeister Keil, dem Wachtmeister Schmidt, dem Vizewachtmeister Klein, dem Sergeanten (Trompeter) F r o b ö s e, sämtlich im Leib- Dragoner-Regiment (2. Großh. Hess.) Nr. 24, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Verdienste" verliehen; den Obersten Freiherrn von Heyl,' ä la suite der Kavallerie, unter Belassung rin diesem Verhältnis, zum Generalmajor be- sördert; dem Oberst z. D. Scederer, dem Oberst und Kommandeur des Großh. Gendarmeriekorps Freihcrrn von N o r mann und dem Major a. D. Freiherrn Röder von Diersburg das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipp- des Großmütigen, dem Oberstleutnant und PferdevormustcrungZ. Kommissar Freiherrn Gedult von Jungenfeld das Ehreu- kreuz desselben Ordens; dem Rittmeister der Landwehr-Kavallerie a. Dr. Nonweiler und dem Sanitätsrat Dr. Dü fs ell das Ritterkreuz 1. Klasse desselben Ordeirs; dem Kaufmann und Stadtv. Roth das Ritterkreuz 2. Klasse desselben Ordens; dem Stationsvorsteher i. P. Müller die Goldene Medaille des Ludewigsordens; dem Hosmusikdiener Schon das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen; dem Revisor L P. und Stadtverordneten Schupp beüfS harakter als Rechmmgsrat verliehen; letztere 11! sind Ichemalige Feldzugs- teilnehmer int Regiment. < verbanürtag der Müchproduzenten. sc. Mainz, 9. Jan. Hier fand heute der 2. Verbands- tag desSüdwestdeutfchen Verbau des der Milch pro- duzenten-Vereiniguugen, Sitz Darmstadt, statt. Nachdem gestern eine Vorstands- und Ausschnßsitzmrg unter dem Vorsitz des OeLnomierat Fritsch-Dis Hofen int „Mainzer Hof" getagt hatte, in der u. a. über das Berbandsorgan „Ter MUchpvoduzent" beraten wurde, begannen heute vormittag in der „Stadt Mainz" die Verhandlungen des VerbandStages. Anwesend waren 260 Mitglieder der Einzelvereinigungen aus Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen, den Kreisen Wiesbaden-Land, Höchst a. M., Lbertaunus, Untertaunus, Usingen, Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern, des Verbandes Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg und aus Unter- frairken, sowie als Gäste die Vertreter der Verbände Köln uitb Karlsruhe. Regierungsrat Genues-Mainz überbrachte dem Verbandstag die Grüße der Provinzialdiret'tion der Provinz Rheinhessen und des Kreisamtes Mainz und hoffte, daß die Verhandlungen geführt würden int Interesse der wirtschaftlichen Existenz, sowie in dem des Gemeinwohls und nicht entsprängen dem puren Eigennutz. Ter Geschäftsführer Dr. K'rüg er-Darmstadt erstattete darauf den Geschäftsbericht. Der Verband zählt 5824 Mitglieder. Im abgelausenen Jahre hat er die Versorgung der Städte mit Milch ins Auge gefaßt und daran gearbeitet, diese Aufgabe zu löseir. Verhandlungen haben zunächst mit den einschlägigen Behörden in Darmstadt stattgefunden, doch wurden sie Nicht zu Ende geführt, da die Geldftage nicht gelöst werden konnte. Tie hygienische Stall Kontrolle, die unerläßlich ist, hat man erwogen und im Darmstädter Bezirk ist man ihr näl;er getreten. Der Milch- Handel habe hierbei völlig versagt und sich zurückgezogen. Vor Weihnachten hatte der Vorstand eine Milchpreis er Höhung erwogen, da besonders in O b e r h e s s e n und in den Kreisen Hanau, Fulda, Hersfeld und der Schwalmgegend eine Milch- kuappheit wie seit Jahren nicht eingetteten war. Toch stand man davon ab, eine Erhöhung eintreten zu lassen. Kreisveterinärarzt Dr. B e ilin g führte aus, daß bei der Milchversorgung der Städte die hygienische Kontrolle der Hauptpuntt sei. Um diese herbei- Sanger ausgeliefert. Tie gegenseitigen Erdrvsselnngsversuchc zwischen der Metropolitan- und der Manhattan-Oper sind unwürdig und ruinieren beide. Warum müssen wir einem Künstler, der in Paris 800 Mark für einen Abend bcEommt, hier 4000 bezahlen?" Hammerstein erklärt, daß er in dieser Saison annähernd eine Million verloren habe; „aber nach Weihnachten bessern sich die Geschäfte." 2luch die Metro politan-Oper habe schwere Verluste zu verzeichnen. Nach Hammersteins Ansicht gäbe es zwei Dautttursachen für die schlechte ökonomische Position der Oläutjorfer Opern: es ftnden zu viel Vorstellungen statt und in dem Konkurrenzkampf der beiden Direktionen werden die Gagen unsinnig in die Höhe getrieben. Im Gespräche äußerte Hammer- ftein sich über die Chancen einer Verschmelzung seines Unternehmens mit der Metrvpolitan-Oper, aber auf gegnerischer Seite scheint man dafür einstweilen wenig Neigung zu haben und Unterhandlungen haben nicht stattgefunden. Hk* Geräte aus Feuerland. Da unsere Museen wenig volkskundliche Gegenstände aus Feuerland besitzen, erscheint eine Sammlung wichtig, die H. Wied er echt in Punta Arenas dem Vöikermuseum in Bern zukoiumen ließ. Nach dem „Globus" handelt cs sich um Gegenstände, die von den Stämmen der Jaghan und Alakaluft herrühren. Unter diesen befindet sich eines jener Rindenboote, die schon Darwin geschildert hat, der vor 80 Jahren das Zusammentreffen mit den Feuerländern für das imereffanteste und merkwürdigste Schauspiel, das ec je in seinem Leben gesehen habe, erklärte. Das fast 2 in lange Boot aus Buchenrmde u't mit allem Zubehör versehen und seine Herstellung ist genau beschrieben. Es ist ohne Segel, ivie- ,vohl Seehundsfellsegel, die durch Binsentaue gehalten werden, bei ben Feuerländern hin und wieder vorkommen. — Kleine Chronik aus K u n st und Wissenschaft. Dr. Friedrich Solger, Privaidozent lür Ideologie und Paläontologie an der Berliner Universität, tolgt einem Ruse als ordentlicher Proieffor der Geologie an die lästerlich chinesische Universität in Peking. — TaS I n st i t u t i ü r zoologische Psychologie in Paris wird mit Beginn des neuen Jahres eine besondere Schule 'ür Tierbändiger eröffnen. Plan will die wilden Tiere nicht, wie bisher, durch äußere Gewalt, sondern nur durch psychische Beeinflussung zähmen. (Tieft Art ist von Hagenbeck schon längst eingesührt und in seinem ausgezeichneten Buche „Bon Tieren u.nd Menschen" ansstihruch geschildert. Die Red.). zusühren, müßten sich die Produzenten freiwillig der Kontrolle unterwerfen. Der Konsument kaufe mit der Zeit nur von dem kontrollierten Produzenten und die Gegner der Kontrolle kämen dann von selbst. Einen Zwang auf die Produzenten aus- zuüben sei nicht angängig. Dr. Damanu- Darmstadt referierte sodann über das Thema: Stehen die heutigen Milchpreise int Verhältnis zu den Produttionskoften? Der Referent kam zu dem Resümee, daß die Produktionskosten in keinem Berhältttis zum Milchpreise stehen. Er hat eine Statistik von 31 Wirtschaften der Gegend aufgestellt, von denen 15 reine Abmelkwirtschaft betreiben, 10 Abmelkwirtschaft mit Zuchtbetrieb und 7 Zuchtbettieb. Bei diesen stellen sich die Produktionskosten für das Liter Milch ohne Fracht mit Zugrundelegung der früheren Futterpreise auf 16,3 Pfennig, mit Fracht auf 17 Pfennig, werden die heutigen Futterpreise berücksichtigt, so erhöht sich der Satz um einen weiteren Pfennig. Ter Redner ist der Ansicht, daß die Landwirte von der „reinen Abmelkwirtschaft" abgehen sollten, die in der Nähe der großen Städte wohnen, könnten sie beibehalten, zur Abmelkwirtschaft mit Zucht übergehen und kleine und mittlere Landwirte nur Viehzucht treiben. Die Versammlung nahm folgende Entschließung an: „Tie Einzelvereinigungen des Verbandes werden an den Milch handel mit der Forderung herantteten, für den Produzenten einen die Produkttonskosten der Milch deckenden Preis zu bezahlen, ©ollte sich der Milchhandel ablehnend verhalten, so wird den Mitgliedern des Verbandes auf das dringendste empfohlen, die Produktion auf das Aeußerste einzuschränken." Milch- und Rahmzoll besprach sodann Direktor H i r s ch e 1 - Friedberg i. H. Die Versammlung stimmte folgender Entschließung zu: „Der 2. Verbandstag erblickt in der zollfreien Einfuhr von Milch und Rahm nicht nur eine Benachteiligung der deutschen Landwirte, lonbern auch eine gesundheitliche Schädigung der deutschen Kon- lumenten. Er hält deshalb einen entsprechenden Zoll für angemessen und sordcrt die Einrichtung einer hygienischen Kontrolle sowohl für die zur Einfuhr kommende Milch, als auch für den Rahm." In der sich anschließenden Aussprache erklärte Tr. Bei- ling-Maiv.z die von auswärts eingeführte Milch für sehr gesund- heitsschädli'' : Tr. Schweizer-Karlsruhe forderte zu einer großen Organisation der deutschen Milchproduzenten gegen das Händlcr- tum ans, die auch eine Verständigung mit dem Auslande in die Wege leiten müsse. Müller-Renkhof bei Hemsbach teilte mit, daß die Vereinigung Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg einen Aufschlag der Milch von 17 auf 18 Pfennig für das Liter beschlossen habe; Gutsbesitzer Dettweiler-Wintersheim berichtete, daß ein Preisaufschlag in Mainz beschlossen und durchgeführt werde; Weber- Di echtildshäuserhof bei Wiesbaden erklärte, daß in dem Rhein- gau und Umgegend, besonders in Wiesbaden, Eltville und Riides- heim, eine Milchpreiserhöhung auf 18 Pfennig für das Liter vevorstehe, der Händler vom Konsumenten 24 Pfennig für das Liter zu nehmen habe. Auf Antrag des Geschäftsführers Kratz- Mannheim beschloß die Versammlung, daß in die Gebiete, in denen demnächst eine Erhöhung bevorstehe, keine „Kampsmilch" gesandt werde, um den Produzenten in den Kampfgegenden nicht in den Rücken zu fallen. dem Mitarbeiter der Jurisrenzcitung anerkaimten Bemühung^» um kurze Gesetzesüberschristen. Denn nrenn Regenschirm, Schneezaun, Fiebermittel, Insektenpulver, Mottenschutz, Wasscr'ckni', Menschenhaß, Staubbrille, Feuerwehr, Feuerversicherung und viele ähnliche Zusammensetzungen von jedermann richtig verstanden netten, d. h. Regenschirm als Schirm gegen den Regen und nicht etwa Schirm des Regens usw., dann werden die Leute, die es überhaupt angebt, auch über den Sinn des Toppelsteuergesetz^s nickt im untlarcn sein. Man denke niöst, mit einem Wort alles sagen zu können: der Hörer muß auch den gesunden Menschenverstand walten lassen. SUctnc TageSchronik. Aus Privatbefitzungen in der Nähe von Batavia ist eine Malaria-Epidemie ausgebrochen, der bereits 500 Personen zum Opfer gefallen sind. In Mekka verursachten Regengüsse eine U e b e r s ch w e m - mung der heiligenStätte. Acht Personen sind ertrunken. ipc. „Die Stimme in Watte packe il" Gelegent- lichi der Festvorstellung im Opernhaus zu Berlin trug sich eine niedliche Szene zwischen dein Kaiser itnb der Opernsängerin Frieda Hempel zu. Ter Kaiser war von der Verve, mit der die Künstlerin sang, außerordentlich begeistert, und ließ sie zu sich in die Loge kommen. Er machte ihr einige Komplimente über die wundervolle Art, mit der sie gesungen hatte, fügte jedoch gleichzeitig hinzu, daß er mit Bedauern gesehen habe, daß. die Künstlerin alljährlich längeren Urlaub für Gastspieltourneeu nehme. „Soviel Urlaub können wir nicht mehr bewilligen", meinte der Kaiser. Frieda Hempel, die in der nächsten Zeit ein Engagement in der Großen Oper zu Paris zu erfüllen hat, war ganz erschrocken und bat den Kaiser, ihr jeooch den notwendigen Urlaub für die Pariser Vorstellungen zu bewilligen. „Na, nach Paris dürfen Sic noch," antwortete der Kaiser, „aber die Stimme in Watte packen!" * Kinder als Redakteure. Aus Paris, wird" berichtet: Tie französische Zeitschriftenliteratur ist um ein neues, eigenartiges Organ bereichert: in Paris haben unternehmende Kinder, eine Gruppe selbstbewußter Quartaner, eine eigene Halbmonatsschrift gegründet, die den Titel führt „L'Echo du Bahnt". Was bie|c jungen Schriftsteller anstrcben, legen sie in einem charakteristischen Arbeitspvogramm dar: „Wir wollen alle Gymnasiasten und Schüler Frankreichs auf dem großen Gebiete der Menschenfreundlichkeit in einem Gefühle brüderlicher Kameradschaft vereinigen, das ist unser Ziel und Misere Taseinsbereckstigung." Tas originelle Manifest der Quartaner sährr bann fort: „In diesem Tagen, da alle Zweige des sozialen Lebens sich zusammenschließen, um ihre Rechte und ihre Interessen zu verteidigen, erwarten wir, daß alle unsere Kameraden die .Kraft und die Wohltätigkeit eines Freundschastsbundes würdigen und nicht zögern werden, sich dem „Bahnt" anzuschließen." Zum Schluß versichern die jugendlichen Redakteure beruljigenb, „daß das Bestehende nicht bekämpst werden soll." * Schachwcttkampf Lasker-Schlechter. Die erste Partie des mit Spannung erwarteten Matches Lasker-Schlechter tourde am Freitag in Wien gespielt, schlechter bekam Weiß und wählte die spanische Eröffnung. Lasker kam dem vorsichtigen Gegner gegenüber nicht dazu, seine große Wucht beim Angriff zu zeigen. Nach dem 30. Zug wurde die Partie nach Damentausch in unentschiedener Stellung gegen 11 Uhr nachts abgebrochen. * Eine Köpenickiade. Kam da vor einiger Zeit ein schneidiger Herr zum Oberbürgermeister von Essen, stellte sich als Dr. jur. Reinhard vor und bat um die ErlcnrbNis, sich in die Kommunalverwaltung einarbeiten zu dürfen, dkachdem er den höheren Beamten auf dem Rathaus.vorgestellt worden war, erhielt er sein eigenes Zimmer angewiesen und bearbeitete nun tatsächlich vier Wochen lang städtische Angelegenheiten, dann verschwand er spurlos. Inzwischen aber hatte er bei Hoteliers, Restaurateuren und Privatpersonen große Schulden gemacht. Reinhard wurde gestern in Aachen verhaftet, wo er dieselben Schwindeleien versuchte. Er heißt auch wirklich Reinhard, ist aber nicht Dr. jur. und im übrigen ein bekannter Hochstapler. Die ganze Angelegenheit wird geheim gehalten, doch erfährt man nach anderen Berichten, daß sich der Schwindler auch als Regierungsvertreter vorgestellt habe, der beauftragt worden sei, die Geschichte der Stadt Gelsenkirchen zu studieren. Ein weiterer Bericht sagt, daß Reinhard als juristischer Beirat angestellt worden sei. Dieser Titel habe auch an seinem Wohnungsschild gestanden. Als Beirat hatte er Steuerreklamationen zu bearbeiten und verstand es dabei, alle mit ihm in Berührung kommenden Personen gehörig zu schröpfen, ohne daß im Publikum oder bei den Behörden Verdacht entstand. * Doppe 1 steuergesctz. Ein Mitarbeiter der Deutschen Juristenzeitung hat sich kürzlich über das Wort Toppelster^rgesetz ercijcrt, das gerade kurz vorher von der Zeiftchrift des Sprach^- vcrcins belobt wordeit war; er nannte es einen sprachlichen Mißgriff. Diesem Tadel liegt die Ansicht zugrunde, daß die Zu- mmmensctznng „Doppelfteucrgesetz" nur in dem Sinne „Gefttz ]i.r Doppelbesteuerung" verwendbar sei, während doch unser „Reicksgesetz wegen Beseitigung der Doppelbesteuerung" nach diesem seinem „ehrlichen" Namen ein Gesetz gegen Doppel- testenerung sei. Er geht daher so weit, zu errlären, daß selbst das Wortungetüm „Toppelstcnerbeseitigungsgesetz" noch „weniger arg" leiu würde. — Ilm Gotteswillen, nein.' — heißt es dazu in der Zeitschrift des Allgemeinen Deutschen Spraa/vereins — und hostemlich lassen vu, die maß gebens en Stellen nicht ettva. von ihm irremachen in ihren hoe-m löblichen. Übrigens anch von liiärtte. ke. Frankfurt a. M., 10. Jan. (Orig.-Telegr. des „Gieß. Anz.") Amtliche 9lotierungeu der yeutigerr Fruch tniarktvreij e: Wetzen Alk. 23.40—23.60, Kurhejsischer Alk. 00.00—00.00, La Plata Kansas Alk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Alk. 16.80 dis Mk. 17.00 Gerste (Wetterauer) Alk. 16.00—16.50, Gerste Franken Pfalzer Ried Mk. 16.50—17.50, Kleie 'Dir. 00.00—00.00, öasev 15.50—16.50, Mais Alk. 15.90—16.00, Weizenmehl Mk. 32.25 bis 32.50, 2. Qualität Mk. 30.75—31.00, 3. Qualität Alk. 28.75 bis Alk. 29.' 0, 4. Qualität Mk. 00.00-00.00, Roggenmeht 0 Mk. 25.00—25.50,1. Qualität Mk. 22.00—22.50, Weizenklei'e Alk. 10.25 bis Alk. 10.50, Wcizenjchale Alk. 00.00—(-0.00, Dloggerckleie Alk. 10.50 bis Alk. 11.00, Matzteüne Alk. 00.00—00.jO, Biertreber 12.75—13.25 Alles ver 100 Kg. ab hier. fc. Frankfurt a. M. B i e h h o f- M a r k t b c r i ch t vom 10. Jan. Austrieb: Ochsen 411, Bullen 42, Kühe 1159, Rinder 1611, Kälber 475, Schafe 251, Schweine 197 7, Ziegen 4. Tendenz: Riiider lebhaft, flaute ab, geräumt, Kälber und Schafe lebhaft, ausverkaust, Schweme gedrückt, nicht geräumt. Preis Durch- vro 100 Pfd. schmttspreis gebend- Lchiachl- y\0 100 Pfb. . gereicht Lebend-Schlacht- O ch f e it. von-ois oon-biö genncht Vollflcischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, höchstens 6 Jahre alt 43—46 77—85 00 00 Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 38—42 74—77 00 00 Mäßig genährte junge und gut genährte ältere 35—37 69—73 00 09 Bullen. Vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schtachtwertes 39—41 67—69 00 00 vollfleijchige, jüngere ..... 35—35 60—64 00 00 Färsen, Kü h c. Vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schtachtwertes . . 36—41 68—77 09 00 Vollfleischige ausgemästete Kühe höchst. Schlachtivertes bis zu 7 Jayren. . 34—40 65—70 00 00 Aettere ausgemästete Stühe und wenig gut entwickeltejüngereKühe undFärjeii 26—33 52—64 00 00 Mäßig genährte Kühe und Färsen. . 20—26 41—49 00 00 Gering genährte Kühe imb Färsen. . 14—19 33 — 39 00 00 Kalbe r. Feinste Mast- (Vollniilchmast) und beste Saugkälber ...... 52—56 86—94 00 00 Mutiere Ala st- und gute Sauglätber . 45—50 76-85 00 00 Geringere Saugkälber 40—42 70—73 00 00 Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthammel 29—32 72—74 00 00 'Hellere Masthammel und gut genährte Schaic 26—28 65—68 00 00 'Mäßig genährte Hammel und Schafe (Alerzschaie) 17-20 42-48 00 00 Schweine. Vollfleischige Schweine über 2‘/2 Zentner Lebendgewicht 58.00-60.00 73—75 00 00 Fettschweine über 3Ztnr. Lebendgew. 58.00-60.00 74—76 00 00 Fleischige Schweme 55.50-60.00 74—76 00 00 (Lvaugciijaje wenieinoz. Montag den 10. Januar, abends 8 Uhr, im Lukassaale: B i b c l ft« n d c. Pfarrer B e ch t o l s h e i m e r. Meteorologische Beobachtungen der Ltaüon Eieszen 9. Sliebvigfie , , 8< Nieoerschlag: — 0,0 mm. Jan. 1910 Barometer aus 0° redriziert Temperatur der Luft ei " 0 = 'S' 0 S S = & Relative Feuchtigkeit Windrichtung Wiiidstärke <öiad der Bewölkung tu Zehntel der | sichib. Wetter 9. 254 754,5 2,5 5,1 93 8 9 10 Bed. Himmel 9. 9“ 754,4 4.0 5,7 93 SSE 4 10 10. 7a» <53,3 6,2 6,6 93 s 2 10 L 1 1 i ochste Teinperatur am 8. )is 9. Zanuar — + 3,9 8 C. Teiefonische des Giessener Anzeigers, mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie',^Giessen. Frankfurter Börse, 8. Januar, 1.15 Uhr. 3Reichsanleihe ... -.. 3°/o - do. 3’/»% Konsols £ . .. 3% - do. 3’;,% Hessen 3‘ Tin Oberhessen s. -. 4°/„ Gestern Goldrente.--. 4 76°/o Oesterr. Silberrentc.' 4",n Ungar. Goldrente .B . 94:35 55.30 94.30 85.30 93— 93-00 99-95 99.00 95. <5 4°,0 Italien. Rente . . —•— 3°'o Portugiesen Serie I ■*.' 63.10 3°/0 Portugiesen „ III - 64.75 4’/,% rass. Staatsan1.1905 99.60 4'Japan. Staatsanleihe 97.60 4°/ö Conv.Türken von 1903 94.70 Türkenlose . . . . . 181.60 4'70 Griech. Monopol-Anl. . 47.70 4°;0 äussere Argentinier <. 91.60 3°/0 Mexikaner . ... r.68.50 4’/,% Chinesen . ... 99.60 Aktien: Bochum Guss >-"• ,0 Buderus E. W. - . . - - Elektriz. Lahmeyer . . . Elektriz. Schuckert . . ft. Eschweiier Bergwerk . . Gelsenkirchen Bergwerk . Hamburg - Amerik. Paketf. Harpener Bergwerk.--, . Laurahütte Nordd. Lloyd .•* . . . . Oberscblcs Eisen-Industrie Berliner Handelsges. . . . Darmstädter Bank -<. . . Deutsche Bank Deutsch-Asiat. Bank . -. Diskonto - Kommandit . • . Dresdner Bank . . . . Kreditaktien . . .. . . Baltimore- und Ohio- Eisenbahn .. i 0 Gotthardbahn . • .Ttf.e'. Lombard. Eisenbahn . x. jj. Oesterr. Staatsbahu PrinccHenri - Eisenbahn ■. 107.00 141.50 215.50 223.00 135.30 215.90 202.20 103.90 112.50 184.40 139.10 250.80 153.00 107.90 16510 212.30 118^0 23*63 162.10 136.75 Tendenz fest. Berliner Börse, 8. Januar. Auiahfskirs). Canada E. D Darmstädter Bank . . Deutsche Bank . . . Dortmunder-Union C. . Dresdner Bank . . 182.30 . 139.10 . 251.20 . 95.90 . 165.30 Harpener Bergwerk . Laurahütte . . . . ~ Lombarden E. B. ... Nordd. Lloyd .. . Türkeuluse . • ,4,4.v . 215.90 ' 202.60 23.60 L. 103.70 D. 182.10 Tendenz: fest. I//C/7 "Z'A D TF M in jeder beliebigen Schriftart und Kartonsorte, vioi 1 $ow.e m.t Zirkeln aller identischen Vereinigungen liefert zu mäßigen Preisen die Brühl'sehe Univ.-Druckerei. Max Weissbäcker Süd-Anlage 23 Telephon 409 schlafen ist. Lager in allen elektrotechnischenBedarfsartikeln 283 Heuchelheim, den 10. Januar 1910. Wellen Buchen-Reisig 4330 500 8 fr [0215 Giehen, den 10. Januar 1910. Grosser reich illustr. Katalog gegen 80 Pig. SS-, Beuern, 10. Januar 1910. 273 61 des Magazinverwalters übernommen. in Giehen. 285) Schutzmarke Eingetragene Löweugaffe 20. Telephon 692 CclezeiiheitskiliifhLiis (£ 0 Posten Posten Posten Posten Posten Vornehmstes Unternehmen dieser Art in Deutschland. Auszugspreisliste Abt. Oberbayern gratis. w rv o* c Damen-Sehörzen Uinder-Seliürzen Daroon-Ülrilmplo Eindor-Kleiilehen Herren Xormalwäselie c is 11 Bahnhofstrasse 14 Schützer Leinenwaren Seltenes Angebot weil unter Preis. Beste Qualität. Rasenbleiche. a 5 N Die Beerdigung stndet Dienstag den 11. Jan. 1910, mittags 1 Uhr, vom Stcrbehause, Brauhausstr. 12, aus statt. der Bestattnugsgenofsenschast der freien Schreiuervcreinigung Gietzeu Versteigerung. Dienstag den 11. ds. Mts., nachm. 2 Ulrr, versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung: _ . 1. ] Pianlno, 1 ^-vrcgchchrank, 1 Linolcumteppick, 1 Vertiko 2. 2 P'crde, 1 Rollwagen, einen Wasscrmagen, 1 Fahrrad, 10 Dutzend Sirawatten, 1 Partie Spalt riemen u. Spalierlatten, desgl. Lorbeerbäume, 1 Break, 1 Halbverdeck, 1 Registrierkasie. 1 Gasmotor, 1 Pianino und allerlei Möbel. Die Versteigerung zu 1. findet bestimuit statt. Born, Gerichtsvollzieher sagt der bekannte und angesehene Chemiker der Seifenindustrie, Herr Dr. C. DE1TE in Berlin, daß es sehr große Wasch kraft besitzt, größer als Seife oder Seife und Soda, ohne dabei die Wäsche mehr anzugreifen. MOS’stetWiPllluer ist daher dos Beste, was zum Waschen von Wäsche verwendet werden kann; es schont das Leinen in denkbarster Weise, ist billig und gibt blendende Weiße und völlige Geruchlosigkeit. Das 1 Pfund-Paket kostet DUP 25 Pfennig. Zu haben in Drogen-, Kolonialwaren- und Seifengeschäften. Engros bei L. Hinlos Ä Co., Köln-Ehrenfeld. 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Januar 1910, 2 Uhr, verschied nach kurzem schweren Leiden meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Tochter und Schwester Frau Karl Burger L Anna geb. Burk im Alter von nahezu 33 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Borger I Watzenborn, den 10. Januar 1910. Die Beerdigung findet DienStag den 11. Jan. 1910, nachmittags 3 Uhr, daselbst statt. 0213 Bau- u. Brennholz-Bersteigeiunq. Donnerstag den 13. Ja.nu.ar d. I,, vormittags 91/j Uhr an fangend, sollen im Lang-Gönser Gemeindewald, Distrikt Haide, versteigert werden: 76 Kiefern-Stämme von 13—38 cm Durchm es, er und 8 bis 12 m Länge --- 35 Fstm. _ , 315 Fichten-Stämme von 13—32cm Durchmesser und 8—16 m Länge = 69 Fstm. 150 Fichien-Derbstangen mit 10 Fstm. 30 Rm. Kiefern-Nutz knüppe l von 2,5 u. 3 m Länge. Ausammenkunft auf der Kreisstraße nach .Holzheun an der Landhöhe. Sowie Freitag den 14. Januar, vormittags 9 Uhr anfangend, in Distrikt Hard und Haide: 180 Raummeter Buchen-, Eichen-, Kiefern- und Fichten- scheit und -Knüppel. 7500 Buchen-, Eichen- und Nadelwelten. 110 Rm. Buchen-, Eichen- und Nadclstöcke. Bemerkt wird, daß in Distrikt 5?ard am Bormittag zirka 25 Fstm. Eichen-, Buchen- und Kiesernstämme laufend mit versteigert werden. . ... Zusammenkunft an der Blanke Wiese am Viadukt. Lang--Göns, am 6. Januar 1910. Grvßh. Bürgermeisterei. R o m p f.___________________ Die Zusammenkunft ist am Treiser Weg. Wieseck, am 10. Januar 1910. ®l0/i Grogh. Burgermetsteret Wleieck. S ä> o m b e r._________________ Todes-Anzeige. Freunden und Verwandten die traurige Mitteilung, dab meine liebe Frau, unsere liebe Mutter, Schwieger- mutier, Schwester und Schwägerin Frau Elisabeths Hofmann geb. Volkimaun am Samstag abend nach längerem Leiden sanft ent- Geschäfts-Verlegung. Meiner werten Kundschaft mtb den, geehrten Publikum die ergebene Niitteilung, bau ich mit heutigem Tage meine W-, kemiisc-, Eier-, Butter- unö Krrtrssel-HimdlWg von Afterwcg 3 nach == lllte&sstagii 22 =2 verlegt habe. Mit der Bitte, auch fernerhin mein Unternehmen unterstützen zu wollen, zeichne „ Hochachtungsvoll 0214 Ludwig Stork. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Gatten, unseres lieben Vaters Wilhelm Kühr sagen wir allen denen, welche ihm die letzte Ehre erwiesen haben, herzlichsten Dank: insbesondere den Alten Herren und der Aktivitas der Verbindung Chattia und der Freiwilligen Gail'schen Feuerwehr. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Kühr und Kinder. Metagtii nehm!! echWn bic Mitzlieder: ftatl Beil, Schreinermstr., Marburger Strahe 42, Louis Beil, Schreinermstr, Kaiser-Allee 145/i0, Tel. 755. Karl Habn, Schreiner- meister, Läberstr. 17, Tel. 5W. (tzeorg Haubach, Schreinermstr., Asterweg 56, Tel. 702. Heinrich Horn, Schreinermstr., Bruch- strahe 7. Adam Heft, Schreinermstr., Grabenstraste 11. Johannes Len», Schreinermstr., Frankfurter Straße 123, Tel. 732. Louis Müller, Schreinermstr., Sckiffenberger Weg 16. Heinrich Vollmüller, Schreinermstr., Großer Steinweg 6. Fritz Nofenbaum, Schreinermstr., Löwengasse 20, Tel. 692. Christoph Wagner, Schreinermstr., Weidengasse 7. Wilhelm Weigel, Schreinermstr., Löberstrahe 9, Tel. 508. 60 Nußschalen-Fxtrakt aus der Kgl. Hosparsümerie Fabr. von C.D-Wunderlick, Nürnberg, tun den Haaren ein dunkles Ansehen zu geben, Dr.Orfila's Nu» öl, zugleich feines Haaröl, macht daö Haar dunkel und wirkt haarstärkend, beide ä 70 Psg., 1.20 Mk. W. Kilbinger, Drogerie. [D4/i Unübertroffen D A b.Drüsen,Skrofeln, Blutarmut,EngLKi-ank- heit. Hals-. Lungen-Krankbcitcn. Husten, zur Kräftigung schwächt Kinder ernpf. eine Kur nut Lahnsen’s Lebertran ------Marke ...IODELLÄ” - ~ ' -------; Der beste, wirksamste, beliebteste T.ebertran. Leicht zu nehmen u. zu vertragen. 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Das Fichtenftangenholz gehört zu allen Sortimenten, zu Bohnenstangen, zum Zumacken, zu Pfahlen, zu Leilerbäumen, Gerüststangen und leichten Svarren. Die Zusammenkunft ist auf der sogenannten alten Laubackerstrahe, wo dlesetbc vom Fußweg Lick-Harback gekreuzt wird. Das Flchtenstanqenholz kommt zuerst zum Verlaus. . Dienstag, den 18. Januar, norm. 9'/, Uhr, ui den Distrikten Fucksstrauck, Kellersberg und Hölcr: Scheiter, Rm.:,402 Bucken (4 Hainbuckc rund), 11 Eickel lrund), 2 Kiefern (runb); Knuvpel, Rm.: 100 Bucken, 53 Eichen, 4 Birken, 13 Nadelholz: Stöcke, Rm.: 112 Bucken, 27 Elchen, 4 Nadelholz: Reisholz-Wellen: NOO Buchen, 970 Eicken. — 11 Stück Rotbuchen — 1451 Fmr., 43 bis o3 cm Durchm., 5 bis 9 m Länge: 34 Stück Eichen Wagner- und Pso,tenholz ---- 2,60 Fmr., 13 bis 41 cm Durchm., 2^ bis 4,4 m "ange:1538 Fichtenderbstangen --61,41 Fmr: 509 Fichten Rersstangen — 4Z8Fntr. Das Fichteustangenholz gebärt zu allen Sortimenten,, zu Bohnenstangen, zum Zumachen, zu Pfählen, zu Letterbaumen, Eermtstangen und leichten Svarren. Die Zuiammeirkunst tft im Distrikt Fuchsstrauck beim Bucke n- stammholz hinter der Sattelwiesc. Tas Buckenstammholz konnnt zuerst._____________________________________________________ B 5 270 Rm. Buchen-Scheitholz Eicken-Sckeitholz Fritz Bosenbanm 6 WI«W»Mß to Imn Ämmmstzq i. b. d. 8. zeigt hierdurch an, daß das seither von Herrn H. Haas, Bleichstraße 8, betriebene Geschäft nach dem Laden des Herrn Fritz Rosenbaum, Löwengasse 20 verlegt worden ist. Herr Fritz Rosenbaum hat die Funktion Holzverfteigerung in den Waldungen der Gemeinde Wiefeck. Freitag den 14. d. Mts., vormittags 10 Uhr beginnend, sollen in dem Distrikt Rcheck Abt. 8 nachverzeichnetc HolzsorNmente versteigert werden: Eicken-Reisig 50 „ Kiefern-Reisig 42 Rm. Buchen-Stockholz Wtell-Ltanliil- unö Ltallgellhstz-Verklilif Aus dein Gemeindewald 5irofdorf-6tteibcrg soll folgendes Fichien Langholz auf dem Subimssionswege verkauft werden: Los 1. Distr. 23e Bruckdell Nr. 8 bis 70 einsckl. 63 Stamme III. Klasse - 2830 fm (bis 21 m Länge). 2oü 2. Daselbst Nr. 71 bis 428 emschl. 358 stamme IV. Klaste ~ Los^3. Daselbst Nr. 429 bis 440 einsckl. 182 Stangen I. Klasse 16,38 fm. _ , , , ...■' Die Gebote sind für daö Stammholz pro fm, für die Stangen I. Klasse pro Stück, na« Losen getrennt, mit entsprechender Aus- fdirift versehen, bis ^um 20. Januar 1910, unttags 12 Uhr, an den Unterzeichneten emzureichen. . Der Kaufpreis wird gegen Stellung elnes ncheren Burgen bis zum 1. November 1910 gestundet. Das Holz liegt beouem zur Abfahrt in unmittelbarer Nähe der Strotze Krofdors-Fellkngshaufen, etwa 2'/- km von Krofdorf entfernt. Nähere Auskunft durch Förtter Möller, Krofdorf. Krofdorf, den 7. Januar 1910. B8/i Der Bürgermeister: Braun. g GlKlifi Weplmil! Reste von Weisswaren tahluM WM Dowlas,Fikees,Bamlliichera etc. zu aussergewöhnlich billigen Preisen. Reste-Lager Lina Bernard Bismarckstr. 6, part. Alpine nnd Banernliäile Haus für Landestrachten München Julius Wallach. gMI W ....... läumunas-Verkauf hemrragendes Schwarze Mehls 274 über: Für einen teestaiifflriffl SK ;■ MDWUOM Wegen feedetaieats^eB' Vergrösserung und vollständiger Renovierung meiner Geschäftslokalitäten unterstelle ich mein gesamtes einem Meine Warenlager enthalten äusser einigen kleinen Restbeständen RLsx° Ware aus der Sommer« smd Wmifcer-Saisoee SOÖ®9 was ich ganz besonders hervorhebe. Zum Verkauf kommen folgende Artikel und biete ich, was Preise anbelangt, dieses Mal etwas ganz Seidenstoffe, Kleiderstoffe, Buckskins, Wollmusseline, Waschstoffe, Halbfertige Roben in Tüll, Mull und Seide Französische Chiffons für Ball- u. Gesellschaftskleider, Prinzesskleider in Wolle, Seide und Leinen Otet” u. Gartenbau. Mittwoch den 12. Januar, abends 8 Uhr, Lenz'sch er Felsenkeller Jacken-Kleider • Farbige Paletots D Sfi M eil Jeden Tag wird die Nachfrage nach meinem Medizinal-Lebertran gröher und wird ein Versuch auch Sie von der Güte desselben überzeugen. Germania-Drogerie 132) Carl Seibel. Der beste Beweis für die vorzügliche Qualität meiner „MMeMfen“ Blusen in Wolle, ^eide, wsiss Mull, Tüll, Zephir, Meissen, Flanell Kostüm- Röcke irr. Tuch, Kammgarn, Cheviot, Leinen, Fikee Unterröcke in Wolle, Moire, Lüster, Seide, Trikot und WasohstoSen f. 3n t T Eclij, ^Sooen ?s Mrn, ist der etändig zunehmende Konsum. — Machen Sie bitte einen Versuch, und Sie werden finden, dass es eine bessere, mildere und ■„.».« inmbi TtamtttafH preiswertere Kernseife nicht gibt. Ueberall erhältlich. nUydM Juluul, uUiulMuUl. 9?r.; *ct Siek Ä-int 3onntßS D.tl"1? Sich" (SienW gjei^L aiüM fieri'lp^ für die • verlas" Meße Aszrl WN» tiü die bis voi LbZAÄmäÄLl ® Kimonos lür Futterschneide- u. alle anderen =e==l-^>: Maschinen ----- empfiehlt und fertigt an C6/j ML Rosenthal, Landwirtschaftliche Maschinen und Geräte :: FerSiche?21s eNMhigMfoelji* rniii BekiiWMß ivrE WiiiiekSchiiMNß kr AWum, WeiHSie re. mit KarbsliUM md rohren LpritzßWgkeiteil" Referent: Obstbaulehrer Wiesner, Bad-Nauheim (a. D. d. Oberhofs. Obstbau-VereinS). Lsrssihmug her besten Wbnm- uni) Pflanzenftristen für Saiibgärteil unh Bllumgüter. der ™ Gennssmittetbranche = wird eilt Lokalvcrtreter gesucht. Bedingung ist die Uebernabuie eines Warenlagers von Mk. 1000, das zum Teil für eigene Rechnung zu ervedieren ist. ftrebitc dürfen nicht gegeben werden, sodaü weder ein Delerederc-Risiko noch ein Waren-Risifo zu übernehmen t|t, da die Ware bet Auslosung des Vertrages von der Firma zurückgenommen wird. Für den Artikel, der dem Massenkonsum angehört, soll eine großzügige Prova- ganda, wie sie in Deutschland in dieser Branche noch nicht «eschen ist, gemacht werden, und wird ein Herr dazu gesucht, der speziell den Platz und Bezirk mit Hilfe dieser Propaganda intensiv bearbeitet. Wir erbitten Offerten mit Angabe der bisherigen Tätigkeit unter F. T. U. 121 an Rudolf Hesse, Frankfurt a. M. ss10A rau' W viM Loil VIÄ U Tas nti mtev. Tie Alldr, D KvnkWö lamentsn dieser A> * di Miltellen tet Aest als eine Zertretet iurüM DahlKn Von (nämlich die Unii 31 auf Irland dir UM M । Da -,Tam sckre sachen iu ag bn'Jled mid) ba Crmialii ib gto Irgmtg v teilen zu I. einleg tige E 6c6en • rdien,. M 3i o t odtt ein imdizw räg c daß endj besonderr fflUDOltj^ die Ans, älage, n otimung, m lieber Schüssen unb crhi dic Sack bau Uet v 3. 1 dtt Amt tv eiteren staalüc Rechismi n. 1880 (ft, 1900,31 ?> drhStd tottbänii n ärM tue tzy blatt 7, flfaeii einheiij achten.- m Sä Mm drrrchti hing he, üiwthne Bnb Geklärt nicht eir Segenteit ötm (i)ei W die ftenum . n. Mit, °ie|c !Ee Mann 3—! Mark tiiglich kann man zu vause mit stricken für uns und Private aus miiercr erstklassigen Strich maschine verdienen, die wir mit oO M. An- zahlungu. beauem.Teilzahlung liefern unter Garantiedauernder Arbeit beim Stricken für uns. Anlernen gratis. Streng reelles Unternehmen Strickmaictlineu-Vcrtriebsüejcllschaft m. b. H., -löln. [hv16/«> Vertreter; Frau H. Enrrich. Gieffen, Roonstr. 161. 1