Nr. 184 Erstes Blatt 160. Jahrgang Dienstag S. August 1910 Der Vieyeacr adriger a. ä. A erscheint täglich, außer ® V sGietzemr Anzeiger für die Redaktion 112, w\Jr -ä» General-Anzelger für Oberhessen Annahme von Anzeigen tr ’ vr Rotationsönid und Verlag der vrnhl'schen Univ.-Buch- und Steinöruderei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulftrah« 7. verug»vreiS: nconatlich 75 Pf., viertel- jährlich Mk. 2.20 ; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch die Post Mk.2.—Vierteljahr!. ausfchl. Bestellg. ZeilenprerS: lokal 15Ps^ auswärts 20 Pfennig« Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Femlle- ton* und ,$ermijd)te5M K. Neurath; für .Stadt u. Land" und„Gerichts- saal": E. Heß; für den Anzeigenteil: H. Beck. spoUtlsche Lagesschau. Eine konservative Rechnung. Die „Kreuzztg." unternimmt eine Betrachtung der gesamten 14 Reichstagsersatzwahlen, die nach der Reichs- finänzresorm stattgefunden haben, und schreibt: Seit der Verabschiedung der Reichsfinanzreform im Juli vorigen Jahres haben im ganzen 14 Reichstagsersatzwahlen stattgefunden. Von diesen 14 Mandaten war nach den Wahlen von 1907 nur 1 im Besitz der Sozialdemokratie, 4 besaßen die Nationalliberalen, 3 der Fortschritt, je 2 die Konservativen Und das Zentrum, und je 1 außer der Sozialdemokratie die Polen und die Deutschsozialen. Die Ersatzwahlen haben diesen Besitzstand gründlich verschoben. In 8 Wahlkreisen herrscht jetzt die Sozialdemokratie, das Zentrum hat wie vorher 2, die Konservativen, Nationalliberalen, der Fortschritt und die Polen haben noch je einen dieser Wahlkreise inne. Behauptet haben sich das Zentrum in Koblenz und Wipperfürth-Gummersbach, die Konservativen in Landsberg-Soldin, der Fortschritt in Jauer-Bolkenhain, die Polen in Posen und die Sozialdemokraten in Stollberg- Schneeberg; die Nationalliberalen haben Oletzko-Lyk von den Konservativen, die Sozialdemokratie Neustadt-Landau, Koburg, Friedberg-Büdingen und Cannstatt von den Nationalliberalen, Halle und Usedom-Wollin von dem Fortschritt, endlich Eisenach von den Deutschsozialen erobert. Aus diesem Heberblick zieht das konservative Blatt folgende Schlüsse: 1. Kein Mandat des sogenannten „schwarz-blauen Blocks" ist an die Sozialdemokratie gefallen. In zwei Wahlkreisen — Usedom- Wollin und Friedberg-Büdingen — haben die Konservativen und Agrarier die liberalen Parteien, die bisher im Besitz der beiden Mandate waren, auf die dritte Stelle gedrängt und dafiir sich selbst in die Stichwahl mit der Sozialdemokratie gebracht, in der sie allerdings dank Verhaltens der liberalen Parteien unterlegen sind. 2. Der gesamte Mandatsgewinn der Sozialdemokratie erfolgte auf Kosten der liberalen Parteien (dem: auch Eisenach ist ein alter nationalliberaler Bisitz, den erst 1905 die Tcutschsozialen gewonnen hatten). Tie Nationalliberalen vermochten keins ihrer 4 Mandate gegen die Sozialdemokratie zu behaupten. Der Fortschritt hatte die Rettung Jauer-Boltenhains allein den Konservativen zu danken. So sieht in Wahrheit das „Strafgericht der Wähler über die Reaktion" aus, es bedeutet den Zusammenbruch des Liberalismus. Noch deutlicher zeigt sich das, wenn man die für die einzelnett Parteien in diesen Wahlkreisen 1907 und in den Nachwahlen der letzten 12 .Monate abgegebenen Stimmzahlen in Vergleich stellt. Es ergibt sich dann das gewiß für viele überraschende Resultat, daß trotz des Rückganges ihrer Stimmen in einzelnen Wahlkreisen und trotz der Niederlage in Oletzko-Lyck die Deutschkonservativen und der Bund der Landwirte die einzige bürgerliche Partei sind, die — abgesehen von den Christlichsozialen — nicht nur nickst an Stimmenzahl verloren, sondern ihre Gesamtstimmenzahl noch etwas erhöht haben, während der Liberalismus auch an Stimmenzahl von allen Parteien die schwersten Verluste erlitten hat. Für die Sozialdemokratie wurden in den vierzehn in Frage stehenden Kreisen 1907 insgesamt 112 510, in den Nachwahlen aber 128 758 Stimmen abgegeben. Die Partei hat in sämtlichen Kreisen olync Ausnahme eine Stimmenvermehrung erfahren, ihr Gesamtgewinn beziffert sich auf 26 248 Stimmen. . Rein zisfernnräßig recht starke Verluste hat in den .Eriatz- wahlen das Zentrum erlitten. 1907 wurden für diese Partei in den 14 Wahlkreisen 52 398, in den Ersatzwahlen nur 42 790 Stimmen gezählt. Das Zentrum hat also einen Verlust von 9 6 08 Stimmen zu verzeichnen. Dazu ist freilich zu beachten, daß der Hauptrückgang an Stimmen (beinahe 8000) auf den dem Zentrum totsicheren Wahlkreis Koblenz fiel, wo an einen ernsthaften Wettbewerb anderer Parteien nicht zu denken war, während jn dem Wahlkreise Wipperfürth-Gummersbach, wo das Zentrum einen sehr erlist gemeinten Angriff der Nationalliberalen glänzend zurückschlug, es seine Stimmenzahl in der Ersatzwahl noch um mehrere Hundert erhöhte. Für die Nationalliberalen wurden 1907 in den in Betracht kommenden Kreisen 76 711 Stimmen, in den Ersatzwahl dagegen nur 58 047 Stimmen abgegeben., (Man berücksichtige dabei das soeben betreffs des Wahlkreises Stollberg- Schneeberg Gesagte.) Ihr Verlust beläuft sich also auf 18 66 4 Stimmen. Dieser gewaltige Rückgang fällt um so stärker ins Gewicht, weil die Nationalliberalen in Oletzko-Lyck, wo sie 1907 keinen eigenen Kandidaten hatten, also auch keine Stimmen zählen konnten, bei der Ersatzwahl es aus 12 829 Stimmen brachten. Ohne diesen Zufallserfolg würde, sich der Verlust an nationalliberalen Stimmen auf über 31000 stellen. Recht beträchtlich ist auch der Verlust des Linksliberalismus; für ihn wurden 1907 insgesamt in den 14 Wahlkreisen 49 006 Stimmen, bei den Nachwahlen aber nur 42 828 Stimmen gezählt. Sein Verlust beläuft sich also auf 6178 Stimmen. Und nun vergleiche man mit diesen Verlusten der liberalen Parteien das Ergebnis der Ersatzwahlen für die konservative Partei und den Bund der Landwirte. Auch die Konservativen haben in einigen Nachwahlen eine Verminderung ihrer Stimmenzahlen erfahren, sie haben in Oletzko-Lyck sogar mit einem Schlage über 10 000 Stimmen eingebüßt. Trotzdem haben sie gerade dank der Tatsache, daß sie sich durch den Linksabmarsch der Nationalliberalen in mehreren Wahlkreisen zur Aufstellung eigener Kandidaturen gezwungen sahen, in der Gesamtheit der Ersatzwahlen nicht nur keine Verluste an Stimmen erlitten, sondern ihre Stimmenzahl sogar noch um 1406 erhöht. Es wurden nämlich 1907 in den 14 Kreisen nur 54 392 konservative bez. bündlerische Stimmen, in den Ersatzwahlen dagegen 55 798 solcher Stimmen abgegeben. Eine Selbsttäuschung liegt in den letzten Sätzen denn doch drin. Jn den Zahlen von 1907 stecken doch da, wo die Konservativen nicht durch eigene Kandidaten ausgetreten sind, auch viele konservative Stimmen. Die parteipolitische Zählpolitik bei den letzten Wahlen, wo die Konservativen, sich zur Aufstellung eigner Kandidaten gezwungen sahen, kann doch nicht ohne Bedenken zum Vergleiche mit den früheren Ziffern herangezogen werden. Bei den von der „Kreuzztg." herausgerechneten Verlusten der National- liberalen' wird man das gleichfalls berücksichtigen müssen. * Der nationalliberale Vertretertag in Kassel. Die Natl. Korr. schreibt: Der diesjährige Allgemeine Vertretertag der nationalliberalen Partei findet bekanntlich am 1. und 2. Oktober in Kassel statt. Die Vorbereitungen dazu sind in vollem' Gange. Die Einladungen zur Teilnahme an die nach den Satzungen zu dieser Berechtigten, sowie die Aufforderungen an die Organisationen zur Vornahme der Wahl sind'dieser Tage hinausgegangen. Der erste Verhandlunastag am 1. Oktober dürfte durch eine Aussprache über die allgemeine politische Lage, an der Hand eines Referates des Herrn Abgeordneten Bass er mann, Gelegenheit zu einer gründlichen und nützlicheren Aussprache bieten, als das durch mancherlei Presseerörterungen auch in den eigenen Reihen wenig zu Nutz und Frommen der Partei in diesen Wochen betätigt ist. Der Tagung geht am 30. September eine Sitzung des Zentralvorstandes in Kassel voraus. Einladungen nebst Tagesordnung hierzu werden rechtzeitig hinausgehen. Die Vorgänge in Spanien Madrid, 8. Aug. Jn amtlichen Meisen ist nichts darüber bekannt, daß der Papst an König Alfons eilt Schreiben richtete, wie auswärtige Blätter behaupten; des* gleichen weiß man nicht, worauf das Gerücht zurückgeht,, daß die Beziehungen zwischen dem Battkan und Spaniens eine Besserung erfahren haben sollen, wie gewisse römische Korrespondenten berichteten. Endlich ist es vollständig unrichtig, daß der spanische Botschafter in Wien bei der österreichisch-ungarischen Regierung gegen das Verhalten Don- Jaimes Protest erhoben habe. Wien, 8. Aug. Gegenüber den Mättermeldungen, denen zufolge Kaiser Franz Josef die Stellungnahme von: Don Jaime von Bourbon zu den Vorgängen in Spanien mißbilligt habe und durch seine Halttlng verstimmt sei, erklärte Don Jaime von Bourbon in der „Neuen Freien' Presse": Es ist mir absolut nichts davon bekannt, daß Seine Majestät über mein Vorgehen, das immer korrekt blieb, ungehalten sei, zumal ich -wir die größte Reserve auferlege. Aus Hessen. Aus der Hauptversammlung des deutschen Geometervereins, die vom 31. Juli bis 2. August in Essen a. d. Ruhr äbgehalten wurde, führte der Vorsitzende! u. a. über hessische Angelegenheiten das Folgende aus: Im Großherzogtum Hessen sind staatliche Maßnahmen, durch welche die bisher selbständigen Kreisvermessungsämter aufgehoben und diese Dienststellen einer nicht technischen Verwaltungsbehörde unterstellt werden sollen, in Aussicht genommen. Der Verein: hessischer Geometer 1. Klasse, Zweigverein des' D. G.-V., hat hiergegen in einer gut begründeten Denkschrift Einspruch erhoben. Der Vorsitzende des D. G.-V. bemerkt hierzu unter Beifalls-' kundgebungen der Versammlung, „daß eine derartige rückschrittliche Verwaltungsmaßregel mit dem and), in Hessen bekanntlich vorhandenen Aufwärtsstteben der geodättschen Wissenschaft und Technik nicht im Einllang steht. Unseren hessischen Berufsgcnossen wünschen wir zu ihrem energischen, aber maßvollen Vorgehen den besten Erfolg". Deutsches Reich. Johannes Fu s an g e l, der Herausgeber der „Westd. Volks-' ztg.", der in der Zeit von 1893—1907 den Wahlkreis ,Arnsberg- Olpe-Meschede als Zentrumsabgeordneter im Reichstag vertreten; hat, ist in Hagen an Lungenentzündung plötzlich gestorben.,, Fusangel, der ein Alter von 58 Jahren erreicht hat, war schon» seit längerer Zeit mit der offiziellen Zelttrumspartei, die üben seine Zeitungen sogar den Boykott verhängt hatte, vollständig zerfallen. Bei den letzten allgemeinen Reichstagswahlen hatte Fusangel gegenüber dem von der Parteiorganisaton auf den Schild erhobenen Zentrumskandidaten, dem Arbeitersekretär Becker, seine Gegenkandidatur ausgestellt mit dem Erfolge, daß auf ihn 927fr Wählerstimmen entfielen, während Becker mit 14195 Stimmen gewählt wurde. Äus Saarbrücken wird berichtet: Am Sonntag hielt hier der Verband deutscher Kriegsveteranen (Sitz Leipzig) feinem 16. Verbandstag ab. Auf der Tagesordnung stand als wichtigster Puntt die Wiederannäherung des Verbandes deutscher Kriegsveteranen anden DeutschenKrieger- bund. Nach längerer Aussprache wurde eine Entschließung an- Lin Triumph der französischen Zlugmafchinen. Ueber die Wettflüge französischer Flugmaschinen, über die durch das Wolff'sche Bureau nur dürftige Berichte verbreitet worden sind, erhalten wir aus Paris folgenden Bericht: O Parts, 8. Aug. Es ist nicht zu viel behauptet, daß mit den Ergebnissen des Sonntags der Flug durch die Lüste aus dem Gebiete des Sports in den der praktischen Anwendung übergegangen ist. Man muß sich die Tatsache vorhalten, daß sich bei noch immer wenig günstigen Wttterverhältnissen acht Flieger zu einer vorher festgesetzten Sturtde pünktlich in die Lüfte erhoben, von denen sechs das ZielTroy es ungefähr erreichten, während die zwei anderen nur wegen Motorschadens aufgeben mußten, ohne daß ein nennenswerter Unfall zu verzeichnen gewesen wäre. Andererseits vermochten fünf Offiziere auf Wright-Flugapparaten die schwierige Strecke Mourmelon- Nancy zurückzulegen, während zwei andere Offiziere von Vulains nach Troyes flogen, noch ein anderer von Mourmelon nach Verdun und schließlich Latham, der wegen Uebttmüdung bei seinem sehr anstrengenden Fluge von Mourmelon nach Jssy-les-Moulineaur den Wettbewerb in dem „Circuit ,be l'Est" aufgegeben hatte, sich das Vergnügen machte, auf dem Luftwege seiner Mutter in ihrem Schlosse bei Dreux einen Besuch abzustatten. Die Fottschritte, die seit der vorjährigen Flugwoche in Reims erzielt worden sind, treten durch diese Angaben handgreiflich vor Augen. Denn damals konnten nur auf einem abgegrenzten Gelände in mehr oder minder großen Zwischenräumen mit Stockungen und unter Schwierigkeiten aller Art die von den besten Fahrern geführten Apparate auffliegen und zwar nur in unbestimmten Stunden, wenn sich gerade der Wind etwas gelegt hatte. Besonders verblüffend sind die Geschwindigkeiten, die hauptsächlich von den beiden Siegern der ersten Etappe, Leblanc und A u b r i n, auf_ ihren Zweideckern Bleriot erreicht wurden. Au und für sich ist die Zeit von etwas über anderthalb Stund e'n für einen Flug von 13 5 Kilometern außerordentlich, nimmt man aber noch hinzu, daß wegen des dichten Nebels, der in den Morgenstunden des Sonntags herrschte, Verirrungen in der Lust unvermeidlich waren, so muß das Ergebnis noch verblüffender erscheinen. Auch der an dritter Stelle eingetroffene Lind- p a i t n e r hat mit seinem Zweidecker Sommer hinsichtlich der Geschwindigkeit Bedeutendes geleistet. Denn wenn er auch gegen die beiden ersten um 53 bzw. 18 Minuten zurückblieb, so ist zu bedenken, daß er, da er im Ueberlandsluge noch nicht sehr bewandert ist, aus Vorsicht dem Laufe! der Seine folgte und somit einen beträchtlichen Umweg machte. Sehr interessant und bewegt war der Flug Weymann's auf einem Farman-Zweidecker. Er mußte nämlich, weil er in dem Nebel seinen Weg nicht zu finden vermochte, mehrfach nieder- geheir, so in Provins, wo er einen einsamen Spaziergänger an Bord nahm, aber 10 Kilometer weiter wieder absetzte, weil der Herr plötzlich von einem Höhenfieber ersaßt wurde, das eine frappante Aehnlichkeit mit der Seekrankheit aufweist. Allerdings brauchte er nahezu fünf Stunden, um zum Ziele zu gelangen, wobei ihm noch das Unglück passiette, etwas vor dem Zielpunkte zu landen, weshalb er sich, um sich zu klassieren, noch einmal in die Lüste erheben mußte. _ , . Eine sehr große Lustreise hat der letzte Klassier To Mamet auf seinem Blöriot-Eindecker gemacht. Er wurde nämlich weit in das Marne-Departement abgetrieben und hat somit nach den vorläufigen Berechnungen statt der 135, nahezu200Kilometer zurückgelegt. «. < . Bei der Landung rief besonders Lindpaintner wegen der Sicherheit, mit der er auf das Ziel lossteuerte, und orni uud xZNhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Redaktion dem Publikum gegenüber lest,erle Verantwortung.) Zpielplan öer vereinigten frankfurter Staöttheater. Opernhaus. Montag, 8. Aug., abends 71/, Uhr: .Der Graf von »ureni- & "^anon** Aiittwoch, 10. Äug., °be.nd^6^Uhr: .Tristan und Isolde.« Donnerstag, 11. Aua: "<^lbci*ru ^üag, 12. Aug.. „Die Zauberflöte." Samstag, 13. Aua * »Ter Gras von Luxemburg." Sountaa 14 Anri • Butterfly." Montag, 15. Aug., abends 7'/, Uhr: „Die geschiedene ^rau. Dienstag, 16. Aug.: _Der Troubadour." Mittwoch 1«. Uug., abends 6 Uhr: „Die Meistersinger uon Nürnberg." *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. Verantwortlich für „Aus Stadt und Land" und „Gerichts^ l. V.: Karl Neurath. IVOS sonach ntehr äj = 7,6 v. H - 1909 mehr 3 2 - in «Pyrit uiw.t 22,7, Delfinen13,3?Sa5 ueine 83' Ri'nfer« 38 ,mh ÄÄ'lV mnid,i!’e" U-7 Lokomotive. ülw. 2,2) Kups^dra t u!w'1L''78 k??"»'?'°r°n, Un-'ormer ’ p'^vrayr u,iv. sur 1,8, Posamentierwaren. Anilin- Märkte. q, Frankfurt a. M., 8. Aug. (Orig.-Telegr. des „Giek. Anz. ) Amtliche Notierungen der beungen Fruchtmarktpreif Weizen Mk. 21.00—00.09, Kurhestkscher Mk. 21.50—00.00 U l'lalfl üdiifQ? Mk. 00.00—00.00, Roggen (hiesiger) Mk. 14 7°; bis Mk. 00.00, Gerste (Wetterauer) Äik. 17.00-00 00 Gen.» '^a'rken Pfälzer Ried Mk. 17.50-00.00, Kleie Mk. 00.00-00 00 U^-00--00M' Nrais Mk. 15.00-00.00, Wei;emnehl 0 Alk. 30% f m',0' Dualität Alk. 23.75—00.00, 3. Cnalität Mk ‘>29s btä Mk. 00.C0,, 4. Dualität ®lf. 00.00 - 00.00 «oawiunehl^ 'l’lf. 23.00—23.25, 1. Dualität 3)lf. 19.00—19.50, 2. Dual Mk Oum bis 0000, SBeUeuflcie Ulf. 9.00 bis Alk. 9.50 'Beüeutoau W nnnn-^°Mcl,neic Wik. 9.50 bis Alk. 16.00, Maljkem « Slf. OO.OO-OO °, Raps Mk. 23.09-00.00, Sicitrcber 12.25-12 60 Alles per 1O0 Kg. ab hier. ' qri„flfc- Frankfurt a. M., 8. Aug. (Orig.-Telegr. des „Gien cm? ? en0 L A 111 0 vf L Mau notierte: Frühkartoffeln m lOO^Äg115 oO—O.O0, im Kleinhandel Mk. 6.50—0.00 für je Handel. KULMZMLNW hahlP4 O11 W»rinnre'^-?f'eicI,,,el1 J" Millionen Mark: rohes Ko"rk- Holz 4,0, xBeiii m Raffern 1,6, Ananas 1,1, Schwefelkies und 3."^ * behaarte Ziegcnse l 0,’Sl “a ,2 ; iSifiS genannte1 Teerfarbstoffe' für ^.O '(Milli'onm Mary "‘^ex^beüodl Svezta,handel mit Portugal und feinen Besitzungen in Aircka >mü Ausst.br 37» m,O». ohne Edelmetalle in derT.hr 3O,Ö,su der säst handel erreichte ohne Edelmetalle: spezial- Raub der Flammen. Nur dec alte Tausstein blieb als einziger Zeuge vergangener Zeiten erhalten. Jetzt ist man imeder dran, die letzten Wunden zu heilen. Das Kirchlein !rst b " bkC e?cac ?eS n,len aus heimischem Basaltstein erstehen, damit cs den Elementen künftighin besser Trotz zu Nrok" OxTtk09» A'C-1 F?Cui,ai1 dürfte nach den Plänen des «non ^°'b^Darmstadt auf 18 000 Mark kommen, wovon ^OO^Mark durch d,e Bra.rdkasjc vergütet wurden. Schon so" dast°der m"°bbbl§ 5"r Fensterhöhe vorgeschritten, J? « Rohbau bis zum Herbste fertig daitehen wird. iff hf/ ^ad-Nauheim, 7. Aug. Glücklicherweise st die Kurverwaltung in der Lage, durch zahlreich ab dreimal tägliche Konzerte der Militär.«onzerte, Kinderfeste, Ian“ imtu,.lcjff ^ut.alTJ?ortr“S.e mit Demonstrationen aus allen 1 nnt5 fd'art,lrf,c -(Vrcbletl,u der Mißgunst des Weiter- An z i e b u n a^.'5. ^pltze zu bieten. Eine ganz besondere nniw flurf) das unter Direktor Stein- firf. h.r* 5sbCto^rtCr 2eitu,T9 stehende Kurthcater, das Gunst de^ vnhr5/^96 ed,t künstlerischer Absichten in der hrir 1Lham bf 1uvncnroc91 behauptet. Ta die Mit- | Elenden säst sämtlich dem Gießener St a d t t Heater e^n Zusammenspiel gewährleistet. Ter — s^ei$^artiq und bietet stete Abwechslung. ^e.r ^6ten ^oche haben die Länder lateinischer (Vxrfeg ^^usilien ganz besonders viel Kür- äoLnrnn» o-^ ^vs Prinz Alexander ^°hpr hl° f<-< .. . B ulle tt. ausgeioach'ene, höchsten Schlacht,v. vollsteischlge, jüngere....... 0? fref -r r ■ S ä r Jen, K ü h e. qvnft i 2UJC au59c,,L Färsen höchst. Schlachtw. -ootlslelichlge ausgemästeteKühe höchstenSchlacku- wertes bis zu 7 Jahren........ Jeitere ausgemästete Kühe und wenig gut ent- rtniPr ^e te j"agere Kühe und Färsen . . Mahlg genährte Kühe und Färsen . . . kernig genährte Kühe und Färsen . . . . ' Kälber. Doppellender, feinste Mast..... (^ollmilchmast) u. beste Saugkälber Aüttlere Atasl- und gute Saugkälber .... \cm nf Schafe. En iuugere Masthammel . . . ' c ece -iasthammel und gut genährte Schafe . S ch w e i n e. DoNfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht ..... Vollsleifchrge Schweine über 2'/, Zentner Lebendgewicht .... Fettschweme über 3 Ztr.Lebendqew'. ‘ tyleifd)ige Schweine..... finn b"*f ',7a 5* r '’n (,,cfi9e Gesangverein Froh° aefh-rn s^1 . fp!n ^OjährigeS Jubiläum. ^Eine s , Clnbcrufene Generalversammlung beschloß bufeS O-st durch einen Gesang.Wettstreit Psitiasien 1911 bcgEljen. Es wurde weiter beschlossen, als g?rei§rict)tcv nur .» 5'' S°w-micn, deren Name unb Nits für unbedingte Nee itat birgt. Ta cs dem Verein an Gönnern nicht selstt ist zu erwarten, daß zahlreiche Preise gestiftet werden' Den Anfang machte cm answärtiges Mitglied, das einen namhaften Geldbetrag stiftete. J ' ctncn . . ?' ^ai4crB“d’' 7’ Ein Stück Alt-Lauter-. ?J?dk' ?on Fremden bewundert wurde verschwindet -Es ist dies der leider als Träger der InnhuSiTn ba ^ b Stadtgrabem Er soll in Röhren Maßt werd?« - r.haustg) abgehatten ° §ainißfcft Turnfest auf dem ** Das Turnfest aus den Spicherer .Höben ^cäraUlMrV'bhCnUl^C"’ s^olgen des Turnvereins^Gießen 'gcgr. 1846) vom Kretsturnfest in Kreuznach reihen sich biejentgcn bcs gestern abgehaltencn Turnfestes auf den cbcubiirt.g an. War cs doch sämtlichen en wndtcu Turnern wiederum vergönnt, neue Sicqes- i.Ai^kA:UrCn'«flc"; toa5 um s° '"ehr anzuerkennen ist, als ch bet diesem Bergturnen nur erste Kräfte zusammenfinden turnerischen Anforderungen aufs höchste gestellt b" 111,1 ssch bewußt, daß dem ersten Sieger des ?°r’°^rJ9Cn u,lb Ehrensieger des diesjährigen Feldberg-- trnhhTm aIta ar!e c*tonfu5rei,< gegenübergestellt wurde, »oSbint gelang cs Heinrich 91 o (( abermals den ersten r ^rner erhielten Preiset Ludwig Bep le r beit 7., Karl Loos den 18., R. Holschuh den ÄiaxÄS's 6lt •!« lc 511 der kaiserlichen Fezfabrik in Konstantinopel wur- 71” C H lagungen entdeckt. Es soll sich um 71/2 Millionen Mark handeln. Der frühere Direkt^ und ^rere Beamte wurden dem Kriegsgericht überwiesen.^ _,^us P e t e r sburg wird gemeldet: In den lebten 24 Stunden sind an der Cholera 102 Perl $ krankt und 29 gestorben ' beträgt 719. bcKägt, fcrncc bann, wenn die Kapitalrente gegenüber dem »itlegt angemeldeten Betrag um mindestens 100 Mk ne- näher« a ^^ibcachtung der gesetzlichen Bestininu'ingcn ?cf,t Ql,§ ,bcc heute erfolgten öffentlichen Bekanntmachung hervor) zieht empfindliche Strafen nach sich. " Erledigte Le h rerstellen. Erledigt sind: Die ln'r m‘nC'" .eD°n9er- Lehrer zu besetzende 2. Lehrerste'lle an i ctndeichule zu Würzberg, Kr. Erbach, deren Zn- >aber eine Ort^ulage bewilligt werden kann; eine mit einem £e^/c. iu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde- fcfjule ztl Steinbach, Kr. Offenbach. I 2 Gießt' n, den 5. August 1910. I .,vVt .!)cr ketzten Sitzung der Stadtverordneten hat man zwei bewahrte Haltestellen der elektrischen Straßenbahn gemordet wenn es nicht vielleicht, um mit dem seligen Staub Vu !ffben, em Totschlag war , um dafür zwei n^e z.kNffen nd wanim dreie vierfache Aendernng? Uni nicht noch eine Ter^^e^oM^lle, die an der Braugasfe, einschalten zu sollm. warf seine technische Autorität auf die Lragschale und erklärte, diefe Haltestelle koste 22 000 Mark f}broaJDar * natürlich um sie geschehen. Tenn mit der Technik *.* . tin c!gcn -lng: die menten Menschen verstehen irichts rnU^ Cin löCltl9 davon. Diese letzteren sind die Schlimmsten' Jj.Jx w^en Nicht zu widersprechen, wenn ein Techniker mit fÄl 5 Clf ^^unden^komuit, aus Furcht, etioas von ihrem An- !c^eil 111 toWto Fragen emzubüßeir. — 22000 Mark' Sollte ^^/^Oberbürgermeister, wemi er nach der Sitzung dem Herrn Z oder emem anderen Techniker begegnet ist, nicht, wie man w WrnuJd,cn -liiguren nachsagt, gelächelt haben? Man L doch auch seinerzeit die Haltestellen Lindenplatz, Löwengasse SLiiCCn ?0 von der grünen Linie zu reden) em- HCrfd)ra»thC ' ^0, doß biejc viel mehr gekostet hätten wie die be- ^^l^r ,,Haltestelle der Straßenbahn", und nun soll voll und jede weitere Haltestelle mit Rück- nHsbcnre.f Mmuten-Berkehr unmöglich sein? Ich fahre £ und ,reue mich wdesmal darüber, daß vir su. haben. So komme ich auch öfters mit den Fahrern — natiir(id) nur, wenn der Wagen hält, denn sonst ist es ja ver- a I n — i t sprach. Wie oft, wenn dann an einer Haltestelle geha en wird, wo memand stand und wo niemand ausstieg ?vo a - --- —, er alfo^m. E. langsam hatle^durchfahren können, bekam ich auf r a 102 Personen er- niMLTl/!c ?raa 9Cr; ?ßarum baden ötc denn da gehalten? die 2lntwort- Die Zahl der Erkrankten km?dt e.nerlen sonst muß ich später auf dem Markts " platz so lange warten". Tie Schaffner sollen eben an allen Halte. Vnicht wegen der Kreuzung zu halten gezwungen sind, nur langsam durchsahren, dann kann man auch norfj eine k r^lC^nbcrc Haltestelle mehr einschieben, ohne daß dadurch bcr, ‘ t Mlnuten-Berkehr alteriert wird. Tenn das ist klar^ je mehr Gelegenheit dem Publikum geboten wird, die Straßenbahn zu benutzen, umsomehr wird sie benutzt und um so rentabler wird sie. ^arum sollte man die beiden alten Haltestellen "indeu- platz und Brandgasse (mit der wichtigen Asterweg-Kreuzung) be- sT «nb ÖVCr-L^ai er i ii rf) <3 io c i f e eine Haltestelle ? « Lfel’T?lfe-Cin,?ieben- wüßte mich iefrr wundern, wenn e» nicht auch so ginge! _________________ H <3dj a.M. Diehhof-Marktbericht vom 8. Aug 57 S"ßen- 817 ««A -=btob^ht^'^SbMlbeC U,,b'ec6afe 0-rbumi. Schweine ishita aus Osako. 3U‘MU,cn zttooemle Mlno = L? ®i„nf.l.n Mu9- Die Frage der völligen Sonn- laV 1 2 ""'«er mehr zu lebhaften Erörterungen Geschäftesf,d’ ’ct,f bic Besitzer der kleinen der^völttae^ 060«n eine einseitige Einführung f>anhrnLn9'ÄAn®rOinntaSS^e,.u"b 9cgcn die Behauptung der Handlung-gehilfen, daß alle Ladcninhabcr bcr Semequna günstig gewinnt feien. Wenn aber wirklich die völliac Som- .. ffin„ , -------- -----i.u. ietngcführt werden solle, so möge man die Ent- „„ nachahmenswerte Ausstellung wird Nbidmug der Reichsregierung abwartcn, und nicht Städte gegenwärtig m Mainz abgehalten. In dem Turnsaale der Hie 28te^6a&en, Singen unb Stläet) fHufeen xieöen laifen burrfi höheren Mädchenschule ist eine große Pilzsammlutm aus-1 «ne^e^übte Einführung in Mait^ - Tas der siirmaj llbcc ' ften"oc,t^c1.1 bkr giftigen und eßbaren Pilze. geschmückt. Der vcssische Schutzvercip für entlassene ®cfa'’9c"e veröffentlicht soeben seinen Bericht für das Jahr 1909/10. Der Verein wurde im verflossetien Jahre in Onir s).. .. genommen; auch bie .aufgenommenen Vereinspfleglmge war bedeutend t hoher als m dem vorhergehenden Jahre, Der Vorstand bc- von 8728 42 °Mk" ui^ erreichte Summe 872q9,-42 ,a,,r- an Unterstützungen (etwa 1400 Mk. mehr k Joc,a[’te)> Besonders muß hier die Steigerung der Einnahmen aus den Mitgliederbeiträgen hevorgehobcn roe^ben I »Pn^Aff='n^1'.- 7000 ®!f- belaufen. Außer dem orbcn?5 ht%en StaatZzuschiiß von lOOo Mk. w.trde der Kasse von der Regierung aus dem Fonds für öffentliche unb gemeinnützige mi-^° °>n- -inßerordentliche Beihilfe von 500 Mik. geioäbtt. .Rehrerc Pstcglmge erhielten zur Regelung ihrer Verhältnisse größere Darlehen aus bcr Vereinskasse. Die vom Verein in verschiedenen Stadien des Landes eingerichteten Kleider- sanimelsteilen sind leider im letzten Jahre nicht in wuMchteni Mlaße bedacht worden. Es mußten deshalb zur Schaffung von Kleidungsstücken für entlassene Gefangene »spart wurÄ ^ "''"^ ""^-wendet ,verden, die früher ~ ® ”'?,DOä' 61 5tu9‘ Wer unser Dörfchen vor >.S und 30 Jahren gekannt hat unb jetzt wieder sieht der ^siaimt über bie riesigen Veränderungen, die er Überall gewahrt. Dainals Strohdächer an allen Ecken und Enden ’I" . Pai(fcrt,,rlu* ratl-iichlenden Ziegeldächern. Damals K Ä ""b. lchlechte Straßen, deren cne noch durch den! Moosbach führte, nm die auf beiden Seilen liegenden Orts- telle zu verbinden; heute verbreiterte Ortswege mit einer "hübschen Brücke über das Dorfwasser. Früher primitive Aviord^ "V IC§t 9"te °'"9°uchtetc Gasthäuser, die den Anforderungen des .modernen Lebens mehr und mehr gerecht zu werden suchen. Ehedem ein altes Schulhäuschen '. ntobr9en Stockwerken; auf der einen Seite Schnlstube und Lehrerwohnung, auf bcr anderen Seite Stall und Scheune enthaltend. Seit zwei Jahren am Eingang von Nieber-MooS em einfacher, aber gut ivirkendcr Neubau in n S f'5 ,2^reC Unb @4ÜIcr w°hl fühlen können. Dabei noch allenthalben ganz neue Bauernhofreiten, die erst im vcr- gangenen Jahre erstanden sind. Wie bekannt ist, hat ein Brand, durch einen in einer Scheune zündenden Blitzstrahl Pi»p°nher1' Mat vorigen Jahres vier alte, aus 0^0(3 »baute und zum Teil mit Schnitzereien versehene ^t> An J 1S$CI'nCn unb °llcn zugehörigen Neben- 8 u en cmgcaschert. Auch das aus dem Jahre 1738 1 ammende würdige Kirchlein inmitten des Dorfes mit feinen 1 pou ^orstiinstlerhand gemalten Aposteln wurde damals ein 1 in der Einfuhr 1909 .... 1237 1908 .... 115,0 Mk. 87-92 78—85 69-75 75-80 66-70 75-84 77—82 70-78 52-66 45-50 97-104 88—96 82-86 78—82 76-00 Kleine Taacschronik. L T /ud ? j9 in ar in gen wird gemeldet: Auf der Hoben- o r n s ch e wN e b e^i b a h n S i g m a r i n g e n__Laucher- C aur Samstag ein Unglück. Die Pferde des ^Zlegeleibesitzers Ott .scheuten auf der Station © amirfn^ 6e?henlll^n'n(f? °nsn^ei!nicn und sprangen auf das Gleis' ^ic be ven Jnlafsen des Wagens, Ott sen. und sein 18jährüaer Sobn ^u'dcn von dem Zuge überfahren. Ott sen wurde so chwer ve ' I daß er 10 Minuten später sein Leben aushauchte Seinfm । 1 ei L 5 t ll (5 V ß' fit !1 Si sü bi 0 sa fii Ä 3t ge DC di t)C kr hc kr nr fr in Lc $i de K. N S !» ar S % % id sic le« ai ll« h gl « i st h fo lii ni fii a In in in er lu bi lii 6 in gi 9E dc Ni to m 6 ai vi lu 9J ei ’.i Sl 91 9f Ni b( H: b( b kl ? c v n ? u ei d h b' b. u a d