581 Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten. 10. 75652, 4, 1, sind von unseren । und 19 welchem Tage die rn aus säuüliche L11 vlll uuv vvtjw JCUuL, DuL UUXl AJCaI uuituiv - z, z <. - - < 'anrler und ihm bestehen ntmt. Wenn Ternburg den nur einigermaßen Kenntnis hat. (Benall.) Deshalb erhebt sich «W Mte, E K meisten -ndeeen hohen Beamten s aber auch gan, spontan aus den: Balke heraus so,ort Weder,Much, 15, iO, 65750, 69740. 7236s 73044, 246, 2478, 2624, )08, 4529, 4569, f6, 18, 61341, 65451, 69725, 71822, 72959, 76321 urden in der jcu m gefunden: 2 Damenschime, Paar >strümvsr, B’/. des Eleltriüiitts ibgebolt werden. 172, 6513, 6539, 01, 7987, 8039, >4, 9983, 10030, 12078, 12422, . 13703, 14387, >, 17094, 17109, ) 18096, 18170, S, 20230, 20247, 1 21385, 21693, 0 22552, 22766, 1' 25186, 25477, ' 26978, 27246, 27663, 27689, 28655, 29256, 62781, sagte er ir. a.: Wir sind nur cinfatöc Laien, wir befassen uns nicht mit kirchlichen Streitigkeiten und gelehrten Streitfragen. Um er -Standpunkt basiert auf dem freundschaftlichen, vertrauensvollen, absolut unentbehrlichen Verkehr mit seinen tausendfältigen Interessen, bei denen wir auf wechselseitige Unterstützung fortwährend angewiesen sind. Ta wissen wir, daß unsrem Vaterlande nichts nötiger ist als der vollkommenste Friede aus religioi em Gebiete, namentlich zwischen den beiden großen ehnltlichen Kontenwnen. (Starker Beifall, ) Das weiß isder gute Deutsche, aber auch jeher, der von den inneren Verhältnissen unseres Vaterlandes * ' - r .....z ' - C CÜ a.r। ^VöÄhrti h r>riiPnf iTrn Zum 9tüif tritt des Staatssekretärs Ternburg wird uns von b e st unterrichteter Seite folgendes mitgeteilt: Mit dem Rücktritt des Staatssekretärs Ternburg darf als mit einer feststehendenTatsache gerechnet werden. Das Mschiedsgesuch ist bereits vor mehreren Wochen eingereicht worden. Tic Gründe liegen ganz ausschließlich auf dem all gemein pol i tischen Gebiet Allerdings hat das Zentrum begreiflicher Weise stets auf den Sturz, des Staatssekretärs hingearbeitet. Aber der kindische Bestcuerunasplan Erzbergers ist auch von ihm als ein Versuch mit absolut untauglichen Metteln angesehen worden, und einen Erfolg hatte da2 Zentrum doch nur dann haben lönnen, wenn es ihm gelungen wäre, die Konservativen auf seine Seite zu bringen. aber war jedenfalls bisher nicht der Fall gewesen. Otogen bte Konservativen auch für den Außenseiter keinerlei Syrn- pathien aebabt haben, so haben sie doch ferne Kolonial- poliltt in allen wesentlichen Punkten unterstützt und sich insbesondere der aufsässigen Diamantenkrantcn ^udwest- afrikas nicht angenommen. Sie haben diese etwas undanl- bare Aufgabe den Antisemiten und der deutsche., Tageszeitung über lassen. Bei dem Reichskanzler aber har der Staatssekretär bis zuletzt jedes Verständnis und Enigegen- fommen gesunden. Irgendwelche, die Kolonialpoluitbetreffende Meinungsverschiedenheilen zwischen dem Reichs- Kanzler und ihm'bestehen nicht. Wenn Ternburg dc Es wird in den 'weitesten Kreisen das tiefste Bedauern Hervorrufen, daß der tatkräftigste, geschickteste Beamte, der zurzeit in den obersten Reichsämtern sitzt, geht, ^amit wird zweifellos die .Stellung unserer heutigen schwachen Regierung noch mehr geschwächt. Wir hoffen, daß der begabte Mann in nicht ferner Zeit noch einmal seinen Einzug n die Reichsregierung halten wird, zu einem Zeitpunkte, tüo es an eine gründliche Säuberung auch in anderen stellen als der Kvlonialvcrwaltung geht. Wer weiß, ob der kluge Staatssekretär nicht vorausgesehen hat, daß man ihn noch einmal brauchen wird, und ob er nicht beabsichtigt, für einen etwaigen neuen Ruf, der an ihn ergeht,, bessere Be- lingungen und eine andere äußere Lage zu erreichen. 'Die , Frkf. Ztg." teilt mit, Ternburg habe schon vor einem Jähre dem Reichskanzler die Absicht mitgeteilt, aus dem Amte scheiden zu wollen. Ferner sind folgende Meldungen zu verzeichnen: Berlin, 8. Juni. Tic Annahme, daß als Nachfolger des Kolonialstaatssekretärs 'Ternburg auch der Unterstaatssekretär Stemrich vvM Auswärtigen Amt in Frage komme, wird als nicht zutreffend bezeichnet. Zu der Blättermeldung, der Abgeordnete Erz berg er wolle trotz des Rücktritts des Kolonialstaats- sekretärs Ternburg eine gegen diesen gerichtete Broschüre erscheinen lassen und in dieser den Vorwurf erheben, daß Ternburg im Besitze kolonialer Werte sei und daß ihn das Interesse an diesen Werten in seiner Kolonialpolitik bestimmeiid beeinflußt habe, sagt Exzellenz Ternburg in einer Zuschrift an die „Rundschau", eine solche Nachricht sei eine derartig dreiste Erfindung und stelle, falls sie in der Broschüre vorkomme, eine gemeine Ehrabschneiderei dar. Hamburg, 7. Juni. Zu den an der Hamburger mw ^r- liner' Börse verbreiteten Gerüchten, daß D e r n b u r g s N a ch - folger Ballin, der Generaldirektor der Hamburg-Amerika- Linie werde und Ballin sich in den Aufsichtsrat zurückziehe, erhalt das .Hamburger Fremdenblatt" von zuverlässiger Seite folgende Mitteilung: „Tiefe Nachricht beruht durchcms auf frei efter Erfindung und enthalt kern wahres Wort. General- birettor Ballin denkt nicht daran, seinen Posten zu vertanen. Zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Hainburg-Amercka-Lime ift übrigens als Nachfolger des verstorbenen Herrn G. W. Tretgens Herr Max Schinkel erwählt.__ Die Bewegung gegen den päpstlichen Hirtenbrief. Ter Landesvorstand des Hessischen Hauptver- eins des Evangelischen Bundes, der rn Frankfurt a. M. versammelt war, hat einstimmig folgende Kund- O^Jn d^Brnromäus-Enzvklika hat Pavst Pius X_bie Reformation, die Reformatoren und die vrote,tantischen Fürsten und Volker in unerhörter Weise beschimpft. Wir empfinden dreie Schmähungen als eine empörende Herausforderung des gesamten Protestantismus, als cme Verunglimvtung des deutschen Volkes, soweit es evangelisch ist, als eine der schlimmsten Störungen des konsestionellen Friedens. Wir erheben entschieden Einspruch gegen die,es Vorgehen und bitten unsere evangelischen Mitbürger, gegen brfen neuen Beweis der Unduldsamkeit und Unversöhnlichkeit des ipsttums sich test zusammenzuschließen und mit erneuter Kraft dafür zu wirken, datz die Segensgüter der Reformation unicrem deutschen Volke ungeschmälert erhalten bleiben. Bemerkenswerte Aeußcrnngen hat der Zentrumsabg. Justizrat Tr. Schmitt in Mainz bei einer Feier des katholischen Männervereins' getan, ohne allerdings den Hirtenbrief ausdrücklich zu nennen. Nach der „Frks. Ztg. in politischer Farblosigkeit und Gleichgültigkeit seines Ressorts zu walten, so hätte er sicherlich noch recht lange Staatssekretär bleiben tonnen. Auf diesem Standpunkt steht nun aber Ternburg nicht. Er ift bekanntlich liberal, er hat nicht nur vor seiner Ernennung zum Kolonialdirektor der früheren freisinnigen Vereinigung angehört, sondern ist auch während seiner Amtsführung feinen Farben treu geblieben und hat niemals und niemandem gegenüber feine politische Gesinnung verleugnet. Für einen solchen Mann war innerhalb der Blockpolitik des Fürsten Bülow, die einerseits auch vom entschiedenen Liberalismus unterstützt, andererseits vom Zentrum bekämpft wurde, ein geeigneter Platz. Nach dem Scheitern der Blockpolitik war er bloßer liberaler Konzessionsfchulze; eine ziemlich unwürdige Stellung. Ternburg steht auf dem von den Liberalen aller Schattierungen geteilten Standpunkt, daß sich die Reichspolitik nicht von der preußischen Politik trennen laßt, daß diese ein Teil der ersteren ist. In Preußen aber hat die Gestalt der Wahlrechtsvorlage gezeigt, daß die Re- gierunq nicht gewillt ist, auch nur dem abgeschwächtesten Liberalismus irgendwelche Zugeständnisse zu machen. Es hat aber auch der Gang der Verhandlungen bewiesen, daß die derzeitige Regierung, obgleich sie nicht reaktionär ist, mindestens feine ausreichende Widerstandskraft gegenüber dem schwarzblauen Block besitzt. Unter solchen Umständen ist für einen aufrechten Liberalen, einen nberzeugungstreuen Anhänger der vormaligen Blockpolitik, fein Katz mehr in der Regierung. Tamm geht Wernburg. Sein Gehen tränt zur Klärung der politischen Lage bei, wenn sie auch vielleicht jetzt noch unerfreulicher erscheint als zuvor. wenn ein Ereignis einlritt, das bin en frieden, wirklich oder vermeintlich zu stören geeignet ist iLcbhaster Bcisall.) Wir in den Männervereinen haben feit 2d wahren immer darauf gehalten. daß in unseren Versammlungen nie em Wort yefallen. ist, das die religiöse Ucberzcugung unserer Mitbürger beenttrach- tigcn konnte (Lebhafter Beifall» und wir waren auch stets bestrebt, im privaten Verkehr alles auszuschließen, was als eine rrran- kung hätte aufgefaßt werden können. ^Beifall.) , . , Heute an diesem Jubelfeste wollen mir feierlich geloben, >aß wir uns durch niemand und durch nichts von dieiem wohl- bewährten Prinzip abbringen lassen. (Lebhafter, langanhaltender Beifall.) Wir wollen immer nur das betonen, was uns eint, nie das, was uns trennt. (Beifall.) Auch diese Stimme beweist offen, welch großer, empörender Mißgriff die erwähnten verhetzenden stellen in dem Hirtenbriefe gewesen ift. Die Hirtenbrief-Anfragen werden im preußischen Abgeordnetenhause, wie nunmehr feststeht, am Donnerstag besprochen werden. . Sonntag nachmittag, den 26. Juni, wird in Speyer in der Gedächtniskirche eine große Protestversammlimg veranstaltet werden, um die gegen die Reformation und den Protestantismus gerichteten Aeußerungen des 53 o r r o » mäus-Hirtenbriefes des Papstes zurückweisen. ere 6rei. M Gewitter und Blitzschäden. Gießen, 8. Juni. . Die gestrigen Gewitter haben in der Umgegend vielfachen Schaden angerichtet. Namentlich hat es vielfach ein- geschlagen, wobei es leider ohne mehrfache schwere Schäden Nicht äbging. U. a. liegen folgende Meldungen vor: )( Hungen, 7. Juni. Heute nachmittag gingen gleichzeitig mehrere schwere Gewitter über unsere Stadt und Gemarkung nieder, die unseren Fluren zwar endlich den lange ersehnten durchgreifenden Regen brachten, aber leider auch schweren Schaden verursachten. Der Blitz schlug m die hiesige auf der sog. .Landwehr" sich befindliche Schafherde und tötete 34 Schafe. In der Lindenallee fuhr der Blitz in einen Baum und auch in der Umgebung hat der Blitz mehrmals cingeschlagen, ohne zu zünden. Eine aus dem Felde heimeilende ältere Frau von hier erlitt infolge der Angst und Aufregung einen Schlaganfall und wurde bewußtlos in ihre Wohnung gebracht. ch. Gbcrftabt, 7. Juni. Bei dem heute über unserer Degend mebergegangenen Gewitter schlug der Bliß in den hiesigen Kirchturm, glücklicherweise ohne zu. zünden. Ter 'Dachstock erlitt etwas Schaden. . ch. Bettenhausen, 7. Juni. Gestern wurden bet dem niedergegangenen Gewitter zwei K ü h e in ihren Stallungen vom Blitz erschlagen. Sie gehören dem Landwirt Karl Schlosser. Q Groß-Felda, 7. Juni. Gestern nachmittag gegen 2 Uhr zog ein schweres Gewitter dem Feldatale entlang. Bei heftigem Regen und leichtem Hagel waren die elektrischen Entladungen besonders stark. Zweimal schlug der Blitz ein, ohne glücklicherweise zu zünden. Der eine Strahl fuhr in den Kirchturm, zersplitterte einige Dachschiefer und ging ohne Schaden in den Boden. Der andere Blitz traf den Schornstein eines Hauses, fuhr an der Wand eines Wohnzimmers herunter, in dem Personen anwesend waren, die mit einem allerdings nicht geringen Schrecken heil davon kamen. Auch dieser Blitzschlag war ein kalter Strahl. △ Ober-Breidenbach. 7. Jimi. Während eines Gewitters fuhr gestern nachmittag ein Blitzstrahl in das Wohnhaus des Einwohners Zulauf. Ter Blitz schlug dem Giebel entlang und zündete. Eine Feuer-- garbe loderte sofort auf. Tic Feuerwehr erschien und begann sogleich die Löscharbeit. Ta fuhr — wunderbar — ein neuer Blitzstrahl auf das brennende Haus, und wie mit einem? Zauberschlag war das entstandene Feuer ausgelöscht. Solche doppelte Blitzschläge, bei denen der zweite den durch den ersten Strahl entstandenen Brand löscht, gibt es; sie gehören aber zu den seltesten (STfcffcinungen. Auch in Ermenrod fuhr während desselben .Gewitters ein .Blitz 9‘9 ie>< rrde"' Nr. -Ot« Erstes Blatt 160. Jahrgang Mittwoch 8. Juni 1010 ___ Bezugspreis: Der Siebener Anzeiger • monatlich^.,viertel- erscheint la glich, außer A jährlich Mk. 2.20: durch ZUntlGCi wirtschaftliche Seitfragen X^^^g W ■ WM X^ M _ Lj. V ~ ~ EhesredakteurrA. Goetz ras U ¥ . ... »» =£»■ Seneral-AMger für Gberhessen Annahme von Anzeigen 57 7 faal": E. Heß; für den für die Tagesnmnmer Rotationsdruck und Verlag der vruhl'schen Univ.-Buch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expeditton und oruaeret: Skyuisrraye u Anzeigenteil: H. Beck. bis vormittags 9 Uhr. 3 Lin AuLftanv der Lisenbahnangeftellten in Frankreich. D Paris', 7. Juni. Die große Ausstandsbewegung der Eisenbahnangestellten, mit der schon so lange gedrolst wurde, scheint nunmehr in gefährlicher Weise in Fluß zu geraten. Am Mon- tag erschien eine Abordnung der verschiedenen Verbände der Angestellten der Nordb ahn-Gesellschaft beim Direktions- Komitee, um folgende Forderungen zu stellen: 1. Erhöhung der Löhne um 25% für alle Zugführer und Heizer wegen der Verteuerung der Lebensmittel, der Wohnungen usw.; 2. Eine feste Prämie von mindestens 80 Francs monatlich für die Aushilfe-Maschi-, nisten und von 150 Francs für die angeftellten; 3. Eine Mietsentschädigung und 4. Eine Fahrkarte für daS Nordbahnnetz für alle int Dienste befindlichen Angestellten, Höflich, aber entschieden wurden diese Zumutungen, die nichts weniger als bescheiden sind, zurückgewiesen mit dem Hinweise darauf, daß, abgesehen von unverhältnismaßigen Opfern, die sie der Gesellschaft auferlegen müßten, diese ins Ungemessene wachsen würden, weil dann auch die anderen Angestellten gleiche Erhöhungen beanspruchen könnten. 9hir Ansichtlich der Mietsentschädigung wurde die Gesellschaft gern Entg-egenkommen zeigen. Daraufhin vereinigten sich die Abgeordneten mit anderen Vertretern des Fachverbandes, um an die Sekretäre der 26 Sektionen des Netzes zu telegraphieren: „Nichts bewilligt!" — Das war die verabredete Losung und daraufhin fanden \ n Paris und in 25 Städten des Nordens Versa m rn l u n g e n d e r M a s ch i n i st e n st a 11, um die Entscheidung des geheimen Komitees, nämlich die Arbeitsein sie klung, zu bewilligen. Das soll einstimmig erfolgt sein. Man glaubt auch, die Beamten der anderen Netze in die Bewegung hineinziehen zu können, indessen wird über die daraufhin abzielenden Schritte und Befchließungen strengstes Schweigen gewahrt. Für das Nordbahnnetz, das bekanntlich für die Verbindungen mit Norddentschland, Belgien, Rußland usw. hauptsächlich in Betracht kommt, wäre die Arbeitseinstellung unmittelbar zu erwarten, aber der Zeitpunkt wird nicht verraten. Der Streik soll ganz plötzlich ausbrechen. Tas Streil-Komttee hat alles dafür vorbereitet. Es hat Radfahrer und Automobile in hinreichender Menge zur Verfügung, um in aller Eile feine Anordnungen an das gesamte Personal übermitteln zu können. Der Post wird nichts anvertraut, da nach dem letzten Streikversuche im Fahre 1892 den Führern klar geworden ist, daß die Behörden und die Regierung durch Zurückhalten her Depeschen unb Briese das ganze Unternehmen scheitern lassen können. Die Föderatton der Maschinisten, die über 15 000 Mitglieder zählt, geht in dieser Sache mit dem nationalen Syndikat der Eisenbahnen, das 70 000 Anhänger aufweist, Hand in Hand. Wie diese Verkehrsunterbrechung, deren Folgen gar nicht übersehen werden können, zu vermeiden ist, lagt sich bis jetzt noch nicht erkennen. Die Regierung wird die Hände gewiß nicht in den Schoß legen, aber hat wohl kaum die Mittel zur Verfügung, um wirksam den Folgen einer Arbeitseinstellung der Eiscnbahnangestellten entgegenzuHeute abend hielten die Bediensteten der Pariser nördlichen Tramroanlinicn in der Arbeitsbörse eine allgemeine Versammlung ab, die angeblich mit einer unter den Tramway er n ausgebrochenen Streikbewegung zufammenhängt. Der Verband der Lokomotivführer und Heizer der nördlichen Bahnlinien beschloß, wegen verweigerter Lohnerhöhung in den Ausstand zu treten. Es wurde dem Streikausichuß überlassen, Tag und Stunde für den Beginn des Ausstandes sulchen. Das nationale Eisenbahtiersyndikat wll ersucht werden, sich gegebenenfalls dem Ausstande anzmchließen Nach der Versammlung zogen an 1500 Bahnbedienstete vor den Nordbahnhof und sangen die Internationale. Schutzleute trieben die Leute auseinander. ., . _ k Paris, 7. Juni. Behufs Beilegung des sud- bahnstreiks hatte der Generalrat des Bardepartements nut dem Direktor der Südbahngefellschaft und den Vertretern der Ausständigen eine Besprechung. Man emigte sich dahin, den Minister der öffentlichen Arbeiten Mi Heran d^um V er - Mittelung zwischen der Bahngesellschaft und den streikenden zu ersuchen.________________ Zum RücktttttHrnburgr. Deutsches Reich. Im Beisein des K a i s e r s und der Kaiserin, der Prinzeffinnetz August Will>elm und Viktoria Luise, sowie der Prinzen August Wilhelm unb Oskar, der Minister v. Moltke und ’-tr. Bel der und zahlreichen hervorragenden Persönlichkeiten wurde am Tiens- taq in der Hochschule für Musik in 53 c r t i n eine Gedächtnisfeier zur 1OO. Wiederkehr des Todestag c Sd e r Königin Luise begangen. Wadi den einleitenden Musikstücken hielt Professor Hintze die Gedächtnisrede, in welcher cr aussuhrte, das Bild der Königin als freundlicher Schutzgeist des Volkes unb als guter Genius 'Preußens sei unser geblieben über Tod und Grab hinaus. Zwei Sätze aus Haendels „Mestias schloffen die eindrucksvolle Feier, ___________________ Ausland. Aus Stockholm wird gemeldet: Uebcr den augenblicklichen Stand der S p i tz b e r g e n f r a g e ist das „Svenska Telegram- bnran" ermächtigt, folgendes mitzuteilen: Schweden, Norwegen und Rußland einigten fick, als an die,er Angelegen- lieit’am meisten interessiert, jetzt darüber, gemeinsam einen Entwurf zu einer Konvention über die Aufstellung einer Recht s- ordnung für Spitzbergen auszuarbeiten. Zu diesem Zwecke sind demnächst in Ehristiama Verhandlungen einzuleiten. Die cnogiltige Annahme des Entwurfs wird auf einer Zwammen^ kunst von Vertretern aller interessierten Regierungen eriohgeu. Aus Vera Eruz (Mexiko wird gemeldet: Anfständnche, die unter der Führung der Maya-Indianer stehen, griffen verschiedene Städte an. Tic Zahl derer, die Valladolid angriffen, wird auf 5000 angegeben. Ter Ches der Polizei unb die Beamten finb getötet, das Arsenal ift geplündert. Tic Ausständigen zerstörten auch die Eisenbahn und die Telegraphenverbindungen. Nach^ einer Meldung der „Newyork Sun" aus Merida beträgt die Zahl der durch hie aufständischen Maya-Indianer getöten Soldaten und Mexikaner etwa 500. 11 Uli Gebiaden, ^fiUlnng, EWU 61 Äirhvr saäE J9en unetugeltliJ ?Lbj*c Mhuiq uetoett. ÄS * c unujjnua nutet welche im lause», tettt gämnft Mu indem achr nochmals M wegen Kran!, umpiarzle in den Hein gewaschenem ad nur an einem cinwft. mkheilen herrschen, ti, Ä * 58, 82916, m 23, 85653, 8M 100324, * > 102767, * j' 14H9’, 41* J 142764, W* iS S 3 147411', A ' 149521, 14^ ' i DHober l910 ; oetloft i** in ein Wohnhaus. Es war aber ein kalter Strahl, der nicht zündete. -r. Angersbach, 7. Juni. Ein schweres, m e h - rere Stunden anhaltendes Gewitter zog gestern Nachmittag über unfern Bezirk. Die in den letzten Jahren gemachte Beobachtung der zunehmenden B'litzaefahr wurde ioud) jetzt wieder augenscheinlich, denn an mehreren Orten geschah durch Blitzschlag schweres Unglück. In Großenlüder überraschte das Gewitter einen auf dem Felde arbeitenden Landwirt, er wurde nebst seinen beiden Kühen vom Blitz getötet, während seine in der Nähe weilende Enkelin betäubt wurde und sich wieder erholte. In Eichenau zündete der Blitz eine Scheuer an und wurde das Gebäude vollständig eingeäscheri. In Niederstoll schlug der Blitz in ein Haus ein, ohne zu gründen. Außerdem wurde noch verschiedentlich Blitzschaden an Bäumen beobachtet. Gewaltige Regenfluten gingen während dieses Gewitters nieder und brachten unfern durch wochenlange Dürre ausgetrockneten Feldern das langersehnte Naß. B Marburg, 7. Juni. Im nahen Bauerbach wurde gestern abend durch Blitz der Dachstuhl der Kirche zerstört. X. Hanau, 7.Juni. Heute mittag entlud sich wiederum in der hiesigen Gegend ein schweres Gewitter, das leibet auch ein Unglück zeitigte. In der Gemarkung Rothenbergen war der Landwirt Friedr. W. Kern, Sohn des Ortsbürgermeisters, mit Pflügen beschäftigt, als ein Blitzstrahl niederfuhr und ihn init zwei Kühen tötete. Auch auswärts kamen größere Schäden vor. Wir erhielten folgende Drahtnachrichten: Explosion in der Karbouitfabrik zu Schleebusch. Durch einen Blitzschlag erfolgte in der Karbomtfabrik zu Schleebusch eine starke Explosion, die mehrfach großen Schaden anrichtete. Folgende Drahtmeldungen gingen uns darüber zu: Köln, 7. Juni. Die Karbonitfabrikin Schleebusch ist heute Dienstag nachmittag gegen l1/» Uhr in die Luft geflogen. Die Explosion, die auch in Köln verspürt wurde, war fb' heftig, daß in Schleebusch vielfach! Beschädigungen an den Häusern angerichtet wurden. Die Kleinbahn-Zentrale wurde besonders schwer heimgesucht. Der Betrieb ist unterbrochen worden. Soweit bis jetzt festgestellt ist, liegen zwei Personen schwer verletzt im Krankenhaus. Außerdem sollen noch mehrere Personen mehr oder weniger schwere Verwundungen erlitten haben. Da die Explosion vor Arbeitsbeginn stattfand, wurde ein großes Unglück verhütet. Die Fabrik brennt noch und ist abgespcrrt, da weitere Explosionen befürchtet werden. Schleebusch, 7. Juni. Die Ursache der Explosion ist auf einen Blitzschlag zurückzuführcn. Die Gefahr weiterer Explosionen ist jetzt beseitigt. Von der Fabrik sind nur die Filtrier-, Meng- und Waschanstalten von der Explosion betroffen worden. Ueber die Zahl der Verwundeten konnte bisher keine genaue Feststellung gemacht werden. Der durch die Explosion verursachte Luftdruck hat in der Umgebung großen Schaden angerichtet. Selbst in Köln und den Vororten, wo man erst ein Erdbeben vermietete, erlitten einige alte am Rhein liegende Häuser Risse. In Nippes wurden acht Schaufenster zertrümmert. An der Agneskirche wurde ein großes Fenster zerstört. In Dünnwald wurden von mehreren Rufern die Dächer abgedeckt. Blitzschlag in eine sächsische Infanterie-Kompanie. Dresden, 7. Juni. Beim Einmarsch des 177. Infanterie-Regiments nach dem neuen Lager in der Nähe des Steinborner Gutes bei Königsbrück traf ein Blitzstrahl die zweite und die dritte Gruppe der dritten Kompanie und warf achtzehn Mann zu Boden. Drei Mann sind tot, zehn wurden schwer und fünf leicht perletzt. Tot sind der Gefreite Klintricht, Soldat Boden und Soldat Hornickel. Verletzt wurde der Leutnant der Reserve Weiß wage, drei Unteroffiziere und elf Soldaten. Sieben der Schwerverletzten wurden in das Königsbrücker 'Garnisonlazarett überführt. Königsbrück, 7. Juni. Durch amtliche Feststellung wird bestätigt, daß vom Infanterieregiment 177 durch einen Blitzschlag drei Soldaten getötet wurden. Ein Unteroffizier und zwei Soldaten liegen noch schwer verletzt im Lazarett, die übrigen Verletzten erholten sich wieder. In dem luxemburgischen Dorfe Wilwerritz schlug her Blitz in einen Zirkus und zerstörte ihn vollständig. Verluste von Menschenleben durch den Blitz liegen Meldungen aus Düsseldorf, Torisdorf, Bedburg und Brüssel vor. Seit 5 Uhr nachmittags sind bei Ahrweilerheftige Gewitter niedergegangen. Zahlreiche Blitzschäden sind zu melden aus Wulportzheim, AhrweUer und Dernau. In Vettclhof hat der Blitz einen Gärtner mit seinem Sohn getroffen. Der Sohn ist tot, der Vater verletzt. Auch hat Hag el s ch lag großen Schaden in den Weinbergen und an den Feldfrüchten verursacht. Der Tunnel bei Mayschoß ist infolge der starken Wassermassen einge- ^stür z t. Die Arbeiter konnten sich noch rechtzeitig in Sicher- cheit bringen. Bei dem schweren Gewitter, das gestern abend über die Duisburger Gegend niederging, wurden drei Grasmäher auf dem Felde vom Blitze getroffen. Einer war sofort tot, während die anderen betäubt wurden, aber keine Verletzungen erlitten. Eine Anzahl schwerer Gewitter richtete im südlichen Teil Englands schweren Schaden an. Ein Blitzschlag straf ein Fischerboot und spaltete den Mast. Die ganze Mannschaft wurde bewußtlos, erholte sich aber wieder. Aus Stafct unb Land. Gießen, 8. Juni 1910. ** Die Verkehrs-Einnahmen aus dem Person en--und Güterverkehr betragen nach vorläufiger .Feststellung für die Eisenbahndirektionsbezirke Frankfurt n. M. und Mainz int April 10.343000 Mk. oder gegen das Vorjahr mehr 547 000 Mk. = 5,6%; für die Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft int April 157147 000 Mk. oder gegen das Vorjahr mehr 8323 000 Mk. —5,6%. ** Verkehrsstatistik der Station Gießen für 1908. Die Zahl der verkauften Fahrkarten betrug 807 333 (gegen 822 438 und 702 983). Der Güterverkehr gestaltete sich in Stückgut, Eilgut und Expreßgut Empfang 20 152 (21 969 und 16 640) Tonnen. Versand: 25 275 (25 122 und 20 897). Wagenladungen. Empfang: 148 381 (157 237 und 149 149), Versand: 155 510 (247 221 und 224 499). Viehveckehr in Stück Großvieh: Empfang: 22 989 (21 243 und 11 642), Versand: 25 987 (24 854 und 15 423). Kleinvieh: Empfang: 21 476 (21 638 und 4971), Versand: 14 881 (13 857 und 6292). Im Ganzen abgefertigte Frachtbriefe: Empfang: 236 605 (243 023 und 175 854), Versand: 356 403 (340 538 und 243 097). ** Lahnkanalisation. Die Beratungen wegen der Wirtschaftlichkeit der Lahnkanalisation, die hier stattfanden, waren vertraulicher Art. Die voin Lahnkanalverein mit Hilfe der beteiligten Handelskammern aufgestellten Transportzahlen, die den Wasserweg benutzen würden, mußten sich von den preußischen Negierungsbeamten eine wesentliche Reduktion gefallen lassen. Der Montan-Jndustrie an der Lahn, tute überhaupt für Schwergüter wurde von berufener Seite eine erhebliche Tarifverbilligung für Eisenbahnfrachten in Aussicht gestellt und damit die Hinausschiebung der Durchführung des Lahnkanal-Projektes gerechtfertigt. Die Interessenten an der Schaffung eines geeigneten Wasserweges von Lahnstein bis Gießen zogen aus den Verhandlungen den Schluß, daß die preußische Regierung vorerst nicht daran denkt, den durch den Lahnkanalverein vorbereiteten Gedanken einer Kanalisation des Flusses zur Verwirklichung zu bringen. Trotzdem wird seitens berufener Vertreter von Handel, Industrie und Landivirtschaft längs der Lahn immer wieder auf die Nützlichkeit eines Wasserweges von Gießen zum Rhem hingewiesen werden müssen. Es iväre entschieden falsch, wenn man die Hande in den Schoß legen wollte. ** Landesverein hessischer technischer Lehrerinnen. Am letzten Samstag fand im hessischen Lehrerinnenheim zu Dar mst ad l eine Versammlung technischer Lehrerinnen statt. Es wurde ein Landes- Verein hessischer technischer Lehrerinnen gegründet, dem sofort über 50 Mitglieder beitraten. Der Sitz des neugegründeten Vereins ist Darmstadt; er schließt sich dem Landesverein hessischer Lehrerimten an. ** Kolonialvortrag. Die vor kurzem hier gegründete Abteilung des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft hielt gestern im kleinen Saal von Steins Garten ihren ersten Vortragsabend. Frau Geheimrat Lehmann aus Marburg sprach über Zweck und Ziele des Frauenbundes. Sie verstand es, die zahlreich anwesende Zuhörerschaft, meist Damen, für die einschlägigen kolonialen Fragen zu interessieren und schilderte unter Einflechtung vieler sinniger und ihren Eindruck auf das leicht empfängliche Frauengemüt nicht verfehlenden Einzelheiten die Lage der deutschen Frauen und Mädchen in den Kolonien. Auch gegen die Mischehen zwischen Schwarzen oder Mischlingen und Weißen nahm sie Stellung und forderte zur Fraueneinwanderung aus. Die Vorsitzende der Abteilung, Frau Professor Bötticher, dankte der Rednerin. Die beachtenswerten Bestrebungen der Abteilung des Frauenbundes, die gestern eine namhafte Zahl neuer Mitglieder gewann, werden, wie man uns schreibt, durch die für Herbst l. I. in Aussicht genommene Gründung einer Abteilung der Deutschen Kolonialgesellschaft eine weitere Stütze erfahren. Die Vorträge und sonstigen Veranstaltungen der beiden Abteilungen sollen alsdann in engem Anschluß an die der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde stattfinden. ** Schülerwetturnen. Der geschäftsführende Ausschuß hat in seiner gestrigen Sitzung einstimmig beschlossen, allen Schülern, die an dem Schülerwetturnen oder den Freiübungen teilnehmen, mit Rücksicht aus die Ausgaben für Turnhemd und Gürtel freien Eintritt für das ganze Fest zu gewähren. Die Eintrittskarten werden nach der heutigen Hebung auf dem Trieb ausgeteilt. "Die Maul- und Klauenseuche ist ausgebrochen im Vorwerk Sk oll men, Kreis Preußisch-Holland, Regierungsbezirk Königsberg, am 4. Juni. — Lollar, 7. Juni. Aus der ganzen Umgebung waren Verehrer Kümmels und seiner Knnst herbeigeeilt, um den Künstler im „Saalban zur Linde" wieder einmal zu hören. Vom stürmischen Bestall zu berichten, bleibt eigentlich überflüssig, da diese Erscheinung beim Austreten Kümmels in seiner Heimat selbst- verständlich war. Aber Rummel bietet nicht mir seinen persönlichen Freunden und etwa besonderen Verehrern seines Instruments nur etwas. In jedem Ton seines Vortrages verrät sich der Musiker im besten Sinne, mott möchte sagen, „trotz" geradezu fabelhafter Technik. Zu Ehren Kümmels sei gesagt, daß er seine Knnst in uneigennützigster Weise „seiner Liedertafel", deren Ehrenmitglied und Mitgründer er ist, zur Beringung stellte. Für reichliche Abwechslung ivar Sorge getragen durch die Vorträge der „Liedertafel", die sich bester Ausnahme erfreuten. Wie immer, sprachen auch diesmal die Volkslieder besonders an. Auch ein Geigen-Solo des Sologeigers der Gießener Regimentskapelle, Herrn Heinig, saitd großen Beifall. Von den Orchester-Borträgen gefiel besonders gut die „Carmen"-Jautasie. Einige frohe Stunden der Geselligkeit und ein Tänzchen für die Jugend bildeten den Abschluß des schönen Tages. = Da n bringen, 7. Juni. Auch in diesem Jahre hatte der Turnverein sehr schöne Erfolge bei der Gauturnfahrt des Gaues Hessen in Münzenberg. Die von dem Verein entsandten Turner errangen sämtlich Preise. Den 4. H. Grölz mit 81V« Punkten, den 18. H. Braun mit 71 Punkten, den 46. Wilh. Erb mit 06V3 Punkten und den 58. Karl Dort mit 50 Punkten. — Lehrbach (Kreis Alsfeld), 6. Juni. Der 18jährige Sohn des Fuhrunternehmers K. Lenz wollte an einen schwer beladenen Holzwagen einen leeren Waren anhängen. Als er die Anhängekette unter ersterem Wagen befestigen wollte, zogen die Pferde an und das Hinterrad des schweren Holzwagens überfuhr die Brust des bedauernswerten jungen Mannes. Nach 2 Stunden ist er seinen inneren Verletzungen erlegen. Es mahnt dieser Fall wieder alle Fuhrwerksbesitzer zur Vorsicht. X Mücke, 7. Juni. Gestern suchte man durch einen Polizeihund aus Gießen die Spur des Einbrechers in dem Baistschen Metzgerladen zu ermitteln. Der Hund verfolgte eine Spur, die in das Wärterhäuschen auf der Holzindustrie führte. Ob der Insasse dieses Häuschens als Täter in Betracht kommen kann, bleibt dahingestellt, wird aber bezweifelt. * Bad-Nauheim, 7. Juni. Der höchste russische Geistliche Deutschlands, Propst von Maltzan, zugleich Geistlicher beH der russischen Gesandtschaft in Berlin, ist heute morgen hier angekommen und bei dem Vorsitzenden des hiesigen Kur- und Verschönertingsvereins, Lehrer Ang. Wagner, abgestiegen. Der anläßlich des Geburtstages der Kaiserin von Rußland, der Protektorin der hiesigen russischen Gemeinde und Kirche, abgehaltene Festgottesdienst erfreute sich eines sehr starken Besuches, mich von nicht der russischen Gemeinde angehörenden Kurgästen. Die von Herrn von Maltzan in seiner Ansprache auf die Bedeutung des Tages Bezug habenden Ausführungen wurden mit großer Andacht ausgenommen. Die Gesänge wurden von dem russischen Kirchenchor der Gewerbeakademie in Friedberg ausgefiihpt. Herr von Maltzan wird trächsten Donnerstag einen Gottesdienst in Homburg v. d.H. abhalten._ Darmstadt,.?. Juni. Bei dem Russischen Minifterresidenten Wirkt. Staatsrat Baron von Knorring fand zur Feier des Ge bu r tsf est e s der Kaiserin Alexandra Feodorowna von Rußland gefreut mittag eine Frühstückstafel statt, an der nach der „Darmst. Ztg" der Großherzog und die Großherzogin teilnaInnen. Außerdem waren u. a. der Einladung gefolgt: Staatsminister Dr. Ävald nebst Gemahlin, der Preußische Gesandte Freiherr von Jenisch, der Großbritaimisch? Geschäfts- träger Mr. Harford, Oberstallmeister Riedefel Freiheun zu Eisen- bad), Oberhofmeisterin Freiin von Senarclens-Grancy, General- adjutant Hahn, Generalmajor ä la suite Freiherr von Hehl, Gelteimerat Römheld, Kammerherr Freiherr von Leonhardi, nebst Gemahlinnen, Graf und Gräfin Belewsky. -e-. Erda, 7. Ium. Der Kreisausschuß hat beschloßen, den Lehrern Kirchhoff-Tiefenbach und Red-Erda für ihre Leistungen auf dem Gebiete des Fortbildungsschulunterrichts eine besondere Anerkennung von je 30 Mk. aus Kreismitteln zuteil werden zu lasten. X Biedenkopf, 7. Juni. Auf der Grube Storch und Schöneberg bei Gosenbach verunglückten gestern vier Arbeiter dadurch, daß der Förderkvrb ein Gerüst lun- riß. Während drei von ihnen sich retten konnten und nur gering verletzt wurden, verschwand der letzte, ein junger Mann namens Bäumer aus Oberscheld, in dem 800 Meter tiefen Schacht. Seine Leiche war kaum erkennbar. ** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den! Nachbarstaaten. Die Kaiserschleife soll der Kriegerverein- Feldlrücken aus Anlaß seines 25 jähr. Bestehens erhalten Kreisrat Geheimrat Schönfeld-Schotten wird das Geschenk des Kaisers an einem der ttächsten Sonntage überreichen. — Der Gräflich Schlitz'sche erste Kammersekretär Fr. Jen sch in Schlitz ist zum Kammerrat ernannt worden. Kammer rat Jensch ist 40 Jahre im Dienst und somit einer der ältesten Beamten der Standes- Herrschaft. — Der im Haftlokal in Lauterbach wegen Mord» Versuchs untergebrachte H. Fink von Dirlammen, der am 26. Mai seine Frau mit der Axt erschlagen wollte, versuchte sich gestern den Hals abzuschneiden: er wurde schwer verletzt in die Jrrenklinik nach Gie ßen gebracht. Universitäts-Nachrichten. sd. Darmstadt, 7. Juni. Nack) dem Personalverzeichnis der Technischen Hochschule für das Sommersemester 1910 ist eine Gesamtbesucherzahl von 1407 gemeldet, darunter 43 Damen. Im letzten Wintersemester betrug die Zahl 1682, darunter 132 Damen. Die Besucher sind 1042 Deutsche und 365 Ausländer. Preußen stellt 503, Hessen 337, Bayern 58, Elsaß-Lothringen 25, Baden 23 Besucher usw. Von den Ausländern sind 277 Russen, 25 Oesterreicher, 20 Norweger, 8 Schweizer, 7 Engländer, 5 Italiener usw. An der Hochschule bestehen 41 Sttidentenvereini-' gungen und Verbindungen.________________________ Die Prinz-Heinnch-Zahrt. Die zweite Schnelligkeitsprüfung. Auf dem fünften Abschnitt der Fahrt(Straßburg—Metz) wurde zwischen Heiligkreuz und Maienheim die zweite Schnelligkeitsprüfung abgehalten. Ueber das Ergebnis erhalten wir die folgende Drahtnachricht: M a i e n h e i m , 7. Juni. Die Fahrzeiten bet dem Rennen bewegten sich für die 85 Kilometer lauge Strecke zwischen 2 Minuten 30 Sekunden und 3 Minuten 31 Sekunden. Die beste Fahrzeit (nad) der Stärke des Motors gerechnet) hat Nr. 16, Edm. T i s s 0 t - Mannheim, mit 2 Minuten 30 Sekunden gefahren. Metz, 7. Juni. Bis 4 Uhr 2 Minuten waren in ziemlich schneller Folge 35 Wagen am Ziel eingetroffen, von da an erfolgte die Ankunft in mehr oder minder bedeutenden Zwischenräumen. Gegen Vs6 Uhr kam ein schweres Gewitter mit starkem Regen auf, das gegen 8 Uhr noch undatierte. Bis kurz nach 7 Uhr waren 70 Wagen angekommen. Der von dem Prinzen Heinrich gesteuerte Wagen langte um 6 Uhr 27 Minuten an und wurde von den trotz des Regens ausharrenden Mengen mit brausenden Hochrufen begrüßt. Der Prinz unterhielt sich am Ziel längere Zeit mit einem Herrn des Empfangsausschusses und fuhr dann nach dem Generalkommando, wo er Wohnung nahm. Unfälle sind nicht mehr vorgekommen. Morgen früh um 7 Uhr beginnt am Deutschen Tor der Start für die letzte Strecke Metz—Koblenz—Limburg a. d. Lahn—Homburg, rund 350 Km. Unfälle. Leider ereigneten sich bei der Fahrt mehrere bedeutende Unfälle, bei denen auch mehrere Menschen getötet wurden. Schle11ftadt, 7. Juni. Als heute morgen 6 Uhr 55 Min. bei der Weiterfahrt drei Wagen zu nahe aneinander fuhren, stieß der Wagen Nr. 5 (Henry Ninaud-MannhemO, der einem Fuhrwerk ausweichen wollte, gegen einen Akazienbaum, der umbrach. Der Rennwagen ist schwer beschädigt und mußte die Teilnahme an der Fahrt aufgegeben. Wagen Nr. 25 (Otto Rose- Magdeburg) hatte an derselben Stelle einen Schlauchschaden. Nach viertelstündiger Rast setzte der Wagen die Fahrt fort. Straßburg, 17. Juni. Bei der Ausfahrt zum Start mußte der Wagen Nr. 71 H. G. (Heilmann, Töpchin) Benzin einnehmen. Plötzlich geriet der Wagen in Brand und brannte dis auf die Metallteile nieder. Wie Iber Besitzer versichert, ist der Brand durck) Unachtsamkeit eines Zuschauers entstanden, der ein brennendes Zündholz wegwarf. Verletzt wurde niemand dabei. Tödlicher Unfall. Oberonzen, 7. Juni. Heute vormittag ereignete sich ein beklagenswerter Unfall. Gegenüber der großen Tribüne des Automobilklubs K 0 l m a r fuhr der Wagen Nr. 57 (Franz Heine- Hannover) mit voller Wucht gegen einen Baum. Der Wagen wurde vollständig zertrümmert. Zwei Insassen sind tot, der dritte ist schwer verletzt. Auch ein Zuschauer wurde verletzt. Das Rennen ist vorläufig eingestellt. K 0 l m a r , 7. Juni. Prinz Heinrich ließ durck) den Grafen S i e r st 0 r f f einem Vertreter der „Neuen Badischen Landeszeitung" in Mannheim amtlich erklären, daß der heutige Unfall auf einen Mangel an der Steuerung zurückzuführen sei. Der Chauffeur Brunner und der Unbarteiifröe Allenstedt aus Siegburg sind tot, der Lenker des Wagens, Herr Heine, wurde schwer verletzt. Kolmar, 7. Juni. Der schwer verunglückte Rennwagenbesitzer Franz Heine, Direktor der Frankfurter Adlerwerke in Hannover, befindet sich hier int Diakonissenhaus in Pflege. Er hat einen Schenkelbruch, mehrere Rippenbrüche, einen Armbruch, eine Schulterverrenkuna, sowie eine schwere Quetschwunde am Kopf erlitten. * Straßburg, 7. Ium. Zu den bereits gemeldeten Un*< fällen ist noch ein weiterer zu verzeichnen. Nr. 17 (Edmond Tissot- Mannheim) erlitt gestern abend beim Einfahren in den Schuppen einen Radbruch, ebenso hat Nr. 95 (Emil Quaas^ Meerane) am späten Nachmittag wegen Kolbenlagerschadens bei Schwäbisch-Gmünd die Fahrt aufgeben müssen. Erdbeben in Süöitalien. In Süditalicn hat ein neues Erdbeben die Einwohner wieder erschreckt. Eine Hrvße Anzahl von Häusern stürzte ein, mehrere Menschen wurden getötet. Seither sind uns folgende Drahtmeldungen zugegangen: Foggia, 7. Juni. Ein heftiger Erdstoß, dem ein 19 Sekunden andauerndes Beben folgte, wurde gegen 3 Uhr nachts hier und in der Provinz verspürt. Die Bevölkerung übernachtete im Freien. Die Mauern des alten Domes in Revine weifen Risse aus. Neapel, 7. Juni. Ein wellenförmiger, mehrere Sekunden anhaltender Erdstoß wurde nack)ts kurz nach bret Uhr hier, namentlich in den höher gelegenen Stadtteilen, verspürt. Biele Einwohner verließen die Häuser. Auch in Benevento, Cosenza, C aste Nam ar e di Sta- bia, P 0 t e n za und Catanzaro wurde der Erdstoß wahr- genommen. In Avellino war der Stoß so stark, daß ™te Ltz'L Ak«-"" dell ? Qiu gionr l del- '), 6ci 11 A« si«i* Potenza, ( gier Häuser zeOo « hoilen unter de Ü ei« Aom, ,..öun der ossent 01! dem Erdbebe «eß, Distrikt Ml M Einsturz gebt jehütlet Zn der pichen geborge M, Mr W jon dem Erdbeber in das Erdbeben! Potenz«, Wurz in der and zwei Link Neapel,.7- in das Erdbeb A Essen (Ruhr) Gordon-Benne Leutnant Vot-Saai ist gestern nadimitt manbie gelandet ' oon Abercron-E Del tun Unter dem F Luitpold voi MU AUS: MEI« MUHI fosschri E,smaachii j^Sensch Ja-‘enm8l ®leaskann Bee,,enpre Del Gasherde Emil aarkls'rasse von der Ze ® Onentoii/, ^erhaltend, MUzIKFE/TE' W°the.6?thov'l ^Mmphor f atota Meit« in Lnk-Mren 1.0X11 = Imir-Mn = Auto-Schleier zu 7.00, 6.00, 4.50, 3.00, 1.75, 1.25 Mk. Leichte Spitsen-Schals. w. Telephon 662. A. Holt er h. oft Söhne. Seltersweg 20 v. (3194 stimmt statt. Dr. med. Carl Klein jr., Spezialarzt. G e t b l e r, Gerichtsvollzieher 3145 Schweinefleisch 50 Psg. (B®/s Hit* Emil Fistor Bachf. Marktstrasse 10 Marktstrasse 10 empfehlen in grosser Auswahl unter regulärem Preis! 3197 Kuder & Morn Neuenweg 17 Neuenweg 17 Telephon Nr. 346. Wohnung Nr. 654. Achtung! Snmmcrjäfltr Lchmstz Insektenpulver Adler - Medizinal Drogerie Otto Schaaf, Seltersweg 39. 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Tas Schwurgericht sprach den Spanier Della Torre und den Franzosen Petit von der Anklage des Mordversuchs hei, dessen sich beide anläßlich der Ferrer- D e m o n st r a t i o n e n vor der spanischen Botschait am 13. Oktober 1909 schuldig gemacht haben sollten und zwar ersterer gegen den Polizcipräiekten von Paris und letzterer gegen den Polizei- komnnssar. die gesamte Bevölkerung die Wohnungen verließ. Zn der f-emeiude Cali tri stürzten mehrere >xiuser ein. Neun Seichen sollen aus den Trümmern geborgen worden sein. 5ct Präfekt sandte militärische föilfc ob. Unbeglaubigte Nachrichten lassen befürchten, daß der Erdstoß auch in anderen Gemeinden Schaden verursacht und Opfer gefordert hat. Rom, 7. Juni. Ueber das Erdbeben wird noch gemeldet : In der Gemeinde V a l l a ta sind zahlreiche Häuser eingestürzt oder beschädigt! eine Person wurde gelötet, sichrere verletzt. In der Gemeinde San Sizto nmrjben viele Häuser sehr beschädigt und die Kirche gefährdet. Zn Lio ni ist der angerichtete Schaden weniger beträchtlich. IN Sant Andrea bi Conza sind mehrere Däuser eingestürzt. Zn Eastel Baronia verursachte das Erdbeben eine Reihe von Beschädigungen an Häusern und Kirchen; in einer Schreibstube ist die Decke eingestürzt; eine Frau wurde schwer, sechs weitere Personen leicht verletzt. Potenza, 7. Juni. Im Dorfe San Fe le wurden vier £>011)er zerstört und zwei Personen leicht verletzt. In der Nähe des Dorfes stürzte ein Haus ein und begrub fünf Personen unter den Trümmern. Das Gefängnis in Malsi droht einzustürzen. Rom, 7. 5uni. Der Ministerrat beschloß, daß der Minister der öffentlichen Arbeiten sich unverzüglich in die von dem Erdbeben betroffenen Bezirke begebe. In San Fels, Distrikt Melfi, wurde durch einen Erdstoß ein Haus zum Einsturz gebracht. Eine Anzahl Personen wurde verschüttet. Zn der Gemeinde Colitri wurden bis jetzt 20 Leichen geborgen. Das Land zeigt fast überall große Risse. Der Ministerpräsident spendete 50000 Lire für die von dem Erdbeben Betroffenen. — Der König ist ebenfalls in das Erdbebengebiet abgereift. Potenza, 7. Juni. Durch den gemeldeten Hauseinsturz in der Nähe von San Fe le wurden 4 Frauen und zwei Kinder getötet. Neapel, / Juni. Der Herzog von Aosta begab sich in das Erdbebengebiet. Eisschränke Eismaschinen Fliegenschränke Gartenmöbel Giesskannen Beerenpressen Cetera Gasherde empfiehlt sich zur Vertilgung Ratte«, Mäuse», Schwaben, Wanzen u. Ungeziefer jeder Art. Schristl. Angebote unter 3185 an den Gießener Anzeiger erb. Unter dem Protektorate S.MJI.der Prinzregenten Luitpold von Bayern.o Mai bis Oktober o y o MUNCHEN191D AUSSTELLUNG VON MEISTERWERKEN MOHAMMEDANISCHER so® KUNST von der ZelT der Kalifen bis zur Gegenwart 0 Orientoli/che Kun/thand werken an der Arbert.0 Unterhaltende Veran/taltungen, täglich Kontert.GO MUriKFE/TE: Schumonn-GeaenKfeier. Richard 5t_rauzr- Woche. 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Gestern nachmittag landete m <2 a t h t Genev ie bei Chorbeille (Dep. Oisel der am Sonntag aiüäßlich des zum Ausschcidungsfliegen für das Gordon Bennet-Fliegcn in Essen aufgestiegene deutsche Ballon „Franklin" wohlbehalten mit den beiden Insassen Berliner und Lehr. Die photographischen Apparate sowie verschiedene Papiere der Luftschiffer wurden von den Gendarmen beschlagnahmt. L. 3. VI. Friedrichshafen, 7. Juni. Das Luftschiff „L. Z. VI" war um ‘/«A Uhr wieder in seine Halle eingebracht. Um 11 Ubr 25 Min. ist eS zum zweitenmal oufgcstiegen. Graf Zeppelin führt das Luftschiff selbst. Die Fahrten dienen zur A u s b 11 - düng des Personals für die Deutsche Luftschiffahrt-Gesell- schaft. ~ Friedrichshafen, 7. Juni. Obgleich die Fahrten mit dem „L. 3. VI" einen guten Verlauf nahmen, haben die Versuche mit verschiedenen Neuerungen doch die Notwendigkeit von Aenderungen ergeben. Es erscheint dem Grafen Zeppelin doch vorsichtiger, seine Fernfahrt nicht zu unternehmen, bis noch eine gründlichere Erprobung erfolgt ist. Die Fcrnsahrt nach Wien und Dresden mußte deshalb zurzeit abgesagt werden. Flugwettfahrt. Paris, 7. Juni. In Angers fand gestern nachmittag das erste Flugwettrennen statt, an dem die Franzosen M a r t i n e t, Lagagnieux und der Engländer T i ck s e n teilnahmen. Erster wurde M a r t i 'n c t, der die 40 Kilometer lange Strecke Angers— Saumur in 31 Min. 35 Sek. zurücklegte. Zweiter Lagagnieux in 36 Min. 35 Sek. und Dritter Dicksen in 44 Min. 53 Sek. mangel in den Charlottenburger Werken eing^ treten, so daß die Bewohner im Westen von Derltn vielfach Mangel an Leitungswasser haben. Generalmajor Rüinmelspacher, der .Kommandeur der 67. Znfanleriebrigade, roav vorgestern bet einer Besichtigung aus dem Uebungsplatz Elfenborn so unglücklich gestürzt, daß er in der Nacht gestorben ist. Zn L a n g e n s a l z w e d e l bei Tangermünde ertrag ken gestern in dem Dorfteiche ein Ichähriger .styabe und ein l.'stähriges Mädchen aus Tangermünde, «icr ttitab-c batte ein anderes Mädchen, das in Lebensgefahr schwebte, gerettet und ging bei dem Versuche, das zweite zu retten, selbst unter. (ustichissahrt. Ausscheidungsfahren. Essen (Ruhr), 7. Juni. A u s s ch e i d u n g s f l i e g e n zu dem Gordon-Bennet-Wettsliegen. Der Ballon „Krefeld", Führer Leutnant Vot-Saarburg, Mitfahrer Oberleutnant Roser-Saarburg, ist gestern nachmittag 5 Uhr 30 Min. bei Mezidon in der Normandie gelandet. Der Ballon „Elmendorf", Führer Hauptmann von Abercroii-Düsseldorf, Mitfahrer Hauptmann Rauteuberg- Die am 1. Juli 1910 fälligen Kupons unserer Pfandbriefe u. Kommunal - Obligationen werden bereits vom 15. Juni ab an unserer Kasse in Berlin und an den bekannten Zahlstellen eingelöst, Berliner Hypothekenbank Aktienoesellschatt. w. Mn *• * stoß 1° 1 mit Brut vernichtet radikal Rademachers Goldgelst. 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Prinz-Heinrick-Fahr t Die Abfahrt der Wagen erfolgte heute früh zwischen 7 und ubr Dom Deutschen Tor aus. 88 Wagen gingen vorn Start ab. Die Wagen Nr. 43 und 120 gingen nicht ab. Trier, 8. Juni. Das Schwurgericht verurteilte zwei kroatische Arbeiter, die einen ebenfalls aus Kroatien stammenden Mitarbeiter ermordet hatten, zu 15 bezw. 10 Zähren, Zuchthaus. ...... m . Paris, 8 Juni. Der Vorschlag der französischen Regierung, die Verhältnisse Kretas durch ein Statut zu regeln, hat nach einer Londoner Meldung des „Matm' nicht die Zustimmung Englands gefunden. L o u r e n c o M a r q u e z, 8. Juni. Bei der Insel I u pa k ist ein A u s f l u g s d a m p f c r gescheitert, wobei 3 2 Personen ertranken. Rom, 7. Juni. Ter „Tribuna" ist aus E a g l i a r i in Sardinien die Meldung von einem furchtbaren Zyklon zugegangen, der in der Gegend von O g 1 i a st r a gewütet hat. Die Felder sind verwüstet, viel Vieh ist getötet. Man fürchtet, daß auch eine Anzahl Hirten dem Unwetter zum Opfer gefallen ist. Schwer betroffen sind namentlich die Gemeinden Lanusli, Tartoli, ^Iboiw, Elini und Jerzu. _______________________ li,n' bie L SeiM 1 t sind 277 Russen', > 7 Engländer, 5 I Stzidentendereuii. 1 Spazierstöcke hervorragende Auswahl letzter Neuheiten ------ Schönes Geschenk für Herren ---- Casseler Sdiirmfabrik ct„ Selters weg 9 Gl ESSEX Seltersweg 9 Talei- üod Koch-Schokolade Konfitüren, Kakao, Bonbonnieren, Kakes und Biskuits sowie KaSee und Tee empfiehlt Frida Richter, Schokoladen - Spezial - Geschäft, Neustadt 8. (2550 Männer-Turnverein Giessen. A MM Feier des 25jährigen Bestehens 11 , 12., 13. Juni 1910. Festplatz auf dem Trieb. Festfolge b Sonnabend den 11. Juni 1910: Nachmittags von 5 Uhr ab: Empfang der aus- wärttgen Mäste. Abends 7Vi Uhr: Festzug vom OSwaldögartcn aus -uni Festplntz. Abends 8‘/, Uhr: FestkommerS, Ansprachen, ge- sanalichc und turnerische Aufilihrungen, Fahnenweihe, Konzert, gemeinsame Lieder. Sonntag den 12. Juni: Morgens 7 Uhr: Weckruf. Von 10 Uhr ab: Empfang der auSwärt. Vereine. 11-1V* Uhr: Fest-Essen. Mittags 2 Uhr: Festzug vom Walltor auS durch die Stadt -um Festplgtz. Mittags 3 Ubr: Allgemeine Freiübungen, Muster riegcnturnen, Kürturnen, Turnspiele, Kon-crt ans den, Festvlatzc und in der Festhalle, turnerische Vorführungen und Radfahrer-Neigen in der Festhalte. Abends 8 Uhr: Aufführung des Festspiels in der Festhalle, Tan-, Pyramiden. Festfolge: Montag den 13. Juni: Vormittags 11 Ubr: Frühschovven-Kon-ert. Mittags 2 Ubr: F est - ug Abmarsch. Von 3 Uhr ab: Schüler Wctturnen, Jugendspiele, .Konzert in der Festhalle und auf dem Festvlalze, Tanz. Abends 8 Uhr: Preiövcrteilung. Abends 9 Uhr: Wiederholung des Festspiels. Abends 11 Uhr: Schlachten Potpourri. Eintrittspreise: 1. Einzelkart. f. d. ganze Fest a. d. Kasse Mk. 2 — desgleichen im Vorverkans Mk. 1.75 2. Faunlien-Dauerkarten mit 2 Beikarten 3. 4. deögl. Montag Mk. 1.- Mk. 0.60 Mt. 0.40 Mk. 0.70 Mk. 0.40 Mk. 0.20 Einmaliger Eintritt Sonnabend deSgl. Sonntag desgl. Montan für nicht mitturncndc Schüler an der Kasse Mk. 3.50 desgleichen im Vorverkauf Mk. 3 — Außerdem kann noch eine Beiknrte gelöst werden, jedoch nur für weibliche Personen n. Söhne unt. 14 Jahr. p. St. Mk. 0.50 Kinder unter 6 Jahren frei. Tagesdauerkarten Sonntag Vorverkaufstellen: Z°— f ♦ ecibcL Frankfurter Straße, Rich. Buchacker, Neuen Baue, b*br. Bieker, Neustadl, Jos. Seeler, Ludwigstrasze, Ludwig Herbert, Mäuoburg, (£. G. Klcinbcnn, Bahnhofstraße. v4/» Vorverkauf für Mitglieder bei Lang & Niederstem. Der Festansschtttz. Während der ganzen Dauer des Festes ist ein regelmäßiger Berkcbr der elektrischen Straßenbahn nach und von dem Festvlatz eingerichtet. Snlrrnationiik SlusiMiiiifl für Spott nni) Spitt Frankfurt a. M. Donnerstag den » Juni: PreiSschießen von 10—12 Uhr norm, und 3-8 Ubr naclnn., Intern. Lawn Tennis Wettspiele von 3 Uhr nachm. ab. Von nachm. 4 Uhr ab: Militärdovvelkonzerte der Musikkapellen des Württemb. Ulanen>NgtS. Nr. 19 111m «Zeppelin Ulanen« und dcS Art.Mgtö. Nr. 63 Frankfurt a. M. — Freitag den 10. Juni: Bonn, gegen 11 Uhr: (Empfang der Tcilncbmer an der Prinz Heinrich Fahrt. Ausstellung der Automobile ans dem AuöstellungSgelände, woselbst sie während deS Tages zur Besichtigung für das Publikum zugänglich sind. Arena: Bonn. 10 Uhr. Beginn der großen intern. Cltim vtschcu Spiele. 9irtd)iit 3 Uhr: Fortsetzung derselben. Proine nade Konzert in der Festhalle uo» 11 12 Uhr vorni. Nachm. 3 Uhr: Internat. Lawn Tennis-Wettspiele. Preisschiesten: Vorn». 10—12 Uhr und 3-8 Uhr nachm Nachm. 4 Uhr: Militär doppelkonzerte «Ins. Ngt. Nr. 81 und Ulanen Ngt. Nr. 19 Ulm lZcppelin Ulanen«. Schaubühne. Nachm.: Athletische Bor führnngen (Ringkämpse ?c.). 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