Erstes Blatt 160. Jahrgang Mittwoch 6. Juli 1910 Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten. Französische Empfindlichkeit. £e auf Champagner unfr wird. Die Erhöhung der deutschen , Spirituosen um je 50 M!k. für 100 Kg. bilden nur eine ,seW schwache Erwiderung auf die französischen Tarifmaßnahmen, die hauptsächlich gegen Deutschland gerichtet waren. Zn bebauent ilt nur, daß die deutsche Regierung den wahren Zweck ihrer jüngsten, Zollerhöhungen nicht offen zugibt, sondern sich hinter dem Einwand versteckt, die Erhöhung solle lediglich fiskalischen Zwecken; dienen. Der Zollaufschlag ist in Wirklichkeit viel zu geringfügig, um dem Reich eine erhebliche Mehreinnahme zu liefern. Es besteht auch gar kein Grund, den eigentlichen Charakter dieses Zollaufschlages den Franzosen gegenüber zu verschleiern. Im Gegenteil, Pflicht unserer Regierung ist cs, ihnen zu zeigen,' daß sich reichlich Gelegenheit bietet, Schädigungen, welche sch unserem Handel zufügen, durch entsprechende Gegenmaßregeln zu erwidern Unser Import aus Frankreich hat einen Wert von rund einer halben Milliarde Mark jährlich, und ein sehr großer Teil dieses Imports besteht aus Luxusartikeln, auf die wir recht gut verzichten können. Mit den Zollerhöhungcn auf Champagner, Kognak und Likör sind erst ganz wenige von diesen Lurusartikelw getroffen; wir können daher, wenn uns Anlaß dazu gegeben wird, mit den Erhöhungen fortfahren und weitere Artikel treffen. Bezugspreis: monatlich 7b Pf., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6t> Pf.; durch die Post Mk.2.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15Pf., auswärts 20 Pfennig. Chefredakteur: A. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil: August Goetz; für .Feuilleton" und .Vermischtes" K. Neurath; für .Stadt u. Land" und „Gerichts- Nr. 155 Der Sietzener An^rger erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: viermal wöchentlich SieheuerKamiliendlatter; zweimal wöchentl.Ureis- blatt für den Kreis Gietzen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Laud- wirtschastliche Zeitfragen Fernsprech - Anschlüsse: für die Redaktion 112, Verlag u. Expedition 51 Adresse für Depeschen Anzeiger Gtetzcu. Kriegsbereitschaft, und ihre Kriege sind • daher kostspielig und von langer Dauer. Aber die Kriege der Zukunft können nicht lange bauern, wenn sie auch kostspielig sein mögen. Demokratische Völker können nicht länger ihre Präpara- tionen vernachlässiaen, indem sie sich au, ihre Widerstandskraft verlassen, welche die anderer, weniger freier Jnstitu- rionen vielleicht übertreffen mag. Warum sollte die britische Regierung nicht eine Armee unterhalten, die in einem Proportionellen Verhältnis zu der deutschen steht. Weil sie es nicht will. Der Wohlstand der Nation ist viel größer, und viele Engländer in hervorragender Stellung befürworten allgemeine Wehrpflicht, aber kein Ausländer glaubt, daß es je dazu kommen wird. Es bleibt nun die Flotte. Jnselvölker haben den Vorzug, unter dem Schutze chrer Flotten ihre eigenen Wege zu gehen, falls diese numerisch und strategisch stark genug ist. Aber ein in dieser Weise von der Natur begünstigter Staat befindet sich militärisch in derselben Lage, wie ein anderer, der Söldnerscharen anwirbt. Der einzige — ich, gebe zu, große — Unterschied ist, daß die Matrosen Lands-' leute sind, aber die Tatsache bleibt bestehen, daß die große Mehrzahl der Bevölkerung eine gewisse Anzahl dafür bezahlt, um für sie zu kämpfen. Das wenigste, was die große Menge dafür tun kann, ist, freigebig uno zur rechten Zeit bie nötigen Mittel zu bewilligen. Alle, demokratischen Nationen sind zu verschiedenen Seiten mit verschiedenen Ausgaben konfrontiert worden, aber leine war so schwierig wie die, welche jetzt der britischen Nation vorliegt. Das Territorium des jetzigen britischen Reichs rührt her aus nichtdemokralischen Zeiten, und die Welt wartet ab zu sehen, ob der Erbe sein Erbteil wird haltest können. An günstigen Zeichen fehlt es nicht; ,eins der günstigsten ist die Entscheidung der australischen Regierung, ihre Flotte im Kriegsfälle der britischen Admiralität zur Verfügung zu stellen. Das ist gesunde Demokratie. Aber die Arbeiterpartei in Großbritannien hat diesem Entschlüsse nicht die genügende Beachtung geschenkt; im Gegenteil, sie scheint die Notwendigkeit für das Vorhandensein einer starren Flotte selbst in europäischen Gewässern zu unterschätzen. Die Sicherheit des britischen Reichs verlangt in erster Linie die Sicherheit des Grundsteins, der britischen Inseln, in zweiter Linie die der Kolonien. Tas erfordert eine starke Besetzung der Verbindungen zwischen dem Mutterlande und den Besitzungen. Die wachsende Stärke bet deutschen Flotte hat die Konzentrierung von mehr als vier Fünfteln der britischen Flotte in den Heimatsgewässern notwendig gemacht. Dadurch wird DLutschland als der Gegner bezeichnet.. Ich behaupte nicht, daß Deutschland einen Angriff beabsichtigt; ich stelle nur miliiärische und internationale Tatsachen ohne irgendwelche Unterlegung von Motiven auf. Tie geographische Lage her beiden Länder ist dieselbe, wie die Englands und Hollands zur Zeit Cromwells. Erst nachdem die Holländer weniger in offener Schlacht als durch Vernichtung ihres Handels besiegt waren, konnten die Engländer an Aktion im Auslande denken. Ein befriedigenderes Resultat wurde erreicht, als sich die beiden Länder 40 Jahre später zur Abwendung einer gemeinsamen Gefahr verbanden, ob aber diese Allianz möglich gewesen wäre, ohne daß die beiden Nationen vorher ihre Kräfte gegenseitig erprobt hatten, müssen wir dahingestellt sein lassen. Im Beginne des früheren Krieges verließen die Engländer das Mittelländische Meer, um ihre Flotte in beit heimatlichen Gewässern zu versammeln, und diese Konzentration zusammen mit der beherrschenden Lage der britischen Inseln in Bezug auf die holländischen Hanoelswege, gab den Ausschlag. Heute hat der größte Teil der britischen Flotte das Mittelländische Meer aus demselben Grunde verlassen. Mehr als vier Fünftel der Schlachtflotte gehören zur Heimats- und zur atlantischen Flotte. Im Jahre 1899 befanden sich 11 Schlachtschiffe im Mittelmeere, jetzt sind dort nur sechs, und diese nur zweiten Ranges. Für mehr als zwei Jahrhunderte ist die englische Oberherrschaft int Mittelländischen Meere ein internationaler Faktor gewesen. Für den Äugens blick konstituiert die Konzentration der Flotte, vereinigt mit den Vorteilen der britischen Handelswege, ein großes Maß von Sicherheit. Die Gefahr liegt darin, daß die englischQii Wähler nicht genügend Geld bewilligen wollen, um mit den deutschen Rüstungen gleichen Schritt zu halten. Ein Deutscher, der ein Freund des Kaisers sein soll, sagte kürzlich in einem amerikanischen Journal: „Der Schwache kann seinem Richter nicht trauen, und der Traum des Friedensapostels ist eben nur ein Traum." Die Konzentrierung der Schlachtflotte in den heimatlichen Gewässern ist korrekt, ebenso bie zeitweilige Aufgab'e bes Mittelländischen Meeres, besonders da bie atlantische Flotte gewissermaßen ein Mittelglied bildet; aber bie Zögerung, die nötigen Mittel für bie Flotte zu bewilligen, wird zur Folge haben, daß England bie Vorherrschaft im Mittelmeere' dauernd aufgeben muß. Dies mag beit Untergang bes britischen Reiches zur Folge haben; benit eine feindliche Flotte im Mittelmeere würde gegen den "Atlantischen Ozean sowohl wie gegen den Osten operieren können. Die Bedeutung des Mittelmeeres für das Reich ist kaum zu überschätzen. Schwächt England feine Macht im Mittelmeer, so tarin es weder als Hauptmacht, noch als Verbündeter bie Stellung einnehmen, die ihm gebührt. England und die deutsche ziotte. Unter dieser Ueberschrist veröffentlicht der amerikr- nische Admiral A. T. Mahan einen längeren Artikel in der „Daily Mail". „Die großartige EntwiÄung der deutschen Flotte," so sagt er, ,,unb die Versicherung, daß die jährliche Ausgabe von 400 000 000 Mk. noch auf mehrere Jahre hinaus aufrecht erhalten werden wird, bildet eine Frage von internationaler Bedeutung. Wie ich bereits in der amerikanischen Presse nachgewiesen, steht die deutsche Flotte jetzt nur noch der englischen nach; sie ist ein internationaler Faktor geworden. Es kommt erst in 'zweiter Linie in Betracht, ob Deutschland feindliche Absichten gegen England hat und ob es der Monroe-Doktrine in Zukunft den bisher gezeigten Respekt zu versagen beabsichtigt. Während wir Amerikaner die sieundlichen Gesinnungen Deutschlands mit Beftiedigung anerkennen, dürfen wir uns nicht verhehlen, daß wir es feinem guten Willen anheimstellen müssen, ob es. die Monroe- Doktrine auch fernerhin achten will ober nicht. England sollte nicht bie beutsche Flottenfrage bazu benutzen, um eigene ausgedehnte Rüstungen zu befürworten. Irgendwelche, auf solche Grundlage basierten Entschlüsse gleichen der durch Trunkenheit verursachten Erregung uno sind, wie diese, nicht von Dauer. Eine feste, 'geschäftsmäßige Haltung und zeitgemäße Vorsicht allein ist von Wert. Mrd diese außer Acht gelassen, so ist eine Panik int Ernstfälle sicher. Das demokratische England isst gegen das von einer starken Hand regierte Deutschland im Nachteile. Die englische Nation darf nicht vergessen, daß die Bevölkerung Deutschlands nicht nur um ein Viertel größer, sondern auch mehr für die gewaltmäßige Ausiechterhaltung einer nationalen Politik organisiert ist. Die deutsche Regierung ist mehr stabll, da sie nicht so sehr wie die englische vom Kampfe der Parteien beeinflußt wird. England kennt wohl die Notwendigkeit seiner Vorherrschaft zur See, aber es fühlt dieselbe nicht mehr so lebhaft und zögert daher in der Bewilligung der zu ihrer Aufrechterhaltung notwendigen Mittel. Aber im Falle einer 'Niederlage ist das Volk verantwortlich und wird zu leiden haben. Ter 30 Jahre bauernde Frieden hat den Glauben erweckt, daß ein Krieg unwahrscheinlich, wenn nicht unmöglich «ei. Aber wer den Lauf der Geschichte verfolgt hat, weiß, daß' in drei Fallen die Kriegsgefahr mir mit Mühe abgewendet wurde. Dieser Erfolg wird allgemein der Diplomatie zugefchrieben, während in Wirklichleit die größere oder geringere Kriegsbereitschaft der verschiedenen Nationen den Ausschlag gab. . solches Mißverständnis entsteht am leichtesten in einem Jnselreiche wie Großbritannien und in einem abgelegenen Staate wie die Bereinigten Staaten von Nordamerika. Die Sicherheit vor feindlichen Angriffen, bie durch bie natürliche Isolierung hervorgerufen wird, begünstigt bie freie innere Entwicklung. Ader dies Sicherheitsgefühl erzeugt eine optimistische Ansicht mit Bezug auf Gefahren von außen und begünstigt die Unfertigkeit im Kriegsfälle, während sie gleichzeitig die Abhängigkeit von einer verantwortlichen Regierung schwächt. Gleichheit der anderen nationalen Eigenschaften vorausgesetzt, fördern die kontinentalen Grenzen bie Konstituierung einer für auswärtige Aktion geeigneten Regierung. Aus diesem Grunde ernannte Rom Diktatoren in Fällen der Gefahr. Aus diesem selben Grunde ist die demokratische Bevölkerung eines Jnselreiches nachlässig und untüchtig in Die Franzosen scheinen von den deutschen Zollerhoh- nn gen auf Champagner, Kognak und Likör recht unangenehm berührt worden zu sein. Das war vorauszusehen, denn der Geldbeutel ist bei unseren rvestlichen Nachbarn eine der empfindlichsten Stellen. Der Minister des Auswärtigen Pichon hat durch den französischen Botschafter in Berlin Klage bet der deutschen Regierung über „die unerwartete und plötzliche Erhöhung des deutschen Tarifs" auf wesentliche Produkte des französischen Handels führen und dabei durchblicken lassen, daß jid) Frankreich in die Zwangsmaßregeln versetzt sehen könnte, ent- sprechende Gegenmaßregeln zu treffen. Nun hatte aber Deutsch- land bei dem Inkrafttreten des neuen französischen Zolltarif viel mehr Ursache, sich über plötzliche Zollerhöhungen zu bellagen. Außerdem hat der deutsche Handel unter den Erhöhungen d-es französischen Tarifs in viel höherem' Matze z»t lewen, als der französische Export durch die deutschen Zollerhöhungen getrosten Eichener Anzeiger Oneral-Aüzeiger für Sderheffen bi -ormlVsuA Rotationsdruck und Verlag der vrühl'schen Umv.-Vuch- und Steindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei; Schulftrche 7. WÄ« • * 1 ’ u -unzelgenten: H. Beck. Gse^ensr StadtLheater. Die luftige Witwe. Bon B. Leon und L. Stein. Musik von Franz Lehar. Seit ihrem ersten Erscheinen in der luftigen Welt der Operetten hat die lustige Witwe von Lehar fast überall außerordentliche Triumphe gefeiert, und wenn sie auch inzwischen etwas aller geworden ist und etwas weniger an- siehend und auch gefeiert so hat sie doch nichts von ihrem eigenartigen, prickelnden Reiz eingebüßt. Das bewies auch Vie gestrige Aufführung, die wiederum eine sehr freudige Aufnahme fand und bie nicht eben allzugroße Zuhör er sch ar zu lebhaftestem Beifall begeisterte. Llnb biefer Beifall war wohlverdient. Mit Takt und 'klugem Bedacht hatte Hermann Nor den das Werk eingerichtet, und ein paar starke Striche, bie man bei der diesmaligen Aufführung gemacht hat, waren dem Gesamteindruck nur von Vorteil. Einige kleine Unebenheiten und Unsicherheiten, die zweifellos durch die plötzlich notwendig gewordene Einstellung in den Spielplan hervorgerufen wurden, verschwanden in der Frische und dem Schwung der Auffiihruug, au der sich alle Kräfte mit bestem Erfolge beteiligten. Die Musik zeigte sich unter Alfons Mourots wackerer und hingehender Leitung von ihrer vorteilhaftesten Selle und brachte die sprudelnde Fülle der flüssig-anmutig en Melodien zu trefflicher Geltung. Auch die einzelnen Darsteller sind durchgängig zu rühmen; wenn auch bie Leistungen untereinander nicht gleichwertig sind, so war doch ein erfreuliches Streben nach U ebereinstimmun g nicht zu verkennen. Eise. Rosarita fpielte die lustige Witwe mit edler Lebendigkeit und gab mit ihrer gesanglichen Darbietung eine neue, beachtenswerte Leistung ihres tüchtigen Könnens. Haus Weruerts gelassene Darstellung«- ort fand in dem schwermütig-kecken Danilo einen verwandten Geist und stattete bie sympathische Gestalt beS flotten Lebemannes mit den ihm zu Gebote stehenden Mitteln recht angenehm aus. Gesälllg und geschmeidig war Grete Brill als liebe» bühne Vakeneienne, wenn ich auch ihrem Lieb von ber anständigen Frau etwas mehr herausfordernde Eitelkeit und wehrende Verlegenheit gewünfcht hätte. Jü dem Auftritt vor dem Pavillon gelang ihr eine tiefbeseelte, überzeugende Darstellung. Sehr gefällig war Fritz Sey- bold als Rosillon, der sich in seiner unglücklichen Rolle recht glücklich zu behaupten wußte. Als Baron Mirko Zeta zeigte sich §>ermann Norden, in prächtiger Maske, von seiner humorvollsten Seite und — ohne besondere lieber» treibung schuf er das vornehme Urbild eines gemütlichen Trottels. Mit gutem Geschmack spielte Otto Conradi den kalauernden Gesanbtschaststänzlisten Njegus, dem er ein eigenes, ansprechendes Gepräge gab, das von der sonst üblichen Art sehr vorteilhaft abstach. * Auch die übrigen Mitwirkenden bemühten sich nicht vergebens um ihre Aufgabe, und daß die „Schlager" z. T. wiederholl werden mußten, versteht sich wohl von selbst. Besonders zu erwähnen sind noch die von Lina O ldini Geleiteten Tänze und dann die prächtige, jsllmmungsvolle Ausstattung mit ihrer bunten Lichterfülle und ihren gut abgestimmten Fackbenreizen. ♦ Albertine von Grün, eine Liebesgeschichte aus der Genieperiode von Alfried Bock. Verlag von Otto Kindt, Gießen. In der höchst anmutigen Novelle wird das Gießen des achtzehnten Jahrhunderts vor uns lebendig. Professoren und Studcntentum treten mit plastischer Deutlichkeit hervor. In wechselvollen Szenen spürt man den Pulsschlag einer rohen und doch so empfindsamen Zeit. Die Novelle handelt von der schönen Westerwald er in Albertine von Grün, ihren Beziehungen zum Gvethe-Hoepsner-KreiS, ihrer Liebe zum Dichter Maximilian Klinger. Ein feiner Zug des Dichters ist es, daß er Goethe nicht poesielos in die Handlung einbezieht, daß der Genius wie von fern Menschen und Dinge bestrahlt. Bis an das tragische Ende der Novelle folgt man dem Dichter mit Teilnahme und Ergriffenheit. Und diese seine unleugbare Gabe, eine vergangene Zeit so wirklichkeitstreu zu schildern, zeigt uns fein Talent von einer ganz neuen Seite. — P r o f e f f o r E h r l i ch ü b e r s e i n „P r ä p a r a t 6 0 6". Geh. Obermedizinalrat Prof. Ehrlich in Frankfurt a. M. äußerte sich zu. einem Vertreter der „Frankfurter Zeitung" über sein Syphilis-Heilmittel, das er in Gemeinsck)ast mit feinen Mitarbeitern, insbesondere Dr. B e r t h e i m und Dr. H a t a entdeckt und hergestellt hat, und das unter dem Namen „Präparat 6 0 6" schon in hundert Kliniken angewandt wird. An der Ber-i vollkommnung des Mittels wird noch unausgesetzt Gearbeitet. Es läßt sich aber heute schon sagen, daß nach den bisherigen Erjoch^ rungen, die vier bis fünf Monate zurückliegen, so viele erstaune liche Besserungen syphilitischer Fälle feftgestelll werden konnten, daß man die größten Erwartungen auf die Heilkraft des Präparates setzen darf. Die Wirkung tritt schneller ein als bei der bisherigen Behandlungsweise. Die Spirochäten verschwmden bei Tier- wie bei Menfchen-Syphilis in ungemein vielen Fällen schon nach 24 bis 48 Stunden bei PrimLr^ Affellen. Gute Wirkungen sind auch bei veralteten Fälleir erziell worden. Die Stärke der Dosierung muß freilich noch ausprobiert werden, da selbstverständlich verschiebengeartete KonstitutiouLn in verfchrebener Weise auf bas Präparat reagieren. Die größten Schwierigkeiten bieten para-syphilitische Erscheinungen. Die hereditäre Lues ist schon leichter zu bekämpfen. Auch waren bie Erfolge bei sekundärer und tertiärer Syphllis befriedrgeiid. Schädliche Nebenwirkungen auf andere Organe sind bisher nicht beobachtet worden, doch stellte sich bei einigen Personen starkes Herzklopfen ern. Es steht aber noch nicht fest, ob dieses Herzklopfeir auf eine Einwirkung des Präparates zurückzuführen ist. DickWassermannfche Blutreaktion, die einen wichtigen Gradmesser für die Wirksamkeit des Präparates 606 darstellt, lieferte im allgemeinen gute, also negative Ergebnisse. Professor Ehrlich gibt der chemischen Behandlung der Syphilis gegenüber der Seruni-Behand-- lung den Vorzug, da bei der Sernm-Behandlung keine völlchä Abtötung der Krankheftserreger erfolgt, sondern sich neue, serum- feste Stämme bilden, die wieder eines neuen Serums bedürfen. Eine außerllinische Behandlung kommt einstweilen nicht in Frage Es müssen erst Erfahrungen iau» vielen tauseiid Fällen abgewartet werden, bevor das Präparat in den allgemeinen Arzneisckiatz ein- gefügt werden kann. — Kurze Nachrichten ans Kunst u. Wissenschaf t Auf der Darmstädter Kunstausstellung des Deut^ schenKünstlerbundcs auf der Künstlerkolonie bildet Fran; von Stucks „Salome" eins der hervorragendsten und viel bewunderten Melsterwerke. Wie verlautet, hat ein Dannstädter Kunü> freund das Gemölde zum Preise von 12 000 Mark erworben imb Gemäldeaalerie des hessischen L a ndes m u scu ms als Geschenk überwiesen. Vorerst wird die französische Regierung wohl von offenen ^Tariferhöhungen gegen Deutschland Abstand nehmen. Dagegen kisk nickt ausgeschlossen, daß die französische Zollvcrnmltung dem ^Beispiel der schweizerischen und anderer Zollverwaltungen folgt mnd den Weg der versteckten Einfuhrersckmwrungcn, der Zoll- AchM.ncn, betritt. Der neue Zolltarif bietet ihr hundertfache Gelegenheit dazu. Die Zollschilancn sind ja ein modernes Mittel, feint heimlick)en Zollkrieg zu führen, und man kann damit dem gvirtschaftlichen Gegner unter Umständen viel größeren Schaden zufiigen, als durch offenen Zollkrieg. ttild neuerdings mehren sich aintcr den deutschen Exporteuren die Klagen über schikanöse Zvll- chehandlung in Frankreich. Es wird Sache unserer Regierung Mctu, hier ein wachsames Auge zu haben und alle derartigen Zoll- mesckrwerden genau auf ihren Tatbestand zu prüfen, um gegebenen- kfalls weitere Maßnahm eit treffen zu können. Die Zollschikanen ‘machen stch in neuester Zeit so unangcnqfmt fühlbar, daß bei lkünftigen Handelsverträgen Vereinbarungen zmn Zwecke ihrer zEinschränkung getroffen werden sollten. Aus Hesse». , Die TtrgeHovduung zur 65. Sitzung ber Zweiten Kammer am Donnerstag, 14. Juli, lautet: Zur vorläuftgen Beratung tut Plenum in Gemäßheit des Artikels 33 und 35 Iber Geschäftsordnung: Antrag des Mgeordneten Köhler, jhte Sicherstellung und den Ausbau der Hessischen Wett er dr enststelle am landwirtschaftlichen /JnstitutderLandesuniver^itätzuGießenbe- ftresfend. — Vorstellung des Hessischen Landes-Lehrer- ivereins, Aufhebung des Artikels 50 des Volks- Schulgesetzes betreffend. — Vorstellung des Verbands der hessischen staatlichen llnterbeamten, .Gewährung einer Teuerungszulage betreffend. Wahl eines Mitgliedes für den Vierten Ausschuß an Stelle des ausgeschiedenen Abgeordneten Dr. Frenap. — Wahl eines Mitgliedes für den Fünften Ausschuß (Verwaltungsgesetze) an .Stelle des ausgeschiedenen ^Abgeordneteit^Dr. Frenay. — !Ersatzwahl eines Abgeordneten für dte Stadt Mainz. — lOceuwahl eines .Abgeordneten im 9. Wahlbezirk der Pro- chinz Rheinhessen (^fteder-Olm—Ober-Ingelheim). — Regierungsvorlage, die Wahlkreis-Einteilung Detr. — Regierungsvorlage, Summarische lieb erficht der Einnahmen und Ausgaben der Großherzoglichen Landeskreditkasse in der Finanzpcriode 1904 betreffend. — Regiertengsvor- lage, Sununarische Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Großherzvglichen Lurtdeskreditkasse in der Finanz- cheriode 1905 he treffend. — Vorstellungen von Beainten und fLehrer, Gehaltsaufbesserungen bezw. Teuerungszulagen! usw. betreffend. — Vorstellung des Äußgendarnicn i. P. Höhn zu Gießen, Gewährung mner Dien stbcschädigungs zutage betreffend. (Als Antrag vom Abg. Leun überreicht.) — Regierungsvorlage, Hie Llbanderung des F ü r s o r g e k a s s e g e s e tz e s betr. — ^Regierungsvorlage, den Gesetzentwurf, die Herslellung einer -Nebenbahn von Kreuznach (Landesgrenzc) nach Sprendlingen — St Johann betreffend. — Vorstellungen des Oberbahnassistenten Ferkinghoff zu Darmstadt, die Pensionsverhältnisse der vormaligen Ludwigs- bahubeamten betreffend. Abg. Leun hat folgenden Antrag zur Allgemeinen fiZ au-Ordnung gestellt: Die Kammer wolle beschließen, Die Regierung zu ersuchen, einen Artikel 64 a, lautend : „Die ^Genehmigung der Ortspolizeibehörde ist zu erwirken, bevor pnit der .Ausführung begonnen werden darf, wenn Hofstore und Einfriedigungen au Straßen neu errichtet oder vorhandene ergänzt werden sollen", einzu- jchalten. R.-B. Darmstadt, 6. Juli. Der Sonderausschuß /für die Verwaltungsgesetz-Revision wird am Donnerstag, 7. Juli, noch einmal zusammentreten, um über eine Anzahl bisher noch unerledigt gebliebener Streitpunkte der 'Landgemeindeordnung Beschluß zu fassen. * Vom "2£bg. Bin de Wald erhalten wir folgende Zuschrift: , In der Dienstagnummer vom 21. Juni des Gießener Anzeigers befindet sich unter „r. .Schotten. 20. Juni" ein Bericht alber eine von mir abgehaltene Versammlung, der mehrfach Un- ftichtigteiten enthält: 1. Der Korrespondent legt mir z. B. den Satz in den ^Jtnnb: L,fönte Zurücksetzung der 3üben in der militärischen sKarriere sei nicht der Fall, das Verhältnis werde prozentual durchgeführt." Ich habe in Erwiderung auf {bie Beschwerde der Freisinnigen über Zurücksetzung der Juden im «Heere auf ötc prozentual geringere Beteiligung der Juden im .'Heerwesen hingewiesen und verlangt, daß auf keinen Fall über dieses Verhältnis hütaus Vorgesetztenstellen mit Angehörigen dieses Volkes besetzt würden. Die Führung üt der Armee müsse in -deutschen .'bänden blenden. 2. Ich habe nicht gesagt: „Es hieße den gesunden Fortschritt besteuern, wenn die Oicfor in Partei der Besteuerung der Glühkörper zugestimmt patte, dagegen sei eine Beisteuerung der Triebkraft angebracht," sondern: es «hieße den gesunden Fortschritt besteuern, wenn man einer Besteuerung der Triebkraft zustimmen würde, für die Steuer auf die Glühkörper ließen sich allenfalls noch Gründe anführen. 3. Der r.-Korrcfpondent schreibt: „Die Ausführungen des <9tebnere über die Erbschaftssteuer sollten den anwesenden ^Bauern klarlegen, daß bei einer Besteuerung des Besitzes von SO 000 Mk. an die meisten Landwirte unter diese Steuer gefallen wären. Ebensowenig sei die Erban fall steuer für ihn an- nahnrbar gewesen, dagegen halte er für gerecht eine Tabak st euer, den Umsatzstempel und die Wehrssteuer." Ich habe aUSgeftihrt, daß seit 1906 eine Erbschaftssteuer bestehe, die für Geschwister 4—10 Prozent, für entferntere Verwandte und Fremde bis zu 25 Proz. betrage, was Wielen noch unbekannt wäre. Die Nachlaß st en er sei keine Allgemeine Besitzsteuer gewesen (ebensowenig wie die spätere Erb- anfallstener), da das mobile Kapital sich ihr leicht entzogen haben würde. Die Nachlaß steuer würde unter 100 Bauern sicher i99 betroffen haben, die Erhebungskosten (24i/a Mülwnen- halten tobenbrein in keinem Verhältnis zu dem überschätzten ^Ertrag gestanden. Auch die spätere Erbanfallsteuer sei aus diesem letzteren Grunde unrationell gewesen. Die von der Reichstags- Mehrheit dafür durchgesetzten Ersatzsteuern seien auf jeden Fall gerechter, da sie den Kapitalbesitz und den mühelosen Gewinn träfen. 4. Ich habe nicht gesagt, daß ich die Tabaksteuer für gerecht halte, ich habe vielmehr ausgesührt, daß es gelungen, hei, das verderbliche Banderolesyltem stir Zigarren zu Fall zu bringen und die geforderte Summe selbst erheblich, fast um die Hälfte, herabzufetzen, außerdent an Stelle des Gewichtszolles das Wert^ollsystem im Interesse der kleinen Fabrikanten, wie der 'tliaucher einzuführen. Der Wertzoll wirke sozial gerechter. \ 5. Nach dem r.-Korrespondenten soll ich ausgeführt haben: !„U.nannehnrbar sei die Abschaffung der Brannt- wein-lie des gäbe, dagegen gerecht eine Besteuerung der gewerblichen Brennereien." Ich habe ledigllch gesagt: „Es ivar ein Erfolg, das unrationelle Brailnt- weinmonopol und die zu seiner DuÄMHrung benötigte Anleihe won 190 Millionen zu Fall zu bringen, außerdem den verlangten ftLehrcrtrag aus dem Branntwein von 100 auf 80 Millionen rnerabzujeAm. Das neue Gesetz beseitigt die Maisckwcmm- meuer, hält abt'r btc Kontingnttierung imb die Steuerdifferenz pron 20. Mark füt inn - halb j n heraest fite Mvhsl mengen chg. Liebesgabe aufrecht und di bi herigl 'Jü-qiiiiiLi.. ffurg dm londwiuichaillck)^^ gegen bi. gewerbliche^ Brmneraeoi bleibt Misrecht erhalten. Mes ist tzwar nicht als' gerecht/ sondern als volkswirtschaftlich notivendig anMsehen." Noch möchte ich bemerken, daß die sachlichen Ausführungen des Lehrers Ulrich aus Micktewäch keine gegnerischen waren, wie eS itad) denr Bericht scheinen könnte, und daß der freimütige Parteisekretär Kuhlmann außer einer Verteidigungsrede für die gar nicht angegriffenen Juden,zur Sache selbst herzlich wenig vorzubringen wußte, bafür sich aber desto entgehender mit abwesendeit Rednent des DuitdeS der Landwirte beschäftigte, die ihm nicht erwidern fonnten. Deutsches Reich. An Stelle des Regierungspräsidenten Freiherrn von Ho ev c l soll der Regierungspräsident tn Aurich, Prinz von Ratibor und Corvey, nach Coblenz versetzt werden und an feine Stelle in Aurich Oberpräsidialrat v. Hagen-Coblenz kommen. Der Bezirksausschuß von Berlin nahm zu der Frage Stellung, ob die von der Steuerdeputation des Magistrats Berlin bei der diesjährigen Veranlagung erfolgte Besteuerung der den Beamten im Jahre 1909 für das Jahr 1908 nachbezahlten Gehaltsbeträge berechtigt sei. Der Bezirksausschuß erkannte durch ein Urteil, daß der Standpunkt der Steuerdeputation berechtigt sei. Der Groß Herzog von Baden hat dem Staatssekretär a. D. Deruburg das Großkreuz mit Eichenlaub des Ordens vom Zähringer Löwen verliehen. AusLcruo. Der öfterreichische^Reichsrat hat sich vertagt. Die Vertagung ist wegen der Schwierigkeiten, die sich der Erledigung der Vorlage über die italienische Rechtsfakultät infolge der Behinderung der Arbeit des Budgetausschufses entgegenstellen und mit Rücksicht darauf erfolgt, daß gegenwärtig keine Voraussetzungen dafür gegeben sind, diesen Hemmungen der parlamentarischen Tätigkeit wirffam entgegenzutreten. — Der Nationalitätenausschuß hielt heute seine erste Sitzung zur Beratung des Antrages über die M r n o r i t a t s s ch u l e n ab. Der Abgeordnete StranSky (parteiloser Tscheche) beantragte Vertagung der Sitzung, da sich die Regierung in einem Zuftairde der Krisis befinde. Für die Vertagung der Sitzung traten die Christlich-sozialen ein, die erklärten, die Komödie nicht milmachen zu wollen, und die Deutschen mit Rücksicht auf die parlamentarische Krisis. Die Polen waren gegen eine Vertagung. Dann sprachen sich die Sozialdemokraten gegen eine Vertagung aus, ferner Jung- tschechen, Südslawen und Ruthenen. Darauf wurde der Aiürag mit 22 gegen 15 Stimmen angenommen. In der italienischen Deputiertenkammer erklärte bei der Beratung des Budgets der Berichterstatter und der Schatz- minifter, daß das Rechnungsjahr 1909/10 mit einem Heber* schuß von 23 Millionen abgeschlossen habe und daß die Annahme begründet sei, auch das Rechnungsjahr 1910,11 werde mit einem Ueberschuß abschließend Die chinesische Militärmission unter dem Prinzen Tsai Tao ist in Rom eingetroffcii und offiziell empfangen worden; sie verweilt als Gast des Königs drei Tage in Rom. Auf Grund des Gutachtens einer vom französischen Minister des Aeußeren eingesetzten Kommission gab. der Kriegsminister einen Erlaß heraus, wonach numnehr auch die in Frankreich ansässigen Ausländer, mit Ausnahme der diplomatischen Beamten, und unter Voraussetzung der Gegenseitigkeit auch die Konsulatsbeamten der militär i sch en Reg nisition unterworfen sind. Im französischen Minifterrate teilte der Minister der Arbeiten und sozialen Fürsorge, Viviani, mit, das .Gesetz über die Arbeiter-Ruhegehälter werde erst in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres zur Anwendung gelangen können. Der hierfür in das Budget für 1911 noch einzustellende Betrag beläuft sich auf 45 Millionen; die für die Arbeiterpensionen vorgesehene! jährliche Ausgabe wird mit 135 Millionen beziffert. Der Finanzminister wird den jungst eingebrachten Budgetentwurf dementsprechend ergänzen. Nach einer Note des französischen Kriegsmini-> ft er i um <5 werden anläßlich des N a t i o n a l s e ft e s am 14. Juli etwa 38 000 aktive Militärs, die die verschiedenen Expeditionen in Marokko mitgemacht haben, die jüngst gestiftete Denkmünze erhalten. ~ Der Hochschulvorfteher Jakob Appel wurde zum dänischen Kultusminister ernannt. Zu Ehren Kaiser Wilhelms wurde in A a l e s u n d ein D e n t fte i n eingeweiht, der sieben Meter hoch ist, auf der Vorderseite das Hohenzollernwappen mit dem Porträtmedaillon des Kaisers in Bronze zeigt und die Inschrift „23.. II. 1904" trägt. Die Stadt ist beflaggt. lieber das Befinden d er Königin von Rumänien meldet die Agenee Roumaine: Die Königin befindet sich bereits in Rekonvaleszenz, die Krankheitserscheinungen sind vollständig geschwunden, Nahrungsaufnahme und Schlaf sind veftiedigend. Die Agenee Roumaine erklärt, es sei nicht richtig, daß Rumänien von der griechischen Regierung unmfttelbar nach dem Zwischenfall mit dem „Jmperatul Trojan" spontan die angebotene Genugtuung angenommen habe. Die rumänische Regierung habe noch keine Antwortnote Griechenlands auf die von ihr gestellten Bedingungen erhalten und sie behalte sich ihre Stellungnahme bis nach dem Eintreffen der Antwortnote vor. Aus Stadt und Lauö. Gießen, 5. Juli 1910. Tiere, die man schonen sollte. Schonen sollte man, trotz ihrer Häßlichkeit, die Fledermaus. Alle bei uns heimischen Fledermäuse sind für die Landwirtschaft von großem Nutzen, weil ihre einzige Nahrung m den unseren Anpflanzungen, besonders aber den Obstanlagen, so verderblichen Nachtinsekten besteht, die umsomehr Schaden anrichten, als sie vom Gärtner und Obstzüchter in vielen Fällen nicht beachtet werden. Unsere Fledermäuse ergänzen durch das Wegfangen zahlloser Nachtschmetterlinge, wie des Goldafterspinners, der gefährlichen Spanner usw., die Tätigkeit unserer Singvögel. Besonders stellen sie auch der abscheulichen Sippe der Ntaikäfer nach. Unsere heimischen Flattertiere verdienen unseren besonderen Schutz, weil ihre Vermehrungsfähigkeit gering ist; sie fetzen jährlich durchweg nur ein Junges. — Auch die Spitzmaus verdient Schonung. Sie wird aus Unwissenheit gar zu häusig mit der schädlichen Haus- oder Feldmaus verwechselt. Und dennoch ist sie kein Nager; sie gehört vielmehr zu unseren nützlichsten kleinen Üiaubtieren. Daher besteht auch ihre Nahrung nicht aus Pflanzenstoffen, sondern lediglich aus tierischen, nämlich Jn- ekten, Würmern, Schnecken u. dgl. Sie hält sich besonders in Scheunen, Ställen und Gärten auf. Ihre Beute sucht sie sich meistens während der Nacht, wobei ihr der ihr eigene vorzügliche Geruchssinn sehr zu statten kommt. Verschiedene Versuche haben ergeben, daß die Spitzmaus in der Gefangenschaft eher zu Grunde geht, als daß sie Pflanzennahrung zu sich nimmt. Man affe das nützliche Tierchen daher wenigstens im Garten ruhig gewähren. — Ferner wird die Blindschleiche nur aus Roheit und Unverstand verfolgt. Die Blindschleiche ist nicht imstande, auch nur ein einziges Pflanzenwurzelchen abzubeißen; sie lebt dagegen gerade so, ime der Maulwurf, von jenen Schädlingen, die in Feld und Garten unsere Kultur- gcwächse vernichten.' Namentlich die schädlichen Würmer und Raupen und nicht minder die gefährlichen Ackerschnecken bilden die Nahrung der Blindschleiche. — Ebenso verdienen unfern Schutz die Eidechsen, die leider auch noch viel zu sehr der Verfolgung ausgesetzt sind. Sie sind nicht allem un* schädlich, sondern wegen ihrer Insektenvertilgung gleichfalls sehr nützlich. Zudem bereiten sie dem sinnigen Naturfreunde durch ihre schönen Farben und ihr munteres, flinkes Wesen nur Freude. Es ließe sich noch eine ganze Reihe kleiner und kleinster Bundesgenoffen aufzählen, welche dem Obst- züchter und Gärtner im Kampfe gegen die Feinde seiner Anpflanzungen wichtige Dienste leisten und ungerecht verfolgt werden. ♦ ** Fbrtbilduirgsschulwesen. Mit dem natur- kundlichen Unterricht in ben Fortbildungsschulen befaßte sich dieser Tage eine Konferenz von Lehrern an Fortbildungsschulen unter dem Vorsitz des Provinzialdirektors Dr. Usinger und des Schulrats K'leiuschmidt. Es & wurde besonders hervorgehoben, daß neben dem landwirtschaftlichen Unterricht die V er fa s s un g s kun d e, Gemeinde-, Kreis- und Provinzialversassung, zu ihrem vollen ungekürzten Recht kommen müsse. *• Fahrplanänderung. Nach einer Bekanntmachung der Eisenbahndirektion Frankfurt werden vom 1. Juli ab die Züge 8 28 Friedberg—Hanau (Friedberg ab 5.41 V.) und 4410 Sto ckh eim—Held endergen— Windecken — Vilbel — Nord (Stockheim ab 5.17 23.), letzterer ab Heldenbergen—Windecken, aus Betriebsrucksichten je 6 Minuten früher gefahren. ** Sonderfahrten nach Paris und London, mit' Einschluß von Brüssel und der Weltausstellung, veranstaltet in diesem Monat das Reisebureau L. Lyssenhop & föo., Mainz. (S. Inserat.) ** Ludwig- und Alicestiftung. Die so segensreich für die Hinterbliebenen hessischer Lehrer sorgende „Ludwig- und Alieeftiftung" hat ihren 46. Jahresbericht veröffentlicht. Die Stiftung gliedert sich m drei Kassen, in eine Sterbekasse, eine Unterstützungslasse und eine Militär-Darlehenskasse. Die Sterbekasse zahlte zu Beginn dieses Jahres 2671 Mitglieder, bereif Hinterbliebene beim 'Tode eines Mitgliedes zurzeit eine Sterberente von 215 bis 1075 Mk., je nach ihren Beiträgen, erhalten. An Beiträgen empfangt die Kasse eben jahrtich tut 40000 M. Ihr gesamtes Vermögen beziffert sich auf 404435 Mk. Die Unter st ützuugskasse gab im veraanaenen Jahre 4600 Mark an besonders bedürftige Angehörige aus und hat zurzeit ein Vermögen von 60 900 Mk, das sich alljährlich durch freiwillige Beiträge, Stiftungen, Vermächtnisse, Verträge erhöht. Die Militär-Darlehenskasse gab 5000 Mk. an Darlehen aus und verblieh ihr ein Rest von 110 Mark. ** Die Lage der Eisenbahn arbeite r. Man schreibt unS: Der in Nr. 152 des „Gießener Anzeigers" vom 2. d. M. erschienene Bericht über die Versammlung des Eisen- bahn-Arbeiter-Verbandes im Lenz'jchen Felsenkellcr enthält mancherlei Ausführungen, die zu einer Aufklärung Anlaß geben. Daß die in dem Artikel enthaltenen Klagen in der Versammlung wirklich vorgebracht worden sind, ist ebenso hinreichend bekannt, als die vorgebrachten Klagen unberechtigt waren. Zunächst klagen die Arbeiter ständig darüber, daß sie im Lohne hinter den Arbeitern der Privatindustrie zurückstanden. Dies ist aber nicht der Fall. Schon seit Jahren ist cs bei der Staatseisenbahnverwaltung Gebrauch, von Zeit zu Zeit zwecks Prüfung der Lohnverhältnisse ihrer Arbeiter Anfrage bei der Privatindustrie über die Höhe der Arbeiterlöhne zu stellen. Das Ergebnis der Anfrage ist stets, daß die Löhne bei der Eisenbahn zum Teil höher, min^ bestens jedoch denen der Privatindustrie gleich sind. Rechnet man hierzu noch die für strebsame Arbeiter in Frage kommenden Stellenzulagen, die Löhnung für Sonntagsablöfungen, die in unverschuldeter Notlage von der Eisenbahndicektion gern und reichlich gewährten Unterstützungen, die ständige Arbeitsgelegenheit im Sommer und Winter und bei jeder Witterung, so ist die Stellung eines Eiseiibahnarbeiters in pekuniärer Hinsicht zweifellos min-, bestens ebenso günstig als die eines Arbeiters der Privatindustrie. In gleicher Weise, wie die Klagen über den Lohn, sind auch die Klagen über Stiftungen der staatlichen Betriebskranke n- kässe, die Pensionskasse u. dgl. unberechtigt. Während der Saie. gerade diese staatliche Einrichtung als mustergültig ansieht, glaubt mancher Eisenüahnarbeiter, dem sie gilt, sich zum Kritisieren darüber berufen. Da die Satzungen dieser Kasse unter Hinzuziehung von Vertretern der Arbeiterschaft festgestellt werden, ist es zweckmäßig, wenn bei dieser Gelegenheit etwaige Wünsche geltend gemacht werden. Daß der etaot zu der Penswnskasse 1/2 der Beiträge, entgegen 1/8 bei der Privatindustrie, zahlt, ist in der betreffenden .Versammlung nicht erwähnt worden. Da die Beschäftigung bei der Eisendahiwerwaltung für ben Handarbeiter gleichsam eine Lebensstellung bedeutet, weil viele.Arbeiter später in das Beamtenverhältnis übernommen werden, so ist der Andrang überaus groß, und eine große Anzahl von Bewerbern muß abgewiesen bezw. voriwtiert werden. Die Vorteile, die eine Beschäftigung bei der Eisenbahnverwallung bieten, werden also von der überwiegenden Mehrzahl vor dem.Eintritt erkannt und. geA würdigt. ** Abonnements - Konzert der Regiments- tapeile in Steins Garten. Morgen findet baS letzte Konzert in diesem Sommer-Abonnement statt. Um den Abschluß besonders genußreich zu gestalten, hat Herr Obermusikmeister Löber den m allen Kreisen wohlbekannten Kammermusiker L. Kümmel aus Darmstadt verpflichtet, der stets ein gern gesehener und gehörter Gast ist, zähll er doch zu den besten Eornet ä Pistonbläsern. Die weiteren Nummern des reichhaltigen Programms sind ebenfalls sorgfälligst gewählt, so daß ein genußreicher Abend bevorsteht. *• Die Zöglingsmusterriege deS Turnvereins Gießen beim Gauturnfest in Grunberg turnte am Barren (nicht Barren und Florett, wie es infolge eines Druckfehlers heißt), ebenso die Riege des Tv. Marburg. ** Gin Wo hlsahr tstel l»er. Die hessische Großherzogin hat für baS Patronat der Zentrale für Ätistter- und Säuglingssürsorge in Hessen bei der Königl. Porzellan-Mami- faktur in Kopenhagen, die sich dazu erboten hat, einen Wohl-* sahrtsteller in Auftrag gegeben. Der Teller ist von dem be^ rannten Künstler Christian Thomsen entworfen, dessen Ruf eine künstlerische Ausführung gewährltistet. Er ftellt auf blauem Grund eine Mutter mit ihrem Kinde dar. Eine weiße Bank begrenzt in gefälliger Linie den unteren Teil des Bildes und zwischen bat überhängenden Zweigen des schirmenden Obstbaumes, in berat Schatten die Gestalt ruht, ahnt ber Beschauer eilte weite sonnigck Landschaft. Die mütterliche Liebe der Frau aus dem Bolkej kamt kaum einen innigeren und einfacheren Ausdruck findens wie in diesem feinsinnigen Produkt der vollkommenen Porzellan^ teck;nik. Die Idee des Wohlfahrtstellers ist MiS Nonvegen w'd Sck)weben übernommen, wo sie sich vollständig tingcleht hat. föxs ist zu wünschen, daß hier dieser Gedanke freundlich auf*, genommen wird. Der Ertrag deS Verkaufs fließt dem PatroncUl der Zentrale für Mutter- und säuglingssürsorge in Hessat zu, die ibn zum Besten bedürftiger Müttek imb ihrer Kinder verwenden wird. Was bei dieser .Einrichtung am meisten tu die Augen fällt, ist die Verbindung eines nwhltätigen Zweckes mit bei" Lieferung eines dutck>aus künstlerifck)en: Gegenstandes, der lvphl geeignet erscheint, ruft feaju beizrllrages- ÖW vielen Familie Georg Bfföhli Giessen (Bahnhofstr. 26), 6. Juli 1910. Die Beerdigung findet Donnerstag den 7. Juli, nachmittags 5 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt. 3726 Gestern entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante FrL KathaHma KIDKß. M !M E M - „■ W' B ■Ms] I I | Dcnniicbtc» [136 zur Anfertigung von Gviginat-Drahtmeldungen. Cleveland (Ohio), 5. Juli. Nach den letzten Meldungen wurden bei dem Eisenbahnzusammenstoß bei DayLon 19 Personen getötet, drei tötlich und sechs schwer verletzt. Cm neuer Einspänner-Wage« zu verkaufen. (05473 Krofdorser Strafte 11. Kleine LteinssMlitng billig zu verkaufen. (05618 Näh. Marktplatz 7 (Laden). Carl Schwaal), Weinhaiidlang. Beste Bezugsquelle für la stahl Tische, Stühle Enchsnschräake Kleiüerschränke Waschschränke Kommoden, Sofas Betten und getragene Kleider Handel. Friedberg, 5. Juli. Tie Dl i t t e l d c u t s ch e Kredit- bank hat hier eine Depositenkasse und Wechselstube eröffnet. Drucksachen aller Art liefert In Jeder gewünschten Ausstattung preiswert die Brühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 in allen Preislagen. Bei Abnahme v. mehr. Flaschen bedeutende Preisermässigung. Alsfeld. Haus, beste Geschäftslage, in dein ein Geschäft für Spielwaren u. Haushaltungsgegenstänbe mit Erfolg betrieben, ist wegen Ge- schäftsauigabe mit. günstigen Beding. m. ob. ahne Geschäft zu oerk. Näheres in der Geschäftsstelle des (Siebener Anzeigers. (3562 = B u tz b a ch, 5. Juli. Im Jahr 1860 wurde hier in Butzbach eine Sängervereinigung ins Leben gerufen, die heute noch unter dem Manien Lahntalsängerbund sich eines sehr hohen Ansehens erfreut. Zwei Sängerseste wurden während des 50jährigen Bestehens hier gefeiert, das im Jahre 1880 und das von 1894. Während zu letzterem etwa 400 Sänger erschienen, sind diesmal allein aus den Bnndesvereinen 660 gemeldet. Die Festleitung, die das goldene Jubiläum des Bundes, das am Gründungsorte Butzbach und zwar vom 16. bis 18. Juli begangen werden soll, vorbereitet, läßt es an Arbeit nicht fehlen. So soll ein prächtiger Festzug die Feier verschönern helfen, so sind die verschiedenen Gesangvereine zu gemeinsamer Wirksamkeit zu- sammengetreten, um große Chöre zu üben, die an den Festtagen zum Bortrage kommen sollen usw. Bad-Nauheim, 5. Juli. Der bekannte Schachmeister Mieses aus Leipzig wird auf Veranlassung des Großh. Kurdirektors Freiherrn von Starck am Freitag, 8. Juli, im Tennis-Cafe im westlichen Teile der Kolonnaden eine Vorstellung im Simultan- und Beratungsspiel geben mit den Mitgliedern und Gästen des „Bad-Nau- heimer Schachvereins". Freunde des Schachspiels sind hierzu eingeladen. fdmuirfiofcn mib doch teuren (ffegeitfbanhi? zu verdrängen, bfe btc BerkaMSlädnr unserer Städte jetzt noch entstellen. Der Teller kmm ut allen größeren Porzellangeschäften, wo and) der Entwur yL ic^el3 ist, bestellt werden. Der Preis beträgt 10 Mark und halt UM damit innerhalb der üblichen Preise der Porzellan- Manufaltur, die auf einen pekuniären Gewinn verzichtet chat. Zver Reingewinn. kann daher dem wohltätigen Zweck fast unverkürzt zugesührt werden. ... Schotten, 5. Juli. Im bemtchb>arten Rain rod i)t mm da.s Nagelsch mied ehrtndwerk endgültig auf gegeben. Weil die Fabrit-'Schuhnäget so billig waren, tormteii die ^cagclschnriede nicht mehr konkurrieret!. 'Itbcr sollte nicht noch etwas von dem Gewerb'esleiß zu retten feuv sollte es nicht möglich sein, die noch vorhandenen Schmiede, ehrsame fleißige Leute, wieder zu beschäftigen. In den letzten 10 Jahren haben sich die Verhältnisse wieder geändert, es wird wieder zurückgegrifsen nach 5>andarbeit und sie wird viel teurer bezahlt als vorher. Allerdings smd es jetzt andere Nägel, Nägel für Touristenschuhe. Diese wenden jetzt aus der Schweiz sehr teuer bezogen, aber es iü nicht daran zu zweifeln, daß unsere gelernten Schmiede sie ebenso gut machen können; das Handwerkszeug und die Cinrichtung haben sie iroch und- ein Verdienst Ware ihnen für den Winter gesichert. Wer nimmt sich der Sache an? Namen von Schmieden, die alle in mittelmäßig guten Verhältnissen leben, sind in Rainrod genug zu erfahren. — 23ie mancher Tourist sollte sich wundern und freuen, wenn er sehen könnte, wie die Nägel zu seinen Schuhen gemacht werden. Er bekäme noch ein einigermaßen anschauliches Bild der einstigen Nagelschmiedezunft anr trauten Feuer in den vielen Schmieden zu Rainrod. Amtlicher Wetterbericht. Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen. . Verlauf der Witterung seit gestern früh: Die Wetterlage hat ,ich nicht wesentlich geändert. Tiefer Druck beherrscht immer noch unseren Bezirk, so daß wir and) für moraen Regenfälle zu erwarten haben. Ter hohe Druck int Westen weicht zurück. PZetteranssichten in Hessen am Donnerstag dem 7. Juli 1910- Trüb, Regensätle, kühl. Sport. — Radfahren. Der Gau IXa hat anläßlich seines Gau- festes m Alsfeld nur Ehrenpreise ansgegeben. Das Ergebnis ist: Dauerfahrt über 100 k m. Gruppe A. Bundesvereine: 1. Radinhrvcrein Wetzlar 1887, 2. Radsahrverein 1904 Kirchhain. 3. Radsahrverein Stockheim. Ehrengabe. Radsahrverein 1885 Gießen. Gruppe B. Nichtbundesvcreine: 1. Radfahrverem „Teutonias Gießen, 2. Radsahrverein Klein-Linden 19u4, 3. Rad- iahrverem Germania, Wißmar. Ehrengabe Radfahrverein /Brabant", Alsfeld. ttitrrh wegen Rehe z. Zt. dienstunbrauchbar, zu verkaufen. (05620 v. Peutz, Oberleutnant, Wolfstraße 20. -m. Friedberg, 6. Juli. (Tel.) Die 21 Jahre alte, aus Schlesien stammende Verkäuferin Therese Kleber, die in einem hiesigen Warenhaus bedienstet war, hat sich heute nacht bei der über da§ Rosental führenden Eisenbahnbrücke überfahren lassen. Sie wurde in fünf Stücke zerschnitten. Das Motiv der unseligen Tat soll in dem Rückgang ihrer Verlobung zu suchen sein. D» A ns der Wette rau, 5. Juli. Tie Aussichten auf eine gute Kartoffelernte verschlechtern sich von Tag zu Tag Infolge des aichaltenden feuchtkalten Wetters kommen lebhafte Klageir. Die Blattrollkrankheit mtb Schwarzbeinigkeit breiten sich immer mehr aus, auf manchm Feldern sind bis 33 Prozent dep Büsckw damit befallen. Infolgedessen steigen jetzt schon die Kar- toffelvreise: die Erntcaussicksten sind nicht günstig. — Viel Heu-! gras liegt schon seit 14 Tagen auf den nassen Wiesen, cs hat in Güte mtb Menge schon jo erheblich eingebüßt, daß es als Futter höchst minderivcrtig ist. Viel Heugras steht noch am Halm. Sehr int Vorteil sind die Gemeinde, die ihre Heuernte! früh begonnen haben, sie haben nickst nur viel gutes Heu erhalten, sondern auch Aussicht auf eine gute Grummeternte. U Marburg, 5. Juli. Gestern nahmen die ersten diesjährigen Marburger Ferienkurse ihren Anfang. Ls haben sich zahlreiche Teilnehmer (Herren und Damen) aus dem In- und Auslande eingefunden. Bad Kreuznach, 5. Juli. „Goetz kommt nach Kreuznach!" Die Turner, die zum 29. Mittelrheinischen Kreisturnfest — 30. Juli bis 4. August — gen Kreuznach wallen, werden freudig die Kunde vernehmen, daß mit ziemlicher Sicherheit auf das Erscheinen des greisen Führers der deutschen Turnerschaft zu rechnen ist. Dr. Ferdinand Goetz ist der einzige noch unter uns weilende Mitgründer dieses mächtigen Bundes und durfte dessen »Ojähriges Bestehen am 17. Ium 1910 zur großen Freude der vielen Tansende einer begeiiterten Anhänger in seltener Frische erleben. "Ut. ^eltntkoften •vuuyuyu preis z. verkauf. QoO43>Seltersweg 10. B^ü dingen, 5. Juli. Während die Ronneburg in früheren Jahrzehnten nnheadrtct neben der großen Verkehrsstraße lag, war sie. nach bei: Erbauung der Kleinbahn Hanau—Hüttcn- gesaß das Ziel zahlloser Wanderer geworden. Die beiden letzten Jahre jedoch weisen wieder einen Rück- gang der Besuchsziffer aus. Es mag dies z. T. der regnerischen, unbeständigen Witterung zuzuschreiben sein, aber auch dem Umstand, daß 'eben alles, was an Sonntagen „zu Hause abiommlrch ist", den großen Gebrrgszentren Hoherodskopf, Feld^ berg, Waperlüppe usw. zuströmt. So kommt es, daß in diesem Sommer an manchen Sonntagen kaum ein Tourist die Burg betritt, wahrend vor wenigen Jahren oft eine nach HundertkM zahlende Volksmenge hier oben zu sehen war. Nur die Schulen fonnnen nach wie vor aus der näheren und weiteren Umgebung merber. Und die Burg verdient einen Besuch mit vollem Recht. Zenn wenn auch seit 1870 einige Gebäude der Vorburg toeqen -tiaufalligfett tellweise abgetragen werden mußten, so gibt uns lennoch die ganze Anlage ein außergewöhnlich getreues Bild einer^spatmlttelalterlichien Bergfeste. In ihren Hauptteilen in ben 'wahren 1523—1555 von den Grafen Anton, Georg und Hemrm) non Asenburg angelegt, denen sie auch längere Seit als Aswenz biente, war sie später der Sih eines Amtes, im Jahre 1 vorübergehend die Wirkungsstätte des aus Sachsen ousge- wwienen Grafen Zmzendorf. Lange Zeit diente die Burg allerlei yerrenlosem Gesmdel als Jufluchtsstätte, was ihren Zerfall beschleunigte. Erst seit einigen Jahren bringt man der Erhaltung der Burg wehr Interesse entgegen. Ein altes Gebäude in der ">ocburg, das frühere Bandhaus, dessen Unifaffungdmcuern noch sianden, hat man überdacht und zu Restaurationszwecken etngc- lichtet. .Li-r Bergfried wurde zum Besteigen hergerichtet und zur größeren Sicherheit für das Publikum oben an der Galerie mit einem Drahtgitter versehen. Gegenwärtig sind loicixr die Maurer daran, das Aenßere des gewaltigen Turmes für die Zukunft zu sichern. Auch der herrliche Zinzendorfsche Betsaal in der inneren Burg, 1570/71 von Graf Heinrich von Asenburg erbauft ist seit dem Herbste 1908 wieder hergestellt und ber Lournteiiwelt zugänglich gemacht worden. So darf man der toossnung Ausdruck geben, daß mit den kommenden Jahren weiter" Ausbesserungen folgen und die Burg wieder üt allen Teilen betreten werden kann. Dann wird woU auch die Touristeinoelt wieder ihre Schritte mehr nach der Burg lenken, die von Büdingen Gelnlmusen und Hüttengesäß auf bequemen Wegen und in verhältnismäßig kurzer Zeit erreicht worden kann. . _* Amtliche Verdeutschungen im Preußische« 51 a i s e nwesen. In der Zellsck-rift l^s Allgenreinen Deutschen! Sprachvereins lesen wir: Nicht nur der .Krtegsminister, sondern, wrch der Finanznumster Preußens ist mit Erfolg bemüht, unnötige; Fremdwörter m amtlichen Er las seit aitezumerzen Ein Beispiel' hierfür bildet bie^ am L. April d. Js. in Kllaft getretene schallsanweisung sür die Rentmeister der .stöniglicheii Sire«faffen". Dio bisherige Geschäftsanweisnn.g bom' 19. 12. 1894 sprach von extra-ordinären E-imiahnuvi, von Requisitionen bei- Regierung^- Hauptkasse, von Akteurevositorien und Amtsutensilien," während mc neue Anweisung außergewöhnliche Einnahnren, Ersuchen der .heglerungshauptkasse, Aklenbelstilter und Amtsgeräte sagl. Kassen.' lokalien ist ersetzt durch Kassenräume, Remuneration durch Löl^- nung; ber Geldsckirank fonittc früher im Tresor stehen, letzt kann ein besonderer Raum dafür hergerichtet Serben, an Stells hon ^uplikatschlüsseln wird gesagt zwelle Schlüssel, Jirventartew, Verzeichnis ist verkürzt zu Verzeichnis, Juventarienstücke zu Stücke- Averftoniermigsvermerk wird e?W durch Portoabtesungsverm-erk r ^ftvondeuzjoumal durch Geschallsjournal fmamm nicht „Bries- 7h 9Wrifen durch Spalten, Restitutionen durch Erstattungen, rekamtulieren durch zusammenstell en, Rekapitulation durch Wieder' holung, definitiv durch eirdgültig, Kommunalbellrk durch Hebe^ vezirk, Effekten durch Papiere, Differenzen durch Abweichungen, iw tt er en durch vermerken. Wellere Verdeutschuiigeu sind: mut Blattnummern oder Seitenzahlen versehen (foteteren, paginieren Emnahmeweisuug (Ordre), Erstattung ^Erstattung aur ^rambo' twu), verfügbar idisponibel), staatlich .fiskalisch, Ergebnis (Resultats abliefern (deklarieren, Rachweifmrg l^pezialnachweisu-ng rechnerisch (m ealeulo). Auch die Ausdrucksweise der neuen schaftsauweisung zeigt, wie sehr sich die Staatsverwaltung bemüht, unschöne Satzformen zu verbessern. So ist überall das langatmige der-, die- dasselbe" durch „er, sie, es" ersetzt, die salfche Umstellung nach „und" ist vermieden, und Wörter wi^ diesfällig., diesseitig, betr., letzterwähnt" u. a. sind toeggclaffen" Anftatt „ut letzterem" heißt eS kurz „darin" usw. * Ablö suug Hotelier (zwei Touristen): „Es ist leider nur noch ein Bett frei." — „Vollkommen ausreichend für uns ich kneipe regelmäßig bis zwei Uhr, und von da ab „wandell" mein Kamerad „Schlaf"." * Entgegenkommend. Gläubiger: „Rroch immer fein Geld? Ich verschreibe gnehr Rechnungsformulare, als die ganze Geschichte wert ist!" Student: „Wissen Sic was. Sic können die alten Rechnungsfvrmulare wieder mitnehmen. . . und nodv ma£ schicken!" Kleine TapeHchrnttik. Im König-Albert-Hafen zu Dresden brach ein großes Schad enf euer aus, das in kurzer Zeit einen Speicher, in dem sich Baumwolle, Jute unb Oelvorräte befänden, vollständig zerstörte-und einen zweiten Speicher ergriff. Ein Feuerwehrm/nur i|t bei den Losck^arbellcn, oblvohl er mit einer Rauchmaske vertehen war, im Qualm erstickt. I)er Raubmörder Bcckcrt, der die bcutfd>e Gesandtschaft in Santiago in Brand gesteckt und den chilenischen Pförtner» ermordet hat, wurde am Dienstag erschossen. Fahrräder, TÄ, Zubehörteile, Äva. Reparatnren, fremdem Fabrikat, prompt und billigst. Nähmaschinen kA: . , Fabriklager der [D18 s Daisbarser Fihrradlabrik „Sihilto" Ä.-G. Klein-Linden G^n L. ^chanm Wetzlarer Str. 31 Eigene Reparaturwerkstätten Märtte. le.Frankfurt a. M. Schwcincmarktbericht vom 6. Juli Aufgetneben mären 1284 Schweine. Vollfleischige Schweine bis zil 2 Zentner Lebendgew. 00.00-00 Alk., Schlachtgewicht 00-00 Mk. Vollflelschige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht 00-00 Mk. Schlachtgeivicht 00—00 Mk. Bollfleischige Schweine über 2l/o Rentner Lebendgewicht 53.00—55 Mk., Schlachtgewicht 67.00—70 Mk. Fett- s.cknvcine über 3 Ztr. Lebendgewicht 53.On-55.OO Mk., Schlachtgew. 69 — 70 All. Fleischige Schweine Lebendgewick)t 52.00—54 00 Mk Schlachtgewicht 66.00-69 Mk. Sauen Lebendgeivlcht 00—00 Mk'' Schlachtgewicht 00-00 All. Geschat mittelmäßig, bleibt Ucber- stand. Kl lugend er Sand. Der Wanderre, der etwa am Strande von Kol berg in Pommern dahinschreitet, kann manchmal eine eigeiltümliche Wahrnehmung machen. ßu gewissen Zeiten gibt der Sand einen Klang von sich, bald leiser, wie etwa das einförmige, melancholische Klingen einer vom Winde bewegten Acolsharie, bald lauter und schriller. 2tiich am ost- preußlschcn Strande, besonders auf der Kunscheil und Frischen Nehrung, hört man dieses hingezogene, unaufhörliche Tönen, das den Unkundigen außerordentlich überrascht. Jrn Quarzsand des is av ege birg es soll sick) dieser Klang bis zum Kreischen steigern und bei längerer Wanderung Qhr und Nerven unangenehm angreisen. Und seltsam: wenn heute der unheimliche Ton am Strande sich so stark bemerkbar macht, daß ihn selbst das Tosen der Brandung nicht zu überbieten vermag, hort man morgen auch nicht das mmdeile Geräusch und es ist, als sei das Gestöhne eines langen und heftigen Schmerzes verstummt. Alan nahm wahr, daß das Kliiigen sich zumeist geltend macht, iveun bei nachlaffendem Winde oder dem Zurückweichen der See der Sand frei wird und schnell nn Sonnenschein trocknet, und man schloß daraus, daß die Erscheinung nicht in der Zusaniinensetzung des Sandes zu siichen sei sondern in gewissen physikalischen Bedingungen der Lagerung des Landes ihren Grund haben müssen. Das bestätigte ein englischer Reisender, der den m der Nähe von Suez vorlommenden und aus Reisebeschreibungen schon früher bekannten tönenden Sand einer Ulilersuchung unterzogen hatte. Ter dortige tonende Sandberg, der den Reiseiiden als eine Art Naturwunder gezeigt wird, liegt etwa mer Stunden von dem der Ostküste des Meerbusens von Suez entlang lamenden Gebirge Schebel-el-Tor entfernt, ist 3 Meilen lang etwa 1200 §uß hoch und besteht aus iveißen Sandsteinen, denen Uellemveiie mächtige Lager feinen gelben Flugsandes angelernt sind Glnes von diesen Lagern hat die Eigentümlichkeit, einen'liefen, baß- ^willchen Ton von sich zu geben, sobald der Sand, entweder durch den Wmd anjgerührt ober künstlich bewegt, den Abhaiig hinab- gleitet, -ter -ton ilt ganz verschieden von dem oben erwähnten helleren Klang des Küstensandes und so stark, daß er an das Aus- tonen eines entfernten Donners erinnert. Bei den Beduinen herrscht der Aberglaube, daß der Klang aus einem im Innern des Berges verborgenen Kloster bringe und zwar von einer pandtrommel (Nagous), wie sie noch jetzt im Sinaikloster benutzt wird. Deshalb nennen die Beduinen den Berg Schebel-Nagous. Es gelang dem Forscher, auch noch an einer anderen Stelle klingenden Sand zu entdecken, an einem Hügel des Wadi Werdan. Än dessen ab- schüsiigen Stellen hat sich unter dem Einflüsse des Nordwindes feiner Flugsaiid abgelagert, der eine so schnelle Beweglichkeit hat, bai; jebe in dem Sand verursachte Vertiefung alsbald wieder durch Zusammenfließeii ausgefüllt wird. Dabei entstand ein Ton, zwar 'ucht so machtvoll wie am Schebel-Nagous, aber immerhin aus hundert Schritte hörbar. Und nun stellte der Gelehrte fest, daß das ^önen aufhörte, wenn man den Sand gründlich ausrührte und feuchtes und kaltes Wetter hmzutrat. Das brachte ihn zu der Annahme, daß das Klingen auf Lagerung und Witterunas- Louis hHfflp Neuenweg 22. 8iit tthaltkiie Möbel usw. darunter 1 anicrif. Harmonium tEstey) zu üerf. Gartenstr. 15. Be sichtigung zw. 2 u. 7 Uhr. (3511 , Fast neue GraSmahmaickinc billig zu verkaufen. (05623 9Lah. in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. Äifellgs HaKmräf rH® K wl11- verL kostenfr. Offerte. Besichtig, uns. grossstädL eingencht. Fabrik- Jägers mit über 80 compl. Zimmer-Einricht sehenswert u. lohnend. Bei B gröss. Kaul; Fahrtvergüt. Lief, frei Wohnung unt. Garantie. Fast überall aß viele Referenzen- Cour. Sauer Söhne. FuMr. Möbelfabrik mit Dampfbetrieb. Gegr. 1883. gifflUfljJiiajjijaiaiwMw Mahagoni-Salon, fast neu, terner eine antike Marmor Standuhr sehr billig zu verkaufen. (05630 Neuenweg 50 I. Eine fast noch neue Bettfcdcrn- Dämpf- u. RcinigungSmajchinc billigst zu verkaufen. 05556 Kaufmann PH. Bender, Rod heim a. d. Bieber. ____________________________Sch. „Lange Jahre litt ich an einem hartnäckigen Hautausschlag Viel, sehr viel habe ich erfolglos versucht. Ich probierte Zuckcr'S Patent Medizinal = «.ctfe. Plötzlich besserte cd sich von Tag zu Tag. Rahm nur zum Waschen Zuckcr's Patcnt- Medizinal Seife u. hatte groß artigenErkvlg. M.SchlörinB." ä 50 Pf. (15%ifl) u. 1.50 M. (35"/oig, itarkste Form». Dazugeh. Zuck^- Crcmc 75 Pfg. u. 2 Mck., ferner Zuck°5.h-Scifc(mildl50Pf.u.l.50M. In ber Universität^-, Engel- u. Virich-Apotbeke, bei Aug. Noll, C. Seibel, W. 51ilbinacr und Dtto Sckaaf.(sF/u Herren-,Knaben «. Damen Kostümen. 05626) Schöne Aussicht. 3u uevlmufcn 5 Zimmer in Steins Garten V6/, e äu vermiet. km junger Heusbiirslhe qes. Näb- Btömarcksir. 14. (05844 4 Zimmer vereint Gienen. [3459 Biograph [3722 Plockftraße 12 Plockstraßc 12 05627 4 Alicestrake 22 y. 37331 Die Kokette 3 Zimmer Modes Stellung. WWMeiWse ilctldfi ebener« ?M uetimi^ten MMHKi früher zu vermieten. Näheres im Vaben. Tücktige erste Arbeiterin jucht 3832] Wegen Wei meines HaufeS, t Roonstratze 24 Zimmer mit Bad nebst Ein- Donnerstag den 7. Juli 1910 Beremsabcnd. £ 35651 (Seltcröiveg 73, II. Stock, Wohnung, besteh, auö 6 Zimmern (evtl. 4>, per 1. Ott, er. zu verm. 3206] Elegante, ganz neu ferner, i. 1. St. aus Wer leert Mortgtubittl Waber. au erfragen in der Ge- fchästsstelle deS Äiek- Anzeigers. x ist die 2. Et. nimer m. all. 3729) Zwei gut erhalt Haus u. Ladentüren, jede 234x84 cm, preiswert au verkaufen. Marktttrake S. Kakao Kaffee Tee empfiehlt i.bester Qualität FridaRichter, Spezialgeschäft für Schokolade u, Konfitüren. Neustadt 8. richt., Gas u. elektr. Vicht z. verm. Zu erfr. Löberstv. 10 y. |3510 18301 1. (St., 5 Zimmer m. Zubeh. sof. zll verm. Rleichstrane 29. Schristl. Angebote unter 05584 an den Gietzeuer Anzeiger erb. Im Strrcken foivie Anktrüken von Strümpfen empfehle ich mich angelegentlichst. (*-'■ Strickgarne (besteQualitäten) habe stets vorrätig. 5 Z.iinmer W 1. Olt. an ruh. B KWnftn 37201 Henselstrahe 3 5 Zimmer m. Babezim. re. per sof. zu vermieten. 3M 5'Zilnmer-Wohnung, ♦mrt., Mädchenkammer u. all. Z,ubehör per 1. Oktober au vermieten. Will). Weigel, Löberftrabe 9. 35601 Neubau Goetbcstrabc 68 5 Zimmer Wohnung, 1. Sl-, mit Voggtg, der Neuzeit entsprechend eingerichtet, per 1. Oktober 1910 zu vermieten. Näh. Karl Ritter, Goethestr. 501. (Konzert, Kinderbelustigmigenjanz osw. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. Dcr Vorstand. Schlossergesellc l für fchmiedeiserne Weitster gesucht. Jbeinr. Scköu, Schlossermeister. Hiksiges Wsö-lScsÄst sucht per sofort braven Kdir^ iungeu gegen Vergütung von Kost und LogiS. Selbstgeschriebene Angebote u. 05582 an den Gießener Anzetger erbeten. Ernestine Röplner, Roonstrastc 32 II. MWWHW ßine vorzügliche Pariser Stomöbie von ersten Künstlern gespielt. Grossmut und Oaukbarkeh hochdrainatischcr Kunstfilnt von Pathö frörcS, koloriert. Schulze beschenkt seine Fran, huinoristlsch. Tonbild: Die weiste Tanbe. L&tida Vergütung ges. ^Epriugmanu'S Schuhhaus. Mädchen können Wcitzzcüg- und Maschinen Naben gründlich erlernen. lm»,I SeltersweglLlI. Ankauf von (137 Alteisen, Lumpen, Metallen Papier, Flaschen. Louiö Rothenberger. Neuenweg 22. Telephon 176. 056311 Suche per sof. eine jüngere Verkäuferin, bevorzugt werden solche, tue auch nähen können. S. Sammet, Bahnhofstr., Manus., Modewaren u. Damenkonfektion. V.D. H. morgen Donuerötaa abends 9 Uhr Monats» Versammlung tm Hotel (Sroicherzog. (738 Kaufmänoischar Verein Sonntag bett 10. Juli von nachrnittags 5 Uhr an Sommer-Fesf 056411 Lauffrau ober -Mädchen gesucht. (Broker Steinweg 11. auR^cftthrt von der Kapello des Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Gr. Hess.) Nr. 116 unter Mitwirkung des Corn et ä pistou-Virtuosen Herrn 1. Kümmel aus llarniMtadt Mitglied der Gronsh. Hof- und Theaterknpello. Direktion: Obermneikmeister W. Löber. AnfanK prürlM 8 Uhr. |(?/7] Eintritt 1.— Mk. Tücht. Branntwein u. Likör reisender in Oberhesjen u. Hessen- Nassau gut ehiflcfüprt, wünscht sich zu vernnbern. Schristl. Angebote nut. 3715 an den (Eichener Anzeiger erb. Mann in mittl^>ahrelt, gesund und mit gutem Venuniub, sucht Stellung als Kasfebole, Portier ober sonstige Vertrauensstellung. Mnulton kann gestellt werben. Schristl. Angebote unter 05624 an den OMcfeencr Anzeiger erb. Lehrling. S: aus achtbarer Familie als Lehrling gesucht. Meldungen bei dem Vorstand beö Eisenbahn Komum Lehrling zum sofortigen Eintritt für unser Bureau gesucht. (3724 Schriftliche Offerten an Banuinger, ®. m. b H., (9icf?cn. 36721 Bahnhofstr. 39 vart. 5-Zim.- Wolin. in. Z,ub. p. l.Okt. z. vermiet. Näber, im Hinterhanse daselbst. O-1SOJ Liebigür. 31u.33 je eine ö-Zim. Wohn. m. Badez. v. 1. Ott. o. früh, z. verm. ^cäh. Stephanstr. 25. Moderne Wohnung (5—6 Zimiuer) in ruhiger freier Lage von kleiner Beamtenfamilie für 1. Oktober gesucht. Säir. Angeb. m. Preisangabe unt. 3701 an den Gies;. Anz. erb. Gesucht zunt 15. Oft. 3^Umiiief= Wobnnna in schöner Lage für einzelne Dame. Schristl. Angebote unter 05615 an den Wietzener Anzeiger erb. Möbl. flimmer von jg. Mann für dauernd zum 1. August evtl, früher zu mieten gesucht. Schr. Angeb. mit Preisangabe unt. 05628 an den Gies;. Anz. erb. Herr s. ab 10. ds. Mts. auf einige Tage nibbl. Zimmer N. d. .SHiniL Schr. Angeb. mit Preisangabe unt. 3731 au den Gies;. Anz. erb. Ni 4-Zm.-Mn., vart. u. 1. Stock, mit allem Zubehör zu vermieten. Martin Schwall, 37211 Marburger Stratze 60. SmMNMWM 37321 Schöne 4-Zimmer -Wohnung mit Zubehör alsbald preiswert zu vertpieten. Marktplatz 17. 3669) Wilhelmftr. 8 sch. Parterre Wohnung, besieh, aus 4 Zimmern, 2 Entreefolzimmern, Bao u. allem Zubehör p. 1. Ott- zu vermieten. Nah. Tyranffurter Strafte 29. Ö5513] llllarburg. Str. 58 ist schöne 4-Zim. Wohnung nebst Bad u. all. Zubeh. per 1. Okt. zu vermieten. Steins Garten, Donuerntag den 7. Juli 6. und letztes Abonnement-Konzert Leder M des meit PrMWS ein Lchlspcr! Zirkusblu grobartiges amerikanisches Sensationsdrama Z.unstsilm I. Ranges, spannend bis zum letzten Augenblick, Länge 360 m. Wie die Armen in Paris essen, hochinteressant. Ein oipller irtrtarl! (£inc Lachpille, selbst sür den größten Hypochonder Der Jugendliebe Sieg, .XÄm Kinematograph Bahnhofstr. 54 05625 Bahnhofstr. 54 Pathe Journal, hochinteressante Wochenschau. Lili Schlager I. Ranges, ein dramatisches Kinderschauspiel. Das widerspenstige Bettkissen, humoristische Hotel-Erlebnisse eines Schlangenbändigers. Der Jugendliebe Sieg, überwältig, schönes Drama. zum Tränenlachen. Ein geteimes Hk der Bp to ttioeile ton EMM Kunstfilm, historisches Drama, prachtvoll koloriert. Liebe und Käse komische Szene von Max Linder. Polnische Phantasien, Tüilblll». 1 7 Zimmer | Bismarckstraste 44. Vrrridmfll. 7 Uiiintcriuohmmn JoglcicO ober später au vermieten. ß250| Näh. Vtcbmm gfK Kl p. 5271 Elea. ac räum. 7'3 im. Wohn, mit Zubehör zu vermieten. Näheres Nord Aningc 1» p 84361 Wegzugshalber sch. 4-Zitn. Wohn, für 1. Oktober zu vermiet. 3264] Im Neubau Nooristratze sind 4 Zimmer-Wohnungen ztuu 1. Oktober ob. früher zu vermiet. Näh. Liebigstraf;e 63.____________ 1663] Wohn. Alieestr. 11III., vier Zita., 2 Kant. u. Zub. per 1. Juli zu vermieten. Näh. Bureau Horst, Niegelpfad. Neuzeitlich eingerichtete 4-Ziin.- Wohnung zu vermieten. ]3669 2. u he reo Seltt roweg 3K__ hchiffenberger Weg 4 eien Wohnung, 4 Zimmer u. Mal), mit Loggia u. Gartenanteil, Bleichpl. u. Trockenb., p. 1. Okt. an ruhige Leute zu vermieten. Näheres parterre. Zub., mit ober ohne Pferdestall, z. 1. Okt. zu vermieten. Z-r. Sanitutsrat Haupt, Afterw. 29 05501, 6 Z.-Wohn., park., vis-ä-vis b. n. Bibb, m. Bad u. fdnitl. Zubeh. per sofort ob. 1. Okt. zu vermieten. Näheres Bismarckttrane 40 p. Wilbelmttrake 41. Herrschastl. 6'Zimmerwohnung sogleich oder später zu vermieten. 32581 Näh. Liebigstratze 83 p. 333016'Zim.'Wohn.(part.o. l.Stck.) m. Babezim. u. all. Zub. ev.Stall re. n. Gurt, v- 1- Okt. Bergstrane 1. 2057! Eine aus 6 Zimmern ntit Mansarden u.Zubehör bestehende, Loutiürahe 20 (Ecke Aleichstr.) im 1. Stock belogene, sonnige, frei- liegenbe Wohnung mit Garten sofort zu vermieten. Näheres parterre. ___ 056161 L-Zim. Wobnuna zu vei> uiteten.___Wolkengafse 16 I. 05642] 8-Zim. Wohnung alsbald z. verm. Nodbeimer Strafte 2. 05476] Sch. Manf.-Wohu., 3 ZinrI Kab. u. all. Zubeh., per 1. Okt. zu vermieten. Dam,nstratze 45 11. 3616] Schöne 3-Zimmer°Wohnung m. Badezimmer, Mädchenkammer und sonstig. Zubehör per 1. Okt. zu vermieten. Näh. Frankfurter Strabo 59 p. 05285]3-Z.'Wohn. m. Gartenant. p. 1. Juli zu verm. Schützenstr. 17. 3872] Kl. 8-Zim.-Wobu. an ruhige »>am. zu verm.__Asterweg 44. 3061! Schöne 3 Zinuner-Wohnung parterre, zu vermieten. Wetzfieiustrabe 44. :M>! Landgraf Philipp - Platz^lÖ schöne 8-Zim.°Wohn. zu vermiet. Näh, frankfurter Strabe 29. 055801 Schöne 3-Zinim.-Wohnung mit Gas an ruhige Leute zu ver^ 36Ö6I Sch. Mansarden - Wohnung, 3 Zimmer, Küche, Bodenraum, Keller u. Gartenanteil zu verm. Nab 2Uehl'itr. 40 bei Arau Mlijji. Dr. Noese. Goethestr. 34 p. 2674] Schillerstrabe 13, Ecke Vlord Anlage, freundl. 5 Zimmerwohn. mit .Zubeh. per sofort oder spater zu vermieten. Zn erfragen ______Nord-Anlage 21 pari. 1932] Modern nuugeimtL 5-Zim. Wohn. m. Balk. u. Loggia u. all. Zubehör, 1. Stock, in beff. ruhig. Hause u. freier Lage per 1. Juli zu verm. Schissenberger Weg 16 (Nähe Bergstrabei. Inlernalicnale Ausslellumj liif Sport üiid Spiel, Frankfurt a. Main, Ton!tere^?Vvelkonzerte. Auf der Schaubühne : NackunittagS Begrün der groben intern, athletischen Wettkanwie, Ntnakampse um den frankfurter Goldpokal. Abends '/,VUHr Vornetzung t)er Wingtämpfc. Bei günstiger Witterung Blüten zauber und Ltchterfest in Tokio. — Samstag den 1>. Juli, (xtntritt ben ganzen Tag 1 Älk. Schieben wie am Donnerstag dem /. Juli. Ab 4 Uhr nachmittags Militär Toppelkonzerte. Auf der Schaububne: Nachmittags 4 Uhr: Athletische Rina- kampfe, Mafsenübuugen, Musterriegen. Abends ’/2Ö Uhr Zortfetzung der atbletifdjen Borführungen. Bet günstiger Wltterimg^ Blütenzauber und Lichterfest in Tokio. - An allen Tagen abends von 9 Uhr ab aus der Schaubühne ober im groben Bierzelt: 4 Bernhards, Jack Art, 4 Miguels, 3 Dysons. Bergnügungspark: Tauzboden, Nodelbahu, Schiefchalle, Glasbläserei, Kasperletheater, Hippodrom, Tunnelbabn. (sb',/7 JuEi-ScHiefierfa!is'te8i nflph I Japanische Ausstellung HM mit Brüssel, Weltausstellung Dach Paris mit Brüssel, Weltausstellung Beide Reisen vom 22. bis 31. Juli er. [hv6/. Preis je Mk. 245.— ab Mainz, Mk. 2.35.- ab Cöln Ferner Parin direkt, vom 25. bis 31. Juli er. 150 Mk. ab Mainz bis Mainz, 135 Mk. ab Metz bis Metz Alles cinschl. Hotels, Verpflegung etc. Ausführliche Programme durch das Reisebureau: L. Lyssenhop & Co., g. m. b. h. Mainz 18. Schöner Laden in Mitte der Stadt gelegen, zum Herbst zu vermieten. Schristl. Meldungen unter 3480 an den (siebener Älnzelger erb. Im Neubau Roonstrake ist ein mit ob. Ohne Wohnung <'lkvl.il Alt vermieten. 13265 Näh. Liebigstrabe 05512sNlnrb. Str.56ist ar.Keller, foiv. Stallung u. gr. Bodenräume sof. vd. spät., zuf. od. qetr., z. verm. G Zimmer | lifle 3D ^°H^uuna. er, Beranda, (Saiten und Zubehör auf 1. CtL au vermu ten. Näh. eine Treppe hoch [3723 Ein anständiges, arbeitssames Dienstmädchen gesucht. [3717 ___________Lndwiastrake 1 p. Für junges Mädchen, nicht unter 16 Jahren, bietet sich Gelegenheit zur Erlernung des Haus^ baltv, speziell gut bürgert Küche, bei ktnderlofemEhepaar in schöner Gegend. Auf Familienanschlub mirb besond. Wert gelegt, auber- bem wird kl. Tabcheng. gewährt. Schristl. Meldungen unter 3601 an den (Siebener Altzeiger erb. Ö5613) Mädchen für Küche u. HauS finden sofort u. später Stellung. Fr. Hüttcnbergcr, SelterSm. 67. Mädchen für ^gnÄt. 05634] Ludwiattrahe 6 II. (M7sLäuffrau oderMädchen bei gutem Lohn gesucht. ______________Ost-Anlage 1411. 056301 Lauffrau für ein. Stunden des Tagö gesucht. Ltchcr Strabc 33 11. 05021] Bersetzungshalber sch. 4—5- Zim.- Wohnung, 1. St., z. 1- Okt zu verm. Bismarckstrabe 17 p. 3390[ West-Anlage 50 Mansardenwohnung oersetzungShalber sofort an ruhige Leute zu vermieten. Näheres dofmaunür. 14- 2426j 2 u. 3-Zimtuerwvhnungen, sowie ein Laden mit Wohnung zu vernt Näh. Ebelstr. 39 Pt. rrLelerstrane 18 und 3-1811 6 schöne 3 - Zim. - Wohnun gen, iornic 2 schöne 2-Zim.-Wohnungen per 1. Oktober zu vermieten. Nah. H. W. Rinn, Ost-Aul. 12. Gifte 2-3-Zii!iiiitt-Wshi!Mp zu vermieten. [85 - . LteinhÄufer, dkeuen Baue 17. ie Mansard. ° Wohnung zu verm.__West-Anlage 2/ H. 3570] Ein kl. Logis zu vermieten. Näh er es Löivengasfe 22 II. . 3728] 2 schölte Ntansardenzimmer mit ob. ohne.wiche zu vermieten. _____________Nord-Anlage 13. 3263] 2 unmöbl. Zimmer m. Balk. an einzelne Dame zu vermieten. Liebigstrabe 83. B567"21'immer mit sep. Eingang, für Bureau sehr geeignet, zu ver- 11liefen.Babnhvfstrabe Q4. 05607] Zimtner u. .^üche an einz. Pers, z. verm. Sandgasse 43. WäM bequeme Einfahrt, als Werkstatt ober Lager zu vermieten. [05638 Näheres Vleustadt 13._____ JMöbl. Zimmer | 05622] Schön möbbZimmer zu uev mieten. Bahnhosstrabe 6511. l. kep. möbl. Zimmer, 14 Mk., zu vermieten. Lubwigstrabe 14. 05619] Schön möbl. Zimmer bill. zu vermiet. Löberttrabe 417. 056171 Schön möbl. Zimmer bill. zu vermieten. Asterweg 26 I. 05635] Möbl Zimmer m. ob. ohne Pens, z. verm. Sonnenstr. 20. 05629] Jrdi. möbl. Zimmer a an ft. Arb. z. verm. Plockstrabe 16IV. 05435] Ein möbl. Zimmer zu vermieten. Jrankf. Strabe 27 p. 3501] Möbl. Zimmer zu vermiet. E. Stetnhauser, Neuett Batte 17. 05121! (8. m. Lüohn-n. Schlafz. mit sep. Ging, z. verm. Noonstr. «N p. 8311] Schön möbl. Zimmer zu ver» mieten. Dammstrabe 32 I. 05566] 2 Schlafstellen, ev. m. Kost, ztt verm. Sonnenstrabe 11II. 05581! Einfach möbl. Zimmer zu vermieten, Liebigstrabe 64 III, 055831 Ausl. Arbeiter k. Kost u. Log. erhalt. Schulstrabe 11 Manf. l. Mbl. Ziillmn zu vermieten. _______ SelterSweg 2III. 055551 Möbl. Zimmer m. fep. Eing. zu vermiet. Brnchstrabe 4 II- 3611] Gut möbl. Zimmer zu ver mieten.Baynhofstrahe 2. | Lüden etc | 37L] Laden mit ob. ohne Wohnung zu vermieten Neustadl 22. ______Näheres Ost-Anlage 14. 05557] Laden ev. auch m. Wohn, in best. GeschafiSl. Dillenburgs p. sof. ob sp. z.v. 2t.Oberbahnafslst. Noll, Dillenburg, Hauvtstr. 18(Obertor1. 2 Zimmer | 3651) Äesf. 2 - Zimmer- Äobnung, 1 Treppe, an ruhige Leute per 1, Oktober zu vermieten. Nähere- ©belürahc 14 v. 3142] 2-Z^Wohn. (l n. ruh. Leute p. 1. Juli z. verm. Lahnstr. 14. I Verschiedene j Ludwiasplatz 11 [131 oberer Stock zu vermieten ____ 4 ^5 , 6- und 7 Zimmerwohngn. in Wilhelmstrahe u. Friedrichstr., Nähe der Bahn, zu vernt 1*2629 Birkenitock L Schneider. 3719] Henselstraste 3 6 Zimmer m. Badezinun. per fos. zu vermieten. SSlÄMttl. Stoch 6 schöne Zinimer mit y^cranba n. reichlich. Zubehör, Henfelstr. 8 znm 1. Okt. zu verm. Nab. .start Hahn, Löb erst r. 17. 05174] Ludwigstr. 22, 1. (St., schöne 6 Ziin. Wohn.m.Znb., Bleiilivl., v. l.Okt. .11 v ernt. SU ab. tm Laden. SBi Eü Fiii$ Äerfedung des Herrn Hauptniami.sioettfchau frei- gewordene Wohnung. Bleichstr. 6, beftebend aus 5 6Ziinmern, Bad u. allem Zubehör, ift sofort ober Ainu 1. Juli zu vermieten. Näberes bet Schäfer, Hinterh. I. 2143] Ludwigstr. 30, gegenüber ber llniuerütdL 1. Stock, schöne geräumige Wohnimg von 6 3ihl, co. auch Utehr, mit Balkon und allem Zubehör au oeriuleten. Gastwirtschaft. Gastwirtschaft mit Metzgerei tit Gieben, Wirtschaft mit grobem Saal, zu verpachten ober zu verkaufen. Schristl. Angebote unter 3665 an den siebener Anzeiger erbeten. Fuhrleistungen ich. Art, sowie Auszüge, Möbel'. tranSvortc, Wafchfubren übernimmt <1hr. Ile Bz, Löweng. 11, 047591__________Telcpb. 829.__ Geschäftsmann sucht sofort 300 Mk. seines Mobiliars. Schristl. Angebote unter 05633 an den (Siebener Anzeiger erb. 05632) Nehme noch Stellen im Waschen und Putzen an, ftclb- u. Gartenarbeit, nicht mtsgeschloffen. Babuliofstraste 87. Ein älteres, besseres Mädchen mit guten Zeugnissen, welches sich jeder Hausarbeit unterzieht, wirb von einer einzelnen Tarne in der Nahe GiebenS zum baldigen (Eintritt gesucht. Zu erfr. in der Ge schäftsstelle d. Gieh. Anz. 3693 Dienstmädchen zum 1. August gesucht. B4/? Univ. Augenklinik. ä»ii|. SiMti »BiÜg Eil »Mil RWm ^gesucht.