gasrsflzna Die heutige Nummer umfahr 10 Setten. tot Die bevorstehenden WaPeu in England. London, 9. Jan. In der tiergangenen Woche fanden in England rund zwanzigtausend Wahlversammlungen statt Mit dem gestrigen Tage erreichte die Beteiligung der Peers am Wahlkampfe ihr Ende, da die Peers sich nach dem Erla'g eines Parlamentswahlbefehls, der morgen ergehen wird, nicht mehr öffentlich am Kampfe beteiligen dürfen. Gestern sprachen noch zahlreiche Peers öffentlich. Viele von ihnen fanden habet einen feindlichen Empfang, jo der Herzog von Norfolk, der erste Peer Englands, der in Bixton durch fortwährende Unter- brettnmgen am Sprechen verhindert wurde, und Lord R o n a l s h a y in Hör ns ah (London), der unter polizeilicher Ledeckung »ich zuruckziehen mußte, da die Menge die Rednertribüne stürmte Ter Parlamentssetretär in der Admiralität, M a e N a m a r a , sagte in Camberwell, er bedauere, daß die Lords nicht länger in der Qesfentlichleit erschienen, da ihre Reden die Behauptung der Radikalen bewiesen, daß das Haus der Lords eine untaugliche Einrichtung sei. Handelsminister Churchill hielt eine Rede in Leven, in der er ausführte, das Oberhaus habe ans - g e spielt, es sei veraltet und bilde einen Anachronismus, der nur noch den vernichtenden Schlag erwarte, um für immer beseitigt zu sein. Schahkanzler Llohd George sprach in Plymouth vor elftausend Personen und bewies, daß die Regierung 1909 fast drei Millionen Mehrausgaben für die Flotte aufgewandt und im nächsten Jahre noch viele Millionen mehr aufwenden werde. Nachdem er dann noch das englische und das deutsche Steuersystem gegenübergestellt und die brittschen und deutschen Der Zusammenschluß der Deutschen in Böhmen. In Prag hat eine Sitzung der deutschen Abgeordneten und ^Vertrauensmänner stattgefunden, in der eine schöne Einigkeit zutage trat: . Prag, 8. Jan. Der heutige deutsche Abgeordneten- und Vertrauen sm änncrtag lvar außerordentlich Zahlreich besucht. Abg. Dr. Sylvester überbrachte die Grüße der alpenländischen deutschen Abgeordneten und versicherte, die deutschen alpenländjschen Abgeordneten hielten treu an der Gemeinbürgschaft mit den deutschen Sudetcnländern fest. Im Namen des deutschen Volls- rates für Böhmen verlas Dr. Zitta eine Erklärung, in der betont wird, der frühere politische Fehler der Uneinigkeit der Deutschen trage an der gegenwärtigen Lage der Deutschen in Oesterreich schuld. N u r e i n e E i n i g k e i t und der feste Zusammenschluß der deutsch gesinnten Abgeordneten vermöge Abhilfe zu schaffen/ denn mit einem Groß- block werde "die Regierung immer rechnen müssen. 'Jhir nn einem solchen werde sich die Kraft des slawischen Volkes brechen. In Böhmen müsse an dem Grundsatz der nationalen Zweiteilung und der Selbstverwaltung entschieden sestgehalten werden. Die vornehmste Aufgabe der deutschen Abgeordneten müsse es daher sein, in einem geschlossenen, einmütigen Auftreten die sofortige Beratung der Sprachenvorlage der Negierung zu erzwin- g c n. Nach einigen weiteren Reden entwickelte sich eine lebhafte Erörterung, in der allseits der lebhafte Wunsch nach einem engen Zusammenschluß aller nationalen Kräfte zu einem einheitlich wirkenden Par teiv erbau de im Reichsrate ausgesprochen wurde. Bezüglich der Land tag frage wurde die Meinung zum Ausdruck gebracht, daß die deutsch-böhmische Bevölkerung keine Opfer scheuen werde, mit die nationale Existenz des Deutschen Volkes in Böhmen zu sichern und daß zu diesem Zwecke die schärssten Mittel, wenn nötig auch weiter- hin die Obstruktion, zur Anwendung gebracht werden müsse. Die Versammlung drückte einmütig ihr vollstes Vertrauen zur Haltung der deutschen Landtagsabaeordneten in Böhmen aus. Nach siebenstündiger Dauer der Verhandlungen, denen auch der deutsche Landmannminister Schreiner beiwohnte, wurde die Versammlung geschlossen. Prag, 8. Jan. Infolge der in der letzten Zeit hervor- nefretenen Unzufriedenheit der Deutschen Böhmens und ihrer politischen Führer fand heute zum Zwecke einer Aussprache über die politische Lage eine große Versammlung statt, an der sämtliche deutsche R e i ch s r a ts- und Landtagsabgeordnete B.hmens, sowie Vertrauensmänner und der Presse Deutsch-Böhmens teilnahmen. Graf Erwin Nostitz gab im Verlaufe der Verhandlungen die Erklärung ab, daß der deutsche Hochadel an der bisherigen Politik der deutsch-bürgerlichen Parteien festhalte, nicht aus innerpolitischen Gründen, sondern im Hinblick auf die Macht und das Ansehen Oesterreichs nach außen. poLMtzche Tagesschau. Der Wiederbeginn der Parlamente. Der Reichstag und der preußische Landtag treten am Dienstag dem 11. Januar zusammen. Der Reichstag, her am 15. Dezember in die Weihnachtsferien gegangen ist, veriammelt sich nachmittags 2 Uhr zu seiner 13. Plenarsitzung Auf der Tagesordnung steht an erster Stelle die Anfrage Lmck-Pachmckc^ v Bvthmer, betreffend die Mecklenburgische Verfassung, und danach die Anfrage Horn in Verbindung mit der Anträge Brandys über die Maßregelung von Reichsbeamten wegen Ausübung thces. kommunalen Wahlrechts. ,. Weitere Punkte der Tagesordnung des Reichstags sind: die erste Beratung des Gesetzentwurfes, betreffend Aenderungen des Gerichtsverfassungsgesetzes, der Strafprozeßordnung und des Einführungsgesetzes, die erste Beratung des Gesetzentwurfs über die Aenderung des Strafgesetzbuchs und endlich die erste Beratung der Regierungsvorlage über die Haftung des Reichs für seine Beamten. r .. Ilm 12 Uhr mittags am 11. Januar erfolgt wt Werken Saale des königl. Schlosses die feierliche Eröfsnung des Preußischen Landtags. Nachmittags 2 Uhr tritt dann das Abgeordnetenhaus, um 3 Uhr das Herrenhaus zur ersten Plenarsitzung zusammen. Im Abgeordnetenhause wird unmittelbar nach der vorläufigen Konstituierung des Hauses der Finanzminister Freiherr v Rheinbaben den Staaishaushaltsetat einbringen., das Herreir- haus wird die Konstituierung des Hauses und die Wahl des Präsidiums vornehmen. Bei der zweiten Etatslesung int Reichstag dürste es nicht an interessanten .Momenten fehlen. Ein neuer Kriegsminister wird sein Ressort M vertreten l)aben. Staatssekretär Kia ecke wird wieder in eine Defensivstellung gedrängt werden anläßlich der vielen Klagen über die Verhältnisse bei der Reichspost. Die! alten Gegner Dernburgs werden ihm beim Kolonialamt mit Beschwerden afrikanischer Farmer zu schassen machen, und Herr v. Schoe^ wird — soweit hier nicht der Reichskanzler selbst endlich ernspringt — manches zu hören bekommen über den Kurs unserer auswärttgen Politik. Und daß der Reichskanzler bei seinem! Gtat offener Farbe bekennen soll, als bei seiner Programmrede, dafür wird es sicher nicht an Versuchen fehlen, Verwaltunqsreform. Em im „Tag" erschienener Ärttkel des Geh. Kommerzienrats Vorster über die Verwaltungsresorm in Preußen ist auch sür uns Hessen von großem Interesse, insoweit er nämlich folgende Ratschläge erteilt: In allen diesen Dingen können wir vom Auslande noch lernen, insbesondere von den angelsächsischen Staaten, die durch- Alsines Lerrilletoir. — Goethe über die weltmännische Bildung. In ungedructten Briefen von Goethe und Alexander, von Humboldt, die K. Th. Zingeler im Januarheft der Deutschen Rundschau mitteilt, finden sich sehr interessante Aeußerungen des greisen Dichters über die weltmännische Bildung. Fürst Karl von Hohenzollern hatte sich, um einen neuen Hofmeister für seinen Sohn Karl Anton zu gewinnen und von autorativer Seite, zu erfahren, ob es rötlich sei, diesen in Gens studieren zu lassen, zunächst nn Alexander von .Humboldt gewandt, und als er von diesem keinen ^friedigenden Bescheid erhielt, an Goethe ^geschrieben, den er 1822 in Karlsbad kennen gelernt hatte. Er hebt chr- vor, daß in Genf, obwohl die Mathemattk vorwalte, auch die Geschichte der Philosophie von der älteren bis auf die neuere Zett und somit auch die deutsche Philosophie der letzten Jahre soweit vorgettagen werde, als zur historischen Kenntnis dieser lebhaften geistigen Bewegung hinreichend sei, und fällt dann über diese zeitgenössische deutsche Philosophie folgendes interessante Urteil: „Sobald es nun die Bildung eines jungen Weltmannes, wenn ich so sagen darf, bettifst, so darf ich wohl meine Ueberzeugung folgendermaßen ausspreck-cn: die Genfer Lehranstalt geht mit einer ihr eigenen Methode auf den nicht anders als zu billigenden Zweck los, junge Männer in demjenigen auszubildcn, was zum praktischen Leben am entschiedensten gefordert wird, und was die höhere Geistesbildung anbelangt, so gibt sie dabey, und nicht mit Unreclst, der Mathematik einen hohen Rang. Das Gewicht, das aus deutschen Universitäten theoretischen Ansichten, wozu uns die Philosophie besähigt, gegeben wird, ist ihr daher fremd, und der Gang, welchen deshalb die deutsche Bildung nimmt, mit jener beynahe unverträglich. Ist nun ein junger Eavalier, daß ich mich des Ausdrucks hier bediene, ans jene Weis^in Wissenschaft und Leben eingeleitet worden, so dürste ihn ein philosophischer Unterricht, wie er ihn in Deutschland finden könnte, vielleicht nur irre machen: denn unsere neueste Philosophie, die sich auf jene von Kant und Fichte eingeleitete Lehre bezieht, ist mit sich selbst noch in Zweispalt. Hegel in Berlin, Schelling in München kontrastieren auf eine lebhafte Weise miteinander, indem sie ganz nahe verwandte Ueberzeugungeu jeder aus eine andere oder eigene Art als folgerichttg will gellen lassen. Wir ankern, die wir dem Gang dieser Lehren feit so vielen Jahren gefolgt sind, und gewissermaßen in diesem Felde mitgewirkt haben, begleite« diese aus successiver Aufklärung entspringenden Irrungen nur mit Anstrengung und können keineswegs einem jungen Manne vom Stande rathen sich in diese auf ganz eigene Weise das ber Preis zuerkannt. Man bat jedoch den itimftfcr, an f ernenn! Entwürfe einige Umänderungen und Ergänzungen vvrzunehmen. Tas Unglück wollte, daß Earminati int Mai des vergangenen Jahres starb, bevor er seine Arbeit vollenden konnte. Ursprünglich wurde nun beabsichtigt, den Entwurf Earminatis zu vollenden, aber jetzt hat man sich entschlossen, die Ausführung des Denkmals endgültig dem bekannten Bildhauer Enrico Butti zu übertragen. Der Künstler wird Verdi aufrecht stehend auf einem Sockel dar- ftdlen, in ungezwungener und natürlicher Haltung. — M iltv n vor Gericht. Aus Petersburg schreibt man: Das hätte sich wahrlich der große Engländer Milton (geb. 1608, gestorben 167-1) nicht träumen lassen, daß er noch einmal die russischen Gerichte beschäftigen würde. Und doch geschah es vor kurzem! vor der Charkower Gerichtskammer. Angektagt luar eigentlich der russische Privatdozent Tiander, aber der Inhalt der Anklage richtete sich gegen die gemeingefährlichen Ideen Miltons. Herr Tiander hatte nänclich eine Broschüre über „Das Lebcn^ und die Werke Miltons" verfaßt und in der Druckerei der Charkower Gouvemementsverivvltuiig veröffentlichen lassen. Ter Inspektor tu Pressecmge'legenheiten fand nun, daß die Ideen Miltons im Bolw „Feindschaft und Haß gegen die Regierung, sowie gegen die Kirche und die Geistlichkeit hervorriefen". Die Broschüre iv'urde beschlagnahmt und die Sache dem Staatsantvalt überwiesen. Dieser fand eb-enfakls, daß in der Broschüre die monarchische Staatsordnung scharf kritisiert werde und der Gedanke zum Ausdruck käme, daß die Macht dein Volke gehören, münc._ Folglich Hetze der Verfasser bcstimnit zum Sturz der in Rußland bc- stehenden Staatsordnung aus. Der Verteidiger wies darau 1 hm, daß die Brvschitte nur ein unveränderter Abdruck von Artikeln, die tu der Monatsschrift „Dowreiimteni Mir" erschienen waren, und daß der Verfasser als Lehrer für englisch^ Literatur an der Universität anläßlich des Jubitäums Miltons, sich nur der Ausgabe unterzogen habe, über dessen Leben und Weltanschauung das russische Publikum zu unterrid)ien. Die Gerichtstammer sprach zwar den russischen Privatchozenten frei, Milton aber und feine Ideen blieben auch weiter int Verdacht. — Di a Langlebigkeit d e r Musiker. Mit der Frage, welchen Einfluß die Musik auf die Lebensdauer der Künstler ausübt, die sich ihr berufsmäßig widmen, hat Otto Keller in München sich eingehend beschäftigt und eine Statistik von rund 670 Komponisten und Berufsmusikern ausgestellt, deren Ergebnisse er in der jüngsten „Allg. Musttztg." mitteilt. Daraus gern hervor, daß die durchschnittliche Altersgrenze, die sonst gewöhnlich zwischen das 60. mtb 70. Jahr fällt, bei den Musikern zwischen das 70. und 80. Jahr zu setzen ist. Von den 6/0 Musikern. Exporte und die britische und die deutsche Schinahrt verglichen^ hatte, ließ er seine Rede in den Gedanken ansttrngen, paß ine Heimat von Sir Francis Träte nicht das Land sei, m dem man sich vor den deutschen Schisfsbauten fürchte einem anderen Orte sagte Lloyd George, seine Rundreise durch-da- Land gab ilim die Gewißheit, daß die Liberalen einem ^iege ent- gegengiugen. . . ,, .,. London, 9. Jan. Ter konservative „Observer" gibt eine Anzahl Berechnungen wieder, die von Experten der beiden Parteien über die W a h l a u s si ch te n angestellt worden sind und weist dabei auf den bedeutenden Unterschied in den Resulkateiz hin, wozu die Versasser gelangt sind. Ein Konservativer sage eine Majorität von neunzig, ein anderer von vierzig,Stimmen sür die Konservativen voraus, ein dritter berechne sur ine ■egige Regierung eine Majorität von sechzehn Stimmen. Ein Radikaler glaube, die Regierung werde zweihundert, etn zweiter, sie werde hundertzehn Stimmen Maiorttat bekommen, während ein dritter fürchte, daß die Konservativen mit acht Stimmen siegen werden. Ter „Observer" schließt Mit der Bemerkung, daß die öfsentliche Meinung Eiiglands sich am Vorabe.id der Wahlen niemals so im Unllaren über den Ausfall befunden hätte, wie gerade jetzt. Leben besruchtende, ins Leben einwirkende Grundlehren mttein- zulassen. . . Ich erlaube mir noch eine ganz besondere Bettachtung hinzuzusiigen: man sucht in Deutschland männliche und weibliche Gouvernanten von Genf heranzuziehen, wie denn auch obengenannter Herr Soret ein Genfer ist, und dies nicht allem um des Französischen willen, sondern auch weil man dort Überhaupt die Elemente einer gewissen schicklichen Lebensweise vorauszusetzen scheint. Sollte nun jene Stadt, der man zutraut, daß sie Prinzenhofmeister erziehen könne, nicht auch unmittelbar einen Prinzen auszubilden im Falle seyn?" . . . Zwei Jayre später sollte der junge Prinz Karl Anton seine Studien in Berlin abschließen, und sein Vater wandte sich deshalb wieder an Alexander von Humboldt, der in seiner vom 16. April 1830 datierten, französisch geschriebenen Antwott der Universität Berlin cm glänzendes Zeugnis ausstellte; er-führte die stattliche Reihe von großen Gelehrten an, die die verschiedenen Disziplinen an per Universität vertreten, und er macht zugunsten Berlins Wetter geltend: „Die Sammlungen sind schöner und zugänglicher als anderswo ... Ich glaube, daß der Aufenthalt in Berlin ftir einen jungen Prinzen einen sehr nützlichen Heber gang pvm Studienleben zum gesellschaftlichen Leben bietet. Das Gesellschafts- leben (selbst am Hofe) ist keineswegs zu lebhaft, nm zu große Zerstteunngen zu bieten. Es wird von dem Gouverneur seiner Hoheit abhängen, diese Zerstreuungen in gerechten Grenzen zu halten: da übrigens der Geschmack am Unterricht und an den Künsten sehr verbreitet ist, auch bei 5)ofe, so hatte ich die Gesellschaft sür etwas besonders Nutzlick>es. Das große Museum wird zu der Zeit, wo der Prinz bei uns sein wird, eröffnet fern, und es wird leicht sein, ihn methodisch führen, zu lassen, um über die Geschichte der Malerei, der griechischen Skulptur, der etruskischen Vasen (der König hat mich die berühmte Sammlung des General Koller in Neapel sür WO 000 Taler erwerben lassen», die ägypttsäfen Altertümer, die von dem General Mmotoli und von Panalaqua heimgebracht sind, die Fülle von soliden Kenntnissen zu erwerben, die heute einen so wesentlichen Zweig einer sehr sorgfältigen Erziehung bilden. . ." C. K. V v m V e r d i - D c n k ni a l. Der Plan der Errichtung eines Daitmals für Verdi, mit dem Italien seinem großen Komponisten eine Ehrung darbringt, ist bisher von 'Mißgeschick heurn gesucht worden. Das Denkmal soll am 10. Oktober 1913, am hundertsten Jahrestage der Geburt des Meistes, eitthüllt werden. Vor drei Jahren, so berichtet die „Revue", wurde das erste Preisausschreiben erlassen: es blieb erfvlgbos: keiner der ern- gereichlen Entwürfe wurde preisgekrönt. Bei beut zweiten Aus- > schreiben wurde kann dem! Entwürfe des Bildhauers Earminatt Die Beratung von poftsragen. Die schon mehrfach angekündigte Beratung im Reichspostamt wurde am Freitag mittag im Gebäude des Reichspostamts eröffnet. Tas Reichspostamt selbst war it. a. durch Ministerialdirektor Kobelt und Geh. Postrat Hosfmann vertreten. Außer diesen nahmen an beit Beratungen 22 Vertreter der verschiedenen Zweige der Industrie, des Handels und der Landwirtschaft teil. Den Vorsitz führte der Staatssekretär des Reichspostamts, Exsellenz Krälke. Aus der Tagesordnung der Beratung, die nicht össentlich ist, standen die Gründe gegen eine Wiedereinführung des A n k unsts -- stempels bei gewöhnlichen Briefen, die Mitwirkung des Pubti- kums bei der Ausfüllung von P o st e i n l i e fer u n g s-Bescheinigungen, Einlicserungsbeschemtgungen sur Pakete, Eiitsührung von P o st-La g er f a r t cn und die Mißstände un N achnahmeverke h r. Bei dem ersten Punkt hob der Staats- sclretär Krälke die bereits früher vielfach erörterten Gründe i-t längeren Ausführungen hervor, die gegen die Wiedereinführung des Aiikünftsstempels bei gewöhnlichen Bricfsendungen sprech?,:. Die Verhandlungen dauerten am Freitag bis gcgeit_ 4 Uhr. Am Abend waren die Teilnehmer der Beratung beim StaatSsettttär Krätkc zu Gast geladen. , m f. Am Samstag versammelten na) die Mitglieder ber Reichs- postkonferenz schon bald nach 7 Uhr, um genieinschastlich einen Besuch der wichtigsten Postämter zu unternehmen. Die frühe Morgenstunde war gewählt worden, weil man sich aus diese Weise über den sehr umsangreicheu Geschäftsbetticb am besten rnsormieren konnte Bei der Besichtigung des Briefpostamtes, das um diese Seit daS gesamte Material vom Abend vorher und von der Nacht zu bewältigen hat, kam es der ReichSPostverwaltung hauptsächlich daraus an, zu zeigen, daß die Aussetzung des An- kunstsstempels auf gewöhnliche Sendungen eine Betriebserschwerung und Zeitversäumnis bedeute. Nach dem Besuche einer tJtcibe weiterer Postämter in der Stadt begaben sich die Aitt- gliedcr der Konferenz zum Gebäude des RcichSPostamts zurück, um dort die Beratungen wieder aujzunehmen. Nach ^urchsyrcchung sämtlicher Punkte bet Tagesordnung wurde die Konferenz gc- fcblo'fen Tas durch die Beratungen der Konferenz gewonnene Material soll, wie der B. L.-A. meldet, später im Zusammenhang veröffentlicht werden. Tas amtliche Wolff'sche Bureau berichtet noch: Die SÄtutz- sitzung der Postkonferenz wurde seitens der Reichspostverivaltimg mit bet Darlegung der Gründe eingeteitet, die für den Wegwll kes Arckünf!sße:npcls für gewöhnlicke Briese bestimmend gcir.ien sind. In der sich anschließenden Aussprache wurden von den Vertretern der einzelnen Jnteressentengruppen die bei fandet, Industrie, Handwerk und Landwirtschaft bestehenden Wunsche nach Wiedereinführun desg Aittunstsstempels zur Geltung gebracht. Bon einem Teile der Mitglieder wurde die Wieberemfüyrung allgemein gewünscht, von einem ankeren nur für gewisse Be- frellung5.it ; einige Mitglieder sprachen sich oahin aus, sie hatten bei der vorhergegangenen Besichtigung der Betriebseinrichtungen die Ueberzeugung gewonnen, daß durch den Fortfall des Stempels 10—15 Minuten Zeit gewonnen würden, die für die Postverwal- hmg und alle, denen es in erster Linie auf beschleunigte Zu- fteHung antonunc, wertvoll seien. Der Staatssetterär nahm alle Anregungen mit Tank entgegen und sagte ihre gewissenhafte Prüfung zu. Äkr.7 Erstes Blatt 160. Jahrgang Montag 10. Januar 19^0 Ter Gießen nzetger HA monatlich7öPsviertel- erscheint täglich, außer A jährlich Mk. 2.20: durch Sonntag?. - Beilagen: , fe;. Ab hole- u. Zweigstellen viermal wöchentlich MW IBH MW monatlich 65 Pf.: durch GietzenerFamlienblatter; M W MM MM O W* MW ßß M M M MM Ä diePostMk.2.- viertel- SwKKvllvi AllivlUvI S58B ***** v SV V V V g v EXÄ ^eriisprech - Anschlüße. volittschen Teil: August ~~ General-Anzeiger für Oberhessen WL ßtt"ch^Tagesnum!ner Rotationsdruck tittb Verlag der vrnhl'schen Unw.-Vuch- und Lteindruckerei R. Lange. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. ^liizeigente^!:' H." Beck. bis vormtttags 9 Uhr. ...... soweit sie bisher nur bis zur Wagen der roten Lune Moltkesiraße gefahren sind — bis an die Ecke der Licher Straße und der Straß« zur neuen Kaserne fahren zu lassen. Auch eine Nermehrung der Haltestellen ist beabsichtigt. *• Frauenkonferenz. Dienstag, 11. Jan., findet die 7. Frauenkonferenz des Verbandes evangel'.sch-lirchllcher Frauenvereine int Großherzogtum Hessen zu Darmstadt statt. Frau Pfarrer Schrader-Wiesbaden nnrb über das zeitgemäße Thema: „Die Dienstbo teuf rage" sprechen. ** Folgende gewerbepolizeiliche Revisionen wurden in der Stadt Gießen im 4. Vierteljahr 1909 vorgenommen: (fä wurden revidiert etwa 50 Fabriken und Betriebe hinsichtlich der Einhaltung der Vorschriften unter §§ 163 ff. und § 167; der AusführungSanweise zur Gewerbeordnung, sowie dec Führung von Arbeitsbüchern, Anmeldung der jugendlichen Arbeiter, Arbeitszeit, Plakate und Listen der jugendlichen Arbeiter. In einigen Falten fehlten die auf Grund des § 107 der G. O. zu führenden Arbeitsbücher miiidcrjähriger Personen, sowie die Angabe jugendlicl>cr.Arbeiter, auf dem nach den Vorschriften des § 138 der G.-O. zu führenden Verzeichnissen. 36 Bäckereien in Bezug auf Einhaltung der Polizeiverordnung vom 27. Oktober 190 Z bett, die Reinhaltung der Bäckereien. In 15 Betrieben ergaben sich Beanstandungen wegen Instandhaltung der Arbcitsräumc in Bezug auf Anstrich und bergt 36 Konfektionswerk statten, in denen jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigt werden, in Bezug auf Einhaltung der Kaiserlichen Verordnung vom 4. Juli 1909. Aus einigen Werkstätten fehlten die auf Grund des § 107 der G.-O. zu führenden Arbeitsbücher minderjähriger Personen. 17 Verkaufsstellen, in denen Karbid gelagert und verkauft wird^ auf Grund der Verordnung vom 20. Oktober 1905. In einem Falle ergab sich eine Beanstandung. 36 Bar b i e r stu b c n auf Einhaltung der Polizeiverordnung, den Gewerbebetrieb der Barbiere betr., vom 8. August 1909. Beanstandungen ergaben sich keine. Ferner wurde revidiert die Beschäftigung von Gehilfen und Lehrlingen im Handelsgewerbe an Sonntagen auf Grund des Ortsstatuts vom 19. März 1909. In zwei Fällen mußten wegen Uebertretung dieses Statuts Anzeigen erhoben werden. Tie Beichäftigung schulpflichtiger Kinder in gewerblichen Betrieben auf Grund des Kinderfchutzgesetzes vom 30. März 1903, sowie die gewerbliche Nebenbeschäftigung schulpflichtiger Kinder, die verbietet, auch eigene Minber zum Austragen von Backwaren, Milch, Zeitungen und bergt vor 8 Uhr morgens und nach 8 Uhr abends zu verwenden. In einigen Fällen mußte wegen Verstoß gegen diese Verordnung Strafanzeige erhoben werden. Auf Grund des § 139 e der G.-O., nach 9 Uhr abends verbotenen Hausierhandel mit Waren, Südfrüchten und bergt, wegen Uebertretung biefer Bestimmungen wurde in einem Falle Anzeige erhoben. 53 Verkaufsstellen, die M a r g a r i n e und Margarine ähnliche Fabrikate und Knnstspeise- sette verkaufen, in Bezug auf Einhaltung des Gesetzes oom 15. Juni 1897 über den Verkehr mit Margarine, Nunstsveisc- sette und bergt In einer Anzahl Verkaufsstellen., woselbst Margarine ähnliche Fabrikate in neuester Zeit geführt werden, ergaben sich Beanstandungen. In einem Falle mußte wegen wiederholten Verstoßes gegen das betreffende Gesetz Anzeige erhoben werden. R a h r u n g s m i l t e l k o n i r o l l e: Es wurden 103 Nahrungs- und Genußmittelprobcn, sowie VerbrauchSgegenstän.de entnommen und dem bient. Untersuchungsamt, sowie dem Großh. Kreisgesundheitsamt übergeben. In zwei Fällen ergaben fick) Darmstadt vorgenommenen Verlosung fielen die Gewinne auf folgende Aktiennummern: a) Anrechtscheine: Nr. 402 (500 Mk.), Nr. 34 (400 Mk.), Nr. 556 (300 AU.), Nr. 409, 955 (200 Mk.), Nr. 812, 862 (150 Mk.), Nr. 403, 983, 1429, 1443 (100 Mk.), Nr. 1439, 1467 (60 Mk.), Nr. 226, 776 (50 AU.); b) sonstige Kunstgegenstände: Nr. 36, 49, 60, 79, 85, 92, 160, 162, 267, 287, 300, 335, 341, 803, 816, 954, 1038, 1059, 1079, 1113, 1434, 1461, 1478, 1553, 1556, 1587, 1608. Den Mitgliedern, die Anrechtscheine gewonnen haben, steht das Recht zu, innerhalb eines Jahres sich ein Gemälde auszuwählen, das den Wert des gewonnenen Betrages hat. Die anderen Gewinne werden den Mitgliedern in den ersten Tagen zugestellt. ** Stadttheater. Wegen Erkrankung des Frl. Koch wird in der morgigen Dienstag-Abonnementsoorstellung von „Romeo und Julia" Frl. Neubke vom Frankfurter Schauspielhaus die Julia spielen. Das Gastspiel ist um so interessanter, als Frl. Reubke, die vom Münchener Hoftheater kam, bei ihrem Probegastspiel in Frankfurt gerade als Julia s. Z. einen großen Erfolg errang. — Der Krankheitsfall macht auch wettere Repertoireveränderungen nötig. So wird zunächst am Mittwoch statt „Flottenmanöver" der lustige Schwank „Der selige Toupinel" gegeben werben. *' Van der Straßenbahn. Die beiden von der Stadtverordneten-Versammlung nachträglich bestellten Straßenbahnwagen iverden spätestens Mitte März geliefert werben. Für den Sommerfahrplan ist in Aussicht genommen, die Ausland. Nach einer Meldung au:' , c u v c ft erklärte Justh in einer Konferenz mit dem Ministerpräsidenten Lukacs auf dessen Frage, ob seine Partei ein zweimonatliches Budgetprovisorium bewillige, daß seine Partei ein Provisorium nur der Regierung votieren könne, deren Programm ihr bekannt sei und zu der sie Vertrauen hege. Der französische Botschafter verlangte bei der Pforte die Zurückziehung der türkischen Truppen aus bem strittigen tu nesisch-tripolitani scheu Grenzgebiet. Außerdem verlangt er die entgüllige Festlegung de r Grenze. Die Pforte, welche dieses bisher zurückwies, weil die Anerkennung eine Besetzung Tunis bedeuten würde, erklärte nunmehr ihre Bereitwilligkeit zu einer Grenzregulierung, wenn einige Formfragen erledigt würden. Aus Paris meldet man: Am Sonntag nachmittag veranstalteten Angestellte von Kolonialwarenge- schäften eine Kundgebung und versuchten, einen Laden dieser Branche zu plündern; sie wurden von der Polizei auseinandergetrieben, die drei Verhaftungen vornahm. Wie in Konstantinopeler jungtürkischen Kreisen verlautet, soll das Kriegsportefeuille dem Berliner Botschafter Nisami Pascha angebolen werden, weil der Generallissimus Schewtet Pascha bezüglich der Annahme keine bestimmte Antwort erteilte. letzter Jnstaitz in allen kolonialen Streitsachen Recht zu sprechen berufen ist. Ebenso steht die Vorlage eines Gesetzes über die Regelung der Rechtsverhältnisse der Kolonialbeamten bevor. Eine B ü n d l e r - V e r s a m m l u n g in Eisenach beschloß einstimmig die Unterstützung des deutsch-sozialen Kandidaten Hä brich. Die chinesische Marine-Studienkommif- sio n machte, wie aus Kiel gemeldet wird, Samstag mittag nach der Besichtigung der Germaniawerft an Bord des neuen Linienschiffes „Westfalen" eine Fahrt in die See. Sie ist mit dem Schiff „Westfalen" kurz nach 4 Uhr wieder im Hafen eingetroffen. Sie begab sich alsbald an Land nach dem königlichen Schloß zur Vorstellung bei der Prinzessin Heinrich von Preußen. Die Kommission ist Sonntag vormittag um 10.45 Uhr mittels Sonderzuges nach Essen ao- g er eist. aller Zeiten und Nationen, die Kellers Statistik berücksichtigt, sind nur 6 vor dem 30., nur 22 vor dem 40., nur 40 vordem 50. Lebensjahr gestorben. Auch im 6. Jahrzehnt bewegt sich die Anzahl der Todesfälle noch in sehr niedrigen Ziffern, die höchsten Zahlen werden erst im 8. Jahrzehnt erreicht, also zwischen dem 70. und 80. Lebensjahr. In dieser Alterszone starben u. a. Händel, Scarlatti, Gretry, Haydn, Gluck, Clementi, Paesiello, Zelter, Spohr, Rossini, Meyerbeer, Gounod, Liszt, Joh. Strauß, Robert Franz, Klara Schumann, Anton Bruckner, Ferdinand von Hiller, Karl Löwe, Josef Joachim. Aelter als 80 wurden Heinrich Schütz, Hasse, Rameau, Cherubim, Ambroise Thomas, Auber, Franz und Vincenz Lachner, Ed. Grell, Verdi. Auch die Zahl der älter als mit 90 verstorbenen Musiker ist verhältnismäßig erheblich — das höchste Atter unter ihnen erreichte der 1906 mit 101 Jahren gestorbene Sänger Manuel Garcia. . — Der Ursprung amerikanischer Namen. Europäische Städte- und Ländernamen sind vielfach in Amerika vertreten, und die „Berlin", „Paris", „Petersburg" usw. finden sich drüben zu Dutzenden. Immerhin gibt es natürlich auch sehr viele geographische Namen die echt amerikanischen Stammes sind, also auch nicht der englischen Sprache angehören, und von denen der Turchschnfttsarnerikaner selbst nicht weiß, was sie bedeuten. Sprachforscher haben sich viel Mühe mit ihrer Erklärung gegeben und nicht immer ist es ihnen gelungen. Die meisten der Namm flammen von Indianern her. So leitet Alabama seinen Namen von dem Stamme her, den die Franzosen in Louisiana die „Alibamons" nannten. Mississippi, ein Name, den auch ein Fluß in Kanada trägt, bedeutet Großer (Michi) Strom (Sipi). Arkansas nannten die Algonquin den Jndianerstamm der Qneppos. Kentucky und Connecticut bedeuten dasselbe wie Mississippi „großer Fluß". Der Name, den sich die rothäutigen Bewohner von Illinois gaben, und der soviel besagte als „wir sind Menschen" ist ihrem Lande verblieben. Wisconsin ist eine Verballhornung von Miscosi (rot) und Missouri ist soviel wie Kanoe. Ans dem Worte Ajawa,^d. h. jenseits, nämlich jenseits des Stronres, ist der Name des Staates Iowa entstanden. Endlich gab das Bündnis mehrerer Stämme dem Staate Texas seinen Namen; es ist nämlich durch die Verdrehung eines Wortes, entstanden, das bedeutet: „Wir sind Freunde". Tbk. Der Ver l e g e r e in b an d. Die eigentliche Liebe zum Buch ist literarischer und nicht kunstgewerblicher Art. Ter rechte Leser tauft sich em Werk, weil er sich mit dem Inhalt aus- einandersetzen rnöckste, nid't aber wegen ber Ausstattung. Tas gute Buch in einer schönen Aufmachung zu besitzen, ist die Absicht, die Freude am Inhalt >oll geiteigert iuciuen durch ein dem Ange gespendetes geschmackliches Behagen, döeben ber typographischen Gestaltung ist es der Einband, der dem Bücherfreund solch Ergötzen bereitet. Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein kümmerte sich der Verleger kaum nm den Einband. Er verkaufte das Buch broschiert und überließ es dem Erstehcr, das Werk dem Buchbinder zu überantworten. Erst die Jmitationsperiode der Prachtwerkzeft führte zur Grvßbuckchinderei. Der Verleger wollte für weniges Geld eine Nack-ahmung des Kunsthandbandes liefern. Eine holz- papierne Lederfälschung wurde gepreßt und geprägt. Und das Publikum hatte für ein paar Groschen etwas, was so ähnlich aussah wie der teuere Ledercinband. Gewiß eine niedrige Absicht. Schließlich ist sie aber doch der 2lnlaß zu recht erfreulichen Leistungen gewesen. Tenn als die neue Kunstgcwerberefvrm-Be- iregung den Streitruf: Materialechtheit, Qualität und Gediegenheit erschallen ließ, war dieser so ganz und gar nickst prächtige Prachtband das bequemste Gegenbesipiel, das immer wieder angeführt werden konnte. Er verschwand auch ziemlich schnell von der Bildfläche und wurde ersetzt durch einen Manencinband, der selbst und für sich etwas war, ohne den Kunstbuchoinder überflüssig machen zu wollen. Wer Leder nicht bezahlen kann, soll eben auf das Leder verzichten. Es gibt ja genug andere, billigere Stoffe, die ebenfalls ihre Schönheft haben. Tas war die erste der Erwägungen, die der Besserung entgegenführten. In England hatte man gute Wirkungen erzielt mit Leinen und Kaliko; selbst ber einfache Pappband gab eine angenehme Hülle ab und die Buntpapiere, deren Herstellung man mit Fleiß und Geschick wieder auf genommen hatte, waren sowohl als Vorsatz wie für die äußere Hüfte ein trefflicher Schmuck. Auch kostbare Stoffe: Leder, sogar das Pergament wurden wieder verwendet, aber verständig materialgereckst. Tie Großbuchbindereien sahen sich mehr und mehr genötigt, auf die so hochentwickelte Fälscherkunstfertigkeit zu verzichten. Tie Verleger, gedrängt von dem Verlangen des Publi- lums, lassen sich von tüchtigen Künstlern beraten, bemühen sich um gediegene, geschmackvolle Entwürfe. Ta steht eine frische Zeichnung, ein feines Ornament, ein kräftiges Signet neben bem schön geschriebenen ober gut gesetzten Titel. Trotz manck-er Entgleisung im einzelnen, wie sie bei einer solchen Menge von Erscheinungen immer mit unterlaufen werden, Eann man auf diese Entwicklung mit Genugtuung zurückblicftn. Tas Buch hat zweifellos einen Mehrwert bekommen, der bedeutungsvoll ist für die vielen, die nicht beliebig viel für Bücher ausgeben können. Der Handband wird daneben immer seine Stellung behalten. Er hat als Lieb- haberwert seine eigene Gesetzlichkeit, die nichts gemein hat mit bem Verlegereinband, der nur Mert hat, solange er demokratisch, solange er Massenerscheinung bleiben will. Paul W oft beim. Die Pforte übersandte den Schutzmächten Kretas eine Note, in welcher gegen die Eidesleistung 1 der neuen Kretaregierung und gegen den Beschluß der kre- . tischen Kammern betreffend die Anwendung der Gesetze des Königreichs Griechenlands auf der Insel protestiert wird. Ha kkiB ey ist in Konstantinopel cingetroffen. Er würbe unterwegs auf allen Stationen sowie auf dem Bahnhofe Konstantinopel festlich empfangen und von ber Volksmenge stürmisch begrüßt. Der Sultan empfing ihn nachmittags in Audienz und übertrug ihm die Bildung des Kabinetts. Aus Helfingfors wird gemeldet: Nachdem die hiesigen Rechtsanwälte beschlossen haben, das Reichs- st e m pelst cu er g es e tz nicht zu beobachten oder notgedrungen entrichtete Stempelsteuer auf gerichtlichem Wege zurückzufordern, beginnen nunmehr das Hosgericht und andere finische Behörden die Dokumente ohne Stempclmarken entgegenzunehmen. „Nyapressen" schreibt zu diesem Anlaß: Der Konflikt gibt dem finischen Volte und seinen gesetzmäßigen Cbrigleiten Anlaß, auf gesetzlichem Boden den energi-schsten Widerstand zu leisten. Es ist Pflicht der finischen -Obrigkeiten und Privatpersonen, die dem Volke gewährten gesetzmäßigen Rechte unbeugsam zu beobachten. Aus New York wird gemeldet: General Fornos Diaz, der unterwegs nach Managua War, um als Vertreter Eftradas mit dem Präsidenten Madriz den Frieden zu vereinbaren, ist infolge Kenterns des Bootes bet der Barre von Greytown ertrunken. Die führenden japanischen Blätter sprechen sich dagegen aus, daß Japan den Vorschlag Amerikas, die m ftu d f churilcye uis c n ba h n ourcy Verkauf an China zu neutralisieren, annehme. Allgemein kommt die Meinung zum Ausdruck, daß der Plan undurchführbar fei. Die Blätter sind der Ansicht, Japan werde keine dem zugemuteten Opfer entsprechende Vergütung erhalten; auch- würden die Interessen der iapanischeu Ansiedler in der Südmandschuxei durch ein solches Arrangement nicht geschützt. Deutsches Reich. Der Kaiser hat auf den Neujahrswunsch des Berliner Magistrats folgendes Antwortschreiben gesandt: Für die ftemtdlichen Glückwünsche, mit denen der Magistrat meiner Haupt- und Residenzstadt Berlin mich in das neue Jahr geleitet hat, und für den Ausdruck treuer Anhänglichkeit spreche ich dem Magistrat meinen wärmsten Tank aus. Mit besonderer Freude bin ich in der Adresse der Erwähnung ber bevorstehenden Hundertjahrfeier der Begründung der Friedrich Wilhelms-Un- versität begegnet als eines Lichtblickes in den ernsten Erinnerungen an das Jahr 1810. Zeugt dieses Werk meines Ahnen doch von dem auch in der Zeit schwerster Bedrängnis nicht erschütterten Vertrauen zu der Kraft des preußischen Volkes und seiner Wiedergeburt durch ernste geiftige Arbeit. Daß die städtischen Behörden Berlins in dem Geiste, welcher dieser großen Schöpfung zum Leben verhalf, auch an ihrem Teil an der geistigen Fürsorge für die Heranwachsende Jugend rüstig und verständnisvoll roeüerarbeiten, habe ich erst kürzlich gelegentlich der Einweihung der 300. Gemeindeschule dankbar anerkennen können. Möge auch im neuen Jahre ber Arbeit der Berliner Stabtberwaltung der Erfolg nicht fehlen. Ter Kaiser nahm Samstag vormittag, im Neuen Palais die Vorträge des Staatssekretärs des Reichsmarine- amts und des Chefs des Marinetabinetts entgegen. Wie nach der Nationalzeitung verlautet, sind die Abmachungen über den Besuch des Reichskanzlers in Rom nunmehr endgültig getroffen. Herr von Beth- mann-Hollweg wird such während der Osterferien des Reichstages nach der italienischen Hauptstadt begeben. Nach bem Wiederzusammentritt des Reichstags wird nach einer Blättermeldung das Auswärtige Amt ein Weißbuch mit den diplomatischen ^itenfrücfen über die Mannesmann-Angelegenheit vorlegen. Unmittelbar nach Zusammentrift des Reichstags wiru" oce,em au per einer Denkschrift über die Diamanten frage in Teutsch- Südwest ein Gesetz über die Schaffung eines Kolonialgerichtshofes' vorgelegt werden, der in dritter und weg über eine für unsere Verhältnisse erstaunlich geringe Beamtenzahl verfügen, und bereit Verwaltung doch weit prompter und für bas Publikum zufri^enstellenber arbeitet. Es wäre eine dankbare Aufgabe für unsere Nationalökonomen, sich einmal recht eingehend mft der Oekonomie der Staatsverwaltung zu beschäftigen und (Erhebungen und Vergleiche über die Kosten und die Art der Verwaltung im In- und Ausland weiteren Kreisen zur Verfügung zu stellen. Man wird sich bann vielleicht mehr als jetzt die Erfahrungen anderer Länder zunutze machen. Meines Erachtens ist es ein fundamentaler Fehler des deutschen Systems, daß die Auswahl ber Beamten auf eine kleine Kaste vorschriftsmäßig ausgebildeter, oft mit „Berechtigungsschein" versehener Bewerber beschränkt ist, die bestimmte, vorwiegend juristische Examina absolvftrt haben müssen, so daß sie aus ben ihnen anerzogenen Normen gar nicht mehr herauskönnen. Leider zieht dies System weitere Kreise, indem es auch für die Provinzial- und Kommunalverwaltungen vorbildlich ist. Kein Wunder, daß bei diesen der Apparat ebenso schwerfällig und kostspielig wird wie bei der Staatsverwaltung. Lernen wir aus dem Beispiel Englands und feiner so erfolgreichen Kolonialverwaltung, daß die beste Befähigung für wichtige Zweige des Staatsdienstes nicht nur akademische Semester und Examina, sondern vor allem praktischer Blick und kaufmännischer Geist sind. Nehmen wir die tüchtigen Leute da, wo wir sie finden, ohne Rücksicht auf ihren Bildungsgang; dann werden wir über die Promptheft und die Kosten unserer Verwaltung weniger zu klagen haben, dann werden wir auch hoffen dürfen, daß unsere Beamten mehr als bisher von dem Gefühl sich durchdringen lassen, daß sie, wie der Staatssekretär v. Stephan einmal gesagt hat, für das Publikum da sind und nicht das Publikum für die Beamten! Deutsche Kolonien. — Dic Schutztruppeu, Tie „91orbb. Allg. Ztg." behandelt in einem längeren Artikel die Ersatzfrage unserer Schutztruppe in Deutsch-Afrika (Kamerun) und kommt unter Hinweis auf das von Frankreich eingeführte System ber Prämienzahlung an oie_ Eingeborenensoldaten bei längerer Dienstzeit zu bem Schluß, daß es eine Unterlassung bedeuten würde, wenn wir aus Scheu vor momentanen Ausgaben uns nicht dazu entschließen könnten, den zweifellos sichersten und aussichtsreichsten Weg zu dauernder Gewinnung ber farbigen ^liannschaften cinzuschlagen, also auch unseren Eriatz durch ähnlickM Prämien- unb Pensionszahlungen länger als bisher an die Truppe unb bereu Erziehung zu fesseln. Die Mehrausgaben, fügt bas Blatt hinzu, werden «ich bezahlt machen, nickft allein durch die Awvehr wertcvernicy- tenber Unruhen, sondern auch durch positive Leistungen eines zu Ordnung und Verdienen erzogenen Eleinentes, das mit ben entlassenen Mannschaften in die farbige Bevölkerung ber ganzen Kolonie hineingetragen wirb. Aus Stadt und Land. Gießen, 10. Januar 1910. ** In Audienz empfangen wurden vom Groß- herzog am Samstag u. a. der Erbprinz Ferdinand zu Nfenburg-Büdingen-Wächtersbach, Leutnant int Regiment ber Gardes du Eorps, der Direktor der Augustiner- chule zu Friedberg Ritsert, der Postdirektor Schäfer von Gießen und die Kanzleiräte Jäger und Schiff nie von Gießen und in besonderer Audienz der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Freiherr von Schön und Sohn, Gesandtschaftsattache. ** Erledigt ist eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende S ch u l st e 11 e zu Bingen. *' Für sorge lasse für Beamte und Bedienstete der Landgemeinden und Kommunaloerbände. Dem Großh. OberrechnungSrevisor Hch. Erb wurde, nachdem er mit Wuk- ung vom 1. Januar seine Entlassung aus dem Staatsdienst erhalten hat, oom gleichen Tage ab die Stelle des Rechners im Hauptamt übertragen. ** Zum Studium der Volksschullehrer. Den Universitäten Leipzig, Gießen und Jena hat sich jetzr auch eine preußische Hochschule angeschlosien, die solche Volks- schullehrer, die ihre Prüfungen gut bestanden flohen, zum Studium zuKulassen gedenkt. Es ist die Universität Gör- tingen, die auf das Betreiben des Geh. Regierungsrats Prof. Dr. Klein hin, der die Universität im Herrenhaufe vertritt, den Volksschullehrern ein zweijähriges Studium in den Fächern Deutsch, Geschichte, Englftch, Französisch, Physik, Geographie, Botanik und Zoologie, Chemie und Mineralogie und vor allem in Philosophie und Pädagogik ermöglichen will. Als Abschluß des Studiums ist eine Tiplomprü,ung in Aussicht genommen, die dem preußischen Mittelschullehrer- und Reltoralsexamen entsprechen soll. Auch an der Akademie in Posen können Bolksschullehrer nach 6-semestrigem Besuch seit vergangenem Jahr eine ähnliche Prüfung, die 511 r Verwendung im Seminar- und Schulverwaltungsdienst berclötigt, ablegen. " Kunstverein. Bei der am 29. Dezember in LÜllUl MULi Cyocolade Ein körtLQenuss Ten- MCQLQSM Ein labe h-ank Ä M MML im Vorjahre. Eingesandt Landwirt- von der Der Mainz, 9. Jan. Stadt zinermalz, empfiehlt Habermehl. liefert in jeder gewünschten n Der UniuetfiiQtC , ISttßCL- u. , aii „ ä „i liefert in jeder gewünscnien irfck Motdüke,. bei Aua. Stoll, 0*8 Al|ßJ AH Ausstattung stilrein u.preiswert, Lcidcl und W. Llrlbinacr. US U b SXuaUBBüiiaie e die Brühl’scheUniv.-Druckerei. > Lsl27/ul ifj bc§ Frl. inlSvorikÜung vom Frank- s Easljpicl ist »n Mnnchcncr ’anffurt geraoc ■ Der Kranf# ungtn nöti%. mwirott* bet ,tgeben werben, eiben von bet ellten Straßen« »liefert werben, genommen, bis nut bis zur c bet Lichet iferne fahren Itestcllen ist unb Lästige Haare E im Gesicht, an den Jlrmcn entfernt sicher u. schmerzlos Prot. Dr. Grunwalo S Enthaarmms- pulver. D- 1.5V M. BerkaujssteUe: Pelikan Apotheke, Ärenzvlatz 2. Klavier* Stimmen Reparieren Polieren In tadellube! Ausführung durch Wilh. Rudolph GruÖb. Hess. 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Schullehrer hr eine ahn- - und Schul- Dezember in die Gewinne le: dir. 402 ik-), 31r. 409, lt. 403, 983, lf.), dir. 226, dir. 36, 49, 15, 341, 803, 1461, 1478, . die Anrecht- lncrhalb eines ücn Wert des e werden den bereits überschritten und teilweise schon ^cmilic M versorgen haben. — Die im vergangenen Jahr tn einer ossent- lichen Versammlung gewünschte Erriech tun g eine» Ge- werbegerichts wurde von den Stadtverordneten ab- aelehnt, 'da die Bedürfnisfrage bei den wenigen diesbezüglichen Fällen, die hier zur Verhandlung kommen lvurden, vorläufig noch nicht bejaht werden konnte Dagegeu gelangte der von den 10 größeren Städten de.-- Großherzogtums Hessen aus gearbeitete Entwurf eines neuen Gemein d e a b g a b e n g e s e tz e s , nwnack u. a. auch die land- wirtschastlichen Gebäude gleich denjenigen, die Gewerbc- zur Besteuerung herangezogen werden Die Gemeinde Wallenrod beabsichtigt das ihr gehörige Gemeinde-Wirtshaus ru versteigern. Dasselbe liegt mitten im Ort an der.paup - ।traue und seit jeher wurde Gastwirtschaft und Kolonial» warenhandlung in dem Haus betrieben. GeräiMilge Zimmer, neu erbauter Tanzsaal, sowie Stallungen sind vorhanden. q ia 8 Jan. Das Reichsgericht verhandelte heute die Revision des Verlegers Peter Ganter wegen fernes Buches „Doppelte Moral", der vom Landgericht,München Um 97 Juli wegen Betruges und Urlundcmahchu.rg »ctou Vergehen.) qeäert das Postgesetz zu einem Jahr Gefängnis und emer Geldstrafe verurteilt worden war. Der Verteidiger, ^imizrm Bernstem- Münch.en, beantragte die Aushebung des Urtetw. . anwalt beantragte die Verwertung de^ R-vi|ton. ~ic Uitfd)..- dung wurde Giij den 29. ^anuar n-.rlagi. • Älcinc Tageschronik. Südlich des A k o n ka g u a (Südamerika) ivurde der «stallen des Andemunnels durchgelrieben. Dadurch wird dw Rege zwiicken (S h i l c über Buenos Aires nach Europa am -0 ^.agb verkürzt und die Seefahrt durch die Aiagalhanflraße uberchlglg ""s'et Sst-rr-ichisSe NordpolfMcher Julius von Payer, der sich schon mehrsache Verdienste um die Forschung gemacht hat, veröffentlicht einer ^rahtnachruo zufolge im „Prager Tagblart" crne Ausladung, tn der er für Dr. Co o k einrritt. >'-h'n. Di-^umig-Kirch- , war bis auf den letzten Platz von andächtig lausche iden Zuhörern besetzt. Tie Einübung und Anordnung der «stucke hatte in feinsinniger Weise lvrusiklehrer Gerichardt-Greßen • übernommen, der Dirigent des Männergesangverein-» siedet- tafel-Lollar und des gemischten Chores des evang.^beiter- vereiiis Gießen. Beide Vereine boten vorzügliche ^ctstum gen Hervorzuheben find besonders die Mannerchore Det- ' litte Na an" von Beethoven und „Leise, leise, ftommr. ^-eis^. , gemischter Chor von Weber. Ein Streichquartett Gießener Musiiireunde wirkte in freundlicher Weise durch ^ortrag zweier Stücke mit. Die Orgelbegleitung hatte^Mt lehr er Sehrt-Loliar übernommen. Die einzelnen Ebore waren durch patzende Gedichte verbunden, die von Herrm.Ostler- Gießen acschickt vorgetragcn wurden. Alten Mitwirtcndcn und besonders dem Dirigenten gebührt für ihre selbstlose Mühe aufrichtige Aneriennung und Danr. Ev verdient öffentliche Anerkennung, daß Gemeinde mit ihren guten Leistungen von Zett zu Zett ihre Kraft und Kunst in den D.ensii der Oessentlichkeit und $°6»Ä 9. Ja„. W einer $?W-n «er. sammlung hielt gestern avend Lehrer Heusohn von ~oi- bach einen Vortrag über „Wen lngs als Isendnr- ni sch e Stadt". Der Redner^ der ote ^ergangenhmt von Wenings in sehr eingehender Weise erforscht hat, gav de au sm er ts amen Zuhörern ein klar cs Bild über den Standort des Schlosses uno der herrschaftlichen Gebäude, l^L^Lte die Stadtrechte und das Zunftwesen, sowie das Rallsttus und das Stadtwappcn und beleuchtete endlich- die kirchlichen und Schulverhältnisse -in Wenmgs. Der -Vortrag wurde durch zahlreiche Abbildungen und Vorzeigen von Gegenständen veranschaulicht. Bad Nauheim, 9. Jan. -ttc Kündigungen der hessischen Regierung haben hier fünf Lauaspiranten^betroffen, die bei der staatlichen Neubaubchorde und am -test baumnt tätig sind. Es sind Leute, die das 30. ^ebenchahr ^ienstetr £em Grotzh. Staatsdienst )e$ dlechncr- H 1 //Ich war am gansen Leibe mit M ■Plpnhtfln heraestcllt aus Mültchencr Kapu- IV Vlitvll Handel. © t U 11 q a r t, 8. Jan. Nach deut LerwaltcmgsbercchL der Königlich würllembetgifchen Verkehr 5 a n ft a 11 e n fux das Gratsjahr 1908 betragen tue GeianNeuma hncen der ^aats- e. enbahn aus den Betrieben 7-1637 701 Mart, lomtt 3?678u Mark mehr als im Vorjahre, die BernebsauSgabe.r 58 207 104 Mark oder 99 243 Mark weniger als nn Vorjahre. AIS Betrcebsnberschnß bat sich die Summe ^von 16 430 597,10 Mark gleich 426 026 Mark mehr als u".Vorjahre erqebeiu Der Ueberschnß ift iedoch bmter dem Etat um 1945 402,90 Mark zurnekgeblteben, welcher ^ehjbetrag au. dein Vernwaen de-Z Eisenbahn-Reservefonds an die laufende Staatsvercvaltung abzuführen i;t- Ter Eisenbahn-Reservewtws besitzt am 31. Dezbr. 1909 noch em Verncogen von brb4«3,2o Mk. Tas Anlagekapital mit 730 555 535 Mk. hat sich i" -,-^roz. (t r Aoriabre uiO Vroz.) verzinst. Der Betriebsuberichutz der Siaat-.- baÄ ist hinter dem ZüiSbedan um 2 9L6183'Mk (nn Vovsahre um 2 079 436 Mk.) zurückgeblieben. Die Post- und ^elegrapheii- Verwaltung erzielte 26 558 687 All. an Einnahmen; bte Aufgaben betrugen 18 869 242 Mk. Ter lleberschutz betragt 7 689 44o -ck. 1= 65 501 Mk. mehr als der Elatsatz und 1169 o30 Ack. inehr ub . Jan., finbet ^'.sch-ltchichec t Darrnslabt wirb über bas c* sprechen- Aevisionen Licrteliahr biert cllva oO iininfl d« »or Mlimgsonwche chbutsbllcherv, ul, -? allen fehlten d^ tn Arbeitsbücher tiWr - r )U fübrenM ßiohMng hte Aeiittzaltung «rolstnndungen rng °uf ÄMch tn denen lugend: n in BeM au 3nli sio? ionen. V n - 'st i. 8111. __0162___ F fifflklurter Ibüsiss Tliealsr kommt Dir.: ValleJ I Seanftaiibung« Femer toutben 111 Milchrcrisiom« vorg^- gl3?E S Ä4 "-?ÄSgi für 26 500 Ml. au Bauunternehmer Btls von Nieder- «Settel verkauft. Mit der Bebauung des Geländes, das noch in diesem Jahre in Angriff genommen werden soll, wnd dieser Teil des^Bürgersteiges der Rodheimer Straße regn- ,33“ §Lnd?ausl°-u°°hD°vM7°mn">°°!!^ EliÄmd"!'dienÄ, zur Seffeucrung h-r-ngczoge« «er--« ojlcralur 1105, Zeitschristeii 412, Jugendschristen. 219, jollen, mit Stimmenmehrheit zur Annahme. dicklunoen und Ärameu 42, Literaturgeschichte 5, Lander- und ' ^armftabl, 8. Jan. In den Morgenstunden de^ Vö terkunde 76, KulNirgeschlchte 43, Geschichte u"d B,o^aphun -tri n ^ages fanden sich zahlreiche Bekannte und Freute ter “ * •" «ssrite ! Rcuit-ntcbandwrrIzbursch-n. Am °»fü>Hw-n six-ndc» übet di- Ernennung als Ehrenmitglied Ur- -amstaa abend benahmen sich drei angetrunkene Handwerks-1 in künstlerischer Ausführung überreichen. In ft.er- i [^uridieii9 aus der Verberge zur 5)eimak in eurer Weise, datz uch I [LC^ert Ansprachen wurden dem Jubtütt die Elucin unsch öer Wirt genötigt sah, iic aus dem Lokale zu verwetten. Euur Ministeriälabteilung für össentliche Gesundhertspsiege ! “©Ä Ä «ÄÄ-feU SÄÄ&ÄÄö“ le6% Gestohlen wurde um Sametag abend eine« Metzger, buhrender Seife g°d^t ^rde Anspr-ch°.^°r. turrfilwn aus feinem Handwagen ein größeres L>tuck rsflr l. t l widerte n. d. ,, £1111111- otß- ~ 5s/ < ^er ^Bursche hatte seinen Wagen unbeaufsichtigt der oberen I () a r t dankend und sichtlich bewegt, Zahl der ^udwigstraße stehen lassen, während er Kundschast besuchte. ^tionen, die von Behörden, Vereinen, Privaten im ~auje w ** K cllcrbrand. Gestern abend eiititanb tn einem HausA Xaqcö cingeluusen sind, und die alle die größte Aner- in der Liebigstraße ein Kellerbrand. .^^rwehr wurde zu Hilse tcnnun9 )dnc verdienstvolle Wirksamkeit als Arzt und gerufen und verhinderte cm Umsichgreifen des ^uerg ^jnt ^amter aussprechen, war grog. . war ein Haufen klein gemachtes Holz aus umik.arltcye - I Q • n. ä ^an. Gestern kamen die Vorstände ucr in ^ond^en Wandernden. In der Herberge zur Heimat ^sig'en Innungen im Stadthause zusammen, um über die kehtten im Dezember 1675 Gäste, gegen 1987 un gleichenErrichtung einer Ausstellungshalle zu verhandeln, ou des Vorjahres ein. Davon nabmen 1035 «te die v^-berg. u I Stadt den Platz kostenlos stellen will. An der Aus- Anspruch gegen 1390 Gaste un A^.^mber ^908 ^g o40 spräche beteiligten sich die Herren Bamberger, Hock, Marsch- r Beschlüsse wurden noch keine gefaßt. Während bis in die Mitte des abgelattfenen Jahren dte Zahl d<.ri Ma i n z, 9. . Jan. Der »on ber einlehrenden Fremden gegen das s-borja^r QL^IC£ j d) a i t^ f dnt m c r hier abgehaltene V o r t r a g s kur su » unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artt el -verminderte sich der Beuch besonders zu n Herbste, zu ga » { tll den 4 Tagen von tnsgesan'A 694 Teilnehmern bic Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei ■oeutenb. Der Grund dafür ist .allem n der Dn^mkeck vn wuroe '^ ^nz war also größer wte je rn den fahren uorrmmm Verantwortung.) offene Stellen angemeldet, von d.mn >8 Arbeüer'ii das richtige getroffen hatte. am chachmittag abgel altenc ^ erun^l'^rci.?antt Büdingen eingeleitete und voM sind htiebiquitq und Lichen -irr ihre Wlrt,ch«!t°n noch Wl« k„ V-rhäMiss- durch tmc be?«id«° stwn 4 L-Ilar, 9. Jan. Heute nachmittag fand in der mochten. . m l-ui-nden Gelder üÄkr to«?- Lirche »u Kirchberg ein SiU)eiitoniet! fM, ^nBn Main;, b. Jan. Mit dem I..April die Bema.|^^^w«da^dEN I-c . Beschlagnahmnu-i würde fowahl den . .. . a,t‘6elten des Pölch-i-Mte» um eine S?O It&e ia( | i|t en tin WrH d.«'zz. widerspreKca als auch gegen mehrt werden. Damit wäre dre Stadt ^Eä.dte erste Stabt guten Sitten verstoßen. ... , T . Hessens, die sick) der Mithilfe einer Poltzeiasftstenttn für! limveg mit ben ängstl-ä.m Besürchtttngen. Man hat wettliche Arrestantinnen usw versichert hatt.e. ^n einer rüv Messina geopfert, man hat Herbstem rerMÄ tmterstiGt, demnach,llqcn 2t-dtv-rordnet-n»cr,-mmlung Wird von der E lat PjUn-tiemu» kyrnc* Ech Gabtm IM J.M.lm, 'nur flirrt dritte istcrci der Vorschlag unter breitet, als Polizei- laßt uns „Hesteutreue Digest, und du!Hauo zum, Glwen 0MLN. L Gl-k Ä in Genf: sobald die Stadtverordneten dw..ante wählen,I ■ . nUglüd ist da. Nun muß geltohen tverden. wird sie mit Familie nach Mainz übersiedeln. ?frau • I <^et barmherzig sein will, bei läßt ängstliche Bedenken nicht Schaviro hat Medizin studiert. (Mz. ^ouuij aufkommen, der wird zum fröhlictieti Geber. /, w «MKr«!Mr.'L. . Stelle ist noch nichts bekannt._____________ Unglück aus Graz gemeldet, daß ein Arzt mit seiner Ubr,""in bcr neuen U»:iversitätö Aula IV. öffentlicher Vortrag Herr Prof. Dr. H. W. Schmidt-Giesten: „lieber Elektronen“ mit Experimenten. Eintrittskarten sind zu 1 Mk. abends an der Kasse zu haben. 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