160» Jahrgang Donnerstag 8. September 1910 Pf.: durch Rr. 210 Erstes Blatt Der «ehener Anzeiger _ — erscheint täglich, außer *^flT A BezugSpreiö. Sonntags. - Beilagen: W " monatlich7bPf.,viertel- -EmiOnonor /I ittoiAOfSB zweimal rnonatl. Land- M ßL W W O M BL W HL M 3fc VaZk W «k, U ZeilerrpreiZ: lokal 15Pf., wirtschaftliche Seitftage« Wr B W W Vfr d< W M W< M VVB V Hy auswärts 20 Pfennig. Fenstprech-Anschlüsse: N M AM JsLjF Chefredakteur: A Goetz, für die Redaktion 112, I V^F wJy Verantwortlich für den ZL General-Anzeiger für Gberhessen WM to Ä“ Aotatiomdrnck mtb Verlag der vrW'schen llnio.-vuch- «nd Zteindruckerei 8. Lauge. Redaktion, Expedition und Druckerei: Lchulftrahe i. Gewerbliche vettiedsftatistü für die Bundesstaaten. Band 216 der Statistik des Deutschen Reichs bringt die iCtfje der Tabellen der Gewerbestatistik zum Abschluß, die as amtliche Queltentwerk der Darstellung der Betriebe in ,en Bundesstaaten Fmd Lcrn des teilen des . Reichs widmet. Ler neue Band beha?ndelt die Gewerbebetriebe mit offenen Verkaufsstellen, fern ter die Bedeutung der Benutzung von Notoren und schließlich die Betriebe öffentlicher Körperhaften in den einzelnen Landesteilen (Tabellen 3—5), während der erste ^Teil der Veröffentlichung der Ergeb- ni))e für die Bundesstaaten, der Band 215, die beiden ersten Tabellen über die .Gewerbebetriebe nach ihrer Zahl und ?.en in ihnen beschäftigten Personen wie über das Haus- | Gewerbe darbot. Von den 3,65 Millionen Gewerbebetrieben im Reich sind 1,02 Millionen Betriebe mit offenen Verkaufsstellen verluden. Die Zahl der Läden und dergl. im Reich beträgt 1 072 612. Nahezu -58 v. H. dieser Verkaufsstellen entfallen ntf Preußen, auf ZZayern etwa 14 v. H., auf Sachsen nicht qantz 7 intb auf Württemberg etwas über 3 v. H. Die Ziffern । teilen sich des Näheren folgendermaßen: Bundes st traten Zahl der Betriebe mit Zahl der offenen Verkaufsstellen Darunter Betriebe mit einer offenen Verkaufsstelle Preußen........ 591121 621 096 565 934 Bayern......... 141318 152 580 131 059 Königreich Sachsen..... 70 620 71301 70 001 Württemberg....... 35 789 36 127 35 521 ^aden......... 37 916 39 023 36 917 Hessen........ 19 838 20 522 19 213 Necklenburg-Schirierin . . . 9154 9 4Ö3 8 948 «tzroßherzogtum Sechsen . . . 5 824 6 014 5 699 B?ecklenburg-Strebltz .... 1574 1 607 1 546 Oldenburg........ 6 255 6 483 6 075 Braunschweig . ...... 9 379 9 779 9 036 ^achsen-Meininggßi..... 3 296 3 505 3153 Lachsen-AltenbuiZg..... 2 998 3 089 2 939 Tachsen-Koburg-Hotha . . . 3 218 3 314 3150 ‘.'Inhalt......... 5 699 5 866 5 592 Schwarzburg-Scoidershausen . 1440 1553 1338 O chwarzburg-Rujüolstadt . . . 1 382 1 406 1 361 Waldeck......... 827 895 768 h'eufe älterer Li«re..... 1 193 1 227 1169 Neuß jüngerer -inie .... 2 218 2 273 2180 Lchauinburg-LiHpe..... 536 610 472 2ippe.......... 1 974 2 083 1 875 Lübeck ......... 2 135 2 360 1998 Bremen ......... 5 762 6186 5 587 Hamburg . -...... 28 109 28 302 28 097 Elsaß-Lothringsn . . . .__ 32 893 36 008 29 959 Deutsches Meid)..... 1 022 468 11 072 612 979 587 Die weitaus meisten Betriebe haben nur einen Laden, i Unternehme^' mit 2 Verkaufsstellen wurden im Königreich IPreußen 22850 ermittelt, mit 3 und mehr Läden 2337; in Bayern Lnd 9606 Betriebe mit 2 und 653 rnit 3 Ver- aufsstellen ^g^ählt. Bei dieser Verteilung der Betriebe nach der Zahl der Läden ist aber zu beachten, daß statistisch Die Zweiggeschäfte als Einzelbetriebe gelten, so daß sich die Besetzung 'brr Gruppe „Betriebe mit einer Verkaufsstätte" cllvas zu stellt. Die meisten Läden entfallen in der Regel auf die Gewerbeabteilung Handel, in zweiter Linie folgt das Gewerbe. In einigen Staaten aber überragt die Abteilung Industrie mit ihrer Zahl von Verkaufsstätten | die Zahl dew Läden im Handel, so in Württemberg, Mecklen- Ä------- । Die Zutunft unserer Großstädte. Angesichts der für den 1. Dezember ds. Js. in Deutschland bevorstehenden Volkszählung lesen sich die Ausführungen, die fb. G. Bourrough in der „Contemporary Review" über die Wachstumsmöglichkeiten der Riesenstädte anstellt, nicht ohne Interesse. Der bekannte Nationalöronom geht von der ziemlich allgemein anerkannt en Annahme aus, daß die täglichen Reisen von der Wohnung bis zum Bureau, Kontor, Fabrik oder sonstigen Arbeitsplatz die Zeit von zwei Stunden — eine für den Hinweg, die andere für den Rückweg — nicht überschreiten dürfen, und konstruiert daraus unter Berücksichtigung der zur Verfügung ' stehenden Verkehrsmittel den praktisch möglichen Umfang, den ein einheitlich verwaltetes Gemeinwesen als wirtschaftliches Ganzes a-rnehmen kann, ohne ilt heillose Verwirrung zu geraten. Für -Städte von Fußgängern, wie es noch heute die chinesischen Millionenstädte sind und bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auch die größten europäischen Städte waren, ergibt 'ich boTüitd als weiteste überwindbare Entfernung von den ab- , gelegenstem Wohnvierteln bis zu den Mittelpunkten des Handels und der ^Industrie eine Strecke von 4 bis höchstens! 5 Kilometern, die nur in Städten an großen schiffbaren Flüssen überschritten werden bannten, wo sich die City am Strome in die Länge aus- dchnen konnte nnb die Wohnstadt deshalb wie in Hamburg- Altona und in Lissabon aus der Kreisform in eine langelliptischg Gestalt füberging. Ansder Zusammettballung der Menschenmassen bringen Eisen- : bahnen jund Dampfschiffe in den ersten Jahren ihres Begehens feine Veränderung hervor. Sie üben auf die Bevölkerung zunächst keine zentrifugale Wirkung aus, sondern wirken noch auf lange hiltaus zentripetal als Zubringer nicht nur von Frachten, sondern m-h von Mensckien.^Erst später, als die Straßenbahnlinien ■ über däs Weichbild der Stadt auf das benachbarte Land hinaus zu treten beginnen und die ersten Vorortbahnen mit billigem! Tarif 'Ditstehen, wachsen die Möglichkeiten der täglichen Reisen auf 10 bis 20 Kilometer und darüber stadteinwärts und ebensoviel Zär beit Rückweg. Die Großstadt, die früher einem kugelförmigem Balle glich, nimmt»die Gestalt einer Spinne an, deren Beine sich in der Richtung ker Vorortbahnen ausstrecken. Ties entspricht dem gegenwärtigen Zustande, in dem sich die Persone nb Förderung mit den derzeitigen Verkehrsmitteln in Grotz- Londoist nut 7 Millionen, Rewyork mit 41/?, Paris und Grotz- Berlin mit 3*/* Millionen Einwohnern noch gerade bewältigen läßt. Tch Zurunft hängt von der Ausvlldung rascherer und beyer entsprechender Verkehrsmittel, also im wesentlichen von dem Bau burg-Schwerin, in einigen der thüringischen Staaten, in Anhalt und den beiden Lippe. Auch der Anteil der Größenklassen der Betriebe ist in der Tabelle berücksichtigt. Im Gesamtgewerbe zeigen in allen Bundesstaaten die Kleinbetriebe mit bis 3 Personen^ eine reichere Zahl von Läden als die dabei an zweiter Stelle stehenden Zwergbetriebe (die sogenannten Allein betriebe) und die sodann an Zahl folgenden Betriebe mit 4 und 5 Personen. Die Tabelle, welche die Benutzung von Motoren dar- stellt, gliedert ebenso wie die vorhergehende die Verteilung der Betriebe und der von ihnen verwandten Kräfte auf die einzelnen Staaten und Landesteile nach Gewerbeabteilungen und -gruppen, Gewerbe klassen und -arten. Im Deutschen Reich sind 1907 271 Tausend Betriebe, die motorische Kraft benutzen, ermittelt worden und die Kraft, die sie in regelmäßigem Betriebe verbrauchten, betrug 8,83 Millionen Pferdekräfte und 1,545 Millionen Kilowatt: dabei sind gewisse, in der Vorbemerkung zu dieser Tabelle 4 aufgeführte Kraftmaschinen, wie durch Wind bewegte Triebwerke, Dampfschiffe und dergl., nicht nach dem Kraftmaße berücksichtigt. Auf Preußen treffen davon 153 877 Unternehmungen mit 5197 375 Pferdestärken (von biejen entfallen 4,467 Mill, auf Dampfmotore) und 1087 095,6 Kilowatt. Bayern mit 32 411 Betrieben verzeichnet die nächsthöchste Zahl von Kilowatt, nämlich 91 823,4, steht aber bem Königreich Sachsen, in dem 25 222 Betriebe Motore verwenben. bezüglich bet Pferdestärken nach. Sachsen weist 809 682 Pferdestärken auf; Bayern nimmt den dritten Platz mit 642067 Pferdestärken ein. Sachsen steht mit 88 889,1 Kilowatt an dritter Stelle. Nach der Zahl der Pferdestärken folgen bann Bremen mit 623 799, Elsaß-Lothringen mit 431330, Baden mit 244372 und Württemberg mit 228821 Pferdestärken. Hinsichtlich der elektrischen Kraft reihen sich an Sachsen an in erster Linie Baden (mit 53 835), dann Elsaß-Lothringen (mit 52 550,1 Kilowatt); sodann folgt Württemberg (mit 39 743,8), Hessen (mit 29 657,6) und Hamburg (mit 23 833,3 Kilowatt). In den Bundesstaaten sind 22 427 Betriebe öffentlicher Körperschaften gezählt, davon sind 8694 in Preußen und 7403 in Bayern gelegen. Von der Gesamtzahl der öffentlichen Betriebe sind 1013 Reichs- und 4514 Staatsbetriebe; 14 762 im Reich ermittelte derartige Betriebe gehören „politischen Gemeinden und anderen politischen Selbstverwaltungskörpern" und 2138 Betriebe „anderen öffentlichen Körperschaften". Es handelt sich hier nicht um reine Gewerbeunternehmen, sondern auch nicht gewerbsmäßige Betriebe sind hier miteingeschlossen; schlechthin die Tatsache des Bestehens eines Betriebes entscheidet. So sind z. B auch botanische und zoologische Gärten, Bau- und Vermessungs- ämter, Eichanstalten, Sparkassen, die Krankenkassen der reichsgesetzlichen Arbeiterversich-ernng in den Ziffern enthalten und in einer, Schluß gruppe sind Betriebe wie Kranken- chäuser, Heilanstalten, Museen und dergl. crufgenommen, die in das sonst in der Betriebsstatistik gebräuchliche System der Gewerbearten nicht einzuordnen sind. Vie Uarsermanöver. Preußisch-Holland, 8. Sept. Bei den diesjährigen Kaisermanövern wird ein Kampf um eine mit allen Mitteln der Technik befestigte Stellung zur Darstellung gebracht, ohne dabei die Entschlußfreiheit der Führer wesentlich zu beschränken. Aus Ersparrlisrücksichten wurden nur zwei Armeekorps her an gezogen. Die Manöver werden so kriegsmäßig wie möglich durchgefübrt. Die Kämpfe werden auch nachts' fortgesetzt, wie auch der Kaiser als oberster Schiedsrichter sich bereit erklärt, jederzeit Mitarbeiten zu wollen. Die allgemeine Lage ist folgende: Eine rote Annee ist vor der blauen über die Weichsel zurück- gegangen. Die blaue Armee ist ihr über die Weichsel gefolgt und zieht in einer Linie vorwärts auf Marienburg- Riesenburg. Die rote Armee hat Verstärkungen zu erwarten und will nach deren Eintreffen erneut Widerstand leisten, wozu die Gegend des oberländischen Kanals und die anschließenden Seen einladen. Das rote erste Armeekorps einerseits und das blaue 17. Korps andererseits sind nur, nördliche Flügel von nach Süden sich beiderseits anschließenden größeren Truppenmassen, die angenommen sind. Von. Neuerungen seien erwähnt: lieber Abtransporte sind noch keine Bestimmungen getroffen. Verluste werden durch Entfernung aus der Gefechtslinie praktisch bargestellt. Die gesamte Bagage nebst Begleitmannschaften wirb nick)t mehr als neutral betrachtet. Beim I. Korps wirb „P. II", beim! XVII. „M. III" arbeiten, beibc Lenkballons mit brahtloser Telegraphie. Die blaue Kavalleriebivision hat leichte drahtlose Stationen, Lichtsignale und Laftkraft-Kolonnen, die Infanterie hat Scheinwerfer, die Pioniere haben einen neuen leichten Divisionsbrücktrain. Die Portsmouther Spionage-Affäre. & London, 7. Sept. Die Angaben über die angebliche Spionage-Affäre von Portsmouth gehen noch immer sehr weit auseinander, denn tvährenb gestern morgen mit aller Bestimmtheit behauptet wurde, daß die ganze Geschichte erfunden sei, Bleibt die „Evening News" auf Grund angeblicher weiterer Forschungen dabei, daß wirklich ein deutscher Leutnant namens Helm beim Zeichnen eines Forl-^ Dort Portsmouth verhaftet wurde, und zwar soll er dem 21. Pionier-, Bataillon angehören. Das Merkwürdige ist, daß behauptet wurde, daß behauptet wurde, der Offizier sei beim Zeichnen des Forts, Widley erwischt worden, das feit 50 Jahren unverändert geblieben und natürlich vollständig wertlos und veraltet ist. Es! seien aber andere wichtige Pläne bei ihm gefunden worden. Heute morgen veröffentlichen einige der Hetzblätter wieder sehr fantastisch ausgeschmückte Berichte über die Verhaftung und behaupten sogar, daß das Kriegsministerium den kommandierenden General des südlichen Distriktes, General Trotter, wegen dieser Affäre sofort vom Urlaub zurückgerufen habe. Zweifellos scheint allerdings zu sein, daß irgend jemand! verhaftet wurde, weil er im Verdacht stand, Zeichnungen von Forts zu machen, aber die Forts, in deren Nähe der Mann gefunden wurde, sind wie gesagt ganz wertlos und heißen in Portsmouth allgemein Palmerstons Narrheit, weil sie von Lord Palmerston während der Furcht vor einem französischen Einfall in aller Eile errichtet wurden und dazu dienen sollten, Portsmouth von der Landseite gegen den Angriff einer Armee zu verteidigen, der es erst gelungen sein mußte, an einer anderen; Stelle zu landen. Der Verhaftete machte keinerlei Anstaltert zu entfliehen, als er sich beobachtet sah. Er wurde mit verbundenen Augen in die Festung gebracht, nahm aber im Kasino, an den Mahlzeiten der Offiziere teil, nur daß ein Posten mit gezogenem Sntengewehr hinter ihm stand. Das Kriegsministerium hat noch keine weiteren Anordnungen getroffen. In Portsmouth selbst scheint die Sache, wie sie es ja auch verdient, von der humoristischen Seite auf gefaßt zu werden. Die Demünftigen Zerrungen weisen darauf hin, daß die von dem Verhafteten aufgenommenen Zeichnungen von keinerlei Wert sein können. London, 7. Sept. Wie das Reuter'sche Bureau meldet, ist gegen den int Fort Tur brock bei Portsmouth in Haft gehaltenen Leutnant Helm ein förmlicher Haftbefehl ausgefertigt worden, kraft dessen er den Zivilbehörden zu übergeben ist. Leutnant Helm soll noch heute dem Polizeigerichtshof vorgeführt werden. London, 7. Sdpt. Die Angelegenheit des Leutnant Helm wurde heute nachmittag von dem Polizeigerichtshof in, Farcham auf eine Woche zurückgestellt. Der Polizeioffizier, der zahlreicher, wirklicher Schnellbahnen ab, von denen unsere Hochbahnen und Untergrundbahnen nur die ersten, tastenden Versuck>e darstellen. Durch Schaffung zahlreicher Radialbahnen und Ringbahnen mit entsprechenden Uebergangsstationen mit einheitlichem Betriebe, wobei die Lösung neuer Fahrkarten wegfällt, erweitert sich der Stundenkreis der täglich zurückzulegenden Strecken auf radiale Zufahrtswege von 40 bis 50 Kilometer, die einer Stadtoberfläche von 5000 bis 8000 Quadratkilometer entsprechen. Daß ein so großes Areal aber eine Bevölkerung von 10, ja selbst von 20 Millionen ein ungleich angenehmeres Wohnen ermöglichen würde als die kärglichen 63 Quadratkilometer den 2100 000 Bewohnern des heutigen Berlins (ohne Vororte), bedarf keines weiteren Beweises. Mit diesen und ähnlichen Rechnungen will Bourrough noch keineswegs gesagt haben, daß unsere Großstädte selbst in einer sehr fernen Zukunft diesen gigantischen Umfang annehmen werden. Selbst weim beim Versagen der Landwirtschaft die künftige Produktion künstlicher Nahrungsmittel einen brauchbaren Ersatz zur Ernährung so großer Menschenmengen liefern sollte, ist für jede Stadt aus anderen Gründen eine nicht überschreitbare Grenze der Bevölkerungszunahme anzunehmen, )ie nicht nur von den dort gebotenen Verdienstmöglichkeiten, sondern noch enger dadurch gezogen wird, daß nur ein geringer Bruchteil der Bevölkerung sich die Ausgaben für Jahres- und Monatsabonnements auf den weiteren Schnellbahnstrecken leisten kann, die nicht wesentlich unter die Selbstkosten der Verwaltung herabgeschraubt werden können. Hier aber tritt nach Bourrough der Moment ent, wo die Zehn- oder Zwanzig-Millionenstadt in kleinere Bestandteile zerfallen muß. Der Autor glaubt auch nicht an die Möglichkeit von Gartenstädten, wo Hunderttausende und Millionen im eignen Hause wohnen könnten, das immer nur ein für die meisten unerreichbares Ideal bleiben werde, das nur denen Vorbehalten sei, die zur Not als Rentner — vielleicht mit einem mäßigen Nebenverdienst — leben können. * —. Das Verschwinden der Alpenseen. Es ist eine wenig bekannte Tatsache, daß, abgesehen von den großen und tiefen ©een, die im Mittel stück der Alpen, vom Genfer See beginnend und mit dem Traunsee endigend, die Alpenkette begleiten und noch Hunderttausende von Jahren bestehen werden, alle anderen Seebecken, besonders die in den Hochtälern gelegenen, entsprechend schnell verschwinden. Daß die Seen in Trockengebieten wie in Westsibirien und Turkestan und in den amerikanischen Felsengebirgen an Abzehrung zugrunde gehen, ist längst bekannt. Aber auch in niederschlagsreichen Gegenden her Tiefebene und der Mittelgebirge, z. B. in der märkisä)en Tiefebene, ist ihre Zahl im Abnehmen, in Thüringen sind im Laufe der letzten Menschenalter viele Seen, darunter auch der einst recht beträchtliche Schwanensee, 12 Kilometer nördlich von Erfurt, gänzlich verschwunden. In Tirol sind innerhalb eines Jahrhunderts nicht weniger als 118 Seen verschwunden und in einigen Jahrzehnten wird voraussichtlich auch von dem Kazer See und von dem reizenden Lago Ghedina bei Cortina nichts mehr übrig sein. Nach August von Böhm hat sich in hundert Jahren die Zahl der kleinen Hochseen im Gebiete der Ostalpen, vom Splügen an betrachtet, von 3278 auf 2466 verringert. Ein gleiches gilt endlich auch von den Hochseen des Riesengebirges („Teiche" genannt), denjenigen des Böhmerwaldes und den „Meeraugen" der Tatra. Es handelt sich also um eine geophysikalische Erscheinung, bei der mehrere Ursachen Zusammenwirken. Zunächst kommt hier die Kraft des im Seebecken aufgeftauten Wassers in Betracht, das sich, dem Gesetze der Schwere folgend, den kürzesten Weg zum Tale zu bahnen sucht und seine Abflußrinne immer tiefer eingräbt, bis durch die entstehende Schlucht sämtliches Wasser abläuft und der ehemalige ©eeboben trocken! gelegt ist. An anderen Stellen sucht sich das Wasser im Wege einer künstlichen Drainage unterirdische Abflußwege, dazu kommen die Gesteine, die von den Gebirgswänden her von dem den See speisenden Bach mitgeführt und im See abgelagert werden und endlich auch noch in tieferen Lagen mit reicher Vegetation die Pflanzenreste, von denen sich wenigstens ein Teil in Gestalt unlöslicher Verbindungen absetzt. Selbst große Seen am Fuße der Hochgebirge sind von diesem Schicksal nicht auf immer verschont und es läßt sich besonders bei manchen ob erb ayeri scheu Seen, wie dem Chienffee, deutlich erkennen, um wieviel der See sich seit historischen Zeiten verkleinert hat. Das ganze durch das Viereck Jrschen-Staudach-Bergen-Grabepstätt begrenzte Gebiet gehörte bis auf geringe aus Urgestein bestehenden Erhöhungen einstmals zum See. Auch die künstlichen Talsperren im Mittelgebirge und Hügelland sind der Gefahr der allmählichen Ausfüllung ausgesetzt und werden früher oder später bei Niedrigwasser ausgeräumt werden müssen, wenn man ihren Fassungsraum dauernd erhalten will: — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Der internationale Jagdkongreß in Wien wurde am Mittwoch geschlossen und zum nächsten Kongreßort Berlin bestimmt. — Der Schriftsteller und Jesuirenpater Alexander Baumgartner ist in Luxemburg gestorben. — Der Maley Holman Hunt ist in London gestorben. Lin türkisch-italienischer Zwischenfall. Ausland. ist Frankfurt a. M. gewählt morden. **DerRudcrklub „H a s s i a" veranstaltet am nächsten Sonntag auf der Lahn sein Abrudern, woran eine Vereins-Regatta anschließt, um auch den Ruderern, die noch nicht als Nennruderer Verwendung fanden, Gelegenheit zu geben, das in diesem Führe Gelernte zeigen zu können. Nach dem Eröffnungsfahren wird ein Anfänger-Vierer, ein Vorgaberennen, Verlosungsvierer, sowie die Mubmeister- schaft im Einer ausgefahren. Gemeldet sind 9 Boote mit des einzigen Wagens, der am Platze von Tophane gefunden wurde, weigerte sich beharrlich und mit großen Worten zu fahren, angeblich weil die Pferde zu müde waren. Er geriet in einen Streit mit dem Kawassen, der Säbel und 9Levolver Leutnant Helm verhaftete, |ngtc aus, Helm erklärte, daß er Tein Spion sei. Die Anklage lautet auf unerlaubte Ausfertigung von Zeichnungen der Forts Widcly Nedoute, Farlington. geschaffene wohlgelungene Kopfbildnis von Backes Bronzeplakett angebracht. Es wird von grünblauem Granit umrahmt. Tas Denkmal macht einen sehr würdigen Eindruck und wird eine hervorragende Zierde unseres Friedhofes werden. Die .Kosten sind auf 2000 Mark berechnet, von denen 900 Mark auf die Bronzeplakette entfallen. Wien ab. Ter belgische Senator Berryer wurde zum M i n i st e r des Innern und der Abgeordnete de Broqueville zum Verkehr smini st er ernannt. In Pariser Börsenkreisen verlautet, daß in der Türkischen Anleihefrage dank der Intervention Rouviers ein prinzipielles Einvernehmen erzielt sei, irach dem als Garantie die gewährten Zolleinnahmen des Wilajets Konstantinopel bei der Ottomanischen Bank deponiert werden müssen. Tie Pforte ließ den Kreta macht en eine Mitteilung zugeheu, in der sie deren Aufmerksamkeit auf die beabsichtigte Erlegung der ausgedienten griechischen Offiziere der kretischen Miliz und der Geirdarmerie durch andere griechische Offiziere lenkt und die Mächte auffordert, diesen neuen U e b ergriff gegen die türkischen Souveränitätsrechte zu verhindern. Aus Peking wird gemeldet: Der frühere Minister Tich l i a n g ist zum T a r t a r e n g e n er a l in Nanking ernannt worden. Diese Ernennung wird als eine wesentliche Schwächung des Einflusses der Partei der Kaiserin-Witwe betrachtet. Kardimil B a n n u t e l l i sandte von Montreal an den König von England ein Telegramm, in welchem er dem König die Huldigung und tiefe Dankbarkeit des e u ch a r i st i s ch e n Kongresses für die Aenderung der Erklärung bei der Thronbesteigung ausspricht. Ter König erwiderte in einem Danktelegramm, daß ihn die guten Wünsche des Kongresses mit großep Befriedigung erfüllt haben. Vannutelli sandte auch au den Papst eilt Ergebeuheitstelegramm. Der Papst antwortete, er sei tief gerührt und sandte dem Kongreß den apostolischen Segen. Der Kongreß wurde mit einer glänzenden Feier eröffnet. Vannutelli teilte mit, daß der Kongreß in Zukunft abwechselnd in Europa und anderen innbern abgehalten werden solle. F. Neumann. Als Ort der nächstjährigen Hauptversammlung zog. Der italienische Botschafter mußte dem Kutscher einen Stockhieb versetzen und verletzte ihn am Kopfe. Der angesammelte Pöbel stieß hierauf Drohrufe aus und schrie sogar: „Tod dem Huttragendcn!" Der Botschafter begab sich sofort zum Minister des Aeußeren und legte energisch Protest ein. Rifaat Pascha gab seinem Bedauern Aus- Konstantinopel, 7. Sept. Nach Meldungen von italienischer Seite gab es mn Montag abend hier einen ^Zwischenfall mit dem italienischen Botschafter: Der Bot schafter und dessen Gemahlin wollten einer italienischen Wohltätigkeitsvorstellung beiwohnen. Sie wollten vom Quai von Tophane in Begleitung des ersten Dragumans und eines Kawassen nach Pera fahren. Der Kutscher zwanzig Jahren erhielten, sic betrug nur 17 060 gegen 29 645 im Jahre 1908. Die ersten Ergebnisse der Urwahlcn für den Gouverneur- Posten in Newhampshire zeigen einen Vorsprung des Kandidaten der fortschrittlichen' Republikaner mit 807 Stirn men-vor dem Kandidaten der regulären Republikaner mit 316 Stimmen. Man nimmt an, daß das Verhältnis dieser Zahlen die Stärke des neuen Flügels der republikani-> schen Partei zum Ausdruck bringen wird. *• Landes Hypothekenbank. Der erste Kontokorrent-Buchhalter Karl Hammon zu Darmstadt wurde auf sein Nachsuchen au§ dem Dienste entlassen. •* Fernsprechanschlüsse beim Wohnungswechsel. Durch die am 1. Oktober erfolgenden Umzüge 2Iu» Sta&t und Land. Gießen, 8. Sept. 1910. " Pfarr Personalien. Der Groß Herzog hat dem Pfarrer Rud. Laut zu Ober-Ofleiden die eoang. Pfarrstelle zu Dietzenbach übertragen. "Erledigt ist die Stelle deS ForstwartS der Forstwartei Winterstein, Oberförsterei Ober-Nosbach, vom 1. Oktober ab. 47 Ruderern. Am Samstag abend findet int Bootshaus ein Kommers, sowie Uebergabe eines £on den Vereinsdamen gestifteten Schrankes statt, der die bisher errungenen 10 Preise aufnehmen soll. ** Prophezeiungen einer Zigeunerin. Von Mücke wird uns geschrieben: Fuhr da kürzlich ein Gendarm mit einer Zigeunerin in einem Abteil der vierten Klasse der Eisenbahn. Die Unterhaltung in dem Wagen drehte sich, wie sollte es auch anders sein, ums Wetter. Dazu bemerkte die Zigeunerin, das veränderliche, nasse Wetter, wie es seither ununterbrochen angehalten, werde auch durch den September hindurch dauern. „Was wißen Sie aber vom Wetter!" entgegnete ihr halb geärgert der Hüter des Gesetzes. „Tas weiß ich gerade jo gut", erwiderte die Zigeunersfrau, „als ich weiß, daß Sie nur 41 Pfennig im Portemonnaie haben". Der Gendarm zog den Geldbeutel, sah nach und — es stimmte. Darob allgemeines Erstaunen der Mitreisenden. Nun horchte man aus die Worte des Zigeunerweibes wie auf die einer Seherin. Die sagte weiter aus, daß der nächste Jahrgang ein außerordentlich guter, fruchtbarer werde. Das Jahr 1913 werde aber ein blutiges Kriegsjahr sein. — Wer eS nicht glaubt, zahlt einen Taler. ---Da«bringen, 7. Sept. Sonntag, 11., 18. und 25. September findet das Preisschießen deS Krieger- Vereins Dau bring en zwischen Daubringen und Lollar statt. Die Schußrichtung ist nach dem Lollarer Kops zu. K a i s e r W i l h e l m trifft mit großer Begleitung am 16. Sep- ligten sich etwa 500 Personen, darunter auch eine Anzahl trmber nndmittogß über Wien und KroManessa im Bakmhos Mitglieder des Gi ebener Vereins. ES gelang ihnen, recht Fünfkirchen ein und setzt von hier bie Reise nach Moyacs ,,, n -r ... fort, wo er am Bahnhof von Erzherzog Franz Ferdinand unbj J$onc $rf°f9c 1 1'(?S1 «U£\b Erzherzog Friedrich, sowie den Behörden empfangen wirb. Nach Ehrenpreise: In der Abteilung 300 Silben Jak. Kraft, der Ankunft besteigt der Kaiser bas Schiff unb begibt sich bann 200 Silben K. Kreiling, 180 Silben K. Reitz, 140 Silben ins Karapancsaer Jagbschloß unb abends sofort auf bie erste Pursche. Am 19. September abends reift Kaiser Wilhelm nach ** Der Verband evangelis ch-kirchlicher Frauen vereine in Hessen hielt am Mittwoch zu D a r m st a d t seine 4. Jahreshauptversammlung ab, an der etwa 100 Damen, sowie einige Pfarrer teilnahm en. Die Schriftführerin des Verbandes Frau Wenzel (Darmstadt) erstattete den Jahresbericht, nach dem dem Verband 49 Vereine unb 21 Einzelmitglieder angehören. Bedauerlich sei, ,daß die Preuß.-Hess. Eisenbahndirektion eine Fahrpreisermäßigung abgelehnt habe, da sie nur billigere Preise berechnen könne bei Verbänden, die sich freiwillig der Krankenpflege widmen. Freudig zu begrüßen sei cs, daß eine Bibliothek errichtet sei. Frau Pfarrer Stract hatte einen Antrag auf Errichtung weiblicher Fortbildungsschulen eingebracht. Dekan Scriba iKönig) erklärte, daß er in seiner Gemeinde für den Winter diese Einrichtung schon getroffen habe. Im ersten Winter seien 28, im zweiten 12 Mädchen regelmäßig gekommen. Wegen der damit verbundenen Kosten seien die Gemeinden vielfach gegen diese Einrichtung. Pfarrer Schwabe (Gießen) hebt die Vorteile der im Kreis Gießen eiiN gerichteten Mander-Haushaltungsschulen, sowie die wohl- , , , v , tätige Wirkung des Wartburgvereins in Gießen hervor, druck und versprach die Bestrafung der Schuldigen. Gestern Ter .Kassenbericht weist in Einnahme 772 Mk., in Ausgabe abend erhielt der ital. Botschafter den Besuch des Unterstaats- 662 Mk. auf. Im Voranschlag für das neue Jahr sind sekrctärs dec- Aeußern, der offiziell das Bedauern der Re- 500 Mk. vorgesehen. Die Vorstandswahlen ergaben: Fran gierung ausdrückte und vollständige Genugtuung zusagte. Prof. Höhlbaum (Gieße n), Pfarrer Hartmann (Niedcr- Die Untersuchung wurde eingeleitet. Nachmittags besuchte Ingelheim), Prof. Heraeus (Offenbach), Frau Wenzel (Darm- der erste Draguman der italienischen Botschaft den Gon- stadt), Frau Sonne (Darmstadt) als Schriftführerin, Frau vernenr von Pera wegen einer Aussprache in dieser An- Geh. Regierungsrat Noack (Darmstadt), Pfarrer Dr. Bert gelegcnheit. Der Zwischenfall wird als erledigt betrachtet, (Weisenau), Kirchenrat D. Schlosser (Gieße n), Pfarrer nur wird die Botschaft die Bestrafung der Schuldigen ab- Palmer (Offenbach). Hiernach sprach Dr. mcd. Heid (Nicder- wartcn. Die türkischen Blätter schreioen den Vorfall dem Ramstadt) über K r ü p p el f ü r s o r g e, wobei er warm groben Vorgehen des Kawassen zu. für tatkräftige Unterstützung dieser Armen eintrat, deren wir -jl'------- u--- , . -----■■jein Hessen etwa 1500 haben. 2lntCrifdilif(f)C Wollen. ** Denkmal für „Vater Backes". Der Hessische Boston, 7. Sept. Die ersten Gouverneurs-^ Landeslehrer^Verein hat unter etwa 150 Bewerbern dem und K o n g r e st w a h t e n in den Ncu-Englandstaaten wur- Bildhauer W. Götze- Darmstadt die Aufstellung eines würden heute vorgenommen. Die bisher eingetrofsenen Nach- digcn Denkmalcs für den langjährigen Vorsitzenden Rektor richten über die Wahlergebnisse in Vermont, wo die Backes übertragen. Das Dcn'lmal besteht ans einem zirka republikanische Mehrheit gewöhnlich über 20 000 Stimmen 2,80 Meter hohen und 1,70 Meter breiten grauen Dolomit, betrug, zeigen, dast die Republikaner in diesem Staate die der auf der Vorderseite von zwei hohen Säulen cingefastt Mehrheit behauptet und sowohl den Gouverneur als auch N'ird. In der Mitte ist das von Bildhauer Scholl hier ihre beiden Kongrestkandidaten gewählt haben. j geschaffene wohlgelungene Kopfbildnis von Backes als Es stellte sich heraus, dast die Republikaner bei den Wahlen in Vermont die kleinste Majorität seit fünfunb^ liche Beseitigung des § 100 Q der Gewerbeordnung und ersuchte erfolgen. den Ausschuß des deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages, .. m?; t fm » n kn n if a beit gesetzgebenden Körperschaften eine entsprechende Denkschrift TtnieliveUöeutfdge Stenographenbund vorzuleaen. Stotze-Schrei) hielt vom 3.—5. September in ! S-1.—ü ■_■_,1---!lüi_2?—u —s?" —...1. - j-i— | bä bett seine 2 4. Jahres-Hauptversammlung ab. An dem mit der Tagung verbundenen Wettschreiben betei- werden gewöhnlich auch zahlreiche Verlegungen von Fern- Minneapolis, 7. Sept. Eine Versammlung des sprechanschlüssen erforderlich. Es liegt im Interesse der 3n(l«ber solcher Anschlüsse, die Verlegungen möglichst an, in der die Absetzung des Kabinettssckretärs des Anmeldung kann lncht zur Folge haben, datz die Arbeiten Innern, Ballinger, empsohlen und erklärt wird, daß 8um gewünschten Zeitpunkte ausgcsuhrt werden. dic Anklagen gegen fein Departement begründet feien. Der ** Kirchenherstellungen. Denkmalschutz und Kreis- Vorsitzende stellte jedoch fest, dast nicht die nötige Anzahl bauamt lassen sich seit einigen Jahren die Erhaltung der von Mitgliedern vorhanden sei, und' vertagte die Vcrsamm" alten Kirchen angelegen sein. Früher geschahen die Neno- lilng bts auf Frcttag, yvo ctne ähnliche Rcsolutton bent oicnmqen vielfach ganz willkürlich, meist ohne sachkundige Ecsamttomrtee unterbreitet werden wrrd.__________________ Aufsicht, so daß manche wertvolle Altertümer verschwanden, DciiH/cfcc« Hfia nicht selten Stil und Formen der Gebäude verwischt . . L , ' _ wurden. Jetzt ist hierin Wandel geschaffen. Mehrere . r l i n war die ckusfuhr lebenden Z. iehes Astern wäh- Gotteshäuser sind bereits stilgerecht erneuert worden, es sei rend des Marktes gezerrt. Der „Allg. Flepcher-Ztg." zufolge ist * ' . ' r n. r. . ' ~ die Sperrung wegen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche nur erinnert an Großen-^mden, Leihgestern und Allendorf. erfolgt. Indessen wurde die Ausführung von Schlachttieren zum Gegenwärtig wird wieder eine der älteren Kirchen, die in sofortigen Abschlachten und] auswärtigen, mit direktem Bahn- Stangenrod, renoviert. Sie stammt aus dem 12. und anschluß versehenen SchlacküHöfen bchördttch genehmigt. Es ist 13. Jahrhundert. Die alten Gewölbe und Nippenansätze fd,Dn fUr bCU ""^" werden stilgerecht erneuert, die asten Gemälde an Brüstung^ Der in Stuttgart tagende 11. Deutsche Hand, »nd Emporen werden als emc Zierde der Kirche neu her. Werks- und G e. w e r b e. k a m m e r 1 a g beantragte die gänz- gestellt. Im Herbst soll bie Einweihung des Gotteshauses ---- Staufenberg, 7. Sept. Nächsten Sonntag findet hier die „Kirchweih" statt. ES trifft sich nach langen Jahren wieder einmal, daß uxihrend der KirmeS Einquartierung nach hierher kommt, nämlich Montags eine Kompagnie 87er. — Die Vorsta 1> tstra ße hat eine Erweiterung erhalten dadurch, daß ein Teil der alten Festungs. mauer beseitigt wurde. Noch weitere Straßen-Aufbesserungen sind vorgesehen. — Da auch die hiesige Gemarkung dieses Jahr mit Mäusen sehr gesegnet ist, wird auf Gemeinde» kosten Gift beschafft werden, um der Plage Einhalt zu tun. (=) Hungen, 7. Sept. Zum Abschied der hier ! 14 Tage lang einquartierten vier? Kompagnien des 8 7. Inf.-Reg ts. erschien gestern abend ihre Regiments.^ ; kapclle noch einmal vollzählig unb ki^rzertierte von 1 ?9 bis ! 1/2IO Uhr int Sch lost Hof. Die Bevöll.'erung hatte sich überaus zahlreich eingefundcn, um der exatten schönen Musik i mit Begeisterung zu lauschen. Um J_>10 Uhr spielte die Kapelle mit detn Trommler- und Ppeiferchor den Zapfen- ' streich, bei dessen Wiederholung man der Bahn zu marschierte. Unterwegs machte die Ka^?ellc vor dem Eafs : Schmidt halt und spielte nochmals den Zapfenstreich unb einige andere Stücke. Damt gings unter den Klängen des ; Liedes: ,,Must i denn" zum Bahnhof, gefolgt von der zahlreichen Menge. Heute früh haben mns die Soldaten, bie sich für ihre guten Quartiere übcrams hilfsbereit zeigten, I verlassen, um in Leihgestern und (Steinberg Quartier zu. beziehen. L. Friedberg, 7. Sept. Unser durch das Bombenattentat stark mitgenommene Rathaus ist jetzt im Innern soweit her gerichtet, daß bis auf die Sibadtkasse und Bürger, meifterci alle Aemter wieder in ihm untergebracht sind. Aeußerlich wird man zunächst die Schiesettbedeckung des dritten Stockes und daß Dach herstellen unb bann auch dem übrigen Teil des Gebäudes ein neues Kleid gebevt. N. Mainz, 7. Sept. General', v. Schliessen, Gouverneur der Festung Mainz, nimmt an den Manövern des 2. schweizerischen LlrmeekorpS teil. [) A u S dem Kreise Marburg, 7. Sept. Aus dem Kreisverwaltungsbericht für 1909 ist zu ersehen, daß nach dem Maße der direkten Staatssteuern. an Gemeinde. Heuern folgende Sätze erhoben werden: 1 Gemeinde = 310 Proz., 4 = 300 Proz., 1 = 275 Proz., 13 = 250 Proz., 1 = 245 Proz., 2 = 235 Proz., 1 = 233 Proz., 8 = 225 Proz., 24 = 200 Proz., 1 = 196 Proz., 1 = 190 Proz., 8 = 175 Proz., 2 = 160 ijkoz., 12 = 150 Proz., 5 = 100 Proz., 1 = 96 Proz., 1 = 80 Proz., 2 — 75 Proz., in der Stadt Wetter — 100 Proz. und in der Stadt Marburg — 145 Proz. Aus dem Bericht ist ferner zu ersehen, daß im Kreise, abgesehen von der Stadt Marburg, 69 Volks bi b lioihe ken vorhanden sind; im letzten Winter bestanden im Kreise 24 F ort bildungs- schulen, die von 521 Schülern besucht winden. Dcrmiiditcs. * Eine erschütternde F a m il 1': e n tr a g ö di e spielte sich gestern in Schön eberg ab. Stiem 62 jährigen Kaufmann und Freiherrn v. C. mar feit Wochen die Mitteilung der Acrzte schwer zu Herzen gegangen, daß ein Leiden seiner gleichaltrigen Gattin nnheilbaw sei. Gestern abend begab sich das Ehepaar in die Küche unb drehte dic Gashähne des Kochherdes auf. Als nach einiger Zeit Haus- bctvohner eindrangen, fanden sic die beiden Leute eng aneinander geschmiegt 101 auf dem Kohlciikasten sitzen. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. * Ein Schriftsetzer als Doktor., Die philosophische Fakultät der Universität Berlin verlieh dieser Tage bem Zeitungs- Schriftsetzer Hans Hinke den Doktorhut. Das Them.r seiner Dissertation lautete: „Auslese und Anpassung der Arbeiters im Buchdruckgewerbe mit besonderer Rücksichtnahme auf die Setzmaschine". Dr. Hinke, der seit mehreren Jahren als Maschinensetzer tätig ist, stammt aus Bielitz in Oesterreicknsch--Schli'sien. Er bereitete sich in feinen Mußestunden durch Selbstunterricht ,uiun Abiturium vor, das er 1906 am Ghmnasium in Ohlau bestand Darauf ließ er sich später in Berlin an der Universität immatrikulieren unb hörte besonders staatsrechtliche unb national ökonomische Vorlesungen, deren Besuch ihm die Druckerei durch geeignete Schichtverlegung ermöglicht hatte. * E l n n e u n j ä h r i g e r I n n g e, der seine Ak utter anzeigt. Eine Gerichtsverhandlung, die trotz Bein Akiba noch nicht dagewesen ist, spielte sich, wie der „Jul." aus Wian geschrieben wird, vor einigen Tagen vor dem Wiener Bezirksgericht in der Josephstadt unter dem Vorsitz des Bezirksrichters Dr. Btlaschtoivitska ab. Angeklagt war die Witwe Marie Zeltler ivegeu ULberschreitung des Züchtiquugsrechtes und der dlnklager war — ihr ^»euniähriger Sohu. Es ist nicht verwunderlich, daß die ganze Geriichtsverhaud- llmg unter großer Heiterkeit sämtlicher BetLlligteii zu Q/.iibe geführt Siirde, als uiügeteilt iviirbe, baß der kleine netinjahrige Knirps Höchstpersönlich die Anzeige gegen seine Mutter bei der Polizei erstattet hatte, weil er sich einmal unberechtigterweise gezvlchtigt vorkam. Der Sachverhalt mar folgender: Ein^s Tages hatte die Angeklagte ihren Jungen, der erst kurze Zeir bei ihr wohnte — vorher war er bei einer Kostfrau nmergebracht — durchgeprügelt, iveil er sehr unartig war. In der Verhaudlnng wurde festgestellt, daß die Mutter durchaus nicht etwa qtob zugehanen hatte, sondern ihrem Jungen nur eine ganz milde Strafe zudiktiert batte, die im Verhältnis zu seiner Ungezogenheit durchaus leicht zu neunen war. Trotzdem aber fühlte sich der Knirps in seiner Ehre gekränkt unb lief auf das Polizeikonuuissoriat Alfergrund, da er gehört halte, daß auch tue Eltern nicht das Recht zur übermäßigen Züchtigomg ihrer Kinder haben. Hier auf dem Polizcikommissariat klagte er feine Not und ließ sich bescheinigen, daß er Prügel befonunen hatte. Trotzdem die Polizisten irgend welche nachhaltige Wmkung an seinem Körper nicht scststetteii fomuen, brachten sie die Sache zur Aiizeige, da der Juiige baranf bestand. Der Richter fragte nun den Knaben, ob er es bei feiner Mutter gilt habe. Der Stnabe bestätigte, daß seine Alutter ibn sehr lieb bnbe, und daß sie ibm viel besser zu eficit gebe als die Mofifrau, bei der er bis vor knrzer Zeit nciuobnt habe. 9hm saud folgeudesZwiegespräch statt: Richt-n-: .Hast du auch viel Schläge bekommen ?" — Slimbe: „Ja." — Richter: „Warst du oft ungezogen?" — Knabe: „Ja, fehr ost." — Richter: „Unb ivie oft wurdest bu gehauen?" — Knabe: „Gimnal." — Richter: „Hat bich bie Mutter mit einem Stock gehaucn?" — Kitabe; „Nein, mit bet Hanb?" — Richter: „Aber ivicfo kommst du darauf, deine eigene Aluller anzilzeigen?" — Knabe: „Ja, sie hat doch damit meine Ehre verletzt . . Die jubelnöe Hmterkeit, die diesen Worteii folgte, unterbrad) alle werteren Aeußernugen des in feiner Ehre schwer verletzten uipdernen Kuides. Selbstvcrsiänd- lid) wiirde die Mittler daraufhin von der Aiiklage der Mißhiilidliing freigesprochen nnd bnrfte in Begleitung ihres aufgeivcckten jungen* den Gerichtssaal verlassen. Bei dem Hlnausgehen nahm sie ihr Büischd^eii liebevoll bei der Hand unb sagte mit zärtlichem Blick auf beit naseweisen Knirps: „Erlist aber dock) ein fehl- lieber Bursch/ Der Jitnge sck)iiiiegte fiel) babei zärtlich an seine Mmter an unb gab bem Rid)ter bas Versprechen, von nun an jeme Mutter, die es so gilt mit ihm meinte, nicht mehr anzuzeigen * „S chulmeiste r z n Pferde". In den Abruzzen kommen auf 100 Einwohner 68 Analphabeten trotz der großen Menge Sckmlen, die matn in den letzten fünf Jahren errichtet hat.. Die Sckmlen werden nicht besucht, und die Bewohner des Berglandes leben weiter, ohne sich in die Aitfangsgründe der Bildung zu vertiefen. Da hat denn Professor Emilio Agoscknoni ein xngew- 55.00—56.50 68.00—70.00 55.50-57.00 55.50—57.50 54.50—57.00 70.00—73.00 73.00—74.00 70.00—72.00 78—80 73-74 37-38 31-32 Mk. 100—105 100-108 91-97 84—86 Mk. 70-75 60—65 55—59 50—52 artiges Erziehungssystem der italienischen'Regierung vorgeschlagen und bereits mit Glück durchgeführt. Der größte Teil der Bewohner der Abruzzen besteht nämlich aus Hirten, die neun Monate des Jahres in den Bergen bleiben, von aller Kultur getrennt. Wenn sic also nickt zur Schule kommen, so mutz die Schule sie aufsuchen. Es sind daher 15 Lehrer beritten gemacht worden, die auf ihren Pferden in den Bergen herumreiten und da, wo sie auf junge Leute und Kinder stoßen, Schule unter freiem Himmel abhallen. Die Ergebnisse sind über alles Erwarten günstig ausgefallen: die 15 „Schulmeister zu Pferde" erfreuen sich unter dem Hirtenvolk der größten Beliebtheit; wo sie in den Bergen erscheinen, da laufen ihnen Sckülcr in Menge zu. Tie Hirten, die bisher so standhaft aller Bildung widerstrebten, ertoeticn sich sogar als sehr wissensdurstig; sie lernen eifrig Lesen und schreiben, und legen viel Verstand und lebendige Auffassungsgabe an den Tag. Lebend- Schlachr- aewicht Wien, 7. Sept. Nach dem statistischen Ausweis des Handelsministeriums für den Außenhandel des östcrrei- K ä l b er. Toppellender, feinste Plast ....... Feinste Mast-(Vollmilchmast) u. beite Saugkälber Mittlere Blast- und gute Saugkälber .... Geringere Saugkälber Schaf e. Mastlämmer und jüngere Masthammel . . . Weitere Masthammel und gut genährte Schale kasse; zugleich mit ihm wurden sieben höhere Beamte der Reichsbank-Nebenstelle f e st g e n o m nr e n. In Bologna stürzte ein A u t o m o b i l o m n i b u s infolge Versagens der Bremse einen A b h a n g hinunter; zwei Personen wurden getötet, 36 schwer verletzt. Märkte. le.Frankfurt a.M. V i e y h oi-Bl a r k t b e r i ch t vom 8. Sept. WuUriel): 16 Ochsen, 2 Bullen, 91 Kühe, 852 Kälber, 121 Schale, 871 Schweine, 19 Ziegen. Tendenz: Kälber und Schafe lebhaft, ausverkaust, Schweine ruhig, bleibt Ueberstand. Preis pro lOOPfd. ? 0 ^^"russische Hauptmann Gadidulin von der Grenztruppe ch i s ch - u n g a risch en Z o l l g bi et s betrug im I u l i die in Irkutsk stahl über 300 000 Mark aus der Regiments-' Einfuhr 205,8 Millionen, die Ausfuhr 193,1 Millwnen Kronen. «leine Tagcschronik. Ter frühere Chefredakteur des „Berliner Börsencouriers" Klausner wurde am Mittwoch nachmittag auf dem Kurfürstendamm in Berlin von einem Automobil überfahren utid $ 6 ^Jn Albersweiler ist ein Karussell, das von 80 Kindern besetzt war, eingestürzt; die Kinder erlitten teilweise schwere Verletzungen. c Ein Orkan hat in San Juan de Porto rico erheblichen Schaden angerichtet. Der Telegraphen- und Bahnverkehr l1t ^Äuf^Schacht eins und zwei der Zeche „Zollverein" wurden gestern drei Bergleute bei einem Pseilerbruch verschüttet. Heute vormittag gelang es, mit den Verschütteten eine Verständigung zu erreichen. ,, . . In Schreibersdorf in Schlehen wurdeir wahrend des Hochamts im Pfarrhaus aus der Kirchcnkasse 28 000 Mark g e - Schweine. Vollfleischige Schweine über 2 Zentner Lebendgewicht ..... Vollfleischlge Schweine über 2'/, Zentner Lebendgewicht Fettschweine über 3 Ztr.Lebendgew. . Fleischige Schweine Handel Dies bedeutet ein Weniger von 15 Mill. bezw. ein Mehr von 2 Mill. Kronen gegenüber dem endgültigen Ergebnis im Juli vorigen Jahres. In den Monaten Januar bis Juli betrug die Einfuhr 1615,3 Mill., die Ausfuhr 1331,1 Mill. Kronen. Dies bedeutet ein Mehr von 98,2 bezw. 54,6 Mill. Kronen gegenüber dem endgültigen Ergebnis im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Handelsbilanz für die Monate Januar bis Juli weist demnach ein Passivnm von 284,2 gegen 240,6 Mill. Kronen im gleichen Zeitraum des Vorjahres auf._____________________ Welteraussichteu m Hessen am Freitag dein 9. Cevlbr. 1910: Heiter und trocken, windig aus 9toi'b, nach einer kalten Nacht tagsüber mäßig warm. Driginal-Vrahtiireldnngen. Frankfurt a. M., 8. Sept. (Privattelegramm.) In der Meifenaasfe wurde heute früh der 59 Jahre alte Arbeiter Hermann Wiegand mit d u r ch s ch n i t t e n e r K c h l e ausgefunden, W. sollte wegen Verfolgungswahn heute in eine Jrren- anstali untergebracht.. werden. Essen, 8. Sept. Von den seit Dienstag auf, der Zeche Zollverein verschütteten drei Arbeitern wurden heute früh zwei lebend, einer to t geborgen. Wien, 8. Sept. Ter Zustand von Kainz wird als hoffnungslos bezeichnet. Tie Aerzte geben dem Kranken; nur noch wenige Tage Frist. Paris, 8. Sept. In Marseille beabsichtigt man einen W e t t f l u g nachAlgier , der in zwei Strecken gefahren werden soll. Tie Balearen sind als Endpunkt der ersten Strecke ausersehen. Paris, 8. Sept. Der Justizminister hat wegen des immer' mehr überhand nehmenden Apachenunwescns verfügt, daß bei ollen Delikten 'mit der größten Strenge vorgcgangen werden soll. Auch die Bestimmungen über das Tragen von Waffen werden bedeutend verschärft. sagen aufrichtigen Dank 4852 Heuchelheim u. Essen (Ruhr), d. 8. Sept. 1910. Ausführung u. Projektierung aller Arten Hermann Hofmann u. Frau geb. Reidel. • Amtlicher TeU. Gießen, den 7. September 1910. Betr.: Manöver-Flurschädenabschätzung. Das Groscheyogliche Kreisamt Gießen an die Grotzh. Bürgermeistereien des Kreises. Im Anschluß an die Bekanntmachungen vom 30. August 1910 und 5. September 1910 (Kreisblatt Nr. 67) fordern nur Sre auf, die Flurschäden^Nachweisungen und sonstigen Nachrichten zur Beschleunigung der Verhandlungen, die un Interesse aller Beteiligten liegt, wie in den früheren Jahren direkt an den für die Hauptkommission des Kreises Gießen bestellten Kommst,ar, Regierungsrat Lnngermann, Gießen, Marburger Straße 22, unter Heeressache einsenden zu wollen. Dr. Usinger.__ Bekanntmachung. Betr.: Gesuch des Kart Weber zu Geilshausen um Genehmigung zur Errichtung eines Schlacksthauses Karl Weber beabsichtigt auf dem Grundstück Flur I Nr. 94a der Gemarkung Geilshausen ein Schlachthaus zu errichten. Pläne und Beschreibung hierüber liegen 14 Tage lang bom Erscheinen dieses in der Darmstädter Zeitung bezw. Gießener Anzeiger an gerechnet auf dem Bureau der Großherzoglrchen Bürgermeisterei Geilshausen zur Einsicht der Interessenten osten. Etwaige Einwendungen sind binnen dieser Frfft bei Meldung des Ausschlusses bei Großh. Bürgermeisterei Geilshausen vorzubringen. Gießen, den 5. September 1910. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Merck. Heute nachmittag um 3 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Thekla GVGosler geb. Dornseiff im 66. Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen: Prof. Dr. Friedrich Mosler Geh. Med.-Rat. Greifswald, Prenzlau, Marburg, Forchtenstein, den 4. September 1910. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinfcheiden unseres lieben Kindes Else ■ ■■ ■ ■ l »» erhalten Sie trotz steigenden West-Anlage 5 es» 4369 A Fernspr. 397 ^^/Walltorstr. 35 Rud. RödlgCt von 1—20 Volt der Man verlange bei »Haa Elektrizitätswerken, Grosshändlern und Installateuren ausdrücklich die Wolfram-Lampe WOLFRAM-, Konzessionierte Pfandleih-Anstalt Inh. Hans Kratz <07391 Brandgasse8, II. 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Pöths, Mühlenbesitzerin zu Muschenheim, übergegangen, die dasselbe unter der seitherigen Firma in gleichem Umfange wie bisher weiterführt. B% Lich, den 6. September 1910. Großber-ocstickes Amtsgericht. Pflasterarbeiten. Die zur Herstellung von Gossenpflasterungen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen im Submisionswege vergeben werden und zwar zirka 380 qm Neupflaster und zirka 250 qm Umpflaster pp. Voranschlag und Bedingungen liegen auf der unterzeichneten Bürgermeisterei offen und sind Angebote verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bis zum 10. Sept, l. I. mittags 1 Uhr bei der unterzeichneten Bürgermeisterei einzureichen. Großen-Buseck, am 5. September 1910. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. S ch w a l b. (4799 Bestes Metall-Putzmittel- Globus mit [ Millionen Hausfrauen putzen Telegramm! Telegramm! Lohnende Reise nach Gießen Bahnhofstraße 31 Solmser Hof Bahnhofstraße 31 Von Dienstag den 6. September bis Montag den 19. 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