LEBEI । lOÖ^' oven ul' * Platzen des 2. Range! sein. -m. 1aschinei her Licht if iinstube: relepho-zz MllWl 10 Flaschi! e feiftnen . Aüii-le seine berufensten Interpreten gefunden, die uns immer neue Schönheiten an ihm entdecken lassen. Sein Klavierkonzert in F-rnoll ist ein echter Chopin, voll all der Eigenart, dem sprühenden Leben, dem Charme, dem Rassigen, wie sie Chopins Klavierwerke sämtlich charakterisieren: man glaubt hier Anklänge an eine Polonaise, da an ein Nocturne zu hören, aber immer sind cs wieder originelle Themen, die er anschlägt, Gedanken, die er ausspinnt. Sehr fein ist auch die Orchejsterstimme behandelt, bald in ihrer Wechselwirkung mit dein Klavier, bald dessen Kantilene untermalend. Das Konzert, hier meines Wissens zum erstenmal gegeben, darf sich den unsterblichen Klavierkonzerten Beethovens, Mozarts u. a. ebenbürtig an die Seite stellen: es läßt den überschwänglichen Jubel verstehen, mit bem es seinerzeit Schumann bei der ersten Aufführung begrüßte: „Dieses zweite Konzert, an das wir sämtlich nicht hinan- Lönnen, oder nur mit den Lippen, den Saum zu küssen." Gespielt wurde es von Wilhelm Backhaus, einem dieser „berufenen Interpreten", Gießens Liebling seit den frühesten Jahren seiner künstlerischen Lausbahn, ^den wir schon so oft wieder unter uns begrüßen durften. So war das geistige Band zwischen Künstler und Hörer von vornherein geknüpft und es ward ein wundervolles Genießen, ein L-ichversenken in Werk und Spiel: und ein so stürmischer,Micht aussetzender, herzlicher Beifall dankte dem schöpferischen Vermittler Chopinschen Geistes, dem glänzenden Virtuosen, Ivie ihn selbst das beifallfrcudige Gießener Konzertpublilum nur selten spendet. Herr Backhaus spielte noch 2 Konzertetüden von Secling, von denen namentlich die zweite weit über ein bloßes Birtuosenstück sich erhebt, sowie die bekannte E-dur-Polonaise von Liszt, vielleicht der Höhepunkt seiner Leistung am heutigen Abend. Eine blendend gespielte Zugabe gab den Dank des Künstlers. Eingeleitet wurde der Abend durch Mendelssohns lieblich-phantastische Ouvertüre zum Märchen von der schönen Melusine, der glücklich-unglücklichen Meerjungsrau und ihrer Liebe , i Ritter Lusigncm. Die Wasser spielen und mur- steineü gshoflnnnt ichlvertig db^Ben«'- Uhrwerks- etc. Irtschaft precher 218 meiner v n M * Deutjch-russische fragen. Der bekannte Ausruf deutscher Universikätsproscisoren über Finnland, hat, wie wir vorausgesagt haben, keine positive Wirkung gehabt. Dagegen wird den Herren jetzt vom deutschen Botschafter in Petersburg bescheinigt, daß ihr Werk ,^ohne politische Bedeutung" sei: Petersburg, 6. Febr. Der deutsche Botschafter Gras Pourtales empfing einen Mitarbeiter der „Nomojc Wrenrja", demgegenüber er sich über verschiedene Fragen äußerte. Betreffs der Hellfeldt-Angelegenheit sagte der Botschafter, das ruhige, sachliche Verhalten beider Regierungen in der Streitfrage sei ein beredter Beweis für den beidenritigen! Wunsch, jede ungünstige Einwirkung der Angelegenheit aus div rusfisclj-deutschen Beziehungen zu verhindern. Es sei erfreulich, das oud? die russische Presse jetzt die Sache unparteiisch beurteile. Gleich der Hellfeldt-Angelegenheit sei auch der Aufruf deut- fcb er Professoren für Finnland ohne politische-' B c d e u t u n g. Die Nichteinmischung in innere Angelegenheiten eines anderen Staates sei eines der leitenden Prinzipien dm? deutschen Politik eUber die Grundlagen russisch-deutscher freund- nachbarlicher Beziehungen bemerkte Pourtal<-s, zahllose gegenseitige Interessen zwängen' beide Staaten in Frieden zu leben. Er könne absolut nickt glauben, daß irgendwelcher unversöhnlicher, zu einem bewaffneten Konflikt drängendes Antagonismus zwischen den beiden Rassen bestehe. Er sei gegenteilig überzeugt, daß ein friedliches Zusammenleben und ein gegenseitiger Austausch materieller und geistiger Wohltaten beiden Völkern zum Vorteil gereichen werde. Petersburg, 5. Febr. 28 Professoren der Un irrer fr tat Odessa erließen einen P r»test gegen den JHufruf_ der deutschen Professoren zu Gunsten Finnlands. Sie drücken gleichzeitig ihre hohe Achtung vor der deutschen Wissenschaft und dem deutschen Staalsn-esen, sowie vor dem patriotischen Selbst - bewußtsein des deutschen Volkes aus und betonen, daß weder der finnischen Kultur noch der finnischen Selbstverwaltung Gefahr drohe. Gieftener Aonzertverein. Zweiter Orchesterabend. Gießen, 6. Febr. 1910. Drei Früh vollendete, die heute in ihren Werken zu uns sprachen, Chopin, Mendelssohn-Bartholdy und Schubert! i'einem war's beschiedcn, die Vollreife des Mannesalters Ü erreichen: aber welche Tiefe eines vollen, reichen Menschenlebens, loelchc Vollendung höchsten Künstlertums offen- Airen uns ihre Schöpfungen, bestrahlt allerdings alle und -urchdrungen von sonnigster Jugend! Jeder von ihnen st auf feinem Gebiet in vollster Eigenart ein Meister, in Vollendeter geworden, Chopin der „Dichter des Kta- äers", Mendelssohn — neben Händel — int Oratorium, I vchubert im Liede. Dieser, wäre nicht seiner überquellen- jtett Schöpferkraft schon im 32. Lebensjahre ein so beklagens- ]®ert frühes Ende gesetzt worden, wäre wohl auch noch auf Tunern andern Gebiet ein Herrscher geworden, auf dem er i 'ins noch wenige Monate vor seinem Tode fein reifstes Werk, f. 5jc C-Dur-Symphonie, beschert hat, auf dem Gebiet der | blymphonie, die so mit Beethovens XI. — oder mit'vielleicht 5 ebensoviel Berechtigung — mit Beethovens V. — noch immer J ifae Krönung erreicht hat. Aber nicht nur diese gleichartige ' ixegit des frühen Todes, diese Gleichartigkeit in der Er- 9 TM(f)niui des höchsten Zieles verbindet sie miteinander: riinc Zeit, eine Periode der Musikgeschichte spricht aus fern Werken zu uns, die das Programm des Konzerts an- ünandergcreilft hatte. Der Uebergang von dem klassischen rml zur blühenden Romantik. Ihn 1830 herum sind sie il-le entstanden, sie atmen einen lhefft. , . Chopins Gedächtnis galt das Konzert zum ersten, seinem inindertjührigen Geburtstag, den die musikalische ' Welt überall festlich begeht, wie sie 1897 Schuberts, 1909 Mendelssohns gedacht hat. Mcht in dem Sinn, sie uns »ms Gedächtnis zurückzurufen, sondern im Gefühl eines freuten Bekenntnisses zu ihnen und ihrem Schaffen, das die '^hrhuuderte überdauert. Steht doch Chopin -so recht --'endig mitten unter uns, hat er doch gerade heutzutage :Sse« gefalle und zur Abhebung sämtlicher Bezüge aus der Staatskaßc bietet, wegen einer Ersparnis von 25 000 Mk. zu einer Zeit beseitigen will, wo sich in den Städten eine Bewegung für Vereinigung der staatlichen mit den Gemeindehebestellen bemeriüar macht. Weim der Artikelschreiber behauptet, daß die Mehrzahl der Steuerzahler jährlich nur 6—7 mal mit der Kassestelle in Verkehr zu treten habe, so will ich hier nur einige Kassegcschäfte nennen, die die Landbewohner nötigen, die Kassestelle außerhalb der Steuer- erhebungsmonate aufzusuchen: die Zahlung der Gerichkslosten, der verscl^edenen Arten von Strafen, der Domanialgesälle (iwgm ter Höhe der Beträge oft mehrere Ratenzahlungen', der wöchentlichen oder zweüvöchentlicheit Beiträge zur staatlichen Betriebs- kranken lasse: die Sicherstellung der Dümanialgefälle-SchiUdig- Ix-iten,.bie Abhebung der Bezüge vonseiten der staatlichen Arbeiter (Kulturarb'fter, Holzlsttuer nsw.), die wöchentliche Erhebung der frranfcmguber aus der staatlichen Betriebskranienkasse u. a. m. * Aus Darmstadt wird uns z-u demselben Gegenstand geschrieben: Mit im Vordergründe des öffentlichen Jittereßes steht zurzeit der in der Zweiten Kämmer der Landstände gestellte Antrag wegen Aufhebung des Instituts der Untererheber und Hand in .Hand brnnit b^jenigen ber Konttollbeamtcn. Von interessierter Seite wird nun der Beweis dafür zu erbringen versucht, daß die Von fachmännischer Seite berechnete Ersparnis nicht 132 203 Mark, sondern höchstens 20 —25 000 Mark betragen würde. Man kommt dabei zu dem ungeheuerlichen Schlüsse, daß für jeden Crt mit 5000—10 000 Einwohnern eine neue Bezirkstage notwendig^wäre. Geht man tu dieser Lchlußfolgernng aioft nur einen Schritt weiter, so müßten z. B. für Darmstadt mit 90 000 Einwohnern nicht 2, sondern 9, für Mainz mit 100 000 Seelen nicht 3, sondern 10 BezirMassen vorhanden sein. kezw. geschaffen werden. Man kann doch übrigens wohl annehmen, daß die Regierung bei ihrer ^Abneigung gegen die Aufhebung der Unter er heb stellen und der Kon- trollbeantten bei Veranlagung der mnt. neu zu errichtenden Kasse stellen, deren Anzahl mit 24 durchaus nicht zu niedrig gc- grisfen hat, schon um die Berechnung der Kopien für die neuen Stellen nicht zu günstig erscheinen zu lassen. Die Gehalte für die neuen B-ezirMasse,teilen berechnet die Regierung im Durchschnitt mit 3500 Mark, während die Interessenten auf nur 3300 Mark kommen, beide verfahren aber dabei gegen die bisher geübte Regel und stellen schon eine Gehaltsaufbesserung in Rechnung, die, wer weiß wann, erst noch kommen soll und von der man auch nicht wissen kann, ob sie eine solche Höhe erreicht. Für die neuen Stellen kommen doch auch nur jüngere Beamte mit Gehalten von weniger als 3000 Mark in Frage. Um nun die Mehrkosten möglichst hoch hinaufzuschrauben, macht der Herr Kvntrollbeamte seine Rechnung mit 74 anstatt nur mit 20 oder 24 Stellen .auf und erreich!, dadurch für seine: Zwecke ein Mehr von 22 200—7200 = mindestens 15 000 Mark. Daß auch die Kontrollbeamten einen Gehalt von'7000 Mark und Tagegelder von 9—10 Mark, sowie Uebernachtungsgebühren von 4 Mark, anstatt jetzt 6 Mark 50 Psg. bezw. 3 Mark erstreben, vergißt man anzugeben: ebenso ist verschwiegen oder vergessen!, da,ß doch auch die Kontrollbeamten den Penstonsetat mit 4400 Mark jährlich belasten — oder sind die Kontrollbeamten nicht pensionsberechtigt? — und ferner ist anscheinend nicht daran gedacht worden, daß. die Gebühren der Untererheber alljährlich um einige Taufend Mark in die Höhe gehen. Der Ansatz mit 60 000 Mark für. Gehalle der neuen Bezirkskassierer steht unwiderlegbar fest, ebenso auch der Ansatz des Wohnungsgeldes mit 4800 Mark, der Stellvertretungskosten mit 3830 Mart und der Pensionslast mit 12 000 Mark. Die Schreibhilfe- Losten sind für die verhältnismäßig kleinen Kassen mit 16 000 Mark mehr als reichlich in Ansatz gebracht. Jedenfalls aber wird bei Aushebung der Untererhebstellen das heute von diesen verursachte ganz enorm vermehrte Schreibwerk der Bezirkskassen, Finanzämter, Amtsgerichte, Oberförstereien nsw. abnehmen und eine ganz bedeutende Ersparnis an Schreib kosten bei fast allen Behörden erzielt werden, geschweige denn, daß. ffie veranschlagten 16 000 Mark überhaupt notwendig werden ober nicht ausreichen würden. Die als Ersparnis benannten Posten mit 183 000 Mark Hebgebühren der Unterer beb er, 34 080 Mark Kosten der Kontrollbeamten und 17 000 Mark Beitrag zur Fürsorgekasse für die Untererheb er sind dem Hauptstaatsvoranschlag entnommen und können daher mit keiner Rabuliftik aus der Dell geschafft, oder als unzutreffend diskreditiert werden. _____________________ M Die heutige Nummer umsatzi 10 Seiten. 3m Umgestaltung des hessischen Lokallasiewesenr. Zu den Meinungsverschiedenheiten über die Untererheb- itellen sind uns wieder Mei Zuschriften ^gegangen. Die ;rftc stammt von einem Sachverständigen aus Gießen: Zu den unter obigem Titel in Nr. 28 des Gießener Anzeigers cMhaffimen Ausführungen möchte ich kurz das Wort ergreifen, ter Verfasser des an erster Stelle stehenden, klein gedruckten Artikels scheint mit seinem Nachweis, daß an Stelle der aup aiM'enbcn 375 Untererhebstellen 30 neue Bezirkskassen errichtet werten müssen, das Richtige getroffen zu haben. An Stelle der im Jahre 1900 aufgehobenen 11 Rentämter und 18 Bezirks- taffen traten 375 Untererbebftellen, es dürfte daher wohl gänzlich ausgeschlossen sein, das bei einer Reorganisation 20 Bezirkstasse u als Ersatz für diese 375 Untererhebstellen ans reichen. Auch ist tswohl zutreffend, wenn der Artikelschreiber einerseits die Wieder- fcrfMlung der 18 im Jahre 1900 aufgehobenen Bezirkskassen iür nötig erachtet — denn es kann Städten toie Hungen, Lau- tadi uiro., die vor 1900 eine Bezirkskasse besaßen und zurzeit eine DitererHebstelle haben, nicht zugemutet worden, daß sie künfkig- Hl nur jede staatliche Kajsestelle verzichten — und andererseits in genannten Gemeinden mit einer Einwohnerzahl von 5000 U 10 000 Seelen die Errichtung von 12 Bezirks fassen für er- 'Merlich hält. Die Errichtung und Vermehrung der Bezirkskassen Mgt aber allerdings trotz der gegenteiligen Ansicht des anderen klftikelschreibers in der .Hauptsache von der Bevölkerungszahl ber £rte ab. Ter vorgebrachte Vergleisch mit den Städten hinkt ganz tüt affig, in den Städten verursacht die Bevölkerungszunahme i.ine Vermehrung der Bezirkskassen, sondern eine stetige Ver- r.i chrung der Arbeitskräfte bei den bestehenden Bezirkskassen. — lurch die Ausführung der toit beit Untererhebstellen und Bezirks- kstsen gehaltenen baren Kassevorräte ist dem ersten Artikelschreiber — mag er den baren Kafsevorrat auch Betriebskapital nennen', ras hier ganz nebensächlich ist — der Beweis gelungen, daß den Untererbebftenen eine Erhöhung des Betriebskapitals der Großh. -mwtstaatskasse um 1 Million — deren Ursache der Verfasser des Artikels in Nr. 18 des Gießener Anzeigers früher richtiger harte ergründen sollen — nicht zur Last gesetzt werden kann. Die hid.iigTeit dieser Beweisführung hat der letztgenannte Arttkel- r reiber auch eingesehen, denn er setzt in seinen Einwendungen r Nr. 28 des Gießener Anzeigers die 35 000 Mk. Zinsen des ahöhteu Betriebstapitäls, mit denen er früher das Institut der ntererheb stet len belastete, als angeblich? strittigen Posten außer mg. Naiv ist es nun, wenn derselbe diese ausfallenden 000 Ml. Zinsen jetzt „durch die von uns nicht berechnete Er- arnis an Schreib Hilfe kosten, Porto, Papier und Bureaukosten ehr als auswiegen" will. Richtig war es jedenfalls, daß keine ksparnis an Schreibhilfekosten, Porto, Papf er und Bureaukostm zeit in di? Berechnung eingestellt worden ist, denn es wird lmch die Aufhebung der Untererhebstellen deine solche erzielt, ttr Schreibhilfekosten .werden vermutlich höher werden, indem M einzelnen der bestehenden BezirMassen nach Aufhebung der Untererl-ebstillen durch die vermehrte Arbeitslast die Annahme einer Schreibhilfe oder die Verstärkung des vorhandenen Schreib-- -iststieupersouals erforderlich- wird. Das Porto, das der Verkehr mit den Untererhebstellen, erforderte, wird nach deren. Aufhebung hrrd-. den viel regeren Verkehr ber Bezirkstchssen mit den Bürger- mtifiereien der einzelnen Orte verschlungen werden, auf die Bureau- dsten der Bezirkskaisen aber endlich hat die Aufhebung der Unllr- 'chebstellen kaum einen Einfluß. Ter Verfasser der Einwendungen in Nr. 28 des Gießener Anzeigers überschätzt das Interesse der fünf Kontvollbeamten an äem Fortbestehen der Untererhebstellen gewaltig, ein derartiges Unterene besteht bei diesen absolut wich'. Soweit die Kontroll- teamtenstei len duvrp eine etwaige Aufhebung ber Untererhebftellen entbehrlich werden sollten, dürfen deren Inhaber wohl zu Re- dierung und Landständen das Vertrauen haben, daß sie in gleich- löertigcn Stellen ber Finanzverwaltung — deren Dienst sick>er- !ich bequemer ist als ber Kontrollbeamtendienst — untergebracht j verden. Des Hauptiitteressenten an dem Fortbestehen der Unter- crhLstellen, nämlich der Landbevölkerung, vergißt der Artikel- chreiber bei Anftühruirg der Interessenten Erwähnung zu tun t-ie ländliche Bevölkerung wird es mit Recht nicht verstehen, daß itan bei ihr die Vereinigung der staatlichen Kassestelle mit der Gemeindestelle, eine bereits eingelebte Kasseorganisation, die ihr ine äußerst bequeme Möglichkeit zum Zahlen sämtlicher Staats- 9h?. 31 erstes Blatt 160. Jahrgang Montag 7. Februar 1910 Der Siebener Anzeiger Ä Ä Bezugsprcc»: erscheint täglich, außer jfeXffSy W monatlich75Pftviertel- 2MtZH»obonor)lnroigorsZ sovlv nVIlvl 44111 v lUv i sfernftrech - Anschlüsse: ® ö Verantwortlich für den iut die Redaktion 112, w politlschrn Teil: August ZZE General-Anzeiger für Oberheffen Z-M W Böta«6n$tni(f unb Verlag »er vrühl'schen Univ.-Viich- UN» Sletetnideret 8. Lange. Reöattion, Lxpe»iti»n UN» Bnideref: Schnlftratze 7. ^"‘eigenie^61^^ Vie Spannung auf dem Balkan. Die Kriegsgefahr scheint durch die Beschwichtigung der Großmächte vorläufig in den Hintergrund getreten zu fein. Die gric chischen Pläne Müssen auf internationales Gebot wieder einmal vertagt werden: Kvnstantinvpe'l, 5. Febr. Der griechische Gesandt.' Gr y p a r i s gab dem Minister des Aeußeren die v j f r z i e l l e Erklärung ab, daß die Befürchtungen in betreff der griechischen Nation al Versammlung unbegründet seien. Die Einberufung derselben ist zurückzuführen auf die Gründe der Wiederherstellung der Ordoruirg und der Ruhe im Eimern, sowie auf den Wunsch, auswärtige Schwierigkeiten zu vermeiden und die frommer- mahlen auszuschieben, die im September 1910 und im Januar 1911 stattfinden. Die hellenische Regierung Ipffe, die Pforte werde dm Bedeutustg dieseo-'Maßname würdigen, welche Zeugnis ablege vvro dem auftichtigen Wunsche, die guten Beziehungen zur Türke, aufrecht zu erhMen. Athen, 5. Febr. Bonizelos (der betanntc tretische Agi tatör), ist heute von hier abgereist, um sich nach Kreta zurück-^ zubegeben. Paris, 5. Febr. Im Mi nist er rat erfifarte fucunfrer Pichon, die Vorschläge, welche er in Petersburg, London und Rom gemacht habe, um die griechisch-türkischen B e r - Wickelungen zu verhindern, hätten zu einer Einigung geführt und würden von den vier Schutzmächten dem kretischen Execut-v- komitce offiziell mitgeteilt. Die von den Regierungen in Konstanti nopel und Athen abgegebenen Erklärungen ließen die Ansicht zu, daß feine Schw ierigke iten mehr zu befürchten seien. Konstantinopel, 6. .Febr. Ter Su (_tan stiftete» dem F'lottenverein ein Zwölftel der Zivilliste, rund 23 000 Pfund, für Flotten zwecke. Die Leitung „Z kd am" dankl namens der o 11 o m an ische n ö s se nt li ch e n Meinung der Presse Deutschlands, Oesterreichs, Englands und Frankreichs für die Unterstützung, die sie der Türkei in der frrctafragc erwiesen haben. Die türkische Kammer nahm nach Längerer Tebatte den. Handelsvertrag zwischen .der Türkei und Montenegro an, der auf der Meistbcgünstigungsllauset beruht. Gegen über der Forderung der Deputterten von SEutari, daß die 'Debatte- zur Regelung der Grenzftage vertagt werde, kündigten der Grost- Wesir und der Minister deS Aeußeren die baldige Vorlage eines mein, sie schlagen ans Ufer und ebben zurück; und aus ihnen heraus, über ihnen singt mit süßer Stimme die Meerjungfrau, antwortet stolz der Ritter, klagt schließlich tottraurig die schöne Verlassene: aber nur das immer gleiche Spiel ber Wellen läßt sich noch vernehmen. Es ist eine der schönsten Ouvertüren Mendelssohns, voller Melodie und Farbe, eine der schönsten Blüten der Romantik. Den Schluß des Konzerts bildete die C-dur-Symphonie Schuberts, neben der hier schon ost gehörten unvollendeten H-Moll seine eigentlich einzige wirklich bekannte Symphonie^ zeitlich die letzte. Erst 10 Jahre nach seinem Tode überhaupt (von Schumanns in seinem Nachlasse entdeckt, unter Mendelssohn zum erstenmal aufgeführt hat sie seitdem ihren Platz neben Beethovens Spmphonien sich bewahrt. Ein wundervoll sonniges, klar und fließend geschriebenes Werk, nicht voll schwerer, tiefer Gedanken, aber von einer mitsichreißenden Freudigkeit und Frische, die einen trotz aller Länge bis zuletzt beherrscht der letzte Satz vermag die Fülle der Melodien kaum zu fassen, überall drängte und guillts, und es will kein Enk c werdens Das Orchester des Palmengartens zu Frankfurt a. M. unter Prof. Trautmanns Leitung gab mit beiben Tonbichtungen eine prächtige Leistung, ber herzlich dankbare Anerkennung gespendet sei. Es war ein flottes, sauberes und klangstarkes Spiel vom ersten bis zum letzten Ton, das die Schönheit und Eigenart jedes Teils glücklich herausarbeitetc. Auch die Begleitung zum Chopinschen Konzert wurde in feinem Mitempfinden mit dem Werk und seinem Vermittler durchgesül)rt; im zweiten Satz schien vorübergehend einmal eine kleine Unexaktheit vorhanden zu sein, ohne baß sie jedoch sonderlich merklich wurde. Die Akustik im Theater war heute, vielleicht auch mir infolge der Art der Aufstellung des Orchesters, sehr befriedigend, wenn auch aus den einzelnen Plätzen nicht gleich gut: am besten dürfte sie — vielleicht verrate ich da manchem zu Nutz unb Frommen das Ergebnis mehrfach angestellter Versuche, — auf den Mittel- iiUoJ 'S Ex •d L e Citnk- •ß c IC. |iU)V nP r> 95 .#/ 117 Anteile xjeffcivs s <3 § B 152 000 hvjouo II>2 0(H) 11'2 000 152000 152 000 152 000 152 000 152 000 153 000 |l)2 00U 152 000 152 000 11)2 000 0) E 2 2H0 1141 2 402 010 70« 480 884 020 I 006 700 1 057 MO 3 224 077 3 814 870 4 104 782 4 807 048 2 076 4 HO 80 008 1 004 700 1 801 270 5G2 181 07 . i. 08 819 173 87 171 K > 011110 OHO < 8 0510 0 731 o> 10.60 10 001 008 00 10 5011800—- 10 800 021 1897,08 1898 00 1800 1000 1000 01 1001/02 1009/08 1003 04 1004 1006 1000 1007 1008 | |'.1(1(1 |«Dh|jU010 10 510 841 lb'.' 10 027 514,37 11 160(iH7 75 11 382 802>37 10 495 350—3 11 025 014 II 12 500 0211M) 11'011 01" .'5 I I 005 22 ll00 I I 400 20'85 12 050 12'84 10610 In ’ III II' 100 oooj 12 661 000 - Der hessische Anteil am Nelniibcllchttft 6er Cisenbadnqemeinschast. Die amltidn1 S"uimfl ;Hn fdivcibd Zn Hcrfiliicbciicn ' 1 ii nnrn finb Au los, her tun lui^t'iu i'i|4'i||lcn !,eiüf|<*iitlkl)itiig bi*" Wi'lrh’b«bcrid)l« her Mcflllil)—iTii||i)il)cn .uni■ •hiiliiiDcrHhi 11 itiiß filr 10(18 sBc h'odjlifiiiicii iiiißi-fleili worben über bh* btsheiiße und fünf liiio o-iiliuKhiiiiin bc" liefil|cl)i’ii Aul eil« nm Reinübcrfilstift her Eifeubahiißeiueiuf'liasl, hie geeigncl finb, ein falsches Bild über bu lalfädilidie blefhilhiiifi btese« An Uli« in ben lebten 3'tiIrren mib über feine voransstchlltchetoöljc In ben ;Xairren 1909 nnh 191(1 ,,n ßeben In üi'nchslelienbein merben bniier hie hem, (Meoßljcr^fllnni in ben o'fnI«inbren 1897 98 bi« 1908 übcrhHeJencii Anteile nm Weinen läßiti« her o ifenboliiißcineinfclrnft, sornie bic um aiihfklltlhlien Anteile für 1909 nnh 1910, leiuerc und) ben bi« [etil umließenbcn vdiätwiißcn bei hinl«elfenbnl)nver nmllniiß, ntilßeieilf und ,o iß le hb ble Bei ruße nimeßeben, hie nie. heu An lei len und) Abzug her bnro.nf rnlreiiben Sdyitlb ßinfen nnh fonfhßcii Vn;ieii ul reine lleberfdiüffe für Hessen in Bet meist lummen: < 'i v5 flehen lieberfdinl’mnieil nodi hi eie ui gen Belriiße entlmlien, welche her hessischen toanplflmit«iaf|e für bie nun ihr uovluß« weise gezahlten PensIonen, BSilivvn nnb Waisen gelder der hejfijdien e4eineinfdm.ft«benniteii nnb ihrer $jinterbliebiencn an« bei ofemciiifdhafl ,;n erst alt en nnb schon in >hip. 115 he« .S>mptVornn|d)lüß« bnedilonfenb uerveihncl sind. Da« I5ltil«inhr 1908 ijm fonod) für Hessen mit einem Uilsdchlichen El)eulml)uübei|duis; uon 10(110000 Ml. cibge schlossen nnh e- Ist mis einen In mm mrürfmfülrren, wenn in her 5aße»presse die Ansicht uerlvch'ii wirb, baß ba« enbßültiße :h'edinniiß«eißebm' für lene« Jahr sich nm 0(0 000 Ml. besser stelle, al« reßiernnß«|eitiß bi «her an ßi'ßeben ,'\ür da« lonfenbe Ci1at«ial)r 1909 ist' her Anteil Hessen« am lleberhlinfi her (5ifenbah nnvmeiufdmfI Im liesst scheu >>Miptvmauschwß mit i '9..0 000 tVit. vorßefehen. or in leb |id) in Wir klidikeil nadi einer nur turpem an« Berlin einßelaiißten Mioeilniiß uurnn«)id)tlid) nur aus l:* 1GOOOO Marl belaufen, also um innb 800 000 Ml. geringer al« brr (.1 tat «an saß ?a« A'eld)Uiinß«ergebnl« bei lanfenben Bei malt miß für 1909 wirb hierdurch aber nicht beeinflusst, weil anbererjeit« insolße de« Minbelvrirüßiilsse« der Eisen bahnen hie im toaupt Voranschlag mit etwa dem ßleichen Beiraß burßefehenc ilßiinß ans die St aal «schuld nach ben Bestiinininißeu de« («eseße« über ben Erwerb de« Hess. Vnhiviß«eiienlahn ent füllt. 3n 1910 lann noch ben zurzeit lunlicßenbcn Sdiätznngeu mn einer Or hob miß de« Hebei sdinsse^ mi| li'ii.'rl 000 Ml. ße rechnet werben, luoumi aber )dion beim Aurtbcfiehen her um ßcnannten derzeitißeu ; ilßmiß«horlchri|ten etwa .300MO M. zur Tilßnuß her < htat«fdnilb vermenbet werden müßten. iS i 7 92u 027 8(151)004*79 H 839 037139 8 030 101,91 8 9(10 vM 50 gültige Befchll'ifsc noch nicht gefaßt sind. 0 fann demnach cn, Befpredniug darüber im Finanzausschuß der ersten .Hammer nm ftnllßcfimbcn Haben. Ebenso >U e« eine irrtümlid)c 'lnlianm daß die „bfShertgen hTfimrimSüoiicbläac bc« Iiiianzau«schn)ie-.> ?. Hammer Wil sämtlich von her Dtcgicniug nbßclcf)nt vefp. nt । cingchciibcr Tarlrgntm wieder fallen gelassen morden sind." endqiillißen Beschlüsse deü Finanzauofchuffes der 2. Hammer iucr,, । tu den nächsten Tagen erfolgen." Dentschcs Ucicb. Daß Ergebnis der Zeichnungen auf bic aufgelegtc» 'N c i d) 0 - unb p r c n fj i f ch e n ?l nleihe n lässt sich zur Z.-i| zwar nud) nicht genau sestslcllen, bod) ist schon seist sicher das) der aufgelegte Betrag um mehr al« 200 Million«! Mark überzeichnet ist. Die «Schuldbud; und Spcrrzcichiiungin belaufen sich auf über ’/4 Milliarde Mart. Der B u d a c t a n « f d) u s; de- R e i ch « t a g e« beriet am <5-mn«lag über bic Bettel düng nnb Ausrü.sLung bei Truppen, zu welchem Mopitcl Mricgöminiftcr u. sieerin gen uerlranliche Mitteilungen machte und über bic artige der Pferbegelber. Die Erörterung über diesen Punkt so: am Mittwod) surtgesührt werben. Die n a t i o n a I (ib er a ( c Iraklio n bat Mw tomn- hall be« ReidMinls de« Innern fulgendc Eillfchließm^ eingel-rächt: Die tierbünbeten Regierungen jn ersuchen, die WrihrinatQ um UntcrbüÜiilifl einer RcichSanftalt für X.' u f t) dj i f j a lj r t nnb Alußtcdmi kin Friedrichshafen möglichst bald in bi: Wege zu leiten. In der Sitzung des B undeSratS am <5onnabcih ivnrde dem Entwurf deö Stellenvermittlergeselze« Zustiti,. munfl erteilt. Daß Zentralkomitee für die?lnnäl)ernng zwischen Deutsch land und Frankreich, an dessen Spitze der Widlch (Äel)eime 91 at Frhr. v. Mantensfcl, Präsident deö Herrenhaiti,'.), (Wchcimer 9iegierungSrat Professor Dr. Paasche, Mitglitd Reichstages, ÖJcntral u. Fetter, (General v. ^ocbcll, Ban! direktor Xleopolb Steintal und eine Reihe anderer hervor ragender Persönlichkeiten deß öffcntlid)cn Lebens stehen, bat beschlossen, eine Sa m ml miß zu Gunsten der durch btei llebcrschwemmungen der Seine brotlos nnb obdachlos 6c« wordeneu zn veranstalten. 9lad)bcm der Reichstag baß Gesetz betveffenb bic Han. de lßbezic Hungen zu ben Ve reinigten Staaten uon 91 incrifa angenommen hat, hat bet Bundesrat über bie Ausführung be« (.Gesetzes zu bcfd)ltcöcn. Wie wir Horen, schreibt bazu baß Wolsf'sche Bureau, erscheint im ReichSgesch blatt vorn 7. Februar eine Bekanntmachung, luonad) auf bie Erzeugnisse ber Vereinigten Staaten uon Amerika vom 8. Fbr, ab bic in ben geltenden Handelsverträgen zugestanbeuen ßofl«' sätze anzuwenben sind. Die Erzeugnisse ber Vereinigte« Staaten werden bemnad) wie bic Erzeugnisse der meistbegünstigten Länder behandelt. e 2 Z4 0) 2hislait^. Aus Befehl bcö Zaren wurde in 9i u s; land eine Alters grenze für Offiziere eingeftihrl, bic lieb auch auf bid Triu'venkommaudlcretwon erstreckt. Der A eich« w c b v a u64 f d) u Ii der ruffifeben Duma sprach sich für die Aotwcndiglcii Schassnng einer M i I i t ä v ( u f t f d) i f f Flotte an« und forbetti da« 8riea«mimflertum zur Beschleuuigmiu der 'Jlnflarbcituug um Maßnahmen zur Bekämpfung von her ^uftschiss-Flolte möglitjj Gegnern auf. Auö 3. ehe ran wird gemeldet: Der Atinister de« 911 a c « SallaneI) ist z n r ü elgc. Irete n. Mit bei tute.' mlftifchcn Berwaltinig de« Minislennm« wurde Untcvitaai--fche'.« e a in a t c l M u l ( betraut, der da« volle Bertrauen de« Modell geniesst. 307 70711)5 385 88854 290 587 83 ’8l 570 (14 <28 439 hl 1401021 31) I 027 70 127 211 54 380 000 328 700 ckinc freifimtiac Ikrjammluiui in (Rieften. Scr freisinnlßr Bereiu |iii bcu Reich«Mg«wahlTrci« ohoften (Mrünbciß 'h'thon vcrauHaltclc am Sonntag in Stein« SaaNwu zu Giefteu eine ösfeutliihe Bersa.iumluug. über bereu 2'erlauf wir folgenden obielliueu Beridit wiedergedeu, ohne un« natürlid) mit den Au«iülnuugeu ber Redner ibenti siziereu zu können i Die Versammlung imn mut übci 300 Personen von hier und außerbalb be|ud)t 9iadi einigen einleitenden 2'.'orten de« Vorfilien den, Fuftioat Meg. sprach zunächst Professor D. Rade von Marburg ilbei V i b c fall « in u « und Staats b ü r g e r t u m ui guia von bet bcvoisieilenden Fusion der drei Imlßlibcralen Parteien au« und gab leinci lleberzenguiig AuSdrud. das) bic letzt dafür vorhandene Begeisterung nnbalten nnh die Einigkeit mut Dauer feilt weide, wenn man über da« Programm hinan« her neuen Partei eine nach au Heu und innen zugkräftige Parole gebe. Al« solche Parole empfahl er die Fdcc be« Bürget staat«. Gegenwärtig sei bic aNgctitcinc Staatsibcc gcwifseriiraheti beireit Io« Die fonlervatiue Partei die viele bi« fetzt für bcu Haupt sächlichsten 5 inner der StaiU«idee aebnltcn hätten, lei durch die allziienge Perichwisicrnng mit dem Bunde bei Vanbivivfc in einer Fnlereßcnpaftci geworden und auch bei den Ratrortalliberalen liehe die Staat«rbc. niebt io bod) und fest, nne man glaube Mit vielen RationaNiberalen nm le er )td) eilt", aber die Partei habe beim Ausbau be« Staate« im liberalen Sinne o|t bet lagt Dei mut ihr vielfach betätuue \Mn i nvi>li'ioti«mu« sei ihre Schwäche, und jede« mal wenn bic volirische Lage ei »st getrwibeii ici. habe die na tioitaNtbceale Partei vor beut Stichwort national Kalt ne macht. 0« gebe nicht au, bic l'oztaldewokririischr Partei nach bei Art bi^ Reidnwerbande« al« v a t e r la n b « l o « zu bekämpfen. «I„di die Sostaldeuwktateit gedörten zitm Volksgoitzeit. wenn c« ihnen auch oll schwer gemacht werbe, iid) dazu zu bolcuufii, und e« |ci cutc ernste Autgabe, |te zur El arbeit int Staausladerr Weint gegenüber bleseu stahlen bie nut Beti ieb«übersd)list der Etseirl''al)»geiiieiiisd)n|t auf o’vnub bei fhiH'fl'ifehl'ii Mdtteiluiigeii he« eingang« crmahiiieii Be teieb«l'eiuhte« für 1908 bei|piel«weise auf 11,23 Mill. Ai 1. nnb |ili hie Fabre 1901 bi« 1907 auf 13,Bi Mill. Mf., > i,i>0 Mill. Ml . 11,01 (im 'Original be« Bericht« 1-1,94) Mill. Man und 18,,r* Mill. Ml. angegeben werben, so. wird dabei ülu'tfi'hcu. haft bie letzte) eu stahlen außer hem eigeul- bidflw.Mißlnbi'ii Jl 1)5)11111«'ii" »ul 'iblnuili’iitßfl'lD nu tolerant be irfffilinli' ble Mniiiniu i-i.' zw 'llfinlmibuiia wn »p Ilsen 'nnh zur ja) u ligeu O iiil ei iifmifl »er bie«iäln igt'ii RcliiUen wstwcitblgeii Michilc n 9iefiulenWinflcut lwliägl uugcfiihi 03 ooo Mann _______________________ Aus Heften. Der Adg. Köhler^Langßborf hat folgenden An» trag, Schiff a Hrt«a bga bcn betreffend, bei der Zweiten K a m m e r eingcdrachi: Die Beratungen de« Bundesrat« über ben pvcußifdjen Schiff- f a li r t « o b g a b c n - 0 n t w u r f (Au 51 und 78 der Reich«- verfathmfl) haben eine 19 c b r b o 11 für bleien ergeben. Vierzehn Sluunren Und nach Art. 78 der Reicli«verfaffung erforderlich, um t>ie «l b l e b n u n a zu beivirkcir. F ü r die Abletnrung ergaben lieb aber nur l 2 Stimmen: Lachten, Baden, to offen r,nd zwei Kleinstaaten. E-. besteht die Ansicht, dah tue Wrofeb. Regierung iwisidulidi ihrer Abstimmmtg in» Bunde«rat — also gegen die Einfübrung von oduflabri«abßaben über die Bestmrnr,maen de« 'Artikel« 54 der Reich«verfaffmrg hinan« — nicht die l'k e br- heil der b c t b e n © t ii »bet a m m c r n hinter iid» hat: iveil btefe Mehrheit davon überzeugt ist, dah die Abgabewreiheit in c h r b e m b a n b c 11 r c i b c n b e n (Är obkapital, al« ben ivivtfdiaftenben Ständen und dem kleine,r Blanne zugute kommt. Au-> dielen, Gnnrde beantrage ich, im AnfchtuH an die Beratung he« \Xwmvoranld)laav 'n, 1910 E: »Drc Zweite Kann,,er ivolle befehliciicii, die GroHh. Regierung zu erfucnen, ßcimtm« zu nehmen, baß be, i-oubtag > hier bie Zweite Kammer) nut der 21 b It i m m u n g b e v ch x o t; b. R c g I e v u w g i m B u n d e « v a t bei Beratung über ben preuhischen SchissaHMabgabcn - Entwurf nicht einverstanden fei.' , m Gegenüber den m einzelnen Blattern enthaltenen berichten über die Verhandlungen deß Finanzausschusses der ersten Kamrner gibt der Vorsitzende dc« Finanzausschusses der zweiten Kamme v. Abgeordneter ReinHart- Worms, nachstehende offizielle Erklärung ab: , .Die im Fiugnzau«fdulh der 3. Kanuuer voegefehcucn Abstriche beim'< lagl-'voron'chtag stehen noch nicht fest, ba wie mit den Be vaunujen be« StaalSuocaufchlage« noch nicht zu Ende and end- 21115 StnOt itnö Lau-. G i c ü c n, 7. Februar 191(1.| ” 2 a g c ÖI a I c n b c v für Montag, 7. Febr : Vortragdid be« Kawm. unb de« S?rt«gctvcrbcuci'einv : Dr. ch.-,. 2G c g c ii tf- Berlin : Der Kampf um 'M o r b- unb S ü b p o l. Vlbcnb« s1-, lltz in der Aciioi IliriversitätS-Anla. * •* Lehrcvpersonalien. U eberiragcn wurde berc ^chulamtßaspiranten Florian V o g e l auß stella (Sachloii' Weimar) eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hensen' stamm (Kr. Dffcnbad)). ** Die Prüfuntj der GerichtSsd)rcibcr»Aspi« v ante n haben bestanden: Beruh. VI a ii l auö Dieburg, Cbnij B l a tz auö Worin«, Will). KrcilI n g auö (ließen, Ailf' Lohr auö Grob-Gerau unb Ludw. Seibert zu Homlc« a. d. Ohm: die Gerid;tLv ollzich er -'As pirantk^ Feldwebel Gg. Beck, 2/118, Worin«, Bizefcldwcbel pti B ci) c v, 8/1 i5, Darmstadt, Bizefoldwcbel Friedr. Fa < 3/118, Worms, Sanilätöfetdwcbcl Fat. Friedrid), 9/11 j Wornrß, Vizewachtmeister Pet. Gunkel, 5/23, Dannstz^ die Vizefeldwebel Alb. Ma r b aaö, 9/118 unb Friedi. RidoZ 1,118, Worin«, Aspirant Adam Schult heil; tu Alzen n jj Feldwebel Karl V o g e l. 4 118. Worin«: die R c g t ft i a t o: 4 für Kollegialgerichte: Sergeant-Hoboist2611h. Scha i I in Gießen. •• Etadttheater. Da am Sonntag Presberö u. .w>. j bürgt neuer Schwank »Der dunkle Punkt" so auberordnS ltd) gefallen bat, sei auf die morgige Wiederholung InngcwiFG — Für Sudermann« Schauspiel „Stvanbtiixber", bcficu Vi t aufführung sich etwa« verzögert Hal, da die Anfertigung W eigenartigen Dekorationen längere Zeit in Anspruch nahm, 'S bic Proben jetzt im (Sange. — Schon jetzt sei auf ein C'a j spiel aufmerksam gemacht, daß ein theatralische« Ereignis 4 Gießen werden dürfte: Frau Freue Dncsch gastiert bi« » i 12. Mürz in Brieur' ,Roter Robe^. *• Der Unteroffiziere Daul. Der Großher^W hatte anlüblrch seines 25jähiigen Militürjubiläuin« iniJepj Sommer sämtliche Unteroffiziere der Leib-Koinpaguic Infanterie-Regiment« 9h1. 115, die während seiner Dien L-l in der Kompagnie dieser angehörten, zu einer kleinen hil; lichtest in Darilistadt eingeladen. Die Herren, leist meoe m staatlichen Stellungen, waren soweit sie noch leben j alle erschienen. Sie waren vollkommen Gäste de« ~lU*.c| vatcrß unb mußten im alten Palais Wohnung nehmen. •1 j gangene Woche überreichten nun die ehemaligen llntcrom-i | der Großh. Leib-Kompagnie in einer IHubieuj dem au« Dankbarkeit für den schönen Dag im Co nun er eine r ■ 1 adreffe in Form eines künstlerischen Albnm«, 111 * 1 15 Photographien der Unteroffiziere und die folgeuoe ■ dem Mainzer 'Architekten Panthel außgeführtc xv\vW ; I hält: .Zur Erinnerung an die Feier der '-..jährigen .,'i gchöriglest Seiner Königlichen Hoheit Ernst Ludwig Groll )- -> | 73 hcraii-utiehcu. Dc> ^iaat fei weiter nülii« al« bir Urgantfatioii be« B„1ke« nnb bestehe In einer von her Geschichte gemachten Form Aber mau solle ihn so gestalten, wie er im Interesse be« Boll-iiauzcu sein solle, Der heutige Maat sei erfüllt Von ber stdee be« luiiflitutioncllcn Staate« nnb innerhalb der Verfassung lullen |id) °>' Irrigkeit nnb lliitcrtniu*ii bctÜligen So komme man zur Idee be« Bllraerstaatcx» unb der Bearif) be« Slaotsbüraei tuw« könne für die große ftcifiiiniflc Partei da« Ideal sein. Jeder habe iiollen Anipruch auf unsere Itaat-bürgerlichenRechte unb and) die Pflicht, gegenüber dem 'Volk-ganzen seine ftaal« bistgerliehen Pflldilen zu erfüllen Die 0nlwidelniig der Sozial denn,kralle wv Mitarbeit im Sinne de« Slaat-gedankenö fei möglid) unb fle arbeite auch jetzt schon überall mit, wo man sie ,uir Mitarbeit hcaii-lehe, bi« zu dein Punkte, wo der Marxistische Aberglaube in Frage konnne. Diese« Versagen fei aber nidit anders aiihuiaffcn al« ha« Vorhallen he« Zentrums, wenn c« glaube, bah der Katholizismus lebte Mitartzell am Slaatslebcn nidit iiiclii znlasse. Der Staat habe für alle Bevölkeruiigsklasscn gleich iihiinn zn sorgen Die neue liberale Partei, die siel) in I 'd)vn bilde, werbe lieb bilbcu als eine ganze Partei be« ganzen Volke«, nicht nl« eine stuleiessenparlel. Er rönne nicht eilstreten für ben .Miissenstaat In Irgenb einer Foin, die einzelnen Mlaffen jollh'ii fiel) organisieren, aber ber Stärkere rnüsfe immer her Staat feilt. Ei iiiüffe stark sein nicht buvcb Privilegien einzelner Massen, sunbern biiich bcu (Scniclnfimi ber Bürger. Die gerechte Steuer verleilung sei nnb bleibe das wichtigste Problem her Gegenwart, intb für eine freisinnige Partei sei e« unmöglich, Steuern zn bewilligen, bic fle für falsch für bie Allgeineluhcit Halle. Inner hall' be« Staatsganzen müssten ble nuljtfliibicrtcn Stäube in ehr Einsluß haben. Es sei eine Gew In für ba« Volk, daß bie Beamten zahl immer mehr zunehme. Der Liberallsinns wolle, daß fidj bie leiste selbst helfen und an« eigener Straft ihr Leben ge jlnlten. i'cn Beamten müsse freie Wahlrecht gegeben werden. Der Lil>erali«iniU' fei gegen den Polizei final nnb den Beamten - final. Die Erziehung in ben slaat.hiirgerlicheu Pflichten fei csne wichtige Vfufottbc, bann würben Aniichieu wie bie Oldenburgs seinen Boden haben. Er wünsche ber neuen Partei, baß sie, für Deillfchlanb ba« Wort SclileicrmacherS wahr mache, daß der Staat ba« blüht ft c 8 un st merk be« Alcnfchen fei. (Lebhastcr Beifall.) <' liibib. SV v ii ih ni erklärte in der lieh anfchllcßendcn An« spräche, er wolle mit bin Versammelten Protest erheben gegen lebe« ungerechte Wahlsnstcm. l'r legte bann seine von den An sichten be« Rechner« mehrfach abmeichende» Ansichten bar unb wandte |id) bann gegen die Nalionalliberalcn, bie in toefsen bin di ihre Verbinbung mit dem 2htnb der Landwirte e« erreich! hätten, dng sie durch bie Such' nach Mandaten 75 Prozent ber ^Bevölkerung rn gunsten einer Ilrincn 'Uiinberheit benad) (eitißtcn. Tn« Belieben der sozuilbeiiwkialischim Partei habe in Den t| Ui land ha« v iniwrlnmmen ne ■ '.•hiarrliibiini« verhindert, also rwrt eil host für bcu befiehenben Staat gewirkt, Die jetzige Staat« Vcrlassung lei so, ball fle ben tien ubenben Mlaifx'it diene. Mst her neuen liberalen Partei könne bie Sozialdemokratie ein große« Stile! zufammcngehi'n. wie fie schon seither In allen M'ultur fragen, in der Abwehr alle« Unrechts, in der Ablehnung aller toandet und Verkehr drüdenben Maßnahmen mit ihr toand in toanb gcardeilet habe. LanbtogSal'g. Reh fpradi dann Über bcu Staub der lief- I i f ch e n 2val)lrechtSsrage. Ohne auf die Einzelheiten näher ein zngehen, erörterte er zunächst die Frage, ob die Erlangung be« dir eilen Wahlrechts ohne ble verfasstingsrechllichen "Rachgaben an bie Erste Kammer möglich gewesen fei. Er ist ber Ansicht, daß bie i einer in fidi einigen Zweiten Kammer möglich gewesen sei. Die Regierung hätte auf bie Dauer nicht gegen ben Willen ber Vvlkx'wertrekung handeln können und and) bie Erste Kammer hatte naUigegehen, wenn bie Ziveite Kammer darauf bestanden hatte, baß bie Erste Kammer geniäß der Verfassung nur int 11011,11'11 über da« Budget hätte o('stimmen können, Die baburd) b.'liimeistierte EinslusUosigkeil ber Ersten Kammer hätte diese nicht lange ertragen. Weiter führte der,Redner au«, baß e« in der Zweiten Kammer möglich gewesen sei, die Wahlrechtsvorlage gegen bie Banernbündler und ohne da« Pluralwahlredst znstände zu bringen, wenn biA Rationallibcraten nur gewollt hätten. Frei linuigc nnh Sozialdemokraten hätten ihre Bereitwilligkeit zur Mitarbeit wiederholt erklärt, aber man habe überhaupt mit ihnen nicht verbandelt, sondern lieber mit den Bauernbündlent ba« PIuralwahlrecht geichafsen, ba<< fast niemand in ber Kammer wolle. Al« Verbeslernngen gegen den jetzigen Zustand enthalte ba« beschlossene WaHlgeletz mir die direkte Wahl und bic An erkcnnniig be« BudgetuerwcigernngSrcdit« ber Zweiten Maninter, (Urösier leien bie Verfdilechternnge.it: bie Rachgaben hinfiditllch be« Budgetrecht«, die Rückldirille bei den Voranssetzttngen zur WalUbcrerhtignng und ba« PluralwaHlieilst, ba« bie Aufhebung be« gleichen 2tzahlredU« bedeute und 200000 Wähler zu Bür gern Klaffe stemple Trotz der bisherigen sdiwäckUichen s.ml (nun bei Regierung hoffe er, das; sie biefem (besetz die Zustun mnug versagen und fidi damit den Tauf der Liberalen ganz DentfchlanbS verdienen werde. (Lebhafte Zustimmung.' Stablb Krumm stellte fest, baß die Sozialdemokraten mit ben Freisinnigen m der Wahlrechts!rage toand in toanb ge gangen seien und meinte, bei der nächsten LanbtagSwaht mülle bie Parole gegen bie nationalllberalen unb bauernbünblert|d)en 'Wahlrechtsnerschlechterer lauten. , . eine von Stadtv. Dr. Ebel vorgeschlagene Eitstdiließiing, bie bei freisinnigen LandtagSsraltlon Dank für ihre Haltung in ber Wahlrechtsfrago anSspricht und hei Erwartung Ansbrud gibt, daß die Regierung dem Plnralwahlrccht nicht znstimmen werde, fand nadi kurzer Empfehlung durch Fabrikant Znder- IH a 1 einstimmig 'Annahme. 1X . _ x3 v In seinem kurzen Schlnßnwrt führst' Prof. D Rade ent gegen der Ansiebt des Stadt»'. Krumm au«, daß ui den be stellenden Veriaisungen ein gutes Stück liberaler Kampf nnb Siegesarbeit liege nnb ermahnte, festzuftchen auf der Verfafsnirg, bie bie Reaktionären aller SchiUtiornngcn gern abschaffen ober verschlechtern möchten. ... Der Vorsitzende selstok; dann nach anerkennenden Wortei^stst ba« vcrfölmlidh1 Verhallen des hiesigen sozialdemokratiichen Y l. - 1 RI puäixn wurd! er l). KJ ruinier (Sitte fcni. g im hiesigen Ärr eine Bruder t rm.'brigt hat, üerötienrli'hi Tage an kam das treue Tier täglich an d das treue Schaf. ,er-Aip^ dritte bcleilißtcn sich 31 Offiziere. Vorläufig öie auf l.ö 660. Ulf. veranschlagt find 6 . ö'. bv ?: ! r.tcii 'Jini)e veftüteec. lehrer a. 200 ■ 1 ,u am Co cgesetzkZ : dreizehnmal ub ie beiden Brüder 'miese und der tüchtige £rt ’Ütülye tonnte dann Tlatz g (ihre (S'Oieii-' prach gebrauch litenten ■r Mir nie ll Heller Christian I n n ß e 3immertür und I) ave re Tas Schicksal wallte. cch'cnd bic j, glcn Stu : SimbcStal i . Wie wir tz it im Reichrx l, wonoch aut icrifa vom 8.^s u< bcr VerM fnisse ber nieji lic Cünmir Mschij Mit halb vischenDe tze bet § des Ipetrenhä !che, Aitgl SocbeÜ, anbetet M lieben, i n bet bmij ib obdachlsS ragen ivM § Zella (M beschule schreibe»^ aus 5iM® duS Siebe», • übet bi leltn ft ' N-. , Febrnar P iebt.: W' S. Gg. ’W l0L AbcnSlS ii b eine All! sich auch mii eichswchlL e Notwendig! t e (iitb und io Sliisarbeitung h'-ö'lottc mögt ultet des Äe n. ÄN der ; Unterilantii h auen des i’te Kleine Tageschronik. In einer Ko h l enmi n c bei 3 ndiania >Penilsyll'ania» wurden durch die Explosion eines Gasbehälters elf Arbeiter getötet. Ein Teil der Mine wurde gänzlich zerstört. , Gestern wurde in Heliopolis die Fl reg erwache eroffpel. Wahrend der ersten Flugversuche geriet die Maschine des Fliegers Gobron in Brand. Gobron blieb unverletzt. 3n der vorvergangenen Nacht sind in Wolverhampton die Eisenwerke von Bahliß iiiedergebrannt. 2—3000 Arbeiter und ‘?(röeiterinncn wurden dadurch b e s cf) aftignngSl o-s. s» n«iiv **1?? 2initit£i}cv ütettemiiüit. Oeff entliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seil Samstag früh: .Tas ozeanische Tiefdruckgebiet hat rasch Mitteleuropa mit marinen südwestlichen Seeiviuden überflutet, die Regen und Tauwetter, auch in den Mittelgebirgen, hervorgeruien haben. — Neue Zyklonen rücken von Westen her au, so dan weitere Erwärmung und Regenicille bevorstehen. Welleraussichten in Hessen am Dienstag den 8. Februar 191g: Noch milder, Regen, ftark auffrischender Südwest. Es tritt durch starke Schueeichiüelze ausgesvrocheue Hochwassergefahr ein. JS-t Mui -Z5 ■ 8arnmer '„ ■ getanzt wurde und später nach llngebeucreh Jubel erregte die Saales. Es war eine gelungen: herab -,u den geräuschvoll, eirund immer wieder di- Freude Bald nahte ein Karl Becker Nacht. Inh.: Carl Ibietz Selters weg 44 Telephon 13 Tie voriges Jahr cl Stiebt, ib; 5-ttebri®- 5/23, TE unb (jtiebt; heißJli‘ oistÄilh.^ " Oeisentliche Lesehalle. Im Januar wurden 2 8 2 5 Bände a u s g e l i e h e n. Davon kommen auf: Erzählende iLileratur 1354, Zeitschriften 4'>0, Jttgeudschrtilen 320, Vers- 'dichtuugen und Dramen 42, Literaturgeschichte 7, Länder- und uölle'.t'mde 100, Klüturgeschichte 41, Geschichte und Biographien 17U, biunstgeschichte 12, Naturwissenschaft und Technologie 157, Wer- und 'Seewesen 30, Haus und Landwirtschaft 15, Gesund- eitslehre 13, Religion und Philosophie 45, Slaatswisseuschafl 8, -Iprachwisienschast 13, Fremdsvrachltches 8 Bände. Nach auswärts Ionien 129 Bände. Die Maul- und Klauenseuche ist ausgebrochen sctitiitcir mtb fand atu 1. August 1864 Hier seine Anstellung. Wie sein im vorigen Fahre verstorbener Mol lege Schiefer itein Hal auch er volle 45 Jahre int Dienste der diesigen Gemeinde gestanden, um am 1. Ctfober vorigen Jahres in den Rnhe- stand zu treten, den er nur turze Feit geniesten. sollte. Ausgerüstet mit vorzüglichem Lchrgesteill, schlichte, aui innerster Neberzeuguug beruhende Religiosität, sicherten sein ehrenwerter Eharaiter und seine Bescheidenheit ii>m überall großen Einfluß. Der Geistliche gründete seine Grabrede auf die Schriftstelle Jod. J1, 11. Die reiche Beteiligung der Gemeinde bei der Beerdigung sowie die große Anzahl der gespendeten-.strättze legten Zeugnis ab von der tiefen Dani bar feit gegen den verdienten Lehrer. Lein "Andenken wird bei der lebenden (Generation nicht verwischt werden. Die Lehrer der Inspektion Wetzlar, der Gesang und Mriegcr herein sangen je ein Begräbnislied, wie auch der Posaunen chor mittüirtte. Bürgermeister P r a u n ürofdors legte im Namen der Gemeinde am Grabe einen Mrouz nieder. [| Marburg, 6. Febr. Am Anordnung der Marburger Staatsattwaltschaft sand vorgestern in Weidcnha >t s cn^ bei Gladenbach die gerichtliche'O b d u k t i o n der Leiche einer Fran statt, die wegen einem inneren Leiden in einem sog. A a t u t r^rucksachen aller Art ; liefert in jeder gewünschten Ausstattung preiswert die die anftrengung tv-abr zu groß * D i c „<$ n t c 11. i g e n z" jetzt schwer verletzt darnieder. k. Garben 1 etch, 6. Febr. Gestern abend feierte der Gesangverein „Frohsinn" dahier fein 3 3 jährig es Stiftungsfest. Der annähernd 300 Personen fassende Saal von Wehrum war bis zum letzten Platz gefüllt. Die Feier wurde durch eine Ansprache des Lehrers Weise stimmungsvoll eingeleitet. Im Anschluß hieran wurden z Ehrenmitgliedern ernannt: Balthafer Häuser und F-riedric Burk, letzterer außerdem noch zum Ehrenpräsidenten. Dem Dirigenten, Sames aus Holzheim, der mit dem Verein nn vergangenen Sommer auf dem Wettüreite zu Leihgestern in der zweiten blasse den 1. und einen Ehrenpreis errang, wurde als Zeichen herzlicher Dankbarkeit und aufrichtiger Hochachtung eine Ehrenurkunde überreicht. Die prachtvoll zu Gehör gebrachten Liedervorträge des Vereins, die eingestreuten, recht flott und sicher gespielten Theaterstücke, sowie Ansprachen heiteren und ernsten Inhalts und die Konzertoortrcige der erregte. Gegen.1 11 hj begann her Ball mtb es emes-en fein, als die Turnertirnies zum sröhlilen 50 Stimmen abzugebem * Blüchers .st amps gegen Trihagraphi; und Gramw.atil. - Nach der Srfn.icH bei Bellc-Alliance schrieb iblüd/cc folgenden Brief an feine Gemahlin„mein Kind dw Schönste Sd lagt ist geschlagen. Der lferligste -Lieg ist er fochten, daß Detaillie in irb er voll gen, ich denke die Bona patsche geschmt ift nun wohl ziemlid) wider' zu ende. La Bell a liance den Ist. frühe, ich Fan nicht mehr Schreib Hardt den Dank der Anwesenden aus. L. Friedberg, 6. Febr. Die T a nb st u m m e na n st a l l hat int vergangenen Jahre einen größeren A nb au erhalten, der dieses Frühjahr fertiggcftcllt wird, da ihre seitherigen Raume ür die Schülerzahl nicht mehr ausreichteil. An der Aiistalt wirken zurzeit, incl. des Direktors, 8 ordentliche Lehrkräfte. — Grotzes k a r n e v a l i st i sch e S Treiben entwickelte lid) heute nachmittag auf der Kaiserstraße, ärger wie in den vorhergehenden Jahren. Zahlreiche kleine und große Masken belebten die straffen und Plätze. An mehreren Stellen war der 'Andrang ,o arg, daß man kaum durchkommen konnte. Wagen mit Maskierten, und Musik belebten das farbenreiche Bild. — In den nächsten Möwen treten im ganzen über 2 0 0 neue Lehrkräfte in ben he>- sischen Volisschuldienst ein, die höchste Zahl seit dem ^chulge,etz von 1874. Unb doch ist kein Ueberslnst an Lehrerm zu verzeichnen, da fortwährend neue Stellen errichtet werden. (j Laubach, 6. Febr. Der Zweigverein des V. H.-C. hielt gestern abend im „Solmser Hof" unter Leitung des Oberlehrers Wießbach eine Abendunterl; altung ab, die sehr guten Besiichcs sich zu erfreuen hatte. Die Folge der gut eingeübten Darbietungen eröffnete ein vierhändiges Klavierstück und schloß ein munteres Gesangstück. Zwei Theaterstücke, von zehn Damen und Herren ausgeführt, bildeten den Hauptteil des Progralums. Exaktes Zusammenspiel und flotte Wiedergabe zeichneten diese Stücke aus. X H ermann stein, 5. Febr. Hermaunftein ivar Bisher durch die fahrende Landpost (Wetzlar-Hohensolms) mit dem Postamt Wetzlar verbiinden. Endlich hat jetzt die Ober- postdircktiou Frankfurt a. 'DL dem Wunsche unserer ^Bewohnerschaft entsprochen und Hennannslein erhält am 10. Febr. eine Posthilfsstelle. Tie Verwaltung wurde dem Küferlneifter Seltenes ist. X. Nidda, 6. Febr. Gestern ivlirde Kasinosaale ein Kindermasteuseft veranstaltet. Tie in verschiedenster Weise maskierten Kinder boten ein reizendes Bild. Die größeren führten zwei Theaterstücke, „Sie. drei Wünsche" und „Die Berliner Range" auf, ivelche allgemeinen Beifall fanden. Den Beschluß machte ein mit Lampions aufgeführter Reigen. Der Direktor des Kasinos^ Oberst Weimer, sprach den Leitern Rektor Kolb und Afiessor Ehr- n, den ick; zittere an all; g(ii> Blücher." rettung für das vielverleumdet zu einem Sinnbild bcr Dummheit .. . ein bekannter australischer Naturforscher im „Wide World 'Akagv jinc". Er berichtet von einem Fall -. der die Aikhönstlist.leit iiiib Klugheit eines Schafes iinitriert. Ein fünfjährige.' Mädchen er- franllc plöylid.. Das 2Tat, das stets ein imzsrtreimlicher SpiA- gesährte des kleinen Mäddi.ns gewesen war, begann, die ganze Umgebung um das Haus blötenb und) seiner Freundin abzusuchen. Schließlich drang bad Tier bis in das Schlafzimmer des Ktiches, Ecun ans Bett und gab alle 3c.id;?n der Freude. Bon dre'-em -'ächieu werden für den richtigen Bauern tanz, der unter Lrs 1. TurnuartS Leitung flott einmal n ie der holt meriy u musste. 2ebbelin>al)rt durch die Länge bev 'ierfaljutung des Luftschifses, bi und Lei ilihein zum Leibgarde-Infanterie-Regi- Die den Jahren 1886/88 der Großh. Leib- in aufgciyielt, die Mädchen durch OrigittaL-DxahrmeLSungen. Paris, 7. Febr. Durch die Ueberschwemmung sind 110 000 Arbeiter beschäftigungslos geworden, darunter 25 000 in Paris. Tie Loire und ihre ^iebcnfhlffc sind infolge der Schneeschmelze und der Regengüsse über ihre Ufer getreten. Von mehreren Orten wird bereits Hochwasser gemeldet. gewählt. • ~ Hattenrod, 6. Febr. Der Holzhauer < Weimer hier hat dieser Tage beim Holzfällen stier Eichhörnchen gefunden, was im Februar gewiß etwas /X Ettingshausen, 4. Febr. beschlossene Feld bereistig ung wird jetzt nach Fertig slelluug des Vahnbaus in Angriff genommen. kommen die niiisangreichen Drainagearbeiten zur Ausführung, schasrigen. ** H a u t e d i c b st ä h l c. In letzter Zeit sind aus dem Schlacnihose 17 Kalbs- und 3 R.ndshaute cntmcnbcc worden und bis setzt haben sich sichere Anhaltspunkte für bereit Verbleib nicht ergeben. -£ie ^äuteverwertungsgcno,senschäst Ijat 50 Mk. Belohnung dem zugesichert, der Auskunft über den Verbleib der Läute geben kann. Bemerkt wird, daß die Rindshäute an den Öhren bic Marken Nr. 45, 60 unb 61 tiagch, unb falls diese entfernt find, finden sich die Löcher vor, in denen die Marlen befestigt waren. s Lollar, 6. Febr. Um dem mitunter recht verderblichen F a st n a ch t s t r c i b e n, durch das in gar manche Familie schon Leid i’iib Trauer eingezogen ist, ein Ende zu mad>en, hat die hiesige Bürgermeisterei tu dankenswerter Weise alle Beranstal- luiigeu verboten, die sich auf Personen ober Familien Lollars Geriehen. Harmlose Scherf und Ausführungen sind erlaubt. Elurn, Br,rMünder unb Lchrherren sollten ihren Schützlingen ans Herz legen, daß es nicht edel ist, ihre Mitmenschen zu ver- f>otten. .. . . .. Gr oßen-Buscck, 6. Febr. Gestern fand hier Bürge rmc ist erwähl statt. Von 451 Stimmberechtigten machten 406 Gebrauch, eine Zahl, welche hier uoch^nie erreicht wurde. Bürgermeister Schwalb erhielt 400 Stimmen und 6 Zettel waren unbeschrieben oder versplittert. Seit 27 Jahren ist hier noch kein Bürgermeister länger als neun Jahre im Amte geblieben, es gab jedesmal erbitterte Kämpfe in der Gemeinde. Bürgermeister Schwalb wurde vor nenn Jahren mit einer kleinen Mehrheit (183 gegen 178 Stimmen) gewählt. Der gestrige Tag hat den Beweis erbracht, daß Herr Schwalb sich das Vertrauen und die Lichtung der ganzen Bürgerschaft erworben hat. Abends bewegte sich ein stattlicher Fackelzug, in dem sämtliche hiesige Vereine (10/in der Zahl), mit Musik an der Spitze marschierten durch die Straßen des Orts nach der Wohnung des Bürgermeisters. Hier hielt Gemeinderat Pfeffer eine Llnfprache, in der er einen kurzen Rückblick auf die Wahl vor neun Jahren gegen die heutige warf und der Bürgerschaft zurief, jeden Hader zu lassen und immer einig zu sein. Nachdem noch zwei Vereine gesungen imd H. Gaus IX. einige Worte gesprochen hatte, dankte Büraermeifter Schivalb in bewegten Worten und brachte cm Hoch auf die Gemeinde aus. Hieraus marschierten die einzelnen Vereine in ihre Ouartiere, wo bis ziim frühen Bi argen fröhliches Leben herrschte. 4- B u r k b a r b s t c I b e n, 6. Februar. Ein hiesiger Lau b wirt verunglückte diese Woche beim Holzfällen dadurch, dem eine Buche früher fiel, als man erwartet halle. Auf;er Verletzungen am Kopie trug bcr Mann mehrere Rippeubrüche davon und liegt Kirmcsstig, bcr ebenfalls willlommen geheißen warb in Inningen, Bezirk Augsburg (Regierungsbezirk Schwaben) ani 3. Februar. ** Noch nicht gerieben genug. Ein löjährigcr Lursche von hier hatte seine Arbeitsstelle verlassen müssen, sPeil er mii dem Revolver hantiert und sich in die Hand geschossen hatte. Am vorigen Samsrag übergab ihm sein Arbeitgeber den Restlohn in einem Scheck über 7 Mk. Der Zunge änderte die Sieben in Siebentausend um und begab lid) auf die Baust um diesen Btetrag zu erheben. .Hier be- merftc man die Fälschung und behielt den schell zurück. Die Polizei wird sich mit der Sache noch eingehender be- Kapelle Sames ließen Langeweile nicht aufkommen. Lich, 6. Februar. Der hiesige Turnverein konnte in diesen Tagen seine 50. Generalversammlung im Holländischen Hof abhalten. Der Jahresbericht des 1. Sprechers, Ehr. Heller, sowie die Rechnungsablage ergaben in allen Tellen eine Zunahme und günstige Entwicklung des Vereins, ber jetzt zirka 150 Mitglieder zählt, darunter 26 aktive Turner unb 13 Zöglinge. Beschlossen wurde u. a., daß^ das 50jii()v. Z uv ilauutz das ui größerem Maßstab durch ein >dreitägiges Turnfest mit dem Riufterriegenturnen aus» i- «lii* % ****** »-'ff ’enb cind 11 j S Gäste eitj wärtiger Vereine verbunden werden soll, im Laufe des Sommers gefeiert wird. Eine gänzlich andere Zusammensetzung des Vorstandes ergab die Vorstands wähl. Für den seitherigen rührigen 1. Vorsitzenden, der freiwillig znrückgetreten ist, wurde Dachdeckermeister Ehr. Vater gewählt; zum 1. Turmvart wurde Fr. Schmidt ernannt, 2. Turmvart ist jetzt August Hisgen; Kaufmann Goldschmidt wurde als Schriftführer wiedergewählt. — Heute abend hielt der Turnverein in ber Turnhalle bei gutem Besuch sein diesjähriges Riaslen- kränzcheu ab, verbunden mit Reigen und Kostüm!oltillons. — Ein größerer Maskenball wird hier am Fastnacht- Dienstag in Steins Saalbau veranstaltet. — Der 1908 gegründete Verein eh em. Acker bau schiller an der hiesigen landwirtschaftlichen Winterschule hielt heute unter dem Vorsitz von Oekonomierat Weitzel im Hotel zum Löwen eine Versammlung ab. Gegen 50 ehemalige Schüler waten anwesend. Oekonomierat Weitzel hielt einen Vortrag über „Erhöhung der Reinerträge". A llendorf a. d. Labu, 7. Febr. Der hiesige kou Himber ein hielt am Samstag abend feilte 20. ordentliche General o c r f a m m l u n g ab. Ter Verein blrckl auf eine rege Tätigteil zuruck; bei Gründung des Vereins waren es 25 Mitglieder, die bis zu 43 ongewachfen sind. Der gegenwärtige Reservefonds beträgt 2100 Marl. Das Eintrittsgekd wurde einstimmig auf 5 Mark erhöht. Sodann wurde dem Direktor »ür seine 20 jährige Tätigtest ein Hoch ausgebracht. Weiter wurde beschlossen, den Gründern des Vereins Ehrend,plome zu- übcr> reichem Die alten Borstandsmitglieder wurden enistilnmig wieder- des Schaf te ronvbe der Hdupt- Vallslieber singend, die Minn machte altern i teiannJ Mit Ämoagine migehörenden Unteroffiziere." 1 '■£ et Turnverein halle seine Angehörigen für den Sams- Ä.1 Ab-md zu einer ländlichen SltrnicS geloben und so zahlreich mae 1 - Oinlabmiq entsprochen worben, baß die Turnhalle mit !;nfv stihllcheu Gesellschaft dicht besetzt war. Ter Saal war dem - ? k-itc Geleite., Mll dem Verstorbenen l ■ i.iirerhaib enteü Jahres der dritte Lehrer-! zu Steeg"m' Nh., ^chuchte^Eberparo oas^Reuwieder Lehrer ! ßrühl’sche Universitäts-Druckerei, Schulstr. 7 Ballong e icho ß. Eure" Elstnduiig, di' und Gastwirt Ludwig Rühl übertragen. = Darmstadt, 6. Febr. Gelegentlich der vorjährigen Generalversammlung des Allgemeinen Deutschen Jagdschutz- vereins (Landesverein Hessen) luurbe die Frage einer 2luS- llellung der von den Mitgliedern des Vereins erbeuteten Trophäen angeregt. Dieser Gedanke hat- nunmehr feste Form angenommen, denn unter dem Vorsitze des Fürsten von SolmS-HoheusolmS-Lich fand m diesen Tagen eine Besprechung statt, in der beschlossen wurde, die geplante Ausstellung in Verbindung mit dem Hess. Jagd-Klub zu hatten. Ter Großherzog stellte geeignete Räume im Residenzschloß zur Verfügung. Die Eröffnung soll am 9. dlpril slattfiuden, die Dauer ber Ausstellung beträgt fünf Tage. Zugelasscu werden alle Trophäen, die von lebenden Viitgliedern der beiden veranstaltenden Vereine im xui6 und Auslande erbeutet wurden. Tie Gegenstände werden gegen Feuer ver- fichsrt. Zu allen näheren Rtitleilungcii ist Hofjagdamtsassistent Freiherr von Wedekind, Darmstadt, bereit. 8 Darmstadt, 6. Febr. Die Beisetzung des Provinzial- direltorS Geheim erat Freiherru uo n Grauer) fand am Samstag voriuitlog vom Portale des ^riedhofcS cuid stellt, nachdem vorher eine Gedächtnisfeier im HauF des (int- schlafenen iiu Faulllienkrcise stattgefunden hatte, et er Grog- ycrzog, der durch den Hofmarschall von Ungoru-Lternberg vertreten war, hotte einen Kranz um Grabe niederlegen lassen. Pfarrer Rückert sprach am Grabe nur Gebet und Segen, womit die Beisetzuugsfeier beendet war. Unter dem Trauergel eite befanden sich die Spitzen der Zivil- und Fllililär- behördcn, darunter bcr Staatsminister Tr. Ewolb, Rllniller b. I. Tr. Braun, Tivifionskominandeur Generalleutnant van 3traut) und Stodikommaudout Generalmajor von Eckeubrecher. Die Stadt war durch Oberbürgermeister Tr. Glässiug verlrclln. X D ,a r ui fi a b t, 5. Febr. Zu Kaisers Geburtstag erfolgt die Bekanntgabe ber Sieger in den vorjährigen a u e r - ritten um bie Veileihuug der Kaiserpreise. Im 18. Dlvnicc= iorpS erhielt den Kaiferpreis Leutnant von Boetticher vom 2. hessischen Leib-Dragoner-Reguueut 9ir. 24. Au dem ziehung nod) ganz andere Ding; vor unb zwar „ Wege. 3icei Brüder namens Waller hcck.ni in die,er sotiutdrt ber ler jüngsten Wahl den Weltretord anfgesteltt. hat nicyt weniger als sieb zehnmal, aiibev geftinuut, natürlich jedosmal au anderen Orten. haben als Inhaber von Sdnll,,üarcnßaubliu;g;ir in einer Menge von Städten Filialen unb sind an jebeni cieur Nllitz; ii;id> hem englischen, Gesetz auch nahlberechtigi. Ilm ihre zahlreichen Stimmabgaben möglich zu machen, mußten die beiden Brüder Arllo und- Bahn bwutzen: bcr eine Hal in drei Tagen anr diese Weise 131a Meilen per Bahn zurückgelegt, wozu er 65.verschiedene Züge bennyte unb außerdem 100 Meilen per Automobil. T;nüod> habenJ)ic beiden Herren zu ihrem Kummer bas Wahlrede nur mm -i"il ausüben können: denn dßOV.iid) wären |ic berechtigt gewesen. Restaurant Metropol Fastnacht-Dienstag - E. Ki-emser Anfang 4 Uhr [846] Eintritt 30 Pfg. Inhaber: Otto Schmalzigaug Güte desselben überzeugen. Germania-Drogerie •32) Carl Seibel. v7/a) Der Vorstand. [618 Direktion Albert Rappmann Morgen Künstler-Konzert Anfang 4 .Uhr. Entree frei. - 84$ Familien «Konzert Neu! Giessener Jahresrevue. Neu! Zur Stadt Bad-Rauheim 00998 Crednerstrahe 34 0986) Pb. 'cwfmauu. Neuheiten auf Lager. 290 Bentax geröstete Kaffees Eigene mod. Röstanlagc Sorgfalt. Auswahl des Rostgutes | Rabattmark.d. R.S.V.G. 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Fastnacht-Dienstag vormittags von 11 Uhr ab: Musikalischer Frühschoppen abends von 6 Uhr ab: . Fr. Schubert . J. S. Bach . Fr. Hegar • | R. Strauss 1 } Volkslieder . Fr. Schubert nien 'ke dritte L?*. N L.D°^ k ir 1Ditb p «einen i ^vitt ift I 3 1JS . 12 Giessen. Direktion; Hermann Stelngoetter. Dienstag den 8. Februar 1910 Anfang 8 Uhr: 14. Dienstag -Abonn.-Vorstellung «8?- Novität! "MK „Der dunkle Punkt1 Lustspiel in 3 Akten von Gustav Kadelburg und Rudolf Presber. Anfang 8 Uhr Ende!O'/< Ubr. Mittwoch den 9. Februar 1910 Rachmittags 3*/» Uhr . Volkspreise! Volkspreise. Kinder-Vorstellung „Aschenbrödel“ Märchen in 6 Bildern von C- A. Görncr. AnfangS'/r Uhr. Ende 53/< Uhr. Abends 7 Uhr 14. Mittwoch -ÄbODD.-YorstelW „Renaissance“ Lustspiel in 3 Akten von Franz von Sckönthan und Fr. Äoppel-Ellfeld- Anfang 7 Uhr. Ende 9'/« Uhi- Strickwolle in bester Qualität zu billigsten Preisen taufen Sie bei Geschw. Seuling Wetzsteinstr. 45. 885 Wetzsteinstr. 45. Mech. Strumpfftrilkerei. Bürgergesellschaft Morgen TicnStag abend , 9 Uhr: Zusammenkunft im „Postkeller". ^Cm $* abends 8 Uhr 01 Minuten, Familien-Konzert, auSgeführt vom hiesigen Regiment, wozu freundlichst einladel 838 Gastwirt Stork, Rodheim a. B. _ b) Zicgeunerweiseu Chöre a capella: a) Steht ein Haselstrauch an unserem Wiesenhang j, ueiier b) Der Frühling naht mit Brausen . F. Mendelssohn-Bartholdy '’USt $4 W l Marburger Konzert-Verein. 3 Aöuzeck her Meimiiger Hsskapelle unter Leitung von Hofkapellmeister Professor Wilb. Berger. Souuabcud den 12. Februar 1910, abends 8 Ubr: I. Symphonie-Konzert in den Stadtsälcu, Wagner. Faust- Ouvertüre: Volkmaun, Serenade D-moll für Streicher (mit Eeüosvlo); Berger, Bariationen und Fuge über ein eigenes Thema; Brahms, 2. Snmvhonie. 9. AbounementS-Ktonzert, Emzelsitze 4. und 3- Mk., Stehkarten 1.50 5)i£. Sonntag den 13. Februar 1910, vormittags 1 12 Uhr: JI. Kammermusik-Matinee in der Uuiversitäts Aula, Schu bett, Forellen Ouintetl (Klavier: Professor Berger); Beethoven, ^evtett. -Lllzkarten 3.— Ml., Stehrarten 1.50 DU. Sonntag den 13. Februar 1910, nachmittags VüS Uhr: *n. Symphonie - Konzert in den Stadtsäleu, Beetttooen, 7. Symphonie; Tschaikowsky. Konzert Ouvertüre 1812; Grieg, Peer Gnnl-Suite; Weber. Ouvertüre Freischütz. Sitzkarten 3.— und 2 - Mk.. Stehkarten 1J50 Mk. Karten nur bei Kurt Xeufeldf, norm. Braun Elwert'schc Musikalien Äandluna, Elisabcthstr. 4.D% Ächtong Voranzeige! Ende dieses Monats findet Eröffnung der Rollschuh- bahn tm Kolosseum statt. 01012 Anmeldungen zum Lehrkursus werden am Büfett ent» gegenoenommen. W ohltätigkeits-Konzert des Kronbauer’schen Quartettvereins in Giessen Sonntag', 13. Februar 1910, abends 5 Uhr im grossen Saale des Gesellschalts-Vereins Dirigent: Herr Prof. Gustav Trautmann, Grossh. Universitäts-Musikdirektor Solisten: Fräulein Emmy Kloos aus Batavia (Sopran) Herr Konzertmeister Hans Lange, Hof-Kammervirtuose aus Frank- fort a. LI. (Violine). Montag den 7. Februar, abends S1,» Uhr in der neuen Universitäts-Aula v=/_ 5. öffentlicher Vortrag Herr Dr. Georg Wegener, Berlin: Per Xampf nnt Xord- «.Südpol mit Lichtbildern. Eintrittskarten sind zu 1 Mk. abends an der Kasse zu haben, weitere Angehörige unserer Mitglieder zahlen 50 Pfg. Kaufm. Verein und Ortsgewerbeverein. Fastnacht - Dienstag den 8. Februar, abends 7 Ubr 59 Min. W Gros?. Maskenball i» der sein dekorierten Turnhalle am Oswaldsgarten. PROGRAMM 1 - Im Winter. Chor a capella , . 2 Lieder am Klavier: a) Schmerzen 1 ,, b) Der Engel Zuto Todestage R. Wasners e.) Träume J (t 13- Februar 1883» 3» Ständchen. Chor mit Sopran-Solo und Klavierbegleitung . , 4. Violin-Solo: Ciaconna in D-Moll ..... 5. Die beiden Särge. Chor a capella ..... 6. bieder am Klavier: a) Breit über mein Haupt dein schwarzes Haar b) Morgen . c) Heimliche Aufforderung , 7. Chöre a capella: a) Ach. wie ist’s möglich dann . b) Die Sonne scheint nicht mehr c) Wiegenlied (mit Sopran-Solo) . . , 8. Solostücke für Violine: a) Canzonetta Eintrittskarten z.a ,M: 2-~ iJK & Sa; Mtw lagt n Mnts m Va MwdjLhen ■ n M d lödStatom ■ iß also so gestalten : Ä- Lun I 1 ton diesei Ho terigeu j P? St I1 4eiitc ß^en Suter ß* Tim Mei viM-lloriss |*»Rttrüonei S61 nach (Q 2«nen schi K-' "nd u l^iagen übt p6 etabilij P6®! l«gt i L wird i iLteb bon mit I" Vertrag, n L Mr« r®° Ressm-PMM-Butter Marke „Sanitas“ Molkerei-Butter-Ersatz Preis 1 Pfund 88 Pfg., 3 Pfund 2.69 Mk. (656 Reformhaus Giessen, Neuenweg, Nähe Äreuzplatz. Zum Wrstsälischen Hof Karl Wertb. 9riegelpfad 39 Riegclpfad 39 Fastnacht - Dienstag, abends 8 Uhr 4 Minuten Große KaMnsttziiiig. 01009) Das närrische Komitee. Lügentisch Sauer. Morgen Dienstag abend, vräzis 6 Uhr 29 Mm. 1 Sek. grobe karnevalistische Kappensitzung, wozu freundlichst einladet 0990) Der närrische Vorstand. Kolosseum Oiessen. Walltorstr. 36—38 Dir.: Albert Rappmann - Telephon 69 Heute Montag, 7. Februar 1910 (Rosenmontag), Grosses humoristisches Konzert deö Damen-Orchester , ob 7Vs Utir, bei freiem Eintritt. Morgen DienStaq 8. Februar lJMtnachtsdienStag), ab 4 Uhr nachmittags, Konzcrr in den vorderen Restaurauonsräumen bei freiem Eintritt. Im Saal Fastnachlsdienstag 01011 Großer öffentlicher Maskenball Prämiierung der schönsten Damen- und Herren-Masken. Kein : Demasklerungszwang. Karlen sind in sämtl. Borvcrkauföstell.z.habeu Herrenkarte DU. 1.00. Damenkarlen Mk. 0.75. Gallerte Mk O -|o Ab. 10. Februar 1910, abends 8 Uhr ' ' Grosse Spezialitäten - Vorstellung Gastspiel von DuprA’s weltberühmter nber 3iaH6titr=6rap$c roisi^aÄ.etu1»’m Tigerkampf, ausgeführt von Mstr. Eäsario. Trotz der Spiritussteuer stellen fick Äognak, Rum, Liköre, Branntweine immer noch billiger als bisher, wenn Sie sich Ihren Bedarf selbst bereiten und zwar mit den berühmten Original-Reichel Essenzen. Ern einmaliger Versuch führt zu dauerndem Verbrauch. Nur wer seine eigenen Fabrikate trrnktz weih, was er trinkt und ist vor jeder Ueberteueruug und Verfälschung geschützt. Sämtliche, auch die feinsten und edelsten Liköre sind herstellbar und zwar in vollendetster Qualität, gehaltvoll und kräftig. Man mutz sich wundern, wie einfach und reell die Sacke ist. Man macht sich vorher keinen Begriff. Tadel loses Gelingen garantiert. Das wertvolle und reich illustrierte Rezeptbuch „Die Destillierung im Haushalt" wird von der Esseuzenfabrik Otto Reichel, Berlin SO., Eisenbahnstraffe 4, gratis versandt. Man lasse sich nicht durch Nach- ahmungen täuschen und achte streng auf das Kennzeichen der Echtheit, die Marke Lichtherz“. Reichel-Essenzen sind einzig und nltbewilhrt. Echt zu haben in Giefren bei' Emil Karn, Schul straffe, A. Noll, Bahnhofslrahe 51, E. Seibel, Frankfurter Straffe 39, O. Schaaf, Seltersweg 39; Grünberg: Earl Schott, Frankfurter Straffe. Nidda: Ford. Jost, Drogerie. 847 Ins Lotze "NH ffg- ins Lotze — ■ Fastnacht-Dienstag -— von morgens 11 Uhr an kk KOHZERT ft. Bier© aus der Pfuny^tädter Brauerei Iff* Bockwürstchen mit Kraut Es ladet ergebenst ein 01007 Emil Freund.