Urlaubs nicht wieher rm Reichskolonialamt erschienen. Das De- misfivnsgesuch dürste schon zu Anfang vorigen Päonats ein gereicht worden sein. Ten Grund für das Temissionsgesuch dürfte man in erster 2inic darin zu sehen haben, daß Dernburgs allgemeine politische Anschauungen von denjenigen, die heute nt der Regierung sowohl des Reiches wie Preußens maßgebend sind, durchaus abweichen. Die „Freisinnige Zeitung" schrerdt: Bisher hat Ternburg siegreich alle Attacken seiner zahlreichen Gegner zurückgeschlagen. Gegner hatte er in Fülle. Wir wollen es bei Leite lassen, ob er mit Recht oder Unrecht den Gouverneur Schuckmamn kaltgestellt hat, ob der Kommandeur der Schutztruppe (Lsliorff .seinevvegen aus der Schutztruppe ausgetreten i)t; aber das ist klar, daß man in einem Gebiet, das fern von der veinrat liegt und das unter jahrelanger Mißwirtschaft der Verwaltung außerordenUich gelitten hat, nur dann wirksam durchgregen mw Positives schaffen kann, wenn man ganze Arbeit macht. PaS hat Ternburg versucht, und er hat vor allem versucht, kaunnannlsche Grundsätze in der verfahrenen Verwaltung zur Geltung,zu bringen. Tas ist ihm von vielen Seiten verdacht worden, besondersvon „Freunden des Alten", die sich aiischeincnd nach den lammerlichen Zuständen zurücksehnen, die vor 'iKernburg in unserer Koloniad- wirtschast herrschten. Noch in der letzten Zeit hat der ^>taatS- etretär die Angriffe Erzbergers und der Farmer glücklich zuruck- gewiesen und es war ihm sowohl in der Kommission^nne un »Reichstag gelungen, ziemlich alle Mitglieds auf seure »eite zu bringen Tie Angriffe hörten aber außerhalb des Parlaments nicht auf, und so sah sich Ternburg genötigt, in der „Nordd. Allg Zeitung" eine längere Verteidigung zu verossentlichen Anscheinend mar dies sein letzter Versuch, die Stellung, die — unbekannt auf welche Weise — untergraben wurde, zu beseitigen. Man könnte, falls sich die Nachricht vom Rücktritt ^-ernburgs bestätigt, beinahe daraus folgern, daß ein Minister, der aus einem schweren und persönlich zugespitzten Kampfe als Sieger hervorgeht, fallen muß, während Minister, die besiegt werden, fest sitzen. Unser Mitarbeiter in Köln sendet uns folgenden Draht- bericht: Köln, 7. Juni. (Priv.-Tel.) In hiesigen Kolo- nialtreisen wird versichert, daß dicDernburgkrise schon längere Zeit andauere. Ternburg fühlte sich als eifriger Anhänger der Blockpolitik Bülows in der letzten Zeit nicht mehr wohl. Differenzen auf kolonialem Gebiet liegen in kein er Weise vor und auch mit dem Reichskanzler war das Verhältnis Dernburgs andauernd gut. De^ Kaiser hat das Entlassungsgesuch noch nicht signiert. Tie von verschiedenen Seiten gemachten Versuche, Ternburg zum Bleiben zu bewegen, werden ohne Erfolg fein, da er in Zukunft sich jeder politischen Tätigkeit enthalten will. — Aunst, Wissenschaft und Leben. — Wie Prinz Lulu starb. Ueber das tragische Ende des Prinzen Lulu, des Sohnes Napoleons III.,. ter un ^ahre 1879 in Südafrika unter den Speeren inti) Meilern der Zulus den Heldentod fand, erzählt der^Aissionar Rousitt, der nach fahr- zehntclanger Missionsarbeit in Südafrika zum ersten Male wieder nach Frankreich zurückgekehrt ist, einige mtereiiante Einzelheiten. , Am ersten Morgen erhielt eine Herne Abteilung «iglischer Soldaten unter dem Befehl des Leutnants Caroy den Befehl, einen Kundschafterritt anzutreten. Der iunge Napoleon erhielt die Erlaubnis. sich dem Detachement anzuschlietzen. Nach entern Jtitt von mehreren Stunden wurde in der Nahe eines Sturzbaches Halt und Rast gemacht. Als man dann un Begnn war, wieder auszubrechen und gerade in die Sättel steigen wollte, wurde der kleine Trupp plötzlich von enter Schar von Zrckukrtegern überfallen, die sich unbemerkt herangeschlichen hatte. Der engltiche Ofttzter war unbesonnen genug, den Ruf auszuswßen „Rette ich wer kann"' dann ritt er im Galopp davon und kümmerte sich nicht weiter' um das Schicksal seiner Untergebenen. Er wurde auch später vom Kriegsgericht zu einer langen Kerkerftrafe verurteilt, verlor den Verstand und starb in entern Jrrenhauie. Das feurige Pferd des Prinzen bäumte sich bei dem plötzlichen Lärm aus, Seute und sträubte sich. Die Soldaten urnrcn mzimlcheii au und davon. Der Prinz ritz den Sabel aus der 'Scheide und mck dem Revolver in der Linken trat er den Zulus entgegen. Aber die auf ihn geschleuderten Speere und »ckstvetter waren zu.zahlreich: er brach sterbend zusammen, nachdemer mehrere Feinde niedergestreckt hatte. Ein englische- DetachemeM, das nad)ber ausgesandt nmrbc, um die Leiche zu bergen sand den Körper des Prinzen von 18 tödlichen Wunden durchbohrt. Die ZtMs glaubten in dem Prinzen emen dnglischen Oftizier zu toten. Als sie später die Wahrheit erfuhren, zeigten sie Schmerz und Trauer uiid einer ihrer Häuptlinge, der an dem Uebersall tellgenommm hatte, iibernahm es, bis zu lemem Tode das Heute Grabdenkmal zu bewachen urck> zu schützen, das an der Stelle errichtet wurde, wo der Sohn des letzten Kaisers der Franzosen im Kampfe siel... — Ein Lustspiel von Tolstoi. Leo Tolstoi hat, wie der „Gil Blas" berichtet, seinen Freunden eine Ueberraschung bereitet durch die Mitteilung, daß er ein dreiaktiges. ~UitiPtei Der päpstliche Hirtenbrief. Das preußische Abgeordnetenhaus beabsichtigt, die Vorlage über die Erhöhung der K r o n d o t a - tion am Dienstag, die Anfragen über den päpstlichen Hirtenbrief am Donnerstag oder Samstag zu beraten. Die Beantwortung der Anfragen wird, wie verlautet, der Minister prüf ident selbst übernehmen. Wie wir ferner hören, hat der Kaiser ausdrücklich eine Unterredung mit dem Ministerpräsidenten über die Hirtenbrief-Anfragen gewünscht, auch sind schritte emgeiei» tet worden, um mit der preußischen Gesandtschaft am Vatikan Fühlung zu nehmen, anscheinend um eine Meinungsäußerung des Vatikans herbeizusühren. Tie „Kreuzzig." antwortet auf die auch von uns wieder- gegebenen Ausführungen der „Köln. Volksztg." und meint: 3a, wohin sollen wir kommen, wenn das Oberhaupt der katlw'lisch'en Kircke, der es nttgend so gut geht wie in dem vor- nxeqenb evangelischen Deutschland, eine Gelegenheit vom Zaune bricht, um die konsessionelle Erbitterung wachzurufen, Die aus evangelischer Seite kaum nochvorhanden war'. Die Erbitterung richtet sich zwar in erster Linie gegen den Papst und feine Ratgeber. Aber seit dem Unfehlbarkcttsdogma ist schwer zu unter» Dernburgs Rücktritt. Eine völlige Ueberraschung bildete gestern abend die Verbreitung einer Meldung des Wolffschen Bureaus, wonach der Staatssekretär Dernbitrg fein^A bfchiedsgesuch eingereicht Habe. Die Meldung, die wir alsbald durch ein Extrablatt in der Stadt fcetarait machten, lautete: München, B. Juni. Die „Münchener Neuesten Nachrichten" wollen aus rhernisckieii Koloniatkreisen missen, daß dort mit großer Bestimmtestt die Nachricht auftrete, Staatssekretär Ternburg habe sein Abschiedsgesuch etngcreid)t und werde schon in der nächsten Seit aus dem Kolonialamte scheiden, ohne eine andere amtliche Stellung einzunehmeiu Tas Wolfssche Telegraphen-Bureau konnte bisher eine eigene zuverlässige Information über diesen Gegenstand nicht erlangen. scheiden zwischen Papst, Kirche und Gläubigen, und eben darum richtet sich die öffenttiche Aufmerksamkeit so inten,id au| bieten Vorstoß gegen die evangelische Kirche, die hier nut allen bestritt- ttocn Ntäcksten der Vergangenhett und Gegenwart geradezu wen- ttfiziert wird. Die Sache floht se hr, sehr übel, und> es hat gar keinen Zweck, davor die Augen zu ver,chließrn. ~3*.nn der Papst nicht eine versöhnende Anter p reta11on )einer Worte gibt, „wohin sollen wir dann kommen! Wir^ selber und überzeugt, daß in der ganzen katholischen Kirche Deutschlands, außer einigen weltfremden Heißspornen niemand die beleidigenden Stellen der Enzyklika büligt: wir kennen Bischöfe und Laien, die als „ultta-uttramontan" verschrieen sind und die doch sagen. ,Ln der Hauptsache sind wir mit euch Evangelischen euug: wir wollen alle durch Jejum Ehristum zu Gott kommen. Abei das Unsehlbarkeitsdogma ist ein Wall, der uns tote als Christen, so eines Tages auch als Menschen gatiz voneinander trennen kann. Wenn fein Katholik es wagt, dies dem Papste zu Gemüte zu führen, so dürfen doch die interkonfessionellen Parteien und die Regierungen aus politischen Gründen nicht schweigen Im ultranrontanen Lager selbst machen sich auch leise Stimmen bemerkbar, die vorsichtig den Wunsch ausdrucken, die erwähnten Stellen des Hirtenbriefes mochten lieber unterblieben sein. So schreibt die „Augsb. Postztg." in Das klang etwa»; geheimnisvoll, aber da die Hauptstelle des amtlichen Wolff'schen Bureaus in Berlin ihren Sitz har, wo sie sicher Gelegenheit hatte, eine Bestätigung oder Nichtbestatigmig Ku erhalten, so mußte man auf Wahrheit schließen. Bis zur Stunde liegt eine amtliche Aeuße- rung noch nicht vor, und wenn die Meldung falsch wäre, würde sie längst widerlegt fein. Dernbnrg will also gehen. Warum aber? Darüber steht noch nichts Gewisses fest. Man nimmt an, daß die zahlreichen Widersacher des Staatssekretärs, namentlich in der südwestafrikanischen Kolonie selbst, ihm das Leben allzu sauer gemacht haben, andererseits rät man auf neue Vorstöße des Zentrums, und in der linksliberalen Presse, so der „Franks. Ztg." und dem „Berliner Tagebl." sickert die Ansicht durch, es werde Herrn Ternburg in der „reaktionären" Gesellschaft des gegenwärtigen Regierungssystem nicht mehr gepaßt haben. Am nächsten liegt es wohl, an die letzten kolonialen Streitfragen selbst zu denken, die ja die fehlen parlamentarischen Sitzungen in ungewöhnlich hohem Maße beschäfttgt haben. Hat der Vertrag mit der südwestafrikanischen Gesellschaft Henn Ternburg doch den Hals gebrochen'? Im Reichstag waren seine Ausführungen geschickt und überzeugend gewesen, und der Sieg schien ihm sicher zu {ein. ■oCber in Südwestafrita gärte es weiter, und man erinnert 1>.ch, wie bitter Ternburg sich darüber beklagt hatte, daß fernen eigenen Untergebenen in Südwest gegen ihn der Rücken gestärkt werde. Welche neuen Auseinandersetzungen haben seitdem hinter den Kulissen ftattgefunben? Es liegen bisher nur spärliche Meldungen vor: Berlin, 7. Juni. Die Morgenblätter melden aus Berlin: Obgleich über das Abschiedsgesuch Dernburgs noch nichts entschieden ist, was angeblich erst nach dem Schluß des Preutzisck>en Landtages zu erwarten steht, wird als fein Nach folger der Unlerftaatssekretär im Reichskolonialamt v. Lindequist genannt. Der „Rheinisch-Westf. Ztg." wird aus B e r I i n berichtet: Zu der Meldung der „Münchener Neuesten Nachrichten", die über ein eingereichtcs Abschiedsgesuch des Staatssekretärs Dern- burg Ausdruck gibt, erfahren wir auf unsere Anfrage im Reichskolonialamt, daß dort von einem derartigen Geiuch nichts bekannt sei. Andererseits wurde indessen unserem Vertreter außerdem die Auskunft, daß Exzellenz Ternburg seit einem vor etwa drei Wochen angetretenen Urlaub keinerlei Fühlung mehr mit dem Reichskolon i a l a m t unterhalten hat. Ta sich Staats,ekretar Dern- bürg selbst augenblicklich in Berlin befindet und eme Ansraae leinen Rücktritt betreüenb mit dem Hinweis ablehnte, daß er außerordentlich beschäftigt sei, kann mit immer noch mißtrauisch; sie stehen out dem ©tanbpunft, ba| ter Flieger während des Fluges mit der Steuerung unb uer Erhaltui^ des Gleichgewichtes so vollkommen. in Ampruch genommenist, daß er weder die Zeit noch die Gelegenheit und .Willenskwsil aufbringen kann, als Bombenschütze gutes zu leisten. Mtt großer ßtzanwmg sieht man diesen Versuchen entgegen, dm zugleich von Kannibalen ermordet. Berlin, 6. Juni. Nach telegraphischem Bericht des Gouverneurs von K a m e r u n ist Kaufmann B r e t s ch n e i - der mit siebzehn Trägern bei Sef an der Straße über die Vorzüge unb Nachteile der Wrigytschen Maschine und des Broeideckers von Cuttiß ein Urteil herbeibringen sollen. Leutnant Foulois, der die Wrightrnaschine leitet, ist beim Statt an eine Schienenvorrichtung gebunden, die die kriegsmätzige Verwendbarkeit der Wrightschine berringert, weil im Kriegszustand die Beförderung der Slartrnajchine Schwierigkeiten bereitet. Die Curtiß- maschine dagegen erhebt sich nach einem kurzen Laufe über die Erde von selbst in die Lüfte, sie fliegt außerordentlich ,dmdl und konnte also auch bei Erkundungsfahrlen ohne größere Umstände landen, um neue Petroleum- oder Benzinvorräte aufzunehmen, und dann wieder sofort tert Flug fortsetzen. — Eine „Lebende Zeitung" ist die neueste Errungenschaft. Aus London schreibt man uns darüber: Tas neue journalistische Unternehmen besteht aus einem Kinemalographen- silm der, wie es heißt, in derselben Weise redigiert wird wie eine illustrierte Zeitung und bereits von „mehr als 10 Millionen Menschen" gesehen roitb. Tas wäre allerdings eine sehr hohe Auflage", und es ist auch leicht möglich, daß die „Lebende Zeitung" wirklich einen derartigen — darf man sagen Leserkreis hat, denn allein in London gibt es 500 Kinematographen- theater, in denen, die „Zeitung" erscheint. Ter Redakteur der Zeitung hat dm alten Methoden ausgegeben und sich dem „lebenden" Journalismus zugewentet. Er hat ferne Mitarbeiter an allen größeren Plätzen, und wie ter „altnrodische Redakteur" seinen Berichterstattern den Auftrag gibt, eine Spalte über Roosevelt, ober was immer das Tagesereignis sein mag, zu schreiben, so drahtet Mr. Steer seinen Leuten „Senden Sie mir 50 Meter Roosevelt". (Schrecklicher Gedanke!) Ter Journalismus war niemals eine ruhige Beschäftigung, weder für den Zeitungsmann selber noch für feine Leser, aber wenn die Zeitungen „lebendig" werten, so torrb das Leben doch etwas zu lebAift. — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Die Königliche Porzellan Manufaktur in Meißen beging heute in Anwesenheit des Königs, des Prinzen und der Prinzessin Johann Georg und der Prinzessin Mathilde, sowie der Spitzen ter Staats- unb städtischen Behörden die Feier ihres tzv(-fähigen Bestehens. Nr. 125 vom 5. Juni: ..... .Trotztem kann man es tegreiftich sindeii, wenn auf protestantischer Seite das Urteil der Enzyklika über ten Ursprung unb bie Väter bes Protestantismus schmerzlich empfunden wirb. Wir glauben auch, unserer Treue und Anhänglicistcii gegen ten heiligen Stuhl nichts zu vergeben, wenn wir..meinen, es hatte sich vielleicht eine andere, mildere Fanung für die betreffende Stelle hüten lassen, die bei allem Festhalten an ter prinzipiellen. Ausfassung ter katholischen Kirche von ter Reformation den Empfindungen unserer prolcstantischen Bttider weniger schmerzlich gewesen wäre. Daß der heilige Vater Pius X. bei 1 einer bekannt en milden Gesinnung, feiner kiesen Frömmigkeit uiid großen Friedensliebe die ProtestaMcn absichtlich habe verletzen nwllen, ist ganz ausgeschlossen. Aber das prinzipielle Recht muß der kathollfchen Kirche unter allen Umständen zugestanten werden, dm Rewr- mation, ihren Ursprung und ihre Väter vom katholischen Stmid- punkt aus zu beurteilen, mag dieses Urteil den Proteftantc.n aUC^ D^c^Bä'tter melden ans Berlin: Zu den Anfragen Wer den Hirtenbrief wird das Zentrum eine kurze ^Erklärung im Mgeordnetenhause abgeben, worin ey ote Zuständigkeit desselben zur Beurteilung einer innerkirchlichen Angelegenheit bestreitet. Frankfurt a. M., 6. Juni. Am nächsten Montag abend wird hier eine allgemeine Kundgebung gegen den Hirtenbrief des Papstes stattfinden, in der als Redner aor- steseheii find Vertreter der theologischen Linken, der Mitte unb Der Rechten. Tie Redner sind Tr. Förster, Dr. Dechen t und Julius Werner. Tie Veranstaltung gehl vom Evangelischen Bund aus und richtet sich an alle Protestanten Frankfurts. * Rom, 6. Juni. Der Papst empfing im Konsistoriumssaal dreihundert Pilger aus Berl i n un d ander e n p r eu- ßischen Orten. Auf die von Pfarrer S ch erd t we il er- Berlin verlesene Huldigungsadrcfse antwortete ter Papst mit einer Dankansprache, in der er seine Freute über dm Anwe,en- teit seiner lieben Söhne aus Preutzen mit dem Wunsche ausdruätc, daß sie ten vom heiligen Bonifatius gepredigten lebendigen Glauben aufrechterhalten möchten. Er sei glücklich darüber, was er von dem kürzlich in Rom eingetroftenen Patriarchen ^Jerusalems gehört habe, wie bas deutsche Volk unter der Führung «eines Kaisers unb seiner Fürsten ben heiligsten »statten ber Ghrtftenteit berebte Huldigungen bargebracht habe Der Papft «chlotz, rntem et ben Segen Gottes auf den deutschen Kauer, die kauerliche Familie, die Kardüiäle Fischer und Kopp uiid das deutsche Volk herabrief. ___________________ Nr. 130 Erstes Blatt 160. Jahrgang Dienstag 7. Juni 1910 Ter Siebener Anzttg« Ä • m^natück75ettel- sWlCnvilu ÄliwUvi ss lArtschaftlich«Seitftagen W ■ K Wr ” * ” ■ V ~ CHesredakteur:A.Goetz. ..sprech-An,chlüjl°: O SSÄ. MU General-Anzeiger für Oberheffen MW <ür die Tagesnumm?c Rgtatwnsönlck und Verlag der Vrühl'schen Unw.-V«ch- und Zteindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstrahe 7. Anzeigenteil: H. Beck. bis vormittags 9 Uhr. ____ Jounbe-Dume von den Makkas, einem von der Kultur fast noch gänzlich unberührt gebliebenen Kannibalen- st a m m, ermordet morden. Der stellvertretende Stationschef von Dume, Hauptmann Marschner, ist dorthin abgerückt und hat bereits sieben Makkahäupt- linge, darunter die von Getemendu^r und Okang, in seiner Gemalt. Der Gouverneur beauftragte den kürzlich ins Schutzgebiet zurückgckehrten Major Dominik mit der Durchführung der weiteren Maßnahmen. Der neue Regensburger vonauhafen. Regensburg, 6. Juni. Der neue Donau- Hafen wurde heute vormittag durch den Prinzen Ludwig von Bavern feierlich eröffnet. Anwesend waren die Minister Breitreich und Frauendorfer, der rumänische Gesandte in Berlin Beldtmann, der Sektionschef des österreichischen Handelsministeriums Riedel und andere Vertreter aus Oesterreich-Ungarn, zahlreiche Mitglieder des bayerischen Landtags, Vertreter der Donaustädte und andere. Minister Brettreich betonte in einer längeren Ansprache die hohe Bedeutung der neuen Regensburger Hafen- Anlagen. Prinz Ludwig gab der Hoffnung Ausdruck, daß der neue Hafen nicht nur der Stadt Regensburg und Bayern, sondern dem ganzen Deutschen Reiche Vorteil bringen möge, dessen Schwarzmeer-Hafen er sei. Möchten ihn auch die unteren Donaushaatcn, mit denen wir in bestem Einvernehmen und freundschaftlichsten Beziehungen stehen, voll ausnützen. Prinz Ludwig gab nach einem Hoch auf den PrinHregenten von Bayern dem neuen Hafen den Namen ,Luitpold-Hafe n". Rach weiteren Ansprachen folgte eine Donaufahrt nach Deggendorf. Aus Hessen. Ueber die Verwendung von Gcrichtsasses- forcn haben die Abgg. Reh und von Brentano an die Regierung folgende Anfrage gerichtet: Ist es richtig, daß Großh. Regierung Gerichtsassessoren mit der Vertretung beurlaubter richterlicher oder staats- anwaltschaftlicher Beamten beauftragt hat, ohne ihnen für ihre Tätigkeit eine Vergütung zu gewähren? Deutsches Reich. Nach der „Nationalzeitung" ist die Annahme unzutreffend, daß der Kaiser und die Kaiserin die B r ü s - selerWeltausstellungim Dezember besuchen werden. Wie verlautet, beabsichtigt auch P r i n z I o a ch i m v o n Preußen sich dem Seemannsberuf zu widmen und nach Absolvierung der Pläner Schule in die Marine einzutreten. Es werden alsdann zu gleicher Zeit drei preußische Prinzen in der Marine dienen, neben dem Großadmiral Prinzen Heinrich der Kapitänleutnant Prinz Adalbert. Aus Berlin wird berichtet: Die fällige Abstimmung der Gewerkschaften und des Arbeitgeberbundes über die vom unparteiischen Ausschuß unter dem Vorsitz des Geheimen Regierungsrats Wiedfeldt vom Reichsamt des Innern gemachten Vorschläge zur Einigung im Baugewerbe ergab eine Annahme der Vorschläge. Der Beschluß der Gewerkschaften erfolgte gegen eine verschwindend kleine Minderheit. Nunmehr beginnen die örtlichen Verhandlungen, die kommenden Sonntag abend beendet sein müssen. Von zuständiger Stelle wird dem Wolff'schen Bureau mitgeteilt: Die von der sozialdemokratischen Presse verbreiteten und auch von einer Anzahl bürgerlicher Blätter nachgedruckten Angaben über neue überraschende Fundeim Danziger Wasserloch enthalten nur Unwahrheiten oder Uebertreibungen. Das Wasserloch wurde überhaupt nicht abgcfischt, sondern das in der Nähe liegende trockene Gelände wurde auf Veranlassung der Werft gesäubert. Dies geschah aus Rücksicht auf das am 11. Juni beginnende Fest (Flugwoche), deren Veranstaltungen auf dem „Helm", wo sich auch ein Teil des Geländes der Kaiserlichen Werft befindet, stattfinden sollen. Bei den Ausräumungsarbeiten wurde kein neues Stück gefunden. 9htr alter Schutt und der in der Presse erwähnte Bootsfender wurden abgefahren. Der Fender hat einen Nullwert. Ausland. Aus Wien wird gemeldet: Der Minister des Aeußern Freiherr v. Aehrenthal stattete dem türkischen Thronfolger am 5. d. M. nachmittags einen halbstündigen Besuch ab. Kaiser Franz Josef erwiderte den Besuch des türkischen Thronfolgers. Der Besuch dauerte nahezu eine halbe Stunde. In Sofia sind alle Tabakdetailhändler in den Aus stand getreten, um von den Fabrikanten gewisse Vorteile zu erlangen. Seit Sonntag ist es unmöglich, auch nur ein Paket Tabak ober eine Zigarette zu erhalten. Nach einer Meldung des Blattes „A. B. C." aus Saragossa versuchten die Einwohner von Puebla mit Gewalt in die D o r f s ch u l e e i n z u d r i n g e n, weil der dort erteilte Unterricht einen anarchistischen Charakter tragen sollte. Tie Lehrer leisteten der Menge mit Revolverschüssen Widerstand bis zum Eintreffen der Bürgergarde, welche die Lehrer in Schutz nahm und das Lynchen derselben verhinderte. Bei der Durchsuchung der Schule wurden Anweisungen zur Herstellung von Bomben, Modelle von Explosivmaschruen und Plänen von Barcelona gefunden. Nach einer Meldung aus Tanger bestätigt es sich, daß Muley Kebir in Taza vom Stamme der Jnnauen zum Sultan auS gerufen worden ist. Die Jnnauen übersandten ihm den Krönungsmantel und die Waffen des Roghis Buhamara. Zahlreiche Soldaten sind aus den Abteilungen des Djebalas desertiert und zu Muley Kebir übergegangen. Ans Stadt und Land. Gießen, 7. Juni 1910. " Tageskalender für Dienstag, 7. Juni: Vortrag im tSrauenbunb der deutschen Kolonialgesellschaft von Fran Geheimrat Lehmann-Marburg: .Tie Aufgabe deS Frauenbundes der deutschen Kolonialgesellschaft'. Abends 81/* Uhr in Steins Garten. * ^Ordensverleihung. Der Großherzog hat dem Hossck-auspicler Herm. Knispel , als Verfasser des Werkes „Das Großherzogliche Hostheater zu Darmstadt 1810—1910", das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. ** Staatsschuldbuch. Tie am 1. Juli 1910 fälligen Zinsen der in das Hessische Staatsschuldbuch eingetragenen Forderungen werden bei allen in Betracht kommenden Hessischen Kassen und bei den Reichsbankanstalten vom 1 7. c : a i ab ^mhli. Vom gleichen Tage ab wird die Staatsschuldenkasse die durch die Post ober Gutschrift auf Reichsbank-Girokonto zu berichtigenben Schulbbuch-i zinsen überweisen. *♦ Erledigte Lehr erstellen. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeinde- schule zu Butzbach. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gerneind-eschule zu Boden- r o b. Mit bei: Stelle ist Organisten- unb Seftorbicnft ver- bunben. Ihrem Inhaber kann eine Ortszulage bewilligt werben. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an ber Gemeinbeschule zu Dirlammen. Mit ber Stelle ist Organisten- unb Lektvrbienst verbunben. ** Für soziale Zwecke wenbete ber Kreis Gießen im Rechnungsjahr 1908 solgenbe Beträge auf: Für Zwangserziehung 16556,11 Mk. (hierzu zahlten bie unterstützungsverpflichteten Armenverbänbe 15 586,23 Mk. an bie Kreiskasse), für Wanberarbeits statten au bie Verpflegungsstarionen Gießen 10596,32 Mk., Grünberg 2516,50 Mk. und SDungeit 2854,50 Mk., zusammen 16967,32 Mark (hierzu zahlten an bie Kreiskasse der Armenverein Gießen 1800 Mk., die Provinz 7567,66 Mk.). Die außerordentliche Armenpflege erforderte für Geistesgestörte 27 004,56 Mk., für Blödsinnige 5674,28 Mk., für Tau list umme und Blinde 421,45 Mk., für Sieche 240 Mk., im ganzen 33 340,29 Mk., zu bereit teilweiser Deckung eine Einnahme von 3964,39 Mk. zur Verfügung stanb. — Die nicht anberweit gedeckten Ausgaben für soziale Zwecke werben vom Kreis getragen. ** B u n b h e s s i s ch e r S ch u l r e f o r m e r. Der Bunb hessischer Schulreformer, ber sich im letzten Winter auf An- regung von Oberlehrer Tr. Strecker-Bab-9Lauheim gebilbet unb in ben größeren Stäbten Hessens schon Ortsgruppen gegrünbet hat, hat sich am Samstag im Cafs Faust zu Frankfurt a. M. enogültig gegrünbet. Die Vorstaubs- wahl ergab: 1. Vorsitzenber Dr. Strecker, 2. Vorsitzender Oberamtsrichter Müller-Vilbel, 1. Schriftführer Lehrer Koch- Friedberg, 2. Schriftführer Lehrer Loos-Darmstadt, Kassenwart Lehrer Reichwein-Ober-Rosbach und Beisitzerin Frau Dr. Nägeli-Maiuz. Zugleich hat sich ber Bund als körperschaftliches Mitglied der durch die Weimarer Tagungen bekannten „Gesellschaft für deutsche Erziehung" (Arthur Schutz- Birkenwerder) angeschlossen, bereit Organ, bie „Blätter für beutsche Erziehung", ben hessischen Schulreformern zu einem ermäßigten Preis gegeben wirb. *• Die Sammlung .Lehrerfrauen-Dank an Vater BackeS", zugunsten des Lehrerheims Vogelsberg, ist jetzt geschlossen. Es gingen im ganzen 1034.70 Mk. ein. ** Das Sontmerabonnement der Kapelle unserer 116er in Steins watdähttlichrm Garten ist seit Jahren ein stets freundlich begrüßtes musikalisches Unternehmen Gießens. Merkwürdigerweise ist für den Besuch dieser stets sorgfältigst vorbereiteten Konzerte das Wetter des ersten Konzerttages beeinflussend und da am verflossenen Donnerstag, trotz des herrlichen Abends, manches ängstliche Gemüt dem am Tage drohenden Himmel mißtraute, so fehlte so mancher Freund, auf den man sicher gerechnet hatte. Ober- musikmeister Löber hat nun für den nächsten Donnerstag ein besonders sorgfältig gewähltes Programm zusammengestellt, neben vielen Neuigkeiten werden stets gern gehörte Musikstücke zu Gehör kommen, so daß anzunehmen ist, daß sich noch nachträglich viele der bisher Säumigen zu einem Monnement entschließen werden. ■ ** Kraftwagenprüfnngen. Zur Prüfung der für den Verkehr auf öffentlichen Wegen und Plätzen bestimmten Kraftfahrzeuge (Kraftwagen und Krafträder) sind bis auf weiteres folgende Personen als Sachverstättdige bestellt: die Beamten der Großh. Dampfkesselinspektion zu Darmstadt und Prof. Hoepke, Direktor des Ryeinischen Technikums zu Bingen. Zur Prüfung von Führern von Kraftfahrzeugen (Kraftwagen und Krafträder) sind bis auf weiteres folgende Personen als Sachverständige bestellt: die Beamten ber Dampfkesfelinspektion und Ingenieur W. Schoeller, Inhaber bes gleichnamigen elektrotechnischen Bureaus zu Darmstadt. ** Für ben Schlachthof sind am Samstag bereits einzelne Maschinenteile unb ein Dampfkessel eingetroffen. Der Transport bes letzteren, ber von 6 kräftigen Pferden bes Unternehmers Konrad Rübsanten bewirkt würbe, machte berechtigtes Aufsehen. ** V o n ben Wanbern den. In ber Herberge zur Heimat kehrten im Mai 774 Gäste ein, bie Herberge gegen Arbeitsleistung annahmen (1909 int Mai 654) fotoi£ 627 (672) Gäste, bie das Logis usw. bezahlten. Die Gesamtzahl der Gäste betrug sonach 1401 (1326). — Von 74 offenen an- gemeldeten Stellen konnten durch ben Arbeitsnachweis ber Herberge 45 unb zwar 23 mit Handwerkern unb 22 mit ungelernten Arbeitern besetzt werden. 23 Stellen wurden durch Zuriicknahme oder Frtstoblauf erledigt und 6 für ben Juni Mr Besetzung vorgemerkt. " Ein Armutszeugnis. Auf dem Güterbahnhof Gießen ist nur ein Krahn vorhanden, der 100 Zentner Tragkraft hat. Nun kommt c§ hier sehr oft vor, daß Schwer- gut, Maschinenteile, Dampfkessel zc., mit erheblich höherem Gewicht entladen werden sollen, und bann macht sich der Mangel eines entsprechenden Hebewerkzeuges empfindlich geltend. ES ist doch zu verlangen, daß hier in Gießen ein Krahn ausgestellt wird, der mmdestens 200 Zentner Hebe- kraft hat. *• Unredlicher Briefträger. Vor einiger Seit war ein an einen hier wohnhaften Studenten gerichteter Brief abhanden gekommen, in dem sich eine Anzahl Kupons be- fand. Die polizeilichen Rundschreiben ergaben, daß einer der im Briefe gewesenen Kupons in Lauterbach von dem hier Liebtgstraße 81 wohnhaften Briefträger Rockel verausgabt worden war. Deshalb sollte gestern nachmittag von zwei Kriminalbeamten und einem höheren Postbeamten die Wohn- mtng des Rockel durchsucht werden. Rockel befand sich in der Wohnung, als die Beamten erschienen, sprang aber gleich, nur mit Drillichhose und Hemd bekleidet, zum Küchenfenster hinaus, ging flüchtig und verschwand im Schiffen berger Walde. Die Durchsuchung der Wohnung förderte eine ganze Menge Taschenuhren, Schmucksachen und Briefe zutage, die von Rockel aus Postsendungen entwendet und unterschlagen ivorden sind. Rockel wurde noch nicht ergriffen; der auf seine Spur gesetzte Polizeihund konnte im Walde die Spur nicht weiter verfolgen. "Der Bauersche Gesangverein errang bei dem nationalen Gesangswettstreit in Eron berg i. T. ant vergangenen Sonntag unter sehr starker Konkurrenz in der ersten Stadtklasse den dritten Preis. ** Mit ber Tagung des Hess. - nass. Verbandes Gabelsberger Stenographen in Hanau war auch ein Wettschreiben verbunden, bei dem u. a. Preise erhielten: in ber Abteilung zu 220 Silben einen ersten unb Ehrenpreis Hans Rolofs-Gießen: in ber Abteilung zu 200 Silb. einen ersten unb Ehrenpreis Louis Lenz-Gietzen; in ber Abteilung zu 180 Silben 2. Preise Lubwig Stern-Frankfurt, Wilh. Berger-Gießen, Christian Weller-Gießen, 3. Preis Theodor Völker-Friebberg; in ber Abteilung zu 160 Silben einen ersten unb Ehrenpreis Emil Weber-Gteßeit, Arthur Weirich-lGicßcm, Julius Klipstein- Gießen; in ber Abteilung zu 140 Silben einen 1. unbi Ehrenpreis Georg Scholl-Gießen, Fritz Röschen-Friebberg- Fauerbach; in ber Abteilung zu 120 Silben einen 1. und Ehrenpreis Fr. Kyritz-Gießen, Maria Franke-Bad-Nauheim, Karl Bellinger-Alsfeld. " Oberhessische Ziegenzucht. Wie im Vorjahr in Leipzig, so hat auch in der zurzeit andauernden Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschastsgesellschaft in Hamburg die oberhessische Ziegenzucht größere Erfolge zu verzeichnen, was einesteils für den weiteren Absatz von Zuchtmaterial von Bedeutung ist, anderseits aber auch als neuer Beweis dafür gelten darf, daß die Zuchtbcstrcbungen in der ober- hessischen Ziegenzucht sich in der rechten Bahn bewegen. Ari Preisen wurden errungen bei sehr starker Konkurrenz: Fünf 1. Preise, zwei 2. Preise, vier 3. Preise, zwei 4. Preise und vier Anerkennungen, also auf 38 um Einzelpreise bewerbungsfähige Tiere 17 Auszeichnungen. Außerdem erhielt der Kreis- ziegenzuchtverein Alsfeld den 1. Sammlungspreis und der Verband der Oberhessischen Ziegenzuchtvereine den 1. Sammlungspreis und die Staatsmedaille. — Klein-Linden, 6. Juni. Der Gesangverein „Arion" feiert nächstes Jahr das Fest seines 20jährigen Bestehens. Laut Beschluß der vorgestrigen Generalversammlung soll mit dieser Jubelfeier ein nationaler Gesangs-Wettstreit verbunden werden, ber in der ersten Hälfte des Juli stattsinden soll. ? Lang-GönS, 5. Juni. Die hiesigen Fünfzigjährigen hielten ihre gemeinsame Geburtstagsfeier ab. Die Fünfzigjährigen sind: Bürgermeister Nompf, Gemeinderat Ebel, Metzgermeister K. Müller, Johs. Wissig, JohS. Krumbach, Händler, H. Jos. Husch, Anton Mai, Joh. Gg. Jäger, I. Reuter und Frau, Frau K. I. Frey, Frau Johs. Reusch IV. und Frau Heinrich Boller II., Schreinermeister. 4 Lich, 6. Juni. Prinz- Hermann unb Prinzessin Dorothea zu Stolberg-Wernigerode gaben anläßlich ihrer Hochzeit 400 Mr. für Wohlrätigkeitszwecke. Tie Summe würbe bieser Tage burch bie Bürgermeisterei an bie Ortsarmen verteilt. Tic Festjungsrauen, bie Spalier gestanden haben, erhielten je eine De ui münze au ben Hochzeitstag. A Ehringshausen, 6. Juni. Der Umbau unseres Bahnhofs ist jetzt mit einem Kostenaufwand von rund 180 000 Mk. vollendet. Welch gewaltige Erdmasien zu bewegen waren, geht daraus hervor, daß hierfür allein 50 000 Mk. verausgabt wurden. Das neu erbaute Bahnhofsgebäude wird demnächst dem Verkehr übergeben. Unser Bahnhof hat eine große Bedeutung für die gesamte Umgegend, verladen doch hier etwa 20 Orte des Vogels- derges ihre Güter. 8 M ü ck e, 6. Juni. In ber Nacht vom Samstag auf den i Sonntag würbe in der Metzgerei unb Gastwirtschaft von A. Baist hier ein Einbruch verübt. Der Täter war durch ein Fenster in den Metzger laben gestiegen unb hatte: hier unter dem Wurstvorrat seine Auswahl getroffen. Vom hier aus gelangte er in bas Wirtszimmer unb versah sicht hier mit Zigarren unb Zigaretten. Da der Gasthofsbesitzer! fein Gelb in einem Kasscnfchrank verwahrt, tonnte beinl Einbringung bavon feind in bie Finger geraten. Der Spitzbube hat übrigens bei seinem Einbruch bes Humors nicht entbehrt. Eine Wurst hing er innen an bas Schloß bcri Haus küre, eine außen an den Türbrücker uub eine an bie Leitung bes elektrischen Lichtes. Als Täter kommt eins Haubwerksbursche im Alter von ca. 20 Jahren in Betracht,, ber am Tage sich in ber Wirtschaft aufgehalten hat. Die Gendarmerie fetzte sofort die Verfolgung beS Vagabunben ins Werk. Wahrscheinlich ist ber Einbrecher derselbe Hand- werksburfche, ber am SamSrag in Zduppcrtcnrod in eine Gastwirtschaft einkehrte. Tie Wirtsleute waren im Felde. Ein Kind berfeiben trat in bas Gastzimmer unb gewahrte, ben Burschen am Gelbkästchen. Während bas Kind hinaus-, eilte, um feiner Tante zu rufen, verschwand der Gauner unbemerkt. Aus ber Kaste mag er nur einige Zehnpfennigstücke entwenbet haben, da am übrigen Betrag nichts fehlte. )( Utphe, 6. Juni. Da die Amtsperiode des seitherigen Bürgermeisters Schneider abgelaufen ist, findet am kommenden Mittwoch hier Bürgermeister wähl statt. + Kohden, 6. Juni. Als am Samstag ber Guts-. Pächter H. vom Ober-Dauernheimer Hof vom Vogelsberg kommenb mit feinem mit 2 Pferben bespannten Break Unter-Schmitten passiert hatte, scheuten bie Pferde unb rasten bis nach Kvhben, wo ber Wagen wider eine Telegraphenstange geschleudert wurde. Ter Insasse wurde herausgeschleudert und am Kopf v e r l e tz t; die Pferde riffelt sich los und stürzten einige Meter weiter zerschunden zusammen. H. ist noch verhältnismäßig gut davongekommen; hätten sich die Pferde nicht losgerisfen, so wäre er mit dem Wagen, unter dem er zu liegen kam, geschleift worden L. Friedberg, 6. Juni. Gestern feierte der Bund ber Wetterauer Kirchengesangvereine (7 Vereine, etwa 300 Sänger zählenb) hier sein Jahresfest. In beit hohen Räumen unserer Stadtlirche klangen die Gesänge ergreifenb. An die kirchliche Feier (liturgischer Gottesdienst) schloß sich eine Nachfeier in dem großen Saale des Hotel Trapp. — Nach dem Rechenschaftsberrchre unserer Bezirks- sp ar kaffe Mat hi lb e n ft i f t Friebberg betrugen bie Einlagen zu Anfang bes Jahres 1909 -- 10 2901)04 Mk., Neueinlagen in 1909 = 2 225 044 Ml, Zuschreiben von Zinsen = 221623 ML, zusammen 12 777 572 Mk. — Heute morgen rannte ein scheu geworbenes Pferb mit dem Wagen bie Kaiserstraße entlang unb stürzte den tiefen Hirsch- graben hinunter. Man glaubte alles in Trümmer vor- zufinden, aber unten blieb Pferd und Wagen in dem weichen Boden stecken, ohne irgend welchen Sck)aben zu nehmen. Den Fuhrmann soll keine Schuld treffen. x Aus ber Wetterau, 6. Juni. Die ausgedehnten? Zuckerrübenselder zeigen einen sehr guten Stanb. Die wiederholten Gewitterregen der letzten Tage haben ein starkes Wachstum hervvrgerufen. Ucbcrall sieht man Scharen von Arbeiterinnen unb Kritdern auf den Feldern, die mit dem Lereinzelnew unb Verpflanzen ber Rüben beschäftigt sind. Auch bie Getreide- äckcr unb Kartoffelfelder versprechen eine gute Ernte. In letzter Zeit sah man vielfach die Hedderichspritzen in Tätigkeit. Darmstadt, 6. Juni. Aus Anlaß des Geburtsfestes der Kaiserin Alexandra Feodorowna von Rußland findet morgen vormittag 11 Uhr in der hiesigen russ. Kapelle auf der Mathildenhöhe Gottesdienst mit anschließendem Tebeum statt. ,i. der stellet iS“18“* “Äic ® t dem W * V S- L?" niirts feuer entstand äabt E Element Euch pert trug cme> vermutet n Warb fand heute uo qarten mit et fand Preis-un dem Ltadtgart eins-Sprechwa- direktor Tr. Ä Äbends führtet Reifteigen aus tzFrant tete am Sam^t an. U. a. stürz Tie Felder jm ** V. S. C die Mitglieder i Giehcn,am> Logelsbcrg bcgl Anfang nahm, bestand unbjjiei gelegenen Füg Rach gebührend Kirchenruine de- Harbshausen, tr prächtige Wald man reizende A liaje Törtchen, dingshain Register aufgez Wmderer hm mch das S)cro Führer, die W Rudingshain i oben hatte sie zuiammengefu fröhlichste Stil marckturm vorher aus rot '■Mud) abgcflat lidicu SBanroerte reichlich genösse, über Michelbach anzutrelen. , - Berste Ichaltskaimner-A Montag, lt. Im, tat er Butte schweiu-tzbe auch Geineinden werden, igren Ä Tierarten in tnöi z» becfciu Ta i Wcheil Züchter weitgehendsten '' finben. Mn Ri« Hachen Züchter, Veroorragendes, Zeichnungen ans jutäien wir aus Gesuch bestens en Am- dann. *cmen 9raWicn ih ni es, ( unb j flf)lrcid)C der und L.ailinia Uni> J/u su yebei^ Sen ktlUlöh, j.-lt in B. Tar> N"" Henle mit ""suchs, yr JJnaflie halte am SV"**1 Jsse*’ ML *evet Sn i geht nur allein! Nein mein Lieber wandern und Reisen. ** 23. H. C. Ein richtiger sonniger Sommertag Ivar es, der die Mitglieder des Vogelsberger Höhen-Clubs, Zweigvcrein (ließen, am Sonntag bei ihrer Juniwandcrung nach dem hohen Vogelsberg begleitete unb die vom Laubacher Wald ihren Ansang nahm. Die Wanderung ging zuerst durch schönen Buchcn- bcstand und hieraus durch das liebliche .Horlofftälchen zum idyllisch gelegenen Jägerhaus, wo die erste Rast gehalten wurde. Nach gebührender Besichtigung der im Walde versteckt liegenden Kirchenruine des seit Jahrhunderten untergegangenen Dorfes Rut- hardshausen. erfolgte der Weitermarsch, der nun abwechselnd durch prächtige Waldungen unb über blumenreiche Trifte, von denen man reizende Ausblicke genoß, bergauf, bergab durch zwei sremid- liche Dörfchen, Betzenrod und Götzen, zur Mittagsrast nach Rudingshain führte. Die liebe Sonne hatte inzwischen alle Register aufgezogen und brannte unbarmherzig auf die Köpfe der Wanderer hernieder. Die schier unerträgliche Hitze sowohl, wie auch das Hcrannahcn eines Gewitters veranlaßte denn auch die Führer, die Wanderung zu kürzen und ihre 50 Reisegefährten von Rudingshain direkt nach dem Hoherodskopf zu leiten. Hier oben hatte sich inzwischen eine Menge Volks aus nah und fern zusammcngefunden und in und vor dem Klubhaus herrschte die fröhlichste Stimmung. 2luch dem Tags zuvor cingcweihtcn Bis- m a r ck t u r in auf dem Taufstein, den die Wanderer schon lange vorher aus weiter Ferne gesichtet hatten, wurde truppweise ein Besuch abgcstallet und man genoß von der Plattform des stattlichen Bauwerkes einen prächtigen Rundblick in die Lande. Nach reichlich genossenem Aufenthalt ans der Höhe erfolgte der Abstieg über Michelbach nach Schotten, um von hier die Heimfahrt anzutreten. Eingesandt. Gießen, 7. Juni. Wenn zufriedene Menschen ein schönes Lied singen, dann ist das gewiß recht hübsch und nur wenige Leute werden sich nicht daran erfreuen. Wenn aber eine ganze Gesellschaft zwei Stunden lang übt und nach ein paar Takten immer wieder von vorne ansängt, bann ist das sür die Nachbarschaft gewiß unangenehm. Es ist umso unangenehmer, wenn man so rücksichtslos ist und diese Uebungsstunden bei offnen Fenstern und sogar Türen abhält, wie das gestern abend in einem tzinterbau der unteren Ludwigstraße der Fall war. Daß dadurch nicht nur Kinder und Kranke gestört werden, sondern auch gesunde Erwachsene, dürsten die Sänger eigentlich selbst wissen, und, es ist doch auch nur eine Frage des Taktes, daß man sich bei solchen Ucbnngeni so wenig wie nur irgend möglich bemerkbar macht. E i n Lär m feind. Luftschiffahrt. Berlin, 7. Juni. Der am Samstag abend im Schlosse Weißensee aufgestiegene Freiballon „Deutschland" verunglückte im Gewitter in der Nähe von Nauen. Er stürzte von 200 Meter ab und platzte. Die beiden Insassen blieben unverletzt. . Bad - Mondorf (Luxemburg , 6. Ium. Gestern begann hier die aut acht Tage bemessene Flugwoche. JBci dem Runden- prcis mußte d e E a t c r s vor dem Ziel landen. Sein Apparat ging aber wieder hoch und slog über die Tribünen und Dächer hinweg und landete wegen Versagens des Motors in einem Getreidefeld w heftig, daß der Apparat in Trümmer ging. De (Sater5 lelbit blieb unverletzt, abgesehen von einigen schmerzenden Schürfungen an einem Bein. Erster wurde beim Rundenpreis Christiansen, zweiter Molli en, dritter Petrows ky. Bei dem Gesamt- prcis wurde erster Christiansen, zweiter P e t r o w S k y und Dritter Mollien. Versailles, 5. Juni. Eine Flugmaschine, mit dem Maurice Farinan und B c, a n c o n , Generalsekretär der Aeroklubs, aufgestiegen waren, kippte beim Landen um, Farman und Besancon wurden leicht verletzt. Landwirtschaft. — Versteigerung von Zuchttieren. Der Landwirt- schaftskanimer-Ansfchuß für die Provinz Oberhessen veranstaltet am Montag, 11. Juli, in Alsfeld eine Versteigerung von S i m in c n- taler Bullen, Sanner Ziegenböcken und Edel- schm e i n - E b e r n. ES soll dadurch Privatzüchtern sowohl, als auch Gemeinden und Zuchtgenossenschaiten Gelegenheit geboten werben, iyren Bedarf an männlichem Zlichtmaterial der genannten Tierarten in tadelloser, reinrassiger Ware zu eimvandfreien Preisen zu decken. Ta die Beschickung der Beranslaltimg durch die oder- hessischen Züchter sehr gut sein wirb, so dürsten sicherlich auch die weitgehendsten "Ansprüche eines jeden Interessenten Befriedigung finden. Mit Rücksicht hierauf und auf die Tatsache, daß die ober- hessischen Züchtervereinigungen auf dem Gebiete der Hochzucht bisher .hervorragendes geleistet haben, wie au§ zahlreichen höchsten Aufzeichnungen aui den verschiedensten Ausstellungen hervorgeht, möchten wir auf die Versteigerung aufmerksam machen und bereit Besuch bestens empfehlen. Amtlicher Wetterbericht. O e f f e n t l i ch e W e r t e r d i e n st st e l l e Gießen. Verlauf ber Witterung seit gestern früh: Das sübliche Tiefdruckgebiet hat auch gestcrii noch strichweise Wärmegewitter gebracht. Bei östlicher Lustströmnng dauert das ungewöhnlich warme Wetter an; bereits 10 Uhr vormittags werden 25 Grad imb mehr erreicht. Die europäische Druckverteilung zeigt auch heute keine besondere Aendernng, so daß Fortdauer der Hitzeperiode in Aussicht steht. Wetteranssichten in Hessen am Mittwoch dem 8. Juni 1910: Strichweise Gewitter, Fortdauer der Hitzeriode, Ostivind. L.-8. Do rin stadt, 6. Juni. Gestern nachmittag öffnete sich der stellenlose Maler und Lackierer Geiger aus Besjungen die Pulsadern. Die NettungSwache brachte den Schwerverletzten nach Anlegung eines Notverbandes mittels Rranfcn- autowobils ins städtische Krankenhaus, wo er an den Verletzungen gestorben ist. X Hermann st ein, 6. Juni. Gestern feierte die Kriegerkamaradschast unter großer Beteiligung das Fest der Fahnenweihe, aus welchem Anlas; das Dorf prächtig geschmückt war. Während der Schriftführer Henkel die Gäste begrüßte, hielt der Kreislriegerverbands-VorsiHende, Landrat Dr. Daniels-Biedenkopf, die Festrede und überbrachte die Glückwünsche der 81 .Miegervereine des Kreises. Das Vcreinsbanner trägt den Spruch: ,,Das Reich, errungen mit dem Schwert, im Frieden haltet's hoch und wert". Der Gesangverein Eintracht trug mehrere schöne Lieder vor. — Leider wurde die Festfreude abends 10 Uhr gestört, esl brannte in der Werkstatt des Küfers und Gastwirts Rühl. Infolge Wassermangels wäre sicherlich Groß- feucr entstanden, wenn nicht die freiwillige Feuerwehr der Stadt Wetzlar mit ihren Löschgeräten dem verheerenden Element Einhalt geboten hätte. Der Feuerwehrmann Hep- pert trug einen Knöchelbruch davon. Es ttrirb Brandstiftung vermutet. (| Marburg, 6. Juni. Mit einer Fäßchen-Partie fand heute nach Dreitägiger Dauer das 25jährige Stif- tungs-und Fahnenweihfest der Turngemeinde seinen Abschluß. Die Feier begann am Samstag im Schloßgarten mit einem gutbesuchteil Kommers. Gestern früh fand Preis- und Schauturnen und nachmittags Festzug nach dem Siadtgartcn statt. Ansprachen hielten außer dem Vcr eins-Sprechwart Oberbürgermeister Tro je, Oberrealschuldirektor Tr. Knabe und Gaiiturnwart Will aus Gießen. Abends sührten 32 Mitglieder der Damen-Abteilung einen Reifreigen auf. [] Frankenberg, 6. Juni. Gewaltigen Schaden richtete am Samstag in der Gemartung V ö h l ein Unwetter an. U. a. stürzte auch ein Haus ein. Viel Vieh ist ertrunken, Die Felder sind verschlammt und fortgcschwemmt. Ich bin schon ein wenig erkältet unb wen nich nun auch noch eine Bergtour mache, bann bin ich übermorgen einfach krank. — UnsinnGegen beine Erkatlmig nimmst bu letzt gleich ein paar Fays achte Sobener Minerat Pastillen,- morgen nehmen wir eine Schachtel unten ans ber Apotheke mit unb du wirst sehen, wie brillant bir bie Partie be- fpmmt, wenn bu bic Sobener nach Vorschrift anwenbesi. Die Schachtel kostet nur 85 Pfg. (ss4,'i VerrnrjcHres. * Dic abgehaltene Feuerwehr. Daß die Feuerwehr bei ihrer Arbeit abgehalten wird, gehört gewiß zu den Seltenheiten In München ist das Soitbcibarc geschehen. In der städtischen Wagenhalle an der Nhmphenburgersiraße gerieten im der vergangenen Nacht zwei Schuppen in Brand. Die Schuppen und neun Anhängewagen, wurden zerstört. Bei den Löicharbeckcn hinderte eine größere Menschenmenge die Feuerwehr an der Arbeit Als diel S chu tz m a n n s ch a f t ein schritt, kam es zu T a t l i ch t e i t e n. Ein Schutzmann wurde verletzt; mehrere Feuerwehrleute wurden zu Boden geworsen und mit Stöcken ge- schlage n. Schließlich zogen die Schutzleute blank und die Feuerwehr richtete den Strahl auch gegen die Menge. Eine MilitärijMe Feuerwache sperrte den Brandvlatz ab. Kleine Tageschronit. festige Unwetter richteten in den letzten Tagen großen Schoden an. Von der Mosel, der Saar und aus der EiTe l treffen Meldungen über heftige Unwetter cm, die vielfach -Schaden anrichtelen. Aus anderen Teilen Deutfchlands liegen ähnliche Nachrichten vor. Vietcrorts wurden Menfchen vom Blitz getrogen. In den Kreisen Leer und Wener und in den angrenzenden oldenburgischcn Gebietsteilen vernichtete em ichroerer Hagetschlag die Roggenei nie. Der Schaden an den Gartenirüchten und Cbftbäumcn läßt sich noch nicht entfernt ab|teigen. Auf den Feldern wurden viele Hasen, Hühner und Singvögel von den E'sstückcn erschlagen. Einige Häuser sind völlig zerstört. Dem Kanal entlang sind alle Häuser abgcdeckt. Der txbaben wird auf etwa 200000 Mark geschätzi. Alle Gartensrücktc find vernichtet- Auf der Heide war das Unwetter noch viel schlimmer. Die Roggenfelder sehen wie abgcmäljt aus. Im Waadtland, per Wemkammer der Schweiz, verwüsteten Hagelwetter einen großen Teil der Wcinkultur. (m.. , Zwischen Ingolstadt und Eichsfcld fuhr der O-Zug München Berlin auf einen Rangierzug. Fünf' Güterwagen wurden zertrümmert. In Dorfen iRegierungsbez. Oberbavcrn) kam es aus Anlaß der Erhöhung des Bierpreises zu schweren Aus- fchreitungen. Eine Wirtschaft wurde vötlig zerstört, zwei andere Wirtichaften und Drei Wohnhäuser in Brand gesteckt, die vollständig niederbrannten. OrigLnaL-Drahtmeldungen. Straßburg, 7. Juni. Bei Oberenzen ereignete sich bei der P r i n z - H e i n r i ch - F a h r t ein s ch w c r c s Automob i l u n g l ü ck, das die vorläufige Einstellung der Fahrt, zur Folge harte. Vom Wagen Nr. 57 sprang ein Gummireif ab, der Führer verlor infolgedessen die Steuerung und der Wagen fuhr gegen einen Baum. Er zertrümmerte vollständig. Zwei Insassen sind tot und der dritte schwer verletzt. . Friedrichshafen, 7. Juni. Heute vormittag 5 UhL unternahm Gras Zeppelin einen Aufstieg. Er kreuzte über Lindau und Bregenz und kehrte dann nach Friedrichshafen zurück, über dem er mit 7 Uhr kreuzte. Neapel, 7. Juni. Heilte nacht 3 Uhr wurde hier ein wellenförmiges, mehrere Sekunden andauerndes Erdbeben bemerkt. Auch in der Umgegend wurde das Erdbeben bemerkt; es sollen mehrere Häuser eingestürzt und auch Menschen verunglückt sein. Paris, 7. Juni. (Priv.-Tel.) Hier herrschen hin- sichtlich der Kreta frage pessimistische Auffassungen vor. Es verlaiitet, England wolle sich auf die Seite Griechenlands stellen. Angers, 7. Juni. Hier fand ein Flugwettfahren über 40 Km. statt. Erster wurde MatlneL in 31 Min. 35 Sek. London, 7. Juni. (Priv.-Tel.) Die Nachrichten über den Aufstand in China sind stark übertrieben, da cS sich lediglich um lokale Vorgänge handelt. di ich n a ta g i l s kv Gouvernement Perm-, 6. 3uni. Ein für die Kupferwcrke in Alapaiewsk bestimmter Gcldschub wurde unterwegs von Räubern übersatten. Geraubt wurden 130 000 Rubel, nach anderen Angaben 150 000 Rubel. Bon den begleitenden A n g c st c l l t c n wurde einer und außerdem ein Vorübergehender getötet. Washington, Juni. In einer Besprechung mit dem Präsidenten Taft erklärten die Vertreter der Eisenbahnbehörden, daß sic die in Aussicht genommene Tariferhöhung nicht vornehmen würden. Veracruz (Mexiko), 7. Juni. Tie Stadt Billa- dolid wurde von Aufständischen geplündert. Das Aussehen erheblich. Mainz, 11. Okt. 1909. Ich verbrauchte für einen lungenkranken Paiicnien zwei Pakete „Bioson" in ca. 4 Wachen unb erzielte da- mit eine Gewichtszunahme von 27« Pfund. Auf mein Anraten nahm der Patient noch weitere zwei Pakete unb oieses Gesarntauantum von 2 ks erzielte eine erhebliche Besserung, da starke Unterernährung vorlaa. — Die Gewichtszunahme betrug tn Den 2 Monaten, in benen das »Bioson" genommen wurde, insgesamt 5‘Pfund. Tas Aussehen besserte tich erheblich; Der müde, abgespannte Ausdruck des bleichen Gesichts niachte einer frischen Farbe Platz. Ter Schlaf wurde bedeutend besser, Appetit und Verdauung normal, und kann ich Ihr „Bioson" jedem, der einer Stärkung der Nerven und des Körpers bedarf,nur stets empfehlen-Hochachtungsvoll: Julius Stern, Oberpfleger, zur Zeit Inspektor des Krankenhauses Neue Muhle b. Cassel. Unterschrift beglaubigt Justizrat Dr. Ernst Arnthal, No. Bioson ist das beste und billigste Kräftigungsmittel. Paket 3 Mark in Apotheken, Drogerien. Man srage seinen Arzt. Bei einer Seefahrt der Liedertafel in 3 eil am ece fenterte cm Gefährt. 25 Mann stürzten ins Wasser; vier sind ertrunken, vier andere schwer erkrankt. . Aus einem Neubau in Rotterdam stürzte cm Aufzug mit icbcn Arbeitern ab. Drei waren sosort tot, wahrend )ic übrigen schwer verletzt wurden. handel und Verkehr, Volkswirtschaft. Berlin, 6. Juni. Ein Internationales Konsortium, Dem von Den Deutschen Bankfirmcn die Tiskontogesell- chast, die Berliner Handelsgesellschaft, die Natwnalbank für Deutschland in Berlin, die Norddeutsche Bank, das Bankhaus M. M Warburg u. Co. in Hamburg angeboren, übernahm von der Southern Pacific (Somuantj 2 5 Millionen Dollars durch erste Hypothek gesicherte 4 P r o z. vierzigjährige Geld- bonds. Die Emission und Kursnotierung ist auch an den deutschen Börsenplätzen beabsichtigt. M e tz, 6 Juni. Der Vorstand des Verbandes für Kanalisierung der Mosel und der Saar saßtc tn seiner gestern hier abgehaltcncn Sitzung eine Entschließung, in der zunächst das Bedauern Über die zurzeit die Saar- und Mosel- kanalisierung ablehnende Haltung des prcußisten StaatSniüu' stcriums ausgesprochen wird. Tic Dafür vorgedr achten Gründe pes Jntcresscnwidcrstrcitcs der niederrheinisch-weftfälischen und dec südwestdeutschen Eisenindustrie, sowie der Besorgnis vor ^lus- fällen in Den Einnahmen der Staatseiseubahuverwaltung könnten, in keiner Weise als zutreffend anerkannt werden. Reichstag und Bundesrat werden sodann gebeten, dem Gcsctzentwurse über die Einführung von Schissahrtsabgabcn nur dann zuzustimmen, wenn Mosel und Saar bei der Bildung der Zwcckverbändc berücksichtigt und ihre Kanalisierung festgelegt werde. Beim Laudesausschusfe und bei dem Statthalter von Elsaß-Lothringen wird der Vorstand dahin vorstellig werden, daß in Der Beschränkung des Ausbaues der Mosel aus die Strecke Metz—Diedcnhofen, selbjt Tür 600 Tonnen-Schiffe, eine besricDigende Lösung nicht erblickt werden kann, eine Kanalisierung mit geringerer Abmessung sür die spätere Durchführung des GesamtuMernchmens aber nur als schädlich betrachtet werden müsse. Schließlich soll das Großherzoglich Luxem- burgücbe Staatsministerium dringend! um möglichste Förderung der Kanalsache angegangen werden. ticren auf Strohschütten in Schulräumen, auf alten Burgen unb unter freiem Himmel. Und wir hörten, wie reich beloben an Erinnerungen sic bann heim kommen, wie sie selbständig werden und Augen und Ohren össnen lernen für all das Schöne und Wertvolle, was Draußen zu finden ist. Zum Schluß sang der Sänger nochmals und mußte mehr fingen, als er wollte, so gut hatte er seine Sache gemacht und zu allerletzt sangen die Wandervögel zusammen ihr Schlußlied: Ade zur guten Nacht. — Sonntags Drauf war eine größere Fahrt geplant, Eltern unD Freunde ollten sehen, wie schön es ist, einen Sonntag lang Draus herum zu ziehen, frei von allem Zwang, von aller Konvention, Die Stabt unD Gesellschaft sorDern. UnD Alt unD Jung lag lange in einem verlassenen Steinbruch beisammen. Dort rourDc an einigen Feuern gekocht unb gerührt. Drüben saßen ein paar mit Fiedel und Zupsgeige und die Steinmanen und Waldbcständc verstärkten ihre alten Volkslieder, die bald traurig leise, dann wieder luftig bewegt dahinklangen. Und bann wurde sogar Theater ge- pielt und Hans Sachs' „Fahrender Schüler" bewährte auch hier eine Kraft, wo er mir besser hinzupassen schien, als auf die Bühne und in den Saal. Inzwischen hatte der eifrige Koch den Kassce fertig gemacht, Kuchen wurde ausgepackt, und man sah die einzelnen Gruppen eifrig besck-ästigt. Und dann wurde gesäubert, und bie Jungen tollten und spielten noch eine Weile zur Freude der Alten, die am Waldesrand im Schatten lagen und sich der Ihren freuten. Und schließlich gings heim mit Liederklang und Lautenspiel, mit Fiedel- und Querpfeisenbegleitung. Ta mag sich mancher Spaziergänger gewundert haben über den bunt zusammengewürfelten Haufen luftiger Menschenkinder, die lachend und singend in Gießen einzogen! Da ging auch manchem, der Mitwandemden auf, wie schön es doch heule unsere Jugend hat, und mancher mürbe stolz barauf, mit beizutragen, unsere Jugenb zu gefunben unb kräftigen. Unb mancher Vater läßt seine Kinder jetzt doppelt gern mit hinausziehen, ter gejehcii hat, wie fein da draus Groß und Klein, Bruder und Schwester miteinander jung siird und sich freuen, wie Die Kleinen lernen und abgucken unb bic älteren geübteren Wandervögel, ohne zu wollen, zum Vorbild werben, wie sich ba eine Trabition bilbet, die alles unschöne und ungesunde abstößt. Und mancher merkte auch, warum auch auf größeren Wanderungen jeder, ob Groß ober Klein, Nutzen nnb Befriedigung hat, wenn sie sich durch häufige gemeinsame Waiiderungen kennen und sckstitzen gelernt haben. Und wenn auch in der Regel bie Jugenb allein hinauszieht, wenn bic Wandervögel auch stolz darauf sind, aus eigener Jugendkrast sich durchzuschlagen, so waren sic doch froh, auch einmal den Eltern zu zeigen, wie schön cs da draußen ist unb warum sie so gern mittippeln, unb auch bic Mitglieber ber hiesigen Ortsgruppe waren bankbar bat'ür, baß sie einen Einblick in ben praktischen Wandervogelbetricb haben tonnten, ber leicht burch einseitige ober übertriebene Schilberung ber Jüngeren unb Jüngsten Außenstehenden einen unangenehmen, mindestens ungewohnten Eindruck machen kann.______________________ P- E. Die Prinz-Heinrich-Fahrt. Straßburg i. E., 6. Juni. Von einem zahlreichen Publikum seit Stunden erwartet, traf der erste Wagen, vom Prinzen Heinrich selbst gesteuert, nm 5 Uhr 5 Min. am Ziel der Kleinen Rlfcinbrücke ein. Hinter dem Wagen der Oberleitung kamen als erste die Wagen Nr. 72 Leuschner-Eharlottenburg, Nr. 2 Flinsch- Frantsurt, Nr. 3 Forchheimer-Nürnberg, Nr. 5 Ninaud-Mann- l)ciin, Wr. 9 Frankl-Wien hier an. Ohne Aufenthalt fuhren die Wagen zu den Schuppen, wo sie bis morgen früh eine stunde vor der Abfahrt unter Verschluß bleiben. Bei der Fahrt durch Die viclsach beflaggten Straßen wurden die Fahrtteilnehmer lebhaft begrüßt. Prinz Heinrich ist im Statthalterpalast beim Grafen von Wedel abgestiegen. Der Start sür die morgige vorletzte Strecke Straßburg—Kolm ar—Zabern—Metz, 334,8 Km., ist morgen früh 6 Uhr ab auf ber Kolmarcr Landstraße in Neudorf. Unfälle. Straßburg,6. Juni, lieber die ans der heutigen Fahrtstrecke vorgeko.nimenen Unfälle sind bis abends 8 Uhr 20 Mm. folgende Meldungen cingelaufen: Nr. 19 O. Buchloh-Berlin mit den Vorderrädern in einen Steinhaufen geraten, Eintreffen zweifelhaft; Nr. 53 Robert Voigt-Tiisscldorf Weiterfahrt auigegeben, Federbrnch bei Nußbach; Nr. 97 Raymer Gahry bei Simmers- dorf, Wechsel der Zündkerzen; Nr. 99 W. Neichftein-Branch'nbiirg a. H., Wagen abgebrannt; Nr. 117 Bernhard ^töwer-^lettin, Ventile ausgewechsett' Ankunft vor Zielschlnß zweifelhaft. Außerdem sehlen zurzeit noch Nr. 116 und 118. <5cridH5faaL R. ß. Darmstadt, 6. Juni. Das Schwurgericht begann heule mit der Verhandlung gegen den 23jährigen ledigen Alonteur ValenNn B r e r d e r t von Ofsenbach wegen Totschlag- versnchs, Brandstiftu n g und Diebstahls. Der'Angeklagte halte am 3. April d. I. in Abivesenheit seiner Ellern aus einem verschlossenen Nähtisch zwei Füniziginarkscheine entwendet und bis uni 40 Alk. verpraßt. Darüber entstand mit seinen Ettern Streit, wobei der Revolver eine Rolle spielte, und schließlich legte der Angeklagte im betrunkenen Zustand Fencr an in der Wohnung feiner Eltern, wornni er sich in den Hoi begab imö schlief. Rach sehr umfangreicher Verhandlung wiuDe der Angeklagte wegen Diebstahls, Brandsliftimg mib Bedrohung zu 2 Jahren 6 Atonalen Z n ch t h a u s , abzüglich 1 Monat Unlerjuchungshaft, und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Flensburg, 6. Juni. Ter Redakteur Thomsen uom .Apenrader Hejindal" wurde von der hiesigen Strafkammer wegeii B e 1 e i d i g n >l g des L a n d t a q s a b g e o r d n e t e n D r. Schifferer zu 500 9)1 art Geldstrafe verurteilt. Tic Beleidigung wurde in der Erwiderung des Blattes auf eine von Schifferer im Abgeordnetenhaufe gehaltene Rede erblickt, in der jh,n Unzuverlässigkeit und Leichtfertigkeit zum Vorwurf gemacht wird. Zwei Tage wandervogelleben. Am Samstag hatte ine hiesige OrtsgruppedesWander- Vogels Freunde ihrer Bewegung zur Feier ihres zweijährigen Bestehens zu einem Lichtbilder Vortrag eingeladen. Feme alte Volkslieder erklangen zur Laute, bevor Dr. Werte aus Darmstadt seinen Vortrag: „Zwei Tage Wandervogelleben" begann. Er bot mehr als dies. An der Hand sehr schöner Photographien sprach er über diese ganze Bewegung und er verstand es, der zahlreichen 5)örcrschafl ein lebendiges Bild vorn Leben und Treiben ber Wandervögel zu geben. Wie sich Gymnasiasten ernst selbst aufmachten aus Dem Hausermcer ber Großstabt, Luft unb Sonne zu suchen, burch Walb imb Wiese zu streifen, L-anb unb Leute kennen zu lernen, Teutschlaiid zu schon und deshalb zu lieben. Wie sic Dann, von dem Wert ihrer Fahrten und Wanderungen burchbrungen, für ihre Jbec wirkten unb arbeiteten, und wie sich hieraus bic beutsche Wanbervogelbewegung entwickelte, groß und gesunb, eine bewußte Reaktion gegen Kneipwcsen uiid Pennälcrblasicrthcit. Und dann zogen im Bild an unS oorbei die lustigen Gesellen, au er durch Wald mrd Wiese, über Berge u. Bache; wir sahen sie ums Feuer liegen und kochen unb schmoren, wir sahen sie in alten echten Bauernstuben sitzen unb smgen, sahen )ie in bem feinen Heuschober eines Pfarrers liegen und in Notquar- ». 13° la. Gasherde unerreicht billig. Kinematograph GarlSchunck Selterswe^ 52 Selterswe^ 52 a-7« Bahnhofstr. 54 Bahnhofstr. 54 K "Reiss, Giessen Telephon 539 Mäusburg 12 Biograph 3174 Plockstratze 12 Plockstraße 12 04780 außerordentlich spannend. 04749 6 Zimmer Eintritt 25 Pfg. Anfang 8 Uhr. Kd Formen findet gratis Mittagstisch. Schriftl. Angebote unter 04761 an den ob Stadt (3005 zu vermieten. Schreibmaschine. la.Wasserschläuche an allerbilligst. CarlSchunck Selterswe^ 52 Seltersweg 52 n u er mieten (Offene Stellei imnf-OMndje Verfchicdenos verkaufe h O4362)Schrcibmafchi»enarbeitcn besorgt. Marburg. Str. 27II r. Offerte mit Rud. Liosse, [ vermieten. 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