Nr. 105 Erstes Blatt 160. Jahrgang Samstag 7. Mai 1010 monatl. Land- Bftr V IxL, '03^^ B Bl B «U ^W/aA' M Br B auswärts 20 Pfennig, wirtschaftliche Seitfrage« M “ ▼ B ▼ B ▼ ” Chefredakteur: A. Goetz. Fernlprech-Anschlüsse: B 8|P Bf JBby Verantwortlich für den für die Redaktion 112, _ politischen Teil: August "» General-Anzeiger für Oberhefsen MM Annahme von ÄnzeigeM ® <5.0. für bcn für bte Taaesnummer Botafion$örtt(f und Verlag der vrühl'schen llniv.'vuch- und steindruckerei R. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulftratze 7. Anzeigenteil: 's. Beck. bi5 vormittags 9 Uhr. 0 • Die heutige Nummer umfaßt 18 Seiten. König Eduard f. Nach kurzer Krankheit ist König Eduard am gestrigen Freitag abeno verschieden. Er hatte seine Krankheit, die ihn schon längere Zeit quälte, geheim halten wollen, und es ist für ihn und die englischen Zustände bezeichnend, daß über Leben und Tun des greisen Herrschers auch in den letzten kritischen Tagen die Zeitungen nicht viel zu sagen wußten: König Eduard Hai im Stillen gewirrt, war höfischem Pomp, äußeren Aufwendungen und Veranstaltungen, ab* hold. Als Eduard VII. beim Tode seiner Mutter, am 22. Januar 1901, den Thron der vereinigten Königreiche bestieg, wurde er in der ganzen Welt als ein Mann von ernstem Willen und Zielen erheblich unterschätzt.. Eines wußte man jedoch auch damals schon von ihm: daß er sich auü) als Prinz von Wales nie in den Voroergrund gedrängt hatte. Zn den langen 40 Jahren als englischer Thronfolger hat er sich stets nur als Repräsentant der Königin, seiner Mutter, gegeben, sich nie Rechte angemaßt, die ihm nicht zustanden. Der verstorbene König ha«, das Leben in vollen Zügen genossen: Weib, Wein, Gelang und Sport wußte er zu schätzen. Bei sehr häufigem Aufenthalt in Paris hat er sich diesen Ruf sehr allgemein zugeeignet, aber auch bei seinem wiederholten Aufenthalt in Homburg v. d. H. hatte man (Gelegenheit, ähnliche Wahrnehmungen za machen. Auf zahlreichen Reisen hat sich Eduard V1I. in fernen Tyron- folgerjahren reife Erfahrungen und praktischen Blick angeeignet. Er wußte mit jedermann zu reoen, und da er stets jovial und anspruchslos seinen Leuten gegenubertrat, lernte er mehr als sonst ein Mann königlichen Geblüts. Er hat die Bereinigten Staaten, Kanada, auch Indien gesehen. Er liebte auch die Landwirtschaft und Halle sich auf seinem Gute in Norfolk eine Musterwirtschaft errichtet, die er selbst betrieb. Sein Charakter war offen und en.schieden. Bei aller Entschlossenheit — so heißt es in einer Schilderung — prägt sich jedoch in seiner Art, sich zu geben, eine große Gutmütigkeit aus. Ueberaus tätig und lebhaft, soll ihm die Muße, die ihm seine Thronfolgerstellung aufgezwungen hatte, und die Unmöglichkeit, eine Karriere zu ergreifen, sehr schwer gefallen sein. Als .König hat Eduard VII., ohne ein „persönliches Regiment" zu fuhren, doch einen entschiedenen Einfluß auf die Politik des Landes ausgeübt. Bei seinem Regierungsantritt hat er lebhaft die völlige Ruhe in Sübafrua gewünscht, und unter seiner Regierung ist es tatsächlich gelungen, das englische Regiment unmerklich, mit klugen Maßregeln, in Afrika zum Erfolg zu führen. In späteren Jahren ist der kaufmännische Geschäftssinn des Königs in der Weltpolitik beinahe sprichwörtlich geworden. Hier, in der auswärtigen Politik, war er es besonders, der klug und nüchtern die großen Ueberliefe- rungen der englischen Politik fortführte. Erich Marcks hat in seinem neuen kleinen Buch „Tie Einheitlichkeit der englischen Auslandspolitik" die Verhältnisse in England gut geschildert. Trotz dem Wechsel der regierenden Parteien ist die englische Politik konsequent gebiieoen: „Und dennoch hat über alles dieses, im großen, doch stets wieder jene säkutarc Einheitlichkeit gesiegt und iet« Unregelmäßigkeit schließlich ausgelöscht, und eines hat stets gegolten: das Vaterland und seine Macht über allem. Ein ungeheures staatsmännisches Erbe, im Denken und 'm Handeln, auch in der Taktik der Politik, hat sich innerhalb der regierenden aristokratischen Schichten durchgebildet und übertragen: es ist längst auch dem Bürgertume, es ist auch dem Arbeitertumc zugeslossen und von ihnen in weitem Maße ausgenommen worden. Wir bewundern die Kraft dieser Schulung, dieser politischen Tradition, dieser politischen, nationalen Instinkte." Ein nicht geringes Verdienst im Festhalten an dieser großen Ueberlieferung hat aber gerade auch König Eduard gehabt. Nicht nur imi praktischem Kaufmannsbl.ck, sondern auch mit vornehmem Takte hat er die weitverzweigten Ziele des großen Jnselreiches übersehen und gefördert. Die Engländer haben heute wahrlich Anlaß zu tiefer, aufrichtiger Trauer. Wir Deutsche haben zwar für unsere Politik von Eduard VII. leine Zugeständnise erhalten, es sei denn, daß wir sie uns selbst eriämpft hätten. Aber wir blicken heute voll Mitgefühl und Ehrfurcht nach dem Buckingham-Palast hinüber, wo der Tod einen Herrscher hinweggeraf st hat, den der bisherige Prinz von Wales,'der am 3. Juni 1865 geborene Kronprinz Georg Friedrich Ernst Albert, nur schwer ersetzen kann. ♦ Eduard VII., König von England, der jüngere Bruder der verstorbenen Kaiserin Friedrich, war der älteste Sohn der Königin Viktoria von England und am 9. November 1841 im Buckinghampalast zu London geboren. Er wurde durch Privatlehrer unter Oberleitung seines Vaters erzogen, studierte bann in Edinburgh, Oxford pnd Eambrioge. 1860 bis 1862 bereiste er Nordamerika und den Orient und drei Jahre später Ostindien. Seiner Ehe mit der dänischen Prinzessin Alexandra, Tochter Christians X. von Dänemark (geschlossen am 10. März 1863), find zwei Söhne und drei Töchter entsprossen: Albert Vlltor (geboren 8. Januar 1864, gestorben 1892), Georg (geboren 3. Juni 1865), Luise (geboren 20. Februar 186 < und vermahlt mit dem ^Herzog von Fife feit 1889), Victoria (geb. 6. Juck 1868, unvermäqlt) und Maud (geb. 26. November 1869, vermählt mit dem jlönig Haakon von Norwegen). ♦ Mr erhielten nacheinander folgende Meldungen: London, 6. Mai. Die genaue Untersuchung des Königs durch die Ä e r z t e zeigte, daß sich die Bronchien nicht in einem besseren Zustande befanüen, sondern etwas ernster asfi- ziert erschienen. Ties führte zu den Worten des Krankheitsberichts „ernste Besorgnisse". Eine große Menschenmenge sammelte sich vor den .Gittern des Schloßhoses an. Auch der Erzbischof von Canterburp langte im Schlosse an und sprach den Prinzen von Wales unmittelbar nach der Ausgabe des Bulletins. London, 6. Mai. Amtlicher Bericht von 6 Uhr 20 Min.: Die Krankheitssymptome des Königs verschlimmerten sich im Laufe des Tages. Der Zustand ist jetzt kritisch. London, 6. Mai. 7 Uhr 41 Min. Alle Mitglieder der Königlichen Familie wurden in den Buckingham- Palast berufen. Madrid, 6. Mai. Asquith und Mac Kenna haben Sevilla verlassen, um nach England zurückzukehren. Es wird geglaubt, daß sie anläßlich der Erkrankung des Königs nach London berufen worden sind. London, 6. Mai. Um 10 Uhr abends teilte der Sekretär des Königs, Lord Knollys, dem Reuterschen Bureau mit, daß der Zustand des Königs unverändert sei. Tie Menge verharrt trotz des Regenwetters vor dem Palaste. London, 7. Mai. Dem Vernehmen nach befand sich der König Eduard den ganzen Abend über in schlafartigem Zustande. Nur zwischen 9 und 10 Uhr trat ein leichtes Erwachen ein. Darauf wurde der König bewußtlos. London, 6. Mai. 8 Uhr 47 Min. abends. Eine große Menschenmenge ist vor dem Buckingham-Palast versammelt und nahm die ernsten Nachrichten mit Bestürzung entgegen. Der Krankheitsbericht wurde durch Sonderausgaben der Abendblätter sehr schnell in ganz London bekannt und rief überall tiefe Trauer hervor. Als die Königliche Standarte auf dem Palast bei Sonnenuntergang wie üblich niedergeholt wurde, entstand plötzlich eine Totenstille unter den Versammelten. Die Männer entblößten das Haupt, da man glaubte, die Katastrophe sei eingetreten, doch der richtige Sachverhalt wurde schnell bekannt und die Spannung der Menge ließ etwas nach. Minister Churchill wurde in den Palast berufen. London, 7. Mai. Ein amtlicher Bericht von gestern abend 11 Uhr 50 Min. meldet, daß der König um 11 Uhr 45 Min. lauft verschieden ist in Gegenwart der Königin, des Prinzen und der Prmzesfin von Wales, der Princeh Royal Luise und des Herzogs von Flse, der Prinzessin Viktoria, sowie der Prin. zessm Luise, Herzogin von Argyll. London, 7. Mai. Beim Ableben des Königs war von seinen Kindern nur die Königin von Norwegen nicht anwesend. Diese telegraphierte, daß sie sofort abreise. Ihre Ankunft dürste am Sonntag erfolgen. :/: Köln, 7. Mai. (Privattelegramm.) Eine Drahtnachricht der Köln. Ztg. aus London besagt: Der Zustand des Königs gab im Laufe des Tages im Westeno zu Beunruhigungen Anlatz, doch wurde anderseits versichert, die Lage sei nicht bedenklich. Der Umstand, daß die Schloßwache wie gewöhnlich mit klingendem Spiel aufzog und die Musikkapelle im Schloßhof spielte, hatte die Gemüter beruhigt. In der Altstadt und in den Geschäftskreisen war die Stimmung sehr gedrückt, und aus der ganzen Linie werden bei den Kursnotierungen schwere Einbußen vermerkt. Die Rückwirkungen im Herzen der Hauptstadt blieben nicht aus. Ansehnliche Menschenmassen sammelten sich vor dem Schloß. Der starke Zustrom der höheren Gesellschaft, die ihre Namen einschreiben wollten, wirkte wieder beunruhigend. Mehr als 2000 Personen machten im Laufe des Tages Besuch. Die Nachricht vom Ableben des Königs rief eine allgemeine Bestürzung hervor. ♦ Berlin, 6. Mai. Der Kaiser hat befohlen, daß ihm über das Befinden des Königs Eduard durch die Kaiserliche Botschaft in London fortlaufend direkt Bericht erstattet werde. Bei der hiesigen englischen Botschaft ließ der Kaiser vormittags Erkundigungen einziehen. :/: Wiesbaden, 7. Mai. (Privattelegramm.) Der Kaiser war über die nachts eingetroffenen Depeschen, die den Tod meldeten, aufs tiefste erschüttert. Er hatte angeordnet gehabt, daß man ihm jede aus London einlaufende Meldung sofort zustelle. So rasch hatte man die Auflösung nicht erwartet. In einem längeren Telegramm drückte der Kaiser der Königinwitwe sowie dem Prinzen von Wales, dem jetzigen König, seine innigste Teilnahme aus. Der Kaiser beabsichtigt, zu den Trauerfeierlichkeiten selbst nach London zu reisen, doch ist darüber noch nichts genaueres bestimmt. Mainz, 7. Mai. Der Großherzog und die Großherzogin von Hessen brechen mit Rücksicht auf den Tod des Königs Eduard von England ihren Aufenthalt hier ab und kehren heute mittag um 3 Uhr nach Darmstadt zurück. Von dort aus wird sich der Großherzog zur Teilnahme an den Beisetzungsfeierlichkeiten nach London begeben. Wiesbaden, 7. Mai. Heute vormittag wurde die Standarte auf dem Kaiserlichen Schlosse auf H a l b m a st gehißt. Der Kaiser begibt sich heute abend nach Potsdam, ohne den in Schlitz beabsichtigten Besuch zu machen. London, 7. Mai. Die Nachricht von bem Tode des Königs wurde dem Publikum vor dem Schlosse mitgeteilt, unmittelbar nachdem der Prinz von Wales das Schloß verlassen hatte. Sie wurde von der Menge mit tiefem Schweigen angehört. — Alle Blätter heben in ihren Nachrufen die große politische Bedeutung der Regierung des Königs hervor. Wien, 7. Mai. Wegen des Ablebens des Königs Eduard wird die (Eröffnung der Jagdaus st ellung verschoben. Rom, 7. Mai. Tie Nachricht von bem Ableben des Königs Eduard ruft überall schmerzliche Teilnahme hervor. Die Zeitungen widmen dem verstorbenen Fürsten herzliche Nachrufe. Paris, 7. Mai. 'Die gesamte Presse widmet dem verstorbenen König von England sympathische dttuhruse. Er wird namentlich als treuer Freund Frankreichs gefeiert. London, 7. Mai. Die Vlorgenblätter veröffentlichen lange Abhandlungen, in denen sie dem nationalen Schmerz über das Ableben des Königs Ausdruck geben. — Die aus Deutschland kommenden Beleidskundgebungen werden aufrichtig gewürdigt. Daily Chronicle teilt mit, daß die Krankheit des Königs in einer astmathischen Herzaffektion bestanden habe. Ter H u st e n hatte die linke Herzkammer angegriffen. Selbst Sauerstoffzufuhr verschaffte dem Kranken keine Erleichterung mehr. politijebe Wochenschau. 'Gießen, 7. Mai. Auch die Schlußabrechnung zwischen dem Staatsse.re.är Temburg und dem Abgeordneten E.z^erger hat die Ueoer- legenheit des Staatssekretärs offenbart. Mil dem Kriegs- ostensteuergesetz wird es nichts werden. Tas wochenlange Erzbergersche Gefecht, an dem manche seiner eigenen Partei- zenossen leine Freude hatten, wird wohl nicht einmal die »emagoaische Wirkung haben, die der Herr von Butten hausen sich für das Zentrum versprochen hatte: Herr Dem bürg verfügt gleichfalls über ein Programm, das auch den Massen niajt gleichgültig sein tonn, und er hat am Schluß tage der britien Lesung höchst wirkungsvoll seinen Ijart- nädigen Widersacher damit abgeblitzt. Erzberger will un tatlhaste Entrechtungen, brutale Enteignungen — und der Staatssekretär steht dagegen für die Unverletzlichkeit des Eigentums ein, indem er das Wort prägte, der Begriff des öffentlichen Wohls fei nicht mit dem des öffentlichen Säckels zu verwechseln. Herr Erzberger hat tatsächlich, und mit berechnender Absicht, Schein und Sein verwechselt, er wollte die Finanzre^cmpolitik des Zentrums mit einer Großtat krönen, und indem er die Arbeitermassen vor das Guckloch nach bem Diamantenschatz der südwestafrila nischen Kapitalgesellschaften führte und damit die Begehr- lici)icit lockte, hat Dernburg ihm die Rechtslage Dar gemacht und sich auf einen besseren Gefühlsboden gestellt. Mit berechtigtem Nachdruck hat der Staatssekretär seine Üdlvestasti.ainschen Beschweroefuhrer auch auf die leLigen Folgen des deutschen Parteigetr^ebes, das sie angerusen i;atien, hingewie.en. Tie übertriebenen Schilderungen aus Südwest würden beinahe der Kolonie zu einem Steuergesetz mit ungewöhnlich Hohen Belastungen verholsen haben' Ter Ertrag des Gesetzes würde nicht etwa der Kolonie andern dem Reichssäckel zugute gekommen sein! Wir können uns in der Tat freuen, daß der Leiter unserer Kolonial- lolitik den Parleirunststückchen fein wohlwollendes Interesse versagt und das Erzbergersche Puppenspiel von der t'olo- nialen Bühne vor aller Welt schonungslos hinweggefegt hat. Tas toloniale Interesse hat mit demogogischen Partei- hilssmitteln einstweilen nichts Gemeinsames. In unserem gegenwärtigen polillscl>en Leben handelt es sich mehr als früher um rein materielle Interessen, das zeigt schon die ständige Vermehrung der wirtschaftlichen Organisationen, die in den politischen Kampf eintreten. Soll aber dieser Kampf darum immer blindwütiger geschürt werden? Und werden die gegenseitigen Verhältnisse dadurch klarer? Dr. Hugo Böttger hat dieser Tage in bei „Nationalzeitung" einen Aufsatz veröffentlicht, in dem er Konservative und Liberale darauf hinweist, sie möchten beim Schädel,packen wegen der Winschastsfragen nicht außer acht lassen, daß es zwei sehr mächtige Parteien in Deutschland gebe, die sich ihr politisches Wesen nicht völlig durch die Messer- und Gabelfragen ruinieren lassen, das Zentrum und die Sozialdemokratie. Der Gedanke ist sehr richtig und muß in den Vordergrund gestellt werden: beide benutzen die wirtschaftlichen Kämpfe mit bestem Erfolge zu ihren MachlAwecken. Die bürgerlichen Parteien haben durchaus kein Interesse daran, ob einiger, allerdings höchst wlästiger Wirtschaftssragen sich gänzlich zu zerfleischen, und die abgebrauchten Tagesphra,cn und Schinipswone, mit denen heute der Menschheit Schnitzel gekräuselt werden, sind doch wahrlich nicht der Weisheit letzter Schluß. Gewiß, die großen Wirtschastsfragen und Gegensätze werden und tonnen nicht aus der Welt geschafft werden, aber soll man darum immer „das Haupt der Medusen, seines Feindes verhaßte Gestalt" sich vorschweben lassen? Nichts ist unverständiger, als wenn bei den Wahlen immer wieder das abgeklapperte K'ampf- geschrei angestimmt wird, ohne Rücksicht auf die Lage des Wahlkreises. Tas mag sich z. B. auch Herr Dr. Strecker, der Bad-strauheimer fortschrirtl. Führer, merken, der in einem Bad-Nauheimer Blättchen mit seinem vollen Namen den Nationalliberalen des Wahlkreises Friedberg-Büdingen und uns, die wir die betannte Entschließung für das Zusammen gehen der bürgerlichen Gruppen gebilligt haben, in überaus bescheidener Tonart „politische Armseligkeit" vorwars. Man mag es ja solchen Leuten von ihrem engherzigen Partei- standpunit nachfühlen, daß sie ihre eigenen Wege gehen wollen, aber bann sollen sie sich wenigstens nicht gebärden, als wären sie die unfehlbaren Führer zur höchsten Weisheit, zu einer neuen Kultur. So schablonenhaft, wie es in dem erwähnten Aufsatz geschieht, sehen wir die politische Lage nicht an. Es gibt für eine vernünftige praktische Rechnung noch mehr Faktoren als nur: Reichsfinanzreform, Teile des Bülowblocks, Bund der Landwirte und Knüttel gestalten wird, wsversammlung i in Frankfurt D-r. v. Helmolt Beschlüsse sind ’b geschlagen 'orgehen br Aahlichl Igem «iE Die Wertjuwk Der Ausschuß für die W ertzu trotz bet Abmachung des Aeltestenratt. " Beratung fortzufahren. Man trat in betreffend die St euerskala, eiju Wie die Wahl in Friedberg-Büdingen si ist noch nicht abzusehen. Die hessische L des Bundes der Landwirte hat am 3.^ nunmehr die Kandidatur des Rechts empfohlen, und die letzten natio anscheinend auch von dieser Seite^K^ worden. Heute wird von einem ffoo^ Liberalen gemeldet. Auf alle am 16. Juni für die Parteic politischen Zustände im Reiche zum Losschlagen. Der gemäßigte Liberalismus will nicht den Streit um des Streites willen, er vertraut weniger auf Schlagworte als auf friedliche Aufklärungsarbeit nach links und rechts, er ist auf die Anbahnung einer besseren parteipolitischen Lage bedacht, in der es Zentrum und Sozialdemokratie nicht so leicht wird, das Fett abzuschöpfen. Nebenbei gedeihen bei einer solchen Taktik auch weniger die zügello.en Uebertreibungen unb Anschuldigungen, deren rabitaie „Rechtsucher" in der Regel nicht entraten können. hierzu liegt, tote schon in erster Lesung, eine großeReche von Anträgen vor. Eine vom G r a r en We ft ar P l!wns.) beantragte Staffel, die wir nach dem Beschluss erster Lesung mit 10 vom .Hundert bei einer Wertsteigerung .von ruckst mehr als 30 vom Hundert des Erwerbspreiscs begrünen und m 20 (Stuten auf 30 vom Hundert bei, einer Wertftkugerung öon über 400 bom Hundert des Erwerbspreises steigen, aber innerhalb drein ^tuim bic kleinen und mittleren Gewinne scharfer heranziehen soll, Stimmengleichheit ab gelehnt. Es verbleibt Lzüglich der Grundftaffel (bei LO jähriger Besitzdauer) bei dem Reslblusie erster Lesung. Danach betragt die Steuer. IO vom Hundert bei einer Wertsteigerung, von nicht mehr als 10 v H. des Erwerbspreises und steigt.bei je weiteren angefangenen 20 v. H. des Erwerbsprerf^ um fe 1 v. H., so daß die Steaer ->8 v H beträgt bei einer Wertsteigerung von mehr als 360 I S> bis cinschlichlich 370 v. (ie behägt bann weiter 99 v D bei einer Wertstelgerung von mehr als 370 bis einschließlich 4§) v D-, und 30 v. &.A wenn die Wertsteigerung mehr als 400 Wefter ^würden, zum Teil in Abäiiderung der Beschlüsse zweiter Lesung, die folgenden .Absätze in nachstehender Fällung beschlchsen ermäßigt sich für jedes vollendete Jahr der Besitzdauer bis zum dreißigsten Jahre um| 1 vom Hundert seines Betrages. 1 Dem Erwerbs preis werden für jedes Jahr der Besitzzeit hmzu- gerechnet^E £unj)ert Erwerbspreises zuzüglich der in § 10, Ziffern 4 und 5 genannten Aufwendungen (Aufwendungen für Bauten, Umbauten, Verbesserung und bergt), soweit diese Summe den Betrag von 100 Mark für den Ar nicht übersteigt, bei unbebauten Grundstücken' 2 vom Huiidert, bei bebauten 1 ppm Hundert von dem Mehrbetrag. , ' „ , . . , , Die Hinzurechnung erfolgt für fedes volle Kalenderjayr nach Schluß des Jahres, in dem der Besitz erworben wurde oder die Aufwendung gemacht, bei Bauten und Umbauten die behördliche Gebrauchsabnahme, oder wo eine solche nicht (besteht, die gebrauchsfertige Herstellung erfolgt ist. . _oo Q. Beruht der Erwerb des Eigentums oder .emes Recksts (§§ 1, 3) auf einem steuerfreien Rechtsvorgaiige, so ist die .Besitzzeit des Rechtsvorgängers dem Veräußerer anzurechnen. Steuerbeträge, die im ganzen unter 1 Mark bleiben, werden nickst erhoben." _ . ’ ... n... . Nachträglich wurde dann auf Antrag Cunio.rn 8 4 dste Ziffer 4 geändert und erhält jetzt folgende Fassung: Dem Erwerbspreis sind hinzuzurechnen: 4. „die Aufwendungen für Bauten, Um^ bauten mrd für sonstige dauernde besondere Verbesserungen, auch solche land- oder sorstwissenschastlicher Art, die innerhalb des für bie Steuerberechnung maßgebenden Zeitraumes gemacht find und nicht der lausenden Unterhaltung von Grundstücken dienen, soweit die Bauten und Verbesserungen itod) vorhanden lind, z u- züglich 5 Prozent." Der sünfprozentige Zuschlag nmrde letzt durch den Antrag Cuno eingefügt und aus dem Beschluß erster Lesung der Satz: „für die eigene vom Veräußerer bet der Verbesserung geleistete Tätigkeit wird eine angemessene -Vergütung hinzugerechnet" gestrichen. Dem § 21 über die Auflassung wird folgender Absatz hinzu- gesügt: „Die Steuerbehörde ist verpflichtet, gegen Erstattung der ihr an Schreibgebühren und Porto entstehenden soften den zur Entrichtung der Steuer verpflichteten Personen Auskunft über die Höhe der Steuer zu geben." _ . Bei § 22, wonach der Landessurft und die Landes- fürstin ebenso wie das Reich,, die Bundesstaaten und Gemeinden von der Steuerpflicht befreit sind, fragt ein Zentrumsmitglied an, ob diese Befreiung für den Landesfürften und ine Landes- fürftin auch gelte, wenn sie den Grundstückshandel gewerbsmäßig betreiben. Unterstaatssekretär Kühn entgegnet, daß ihm solche Fälle überhaupt nicht bekannt seien. Ter Zentrumsabgeordnete erklärt darauf, daß chm ein solcher Fall bekannt sei. Ein Antrag, das Reich nnd die Gemeinden steuerpflrchtrg zu machen, wird abgelehnt. 'Dagegen wird beschlossen, daß durch die Landesgesetzgebung zugunsten der Gemeinden (Gemeindeverbande) Ansnahmeii von der Bestimmung über die Steuerfreiheit des Landesfürsten und der Landesfürstin gemacht werden tonnen. Wo solche landesgesetzlichen Bestimmungen bereits bestehen, behalt es dabei sein Bewenden. § 23 erhielt folgende Faffung: Gehen dein Eintritt der Steuer- pflickft mehrere aufeincuiderfolgende Rechtsgeschäfte der un § 2 bezeichneten Art voraus, so haften die an einem dieser Rechts- Vorgänge als Veräußerer Beteiligten für die Steuer neben dem Steuerpflichtigen als Gesamtschuldner, Im Verhältnis der Beteiligten zueinander haftet jeder Veräußerer für die steuer nur in der Höhe, in der er haften würde, wenn der Uebcrgang auf Grund des von ihm geschlossenen Veräußerungsgeschästs erfolgt Wat 3fi: die Vornahme des steuerpflichtigen Rechtsvorganges unter Mitwirkung eures Bevollmächtigten oder durch die Tätigkeit ernes Vermittlers mit der Maßgabe erfolgt, daß diesen der einen gewissen Betrag übersteigende Teil des Preifes verbleibt, fo hastet für den auf den Mehrerlös entfallenden Teil der Steuer neben dem Veräußerer als Gesamtschuldner derjenige, dem der Mchr- erlös zukommt. , ,, Liegt der die Haftung begründeiide Rechtsvorgang innerhalb eines Jahres nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes, so finden die Vorschriften der ersten beiden Absätze ferne Anwendung. Es wird folgender § 35a eingeschoben: „Gegen den Steuerbescheid sind als Rechtsmittel 1. die Beschwerde, 2. das Verwal- tungsstreitverfahreli, und wenn ein solches nid}t besteht ober wenn c-5 landesrechtlich ausgeschlossen wird, der Rechtsweg zulässig. Ob durch die Erhebung der Beschwerde seftens des Steuerpflichtigen das Verwaltungsstreitverfahren oder der Rechtsweg für ihn ausgeschlossen wird, richtet sich nach den lmidesrechtlichen Vorschriften. Im übrigen tourbeit die Beschlüsse erster Lesung bis einschließlich 8 48 nicht geändert. Morgen Samstag wird der Ausschuß die zweite Lesung zu Ende führen. Aus dem österreichischen Abgeordnetenhaus. Wien, 6. Mai.. Im Abgeordnetenhause betonte in der ersten Lesung der Regierungsvorlage betreffend die Reform der Geschäftsordnung der Ministerpräsident, die provisorische Geschäftsordnung habe den Zweck gehabt, die zur Unerträglichkeit gewordenen Uebelstände abzuschaffen. .'Dieses Provisorium werde jedoch von vornherein zeitlich und inhaltlich eng begrenzt werden. Es handle sich nunmehr darum, für die fernere Zukunft den richtigen Weg zu wählen, der den Bedürfnissen des Hauses entspreche. Hierbei solle die Regierungsvorlage eine brauchbare Grundlage bilden. Die Vorschläge der Regierung seien durchaus nicht unabänderlich. Die Anzeichen einer ruhigen Beurteilung der nationalen Angelegenheiten, die in der letzten Zeit sich in erfreulicher Weise vermehrt hätten, gestatteten die Hoffnung, daß auch in der Geschäftsardnungsfrage d.e sachlichen Erwägungen die Oberhand behalten wurden, und daß es gelingen werde, zu einem Kompromiß zu gelangen, das allen schutzwürdigen Interessen die Möglichkeit biete, sich im Rahmen und im Geiste der Geschäftsordnung durch >ie loyale Anwendung der von ihr gebotenen Mittel ^ur ltung zu bringen. Noch dem Ministerpräsidenten sprach Abgeordneter .-"fiten6 der Sozialdemokraten für eine vernünftige Seltzordnungsresorm, verwahrte sich jedoch gegen jecc ^'^'tigung einer Partei oder Nationalität. Abgeord- $er9£eibc'nl)of er erklärte, die Deutschen feien für ueter iqung der provisorischen Geschäftsordnungsreform bte Biegung der deutschen Verhanolungsspracye im Jn- • unt^ nes Zentralparlaments. Hieraus wurde die Ver- {creU‘-i abgebrochen. Tas Haus beriet bann einige Dring- .Äblnträge betreffend verschiedene Hochschulfragen. ! 110)161 Deutsches Reich. Im Reichstage verlautete, daß der Reichstag am Mittwoch, 11. Mai, bis in die zweite Hälfte des Novembers vertagt werden wird. Aus Nordhausen wird gemeldet: Der Bauarbeiterausstand hat hier zu schweren Ausschreitungen geführt. Eine große Volksmenge sammelte sich vor einem Neubau, auf dem italienische Bauarbeiter beschäftigt waren, an und nahm eine drohende Haltung an. Die Arbeiter mußten unter polizeilicher Bedeckung zurückgeführt werden. Ein Maurerpolier wurde von der Menge umzingelt und schwer mißhandelt, so daß er in das Gebäude der Harzquerbahn flüchtete. Eine mehrhundert- öpfige Menge hielt das Gebäude umlagert und b o m b ar - dierteesmitSteinen. Die Polizei wurde gezwungen, mit blanker Waffe vorzugehen, um den Ein geschlossenen zu befreien. Die militärischen Luftschiffmanöver bei Metz sollen nach der „Neuen politischen Korrespondenz" am 4. Juli beginnen und ungefähr sechs Wochen dauern. Graf Zeppelin antwortete auf das Ersuchen des deutschen Volksrates für Böhmen, nicht in P rag zu landen, er werde wahrscheinlich, falls seine Rückkehr über Böhmen erfolge, bei Leitmcritz landen. Ausland. Aus Ofen pest meldet man: Ter ungarische Ministerpräsident Graf Khuen-Hedervary wurde in Schönbrunn Dom Kaiser empfangen. Nach der Audienz machte der Minisler- präsident die Milleilung, daß die Wahlen für das Abgeordnetenhaus vom 1. bis 10. Juni stattfinden, der neue Reichstag am 21. Juni Zusammentritt und der Kaiser am 1L Mai in Lfenpesl zu längerem Aufenthalt eintreffen wird. Ter frühere Präsident Roosevelt und seine Familie sind Freitag abend, vom König bis zum Bahnhofe begleitet, von Kristiania nach Stockholm a b g e r e i st. — Roosevelt ist tm Beisein des Königs von Norwegen und der Mitglieder der Regierung feierlich zum Ehrendoktor der Universität Kristiania ernannt ivorben. Ans Konstantinopel wird gemeldet: Ter Sultan ist wieder hergestellt und wohnte am Freitag dem Selainlik bei. Aus Stadt und Land. Gießen, 7. Mai 1910. ** Tageskalender. Samstag abend 8'/, Uhr: Vortrag über die Wertzuwachs st euer im Hansbesitzeroerein. Kolosseum: Täglich Vorstellung. Kinern atograph: Täglich Vorstellung. Biograph: Täglich Vorstellung. Militärkonzert am Sonntag nachmittag 4^ Uhr auf der Liebigshöhe. * '* Der Kaiser kommt nicht nach Schlitz! Rach einer uns aus Schlitz zugegangenen Drahtnachrichl hat der Kaiser mit Rücksicht auf, den Tod des Königs von England den für morgen vorgesehen gewesenen Besuch des Grüstichen Hauses abgesagt. "Verwaltungsgerichtshof. Der Grobherzog )at den Oberlandesgerichtsrat bei dem Oberlandesgericht Gg. Diefsenbach für die Dauer des dermalen von ihm be- leideten Amtes zum Mitglied des Verwaltungsgerichtshofs ernannt. ** Aus dem Militär Wochenblatt. Kade, Oberst und Kommandeur des Württ. Train-Bataillons Nr. 13, unter Enthebung von dem Kommando nach Württemberg, zum Direktor der 4. Traindirektiqn ernannt; er trägt in dieser Stellung die Uniform des Hess. Train-Bataillons Nr. 18. Personal-Veränderungen in der hessischen Division infolge Bildung eines Veterinär-Offizier ko rps mit Wirkung vom' 1. April 1910. (Sofern eine Aenderung in der Dienststelle eintritt, ist die neue Dienststelle hinter dem bisherigen Truppenteil angegeben. Die in Klammern stehenden Daten beziehen sich auf die Patente.) Korpsstabsveterinär Reck, Generalkommando 18. Armeekorps (7. April 1899); Oberstabsveterinär mit dem Range der charakteris. Majore: die bisherigen Oberstabsveterinäre: Rein icke, Hess. Feldartillerieregiment Nr. 25; Höhnte, Garde-Dragoner-Regimciit (1. Hess.) Nr. 23; (beide: 1. April 1910). Stabsveterinär mit der Berechtigung, den Titel „Oberstabsveterinär" weiter zu führen: der bisherige Oberftabsveterinär mit dem Patent als Stabsveterinär: Schneider, 2. Hess. Feldartillerie-Regiment Nr. 61 Manen-Regl. Graf Häseler (2. Brandenburgisches) Nr. 11 (1. Oktober 1899). Stabsveterinäre: die bisherigen Stabsveterinäre Dr. Jacob, Leib-Dragoner- Regiment (2. Hess.) Nr. 24 (23. September 1902); Woite, 3. Lothr. Felk^Artillerie-Regiment Nr. 69, Hess. Train-Bat. Nr. 18 (10. April 1909). Die bisherigen Ober veterinäre: Ha- man, 2. Hess. Feldartillerie-Regt. Nr. 61; Ventzki, Hess. Train-Bataillon Nr. 18, 1. Garde-Ulanen-Regiment (beide: 1. April 1910). Oberveterinäre: die bisherigen Oberveterinäre: Dr. S t u r b a n , Leib-Dragoner-Regiment (2. Hess.) Nr. 24 (25. Oktober 1901); Karstedt, Großh. Art.-Korps, 1. Hess. Feldartillerie-Regiment Nr. 25 (1. Februar 1905), .Sieges- mnnd, Garde-Dragoner-Regiment (1. Hess.) Nr. 23 (23. September 1905), Neunter, Feld-Artillerie-Regiment von Pod- bielski (1. Niedcrschlcst) Nr. 5, 2. Hess. Feld-Art.-Ncgt. Nr. 61 (23. Oktober 1906). Veterinäre: die bisherigen Unterveterinäre: Dr. Kranich, Garde-Dragoner-Regiment (1. Hess.) Nr. 23 (1. März 1905), Grünert, Leib-Dragoner-Regiment (2. Hess.) Nr. 24 (1. März 1906); Geibel, Großh. Art.-Korps, 1. Hess. Feldart.-Regiment Nr. 25 (1. Februar 1909); Dr. Erb, 2. Hess. Feldart.-Regt. Nr. 61 (1. April 1910). — Beamte der Militärverwaltung : T r o st, S o b c l, Ober-Jutend.-Sekretäre von den Jntendalituren der 21. Division bezw. des,18. Armeekorps, gegenseitig versetzt. Versetzt: Haeckel, Jnlend.-Rat von der Intendantur des 18. Armeekorps zu der des 3. Armeekorps; zum 1. Juni: Berendt. Jätend.-Rat und Vorstand der Intendantur der 7. Division zu der Intendantur des 18. Armeekorps; zum 1. Juli: Hartung, Jntend.-Rat von der Intendantur des 16. Armeekorps zu der des 18. Armeekorps; Buße, Intendantur-Rat und Vorstand der Intendantur der Hess. (25.) Division, zu der Intendantur des 4. Armeekorps; Brsdan, Intendantur-Rat von der Intendantur des 18. Armeekorps, als Vorstand zu der Intendantur der Hess. (25.) Division. ** Studentisch e Unterrichtskurse für Arbeiter und Unterbeamte. Zu dem Konzert am Dienstag find Eintrittskarten zum ermäßigten Preise von 50 Psg. Montag abend 8i/2—10 Uhr in einem der Montagslurse erhältlich, ebenso Dienstag vormittag 10 bis 12 Uhr in der Wohnung des Leiters Dr. H. Knoellinger, Stephanstraße 45. " Erholungsurlaub für Angestellte. Arn 1. Juli tritt in O e st e r r e i ch das neue Handluugsgehilfengesetz in Kraft, das euren gefetzt ich en Anspruch auf Urlaub einführt. In Deutschland fehlt es noch an einer folchen Gesetzesvorschrist, aber die Sitte, dem Angestellten einen Erholungsurlaub zu gewähren, verbreitet sich immer mehr und mehr, und das mit Recht, denn dieser Erholungsurlaub entspricht einem dringenden Bedürfnis. Tie einsichtigen und um die Erhaltung der Leistungsfähigkeit ihres Personals besorgten Geschäftsinhaber ergreifen gern die Gelegenheit, den Angestellten eine Erholungspause während der stilleren Geschäftszeit zu gewähren, weil dadurch erfahrungsgemäß der Geschäftsbetrieb einen außerordentlichen Vorteil hat und geschäftliche Bedenken einer solchen Ruhezeit nicht entgegensteheii, da Vertretungen zu dem gedachten Zivecke von den Angestellten gern übernommen werden. Unter solchen Umständen ist es anzuerkennen, daß die kaufmännischen Gehilfenvereinigungen wiederum an bie Prinzipale die Bitte richten, auch in diesem Jahre den Angestellten im Handel und Gewerbe einen Erholungsurlaub zu gewähren. ** Eine Hessische Vereinigung für Krüppel - für sorge soll ins Leben gerufen werden. Die Tagesordnung der Gründungsversammlung, die Mittwoch, 25. Mai, in Darmstadt stattfindet, lautet: Begrüßungsansprache des Vor- itzenden der Landesversicherungsanstalt, Geh. Negierungsrat Dr. Dietz; Vortrag des Beigeordneten Müller über Krüppelnot, und Krüppelfürsorge; Gründung der Vereinigung und Beschlußfassung über die Satzungen; Wahl des Vorstandes. Die Vereinigung will ihr Interesse namentlich jugendlichen Krüppeln zuwenden, deren es in Hessen 1436 gibt. Nach ärztlichem Urteil steht fest, daß 93 Prozent aller jugendlichen .Krüppel durch geeignete Behandlung ganz oder terlweise erwerbsfähig gemacht und 70 Prozent vollkonrmen geheilt werden können. Hinter den Nachbarländern, die bereits bedeutende Slnstalten für Krüppelfürsorge eingerichtet haben, darf auch Hessen nicht zurückbleiben. " Männer-Turnverein. Trotz der ungünstigen Witterung fanden sich zu dem T u r n g a n g am H i m m e l f a h r ts - tage 17 Turnerinnen und 27 Turner am Bahnhof ein. Der Turngang selbst war fast ausnahmslos vom Wetter begünstigt und führte von Gr.-Buseck aus durch das Buseckertal über Beuern- Allertshausen nach Londorf, wo die erste Rast gehalten und eine Anzahl Nachzügler ausgenommen wurde. Schon auf der Höhe von Allertshausen kant die Sonne zum bollen Durchbruch und gewährte einen großartigen Ausblick in das Lumdatal. Um 9 Uhr ging der Marsch nach Holzhausen, die Höhen hinauf an den Steinbrüchen vorbei, vor denen zwei Führer aus Roßberg bie Schar erwarteten. Nur wegen der vielen „Mädchen" trauten sie sich erst nicht herbei, sie hielten die Ausflügler für eine Tanzschule! Durch herrliche Wälder ging es etwa zwei Stunden lang an Roßberg, den Forsthäusern und der Röderburg vorbei, von der nur noch zwei Ringwälle Zeugnis von vergangener Größe ablegen. In Holzhausen wurde nach einer kurzen Rast das Schloß und der herrliche Park des Freiherrn von Stumm be- ichtigt und die halbe Stunde, die der inzwischen eingetretene Regen als unfreitoiHigen Aufenthalt verlangte, durch ein Tänzchen verkürzt. Bald war dann Roßdarf erreicht, gerade in dem Augenblick, als eine feierliche Prozession mit fliegenden Fahnen und Bannern den Kreuzweg entlang kam. Für manchen Teilnehmer ein interessanter, weil ungewohnter Aichlick. Im Hintergrund der mächtige, plötzlich aus der Ebene aufstrebende Basaltkegel, gekrönt von Dorf und Burg Amöneburg, im Tal in langer Reihe voran die Männer, dahinter die Frauen, alle in Andacht und gemessenem Schritt der Monstranz folgend, die Priester im vollen Ornat voran. Der Berg wurde im Sturm von ber Seite genommen, an der er am unzugänglichsten schien. Der Rmrdblick von der Höhe aus war prächtig. Ganz in der Ferne unser Dünsberg und Gleiberg, näher Spiegelslust und Frauenberg. Waren schon sieben weitere Nachzügler vom Ebsdorser Grünt kommend, in Holzhausen dazu gestoßen, so erwarteten drei Rad- ahrer und 14 Turner, die die Nacht hiirdurch von Gießen über Marburg nach der Amöneburg marschiert waren, die Turnfahrer. So wuchs die Schar auf 68. Nachdem man in Amöneburg noch kurz vor dem Abmarsch die eben von Marburg kommende Turngemeinde begrüßt hatte, ging es im Eilmarsch nach Kirchhain, wobei ein kräftiger Regen- chauer, die Schritte beschleunigte. Trotz alledem marschierte man mit Sang und Kkfang in guter Ordnung dort ein, um sich im Turnsaal des Turnvereins niederzulassen. Bald kam auch die Marburger Turngemeinde, auf deren Einladung hin ein großer Teil der Gießener mit nach Marburg fuhr, um dort noch zwei Stunden zu tanzen. ** Silberne Hochzeit feiern morgen Schmied Ludwig Schneider und Ehefrau, Löwcngasse 22. ** Gießener Polizeihunde. In der bergan- gen en Woche wurden einem hiesigen in der Krofdorfer Straße wohnenden Schwimmlehrer 10 wertvolle Stallhasen ab- gewürgt. Aus die bei der Polizei erstattete Anzeige be- aaben sich die Schutzleute Fenz und K'lös mit ihren Polizeihunden an den Tatort. Die Hunde nahmen sofort die Spur auf und verfolgten sie bis zu einer ungefähr 1500 Meter vom Tatort entfernt liegenden §ofreite, bereu Eigentümer im Besitze eines Bernhardiner Hundes ist. Eine sofort an dem 5)unde vorgenommene Untersuchung ergab die Richtigkeit der von den'Polizeihunden aufgenom - menen Spur. Der später ebenfalls auf die E>pur gehetzte Polizeihund des Schutzmanns -Seitz verfolgte sie wie die beiden anderen Hunde,'so daß es also 1 einem Zweifel mehr unterliegen tonnte, daß der Bernhardiner Hund die Hasen in der Nacht abgewürgt hatte. Wie wir vernehmen, hat sich der Besitzer des Hundes auf Grund dieses Ergebnisses bereite mit dem Eigentümer der Hasen geeinigt. ** Mit dem Schutz der Singvögel beschäftigt sich eine in der heutigen Nummer enthaltene Bekanntmachung bei Großh. PolizeiamtZ, worauf besonders hingcwiesen sei. " Der Kreis-Ziegenzuchtverein hält am Mow tag nachmittag 3 Uhr feine Hauptversammlung im Cafe Ebel ab. ** Auch ein E n t s chul d ig ung s gr un d. Ein Schüler, der dieser Tage 15 Minuten Au spar in die Sck)ulc tarn, entschuldigte fein Ausbleiben damit, daß er für feiner Vater habe Frist holen müssen. Frist, fragte der Leprer erstaunt, wo hast du denn die hergeholt ? — „Dom Rechts^ anwalt, Herr Lehrer", war die Antwort. ** I n Amerika verstorbene Hessen. Julius Levy. 65 Jahre alt, wurde in Newhork auf der Straße durch einer Herzschlag vom Tode überrascht. Wilh. Schirmer, 86 Jahre alt, in Brooklyn, Hch. Heinz, 52 Jahre alt; aus Oberhesseii. in Brooklyn, und Professor Joh. Friedrich Nolting, 51 Jahre alt, in Clinton, ein beliebter Prediger am Wartburg-College. (-)Großen-Linden,6. Mai. Der Bau eines neuen Aus slugsortes, der auf einem 2600 Quadratmeter großen Gelände auf der Südseite des Wäloes an der Staatsstraße zwischen Klein-Linden und Großen-Linden nack) Plänen der Architekten Fifck)er & Zipp-Gießen errichtet wer den soll, ist jetzt nach etwa 11/2 Jahren genehmigt worden und wurde in Angriff genommen. Das Gebäude wird im unteren Stock 2 Wirtschastsraume erhalten und soll schon im kommenden Herbst seiner Bestimmung als Wald' schenke übergeben werden. 4 Li ch, 6. Mai. Zu einer eindrucksvollen Feier ge- stattete sich gestern der Himmelfahrtgottesdions: in der „MarIbach". Aus der weiten Umgebung waren Scharen von Menschen herbeigeeilt, die der Ansprache,am dächtig lauschten, die ein Judeninissionar aus Frankfur: a. M. unter freiem Himmel hielt. Gemeinsame Gesänge, deren stimmungsvolle Wirkung durch die Horn begleitung des Pfarrer Freytag noch erhöht wurde, schallten weit durch den erhabenen Walddom. )( Hungen, 6. Mai. Auf dem „Rod" sind in letzter Zeit wieder neue Anpflanzungen von Fichten un) anderen Ziersträuchern gemacht worden, die zum Schutze unserer sehr verminderten Singvögel und als Brutstätten für sie dienen sollen, zugleich aber auch eine schöne Anlage bilden. Dieser Platz, mit feinen schönen Spazierwegen un) Sitzbänken, für dessen Bepflanzung und Herrichtung denl hiesigen Gemeinnützigen Verein und einem edlen Spender besonderer Dank gezollt werden muß, bildet den fchonsteA Erholungspunkt in nächster Nähe der Stadt und ivird zr einem wahren Singvogethain werden. Von dem^Pavillon aus genießt man eine herrliche Aussicht auf die .Stadt uniJ Umgebung. SARG Berlin, S. 43 Ritterstr. 11 Wien-Paris. BESTE zahn-CREME q Laubach, 5. Mai. Heute fand die vom Kreise neu kinaericht7te Sa ushaltungS-Wanderschule, die während dcc Monate März und April mi Gasthaus »zur Traube* abaehalten wurde, mit einer Prüfung durch bie Lehrerin und Sanitätsrat Dr. Dietz, der den sanitären Teil übernommen hotte, ihren Abschluß. 22 Mädchen hatten an dem Kursus tcilaenornmen. Die KrciSkoinmission Schotten, der hiesige Stadtvorstand und die Angehörigen der Mädchen waren zur '"veiec geladen. Geh. NegierungSrat Schönfeld wies auf ben großen Nutzen hin, ben dieser Unterricht in ber guten Rührung eines Haushaltes für bie Mädchen bringen solle. 2ic Schülerinnen konnten bie an sie gerichteten Fragen in 'treffender Weise beantworten. An die Prüfung schloß sich cm gemütliches Zusammensein. Geheimerat Schönfeld sprach bcc Lehrerin seine besondere Anerkennung und Dank für die Erledigung ihrer oft so schwierigen Pflichten auS. Von den Teilnehmerinnen wurde ihr als Geschenk ein Nickel-Kaffee- scrvice überreicht. Mit diesem WanderkursuS hat Frl. Römheld ihre Tätigkeit für daS Winter-Halbjahr 1909/10 beendet. z' Nieder-Bessingen, 5. Mai. Gelegentlich des hier abgehallenen Jahresfcstes des Solmser Zweigvereins der Gustao-Apols-Sliirung wurde eine Festtollekte in .Höhe von 47.65 Mk. gehoben, die der nächstgelegenen Dia- jporagemeinbe Rockenberg überwiesen wurde. * Bad-Nauheim, 6. Mai. Anläßlich des Geburtstages des deutschen Kronprinzen gab die Großh. Kurcapelle (Linderstein-Orchester-Lechz.g) unter £ct- lung von Musitdireitor Hans Windersteiu heute naepmittug ein Festkonzert mit besonders angepaßtem Programm. An größeren musivischen Veranstattungen in der Saison «ist jetzt schon ein D o p p e l t o n z e r r bekannt und festgesetzt, das die Kurkapcllc und der hiesige Gesangverein „Froy - 11 n n" unter Leitung seines Dirigenten, Lehrer Bcchtols- i.cimer, am 3. Juli auf der Terrasse geben wird. Die ähn- ’ 1 ict/en Kwnzerte des „Frohsinns' in oen beiden Vorjahren fanden bei den iturgä]teit soviel Anklang, daß die „Froh- finn-Kvnzerte" während der .Saison wohl zur ständigen Einrichtung werden. Bad-Nauheim, 6. Mau Bis zum o. Mai sind 3160 Kurgäste angetommen, wovon an genanntem Ta^e noch 20u0 anwesend ivaren. Bäder wurden bis zum 5. Mai ' 26 555 abgegeben. /V. Mainz, 6. Mai. Der unter dem Protektorat des Großherzogs Ernst Ludwig stehende „Verband der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein" tagt vom 6. bis 9. Mai in Mainz. Der Großherzog, der ycute eingetroffen ist, eröffnet am 8. d. M. die Ausstellung^ „2er Rhein im Bild", die sich im 2. Stock des Kurfürstlichen Schlosses befindet. Die Ausstellung, wohl die auserlesenste und lückenloseste ihrer Art, ist nur Mitgliedern des Verbandes zugänglich und umfaßt u. a. Bilder von Thoma, Steinhaufen. Außerdem unternimmt der Verein eine Rheinfahrt an Bord des „Ernst Ludwig" nach Bacharach. Tie Stadt selbst gibt am 7. Mai ein Fest- bantett, dem sich ein Konzert der Mainzer Liedertafel und ber Begrüßungsabend in der Stadthalte anschließen. Den Schluß der Veranstaltungen bildet der Besuch der Sektkellerei Kupferberg am 9. Mai. w. Mainz, 9. Mai. (Tel.) AmtsgerichiSrat Fischer auS Berlin, der gestern hier angekoinmen war, schnitt sich heute nacht die Kehle durch, stürzte sich aus dem Fenster seiner Wohnung und blieb tot liegen. [J Marburg, 6. Mai. Von der Aussperrung im Baugewerbe ist hier wenig oder gar nichts zu merken. Verschiedene Unternehmer sperrten zwar ihre Arveiier teilweise aus, bic|e I/aben jedoch meistens anderweitig Arbeit gesunden. Zn Marburg selbst scheint in den wenigen Bauten, die in Angriff genommen waren, ruhig weiter gearbeitet zu werden. Zn den Landorten heischt nach ivie vor eine rege Sautätig leit Zn manchen Orten werden die Arbeiten von ausge,perrien Bauarbeitern, die fia) zusammengefchlosfen Haven, übernommen. Manche Landwirte, die wegen der hohen Kosten seither sich scheuten, irgend eine Arbeit ausführen zu lassen, benutzen jetzt die Gelegenheit und lassen Ausbesserungen oder Neubauten her- X Biedenkopf, 5. Mai. Der Hinterländer Geschichtsverein erläßt einen Aufruf zur Sammlung eines Fonds für Errichtung eines Gedenksteins bei der Philip pSbuche bei Simmersbach, wo Philipp der Großmütige bei seiner Rückkehr auS der Gefangenschaft zuerst wieder hessischen Boden betrat. O Vom nordöstlichen Taunus, 5. Mai. Die sog. ,Maibowle-Konferenz" m Boden rod fand nicht wie üblich am Mittwoch vor Himmelfahrt statt, sondern ist dec ungünstigen Witterung wegen auf SamStag nach Pfingsten verschoben worden. fc. Frankfurt a. M., 5. M. Der Mitteldeutsche ArbeltSnachwcls-Verband hielt hier seine zweite BerbandSversammlung ab. Den Verhandlungen wohnten bei Stadtrat Dr. Flesch-Frankfurt a. M., Provinzialdircktoc Geheimerat Tr.Breldert-Mainz,Oberbürgermeister Dr. Glässing und Proomzialdireklor Fey-Darmstadt, Landrat v. Gröning- Gelnhausen, Bürgermeister Dr. Frenay-Bensheim a. d. B. und Amtmann Dr. Herberg-Lauterbach. Zm verflosienen dritten Geschäftsjahr verfügte der Verband über folgende Unterstützungen: Preuß. Vimisterluin des Innern 5000 Mk., für Handel und Gewerbe 4000 Mk., für Landwirtschaft, Domänen und Forsten 1700 Mk., Großherzoglich hessisches ! Ministerium des Innern 2000 Mk., Bezirksoerband für Nassau-Wiesbaden 3000 Mk., BezirkSoerband für Hessen- Kassel 2000 Alk., Provinzialdirektion Gießen 500 Mk., die Landivirtjchaftskammern Wiesbaden 300 Alk., Kassel 500 Mk., Darmstadt 400 Mk., vom Verband deutscher Arbeitsnachweise Berlin 250 Mk. und Mitgliederbeiträge 1650 Mk„ zusammen 21 300 Mk. Für 1910/11 wurden bis jetzt an Unterstützungen 14 050 Mk. bewilligt. Eine Neuerung, die für daS Ardelts- oermittlungswesen von der größten Bedeutung werden kann, ist der vom Mitteldeutschen Verband nut Unterstützung des Verbandes Deutscher Arbeitsnachweise und des Sozialen Museums in Frankfurt a. M. abgehaltene erste AuS- bildungSkursus für Verwalter und Leiter von öffentlichen Arbeitsnachweisen. An Unterstützung wurden für KreiS- und städt. Arbeitsnachweise im Geschäftsjahr 1909/10 5475 Mk. verausgabt, u. a. erhielten Friedberg 1000 Vlk., Büdingen und Wetzlar je 200 Mk. In einem Unterausschuß wurden Beratungen angestellt über das Verhalten dec Ardeits- vermittlungSstellen bei Kontcaktbruch ländlicher Arbeiter. Da zur Untersuchung und Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern geeignete Einrichtungen fehlen, wandte der Verband sich um Unterstützung an die Land» ZK-» 1 r-M •fiS* ks tz.-. I ” dollen 'j'nrrf.u0 Eliht I einrr rt9an9enttÖisi tzLLLr - 6-raucn, alle in wüS 5 jolgend, die en l dieses Ergebnisses beteil jecinigt singvögel beschäfkizk sic altene Bekannlmachung bei ders hingewiesen sei. chtverein halt am W iuptversanimlung »n 6a? dig»ngsgl«d. b Wort. . g l( ) Jahre alt, wo« Nai- ^a£uibratwe:- ?^oüen-Lmbcu l- iCiiunb W ri(ßtctiri Zcftimnnmg als » t «öS nc!iat)lnLebung *r wetten ^?^sprllö'e feilt, d'eber .5* W* £ t .SS*»1'" Es starbeu au: Zusammen: vom 15. Jahr (bcrid?t»|aaL Leipzig, 6. Mai. Der vereinigte zweite und dritte Strafknmmersenat des Reichsgerichts verurteilte den Schlosser Johann Rusch- Wiesbaden, zuletzt in Frank- urt a. M. tätig, wegen versuchter geheimer Mitteilung an die französische Regierung zu einem Jahr drei Monaten Gefängnis, fünf Jahren Ehrverlust und erklärte die polizeiliche Aufsicht für zulässig. Die Verhandlung fand vollständig unter Ausschluß der Oeffentlichkell statt. w. Stuttgart, 6. Mai. Das Schwurgericht sprach den 22 jährigen Zimmermann Eugen Mößner aus Zuffenhausen, der feineMulter am 5. März im Streite durch mehrere Revoloerschüsse getötet hat, frei. LuMiffahrt. Düsseldorfer Flugwoche. Düsseldorf, 6. Mai. Nachdem kurz nach 5 Uhr auf den heftigen Regen unerwartet Windstille eintrat, sind Baron de Laters und Zeannin aufge fliegen. Jeannin erreichte bei seinem Fluge über den Grarienberger Wald eine Höhe von über 200 Nietern. Baron de Caters flieg ebenfalls mehrere Atale mit seinem Apparat auf. Kurz vor 6 Uhr befanden sich beide Flieger noch in der Luit. Falls die Witterung ^einigermaßen günstig ist, werden voraussichtlich Samstag und Sonntag sämtliche fünf gemeldete Flieger Flugversuche macheu. Originat-DrahtineiSrrngen. Tie Ersatzwahl in Friedberg-Büdingen. Friedberg, 7. Mai. (Privat-Tel.) Heute nach^ mittag findet eine Sitzung der nationalliberalcn Partei statt, in der Professor Dr. van Cal ker aus Straßburg als Kandidat der Nation allib er alen Partei aufgestellt werden wird. Seine Kandidatur wird von der fortschrittlichen Volks Partei unterstützt werden. Von anderer Seite wird uns noch gemeldet, daß Herr van Calker auf dem Boden der Erbansallsteuer steht und die nationalliberale Partei in Usedom-Wollin uub Landes- hut-Zauer keine Kandidaten aufstellen, sondern die freisinnigen Kandidaten unterstützen wird. Der Bund der Landwirte hat Rechtsanwalt v. H e l - molt als Kandidaten ausgestellt. Vermischtes. * Betriebs s ich erheitein ft und jetzt. Zn einer Besprechung der „Sociötö industrielle" zu Amiens wurden vor kurzem einige Daten zusammengesteltt und vorgetragen, aus denen hervorgeht, wie groß die Fortschritte in der Be-- triebsjicherl-eit der Cisenbahnen smd. Vor dreißig Zähren hatte der Hauptingenieur Sartiaux eine Statistik ausgearbeitet über die Zahl der Unfälle beim Reisen. Er hatte ausgerechnet, daß zur Zeii der Postwagen in Frankreich ein Unfall mit Todecholge auf 3350^0 Re.sende, eine Verletzung aber ans 50000 Reisende tarn. Man nimmt nun an, daß die Zahl der Betriebsunfälle sich in der Zeit der Eisenbahnen ins Ungeheure vermehrt habe. Es ist aber genau das Gegenteil der Fall. Denn Sarriaur hat weiter ausgerechnet, daß in den ersten vierzig Zähren des Bestehens der Eisenbahnen in Frankreich, vom 7. September 1835 bis znm 30. September 1875, auf 5178 490 Reisende ein bei einem Unfall Getöteter, auf 580 450 ein Verletzter kam. Was die erhöhte Betriebssicherheit angeht, so werden diese Zahlen noch durch die neuesten weit übertroffen. Von 1901 bis 1904 sind auf 7 000 000 Reisende ein Todesfall, auf 1300 000 Reisende eine Verletzung zu rechnen. * Die Silberausbeute der Welt. Während die Goldausbeute der Welt von Jahr zu Jahr zummmt, wird die Gewinnung von Silber, damit verglichen, immer geringer. Noch im Jahre 1893 übertraf das Gewicht des gewonnenen Silbers das des im gleichen Zeitraum gegrabenen Goldes um das Zweiundzwanzig fache. Diese Zahl ift heute au das Achtfache zuruckgegaiigen. Diese Verminderung ist in erster Linie darauf zurückzuführen,' daß die Münzprägung immer weniger Silber benötigt. Dann hält die Tatsache, daß in der Industrie mehr Silber als früher verarbeitet wird, nicht das Gegengewicht. Während die Silbergewinnung, an der Goldausbeute gemessen, zurückgegangen ist, hat sie an sich doch zugenommen Sie .betrug nämlich int Jahre 1909 132 000 Zentner gegen ungefähr 104 000 Zentner im Jahre 1906. Die größte Silberausbeule hatten in den letzten Jahren Mexiko und Kanada, während die Vereinigten Staaten, die bisher den ersten Platz inne hatten, eine Verminderung aufweisen. Ein anderes großes Gewinnungsgebiet ist Broken Hill au der Grenze von Südaustralien und Neu-Süd-Wales. Die Hälfte des dort gewonnenen Silbers geht nach China und nach Indien, das im letzten Jahre allein o7 400 Zentner cinführte. 'Die Religio neu Rußlands. Tie seit kurzem gewahrte Freiheit der Bekenntnisse in Rußland Hai eine Verschiebung der religiösen Verhältnisse m numerischer Beziehung zur Folge gehabt. Ihr Hauptmerkmal ist, daß Oie Orthodoxie eine große Anzahl ihrer Erwachsene: tm 1. Lebensjahr Das Erdbeben in Cartago. London, 6. Mai. Neuere ^Nachrichten aus der Provinz Cartago besagen, das Erdbeben richtete nicht nur in Cartago großen Schaden an, sondern auch in den an der Eisenbahnlinie Cartago — Puertelimon gelegenen Städten. Newyork, 6. Mai. Nach einer Meldung aus ^an Juan del Sur ist in Cartago kein einziges Wohnhaus stehen geblieben. 350 Leichen wurden unter den Trümmern hervorgezogen. Die Verwundeten wurden nach San Iosö gebracht. Newyork, 6. Mai. )Lach einer telegraphischen Meldung des „Newyork Herald" aus Managua begann das Erdbeben in Cartago am Mittwoch abend um 6 Uhr 50 Minuten. Während die entsetzte Bevölkerung auf die Straßen stürzte, fielen die Häuser zusammen. Nur wenige Personen waren imstande, die Sicherheit bietenden Plätze zu erreichen. Das Kriegsgesetz ist verkünde^, es ist aber für die Truppen außerordentlich schwierig, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Hunderte von Fluchtigen find auf der Straßenbahn in San Ioss «mgekommen. Eine große Anzahl Familien lagert auf den Höhen bei Cartago. Aerzte und Nahrungsmittel sind dorthin entsendet. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Dollar's geschätzt. N e w yorl, 6. Mai. In Cartago (Costa Riea) wurden bisher 450 durch das Erdbeben Getötete g e b o r g en. wirtschastSkammern. Darmstadt lehnte auS Mangel an geeigneten Ermittlungsorganen eine Mitwirkung ab. Dagegen hat die Landwirtschaftskammer Wiesbaden sich zustimmend geäußert und ersucht, Beschwerden der in Rede stehenden Art an sie gelangen zu lasten. Ebenfalls zustimmend äußerte sich llastel. Gegenstand eingehender Erörterungen bildete der Entwurf eines Regulativs für die WanderarbeitS- nachweise in den Wanderarbeitsstätten für den Regierungsbezirk Kastel. Erwähnenswert ist der Versuch, Gebühren in abgestuslen Sätzen je nach Qualität der Arbeiter und der Schwierigkeit ihrer Beschaffung, einzusühren. DaS Regulativ unterliegt zurzeit der Beschlußfassung durch den Landes- auSschuß. Neben einer Beratung über die Reservistenvermittlung fand auch eine solche über die Dienstboten- oermittlung und deren bessere Ausgestaltung, besonders in den nassauischen Badeorten, sowie im Spessart» und Nhöngebiet, statt. Weniger Beachtung konnte bis jetzt der Ausgestaltung der Lehrstellenvermittlung geschenkt werden. Als daS erfreulichste Zeichen der Weiterentwicklung des Verbandes dürste die Zunahme von Vermittelungen bezeichnet werden. Be- ondeis haben die Kleinstädte ihre Vermittlungsziffern erheb» sich gesteigert, waS daraus zurückzuführen ist, daß die land- wirtschaftliche Vermittlung mehr auf die Kleinstädte übergeht. Bekenner, nämlich 301 460 Perscnen verloren Hai. Der «roßte Teil von ihnen, 233 0<;0 traten jum RathohaismuS über; Haupffachsick lianbelt es sich hier um Polen und Litauer. 60 000 -- gro|en cU5 Xartaren - wurden Muselmanen, 14 500 nahmen das lullMische BekennmiS an und 3400 - meist Bewohner des osisichen Sibirien - gingen »um Buddhismus über, 400 zum Judentum und zm ver- ischen'Religion und 150 rechnet man noch zu den Götzendienern. Kleine Tnacsckronik. Geh Medizinalrat Dr. Cursckmann, ein geborener Gießener, Direktor der Universitätsklinik und Leiter des stadmchen sanken Hauses in Leipzig, ist plötzlich gefror Ben. Auf der Zeche »ermann bet E, ,en ereignete sich eine Schlagwetter Explosion: sieben Bergleute wurden chwer verbrannt. „ x „ Fünf am Mittenwalder Bahnbau beschäftigte Ar beiter wollten Dynamit erwärmen; cs erfolgte eine Ex» ) losion, durch die alle getötet ivurden. Ter am Donnerstag früh mit mehreren hundert Per- onen von Kiel nach Sondcrburg abgefahrene Dampfer „9t p r b ft e r n" wurde am 9tachmittag von dem Kreuzer „Undine" mit einem Schaden fteucrlos treibend aufgefunden Bergungsdampfer wurden durch Funkenspruch herbeigerufen. Die Staatsanwaltschaft Wismar erläßt einen Steck- jrief hinter dem stüchtigen Rechtsanwalt Schlott - manu wegen Unterschlagung und Untreue. Es soll sich um 700000 Mark handeln. In Bukarest überfielen zwanzig Burschen einen Zirkus, um Pferde und Kostüme zu rauben. Fünf Personen wurden getötet, drei schwer verwundet. Unter den Getöteten befindet sich der Zirkusdirektor._______________ — Kurze Nachrichten aus Kunst u. Wissenschaft. Nach einer Nachricht aus Weimar halt der ^chillerbund die Bc ivilligung von bOüu Mk. jährlicher Beihilfe des Reiches zu den Nanonaljestjpielen für gesichert. — In Hannover ist am 3. Mai der Musitichrmsieller, Kgl. Musikdirektor F. Gustav Jansen im 79. Lebensjahre gestorben. Handel. fc. Frankfurt a. M-, b. "jJia.i Hier fand gestern eine Sitzung der „L a n d wi r t f ch a f l l i ch e n G c s ch ä f t s st e l l e für Schlachtviehverkauf in Frankfurt a. M." statt. Die Ge- ichaftsstelle besteht seit 1908. Es wurde fcftgefrellt, daß der Umwtz des Geschäftes feit 1. Oktober 1909 >ich gegen ba-5 Vorjahr verdoppelt hat und fetzt bereits rund drei Millionen Mark beträgt. Ter vauptzusluß an Tieren von viehproduzierenden Landwirten kommt aus der Provinz Hannover, dem Regierungsbezirk Wiesbaden, Hessen uub Unterfranken. viichertifch. — Ter .Derkehrs-Berern langens chwalbach" hat einen Führer durch das Stahl- und Moorbad 2angenschwalbach herausgegeben, der nicht nur den Kurort selbst, seine Helliaktoren, Einrichtungen und Schönheiten schlldern, sondern and) eine aus- ührliche Darstellung der zahlreichen Spaziergänge und Ausfluge bringt, die man von Langenichwalbach ans m den Taunus bis zum Rhein einerseits und bis zur Lahn andererseits, sowie in die Gegend von Cronberg, Königstein usiv. machen kann. ÄöchenU. Ueverstchl ver LooerMe L 0. Stadt Stetzen. 18. Woche. Vom 24. bis 80. 'April 1910. Einwohnerzahl: angenommen zn 31800 linkt. 1600 'Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 26,16 v/00, nach Abzug von 5 Ortsfremden: 18,0 Voo. Kinder ____1______— Summe 16 75) 14 (ö) 1 1 Sinnt.: Dte ui Suuunncrn gr,.^..^ Ziffern geben an, wie viel der Todessälle m der bct. -nenoen Kraiilhcit auf von atiSwürts nach .ließen acutiiciite Mrante temmen. Spielplan öes tturhaur-Chcaterr bad Nauheim. Direktion: Hermann Steingoetter. Montag, 9. Aiai (Erosfilung der Spielzeit): „Ein Sommer- nachtslraum." Mittwoch, li. Mai: «Wenn der junge Wein blüht." Freitag, 13. Mai: ,Ter dunkle Punkt." Montag, 16. Mai: /Wie die Alten jungen." Amtlicher Wetterbericht. O ef f entliche Wetterdienststelle Gießen. Allgemeine Wetterlage seit gestern früh: Die nordwestliche Zyklone beherrscht fortgesetzt ilnjere Witterung; starke Lüdiveft- winde mit Regenschauern überfluten ganz Deutschland. Im Gebirge fällt heute vormittag starker Schnee. — Das Tiefdruckgebiet zieht ostwärts; dabei kommen wir auf feine Rückseite in den Bereich böiger Nordwestwinde, so daß Regenschauer und Abkühlung cintreten. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag dem 8. Mai 1910: Regenschauer, Schnee im Gebirge, böige Norwestwinde, kühler. Zwischen den Schauern häufiges Ausklären. Lungenentzündung 4(1) 4(1) Herzmuskelentzündung 1 1 nchlagltuv 2 2 Nervenkrankheiten 2(1) Kl) Gallenblasen-Ent- zündnng KD KI) Bauchfellentzündung KD Kl) Blinddarmentzündung 1 (1) 1(1) Krebs 1 1 Selbstmord 2 2 unbekannter Ursache 1 — Statt Karten. Wally Rosenheim Paul Cahn Verlobte. Frankfurt a. M., Mai 1910. ss®/6 W'1 1 6»h>;.r U etn< ss?" ■äs, W sh?®' SK . CT 3» Ht gevl-nle 5^ Ter ®.e inbert, toj slhäbigenber erhält, den der Sitzung deuten das Sitzungsiae zur Dau rend beließ tagen.- auägeiflwll den Trüut verhindern- Erfolgt «ung, bei Ausschlag * < I 36g. r «lieber sind mal» Beran iLebhaslcr i bei den M Zweck öc-ol netenhau e ( Wg i Freunde ha missionsoed wie vor ei sreiheit! - eventuell ( Beise um um ein ®e haste Zusli dem Sinne nur ausna Aenderung dern nur Sille und geordneten erlebt, bat ich pfeife b an einem 5 teilen sich 6 feit Jahren schaffen, die dieses wider! 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Vorverkauf in den bekannten Zigarren-Geschäften. 039ufl Im vorderen Restaurant: Koozllt des Wiener Dmen-Llchesters Wedel. Anfang 7^2 Uhr. Eintritt frei. Morgen Sonntag 11—lUhr Frühschoppen. Conzert. nachmittags ab 4 Uhr. Eintritt ;rei. Die Direktion. Klnematograph Bahnhofstr. 54 Bahnhofstr. 54 Programm mm l bis 15. Mai 1910. Winter im schönen Norden, herrl. Naturaufnahme, Eselsohren, humoristisch, Der weisse Häuptling spannendes Drama, Medium als Taschendieb, humoristisch, Ter Schiffbrüchige, spannendes Drama aus dem SeemannSleben, Ist Ehemann in in Mrsire stürmische Heiterkeit, Maria, ergreifendes Drama, V878 Tonbttdr Sinter der Manege des Zirkus Busch. |1366 „Cafe Amend“ Morgen KONZERT Anfang 8 Uhr. Entree frei. Oberhessische teeltiafl iilf Mur-1. Heilkoode. Allgemein verständlicher Vortrag des Herrn Prof. Dr. Martert UeberKometenWLiWlilerllj Mittwoch den 11. Mai 1910, abends 8% Uhr, im großen Hörsaale der Universität. Freien Zutritt haben die Mitglieder der Gesellschaft gegen Vorzeigung der Einladungskarte, die Abonnenten der Winter- vorträge gegen Vorzeigung der Abonnementkarte, Studenten gegen Vorzeigung der AusweiSkarte. Weitere Eintrittskarten find z« aO Pfg. an der Abendkasse und int Vorverkauf in den yuc6l)iuibi lunnen von Frees und Ricker zu haben.__ Schneiderin, Senn, empfiehlt sich den geehrten Damen. 03916)LöberSboi 7IL 7/isitenAarten liefert rasob and billigst Brähl'eche Oair^DnuAcrd. Auf nach dem MM. Sonntag den 8. Mai, 3 Uhr, Eröffnung des neu ausgestellten [03907 SanselliMMieli Es lad. erg. ein I. Walldorf. Oeffentliche Versammlung! im Saale des „Hotel Schütz". Samstag, 7. Mai, abends 8i/2 Uhr Vortrag über „Reicbszuwachssteoer“ (ba5 für die Allgemeinheit jetzt wichtigste und interessanteste Steuergebiet), gehalten von Herrn Stadtverordneten Faulig, Frankfurt (Oder) dem AerbandSredner des Zentraloerbandes der städtischen HauS- und Grundbesitzervereme Deutschlands. Ww bitten unsere Mitglieder uni zahlreiches und pünktliches Erscheinen. T8/5 Auch Nichtmitglieder, überhaupt alle Interessenten ftnb freundl. emgeladen. Gelegenheit zu freier Ansprache. Der Verein der Hausbesitzer in Giessen. Ortsgewerbeverein. Zu dem heute abend 8^ Uhr im Hotel Schütz statt- ftnbenöen Vortrag des Herrn Paulig über die Reichs- zuwachssteuer laden wir unsere Wtitglreder freundlichst ein. v7s) Der Vorstand. Ein Junge angekommen. Otto Grtmebaum und Frau, Giessen (Roonstr&sse 29), den 7. Mai 1910. 2669 Liebigsliölie. Ani Sonntag, dem 8. Mai, im großen Saale Aiilitäv - Tkoirzevt ausgeführt von der Kapelle des hiesigen Jnf.-Regiments Kaiser Wilhelms unter persönlicher Leitung des Obermusik. Meisters Herrn W. Löber. Ansang 4% Uhr. 03839 Eintritt 40 Psg. Londorf Londorf Pallabona tröcTenes Haar- entfettunasmittel macht die Haare \ ' locker und leicht zu J mneten, verhindert das Auslosen der Frisur, ä Derleibt feinen Duft, reinigt die Kopshaut. 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